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"Friedensplan" von Trump
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Karten, Technologie und dekoloniale Raumpraktiken in Palästina
von Zena Agha am 14. Januar 2020

Zusammenfassung - Die Praxis der Kartierung in Palästina-Israel war lange Zeit eine Übung in Macht, Imperialismus und Enteignung. Die Al-Shabaka-Politikanalytikerin Zena Agha untersucht, wie Palästinenser vom britischen Mandat bis heute von Karten ihres eigenen Landes ausgeschlossen wurden, und untersucht, wie Palästinenser Karten als Mittel des Widerstands zurückfordern können - und dies auch tun.

Übersicht
- Die Praxis der Kartierung in Palästina-Israel war lange Zeit eine Übung in Macht, Imperialismus und Enteignung. Seit dem britischen Mandat bis heute haben zionistische (später israelische) Kartographen Karten benutzt, um physische, geographische und soziale Markierungen der Verbindungen der Palästinenser zum Land und ihres Besitzes zu verdunkeln und auszulöschen.

Das Aufkommen der Technologie des Global Positioning System (GPS), der Software für Geographische Informationssysteme (GIS) und die steigende Anzahl von Fernerkundungssatelliten in den letzten Jahrzehnten ermöglichte die genaue und umfassende Kartierung des Mandatsgebiets Palästina. Stattdessen fahren die Herausgeber von Satellitenbildern, einschließlich Google, fort, die Präsenz Palästinas auszuhöhlen, indem sie entweder Bilder in niedriger Auflösung veröffentlichen, falsche Routenoptionen für Palästinenser vorschlagen, ungenaue und/oder hebräische Ortsnamen kennzeichnen oder einfach Gebiete, die von Palästinensern bewohnt sind, leer lassen - ein gepixelter Terra Nullius.

Dieses Kurzdossier untersucht die verschiedenen Arten, wie Palästinenser von den Karten ihres eigenen Landes ausgeschlossen wurden, vom Beginn des britischen Mandats bis heute. Es argumentiert, dass schlecht kartierte Orte das Raumverständnis der Palästinenser verändern und sie von ihrem Heimatland entfremden. Sie untersucht auch alternative, subversive Karten als Mittel, um die Vergangenheit zu erkennen, die Gegenwart zu bewerten und sich die Zukunft vorzustellen. Sie kommt zu dem Schluss, dass Karten, obwohl sie eng mit dem britischen und israelischen Kolonialismus verbunden sind und konsequent als Vehikel der Auslöschung benutzt werden, als Ausdruck der geographischen Imagination und als Mittel des Widerstands zurückerobert werden können.
Koloniale Kartographie

Trotz ihres Anspruchs auf einen mathematischen Realismus spiegeln moderne Karten nicht einfach die Realität wider: Sie schaffen und verankern eine bestimmte Wahrnehmung der Erde, auf der wir leben. Die auf einer Karte gezeichneten Linien trennen Länder von den Ozeanen und voneinander. Der Bereich zwischen den Linien repräsentiert konstruierte sozio-politische Einheiten des souveränen Raums: Nationalstaaten. Trotz des Prozesses der Staatsgründung und des Zerfalls an Orten wie Palästina, Sudan und Tibet werden die Nationalstaaten in der internationalen Ordnung als feste Einheiten akzeptiert. In zeitgenössischen Kartenprojektionen, die die dreidimensionale Oberfläche der Erde auf einer zweidimensionalen Ebene darstellen, werden Nationalstaaten als definitive, objektive und selbstverständliche Markierungen der politischen Realität dargestellt - eine Fassade, die durch Nutzer, die mit politischen Karten interagieren, als perfektes, maßstabsgetreues Abbild des Raums verstärkt wird.  weiter im englischen Text mit Karten >>>

 

 

 

 

Die nachfolgenden Karten sind nicht immer im Detail korrekt, manche sind aus einer bestimmten pol. Position heraus entstanden. Bei einem Staat wie Israel, der keine Staatsgrenze angibt und siehe die Seite "Wo ist Palästina", der tagtäglich mit seiner Siedlungspolitik neuen Landraub begeht ist es auch schwer korrekte Grenzen anzugeben. International wird einmal die UN Teilungsgrenze von 1947 und nachfolgend die Grenzziehung zum Oslo Abkommen 1967 als Grenze angegeben.




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Quelle: Occupation Magazine
Palestinian Loss of Land 1946 to 2000

 

Diskussion zur Karte:

Immer wieder wird  dieses Kartenset (oben) verwendet, sie soll natürlich nur einen optischen Eindruck vermitteln, sie ist nicht ganz korrekt.  Der UN-Teilungsplan sieht vor/sah vor, dass Jerusalem und Umgebung einschließlich Bethlehem ein drittes Gebilde darstellt, als corpus sepatarum betrachtet wird, bzw als international gilt. Siehe: http://www.passia.org/palestine_facts/MAPS/1947-un-partition-plan-reso.html


 

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In noch besserer Auflösung - Quelle >>>

 


Quelle Yousef Taha - Wunschtraum eines Palästinensers  - http://www.falastin.de/ 

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Quelle

 






Quelle

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Quelle

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Quelle
 


Destroing the Two-State Solution - July 2005




Original

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http://go2.wordpress.com/?id=725X1342&site=thinkpress.wordpress.com&url=
http://thinkpress.files.wordpress.com/2010/05/palestine_map2.jpg&sref=
http://pulsemedia.org/2010/05/15/nakba-day-2010/
 

 


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