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Wir werden uns der Realität gegenüber sehen, dass Israel weder unschuldig noch (für Juden) erlösend ist.
Wir als Juden haben genau das verursacht, was wir historisch erlitten haben: eine Flüchtlingsbevölkerung in der Diaspora.“
 
Martin Buber, Jewish Philosopher, addressed Prime Minister Ben Gurion on the moral character of the state of Israel with reference to the Arab refugees in March 1949
 


 

 Zionistische Stimmen:  Zitate 20   
(Februar 2011)

 

Zionistische Stimmen:

 

Theodor Herzl schrieb am 12. Juni 1895 in sein Tagebuch:

"Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Lande jederlei Arbeit verweigern."

 

"Jüdische Dörfer nahmen den Platz der ehemaligen arabischen ein. Ihnen werden noch nicht einmal die Namen der arabischen Dörfer bekannt sein. Das ist auch richtig so, denn diese Landkartenvariante existiert nicht mehr. Aber nicht nur die Landkarte, sondern auch die arabischen Dörfer sind verschwunden. Aus Mahalul entstand Mahalal, Gipta mußte Gevat Platz machen, Hanelfs wich Sarid. ... es gibt keinen einzige Ort in diesem Land, dessen Bewohner nicht arabisch waren." - Der israelische General und Verteidigungsminister Moshe Dayan in eine Rede am Technion in Haifa, veröffentlicht in der Zeitung Haaretz am 4. April 1969. - So hat Israel das arabische Palästina von der Landkarte getilgt.

 

"Jüdisches Blut und das Blut eines Nicht-Juden sind nicht dasselbe." sagte gemäß Jerusalem Post vom 19. Juni 1969 der israelische Rabbiner Yitzak Ginsburg. Demnach sei für ihn Töten kein Mord, wenn das Opfer ein Einheimischer (Palästinenser) sei.

 

"Wie können wir besetztes Land zurückgeben. Da gibt es keinen, dem wir es zurückgeben können. So etwas wie die Palästinenser gibt es nicht." - Die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir am 8. März 1969

 

"Wir sind Menschen, sie sind Tiere. Sie sind keine Menschen, wir schon." -Aussage eines israelischen Soldaten an einem Kontrollpunkt, wiedergegeben auf dem Umschlag des Dokumentarfilms "Checkpoint".

 

 

Andere jüdische Stimmen:


Altes Testament, Sprüche 31,8: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sacher aller, die verlassen sind."

 

"Gaza ist ein killing field*, wo Israel nicht allein diejenigen aufspürt, die es vernichten will, sondern auch die dicht bevölkerten Flüchtlingslager als Übungsplätze für den in Aussicht gestellten nächsten Krieg gegen die Hisbollah nutzt. Tödliche Bombenangriffe haben viele Unschuldige getroffen. Die demokratisch gewählte palästinensische Regierung wurde von Israel mit voller Unterstützung der Vereinigten Staaten und sogar Europas untergraben. ... Friedenspläne werden gemacht, nur um von Israel unbesehen verworfen zu werden - mit amerikanischer Rückendeckung." - Die Israelin Judith Keshet in ihrem Buch "Checkpoint Watch - Zeugnisse israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina", eines der besten Bücher zur Situation in den Palästinensergebieten.

In der Einführung zu diesem Buch schreibt Dr. Nina Mayorek im Oktober 2002:

"Ich kann kein Land lieben, wo die Mehrheit der Juden eine faschistische Regierung unterstützt und ihren Blick abwendet, um nicht sehen zu müssen, welches Unglück den Palästinensern angetan wird. ... Ich kann mich nicht einmal mehr an der Schönheit der Landschaft erfreuen, an den Farben und an der Atmosphäre. Mittlerweile bin ich zu alt, um hier wegzugehen und einen anderen Ort zu suchen, wo ich wieder im Einklang mit meiner Umgebung leben könnte. Deshalb bin ich dazu verurteilt, an Kontrollposten zu stehen und mein Nein zu der Brutalität, der Dummheit und den Lügen der israelischen Regierung herauszuschreien. Es ist schwer, die Erniedrigung und das Leiden anderer Menschen mit anzusehen.“ 

 (*Als "killing field" wird ein Vorhof in einer Burganlage bezeichnet, aus dem Eindringlinge nicht entkommen, sondern von allen Seiten her getötet werden konnten.)

 

Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery am 25. 12. 2010 in seinem Bericht zu den Aussagen von Soldaten von der Gruppe "Das Schweigen brechen": "... das Land umarmt den rassistischen Dämon. Nach Jahrtausenden Opfer des Rassismus zu sein, sind Juden hier anscheinend glücklich, nun anderen das anzutun, was ihnen angetan wurde."

 

"Im Militär zerstören sie das, was du bist und machen einen anderen Menschen aus dir." - Der israelische Fallschirmjäger Shai in seinem Bericht für "Das Schweigen Brechen" (aus dem Buch "Checkpoint Huwara" von Karin Wenger)

 

Am 8. 1. 2011 berichtete Avnery von den neuen Gesetzesvorlagen zur Ausschaltung von Menschenrechts-Gruppen, die von den "üblichen Faschisten der extremen Rechten" unterstützt wurden, sowie von den finanziellen Unterstützern der Rechtsextremen:

 "Es ist bekannt, dass es unter den Finanziers der extremen Rechten einige Führer evangelikaler Sekten gibt, geborene Antisemiten, die glauben, Jesus werde wiederkommen, sobald alle Juden in diesem Land konzentriert sind. Dann werden sie entweder getauft oder sie werden bis zum letzten Mann und bis zur letzten Frau vernichtet. Diese Anhänger der endgültigen Endlösung sind die größte Geldquelle, die die rechten Gruppierungen finanzieren."

 

Reiner Bernstein in einem Artikel über die Palästinenser in Israel: "Erst mit dem Frieden mit den Nachbarn wird Israel als Heimat für Juden und Araber eine Überlebenschance haben."

 

"Der empört zurückgewiesene Begriff "Juden-Gen" ist Thilo Sarrazin nicht anzulasten. Eher noch den Repräsentanten des Zentralrats und deren Vergeßlichkeit. Die Herren Graumann und Kramer hatten übersehen, dass es der Zentralrat selbst war, der einen Gentest empfohlen hatte." - Hanna Rheinz in ihrem Artikel "Eine jüdische Erfindung" in der Jüdischen Zeitung Nr. 59, Januar 2011.

 

Iris Hefets, Vorstandsmitglied der "Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost" in einem Interview am 19. November 2010 anläßlich der Buchvorstellung "Antisemit! - Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument" von Moshe Zuckermann:

"Viel Einfluß auf die Politik haben die nichtjüdischen Deutschen. ... Die meisten haben keinen Schimmer, was in Israel läuft. Das ist ein abstrakter Ort für sie. Sie wollen gut sein, sie haben die Nase voll davon, mit den Verbrechen ihrer Väter konfrontiert zu werden. Sie wenden sich den Opfern zu und unterstützen alles, was sie machen, obwohl sie keine Ahnung haben, was dort läuft, aber es gibt ihnen ein gutes Gefühl. ... Also ein Jude oder ein Israeli hat hierzulande schon die Möglichkeit, sich kritisch zu äußern, aber die Deutschen selber halten lieber ihren Mund und versuchen in den letzten Jahren, auch anderen Juden und Israelis den Mund zu verbieten."

 

"Die israelische Regierung ... ist rechter, nationalistischer, neoliberaler als jede andere Regierung vor ihr. Und international isolierter als alle ihre Vorgängerinnen, ausgerechnet in einem Moment, in dem eine faschistoid-rassistische Welle das Land überrollt und immer mehr Staaten den Noch-Nicht-Staat Palästina anerkennen oder zumindest ihre Beziehungen zur Palästinenserführung dramatisch aufwerten. ... Der von den USA künstlich beatmete Friedensprozess wechselt von der Intensivstation ins Hospiz für hoffnungslose Fälle. Es sei denn, die Internationale Gemeinschaft, mit den USA an der Spitze, übt den Druck aus, den sie vermissen ließ. ... " -  Zeitungskorrespondent Charles A. Landsmann, Tel Aviv, am 18. Januar 2011 im Bonner General-Anzeiger

 

"Um es klar zu sagen: Israel ist eine der rassistischsten Gesellschaften der Welt. Dieser Rassismus ist schon im Erziehungswesen angelegt, in den Medien, im akademischen Leben, in der Armee - man kann diesen Rassismus nicht einfach umgehen" - Der israelische Historiker Ilan Pappe, Autor des Buches "Die ethnische Säuberung Palästinas" in einem Interview im Januar 2011.

 

Aus dem Gedicht DAS BITTERE von Erich Fried

 

Du willst mich nicht hören

denn du willst dir nicht rauben lassen

das von dem ich dir sage

es ist Unrecht.

Glaubst du ich sage es leichthin

und ohne zu zögern?

...........

 

Glaubst Du es ist leicht

zu rufen in alle vier Winde

daß einige meiner Verwandten

die der SS entgingen

das Tun ihrer Mörder

zu ihrem Vorbild nahmen?

Ich sage das fast so ungern

wie du es hörst

 

.....

 

zwar weiß ich daß ich nicht wirklich

gegen die Juden spreche

sondern nur gegen den Irrweg

jener Juden

die glauben auf Verbrechen

gegen die Palästinenser

läßt sich ein Land

und eine Zukunft bauen

 

Zwar weiß ich daß ich versuche

die Juden in Israel und

ihre Kinder retten zu helfen

indem ich beizeiten

Klage erhebe

gegen jene Verbrechen

begangen in ihrem Namen

die sonst ihr Untergang werden

 

 

 

Andere Stimmen:

 

Die Palästinenserin Sulhia Abu Rahma, die durch israelische Soldaten am 31. 12. 2010 das zweite ihrer sechs Kinder bei einer friedlichen Demonstration gegen die Enteignung des Landes in Bilin verlor:

"Ich bitte die Menschen in Israel, sich entschieden gegen die Besatzung auszusprechen. ... denn nur zusammen werden wird die Tragödie unserer beiden Völker beenden. .... Wie alle Menschen wollen wir leben und nicht sterben. Wir wollen an der Seite Israels leben, aber in Würde."

 

"Ein Wegducken der Friedensbewegung hilft nicht. Wer das Feld den falschen Israel-Freunden überläßt, die in ihrer "uneingeschränkten Solidarität" zu Israel die Jahrzehnte dauernde Entrechtung der Palästinenser oder jeden noch so verheerenden Feldzug  der israelischen Armee rechtfertigen, schädigt nicht nur das Ansehen Israels in der Welt, sondern trägt dazu bei, daß ein gerechter Friede im Nahen Osten in immer weitere Ferne rückt." - Der Kasseler Politikwissenschaftler Peter Strutynski in der Zeitung Junge Welt vom 4. Januar 2011.

 

"Mit Waffen kann man keinen Frieden schaffen." sagte ein Bosnier, dessen Bruder von Serben getötet wurde.

 

"Die Wahrheit muß man immer sagen können, auch wenn es unpopulär ist." - Der frühere tschechische Außenminister Jiri Dienstbier.

 

"Aus Wissen erwächst Verantwortung. Verantwortung muß zum Handeln führen. Wir müssen denen eine Stimme geben, die sich selbst nicht äußern können. Wir dürfen nicht schweigen."  -

 Daniel Ottenberg, Referatsleiter Menschenrechte Open Doors Deutschland e. V.

 

"Unterdrücker und Besatzer nennen jede Gewalt terroristisch, die ihnen entgegengesetzt wird." - Der Spiegelredakteur Romain Leick bei dem Gespräch mit dem jüdisch-französischen Autor des Buches "Empört Euch", Stéphane Hessel.

 

"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zu Pflicht." sagte Bert Brecht.

 

(Zusammenstellung der Zitate: S. Ullmann)

 

 

 

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