Das Palästina Portal

Täglich neu - Nachrichten, Texte aus dem besetzen Palästina die in den deutschen Medien fehlen.

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Uri Avnery

Nach oben
Zum Tode von U. Avnery - Adam Keller
Zum Tode von Uri Avnery
Wer – zum Kuckuck – sind wir?
Adolf und Amin
Der Marsch der Toren
„Nicht genug!“
Eine sehr intelligente Person
Prinzen besuchen Israel
Zwei Seelen
Die Siamesischen Zwillinge
Hat man SIE einer Gehirnwäsche unterzogen?
Stark wie der Tod
Glück eines Spielers
Tag der Schande
Wer ist wessen Vasall?
Diese Frau
Der wahre Sieger
Der große Tag
Blind in Gaza
Ein Lied wird geboren
Der Fake-Enemy
Weil da nichts ist...
Geh in Frieden!
Hab Mitleid mit dem Mandelbaum
Wer – zum Kuckuck  bin ich?
Nicht Genug!
Das hüpfende Parlament
Möge dein Haus zerstört werden!
Bibis Sohn
Warum ich wütend bin.
Der Mann , der sprang
Schrei, geliebtes Land!
Die Kinder der Steine
Von Barak bis Trump
König und Kaiser
Eine Geschichte der Idiotie
Zwei Treffen
Wer fürchtet sich vor der iranischen Bombe?
Saure Gurken
Ein neuer Start
Das schreckliche Problem
Die Trennung ist wunderbar
Die Erzählung von zwei Geschichten
An der Verzweiflung verzweifeln
Ein Bekenntnis
Die Kreuzfahrer und die Zionisten
Kaya, der Hund
Das Ei des Kolumbus
„Jeder, nur nicht Bibi“
Der Marsch der Torheit
Blind in Gaza
Das Vier-Buchstaben-Wort - Schalom
„Wer bekennt und  lässt“
Grüße an Diana Buttu
Die Visitation
Parlamentarisches Gesindel
Das seltsame nationale Heim
Eins, zwei -  freut euch!
Der israelische Macron
Palästinas Nelson Mandela
Um Cui Bono?
Das Nessos-Gewand
Die Universität des Terrors
Das nationale Rätsel
Die moralischste Armee
Die realistische Wahl
Napoleons Kanonen
Der große Riss
Wann hat es begonnen?
So ist es geschehen
Respekt vor der Grünen Linie
Dort sein
Eingeständnis eines  Größenwahnsinnigen
Ja, wir können
Denk an Naboth
Der Ruf der Nation
Der Ruf des Muezzin
Oh mein Gott, Trump!
Das kleinere / geringere Übel
Die israelische  Trumpess
Der Beerdigungsrabatz
Der Triumph des Sisyphus
Abu-Mazens Bilanz
Die Sage von Sisyphos
Der Bürgerkrieg
Glücklicher Bibi
Olympische Juden
Die Zukunft gehört den Optimisten
Der im ganzen Land gehörte Schuss
DER ORANGENE MANN
Der große Graben
Grenzenloser Hass
Was zum Teufel
Das zweite Kommen
Geringfügige Korruption
Der Tag der Rhinos
Was  ist mit Netanjahu los?
Das Zentrum hält nicht
Ein Dokument mit einer Mission
Diese komischen Antisemiten
„Wir“ und „sie“
Der andere Gandhi
Das Viereck abrunden
Der Fall des Soldaten A.
Unter den Linden
Was geschieht mit den Juden?
Die große BDS-Debatte
Kopfbedeckung
Wenn Gott verzweifelt
Eine Dame mit einem Lächeln
Der Rattenfänger von Zion
Die Kluft, die immer weiter wird
Die Angst vor der Assimilation
Extrem, extremer, am Extremsten
Der Bestechungsfall
Vorgestellte Nationen
Der einsame Anwalt
Gedanken am Strand
Der Reigen  der Absurdiotie
Die Katzen von Ariel
Adolf, Amin und Bibi
Weine, geliebtes Land!
Der Führer ohne Ruhm
Nasser und ich
Das Ministerium der Angst
Das Gesicht eines Jungen
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

 

 

Ein kleines rotes Licht

 Uri Avnery, 18.4.09

 

VIELLEICHT ist Avigdor Lieberman nur eine vorübergehende Episode in  der Geschichte des Staates Israel. Vielleicht wird das Feuer, das er anzuzünden versucht, nur  kurz flackern und von selbst wieder ausgehen. Oder  vielleicht werden auch die schwerwiegenden Korruptionsvorwürfe gegen ihn und die daraus resultierenden polizeilichen Ermittlungen dazu führen, dass er von der öffentlichen Bühne entfernt wird.

 

Aber auch das Gegenteil ist möglich. Letzte Woche versprach er seinen Gefolgsleuten, dass ihn die nächsten Wahl an die Macht bringen werde.

 

Vielleicht wird sich Lieberman als "Israbluff" entpuppen (ein Ausdruck, den er selbst gerne anwendet) und enthüllen, dass hinter der furchtbaren Fassade nichts anderes steckt als ein gewöhnlicher Hochstapler.

 

Vielleicht wird dieser Lieberman tatsächlich verschwinden und durch einen anderen, womöglich Schlimmeren ersetzt werden.

 

Auf jeden Fall sollten wir uns mit dem Phänomen, das er repräsentiert, offen aus einander setzen. Wenn jemand glaubte, seine Äußerungen klingen faschistisch, dann sollte man sich fragen: besteht die Möglichkeit, dass in Israel ein faschistisches Regime an die Macht kommt?

 

 

DAS ANFÄNGLICHE Bauchgefühl ist ein überwältigendes >Nein<. In Israel?  In einem jüdischen Staat? Nach dem Holocaust, den der Nazi-Faschismus über uns brachte?  Kann sich jemand vorstellen, dass Israelis so etwas wie Nazis werden?

 

Als Professor Yeshayahu Leibowitz vor vielen Jahren den Ausdruck ‚Judäo-Nazis’  prägte, war das ganze Land empört. Ja, viele seiner Bewunderer dachten, dieses Mal  sei der ungestüme Professor zu weit gegangen.

 

Aber Liebermans Slogans rechtfertigen ihn im Nachhinein.

 

Einige schätzen Liebermans Erfolge bei der letzten Wahl als vernachlässigenswert ein. Schließlich ist  seine Partei >Israel - unser Heim< nicht die erste Partei, die aus dem Nichts kam und erstaunliche 15 Sitze gewann. Genau dieselbe Anzahl wurde in der Vergangenheit von der Dash-Partei des General Yigael Yadin 1977 und der Shinui-Partei von Tommy Lapid 2003 errungen  - und beide verschwanden bald danach, ohne eine Spur zu hinterlassen.

 

Aber Liebermans Wähler ähneln nicht den Wählern von Yadin und Lapid, die ganz gewöhnliche Bürger waren, die  von einigen besonderen Erscheinungen des israelischen Lebens  die Nase voll hatten. Viele seiner Wähler sind Immigranten aus der früheren Sowjetunion. Sie betrachten ihren ‚Ivett’, einen Immigranten aus dem ehemals sowjetischen Land Moldawien, als einen Vertreter ihres „Sektors“. Viele von ihnen brachten  aus ihrer früheren Heimat  zwar ein rechtslastiges, antidemokratisches und  sogar rassistisches Weltbild mit sich, aber sie selbst stellen für die israelische Demokratie keine Gefahr dar.

 

Aber die zusätzliche Macht, die Liebermans Partei  zur drittgrößten Fraktion in der neuen Knesset  werden ließ, kam von einer anderen Art von Wählern: den in Israel geborenen jungen Leuten, von denen viele kürzlich am Gazakrieg teilgenommen hatten. Sie stimmten für ihn, weil sie glaubten, er würde die  arabischen Bürger  aus Israel und die Palästinenser aus dem ganzen Land hinausschmeißen.

 

Es sind  keine randständigen, fanatischen und unterprivilegierten Leute, sondern normale junge Leute, die die High-School beendet hatten und in der Armee dienten, die in den Diskotheken tanzen und Familien gründen wollen. Wenn solche Leute massenhaft in der Lage  sind, für einen erklärten Rassisten mit scharfem faschistischen Geruch zu stimmen, dann muss das Phänomen genauer unter die Lupe genommen werden.

 

 

VOR FÜNFZIG Jahren schrieb ich ein Buch ‚Das Hakenkreuz’, in dem ich beschrieb, wie die Nazis Deutschland eroberten. Meine Kindheitserinnerungen halfen mir dabei. Ich war  neun Jahre alt, als die an die Macht kamen. Ich wurde Zeuge der Agonie der deutschen Demokratie und der ersten Schritte des neuen Regimes, bevor meine Eltern in unglaublicher Weisheit sich entschieden, das Land zu verlassen und sich in Palästina anzusiedeln.

 

Ich schrieb das Buch am Vorabend  des Adolf-Eichmann-Prozesses, als ich bemerkte, dass die junge Generation in Israel viel über den Holocaust wusste, aber fast nichts über die Leute, die ihn verursachten. Was mich mehr als alles andere beschäftigte, war die Frage: wie konnte solch eine monströse Partei in demokratischer Weise in einem der zivilisiertesten Länder der Welt an die Macht kommen?

 

Das letzte Kapitel in meinem Buch hieß „Es kann hier geschehen“. Es war eine Paraphrase des Titels eines Buches des amerikanischen Schriftstellers Sinclair Lewis: ‚Es kann hier nicht geschehen’, in dem er  genau beschrieb, wie es in den USA geschehen könnte.

 

Ich behauptete in dem Buch, dass Nazismus nicht eine spezifisch deutsche Krankheit sei, dass unter bestimmten Umständen jedes Land der Welt mit diesem Virus infiziert werden könnte – unseren eigenen Staat mit eingeschlossen. Um diese Gefahr zu verhindern, muss  man die zugrunde liegenden Ursachen  für die Entwicklung der Krankheit erkennen.

 

Zu der Behauptung, dass ich von dieser Sache ‚besessen’ sei, dass ich diese Gefahr hinter jeder Ecke lauern sehe, kann ich nur sagen: das stimmt nicht. Jahrelang hab ich es vermieden, mich mit diesem Thema zu befassen. Aber es stimmt, ich habe in meinem Kopf  so etwas wie ein  rotes Lämpchen, das sich anschaltet, wenn ich das Gefühl habe, dass Gefahr droht.

 

Jetzt blinkt  es rot auf.

 

 

WAS BRACHTE diese Krankheit in der Vergangenheit zum Ausbruch ? Warum brach sie zu einem bestimmten Zeitpunkt aus und nicht zu einer anderen Zeit? Warum in Deutschland und nicht in einem anderen Land mit ähnlichen Problemen?

 

Die Antwort lautet: Faschismus ist ein spezielles Phänomen  und nicht mit anderen zu vergleichen. Es ist nicht eine ‚extreme Rechte’, eine Erweiterung von ‚nationalistischen’ oder ‚konservativen’ Einstellungen. Faschismus ist das Gegenteil von Konservatismus, auch wenn er in konservativer Verkleidung daherkommt. Er ist auch keine Radikalisierung eines gewöhnlichen, normalen Nationalismus, den es in jeder Nation  gibt.

 

Faschismus ist ein einzigartiges Phänomen und hat einzigartige Züge: Die Idee, eine ‚Übernation’ zu sein,  anderen Völkern und nationalen Minderheiten die Menschlichkeit abzusprechen, der Führerkult, ein Kult der Gewalt, Verachtung der Demokratie, eine besondere Vorliebe für Krieg, Verachtung  für  Moral und Ethik. All diese Attribute zusammen schaffen das Phänomen, das keine  anerkannte wissenschaftliche Definition hat.

Wie geschah das?

 

Hunderte von Büchern sind schon darüber geschrieben worden, Dutzende von Theorien  sind aufgestellt worden, und keine  ist befriedigend. In aller Bescheidenheit schlag ich meine eigene Theorie vor, ohne zu beanspruchen, dass sie mehr Gültigkeit hat als andere.

 

Meiner Meinung nach bricht eine faschistische Revolution dann aus, wenn eine  ganz besondere Persönlichkeit auf eine ganz  besondere nationale Situation trifft.

 

 

AUCH ÜBER die Person Adolf Hitlers wurden schon unzählige Bücher geschrieben. Jede Phase seines Lebens ist genauestens untersucht, jede seiner Aktionen ist unerbittlich debattiert worden. Es gibt keine Geheimnisse mehr über Hitler - doch Hitler bleibt ein Rätsel.

 

Einer seiner  offensichtlichsten Charakterzüge war sein pathologischer Antisemitismus, der  mit Logik nicht zu erklären ist. Er hielt  bis zu den letzten Stunden seines  Lebens daran fest, als er sein Testament diktierte und Selbstmord beging. In den verzweifeltsten  Augenblicken seines Krieges, als die Soldaten nach Verstärkung und Nachschub schrieen, wurden wichtige Eisenbahnzüge umgeleitet, um Juden zu den Todeslagern zu transportieren. Als die Wehrmacht unter ernstem Mangel an allem litt, wurden jüdische Arbeiter aus wichtigen Fabriken abgezogen, um in den Tod geschickt zu werden.

 

Viele Erklärungen schon sind für diesen pathologischen Antisemitismus herangezogen worden und alle wurden widerlegt. Wollte Hitler an einem Juden Rache nehmen, der  verdächtigt wurde, sein wirklicher Großvater zu sein? Hasste er den jüdischen Arzt, der seine geliebte Mutter behandelte, bevor sie starb?  War es eine Strafe für den jüdischen Direktor der Kunstschule, der es versäumte, in ihm ein Kunstgenie zu erkennen? Hasste er die  armen Juden, die ihm begegneten, als er in Wien heimatlos herumirrte? Alles  ist geprüft  und für fehlerhaft befunden worden. Das Rätsel bleibt.

 

Dasselbe gilt auch für seine anderen persönlichen Ansichten und Eigenschaften. Wie war es ihm möglich, die Massen zu hypnotisieren? Was hatte er an sich, das so viele Leute aller Schichten veranlasste, sich mit ihm zu identifizieren? Woher kam seine ungehemmte Lust zur Macht?

 

Wir wissen es nicht. Es gibt keine befriedigende Erklärung. Wir wissen nur, dass unter den Millionen von Deutschen und Österreichern, die zu jener Zeit lebten, und den Tausenden, die unter ähnlichen Umständen aufwuchsen, es - so weit wir wissen - nur einen Hitler gab, eine einzigartige Person. Um einen Ausdruck aus der Biologie auszuleihen: er war eine  einmalige  Mutation.

 

Aber der einzigartige Hitler wäre nicht eine historische Gestalt geworden, wenn er nicht in Deutschland  auf einzigartige  Umstände gestoßen wäre.

 

 

ÜBER DAS Deutschland am Ende  der Weimarer Republik sind auch viele Bücher geschrieben worden. Was veranlasste das deutsche Volk, den Nationalsozialismus anzunehmen? Historische Gründe, die in der schrecklichen Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges oder in früheren Ereignissen wurzelten? Das Gefühl der Erniedrigung nach dem Ersten Weltkrieg? Der Zorn auf die Sieger, die Deutschland in den Staub zwangen und ihm riesige Entschädigungszahlungen auferlegten? Die schreckliche Inflation von 1923, die die Ersparnisse ganzer Bevölkerungsschichten vernichtete? Die große Depression von 1929, die Millionen von ehrbaren und fleißigen Deutschen auf die Straße warf und arbeitslos machte?

 

Auch diese Frage hat keine befriedigende Antwort gefunden. Andere Völker waren auch gedemütigt worden. Andere Völker haben auch Kriege verloren. Die große Depression hat Dutzende von Ländern  getroffen. In den USA, in Großbritannien waren auch Millionen entlassen worden. Warum hat der Faschismus (abgesehen von Italien natürlich)  in jenen Ländern  nicht Fuß fassen können?

 

Meiner Meinung nach hat sich der fatale Funken in einem schicksalhaften Moment entzündet, als ein Volk für den Faschismus bereit war und auf den Mann  mit den Eigenschaften eines faschistischen Führers traf.

 

Was wäre wohl geschehen, wenn Hitler bei einem Verkehrsunfall im Herbst 1932 ums Leben gekommen wäre? Vielleicht wäre dann ein anderer Nazi-Führer an die Macht gekommen – aber der Holocaust  wäre nicht geschehen und auch  der 2. Weltkrieg wäre wahrscheinlich nicht ausgebrochen. Seine möglichen Nachfolger  - Gregor Strasser, der die Nummer zwei war oder Hermann Göring, der  morphiumsüchtige Kampfflieger – waren tatsächlich Nazis, aber keiner von ihnen  war ein Hitler. Ihnen fehlte das Dämonische seiner Person.

 

Und was wäre geschehen, wenn Deutschland nicht in die Tiefen der Verzweiflung  gefallen wäre? Wenn die westlichen Mächte  die Gefahr  rechtzeitig  erkannt hätten und beim Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft geholfen und  so die Arbeitslosigkeit verringert hätten? Sie hätten den berüchtigten Versailler Vertrag, den die Siegermächte nach dem Ersten Weltkrieg auferlegt hatten, aussetzen können, und so den Deutschen erlaubt,ihre Selbstachtung wieder zu erlangen. Die deutsche Republik hätte gerettet werden können, die moralisch integren Führungspersönlichkeiten, von denen Deutschland viele hatte, hätten ihre Führungsrolle wieder gewonnen.

 

Was wäre dann wohl geschehen? Adolf Hitler, den der allgemein verehrte  Reichspräsident und Feldmarschall von Hindenburg  verächtlich  ‚den böhmischen Gefreiten’ nannte, wäre ein  kleiner Demagoge einer extremistischen Randgruppe  geblieben. Das 20. Jahrhundert hätte ziemlich anders ausgesehen. Zig Millionen Kriegsopfer und 6 Millionen Juden wären am Leben geblieben, ohne jemals zu erfahren, was hätte geschehen können.

 

Aber Hitler starb nicht frühzeitig und die Deutschen wurden nicht vor ihrem Schicksal bewahrt. In einem entscheidenden Augenblick trafen sie auf einander, ein Funke  entstand, der die Zündschnur anzündete, die zur historischen Explosion führte.

 

 

SOLCH EIN schicksalhaftes Auf-einander-Treffen ist natürlich nicht auf den Faschismus begrenzt. Es geschieht im Laufe der Geschichte  auch unter anderen Umständen und  mit anderen Personen.

Winston Churchill z.B. Sein Denkmal findet man immer wieder in der britischen Landschaft. Er wird als einer der großen britischen Führer aller Zeiten angesehen.

 

Doch bis  in die späten 30er-Jahre war Churchill ein politischer Versager. Wenige bewunderten ihn und noch weniger liebten ihn. Viele seiner Kollegen verachteten ihn aus ganzem Herzen. Er wurde als  Egomane, als arroganter Demagoge angesehen, ein unberechenbarer Säufer. Aber in einem Moment der existentiellen Gefahr fand Großbritannien in ihm sein Sprachrohr und den Führer, der ihr Schicksal in seine Hand nahm. Es schien, als wäre Churchill all die vorhergehenden 65 Jahre seines Lebens auf diesen Augenblick vorbereitet worden, und als ob Großbritannien genau auf diesen einen Mann gewartet hätte.

 

Hätte die Geschichte sich anders entwickelt, wenn Churchill  im Jahr davor an Thrombose, Lungenkrebs oder  Leberzirrhose gestorben und Neville Chamberlain an der Macht  geblieben wäre ? Wir wissen heute, dass er und seine Kollegen, einschließlich des einflussreichen Außenministers Lord Halifax ernsthaft erwogen hatten, Hitlers Friedensangebot von 1940 anzunehmen, das auf einer Teilung der Welt zwischen  dem deutschen und britischen Empire gegründet war.

 

Oder Lenin. Wenn der kaiserliche deutsche Generalstab nicht den berühmten versiegelten Bahnwaggon  von Zürich nach Schweden für ihn zur Verfügung gestellt hätte und  er  von dort  nicht nach Sankt Petersburg  weiter gereist wäre, wäre dann die bolschewistische Revolution, die das Gesicht des 20. Jahrhunderts veränderte, überhaupt ausgebrochen? Trotzki war allerdings schon vorher in der Stadt und Stalin auch. Aber keiner von beiden war ein Lenin, und ohne Lenin würde sie wahrscheinlich nicht stattgefunden haben und sicher nicht in der  Weise, wie sie dann geschah.

 

Vielleicht sollte man dieser Liste noch Barack Obama hinzufügen. Eine sehr spezielle Person von einzigartiger Herkunft und einzigartigem Charakter, der  ein schicksalhaftes Zusammentreffen mit dem amerikanischen Volk in einem bedeutsamen Moment  seiner Geschichte hat, als es  gleich zwei Krisen  durchzustehen hat – die wirtschaftliche und die politische – die ihre Schatten auf die ganze Welt werfen.

 

 

ZURÜCK ZU UNS. Nähert sich der Staat Israel einer  existentiellen Krise – moralisch, politisch, wirtschaftlich – die es in eine gefährdete Nation verwandelt? Kann Lieberman oder jemand, der seinen Platz einnimmt, zu einer dämonischen  Gestalt wie Hitler werden oder  zumindest wie Mussolini?

 

In unserer nationalen Situation gibt es einige gefährliche Hinweise. Der letzte  Krieg  zeigte eine weitere Abnahme unserer moralischen Maßstäbe. Der Hass gegen Israels arabische Minderheit  wächst. Und so wächst auch der Hass gegen das besetzte palästinensische Volk, das unter langsamer Strangulierung leidet. In einigen Kreisen wächst die Verehrung  brutaler Gewalt. Das demokratische Regime befindet sich in einer nicht endenden Krise. Die wirtschaftliche Situation könnte  ins Chaos führen, sodass die Massen nach einem ‚starken Mann’ verlangen. Und der Glaube, dass wir das ‚auserwählte Volk’ sind, ist bereits tief verwurzelt.

 

Diese Anzeichen müssen nicht notwendigerweise zu einer Katastrophe führen. Absolut nicht. Die Geschichte ist voller Nationen in Krisen, die sich erholt haben und zur Normalität zurückfanden. Abgesehen von Hitler, der zu historischen Höhen gelangte, gab es wahrscheinlich Hunderte von anderen Hitlern, nicht weniger wahnsinnig und nicht weniger talentiert, die  ihr Leben als Bankkassierer oder frustrierte Schreiberlinge endeten, weil sie  nicht die entsprechende historische Gelegenheit hatten.

 

Ich habe ein starkes Vertrauen in die Stabilität der israelischen  Gesellschaft und in die israelische Demokratie. Ich bin davon überzeugt, dass sie verborgene Stärken hat, die in  der Stunde der Not  zum Vorschein kommen.

 

Nichts ‚muss’ geschehen. Aber alles ‚kann’ geschehen. Und das rote Lämpchen  wird nicht aufhören zu blinken.

 

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs und Christoph Glanz, vom Verfasser autorisiert)

 

 

 

 

 

 

 

 

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