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wProtestaktionen
am 10. Februar 2011
Israelische Apartheid = Gewalt gegen Frauen
Anti-Apartheid Wall Campaign: Global Call: Protest
for Jawaher Feb. 10!

Anti-Apartheid Wall Campaign: Global Call: Protest
for Jawaher Feb. 10!
Jawaher,
Israel hat dir dein Leben genommen,
wir
nehmen deinen Kampf auf, deine Würde, deinen Mut
Ein
Aufruf an alle Frauen der Welt, sich mit dem
Volkswiderstand und der festen Entschlossenheit der
Palästinensischen Frauen zu vereinigen in der
Verteidigung ihres Landes, ihrer Rechte und ihrer
Würde .
Während die Welt ein Neues Jahr feierte, starb
Jawaher Abu Rahmah (34 Jahre) in einem Krankenhaus
in Ramallah an Vergiftung, verursacht durch die
Inhalation von Tränengas.
Jawaher war draußen auf den Feldern am Freitag, dem
31. Dezember und nahm teil an den Protestaktionen
gegen die Apartheid-Mauer, die ihr Dorf Bil'in
stranguliert, den Bewohnern ihr Land stiehlt und
ihre Lebensgrundlagen. Sie hatte mit angesehen, wie
ihr Bruder bei einem ähnlichen Protest vor fast zwei
Jahren getötet wurde, als israelische
Militäreinheiten ihm eine Tränengas-Granate in die
Brust schossen. Aber dies verstärkte ihren Einsatz
bei ihrer Arbeit mit der Jugend, die den Widerstand
weiterführen kann, nur noch; es schreckte sie
keineswegs von der Teilnahme an Protestaktionen ab.
Als die Tränengaswolken sie an jenem Tag erreichten,
fiel sie in Ohnmacht und starb an den Wirkungen des
Gases.
Wie Jawaher stehen viele palästinensische Frauen
jeden Tag an den Frontlinien des Widerstandes: bei
den Demonstrationen, an den Checkpoints
(Grenzübergängen), in Konferenzräumen, in ihren
eigenen Häusern und in israelischen Gefängnissen.
Generation von palästinensischen Frauen haben den
palästinensischen Kampf geführt, daran teilgenommen
und unterstützt, aber viel zu oft werden ihre
Beiträge, Opfer und Anstrengungen nicht anerkannt.
Sie bezahlen einen stillen, aber hohen Preis. Sie
tragen die Last der Familien auf ihren Schuldern,
die durch die Israelische Unterdrückung und
Enteignung ihres Landes Schaden erlitten haben. Sie
werden geschlagen, schikaniert, beleidigt, gefoltert
und getötet von der israelischen Besatzungsarmee.
Die internationale Gemeinschaft stärkt die
israelische Apartheit aktiv; das "business as usual"
-Vorgehen und der Waffenhandel mit Israel
unterstützt und ermutigt Israelische Kriege,
Repressionen sowie Gewalt gegen Frauen.
Die Anti-Apartheid-Mauer-Kampagne organisiert eine
Massenmobilisierung von Palästinensischen Frauen in
Bil'in, um den traditionellen Gedenktag am 40. Tag
nach dem Tod von Jawaher Abu Rahma würdig zu
begehen.
Wir rufen Euch alle auf, Euch uns anzuschließen und
zu Protestaktionen am 10. Februar in Euren Ländern
zu mobilisieren .
Vergesst Jawaher nicht!
Steht
zu den palästinensischen Frauen gegen Israelische
Gewalt!
Stoppt Eure Länder beim Waffenhandel, der
Palästinenser tötet.
Schließt Euch dem palästinensischen Kampf an gegen
die Israelische Apartheid und für Land,
Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und das Recht auf
Rückkehr.
Schließt Euch dem palästinensischen Aufruf zum
Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen
Israel an.
Hintergrund:
Die Mauer, die gegenwärtig veranschlagt ist, auf 810
Km Länge zu verlaufen, wird nicht auf oder zumindest
nahe der Grünen Linie von 1967 gebaut. Stattdessen
schneidet sie tief in die Westbank ein, wobei
palästinensisches Land und Rohstoffquellen
annektiert werden. Sie besteht aus einem Netz von
Mauern, Zäunen, militärischen Zonen, 34 verstärkten
Checkpoints (Grenzübergängen), 44 Tunneln, 634
Checkpoints und Absperrungen sowie 1.661 km Straßen
für Siedler. Nach der Fertigstellung wird die Mauer
und ihr dazugehöriges Regime von Siedlungen und
"militärischen Zonen" de facto ca. 46% der Westbank
annektieren, wobei Gemeinden in Bandustans und
militärische Zonen zerlegt werden.
Der Volkswiderstand gegen die Mauer verbindet
Frauen, Männer, Junge und Alte in den betroffenen
Dörfern in ihrem Bestreben, ihre Rechte und ihr Land
zu sichern, und sieht sich einem erschreckenden
Ausmaß von Repressionen ausgesetzt, Verhaftungen und
Gewalt von Seiten der israelischen Obrigkeit. Der
sichtbarste und einigende Ausdruck dieses
Widerstandes sind die wöchentlichen Demonstrationen
gegen die Mauer, die von den örtlichen
"Bürgerkomitees" organisiert und geleitet werden.
Diese bestehen aus Aktivisten der betroffenen
Gemeinden.
Die unermessliche Gewalt der israelischen
Besatzungskräfte geht einher mit Verhaftungen,
Kollektivbestrafung und Drohungen mit dem Ziel,
Druck auf den sozialen Zusammenhalt der Dorfgemeinde
auszuüben. Die israelischen Streitkräfte haben nun
schon 17 Menschen bei Protesten gegen die Mauer
getötet. Israel setzt tödliche und oft auch
sogenannte nicht tödliche Waffen ein mit der
Kenntnis oder dem Ziel, die Demonstranten zu töten
oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen. Über
CS-Gas, ein Typ von Tränengas, das vermutlich an
jenem Tag in Bil'in eingesetzt wurde, ist gemeldet
worden, dass es zu Fehlgeburten bei schwangeren
Frauen und unter bestimmten Umständen sogar zum Tod
führt.
Israel hält dieses System von Apartheid und
Unterdrückung nicht alleine aufrecht. Beide werden
von Israel ausgeübt mit der Duldung von
internationalen Organisationen und Regierungen, die
von der israelischen Besatzung profitieren. Um
einige Beispiele zu nennen: Regierungen auf der
ganzen Welt kaufen israelische Waffen, die in den
Repressionen gegen die Palästinenser getestet und
entwickelt wurden; internationale Banken und
Investoren besitzen Aktion in Gesellschaften, die
für die Konstruktion der Mauer verantwortlich sind,
und Produkte der Siedler werden in Geschäften quer
über den Globus verkauft. Diese wirtschaftlichen
Beziehungen machen die internationale Gemeinschaft
mitschuldig an der israelischen Apartheid und den
Verbrechen gegen die Palästinenser.
Die palästinensische Volks-Protest-Bewegung hat eine
bemerkenswerte Fähigkeit gezeigt, nicht nur zu
überleben, sondern auch zu wachsen und sich zu
verbreiten, eine neue Generation von Aktivisten und
Führern heranzubilden und Wurzeln in neuen Gebieten
zu schlagen.
Wir rufen Euch auf, diesen Kampf zu unterstützen:
verleiht Eurer Wut über die Tötung von Jawaher
Ausdruck am 10. Februar, und macht Euch den
palästinensischen Aufruf zu BDS zu eigen!
Übersetzung von Fatima Radjaie
Als pdf Datei >>> |
26.1.2011 -
No more cancer: Israeli Army
admits Jawaher killed by tear gas
- Jesse
Bacon - In a triumph of the obvious truth over incoherent lies,
the Israeli Army now admits that Jawaher Abu Rahmah was indeed
killed by tear gas at a demo, not as their anonymous speculation
would have it by cancer or an honor killing. These tales
violated basic plausibility, but they did provide animplausible
denial, which is all Israeli government’s supporters need to fan
out online with the narrative that there were “doubts about her
death.” The new Army version still blames Palestinians for not
treating her better. We know from the Republican Party’s tactics
in the United States that such attempt to create doubts actually
unfortunately work. >>>
8.1.2011
-
Bil’in: Frauen mobilisieren in
Erinnerung an Jawaher Abu Rahmah
-
Die Gruppe der
palästinensischen, israelischen und internationalen Aktivisten,
die seit über fünf Jahren jeden Freitag gegen die israelische
Mauer in der Westbank demonstrieren, stieg diese Woche um das
Mehrfache an, als Menschen aus der Westbank und Israel, den
Absperrungen und Strassenblockaden zum Trotz, die seit dem
Morgengrauen von israelischen Soldaten auf den Zugängen zum Dorf
errichtet wurden, in grosser Zahl auf Umwegen durch die Berge
nach Bil’in strömten.
In Erinnerung an
Jawaher Abu Rahma,einer Bewohnerin von Bilin, die am vergangenen
Samstag nach dem Einatmen von Tränengas gestorben war, das von
der israelischen Armee in grossen Mengen auf die Demonstranten
gefeuert wird, führten Frauenorganisationen den
Demonstrationszug an.
Jawaher Abu
Rahmah aus Bil’in hatte die Demonstration am vergangenen Freitag
zusammen mit ihrer Mutter und einigen Nachbarn beobachtet und
war nach dem Einatmen von Tränengas zusammengebrochen, als
Projektile in ihrer Nähe landeten und sich eine dichte Gaswolke
ausbreitete. Obwohl sie sofort in einem Krankenwagen in die
nahegelegene Stadt Ramallah transportiert wurde, konnten die
Ärzte sie nicht retten. Sie starb am folgenden Tag im
Krankenhaus. Ihr Tod hatte bei den grossen Nachrichtenagenturen
zu Schlagzeilen geführt und zu einer Debatte über die Taktiken
der israelischen Armee.Was bei keinem der 21 Menschen geschah,
die bei den seit sechs Jahren dauernden friedlichen Protesten in
der Westbank gegen die Mauer getötet wurden.
Die Demonstrationsteilnehmer trugen Fotos von Jawaher und ihrem
Bruder Bassem Abu Rahmah, der im April 2009 während des
wöchentlichen Freitagsprotestes in Bil’in von einem
Tränengasprojektil tödlich verletzt wurde. Einige Plakate trugen
die Botschaft: “Wir halten an der Rückkehr, der Freiheit und
Unabhängigkeit fest”. Und: “Stoppt die Zusammenarbeit der
Sicherheitskräfte [PA-Israel]! Lasst uns zusammenarbeiten im
Widerstand gegen die Besatzung!”
Eine Gruppe von
Palästinensern trug gelbe Sterne mit dem Wort “Palästinenser”
darauf, den Sternen ähnlich, die Juden im Dritten Reich tragen
mussten.
Dutzende von
Soldaten waren hinter Betonblocks und entlang der Mauer
stationiert und eröffneten das Feuer auf die Demonstranten mit
Tränengas- und Schockgranaten, Gummimantelgeschossen und jagten
die Demonstranten durch die Felder.
Einige Protestteilnehmer wurden während des Marsches verletzt
und mussten von Sanitätern behandelt warden.
Eyad Bornat,
Leiter des Bürgerkomitees Bilin wurde durch einen
Tränengaskanister an der Hand verletzt, und zwei Demonstranten
verloren nach dem Einatmen von Tränengas das Bewusstsein.
Viele
litten unter den erheblichen Nebenwirkungen des Tränengases und
des “Stinkwassers”, einer übelriechenden Mischung von
Chemikalien, und dem Geruch nach zu schliessen, Abwässer.
Die
Demonstrantin Alice Rothschild beschrieb den Einsatz von den
Tränengas-Ballgranaten, den zylindrischen Tränengasprojektilen
und dem “Stinkwaser”: “Einge Tränengaskanister wurden in die
Luft geschossen und fielen in Spiralen zur Erde, wo sich eine
enorme Tränengaswolke bildete.Manchmal schossen die Soldaten
direkt auf die Demonstranten. Ich beobachtete, wie sie sich
hinknieten und [Leute] ins Visier nahmen. Ein grosser Lastwagen
versprühte wiederholt eine weisse Flüssigkeit in hohem Bogen,
die wie eine Mischung von Stinktier und Fäkalien roch und
anscheinend nur schwer vom Körper wegzugewaschen ist, wenn man
davon besprüht wurde.”
Einige
Jugendliche demolierten Teile der Apartheidmauer und versuchten,
das Vordringen der israelischen Soldaten in Richtung Dorf mit
Steinewerfen zu verhindern. Die Steine blieben eine symbolische
Geste und konnten gegen die wohlausgerüsteten Soldaten nichts
ausrichten; die Steinewerfer mussten sich zurückziehen.
http://www.bilin-ffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=340&Itemid=47
http://stopthewall.org/latestnews/2442.shtml
http://stopthewall.org/photos/2440.shtml
http://www.imemc.org/article/60367
7.1.2011 - Aktivisten:
Behauptungen der Armee zum
Tod von Jawaher Abu Rahmah ‘absurd’ - Ramallah (Ma’an) –
Wichtiges Beweismaterial widerspricht der Version der
israelischen Armee von Ereignissen in Zusammenhang mit dem Tod
von Jawaher Abu Rahmah, sagten Aktivisten am Dienstag, nachdem
offizielle Vertreter der israelischen Armee der internationalen
Presse mitgeteilt hatten, dass nach ihrer Meinung einige der
Informationen zu dem Fall falsch seien.
Das Popular Organizing Committee Bilin
veröffentlichte seinerseits Aussagen von Augenzeugen, die den
Behauptungen der Armee direkt widersprechen.
Die Mutter der getöteten 36jährigen Frau,
Soubhiya Abu Rahmah, sagte dem Komitee, dass sie am 31. Dezember
neben ihrer Tochter stand “ auf einem Hügel in der Nähe des
Ortes, wo die Demonstration stattfand, als wir durch eine
Tränengaswolke verletzt wurden. Jawaher fühlte sich nach dem
Einatmen des Gases unwohl und zog sich von dem Ort zurück; bald
danach übergab sie sich und brach zusammen.”
Nicht namentlich genannte Mitglieder der Armee
sagten gegenüber internationalen Nachrichtenagenturen, dass sie
Jawahers Anwesenheit bei dem Protesten anzweifelten und
verwiesen auf ihre Fotodokumentation des Vorfalls, die ihre
Anwesenheit nicht zeige. Diese Behauptungen wurden dann benutzt,
um Berichte zurückzuweisen, dass Jawaher am folgenden Tag
aufgrund der Inhalierung von Tränengas gestorben sei.
“Wir brachten sie zur nächsten Strasse, und von
dort wurde sie von einer Ambulanz ins Krankenhaus gebracht, wo
sie bis zu ihrem Tod blieb,” sagte ihre Mutter.
Die israelische Seite sagte, dass medizinische
Berichte keinen Schluss zuliessen und dass die junge Frau zuvor
im Krankenhaus gewesen sei, möglicherweise für die Behandlung
von Krebs.
“Sie war nicht an Krebs erkrankt, und hatte keine
andere Krankheit; sie litt auch nicht an Asthma,” teilte die
Mutter den Organisatoren des Protestes mit.
Jawahers Arbeitgeber Dr. Uday Abu Nahlah sagte,
dass sie am Vortag gesund zu ihrer Arbeit angetreten war.
Familienmitglieder bestätigten, dass sie eine Infektion des
Inneren Ohres hatte, die ihren Gleichgewichtsinn störte, dass
sie aber deshalb einen Doktor aufgesucht hatte.
Ihr behandelnder Arzt, Dr. Hamis Al Sahfi’i
berichtete den Organisatoren, dass eine
Computertomographie-Untersuchung
ihres Gehirnes normal war. Mohammed Aida,
Direktor des Gesundheitszentrums in Ramallah, wo Frau Abu Rahmah
zur Behandlung ging, wurde in dieser Stellungnahme zitiert:”
Jawaher Abu Rahmah starb an Lungenversagen, das durch das
Einatmen von Tränengas verursacht wurde und zu einem Herzinfarkt
führte. Sie war bei der Ankunft im Krankenhaus nur teilweise bei
Bewusstsein und dann verlor sie das Bewusstsein vollständig.”
Das Komitee sammelte Zeugenaussagen, die Jawahers
Anwesenheit bei dem Protest, das Einatmen von Tränengas und den
Transport in einem Krankenwagen ins Krankenhaus bezeugen.
Der Nachbar Ilham Fathi sagte aus, dass er
Jawaher vom Dach seines Hauses sah und beobachtete, dass sie
Tränengas einatmete und zusammenbrach. “Als die Tränengaswolke
sich in unsere Richtung bewegte, ging ich hinunter, um die
Fenster zu schliessen. Als ich eines der Fenster schloss, sah
ich, wie sie das Bewusstsein wegen des Gases verlor, und rannte
zusammen mit Islam Abu Rahmah zu ihr hin, um sie wegzuziehen.
Zusammen hoben wir sie auf und trugen sie in meinen Garten. Wir
riefen um Hilfe und sie fing an sich zu übergeben und am Mund zu
schäumen.”
Islam Abu Rahmah, ein Einwohner des Dorfes
Bil’in, wo die wöchentlichen Proteste stattfinden, sagte, dass
er “ zusammen mit Jawaher, ihrer Mutter und meiner Grossmutter
stand, um die Konfrontation zu beobachten, die sich gerade vor
uns ereignete, in der Nähe des Zaunes. Der Wind blies das Gas in
unsere Richtung und verursachte Jucken und Tränen in unseren
Augen.” Er sagte, dass Jawaher “ Atemschwierigkeiten bekam und
ihren Richtungssinn verlor. Wir baten einige Frauen, mit einem
Papierfächer über ihrem Gesicht zu fächeln, um sie mit
Sauerstoff zu versorgen. Danach wurde sie ins Krankenhaus
gebracht.”
Sanitäter Saher Bisharat sagte aus, dass die Frau
in seine Betreuung gebracht wurde “in der Nähe des Eingangs
parallel zum Zaun, wo die Demonstration stattfand. Sie war immer
noch teilweise bei Bewusstsein, beantwortete Fragen und sagte,
dass sie wegen des Gases Atemschwierigkeiten hatte.”
Die Organisatoren zitierten auch einen Tweet von
den Jewish Voices for Peace, der die Verletzung von Jawaher live
um 14:36 berichtet, einschliesslich ihres Namens.
http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=348281
Siehe auch:
http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/Substantial-evidence-contradicts-the-army-s-version-of-the-events-surrounding-the-death-of-Jawaher-Abu-Rahmah
IDF
macht Rückzieher im Todesfall von
Jawaher Abu Rahmah - Die Umstände des
Todes der Demonstrantin, einer Schwester von Ashraf Abu Rahmah,
der mit einer Gummimantelkugel angeschossen wurde,werden immer
noch debatiert. Anshel
Pfeffer 5. Januar 2011 -
Vier Tage nach dem Tod von Jawaher Abu Rahmah,
der Schwester von Ashraf Abu Rahmah, nach einem Protest in ihrem
Dorf Bilin, zieht die IDF anscheinend frühere Behauptungen
zurück, sie sei an Leukämie gestorben.
Jawaher Abu Rahmahs Tod am Samstagmorgen, einen
Tag nach dem wöchentlichen Protest gegen den Trennzaun in der
Westbank, löste eine heftige Debatte über die Unstände ihres
Todes zwischen Palästinensern und der IDF aus.
Die Palästinenser haben betont, dass Jawaher Abu
Rahmah durch das Einatmen von Tränengas schwer verletzt wurde
und in ein Krankenhaus in Ramallah gebracht wurde, wo sie am
nächsten Morgen verstarb.
Dagegen hatte die IDF behauptet, dass sie nach
kurzer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen wurde und nach Hause
zurückkehrte, wo sie später an einer nicht spezifizierten
Krankheit starb.
Anfänglich sagte die Armee, dass sie wegen
Komplikationen im Zusammenhang mit Asthma starb, und dann wurde
eine Behauptung an die Öffentlichkeit gebracht, dass sie an
einer Form von Krebs litt.
Diese Version kam nicht vom Büro des IDF
Sprechers, sondern von einem hochrangigen Offizier. Sobald die
Behauptung im Bezug auf eine Krebskrankheit die Öffentlichkeit
erreichte, distanzierte sich die IDF anscheinend von dieser
Bemerkung und sagte, dass dieser Punkt lediglich die
„Fragezeichen“ anspreche, angesichts von Widersprüchen in einem
medizinischen Bericht, der von der palästinensischen Seite
zweieinhalb Tage nach Jawaher Abu Rahmahs Tod herausgegeben
wurde.
Darüberhinaus erreichte die IDF zwar
Informationen über Medikamente, die das Opfer vor ihrem Tod
einnahm und die ein Zeichen sein könnten, dass sie für die
Behandlung von Krebs genommen wurden, aber es gäbe immer noch
keine konkrete Information dazu.
Mitglieder der Familie Abu Rahmah betonten
gestern noch einmal, dass sie weder an Krebs noch an einer
anderen ernsten Krankheit litt und wiederholten, dass ihr Tod
durch das Inhalieren einer grossen Menge Tränengas verusacht
wurde.
„Die Untersuchung der IDF zum Tod von Jawaher Abu
Rahmah ist noch nicht abgeschlossen,“ verlautbarte das Büro des
IDF Sprechers gestern. „ Im Gegensatz zu früheren Fällen ist die
Kooperation mit der palästinensischen Seite nicht so gut wie
früher, was die Faktenfindung erschwert.“
„Anfängliche Informationen stellten die
Verlässichkeit der palästinensischen Berichte in Frage. Die
medizinischen Berichte der Palästinenser warfen viele Fragen
auf,“ so die Stellungnahme. „Die Möglichkeit wird untersucht,
dass Abu Rahmahs Tod überhaupt nicht mit dem Protest am letzten
Freitag [in Bilin] in Zusammenhang steht. Wenn die Untersuchung
beim Zentralkommando abgeschlossen ist, wird eine angemessene
Stellungnahme folgen.“
Mit
gefesselten Händen und verbundenen Augen: Bruder Ashraf
angeschossen
Morgen wird das Militärgericht das Strafmass für Lt. Col. Omri
Borberg verhandeln, der schuldig befunden wurde, dass er vor
zwei Jahren einem Soldaten unter seinem Kommando den Befehl
gegeben hatte, sein Gewehr auf einen gefesselten
palästinensischen Demonstranten zu richten.
Der
Demomnstrant, Ashraf Abu Rahmah ist ein Bruder von Jawaher Abu
Rahmah, der Frau, die vergangenen Samstag nach einem
Freitagsprotest in Bilin starb und deren Todesumstände strittig
sind.
Nach
dem Vorfall mit Ashraf Abu Rahmah wurde Borberg seiner Stellung
als Battalionskommmandeur enthoben und der Einschüchterung und
eines einem Offizier nicht gemässen Verhaltens schuldig
befunden.
Das
Militärgericht wird ebenfalls die Argumente zum Strafmass für
den Soldaten hören, der eine gummiummantelte Stahlkugel auf
Ashraf Abu Ramhah feuerte und ihn am Fuss verletzte. Dieser
Soldat, Leonardo Korea wurde aus der Armee entlassen und wegen
illegalen Gebrauchs einer Schusswaffe und unangemessenem
Verhalten schuldig gesprochen.
In
den Gerichtsverhandlungen seit dem Schuldspruch sagten eine
Reihe von Generalmajoren der IDF für Borberg aus, der zur Zeit
als Ausbilder in der Trainingsbasis Tze’elim arbeitet.Die
Generäle sagten, dass Borberg ausreichend damit bestraft wurde,
dass er von seinem Kommano entfernt wurde und dass er seinen
Fehler eingesehen habe. Sie haben auch seinen weiteren Dienst in
der IDF und seine Beförderung empfohlen.
Man
erwartet, dass die Staatsanwaltschaft eine Rückstufung seines
Ranges fordern wird, was Borbergs militärische Karriere beenden
wird.
http://www.haaretz.com/print-edition/news/idf-scales-back-defense-over-death-of-palestinian-protester-1.335470
Adalah –
New York: Stoppt die Lieferung von amerikanischem Tränengas an
Israel
Adalah-New York hat am 6. Januar 2011 zu einer E-mail Aktion
aufgerufen, um den führenden Lieferanten von Tränengas an die
israelische Armee, Combined Systems Inc. (CSI) mit Sitz in
Jamestown, Pennsylvania, zu einem Lieferungsstopp aufzufordern.
Die
Organisation berichtet, dass Jawaher nicht die erste
Demonstrantin ist, die durch Tränengas getötet oder verletzt
wurde. Jawahers Bruder Bassem Abu Rahmah wurde im April 2009
durch einen Tränengaskanister tödlich verletzt, und zwei
Amerikaner, Tristan Anderson (2009) und Emily Henochowicz
(2010)wurden schwer verletzt.
Die
Buchstaben CSI oder CTS (Combined Tactical Systems, eine
Markenbezeichnung von
Combined Systems Inc.) finden
sich auf vielen Tränengaskanistern, die nach Protesten auf den
Strassen von palästinensischen Dörfern vertreut liegen. Die
amerikanischen Steuerzahler finanzieren dieses Tränengas
mindestens teilweise mit: 2007 und 2008 stellte das US
Aussenministerium Israel Tränengase und Mengenkontrollen- Mittel
im Wert von 1,85 Millionen Dollar zur Verfügung, Teil der
jährlichen drei Milliarden Dollar US-Militärhilfe an Israel.
Niemand kennt die langzeitigen Nebenwirkungen auf die Gesundheit
der Einwohner Bil’ins und anderer Westbankdörfer und der
israelischen Solidaritätsaktivisten, die seit vielen Jahren
wenigstens einmal wöchentlich mit Tränengaswolken eingedeckt
werden, jedesmal, wenn sie ihre Proteste gegen die israelische
Konfiszierung palästinensischen Landes für den Bau der Mauer und
Siedlungen abhalten.
http://adalahny.org/
Joseph
Dana: IDF Vorgehen gegen den friedlichen Widerstand in der
Westbank
Joseph Dana berichtet am 3. Januar in einem
Artikel über Jawahers Tod in der Electronic Intifada, dass seit
2005 21 unbewaffnete Demonstranten, darunter 10 Kinder bei
Demonstrationen in der Westbank getötet wurden.
“Israel entwickelte eine dreifache Strategie in
der militärischen Bekämpfung des gewaltlosen Widerstandes, den
rücksichtslose Einsatz von Waffen, das Vertuschen von
kriminellem Fehlverhalten und dem Einsatz des Gerichtssystems
der Besetzung, um das Recht auf freie Meinungsäusserung für
Palästinenser zu unterdrücken, wie im Fall von Abdallah Abu
Rahmah, der wegen seiner Rolle bei der Organisation von
gewaltlosen Demonstrationen zu einem Jahr Gefängnisstrafe
verurteilt wurde.” Ein Militärrichter urteilte, dass Abdallah
Abu Rahmah für die Dauer des Berufungsverfahrens, das die
Militärstaatsanwaltschaft mit dem Ziel einer Verschärfung des
Strafmasses erfolgreich beantragte, im Gefängnis bleiben muss,
obwohl er seine Strafe verbüsst hat.“
Combined Systens, Inc. (CSI) eine Firma mit Sitz
in den USA, ist der führende amerikanische Zulieferer von
Tränengas, das die israelische Armee gegen palästinensische
Demonstranten einsetzt.
Auszug aus: electronicintifada.net/v2/article11710.shtml
Israelische Solidarität mit Bil’in – im
Visier der israelischen Polizei
In Reaktion auf den Tod von Jawaher Abu Rahmah am
1. Januar demonstrierten am gleichen Tag hunderte von Menschen
vor dem israelischen Aussenministerium in Tel Aviv. Über eine
Stunde lang blockierten sie durch ein Sit-in eine Hauptstrasse
neben dem Ministerium. Acht Demonstranten wurden verhaftet,
darunter ein früherer Knessetabgeordneter; alle wurden später
wieder ohne Anklage freigelassen.
Später am Abend versammelten sich israelische
Aktivisten vor der Residenz des US-Botschafters James
Cunningham, um verbrauchten Tränengaskanister „zurückzugeben“,
die sie in Bil’in eingesammelt hatten. Sie warfen die leeren
Kanister in den Vorgarten des Botschafters und weckten die
Nachbarn mit ihren Sprechchören auf, in denen sie ein Ende der
amerikanischen Militärhilfe für Israel forderten. Elf
Demonstranten wurden festgenommen und u.a. des illegalen
Waffenbesitzes angeklagt; am Dienstag wurden alle wieder
freigelassen. 1)
Am Mittwoch, den 5. Januar kam die israelische
Polizei zu zwei Häusern, die von israelischen Friedensaktivisten
bewohnt werden; während die Bewohner des ersten Hauses eine
Durchsuchung erfolgreich verweigerten, wurde das zweite Haus von
drei Polizisten durchsucht und Gegenstände konfisziert.
In den vergangenen Wochen berichteten israelische
Aktivisten von einem verschärften Vorgehen des israelischen
Sicherheitsapperates gegen sie.
Viele erhielten Anrufe vom Innensicherheitsdienst
Shabak, weigerten sich aber, einer „Einladung zum Gespräch“ zu
folgen.
Vergangene Woche wurde der prominente Aktivist
Jonathan Pollack, ein Sprecher des Popular Organizing Committee,
das aus Bil’in und der Westbank berichtet, für seine Teilnahme
an einem Protest gegen die israelische Blockade Gazas zu drei
Monaten Gefängnis verurteilt. 2)
1) electronicintifada.net/v2/article11710.shtml
2)
http://www.aljazeerah.info/News/2011/January/5%20n/Israeli%20Police%20Raid%20homes%20of%20Israeli%20Peace%20Activists.htm
Übersetzung und Bearbeitung Martina Lauer
5.1.2011 -
Der Tod der Familie
Rameh
- Schlesinger - Das palästinensische Dorf Bil’in kämpft seit
Jahren gegen den israelischen “Sicherheitszaun”. Selbst aus
israelischer Perspektive muss man im eigentlichen Sinn des
Wortes sagen: zurecht. Denn der Oberste Israelische Gerichtshof
hat in 2007 befunden, dass der Verlauf der Sperranlage im
Bereich Bil’in nicht rechtens ist. Das hat die für den Zaun
zuständige israelische Armee bislang nicht gekümmert. So finden
in Bil’in an jedem Wochenende Demonstrationen statt, an denen
sich neben Arabern regelmäßig Israelis und Friedensaktivisten
aus aller Welt beteiligen. In der Regel setzt die israelische
Armee Tränengas ein, um die Demonstrationen aufzulösen oder
mindestens zu behindern. Mitunter kommt es zum Einsatz von
Blendgranaten und Gummigeschossen. Ausgerechnet bei der
Demonstration zum Jahreswechsel kam es zu einem tragischen
Todesfall. Die 36jährige Jawaher Abu Rahmah starb in der Nacht
vom 31. Dezember auf den 1. Januar nachdem sie in
Tränengas-Schwaden geraten war. Ich sage bewußt “tragischer
Todesfall” und spreche nicht von Schlimmerem. >>>
PA: Israel trying to cover up
killings -
PA says Israel's attempts to justify killings 'reprehensible'
as woman dies after inhaling tear gas at anti-wall rally and man
shot dead by soldiers at checkpoint >>>
More on How the IDF Spin
Machine Works in the Abu Rahmeh Killing
- A female protester dies at a Bil'in protest from tear gas
inhalation. The IDF is not only faced with a public relations
nightmare, but also with the real possibility that there will be
pressure to change its mode of operations, and to use a less
effective (from its standpoint) tear gas. There may even be
pressure to conduct a military investigation, which the IDF
certainly doesn't want. So the only thing that it can do is to
attack the credibility of the woman's family and witnesses. >>>
Substantial evidence
contradicts the army’s version of the events surrounding the
death of Jawaher Abu Rahmah -
Since yesterday, the army has been promoting in the Israeli
media a mendacious version regarding the events that led to the
death of Jawaher Abu Rahmah of Bil’in on Friday, 31 December
2010. According to the army’s version >>>
Video - Eyewitnesses Describe
Death of Palestinian Woman in Israeli Tear Gas Attack
- Note: Also read the report below
the video - Eyewitnesses Describe Death of Palestinian Woman in
Israeli Tear Gas Attack:"A Palestinian woman died Friday after
Israeli forces shot her with tear gas during a peaceful protest
against the West Bank separation wall in the village of Bil’in.
Israeli and Palestinian eyewitnesses, as well as staff at a
hospital in Ramallah, say that Jawaher Abu Rahma died after
inhaling massive amounts of tear gas fired by the Israeli
military at the demonstration. She was 36 years old. We speak
with an Israeli activist and an Israeli doctor who were at the
protest. Jonathan Pollak, Israeli peace activist. Daniel Argo,
Israeli doctor who regularly takes part in the demonstrations
against the West Bank separation wall. >>>
Israeli Detainees Released
After Protest Against Jawaher’s Death
- Israeli activists, detained late on Saturday evening over the
protest outside US Ambassador’s home, were finally released,
Israeli group Anarchists against the Wall claimed on Tuesday
evening. >>>
In
Erinnerung an Jawaher Abu
Rahmah, 2. Januar 2011
Was wirklich in Bil’in geschah
Von
Felice Gelman, 2. Januar 2011
Ich war bei der Demo am Freitag und bei der Beerdigung am
Samstag.
Hunderte
von Palästinensern aus den Dörfern entlang der Grenze,
Internationale und Israelis versammelten sich in Bil’in zur
Freitagsdemonstration. Führende Politiker wie Salam Fayyad
zeigten sich und hielten Reden, aber ich sah keinen von ihnen
beim Demonstrationsmarsch. Die israelische Besatzungsarmee (IOF)
feuerte viele Tränengassalven, lange bevor die Demonstranten
sich ihnen bis auf 500 Meter näherten. Eine kleine Gruppe konnte
durch die Gaswolken hindurch zu den Soldaten gelangen und blieb
fünf Meter vor ihnen stehen. Weil dies eine gewaltlose
Demonstration war, blieben sie einfach dort stehen und sprachen
mit den Soldaten, mindestens eine Stunde lang.
Nach Meinung einiger Leute, mit denen zusammen ich
demonstrierte, war das Tränengas besonders lähmend, mehr als je
zuvor. Ich muss sagen, dass es zusätzlich zu einem Brennen in
den Augen und der Nase auch erhebliche Brustschmerzen
verursachte. Es blieb auch wirksam, wenn man es nicht länger in
der Luft sehen konnte. Wenn man dachte, dass man sich davon
entfernt hatte, konnte man plötzlich nicht mehr atmen. Ich war
der IOF nie näher als 250 Meter, aber ein kleiner Junge nur zwei
Meter entfernt, fiel aufgrund der Wirkung des Gases in Ohnmacht
und musste ins Krankenhaus transportiert werden.
Isabel Kershners Kommentar in der New York Times, dass diese
Demonstrationen „ unvermeidlich in Auseinandersetzungen enden,
bei denen junge Palästinenser Steine werfen und die israelischen
Sicherheitskräfte Tränengas, Schmettergranaten und
gummiummantelte Stahlgeschosse feuern“, verdreht den Ablauf der
Geschehnisse vollkommen. Die IOF begann mit dem Beschuss von
Tränengas, lange bevor Demonstranten in ihre Nähe kamen. Nur
wenige Steine wurden geworfen und es begann erst lange nach dem
Tränengas.
Eine Gruppe von Demonstranten kam den Soldaten näher als ich,
vielleicht auf 80 Meter. Die Soldaten feuerten erst eine
Tränengassalve direkt vor die Gruppe, dann hinter sie – und
hatten sie so eingefangen. Dann feuerten sie zahllose
Tränengaskanister mitten in die Gruppe – eindeutig als
Strafmassnahme, nicht zur Verteidigung.
Darüber hinaus hat ein Sprecher der IDF behauptet, dass Jawaher
Abu Rahma aus dem Krankenhaus in Ramallah entlassen wurde und
zuhause starb. Einfach um die Beweiskette in Frage zu stellen,
dass sie am Tränengas erstickte. Sie starb neun Uhr morgens im
Krankenhaus und viele Menschen warteten dort, bis ihr Körper
herausgebracht wurde für den Transport nach Bil’in und ihr
Begräbnis.[...]
Wie viele Mitglieder der Familie Abu Rahma werden getötet,
beschossen oder ins Gefängnis geworfen werden, während sie für
ihre Rechte und ihr Land kämpfen?
mondoweiss.net/2011/01/what-really-happened-in-bilin.html
Übersetzt und bearbeitet von Martina Lauer
Mutter der Demonstrantin
in Bil’in will keine Rache
Von Yair Altman, 2. Januar 2011
Sulhia Abu Rahma verlor zwei ihrer Kinder in Zusammenstössen mit
IDF Soldaten. Sie besteht darauf, den Menschen in Israel eine
Botschaft des Friedens zu senden. „Mir sind vier Kinder
verblieben,“ sagt sie. „Wie alle Menschen wollen wir leben und
nicht sterben.“
Es sind keine zwei Jahre vergangen, seit Sulhia Abu Rahma ihren
Sohn Bassem begraben hat, der bei einer Demonstration im
Westbankdorf Bil’in von einer Tränengasgranate der israelischen
Armee getötet wurde. Am Samstag war sie wieder auf dem Friedhof,
um sich von ihrer Tochter Jawahel zu verabschieden, die unter
ähnlichen Umständen getötet wurde.
Sulhias zweiter Sohn Ashraf wurde vor zwei Jahren verletzt, als
er – mit gebundenen Händen- von einem IDF Soldaten angeschossen
wurde.
In dem im Hinterhof errichteten Trauerzelt betonte die trauernde
Mutter Ynet gegenüber, dass sie trotz dieses zweifachen Unglücks
in der Familie an ihrer Überzeugung festhält, dass eine
friedliche Lösung die einzige Lösung für den
israelisch-palästinensischen Konflikt sei.
„Ich habe meine Kinder mit Liebe in die Welt gebracht und sie
dazu erzogen, an den Frieden zu glauben und nicht gewaltsam zu
handeln.“ Sie fügte hinzu: „ Von sechs Kindern sind mir vier
geblieben. Ich beklage mich nicht, weil es nicht in unseren
Händen steht. Gott beschliesst, was geschieht. Ich bitte die
Menschen in Israel, sich entschieden gegen die Besatzung
auszusprechen. Sie müssen unseren gerechtfertigten Kampf gegen
den Zaun und für die Befreiung des von uns geraubten Landes
unterstützen, denn nur zusammen werden wir die Tragödie unserer
beiden Völker beenden.“
Sulhia bat die palästinensische Öffentlichkeit,“ im Kampf gegen
die Besatung vereint zu bleiben. Israel muss den Zaun entfernen
und sich aus allen Siedlungen zurückziehen, damit wir Frieden
haben können. Wie alle Menschen wollen wir leben und nicht
sterben. Wir wollen an der Seite Israels leben, aber in
Würde.“[...]
[Der Ynet-Artikel zitiert Muhammad Abu-Nizad vom Bürgerkomitee
Bil’in und Bashir Tamimi aus An Nabi Saleh, die den friedlichen
Widerstand trotz der Opfer fortsetzen wollen, bis Palästinenser
in Frieden ihr Recht auf Selbstbestimmung erkämpft haben.
Palästinenser warten darauf, dass die israelische Öffentlichkeit
einsieht, dass nur eine Beendigung der Besatzung zu Frieden
führen wird.
Die IDF beharrt weiterhin darauf, dass die Demonstration am 31.
Dezember gewalttätig war, IDF Soldaten in Lebensgefahr waren und
dass nach Informationen der IDF Jawaher Abu Rahmah zuhause in
Bil’in starb.]
http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/Bilin-protestor-s-mother-not-seeking-revenge
Übersetzt und bearbeitet von Martina Lauer
Jawaher Abu Rahmah Demo in Tel
Aviv
1.1.2011 -
The death of Jawaher Abu-Rahma is a direct result of occupation
and the inhumane violence and brutality against the nonviolent -
demonstrators in Bilin
- Dr. Mustafa Barghouthi, the
Secretary General of the Palestinian National Initiative and the
President of the Palestinian Medical Relief Society stated that
the death of Jawaher Abu Rahma is a direct result of occupation
and the means of violence and brutality that is inflicted
against the demonstrators participating in peaceful and
nonviolent demonstrations against the Apartheid Wall and the
settlements. >>>
Bilin protestor's mother 'not seeking revenge' >>>
Übersetzung und Bearbeitung Martina Lauer
Bilin: Über tausend
Menschen nehmen trotz der Blockade von drei Strassen nach Bil’in
an der Demonstration zum „Letzten Tag der Mauer“ teil. Einigen
Aktivisten gelingt es, drei Stücke aus dem Trennzaun zu
schneiden und im Dorfzentrum zur Schau zu stellen.
Siehe die
Videos >>>>
Ein
weiterer Aktivist in Bil’in durch militärische
“Mengenkontrolle” getötet: Nach einem Bericht
von Stop the Wall starb eine 34-jährige Frau aus Bil’in am
Samstag in Ramallah an den Folgen einer Vergiftung durch
Tränengasinhalierung. Jawahar Abu Rahmah war nach dem Einatmen
von Tränengas während der Demonstration am Freitag in Bil’in
ohnmächtig geworden und wurde sofort in ein Krankenhaus in
Ramallah transportiert, wo sie am folgenden Morgen verstarb.
Hunderte von Soldaten waren an diesem Freitag in Bil’in präsent
und hatten massive Mengen von Tränengas auf die Demonstranten
geschossen. Nach einem Bericht des Bürgerkomitees Bil’in fanden
die Ärtzte, die Jawahar behandelten, Spuren von Phosphor und
schlossen daraus, dass sie durch Chemikalien im Tränengas
vergiftet wurde.[...]
Die
israelische Armee hat die Besatzung seit langem zu ihrem Vorteil
genutzt, um die besetzten Gebiete als Labor für die Entwicklung
von neuen Waffen und Techniken der Kontrolle von grossen
Menschenansammlungen einzusetzen. Während Palästinenser, die wie
in Bil’in gegen die Mauer protestieren, zunehmend unterdrückt
warden, profitieren israelische Waffenhersteller von der
Entwicklung neuer Produkte, oft für den Export.
Jamal Juma von der Stop the Wall Kampagne forderte Regierungen
weltweit auf, diese Praxis zurückzuweisen und den Waffenhandel
mit Israel zu beenden.
Stopthewall.org Special Update - Newsletter #1:January 1, 2011
Bildquelle
Abbas:
Jüngster palästinensischer Tod ein weiteres Verbrechen gegen
unsere hilflose Nation -
Eine Einwohnerin
des Westbankdorfes Bil’in starb am Samstag morgen in einem
Krankenhaus in Ramallah nach der Inhalierung von Tränengas, das
IDF Soldaten bei der Demonstration am Freitag gegen die Mauer
und Siedlungen auf die Demonstranten und das Dorf geschossen
hatten, berichtet die israelische Zeitung Ha’aretz am 1. Januar
2011.
Jawaher Abu Rahmah,
36 Jahre alt,war die Schwester von Bassem Abu Rahmah, der am 17.
April 2009 während einer Demonstration in Bil’in von einem
Hochgeschwindigkeits-Tränengasprojektil getötet wurde, das ein
IDF Soldat auf seinen Oberkörper geschossen hatte.
Diesen Freitag
stand die Demonstration unter dem Motto “Der Letzte Tag der
Mauer”. Obwohl die IDF das Dorf zur “geschlossenen militärischen
Zone” erklärt und mehrere Strassenblockaden um das Dorf
errichtet hatte, erreichten hunderte von Palästinensern,
Israelis und Internationale das Dorf auf Umwegen und zu Fuss.
Im Verlauf der
Demonstration gelang es Teilnehmern, drei Stücke des Zaunes
herauszuschneiden und später im Dorfzentrum auszustellen.
Teilnehmer an der
Demonstration berichteten, dass das Tränengas nach ihrer
Erfahrung besonders stark war. Jawaher Abu Rahmah litt nach dem
Einatmen des Tränengases unter Atemnot und wurde nach Ramallah
in ein Krankenhaus transportiert.
Die behandelnden
Ärzte teilten der Familie mit, dass sie nicht auf ihre
Behandlung reagierte. Während der Nacht verschlechterte sich ihr
Zustand und sie verschied um neun Uhr am Samstagmorgen.
Die IDF hat noch
keine offizielle Stellungnahme gegeben, aber der IDF
nahestehende Quellen haben gesagt, dass Frau Abu Rahmahs Tod
untersucht werde und dass die IDF keine andere Sorte von
Tränengas eingesetzt habe.
2009 wurde der
Bruder von Jawaher Abu Rahmah, Bassem Abu Rahmah von einem
Hochgeschwindigkeits-Tränengasprojektil tödlich getroffen und
der Generalstaatsanwalt der IDF befahl eine Untersuchung seines
Todes.
Die Untersuchung
von Bassem Abu Rahmahs Tod begann, nachdem Videomaterial zeigte,
dass Bassem sich vollkommen friedlich an der Demonstration
beteiligt hatte und nachdem Experten aussagten, dass der
Tränengaskanister- in Verletzung von IDF Regeln- direkt auf ihn
gezielt wurde.
Obwohl die
Untersuchung noch nicht abgeschlossen wurde, setzt die IDF seit
einem Monat wieder weitreichende Tränengasprojektile gegen
Demonstranten in der Westbank ein.
Ein Kusin von
Jawaher und Bassem Abu Rahmah, Ashraf Abu Rahmah, wurde 2008 von
der IDF in Ni’lin verletzt. IDF Soldaten hatten ihn nach der
Freitagsdemonstration gegen die Mauer am 7. Juli festgenommen
und ein IDF Soldat schoss Ashraf, der an den Händen gefesselt
und mit verbundenen Augen wehrlos vor ihm stand, mit einer
gummiummantelten Stahlkugel ans Bein. Der Vorfall wurde von
einem jungen Mädchen mit einer Kamera gefilmt, die ihr von der
israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem zur Verfügung
gestellt worden war.Der Soldat, der Ashraf Abu Rahmah
angeschossen hatte, sagte gegenüber den Untersuchungsbeamten der
Militärpolizei aus, dass der Kommandeur seines Battalions ihm
drei Mal befohlen hatte, auf den Demonstranten zu schiessen.
Seit über fünf
Jahren werden in Bil’in wöchentliche Demonstrationen gegen die
Mauer abgehalten, weil durch die Mauer Dorfland für die
Ausweitung der naheliegenden israelischen Siedlung Modi’in Illit
annektiert wurde. Nach einer Klage des Dorfes gegen den Verlauf
der Mauer vor dem israelischen Obersten Gericht entschieden die
Richter 2007, dass die bis jetzt gebaute Route nicht aus
Sicherheisgründen gewählt wurde und deshalb 170 Hektar Land an
das Dorf zurückkehren sollten. Eine Sektion der
Trennungsbarriere wurde seit Februar 2010 in Beton (nicht mehr
Kettenzaun) errichtet*, das Dorfland aber immer noch nicht an
die Besitzer aus Bil’in zurückgegeben.
http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/abbas-latest-palestinian-death-another-israeli-crime-against-our-helpless-nation-1.334658
*Siehe Bericht vom
10. Februar 2010 und 22. Oktober 2010 zum friedlichen Widerstand
in der Westbank
In den Berichten
über die Demonstrationen in Bi’lin, An Nabi Saleh und anderen
Dörfern in der Westbank wird wiederholt berichtet, dass
Teilnehmer, vor allem Kinder, wegen der grossen Tränengasmengen
das Bewusstsein verlieren oder unter Konvulsionen leiden. Siehe
Friedlicher Widerstand vom 2. Oktober 2010, 16. Juli 2010 und
25. Juni 2010
Erinnerung an Bassem
Abu Rahmah, Friedlicher Widerstand 16. April 2010
Demonstrantin
aus Bil’in beerdigt; hunderte versammeln
sich in Tel Aviv -
Jawaher Abu Rahmah, deren Bruder ebenfalls während eines
Protestes gegen den Trennzaun in der Westbank getötet wurde,
wurde einen Tag nach der Inhalierung von Tränengas zu Grabe
getragen. Acht Menschen wurden während einer
Demonstration in Tel Aviv gegen die “ tödliche Unterdrückung von
gewaltlosen Protesten” verhaftet.
Yair Altman berichtet am 1. Januar 2011 für
Israeli News
Jawaher Abu Rahma, die
kaum 24 Stunden nach der Teilnahme an einem Protest in Bil’in
gegen den Trennungszaun in der Westbank starb, wurde am
Samstagnachmittag in ihrem Dorf begraben. Jawaher Abu Rahma war
die Schwester von Bassem, der 2009 bei einem ähnlichen Protest
in Bil’in getötet wurde, und die Kusine von Ashraf, der von
einem IDF Soldaten angeschossen wurde, als er mit gefesselten
Händen vor ihm stand.
Palästinenser
berichteten, dass Jawaher Abu Rahma in einem Krankenhaus in
Ramallah an Blutvergiftung starb, nachdem sie grosse Mengen von
Tränengas inhaliert hatte.
Marttyr`s Funeral Jaoaher Abo
rahma-Bilin 01.01.2011
Der Onkel von Jawaher, Muhammad Abu Ramah berichtete von ihren
Aktivitäten und dem Zeitpunkt der Verletzung: “Sie kam während
der vergangenen fünf Jahre zu allen Protesten. Gestern (Freitag)
feuerten sie eine nie zuvor erlebte Menge von Tränengas auf uns,
und Jawaher war mitten in einem Bereich, wo eine riesige
Tränengaswolke hing. Ein Entkommen war ihr nicht möglich, sie
verlor das Bewusstsein und inhalierte grosse Mengen von
Tränengas. Es dauerte mehrere Minuten, bis wir sie fanden, weil
das Gas die Suche so sehr erschwerte.”
Die
IDF und die Zivilverwaltung haben Untersuchungen zu ihrem Tod
eingeleitet. IDF-Quellen zeigten sich über ihren Tod überrascht
und sagten, dass ihnen kein aussergewöhnlicher Einsatz des
Tränengases bekannt war, weder im Bezug auf die Menge noch die
Sorte.
Der palästinensische
Präsident Mahmoud Abbas rief die Familie von Jawaher Abu Rahma
an, um sein Beileid auszudrücken. Gleichzeitig besuchte Sultan
Abu Al-Einein vom Zentralkomitee der Fatah die Familie, um das
Beileid des palästinensischen Präsidenten, der sich zur Zeit in
Brasilien aufhält, persönlich zu überbringen. Palästinensische
Medien berichteten, dass Abbas [den Vordfall] verurteilte als
“israelisches Verbrechen, das Teil einer Reihe von Verbrechen
ist, die von der Besatzungsarmee an unserer hilflosen Nation
begangen werden.”
Saeb Erekat, Leiter
des palästinensischen Verhandlungsteams, verurteilte den Vorgang
ebenfalls und bezeichnete die Tötung als “Kriegsverbrechen”.
“Wir verurteilen
dieses schockierende Verbrechen der israelischen Armee gegen die
Teilnehmer eines Protestes für den Frieden,” sagte er. “ Es ist
ein weiteres Kriegsverbrechen, das Israel gegen unsere Nation
ausgeführt hat.”
Später am Samstag
protestierten hunderte vor dem Kiryakomplex in Tel Aviv gegen
die “brutale und tödliche Unterdrückung der gewaltlosen Proteste
gegen den Diebstahl von Bil’ins Land.”
Acht Menschen wurden
bei der Demonstration festgenommen, darunter der ehemalige
Meretz-Knessetabgeordnete Moshe Raz.
Einer der
Demonstranten berichtete Ynet, dass ein Polizeibeamter Raz
“grundlos” ohrfeigte, bevor er festgenommen wurde.
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4007411,00.html
Zusammenstoss zwischen Polizei und Demonstranten in Tel Aviv
-
Hunderte von
Aktivisten protestierten vor dem Verteidigungsministerium,
nachdem eine Palästinenserin in Bil’in durch den massive Einsatz
von Tränengas während der Freitagsdemonstration im Westbankddorf
starb. Demonstranten berichteten, dass ein ehemaliger
Knessetabgeordneter von Meretz von der Polizei geschlagen wurde.
Am Samstag
versammelten sich hunderte von linksgerichteten Aktivisten vor
dem Verteidigungsministerium in Tel Aviv, um gegen den Tod einer
palästinensischen Demonstrantin in Bil’in zu protestieren, die
am Freitag durch die Inhalation von Tränengas der IDF an akuter
Atemnot litt und am Samstagmorgen in einem Krankenhaus in
Ramallah verstarb.
Nach Berichten der
Demonstranten ging die Polizei in besonders brutaler Weise gegen
die Demonstration vor, und der ehemalige Knessetabgeordnete Musi
Raz von Meretz wurde nach ihren Aussagen festgenomnmen und von
der Polzei geschlagen.
Die Polizei
verhaftete weitere sieben Aktivisten während des Protestes. Nach
Berichten der Polizei blockierten die Demonstranten mehrere
Hauptstrassen und waren gewaltätig gegenüber den Polizeibeamten.
Die Organisatoren
der Demonstration, die ebenfalls an der Sheikh Jarrah
Solidaritätsbewegung beteiligt sind, sagten aus, dass die
Polizei die Demonstranten bedrängte und einer der Polizisten
sogar den früheren Knessetabgeordneten Raz ohrfeigten.
“Wie bei den
protesten in Sheikh Jarrah behandelt die israelische Polizei die
Bürger wie Feinde, sogar im Herzen von Tel Aviv. Sie unterdrückt
das Recht auf Meinungsfreiheit und handelt wie rechtsextreme
Sturmtruppen,” schrieben die Organisatoren in ihrer
Stellungnahme.[…]
Der palästinensische
Präsident verurteilte diese Aktionen [die den Tod von Jawaher
Abu Rahmah zur Folge hatten] und bezeichnete sie als “ ein neues
israelisches Verbrechen, das von der Besatzungsarmee gegen
unsere hilflose Nation ausgeführt wurde.”
www.haaretz.com/.../police-clash-with-leftists-at-tel-aviv-demonstration-of-bil-in-protester-s-death-1.334691
Sister of Bilin victim dies in anti-fence protest
- Palestinians report Jawaher Abu
Rahma, 36, who suffered tear gas inhalation during anti-fence
protest, died in Ramallah hospital. Her brother Bassam was
killed in Bilin two years ago after being hit with gas grenade.
IDF: Soldiers used tear gas in routine manner >>>
Palestinian demonstrator dies after
choking on tear gas
- A Palestinian woman from the west Ramallah village of Bil'in
died Saturday after inhaling tear gas fired at her when Israeli
troops suppressed a peaceful anti-separation wall demonstration
in the village. Jawaher Abu Rahma sustained breathing
difficulties while
Protester Killed By Israeli Tear Gas
in Bil’in - Jawaher Abu Rahmah,
36, was evacuated to the Ramallah hospital yesterday after
inhaling massive amounts of tear-gas during the weekly protest
in Bil’in, and died of poisoning this morning. Abu Rahmah was
the sister of Bassem Abu Rahmah who was also killed during a
peaceful protest in Bil’in on April 17th, 201o >>>
The death of Jawaher Abu-Rahma
is a direct result of occupation and the inhumane violence and
brutality against the nonviolent demonstrators in Bilin -
Dr. Mustafa Barghouthi, the
Secretary General of the Palestinian National Initiative and the
President of the Palestinian Medical Relief Society stated that
the death of Jawaher Abu Rahma is a direct result of occupation
and the means of violence and brutality that is inflicted
against the demonstrators participating in peaceful and
nonviolent >>>
Bildquelle
Palästinenser werfen Israel
"Kriegsverbrechen" vor >>>
Bil`in protester dies after
exposure to tear gas shot by IDF
- Amira Hass and Anshel Pfeffer - Haaretz - Palestinian PM
Fayyad also present at the weekly West Bank anti-separation wall
demonstration where Jawaher Abu Rahmah was critically injured
>>>
Army investigating
death of Bil'in protester -
The Israeli army said Saturday it would
investigate the death of a Palestinian woman who died after
inhaling tear gas fired by Israeli forces at an anti-wall
protest in Bil'in on Friday. Palestinian medical sources in
Ramallah said 36-year-old Jawahir Abu Rahmah died at Ramallah
medical compound. Abu Rahmah inhaled large amounts of tear gas
fired by Israeli forces who forcibly dispersed a non-violent
rally protesting the separation wall >>>
Bilin Weekly Demo 31.12.2010
Sleepless Gaza Jerusalem - The
Family of Bassem and Jawaher
The Shooting of Bassem Abu
Rahmah
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