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Das Palästina Portal

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Nach oben
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Wie konnte dies geschehen?
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

Das war der Tag
Uri Avnery, 20.8.05

 

Der 18.August 2005 – ein Meilenstein  in der Geschichte des Staates Israels.

 

Dies war der Tag, an dem das Siedlungsunternehmen dieses Landes zum ersten Mal einen Rückzieher machte.

Es stimmt, die Siedlungsaktivität in der Westbank geht mit voller Geschwindigkeit weiter. Ariel Sharon beabsichtigt, die kleinen Siedlungen im Gazastreifen aufzugeben, um die großen Siedlungsblöcke in der Westbank zu sichern.

Doch dies verringert nicht die Bedeutung von dem, dass etwas Großes geschehen ist: es ist bewiesen worden, dass Siedlungen abgebaut werden können und abgebaut werden müssen. Und tatsächlich sind bedeutende Siedlungen abgebaut worden.

Das Siedlungsunternehmen, das immer – in offener oder verdeckter Weise - vorwärts ging,  nur vorwärts ging, wurde zurückgeschraubt. Das erste Mal. (Yamit  auf dem Sinai und seine Siedlungen befanden sich nicht in Erez Israel und deshalb stellte ihre Evakuierung 1982 keinen ideologischen Bruch dar. Aber dieses Mal geschah es im „Lande der Vorväter“.)

 

Ein historisches Ereignis. Eine Botschaft für die Zukunft.

 

 

Dies war der Tag, an dem die Botschaft der israelischen Friedensbewegung  den Sieg errungen hat. Ein großer Sieg, den alle sehen können.

Nun, es stimmt – nicht wir waren es, die ihn ausführten. Es wurde von einem Mann durchgeführt, der von unsrer Einstellung weit entfernt ist. Es gibt ein hebräisches Sprichwort: „Das Werk der Gerechten wird von anderen getan.“ Und die anderen sind die, die nicht gerecht, ja, vielleicht sogar böse sind.

Zu Beginn der Siedlungsaktivitäten sagte ich bei einem meiner Zusammenstöße mit Golda Meir in der Knesset: „Jede Siedlung ist wie eine Landmine auf der Straße des Friedens. Zu gegebener Zeit werden Sie diese Minen wegräumen müssen. Und lassen Sie es mich sagen, Madam, als früherer Soldat weiß ich, dass das Wegräumen von Minen wirklich kein angenehmer Job ist.“

 

Wenn ich heute zornig, zu tiefst traurig und frustriert bin, dann ist es auf Grund des Preises, den wir wegen dieses monströsen Unterfangens haben zahlen müssen. Die Tausenden Getöteten, Israelis und Palästinenser. Die Hunderte von Milliarden Shekel, die den Bach hinunter  gingen. Der moralische Abstieg unseres Staates, die schleichende Brutalisierung, der Aufschub des Friedens um Jahrzehnte. Ich bin zornig auf die Demagogen aller Richtungen, die mit dem Marsch der Törichten begannen und fortfuhren – aus Dummheit, wegen Blindheit, Gier und Machtrausch oder reinem Zynismus. Ich bin zornig über das Leiden und die Zerstörung, die über die Palästinenser im Gazastreifen  gebracht wurden, deren Land und Wasser gestohlen wurde, deren Häuser zerstört und deren Bäume ausgerissen wurden, allein um der „Sicherheit“ dieser Siedlungen wegen.

 

Ich habe auch Mitgefühl für die Not der Bewohner von Gush Kativ, die von der Siedlerführung und allen israelischen Regierungen verführt wurden, ihr Leben dort aufzubauen – verführt, entweder durch messianische Demagogie („Es ist Gottes Wille“) oder durch wirtschaftliche Versuchung ( „eine Luxusvilla von Rasen umgeben, wo kann man von so etwas  anderswo träumen?“) Viele Leute  entlegener Ortschaften im Negev, die mit Armut und Arbeitslosigkeit geschlagen waren, sind diesen Versuchungen erlegen. Und nun ist Schluss damit. Der süße Traum hat sich in nichts aufgelöst und sie müssen ihr Leben neu beginnen – allerdings mit großzügigen Entschädigungen.

Das Fernsehen hat uns einen großen Dienst erwiesen, als es zwischen den Szenen der Evakuierung alte Reportagen von der Gründung der Siedlungen einblendete. Wir hörten noch einmal die Reden von Ariel Sharon, Joseph Burg, Yitzhak Rabin (ja, auch von ihm), Hanan Porat und anderen – die ganze Litanei von Unsinn, Täuschung und Lügen.

 

Während der letzten Jahre war das Friedenslager von einer Manier der Verzweiflung, Mutlosigkeit und Depression erfasst worden. Ich wiederhole: es gibt keinen Grund dafür. Auf die Dauer wird unsere Einstellung Recht behalten Es muss jetzt betont werden: die israelische  Öffentlichkeit würde diese Operation nicht unterstützt haben, und Sharon  wäre nicht in der Lage gewesen, sie auszuführen, wenn wir nicht seit Jahren die öffentliche Meinung vorbereitet hätten, indem wir das aussprachen, was keineswegs dem nationalen Konsens entsprach, und dies immer wieder wiederholten. 

 

 

Dies war der Tag, an dem die Ideologie der Siedler in sich zusammenbrach.

 

Wenn es einen Gott im Himmel gäbe, so kam er nicht, um sie zu retten. Der Messias kam nicht. Es geschah kein Wunder.

Viele der Siedler waren sich so sicher, im letzten Augenblick werde noch ein Wunder geschehen, dass sie sich nicht die Mühe machten, ihre Sachen zu packen. Im Fernsehen konnte man Wohnungen sehen, wo das Essen unberührt  auf dem Tisch stand und die Familienfotos noch an der Wand hingen - Anblicke, die mich sehr an den Krieg  von 1948 erinnerten.

 

All die Großtuerei und Prahlerei  vom Siedlerführerpaar Wallerstein und Liebermann ( die mich immer an  Rosencrantz und Gildenstern, die beiden Bösewichte in Hamlet, erinnerten) zerrannen in nichts. Die Massen strömten nicht im ganzen Land auf die Straßen, um diese mit ihren Körpern für das Militär zu blockieren, das die Siedlungen evakuieren wollte. Die vielen Tausenden blieben – einschließlich der Abzugsgegner – zu Hause und klebten vor ihren Fernsehern. Die Massenverweigerung der Soldaten, den Befehlen nicht zu gehorchen – von den Rabbis versprochen und angestiftet – geschah nicht.

 

Im entscheidenden Augenblick wurde die Realität, die wir schon immer kannten, für alle deutlich: die messianisch-nationalistische Sekte, die Führung der Siedler, ist isoliert. In ihrem Benehmen und Lebensstil sind sie der israelischen Geisteshaltung fremd. Die vielen Siedler, die man vor kurzem  auf den Bildschirmen sehen konnte, alle Männer, die Yarmulkas  (Kopfbedeckung) trugen, alle Frauen mit langen Röcken, ihren endlosen Tänzen und den ständig wiederholten 10 Slogans, sahen aus, als gehörten sie zu einer geschlossenen Sekte  von einem andern Stern.

 

„Es sieht so aus, als wären wir nicht ein, sondern zwei Völker: ein Volk der Siedler und ein Volk, das die Siedler hasst,“  stöhnte einer der Rabbis, als seine Siedlung geräumt wurde. Genau so ist es. Bei der Konfrontation zwischen  den Soldaten, die aus allen Schichten der Gesellschaft  eingezogen werden, und den Siedlern, sind es die Soldaten, die bei dieser einzigartigen Situation das israelische Volk vertreten, während die Siedler die negativen Seiten des jüdischen Gettos verkörpern.  Die nicht enden wollenden, kollektiven Weinanfälle, die peinlich genau inszenierten Szenen, die Bilder an Pogrome oder Todesmärsche wach rufen sollten, die monströse Nachahmung des erschrockenen Jungen mit den erhobenen Armen aus dem berühmten Holocaustfoto – all dies erinnerte an eine Welt,  von der  wir dachten, wir hätten sie bei der Gründung des Staates Israel abgeschüttelt.

 

In der Stunde der Wahrheit fanden die Yesha-Führer, dass kein Teil der israelischen Gesellschaft sich mit ihnen erhoben hat – außer den Gangs von jungen Leuten  aus den religiösen Seminaren, die sie nach Gush Kativ gesandt  hatten. Das Tollhaus, das sie auf dem Dach der Synagoge von Kfar Darom, errichtet hatten,  setzte ihren Hoffnungen, die allgemeine Unterstützung zu gewinnen, ein Ende, als sie die Soldaten gemein angriffen. Doch schon vorher hatten die Siedler die wichtige Schlacht um die öffentliche Meinung verloren, als ihr wirkliches Ziel aufgedeckt wurde: mit Gewalt ein auf dem Glauben gegründetes, messianisches, rassistisches, starkes, fremdenfeindliches Regime aufzurichten,  im Großen und Ganzen weltabgewandt.

 

 

Was aber am wichtigsten ist: dies war der Tag, in dem eine neue Chance liegt, Frieden für ein gequältes Land zu erreichen.

 

Es ist eine günstige Gelegenheit, weil die israelische Demokratie einen überragenden  Sieg davon getragen hat; weil  bewiesen worden ist, dass Siedlungen aufgelöst werden können, ohne dass der Himmel zusammenstürzt; weil die Palästinenser eine Führung haben, die Frieden wünscht; weil bewiesen worden ist, dass sogar die radikalen palästinensischen Organisationen das Feuer einstellen, wenn die palästinensische Öffentlichkeit es verlangt.

 

Aber es muss klar festgestellt werden: der Rückzug birgt  eine große Gefahr in sich: wenn wir mitten im Sprung über dem Abgrund stoppen, fallen wir hinein.

Wenn wir nicht schnell mit dem palästinensischen Volk eine Übereinkunft treffen, dann wird sich der Gazastreifen tatsächlich in eine Plattform für Raketen wandeln – wie Binyamin Netanyahu prophezeit  hat, (was eine sich selbst erfüllende Prophezeiung sein kann)

In den Augen der Palästinenser und der ganzen Welt ist der Rückzug vor allem eine Folge des bewaffneten palästinensischen Widerstandes. Wenn wir in den nächsten Wochen keine Fortschritte bei verhandelten Abkommen  machen, wird sicher eine dritte Intifada ausbrechen, und das ganze Land wird in Flammen aufgehen.

 

Wir müssen sofort mit ernsthaften Verhandlungen beginnen und im voraus klären,  innerhalb einer bestimmten Zeitspanne  werde die Besatzung mit der Errichtung des Staates Palästina beendet sein. Alle wichtigen Elemente solch einer Abmachung sind längst bekannt:  eine Lösung für Jerusalem entsprechend dem Clintonvorschlag (was den Arabern gehört, gehört zu Palästina, was jüdisch ist, gehört zu Israel), Rückzug zur Grünen Linie mit einem ausgehandelten Austausch von Land, eine Lösung des Flüchtlingsproblems – auch in Absprache mit Israel.

 

 

Dies war der Tag, der in die Geschichte eingehen wird, weil er große Hoffnung mit sich brachte.

Es ist nicht der Anfang des Endes im Kampf um Frieden, aber sicher das Ende des Anfangs.

Ein kleiner Schritt in Richtung Frieden – und ein Riesenschritt für den Staat Israel.

 

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

 

 

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