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Instrumentalisierung des Antisemitismus

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Collage E. Arendt - zum Vergrößern das Bild anklicken - mehr >>>

HÄNDE   WEG !
Felicia Langer

Bei der Eröffnung des Kongresses der AIPAC (American-Israel Political Action Committee) wurde der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kürzlich mit 100 „standing ovations“ geehrt. Seine Rede absolvierte er in sorgfältig modulierter Stimmlage und schmückte sie mit ausgesuchten amerikanischen Redensarten. Man konnte den Eindruck gewinnen, er sei der Schattenpräsident der Vereinigten Staaten von Amerika… Mit Pathos warb Netanjahu für den Krieg gegen den Iran: „Wenn wir ihn nicht führen, wird der Iran Israel auslöschen!“ Und er ging noch weiter, so weit wie  niemand, den ich bislang gehört habe: Er zitierte ein Dokument aus dem Jahre 1944, eine Bitte des jüdischen Establishments an die amerikanische Regierung, Auschwitz zu bombardieren. Und den negativen Bescheid darauf, aus Angst vor Racheaktionen wolle und könne man das nicht tun…Die Botschaft ist klar, und der tosende Beifall von 13.000 AIPAC-Mitgliedern erschreckend. Auch die persische Bedrohung vom Ende des dritten Jahrhunderts vor Christus, die gescheitert ist, fand Erwähnung….

Netanjahu war aber nicht allein, auch Präsident Barack Obama hat die Option Krieg nicht ausgeschlossen, seine Aussagen waren jedoch ambivalent, insbesondere die vor den Toren des AIPAC-Kongresses.

Am selben Tag, an dem sich Obama mit Netanjahu im Weißen Haus traf, erschien in der Washington Post ein Inserat, in dem ehemalige ranghohe amerikanische Militärs und Geheimdienstexperten sich gegen einen Krieg gegen den Iran aussprechen; sie nennen ihn „Krieg der Wahl“ gegen den Iran. (...)

Wie lange werden Sie, Benjamin Netanjahu, die Welt belügen können und unsere Toten dafür missbrauchen? Ich als Jüdin, die viele Tote zu beklagen hat, fast die gesamte Familie meines Mannes und meine eigene wurden von den Nazis ermordet, wehre mich aufs schärfste gegen diesen schändlichen Missbrauch als Rechtfertigung eines blutigen Angriffskrieges. Ich sage Ihnen, Benjamin Netanjahu: „Hände weg von den Toten des Holocaust, Opfer des Faschismus! Sie schänden ihr Andenken!“ >>>

Bücher von Felicia Langer >>>
Sonderseiten zum Iran >>>

"It's a Trick, We Always Use It." (calling people "anti-Semitic")

Moshe Zuckermann Israelkritik. Im Interview mit Teresa Arrieta

Kommentar des Monats Januar 2012 für:"Das Palästina Portal"

So ergeht es einem Mann, den Israel besonders demütigen will. -  Abraham Melzer
Simon Wiesenthal-Center veröffentlicht eine „Top-Ten-Liste“ der weltweit gefährlichsten Antisemiten. - Was ist denn aus dem Antisemitismus geworden, wenn ein linker Politiker aus Duisburg, der es gewagt hat Israels Politik zu kritisieren, zu den Top-Ten-Antisemiten der Welt gehört? Einst hatte das Judentum gewaltige antisemitische Feinde, die auch tausendfach Juden ermordet haben, einst galt als Antisemit, wer die Protokolle der Weisen von Zion verbreitet oder zumindest deren Vertreibung oder Entlassung gefordert hat, von Antisemiten à la Adolf Eichmann, die jüdisches Blut an ihren Händen hatten, ganz zu schweigen. Heute reicht es, Israels Politik zu kritisieren oder sich gegen die moralische Erpressung mit der Auschwitzkeule zu wehren, um in eine ehrenvolle Liste der zehn gefährlichsten Antisemiten der Welt aufgenommen zu werd
en.

Was ist denn aus dem Antisemitismus geworden? Einst wusste man, dass ein Antisemit derjenige ist, der Juden hasst und Juden vernichten will, nur weil sie Juden sind. Heute ist es genau umgekehrt: Ein Antisemit ist derjenige, den Juden hassen und vernichten wollen. >>>

2011 Top Ten Anti-Israel/Anti-Semitic Slurs | Simon Wiesenthal Center (pdf) >>>

Der Holocaust darf nicht instrumentalisiert werden! - Zwischen berechtigter Kritik und Israelfeindlichkeit – Ein Gespräch mit Hermann Dierkes!  >>>

Dokumentation - Der realpolitische Zionismus + Antizionismus >>>

Dokumentation - Nein zum Antisemitismus, Nein zur Instrumentalisierung des Antisemitismus >>>

Übrigens: Das Simon Wiesenthal Center präsentierte auch die: "2010 Top Ten Anti-Israel Lies". Es hat - unter anderem -  keine Probleme dabei ein Bild von  Großisrael zu präsentieren.... (pdf) >>>

ANTISEMITISMUS UND ANTIZIONISMUS IN DEUTSCHLAND: NEUE FAKTEN  - Prof. Dr. Rolf Verleger - pdf -  Wilhelm Kempf ist Professor für Psychologie an der Universität Konstanz und dort Leiter der Projektgruppe Friedens-forschung. Vor drei Jahren bewilligte ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Gelder für ein Projekt zur empirischen Erforschung des Zusammenhangs von „Israelkritik“ und „Anti-semitismus“ im heutigen Deutschland, also des Zusammenhangs zwischen kri-tischer Einstellung zu Israels Politik und Abneigung gegen Juden. Vermintes Gelände Als dies 2009 ruchbar wurde, kam es zu erregten Reaktionen im Internet. Auf der einen Seite befürchtete man, dass dieses Projekt eine scheinwissen-schaftliche Unterfütterung der häufig zu hörenden Vorwürfe liefern würde, dass der wahre Grund für Kritik an Israel der ewige Antisemitismus sei. Auf der anderen Seite fanden sich auch Menschen, die gegen Kempf wegen seiner Beschäftigung mit diesem Fragen-komplex den Vorwurf des Antisemitis-mus erhoben. Als ich – neugierig geworden – an Kempf  schrieb, um Informationen aus erster Hand zu erhalten, hatte dies das unerwartete Ergebnis, dass er mich zum Berater im Projekt ernannte. So habe ich auf den regelmäßig stattfindenden pro >>>

„Linker Antisemitismus“ im Visier - Moshe Zuckermann - Eine Studie mit dem Titel „Antisemiten als Koalitionspartner?“ von dem Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt, Gründungsmitglied des BAK Shalom in der Linksjugend solid, sorgte Ende Mai für großen Wirbel. Die gegen die Partei DIE LINKE zahlreich erhobenen Antisemitismusvorwürfe schienen nun endlich bewiesen. Die Fraktionen von CDU/CSU und FDP fühlten sich sogar veranlasst, eine Aktuelle Stunde im Deutschen Bundestag einzuberufen. Die Debatte im höchsten Parlament der Republik mit beschämend niedrigem Niveau geriet zeitweise zum Tribunal gegen die LINKE – ebenso die darauf folgende Medienkampagne. Die Redaktion Hintergrund interessieren die Fragen: Was taugt diese Studie eigentlich wissenschaftlich? Und welche ihrer Inhalte und Thesen machen sie so geeignet für die politischen Gegner, sie als ideologisches Geschütz gegen die LINKE in Stellung zu bringen? Wir baten den israelischen Historiker Moshe Zuckermann um eine kleine Expertise. >>>

Antisemitismus und Islamfeindlichkeit - Micha Brumlik - Vergleichen heißt nicht gleichsetzen - Darf man Antisemitismus und Islamophobie in einem Atemzug nennen? Der Historiker Wolfgang Benz hat es getan und wurde deswegen schwer angegangen. >>>

"Gemessen an dieser Philippika bin ich zweifellos ein Antisemit. Ich bekenne freimütig, daß ich alle diese oder ähnliche Antisemitismen auf dem Kerbholz habe. Man kann, zumindest privatim, glaubhaft dementieren, daß man Jude ist, aber man kann nicht glaubhaft dementieren, daß man Antisemit ist. Man muß damit leben, und ich kann der stetig wachsenden Zahl von Mitleidensgenossen zwischenzeitlich versichern, daß man damit leben kann. Beim ersten Mal, da tut’s noch weh, aber man kann damit leben. Jedenfalls besser als jeder Palästinenser, der in dritter Generation in einem Flüchtlingslager aufgewachsen ist, also sein Schicksal einer anderen zionistischen Spezialität verdankt, der ethnischen Säuberung. Wenn man sich jahrzehntelang damit befaßt hat, dann weiß man, daß im Zionismus schon lange mit gezinkten Karten gespielt wird. Im Lager der Linksdenker noch mehr als in dem der Rechtshänder. Anderswo in der Welt betrügt man genauso, aber niemand sonst kann es sich so anhaltend und so ungestraft leisten. Ach, diese Leute müssen sich geradezu ermutigt fühlen, ihre Trümpfe zu überreizen. Weiß Gott, sie werden es noch dahin bringen, daß das letal gemeinte Wort Antisemit zu einem Ehrentitel wird." - Prof. Helmut Spehl über  Helmut Spehl

Auszüge aus einem taz-Interview mit Gideon Levy

"...In jüdischen Gemeinden Europas grassiert, aufgrund des Nahostkonflikts, die Angst vor einem neuen Antisemitismus. Ist die Angst berechtigt?

Sie ist ein Produkt von ehrlicher Paranoia und einem großen Anteil Manipulation. Paranoia zu haben, bedeutet nicht, dass man keine Feinde hat. Aber indem man sich selbst ausschließlich zum Opfer erklärt, entlässt man sich aus jeder Verantwortung. Die späte Golda Meir hat das einmal auf die Spitze getrieben als sie sagte, nach dem Holocaust hätten die Juden das Recht zu tun, was immer sie wollten. Das ist natürlich eine extreme Aussage. Aber ich fürchte, viele Juden und Israelis denken so, auch wenn sie es vielleicht nicht sagen würden. Ich kann das nicht akzeptieren.

Und was soll "Manipulation" sein?

Natürlich sind auch viele Israelis zu Opfern des Konflikts geworden. Das bedeutet aber nicht, dass Israel diese Tatsache nicht in zynischer Weise zu eigenen Zwecken benutzt. Die Agonie und das Leid der Palästinenser kommen in den israelischen Medien so gut wie gar nicht vor. Nur indem man die andere Seite ausblendet, kann man sich der Welt als Opfer präsentieren. Israel ist heute ein viel rassistischeres Land als irgendein Land in Europa. Ein Araber in Israel zu sein, ist mit mehr Nachteilen und Diskriminierungen verbunden, als irgendwo auf der Welt ein Jude zu sein. Es ist überhaupt nicht damit zu vergleichen!

(...)

In Deutschland wird Israels Standpunkt offenbar besser verstanden.

Deutschland ist ein besonderer Fall. Aber ich gehöre zu denen, die meinen, dass jeder Deutsche das Recht hat, Israel zu kritisieren. Mehr noch: Jeder, der sich als echter Freund Israels versteht, sollte Israel kritisieren. ..." Quelle

Gefunden bei Arne Hoffmann, lese auch >>>
 

05.12.2005 - WARNUNG VOR ANTISEMITISMUS ODER PROPAGANDA FÜR DIE ANNEXIONSPOLITIK ISRAELS UND FÜR DIE US-WELTHERRSCHAFTSPOLITIK? - Ein Artikel der Redaktion der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten

12 Deutungen zur Motivation überschießender Vorwürfe von Antisemitismus -  Arne Hoffmann

Israels falsche Freunde II - Sophia Deeg - Warum eigentlich muss man – nicht nur im Fall von Ludwig Watzal – Antisemitismus erst herbeireden? Der zunehmend zu beobachtende Antisemitismus auf deutschen Straßen und an deutschen Stammtischen bereitet offenbar nicht die Sorge, die dazu motivieren würde, sich mit aller Kraft dagegen zu stellen, anstatt Menschen zu diskreditieren, die schlicht die israelische Politik anders beurteilen als man selber. Der real existierende Antisemitismus ist solchen „Experten“ offenbar gleichgültig genug, um den schwerwiegenden Vorwurf durch inflationären Gebrauch zum leeren Allgemeinplatz zu machen, der alles und nichts beinhaltet. mehr >>>

„Nur elf Prozent der Bevölkerung sind frei von Antisemitismus“ -  titelt eine sich selbst so bezeichnende “Internet-Plattform gegen Rechtsextremismus“ auf der Grundlage einer Studie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Uni Bielefeld. Man fühlt sich ein bisschen wie in dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“, denn man kann sich heute schon sicher sein, dass kaum ein Mensch in der Medienöffentlichkeit gallopierenden Schwachsinn wie diesen kritisch hinterfragen wird. 26.9.05  mehr >>>

Unter der Überschrift "Israel auf dem Weg nach Den Haag" äußern sich sechs Israelis, darunter die frühere Erziehungsministerin und Führerin der Meretz-Partei Shulamit Aloni zum Thema "Kriegsverbrechen und Israels Sicherheit": "Wir können unsere Stimme zum Protest erheben, wir können demonstrieren. Die Medien werden uns nicht auf Dauer ignorieren können. Wir können uns nicht auf die internationale Gemeinschaft oder die internationalen Gerichte verlassen. Es sei denn, wir selbst rufen sie auf, zu kommen und die emotionale Erpressung zu ignorieren, Antisemiten genannt zu werden. Wir müssen die Dinge beim Namen nennen: Unsere Regierung begeht Kriegsverbrechen. Wir müssen das stets und ständig wiederholen, wie Cato der Ältere seine Warnung wiederholte. Ohne mit der Wimper zu zucken."  IPPNW.DE

"Der Missbrauch des Begriffs des Antisemitismus zur Unterstützung der Besetzung und Unterdrückung der Palästinenser durch die israelische Regierung ist nicht weniger als eine Schändung der Erinnerung an jüdische Opfer des echten Antisemitismus."

"Als Israelis, vertraut mit der israelischen Politik, ist es uns klar, dass wir nicht zu unseren Lebzeiten ein Ende der Besetzung und Unterdrückung sehen werden, wenn Israel nicht vor ein umfassendes Boykott gestellt wird. Soll Israel jemals die Werte der Gerechtigkeit und Menschenwürde bejahen, soll Israel jemals die 38jährige militärische Besetzung - die längste der modernen Geschichte - beenden, muss die Zivilgesellschaft in der internationalen Gemeinschaft einen strategischen Boykott, der das Ende der Besetzung zum Ziel hat, durchführen." mehr >>>

Jede Kritik an Israel wegen Bruch des Völkerrechts wird von der israelischen Politik selbst als Antisemitismus definiert. Das ist Erpressung, um Kritiker mundtot zu machen. Es ist eine Methode, um freie Hand zu haben, weiterhin straffrei die Palästinenser zu unterdrücken. Auch die sogenannten Antideutschen vertreten eine solche Haltung. Das ist eine Strategie, die leider nicht unwirksam ist. Doch die Kritik am Bruch des Völkerrechts ist nicht nur eine solidarische Unterstützung für die Rechte der Palästinenser und der israelischen Friedensbewegung, sondern letztendlich auch eine Unterstützung für das israelische Volk, friedlich und sicher leben zu können.  Felicia Langer.

Die Gegenwart des Antisemitismus - Klaus Holz

Journalisten fragen nach dem Preis der Wahrheit

..... wenn ein Palästinenser einen unschuldigen israelischen Zivilisten tötet, dann ist dies Antisemitismus. Wenn Palästinenser einen Soldaten der israelischen Besatzungsarmee in ihrem eigenen Dorf angreifen, ist es Antisemitismus. Wenn die UN-Hauptversammlung mit 133 zu 4 gegen Israels Entscheidung, den gewählten palästinensischen Führer zu ermorden, stimmt, bedeutet dies, dass außer den USA, Mikronesien und den Marschallinseln alle anderen Länder rund um den Globus antisemitisch sind. Sogar wenn eine hochschwangere Palästinenserin an einem israelischen Checkpoint festgehalten wird und sie deshalb auf offenem Feld ein Kind gebiert, so ist die einzige Lektion aus dem Artikel des Haaretz-Journalisten Gideon Levy, dass er antisemitisch sei. (Er hat übrigens von zwei derartigen Fällen in den vergangenen 2 Wochen berichtet: eins der Neugeborenen starb an Ort und Stelle.)

Antisemitismus ist eine allumfassende Erklärung. Alles was anti-palästinensischen Ohren missfällt, ist ein weiteres Beispiel für Antisemitismus. Jüdisches Bewusstsein, das sich auf Antisemitismus konzentriert, hat die Form von antisemitischen Verschwörungstheorien angenommen, wie die Protokolle der Weisen von Zion, wobei der klassische Antisemit jedes Unglück jüdischer Verschwörung zurechnet. Juden rechnen jede Kritik an Israel antijüdischer Verschwörung zu. Wie wir sehen werden, ist dies nicht die einzige Ähnlichkeit zwischen anti-palästinensischer Haltung und antisemitischer Haltung. Quelle und mehr >>>

Auszug aus :Gespräche über Gott und die Welt;

Jeshajahu Leibowitz
Insel Taschenbuch

 
"Aber übertreiben Sie nicht, wenn Sie von Juden-Nazis sprechen? Meinen Sie wirklich, wir könnten bis auf das Niveau der Nazis herabsinken?

Leibowitz: Wenn die Nation ( in der Sprache der Nazis -- die Rasse) und die nationale Staatsgewalt zu obersten Werten erhoben werden, dann gibt es kein Halten mehr für die Taten der Menschen. Und genau diese Mentalität gibt es auch mitten unter uns. Wir verhalten uns schon so in den von uns besetzten Gebieten, der West-Bank, dem Gaza-Streifen und im Libanon ( Gespräch fand 1987 statt), wie sich die Nazis in den von ihnen besetzten Gebieten in der Tschechoslowakei und im Westen verhalten haben.

Wir haben keine Vernichtungslager wie die Nazis im Osten errichtet, aber das Schreckliche an der Sache ist, daß wir auf diese Tatsache hinweisen müssen, um zwischen uns und den Nazis zu unterscheiden."

"Den echten Antisemitismus erkennen" -

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