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 "Keinen vernünftigen Menschen wird es einfallen Tinte mit Tinte wegzuwischen aber Blut versucht man noch immer mit Blut zu entfernen." -  B. v. Suttner

Artikel von Uri Avnery

Start
Das schreckliche Problem
Die Trennung ist wunderbar
Die Erzählung von zwei Geschichten
An der Verzweiflung verzweifeln
Ein Bekenntnis
Die Kreuzfahrer und die Zionisten
Kaya, der Hund
Das Ei des Kolumbus
„Jeder, nur nicht Bibi“
Der Marsch der Torheit
Blind in Gaza
Das Vier-Buchstaben-Wort - Schalom
„Wer bekennt und  lässt“
Grüße an Diana Buttu
Die Visitation
Parlamentarisches Gesindel
Das seltsame nationale Heim
Eins, zwei -  freut euch!
Der israelische Macron
Palästinas Nelson Mandela
Um Cui Bono?
Das Nessos-Gewand
Die Universität des Terrors
Das nationale Rätsel
Die moralischste Armee
Die realistische Wahl
Napoleons Kanonen
Der große Riss
Wann hat es begonnen?
So ist es geschehen
Respekt vor der Grünen Linie
Dort sein
Eingeständnis eines  Größenwahnsinnigen
Ja, wir können
Denk an Naboth
Der Ruf der Nation
Der Ruf des Muezzin
Oh mein Gott, Trump!
Das kleinere / geringere Übel
Die israelische  Trumpess
Der Beerdigungsrabatz
Der Triumph des Sisyphus
Abu-Mazens Bilanz
Die Sage von Sisyphos
Der Bürgerkrieg
Glücklicher Bibi
Olympische Juden
Die Zukunft gehört den Optimisten
Der im ganzen Land gehörte Schuss
DER ORANGENE MANN
Der große Graben
Grenzenloser Hass
Was zum Teufel
Das zweite Kommen
Geringfügige Korruption
Der Tag der Rhinos
Was  ist mit Netanjahu los?
Das Zentrum hält nicht
Ein Dokument mit einer Mission
Diese komischen Antisemiten
„Wir“ und „sie“
Der andere Gandhi
Das Viereck abrunden
Der Fall des Soldaten A.
Unter den Linden
Was geschieht mit den Juden?
Die große BDS-Debatte
Kopfbedeckung
Wenn Gott verzweifelt
Eine Dame mit einem Lächeln
Der Rattenfänger von Zion
Die Kluft, die immer weiter wird
Die Angst vor der Assimilation
Extrem, extremer, am Extremsten
Der Bestechungsfall
Vorgestellte Nationen
Der einsame Anwalt
Gedanken am Strand
Der Reigen  der Absurdiotie
Die Katzen von Ariel
Adolf, Amin und Bibi
Weine, geliebtes Land!
Der Führer ohne Ruhm
Nasser und ich
Das Ministerium der Angst
Das Gesicht eines Jungen
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Wie konnte dies geschehen?
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

Passion und Antisemitismus

Gedanken zum Film von Gibson

Ein Brief an Präsident Arafat

 Uri Avnery, 3.4. 04

 

Lieber Herr  Präsident,

Shalom!

Ich schreibe diese Zeilen, um gegen eine Erklärung  zu protestieren, die ich nicht ignorieren kann. Im  palästinensischen Wochenblatt, The Jerusalem Times, erschien am 28.März ein kurzer Artikel, in dem berichtet wird, dass Sie sich den kontroversen Film von Mel Gibson „Die Passion Christi“ angesehen hätten. Danach hätte Ihr Berater und vertrauter Assistent Nabil Abu-Rudeina erklärt, dass Sie diesen Film „bewegend und historisch“ gefunden  hätten. Abu Rudeina fügte hinzu, dass „die Palästinenser noch täglich dieser Art Schmerzen ausgesetzt seien, die Jesus während seiner Kreuzigung erlitten hatte.“

 

Wenn diese Erklärung nicht in einer palästinensischen Zeitung erschienen wäre, hätte ich geglaubt, das wäre eine Erfindung von Ariel Sharons Propaganda-Apparat gewesen. Man kann sich kaum einen Satz vorstellen, der der palästinensischen Sache mehr schaden könnte.

 

Ich habe große Achtung vor Abu Rudeina. Ich schätze seine Loyalität gegenüber der palästinensischen Sache und gerade Ihnen persönlich gegenüber. Er blieb an Ihrer Seite während der Belagerung Ihres Gebäudekomplexes und schwebt dort – genau wie Sie – täglich in Lebensgefahr.

Aber diese Erklärung hätte man nicht abgeben dürfen.

 

Ich habe den Film nicht gesehen und  beabsichtige auch nicht, ihn mir anzusehen. Ich verabscheue Grausamkeiten, auch im Film, und dieser Film ist voll mit grausamen Szenen, die angeblich das Neue Testament auf die Filmwand projizieren. Offensichtlich gibt es einen großen Unterschied darin, ob man einen geschriebenen Text liest oder ob man ihn als Film mit lebensnah dargestellten Gräueltaten sieht, in denen  Blut wie Wasser fließt.

 

Aber das ist  nicht  das Wesentliche.

Von einem Araber und Muslim erwartet man nicht, dass ihm die schreckliche Auswirkung der Beschreibung der Kreuzigung Christi auf das Leben der Juden bewusst ist und zwar auf  fast 2000 Jahre lange Verfolgungen, Pogrome, Folter durch die Spanische Inquisition, Massenvertreibungen, Massen- und individuellen Mord bis zum Holocaust, in dem sechs Millionen Juden umgebracht wurden. All dieses wurde direkt oder  mindestens indirekt durch diese Narrative (Erzählung) möglich gemacht.

 

Das Neue Testament ist für seine Anhänger ein heiliges Buch. Aber wie unsere Bibel, das sog. Alte Testament, ist es kein historischer Text. Religiöse Wahrheit und historische Wahrheit sind nicht ein und dasselbe. Die Beschreibung der Kreuzigung in den vier Evangelien wurde viele Jahrzehnte nach den beschriebenen Ereignissen aufgeschrieben. Und die Schreiber schrieben das, was sie schrieben, unter dem Einfluss der  zeitgeschichtlichen Umstände.

Nehmen wir z.B. die Gestalt des römischen Herrschers Pontius Pilatus. In der römischen Geschichte erscheint er als  skrupelloser, korrupter und grausamer  Prokurator. Im Neuen Testament wird er als humane Person dargestellt, fast ein Philosoph, der Jesus nicht verurteilen wollte, der aber den Juden nachgab. In Gibsons Film ist er eine attraktive Gestalt, der von den abscheulichen – auch äußerlich abscheulichen -  Juden gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln

 

Warum diese Beschreibung? Als der Text geschrieben wurde, versuchten die Christen gerade, die römische Welt zum christlichen Glauben zu bekehren. Deshalb passte es in ihr Konzept, den Juden die Schuld zu geben und die Römer zu entlasten – völlig gegensätzlich zu den Realitäten zur Zeit Jesu.  Die Juden von damals waren – wie die Palästinenser heute – ein besetztes Volk und die Römer waren die Besatzungsmacht. Kreuzigung war eine übliche römische Strafe, eine Art „gezielte Tötung“  jener Zeit ( allerdings nach einer Gerichtsverhandlung).

Die Schreiber der Evangelien waren voller Hass gegen die Juden, was wiederum nicht überraschend war. Sie waren selbst Juden, wie Jesus und alle Leute um ihn herum. Doch gehörten sie einer anders denkenden Sekte an, die vom jüdischen Establishment damals in Jerusalem als häretisch betrachtet wurde. Die christlichen Juden wurden grausam verfolgt.  Wie in solch brudermörderischen Kämpfen üblich, erhob sich  glühender Hass. Dieser Hass fand seinen Ausdruck in der Beschreibung der Kreuzigung.

 

Im Matthäus-Evangelium (Kapitel 27) heißt es: „ ... Da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: „Was soll ich denn mit Jesus tun, von dem gesagt wird, er sei der Christus?“ Sie sprachen alle: „Lass ihn kreuzigen!“  Der Landpfleger sagte: „Was hat er denn Übles getan?“ Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: „Lass ihn kreuzigen!“  Da aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern vielmehr ein Getümmel entstand, nahm er Wasser und wusch die Hände vor dem Volk und sprach: „Ich bin unschuldig am Blut dieses Gerechten. Seht ihr zu!“

Da antwortete das ganze Volk und sprach: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!““

 

Dies ist offensichtlich keine historische Beschreibung. Ein ganzes Volk oder eine große Menge kann nicht wie eine einzelne Person reden. Dieser Satz: „Sein Blut komme ... über unsere Kinder!“ ist unglaubhaft und wurde eingefügt, um die Rache an vielen Generationen zu rechtfertigen. Und tatsächlich, viele Generationen von Demagogen gebrauchten dies Wort, um gegen die „Gottesmörder“ aufzuhetzen.

 

 Adolf Hitler war kein fanatischer Christ – ganz im Gegenteil. Einige seiner Anhänger versuchten sogar, heidnische germanische  Riten wieder einzuführen. Aber Hitler und die Vollstrecker des Holocaust hatten im Religionsunterricht der Schule das Neue Testament gelesen. Und keiner kann sagen, wie viel von diesem Text unbewusst weiterwirkte. Und viele einfache Fundamentalisten akzeptierten den Holocaust oder beteiligten sich  deswegen an ihm.

 

Ich habe nicht die Absicht, die ganze christliche Welt durch die Jahrhunderte anzuklagen. Weit entfernt davon. Viele der größten Humanisten  im Laufe der Geschichte waren Christen, einige von ihnen sehr gläubige. Christen waren nicht nur Vollstrecker des Holocaust, unter ihnen waren auch Gerechte, die Juden retteten. Christliche Klöster an vielen Orten nahmen Juden auf und retteten sie so.

Jesus predigte die Liebe, und das Neue Testament stellt ihn als eine äußerst sympathische Person dar: gerecht, barmherzig und tolerant. Es ist erschreckend, dass so viele Gräueltaten der Geschichte durch Personen und Institutionen ausgeführt wurden, die vorgaben, sie handelten in seinem Namen.

 

Sie, Herr Präsident, als Araber und Muslim, sind stolz auf die Tatsache, dass länger als ein tausend Jahre lang die muslimische Welt gegenüber Juden und Christen ein Vorbild der Toleranz war. In der muslimischen Welt hat es niemals Massenvertreibungen und Pogrome gegeben, die – ganz abgesehen vom furchtbaren Holocaust - ein Charakteristikum der Christenheit waren.

 

Die Blutbande zwischen Muslimen und Juden finden sich während der ganzen Geschichte. Eines der dunkelsten Kapitel der Vergangenheit dieses von uns beiden geliebten Landes ist die Zeit der Kreuzfahrer. Schon auf ihrem Weg ins Heilige Land begingen die Kreuzfahrer einen Genozid an den Juden im Rheinland. Als sie die Mauern Jerusalems durchbrochen hatten, brachten sie die ganze Bevölkerung der Stadt um, Männer und Frauen, alte Leute und kleine Kinder. Einer von ihnen erzählte stolz, dass sie bis zu ihren Knien in Blut gewatet wären. Es war das Blut von Muslimen und Juden, die zusammen abgeschlachtet wurden. Ihre letzten Gebete mischten sich auf dem Weg zum Himmel.

 

Nach dem Fall Jerusalems hielt Haifa noch eine Weile gegen die Kreuzfahrer stand. Die meisten seiner Einwohner waren Juden, die Seite an Seite  mit der ägyptischen Besatzung kämpfte. Die Muslime versorgten sie mit Waffen - und nach einem christlichen Chronisten –kämpften die Juden tapfer. Als die Stadt fiel, mordeten die Kreuzfahrer die restlichen Juden und Muslime.

Vierhundert Jahre später, nachdem die Christen Spanien von den Muslimen zurückerobert hatten, vertrieben sie Juden und Muslime. Nach dem Goldenen Zeitalter, der wunderbaren kulturellen Symbiose von Muslimen und Juden im mittelalterlichen muslimischen Spanien,  erlitten Muslime und Juden das gleiche Schicksal. Fast alle vertriebenen Juden  siedelten sich in muslimischen oder von Muslimen regierten Ländern an.

 

Lassen wir es nicht zu, dass der gegenwärtige zwischen unseren beiden Völkern  mit all seiner Grausamkeit geführte Konflikt die Vergangenheit überschattet, weil dies die Grundlage für unsere gemeinsame Zukunft ist.

Das gegenwärtige Leid des palästinensischen Volkes  hat nichts mit dem zu tun, was vor etwa 1973 Jahren geschehen oder nicht geschehen ist.

 

Wenn es überhaupt eine Verbindung gibt, dann ist es genau umgekehrt. Ohne den modernen christlichen Antisemitismus  der letzten 200 Jahre wäre die zionistische Bewegung gar nicht zustande gekommen. Wie ich schon früher erwähnt habe, stellte der Gründer der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, ausdrücklich fest, dass die Gründung eines jüdischen Staates die einzige Möglichkeit sei, die europäischen Juden zu retten. Der Antisemitismus war und ist die Kraft, die Juden nach Palästina treibt.

Ohne Antisemitismus, wäre die zionistische Vision eine abstrakte Idee geblieben. Vom Pogrom in Kischinev  über den Holocaust zum Antisemitismus in Russland, der erst vor kurzem mehr als eine Million Juden nach Israel trieb, war und bleibt der Antisemitismus der gefährlichste Feind des palästinensischen Volkes. In der Redewendung, dass die Palästinenser „ die Opfer der Opfer“ seien,  steckt viel Wahrheit.

Außer den moralischen Gründen ist dies ein zusätzliches Argument gegen die Erklärung über die Kreuzigung, die von Antisemiten als Ermutigung für ihre Sache konstruiert werden kann.

 

Wenn der Frieden kommt, werden wir uns alle - Juden, Christen und Muslime - in Jerusalem treffen. Ich weiß, dass Sie - genau wie ich - davon träumen. Hoffen wir, dass wir  beide dies noch  erleben werden.

 

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

 

Alle Texte von Uri Avnery unter: Avnery Uri - Deutsche Übersetzungen seiner Texte

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