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2003 Corrie Rachel

 





Exekution eines verwundeten Palästinensers.
Elor Azaria, der Mörder von Abd al-Fatah al-Sharif

24.03.2016

 

TRANSLATE

 

 

Der israelische Soldat, Sanitäter und Mörder 'hat eine Menge durchgemacht' – deshalb wurde die ohnehin kurze Haftstrafe um vier Monate gekürzt - Jonathan Ofir - 28.09.2017 - Elor Azaria hätte "eine Menge durchgemacht", sagte ein Sprecher des israelischen Militärs und gab die Entscheidung von Generalstabschef Gabi Eisenkot bekannt die ohnehin milde 18- monatige Strafe des Soldaten und Sanitäters, der einen verletzten, bewegungslosen mutmaßlichen palästinensischen Attentäter aus kürzester Entfernung mit einem Kopfschuss auf den Strassen von Hebron getötet hat, um vier Monate abzukürzen.

Die jüdische Opferrolle hat kein Ende. Er ist schließlich "jedermanns Kind", um das Wort von Benjamin Netanyahu zu wiederholen.

Azaria hat erst letzten Monat begonnen seine Strafe abzusitzen, und letzte Woche wurde er für Rosh Hashanah (das jüdische Neujahrsfest) beurlaubt – ein ungewöhnlicher Schritt so früh bei einer Haftstrafe. Israel National News bemerkte, dass "Soldaten für gewöhnlich ein Hafturlaub erst nach Verbüßung eines Drittels der Strafe gewährt wird".

Azarias Anwalt Yoram Sheftel war voller Hoffnung: "Lasst uns hoffen, das das eine Schwalbe ist, die die Ankunft des Frühling und eine signifikante Erleichtung der Armeestrafe ankündigt", sagte er.

Aber die jüdischen Festtage sind noch nicht vorbei. Morgen ist Yom Kippur, der Tag der Buße und Vergebung, und der Generalstabschef hatte vielleicht das Gefühl, er müßte für seine Sünden um Vergebung bitten, da er erst sagte, Azaria hätte "geirrt", und dann, dass Azaria "nicht jedermanns Kind" sei.

Was für ein Verräter! Ich meine, Politiker von rechts und links (einschließlich Shelly Yachimovitch von der Arbeitspartei) standen gleich nach der Urteilsverkündung Schlange für gänzliche Begnadigung für Azaria (noch bevor das Strafmaß festgelegt war).

So gab Einsenkot Azaria ein spätes Neujahrsgeschenk, vielleicht eine frühzeitige Vergebung zu Yom Kippur. Eisenkot sagte sogar, die Tatsache, dass Azaria kein Bedauern über den Mord an Abdel Fattah al-Sharif, dem Attentäter, geäußert hat, habe seine Entscheidung beeinflusst. Das heißt – er hätte ihm noch mehr angeboten, wenn er Bedauern geäußert hätte.

Aber wie verwöhnte Kinder ein Geschenk bekommen müssen, egal wie schlimm sie sind, musste Azaria einfach schon jetzt dieses Geschenk bekommen – aber er ist schon bestraft, weil er ein kleineres Geschenk bekommen hat als er bekommen hätte, wenn er "Bedauern ausgedrückt" hätte.

Das ist nur der Anfang. Amira Hass urteilt in Ha'aretz:  Angenommen, dass Azaria ein Drittel seiner Strafe für gutes Verhalten erlassen wird, könnte er frühestens am 30. März 2018 freigelassen werden. Wenn nicht muss er sie noch bis September nächsten Jahres absitzen."

Das heißt, im schlimmsten Fall kommt Azaria im nächsten Jahr am Ende von Sukkot, dem Laubhüttenfest, frei, das auf Yom Kippur folgt. Aber es besteht die Chance, dass er tatsächlich vor dem nächsten Pessachfest aus dem Gefängnis kommt, wie "eine Schwalbe, die die Ankunft des Frühlings ankündigt", wie sich Rechtsanwalt Sheftel ausdrückte.

Ich vermute, dass sie in die Pessach Hagadah, die traditionell zu Pessach zum Gedenken an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten gelesen wird, etwas einfügen werden und man die Befreiung Azarias aus dem Gefängnis feiern wird. Weil wir alle "eine Menge durchgemacht" haben und Azaria "für uns alle bezahlt" (Anm.: Ein Supermarkt hatte kostenlos Tüten mit der Aufschrift: "Azara zahlt für uns alle" ausgegeben. Ü.).          Quelle         Übersetzung: K. Nebauer
 

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23. 2. 2017

 

Five children who got longer sentences for throwing stones than Israeli soldier who shot incapacitated Palestinian dead - 'If [a Palestinian] kills an animal... he would have gotten more time,' family of deceased man says - Bethan McKernan

An 18-month jail sentence handed down to an Israel Defence Force (IDF) recruit for the killing of a wounded Palestinian has prompted for widespread criticism for its apparent leniency in light of the severity of his crime. Then 19-year-old medic Elor Azaria was found guilty of manslaughter for fatally shooting 21-year-old Palestinian knife attacker Abdel Fattah al-Sharif in the head after the assailant had already been disarmed and injured in an incident in Hebron last year. (...)


Just a handful of people imprisoned under the new stone-throwing legislation who were handed down longer sentences than Azaria, include five boys from east Jerusalem who were sentenced in March last year for throwing stones at cars:

Saleh Ashraf Ishtayya, 16: three years and three months in prison
Muhammad Ahmad Jaber, 14: three years in prison
Murad Raed Alqam, 14: three years in prison
Muhammad Na’el Tayeh, 17: two years and four months in prison
Zaid Ayed al-Taweel, 16: two years and four months in prison

In addition to the above five, in the same trial, 14-year-old Omar Rani Yaseen received a one-year sentence, and Yazan Hani Ayoub, whose age was not given, was given one year and two months in prison. >>>

 

Israeli pop legend sings for “hero” who executed injured Palestinian - Ali Abunimah

Amnesty International added its voice to the outrage over the slap on the wrist given to an Israeli army medic who executed a seriously injured Palestinian last March. On Tuesday, Elor Azarya was sentenced to 18 months in prison for firing a fatal shot to the head of 21-year-old Abd al-Fattah Yusri al-Sharif who lay incapacitated on a Hebron street, in what Israeli judges found beyond any doubt was an act purely motivated by revenge.

Israel claims that al-Sharif, whose slaying was caught on video, and Ramzi Aziz al-Qasrawi, another youth who was also shot dead in the same incident, had earlier stabbed a soldier at a military checkpoint in the occupied West Bank city. Amnesty said Azarya’s sentence showed that Israelis who commit violations are “protected by the system” >>>

 

 

21. 2. 2017

A prison sentence that tells the true story of the occupation - Noam Sheizaf - An 18-month prison sentence for Elor Azaria, who shot and killed a wounded Palestinian attacker last year, is a reminder that the occupation has no place for law and justice. There was something about the Elor Azaria trial that felt scripted. I only spent three days in court last year, watching Azaria testify, but while there I spoke with many other journalists who had been there for the entire trial. Oddly, despite the in-depth interrogation of every detail, everyone with whom I spoke felt the same way — that the trial’s outcome felt predetermined. In an article I wrote for Haaretz at the time, I noted: >>>

Israelischer Soldat Azaria zu (nur) 18 Monaten Gefängnis verurteilt  - Der israelische Soldat Elor Azaria muss wegen Totschlags eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Azaria hatte im Dienst einen am Boden liegenden palästinensischen Angreifer erschossen. Der Fall hatte auch international für Aufsehen gesorgt, weil Videoaufnahmen zeigen, dass der Palästinenser offensichtlich bewusstlos ist. Ein israelisches Militärgericht hat das Strafmaß für Elor Azaria verkündet: Der 21-jährige Soldat muss für 18 Monate ins Gefängnis. Die Anklage hatte die Höchststrafe von 20 Jahren gefordert >>>


Er erschoss einen verletzt am Boden liegenden palästinensischen Angreifer. Dafür ist ein israelischer Soldat nun zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 21-Jährige zeigte sich erleichtert über das Strafmaß >>>

 

5. 1. 2017 -

Der Genozid an den Palästinensern wird zum Mainstream - (The Mainstreaming of Palestinian Genocide) - Yoav Litvin - Der Soldat und Sanitäter der Israelischen Armee Elor Azaria, der (vom palästinensischen B'Tselem Volontär Imad Abu Shamsiya ) im vergangenen März gefilmt wurde, als er einen bewegungsunfähigen Palästinenser, Fattah al-Sharif, (tötete), wurde des kaltblütigen Totschlags für schuldig befunden. Er ist jetzt der moderne israelische Held, "unser aller Kind", wie ihn viele Israelis nennen.

Kurz nach der Urteilsverkündung zeigte eine Umfrage, dass enorme 70% der israelischen Öffentlichkeit eine Begnadigung von Azaria befürworten. Überdies haben sich wichtige Mitglieder der israelischen Regierung dem Ruf nach Begnadigung von Azaria angeschlossen, was nur als Ausdruck eines zynischen politischen Opportunismus interpretiert werden kann. Zu denen, die nach einer Begnadigung rufen, gehört Bildungsminister Naftali Bennet und Kultur- und Sportministerin Miri Regev und natürlich der israelische Premierminister Benjamin "Bibi" Netanyahu, gegen den gerade wegen zahlreicher Korruptionsfälle ermittelt wird. Sogar Shelly Jacimovich von der Opposition, soweit man dieses Wort überhaupt benutzen kann, wenn man sich auf die israelische Knesset bezieht, hat ihre (Solidarität und) Unterstützung für Azarias Begnadigung übermittelt.

"Heute wurde ein Soldat, der einen Terroristen getötet hat, der es verdient hat zu sterben, der versucht hat einen (anderen) Soldaten zu töten, gefesselt und als Verbrecher verurteilt", erklärte Bennett.

Naftali "Schrapnell am Abzug" Bennett, der Erziehungsminister von der rechtsextremen Partei HaBeit HaJehudi (Das jüdische Haus), der in der Vergangenheit mit seiner Prahlerei mit dem Töten von Arabern zitiert wurde, und wie er "kein Problem damit" hat. Bennett ist es egal, dass jedes Argument für Selbstverteidigung, das die Anwälte Azarias vorbrachten, von den Richtern voll und ganz entlarvt worden ist. Es ist ihm egal, dass die Tat gefilmt worden ist und der ermordete Palästinenser eindeutig bewegungsunfähig und neutralisiert war. Wenn Azaria geglaubt hätte, der Palästinenser habe einen Sprengstoffgürtel – einer der Verteidigungsargumente – , hatten seine Handlungen noch weniger Sinn und gefährdeten seine umstehenden Kameraden sogar noch mehr. All das ist für israelische Politiker wie Bennett zu kompliziert. Wer hat schon Zeit für Details, wenn es um politische Standpunkte geht. Bennett und andere wie er reiten inzwischen sehr geschickt auf den Wellen der Hetze, um ihre persönliche Agenda voranzubringen, es ist ihnen zur zweiten Natur geworden. >>>

 

 

Israelische Politiker verlangen die Begnadigung eines wegen fahrlässiger Tötung verurteilten! - Dr. Ludwig Watzal

Der IDF-Soldat Elor Azaria wurde von einem Militärgericht in Tel Aviv wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Richterin Maya Heller kritisierte die Verteidigung scharf wegen ihrer unglaubwürdigen Verteidigung, weil „Terroristen den Tod verdienen“. Die Richterin wies die Aussage Azarias als „unglaubwürdig“ zurück. Der Soldat hatte einen schwer verwundeten Palästinenser in Hebron kaltblütig hingerichtet. Nach Protesten der rechtsextremen israelischen Regierung wurde die Anklage von Mord auf Totschlag herabgestuft. Das Strafmaß für Todschlag kann bis zu 20 Jahre betragen. Die Urteilsverkündigung erfolgt am 15. Januar. Der Anwalt von Azaria beschuldigte das Gericht der „Voreingenommenheit“ und kündigte Berufung an.

Der Prozess gegen Azaria hat die Doppelmoral der Armee deutlich gemacht. Immer wieder wird versucht, der Welt einzureden, dass die israelische Armee die „moralischste“ der Welt sei. Keine Armee ist moralisch und schon gar nicht die israelische Besatzungsarmee, die tagtäglich Verbrechen gegenüber Palästinenser begeht. Und Azaria verteidigte sich mit dem Argument, dass „Terroristen den Tod verdienen“, dies sei den Soldaten beigebracht worden. Zur so genannten Selbstverteidigung bestand kein Anlass, da das Opfer regungslos und blutend auf der Straße lag.

Außerhalb des Kirya-Komplexes in Tel Aviv demonstrierten Rechtsnationalisten, einige schrien: „Gadi seien Sie vorsichtig, Rabin sucht einen Freund „, Gadi Eisenkot ist Stabschef der israelischen Streitkräfte. Vor der Ermordung Yitzhak Rabins haben Rabbiner in einer gespenstischen Aktion Rabin zum „Tode“ verurteilt, und ein rechtsextremer Mob hatte wochenlang ihn als „Din Rodef oder Din Moser“ verleumdet>>>

 

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Activist who filmed Hebron shooting ‘fears for his life’ - Abu Shamsiyya added that Israeli forces surrounded his house. - Emad Abu Shamsiyya, a Palestinian activist who filmed the point-blank shooting of Abd Al-Fatah Al-Sharif by an Israeli soldier in Hebron last March said he “feared for his life” after the Israeli soldier was found guilty of manslaughter for the killing today.

One message written to Abu Shamsiyya said that his killing was “inevitable”, while the activist also said members of the soldier’s family had broken into his house.

The court notably ruled today that the video shot by Abu Shamsiyya was authentic and admissible, as the panel of three judges meanwhile proceeded to give a wholesale rejection to every argument presented by the defence.

At a protest in Hebron organised by Al-Sharif’s family while the verdict was being announced, Abu Shamsiyya told Ma’an he has continued to receive hundreds of death threats since the video he shot for Israeli rights group B’Tselem went viral and sparked international outrage over the apparent “extrajudicial execution” of Al-Sharif, who was already seriously injured after being shot for allegedly attempting to stab an Israeli soldier.>>>

 



Der Kopfschuss des Soldaten, der Israel spaltet - Gil Yaron - Es war ein Prozess, der Israel monatelang erschütterte und weiter beschäftigen dürfte. Seitdem der Armeesanitäter Elor Asaria vergangenen März in Hebron einen wehrlosen, angeschossenen palästinensischen Terroristen mit einem Kopfschuss getötet hatte, war das Land in zwei Lager gespalten.

Die eine Seite sah in dem 20 Jahre alten Feldwebel einen Helden: „Er sollte eine Medaille bekommen. Jeder Terrorist sollte erschossen werden“, sagte Benzi Gopstein, Gründer der nationalistisch-rassistischen Organisation Lehava, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mischehen zu verhindern.>>>

 

 

#########Nach Urteil wegen Totschlags - Netanyahu fordert Gnade vor Recht - Der Schuldspruch wegen Totschlags für den Soldaten Elor Azaria polarisiert Israel - und das dürfte noch einige Zeit so weitergehen. Denn Premier Netanyahu sprach sich nur wenige Stunden nach dem Urteil für eine Begnadigung Azarias aus.

Israels Premier Benjamin Netanyahu unterstützt eine Begnadigung des wegen Totschlags verurteilten Soldaten Elor Azaria. Auf seiner Facebook-Seite rief Netanyahu zudem die Israelis auf, jetzt die Armee und deren Führung zu unterstützen. Anders äußerte sich Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. Er rief dazu auf, das Urteil des Gerichts zu respektieren. Er räumte aber ein, auch er finde das Urteil "schwierig". >>>

 

Netanyahu fordert Begnadigung für verurteilten Soldaten - Der Attentäter lag bereits am Boden, trotzdem tötete ihn der israelische Soldat Elor Azaria. Dafür ist er nun verurteilt worden. Regierungspolitiker machen sich für seine Begnadigung stark. - Es war einer der umstrittensten Prozesse in der Geschichte Israels: Der israelische Soldat Elor Azaria hatte einen verletzten, am Boden liegenden palästinensischen Attentäter erschossen, an diesem Mittwoch ist er von einem Militärgericht wegen Totschlags schuldig gesprochen worden. Kurz nach dem Urteil regt sich nun heftiger Protest.

Mehrere Regierungsmitglieder wollen sich für eine Begnadigung Asarias einsetzen, darunter der ultrarechte Erziehungsminister Naftali Bennett. Auch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat nun erklärt, er sei für eine Begnadigung. Auf Facebook schrieb er am Abend: "Es ist ein schwieriger und schmerzlicher Tag für uns alle - vor allem für Elor und seine Familie, unsere Soldaten und Zivilisten, mich eingeschlossen." >>>

 

Netanyahu calls for pardon of convicted soldier Azaria>>>
 

Video: Benjamin Netanyahu urges pardon for convicted Israeli soldier>>>
 

Palestinian Foreign Ministry calls Elor Azarya conviction a 'show trial" >>>


 

Ein Prozess, in dem es um das Schicksal Israels ging - Ein Gericht in Tel Aviv hält den Rechtsstaat hoch, den die Regierung Netanjahu untergräbt. Dass der verurteilte Soldat in Israel als Held gefeiert wird, offenbart einen Verfall der Werte.- Kommentar von Peter Münch

Es gibt noch Richter in Tel Aviv - und die lassen sich weder von populistischen Politikern noch von einer aufgeheizten Stimmung im Volk oder vor dem Gerichtssaal beeindrucken. Sie haben nun einen jungen Soldaten wegen Totschlags verurteilt, der im März in Hebron einen verletzt am Boden liegenden palästinensischen Angreifer getötet hatte. In aller Ruhe. Per Kopfschuss. Festgehalten in einem Video. Ein klares Verbrechen also und ein klares Urteil. Abgeschlossen ist dieser Fall damit aber noch nicht. Denn die entscheidenden Fragen bleiben auch nach dem Schuldspruch des Militärgerichts offen.

In diesem Prozess ist es nämlich von Beginn an um weit mehr gegangen als um das Schicksal des zur Tatzeit 19-jährigen Elor Azaria. Es ging ums Ganze, sprich: um das Schicksal Israels. Darum, welche Armee dieses Land haben will, welche Moral und welche Zukunft. >>>


 



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Ein gefeierter Todesschütze - Monika Bolliger - Ein israelischer Soldat ist wegen Totschlags verurteilt worden. Er hatte einen bereits wehrlosen palästinensischen Angreifer erschossen. Der Prozess hat Israel gespalten.

Ein Gerichtsurteil lässt in Israel die Wogen hochgehen. Der israelische Soldat Elor Azaria, der einen bereits ausser Gefecht gesetzten palästinensischen Gewalttäter erschoss, ist am Mittwoch von einem israelischen Militärgericht wegen Totschlags verurteilt worden. Der erschossene Palästinenser, Abdelfatah al-Sharif, hatte zuvor in Hebron im besetzten Westjordanland mit einem Messer auf einen Soldaten eingestochen. Als Azaria das Gewehr hob und den tödlichen Schuss abgab, lag Sharif bereits verletzt auf dem Boden und war nicht mehr handlungsfähig. In Israel gilt Azaria jedoch vielen als Held. Der Gerichtsprozess hat das Land gespalten. >>>


 



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Kommentar: Schuldig! Ein Militärurteil entzweit Israel - Für die einen ist es Verrat, für die anderen ein zu mildes Urteil. Ein israelischer Soldat wird wegen Totschlags an einem Palästinenser verurteilt. Israels Gesellschaft entzweit sich weiter, meint Joseph Croitoru. - In der von zahllosen Terroranschlägen heimgesuchten israelischen Geschichte ist dies keineswegs der erste und auch nicht der einzige Fall, in dem palästinensische Terroristen, die man überwältigt oder schon festgenommen hatte, willkürlich erschossen wurden.

Kumpanei der Hardliner - In der sogenannten "Bus 300-Affäre" hatten 1984 Mitglieder des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schabak mehrere Attentäter hingerichtet und dies zu verheimlichen versucht - selbst noch nachdem eine israelische Zeitung ein Foto der Palästinenser veröffentlicht hatte, das sie bei ihrer Festnahme noch am Leben zeigte. Die Affäre beschäftigte die israelische Justiz mehr als zwei Jahre lang und wurde auch deshalb zu einem Meilenstein in der Geschichte des israelischen Umgangs mit gefassten Terroristen, weil die Verantwortlichen letztendlich straffrei ausgingen: Politiker hatten sie hartnäckig und ohne Skrupel geschützt. Neue Vorschriften sorgten zwar dafür, dass derartiges sich nicht wiederholte. >>>

Foto links - Abd al-Fatah al-Sharif - das Opfer



Elor Azarya, King of Israel - Dan Cohen - The episode since Israeli medic-soldier and French citizen Elor Azarya was filmed summarily executing Abd Al-Fattah Al-Sharif has been a sobering reminder of the Israeli right-wing’s total and long-standing dominance over the Zionist left, manifesting into a display unseen since the last war on Gaza, when anti-war protesters were beaten in the streets.

On March 24, Azarya was caught on film summarily executing a wounded, incapacitated Palestinian man as he lay on the ground in the occupied West Bank city of Hebron.

As the video went viral, the Israeli public rallied around Azarya. A petition for his release gained 50,000 signatures in a few days, and a poll revealed that 82% of Israelis support the execution.>>>

 

 

Elor Azaria and the army of the periphery - Edo Konrad - From the army’s perspective, Azaria’s guilty verdict ostensibly answers the critique that it is unable to deal with soldier violence against Palestinians — or that it doesn’t want to. But there is one reason and one reason only that the lowly soldier was indicted to begin with.
Israeli soldier Elor Azaria in court to hear the verdict in his manslaughter trial for shooting an unarmed Palestinian attacker in the head, Janary 4, 2017. (Miriam Alster/FLASH90)

An Israeli military court handed down a guilty verdict Wednesday in the manslaughter trial of Elor Azaria, an IDF soldier who shot and killed an incapacitated Palestinian assailant in March of last year. The high-profile trial polarized the country, pitting Israel’s political class against current and former army generals. Much of the IDF’s top echelons decried Azaria for firing a bullet into Abdel Fattah al-Sharif’s head — 15 minutes after the latter was shot and wounded in an attempt to stab soldiers in the occupied city of Hebron.

Much will be said and written about the implications of the verdict. For now, here are some initial observations and takeaways:>>>

 

 

 


 

3. 1. 2017 - Militärgericht verurteilt israelischen Soldaten - Mit einem Kopfschuss tötete ein israelischer Soldat einen am Boden liegenden palästinensischen Attentäter. Die Debatte über den Fall spaltet das Land - jetzt fiel das Urteil. - Ein israelisches Militärgericht hat den Soldaten Elor Azaria wegen Totschlags verurteilt. Der Palästinenser sei "unnötigerweise" erschossen worden, sagte die Vorsitzende Richterin Maja Heller bei der Urteilsverkündung. Das Strafmaß wird erst in den kommenden Wochen bekanntgegeben, Azaria drohen bis zu 20 Jahre Haft. >>>




Schuldspruch in Kopfschuss-Prozess gegen Soldaten spaltet Israel - Es war einer der emotionalsten Prozesse in Israels Geschichte. Ein Soldat schießt einem verletzten Attentäter in den Kopf, wird dabei gefilmt. Für die einen ist er Mörder, für die anderen Held. Seine Verurteilung wegen Totschlags birgt sozialen Sprengstoff. (...)

"Wer Dich töten will, den musst Du zuerst töten!" fordert auch ein Mann mit Lautsprecher. Das Urteil gegen Asaria sei "eine Schande für den Staat Israel" ruft ein Mann mit weißer Kipa. "Der Teufel soll Euch holen, Betselem!" (...)


Andere Demonstranten wirken dagegen sehr höflich, wie die 54-jährige Corinne Parienti, eine Immigrantin aus Marseille. Sie trägt ein schwarzes Schild, "Ich bin Elor", steht darauf in weißer Schrift. "Elor hat getan, was er tun musste", sagt sie. Sie fordert ein hartes Vorgehen gegen jeden Attentäter: "Ein Terrorist ist kein Opfer. Er ist nicht gekommen, um Blumen zu verteilen, ein Terrorist darf seinen Anschlag nicht überleben." >>>



 

Israeli soldier convicted of manslaughter - An Israeli military court has just announced its verdict, convicting the Israeli soldier Elor Azaria (19), who shot dead a disarmed wounded Palestinian, of manslaughter. >>>


 

IDF chief: Soldier on trial for killing stabber is not ‘everyone’s child’ - Day before verdict for Hebron shooter Elor Azaria, Eisenkot says confusion surrounding soldier’s role harmful to society >>>


 

Awaiting verdict in case of soldier who shot motionless Palestinian - The case has prompted sharp words and controversy from the very beginning.

Last March, Sergeant Elor Azaria, a 19-year-old Israeli army medic deployed to the occupied West Bank, shot and killed a Palestinian as he lay wounded and motionless.

The shooting, and the tense moments leading up to it, were captured on video by a Palestinian human rights activist in the city of Hebron. The video footage, distributed to news organisations, ensured that the incident, which came amid a wave of Palestinian stabbings, drew international attention.

Azaria, now 20, was charged with manslaughter and put on trial in a military court, with the verdict due on tomorrow.

Some serving members of the military establishment, who say the shooting cannot be countenanced, add that Azaria, who made far-right, anti-Palestinian postings on Facebook before being conscripted, acted in cold blood and outside military procedures.

“An 18-year-old man in the Israeli army is not ‘everyone’s child’,” Lieutenant-General Gadi Eisenkot, the chief of staff, said in a speech today, remarks that were seen as a rebuke to the public campaign in support of Azaria, whose mother was often shown in news photos hugging her son in court.

While acknowledging the “lively dialogue among the public and on the internet”, Eisenkot said the army was not elected by the public or shaped by popular surveys. “It has no effect on the command structure,” he said. >>>

 


6. 8. 2016

Der im ganzen Land gehörte Schuss
Uri Avnery, 6.August 2016

 (...)  Zwei junge Palästinenser griffen einen israelischen Soldaten mit einem Messer in Tel Rumeida an, einer Siedlung extremistischer Juden mitten in Hebron. Der Soldat war leicht verletzt. Die Angreifer wurden angeschossen, einer starb sofort, der andere wurde ernsthaft verletzt und lag blutend auf dem Boden.
Was als nächstes geschah, wurde von einem einheimischen Palästinenser mit einer der vielen von B’tselem, der israelischen Menschenrechtsorganisation, der lokalen Bevölkerung verteilten  Kameras, fotografiert.


Die Mannschaft eines israelischen Ambulanzwagen behandelte den verletzten Soldaten und ignorierte den tödlich verletzten Araber, der auf dem Boden lag. Mehrere israelische Soldaten standen herum; auch sie ignorierten den Palästinenser. Etwa 10 Minuten später erschien der Unteroffizier Elor Azaria, ein Sanitäter, auf der Bildfläche, näherte sich dem verletzten Palästinenser und schoss ihm aus nächster Nähe in den Kopf und tötete ihn.


Nach den Augenzeugen erklärte Azaria, dass „der Terrorist sterben  muss“.  Später auf den Rat seiner Phalanx von Rechtsanwälten, behauptete Azaria, dass er fürchtete, der verletzte Palästinenser hätte einen Sprengstoffkörper an seinem Körper und war dabei, die herumstehenden Soldaten zu töten – eine Behauptung, die eindeutig von den Bildern widerlegt wurde, da die nahe stehenden Soldaten zeigten, wie sie offensichtlich unbekümmert waren. Dann gab es ein mysteriöses Messer, das nicht von Anfang an auf dem Foto zu sehen war, aber am Ende in der Nähe des Körpers lag.


Der Film wurde in den sozialen Medien weit verbreitet und konnte nicht ignoriert werden. Azaria wurde vor ein Militärgericht gebracht und wurde  zum Mittelpunkt eines politischen Sturmes, der schon wochenlang andauerte und die Armee, die Öffentlichkeit, die politische Szene und den ganzen Staat teilte.  >>>

 

 


 

 

 

3. 4. 2016

Noch nie haben so viele Leute solch einem gemeinen Mörder zugejubelt - Gideon Levy -  31.3.16 - „Es ist zweifelhaft, ob es eine zweite westliche Gesellschaft gibt, in der Rassismus mit derartigem Blutdurst einhergeht“

Inmitten der Kontroverse über die jüngste Schießerei.in Hebron richtet der Oberbefehlshaber der „Israelischen Verteidigungskräfte“ einen Brief an seine Soldaten. Die Nachwirkungen der Schießerei könnten auf die Armee übergreifen. Was ist los mit uns? Eine Politik der Verachtung für das Leben von Palästinensern.

Der Pöbel, der zugunsten des Scharfrichter-Soldaten von Hebron demonstriert und tweetet, sieht ihn als Helden. Nicht bloß als Opfer wie beispielsweise den wegen Mord verurteilten Roman Zadorov, sondern als Helden. E.A. – sein vollständiger Name wird geheim gehalten – ist ein Volksheld, weil er einen sterbenden Palästinenser ermordet hat. Weil, nicht obwohl.

Das muss gesagt werden. Vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte Israels wird aus einem abscheulichen Mord, dessen einzige Rechtfertigung offenbar Hass auf Araber und Missachtung ihres Lebens ist, eine Heldentat. Ein Mord, zu dem man keinen Mut brauchte, eine Tat von größtmöglicher Feigheit, wird in den Augen der Allgemeinheit zur Heldentat, nur weil sie mit dem Tod eines Palästinensers endete, der unter dem Jubel der Menge auf der Straße verblutete.

Noch nie haben so viele Leute einem so gemeinen Mörder zugejubelt. In der Geschichte der israelischen Verteidigungskräfte gibt es eine ganze Menge von zu Heldentaten stilisierten obszönen Vorgängen. Etwa die Gaza-Angriffe „Cast Lead“und „Protective Edge“ – aber noch nie wurde ein gewönlicher Mörder als Held gepriesen. Shimon Bar Kochba, Meir Har-Zion, Yoni Netanyahu, Ehud Barak und jetzt E.A. Wer zählt die Großtaten Israels?

Damit hat der israelische Rassismus einen neuen Grad erreicht. Der Mord in Tel Rumeida und die Reaktion darauf sind tatsächlich wegweisend. Bis dahin beruhte der israelische Rassismus auf dem arroganten Selbstverständnis des auserwählten Volkes, dem alles erlaubt ist, das das Beste ist und alles besser als jeder andere weiß. Man nutzte die Rolle des verfolgten Opfers, dämonisierte die Araber, die uns nur vernichten wollen, man hat sie entmenschlicht und damit ihr Leben entwertet. Anstiften, Lügen und Abstreiten vor einem Hintergrund von überwältigender militärischer Macht. Auf solchen Grundmauern haben wir eine rassistische Gesellschaft geschaffen, wahrscheinlich die am stärksten rassistische Gesellschaft in der gegenwärtigen Welt.

Und nun steigt das alles noch um einen Grad nach oben, oder wenn man will nach unten. Denn jetzt können wir dem Ganzen offenen Blutdurst hinzufügen, unverwässert, ungehemmt und unverstellt. >>>

 

Autopsy confirms bullet fired at point-blank range killed al-Sharif - The autopsy conducted on the body Abd al-Fatah al-Sharif on Sunday confirmed that the 21-year-old Palestinian was still alive before a bullet fired at his head at point-blank range by an Israeli soldier killed him, according to a statement from the Palestinian Prisoner’s Society. Palestinian doctor Rayan al-Ali, who attended al-Sharif's autopsy, said: “The results of the autopsy were expected. What the whole world saw on the video that documented the shooting was more than enough, but the autopsy results assured it.” He added in his statement that he would hold a press conference on Monday to give further details about the results of the autopsy, which took place at the Israeli Institute for Forensic Medicine in Abu Kabir near Tel Aviv. >>>


Arrest of soldier filmed executing Palestinian was just public relations >>>
 

Autopsy confirms al-Sharif was still alive before shot at point-blank range >>>

 

Sonderseite - Exekution eines verwundeten Palästinensers >>>

 

2. 4. 2016

Kaltblütige Tötungen stellen die israelische Militärkultur vor Gericht - Jonathan Cook - Es hätte ein Augenblick sein können, der die Israelis zur Besinnung gebracht hätte. Stattdessen hat das Video eines israelischen Soldaten, der einen jungen Palästinenser, der verwundet auf dem Boden liegt und sich kaum rühren kann, erschossen hat, den Stammeskriegstanz der israelischen Öffentlichkeit intensiviert.

Letzte Woche, als der Soldat zu einer Untersuchung vor ein Militärgericht gebracht wurde, protestierten hunderte Unterstützer vor dem Gebäude. Er erfreut sich außerdem der verbalen Unterstützung von einem halben Dutzend von Kabinettsministern, ehemaligen Generälen der Armee, Rabbinern und – nach den Umfragewerten – einer bedeutenden Mehrheit der israelischen jüdischen Öffentlichkeit.

Es lohnt sich, über diesen Akt großzügiger Solidarität nachzudenken. Man kann schwer über die Fakten streiten. Am 24.März wurden zwei Palästinenser – Abdel Fattah al-Sharif und Ramzi Qasrawi, beide 21 Jahre alt – bei einem Angriff auf Soldaten an einem Checkpoint in der besetzten Stadt Hebron erschossen. Zehn Minuten später kam der 19-j. Soldat am Verhörzentrum an. Qasrawi war tot und al-Sahrif lag verwundet auf der Strasse. Andere Soldaten wimmelten in ihrer Nähe herum.

An dieser Stelle näherte sich der Soldat – dessen Namen auf Grund eines Maulkorberlasses nicht genannt werden darf – al-Sharif, zielte mit seiner Waffe auf den Kopf des jungen Mannes und drückte ab. All das wurde auf dem Video erfasst, ebenso die Blutspur, die Sekunden später vom Kopf von al-Sharif läuft. Das war keine Tötung im Kriegsnebel; es war eine kaltblütige Exekution. Wie Amnesty International anmerkt, stellt ein solcher Akt ein Kriegsverbrechen dar.

Dennoch ist für die meisten Israelis der Soldat das Opfer der Story. Etwa 57% sind gegen eine Untersuchung, geschweige denn gegen eine Untersuchung oder Haft. Etwa 66% beschreiben sein Verhalten mit positiven Ausdrücken. Nur 20% denken, Kritik wäre gerechtfertigt. Nur 5% meinen, die Tötung sollte als "Mord" beurteilt (verurteilt) werden. Sollte das Video und seine Nachwirkungen einem Ziel dienen, dann um ein Fenster auf das faule israelische Staatswesen zu öffnen.

Die unbestreitbare Evidenz der Exekution von al-Sharif fordert die israelischen Juden heraus, die an ihrem (Selbst)Betrug festhalten, unter ihnen selbst und für die Aussenstehenden, ob die Institutionen ihres Stammes und ethnischen Staates sich der Einhaltung der universellen Werte und der Menschenrechte in irgendeiner Weise verpflichtet fühlen. Jahrzente lang hat Israel posaunt, seine Armee sei einzigartig "moralisch".  Diese Behauptung war immer lachhaft. Aber in Zeiten der Smartphone-Kameras wird es schwieriger, die Beweise für die systematischen Verbrechen einer kriegerischen Besatzungsmacht zu verbergen.

Die letzten seche Monate haben eine Welle von verzweifelten Anschlägen von Palästinensern für eine Beendigung der Besatzung gesehen – meist improvisiert, mit Messern und Autos. Etwa 190 Palästinenser sind in diesem Zeitraum getötet worden.

Eine Anzahl dieser Vorfälle wurde gefilmt. In einem schockierenden Ausmaß wurden Palästinenser – einschließlich Kinder -erschossen, auch wenn sie für die israelischen Soldaten oder Zivilisten keine Gefahr darstellten. In der militärischen Ausdrucksweise heißt das "die Tötung bestätigen". Das jüngste Video ist so markant, nicht nur weil der Beweis (für die Tötung) so unbestreitbar ist, sondern auch weil es die breite israelische Militär-Kultur bloß stellt.

Als der Soldat geschossen hatte, waren seine Kameraden nicht im geringsten überrascht, dass ihr Gefangener gerade exekutiert worden war. Das sieht sehr verdächtig nach einem Vorfall aus, der viele Male zuvor durchgespielt worden ist: Standardanweisung für den Verfahrensablauf. Im letzten Dezember hat sich die schwedische Außenministerin Margot Wallstrom über die schießwütige Einstellung der israelischen Armee geäußert. Sie wurde vom israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu in der Luft zerrissen und darf nicht mehr nach Israel einreisen.

Letzte Woche wurde ein Brief von 10 US-Senatoren – vor dem Mord in Hebron geschrieben – publik gemacht, er ist ein Echo auf die Bedenken von Frau Wallstrom. Herr Natanyahu war wieder empört und sagte, seine Soldaten seien keine "Mörder".

Frau Wallstrom war darüber beunruhigt, dass israelische Offiziere, wenn sie eine Untersuchung oder Verurteilung von eindeutigen standrechtlichen Hinrichtungen  ablehnen, ihren Soldaten und der breiten israelischen Öffentlichkeit die Botschaft vermitteln, dass sie solche Taten dulden. 
Quelle  -
bersetzung: K. Nebauer 

 

Israeli soldier released to 'open detention' - Soldier who killed Palestinian free to roam military base as court decides whether to charge him with manslaughter. - An Israeli soldier who shot dead a wounded Palestinian as he lay on the ground was released to "open detention" at a military base on Friday while judges decide whether to charge him with manslaughter. The soldier had been incarcerated since last week when he was caught on video calmly walking up to the incapacitated Palestinian man - Abed al-Fattah Yusri al-Sharif - and shooting him in the head at point-blank range.

The United Nations said this week that video of the incident showed all the signs of an extrajudicial killing. The Israeli soldier, who has not been identified for legal reasons, will have his next hearing on Tuesday. He has been ordered not to leave the military base and is not permitted to carry weapons.

Fattah, 21, and another Palestinian man - who was earlier shot and killed - were accused of stabbing an Israeli soldier in Hebron. After the initial shooting of the attackers, the soldier told the military court that Fattah tried to reach for a knife while on his back, and he believed the wounded man had an explosives belt that he was trying to detonate. >>>

 


Cold-blooded killing puts Israeli military culture on trial - Jonathan Cook  - It might have been a moment that jolted Israelis to their senses. Instead the video of an Israeli soldier shooting dead a young Palestinian man as he lay wounded and barely able to move has only intensified the tribal war dance of the Israeli public.

Last week, as the soldier was brought before a military court for investigation, hundreds of supporters protested outside. He enjoys vocal support too from half a dozen cabinet ministers, former army generals, rabbis and – according to opinion polls – a significant majority of the Israeli Jewish public. It is worth reflecting on this generous act of solidarity.

It is hard to dispute the main facts. On March 24 two Palestinians – Abdel Fattah Al Sharif and Ramzi Qasrawi, both aged 21 – were shot during an attack on soldiers manning a checkpoint in the occupied city of Hebron in the West Bank. Ten minutes later, the 19-year-old soldier at the centre of the investigation arrived. Qasrawi was dead and Al Sharif was lying in the road wounded. Other soldiers milled around, close by.

At that point, the soldier – who cannot be named because of a gag order – approached Al Sharif, aimed his gun at the young man’s head and pulled the trigger.  All of this was captured on video, as was a trail of blood that leaked from Al Sharif’s head seconds later. This was not a killing in the fog of war; it was a cold-blooded execution. As Amnesty International noted, such an act constitutes a war crime. >>>

 

 

 

1. 4. 2016

Held oder Mörder? - Jacques Ungar - Der «Hebroner Disput» um einen IDF-Soldaten spaltet die israelische Gesellschaft ebenso wie die Niederlage, die Premier Binyamin Netanyahu hinsichtlich seiner Energiepolitk einstecken muss.

Gleich in zwei Fällen manifestierte sich dieser Tage die tiefe Kluft, welche die israelische Gesellschaft durchzieht – in der Regel entlang der bekannten politischen und ideologischen Grenzen: Zum einen die empfindliche Niederlage, die Premierminister Binyamin Netanyahus Energiepolitik vor dem Obersten Gerichtshof mit den Rahmenbedingungen für die Ausbeutung der riesigen Naturgasfelder vor der Mittelmeerküste einstecken musste. Zweitens scheiden sich die Geister der Israeli in hitzigen Diskussionen an der Beurteilung der Handlungsweise eines IDF-Soldaten, der in Hebron einen Terroristen erschoss, obwohl dieser bereits bewusstlos am Boden lag >>>

 


Israeli soldier who killed al-Sharif to be released - An Israeli military court ruled on Friday to release Israeli occupation forces (IOF) soldier El-Or Azarya, who shot and killed Abed al-Fattah al-Sharif in Hebron last week, Israeli sources report. According to the Jpost, the Israeli military court at the Israeli Defense Ministry’s Kirya compound in Tel Aviv issued the ruling after rejecting the prosecution’s appeal filed early Friday morning, requesting the Israeli soldier to remain in military police custody for an additional seven days.

In the appeal, military prosecutors argue that El-Or Azarya has declined to cooperate with investigators and has given contradictory versions of the events, the Times of Israel reported. The court released the soldier from custody to supervised detention at a military base on Thursday. According to the Israeli media, El-Or Azarya will not, however, be allowed to rejoin his battalion, nor will he be permitted to have a weapon. >>>

 


Soldier shoots, kills Palestinian attacker lying on the ground, Hebron Credit: B'Tselem  >>>


 


Hebron killing: “All the signs of an extrajudicial execution” – UN expert expresses outrage  - The United Nations Special Rapporteur on extrajudicial, summary or arbitrary executions, Christof Heyns today expressed his outrage at the killing of a Palestinian man by an Israeli soldier on 24 March in Hebron, West Bank, as he laid incapacitated on the ground following his alleged role in a knife attack.

Footage of the shooting of Abed al-Fatah al-Sharif was released by the Israeli human rights organization B’Tselem, and others have subsequently also posted similar videos on the Internet.

“The images shown carry all the signs of a clear case of an extrajudicial execution,” the human rights expert stressed. “There does not appear to be any provocation on the side of the gravely wounded man.”

“Whatever legal regime one applies to the case, shooting someone who is no longer a threat is murder. It is furthermore troublesome that this was done to no apparent alarm to the other soldiers who were nearby,” Mr. Heyns said. >>>

 

Videographer of soldier killing wounded Palestinian threatened with death - What is not being guarded is the family of Abu Shamsiya, whose family has received threats of violence from both Israeli soldiers and settlers who have made it clear that there is no one to protect him in the Tel Rumeida section where the Settler/Soldier dynamic leaves a growing body count of Palestinians.

Abu Shamsiya told Human Rights Watch that Israeli forces had threatened him, both at the scene and later, when he went to give a statement to the military. This threat was followed up on by Israeli forces who raided the Shamsiya family home last evening, intimidating the family and arbitrarily identifying the human rights monitors who were in the family home at the time.

Worse, Ilan Katz, prosecution for al Sharif’s 19 year old murderer stated to RT recently that, an autopsy of the Palestinian man could prove vital for his client, noting that the soldier could be saved from murder and manslaughter charges if the man was already fatally injured from his earlier wounds. >>>


 


Complying With Israeli Censorship Order, NYT Conceals Name of Soldier Who Shot Wounded Palestinian - Glenn Greenwald - LAST THURSDAY, an Israeli soldier was arrested after the Israeli human rights group B’Tselem posted horrific video of the soldier shooting a 21-year-old Palestinian man in the head from point-blank range, and killing him, even though he was already shot, wounded, and lying incapacitated on the ground. The killing took place in the occupied West Bank city of Hebron after the Palestinian man, Abed al-Fatah al-Sharif, stabbed an IDF soldier at a military occupation checkpoint.

As The Intercept’s Robert Mackey reported that day, none of the nearby IDF soldiers or Israeli rescue workers — who had ignored the wounded Palestinian — reacted at all to the killing, suggesting that this sort of point-blank, cold-blooded assassination was the norm for the occupying army — except for the fact that this time, it was captured on video. Mackey also noted that although the soldier’s face could be seen in the video, none of the Israeli media named him, despite the fact that his name quickly circulated on social media sites:


The soldier’s name was not used in the Israeli media, but his supporters online, calling him a hero, drew attention to what appears to be his Facebook profile. That account, in the name of Cpl. Elor Azaria, includes several photographs that closely match the appearance of the soldier seen in the video, as well as a recent commendation of his service from the army. >>>


Execution of motionless, unarmed Palestinian youth in Hebron


The only way to ensure Palestinian lives matter - Michael Schaeffer Omer-Man - The IDF’s decision not to charge Abed Fatah al-Sharif’s killer with murder should not surprise anybody — it is entirely consistent with the impunity Israeli security personnel have enjoyed for decades when it comes to killing Palestinians.

The Israeli army’s Military Advocate General on Thursday announced that it will not seek murder charges against a soldier who was videotaped executing Abed Fatah al-Sharif, an incapacitated, wounded Palestinian man suspected of stabbing a soldier in the occupied West Bank city of Hebron last week. (The soldier’s identity is widely known but cannot be published here due to a court-imposed gag order.)

The decision surprised some, although it is not quite clear why. To the best of my knowledge no Israeli soldier has ever been charged with murder for killing a Palestinian. >>>

 


Haokets - What would we say about the Hebron shooter were he Ashkenazi? - The story of the Hebron shooting is a classic case of the lowly soldier syndrome — mostly Ashkenazi political leaders give the order, yet only those at the bottom of the ladder must pay the price. - Adi Mazor and Tom Mehager

What is the difference between the Israeli soldier who shot 22-year-old Palestinian Abed al-Fatah Sharif in Hebron last week after a stabbing attack, and the soldiers from elite unites who shoot and kill Palestinian suspects? The difference is that the elite soldiers do behind the scenes — when no one is there to capture it on camera.

Since the Hebron shooting, much has been made of the Hebron shooter and his extreme right-wing views, the fact that he is a fan of Beitar Jerusalem (a soccer team associated with the Israeli Right) and his belonging to “La Familia,” Beitar’s far-right supporters’ group. This stems from an attempt to distinguish between the “good soldier” and the “bad soldier,” from talk about the IDF’s “code of ethics” >>>

 

Video- Meet the brave shoemaker who filmed Israeli soldier executing a Palestinian >>>

Soldier behind Hebron 'execution' to be tried for manslaughter >>>

Israeli court rejects Palestinian role in Hebron 'execution' autopsy >>>

 

 

 

 

31. 3. 2016 -

US-Kongressabgeordnete bemühen sich um Untersuchung der "außergerichtlichen Tötungen" Israels - US-Sentor Patrick Leahy hat mit 10 weiteren demokratischen Kongressabgeordneten die USA aufgefordert, die Möglichkeit "grober Menschenrechtsverletzungen" einschließlich "außergerichtlicher Tötungen" durch israelische und ägyptische Sicherheitskräfte zu untersuchen.

Leahy, der in der Vergangenheit ein größeres Amt für Menschenrechte in der US-Außenpolitik angestrebt hat, hat dies in einem gemeinsamen Brief vom 17. Februar an John Kerry gefordert und die Einstellung der US-Militärhilfe empfohlen, wenn die Berichte über Menschenrechtsverletzungen nachgewiesen würden.

"Es hat eine beunruhigende Zahl von Berichten über mögliche grobe Menschenrechtsverletzungen durch israelischen und ägyptische Sicherheitskräfte gegeben - Vorfälle, an denen Empfänger oder potentielle Empfänger von US-MIlitärhilfe beteiligt sein könnten", sagte der Kongressabgeordnete in dem am Dienstag (gestern) auf Politico veröffentlichten Brief. Der Brief zitiert Erkenntnisse von Amnesty International und anderen Menschenrechtsorganisationen über die "außergerichtlichen Tötungen" von Fadi Alloun, Saad al-Atrash, Hadeel Hashlamoun und Mutaz Ewisa sowie mehrere Fälle von Folter durch das israelische MIlitär und die Polizei.

"Wir bitten Sie dringend zu ermitteln, ob diese Berichte glaubwürdig sind und uns über ihre Erkenntnisse zu informieren", sagte der Kongressabgeordnete.

Der Brief sagte weiter, sie hätten die Information erhalten, dass die üblichen Mechanismen zum Beschluss der Gewährung von Militärhilfe und das Monitoring ihrer Verwendung durch "eine einzigartige Situation", die nach dem Camp David Abkommen geschaffen wurde, "behindert" worden sind. (Der Brief) suggeriert, dass das US-Außenministerium und das US-Verteidigungsministerium möglicherweise das Leahy-Gesetz breche - ein Gesetz, das nach dem Senator in Vermont benannt ist und die Gewährung von Militärhilfe an ausländische Militäreinheiten verbieten, die die Menschenrechte verletzen und straflos bleiben. Wenn sich die Berichte als wahr herausstellen, sagte der Kongressabgeordnete, sollten die USA angemessene Massnahmen ergreifen, wie sie von dem Gesetz gefordert werden. Der Brief zitiert auch Menschenrechtsverletzungen durch die ägyptische Armee einschließlich des Massakers am Rabaa Square sowie eine Anzahl von in jüngster Zeit dokumentierter "außergerichtlicher Tötungen" in Ägypten.

Jedes Jahr gewährt die USA Israel Militärhilfe im Wert von 3 Mrd. Dollar und verhandelt derzeit über ein Paket für die nächsten 10 Jahre, dessen Betrag voraussichtlich erhöht wird. Hunderte Millionen Dollar wurden seit dem Sturz des ersten demokratischen gewälten Präsidenten 2013 auch der ägyptischen Armee gewährt. Der Brief ist vor der grauenhaften Tötung eines verwundeten Palästinenser in Hebron durch einen Soldaten übermittelt worden, die letzte Woche international einen Aufschrei verursacht hat, ein Vorfall, den ein US-Senator als "außergerichtliche Tötung" und einen "grauenhaften, unmoralischen und nicht gerechtfertigten Akt" gebrandmarkt hat.

Die israelischen (Sicherheits)Kräfte sind wiederholt kritisiert worden wegen ihrem exzessiven Gebrauch von Gewalt gegen Palästinenser, seit letzten Okober eine Welle von Unruhen über Israel und das besetzte palästinensische Territorium geschwappt ist.

Inzwischen sind mehr als 200 Palästinenser durch Israelische (Sicherheits)Kräfte erschossen worden, manche bei Zusammenstössen, die Mehrheit auf Grund der Beschuldigung, sie hätten Israelis angegriffen oder versucht anzugreifen, während im selben Zeitraum fast 30 Israelis getötet worden sind.

Jedenfalls haben Menschenrechtsgruppen die israelischen (Sicherheits)Kräfte wiederholt getadelt (verurteilt), weil sie das Feuer auf Palästinenser eröffnet und getötet haben, die keine unmittelbare Gefahr darstellten, was, wie sie sagen, auf "außergerichtliche Tötungen" hinauslaufe.  - Quelle - Übersetzung: K. Nebauer

 

 Hebron killing: “All the signs of an extrajudicial execution” – UN expert expresses outrage  - The United Nations Special Rapporteur on extrajudicial, summary or arbitrary executions, Christof Heyns today expressed his outrage at the killing of a Palestinian man by an Israeli soldier on 24 March in Hebron, West Bank, as he laid incapacitated on the ground following his alleged role in a knife attack.

Footage of the shooting of Abed al-Fatah al-Sharif was released by the Israeli human rights organization B’Tselem, and others have subsequently also posted similar videos on the Internet.

“The images shown carry all the signs of a clear case of an extrajudicial execution,” the human rights expert stressed. “There does not appear to be any provocation on the side of the gravely wounded man.”

“Whatever legal regime one applies to the case, shooting someone who is no longer a threat is murder. It is furthermore troublesome that this was done to no apparent alarm to the other soldiers who were nearby,” Mr. Heyns said. >>>

 

Soldier shoots, kills Palestinian attacker lying on the ground, Hebron Credit: B'Tselem  >>>


 


Complying With Israeli Censorship Order, NYT Conceals Name of Soldier Who Shot Wounded Palestinian - Glenn Greenwald - LAST THURSDAY, an Israeli soldier was arrested after the Israeli human rights group B’Tselem posted horrific video of the soldier shooting a 21-year-old Palestinian man in the head from point-blank range, and killing him, even though he was already shot, wounded, and lying incapacitated on the ground. The killing took place in the occupied West Bank city of Hebron after the Palestinian man, Abed al-Fatah al-Sharif, stabbed an IDF soldier at a military occupation checkpoint.

As The Intercept’s Robert Mackey reported that day, none of the nearby IDF soldiers or Israeli rescue workers — who had ignored the wounded Palestinian — reacted at all to the killing, suggesting that this sort of point-blank, cold-blooded assassination was the norm for the occupying army — except for the fact that this time, it was captured on video. Mackey also noted that although the soldier’s face could be seen in the video, none of the Israeli media named him, despite the fact that his name quickly circulated on social media sites:


The soldier’s name was not used in the Israeli media, but his supporters online, calling him a hero, drew attention to what appears to be his Facebook profile. That account, in the name of Cpl. Elor Azaria, includes several photographs that closely match the appearance of the soldier seen in the video, as well as a recent commendation of his service from the army. >>>


Execution of motionless, unarmed Palestinian youth in Hebron


The only way to ensure Palestinian lives matter - Michael Schaeffer Omer-Man - The IDF’s decision not to charge Abed Fatah al-Sharif’s killer with murder should not surprise anybody — it is entirely consistent with the impunity Israeli security personnel have enjoyed for decades when it comes to killing Palestinians.

The Israeli army’s Military Advocate General on Thursday announced that it will not seek murder charges against a soldier who was videotaped executing Abed Fatah al-Sharif, an incapacitated, wounded Palestinian man suspected of stabbing a soldier in the occupied West Bank city of Hebron last week. (The soldier’s identity is widely known but cannot be published here due to a court-imposed gag order.)

The decision surprised some, although it is not quite clear why. To the best of my knowledge no Israeli soldier has ever been charged with murder for killing a Palestinian. >>>

 


Haokets - What would we say about the Hebron shooter were he Ashkenazi? - The story of the Hebron shooting is a classic case of the lowly soldier syndrome — mostly Ashkenazi political leaders give the order, yet only those at the bottom of the ladder must pay the price. - Adi Mazor and Tom Mehager

What is the difference between the Israeli soldier who shot 22-year-old Palestinian Abed al-Fatah Sharif in Hebron last week after a stabbing attack, and the soldiers from elite unites who shoot and kill Palestinian suspects? The difference is that the elite soldiers do behind the scenes — when no one is there to capture it on camera.

Since the Hebron shooting, much has been made of the Hebron shooter and his extreme right-wing views, the fact that he is a fan of Beitar Jerusalem (a soccer team associated with the Israeli Right) and his belonging to “La Familia,” Beitar’s far-right supporters’ group. This stems from an attempt to distinguish between the “good soldier” and the “bad soldier,” from talk about the IDF’s “code of ethics” >>>

 

Video- Meet the brave shoemaker who filmed Israeli soldier executing a Palestinian >>>

Soldier behind Hebron 'execution' to be tried for manslaughter >>>

Israeli court rejects Palestinian role in Hebron 'execution' autopsy >>>

 

Top Israeli officials who issued directive to execute Palestinians hang Hebron killer out to dry - Dan Cohen - Elor Azraya, the soldier who summarily executed Abed al-Fattah Yusri al-Sharif as he lay on the street immobile and unarmed yesterday, is suspected of murder.

In his defense, his lawyer Eyal Beserglick said Azraya “acted in accordance with the rules of engagement as suggested by his superiors.” He’s right. It’s unclear which superiors the lawyer is referring to, but it could be any number of figures in the political and military echelon who have commanded Israeli soldiers to shoot Palestinians deemed attackers dead on-the-spot. That’s precisely what he did. And now Israel’s top brass is hanging the killer out to dry.

Since the graphic video released by the Israeli human rights group B’Tselem went viral, Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu and Defense Minister Moshe Ya’alon distanced themselves from the killing, however stopping short of condemning the killer. But just a few months ago, they were inciting soldiers to kill and guaranteed them full legal backing.

Here are the statements from October translated from official videos posted to Netanyahu’s Youtube account, and statements following the execution.

Defense Minister Moshe Ya’alon
- October 9, 2015: “Right now is it required to respond quickly to any local attack to eliminate the terrorist stabber or the perpetrator stone thrower and the like, immediately, on the spot.” March 24, 2016: “Even as we are forced to fight our enemies and overcome them in battle, we are equally obligated to uphold our mores. To be human.”

Prime Minister Benjamin Netanyahu
- October 14th, 2015, speaking to paramilitary border police units: “I know that it requires your discretion, but have no doubt: You have complete backing – complete! – from me, from the Israeli government, and in my opinion from the nation in Israel.” March 24, 2016: “What happened in Hebron doesn’t represent the values of the IDF. The IDF expects its soldiers to behave level-headedly and in accordance with the rules of engagement.”

Israeli military Chief of Staff Gadi Eizenkot
- October 8, 2015: “Our policy of use of force is very clear. The IDF has complete freedom of action in order to to fulfill the mission to restore security.” March 25, 2016: Israeli army spokesperson speaking on behalf on Eizenkot: “The chief of staff views the incident with severity and has ordered a full probe. This is not the IDF, these are not the values of the IDF and these are not the values of the Jewish people.”

Other politicians who have backed the shoot-to-kill policy have been silent in the wake of yesterday’s killing.

Yair Lapid, Member of Knesset and Chairman of the “centrist” Yesh Atid Party, did not made a public statement yesterday. But in October, he encouraged vigilantes killings, telling the Israeli public, “Whoever takes out a knife or a screwdriver, or whatever it may be, the directive needs to be shoot in order to kill. Not to hesitate. There will be full legal backing. The state gives full legal backing.” >>>

 

 

 Israelischer Soldat filmte Exekution eines verwundeten Palästinensers - 24.03.2016 - Dan Cohen - Heute hat ein israelischer Soldat einen auf dem Boden liegenden verwundeten Palästinenser in Tel Rumeida in der Altstadt von Hebron exekutiert. In einem Video von B'Tselem, das die Ermordung aufgenommen hat, kann man den halb bei Bewußtsein auf dem Boden liegenden Palästinenser sehen, wenn der Soldat sein Gewehr entsichert, schiesst und ihm sein Hirn hinausbläst.

Vor dem Schiessen hört man auf Hebräisch fragen: "Lebt der Hund noch?"


Bei demselben Vorfall haben israelische Soldaten einen zweiten Palästinenser getötet, der mutmaßlich ein Messerattentat auf einen Soldaten verübt hat. In einem anderen Video kann man einen israelischen Soldaten sehen, wie er dem Körper (der Leiche) eines der beiden Palästinenser einen Fußtritt gibt. Die beiden Palästinenser wurden als der 21-j. Ramsi Aziz al-Qasrawi und der 21-j. Abed al-Fattah Jusri al-Sharif identifiziert. - Das Viertel Tel Rumeida ist seit 1. November 2015 von der israelischen Armee zur militärischen Sperrzone erklärt worden und steht seither unter schweren Beschränkungen.


Seit Oktober 2015 wurden laut der Nachrichtenagentur Ma'an 203 Palästinenser und 30 Israelis getötet.

Sanitäter lassen Palästinenser sterben - Das Video zeigt, wie der verletzte israelische Soldat medizinisch behandelt und von einer Siedlerambulanz Sekunden vor der Exekution des Palästinensers evakuiert wird. Der verwundete israelische Soldat sitzt auf einer Trage und sagt, seine Verletzungen seien wahrscheinlich viel weniger schwer als die des auf dem Boden liegenden Palästinensers.

Das ist ein Bruch des international anerkannten Protokolls der Triage (Verfahren zur Priorisierung medizinischer Hilfeleistung bei vielen Hilfsbedürftigen, Ü.) , das verlangt, dass ein Verwundeter nach der Schwere seiner Verletzungen behandelt wird sowie nach der Wahrscheinlichkeit des Erfolgs bei sofortiger Behandlung.


Die Praxis israelischer Sanitäter, das Triage-Protokoll aufzugeben, verbreitet sich immer mehr und wird unter medizinischem Fachpersonal und einigen (Personen) in der Regierung unterstützt. >>>

 

Eine noch viel dramatischere Hinrichtung.

Schon vor Wochen wurde ein Palästinenser, als er hilflos auf dem Boden lag, mit mehreren Kugeln getötet.

 

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