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Wir werden uns der Realität gegenüber sehen, dass Israel weder unschuldig noch (für Juden) erlösend ist.
Wir als Juden haben genau das verursacht, was wir historisch erlitten haben: eine Flüchtlingsbevölkerung in der Diaspora.“
 
Martin Buber, Jewish Philosopher, addressed Prime Minister Ben Gurion on the moral character of the state of Israel with reference to the Arab refugees in March 1949
 



 Zionistische Stimmen:  Zitate 14 (27.8.2010)
(Zusammenstellung der Zitate: S. Ullmann)

 

Zionistische Stimmen

 

Der israelische General Matti Peled, der 1967 Mitglied des Generalstabs war, sagte der Zeitung Le Monde im Jahre 1972: "Vorzugeben, dass uns im Juni 1967 ein Genozid drohte und dass Israel für sein Überleben kämpfen mußte, war nur ein Bluff ... Alle Geschichten, die damals liefen über die enorme Gefahr, die uns bedrohte wegen der Enge unseres Territoriums, sind nie in unseren Plänen vor dem Krieg einbezogen worden" (Quelle: Alfred Grosser "Von Auschwitz nach Jerusalem" - Der Sechstagekrieg, der zur Eroberung der Golanhöhen und des Westjordanlandes führte, diente also nur diesen Eroberungen und dauerhaften völkerrechtswidrigen Annektierungen.

 

Nach dem Angriff auf das türkische Hilfsschiff für den Gazastreifen mit 9 Toten dekorierte ein israelischer Busfahrer seinen Bus mit einem Transparent an die Adresse der Marineeinheit, die die Mavi Marmara angriff: "Flotilla 13, schämt euch. Warum habt ihr so wenige getötet?"

(Quelle: DER SEMIT 4/2010)

 

Andere jüdische Stimmen

 

Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim in einem Interview mit der ZEIT, veröffentlicht am 10. Juni 2010: "... die Israelis müssen sich in der Tat verteidigen, aber nur deshalb, weil sie so agieren, wie sie es getan haben und weiterhin tun. ... Was die Welt übrigens vergessen hat: Hamas war eine Schöpfung von Israel. Um Arafat zu schwächen. ... Mit der Zeit ist die israelische Regierung mehr und mehr kolonialistisch geworden. Kolonialmächte sind aber verantwortlich für die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung. Wo sind die Schulen und Krankenhäuser, die die Israelis in Ramallah errichtet haben, um nur von einer Stadt zu reden? Warum haben Sie keine erschwinglichen Wohnungen gebaut für die Flüchtlinge? ... Wenn es so weitergeht, sind die Tage von Israels Existenz gezählt. Die demografische Entwicklung zeigt uns, dass die Juden nicht in der Mehrheit bleiben werden. Was dort passiert, das ist Apartheid, das ist nicht haltbar. Und was mich wirklich wütend macht, ist, dass viele israelische Regierungen, nicht nur die jetzige, davon überzeugt sind, sie hätten das Recht, Leute umzubringen, weil sie Israels Existenzrecht nicht anerkennen. Das kann doch nicht sein. ... Die Welt von 2010 ist nicht mehr die von 1948. Und die Zeit arbeitet nicht für Israel. Die Hegemonie der Vereinigten Staaten ist im Niedergang begriffen. Wir sehen neue Weltmächte aufsteigen - China, Indien oder Brasilien. Vielleicht sind Sie besser informiert als ich, aber ich kenne keine jüdische Lobby in Peking oder Neu-Delhi. Wer wird in zehn oder zwanzig Jahren für Israel sprechen?"

 

Andere Stimmen:

 

Ludwig Markuse über den griechischen Philosophen Platon: "Das Erbauliche an seinem  Leben ist nicht, was er erreicht hat, sondern was er versucht hat. Das Traurige an unserer Zeit ist aber nicht, was sie nicht erreicht, sondern was sie nicht versucht. Im Versuchen aber liegt der echte Idealismus."

 

In der Ausgabe 2 von "Chain Reaktion - Ohne Gerechtigkeit kein Friede", dem Magazin des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel (EAPPI) wird über ein Dorf in der Nähe von Bethlehem berichtet: "Yanoun: Die Hügel sind Tabu ...Oben auf dem Kamm der Hügel stehen einige Häuser und Ställe. Eine große Hühnerfarm gehört dazu, aber was außerdem dort passiert, ist von unten schwer auszumachen. Es ist zwar alles Land, das den Bauern aus dem Dorf gehört, aber sie dürfen es nicht mehr betreten.

Oben sind die "Mustautenien": ein arabisches Wort für israelische Siedler, die sich das Land genommen haben, ohne dazu ein Recht zu haben, aber von der Armee geschützt werden. Die palästinensischen Bauern haben kein Recht, zumindest keines, das sich praktisch durchsetzen ließe.

Die Schaf- und Ziegenherden sind auf ein Zehntel ihrer vorherigen Größe geschrumpft, weil sie kaum noch Weideflächen und nur noch wenige Äcker zum Futteranbau haben. Yanouns Bewohner haben ihre Bewegungsfreiheit verloren und müssen weite Umwege fahren, wo sie früher über die Hügel, zum Beispiel nach Nablus, gelaufen sind.

Es gab Tage und Wochen, in denen auch das Schulgebäude leer stand. Das war im Oktober 2002. Der Lehrer hatte seine Schüler verabschiedet. Die  Familien waren geflohen. Der Druck durch die jüdischen Siedler war unerträglich geworden. Tag und Nacht waren die Siedler in das Dorf gekommen, maskiert, mit Hunden, manchmal auf Pferden. Sie hatten die Wassertanks der Bauern umgestürzt, den Generator zerstört, im Brunnenschacht ihre Hunde gebadet und Männer vor den Augen ihrer Familien geschlagen. Sie waren mit Waffen gekommen und hatten geschossen. Nicht in Yanoun, aber im Umkreis gab es Todesfälle.

Eines Tages hatten die Siedler klar gemacht: "Wir wollen Euch am nächsten Sabbat hier nicht mehr sehen. Verlasst das Dorf! Geht!" Seitdem sind sechs Jahre vergangen. Die Familien sind zurückgekommen, weil engagierte Israelis sich für sie eingesetzt und die Geschichte in Israel bekannt gemacht haben. Weil Freiwillige aus aller Welt zu ihrem Schutz gekommen sind und Tag und Nacht im Dorf anwesend sind. Seit fünf Jahren sind das die Freiwilligen vom Ökumenischen Begleitprogramm."  ...

 „Israelische Siedler halten seit 1996 die Höhen rund um Yanoun besetzt. Auf den Hügelkuppen liegen Außenposten der zehn Kilometer entfernten Siedlung Itamar, die mit der Hauptsiedlung verbunden sind. Die Siedler haben Yanouns Bauern mehr als 80 Prozent ihres Landes weggenommen. Die Präsenz der EAs verhindert direkte Gewalt der Siedler gegen Yanouns Bewohner. Andere Orte in der Region leiden aber unvermindert unter Angriffen der Siedler von Itamar, Bracha und Yitzhar. In dem Dorf Burin beispielsweise wurden im Juni 2008 Weizenfelder und Olivenbäume palästinensischer Bauern sowie ein Haus angezündet." - Das Magazin erhält noch weitere erschütternde Berichte aus anderen palästinensischen Dörfern.

 

Unter "Landnahme - Der Kern des Konfliktes" ist in "Chain Reaction" zu lesen:

"Resolutionen der UNO, zu deren Mitgliedstaaten Israel schon damals gehörte, mit der Aufforderung, die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren zu lassen, ignoriert die israelische Regierung bis heute.  Die nächste Möglichkeit der Landnahme bot sich durch den Sieg im Sechstagekrieg im Jahre 1967. Schon kurze Zeit nach dem Krieg begannen Gruppen von Israelis damit, behelfsmäßige Siedlungen im besetzten Westjordanland , auf dem eroberten Golan und im Sinai zu errichten. Nur wenige Jahre später war aus dem Projekt illegal operierender Siedler ein staatlich gefördertes Programm geworden - gegen den Protest der UNO, die einen Rückzug aus den besetzten Gebieten forderte.  Auch diese Resolution wurde ignoriert, ebenso der Protest gegen die Besiedlung des besetzten Gebietes mit israelischen Staatsbürgern. Eine derartige Besiedlung von besetzten Gebieten verbietet die Vierte Genfer Konvention von 1949, die auch vom Staat Israel unterschrieben worden war." - (Deutsches Netzwerk der ehemaligen Freiwilligen des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel - www.eappi-netzwerk.de)

 

(Zusammenstellung der Zitate S. Ullmann)

 

 

 

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