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Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Wie konnte dies geschehen?
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

 

TRANSLATE

 

Ein Besenstiel kann schießen
Uri Avnery, 3. Juli 2010

 

 

EIN SIEG ist ein Sieg. Ein großer Sieg ist besser als ein kleiner, aber ein kleiner Sieg ist besser als eine Niederlage.

 

In dieser Woche haben wir einen Sieg davongetragen.

 

Unmittelbar, nachdem die Turkel-Kommission aufgestellt war, um den Vorfall mit der Flotille  zu untersuchen, reichte  Gush Shalom dem Obersten Gerichtshof  ein Gesuch ein. Wir verlangten die Ernennung einer vollqualifizierten staatlichen Untersuchungskommission. Die Gerichtsanhörung war auf letzten Mittwoch  festgelegt. Aber am Dienstagmachmittag rief  das Büro des Justizministers unsere Anwältin, Gabi Lasky, an und informierte sie über eine Veränderung: der Ministerpräsident habe  im letzten Augenblick entschieden, der Kommission mehr Vollmachten zu geben, und die Regierung sei dabei, die Veränderung zu bestätigen. Deshalb bat uns der Staatsanwalt, die Anhörung um zehn Tage zu verschieben .

 

Keine einzige israelische Zeitung hatte ein Wort über unser Gesuch gebracht -  etwas Undenkbares, wäre es die Initiative einer rechten Organisation gewesen. Aber nach der  Terminverschiebung wurde es unmöglich, dies länger zu ignorieren: fast alle Zeitungen wiesen darauf hin, dass unser Antrag eine wichtige Rolle  bei Netanyahus Entscheidung gespielt hatte.

 

Jacob Turkel und sein Freund Jacob Neeman, der Justizminister, der ihn ernannt hatte, waren zu der Schlussfolgerung gekommen, dass sie vor Gericht verlieren würden. Deshalb verlangte Turkel, dass die Anzahl der Kommissionsmitglieder als auch die  der Vollmachten vergrößert werden sollte.

 

Anfangs hatte die Kommission  überhaupt kein  juristisches Ansehen. Netanyahu hatte nur drei nette Leute darum gebeten, festzustellen, dass die Aktion der Regierung mit dem internationalen Gesetz nicht kollidierte – mehr nicht. Jetzt scheint es so, als würde ihr das juristische Ansehen einer „Regierungsuntersuchungskommission“ gegeben, aber bestimmt nicht einer „Staatlichen Untersuchungskommission“. Zwischen beiden ist ein Riesenunterschied.

 

 

DIE INSTITUTION, die „Staatliche Untersuchungskommission“ genannt wird, ist einzigartig israelisch. Sie gründet sich auf ein besonderes Gesetz, auf das wir alle stolz sein können.

 

Sie hat einen interessanten historischen Hintergrund. In den 60ern wurde das Land von einer Kontroverse über die Lavon-Affäre heimgesucht, bei der es um eine Reihe  von Terrorangriffen ging, die von einem israelischen Spionagering in Ägypten ausgeführt wurde. Die Operation misslang; die Mitglieder des Ringes wurden gefangen genommen, zwei  von ihnen wurden gehängt. Die Frage kam auf: Wer hat den Befehl dazu gegeben? Der Verteidigungsminister Pinchas Lavon und der Chef des Armeegeheimdienstes Benjamin Gibli beschuldigten sich gegenseitig. (Später fragte ich  Yitzhak Rabin danach;  er sagte mir: „Wenn man es  mit zwei pathologischen Lügnern zu tun hat, wie soll man das dann wissen?“)

 

David Ben-Gurion verlangte leidenschaftlich nach einer „Juristischen Untersuchungskommission“. Es wurde fast eine Obsession von ihm. Aber zu jener Zeit kannte das israelische Gesetz so etwas nicht. Die Emotionen gingen hoch, die Regierung stürzte, und der Anwalt der Laborpartei Jacob Shimson Shapira klagte Ben-Gurion des Faschismus an.

 

Es scheint, dass Shapira wegen dieser Beschuldigung von schlechtem Gewissen geplagt wurde und  deshalb, als er später Justizminister wurde, eine vorbildliche Gesetzesvorlage   für eine „Staatliche Untersuchungskommission“ ausarbeitete, die einem regulären Gericht ähnelte. Er schlug vor, dass solch eine Kommission  die Vollmacht habe, Zeugen  vorzuladen, sie unter Eid zu nehmen ( mit  den üblichen Strafen für Meineid), sie im Kreuzverhör  verhören zu lassen,  unter Strafandrohung Dokumente zu fordern etc; auch dass die Kommission jede Person im voraus warnen würde, dass sie vom Befund der Kommission geschädigt  werden könnte und ihr das Recht zusteht, von einem Anwalt vertreten zu werden.

 

Als Mitglied der Knesset in jener Zeit legte ich  zwei Gesetzesänderungen vor, die mir wichtig erschienen. Das vorgeschlagene Gesetz besagte, dass das Oberste Gericht die Mitglieder der Kommission ernennen, aber der Regierung  die Entscheidung  der Aufstellung der Kommission  und ihren Zuständigkeitsbereich überlassen solle.  Ich behauptete, dass dies  Tor und Tür für politische Manipulationen öffnen würde und schlug vor, dem Obersten Gerichtshof auch die Macht zur  Aufstellung einer Kommission und ihres Zuständigkeitsbereichs zu übertragen.  Meine vorgeschlagenen Änderungen wurden abgelehnt. Die gegenwärtige Affäre zeigt, wie notwendig sie waren.

 

Das Gesetz liefert eine Alternative -  die Ernennung einer „Regierungsuntersuchungskommission“, die einen weit geringeren Rang hat. Sie unterscheidet sich von einer „Staatlichen Kommission“ in einem äußerst wichtigen Aspekt: ihre Mitglieder werden nicht vom Präsidenten des Obersten Gerichtes ernannt, sondern von der Regierung selbst.

 

Das ist natürlich ein großer Unterschied. Jeder mit einem Grundverständnis für Politik begreift, dass derjenige, der die Mitglieder einer Kommission ernennt,  schon im voraus die Schlussfolgerungen stark beeinflusst. Wenn ein Siedler von Kiryat-Arba als Chef einer Kommission  über die Legalität der Siedlungen ernannt wird, werden wohl die Schlussfolgerungen nicht ganz dieselben sein wie die einer Kommission, der ein Mitglied von Peace Now vorsteht.

 

Das wurde in der Vergangenheit bewiesen. Nach dem Sabra- und Shatila-Massaker weigerte sich Ministerpräsident Menachem Begin anfänglich, eine Staatliche Untersuchungskommission zu ernennen. Doch unter dem starken Druck der israelischen Öffentlichkeit wurde er gezwungen, es zu tun, und  die Kommission hat Ariel Sharon als Verteidigungsminister entlassen. Ehud Olmert erinnerte sich daran und zog den Schluss: nach dem 2.Libanonkrieg weigerte er sich hartnäckig, eine Staatliche Kommission aufzustellen und  stimmte nur einer „Regierungskommission“ zu, deren Mitglieder er selbst bestimmte. Es überraschte nicht, dass er fast unbeschadet davon kam.

 

 

DIE ERNENNUNG der Turkel-Kommission wurde von der israelischen Öffentlichkeit mit unverhohlenem Zynismus begrüßt. Dieselben Medien, die fast einstimmig den Angriff auf die Flotille unterstützten, waren jetzt bei ihrem Angriff auf den armen Turkel  und seine Kommission vereint. Sie machten ihre Witze über  das fortgeschrittene Alter ihrer Mitglieder, von denen sich einer nur mit Hilfe eines philippinischen Helfers  bewegen konnte. Alle Kommentatoren waren sich darin einig, dass die Kommission nicht aufgestellt war, um die Affäre zu klären, sondern nur, um Präsident Barack Obama  zu helfen, die Ernennung einer internationalen Untersuchungskommission zu blockieren.

 

Alle stimmten darin überein, dies sei eine lächerliche, zahnlose Kommission,  ihre Zusammensetzung  sei mitleidserregend und der Aufgabenbereich marginal. Es scheint, als ob der Richter Turkel selbst  beschämt gewesen sei.  Nachdem  er die Ernennung nach Netanyahus Bedingungen angenommen hatte, drohte er letzte Woche, zurückzutreten, wenn seine Vollmacht nicht vergrößert werde. Netanyahu gab nach.

 

Jacob Turkel, 75, ist ein anständiger Mensch, der im Lande geboren wurde und Sohn von Immigranten aus Österreich war ( Turkel, eigentlich Türkel ist ein deutscher Name und bedeutet kleiner Türke –  ziemlich ironisch  für eine Person, die  beauftragt wurde, den Angriff auf ein türkisches Schiff zu untersuchen). Er ist religiös, und seine Akte als Richter zeigt eine rechts gerichtete Orientierung. Zum Beispiel hat er entschieden, dass das kriminelle Verhalten des rechtsextremen Moshe Feiglin nicht „unehrenhaft“ sei, sodass er – laut israelischem Gesetz -   bei den Wahlen kandidieren könne. Er weigerte sich, Rabbiner Ido Alba wegen Hetze zu verurteilen, nach dem der Rabbiner verkündet hatte,  das Töten von Nicht-Juden sei nach der jüdischen Religion  erlaubt. Er entschied, Binyamin Ze’ev Kahane, den Sohn von  Meir Kahane, von einer Anklage der Hetze freizusprechen. Als Ehud Barak Ministerpräsident war, entschied Turkel,  er habe nicht  das Recht, Friedensverhandlungen zu führen, weil sich die Wahlen näherten.  Und so weiter.

 

 

NETANYAHUS ENTSCHEIDUNG, die Vollmacht der Kommission zu vergrößern, damit sie in der Lage sei, Zeugen  vorzuladen, ist weit von dem entfernt, was nötig ist. Die Kommission wird nicht in der Lage sein, zu untersuchen, wie und von wem die Verhängung der Blockade über den Gazastreifen entschieden wurde, wie beschlossen wurde, die Flotille anzugreifen, wie die Operation geplant und wie  sie ausgeführt wurde. Deshalb sehen wir keinen Grund, unsere Petition an den Obersten Gerichtshof - die Turkel-Kommission aufzulösen und eine offizielle Staatliche Untersuchungskommission zu ernennen – aufzulösen. Um so mehr, als Turkel selbst eine Woche vor seiner Ernennung ebenfalls  eine Staatliche Untersuchungskommission gefordert hatte.

 

Wie stehen die Chancen? Nicht zum besten. Der Oberste Gerichtshof kann  sich bei dieser Sache nur dann einmischen, wenn wir beweisen,  die Regierungsentscheidung sei „extrem unvernünftig“. Und tatsächlich ist die staatliche Untersuchungskommission  bei viel weniger bedeutenden Angelegenheiten als dieser Affäre ernannt worden. Die Affäre hat das israelische öffentliche Vertrauen in die Armee und die Regierung untergraben, die ganze Welt gegen uns erhoben und einen schweren Schlag gegen unsere Beziehungen zur Türkei ausgeübt. Wenn dies nicht eine Sache von „öffentlichem Interesse“ ist – wie es das Gesetz verlangt – was ist es dann?

 

Ein jüdischer Witz erzählt von einer Frau, die  ein Fleischgericht in die Kloschüssel fallen ließ. Als sie den Rabbiner fragte, ob es noch immer kosher sei, antwortete er: „ Es ist koscher  - aber stinkt“.  Das Gericht wird wohl in diesem Sinne entscheiden.

 

Turkel und seine Kollegen können natürlich jene überraschen, die sie ernannt haben und  willkürlich den Umfang ihrer Untersuchung vergrößern. Solche Dinge sind in der Vergangenheit schon passiert. Ein anderes jüdisches Sprichwort heißt: „Wenn Gott will, dann kann auch ein Besenstiel schießen.“.  Aber die Chancen stehen schlecht.

 

 

DIESE AFFÄRE hat  eine weitere Bedeutung als  der Vorfall mit der Flotille. Es lohnt sich, sich damit zu befassen.

 

Die meisten Kritiker Israels – besonders im Ausland  - sehen das Land als einen eindimensionalen Monolith. Sie sehen alle seine (jüdischen) Bürger im Parademarsch hinter ihrer rechten Regierung marschieren, die von einer dunklen Ideologie verzehrt, die Besatzung unterstützen, die Siedlungen bauen und  die Kriegsverbrechen begehen. Dies ist  übrigens ein Spiegelbild der Bewunderer Israels in der Welt, die  Israel auch als eindimensionalen Monolith sehen: alle Bürger marschieren stolz hinter ihren tapferen und entschlossenen Führern – Binjamin Netanyahu, Ehud Barak und Avigdor Lieberman.

 

Die Wahrheit liegt weit von diesen beiden Karikaturen entfernt. Es genügt, wenn ein ausländischer Besucher ein paar Wochen in Israel verweilt und in Kontakt mit seiner Bevölkerung kommt, um zu sehen, dass die Realität viel, viel komplexer ist. (Tatsächlich wage ich zu sagen, dass jemand, der dies nicht getan hat, unmöglich verstehen kann, was hier geschieht.)

 

Alle menschlichen Gesellschaften sind kompliziert und vielgesichtig, und die israelische Gesellschaft mit ihrer einzigartigen Geschichte ist  noch komplizierter als die meisten anderen.  Die Flotillen-Affäre – relativ klein, aber typisch – zeigt das noch einmal.

 

Die Forderung, die Wahrheit über die Affäre  zu enthüllen, ist ein Teil der Schlacht für die israelische Demokratie, für den Ruf des Obersten Gerichtshofes, tatsächlich für das Wesen des Staates.

 

Einige sehen diesen Kampf als eine Schlacht zwischen zwei Blöcken – auf einer Seite die nationalistische, religiöse, militaristische, anti-demokratische Rechte und auf der andern Seite die liberale, demokratische, säkulare, die den Frieden liebende Linke.

 

Jeder, der  solch eine Vorstellung in sich hat, denkt an etwas wie die Schlacht von Waterloo, bei der  zwei große Armeen auf dem Schlachtfeld zusammenstießen und die eine die andere besiegte. Aber der Kampf um Israel ähnelt mehr einer mittelalterlichen Schlacht, bei der  der Zusammenstoß der Armeen  sich in ein Handgemenge von Tausenden Duelle verwandelt – einer gegen einen, und dies kann sehr lange dauern.

 

 

DIESE SCHLACHT für Israel ist  zusammengesetzt aus hunderttausend kleiner Schlachten, die  auf  tausend und einer Arena  ausgefochten werden. Alle israelischen Bürger sind darin verwickelt – entweder aktiv oder passiv, Richter und Professoren, Armeeoffiziere und Politiker, Wähler und Soldaten, Aktivisten und Zuschauer, Journalisten und Jugendidole, Arbeiter und Magnaten, Rabbiner und Antireligiöse, Umweltschützer und  Aktivisten im sozialen Bereich – jeder von uns nimmt durch seine Taten und Unterlassungen an dieser Schlacht  um den Charakter unseres Staates teil.  

 

Der Kampf gegen die Besatzung und gegen die Siedlungen ist ein Teil dieses Krieges. In diesem Krieg geht es um  die Gestalt der israelischen Gesellschaft, einer Gesellschaft im Werden. Dieser Krieg ist noch lange nicht entschieden. Jeder, der glaubt, das Ende  sei voraussehbar,  dieses oder jenes „müsse“ geschehen, so und nicht anders, irrt sich. Ein Sieg in einer Schlacht und  selbst in einer Reihe von Schlachten wird nicht entscheidend sein, weil es noch viele Schlachten in der Zukunft geben wird. Wenn Millionen von Menschen involviert sind – Männer und Frauen, Junge und Alte, Juden und Araber, Westliche und Orientalen, Orthodoxe und Säkulare, Reiche und Arme, Alteingesessene und Neueinwanderer, das ganze breite Spektrum der israelischen Gesellschaft – dann ist nichts im voraus sicher.

 

Die  Kontroverse um die Turkel-Kommission als auch der Kampf zur Befreiung von Gilad Schalit und all die anderen Kämpfe, die in diesem Augenblick in Israel stattfinden, müssen in diesem Licht gesehen werden. Kleine Ausschnitte eines großen, langen und anhaltenden Kampfes, in dem unsere Handlungen von Auftrag und Unterlassung die Zukunft unseres Staates entscheiden wird.

 

Dies war schließlich das Ziel der ganzen historischen Übung, die Gründung Israels: unser Schicksal in unsere eigenen Hände zu nehmen und verantwortlich für seine Folgen zu sein.

 

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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