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Wasser, das blaue Gold
Der Kampf um das Wasser in Israel + Palästina
Konflikte um das Wasser im Nahen Osten

 

Warnung der Vereinten Nationen Der Gazastreifen droht auszutrocknen  - 28. 3. 2015

Das Leitungswasser in Gaza stinkt, es ist schmierig und schmeckt bitter: Wenn sich die Wasserversorgung dort nicht sehr bald verbessert, werde das abgeriegelte Palästinensergebiet schon in vier Jahren unbewohnbar sein, warnen die UN. - Christian Wagner

Wasser kommt noch aus der Leitung im Gaza-Streifen, aber trinken kann man es nicht. Mag der Durst noch so groß sein. Der Chef der Wasserbehörde in Gaza-Stadt, Rebhy el-Sheikh, warnt, in den allermeisten Fällen sei das Wasser sehr stark mit Salz und Nitrat belastet und stelle eine unmittelbare Gesundheitsgefahr dar. Häufig sei das Wasser auch noch mit Keimen belastet.

Zu wenig Wasser für zu viele Menschen - Und das hat viele Gründe, sagt el-Sheikh. Es lebten einfach zu viele Menschen in dem abgeriegelten Palästinensergebiet: 1,8 Millionen, wahrscheinlich mehr. Die Folge: Es werde mehr Wasser gepumpt, als die Grundwasserschicht hergibt, salziges Meerwasser fließt durch die Gesteinsschichten nach. Und: Kläranlagen fehlen, Abwasser sickert ins Grundwasser.


Die Vereinten Nationen warnten zum Weltwassertag: Ohne radikale Verbesserungen bei der Trinkwasser-Versorgung werde der Gaza-Streifen schon in vier Jahren unbewohnbar sein. >>>

 

Time 'to ring the alarm bell'  - on waning prospects for Middle East peace, UN envoy tells Security Council  - 24 March 2016 – The United Nations envoy for the peace process in the Middle East today warned the Security Council that the prospects for an independent Palestinian state are disappearing, and questioned the political will of the Israeli and Palestinian actors to address the main challenges blocking peace efforts.


“The time has come to ring the alarm bells that the two-state solution is slipping from our fingers,” said Nickolay Mladenov, Special Coordinator for the Middle East Peace Process, pointing to ongoing settlement activities and confiscation of Palestinian land, as well as the continued lack of genuine Palestinian unity. >>>

"Die starke Diskrepanz zwischen Palästinensern und Israelis, und insbesondere israelischen Siedlern, die in den OPT leben, bei der Zuteilung von Wasser sowohl mit Blick auf die Quantität als auch auf die Qualität der ihnen zur Verfügung gestellten Wasserversorgungseinrichtungen und -systeme kommt einer Diskriminierung gleich und verstößt gegen Artikel 5 der Internationalen Konvention zur Beseitigung aller Formen der Rassendiskriminierung (ICERD), die verlangt, dass: „Vertragsstaaten sich verpflichten, die Rassendiskriminierung in all ihren Formen zu verbieten und sie zu beseitigen und das Recht jedes Einzelnen auf Gleichheit vor dem Gesetz garantieren, ohne eine Unterscheidung nach Rasse, Hautfarbe, nationaler oder ethnischer Herkunft, insbesondere im Hinblick auf den Genuss von … wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten.“ Quelle - Bericht von Amnesty International Deutschland >>>

 

FAKTEN
 

Die Ungleichbehandlung beim Zugang zu Wasser zwischen Israelis und Palästinensern ist eklatant. Der palästinensische Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser pro Tag liegt bei etwa rund 70 Litern – also weit unter dem von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfohlenen Wert von 100 Litern pro Kopf und Tag –während sich der israelische Tagesverbrauch pro Person auf etwa 300 Liter beläuft, also auf etwa das Vierfache. In einigen ländlichen Gemeinden müssen die Palästinenser noch mit weitaus weniger als dem durchschnittlichen Verbrauch von 70 Litern pro Kopf und Tag überleben, in manchen Fällen sind es sogar nur 20 Liter täglich pro Person, eine Menge, die die WHO ansonsten als absolute Notfallmaßnahme für extreme Krisensituationen empfiehlt. Quelle - Bericht von Amnesty International Deutschland - Erstveröffentlichung 2009 >>>

ReliefWeb-Bericht 14.1.2014: Eine frische Lösung für Gazas Wasserkrise - Amnesty International
Die begrenzte Verfügbarkeit von Wasser im Gazastreifen war für viele Einwohner lange ein Synonym für hohe Preise und schlechte Wasserqualität. Durch die Einführung von neuen Entsalzungsanlagen konnte die Lage jedoch teilweise dramatisch verbessert werden. Vollständiger Artikel: Loesung_Gaza.pdf.
Verbindlich ist das englische Original: A fresh solution to Gaza's water crisis

 

Die Fakten hinter Schulz' Behauptung - Die Fakten zu Schulz' Vier-mal-mehr-Theorie sehen so aus:
Die israelische Wasserbehörde bestätigt, dass Israelis rund 1,5 Mal mehr Wasser verbrauchen als Palästinenser.
Eine israelische Menschenrechtsgruppe kam kürzlich zu dem Ergebnis, dass der Wasserbrauch in Israel rund 3,5-mal so groß ist wie der im Westjordanland.
In einem UN-Bericht vom Dezember 2012 heißt es, dass israelische Siedler im Westjordanland sechs Mal mehr Wasser verbrauchten als die Palästinenser in dem Gebiet. >>>


Nach Informationen der internationalen Umweltschutzorganisation Friends of the Earth haben Palästinenser täglich durchschnittlich 70 Liter Wasser und Israelis 250 Liter Wasser zur Verfügung. >>>


Israel verweigert Palästinensern Zugang zu Wasser - Amnesty International Deutschland >>>

Der komplette Bericht von Amnesty International Deutschland - kann hier in deutscher Sprache als PDF heruntergeladen werden >>>

Undeniable discrimination in the amount of water allocated to Israelis and Palestinians - B'Tselem >>>

Separation Wall und Wasserressourcen-Entwicklungsperspektiven
- pdf - Clemens Messerschmid >>>

Macht und Myten - Wasser - verwehrter Zugang - pdf - Clemens Messerschmid >>>

Durst nach Freiheit: das Recht auf Wasser in Palästina -
Red Solidaria Contra La Ocupacion de Palestina - (...). Zwischen 2009 und 2011 hat Israel 57 Regenwasser-Zisternen und 40 Brunnen zerstört, die für die palästinensische Bevölkerung lebenswichtig sind >>>

Videos zum Thema Wasser >>>

Aktuelles




Video: Der Wasserstreit zwischen Israel und Palästina - Israel verbraucht viel Wasser. In einem Wüstenland ein Problem. Doch dank Entsalzungsanlagen und Pipelines hat Israel keinen Wassermangel mehr. Die Palästinenser bekommen davon nichts ab. >>>
 


Israels Wasserkriegsverbrechen - Muna Dajani, 6.10.14 - Da geht ein Krieg weiter, er ging seit langem dem sommerlichen  Massaker in Gaza voraus, ja seit Jahrzehnten: es geht um Wasser. Israel hat eine systematische und absichtliche Kampagne durchgeführt, die den Palästinensern, den Zugang zu sauberem Wasser  verweigert.

Obwohl Israels Kampagne, den Wasserzugang einzuschränken, schon lange währt, ist dies in den Medien noch nicht erschienen. Menschenrechtsorganisationen drängen die palästinensische Behörde, dies als Thema vor Gericht zu bringen, damit die Sache in den nächsten Monaten  endlich Schlagzeilen macht. Während die PA darüber debattiert, ob man zum Internationalen Gerichtshof geht oder nicht, gibt es immer mehr Kriegsverbrechen, die sie dahin stoßen  könnten. Nach dem Völkerrecht ist absichtliches Zielen auf die zivile Infrastruktur ein Kriegsverbrechen,  und als 2010 das Wasser und die Wasseraufbereitung als Grundmenschenrecht bestimmt wurde, hat Israel offensichtlich und systematisch diese Rechte verweigert.

1. 4. 2014 - Israel's water miracle that wasn't  - Covering up a crime in plain sight: The dual function of Israel's water industry. - Charlotte Silver - It was impressive at first: Long stretches of seemingly barren, beige hills punctuated by abundantly fertile farms growing oranges, dates and watermelons, first appearing in southern Israel in the middle of the 20th century. Unlike the gaudy, fake lakes and gushing fountains of Las Vegas plopped in the middle of the Mojave desert, this prodigious agricultural production was not meant to signal decadence; rather, it was a testament to Israel's prudent husbandry of the land, an intelligence and expertise that not only enriched the region but legitimised the presence of Israel and the expulsion of Palestinians.

Israel credits its use of desalination plants and drip-irrigation with enabling the desert to bloom - the iconic image reinforcing the still-lingering notion that the land of historic Palestine was a dry one, while further impressing Israel's world audience with the young country's wizardry with water.

Less attention is given to the Knesset report commissioned in 2002, nearly four decades after Israel's national water carrier began diverting the Jordan river to Israeli citrus orchards in the Negev region. The report concluded that the region's ongoing water crisis - a desiccated Jordan river and shrinking Dead Sea - was "primarily man-made". >>>

11. 3. 2014 - Wasser und Krieg - In Ramallah fällt mehr Regen als in London, doch die Palästinenser sitzen auf dem Trockenen. Das ist von Israel gewollt. - Clemens Messerschmid - In den Debatten über den israelischen und palästinensischen Wasserkonsum wird meist so getan, als handele es sich um zwei gleichberechtigte Staaten, so auch in der Diskussion um die Äußerungen des Präsidenten des EU-Parlaments, Martin Schulz. Dabei wird der Zugang zu Wasser ganz und gar von der israelischen Besatzung bestimmt. Israel beansprucht nicht das meiste Wasser für sich - der israelische Staat beansprucht die Kontrolle über das gesamte Wasser in Palästina.

Unmittelbar nach Beginn der Besatzung der palästinensischen Gebiete 1967 wurden drei Militärdekrete erlassen, die bis heute diese Kontrolle festschreiben. Das erste Dekret (#92) stellt alles verfügbare Wasser unter die Hoheit eines “befugten Militärbefehlshabers”. Das zweite (#158) führte das sogenannte Permit-System ein, wonach jegliches Wasserprojekt nur mit Erlaubnis der israelischen Militärverwaltung möglich ist beziehungsweise ohne Permit als illegal betrachtet wird. Das dritte Dekret schließlich (#291) gab der Militärverwaltung das Recht, selbst bestehende Abkommen, Lizenzen und Erlaubnisse für nichtig zu erklären. Damit gehört grundsätzlich alles Wasser Israel. Ausnahmen regelt die Militärverwaltung.

In der Realität bedeutet dies, dass im größten und produktivsten Grundwasserbecken, dem westlichen Aquifer, der nach Westen zur israelischen Küste reicht, seit 1967 kein einziger neuer Brunnen für Palästinenser genehmigt wurde. Im östlichen, von Israel abgewandten Aquifer übersteigt die Menge an gefördertem Wasser allein für die knapp zehntausend Siedler im Jordangraben mit 40 Millionen Kubikmetern im Jahr bei Weitem die gesamte Förderrate aller palästinensischen Brunnen, die bei 25,7 Millionen Kubikmetern liegt. Diese Siedler verbrauchen nicht jene 70 Liter, die Schulz genannt hatte, sondern sagenhafte 13 000 Liter pro Kopf und Tag.

Debatten über den palästinensisch-israelischen Wasserkonflikt gehen meist von einer Wasserknappheit in der Region aus. Das ist ein Mythos. In Wirklichkeit agieren die Berge der Westbank als Hauptregenfänger für die heftigen Winterregen vom Mittelmeer. So fällt in Jerusalem mehr Regen als in Berlin, in Ramallah mehr als in London-Heathrow. Die extreme Wasserkrise in Nahost ist keine üble Laune der Natur. Sie ist politisch erzeugt. Auch vom Jordanfluss erreicht kein Tropfen Wasser die palästinensischen Gemeinden. Jede Leitung und Pumpstation, jedes Wasserreservoir bedarf einer Erlaubnis der Militärverwaltung. Das gilt erst recht für Großprojekte wie Kläranlagen oder Brunnenbohrungen. Selbst der Regen, der in der Westbank fällt, wird enteignet: Zisternen, die ohne Permit den Regen auf dem eigenen Hausdach sammeln, gelten Israel als illegal. Sie werden mit Abrissverfügungen belegt und vom israelischen Militär zerstört.

Martin Schulz irrte bei den Zahlen, nicht aber, was die Proportionen der Ungerechtigkeit angeht

Die Menge des palästinensischen Wasserverbrauchs hängt also vollständig von der Gnade der jeweiligen Regierung Israels und der Besatzungsbehörden ab. Wasserprojekte, vor allem neue Brunnen, verhindert die Militärverwaltung fast ausnahmslos. Die dadurch bewusst erzeugte extreme Wasserknappheit zwingt die Palästinenser zu einer prekären Praxis. Immer größere Mengen des ihnen vorenthaltenen Wassers, das oft genug aus der Westbank stammt, müssen sie beim israelischen Wassermonopolisten Mekorot für teures Geld zurückkaufen. Diese verkauften Mengen haben seit den Osloer Abkommen von 1992 stark zugenommen - nicht, weil das Angebot so gut ist, sondern weil es für Palästinenser keine Bohrgenehmigungen gibt. Mekorot ist heute der größte Trinkwasserversorger der Westbank. Uri Shani, einst Chef der israelischen Wasserbehörde (IWA), hat zu Recht gesagt: “Ich bin de facto der palästinensische Wasserregulator.” Dies ist der selten beleuchtete Hintergrund für die Aufregung, die die Rede von Martin Schulz in der Knesset auslöste. Vor allem die Siedlerparteien fühlten sich auf den Schlips getreten. Ihr Stein des Anstoßes waren dabei weniger die falschen Absolutzahlen von Schulz als vielmehr die tiefer liegende Aussage über das Ausmaß der Ungleichverteilung, bei der Schulz der Wirklichkeit sehr nahe kam. Dabei streiten nicht nur die Siedler, sondern auch offizielle israelische Stellen dieses Missverhältnis rundweg ab. Sogar Uri Schor, der Sprecher der israelischen Wasserbehörde, operiert mit Zahlen, die den amtlichen israelischen Angaben widersprechen. Ein Israeli, so Schor, habe 2006 täglich 466 Liter, ein Palästinenser 301 Liter Wasser verbraucht; neuere Zahlen lägen nicht vor.

Dabei genügt ein Blick auf Schors eigene regierungsamtliche Website, um die genauen Zahlen präzise aufgeschlüsselt bis zum Jahre 2011 zu ermitteln. Aber Schor stützt sich gar nicht auf die amtlichen Jahrbücher und Statistiken, sondern auf eine ideologisch gefärbte Studie des Hydrogeologen Haim Gvirtzman, der selbst in einer Siedlung lebt. Die amtlichen Zahlen der israelischen Wasserbehörde zeichnen ein anderes Bild: Nimmt man den Gesamtverbrauch im Jahr 2011 für die drei Sektoren Landwirtschaft, Industrie und Trinkwasser, kommt man auf 646 Liter pro Person auf israelischer und 133 auf palästinensischer Seite. Bei den Werten für Trink- und gewerbliches Brauchwasser allein kommt man auf 278 (Israel) zu 77 (palästinensische Gebiete) Litern. Die Weltgesundheitsorganisation nennt 100 Liter täglichen Trinkwassers als Untergrenze für ein menschenwürdiges Leben.

Ein Israeli verbraucht somit das 3,6-Fache eines Palästinensers an Trink- und gewerblichem Wasser und sogar das 4,8-Fache an Gesamtnutzung - das sind ziemlich genau die Proportionen, die Schulz nannte. Noch krasser ist das Missverhältnis in der Landwirtschaft, in die der Löwenanteil des israelischen Verbrauches fließt, obwohl sie nur noch zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts ausmacht: Jeder Israeli hatte 2011 täglich 368 Liter für Bewässerung zur Verfügung, das Sechseinhalbfache eines Palästinensers (57 Liter).

Die Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten zu verbessern wäre recht einfach, wenn die Palästinenser Brunnen bohren und ihr eigenes Grundwasser nutzen dürften. Aber das Permit-System, das dies verhindert, besteht weiter. Die Bundesregierung toleriert das stillschweigend, sie hat vor 14 Jahren ihre letzten Bohrprojekte abgebrochen, weil es keine israelischen Genehmigungen gab. So sank die jährliche palästinensische Förderrate in den 20 Jahren Oslo-Prozess um 20 Millionen Kubikmeter. Der politische Druck, der nötig wäre, dies zu ändern, blieb aus. Der vorige Entwicklungsminister Dirk Niebel warnte sogar vor “zusätzlichen Rohwasserentnahmen” - natürlich nur vor palästinensischen. Herr Schulz hätte noch einiges zu berichten gehabt.

Clemens Messerschmid, 49, ist Hydrogeologe und arbeitet seit 17 Jahren in verschiedenen Wasserprojekten in der Westbank und im Gaza-Streifen, unter anderem für die deutsche GIZ und die palästinensische Wasserbehörde. Zuerst erschienen: Süddeutschen Zeitung vom 10. März 2014, S. 2

 


Thousands denied water in Jerusalem as California Gov signs energy pact with Netanyahu - Israel cut off the water supply to 45,000 Palestinians this week while Prime Minister Netanyahu was traipsing across the globe signing historic legislation with the governor of my very own state, California, on — you guessed it — water conservation! - Annie Robbins Mondoweiss - Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu (R) and California Gov. Jerry Brown (L) sign a pact to strengthen economic and research ties between California and Israel at the Ever since I read about the outlandish conniption fit caused by EU Prez Martin Schulz‘s address to the Knesset (he had the audacity to question the water allocation between Israelis and Palestinians) Israel’s hypocritically alleged ‘innovative water management‘ has been on my radar. But imagine my shock in reading this “innovation” was coming to my own back yard. >>>
 

19. 02. 2014

AI-Bericht: Troubled Waters - Wassernöte - Dr. Ludwig Watzal - Der Zugang zu angemessenem und sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Dieses Recht wird den Palästinensern in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten (OPT=Occupied Palestinian Territories) durch diskriminierende Maßnahmen seitens der Besatzungsmacht verwehrt. Der Zugang zu Wasserressourcen für Palästinenser in den OPT wird von Israel kontrolliert und auf ein Maß beschränkt, das weder deren Bedürfnisse zu decken vermag, noch einen fairen und gleichberechtigten Anteil an den gemeinsamen Wasservorkommen darstellt.

Den Palästinensern stehen rund 70 Liter Wasser pro Kopf am Tag zur Verfügung, einem Israeli dagegen etwa 300 Liter. Zirka 200 000 Palästinenser in den ländlichen Gemeinden der Westbank haben keinen Zugang zu fließendem Wasser. Einigen stehen nur 20 Liter pro Tag zur Verfügung. Selbst in denjenigen Städten oder Dörfern, die an das Wassernetz angeschlossen sind, bleiben die Wasserhähne oft trocken – manchmal über Wochen oder sogar Monate.

Die Ungleichbehandlung beim Zugang zu Wasser zwischen Israelis und Palästinensern ist eklatant. Israel verbraucht rund 80 Prozent der Wasservorräte des Berg-Aquifers, der einzigen Grundwasserquelle in der Westbank, dazu noch das gesamte verfügbare Oberflächenwasser des Jordanflusses, von dem den Palästinensern überhaupt nichts zugestanden wird. Im Gaza-Streifen herrscht gravierende Wassernot. Darüber hinaus sind 90 – 95 Prozent des Wassers verschmutz, >>>

 

Streit ums Wasser im Nahen Osten - Ulrike Schleicher  - Wie viel Wasser hat ein Palästinenser täglich zur Verfügung? Eine Antwort auf die Frage von EU-Parlamentspräsident Schulz zu finden, ist nicht einfach. Denn Wasser ist im Nahen Osten ein Politikum. - (...) Verschmutzung und fehlende Infrastruktur in der Westbank - Wie aber sehen die Fakten aus? Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Wasserversorgung allein in den Händen der israelischen Regierung liegt. Das hat vor allem geografische Gründe: Große Wasserspeicher wie der See Genezareth befinden sich auf israelischem Gebiet. Seit Jahrzehnten wird hier nach Ansicht von Umweltschützern viel zu viel Wasser entnommen. Die Folge: Der Jordan, der den See von den Golanhöhen her speist, wird hernach zum Rinnsal. Für die Dörfer in der Westbank weiter flussabwärts bleibt kaum etwas übrig. Dennoch ist es den Palästinensern verboten, auf eigene Faust neue Brunnen zu bohren. Ein Umstand, der vor allem den Landwirten im Süden der Westbank zunehmend die Existenz raubt.

Hinzu kommt eine immense Verschmutzung - zum Großteil wegen fehlender Kläranlagen und schützender Maßnahmen auf palästinensischer Seite, sagt Gidon Bromberg, Vorsitzender von Friends of the Earth Middle East (Foeme). Die Umweltorganisation ist in Israel, im Westjordanland und in Jordanien vertreten und holt seit 20 Jahren alle Seiten an einen Tisch, um Lösungen für den Schutz des Wassers und eine gerechte Verteilung zu finden. Ursache für die jetzige Misere sei auch das Oslo-Abkommen von 1995. Das Übergangsabkommen wurde niemals fortgeschrieben. Daher sei es "hinsichtlich der Einwohnerzahlen sowie der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung seit 17 Jahren überholt", bemängelt Bromberg. >>>


Homepage "Friends of the Earth Middle East" (englisch) >>>

 

Martin Schulz und die Verschiebung des Wasserdiskurses - Der Kern des Israelisch-palästinensischen Wasserdiskurses ist eigentlich der Diskurs um palästinensische Wasserrechte – oder sollte es zumindest sein. Während die politische Klasse in Deutschland in Theorie und Praxis immer mehr darum bemüht ist von diesem abzulenken und ihn durch Diskurse über den Segen von Kooperation, Abwehr von neutralen Umweltbelastungen, technisch-administrativen Fragen der Wasserbewirtschaftung oder ökonomischen Vorstössen von Schuldenbremse, über Wasser als Ware bis hin zu schleichender Privatisierung zu ersetzen, sind es dankenswerter Weise immer mal wieder die Israelischen Hardliner, die sich zielgenau an der Kernfrage getroffen fühlen und auf diese re-fokussieren.

Ein Paradebeispiel dafür lieferte der von EU Parlamentspräsident Martin Schulz losgelöste Sturm im Wasserglas – übrigens nach dessen Bekunden völlig unbeabsichtigt – während seiner Rede vor der Knesset, in der er sich vollkommen als ‘Freund Israels’ (Yuval Steinitz, Minister für ‚Intelligence‘, internationale Beziehungen und strategische Angelegenheiten) erwiesen hatte. >>>

 

Leserbrief zur „Außenansicht“ vom 18.02.2014: „Faktencheck für Martin Schulz“ - Ekkehart Drost - SZ 18.2.14 Umstrittene Rede in der Knesset - Faktencheck für Martin Schulz - Ein Gastbeitrag von Einat Wilf -  „Die systematische Benachteiligung bei der Wasserzuteilung an die Palästinenser ist kein bloßes Gerücht. (...) Sie ist ein weiteres Werkzeug der israelischen Regierung, die Palästinenser sozial und politisch zu unterdrücken“, schreibt die israelische Journalistin und Menschenrechtlerin Amira Hass am 18.02. zu der Aufregung um die Rede von Martin Schulz. Und weil diese Tatsache vor aller Welt offenkundig ist, so Amira Hass, müssen die internationalen Medien „mit falschen und lückenhaften Statistiken bombardiert“ werden.

Was mag sich die Redaktion der Süddeutschen Zeitung wohl gedacht haben, Einat Wilf den kostbaren Platz auf Seite 2 einzuräumen, einer Mitarbeiterin des Jewish People Policy Institute, die als Think Tank für die Regierung arbeitet? Man hätte ebenso gut Netanjahus Wirtschaftsminister Naftali Bennett zu Worte kommen lassen, der im vergangenen Jahr die EU-Resolution „Die EU und der Nahe Osten“ als „terroristischen Angriff auf Israel“ und als eine „Störung des Friedensprozesses“ bezeichnete.


Ich möchte mich an dieser Stelle nicht an Diskussionen über die jeweilige exakte Wassermenge beteiligen. Man kann die Zahlen längst und immer wieder bei Organisationen wie der Weltbank, der UN-Organisation OCHA, der israelischen Menschenrechtsorganisation B´tselem oder in dem ausführlichen Amnesty Report aus dem Jahr 2009 nachlesen. Die Zahlen von Schulz seien nicht genau, antwortete Netanjahu auf Martin Schulz, gab aber zu, dass israelische Juden mehr Wasser verbrauchen als Palästinenser.  Avraham Burg, der früher Knesset-Präsident, dessen Buch „Hitler
besiegen. Warum Israel sich vom Holocaust lösen muss“ zu den wichtigsten Büchern über den Nahost-Konflikt in den letzten Jahren zählt, kommentiert diese Haltung der Netanjahu-Regierung in einem Haaretz-Kommentar vom 14.02. mit den Worten: „Die gegenwärtige Regierung akzeptiert die Prämisse, dass Juden mehr Wasser verdienen.“ Zusammen mit anderen Israelis und  >>>
 


Photo Blog: Images of water supply problems in West Bank and Gaza - “No child should have to be afraid to drink a glass of water lest there be none tomorrow. These are my difficulties. These are my children’s fears.” Thus B’Tselem field researcher Nasser Nawaj'ah concluded his open letter in Haaretz to Minister Naftaly Bennett. The inequity of water supplied to Israelis versus Palestinians came up for discussion in Knesset last week. Consequntly, we posted precise figures regarding water consumption in Israel, the West Bank and the Gaza Strip. We invite you to take a look at the situation yourself. >>>

 

AUDIO - Der DLF sendete am 17. 2. 2014 einen  informativen Hörbeitrag zur extrem problematischen Wasserversorgung in den besetzten palästinensischen Gebieten:  "Leben ohne Wasserleitung  - Wasserknappheit im Westjordanland". - Christian Wagner berichtet über  das palästinensische Dorf Susia in  den South Hebron Hills,  das ohne Wasseranschluss leben muss, während die jüdischen Siedlungen ringsum mit Trinkwasser versorgt werden.   Audio abspielen >>>  Quelle Martin Breidert
 


Fragen und Antworten zum Wasserstreit zwischen Israel und Palästina - Im Nahen Osten herrscht große Wasserknappheit. Dessen Verteilung ist einer der großen Streitpunkte zwischen Israelis und Palästinensern. Menschenrechtsorganisationen werfen Israel eine Diskriminierung bei der Wasserverteilung vor. Israel betont hingegen, es habe seine in den Friedensabkommen festgelegten Verpflichtungen über die Lieferung von Wasser an die Palästinenser sogar übererfüllt. Fragen und Antworten: Gibt es wirklich eine Ungleichheit der Wasserverteilung an Israelis und Palästinenser? Es gibt auf jeden Fall eine Diskrepanz beim Wasserkonsum von Israelis und Palästinensern. Es herrscht jedoch Uneinigkeit über das Ausmaß der Ungleichheit und die genauen Gründe dafür. (...) Welche Zahlen sind richtig?
Nach Informationen der internationalen Umweltschutzorganisation Friends of the Earth haben Palästinenser täglich durchschnittlich 70 Liter Wasser und Israelis 250 Liter Wasser zur Verfügung. >>>

 


The Israeli 'watergate' scandal: The facts about Palestinian water - Israel has adopted a drip-feed approach to providing the Palestinians with water instead of letting them control their own natural resource. - Amira Hass - Rino Tzror is an interviewer who argues with rather than flatters his subjects. Yet last Thursday, he didn’t do his homework and let Justice Minister Tzipi Livni throw sand in the eyes of the public about everything regarding the flap over water with Martin Schulz, the president of the European Parliament - Livni was invited onto his Army Radio program as a sane voice who would criticize the behavior of Economy Minister Naftali Bennett and Co. toward Schulz (Bennett’s Habayit Hayehudi party stormed out of the Knesset during a speech by Schulz when he allowed himself to wonder whether indeed Israelis were allotted four times as much water as Palestinians). “I told [the EU Parliament president], ‘You are wrong, they intentionally misled you,’” she told Tzror. “‘That is not how the water is allocated. Israel gives the Palestinians more water than what we committed to in the interim agreements.’” >>>

14. 2. 2014 - VIDEO + TEXT - Kein Wasseranschluss in Susiya - Christian Wagner - Man stößt immer wieder auf diese seltsamen, dicken schwarzen Leitungen im Hügelland südlich von Hebron. Sie sind einfach über die Felder gelegt und sie führen zu den israelischen Siedlungen, hoch auf die Hügel. Wasser, jede Menge Wasser wird da durchgepumpft, erzählt Nasser. Er ist 31 und wohnt in Susiya, einem palästinensischen Hüttendorf direkt neben der Siedlung. Nassers Dorf bekommt keinen Wasseranschluss, obwohl eine Leitung über den Acker direkt am Dorf verlegt wurde. Über die Wasserversorgung der Palästinenser im besetzten Westjordanland wird wieder geredet, seit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz das Thema am Mittwoch in der Knesset, dem israelischen Parlament, aufgeworfen hat. Dabei hat er Zahlen genannt. Und die israelischen Abgeordneten, die Schulz der Lüge bezichtigen, sagen, die Zahlen seien falsch. Zahlen zur Wasserverteilung gibt es von der Weltbank oder den Vereinten Nationen (siehe unten). Übereinstimmend kommen sie zum Ergebnis, dass die israelischen Siedler im Westjordanland fünf mal so viel Wasser verbrauchen wie ihre palästinensischen Nachbarn. >>>

 

Over 90% of water in Gaza Strip unfit for drinking - Report - B`Tselem "Ninety-seven percent of Gazans are connected to the public water-supply system, yet this does not ensure a steady supply of water, as the Gaza Strip suffers from shortages of water, shortages in the electricity needed to pipe water through the system, as well as from severe problems with infrastructure. Consequently, residents suffer deliberate water outages, receiving running water for only six to eight hours at a time: 25% of households on a daily basis, 40% every other day, 20% once every three days, and the remaining 15% (in Gaza City, Rafah and Jabaliya) only one day out of four."

 

Undeniable discrimination in the amount of water allocated to Israelis and Palestinians - Press release - B`Tselem "1. Is there discrimination in terms of the quantity of water available to Israelis and Palestinians?2. Are there gaps in water consumption between Israelis and Palestinians? Absolutely.The Palestinian water network is managed by dozens of local water authorities without a coordinating mechanism. The inability to develop a nationally controlled water network, with reservoirs that could supply the needs of all residents is inextricably tied to the fact that every action in Area C requires Israeli approval."

13. 02. 2013 - Ein Kubikmeter Wasser kostet zehn Euro - Inge Günther - Für die Palästinenser ist Wasser ein teures Lebensmittel. Von dem ohnehin kargen Einkommen der palästinensischen Bauern und Hirten geht oft bis zu vierzig Prozent für Wasser drauf. Der Streit ums Wasser hat im Nahen Osten schon Kriege ausgelöst. In der Kontroverse, die durch die Knesset-Rede des europäischen Parlamentspräsidenten Martin Schulz ausgelöst wurde, geht es glücklicherweise nur darum, wer recht hat: die von Martin Schulz zitierten Palästinenser oder die Regierung in Jerusalem. Die Palästinenser behaupten, Israel zapfe pro Kopf vier Mal so viel Wasser ab wie sie selbst. Die Regierung in Jerusalem stellt das als Propagandalüge hin. Israel macht geltend, dank effizienter Wasserwirtschaft sei der Verbrauch gesunken. 1967, als Israel den Gaza-Streifen und das Westjordanland eroberte, hätte einem Palästinenser nur neunzig Kubikmeter jährlich zur Verfügung gestanden, während ein Israeli damals noch das Fünffache konsumierte. Aber in den letzten Jahren werden der Unterschied immer geringer. Heute liege der er eher bei 1:1,7. Das soll heißen, ein israelischer Haushalt verbrauche weniger als das Doppelte eines palästinensischen Haushalts. Doch die Zahlen verschleiern das eigentliche Problem, unter dem vor allem die palästinensische Landbevölkerung in der Westbank leidet. >>>

 

 

 

 

 

 

Grafik links - zum Vergrößern anklicken

13. 2. 2014 - Eklat bei Knesset-Rede: Wo Martin Schulz recht hat -  Christoph Sydow  - Martin Schulz hat mit seiner Rede vor der Knesset für einen Eklat gesorgt. Mitglieder der israelischen Regierung bezichtigen den Chef des EU-Parlaments der Lüge. Sind die Vorwürfe berechtigt? Die Fakten.
 Die Vorwürfe gegen den Präsidenten des Europäischen Parlaments wiegen schwer. Martin Schulz habe während seiner Rede vor der Knesset am Mittwoch "offensichtliche Lügen" verbreitet, behauptet der israelische Wirtschafts- und Handelsminister Naftali Bennett. Aus lauter Wut über den Gast aus Deutschland verließen Bennett und seine Parteifreunde während der Ansprache den Plenarsaal. (...)
Die Zahlen zum Wasserverbrauch gehen weit auseinander (...) Die staatliche israelische Wasserbehörde Mekorot hat zuletzt 2006 verlässliche Zahlen vorgelegt. Demnach verbraucht ein Palästinenser im Schnitt pro Tag in seinem Haushalt etwa 158 Liter Wasser, ein Israeli gut 230 Liter. Demnach würde den Israelis, anders als von Schulz behauptet, nicht das Vierfache, sondern nur das Anderthalbfache der täglichen Wassermenge zustehen.
Die Uno-Behörde für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) nannte im März 2012 andere Zahlen. Demnach verbrauchen Israelis pro Kopf täglich etwa 300 Liter Wasser, Palästinenser nur 70 Liter. Damit wären die Palästinenser deutlich unterversorgt, denn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Tagesverbrauch von 100 Litern.  >>>

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Not Enough Water in the West Bank? - This Friday is World Water Day and an opportune time to highlight the gross misallocation of water resources between Israel and the Palestinians. Water is one of the five permanent status issues in the Oslo Peace Accords, twenty years old this year. Accordingly, its accesss and consumption is relegated to political negotiations and beyond the purview of international law on water. As a result, the Palestinian Authority has had little basis upon which to challenge Israel’s confiscation of water for the past twenty years. Sixty percent of one of Israel’s most significant water sources, the Western Aquifer, is located in the occupied West Bank. Israel derives eighty percent of the Acquifer’s annual yield and Palestinians receive the rest. Prime Ministers Menachim Begin, Ariel Sharon, and Ehud Barak consider control and use of Palestinian water use as a precondition to any Palestinian state. Were it subject to international law, at most Israel would receive only fifty percent of shared  water resources. >>>

Interaktive Grafik - Zum Vergrößern auf das Bild klicken

21.1.2013 -

Clashes of Aida Camp 16.1.2013

Der Entzug von Wasser und seine Verschmutzung in Gaza: Verbrechen an der Menschheit - Bericht von Dominique Waroquiez und Nicole Soteau über ihren Besuch in der letzten Dezemberwoche 2012 in Gaza. - Bericht von Dominique Waroquiez und Nicole Soteau über ihren Besuch in der letzten Dezemberwoche 2012 in Gaza. - Die Zerstörung des palästinensischen Volkes wird von Israel eingeleitet durch Entzug der lebenswichtigen Ressource für die 1,8 Mill. Menschen und die sanitären Voraussetzungen dafür! (...) 2. Omar AT-Tawill wohnt seit 15 Jahren mit seiner Frau und seinen fünf Kindern im Wadi Gaza. "Wenn Freunde mich besuchen, schäme ich mich wegen des bestialischen Gestanks. Bei Einbruch der Nacht wird es durch Fliegen- und Mückenschwärme noch schlimmer. Ich kann keine Freunde zum Essen einladen, " erklärt dieser 40 Jahre alte Mann den Mitgliedern von EWASH >>>

29.03.2012 - Durst nach Freiheit: das Recht auf Wasser in Palästina - Red Solidaria Contra La Ocupacion de Palestina -  Schon vor Jahren hat das Komitee für Menschenrechte der Vereinten Nationen ein Gutachten abgegeben, dass Israel das Menschenrecht Palästinas auf Wasser und sanitäre Dienste verletzt. Zwischen 2009 und 2011 hat Israel 57 Regenwasser-Zisternen und 40 Brunnen zerstört, die für die palästinensische Bevölkerung lebenswichtig sind. 2010 haben die Generalversammlung der Vereinten Nationen und der UN-Menschenrechtsrat Resolutionen verabschiedet, die beide bestätigen, "dass  Regierungen die grundlegende Verantwortung für die Einhaltung aller Menschenrechte haben, einschließlich des Rechtes auf Wasser und sanitäre Dienste". Trotzdem nehmen die Verletzungen des Menschenrechts auf Wasser und sanitäre Dienste durch Israel weiter zu. Zwischen 2009 und 2011 zerstörte Israel 57 Regenwasser-Zisternen und 40 Brunnen, die für die palästinensische Bevölkerung lebenswichtig sind [1]. Die Zerstörung der palästinensischen Wasser-Infrastruktur durch das Militär stellt im Licht der Vierten Genfer Konvention ein Kriegsverbrechen dar. Der durchschnittliche Wasserverbrauch eines palästinensischen Haushalts, der an das Wasserleitungsnetz angeschlossen ist, beträgt weniger als die Hälfte des von der Weltgesundheitsorganisation [2]empfohlenen täglichen Minimums und den sechsten Teil des durchschnittlichen Verbrauchs eines israelischen Haushalts [3]. Einige der ärmsten Familien geben die Hälfte ihrer Einkünfte für Wasser aus. >>>

2001 - Das Wasser und die Palästinafrage - Klaus Polkehn - Der letzte Winter habe, schrieb die israelische Jerusalem Post, «schrecklichere Aspekte» gehabt als die palästinensische Intifada: «Wir befinden uns Mitte März und die Regenfälle dieses Winters lagen bedeutend unter dem Vieljahresdurchschnitt und sogar unter pessimistischen Vorhersagen des letzten Novembers. Der gesunkene und weiter sinkende Spiegel des Kinnereth, des Hauptreservoirs des Landes, ist der stille Beweis für die Tatsache, dass wir uns im dritten Jahr einer ernsthaften Trockenheit befinden.» (1) Der Tiberias-See (See Genezareth, hebräisch Kinnereth) ist an die «Rote Linie» geraten (213 m unter dem Meeresspiegel), unterhalb der die israelischen Behörden kein Wasser mehr entnehmen wollten. Jetzt denkt man sogar darüber nach, ein neues Pump-werk zu errichten, das den noch weiter gesunkenen Spiegel erreicht. Für Ende dieses Jahres befürchtet man einen Wasserspiegel von -216 Metern. Das Trinkwasserdefizit Israels für das Jahr 2001 wurde auf 475 Millionen mł geschätzt, zwanzig Prozent mehr, als man noch im Vorjahr angenommen hatte.(2)

Sorgen hinsichtlich der Wasserversorgung gibt es auch im benachbarten Jordanien. Nur wenige aktuelle Berichte befassen sich hingegen mit der Wassersituation der palästinensischen Gebiete. Doch auch hier droht zunehmender Wassermangel. Bereits vor zwei Jahren hieß es: «Da im vergan-genen Winter im Westjordanland nur ein Siebtel der durchschnittlichen jährlichen Regenmenge von 700 Millimetern gefallen sei, habe sich die bereits in normalen Jahren prekäre Lage weiter verschlimmert... Zur Zeit führten die Brunnen so wenig Wasser, dass die größeren Städte Cisjordaniens nur an einem Tag pro Woche versorgt werden könnten.»(3)

Im Palästina-Konflikt, so warnte das Londoner Nachrichtenmagazin The Middle East, könne am Ende das Wasser alle anderen Streitpunkte übertreffen. >>>

Israel-Palästina: ein explosiver französischer Bericht über das Thema Wasser - Flora Genoud - Der Bericht wurde im Dezember von dem französischen Abgeordneten Jean Glavany übermittelt, hat aber mit der Übersetzung bestimmter Passagen mehr als einen Monat nach seiner Veröffentlichung in der israelischen Presse einen Aufschrei der Entrüstung provoziert. Dieser Bericht des sozialistischen Abgeordneten für die Kommission für Auswärtige Angelegenheiten der Nationalversammlung beschreibt das Wasserproblem als eines, das "eine neue Apartheid im Nahen Osten enthüllt". "Wir sind überrascht und empört angesichts dieses Berichts des Herrn Glavany, der, ohne seine Kollegen zu informieren, im letzten Augenblick eine extremistische Terminologie hineingebracht hat", entrüstet sich der Sprecher des israelischen Außenministeriums Ygal Palmor, der in Haaretz von einem Bericht spricht, der "voll ist mit einem Wort aus einer üblen Propaganda, weit entfernt vom kritischen professionellen Geist".

Von der Verwendung des Wortes "Apartheid" 
Von Le Monde.fr befragt, verneint Jean Glavany, im letzten Moment den Begriff "Apartheid" hinzugefügt zu haben, er habe es vielmehr in Kenntnis der Angelegenheit gemacht, "ich wußte, dass es ihnen nicht gefallen würde (...), aber auch wenn man niemanden angreifen will, macht man es", antwortet der sozialische Abgeordnete, der versichert, "ein Freund Israels" zu sein und "vom Inhalt, nicht vom bloßen Wort" sprechen zu wollen. Zur (angewendeten) Methode erklärt der Abgeordnete, er sei mit anderen französischen Repräsentanten eine Woche in der Region gewesen – Libanon, Jordanien, Israel und Palästinensische Gebiete – und habe sich mit den israelischen und palästinensischen Ministern für Wasserangelegenheiten, anderen Diplomaten und NGOs getroffen. "Dieser Bericht wurde nicht von unserem Büro der Nationalversammlung aus erstellt", sagt der Abgeordnete und antwortet damit auf die Kritiken. In seinem Pressebericht vom Mittwoch, den 18. Februar lehnt es das Außenministerium ab, irgendeinen Kommentar abzugeben mit der Begründung, "es ist bei uns nicht üblich, den Inhalt parlamentarischer Berichte zu kommentieren".
An Ort und Stelle, weit weg von den Büros der Nationalversammlung, erinnert Gidon Bromberg, der israelische Direktor von Friends of the Earth Middle East, einer NGO, die Jordanier, Israelis und Palästinenser zur Förderung von Frieden und nachhaltiger Entwicklung in der Region vereint, an das "historische" Wasserproblem in der Gegend. "Israel teilt das Wasser nicht gerecht mit den Palästinensern", kommentiert dieser Spezialist in >>>

 

AMNESTY BERICHT: WASSERNÖTE - PALÄSTINENSERN WIRD DER FAIRE ZUGANG ZU WASSERRESSOURCEN VERWEIGERT - Amnesty International - Der fehlende Zugang zu angemessenem, sicherem und sauberem Wasser ist für Palästinenser in den  besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) ein langanhaltendes Problem, das im Prinzip aus Israels diskriminierenden politischen Strategien und Praktiken resultiert. Palästinenser benutzen rund 70 Liter Wasser pro Kopf am Tag, kaum ein Viertel der Menge, die von Israelis verwendet wird. Der Zugang zu Wasserressourcen für Palästinenser in den OPT wird von Israel kontrolliert und auf ein Maß beschränkt, das deren Bedürfnisse nicht zu decken vermag und keinen fairen und gleichberechtigten Anteil an den gemeinsamen Wasservorkommen darstellt. Etwa 180.000 - 200.000 Palästinenser in den ländlichen Gemeinden der Westbank haben keinen Zugang zu fließendem Wasser. Einige überleben mit weniger als 20 Litern pro Tag, dem für Notfallsituationen empfohlenen Minimum. Selbst in jenen Städten und Dörfern, die an das Wassernetz angeschlossen sind, bleiben die Wasserhähne oft trocken - manchmal über Wochen oder sogar Monate. Im Gazastreifen ist der Aquifer ausgeschöpft und verunreinigt - mehr als 90 Prozent der Wasservorkommen sind für den menschlichen Gebrauch nicht mehr geeignet. Die israelische Blockade des Gazastreifens verhindert die Einfuhr dringend benötigter Materialien für den Bau und die Reparatur von Wassereinrichtungen und hat die ohnehin schon bittere Lage noch weiter verschärft. Der Wassermangel hat die soziale und wirtschaftliche Entwicklung von Palästinensern in den OPT verhindert und zu Verstößen gegen ihr Recht auf einen angemessenen Lebensstandard einschließlich der Rechte auf Wasser, Nahrung, Gesundheit, Arbeit und eine adäquate Unterkunft geführt. - MENSCHENWÜRDE EINFORDERN WASSER IST EIN MENSCHENRECHT
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Der Grund für unsere Wasserkrise - Shaddad Attili - Anfang dieses Monats nahm ich an einer Paneldiskussion über die Wasserkrise im Nahen Osten teil. Zusammen mit Vertretern aus Jordanien und Frankreich war Gilad Erdan, Israels Minister für Umweltschutz, auf dem Podium.

Das Thema war „Gerechte Verteilung und vernünftige Verwendung des Grenz-Wasserlaufs“ was direkt mitten in den Wasserstreit zwischen Palästinensern und Israelis geht.

Die gerechte Zuweisung von gemeinsamen Wasserquellen ist ein Prinzip, das kodifiziert ist unter dem üblichen internationalen Wassergesetz. Es gilt für beide, das Untergrund-Berg-Aquifer, das über die 1967 Linie geht, die Israel von der Westbank trennt, als auch den Küsten-Aquifer, der entlang der Mittelmeerküste und unter Gaza verläuft Es gilt auch für das Jordanbasin.

Dieses Prinzip bedeutet, dass überall, wo Wasser eine oder mehrere Grenzen überquert, muss es gerecht  und fair verteilt werden und in einer Weise, die die Wasserrechte aller Beteiligten berücksichtigt.

Für die meisten Leute erscheint dies vollkommen vernünftig. Aber nicht für Gilad Erdan, dessen Vortrag erklären wollte, warum  wenige in der internationalen Gemeinschaft glauben, die augenblickliche israelische Regierung sei überzeugt und fähig, um echten Frieden zu verhandeln, und warum internationale Unterstützung für die UN-Anerkennung eines palästinensischen Staates im September schnell wächst.

Insbesondere versuchte Erdan schamlos die schwere Wasserkrise der Palästinenser den Palästinensern selbst die Schuld zu geben, indem er sie mit besonderer Kritik heraushob: die palästinensische Behörde, wie z.B. ich selbst weigerten sich, sich mit israelischen Offiziellen zu treffen. Seine Behauptungen wurden in der JP vor zwei Wochen wiederholt.

Wasser ist tatsächlich eines der wenigen  Themen, zu dem sich palästinensische und israelische Offizielle regelmäßig treffen und zwar im Joined Water Komitee (JWK), obgleich Israels Gebrauch des JWC im wesentlichen im Veto besteht und im Verzögern von palästinensischen Wasserprojekten. Da ist ein Kommentar überflüssig. Israel ist an Herrschaft interessiert, nicht an Zusammenarbeit.

Tatsächlich hat Israel in der Woche, in der Erdan zur Zusammenarbeit aufrief, 8 palästinensische Wasserquellen im Dorf Kufr Dan zerstört und damit die ganze Bevölkerung gefährdet, die von Landwirtschaft als ihrer hauptsächlichen Einnahmequelle abhängt.

Erdans Unterstützung für illegale Siedlungen auf besetzten palästinensischem Land wirft ein Licht auf die Hohlheit seines Aufrufs zur Zusammenarbeit. Dies schließt seine Teilnahme bei der Einweihung einer neuen Siedlung in Ost-Jerusalem ein, weshalb ich mich weigerte, ihn zu treffen.

Die Ironie von Erdans Anschuldigungen ist natürlich das Versöhnungsabkommen zwischen der Fatah und der Hamas.

Um den wahren Grund hinter der Wasserkrise zu verstehen, denen sich die Palästinenser gegenüber sehen, muss man auf die Menge der diskriminierenden Wasserpolitik und Praxis schauen, die Israel in den besetzten palästinensischen Gebieten ausübt, die das rechtliche Prinzip von gerechter und fairer Verteilung von gemeinsamen Wasserquellen ausübt.

 

Die Statistik sprich für sich selbst. Israel nützt 90% unserer gemeinsamen Wasserressourcen in den besetzten Gebieten und teilt den Palästinensern nur 10 % zu. Als Folge davon konsumieren etwa 9000 Siedler im Jordantal nahezu ein Drittel der ganzen Wassermenge, die Israel für alle 2,5 Mill.  Palästinenser, die in der Westbank leben, zur Verfügung stellt. (s. auch den letzten Bericht von B’tselem „Ausbeutung und Enteignung: israelische Politik im Jordantal und nördlich des Toten Meeres“)

 

Während die Israelis im Durchschnitt 280 Liter Wasser pro Kopf und Tag verbrauchen

Dürfen Palästinenser im Durchschnitt nur gerade 60 Liter verbrauchen. Einige palästinensische Gemeinden sind gezwungen, mit einem täglichen Durchschnitt von nur 10-15 Litern pro Kopf auszukommen – weit unter dem  empfohlenen Standard der Weltgesundheitsbehörde von 100 Litern. Wie von der Weltbank verdeutlicht wird, verbrauchen Israelis viermal so viel Wasser als Palästinenser allein für den Hausverbrauch.

 

Alle diese Statistiken weisen auf dasselbe Phänomen: die Palästinenser haben viel weniger Wasser , nicht weil ihr Lebensstil anders ist, nicht weil wir uns weigern, uns mit israelischen Offiziellen zu treffen und nicht weil die Klimaveränderung unsere  natürlichen Wasserressourcen ausgetrocknet haben. Es ist, weil die sich folgenden israelischen Regierungen künstliche Wasserknappheit in allen besetzten palästinensischen Gebieten konstruiert haben, und das Wasser, das rechtmäßig unseres wäre, gestohlen haben. Man hatte die palästinensische Behörde daran gehindert, wesentliche Wasserinfrastruktur zu entwickeln und die geringe Infrastruktur, die wir haben, wie  Wasserquellen, Regenwasserzisternen und Abwässeraufbereitungsanlagen wurden zerstört. Solange diese Politik nicht verändert wird, wird das Wasserproblem nicht zu lösen sein.

 

Der Trend der Weltmeinung wendet sich, da immer mehr Menschen erkennen, dass Aussichten auf eine Zwei-Staatenlösung schnell dahinschwinden. Stattdessen zerteilen Siedlungen (das Land) und schaffen  eine sehr verschieden Zukunft für beide, für die Palästinenser und die Israelis.

Als Erdan durch die besetzte Westbank tourte und für noch mehr Siedlungen trommelte, erkennt man schnell, dass das, was er befürwortet, nicht zwei Staaten sind, die Seite an Seite friedlich und in Sicherheit leben. Ohne Land und Wasser kann es keinen lebensfähigen palästinensischen Staat geben. Stattdessen werden die Palästinenser sich weiter großer Wasserknappheit gegenübersehen und anderen Formen institutionalisierter Diskriminierung als Folge der illegalen Politik, die Erdan mit großer Mühe zu verbergen versucht.

 Der Autor ist Chef der palästinensischen Wasserbehörde.  (dt. Ellen Rohlfs)

http://www.kibush.co.il/show_file.asp?num=47256

B’Tselem: “Israel Exploits Water Resources From The Palestinians" >>>

12.2.2011 - UN verurteilt die israelische Zerstörung des palästinensischen Wassersystems -  Saed Bannoura - Nachdem die Zerstörung von 27 Wasserzisternen und die Umleitung von 15 Bergquellen durch israelisches Militär während des letzten Jahres dokumentiert wurde, veröffentlichte der  UN- Koordinator für Humanitäres  für die besetzten Gebiete eine Erklärung, die die Angriffe auf die Wasserreserven verurteilen. Die israelischen Besatzungskräfte und Siedlungen kontrollieren 75% des Wassers in der Westbank. Und viele israelische Offizielle, einschließlich des früheren Ministerpräsidenten Ariel Sharon haben bei vielen Gelegenheiten  erklärt, dass  einer der Gründe für die Erweiterung der Siedlungen auf den Hügelkuppen in der Westbank der sei, die schwindenden Wasservorräte dort zu kontrollieren und sie nach Israel für die dortige Bevölkerung umzuleiten.Außerdem sei es nach dem israelischen Gesetz den Palästinensern erlaubt, zehn Meter tiefe Brunnen zu bohren, während die Israelis 80 m tief bohren  können.  Die verschiedenen Wasserzugeständnisse und die Kontrolle  der Wasserquellen durch Israel hat unter Palästinensern  in der Westbank eine weit verbreitete Wasserknappheit zur Folge – besonders in den Sommermonaten, wenn Israel wochenlang die Wasserversorgung einstellt. Obwohl der durchschnittliche Palästinenser gerade nur ein Zehntel der Wassermenge verbraucht, die ein durchschnittlicher Israeli verbraucht – eben auf Grund der Wasserabsperrung,  müssen sich die Palästinenser oft mit ungenügend Wasser für die Landwirtschaft, oder sogar fürs Trinken oder Duschen begnügen. Maxwell Gayland, der  offizielle UN-Vertreter für die Kontrolle  humanitärer Bedingungen in der Westbank und im Gazastreifen, sagte in dieser Woche: „ Es ist schwer verständlich, warum das Grundsammelsystem für Regenwasser, zum Teil  sogar schon sehr alt, zerstört wird. >>>


11. Siedlungspolitik Israel - Zionist/Israeli Planning: The Fabrication of Israel - IV.5 The Water Issue

Viktoria Waltz (Editor)  - THE FABRICATION OF ISRAEL - About the usurpation and destruction of - Palestine through Zionist spatial planning  - A UNIQUE PLANNING ISSUE - Viktoria Waltz - Herausgeberin - Dortmund 2010 – Eigenverlag

Jad Isaac, Jane Hilal
IV 5. Water – Another Story of Exploitation of Palestinian and Arab Resources

Conclusion from last part:
Segregation based on race, ethnic origin and also religion surely does not ensure security and peace. However, when segregation is coupled with severe travel restrictions on a particular people and their goods this definitely breads mistrust, alienation, and more instability and hostility. It is definitely a violation of human rights and international conventions. Walls of concrete, hate, and/or discrimination can not protect nor be a solution. Mobility needs roads and bridges, which inevitably pave the roads of peace.
Next part will deal with the usurpation of the water resources.

IV
Jad Isaac, Jane Hilal
5. Water – Another Story of Exploitation of Palestinian and
Arab Resources

The Zionist slogan of a state 'from the river of Egypt to Euphrates’ (Herzl, 9.10.1888) as quoted in sector II, must also be understood as a demand for water resources from Egypt to Iraq. From the beginning of the project, Zionist planners realised the importance of water to maintain the viability of the Jewish state (Sabbagh 1994:505). Already at the end of the 19th century the Zionist Congress mentioned the importance of water while making the first geographic plans for the Jewish State. Many scientists and politicians assert that the next 'casus belli' in the Middle East will be control and use of water (Amery 1993). If so, the Middle East region carries the potential for conflicts between all the riparian states of the Jordan, Nile, Euphrates and adjacent rivers. The several occupations of south Lebanon can be understood as part of corresponding Israeli strategies. The first part of this section is mainly based on Amery (1993), Eickelpasch (2001), Moss (2006), Dolatyar/Gray (2000).
5.1 Israel's Usurpation Interest on the Arab Water Resources until Today
Besides the coastal aquifer, the main regional water resources are: the Litani River of Lebanon, the Jordan River, the Lake Taberiya, the Yarmouk River of Jordan, the Golan Heights of Syria and the northern, eastern and western aquifer of the West Bank. (see map 1, map 2)
"Almost half of the water currently used in Israel is captured, diverted or pre-empted from its neighbours." (Stauffer 1996:11) Israel understands water as "Israel's vulnerable and fragile source of life" (Amery 1993: 232) showing no respect for the needs, demands and plans of others. Control of the Litani River has long-since been a vision of Zionist planners for establishing a Jewish state “from Sinai to ancient Babylon” (Stauffer 1996: 11). The Zionists first proposed diverting the Litani southward in 1905, because they assumed "the waters of the Jordan basin would be insufficient for the future needs of Palestine." (Amery 1993: 233) Because of its water, it was suggested that the Litani becomes part of the "national Jewish entity" in 1919, but this was rejected by the League of Nations. In 1919, Weizmann, head of the World Zionist Organisation at that time, wrote to the British Prime Minister David Lloyd George that Lebanon was "well-watered" and that the Litani waters were "valueless to the territory north of the proposed frontiers. They can be used beneficially in the country much further south." He concluded the Litani was "essential to the future of the Jewish national home." (Weisgal 1977: 267) However, the Litani became part of Lebanon (Soffer 1994: 966-7).
The 1920 San Remo accord, which decided on the former territories of the Ottoman Turkish Empire and designed the 'new map' of the region, did not respect the Zionist demands on water. The northern border especially was not satisfying to Jewish strategists. Hence, Weizman - later president of Israel - commented to the British Foreign Secretary, Lord Curzon: “the draft accord France proposed not only separates Palestine from the Litani River, but also deprives Palestine from the Jordan River sources, the east coast of the Lake Taberiya and all the Yarmouk valley north of the Sykes-Picot line. I am quite sure you are aware of the expected bad future the Jewish national home would face when that proposal is carried out. You also know the great importance of the Litani River, the Jordan River with its tributaries, and the Yarmouk River for Palestine.' (Dolatyar 1993)
Strong Jewish interests in the Litani were also expressed at the time of the Second World War. Ben-Gurion, Israel's first prime minister suggested the inclusion of the Litani into the Jewish state. The 1941 international commission to whom this was suggested recommended that seven-eighths of the Litani be "leased to Israel." (Amery 1996: 233) However, on this occasion as well Israel could not achieve its objectives. Hence, access to water remained a fundamental object of crisis between the Arab neighbours and the state of Israel after 1948. ...
Full text see: http://www.palaestina-portal.eu/Waltz/11englIV-diffwater_s_176_194.pdf

 

Wasser! - 100 Liter Wasser täglich pro Kopf werden von der WHO als angemessen angesehen. In Palästina stehen durchschnittlich 70 l zur Verfügung, in manchen ländlichen Gegenden nur 20. In Israel hingegen liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 300 Litern je Person und Tag. Woher kommt dieses Wasser? Nicht wenig davon aus der Westbank und dem Jordan. Ich hatte, gerade was die Überausbeutung des Jordan betrifft >>>

Wasserbeschränkungen in der besetzten Westbank - Bericht der Elektronikintifada - Ramallah, besetzte Westbank: Der schlechteste Ort in der besetzten Westbank  bez. Wasser und sanitäre Einrichtungen ist ein von Israel kontrollierter Streifen Land, der als Zone C bekannt ist, wo die palästinensische Behörde (PA) technisch für Wasserzuteilung verantwortlich ist,  aber nicht in der Lage ist, dies zu praktizieren. Cara Flowers, eine Offizierin  zuständig für die  Wasser-, Sanitär- Hygienegruppe (EWASH) sagte, die Gesundheitsversorgung und  der Lebensunterhalt  der Gemeinden, die in der Zone C leben – 60%  der Westbank und Heimat von 60 000 der  paläst. Westbankbewohner ( 2,3Mill) – sind am härtesten betroffen, da sie kaum Zugang zu Wasser und kaum  sanitäre Infrastruktur haben. Viele Gemeinden liegen 40km von der nächsten Wasserstelle entfernt, sagte Flowers, Dies macht den Wasserpreis vor allem während der Sommermonaten sehr teuer  ((Natürlich haben die in der Nähe liegenden jüd. Siedlungen Anschluss an die Wasserleitungen und keine Wasserprobleme ..ER)) Sie sagt: EWASH kämpft darum, humanitäre Notwasserprojekte in Zone C zu installieren – aber es fehlen die notwendigen Genehmigungen  der israelischen Behörden. >>>

Schlüssel für Krieg und Frieden - Wasserknappheit wird immer mehr zur Spannungsursache im Nahen Osten - Kein anderer als Israels erster Premier David Ben Gurion gab 1948 die Richtlinien für eine völkerrechtlich zweifelhafte Politik seines Landes aus: „Wir müssen uns den Fluss Litani einverleiben.“ Dieser fließt, wohlgemerkt, mitten durch den Süden des Libanon. Wasser war und ist das wichtigste Element einer prosperierenden Entwicklung des Staates der Juden. Und während Israels Bevölkerung nach Angaben von Amnesty International pro Kopf und Tag 300 Liter des kostbaren Nasses verbraucht, werden den benachbarten Palästinensern nur 50 bis 70 Liter zugestanden. In Bethlehem etwa kommt aus dem öffentlichen Leitungsnetz manchmal einen Monat lang so gut wie kein Tropfen, die Bewohner müssen ihr Trink- und Brauchwasser teuer von Tankwagen kaufen. >>>

„Er führet mich zum frischen Wasser…“ - Ellen Rohlfs - (...) Als ich einmal mit Dalia, einer jüd. Freundin,  durch die jüdische Siedlung Ephrata fuhr, staunte ich nicht schlecht, als ich  auf einer kleinen Verkehrsinsel  Bewässerungsschläuche entdeckte. Hatte ich richtig gesehen? In dieser wasserarmen  Gegend eine bewässerte  Verkehrsinsel ?? Diese wird – wenn auch sparsam mit Tröpfchenbewässerung versehen, während im benachbarten Bethlehem  es an Trinkwasser fehlt.  Und in anderen jüdischen Siedlungen werden nicht nur Felder gesprengt, es gibt sogar Swimmingpools nicht nur  für die Kinder. Auf dem Weg in den Gazastreifen in der jüd. Siedlung direkt nördlich davon, wohin der öffentliche Bus noch einen Abstecher machte, wurden die grünen und frischen Rasen vor den Häusern gesprengt  --- als ob es hier jede Menge Wasser wie in Ostfriesland gäbe. Kurz danach überquerte ich zu Fuß den Checkpoint Erez und war im Gazastreifen, wo braune Dürre herrschte. Sollte mich das nicht wundern? Als ich abends bei meinen palästinensischen Freunden die Zähne putzen wollte – mit Wasser aus dem Wasserhahn, kam eine braune Brühe heraus, vor der mir nur noch ekelte. Anke sagte mir dann, ‚dieses Wasser benützen wir nur für die Klospülung’ – das war  etwa 1995. ‚Wir holen unser Trinkwasser mit Kanistern von einer der damals noch vorhandenen Quellen’.  Eine der Quellen erlebte ich in einem >>>       

Wer rettet Gazas Kinder? -  Victoria Brittain - Egal, was jetzt in Kopenhagen geschieht – eine Umweltkatastrophe passiert genau jetzt – kontaminiertes Wasser vergiftet Babys im Gazastreifen. Unter all den komplexen und langfristigen Lösungen, die in Kopenhagen gesucht werden, um die Umweltkatastrophe in aller Welt abzuwenden, gibt es einen Ort, wo die Katastrophe schon geschehen ist, die aber mit einem einfachen politischen Akt  verändert werden könnte. Im Gazastreifen gibt es kein sauberes Wasser mehr; von den 40 000 neugeborenen Babys sind mindestens die Hälfte in unmittelbarer Gefahr  nitrat-vergiftet zu werden – eine hohe Rate des „Blaubabysyndroms“ ( Methaemoglobinanaemia); eine ungewöhnlich hohe Zahl von Menschen sind seit über zehn Jahren einer Nitratvergiftung ausgesetzt; an manchen Stellen ist der Nitrat-Gehalt des Wassers 300 mal höher als die Weltgesundheitsbehörde zulässt. Die Landwirtschaft hat wegen der Kontaminierung und des Salzgehaltes des Wassers aufhören müssen. Die Wasser führenden  unterirdischen Schichten ( Aquifere) sind im Begriff, zu kollabieren; die Abwässer fließen in öffentliche Freiräume und versickern im Untergrund. Die Blockade des Gazastreifens geht nun seit fast vier Jahren und die lebenswichtige Wasser- und Abwasserinfrastruktur kollabierte  schon während des drei-wöchentlichen Angriffes vor einem Jahr. >>>




Israel verweigert Palästinensern Zugang zu Wasser - Amnesty International Deutschland >>>


Der komplette Bericht von Amnesty International Deutschland - kann hier in deutscher Sprache als PDF heruntergeladen werden >>>

Der Bericht kann auch bestellt werden unter http://www.amnesty-hagen.de/html/israel.html  bzw. info@amnesty-hagen.de  zum Selbstkostenpreis von 5,- EUR.

Wasserraub/Water Robbery - zum Bericht von Amnesty International  - Dr. Viktoria Waltz - Eine andere Form der Zerstörung der Lebensgrundlagen in Palästina durch die Israelische Kolonisierung - Für viele Familien in der West Bank und im Gaza Streifen ist das Wasserrauschen aus einem intakten Wasserhahn seit langem ein Luxus. Muhammed Sharia lebt mit seiner Familie und zwei Brüdern in Bethlehem. Wenn er Glück hat, bekommt er städtisches Wasser einmal im Monat. Und wenn es dann kommt, füllt er die Zisterne und die großen Tanks auf seinem Dach als Reserve: „Seit genau 12 Monaten haben wir keinen Tropfen Wasser aus dem Leitungsnetz zapfen können. Wir müssen Wasser teuer kaufen um unsere Tanks zu füllen.“ Nader Khateeb, Direktor der Palästinensischen Organisation ‚Friends of the Earth‘ dazu: „Ein Palästinenser erhält vielleicht 50 Liter Wasser pro Tag, während die Israelis etwa 300 Liter pro Kopf und Tag verbrauchen. Man ist dauernd unter Druck, psychologisch gesehen, denn Du weißt nie, kommt heute Wasser oder nicht. >>>

Israel verweigert Palästinensern Zugang zu Wasser - Amnesty International Deutschland >>>


Israel verwehrt Palästinensern ausreichend Trinkwasser

Wasser als Friedensstifter im Nahen Osten? - Wasser gehört zu den wichtigsten und schwierigsten Ressourcen, die es global zu verteilen gilt. Im Palästinakonflikt ist die Wasserproblematik weiter ungelöst. Statt Wasser als Kriegsgrund zu betrachten, sollte es zur Kooperation zwischen den betroffenen Ländern führen. Laut dem jüngsten Bericht des israelischen Informationszentrums für Menschenrechte in den besetzten Gebieten, «B'tselem», hat sich die Wassersituation wegen der wenigen Niederschläge im Jahr 2008 verschärft. Die Wasserressourcen, von denen die Palästinenser abhängen, werden von Israel kontrolliert. Die Verteilung erfolgt ungleich. Wasser ist nicht nur wegen der Versorgung und der Verteilung ein Problem, sondern auch hinsichtlich des Verbrauchs. Während im Durchschnitt ein Palästinenser in Cisjordanien pro Tag 66 Liter Wasser verbraucht, werden in Israel pro Kopf und Tag 230 Liter genutzt. Die Richtlinie der WHO liegt bei 100 Litern pro Tag. >>>

Der Entzug von Wasser und seine Verschmutzung in Gaza: Verbrechen an der Menschheit - Bericht von Dominique Waroquiez und Nicole Soteau über ihren Besuch in der letzten Dezemberwoche 2012 in Gaza. - Die Zerstörung des palästinensischen Volkes wird von Israel eingeleitet durch Entzug der lebenswichtigen Ressource für die 1,8 Mill. Menschen und die sanitären Voraussetzungen dafür! 

1. Dieses Foto zeigt kurz und bündig die Hölle, wie sie der palästinensischen Bevölkerung auferlegt wird. Das Kind im Vordergrund trägt einen mit Kieseln gefüllten Eimer und bringt ihn zum Eselskarren im Hintergrund. Aufgrund des Einfuhrverbots von Baumaterialien ist das Sammeln von Kieseln in dieser Region wegen der hohen Arbeitslosigkeit zu einer Einkommensquelle geworden. Aber das Sammeln von Kieseln in diesen offenen "Abwasserkanälen" ist zum Wadi Gaza geworden: die kleinen Kieselsammler sind schwersten Umweltverschmutzungen in den Atemwegen und durch die Haut ausgesetzt, die durch Beine und Füße aus der Kloake aufgenommen werden. Und das alles für den Hungerlohn von 2,-€ für eine volle Karrenladung 

 

2. Omar AT-Tawill wohnt seit 15 Jahren mit seiner Frau und seinen fünf Kindern im Wadi Gaza. "Wenn Freunde mich besuchen, schäme ich mich wegen des bestialischen Gestanks. Bei Einbruch der Nacht wird es durch Fliegen- und Mückenschwärme noch schlimmer. Ich kann keine Freunde zum Essen einladen, " erklärt dieser 40 Jahre alte Mann den Mitgliedern von EWASH

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Eine Phoenix-Dokumentation auf YouTube: Palästina & Israel - Blut für Wasser - Im besetzten Westjordanland geben die Israelis nur eine Stunde am Tag die Wasserleitungen frei. Während in den Gärten der Kibbuzim das Wasser sprudelt, ist in den palästinensischen Siedlungen Wasser Mangelware. Wasser ist im Nahostkonflikt zum politischen Faustpfand geworden. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 eroberten die Israelis nicht nur das Westjordanland, sondern auch die unterirdischen Wasservorräte und Flüsse. Während am Toten Meer und am Rande der Wüste Hoteltürme und Swimmingpools entstehen, warten Palästinenserinnen auf Zisternenwagen, die das tägliche Frischwasser verkaufen. Israelische Wissenschaftler warnen vor den Folgen dieser verhängnisvollen Verteilungspolitik. Das Wasser müsse für alle zugänglich sein. Denn von den zwei Milliarden Kubikmetern Wasser, die Israel jährlich verbraucht, stammt nur ein gutes Drittel aus dem eigenen Territorium


 


 


 

Teil 1 - http://www.youtube.com/watch?v=d7kp9vCVirU&feature=related

Teil 2 - http://www.youtube.com/watch?v=l93r_EE5_Wc&feature=related

Teil 3 - http://www.youtube.com/watch?v=ih8d7j6XwYs&feature=related

Teil 4 - http://www.youtube.com/watch?v=z_8lxCH4464&feature=related
Teil 5 -
http://www.youtube.com/watch?v=0a2lJme0sA8&feature=related

Dieses Jahr in Jerusalem... - Sandra Jörges - Es ist heiß dieses Jahr. Ich habe mir die ungünstigste Zeit für meinen jährlichen Besuch in Palästina ausgesucht: Mitte Juli wird es hier trocken. Und mit Gewissheit wird Wasser wieder Mangelware. Zweimal täglich eine Stunde, lautet die Antwort auf meine Frage, wieviel Wasser momentan in Nablus oder Hebron vorhanden ist. Die Wasserrationen werden von israelischen Stationen zugeteilt. Ebenso der Strom, erklärt mir Amar Ali, Mitarbeiter des palästinensischen Jugendministeriums: “Wenn die heiße Jahreszeit beginnt, wird das Wasser für Palästinenser knapp. In Flüchtlingslagern kann es vorkommen, dass es gar kein Wasser gibt.” Ein Tankwagen fährt wie zur Bestätigung an uns vorüber. “Potable Water” ist darauf zu lesen – Trinkwasser. 

Quellen des Streits - Wenn das Lebenselixier auf der anderen Seite des Zauns fließt: Der Nahostkonflikt ist vor allem ein Konflikt um das wenige Wasser in der Region. - Fred Pearce  - Zu den größten Ängsten hinsichtlich des Klimawandels gehört die Furcht vor Wasserkriegen. Die UN warnen, der Wassermangel werde aufgrund der Erwärmung und der Bevölkerungsexplosion schon bald die Weltpolitik bestimmen, vielleicht werde es gar Kriege um das Trinkwasser geben. Solche Konflikte aber gibt es längst - zumindest interpretiert der Umweltjournalist Fred Pearce den Israel-Palästina-Konflikt als jahrzehntelangen Kampf ums Wasser.

Kein Tropfen im Wasserhahn - Die Westbank sitzt auf dem Trockenen - Inge Günther - Yatta. Wieder einmal ist Hamed Abdallah Hamandis Büro voller Beschwerdeführer. Dabei kann er, der kommunale Wasserbeauftragte von Yatta, gar nichts für die Leute tun - abgesehen davon, ihnen übersüßten Tee zur Beruhigung zu servieren. Jeden Sommer ist es das gleiche Elend. Aber nach vier Dürrejahren mit viel zu geringen Regenfällen im Winter ist die Lage dramatischer denn je >>>

Wasserknappheit im Westjordanland  - Israels diskriminierende Politik trägt zu einer gravierenden Wasserknappheit im Westjordanland bei. Diese wird durch die größe Trockenperiode der vergangenen 10 Jahre verschärft, so die israelische Menschenrechtsorganisation B'Tselem. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO benötigt der Mensch 100 Liter Wasser pro Tag. Der durchschnittliche Tagesverbrauch der Palästinenser in der West Bank liegt jedoch nur bei 66 Litern, in Tubas und Jenin im nördlichen Westjordanland gar bei lediglich 30 bis 38 Litern pro Tag. In diesen Zahlen ist bereits der Trinkwasserverbrauch für Nutztiere eingerechnet, so dass die tatsächliche Wassermenge, die den Bewohnern des besetzten Gebietes zusteht, noch geringer ist. Im Vergleich dazu ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser in israelischen Städten und Siedlungen im Westjordanland mit 235 beziehungsweise 214 Litern am Tag 3,5 mal höher. mehr >>>

Menschenrechtsorganisation: Israel für Wassernotstand verantwortlich
Jerusalem - Das Westjordanland ist nach Einschätzung einer israelischen Menschenrechtsorganisation einem chronischen Wassernotstand ausgesetzt. Zum Teil liege dies daran, dass israelische Siedler mehr als drei Mal so viel Wasser erhielten wie Palästinenser >>>

Die Gurken sind nah, der Staat ist fern - Am Beispiel eines Wasserprojekts in Palästina: Debatte über wirksame Aufbauhilfe

Israel kontrolliert 80% des paläs. Wassers - Der palästinensische Forscher Abu Kishek sagte, dass die Unsicherheit der arabischen Wasserversorgung der israelischen Politik geschuldet ist und das keine Lösung des Palästinenserproblems - Amin Abu Wardeh:

Linda Tidwell - Das umkämpfte blaue Gold - WASSER II - Wasserverschwendung und Wasserknappheit stehen in scheinbar unverständlichem Widerspruch nebeneinander. Glaubt man Prognosen, so wird Wasser zum umkämpften Lebensmittel der Zukunft

Durstige Welt - Andrea Naica-Loebell - Weltweites Wassermanagement erforderlich, als vorbildlich gilt Israel - "Tatsächlich verbraucht ein Israeli pro Kopf und Tag zwischen 350 und 390 Liter Trinkwasser, während sich ein Palästinenser mit 70 bis 110 Litern begnügen muss, die im Zweifelsfall zudem aus leckenden Leitungssystemen schlicht ungenutzt versickern."

Konfliktstoff Wasser - Erbitterter Streit im Nahen Osten - Von Heiko Wimmen - Im Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn ist die Kontrolle über knappe Wasserressourcen einer der bedeutendsten Streitpunkte. Im Sommer kommt bei Palästinensern in der Westbank aus den Wasserhähnen manchmal wochenlang kein Tropfen. Israelische Siedlungen dort werden dagegen rund um die Uhr versorgt.

Separation Wall und Wasserressourcen-Entwicklungsperspektiven - pdf - Clemens Messerschmid >>>

Macht und Myten - Wasser - verwehrter Zugang - pdf - Clemens Messerschmid >>>

In Israel leiden arabische Städte unter Wassermangel

 

WAFA Palestine News Agency

 

NAZARETH, 14. Juli 2005 (WAFA) – Mehrere arabische Städte in Israel leiden unter Wasserverknappung, da eine israelische Gesellschaft das Wasser abgesperrt hat.

 

Einwohner der Stadt West-Baqa (22.000 Einwohner) berichteten, dass die Mekorot Water Company Ltd. das Wasser ohne Vorankündigung abgestellt habe. „Während eine Hitzewelle über dem Gebiet liegt, dreht Mekorot das Wasser ab und überlässt Kinder und Kranke ihren Leiden."

 

Weitere Bürger des Dorfes Kofor Kanna (17.000 Einwohner) bezeichneten die Lage in ihrem Ort als dermaßen schrecklich, da Mekorot das Wasser seit langem abgestellt habe.

 

Sie kaufen, um das Problem in den Griff zu bekommen, Wasser von fahrbaren Tanks. Die Mekorot Company behauptete, dass sie das Wasser deshalb abgedreht habe, weil Zahlungen ausstünden. Bürger nannten eine solche Entscheidung „Kollektivstrafe“, da die meisten der Leute ihre Gebühren bezahlt hätten. - 15.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk



Die Mauer auf einen Brunnen, sie nimmt den Menschen das Wasser.

Hakara eskortiert Wasser zum nicht anerkannten Dorf Tel-Arad im Negev

Wasser: Dramatisches Politikum in Westbank

Meerwasser für Palästina -

Wasser - Bilder und Text

Bevölkerung im Westjordanland weitgehend von Wasserversorgung abgeschnitten

Abkommen über einen endgültigen Status in Palästina und Israel.

Der Wasserkonflikt und die Zukunft der Wasserversorgung zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten

Nahostkonflikt auch ums Wasser

Die Welt soll den Wasserluxus Israels finanzieren
Israel hat einen Plan vorgelegt, der eine gigantische Meerwasserentsalzungsanlage vorsieht, die für die Versorgung der Palästinenser mit Trinkwasser sorgen soll. Das vorhandene Grundwasser des besetzten Westjordanlandes wollen die Israelis dagegen weiterhin für sich selbst nutzen.
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Das Wasser und die Palästinafrage

Stephan Libiszewski: Der Nahostkonflikt ist auch ein Konflikt um das Wasser

Die Wasserkrise im Nahen Osten - Aus Politik und Zeitgeschichte
 (B 48-49/2001)

Nur ein Rinnsal vom „blauen Gold“

Kontrolle, Verteilung und Nutzung der Wasserressourcen im Jordanbecken: Der Streit um eine knappe, aber lebenswichtige Ressource im Kontext des Nahostkonflikts

Dr. Al Tamimi: Israel betreibt Umweltterrorismus - Mustafa Sabre, Qalqiliya,- Palestine News Network -

 

Eine israelische Fabrik innerhalb der Mauern der illegalen Siedlung Kedumim östlich von Qalqiliya pumpt giftige Flüssigkeiten in die Ortschaften Kufur Qadum and Jit. Einwohner dieser Dörfer entdeckten die Flüssigkeit, welche durch die Täler und zwischen den Mandel- und Olivenbäumen fließt.

 

Einer der Bauern im Nordwesten der Westbank meinte, dass er dieses Jahr aufgrund dieser giftigen Substanzen seine Oliven sowie andere Früchte nicht ernten könne. Er erläuterte, dass die Auswirkungen an den Bäumen und deren Blätter sichtbar würden, was bewiese, dass die Firma die Umwelt schädigt.

 

Der Direktor der Palästinensischen Gruppe für Gewässerkunde (PHG), Dr. Abdel Rahman Al Tamimi, erklärt, dass Israel Umweltterrorismus betreibe, und dass diese Politik gestoppt werden solle, da sie die Zukunft der Umwelt attackiere. - deutsch Gabriele Al Dahouk 

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