Sabra, Shatilla and
the Fire Next Time - Richard
Silverstein - Today is the 30th anniversary
of the Sabra and Shatilla massacre in which
800 Palestinians were raped and murdered by
Christian Phalange militamen. The NY Times published
an illuminating op-ed by a doctoral student
who found verbatim transcripts of meetings between
Israeli leaders including Ariel Sharon, largely
responsible for the massacre and U.S. diplomats.
It reveals that Sharon not only lied and browbeat
the Americans into allowing Israel and the Phalange
extra time to murder Palestinians in the camps,
but that Sharon explicitly told the Americans
that this was what he intended. It reveals Sharon
to be an outright war criminal. Here a U.S.
diplomat warns Sharon about what critics would
say:
“Sure, the I.D.F. is going to stay in West Beirut
and they will let the Lebanese go and kill the
Palestinians in the camps.”
Mr. Sharon replied: “So, we’ll kill them. They
will not be left there. You are not going to
save them. You are not going to save these groups
of the international terrorism.”
But even more importantly, Seth Anizka, author
of the article, closes with this pointed reference
to today’s roundelay among Israel, the U.S.
and Iran:
The lesson of the Sabra and Shatila tragedy
is clear. Sometimes close allies act contrary
to American interests and values. Failing to
exert American power to uphold those interests
and values can have disastrous consequences:
for our allies, for our moral standing and most
important, for the innocent people who pay the
highest price of all.
Barack Obama, are you listening? If you don’t
stop Bibi from going to war against Iran you
too will have heaps of Iranian corpses served
up on a silver platter marked “Made in the USA.”
It will be, in James Baldwin’s terms, “the fire
next time.” If we think the response to the
anti-Muslim film is harsh, imagine the world
media flashing mounds of corpses of Iran’s dead
throughout the Muslim world.
Israelis like to claim that all the Sunni nations
would applaud Israel’s attack. I doubt it. When
most Muslims see this, even if they dislike
Iran, they will rally around the flag of Islam.
Even if they don’t, there are enough Shiites
in the world to cause their share of havoc to
Israeli and U.S. interests.
Quelle
ein weißes tuch verdeckt ihre
gesichter, ihre körper
so viele tücher um mich herum
ich habe meinen frieden verloren
der gedanke daran
wie alles war
legt sich wie ein schleier über alles
dringt in mich hinein
wie können „menschen“ zu menschen sein
dort das tuch
das über einem geliebten menschen liegt
gestern waren wir noch vereint
du fühltest dich warm an
heute bist du so kalt, bewegungslos
bist du und eine andere
wo magst du jetzt sein?
ich kann dich noch fühlen, in mir
ganz nah bis in meine ewigkeit
ein großes weißes, blutiges tuch überdeckt die
welt
wie durch einen nebel sehe ich die anderen.
ein verlassener, zerstörter raum
der versuch nicht zu vergessen ist frisch
und schmerzhaft erfolgreich
du stehst noch neben mir
was bleibt mir noch?
verwachsungen im ich,
in der zeit
erinnerungen
die weißen tücher
schützen nicht vor dem licht der wirklichkeit
sie zeigen die formen euerer blutigen körper
die musik die wir gestern noch gehört
ist verstummt und eingefroren
worte schweben durch den raum
ziehen mit dem wind umher
verlassen mich
die sonne treibt sie empor
sie lösen sich auf
verwachsen mit dem dunkel der kommenden nacht
die mörder gehen frei herum
zwischen tag und traum
ziehen erinnerungen an mir vorbei
in mich hinein
nun noch in den zwischenwelten
treffen wir uns
ich trag dich und all die anderen bei mir
e. arendt
Sabra- Shatila through the
eyes of Robert Fisk & Odd Karsten Tveit
15.9.2012
Vergessen Sie
die Opfer nicht. Sabra und Chatila - 16. bis
18. 9. 1982
Extreme
Psychopathie: Das fast vergessene Massaker von
Sabra und Shatila -
Zwischen dem
16. und 19. September 1982 geschahen (die Massaker)
von Sabra und Shatila, sie gehören zu den grausamsten
und umstrittensten in der gebeutelten Region
des Nahen Ostens, die in die Geschichte eingingen.
Am 30. Jahrestag wird dieses schrecklichen Massakers
gedacht.
Sabra und Shatila
waren zwei Flüchtlingslager der Vereinten Nationen
für Palästinenser, außerhalb von Beirut, der
Hauptstadt der Republik Libanon. Ungefähr 40
Stunden lang vergewaltigten, mordeten und verletzten
Mitglieder der mit Israel verbündeten Milizen
der libanesischen Falange viele unbewaffnete
Zivilisten, die meisten von ihnen Frauen, Kinder
und Alte. Bis heute ist die tatsächliche Zahl
der Opfer unbekannt; sicher aber ist, dass es
ein verabscheuenswürdiges Verbrechen war; der
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte
es mit der Resolution 521 vom 19. September
1982, gefolgt von einer Resolution der Generalversammlung
der Vereinten Nationen vom 16. Dezember 1982,
die das Geschehen einen "Akt des Völkermords"
nannte.
Die Verbreitung
(der Nachrichten über) dieses unbeschreibliche
Massaker durch die Kommunikationsmedien rief
in der Weltöffentlichkeit einen Schauder des
Entsetzens hervor, und aus den verschiedensten
Bereichen wurden wütende Proteststimmen laut,
die eine völlige Aufklärung des Geschehens und
die Bestrafung sowohl der Verantwortlichen als
auch der Ausführenden verlangten.
Trotz der
Beweise für das, was der UN-Sicherheitsrat als
"verbrecherisches Massaker" beschrieb und was
im kollektiven Gedächtnis der Menschheit als
eines der entsetzlichsten Verbrechen des 20.
Jahrhunderts bestehen bleibt, wurden der Mann,
der für dieses Verbrechen als "persönlich verantwortlich"
gilt, Ariel Sharon, damals israelischer Verteidigungsminister,
und seine Gefolgsleute und die Personen, die
die Massaker durchführten, für die begangenen
Gräueltaten niemals verfolgt oder vor Gericht
gestellt.
Siempreconcuba.wordpress.com
aus dem Spanischen übersetzt
von K. Nebauer
Gedicht
Wo
war die Sonne, als die entfesselten Echos der
Wut hallten?
Kann es nicht sein, dass die Schatten sie verdunkelt
haben in Sabra und Shatila?
Wo war Gott,
als die Augen der Menschen von eisiger Kälte
befallen wurden?
Kann es nicht sein, dass er gleichgültig geworden
ist in Sabra und Shatila?
Wo war ich, in
welcher Galaxie, als ich die Nachricht las,
gefühllos?
Werde nicht auch ich ein Verräter sein von Sabra
und Shatila?
Und wo warst
du, mächtiger Mann, mit deiner Arroganz, der
du in deinem Rucksack
die Leichen aller Kinder trägst von Sabra und
Shatila?
Wo ist die Stimme
des Staatsanwalts für Recht und Gerechtigkeit?
Waren seine Gesetze nicht gültig in Sabra und
Shatila?
Wo ist der Solz
der Menschen oder sollte man sagen die "Scheinheiligkeit"?
Warum wird soviel Leid nicht benannt in Sabra
und Shatila?
Was erzählst du mir, mein Freund? Siehst du
nicht, dass mein Gewissen ruhig ist?
Was habe ich mit dem zu tun, was geschehen ist
in Sabra und Shatila?
Oder war ich vielleicht unter den Soldaten,
in einer gewissen Entfernung aufgestellt, und
akzeptierte, was geschah in Sabra und Shatila?
Es ist
Zeit, Komuniquees zu diktieren, die dem Stachel
die Spitze nehmen.
Was werden sie tun, um zu verheimlichen, was
geschehen ist in Sabra und Shatila?
Was werden sie
tun, um die aufgeregte, vollständige, kollektive
Verurteilung zu diffamieren?
Was werden sie tun, damit das Schwären der Wunde
aufhört in Sabra und Shatila?
Wenn ich auch immer noch fern in meiner Galaxie
die Nachricht besinge,
setzt der Engel des Entsetzens seinen Weg fort
in Sabra und Shatila.
Er wandert durch
Beirut und andere Planeten, schleicht wie eine
Schlange ohne anzuhalten.
Unersättlich und vollgefressen in Sabra und
Shatila.
Vielleicht
will er an meine Tür kommen. Vielleicht wartet
er schon an der Ecke.
Die Wunde ist wieder offen und wird offen bleiben
in Sabra und Shatila.
Alberto Cortez, argentinischer
Autor und Sänger -
(in der Quelle zwei Videos) -
Von Professor Dr. Ahmad Al-Tal
-
Professor Dr.
Ahmad Tell, jordanischer Herkunft,
ist Dekan am Zarka Private National
Community College. 1980 erhielt
er die Ehrenauszeichnung von der
American Association of Colleges
for Teacher Education. Er ist Autor
mehrerer Bücher und Publikationen
und verfasste 1997 einen Bericht
über den früheren Premierminister
Samir Rifai und der palästinensischen
Sache. Er war Offizier in der Arabischen
Legion von 1946 – 1950 und Kämpfte
im arabisch-israelischen Krieg 1948.
Das Massaker
von Sabra und Schatilla ist eines
der barbarischsten Geschehnisse
in der jüngsten Geschichte. Tausende
unbewaffnete und verteidigungslose
palästinensische Flüchtlinge – alte
Männer, Frauen und Kinder – wurden
in einer grausamen Vernichtungsaktion
ermordet. Am 16. Dezember 1982 verurteilten
die Vereinigten Nationen dieses
Massaker und erklärten es zum Genozid.
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Helfen
- Najdeh
- Die
NAJDEH e.V.-
Soziale Hilfsorganisation für die
Palästinenser ist 1979 in Deutschland
gegründet worden und leistet seitdem
als gemeinnütziger Verein Hilfe
für Palästinenser. Die Hilfe beinhaltet
die Unterstützung einiger wichtigen
Bereiche, wie z.B.:Gesundheit, Flüchtlinge,
Kindergärten, sowie Bildung und
Frauen. Die NAJDEH e. V. informiert
mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit
hierzulande über die Situation der
Palästinenser im besetzten Palästina
und im Exil. Die Arbeit in den Gremien
und Gruppen der NAJDEH ist ausschließlich
ehrenamtlich. Der Name NAJDEH (sprich:
Naschde) ist das arabische Wort
für Hilfe, das die Inspiration für
die Namensgebung des Vereins als
auch für dessen Emblem war.
Quelle und
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Besuch in Sabra
und Shatila -
Maher
Fakhoury - Hierzulande kann sich
kaum jemand ein Flüchtlingslager
vorstellen. Worte wie "schwer",
"miserabel", "elend", "unerträglich"
reichen nicht aus, wenn man um das
Leben in den palästinensischen Lagern
im Libanon und vor allem in Sabra
und Shatila beschreiben will. Aufgrund
der politischen und sozialen Lage
in den von Israel besetzten palästinensischen
Gebieten finden wir in diesen Tagen
kaum jemanden außerhalb Palästinas,
der sich mit der Lage der Palästinenser
in den Flüchtlingslagern beschäftigt.
Während unseres Urlaubs in Beirut
bat mich meine Tochter Samah (11),
mit ihr in das Lager Sabra und Shatila
zu gehen. Für mich war das eine
Überraschung.
Samah, das in Deutschland geborene
Mädchen, wollte mit mir eine Reise
in meine Kindheit unternehmen. es
sollte nictj irgendein Lager sein,
sondern
Sabra und Shatila, das mich seit
mehr als 20 Jahren an die schrecklichsten
Ereignisse in meinem Leben erinnert.
Sie hätte zum Strand fahren oder
mit ihren Freunden spielen können.
Aber nein, Samah wollte in das Lager.
Sie wollte mehr über die Geschichte
Palästinas erfahren, bevor sie nach
den Ferien das Gymnasium besuchen
wird.
Unsere Fußwanderung in die Vergangenheit
begann vor den Trümmern des Hauses
in Sabra, in dem wir 1982 gewohnt
haben. Samah fragte nach meinen
Freunden, nach der Geschichte Palästinas,
nach dem Leben der Menschen damals
im Lager. Aber sie wollte auch wissen,
ob die alten Klamotten, die vor
uns lagen, noch von ihrer Oma stammen.
Und Samah wollte jede Kleinigkeit
über das Massaker von 1982 erfahren.
Wir gingen weiter durch die kleinen
engen Gassen in Richtung Shatila.
Vorbei an dem Obst- und Gemüsemarkt.
Am Markt befindet sich das ehemalige
Gaza-Krankenhaus. Dort leben die
obdachlosen Flüchtige, die durch
die Kriege ihre Hütten verloren
haben. Ein paar Leute suchten im
Müll nach essbarem Gemüse oder Obst.
Samah konnte einfach nicht verstehen,
wie die meisten Menschen hier, die
keine Arbeit haben, trotzdem ihre
Familien versorgen können. Auch
Ingenieure, Ärzte oder Anwälte sind
arbeitslos. Palästinenser dürfen
im Libanon mehr als 70 Berufe nicht
ausüben.
In Shatila besuchten wir meinen
Freund Mohamed. Der hat dort einen
kleinen Lebensmittelladen. Im Massaker
1982 hat er viele seiner Familienmitglieder
verloren. Für Mohamed war der Besuch
von Samah ein besonderes Ereignis.
Er bot ihr ein Flasche Saft zum
Trinken an. Mit Tränen in den Augen
fragte er Samah: "Warum willst du
etwas über das Massaker wissen?
Wer das Massaker erlebt hat, erinnert
sich nicht gern daran."
Samah stand vor dem Ladeneingang
und beobachtete die Vorübergehenden
und spielenden Kinder auf der Straße.
Ihre Augen erzählten von den Gedanken,
die in ihrem Kopf kreisten. Ich
redete mit Mohamed, aber meine Gedanken
waren bei Samah. Danach kehrten
wir nach Hause zurück.
Mein Freund Riyad hat einen kleinen
Gemischtwarenladen. Er erzählte
mir, wie die Menschen sich gegenseitig
helfen. Riyad und andere Freunde,
die einen Job haben, spenden monatlich
zehn Dollar in eine Spendenkasse.
Dazu kommen Spenden von den Freunden,
die im Ausland leben. Vom dem Geld
wird vielen Leuten geholfen. Für
kranke Menschen werden Medikamente
gekauft. So für ein 17jähriges Mädchen
mit Krebs. Sie braucht monatlich
ca. 250 Dollars für ihre Tabletten.
Aus der Kasse werden Arzt- und Beerdigungskosten
bezahlt.
Riyad und seine Freunde müssen sehr
oft schnell Geld sammeln, um einen
Patienten ins Krankenhaus zu bringen.
Die Krankenhäuser in Beirut nehmen
keinen Patienten auf, bevor seine
Angehörigen eine Kaution hinterlegt
haben.
Sogar wenn ein Patient im Krankenhaus
stirbt, kann seine Familie die Leiche
nicht bekommen, bevor die Kosten
bezahlt sind. Mir fiel auf, dass
es unter den Bewohnern des Lagers
so viele kranke Menschen gibt. Nicht
nur alte Leute leiden unter verschiedenen
Krankheiten, sondern auch viele
junge Menschen und Kinder.
Scheikh Ahmed, der Imam der Al-Dana-Moschee
in Sabra und Shatila, ist selbst
schwer krank. Sein Sohn starb, als
er gerade 15 Monate alt war. Sheikh
Ahmad konnte seinen Sohn nicht zum
Kinderarzt bringen, weil ihm das
Geld dafür fehlte. Ein anderer Sohn
leidet unter einer Herzkrankheit.
Seine Tochter ist behindert. Seine
Frau ist herzkrank und Diabetikerin.
Sheikh Ahamed verdient ca. 200 Dollar.
Für die Kosten der medizinischen
Betreuung reicht dies Geld nicht
aus.
Auf Fatmeh wurde während des Massakers
geschossen, sie verlor ihr Bein.
Ihr Mann ist seit 1978 blind und
arbeitslos. Vor dem Krieg von 1982
arbeitete er in einer Behindertenwerkstatt
der PLO und bekam ein festes Gehalt.
Sein sechsjähriger Sohn ist krank
und muss bis ans Lebensende Medikamente
einnehmen.
Trotz dieses Elends haben die Menschen
in Sabra und Shatila die Hoffnung
und den Glauben an die Gerechtigkeit
nicht verloren. Sie wissen, dass
die freien Menschen dieser Welt
sie nicht vergessen werden.
VOR ZWANZIG JAHREN
IN SABRA UND SCHATILA
- Chronik
eines angekündigten Massakers -
NACH
wie vor verfolgt die israelische
Armee im Gaza-Streifen und im Westjordanland
ihre repressive Besatzungspolitik:
Blockaden von Ortschaften, Zerstörung
der Infrastruktur, Jagd auf militante
Palästinenser, gezielte Mordanschläge.
Zum ersten Mal hat sie zugegeben,
dass sie bei ihren Operationen "menschliche
Schutzschilde" einsetzt, ein Mittel,
das als Kriegsverbrechen gilt. Aus
der Sicht der Palästinenser ist
dies die logische Fortsetzung einer
Geschichte der Massaker und Ausschreitungen,
wie sie schon vor zwanzig Jahren
unter den Augen der israelischen
Armee in den Lagern von Sabra und
Schatila durch die libanesischen
Milizen verübt wurden. Von
PIERRE PÉAN *
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