Das Palästina Portal

Täglich neu - Nachrichten, Texte aus dem besetzen Palästina die in den deutschen Medien fehlen.

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Uri Avnery

Nach oben
Zum Tode von U. Avnery - Adam Keller
Zum Tode von Uri Avnery
Wer – zum Kuckuck – sind wir?
Adolf und Amin
Der Marsch der Toren
„Nicht genug!“
Eine sehr intelligente Person
Prinzen besuchen Israel
Zwei Seelen
Die Siamesischen Zwillinge
Hat man SIE einer Gehirnwäsche unterzogen?
Stark wie der Tod
Glück eines Spielers
Tag der Schande
Wer ist wessen Vasall?
Diese Frau
Der wahre Sieger
Der große Tag
Blind in Gaza
Ein Lied wird geboren
Der Fake-Enemy
Weil da nichts ist...
Geh in Frieden!
Hab Mitleid mit dem Mandelbaum
Wer – zum Kuckuck  bin ich?
Nicht Genug!
Das hüpfende Parlament
Möge dein Haus zerstört werden!
Bibis Sohn
Warum ich wütend bin.
Der Mann , der sprang
Schrei, geliebtes Land!
Die Kinder der Steine
Von Barak bis Trump
König und Kaiser
Eine Geschichte der Idiotie
Zwei Treffen
Wer fürchtet sich vor der iranischen Bombe?
Saure Gurken
Ein neuer Start
Das schreckliche Problem
Die Trennung ist wunderbar
Die Erzählung von zwei Geschichten
An der Verzweiflung verzweifeln
Ein Bekenntnis
Die Kreuzfahrer und die Zionisten
Kaya, der Hund
Das Ei des Kolumbus
„Jeder, nur nicht Bibi“
Der Marsch der Torheit
Blind in Gaza
Das Vier-Buchstaben-Wort - Schalom
„Wer bekennt und  lässt“
Grüße an Diana Buttu
Die Visitation
Parlamentarisches Gesindel
Das seltsame nationale Heim
Eins, zwei -  freut euch!
Der israelische Macron
Palästinas Nelson Mandela
Um Cui Bono?
Das Nessos-Gewand
Die Universität des Terrors
Das nationale Rätsel
Die moralischste Armee
Die realistische Wahl
Napoleons Kanonen
Der große Riss
Wann hat es begonnen?
So ist es geschehen
Respekt vor der Grünen Linie
Dort sein
Eingeständnis eines  Größenwahnsinnigen
Ja, wir können
Denk an Naboth
Der Ruf der Nation
Der Ruf des Muezzin
Oh mein Gott, Trump!
Das kleinere / geringere Übel
Die israelische  Trumpess
Der Beerdigungsrabatz
Der Triumph des Sisyphus
Abu-Mazens Bilanz
Die Sage von Sisyphos
Der Bürgerkrieg
Glücklicher Bibi
Olympische Juden
Die Zukunft gehört den Optimisten
Der im ganzen Land gehörte Schuss
DER ORANGENE MANN
Der große Graben
Grenzenloser Hass
Was zum Teufel
Das zweite Kommen
Geringfügige Korruption
Der Tag der Rhinos
Was  ist mit Netanjahu los?
Das Zentrum hält nicht
Ein Dokument mit einer Mission
Diese komischen Antisemiten
„Wir“ und „sie“
Der andere Gandhi
Das Viereck abrunden
Der Fall des Soldaten A.
Unter den Linden
Was geschieht mit den Juden?
Die große BDS-Debatte
Kopfbedeckung
Wenn Gott verzweifelt
Eine Dame mit einem Lächeln
Der Rattenfänger von Zion
Die Kluft, die immer weiter wird
Die Angst vor der Assimilation
Extrem, extremer, am Extremsten
Der Bestechungsfall
Vorgestellte Nationen
Der einsame Anwalt
Gedanken am Strand
Der Reigen  der Absurdiotie
Die Katzen von Ariel
Adolf, Amin und Bibi
Weine, geliebtes Land!
Der Führer ohne Ruhm
Nasser und ich
Das Ministerium der Angst
Das Gesicht eines Jungen
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

 

TRANSLATE


 

Der Triumph des Sisyphus
Uri Avnery, 8.Oktober 2016

DAVID BEN GURION wurde nicht bei den Großen der Nation auf dem nationalen Friedhof in Jerusalem beerdigt, sondern neben des Grabes seiner Frau  in Sdeh-Boker, der Negev Siedlung, die er liebte.

Simon Peres, sein Schüler und Nachfolger wurde nicht neben dem Grab seiner Frau in Ben Shemen, dem Platz, den sie liebte, beerdigt. Sondern bei den Großen der Nation.

Das ist der ganze Unterschied.

 

ICH NAHM nicht an dem Gedöns teil, das die Beerdigung begleitete. Alles in allem war es ziemlich lächerlich. Jeder, der einmal seine Hand geschüttelt hat oder mit ihm ein paar Worte wechselte, fühlte sich verpflichtet, etwas über ihn in aller Länge, zu schreiben und tiefe Ansichten auszudrücken. Das meiste war reiner Unsinn

Ich bin gern im TV. Aber diesmal weigerte ich mich. Dutzende Einladungen zum TV, dem Radio und sonst noch was. Ich  wünschte nur, nicht mich dem Chor dort anzuschließen.

Abgesehen von andern Dingen, gab es dort auch das Paradox: Die Hunderte von  Lobreden, einschließlich Dutzender, die aus dem Ausland kamen, um den Mann des Friedens zu loben, Doch das ganze Ereignis war Propaganda für die Netanjahu-Regierung, die Regierung der Besatzung.

Die Sintflut von Artikeln über den Entschlafenen erinnerte mich an die alte, griechische Geschichte über  einen Haufen blinder Männer, die an einem Elefanten vorbeikamen  „der Elefant ist wie ein Rohr“  berichtete der eine, der seinen Rüssel hielt. Der Elefant ist rund und scharf,“ sagte ein anderer, der die Stoßzähne hielt. „Er ist wie ein Teppich,“  sagte der eine, der das Ohr hielt“ u.s.w.

Shimon Peres hatte viele Facetten. Nur alle zusammen machen den richtigen Mann, der nicht von einem der Lobredner gesehen wurde. Fast alle sagten und schrieben Quatsch.

Und alle ignorierten den wirklichen Elefanten, der in der Mitte des Raumes  stand: die Besatzung.

 

ALS ER  einen Schlaganfall bekam, schrieb ich einen Artikel. Ich habe mich entschlossen, diesen von neu zu schreiben, mit mehreren Zusätzen, von denen ich denke, dass sie wichtig sind oder wenigstens interessant. Es tut mir leid, dass er ein bisschen lang wurde.

Shimon Peres war ein Genie. Ein genialer Poseur.

Sein ganzes Leben lang hat er an seinen öffentlichen Person gearbeitet. Fast alle Lobrednern  ging es um dieses Image dieser Person. Der wirkliche Mann wurde  beerdigt. Möge seine Seele in Frieden  ruhen. Der imaginierte Mann  wird noch  Generationen lang im Gedächtnis bleiben..

AN DER Oberfläche gab es ein paar Ähnlichkeiten zwischen ihm und mir. Er war nur 39 Tage älter als ich. Er kam einige Monate  später als ich in dieses Land, als wir beide 10 Jahre alt waren. Ich wurde nach Nahalal, einem genossenschaftlichen Dorf, geschickt. Er nach Bet Shemen, einem landwirtschaftlichen Dorf für Jugendliche. Man könnte sagen, dass wir beide Optimisten und dass wir beide aktiv in unserm Leben  gewesen sind.

Hier endet unsere Ähnlichkeit.

ICH KAM aus Deutschland, wo wir eine wohlhabende Familie waren. In Palästina verloren wir sehr schnell all unser Geld. Ich wuchs in äußerster Armut auf. Er kam aus Polen. Seine Familie war auch in Palästina wohlhabend. Ich behielt einen deutschen Akzent. Er behielt einen starken polnischen. Die meisten Leute dachten, es wäre ein jiddischer Akzent – aber er leugnete dies vehement. In jener Zeit wurde die jiddische Sprache in diesem Lande gehasst und verachtet.

Schon in seiner Kindheit gab es etwas, das  den Ärger seiner Klassenkameraden  in der jüdischen Schule dieser kleinen polnischen  Stadt auf sich zog. Oft wurde er von ihnen  verprügelt. Sein jüngerer Bruder Gigi pflegte ihn zu verteidigen.  Er erinnerte sich später, das Shimon ihn fragte: „Warum hassen sie mich so?“

Dies war  vielleicht der Ursprung seiner lebenslangen Sehnsucht nach Liebe vom Volk, nach ihrer Bewunderung und Verehrung.

In Ben Shemen war sein Name noch Persky. Einer seiner Lehrer  schlug vor, dass er einen hebräischen Namen annimmt, wie es fast alle von uns taten. Er schlug  Ben Amotz vor, den Namen des Propheten  Jesaya, aber dieser Name war schon von einen anderen Schüler adoptiert. so schlug der Lehrer Peres vor, der Name eines  großen Raubvogels. Eine andere Geschichte lautet, dass Shimon bei einem Ausflug einen Geier sah und seinen Namen adoptierte.

WIR TRAFEN uns das erste Mal, als wir 30 waren. Er war  schon der Generaldirektor des Ministeriums für Verteidigung, und ich war der Herausgeber eines Magazins, über das sich das Land aufregte.

Er lud mich ins Ministerium ein, um mich zu bitten einen gewissen investigativen Artikel  nicht zu veröffentlichen (über die Versenkung eines illegalen Flüchtlingsschiffes im Hafen von Haifa durch die Haganah vor der Gründung Israels). Unser Treffen war eine Geschichte der gegenseitigen Abneigung auf den ersten Blick. Er mochte mich nicht. Ich mochte ihn auch nicht.

Meine Abneigung war schon vor unsern Treffen präpariert. Im Krieg von 1948 (dem Unabhängigkeitskrieg) war ich ein Zugführer. Alle Frontsoldaten dieses Krieges verachteten Mitglieder unserer Altersgruppe, die nicht dienten und in Saus und Braus lebten, während unsere Kameraden um uns herum  fielen. Einer von diesen, der nicht Militärdienst machte, war Peres. Er wurde von David Ben Gurion ins Ausland. geschickt, um Waffen zu kaufen. Ein wichtiger Job – aber einer der 60 Jahre alt war, hätte dies auch tun können.

Diese Tatsache schwebte lange Zeit über Peres Kopf. Dies erklärt, warum Mitglieder unserer Altersgruppe ihn  verachteten und Yitzhak Rabin, Yigal Alon und ihre Kameraden liebten. Haim Hefer, der Dichter der Elite-Palmach Einheit schrieb ein Lied über ihn: „ Wie kam die Wanze  so hoch?“.

SHIMON PERES war von Kindheit an ein richtiger Politiker, ein wahrer Politiker, ein Politiker und sonst nichts. Kein anderes Interesse, keine Hobbies.

Das begann schon in Ben Shemen. Peres war dort ein „Außenseiter“. Dort wo ein  neuer Immigrant, der anders war, als die von der Sonne gebräunten, athletischen einheimischen Jungen. Sein unattraktives Gesicht und der starke Akzent halfen nicht weiter. Doch die attraktive Sonia, die Tochter des Lehrmeister, der Schreiner war, wurde seine Frau.

Er sehnte sich danach von ganzem Herzen „einer von der Bande“ zu sein. Darum  schloss er sich der Arbeitenden Jugend an, die Jugendorganisation der allmächtigen Histdruth-Gewerkschaft und wurde dort aktiv mit all seiner riesigen Energie, die er schon hatte. Da die lokalen Jungen keine politische Aktivität liebten, stieg Peres in die höheren Ränge  auf und wurde schnell ein Ausbilder.

Seine erste Gelegenheit kam, nachdem er seine Studien in Ben Shemen beendet hatte und sich einem Kibbutz der Labor-Partei (Mapai) anschloss, die die jüdische Gemeinschaft mit eiserner Hand beherrschte. Die Partei spaltete sich und so tat es auch die Jugendorganisation. Fast alle Jugendleiter schlossen sich der „Fraktion B“  an,  der Oppositionsgruppe. Peres war fast allein in der bleibenden Mehrheitsfraktion.  So zog er die Aufmerksamkeit der Parteiführer auf sich und besonders  von Levy Eshkol.

Es war eine brillante politische Taktik. Seine früheren Kameraden verachteten ihn, aber er war jetzt in Kontakt mit der Spitze der Parteiführung. Eshkol brachte ihn zur Aufmerksamkeit von Ben Gurion und als der 1948er-Krieg ausbrach, sandte ihn der Führer in die USA, um Waffen zu kaufen.

In dem Tohuwabohu von Lobreden wurde Peres „der Letzte der Gründer Israels“. Das ist kompletter Unsinn. Der Staat wurde von den Soldaten von 1948  gegründet, von den Gefallenen, den Verletzten und ihren Kameraden. Nicht in einem Büro in Tel Aviv, sondern auf dem Schlachtfeldern von Negba und Latrun. Ben Gurion und die Politiker bildeten den Staat, und nicht zum Besten. Peres war nur ein Junior-Assistent.

 

BEN GURION prägte seine politische Auffassung dem neuen Staat auf und es kann gesagt werden, dass der Staat heute weiter fortfährt auf den Schienen, die von ihm gelegt wurden. Peres war einer seiner wichtigsten Helfer.

Ben Gurion  glaubte nicht an Frieden.  Seine Ansichten gründeten sich auf die Vermutung, dass die Araber keinen Frieden mit dem  jüdischen Staat machen würden, der gegründet war auf dem Land, das ihr Land gewesen war. Es würde nie Frieden geben, wenigsten nicht für viele zukünftige Generationen, wenn überhaupt. Deshalb  benötigt der neue Staat eine starke westliche Macht hat als Verbündeten. Logik diktierte, dass solch ein Verbündeter nur von den Rängen der imperialistischen Mächten kommen könnte, die sich vor dem wachsenden arabischen Nationalismus fürchten. Es war ein Teufelskreis: (1)  um sich vor den Arabern zu  verteidigen, benötige Israel einen kolonialistischen anti-arabischen Verbündeten. (2) Solch eine Verbindung würde nur den arabischen Hass gegen Israel schüren. (3) Und so weiter, bis zum heutigen Tag.

Der erste voraussichtliche Verbündete war Großbritannien, die Mutter der „Balfour-Erklärung“. Aber dies kam zu nichts: die Briten zogen die Umarmung des neuen arabischen Nationalismus vor. Aber im richtigen Augenblick erschien ein anderer  Verbündeter auf die politische Bühne: Frankreich.

Dis Franzosen hatten ein ausgedehntes Empire in Afrika. Algerien, offiziell ein Departement von Frankreich, rebellierte 1954.  Beide Seiten kämpften mit äußerster Brutalität..  

Außerstande zu glauben, dass ihre Algerier sich gegen sie erheben könnten, warfen die Franzosen alle Schuld auf den neuen Führer, der in Kairo an die Macht gekommen war, Gamal Abd-al-Nasser. Aber kein Land war bereit, ihnen  bei ihrem „schmutzigen Krieg" zu helfen.  Außer einem: Israel.

Ben Gurion, der schon  ziemlich alt war, fürchtete sich vor dem neuen pan-arabischen Führer, Abd-al-Nasser, der die arabische Welt vereinigen wollte.   Jung, energisch, gut aussehend und charismatisch, war „Nasser“, ein mitreißender Redner, nicht wie die alte arabische  Prominenz, an die Ben-Gurion gewöhnt war. Als also „Nasser“ die algerischen Freiheitskämpfer unterstützte und die Franzosen ihre Hand nach Israel ausstreckten, griff Ben Gurion  eifrig  nach ihr.

Es war  wieder der alte Teufelskreis: (1) Israel unterstützte die französische  Unterdrückung gegen die Araber,(2) Arabischer Hass gegen Israel wuchs ,(3)  Israel benötigte die kolonialen Unterdrücker sogar noch mehr.

Vergeblich warnte ich vor diesem schicksalshaften Prozess. Als Abd-al-Nasser an die Macht kam, zeigte er Bereitschaft, mit Israel zu reden. Er lud einen Freund von mir, einen hochrangigen , früheren Armee-Offizier ein , den er im 48er Krieg getroffen hatte, zu einem geheimen Beruf nach Kairo ein.  Der Außenminister Mosche Sharett verbot ihm, dorthin zu gehen. Ich glaube, dass hier eine historische Gelegenheit  verpasst wurde. Israel tat genau das Gegenteil.

Ben Gurions Abgesandter nach  Frankreich war Shimon Peres. Der junge Mann sprach schlechtes Französisch und trug einen blauen, schlecht sitzenden Anzug und wurde ein bekanntes Gesicht in Paris. Mit seiner Hilfe erreichte der Prozess eine Höhe, von der man nicht zu träumen wagte. Zum Beispiel machte, als die UN einen Vorschlag debattierte, die Gefängnisbedingungen des gefangenen algerischen Führer Ahmed Ben Bella zu verbessern, die einzige Stimme in der UN, die dagegen stimmte, war Israels Stimme. (Die Franzosen selbst boykottierten diese Sitzung).

Die unheilige Allianz erreichte seinen Höhepunkt 1956  im Suez—Krieg, in dem Frankreich, England und Israel gemeinsam gegen Ägypten kämpften.

In jener Zeit organisierte ich den „israelischen Rat für ein freies Algerien“. Ich traf mich mit Mitgliedern der „Provisorischen Algerischen Regierung“, die wünschte uns zu überzeugen, dass die algerischen Juden nach der Unabhängigkeit in ihrer Heimat bleiben sollten.

Die Franzosen riefen Charles de Gaulle wieder an die Macht, und er verstand, dass er dem hoffnungslosen Krieg ein Ende setzen musste. Peres  lobte weiter die französisch-Israelische Verbindung, die er verkündigte, gründete sich nicht auf bloße Interessen, sondern auf tiefe allgemeine Werte. Ich veröffentlichte diese Rede, Satz um Satz, mit einer Widerlegung  von jedem. Ich  sah voraus, dass wenn der algerische Krieg vorbei ist, Frankreich Israel wie eine heiße Kartoffel fallen lassen  und seine Verbindungen mit der arabischen Welt wieder aufnehmen würde. Und dies  ist natürlich genau das, was geschah. (Israel adoptierte stattdessen die USA.)

Bevor Frankreich Algerien verließ, bauten die französischen Siedler dort eine Untergrund-Bewegung, die OAS, gegen die Freiheitskämpfer und gegen de Gaulle. Zu  jener Zeit wurde ein Schiff voller Waffen mitten im Mittelmeer entdeckt. Man fand heraus, dass das Schiff auf seinem Weg zu den algerischen Siedlern war. Jeder verdächtigte Peres. Die Außenministerin Golda  Meir, die Peres sowieso hasste, war wütend. In jener Zeit lieferte das Verteidigungsministerium von Peres Waffen an  viele der schmutzigsten Diktaturen auf der Erde.

Eine der Früchte des Suez-Abendteuer war  der Atom -Meiler in Dimona. In Israel wurde eine unauslöschliche Legende von Peres erzählt, dem „Vater der Bombe“. In Wirklichkeit war der Reaktor ein Teil von Frankreichs Preis für den unschätzbaren Dienst, den Israel während des Suez-Krieges gegenüber Frankreich tat. Notwendiges Material wurde an vielen Orten durch Diebstahl und  Betrug erhalten.

Alles in Allem wurde Israel durch seine Verwicklung mit Frankreich geschadet. Die Kluft zwischen ihm  und der arabischen Welt wurde zu einem Abgrund.

(Anders als die meisten meiner Freunde im israelischen Friedenslager,  äußerte ich mich nicht gegen Israels nukleare Bewaffnung. Die Bombe konnte den Israelis ein  Gefühl l der  Sicherheit geben, das  als Dach für die Friedenbemühungen dienen konnte. Ich habe Peres nie für seinen Anteil an dieser Sache angegriffen.)

 

DIE KARIERE von Peres  erinnert an die Legende von Sisyphus, den Held der  alten griechischen Mythen, der von den Göttern verurteilt war, einen schweren Fels auf die  Spitze eines Berges zu bringen; aber jedes Mal, wenn er sich seinem Ziel näherte, entschlüpfte der Stein seinen Händen und rollte wieder abwärts .

Nach dem Sinai-Krieg erhob sich Peres Glück zu neuen Höhen. „Der Architekt der Beziehungen zu Frankreich“, „ der Mann , der den Atommeiler erhielt", wurde  zum vertretenden Minister der Verteidigung und war auf seinem Weg ein bedeutendes Mitglied des Kabinetts zu werden, als alles herunter krachte. Ben Gurion war entschlossen, eine hässliche Sabotage-Affaire in Ägypten aufzudecken und wurde von seinen Kollegen herausgeworfen. Er bestand darauf, eine neue Partei zu gründen, die Rafi genannt wurde. Peres, zu seinem eigenen Missfallen wurde gezwungen, sich ihr anzuschließen, und zum gleichen Missfallen  tat dies Moshe Dayan. Ben Gurion  beherrschte ihr Leben.

Ben Gurion war nicht aktiv. Dayan tat, wie gewöhnlich, nichts.  Es  fiel auf Peres, eine Kampagne  zu beginnen. Mit seiner üblichen unermüdlichen Energie pflügte er das Land; aber bei den Wahlen der Partei gewann er mit all seinen brillanten Stars nur 10 Sitze in der Knesset mit 120 Sitzen und ging in die  unfähige Opposition. Der Felsen von Peres rollte wieder zurück nach unten.

Und dann kam die Erlösung – fast. Abd-al Nasser sandte seine Armee in den Sinai; in Israel brach eine Panik aus. Die Rafi-Partei schloss sich der Notregierung an. Peres erwartete, zum Minister der Verteidigung ernannt zu werden, aber im letzten Augenblick erhielt der charismatische Dayan den gewünschten Job. Israel gewann einen gewaltigen Sieg: in 6Tagen, und der Mann mit der schwarzen Augenbinde wurde ein in aller Welt Gefeierter. Armer Peres musste sich mit einem kleineren Ministerium zufrieden geben. Der Fels rollte wieder zurück.

Rafi schloss sich der Labor-Partei an. Als ich Peres in der Knesset traf, fragte ich ihn, wie er sich fühlt. „Ich will mit einem Scherz  antworten“, antwortete er. „Ein Mann heiratet, und seine Kollegen fragen ihn nach seiner Frau. Es ist eine Frage des Geschmacks, antwortete der Mann, sie ist nicht  mein Geschmack.“

Sechs Jahre lang langweilte sich Peres, während Dayan sich in der Bewunderung  der Männer der Welt und besonders der Frauen sonnte. Und dann  drehte sich das  Glück wieder. An Yom Kippur überquerten die Ägypter den Suez-Kanal und erlangten einen erstaunlichen Anfangssieg. Dayan  brach auseinander wie ein irdisches Idol. Nach einiger Zeit wurden Golda Meir und Dayan gezwungen, ihr Amt abzugeben.

Wer folgte Golda als Ministerpräsident? Peres war der offensichtliche Kandidat. Er war nicht in die Fehler verwickelt, die zum Krieg führten. Er war ein Verteidigungs- Experte. Er war jung und versprechend. Der Fels näherte sich der Bergspitze, als wieder etwas Unglaubliches passierte.

Wie aus dem Nichts erschien Yitzhak Rabin, der einheimische Junge, der Sieger des Sechs-Tage-Kriegs. Er schnappte die Krone unter der Nase von Peres weg. Aber er war gezwungen,  Peres, den er nicht liebte, zum Verteidigungminister zu ernennen. Der Fels war wieder auf halbem Weg.

Die folgenden Jahre wurden für  Rabin zur Hölle. Der Verteidigungsminister hatte nur ein Ziel in seinem Leben: den Ministerpräsidenten zu  untergraben. Es wurde zu seiner voll Zeit Beschäftigung.

Die Animosität zwischen den beiden, die mit dem 1948er Krieg begann, wurde ein vollständiger Hass. Rabin erfreute sich an allen Fehlern von Peres. Zum Beispiel: als Verteidigungsminister: Peres war verantwortlich für die besetzten Gebiete. Eines Tages befahl er Wahlen für die Gemeinden, weil er sicher war, dass alte, harmlose Figuren gewählt würden. Stattdessen wählten die Palästinenser junge pro-PLO-Aktivisten. Als ich zufällig Rabin am nächsten Tag besuchte, feierte er.

Hauptsächlich, um Rabin zu ärgern, tat Peres etwas von historischer Bedeutung: er  schuf die ersten israelischen Siedlungen in der Mitte der besetzten Westbank und begann einen Prozess, der jetzt Israels Zukunft bedroht. Bis dahin wurden Siedlungen nur an den  Rändern der Westbank gebaut. Kein Wunder, dass die Siedler bei der Beerdigung ihn singend lobten.

Es geschah  nicht durch Zufall.  Schon am Morgen der Besatzung, als ich  für  eine sofortige Errichtung eines palästinensischen Staates aufrief, war Peres einer neuen Organisation nahe, die sich „Ganz Eretz Israel“ nannte und die die Annexion von allen von Israel besetzten Gebieten fordert.

Der wütende Rabin gab ihm einen Spitznamen, der seitdem an ihm geklebt hat: „der unermüdliche Intrigant.“

1976 wurde beschlossen, eine sehr gefährliche Operation auf dem  Entebber Flughafenfeld in Uganda zu unternehmen, um  eine Anzahl von Geißeln einschließlich hunderte von gefangenen Israelis zu befreien. Sofort  begann ein Kampf in Israel um die Lorbeeren. Peres beanspruchte den Erfolg für sich, da der gewagte Plan in seinem Ministerium ausgearbeitet wurde. Rabins Bewunderer bestanden darauf, dass er die Entscheidung getroffen hatte und offen die Verantwortung übernommen hatte.

Dies wirft übrigens ein Licht auf eine andere bedeutende Tatsache: Peres funktionierte am Besten, wenn er die Nummer 2 war . Er war Nummer 2 in der Ben Gurion -Französische  Affäre. Er war No. 2  bei Rabins Entebbe und später in Oslo.

Ein Jahr später musste Rabin zu frühen Wahlen aufrufen, weil Kampf-Flugzeuge, die von den US geliefert, in Israel an einem Freitag ankamen, zu spät für die Ehrengäste nach Hause zu kommen ohne den Shabbat zu entheiligen. Die religiösen Fraktionen rebellierten. Rabin  führte natürlich die Partei-Liste an.

Dann geschah etwas. Es schien, dass nach Verlassen seines Jobs als Botschafter in den US , bevor er Ministerpräsident wurde, Rabin in Amerika ein Konto hinterlassen hat – etwas,  was in jener Zeit ungesetzlich war. Rabins Frau wurde angeklagt, Rabin nahm die Schuld auf sich selbst und trat zurück. Peres wurde die Nummer 1 auf der Parteiliste und endlich war der Fels nahe an der Bergspitze.

Am Abend nach der Wahl  feierte Peres schon seinen Sieg, als etwas Unglaubliches  geschah. Menachem Begin, von vielen als  Faschist angesehen, hatte gewonnen. Der Fels rollt,  wieder abwärts.

 

AM ABEND des 1982  -Libanon-Krieges  (Während dem ich mich mit Yasser Arafat traf) gingen die Oppositions-Führer Peres und Rabin , um Begin zu besuchen und ihn aufzurufen , in den Libanon zu einzufallen .

Der Krieg endete mit dem Massaker von Sabra und Shatila und Begin  fiel in eine  tiefe Depression. Er trat ab  und  wurde gefolgt von einem anderen früheren  Terroristen, Yitzhak Shamir. Eine Art von Interregnum folgte, als keiner der beiden großen Parteien alleine regieren konnte. Ein zwei-köpfiges  Rotationschema entwickelte sich. Auf einer seiner Dienstperioden als Ministerpräsident  gewann Peres  unangefochtene Lorbeeren als der Mann, der  Israels  drei-stellige  Inflation überwand  und den Neuen Schekel einführte, der noch heute unsere Währung ist.

Der Fels rollte wieder nach unten, als etwas sehr Hässliches geschah. Vier arabische Jugendliche kidnappten einen Bus voller Leute und fuhren ihn  nach Süden. Der Bus wurde gestürmt. Die Regierung behauptete, dass alle vier währen des Kampfes  getötet wurden; aber ich veröffentlichte ein Foto, das zeigte dass noch zwei von ihnen nach der Gefangennahme am Leben waren.  Es machte deutlich, dass sie  kaltblütig vom  Geheimdienst umgebracht wurden.  

Mitten  während der Affäre folgte Peres Shamir, wie  im Voraus   bestimmt wurde. Peres  vermittelte ein Pardon für all die Mörder, einschließlich dem Chef des Shin Bet.

Rabin kehrte zur Macht zurück , dieses Mal mit Peres als Außenminister. An einem Tag bat mich Peres, er wolle mich sehen - ein  ungewöhlicher Vorfall, da die  Feindschaft zwischen uns schon ein Teil einer Folklore war.

Peres lehrte mich über die Notwendigkeit, mit der PLO Frieden zu machen. Da dies viele Jahre lang das Ziel meines Lebens war, während er  unerbittlich dagegen war, konnte ich  konnte mich kaum beherrschen nicht zu lachen. Er erzählte mir dann im Vertrauen über die Oslo-Verhandlungen und fragte mich,  ob ich nicht meinen Einfluss bei Rabin anwenden könne, um auch ihn zu überzeugen.

Peres hatte sicherlich Anteil an dem Abkommen, aber es war Rabin, der die momentale Entscheidung traf – und mit seinem Leben bezahlte.

In meiner Vorstellung sehe ich den Mörder am Fuß der Treppe warten mit seiner geladenen Pistole. Er ließ Peres ein paar Meter von ihn  vorbeigehen und wartete auf Rabin, der ein paar Minuten  später kam.

Das Nobelpreis-Komitee entschied vorher, den Friedenspreis an Arafat und Rabin  zu geben. Peres Bewunderer in aller Welt verursachten ein Skandal bis das Komitee Peres mit auf die Liste stellte. Gerechtigkeit verlangte, dass Preis  auch an Mahmoud Abbas zu verleihen, der das Abkommen mit Peres unterzeichnet hatte. Aber die Statuten erlaubten nur drei Preisträger. Also bekam Abbas auch keinen Nobelpreis Er protestierte nicht.

Nach Rabins Tod wurde Peres  vorübergehend  Ministerpräsident. Wenn er sofort zu den Wahlen aufgerufen hätte, würde er  durch einen Landslite gewonnen haben. Aber Peres wollte nicht über die  coattails eines Toten reiten. Er wollte  für sein eigenen Verdienste gewinnen, Er verschob die Wahlen um ein paar Monate. Das war die große Gelegenheit seines Lebens. Schließlich und endlich traf er die Entscheidungen. Es war eine  Katastrophe.

Zuerst gab er Order, um den  „Ingeneur“, ein gefeierter palästinensischer Kämpfer („Terrorist“). Zu töten. Als Konsequenz wurden im ganzen Land Busse in die Luft gejagt, Dann überfiel er den Libanon, eine Operation, die mit einem schrecklichen (versehentlichem) Massaker in Kafr Kana endete.

In den anschließenden Wahlen, verlor er an Benjamin Netanjahu.

(Um  noch meinen Scherz los zu werden: „Wenn eine Wahl verloren gehen kann, dann verliert Peres sie. „Wenn eine Wahl nicht verloren gehen kann, wird Peres sie trotzdem verlieren“

ICH HASSTE Peres nie. Ich glaube, dass er mich  nicht hasste. Die Feindseligkeit war zwischen uns rein politisch.

Von Zeit zu Zeit begegneten wir einander. Einmal feierte der Dirigent Zubin Mehta und seine neue Frau lud meine Frau und mich in seine Wohnung. Als wir ankamen, war ich erstaunt, zu entdecken, dass außer uns nur Shimon Peres und seine Frau Sonia dort waren. Es war ein interessanter Abend. Peres stellte sich als ein  amüsanter Gesprächspartner, voller sardonischem Humor. Er beschrieb ausführlich ein Treffen des Kabinetts mit Henry Kissinger und das Verhalten der Minister, einen nach dem anderen. Ein Minister verbrachte das Treffen mit dem Säubern  seiner Fingernägel, ein anderer aß die ganze Zeit  usw,

Eine der Legenden, die er mit grosser Bemühung vervreitete, war  dass er ein eifriger Leser war: er las  alle bedeutenden Bücher, sobald sie erschienen sind. Die New  York Times lobte ihn nach seinem Tod als den "politischen Philosophen". Die Wahrheit ist, dass er überhaupt keine Bücher las. Einer seiner nahen Assistenten Boaz Appelboim  verriet, dass sein Job war, die Bücher zu lesen und für Peres eine kurze Zusammenfassung zu machen mit einem Zitat oder zwei, die Peres erlaubten, während der Konversation Bemerkungen zu machen. Dies ließ einen tiefen Eindruck zurück.

Dies wird  von einer einfachen Beobachtung bestätigt. Wenn eine Person Bücher liest, so äußert sich das auf die eine oder andere Weise. Nichts davon konnte in in den unzähligen Reden von Peres entdeckt werden.

(Tatsächlich hatte kein aktiver Politiker Zeit zum Lesen. Ben Gurion gab auch vor, ein Mann des Buches zu  sein, ein Bibel-Kommentator und ein Erneuerer der hebräischen Sprache. Er erzählte uns, dass er Spanisch gelernt habe, für den einzigen  Zweck, Don Quixote im Original zu lesen. Aber Ben Gurion war auch ein Politiker – ein politisches Genie, aber nicht mehr als dies.

Eine der wirklichen Talente von Peres war seine Fähigkeit, kluge Phrasen zu bilden. Es gibt  Hunderte von ihnen von „der Neue Nahe Osten“, die keinerlei Substanz  hatte, bis zum „schweinischen Kapitalismus“, eine  Phrase, die ihn nicht daran hinderte, sich mit den Reichen  der Welt  zu verbrüdern.

 

BEI ALL seinen Wahl-Kampagnen, wurde Peres verflucht und missbraucht. Leute  bewarfen ihn mit faulen Tomaten. Einmal beklagte er sich über „ein Meer von  obszönen  Östlichen Gesten“ – die ihn sogar noch unbeliebter von den Östlichen Bürgern machte.

Während dieser Zeit tat Peres etwas Weises: Er unterzog sich einer Plastikoperation. Danach sah er bemerkenswert besser aus.

Die Endblamage kam, als Peres vor einer Wahl des Präsidenten des Staates stand. Der Präsident, eine zeremoniöse Figur, von jeder wirklichen Macht beraubt, wird von der Knesset gewählt. Doch Peres verlor, und ein Likud Partei Funktionär mit Namen Mosche  Katzav wurde gewählt. Das schien eine letzte Beleidigung zu sein.

Aber dann geschah wieder das Unglaubliche. Moshe Katzav wurde verhaftet und der Vergewaltigung angeklagt. Bei der folgenden Wahl wählte die Knesset Peres, was  wie eine kollektiefe  Reue aussah.

Der Fels hatte die Spitze des Berges erreicht. Mit seiner gewöhnlichen unermüdlichen Energie, hat Sisyphus schließlich gewonnen. Der lebenslange Politiker, der niemals eine Wahl gewann, war jetzt neuer Präsident – und über Nacht wurde er  populär, der Liebling der Massen. Es war wie ein Wunder.

Er pflegte seine neue  weltweite Berühmtheit, die für die Netanjahu-Regierung und ihre Politik der Besatzung und Unterdrückung als Feigenblatt diehnte, während er als der Mann des Friedens im Ausland verehrt wurde.

Peres hatte mehrere Jahre, um sich an der neuen Liebe des Volkes zu erfreuen, sein lebenslanges Ziel.. Und dann kam der Schlaganfall.

Seine Beerdigung wurde ein erstklassiges nationales und internationales Ereignis. Peres wurde als einer der größten Männer der Welt gekrönt, als letzter Mann des Friedens, als einer der Gründer des Staates Israel, als ein großer Denker, er könnte ein Charakter einer Shakespeare Gestalt sein.

Sisyphus wurde beerdigt. Und der Fels bleibt auf der Bergspitze.

(dt. Ellen Rohlfs, vom Verfasser  autorisiert)

 

 

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