Das Palästina Portal

Täglich neu - Nachrichten, Texte aus dem besetzen Palästina die in den deutschen Medien fehlen.

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Uri Avnery

Nach oben
Zum Tode von U. Avnery - Adam Keller
Zum Tode von Uri Avnery
Wer – zum Kuckuck – sind wir?
Adolf und Amin
Der Marsch der Toren
„Nicht genug!“
Eine sehr intelligente Person
Prinzen besuchen Israel
Zwei Seelen
Die Siamesischen Zwillinge
Hat man SIE einer Gehirnwäsche unterzogen?
Stark wie der Tod
Glück eines Spielers
Tag der Schande
Wer ist wessen Vasall?
Diese Frau
Der wahre Sieger
Der große Tag
Blind in Gaza
Ein Lied wird geboren
Der Fake-Enemy
Weil da nichts ist...
Geh in Frieden!
Hab Mitleid mit dem Mandelbaum
Wer – zum Kuckuck  bin ich?
Nicht Genug!
Das hüpfende Parlament
Möge dein Haus zerstört werden!
Bibis Sohn
Warum ich wütend bin.
Der Mann , der sprang
Schrei, geliebtes Land!
Die Kinder der Steine
Von Barak bis Trump
König und Kaiser
Eine Geschichte der Idiotie
Zwei Treffen
Wer fürchtet sich vor der iranischen Bombe?
Saure Gurken
Ein neuer Start
Das schreckliche Problem
Die Trennung ist wunderbar
Die Erzählung von zwei Geschichten
An der Verzweiflung verzweifeln
Ein Bekenntnis
Die Kreuzfahrer und die Zionisten
Kaya, der Hund
Das Ei des Kolumbus
„Jeder, nur nicht Bibi“
Der Marsch der Torheit
Blind in Gaza
Das Vier-Buchstaben-Wort - Schalom
„Wer bekennt und  lässt“
Grüße an Diana Buttu
Die Visitation
Parlamentarisches Gesindel
Das seltsame nationale Heim
Eins, zwei -  freut euch!
Der israelische Macron
Palästinas Nelson Mandela
Um Cui Bono?
Das Nessos-Gewand
Die Universität des Terrors
Das nationale Rätsel
Die moralischste Armee
Die realistische Wahl
Napoleons Kanonen
Der große Riss
Wann hat es begonnen?
So ist es geschehen
Respekt vor der Grünen Linie
Dort sein
Eingeständnis eines  Größenwahnsinnigen
Ja, wir können
Denk an Naboth
Der Ruf der Nation
Der Ruf des Muezzin
Oh mein Gott, Trump!
Das kleinere / geringere Übel
Die israelische  Trumpess
Der Beerdigungsrabatz
Der Triumph des Sisyphus
Abu-Mazens Bilanz
Die Sage von Sisyphos
Der Bürgerkrieg
Glücklicher Bibi
Olympische Juden
Die Zukunft gehört den Optimisten
Der im ganzen Land gehörte Schuss
DER ORANGENE MANN
Der große Graben
Grenzenloser Hass
Was zum Teufel
Das zweite Kommen
Geringfügige Korruption
Der Tag der Rhinos
Was  ist mit Netanjahu los?
Das Zentrum hält nicht
Ein Dokument mit einer Mission
Diese komischen Antisemiten
„Wir“ und „sie“
Der andere Gandhi
Das Viereck abrunden
Der Fall des Soldaten A.
Unter den Linden
Was geschieht mit den Juden?
Die große BDS-Debatte
Kopfbedeckung
Wenn Gott verzweifelt
Eine Dame mit einem Lächeln
Der Rattenfänger von Zion
Die Kluft, die immer weiter wird
Die Angst vor der Assimilation
Extrem, extremer, am Extremsten
Der Bestechungsfall
Vorgestellte Nationen
Der einsame Anwalt
Gedanken am Strand
Der Reigen  der Absurdiotie
Die Katzen von Ariel
Adolf, Amin und Bibi
Weine, geliebtes Land!
Der Führer ohne Ruhm
Nasser und ich
Das Ministerium der Angst
Das Gesicht eines Jungen
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

Es ist wahr, 120 Jahre Konflikt haben in unserem Volk gewaltige Ausmaße an Hass, Vorurteilen, unterdrückten Schuldgefühlen, Stereotypen, Angst (hauptsächlich Angst!) und absolutem Misstrauen den Arabern gegenüber geschaffen. Dagegen müssen wir kämpfen, die Öffentlichkeit überzeugen, dass sich der Friede lohnt für die Zukunft Israels. Zusammen mit einer Änderung der internationalen Situation und einer Partnerschaft mit dem palästinensischen Volk haben wir so gute Chancen auf einen Frieden.

Ich habe jedenfalls beschlossen, am Leben zu bleiben, bis das geschieht.

 

Am vergangenen Dienstag veranstaltete Gush Shalom eine öffentliche Debatte zwischen Uri Avnery und Ilan Pappe zu dem Thema „zwei Staaten oder ein Staat“. Die Veranstaltung fand in einer Halle in Tel Aviv statt und stieß auf großes Interesse. Der vollständige Text der zweistündigen Debatte wird so bald als möglich veröffentlicht werden. Nachfolgend der Text von Uri Avnerys einleitenden Bemerkungen.

Uri Avnery


Ein Staat – Lösung oder Utopie



Dies ist kein Duell zweier Gladiatoren in einer römischen Arena um Leben und Tod.

Ilan Pappe und ich kämpfen gemeinsam gegen die Besatzung. Ich schätze seinen Mut. Wir stehen Seite an Seite in einem gemeinsamen Kampf, aber wir verfolgen scharf gegensätzliche Ziele.

WORÜBER geht es bei der Meinungsverschiedenheit ?

Wir sind nicht unterschiedlicher Meinung über die Vergangenheit. Wir stimmen darin überein, dass der Zionismus historisches vollbracht hat und den Staat Israel schuf, aber auch eine historische Ungerechtigkeit am palästinensischen Volk beging. Die Besatzung ist abscheulich, , und sie muss beendet werden. Keine Debatte darüber!

Vielleicht haben wir auch keine Meinungsverschiedenheit über die ferne Zukunft. Darüber, was in 100 Jahren geschehen soll. Das werden wir später an diesem Abend noch ansprechen.

Aber wir haben eine scharfe Meinungsverschiedenheit bezüglich der absehbaren Zukunft – die Lösung des blutigen Konflikts während der nächsten 20, 30, 50 Jahre.

Dieses ist keine theoretische Debatte. Wir können nicht sagen, wie der hebräische Ausdruck lautet: „Möge jeder in seinem eigenen Glauben leben“, und Friede sei mit der Friedensbewegung. Zwischen diesen beiden Alternativen kann es keinen Kompromiss geben – wir müssen entscheiden, wir haben zu wählen, weil sie ganz unterschiedliche Strategien und Taktiken diktieren – nicht morgen sondern heute, hier und jetzt. Der Unterschied ist schicksalshaft.

Zum Beispiel: Sollten wir unsere Anstrengungen auf den Kampf um die öffentliche Meinung in Israel konzentrieren, oder sollten wir im Kampf in Israel aufgeben und uns auf den Kampf im Ausland konzentrieren.


ICH BIN ein Israeli, ich stehe mit beiden Füßen auf dem Grund der israelischen Wirklichkeit. Ich möchte diese Wirklichkeit radikal verändern. Aber ich will, dass der Staat Israel besteht.

Wer immer sich der Existenz Israels als Staat entgegenstellte, die unsere israelische Identität ausdrückt, nähme sich selbst jede Möglichkeit , hier zu agieren. Alle seine Aktivitäten in Israel wären von vorne herein zum Fehlschlag verdammt.

Man kann verzweifeln und sagen: Da kann man nichts machen. Alles ist verloren. Wir sind über den ‚Punkt ohne Wiederkehr’ hinausgegangen. Die Situation ist „unumkehrbar“. Wir können nichts mehr tun in diesem Land.

Jedermann kann zuweilen für einen Moment verzweifeln. Vielleicht verzweifeln wir alle hie und da. Aber die Verzweiflung sollte nicht zur Ideologie erhoben werden. Verzweiflung zerstört die Fähigkeit zu agieren.

Ich sage: Es gibt überhaupt keinen Grund zu verzweifeln. Nichts ist verloren. Nichts im Leben ist „unumkehrbar“, außer das Leben selbst. Etwas wie einen „Punkt ohne Wiederkehr“ gibt es nicht.

Ich bin 83 Jahre alt. Ich habe im Laufe meines Lebens den Aufstieg der Nazis gesehen und ihren Fall. Ich habe die Sowjetunion auf ihrem Höhepunkt beobachtet und ihren Zusammenbruch verfolgt. Einen Tag vor dem Fall der Berliner Mauer hat kein Deutscher geglaubt, dass er diesen Augenblick noch erleben würde. Die gescheitesten Experten haben das nicht vorausgesehen. Denn in der Geschichte gibt es unterirdische Strömungen, die niemand so wahrnimmt wie sie tatsächlich fließen. Deswegen bestätigen sich theoretische Analysen so selten.

Nichts ist verloren, solange die Kämpfer nicht aufgeben und sagen, alles ist verloren. Aufgeben ist keine Lösung. Und es ist auch nicht moralisch.

In unserer Situation hat ein Mensch, der verzweifelt, drei Möglichkeiten: 1. Emigration, 2. innere Emigration, das heißt, zu Hause bleiben und nichts tun, oder 3. entweichen in die Welt der idealen Lösungen in den Tagen des Messias.

Die dritte Lösung ist die gefährlichste, denn die Situation ist kritisch, vor allem für die Palästinenser. Wir haben keine Zeit für eine Lösung in 100 Jahren. Wir brauchen dringend eine Lösung, eine Lösung, die innerhalb weniger Jahre realisiert werden kann.

Man hat gesagt, der Avnery ist alt, er hält fest an alten Ideen , er ist nicht fähig, eine neue Idee aufzunehmen. Und ich frage mich: eine neue Idee ?

Die Idee „Eines Gemeinsamen Staates“ war alt, als ich noch ein Junge war. Sie florierte in den 30erjahren des vergangenen Jahrhunderts. Aber sie schlug fehl. Die Idee der Zwei-Staaten-Lösung wuchs auf dem Boden der neuen Realität.

Wenn man mir erlaubt, eine persönliche Bemerkung zu machen: Ich bin kein Historiker. Ich habe diese Ereignisse gelebt. Ich bin Augenzeuge, Ohrenzeuge, ein Zeuge, der es am eigenen Leibe mitbekommen hat. Als Soldat im 1948-Krieg, 40 Jahre lang als der Herausgeber eines Nachrichtenmagazins, 10 Jahre lang als Angehöriger der Knesset, als Aktivist in Gush Shalom – befinde ich mich inmitten des Geschehens und sehe es aus verschiedenen Blickwinkeln. Mein Finger ist am Puls der Öffentlichkeit.


ES GIBT drei Fragen, die Idee von Einem Staat betreffend:
A. Ist dieser überhaupt möglich ?
B. Und wenn er möglich ist – ist er gut ?
C. Wird er einen gerechten Frieden bringen ?


BEZÜGLICH der ersten Frage ist meine Antwort eindeutig: Nein, er ist nicht möglich.

Jeder, der mit der israelisch-jüdischen Öffentlichkeit irgendwie zusammenhängt, weiß, dass ihr innerster Wunsch die Existenz eines Staates mit einer jüdischen Mehrheit ist. Eines Staates, in dem die Juden Meister ihres Schicksals sind. Dieser Wunsch übertrumpft alle anderen Ziele, sogar den Wunsch nach einem Staat im ganzen Eretz Israel.

Man kann reden über den „Einen Staat“ vom Mittelmeer bis zum Jordan, einen bi-nationalen oder einen nicht nationalen Staat – in der Praxis bedeutet dieses die Demontierung des Staates Israel. Die Negierung des ganzen Aufbaus einer Nation, der durch fünf Generationen geleistet wurde. Das muss klar gesagt werden, ohne Gemauschel und ohne Zweideutigkeiten, und das ist was die Öffentlichkeit – die Juden und gewiss auch die Palästinenser – ganz richtig denkt, dass es so ist. Wovon wir sprechen, ist die Demontage des Staates Israel.

Wir wollen viele Dinge in diesem Staat verändern, seine historischen Narrative, seine akzeptierte Definition als ein „jüdischer und demokratischer“ Staat. Wir wollen die Besatzung draußen und die Diskriminierung drinnen beenden. Wir wollen eine neue Basis für die Beziehung zwischen dem Staat und seinen arabisch-palästinensischen Bürgern herstellen. Aber es ist unmöglich, das Grundethos der überwiegenden Mehrheit der Staatsbürger zu ignorieren.

99,99 Prozent der jüdischen Bevölkerung wollen den Staat nicht demontieren. Und das ist ganz natürlich.

Es ist eine Illusion, dass das durch Druck von außen geändert werden kann. Will dieser Druck von außen dieses Volk zwingen, seinen Staat aufzugeben ?

Ich schlage Ihnen einen einfachen Test vor: Denken Sie einen Augenblick an Ihre Nachbarn zu Hause, in der Arbeit oder in der Universität. Würde irgendjemand von diesen seinen Staat aufgeben, weil jemand im Ausland das von ihm wünscht ? Wegen des Drucks aus Europa ?
Sogar wegen des Drucks vom Weißen Haus ? Nein, nur eine vernichtende militärische Niederlage auf dem Schlachtfeld wird die Israelis zwingen, ihren Staat aufzugeben. Und wenn das der Fall ist, wäre unsere Debatte sowieso irrelevant.

Die Mehrheit des palästinensischen Volkes will auch einen eigenen Staat. Er wird gebraucht, um ihre grundlegensden Bestrebungen zufrieden zu stellen, ihren Nationalstolz wieder herzustellen und ihr Trauma zu heilen. Das wollen auch die Führer der Hamas, mit denen wir gesprochen haben. Jeder, der anders denkt, leidet unter einer Illusion. Es gibt Palästinenser, die von „Einem Staat“ reden, aber für die meisten darunter ist das nur ein Codewort für die Demontage des Staates Israel. Auch sie wissen, dass das utopisch ist.

Es gibt auch Palästinenser, die sich vormachen, sie könnten die Israelis so ängstigen, wenn sie über „Einen Staat“ reden, dass diese der Errichtung eines palästinensischen Staates neben Israel zustimmen. Aber das Ergebnis dieser Methode nach Machiavelli führt genau zum Gegenteil: Sie ängstigt die Israelis und treibt sie in die Arme der Rechten. Es weckt den fürchterlichen Hund der ethnischen Säuberung, der in der Ecke schläft. Diesen Hund darf man nicht einen Augenblick vergessen !


AUF DER GANZEN WELT geht die Tendenz in die andere Richtung: Nicht die Schaffung neuer Vielvölkerstaaten sondern im Gegenteil das Aufbrechen der Staaten in nationale Komponenten. In Schottland hat in dieser Woche eine Partei den Sieg davongetragen, die sich von England abspalten möchte. Die frankophone Minorität in Kanada balanciert immer an der Grenze zur Sezession. Kosovo ist dabei, die Unabhängigkeit von Serbien zu erlangen. Die Sowjetunion ist zerbrochen in ihre Teile, Tschetschenien möchte sich von Russland trennen, Jugoslawien ist auseinandergebrochen, Zypern ist auseinandergebrochen, die Basken wollen unabhängig werden, Korsen wollen ihre Unabhängigkeit, in Sri Lanka wütet der Bürgerkrieg, ebenso wie im Sudan. In Indonesien lockern sich die Verbindungsnähte an einem Dutzend verschiedener Orte. Belgien hat endlose Probleme.

Auf der ganzen Welt gibt es kein Beispiel, wo zwei verschiedene Nationen sich aus ihrem eigenen freien Willen heraus entscheiden, in einem Staat zusammen zu leben. Es gibt kein Beispiel – außer der Schweiz – für einen bi-nationalen oder Vielvölker- Staat, der wirklich funktioniert. (Und die Schweiz, die in einem einmaligen Prozess über die Jahrhunderte zusammengewachsen ist, ist die sprichwörtliche Ausnahme von der Regel.)

Zu hoffen, dass nach 120 Jahren Konflikt, in den inzwischen eine fünfte Generation hinein geboren wurde, ein Übergang vom totalen Krieg zum totalen Frieden in einem gemeinsamen Staat unter Aufgabe aller Sehnsüchte nach Unabhängigkeit möglich sein könnte, ist eine vollständige Illusion.


WIE SOLL diese Idee realisiert werden? Die Befürworter des „Einen Staates“ erklären dies niemals im Detail.

Anscheinend soll es so vor sich gehen: Die Palästinenser geben ihren Unabhängigkeits-Kampf auf, verzichten auf alle Bemühungen nach einem eigenen Nationalstaat. Sie werden verkünden, dass sie in einem gemeinsamen Staat mit den Israelis leben wollen. Nach der Errichtung dieses Staates werden sie um ihre Bürgerrechte zu kämpfen haben. Menschen guten Willens rund um die Erde werden ihren Kampf unterstützen, wie sie es einst in Südafrika getan haben. Sie werden einen Boykott auferlegen. Sie werden den Staat isolieren. Millionen Flüchtlinge werden in das Land zurückkehren. Bis das Blatt sich wendet und eine palästinensische Mehrheit die Regierung stellt. Wie lange wird das dauern? Zwei Generationen ? Drei Generationen ? Vier Generationen ?

Kann sich irgendjemand vorstellen, wie solch ein Staat in der Praxis funktionieren soll ? Ein Mann in Bil'in zahlt die gleichen Steuern wie eienr in Kfar Sava? Bürger aus Jenin und Bürger aus Netanya setzen gemeinsam eine Verfassung auf? Die Einwohner aus Hebron und die Siedler dienen in einer Armee, Seite an Seite, und sind den selben Gesetzen unterworfen?
Ist das realistisch ?

Manche sagen: Aber diese Situation gibt es ja schon. Israel beherrscht bereits einen Staat vom Meer bis zum Jordan- Fluss. Man muss nur das Regime ändern. Dazu erstmal: Nichts dergleichen gibt es. Es gibt einen Staat, der Land besetzt, und es gibt besetztes Gebiet.

Es ist viel, viel leichter, Siedlungen zu demontieren als sechs Millionen jüdische Israelis zu zwingen, den Staat zu demontieren.


NEIN, DER EINE STAAT wird nicht entstehen. Aber fragen wir uns selbst – wenn er entstünde, wäre das gut ?

Meine Antwort ist: Bestimmt nicht.

Lassen Sie uns diesen Staat ausmalen, nicht als eine imaginäre Schöpfung, als eine perfekte Utopie, sondern wie er Wirklichkeit sein würde.

In diesem Staat werden die Israelis dominieren. Sie verfügen über eine totale Überlegenheit in praktisch allen Bereichen: Lebensqualität, militärische Macht, technologische Kapazitäten. Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Israeli ist 25 Mal (fünfundzwanzigmal!) höher als das eines Durchschnitts-Palästinensers. $ 20.000 gegenüber $ 800. Die Israelis werden dafür sorgen, dass die Palästinenser für eine lange, lange Zeit Holzhauer und Wasserschöpfer bleiben.

Es wird eine Besatzung anderer Art sein. Eine verdeckte Besatzung. Das wird den Konflikt nicht beenden, er wird nur in eine neue Phase treten.


WIRD DIESE Lösung einen gerechten Frieden bringen ? Kaum.

Dieser Staat wird ein Schlachtfeld sein. Jede Seite wird versuchen, so viel Land als möglich zu ergattern und so viele Menschen als möglich herein zu bringen. Die Juden werden mit allen Mitteln kämpfen, um die Araber daran zu hindern, zur Mehrheit zu werden und Macht zu gewinnen. In der Praxis wird dieses ein Apartheidstaat sein. Wenn die Araber zur Mehrheit werden und auf demokratischem Wege an die Regierung zu kommen versuchen, wird ein Kampf entbrennen, der zu einem Bürgerkrieg zu werden droht. Eine Neuauflage von 1948.

Selbst ein Verfechter der Ein-Staat-Lösung muss zugeben, dass der Kampf einige Generationen lang weitergehen wird. Viel Blut wird wahrscheinlich fließen, und wer weiß, was dabei heraus kommt.

Es ist eine Utopie. Um sie zu relisieren, muss man das Volk auswechseln, vielleicht beide Völker. Man müsste einen neuen Menschen schaffen. Das war es, was die Kommunisten am Anfang der Sowjetunion zu tun versuchten. Das war es, was die Gründer der Kibbutzim zu tun versuchten. Zu unserem Leidewesen ist der Mensch der selbe geblieben.

Gerade schöne Utopien können schlimme Konsequenzen mit sich bringen. In der Vision vom „Wolf, der beim Lamm wohnt“ braucht man jeden Tag ein neues Lamm.


Es gibt Leute, die zitieren das Modell Südafrika. Ein wunderschönes und ermutigendes Beispiel. Unglücklicherweise gibt es kaum eine Ähnlichkeit zwischen dem Problem dort und dem Problem hier.

In Südafrika gab es keine zwei Nationen, jede mit einer Tradition, einer Sprache und einer Religion, die mehr als tausend Jahre zurück reicht. Weder die Weißen noch die Schwarzen wollten einen getrennten Staat für sich, noch haben sie je in zwei getrennten Staaten gelebt. Der eine Staat hatte schon lange existiert, und bei dem Kampf ging es um die Macht in diesem einen Staat.

Die Herren von Südafrika waren Rassisten, die die Nazis bewunderten und deswegen während den Zweiten Weltkrieges eingekerkert waren. Es war nicht schwer, diesen Staat in allen möglichen Bereichen zu boykottieren. Israel dagegen wird von der Welt akzeptiert als der Staat der Holocaust-Überlebenden, und abgesehen von kleinen Gruppierungen wird niemand über Israel Boykott verhängen. Es wird genügen, wenn die Juden an den Nazi-Slogan erinnern, der am Anfang des Weges nach Auschwitz stand: "Kauft nicht bei Juden".

Darüber hinaus wird ein weltweiter Boykott in den Herzen vieler Juden in der ganzen Welt die tiefsten Ängste vor dem Antisemitismus schüren und wird sie in die Arme der extremen Rechten treiben.

Ein ganz anderes Ding ist ein gezielter Boykott gegen spezifische Erscheinungen der Besatzung. Wir waren Pioniere dieser Auffassung, als wir vor mehr als zehn Jahren zum Boykott der Produkte der Siedlungen aufriefen und die Europäische Union mit zogen.

Nebenbei: Experten für Südafrika erzählen mir, dass die Auswirkungen des Boykott stark überbewertet werden. Nicht der Boykott war der Hauptauslöser, der das Apartheidregime zu Fall brachte, sondern die internationale Situation. Die Vereinigten Staaten unterstützten das Regime als Bollwerk im Kampf gegen den Kommunismus. Als die Sowjetunion zusammengebrochen war, ließen die Amerikaner Südafrika einfach fallen.

Die Beziehungen zwischen den USA und Israel sind sehr viel tiefer und komplexer. Es gibt hier tiefe ideologische Schichten - ein ähnliches nationales Narrativ, die christlich evangelikale Theologie, und anderes mehr.


DIE ZWEI-STAATEN-LÖSUNG ist die einzige praktische Lösung im realisierbaren Bereich.

Es ist lächerlich, zu behaupten, sie wäre fehlgeschlagen. Genau das Gegenteil passiert: auf dem wichtigsten Gebiet, dem kollektiven Bewusstsein, gwinnt sie an Boden.

Kurz nach dem Krieg 1948, als wir die Fahne dieser Idee hissten, waren wir eine Hand voll Leute. Man konnte uns an den Fingern zweier Hände aufzählen. Jedermann behauptete damals, ein palästinensisches Volk existiere gar nicht. Noch in den sechziger Jahren lief ich in Washington herum und sprach mit Leuten im Weißen Haus, im Außenministerium, dem National Security Council und mit der US-Delegation an der UNO – keiner dort wollte von solch einer Idee hören.

Jetzt gibt es einen weltweiten Konsens, dass dies die einzige Lösung darstellt. Die USA, Russland, Europa, die öffentliche Meinung in Israel, die öffentliche Meinung in Palästina, die Arabische Liga. Man begreife, was das bedeutet: Die gesamte arabische Welt befürwortet jetzt diese Lösung. Das ist für die Zukunft von enormer Wichtigkeit.

Wie ist das geschehen? Wohl nicht, weil wir so begabt sind, die ganze Welt zu überzeugen. Nein, die innere Logik dieser Lösung hat die Welt erobert. Obwohl ein Teil ihrer neuen Befürworter ihr nur ein Lippenbekenntnis ablegen. Es kann gut sein, dass diese damit nur von ihren wirklichen Absichten ablenken wollen. Gestalten wie Arie Sharon und Ehud Olmert treten als Befürworter dieser Idee auf, während sie in Wirklichkeit die Aufhebung der Besatzung verhindern wollen. Gerade das weist darauf hin, dass auch sie begriffen haben, dass sie nicht mehr offen gegen die Zwei-Staaten-Lösung antreten können. Wenn die ganze Welt diese Lösung als die einzig machbare anerkannt hat – wird sie am Ende realisiert werden.

DIE PARAMETER sind bekannt, und auch sie genießen weltweit Zustimmung:

1. Ein palästinensischer Staat wird neben Israel entstehen.

2. Die Grenze zwischen den beiden wird auf der Grünen Linie (der Demarkationslinie von 1967) basieren, evtl. mit übereingekommenem Tausch gleichwertiger Gebiete.

3. Jerusalem wird Hauptstadt beider Staaten.

4. Es wird eine Übereinkunft zum Flüchtlingsproblem geben, das heißt, in der Praxis wird eine übereingekommene Anzahl nach Israel zurückkehren, alle anderen werden sich entweder im Staat Palästina ansiedeln, oder sie werden in ihren jetzigen Domizilen bleiben, wobei großzügige Entschädigung ihnen helfen wird, willkommene Gäste zu sein. Wenn es ein Übereinkomme gibt, das jedem Flüchtling die Möglichkeiten aufzeigt, die sich ihm bieten, muss es ihm vorgelegt werden, wo auch immer er sich befindet; die entgültige Entscheidung muss von ihm mitgetragen werden.

5. Es wird eine Wirtschafts-Partnerschaft geben, die es der palästinensischen Regierung ermöglicht, die Interesse des palästinensischen Volkes wahrzunehmen und zu verteidigen, im deutlichen Gegensatz zur jetzigen Situation. Die bloße Existenz beider Staaten wird den gewaltigen Unterschied der Macht der beiden Staaten, zumindest in bescheidenem Ausmaß, verringern.

6. In der ferneren Zukunft – eine Nahost-Union nach europäischem Modell , die vielleicht auch die Türkei und Iran miteinschließt.

Die Hindernisse sind bekannt, und sie sind groß genug. Man kann sie nicht mit Hilfe eines Wunder-Dopingmittels überspringen. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen und sie überwinden. Bei uns in Israel müssen wir die Befürchtungen und Ängste bekämpfen und die Vorteile und den Gewinn hervorkehren, die uns die Bildung eines Staates Palästina an unserer Seite bieten.

Wir müssen an der Änderung des Bewusstseins arbeiten. Einen guten Teil des Weges haben wir schon zurückgelegt, seit den Tagen, als die Öffentlichkeit insgesamt die bloße Existenz des palästinensischen Volkes leugnete, die Idee von der Bildung eines Staates Palästina, von der Teilung Jerusalems zurückwies, Gespräche mit der PLO und Verträge mit Arafat verweigerte. Bei all diesen Themen hat sich unsere Haltung langsam aber sicher durchgesetzt und ist, in unterschiedlichem Maß, doch akzeptiert worden.

Natürlich sind wir noch weit von dem entfernt was Not tut. Aber die Richtung stimmt. – Es gibt hunderte von Meinungsumfragen, die das beweisen.


REALE HINDERNISSE für die Zwei-Staaten-Lösung können überwunden werden. Gegenüber den Hindernissen auf dem Weg zu "einem Staat" sind sie verschwindend klein. Ich würde sagen 1:1000. Etwa wie ein Boxer, der den Opponenten im Fliegengewicht nicht überwinden kann und dann einen Gegner im Schwergewicht besiegen will. Oder ein Leichtathlet, der im 100-Meter-Lauf versagt und sich deshalb zum Marathon anmeldet. Oder ein Bergsteiger, der den Mont Blanc nicht bezwingt und beschließt, den Gipfel des Mount Everest zu stürmen.

Zweifellos gewährt die Idee vom einen Staat denen, die sie hegen, moralische Befriedigung. Jemand hat mir gesagt: O.K., es ist vielleicht nicht ganz realistisch, aber es ist moralisch, und das ist der Standpunkt, auf dem ich stehen will. Ich sage: Das ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können. Wenn das Schicksal so vieler Menschen auf dem Spiel steht, ist ein unrealistischer moralischer Standpunkt unmoralisch. Ich wiederhole: Ein unrealistischer moralischer Standpunkt ist unmoralisch.

Es gibt Menschen, die verzweifeln, weil es den Friedenskräften nicht gelungen ist, die Besatzung zu beenden. Wir sind ja eine kleine Minderheit geblieben. Die Regierung und die Medien ignorieren uns. Stimmt. Wir sind aber auch mit verantwortlich dafür. Wir haben nicht genügend nachgedacht, die Gründe für dieses Scheitern nicht erforscht. Wann hat zum letzten Mal eine gründliche Besprechung der Strategie und Taktik im Kampf für den Frieden stattgefunden?

Es ist uns nicht gelungen, die orientalisch-jüdische Gemeinde zu erreichen. Wir sind den russischen Neueinwanderern fremd geblieben. Sogar mit der arabisch-palästinensischen Gemeinde in Israel haben wir keine wirkliche Partnerschaft aufgebaut. Wir haben noch keinen Zugang zum Herzen der allgemeinen Öffentlichkeit gefunden. Wir haben es nicht geschafft, eine vereinte effiziente politische Kraft auf die Beine zu stellen, die in der Lage wäre, Einfluss auf Knesseth und Regierung auszuüben. Wir müssen uns gründlich prüfen.


NICHT GENUG, dass die Ein-Staat-Lösung nicht umsetzbar ist. Sie birgt auch große Gefahren.

1. Sie lenkt die Bemühungen in eine falsche Richtung. Wir können das in der Realität schon sehen. Sie ist das Ergebnis von Verzweiflung und wird mehr Verzweiflung mit sich bringen. Sie bewegt Friedenskämpfer, ihren Einsatzort im Land zu verlassen, in der Illusion, der wahre Kampf fände im Ausland statt. Das ist Eskapismus.

2. Sie lässt uns unwiederbringlich Zeit verlieren. Jahrzehnte, in denen den Palästinensern wie uns Schreckliches passieren kann. Gerade wer (mit Recht!) ethnische Säuberungen befürchtet, muss sich dieser Gefahr in ihrer Dringlichkeit bewusst sein.

3. Sie teilt das Friedens-Lager und trennt es endgültig von der Öffentlichkeit.Damit werden die Rechten gestärkt, da die Normalbürger mit gesundem Menschenverstand verängstigt werden und eine annehmbare Lösung aus dem Auge verlieren.

4. Sie zieht dem Kampf gegen die Besatzung und gegen die Siedlungen den Boden unter den Füßen weg. Wenn das ganze Land vom Meer bis zum Jordan ein Staat wird, werden die Siedler sich überall breit machen.

5. Sie bestärkt das Argument, es gäbe für diesen Konflikt "keine Lösung". Wenn die Zwei-Staaten-Lösung verkehrt ist, die Ein-Staat-Lösung sich als nicht praktikabel herausstellt, dann haben die Rechten recht mit ihrer Behauptung: Es gibt gar keine Lösung – eine Behauptung, mit der jedwede Bosheit, jede Abscheulichkeit gerechtfertigt werden kann, von der unendlichen Besatzung bis zur ethnischen Säuberung. "Keine Lösung" bedeutet: ewige Besatzung.

Das muss klar sein: Die Besatzung wird kein Ende finden solange es keinen Friedensvertrag gibt.


WAS DIE FERNE ZUKUNFT BETRIFFT, werden wir uns wahrscheinlich an vielen Punkten unerwartet treffen.

Wenn wir den Punkt erreichen, der Friede zwischen zwei Staaten heißt, wird jeder in der Lage sein, den Punkt zu wählen, den er als nächstes erreichen will.

Einer will die Vereinigung beider Staaten in einen betreiben? Bitte schön. Einer hält die Zwei-Staaten-Lösung für gut für alle Zeiten? Warum nicht. Ein anderer meint, wie ich, die beiden Staaten werden sich langsam aber sicher, in beiderseitigem Einverständnis Schritt für Schritt, auf eine Föderation oder Konföderation zu bewegen? Herzlich willkommen und haltet Euch ran. (Auf unserem ersten Treffen 1982 sprach Arafat mit mir über eine Benelux-Lösung, ähnlich der für Belgien, die Niederlande und Luxemburg für Israel, Palästina und Jordanien, vielleicht sogar Libanon. Er sprach darüber bis zum Ende.)

Die Erfahrung lehrt, dass der klassische Nationalstaat weiterhin formell existiert, während in der Praxis viele seiner Funktionen wie in der europäischen Union an über-nationale Strukturen übertragen werden. Dabei lebt jeder unter seinem Dach , jeder unter seiner Flagge.

(Übrigens, als zum ersten Mal von der Vereinigung Europas die Rede war, wollten viele die Nationalstaaten auflösen und die Vereinigten Staaten von Europa gründen, nach dem Vorbild der USA. Charles De Gaulle warnte davor, die nationalen Gefühle zu ignorieren. Er rief auf zum Europa der Vaterländer, "L'Europe des Patries". Glücklicherweise wurde sein Rat befolgt, und nun tut das Leben, was es immer tut.)

Solch eine Entwicklung, nehme ich an, wird schließlich auch hier zustande kommen. Im Moment müssen wir jedoch die unmittelbar anstehenden Probleme behandeln. Vor uns liegt ein Verletzter, der zu verbluten droht. Wir müssen die Blutung stillen und die Wunden versorgen, bevor wir die Krankheitsursachen in Angriff nehmen.


ZUSAMMENGEFASST ist dies meine Meinung:

Trotzdem die Situation (wie immer) abscheulich aussieht, machen wir Fortschritte.

Richtig, auf dem Boden der Tatsachen ist die Lage deprimierend und erschütternd: Die Siedlungen werden mehr und größer, die Mauer wird länger und länger, die Besatzung verursacht jeden Tag ungezählte unvorstellbare Abscheulichkeiten.

Vielleicht ist es ein Vorteil, der mit dem Alter kommt: Heute, im Alter von 83 Jahren, kann ich vieles in der Perspektive sehr viel längerer Zeitspannen sehen.

Denn unter der Oberfläche gibt es Strömungen in umgekehrter Richtung. Alle Meinungsumfragen belegen, dass die eindeutige Mehrheit der israelischen Öffentlichkeit sich mit der Existenz des palästinensischen Volkes abgefunden hat, auch mit der Notwendigkeit der Bildung eines palästinensischen Staates. Die Regierung hat gestern die PLO anerkannt und wird morgen die Hamas anerkennen. Die Mehrheit hat sich mit Jerusalem als zukünftiger Hauptstadt beider Staaten abgefunden. In weiter werdenden Kreisen der Gesellschaft hat eine Entwicklung der Anerkennung des Narrativs des anderen Volkes begonnen.

Es gibt einen weltweiten Konsensus zur Zwei-Staaten-Lösung. Er entstand auf dem Wege der Eliminierung: In der Realität gibt es keine andere Lösung. Damit sie Wirklichkeit werden kann, muss sie von innen unterstützt werden, von der israelischen Öffentlichkeit. Diese Unterstützung müssen wir erreichen. Das ist unsere Aufgabe.

Hier noch eine Warnung: Wir müssen uns vor Utopien hüten. Eine Utopie sieht aus wie der Lichtschein in der Ferne am Ende des dunklen Tunnels. Einer, der die Herzen wärmt. Es sind aber Irrlichter, die uns in falsche Abzweigungen führen, aus denen wir keinen Ausweg mehr finden werden.

Auf die zwei entscheidenden Fragen bezüglich des Einen Staates haben wir nie eine Antwort gehört: Wie wird er entstehen, und wie wird er in der Praxis funktionieren? Wenn die Antworten auf diese Fragen ausbleiben, dann ist es kein Plan sondern bestenfalls eine Vision.

Es ist wahr, 120 Jahre Konflikt haben in unserem Volk gewaltige Ausmaße an Hass, Vorurteilen, unterdrückten Schuldgefühlen, Stereotypen, Angst (hauptsächlich Angst!) und absolutem Misstrauen den Arabern gegenüber geschaffen. Dagegen müssen wir kämpfen, die Öffentlichkeit überzeugen, dass sich der Friede lohnt für die Zukunft Israels. Zusammen mit einer Änderung der internationalen Situation und einer Partnerschaft mit dem palästinensischen Volk haben wir so gute Chancen auf einen Frieden.

Ich habe jedenfalls beschlossen, am Leben zu bleiben, bis das geschieht.

(dt.G.Merz, Weichenhan-Mer G., vom Verfasser autorisiert)

 

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