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Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Wie konnte dies geschehen?
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

 

TRANSLATE

 

Sturm über Hebron

 Uri Avnery, 11. Februar 2012

 

ANSCHEINEND GIBT es keine Grenzen  für das Unheil, das die Stadt Hebron verursacht.

 

Dieses Mal ist der Grund so unschuldig, wie er nur sein kann: die organisierten Besuche von Schulkindern zur Machpela-Höhle, in der unsere Vorfahren angeblich beerdigt wurden.

 

Von Rechts wegen sollte Hebron ein Symbol für Brüderlichkeit und Versöhnung sein. Die Stadt ist verbunden mit der legendären Person von Abraham, dem Vorfahren von Hebräern und Arabern. Tatsächlich bedeutet der Name selbst „Freundschaft“: der hebräische Name Hebron hat dieselbe Wortwurzel wie „haver“ – Freund, Kamerad, während der arabische Name der Stadt – al-Khalil – „Freund“ bedeutet. Beide Namen sprechen davon, Abraham sei der Freund Gottes.

 

Abrahams Erstgeborener, Ishmael, war der Sohn der Nebenfrau Hagar, die, als der legitime Sohn Isaak von Sarah geboren wurde,  in die Wüste hinaus getrieben wurde, um dort zu sterben. Ishmael, der Patriarch der Araber, und Isaak der Patriarch der Juden, waren Feinde, aber als ihr Vater starb, kamen sie zusammen und begruben ihn: „Als Abraham seinen Geist aufgab und  in einem guten Alter (175) starb , als er alt und lebenssatt war, wurde er zu seinen Vätern versammelt. Und seine beiden Söhne, Isaak und Ishmael begruben ihn in der Höhle von Machpela…“ (Genesis 25)

 

IN LETZTER ZEIT hat Hebron einen ganz anderen Ruf erlangt.

 

Seit Jahrhunderten lebte eine kleine jüdische Gemeinde dort im Frieden und guter Nachbarschaft mit den muslimischen Bewohnern. Aber 1929 geschah etwas Schreckliches. Eine Gruppe jüdischer Fanatiker inszenierte in Jerusalem einen Vorfall, als sie versuchten, den empfindlichen Status an der Klagemauer zu verändern. Religiöse Aufstände brachen im ganzen Land aus. In Hebron ermordeten  Muslime 59 Juden, Männer Frauen und Kinder, ein Ereignis, das eine unauslöschliche Spur im jüdischen Gedächtnis hinterließ (weniger bekannt ist die Tatsache, dass 263 Juden von ihren arabischen Nachbarn gerettet wurden).

 

Kurz nach der Besetzung der Westbank im Sechs-Tage-Krieg drang eine Gruppe fanatisch-messianischer Juden mit einer List in Hebron ein und gründete dort die erste jüdische Siedlung. Diese wurde zu einem wahrhaftigen Nest von Extremisten, einschließlich einiger  eingefleischter Faschisten. Einer von ihnen war der Massenmörder Baruch Goldstein, der 29 betende Muslime in der Machpelahöhle mordete – die in Wirklichkeit gar keine Höhle ist, sondern ein festungsartiges Gebäude, vielleicht von König Herodes gebaut.

 

Seitdem gibt es endlose Scherereien zwischen den  etwa 500 jüdischen Siedlern in der Stadt,  die sich des Schutzes der Armee erfreuen, und den 165 000 arabischen Einwohnern, die  völlig von ihrer Gnade abhängig sind und keine Menschenrechte noch zivilen  Rechte genießen.

 

 

WENN DIE Schulkinder dorthin geschickt worden wären, um beide Seiten anzuhören und so von der Kompliziertheit des Konfliktes erfahren hätten, dann wäre dies gut gewesen. Aber das ist nicht die Absicht des Bildungsministers Gideon Sa’ar.

 

Persönlich ist Sa’ar (sein Name bedeutet „Sturm“)  eine nette Person. Tatsächlich begann er seine Karriere in meinem Magazin Haolam Hazeh. Doch ist er ein fanatischer Rechter, der glaubt, sein Job sei es, die israelischen Kinder vom miesen kosmopolitischen Liberalismus zu reinigen, in dem ihre Lehrer angeblich stecken würden, und sie in uniforme loyale Patrioten zu wandeln, die bereit sind, fürs Vaterland zu sterben. Er sendet Armeeoffiziere zum Predigen in die Klassen, verlangt von den Lehrern, dass sie den Kindern „jüdische Werte“ beibringen  (d.h. nationalistische Religiosität), selbst in säkularen Schulen, und jetzt möchte er sie nach Hebron  und anderen „jüdischen Plätzen“ schicken, damit ihre jüdischen Wurzeln kräftiger werden.

 

Die dorthin gesandten Kinder sehen die „jüdische“ Machpela-Höhle ( die 13 Jahrhunderte eine muslimische Moschee war), die Siedler, die Straßen, in denen sich keine Araber mehr bewegen dürfen, und lauschen der Indoktrinierung patriotischer Führer. Kein Kontakt mit Arabern, keine andere Seite, überhaupt keine anderen.

 

Als eine rebellische Schule Mitglieder der friedensorientierten Ex-Soldatengruppe „Das Schweigen brechen“ einlud, um sie zu begleiten und ihnen die andere Seite zu zeigen, kam die Polizei und hinderte sie daran, die Stadt zu besuchen. Jetzt haben etwa 200 Lehrer und Schulleiter einen offiziellen Protest  gegen das ganze Projekt unterschrieben und verlangten, es zu streichen.

 

Sa’ar ist  empört. Mit glühenden Augen hinter den Brillengläsern denunziert er die Lehrer. Wie konnte man solchen Verrätern erlauben, unsere kostbaren Kinder zu lehren?

 

 

ALL DIES erinnert mich an meine Frau Rachel. Ich mag diese Geschichte schon einmal erzählt haben, dann  bitte ich um Nachsicht. Ich kann gerade nicht anders, als sie nochmals zu erzählen.

 

Rachel war viele Jahre lang Lehrerin in der ersten und zweiten Klasse. Sie war davon überzeugt, dass  danach weiter nichts getan werden könne, um den Charakter eines Menschen zu formen.

 

Wie ich liebte auch Rachel die Bibel – nicht als religiösen Text  oder als Geschichtsbuch  (was sie ganz entschieden nicht ist),  sondern  als großartige Literatur – unübertroffen in seiner Schönheit.

 

Die Bibel erzählt, wie der mythische Abraham die Machpela-Höhle kaufte, um seine Frau Sarah dort zu beerdigen. Es ist eine wunderbare Geschichte, und wie Rachel es immer tat, ließ sie die Kinder die Geschichte in der Klasse spielen. Dies machte die Geschichte nicht nur lebendig, sondern erlaubte ihr auch, schüchterne Jungen und Mädchen, denen das Selbstvertrauen fehlte, zu ermutigen. Wenn sie in einem der improvisierten Spiele für eine bedeutende Rolle auserwählt wurden, gewannen sie Selbstrespekt und blühten auf einmal auf. Einige hatten ihr ganzes Leben verändert (wie sie mir viele Jahre später anvertrauten).

 

Die Bibel  (Genesis 23)  sagt,  Abraham habe die Leute von Hebron um ein Stück Land gebeten, damit er seine Frau, die im reifen Alter von  127 Jahren starb, begraben könne. Alle Hebroniten boten ihre Felder umsonst an. Aber Abraham wollte das Feld von  Ephron, dem Sohn Zohars,  für so viel  Geld abkaufen, wie es wert wäre.

 

Ephron jedoch weigerte sich, Geld anzunehmen, und bestand darauf, dem verehrten Gast das Feld als Geschenk zu vermachen. Nach dem Austausch von  Freundlichkeiten kam Ephron schließlich zu dem Punkt: „Mein Herr, höret mich doch an, das Land ist  vierhundert  Lot Silber wert, was ist das aber zwischen mir und dir?“

 

Die Szene wurde aufgeführt mit einem 7Jährigen Jungen der einen langen Bart trug, der Abraham spielte. Ein anderer spielte Ephron, während der Rest der Klasse die Leute von Hebron  als Zeugen der  Übergabe spielten, wie Abraham gebeten hatte.

 

Rachel erklärte den Kindern, dass dies eine alte Art  sei, Geschäfte zu machen, um nicht direkt auf die unfeine Art des Geldes zu kommen. Sondern man wechselte  zunächst höfliche Worte und Proteste, und dann kam man nach und nach zu einem Kompromiss. Sie fügte noch hinzu, dass diese zivilisierte Art heute noch in der arabischen Welt besteht,  besonders unter den Beduinen, sogar in Israel. Für die Kinder, die wahrscheinlich noch nie ein gutes Wort über Araber gehört hatten, war dies eine Offenbarung.

 

Später fragte Rachel die Kollegin der Parallelklasse, wie sie dieselbe Geschichte erzählt habe. „Was meinst du damit?“, erwiderte die Frau, „ich habe ihnen die Wahrheit gesagt, dass Araber immer lügen und täuschen. Wenn Ephron 400 Schekel haben will, warum sagt er es nicht gleich? Statt vorzugeben, er wolle es ihm schenken?“

 

 

WENN LEHRER wie Rachel ihre Kinder nach Hebron  nehmen  und ihnen alles zeigen könnten, den arabischen Gewürzmarkt und die Glasbläsereien, die seit Jahrhunderten das einzigartige blaue Hebronglas herstellen, so wäre das wunderbar. Wenn die Kinder mit Arabern und Juden, einschließlich den Fanatikern auf beiden Seiten, sprechen könnten, dann wäre das von hohem Bildungswert. Die Gräber der Patriarchen zu besuchen ( von denen die meisten Archäologen glauben, dass es tatsächlich die Gräber von muslimischen Scheichs sind) die für Muslime und Juden  heilig sind, könnte eine Botschaft übermitteln. Den Israelis ist gar nicht bewusst, dass Abraham als Prophet auch im Koran erwähnt wird.

 

Vor der Eroberung Jerusalems, um diese zu seiner Hauptstadt zu machen, hatte der mythische König David (auch als Prophet im Islam verehrt) seine  Hauptstadt in Hebron. In der Tat erfreut die Stadt, die 930 m über dem Meer liegt, mit ihrer wunderbaren Luft und angenehmen Temperaturen im Sommer wie im Winter.

 

Diese ganze Episode bringt mich zurück zu einem alten Hobby  von mir: die Notwendigkeit für alle israelischen Schulkinder, die jüdischen wie arabischen, die ganze Geschichte des Landes zu lernen.

 

Das scheint selbstverständlich, ist es aber nicht. Weit davon entfernt. Die arabischen Kinder  in Israel lernen die arabische Geschichte, die mit Anfang des Islam im weit entfernten Mekka beginnt. Die jüdischen Kinder lernen jüdische Geschichte, die fast 2000 Jahre keine bedeutende Rolle  im Lande spielte. Große Teile der Landesgeschichte sind  der einen Seite oder gar beiden Seiten  unbekannt. Die jüdischen Schüler wissen nichts über die Mamelucken und fast nichts über die Kreuzfahrer ( außer dass sie die Juden in Deutschland auf dem Weg hierher mordeten). Die arabischen Schüler wissen sehr wenig über die Kanaaniter und die Makkabäer.

 

Die Geschichte des Landes im Ganzen zu lernen, einschließlich seiner jüdischen und muslimischen Phasen, würde eine vereinheitlichte allgemeine Ansicht schaffen, die die beiden Völker viel näher zu einander  bringen und  den Frieden und die Versöhnung leichter machten. Aber diese Aussicht ist heute so weit entfernt wie vor 40 Jahren, als ich dies das erste Mal in der Knesset vorbrachte. Seitdem gab mir der damalige Bildungsminister Zalman Aran von der  Laborpartei den Spitznamen „der Mameluke“.

 

In einer anderen Atmosphäre würde Hebron  anders angesehen werden: eine faszinierende Stadt, die beiden Völkern heilig wäre; die zweite heilige Stadt für  das Judentum ( nach Jerusalem) und eine der vier heiligen Städte für den Islam ( mit Mekka, Medina und Jerusalem). Mit gegenseitiger Toleranz und ohne die Fanatiker auf beiden Seiten was wäre es für ein wunderbarer Ort, den die Schulkinder besuchen könnten!

 

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser  autorisiert)

 

 

 

 

 

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