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Wir werden uns der Realität gegenüber sehen, dass Israel weder unschuldig noch (für Juden) erlösend ist.
Wir als Juden haben genau das verursacht, was wir historisch erlitten haben: eine Flüchtlingsbevölkerung in der Diaspora.“
 
Martin Buber, Jewish Philosopher, addressed Prime Minister Ben Gurion on the moral character of the state of Israel with reference to the Arab refugees in March 1949
 


 

 Zionistische Stimmen:  Zitate 15  (22.10.2010)
(Zusammenstellung der Zitate: S. Ullmann)

 

 

 

Zionistische Stimmen:

 

Ovadia Josef, das geistliche Oberhaupt der orthodoxen Schas-Partei in Israel, die der Regierungskoalition von Ministerpräsident Netanjahu angehört, in seinem wöchentlichen Gebet in Jerusalem am 28. August 2010: "Mögen all die Bösen, die Israel hassen, wie "Abu Masen" und alle Palästinenser, von unserer Welt verschwinden. Möge die Pest sie befallen." - Was gäbe es für einen Aufruhr, wenn ein moslemischer Geistlicher aus dem Iran ähnliches in Bezug auf Netanjahu und alle Israelis äußern würde? "Abu Masen" ist der Kampfname  von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der mit Israel Friedensverhandlungen führen soll. (Quelle: Spiegel online vom 29. 8. 2010)

 

Die ehemalige israelische Soldatin Edeb Abergil, die vor gefangenen und gefesselten Palästinensern, deren Augen verbunden wurden, posiert hat und die Bilder auf ihre Facebook-Seite stellte, sagte auch noch: "In einem Krieg gibt es keine Gesetze. Ich hasse Araber und wünsche ihnen nur Schlechtes." - Dies ist sicherlich keine Einzelmeinung in dieser Armee "mit höchsten ethischen Standards", wie sie der Pressesprecher der israelischen Besatzungsarmee bezeichnete. (Quelle: Jüdische Allgemeine Nr. 34/10)

 

Israels Vize-Ministerpräsident zu einer Gruppe von Siedlern: "Wir werden niemals Siedlungen evakuieren! Wir werden niemals Juden vertreiben! Von keinem Platz in Israel - die Siedlungen waren nie ein Stolperstein für den Frieden!"

 

Der israelische Minister ohne Geschäftsbereich Beni Begin während des Parteitages der Likudpartei in Jerusalem: "Wir werden unser Recht verteidigen, in Judäa und Samaria zu siedeln und die großartige Entwicklung des Zionismus in Jerusalem erfolgreich fortzusetzen."

Einige der Parteientscheidungen waren:

-Annexion der Westbank,

-sofortige Beendigung jeder Diskussion über einen Palästinenserstaat,

jede mögliche Unterstützung für die Stadtverwaltung Jerusalems bei der Kolonisierung des besetzten Ostjerusalems,

- die Ermutigung von Juden, weiter Land in der Westbank zu beschlagnahmen und dieses zur Errichtung neuer Wohngebiete zu verwenden. (Mehr dazu unter www.freunde-palästinas.de)

 

Der israelische Parlamentarier Michael Ben Ari sagte am 27. September 2010 als Reaktion auf einen Bericht der israelischen Menschenrechtsgruppe B'tselem, daß im laufe der letzten zehn Jahre 6371 Palästinenser und 1083 Israelis getötet wurden: "Für jeden Toten auf unserer Seite müssen 500 (Palästinenser) getötet werden und nicht nur 6." Außerdem äußerte er: "Das Shalit-Problem hat uns gelehrt, daß ein israelischer Soldat hundert mörderischer Terroristen wert sei. ... Deshalb ist die Ermordung von 6000 Feinden und ihren Unterstützern eine kleine Menge und nicht genug in einem Krieg gegen einen brutalen Feind, für den das menschliche Leben keinen Wert hat." (Von palästinensischer Seite wurde kritisiert, daß von der israelischen Regierung eine derartige rassistische Hetze geduldet wird. In einem Rechtsstaat wäre Ben Ari dafür zur Rechenschaft gezogen worden.

 

Andere jüdische Stimmen:

 

Zur Lage in Israel schrieb Reiner Bernstein in der Jüdischen Zeitung September 2010 in seiner Analyse "Aussitzen in Nahost?": „Wer mit den Feinden Israels zusammen- arbeite verkündeten Rabbiner auf einer öffentlichen Veranstaltung, sei des Todes würdig.  Gesetzentwürfe zielen auf die Schwächung unliebsamer Komponenten der Zivilgesellschaft. Kräfte haben sich breit gemacht, denen der Rechtsstaat und die Demokratie fremd sind. Extremisten sind in Regierungsämtern, ins Parlament, ins Militär und in die Verwaltungen eingerückt. Bereits in den 1990er Jahren wurde die Gefahr des "jüdischen Khomenismus" beschworen. Die "erheblichen Risiken", welche die Regierungen eingehen wollen, haben nicht die arabische Feindschaft im Auge, sondern bemänteln die Angst, dass Teile der Bevölkerung auf die Auflösung von Siedlungen und auf die Preisgabe des einst arabischen Ost-Jerusalem mit Bürgerkrieg reagieren. Der oberste Gerichtshof gesteht seine Ohnmacht gegenüber den Sicherheitsdiensten ein. ... Die Resolutionen der Arabischen Liga sind ergebnislos geblieben - und ähneln damit den Erklärungen der europäischen Staats- und Regierungschefs."

 

Judith Bernstein richtete einen eindringlichen Appell an die deutsche Politik (siehe jüdische Zeitung Sept. 2010), in dem es heißt "Die deutsche Nahostpolitik darf zu all dem nicht länger schweigen und sollte stärker nicht nur die Regierenden in Jerusalem im Auge haben, sondern offiziell und öffentlich auch den Dialog mit der politischen Opposition und mit allen Kräften der israelischen und der palästinensischen Zivilgesellschaft suchen. Mit seiner Bemerkung "Es ist fünf vor 12" hat Bundesminister Dirk Niebel Anfang Juni Recht gehabt. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Es ist fünf nach 12. ... Ich frage die politisch Verantwortlichen in unserem Lande: Wie lange will die Weltgemeinschaft dieses selbstzerstörerische Tun tolerieren? Wenn die Europäer die Regierung in Jerusalem weiter gewähren lassen, wird diese keine Vernalassung sehen, sich der Notwendigkeit zu einer grundsätzlichen Umkehr zu stellen."

 

Der jüdische Publizist Alfred Grosser zum Antrittsbesuch des deutschen Außenministers Westerwelle in Israel: "Jedenfalls fand er andere Worte als die Bundeskanzlerin, die im vergangenen Jahr vor der Knesset so auftrat, als sei sie ein Mitglied der Likud-Partei."

(Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29. 11. 2009)

 

Alfred Grosser in einem Interview mit der Berliner Zeitung am 15. August 2005: "Kritik an Israel und Antisemitismus haben nichts miteinander zu tun. Es ist vielmehr Israels Politik, die den Antisemitismus in der Welt fördert. Natürlich gibt es einen latenten Antisemitismus sowohl auf der extremen rechten als auch auf der extrem linken Seite, der dadurch belebt wird. Es ist Israel, das seine Sprache und Haltung verändern muss. Es muss der anderen Seite sagen: Wir schlagen euch Zusammenarbeit vor, wir behandeln euch als ebenbürtig und gleichwertig. Lasst uns gemeinsam und brüderlich zusammen Lösungen suchen. Das klingt moralisch. Aber genauso hat man nach dem 2. Weltkrieg mit den Deutschen angefangen. Anders geht es nicht. Nur so kann man Antisemitismus wirksam begegnen."

 

Andere Stimmen:

 

Minister Dirk Niebel: "Es kann auf Dauer kein Volk gut und in Frieden leben, wenn  andere Völker schlecht und im Krieg leben müssen." (Quelle: Bonner General-Anzeiger 6. 9. 2010)

 

(Zusammenstellung der Zitate: Siegfried Ullmann)

 

 

 

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