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Wir werden uns der Realität gegenüber sehen, dass Israel weder unschuldig noch (für Juden) erlösend ist.
Wir als Juden haben genau das verursacht, was wir historisch erlitten haben: eine Flüchtlingsbevölkerung in der Diaspora.“
 
Martin Buber, Jewish Philosopher, addressed Prime Minister Ben Gurion on the moral character of the state of Israel with reference to the Arab refugees in March 1949
 


 

Zitate 28 zu Israel / Palästina
(Februar 2012)

 

Zionistische Stimmen:

 

"Die Weisheit Israels ist die Weisheit, wie Krieg zu führen ist und nichts anderes." - Der erste israelische Ministerpräsident Ben Gurion im August 1947

 

Der zweite israelische Ministerpräsident Moshe Sharet schrieb ein paar Jahre danach in sein Tagebuch: "Ich habe gelernt, daß der israelische Staat in unserer Generation ohne Betrug und abenteuerlichen Geist nicht regiert werden kann. Das sind historische Fakten, die nicht zu verändern sind. Es mag sein, daß die Geschichte die Betrugsstrategien bestätigen wird, genauso wie die abenteuerlichen Aktionen. Was ich, Moshe Sharet weiß, ist, daß ich nicht fähig bin, so zu handeln, deshalb bin ich auch nicht fähig, diesen Staat zu regieren."

 

Andere jüdische Stimmen:

 

"Nach der Zerstörung des zweiten Tempels durch  die römische Kriegsmaschinerie wurde gründlicher aufgeräumt. ... Nur die Bauern, die Landarbeiter blieben, wer mochte ihnen wohl die Arbeit streitig machen. Sie sind zum Teil die Ahnen der heutigen Palästinenser." ... "Unsere Leute aus dem JWB hatten sich jedenfalls in langen Diskussionen ... dazu durchgerungen, die Idee eines zionistischen Staates fallenzulassen; der Gedanke, einen jüdisch-sozialistischen Staat auf englischem Kolonialgebiet unter Zurückdrängung der Urbevölkerung zu gründen, schien uns abwegig." - Max Fürst in seinem im Jahre 1978 erschienen Buch "Talisman Scheherzerade - Die schwierigen zwanziger Jahre".

 

"Juden haben viele Jahrhunderte in der muslimischen Welt gelebt. Sie machten dort nicht die schrecklichen Erfahrungen des christlichen Antisemitismus' in Europa durch. Muslimisch-jüdische Feindseligkeit begann erst vor einem Jahrhundert mit der Ankunft  des Zionismus - aus offensichtlichen Gründen.

Als die Juden aus muslimischen Ländern begannen, en masse in Israel einzuwandern, waren sie durchdrungen von der arabischen Kultur. Aber hier wurden sie von einer Gesellschaft empfangen, die alles Arabische total verachtete. Ihre arabische Kultur war angeblich "primitiv", während wirkliche Kultur europäisch war. Außerdem wurden sie mit den "mörderischen" Muslimen identifiziert. Deshalb wurden die Immigranten gezwungen, ihre eigene Kultur und ihre Traditionen, ihren Akzent, ihre Erinnerungen, ihre Musik über Bord zu werfen. Um zu zeigen, daß sie durch und durch israelisch geworden sind, mußten sie auch die Araber hassen. ... Für Liebermans Anhänger ist "Frieden" ein schmutziges Wort, ebenso das Wort "Demokratie".

Für religiöse Leute aller Schattierungen - von den Ultra-Orthodoxen bis zu den national-religiösen Siedlern gibt es da überhaupt kein Problem. Von der Wiege an lernen sie, daß Juden das auserwählte Volk sind, daß der Allmächtige uns persönlich dieses Land versprochen hat; daß Gojim - einschließlich der Araber - nur minderwertige Menschen seien."  - Der Israeli Uri Avnery in seinem Kommentar vom 21. 01. 2012.

 

"Die meisten Zionisten glauben nicht, daß Gott existiert, aber sie glauben, daß Gott ihnen Palästina versprochen hat". - Der israelische Historiker Ilan Pappé bei seinem Vortrag am 15. 12. 2011 in Berlin, mit dem Hinweis, daß diese Aussage nicht von ihm sei.

 

"Israel ist nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern eine Gefahr für den regionalen Frieden und vermutlich für den Weltfrieden. Ein Versuch, in Deutschland zu einer Aktion aufzurufen: "Keine weitere Lieferung von U-Booten nach Israel, so lange Israel nicht die verschiedenen Beschlüsse, die zu einem funktionierendem Frieden im Nahen Osten beitragen, implementiert" könnte die Gefahr noch abwenden. ... In Ihrem Buch "Nation und Tod" stellt Idith Zertal mit einer genialen Analyse die manipulierte Entwicklung und Verstärkung des "Opfer-Mythos" des Zionismus dar. Mit dieser Manipulation, die nach dem zweiten Weltkrieg anfing, wurden die Shoah und Auschwitz von einer schrecklichen Katastrophe zu einem Kult im Dienst einer Politik, die mehr und mehr neue Katastrophen verursacht, mutiert. Meiner Meinung nach sind Mythen kanonisierte Lügen, die sich im Bewußtsein von Menschen festsetzen und sie dann als historische Wirklichkeit betrachten. Solche Mythen begleiteten den Staat Israel vor und insbesondere nach seiner Gründung. Ein in Israel und Deutschland fast vergessener Historiker Israels, Simha Flapan, schreibt in seinem Buch "Die Errichtung Israels" über acht Mythen, die eigentlich als typisch diplomatischen und politischen Lug und Trug gelten." - Der israelische Friedensaktivist Reuven Moskowitz in seinem Jahresbrief 2011.

 

"Auch bei der großen "Zerstreuung" durch die Römer blieb die Landbevölkerung im Lande und wurde erst zum Christentum und später zum Islam bekehrt. Es wird schon richtig sein, daß die heutigen Palästinenser die wahren Nachfahren der Juden vor zweitausend Jahren sind." ...

"Es ist nicht zu leugnen, daß Juden in Israel gefährlicher leben als in irgendeinem anderen Land. Nach vier Kriegen ist die Existenz dieses Staates unsicherer denn je."... "Wo sind denn heute Grenzen noch militärisch zu sichern, gewiß nicht für den jüdischen Staat, der nur sicher sein kann, wenn er mit den Nachbarn in Frieden und Freundschaft lebt. Dieses Ziel wird aber nur erreicht werden, wenn man im Gegenzug für die Rückgabe der eroberten Gebiete die Anerkennung des Staates Israel in den Grenzen vor dem Sechstagekrieg aushandeln kann. Ob man die arabischen Völker von der Friedfertigkeit des jüdischen Staates überzeugen kann, hängt wohl auch von einer Revision der zionistischen Ideologie ab." -

Aus "Gefilte Fisch und wie es weiterging" von Max Fürst, Seiten 740, 756 und 757.

 

Der inzwischen verstorbene israelische Professor Yeshayahu Leibowitz (der den Begriff "Judäonazi prägte) zur Zukunft Israels: "Es gibt nur zwei Möglichkeiten: die eine ist Krieg auf Leben und Tod im vollsten Sinne des Wortes, wobei Israel ein faschistischer Staat werden wird. Die andere Möglichkeit, die einzige, die diesen Krieg vermeiden helfen kann, ist die Teilung des Landes. Eine solche Teilung des Landes wird sehr schmerzhaft für beide Parteien. Beide Völker würden ihren Staat haben und ihre nationale Unabhängigkeit. Aber keines von beiden im Rahmen des ganzen Landes.

Ich glaube, daß eine Teilung kommen wird, wenn nicht durch ein Übereinkommen zwischen dem Staat Israel und der PLO, dann als eine aufgezwungene Ordnung, aufgezwungen von den Amerikanern und den Sowjets. Wenn weder das eine noch das andere geschieht, dann steuern wir auf eine Katastrophe zu. Ich wiederhole: eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.

Seit dem 6-Tage-Krieg ist Israel ein Machtapparat, ein jüdischer Machtapparat zur Beherrschung eines anderen Volkes.

Deswegen sage ich es in schärfster Form: Dieser glorreiche Sieg war das historische Unglück des  Staates Israel. Im Jahr des "Völkerfrühlings" 1848 warnte (der österreichische Dramatiker) Franz Grillparzer vor dem Weg, der "von der Humanität durch die Nationalität zur Brutalität führt". Im 20. Jahrhundert ist das deutsche Volk tatsächlich diesen Weg bis zum Ende gegangen. Wir haben diesen Weg nach dem 6-Tage-Krieg betreten. Es kommt darauf an, diesen Gang zu beenden."

(Zitiert von Uri Avnery bei der Verleihung des Leibowitz-Preises im Januar 2012) –

Prof. Leibowitz hatte immer wieder die jungen Israelis dazu aufgerufen, den Militärdienst in den besetzten Gebieten zu verweigern. Er verglich gewisse Einheiten der israelischen Armee mit der Nazi-SS und die Jugend der Siedlungen erinnerten ihn an die Hitlerjugend.

Yoram Binur, der in der israelischen Besatzungsarmee im Range eines Leutnants diente, sich im Jahre 1984 sechs Monate lang eine palästinensische Identität zulegte und seine Erfahrungen unter dem Titel "Mein Bruder - mein Feind" in Buchform veröffentlichte: "Meine eindeutige Schlußfolgerung ist vielleicht die, daß eine Weiterführung der militärischen Präsenz im Westjordanland und im Gazstreifen Israel in ein Land zu verwandeln droht, in dem es sich für manche Menschen (darunter auch für mich) nicht mehr leben läßt." - Binur ist schließlich in die USA ausgewandert.

 

Der amerikanische Politologe Raul Hilberg in einem Interview: "Es gibt in Deutschland ein Tabu. Deutsche können Juden nicht attackieren. ... Aber erst, wenn dieses Tabu gebrochen ist, ist Deutschland wirklich emanzipiert."

 

"Nichts ist so schlimm, wie das Schweigen" sagte der damalige Berliner Oberrabbiner Leo Baeck im Jahre 1938, als sich vor allem die USA und England weigerten, die von der Vernichtung bedrohten Juden aufzunehmen. Aber genauso schlimm ist das Schweigen, zu dem, was heute ich Palästina geschieht.

 

Feierliches Versprechen

Am ersten Tag

des Sechstagekrieges

erklärte

Premierminister Eshkol

in Tel Aviv:

"Wir wollen

keinen Quadratmeter

Boden haben"

 

Selten

hat ein Krieg

so kurz gedauert

wie dieser.

Eshkols Versprechen

hat noch kürzer

gedauert

als er.

Aus dem Buch "Höre Israel" von Erich Fried

 

Andere Stimmen:

 

Bill O'Reilly, Fernsehidol der amerikanischen Konservativen: "Wir können nicht immer wieder in der muslimischen Welt intervenieren. Was wir können, ist, sie in Grund und Boden zu bomben."

 

Die amerikanische Fernsehkommentatorin Ann Coulter zeigte ihre "christliche" Gesinnung auf diese Weise: "Wir sollten in ihre Länder einmarschieren, ihre Führer totschlagen und die Bevölkerung zum Christentum bekehren. ... Wir sollten unseren nationalen Arschkriecherwettbewerb beenden, Syrien ins Steinzeitalter zurückbomben und danach den Iran entwaffnen." (Quelle: "Feindbild Islam" von Jürgen Todenhöfer)

 

 

(Übersetzungen und Zusammenstellung der Zitate S. Ullmann) 

 

 

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