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Das Palästina Portal

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Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Wie konnte dies geschehen?
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

Was für Wunder !
Uri Avnery, 13.8.05

 

In meinem Gedächtnis hat sich ein Bild eingeprägt: Ariel Sharon  in der Knesset. Rund um ihn wütet ein Sturm. Die Parlamentarier rennen herum, Schreie von allen Seiten. Der Abgeordnete am Redner pult gestikuliert  aufgeregt mit den Armen, verurteilt und verflucht ihn. Sharon sitzt am Regierungstisch. Allein. Unbeweglich. Massiv und passiv. Kein Gesichtsmuskel bewegt sich. Nicht einmal das nervöse Muskelzucken um die Nase, das einst sein besonderes Kennzeichen war  (und das viele Leute als eine Art Lügendetektor betrachteten). Ein Fels im tobenden Meer.

 

Dies ist der Mann, der allein über den Rückzug und die Auflösung der Siedlungen aus dem Gazastreifen entschied. Es ist der Mann, der dies praktisch alleine ausführt. Es ist der Mann, der in der nächsten Woche allein dem Hurrikan trotzt, wie es ihn bisher in der Geschichte Israels noch nicht gegeben hat.

Ein an Gott Glaubender könnte sagen: Es ist ein Wunder des Himmels. Geheimnisvoll sind die Wege des Allmächtigen. Der Schutzherr der Siedlungen, der Mann, der die meisten von ihnen geplant und dorthin gesetzt hat, wo sie jetzt stehen, und ihnen half, Wurzeln zu schlagen und sich auszubreiten – er ist der Mann, der nun den schicksalhaften Präzedenzfall schafft, in diesem Lande Siedlungen aufzulösen.

Die Dimensionen dieses „Wunders“ können nur begriffen werden, wenn man einige  hypothetische Fragen stellt. Was würde geschehen, wenn die Laborpartei an der Macht wäre, wenn Shimon Peres  verantwortlich wäre, wenn Ariel Sharon die Opposition führen  und die orangefarbenen Hemden befehligen würde? Allein der Gedanke ist schon ein Alptraum.

  

Wenn dies das einzige Wunder wäre, das uns zustößt – dann wäre das schon genug. Doch wird es von einem anderen Wunder begleitet: die israelische Armee führt den Kampf gegen die Siedler aus. Das ist ein außerordentliches Wunder, dass es auch den säkularsten Schweinefleischesser zum  Rabbi laufen ließe.

 

Seit 37 Jahren ist die israelische Armee eine Verteidigungsarmee der Siedler gewesen. Sie hat offen oder im Geheimen die Standorte der Siedlungen geplant, einschließlich der „illegalen“ Außenposten überall in der Westbank. Sie hat ihre meisten Kräfte und  Ressourcen ihrer Verteidigung gewidmet. Das nahm groteske Dimensionen an: z.B. die Nezarim-Siedlung mitten im Gazastreifen wurde von drei ganzen Bataillonen verteidigt. 17 Soldaten und Soldatinnen ließen ihr Leben bei der Verteidigung von Nezarim, über das Ariel Sharon vor ein paar Jahren sagte: „ Das Schicksal von Nezarim ist wie das von Tel Aviv!“ Die Geschichte von den Siedlerkindern, die zum Musikunterricht von gepanzerten Militärfahrzeugen begleitet werden, ist schon zu einem Teil israelischer Folklore geworden.

 

Zwischen der Armee und den Siedlern hatte sich eine wirkliche Symbiose entwickelt. Die Grenzlinie zwischen ihnen war verschwommen: viele Siedler sind Armeeoffiziere, die Armee hat die Siedlungen unter dem Vorwand von  „territorialer Verteidigung“  schwer bewaffnet. Während der letzten Jahre bemühte sich das national-religiöse Lager auf Dauer, die unteren, mittleren und oberen Ränge des Offizierkorps zu infiltrieren und füllten so die Lücken, die die Kibbuzniks hinterlassen hatten, die  aus allen Rängen verschwunden sind. Die Schaffung der „Arrangement-Jeshivots“, homogene national-religiöse Einheiten,  die ihren Rabbinern gehorchen, war ein Verrat an den innersten Werten der Nationalarmee – ja, sogar noch mehr, als die Entlassung von zehn Tausenden  orthodoxer Studenten aus der allgemeinen Wehrpflicht.

 

Bei vielen Demonstrationen  gegen  Errichtungen von Siedlungen standen  Friedensaktivisten  Soldaten gegenüber, die sie mit Tränengasgranaten  bewarfen, mit Gummi ummantelten Kugeln auf sie schossen und manchmal auch scharf schossen. Wenn die Siedler palästinensische Dorfbewohner aus ihren Olivenhainen trieben, ihre Oliven stahlen und ihre Bäume ausrissen, verteidigten die Soldaten gewöhnlich die Räuber und vertrieben die Beraubten.

Und siehe da! dieselben Offiziere und Soldaten  lösen nun die Siedlungen auf und vertreiben die Siedler, um die israelische Demokratie zu verteidigen und gegen deren Feinde zu kämpfen. Gewiss mit Samthandschuhen und Süßholzgeraspel – aber immerhin.

 

Wir müssen nicht davor zurückschrecken, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen: der gegenwärtige Kampf ist eine Art Bürgerkrieg, auch wenn – noch einmal wie ein Wunder – kein Blut dabei vergossen wird. Die Yesha-Leute sind eine revolutionäre Bewegung. Ihr wirkliches Ziel ist, das demokratische System umzuwerfen und die Herrschaft  ihrer Rabbiner aufzurichten. Jeder, der die Geschichte der Revolutionen studiert hat, weiß, dass die Position der Armee letzten Endes entscheidend ist. Solange die Armee vereint hinter der Regierung steht, ist die Revolution zum Fehlschlag verurteilt. Erst wenn die Armee dabei ist, sich aufzuspalten oder sich den Rebellen anzuschließen, gewinnt die Revolution. Deshalb können die Siedler diese Schlacht nicht gewinnen.

 

Vor 32 Jahren blockierten die ranghohen Offiziere der Armee  General Sharons Pfad zum Posten des Generalstabschefs. Jetzt stehen sie geschlossen hinter dem Ministerpräsidenten Sharon. Wenn das kein Wunder ist ?  Was ist es dann?

 

 

Natürlich sieht dies alles nur wie ein Wunder aus. Alles hat seine natürlichen Ursachen.

 

Die ausländischen Journalisten, die im Augenblick den Gazastreifen belagern, fragen immer wieder: Warum tut er das? Was hat ihn dazu gebracht, den Trennungsplan zu konstruieren?

 

Auf diese Frage gibt es verschiedene Antworten. Wie jedes historische Ereignis, hat es mehr als nur einen Beweggrund.

Der Plan war nicht das Ergebnis von Beratungen. Es gab  keine ordentliche Stabsarbeit, weder im militärischen noch im zivilen Bereich. Sharon zog den Plan sozusagen aus dem Ärmel und warf ihn vor anderthalb Jahren in die Luft. Er reagierte auf mehrere unmittelbare Bedürfnisse.

 

Als Sharon einer der prominenten Armeegeneräle war, war er eher als „Taktiker“ bekannt im Stile eines Rommel oder George Patton, denn als „strategischer“ General wie Dwight Eisenhower. Er erfasste das Schlachtfeld intuitiv, war aber nicht in der Lage, mehrere Schritte im voraus  zu denken. Genau diese Eigenschaften brachte er ins politische Leben mit. Dies erklärt die Umstände der Entstehung des „Trennungsplanes“.

 

Man erinnere sich daran, dass die Amerikaner von ihm verlangten, eine Friedensinitiative  zu präsentieren. Präsident Bush benötigte dies dringend, um der Welt zu zeigen, dass er Frieden und Demokratie im Nahen Osten fördern will. Für Sharon war die Verbindung zu den Amerikanern schon allgemein, die Verbindung zu  Bush aber eine zentrale Stütze für Israels Sicherheit. Der einseitige Trennungsplan sieht irgendwie wie ein Friedensplan aus und so hat er Wort gehalten. Gestern wiederholte Sharon bei einem Presse-Interview: „Ich möchte lieber ein Abkommen mit den Amerikanern als mit den Arabern erreichen.“

 

Er wollte auch anderen  herumgeisternden Friedensplänen zuvorkommen . Die „Genfer Initiative“ war gerade dabei, überall in der Welt Anerkennung zu finden; ausländische Würdenträger unterstützen sie. Sharons Trennungsplan wischte sie vom Tisch. Später machte er dasselbe mit der Road Map, die von Sharon forderte, den Siedlungsbau einzufrieren und die „Außenposten“ aufzulösen. Als der Trennungsplan sich auf den Weg machte, wurde die Road Map eine Worthülse. Die Amerikaner unterstützten sie nur mit Lippenbekenntnissen. (Das mag sich nach dem Abzug ändern, da Präsident Bush in dieser Woche in einem  Spezialinterview im israelischen Fernsehen eine Andeutung machte).

 

Natürlich hat  Sharon  nicht im entferntesten damit gerechnet, dass es mit den Siedlern, seinen Schützlingen und  privaten Hausgästen, einen Kampf auf Leben und Tod  geben wird. Er war sich sicher, dass er in der Lage sein würde, sie zu überzeugen, dass dies eine weise und  voraussehende Maßnahme sei.

 

Dann kamen die Mörsergranaten und Kassam-Raketen, die eine bedeutende Rolle spielten. Die israelische Armee hat vorläufig keine Antwort auf diese Waffen, und der Preis, den Gazastreifen zu halten, wurde eine zu große Belastung für die Ressourcen der Armee.

 

Die Feinde des Abzugsplanes schrieen es ( buchstäblich) von den Dächern,  Sharons wirkliches Motiv sei, die Aufmerksamkeit von der Korruptionsaffäre, in die er und seine beiden Söhne verwickelt waren, abzulenken. Das ist sicher sehr übertrieben. Wenn dies der einzige Grund gewesen wäre, hätte eine andere Initiative erfunden werden können , z.B. ein kleiner Krieg. Aber es mag ein zusätzlicher Grund gewesen sein.

 

Aber hinter all diesen Motiven stand  etwas Wesentlicheres: die Persönlichkeit und Weltanschauung von Sharon selbst.

 

 

Mehr als einmal wurde über ihn gesagt, dass er  größenwahnsinnig sei, ein Mann der brutalen Gewalt, ein Mann, der alle anderen verachtet, ein Mann, der jeden Widerstand wie eine Dampfwalze überrollt. All das ist wahr, aber  es ist nicht alles.

 

Schon vor Dutzenden von Jahren kam er zu dem Beschluss, dass er die einzige Person sei, die den Staat führen kann. Das Schicksal habe ihn dafür erkoren, das Volk von Israel zu retten und die Weichen für die nächsten Generationen zu stellen. Dass alle anderen Leute um ihn, Politiker und Generäle, Zwerge  seien, deren  An-die-Macht-kommen nur unsägliches Unheil über Israel bringe. Die Schlussfolgerung: jeder, der seinen Weg blockiert, begeht ein Verbrechen gegen den Staat und das Volk. Das würde natürlich auch auf jeden zutreffen, der den Abzugsplan verhindert, der - für ihn – der erste Schritt in seinem „Großen Entwurf“  ist.

 

Sharons Weltsicht ist einfach, um nicht primitiv zu sagen. Die Vision von Vladimir Jabotinsky, dem ideologischen Poeten von Odessa ( und geistigem Vater des gegenwärtigen Likud) ist für den Jungen, der in dem Gemeinschaftsdorf Kfar Malal geboren wurde, sehr fremd. Menachem Begin mit seinen polnischen Ideen der Ehre, war ihm auch fremd, und in seinem Herzen verachtete er ihn. Sein wirklicher Mentor war David Ben-Gurion.

Seine Ideologie ist eine klassisch zionistische, konsequent und pragmatisch: die Grenzen des jüdischen Staates in einem andauernden Prozess so weit wie möglich hinauszuschieben, ohne eine nicht-jüdische Bevölkerung einzuschließen. Überall, wo möglich, zu siedeln und dabei jeden Trick zu verwenden. Viel zu handeln und wenig darüber reden. Erklärungen abgeben,  dass man  Frieden  erreichen wolle, aber keinen Frieden  machen, der die Expansion und Siedlung behindert.

 

Moshe Dayan, ein anderer Schüler Ben Gurions, predigte in einer seiner  enthüllenden Reden vor der Jugend des Landes, dass es ein fortdauerndes Unternehmen sei. „Ihr habt es nicht angefangen und werdet es auch nicht beenden!“ sagte er. In einer andere wichtigen Rede sagte Dayan, dass die Araber zuschauen, wie wir das Land ihrer Vorfahren in unser Land verwandeln. Sie werden sich niemals damit abfinden. Der Konflikt wird ein permanenter sein.

 

Das ist auch Sharons Einstellung. Er will Israels Grenzen so weit wie möglich hinausschieben und die Anzahl der Araber innerhalb dieser Grenzen minimieren. Deshalb ist es sinnvoll, den winzigen Gazastreifen mit anderthalb Millionen dort lebenden Palästinensern aufzugeben und auch die Zentren der palästinensischen Bevölkerung in der Westbank. Er will die Siedlungsblöcke und die dünn besiedelten Gebiete annektieren, wo neue Siedlungsblöcke gebaut werden können. Das Problem der palästinensischen Enklaven will er zukünftigen Generationen überlassen.

 

Ben Gurion hat ein grundsätzliches Prinzip hinterlassen: der Staat Israel hat keine Grenzen. Grenzen frieren die bestehende Situation ein – und das kann Israel nicht anerkennen. Deshalb waren alle seine Nachfolger, einschließlich Yitzhak Rabin, bereit,  Interim-Abkommen abzuschließen, aber niemals ein endgültiges Abkommen, das die Grenzen festlegt. Deshalb besteht Sharon darauf, dass alle seine Schritte einseitig sind und dass nach dem Abzug ein neues Interim-Abkommen erreicht werden kann – aber unter keinen Umständen ein endgültiges Friedensabkommen.

 

Diese Vorgehensweise wird das Auflösen von weiteren Siedlungen in der Westbank nötig machen – von kleinen, isolierten Siedlungen in Gebieten, in denen keine neuen Siedlungsblöcke wegen  dichter palästinensischer Bevölkerung errichtet werden können. Das wird praktisch da hinauslaufen, dass es weitere Zusammenstöße mit den Siedlern geben wird, deren harter Kern nicht nach den Lehren eines Ben Gurion aufgewachsen sind, sondern nach der Vision messianischer Rabbis, die über die Grenzen des „von Gott verheißenen Landes“ reden. Sharons Pragmatismus beeindruckt sie wenig.

 

Um den Staat fest auf diese  Schiene zu setzen, und um sicher zu gehen, dass er so auch  in den zukünftigen Jahrzehnten läuft, benötigt Sharon eine zweite Amtsperiode. Binyamin Netanyahu, den Sharon für einen kleinen Politiker mit einem großen Mundwerk hält, gefährdet diesen Plan. Für ihn ist es ein Verbrechen gegenüber Israel.

 

 

Viele sind wegen Sharons langfristiger Absichten gegen diesen Abzugsplan.

 

Aber die Geschichte zeigt, dass Absichten notwendigerweise nicht so wichtig sind. Jene, die historische Prozesse in Gang bringen, kontrollieren nicht die Folgen. Was aber zählt, sind  die Ergebnisse. Die Väter der Französischen Revolution beabsichtigten nicht, einen Napoleon hervorzubringen; Karl Marx beabsichtigte nicht, das Gulag-Empire eines Stalin zu errichten.

 

In dieser Woche geschieht etwas Besonderes: es ist das erste Mal, dass jüdische Siedlungen in  Palästina aufgelöst werden. Das Siedlungsunternehmen, das sich bis jetzt nur immer erweitert hat,  macht das erste Mal einen Rückzieher.

 

Und das ist wichtiger als die – guten oder bösen – Absichten Ariel Sharons .

 

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

 

 

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