25.4.2011
- VERA
MACHT
- "Mein
Abschiedsbrief.
Für
Vik,
und
doch
auch
und
vor
allem
an die
Menschen
aus
Gaza,
an seine
und
meine
Freunde.
Er wurde
in Gaza
auf
einer
Gedenkfeier
vorgelesen.
Vik,
du wolltest
nur
fröhliche
Abschiedsbriefe.
Vik,
wir
waren
noch
nie
oft
einer
Meinung.
Irgendwann,
mein
Freund,
wenn
es weniger
weh
tut.
VIK,
DU FEHLST!
- Vera
Macht
Du fehlst
mit
einer
unglaublichen
Intensität,
die
dich
dadurch
nur
noch
präsenter
macht.
In unser
aller
Köpfen,
in unser
aller
Herzen.
Es ist
dein
Fehlen,
was
deine
Stärke,
deine
Güte,
und
deinen
unglaublichen
Einsatz
für
die
Menschen
und
für
unser
aller
Menschlichkeit
so wahnsinnig
präsent
macht.
Du fehlst
als
Symbol
für
den
Kampf
für
Gerechtigkeit,
für
den
Wert
eines
jeden
einzelnen
Menschen,
für
den
Wert
gerade
der
Menschen,
die
vergessen
zu worden
scheinen.
Du fehlst
in dieser
Welt,
Vik.
Du fehlst
in meiner
Welt.
Du fehlst
als
mein
bester
Freund,
als
der,
der
immer
da war,
im ganzen
letzten
Jahr,
zu jeder
guten
und
schlechten
Zeit.
Du hast
mir
einmal
gesagt,
ich
soll
lächeln,
weil
mein
Lächeln
dich
heller
machen
würde.
Aber
Vik,
es warst
du,
der
mich
zum
Lachen
gebracht
hat.
Nicht
nur
durch
deinen
Humor,
sondern
durch
deine
unvergleichliche
Art,
die
Welt
ein
wenig
besser
zu machen,
nur
durch
deine
Anwesenheit.
Das
weiß
jeder,
der
dich
kannte,
der
dich
nur
einmal
getroffen
hat.
Du hast
die
Menschen
in deinen
Bann
gezogen,
durch
dein
Charisma,
durch
deine
Ausstrahlung,
durch
deine
Wärme.
Die
Welt
ist
ohne
dich
ein
kleines
bisschen
dunkler
geworden.
Es ist
auch
meine
eigene
kleine
Welt,
die
durch
dein
Fehlen
ein
Stück
dunkler
geworden
ist.
Und
Gaza
natürlich,
das
ich
mir
ohne
dich
gar
nicht
vorstellen
kann.
Das
sich
wahrscheinlich
noch
keiner
hier
ohne
dich
vorstellen
kann.
Dein
arabischer
Wortschatz
von:
mushkile?
Leeesh??
Mish
mushkile!
Yallah!
reichte
vollkommen
aus,
um die
Menschen
um dich
herum
aufzubauen,
und
jeden
in Gaza
zu deinem
rafiq
und
deiner
rafiqa
zu machen.
Und
die
Menschen
in Gaza
haben
dich
geliebt
und
geschätzt,
das
wusstest
du,
und
du hättest
nie
irgendetwas
anderes
gedacht.
Ich
und
wir
alle
waren
gerührt
und
überwältigt
von
der
Trauer
und
Anteilnahme,
die
dein
Tod
hervorgerufen
hat.
Eine
Anteilnahme,
die
mir
und
uns
allen
über
unseren
ersten
Schock
hinweggeholfen
hat,
dafür
möchte
ich
euch
danken.
Adie,
mein
Freund
und
ISM
Kollege
sagte
einst,
als
ISM
in Gaza
zu sein
heißt
nicht
nur
die
Menschen
hier
zu unterstützen,
sondern
vielmehr
selbst
ein
Stück
weit
Palästinenser
zu sein,
und
die
Last
ein
Stück
weit
mitzutragen.
Es heißt,
den
Schmerz
nicht
nur
mitzufühlen,
sondern
auch
selbst
zu fühlen,
was
es bedeutet
einen
geliebten
Menschen
zu verlieren.
Denn
Palästinenser
zu sein
bedeutet,
Menschen
zu verlieren,
die
man
liebt.
Wer
immer
deinen
Tod
verschuldet
hat,
er hat
genau
das
Gegenteil
von
dem
erreicht,
was
er bezweckt
hat.
Durch
deinen
Tod
Vik,
sind
wir
alle
Palästinenser
geworden.
Wir
sind
entschlossener
denn
je.
Wir
werden
weitermachen
und
weiterkämpfen,
in dem
Geist
deiner
Menschlichkeit
und
mit
der
Stärke
und
Unbeugsamkeit
der
Palästineser.
Nicht
nur
weil
du es
so gewollt
hättest,
sondern
weil
wir
gar
nicht
mehr
anders
können.
Nicht
die
Menschen
da draußen,
die
du inspiriert
und
aufgerüttelt
hast,
und
nicht
wir
hier,
die
wir
vereint
sind
im selben
Traum,
im selben
Ziel
für
das
wir
kämpfen:
ein
freies
Gaza,
ein
freies
Palästina.
Ich
erinnere
mich
an einen
Morgen
im Herbst.
Der
Tag
davor
war
ein
schwarzer
Tag
für
Gaza
gewesen,
und
so waren
wir
alle
die
ganze
Nacht
zusamen
im ISM
Büro
gesessen
und
haben
geschrieben.
Vik
und
ich
gingen
in der
Morgendämmerung.
Als
wir
gerade
ein
paar
Schritte
gelaufen
waren,
fing
es an
zu regnen.
Der
erste
Regen
des
Jahres.
Wir
standen
mitten
auf
der
Straße
und
haben
den
Regen
auf
uns
hinabprasseln
fühlen
und
gelacht,
und
auf
einmal
war
es,
als
ob die
ganze
Trauer
der
letzten
Stunden
weggespült
würde.
Als
ob es
ein
neuer
Anfang
wäre,
bei
dem
die
Welt
auf
einmal
rein
und
unschuldig
und
voller
Hoffnung
wäre.
Ich
werde
nicht
trauern,
weil
ich
weiß,
dass
dort,
wo du
hingegangen
bist,
ein
solcher
Morgen
auf
dich
gewartet
hat.
Ich
werde
nicht
trauern
aus
Dankbarkeit,
dich
gekannt
haben
zu dürfen.
Weil
du gezeigt
hast,
dass
durch
Menschen
wie
dich
auch
für
unser
aller
Menschlichkeit
ein
solcher
Morgen
auf
uns
warten
könnte."
Foto
-
Vittorio
Arrigoni
das
Bild
auf
der
Trennmauer
in Gaza
17.4.2011 -
"Vittorio war nie
so lebendig wie
jetzt
- Von: Egidia Beretta
Arrigoni / Vittorio
Arrigonis Mutter
– Il Manifesto
17.04.2011
- Muss man sterben,
um ein Held zu werden,
um auf die Titelseite
der Zeitung zu kommen,
dass die Zuschauer
den Fernseher sogar
mit nach draussen
nehmen, oder muss
man sterben, um
menschlich zu bleiben?
Ich erinnere mich
an den Vittorio
an Weihnachten 2005,
als er im Ben Gurion
Flughafengefängnis
eingesperrt wurde,
an die Narben der
Handschellen, die
ihm den Puls abgeschnürt
haben, die Kontakte
zum Konsulat, die
verwehrt wurden
und die Verhandlung,
die eine Farce war.
Und ich denke auch
an das Ostern im
selben Jahr, als
Vittorio an der
jordanischen Grenze,
direkt hinter der
Allenby-Brücke von
der israelischen
Polizei gestoppt
wurde, um ihn an
der Einreise nach
Israel zu hindern.
In einem Bus wurde
er von sieben Polizisten,
darunter eine Frau,
„kunstfertig“ zusammengeschlagen,
also ohne sichtbare
äussere Anzeichen.
Wahre Experten die
sie sind, haben
sie ihn mit dem
Gesicht nach unten
auf den Boden geworfen,
und ihm, als letzte
Gemeinheit, noch
die Haare mit ihren
schweren Stiefeln
ausgerissen.
Vittorio war persona-non-grata
in Israel. Zu subversiv
hatte er ein Jahr
zuvor mit seinem
Freund Gabriele
und den Frauen und
Männern aus dem
Dorf Budrus an der
Klagemauer demonstriert,
hat ihnen unser
schönstes Partisanenlied
„Bella ciao, ciao…“
beigebracht und
es mit ihnen dort
gesungen.
Damals habe ich
nicht ferngesehen,
nicht einmal im
Herbst 2008, als
ein israelisches
Kommando das Fischerboot
in palästinensischen
Gewässern in der
Nähe von Rafah überfallen
hat und Vittorio
in Ramle ins Gefängnis
gesperrt und anschliessend
in Gefängniskleidung
und Pantoffeln nach
Hause geschickt
wurde.
Nun kann ich nicht
umhin, mich bei
der Presse und dem
Fernsehen bedanken,
dass wir mit Umsicht
angesprochen wurden,
dass unser Haus
respektvoll und
ohne Ausschreitungen
„belagert“ wurde
und ich die Gelegenheit
hatte, über Vittorio
und seine Ideale
zu sprechen.
Dieser verlorene
Sohn, der vielleicht
nie so lebendig
war wie jetzt, sowie
auch der Samen in
der Erde gedeiht
und wieder stirbt,
wird viele Früchte
tragen. Das sehe
und höre ich in
den Worten der Freunde,
vor allem den jungen
Menschen, manche
ganz nah, andere
aber auch ganz fern,
die durch Vittorio
erfahren und verstanden
haben, wie man dem
„Utopia“ Leben einhauchen
kann, indem man
diesen Hunger nach
Gerechtigkeit, Frieden,
Brüderlichkeit und
Solidarität lebt.
Und, wie Vittorio
sagte, „Palästina
kann auch direkt
vor unserer Hautür
sein“.
Wir waren weit weg
von Vittorio, aber
doch so nah wie
nie zuvor.
Jetzt, mit seiner
lebendigen Präsenz,
die von Stunde zu
Stunde wächst, ist
er wie ein Wind
aus Gaza und seinem
geliebten Mittelmeer,
der uns seine Hoffnungen
und Liebe zu den
Menschen ohne Stimme,
zu den Schwachen
und den Unterdrückten
herüberweht und
uns Zeugnis ablegt.
Die
Palästinensische
Gemeinde
Deutschland
trauert
um den
Internationalist
und
Menschenrechtsaktivist
Vittorio
Arrigoni
Mit
Trauer
und
Bestürzung
erreichte
uns
die
Nachricht
von
der
Ermordung
des
italienischen
Journalisten
und
Menschenrechtsaktivisten
Vittorio
Arrigoni.
Diese
heimtückische
Tat
hat
uns
alle
zutiefst
getroffen,
besonders
all
seine
Freundinnen
und
Freunde
in dem
international
Solidarity
movement
– ISM
10 Jahre
seines
jungen
Lebens
hat
er für
den
Kampf
um ein
freies
Palästina
geopfert.
Im letzten
israelischen
Krieg
„Gegossenes
Blei“
auf
Gaza,
von
Ende
2008
bis
anfangs
2009,
wo die
israelische
Kriegsmaschinerie
alles
bombardierte,
ohne
Rücksicht
auf
Zivilisten,
in diesen
Krieg
begleitete
er die
Ambulanzen,
und
hat
damit
versucht
Menschenleben
zu retten.
Unter
Einsatz
seines
Lebens
berichtet
er als
Augenzeuge
pausenlos
über
diese
Ereignisse,
und
schickte
diese
Informationen
nach
Italien
und
Europa.
Lieber
Vittorio,
wir
werden
dich
nie
vergessen,
denn
du hast
als
eine
Ehrung
den
palästinensischen
Pass
erhalten,
damit
wurdest
du einer
von
uns.
Wir
sind
stolz,
solche
aufopferungsvolle
Menschen
unter
uns
zu haben,
sie
geben
uns
Hoffnung,
Mut
und
Freude.
Wir
sind
sicher,
dass
die
internationale
Solidarität
sich
nicht
entmutigen
lässt,
und
diese
weiterhin
Seite
an Seite
mit
dem
palästinensischen
Volkes
für
dessen
Selbstbestimmung
kämpfen
wird.
Lieber
Vittorio,
in diesen
schweren
Stunden
entschuldigen
wir
uns
für
die
grausame
Tat
von
Menschen,
die
nichts
mit
den
Zielen
des
palästinensischen
Volkes
gemeinsam
haben.
Wir
sind
im Gedanken
eng
mit
deiner
Familien
verbunden,
wohlwissend
wie
schwer
dieser
große
Verlust
zu ertragen
ist.
Möge
dein
Tot
nicht
nutzlos
gewesen
sein.
Es lebe
Vittorio.
Es lebe
die
internationale
Solidarität.
Mensch
bleiben
– restiamo
umani
---
im Gedenken
an Vittorio,
Juliano
und
Rachel
Im April
2011 Ellen
Rohlfs
Ich
bin
fassungslos
– noch
immer
Es bedrückt
mich
- es
lähmt
mich
Meine
Gedanken
kreisen
nur
um das
eine:
Wie
ist
es möglich,
dass
Menschen
Menschen
dies
antun,
und
zwar
solchen,
die
sich
in einer
Weise
menschlich
zeigen
wie
wenig
andere,
die
die
Not
der
andern
sehen
und
sie
auf
sich
nehmen
und
mit
ihnen
leiden
und
kämpfen
Für
gefährdete
Fischer
auf
dem
Meer
menschliches
Schutzschild
sind
im Bombenhagel
Verletzten
helfen
,
Zerfetzte
Tote
bergen
–
den
verzweifelten
Schrei
der
Getroffenen
aufnehmen
und
in die
mit
sich
selbst
so sehr
beschäftigte
Welt
hinausposaunen -
wenn
sie
doch
hören
würde
! -
ja
sich
ins
Gefängnis
werfen
lassen
weil
sie
sich
menschlich
verhielten
und
trotz
allem
zurückkehren
und
weitermachen
und
weiter
menschlich
bleiben
und
helfen,
trösten,
Freude
bereiten,
traumatisierte
Kinder
ablenken
und
zum
Lachen
bringen,,
Mut
machen
und
Hoffnung
verbreiten
Einfach
solidarisch
sind
Und
den
Gedanken
der
Freiheit
wach
halten.
Das
war
Vittorio
Arragoni
, aber
auch
Juliano
und
Rachel
sie
waren
den
Mächtigen
in Israel
jedoch
mit
ihrer
Menschlichkeit
ein
Dorn
im Auge
----
sie
müssen
verschwinden
!!
Aber
wie??
Doch
wer
Kinder
gefangen
nimmt
und
foltert
Und
zu Kollaborateuren
macht,
wer
Mütter
und
Kinder
gezielt
tötet
Wer
Phosphorbomben
auf
Wohngebiete
wirft
Wer
mit
gefälschten
Ausweisen
im Ausland
Attentate
verübt
An den
Checkpoint
die
Wartenden
quält
und Mütter
am Wegrand
gebären
lässt,
Wer
Millionen
Menschen
hungern
lässt
und
Ihnen
nur
schwer
kontaminiertes
Wasser
überlässt
Brunnen
und
Tausenden
die
Häuser
und
Hütten
zerstört
Beduinen
– Menschen
! -
wie
Tiere
behandelt
---
Der
findet
Mittel
und
Wege
-
und
entsprechende
Täter
Die
für
Geld
und
Versprechen Unerwünschte
eben
weil
sie
so vorbildlich
menschlich
sind
–
Wie
Verbrecher
behandeln
und
beseitigen.
Und
die
Verantwortlichen
der
Kirchen
und
Welt
sehen
weg
und
schweigen
??????????
Ich
kann
es nicht
begreifen
und
bin
noch
immer
fassungslos
…
und
frage
mich
– wie
so oft
– wer
sind
die
wirklichen
Verbrecher,
wer
sind
die
wahren
Terroristen
??
Sind
wir
nicht
alle
verantwortlich
????
Liebe Freundinnen und Freunde, Wir finden keine passenden Worte, um unsere Trauer und Wut über die Ermordung von Vittorio Arrigoni zum Ausdruck zu bringen. Vittorio opferte sein Leben für ein besseres Leben der Palästinenser. Gaza hat ihn geliebt, wie er Gaza geliebt hat. Gaza war seine Heimat.
Wir verurteilen die Hand der Feigheit, die Vittorio entführt hat. Wir verurteilen die Hand des Verbrechens, die das Leben eines so wunderbaren Menschen ein Ende gesetzt hat. Wir hoffen, dass das hässliche Gesicht dieser Verbrecher und Feinde des palästinensischen Volkes sehr sehr bald offenbart wird. Und wir fordern die palästinensischen Behörden vor Ort auf, seine Mörder so schnell wie nur möglich zu finden und mit aller Härte zu bestrafen.
Palästina, du hast Rachel Corrie verloren. Und erst vor 10 Tagen hast du Juliano Mer Khamis verloren. Und jetzt Vittorio Arrigoni.
Palästina trauert wegen des Verlusts ihre Kinder. Wir auch. Arbeitskreis Palästina NRW e.V.
Remembering Vik
- Jeff Halper - Less than two
weeks after
losing another
friend and
comrade, Juliano
Mer-Khamis, I
now have to
mourn and
remember my
fellow Free Gaza
shipmate
Vittorio (Vik)
Arrigoni, who
was brutally
murdered last
night by
religious
extremists in
Gaza (and who
actually
resembled
Juliano,
physically, in
his buoyant
personality and
in his
insistence on
“being there”
when the
oppressed needed
him).
Vik was truly a
person greater
than life. He
was so filled
with energy, a
mixture of joy,
camaraderie and
impatience with
the confines of
boats and
prisons like
Gaza, that he
would suddenly
lift you into
the air, or
wrestle with you
– he was a big,
strong, handsome
guy, ebullient
and smiling even
in the most
oppressive and
dangerous
situations – as
if to tell you:
Yalla! These
Israel naval
ships shooting
at us and the
Palestinian
fisherman cannot
prevail over our
solidarity,
outrage and the
justice of our
cause! (Vik was
wounded in one
of those
confrontations).
He would come up
behind you and
say: The
Occupation will
fall just like
this! (and he
would wrestle
you to the
ground, laughing
and playing with
you as he did).
Vik, who like me
received
Palestinian
citizenship and
a passport when
we broke the
siege of Gaza
and sailed into
Gaza port in
August, 2008,
was a
peace-maker
exemplar. Though
having a family
in Italy, he
cast his lot
with the
Palestinians (with
his whole heart,
as was his wont.
On his facebook
page is written:
“lives in
Gaza”). He was
especially known
for accompanying
the fishermen as
they tried to
ply their trade
despite almost
daily shootings
at them from the
Israeli navy,
who confined
them to the
fished-out,
sewage-filled
waters near the
Gaza coast. At
least eighteen
fishermen have
been killed in
the past decade,
about 200
injured, many
boats wrecked
and much
equipment ruined.
But he was
intimately
involved
wherever he was
needed in Gaza,
among the
farmers as well
as traumatized
children, in
times of
distress – his
book, Gaza: Stay
Human, documents
his experiences
among the people
during Israel’s
three-week
attack in
2008-09 – and
simply being
with the people
in their coffee
shops and homes.
When it was
learned he was
kidnapped,
hundreds of
appeals rose
spontaneously
not only from
the
international
peace community
but especially
from a
distraught
Palestinian
population in
Gaza. A memorial
service will be
held today in
Gaza City and
other parts of
the Occupied
Territories.
Vik worked in
the West Bank as
well as Gaza,
and was jailed
three times
before being
expelled by
Israel. But his
peace work did
not take the
form of activism
alone. Vik was a
master of
communication –
physical,
verbal, written
(his blog,
Guerrilla Radio,
was one of the
most popular in
Italy) – and he
mixed personal
experiences,
reportage and
analysis
effortlessly.
Vik was what we
call a “witness”:
someone who put
himself
physically with
the oppressed
and shared with
them their
triumphs,
tragedies,
sufferings and
hopes. Yet he
was one who
through his
actions tried to
affect genuine
change. His last
message on my
facebook page
was: “No-fly
zone over
Palestine.” He,
like Juliano,
Rachel, Tom and
so many other
internationals
who have
sacrificed
themselves for
peace and
justice in
Palestine and
the world over,
leave a huge
hole in our
hearts, our
lives and in the
struggle.
I’ll miss you,
man. But every
time I feel
tired or
discouraged, I’ll
feel you lifting
me up over your
head and, with
your huge smile
and laughter,
threatening to
throw me
overboard if I
even hesitate in
throwing myself
into the fight.
You were and are
the earth-force
of the struggle
against
injustice. You
will always hold
us up and
inspire us. Like
the Palestinian
fishermen you
loved so much,
we and all
others fighting
for the
fundamentals of
life throughout
the world commit
ourselves to
seeing your
vision through.
Ciao, friend.
Grafik -
Vittorio
Arrigoni and
Handela by
Carlos Latuff
The murder of
human rights
activist,
Vittorio
Arrigoni, is a
tragedy for his
family, for
those of us who
knew him, and
for the
Palestinians who
loved and
admired him. The
Steering
Committee of
Freedom Flotilla
2 condemns this
senseless murder
and the people
who are behind
it. They took
the life of one
of the most
passionate
supporters of
justice for
Palestine. This
murder is
damaging to the
Palestinian
struggle for
freedom and
justice as well
as our work in
support of that
struggle.
In his honor, we
are naming our
next voyage,
FREEDOM FLOTILLA
– STAY HUMAN.
Nothing that we
write can
capture the man
who was so full
of the joy of
life, a man with
the pipe in his
mouth and the
captain’s hat
always tilted at
an angle on his
head. The man
with the big
smile and gentle
nature, someone
who used his
physical
strength to hold
small children
in his arms,
sometimes
several at a
time. His
laughter and his
last comments
every time we
saw him will
ring in all of
our ears as we
board the boats
to return to
Gaza at the end
of May.
“Stay Human,” he
would say, then
grin and clench
his pipe in his
teeth.
Vittorio had
sailed with us
from Greece on
the first small
fishing boat to
enter Gaza in
the summer of
2008, one of 44
activists
sailing to
protest the
illegal blockade
imposed by
Israel against
the 1.5 million
Palestinians
living in Gaza.
We will do our
best, Vik, to
carry on the
work you have
done. The
flotilla will
return to Gaza
in your honor.
Contact: Huwaida
Arraf,
Ramallah +972-598-336-215
-
Espen Goffeng,
Norway
+47 90 13 14 94
-
Ramy Ramy,
London
+447728021097
Presseerklärung
des
Zambonverlages
-
„Ein
italienischer
Aktivist einer
pro-palästinensischen
Gruppe ist
wenige Stunden
nach seiner
Entführung tot
aufgefunden
worden.
Wie die Hamas-Regierung
am frühen
Freitagmorgen
mitteilte, wurde
der 36-Jährige
bereits kurz
nach seiner
Entführung am
Donnerstagmittag
getötet. Er sei
„auf furchtbare
Weise“
umgebracht
worden, sagte
ein Sprecher des
Innenministeriums.
Die Kidnapper
hätten die
Ermordung des
Aktivisten von
Anfang an
geplant, ein
Gefangenenaustausch
sei nie
angedacht
gewesen.“
http://www.welt.de/politik/ausland/article13178991/Islamisten-toeten-italienischen-Aktivisten-in-Gaza.html
Wir sind
erschüttert,
traurig und
wütend. Bei dem
36-Jährigen
handelt es sich
um unseren Autor
des Buches
„Gaza-Mensch
bleiben“,
Vittorio
Arrigoni, der
sich für die
propalästinensische
Internationale
Solidaritätsbewegung
(ISM) engagierte.
Ein Sprecher der
Hamas-Regierung
im Gazastreifen
verurteilte die
"abscheuliche"
Tat. Die
restlichen
Mitglieder der
Gruppe würden
aufgespürt und
zur
Verantwortung
gezogen, sagte
er im Fernsehen.
Die
palästinensische
Autonomiebehörde
im
Westjordanland
hatte bereits
zuvor die
Entführung
verurteilt. "Diese
Tat hilft der
Sache des
palästinensischen
Volkes nicht -
im Gegenteil,
sie schadet ihr",
hieß es in einer
Erklärung aus
Ramallah.
Mehr dazu (pdf)
>>>
Menschenrechtsaktivist Vittorio Arrigoni Kidnapped in Gaza - INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT - FREE GAZA MOVEMENT - Presseerklärung
[14. April 2001] Heute wurde unser Freund und Kollege, Vittorio Arrigoni, ein Journalist und Menschenrechtsverteidiger, der im Gaza Streifen arbeitet, von Salafisten, einer sehr kleinen extremistischen Gruppe in Gaza, entführt.
Vittorio ist seit fast 10 Jahren in und für Palästina aktiv. Die letzten 2 ½ Jahre war er mit ISM, International Solidarity Movement, um Menschenrechtsverletzungen durch Israel zu dokumentieren und Informationen über die Situation in Gaza in seinem Herkunftsland Italien zu verbreiten. In 2008 war er war an Bord des Schiffes des Gaza Freedom Movement, das die Blokade von Gaza durchbrochen hat. Er war während des gesamten letzten Gazakrieges, der sogenannten „Operation gegossenes Blei“ im Gazastreifen, begleitete Ambulanzen und berichtete als Augenzeuge an internationale Medien. Aus seinen Berichten entstand das Buch Mensch Bleiben – Restiamo Umani. Aufgrund seiner Teilnahme am gewaltfreien palästinensischen Widerstand in der West Bank und im Gazastreifen wurde er mehrfach verhaftet. Zuletzt wurde er verhaftet und anschließend aus Israel abgeschoben, als ein palästinensisches Fischerboot, das er begleitete, von der israelischen Armee im Hoheitsgewässer von Gaza geentert und konfisziert wurde.
Vittorio schreibt für die italienische Zeitung IL Manifesto und den Peacereporter zu Palästina-Themen. Darüber hinaus hat er seinen eigenen Blog (http://guerrillaradio.iobloggo.com) und eine Facebook Seite(http://www.facebook.com/pages/Vittoriatio-Arrigoni/)
Khalil Shaheen, ein Freund von Vittorio und Vorsitzender der Abteilung für ökonomische und soziale Rechte des Palestinian Centers for Human Rights sagt zum Kidnapping von Vittorio: „Das ist völlig gegen unsere Traditionen. Wir verlangen die sofortige Freilassung unseres guten Freundes. Vittorio Arrigoni ist ein Held in Palästina. Er war immer da, um die armen Leute, die Opfer zu unterstützen. Ich fordere die lokalen Autoritäten hier in Gaza und alle Sicherheitskräfte auf, ihr Möglichstes zu tun, um seine Sicherheit und seine sofortige Freilassung zu garantieren."
Vittorio hat für seine Arbeit für die palästinensische Sache die palästinensische Staatsbürgerschaft ehrenhalber erhalten. Mitglieder der palästinensischen Zivilgesellschaft verlangen seine sofortige Freilassung. Morgen (15. April 2011) um 16 Uhr ist eine Massenkundgebung für seine Freilassung auf dem Jundi Square in Gaza Stadt angekündigt. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Der Mord an Vittario Arrigoni in Gaza ist ein Verbrechen! - Die Ermordung des italienischen Aktivisten Vittorio Arrigoni durch die salafistische Gruppe „The Brigade of the Gallant Companion of the Prophet Mohammed bin Muslima“ in Gaza ist ein Verbrechen, das wir aufs allerschärfste verurteilen“, so Niema Movassat und Inge Höger, beide Abgeordnete der Linksfraktion im Bundestag. Die Gruppe hatte Vittorio am Donnerstag entführt, um damit salafistische Gefangene freizupressen, die von Hamas festgenommen worden waren. Am Freitag war seine Leiche gefunden worden. Movassat und Höger weiter:
„Vittorio war ein Aktivist, der seit Jahren in Gaza lebte und in vorderster Reihe für die Rechte der PalästinenserInnen kämpft, oft unter Lebensgefahr. 2008 wurde er durch die israelische Armee verletzt und entführt, als er palästinensische Fischer vor der Küste Gazas begleitete. Als Aktivist von ISM, dem International Solidarity Movement, blieb er sogar während Israels Militäroffensive „Cast Lead“ die ganze Zeit über in Gaza und begleitete palästinensische Krankenwagen im Bombenhagel. Es ist tragisch, dass die gewaltsame israelische Besatzung und die Blockade Gazas sowie die politische Spaltung der PalästinenserInnen dazu führen, dass Gruppen gestärkt werden, die mit brutaler Gewalt gegen die palästinische Gesellschaft und die Solidaritätsbewegung vorgehen. Diese Gruppen haben keinerlei Rückhalt in der palästinensischen Gesellschaft und verschlimmern die ohnehin schon unerträgliche Situation in Gaza weiter. Sie missbrauchen die palästinensische Sache um ihre eigenen reaktionären Ziele voranzutreiben und am Ende profitiert einzig die Besatzungsmacht von solchen Verbrechen. Vittorios Ermordung ist ein großer Verlust, als Mensch und als Aktivist. Wir werden, wie so viele Menschen in Gaza und weltweit, ihn schmerzlich vermissen.“
"Vittorio Arrigoni, 36, freiwilliger Mitarbeiter der ISM in Gaza, ist heute
vormittag in Gaza
city entführt worden.
Später wurde ein
Video veröffentlicht,
in dem er mit verbundenen
Augen und zusammengeschlagenem
Gesicht gezeigt
wurde.
Salafi Jehadis übernahmen
die Verantwortung
für die Entführung
und Verschleppung
und fordern von
der Hamas Rechierung
die Freilassung
von Abu Al Waleed
Al Maqdisi innerhalb
von 30 Stunden,
beginnend ab heute
morgen 14.4.2011,
11 Uhr. Falls die
Forderung nicht
erfüllt wird, würden
sie Vittorio töten.
Alle Journalisten
hier in Gaza, seine
Freunde hier und
seine Freunde überall
auf der Welt bitten
Hamas, sofort einzugreifen,
und Vittorio sofort
freizulassen, er
arbeitet schon sehr
lange und unermüdlich
daran Gaza zu helfen.
Lasst uns alle für
seine sichere Freilassung
beten." Übersetzung
des englischen Originaltextes
von Occupied Palestine
UPDATE
Nach Angaben des
PalToday Magazine,
hat das italienische
Aussenministerium
bekanntgegeben,
dass die Verbindung
zu einem italienischen
Mitbürger in Gaza
verloren hat, ohne
den Namen zu nennen
um zu bestätigen,
dass es sich um
Vittorio handelt,
aber es wird klar
aus dem Youtube
Video von heute,
dass er es ist.
Die Ansar Al Sunah
„Salafi“ Gruppierung
in Gaza, hat sich
zu Vittorio’s Entführung
bekannt und gab
an, dass bald eine
Presseerklärung
herausgegeben werden
soll." (http://occupiedpalestine.wordpress.com/2011/04/14/vittorio-arrigoni-ism-worker-kidnapped-in-gaza/)