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2011 - Jawahar Abu Rahmah wurde getötet
2003 Hurndall Tom
2003 Corrie Rachel

 

27.2.2013 - Der Tod von Muatazz Washaha

 

2.  3. 2014 - Die moralischste Armee der Welt - Gideon Levy - Die israelische Armee meint, dass brutale Härte der einzige Weg ist, zu agieren, und die Israelis weigern sich, das, was Amnesty International und andere ihnen sagen, einzusehen.

Die moralischste Armee der Welt feuerte eine Panzerabwehrrakete auf ein Haus, in dem ein gesuchter junger Palästinenser sich versteckte. Die moralischste Armee der Welt überrollte das Haus mit einem Bulldozer und zerstörte es.

Die moralischste Armee der Welt setzte Hunde ein, um die Ruinen zu durchsuchen. Die moralischste Armee der Welt setzte einen Bohrer, den sie “Druckkocher” nannten – ein ziemlich verabscheuungswürdiger Bohrer, den sie selbst erfunden hat, ein.

Es geschah letzten Donnerstag, in Bir Zeit in der Westbank. Die Soldaten der moralischsten Armee kamen früh morgens zu einer weiteren “Inhaftierungsoperation”, so wie sie jede Nacht vorkommt und über die man selten etwas hört.

Darin ist inbegriffen, inmitten der Nacht in den Dörfern Angst und Schrecken zu verbreiten, indem sie in die Häuser einfallen, deren Bewohner tief schlafen, darunter auch Kinder – und brutale Durchsuchungen und Zerstörungen ausführen. Manchmal endet das tödlich, so wie letzten Donnerstag.

All das geschieht in einer Zeit, wo Terrorangriffe sehr limitiert sind.

Manchmal werden diese Operationen aus tatsächlicher operationeller Notwendigkeit ausgeführt, aber machmal auch nur zum Routinetraining, um die Bereitschaft der Streitkräfte zu bewahren und zur Demonstration der allgegenwärtigen souverainen Macht gegenüber den Einwohnern.

Die israelische Verteidigungsarmee hat auch einen herzerwärmenden Namen für all dies geschaffen: das “Werkzeug der Zerstörung” - indem sie in eine Zivilistengesellschaft stürmt, um Panik und Furcht zu verbreiten und deren Leben zu zerstören – so wie es einst von der Yesh-Din-Menschenrechtsorganisation vor dem Militärgericht aufgedeckt wurde.

In Bir Zeit geschah dies wegen drei junger Männer, die Mitglieder der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas), einer Organisation, die nicht sehr aktiv ist, waren.

Und selbst, indem die Militärkorrespondenten sich mit ihrer Meldung überschlugen, die IDF behaupte, die drei “beabsichtigten in naher Zukunft einen Terrorangriff zu verüben” - ja, die moralischste Armee der Welt ist auch eine Armee, die Absichten lesen kann –  ist es (doch) zweifelhaft, ob sie (deshalb) sterben mussten.

Aber die IDF tötete Muataz Washaha, der sich weigerte, sich zu ergeben. Sie behauptete, er habe ein Gewehr – ein Mord “in the third watch”, ohne eine tickende Bombe, und Israel fand sich mit dieser Geschichte gelangweilt ab.

So agiert die moralischste Armee der Welt, und so glaubt sie, handeln zu müssen. Es gibt keine anderen Möglichkeit, einen jungen Mann festzunehmen, außer, ihn mit einer Panzerabwehrrakete zu töten und das Haus seiner Familie zu zerstören.

Wie der Zufall es wollte, wurde am selben Tag eine professionelle Meinung über die wahre Moral der IDF veröffentlicht: Amnesty International published a report (Amnesty International veröffentlichte einen Bericht), der “Trigger Happy” (schießwütig) genannt wird, in dem Amnesty zu dem Schluss kommt, dass die IDF-Soldaten eine immense Missachtung des menschlichen Lebens demonstrieren, was sich in der Ermordung dutzender palästinensischer Bürger, darunter auch Kinder, ausdrückt. Die Organisation stellt fest, dies sei vorsätzliche Mord, möglicherweise sogar ein Kriegsverbrechen.

Natürlich hat dies nicht den enthusiastischen Glauben der Israelis an die exaltierte Moral ihrer Armee erschüttert. “Geht nach Syrien” ist ihre häufige Entgegnung.

Das Außenministerium und die IDF erklärten, Amnesty International leide an einem “völligen Mangel an Verständnis für operationelle Sicherheitsherausforderungen”.

Und in Wahrheit, was versteht Amnesty? Am Ende letzter Woche blockierte das in Myanmar (Burma) herrschende Militärregime, die Aktivitäten der Organisation der Ärzte ohne Grenzen aus ähnlichen Gründen. Wenn Israel es könnte, würde es die Arbeit Amnestys und ähnlicher Gruppierungen auch stoppen.

Aber ein ehrbarer Bürger braucht Amnesty International nicht, um (die Wahrheit) zu kennen. Nur zwei Tage zuvor hatte die IDF eine Frau in Khan Yunis an der Grenze nach Gaza getötet, nachdem sie eine andere Vorschrift gegen sie vollzogen hat  – die “Distanzierungsvorschrift”. Das Töten von Demonstranten in der Nähe des Trennzaunes, der den Gazastreifen stranguliert, ist Routine – was ist darüber zu berichten? Es ist genau so wie bei dem Schiessen auf Fischer.

Auch in der Westbank werden Demonstranten, Steinewerfer, Kinder und Jugendliche beschossen und getötet.

Auf diese Weise wurde das Kind, Wajih al-Ramahi, in Jalazun vor ca. zwei Monaten erschossen. Das israelische Informationszenter für Menschenrechte in den Besetzten Gebieten veröffentlichte seine Autopsie-Berichte: Ramahi wurde aus einer Distanz von 200 Metern in den Rücken geschossen.

Das war auch das Schicksal des jungen Samir Awad aus Budrus und zig anderer Getöteter, die das Leben von niemandem gefährdet haben und von einem erschreckenderweise lockeren Finger tödlich getroffen wurden und grundlos sterben mussten.

Niemand wurde für diese Tötungsakte vor Gericht gestellt. Bei Awad, der bei einem Angriff in den Rücken geschossen wurde und dessen Tod damals dokumentiert wurde, ruhte die Akte über ein Jahr im Archiv des Militäranklägers.

Und all dies betrifft die moralischste Armee der Welt. Versuchen Sie einfach, an sie zu appellieren. Versuchen Sie, zu behaupten, die IDF sei die zweit-moralischste Armee der Welt - sagen wir, nach der Armee von Luxemburg.

Aus dem Englischen übersetzt von Inga Gelsdorf

 

 

2. 3. 2012 - Christa Zubaidi - Warum??? - Ich muss jeden Tag am Haus von Mutaz Washaha vorbei gehen. Es gibt große Trauer Zelte vor dem zerstörten Haus. Die Autos fahren langsam. Mir kommt es so vor,als wenn sie die Trauer nicht stören wollen. Heute habe ich mein Herz zusammen genommen und bin hinein gegangen. Die Mutter eine kleine schlanke Frau. Sie sah so zerbrechlich aus und weine immer wieder. Ich habe ihr mein Beileid ausgesprochen und ihr gesagt, das ich auch ein Jungen im Alter von Mutaz habe. Ich habe auch immer um ihn Angst, wenn er in Ramallah oder in Palästina unterwegs ist. Die israelische Armee ist unberechenbar. Ich bin auch schon oft in die Schußlinien geraden. Habe aber immer Glück gehabt. Die Kinder sind aus der Schule gekommen. Sie haben alle schwarze Kleidung getragen und haben der Familie ihr Beileid ausgesprochen
 

 

Am 27.2. 2014 wurde in der Universitätsstadt Bir Zeit, 7km nördlich von Ramallah am helllichten Tag ein Haus von 25 hoch bewaffneten Soldaten ein Spezialeinheit der israelischen Armee umstellt. - H. L. EAPPI - Ein junger Mann von 22 Jahren wurde verdächtigt, an der Planung von Anschlägen beteiligt zu sein. Mit Lautsprechern forderten sie ihn auf herauszukommen. Die gesamte Familie kam heraus, aber nicht der Sohn. Da warfen sie eine Handgranate mitten ins Haus. Dann zündeten sie zusätzlich einen riesigen Sprengsatz im Haus. Der junge Mann wurde in Stücke zerrissen, das Haus vollkommen zerstört. Zwei weitere Häuser in der Nachbarschaft wurden auch gesprengt, teilweise waren noch Familienmitglieder drinnen. Unser Fahrer und Übersetzer Abed hatte während des Vormittags Aufnahmen von dem Blutbad im Fernsehen gesehen und war den Tränen nahe, als er uns davon berichtete - alle Viertelstunde auf dem Weg zu einem Checkpoint wo wir Schulkinder begleiten hörten wir Nachrichten. Abed befürchtet, dass bald ein 3.Intifada ausbrechen könnte. Er und auch andere Führer sind sich bewusst, dass dies genau das ist, was das israelische Militär mit dieser Art von brutalen Übergriffen auslösen will. Eine andere wichtige Informationsquelle hatte uns schon Tage vorher erzählt, dass Palästinenser Präsident Abbas vor einigen Tagen die Führung seiner Partei und andere Personen des öffentlichen Lebens zusammengerufen hat und sie gewarnt hat vor solchen Entwicklungen und eindringlich gebeten hat, alles zu tun, um die Bevölkerung ruhig und besonnen zu halten, dass die Proteste friedlich bleiben sollten. Israels Regierung ist offenbar so unter Druck bei den Friedensverhandlungen und den immer mehr um sich greifenden BDS-Aktionen, dass sie dringend einen Anlass brauchen, um zuschlagen zu können, und sich der Weltöffentlichkeit und der eigenen Bevölkerung wieder als die Schwachen, Bedrohten zu präsentieren.

Heute war die Beerdigung des jungen Mannes in Bir Seit. Die Trauergemeinde wurde auf dem Friedhof von Helikoptern beschossen, der Friedhof umstellt und abgeriegelt. 5 Leute mussten später schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Trauernden wurden mit Tränengas und Wasserwerfern, die mit Stinkstoffen (wie mit Fäkalien) versetzt sind, auseinander getrieben. Soweit für heute aus dem Un-Heiligen Land.

 

 


Christa Zubaidi. eine deutsche in Palästina beobachtete den Überfall und Mord.

Foto links - Hier haben die Israelis das Haus von Motaz Washaha angezündet."

Heute werde ich 6.00 Uhr geweckt. Ich dachte es ist ein Gewitter ganz nah,denn unser Haus wackelt.Mein Mann sagt,die Israelis sind vorn auf der Straße.Sie haben alles umstellt. Keiner kann auf Arbeit. Die Kinder können nicht zur Schule. Einige haben versucht hoch zu kommen, sofort schießen sie.Es wird gesagt, sie wollen einen verhaften. Wenn man nicht weiß was los ist,hat man Angst, Hass und Wut. Man kann... gar nichts essen, der Magen ist wie zu.Sie haben mit einen Bulldozer versucht das Haus, in dem der junge Mann vermutet wird,zu zerstören. Nun haben sie es angebrannt. Jetzt ist es 11.00 Uhr und sie haben ihn immer noch nicht. Er hat keine Waffen. Man hört keinen Schuss aus dem Haus. Die halbe Armee ist da. Kinder und Jugendliche, die nicht in die Schule und auf Arbeit können schmeißen mit Steinen. Ich kann ihren Hass und die Wut verstehen, da wir gegen diese Menschen nichts machen können. Quelle - Christa Zubaidi aus Bir Zeit
 



 

Thousands join funeral procession for man killed in Birzeit  - Thousands of Palestinians participated in the funeral procession of Muatazz Washaha on Friday, a day after Israeli forces killed him during a siege on his home in Birzeit. The procession started with a military march in front of the Palestine Medical Complex before he was taken to his uncle's home near Birzeit. Washaha's body was then carried by masked PFLP members to a local mosque, where he was laid to rest. Mourners shouted slogans calling for an end to negotiations with Israel and revenge for crimes committed against Palestinians. Washaha's mother said she would avenge her son's killing and called for a response to Israeli crimes. >>>           

 

27. 2. 2014 -Besatzungssoldaten ermorden Palästinenser in Birzeit  - Israelische Besatzungssoldaten haben heute im Westjordanland einen 23j Palästinenser in der Stadt Birzeit bei Ramallah ermordet. Die israelischen Besatzungssoldaten haben heute Morgen das Haus der Familie Waschaha in Birzeit umstellt. >>>
 

 

 

 

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