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Pr. Ted Honderich und die Antisemitismusdebatte
 

 

 


 

Zwischen „faktischem Antisemitismus“ und heuchlerischem Philosemitismus
Anmerkung des Verlegers zur Neuauflage von Ted Honderichs „Nach dem Terror“   von Abraham Melzer

"Nach dem Terror": Umstrittenes Honderich-Buch erscheint im Melzer Verlag

Honderich, Ted - Nach dem Terror

 


Eine  chronologische Dokumentation der Diskussion um Ted Honderich und sein Buch "Nach dem Terror"

 Harry Nutt zieht mit der Entscheidung des Suhrkamp-Verlags, das Buch von Ted Honderich nicht mehr verlegen zu wollen, einen Schlussstrich unter die Debatte der letzten Tage. Nutt warnt vor einem "beiläufigen Antisemitismus". "Der programmatische Antisemitismus, der für Juden nach 1933 geradewegs in die Konzentrationslager führte, ist nachhaltig gesellschaftlich geächtet. Das darf als eine zentrale zivilisatorische Errungenschaft der bundesrepublikanischen Gesellschaft angesehen werden. An die Stelle des programmatischen ist jedoch ein beiläufiger Antisemitismus getreten, der mit Verdacht und Ressentiments arbeitet und sich bisweilen auch als politisches Engagement zu tarnen weiß. Wenn Protagonisten des beiläufigen Antisemitismus ertappt werden, reagieren sie nicht selten mit dem Furor der Empörung." (FR vom 08.08.2003)

Suhrkamp-Verlag: Keine Neuauflage für umstrittenes Honderich-Buch - SPIEGEL ONLINE

Brumlik wirft Suhrkamp-Titel «philosophischen Judenhass» vor

Zwischenruf: Kurz protestiert, dann ab in den Urlaub!  - SPIEGEL ONLINE

Monströse Moral - sueddeutsche.de - Kultur

Ted Honderich will die Privilegien des Wohlstands anklagen und endet dabei, Terrorismus zu rechtfertigen

TP: Antisemitischer Antizionismus im Sommerloch

Erklärung einer Buchempfehlung / Von Jürgen Habermas

 Harry Nutt zieht mit der Entscheidung des Suhrkamp-Verlags, das Buch von Ted Honderich nicht mehr verlegen zu wollen, einen Schlussstrich unter die Debatte der letzten Tage. Nutt warnt vor einem "beiläufigen Antisemitismus". "Der programmatische Antisemitismus, der für Juden nach 1933 geradewegs in die Konzentrationslager führte, ist nachhaltig gesellschaftlich geächtet. Das darf als eine zentrale zivilisatorische Errungenschaft der bundesrepublikanischen Gesellschaft angesehen werden. An die Stelle des programmatischen ist jedoch ein beiläufiger Antisemitismus getreten, der mit Verdacht und Ressentiments arbeitet und sich bisweilen auch als politisches Engagement zu tarnen weiß. Wenn Protagonisten des beiläufigen Antisemitismus ertappt werden, reagieren sie nicht selten mit dem Furor der Empörung." (FR vom 08.08.2003)

Suhrkamp weist Brumliks Kritik zurück

 Honderich: Bin kein Antisemit

Honderich attackiert Brumlik in offenem Brief

Honderich schreibt gegen Brumlik einen Brief

"Traurig für Deutschland" -  Eklat um Ted Honderich - Susanne Kunckel
Antisemitismus-Streit: Das gute Leben des Ted Honderich - SPIEGEL ONLINE
Unser aller Schuld? - Streit um einen Traktat des Philosophen Ted Honderich (Feuilleton , NZZ Online, 7. 8. 2003)

Habermas verteidigt Suhrkamp-Autor gegen Antisemitismus-Vorwurf

"Nach dem Terror": Honderich attackiert seine Kritiker - Kultur - SPIEGEL ONLINE

Verkürzte Leben In die Irre geführt
Offener Brief von Norman Paech an Micha Brumlik

"Habe ich Zweifel, ob Sie das Buch überhaupt ganz gelesen haben"
Norman Paech antwortet Micha Brumlik in der Affäre um das Buch von Ted Honderich "Nach dem Terror"

Autor: Abraham Melzer  - Datum:   12.08.03 12:46
 

Suhrkamp-Verlagschef Günter Berg geschaeftsleitung(at)suhrkamp.de im SPIEGEL:
"Die Zionismuskritik und die Argumente Honderichs gegen Israel und seine moralischen Rechtfertigungsstrategien sind für unseren Verlag nicht tragbar."

Dazu meine Frage an Herrn Berg:

Als Kollege, Jude, Demokrat und Zionist, allerdings keiner, der vor Israels Unrecht die Augen verschließt, die Ohren verstopft und den Mund nicht aufmacht, frage ich Sie, warum die Zionismuskritik für Ihr Haus nicht tragbar ist? Für mich war der Name Suhrkamp immer ein Synonym für Kritik, kritische Kultur. Gibt es überhaupt eine "nicht tragbare Kritik"? Und das auch noch im Verlag von Ernst Bloch, Theodor Adorno, Bertold Brecht und nicht zuletzt Frantz Fanon, der in seinem bei Suhrkamp erschienen Buch geschrieben hat: Wir werden zu dem, was wir sind, nur durch die innere radikale Negation dessen, was man aus uns gemacht hat. Was anderes hat Honderich auch nicht sagen wollen.
Honderichs Buch ist alles andere als eine "Aufforderung zum Judenmord", sondern eher eine Aufforderung über den Mord an Palästinenser nachzudenken und zu diskutieren. Sie stattdessen wollen keine Diskussion, wollen keine Debatte sondern das Verbieten des Buches, was einem Verbrennen nahe kommt.
Meinen Sie den Israelis oder gar den Juden einen Gefallen damit zu tun, wenn Sie das Buch aus dem Verkehr ziehen? Seit wann "verbrennt" ein Verleger Bücher und Autoren? Wollen Sie etwa den Spieß jetzt umdrehen und solche Bücher verbrennen, auf den Scheiterhaufen werfen, die Unrecht beim Namen nennen und den Kampf um Freiheit, Unabhängigkeit und ein eigenes menschenwürdiges Leben rechtfertigen?
Peter Suhrkamp und Siegfried Unseld drehen sich sicherlich im Grabe angesichts solch rigider Verlagspolitik, solch Verdrehung der Moral und Verzerrung der Realität. In der Auseinandersetzung im Nahen Osten sind nicht die Juden die Opfer, sondern die Täter, selbt wenn Micha Brumlick meint, daß das "nicht tragbar" sei. In Wirklichkeit ist es für Micha Brumlick weniger "nicht tragbar" als vielmehr unerträglich. Deshalb ist er bei dieser Wahrheit wie von der Tarantel gestochen aufgesprungen und diese grundsätzliche Frage vom Zentrum wieder in den Rand verdrängt, indem er "Antisemitismus" geschrien hat, die seit Jahren bewährte Keule bei unerträglichen Wahrheiten.
Was soll aus dem kritischen Suhrkamp Verlag werden? Ist es immer noch die geistige Heimat der vielen kritischen Autoren? War den die moralische Rechtfertigungsstrategie mit der Ihr Autor Peter Handke den Diktator und Verbrecher Slobodan Milosovicz verteidigt hat nicht auch eigentlich "nicht tragbar" und für viele sogar unerträglich? Siedfried Unseld, bestimmt kein Freund dieses Diktators, hat es dennoch ertragen (müssen), weil er Achtung vor seinen Autoren Handke hatte. Und Sie? Sie ziehen sofort den "Sch..." ein bei der ersten unverschämten und untragbaren Kritik eines Micha Brumlick, der es gar eilig hatte den moralischen Podest zu besetzen, von dem erst kürzlich der Moralapostel Friedman gestürzt wurde. Wir haben doch eigentlich die Nase voll von solchen falschen Propheten. Sie etwa nicht?

Mit freundlichen Grüßen
Abraham Melzer

“Philosophischer Judenhass” oder “Der paranoide Jude” oder eine infame Beleidigung?

Ted Honderichs umstrittenes Buch, Nach dem Terror, erscheint, vom Autor revidiert und um ein Kapitel erweitert, neu übersetzt, im Dezember 2003 im Abraham Melzer Verlag, Neu Isenburg.
ISBN 3-937389-30-x € 14.95 / sfr 27.80
nfo(at)melzerverlag.de
bestellung(at)melzerverlag.de (Vorbestellungen)
Zwischen „faktischem Antisemitismus“ und heuchlerischem Philosemitismus
Anmerkung des Verlegers zur Neuauflage von Ted Honderichs „Nach dem Terror“   von Abraham Melzer
Ein  Fazit?
Widerstand gegen Terrorismus
Mit der Intervention des Hamburger Völkerrechtlers Norman Paech ist die Debatte um die Israelkritik des britisch-kanadischen Moralphilosophen Ted Honderich erneut entbrannt
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