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H. Meyer - Antisemitismus - Antizionismus
Möllemann
Hondrich und der Antisemitismus
Ahmadinedschad - Rede 26.10.2005
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Instrumentalisierung des Antisemitismus

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Antisemitismus... und Antisemitismus-Vorwurf: Mißbrauchter Antisemitismus. Text von Ran HaCohen, 29. September 2003;

Jede Kritik an Israel wegen Bruch des Völkerrechts wird von der israelischen Politik selbst als Antisemitismus definiert. Das ist Erpressung, um Kritiker mundtot zu machen. Es ist eine Methode, um freie Hand zu haben, weiterhin straffrei die Palästinenser zu unterdrücken. Auch die sogenannten Antideutschen vertreten eine solche Haltung. Das ist eine Strategie, die leider nicht unwirksam ist. Doch die Kritik am Bruch des Völkerrechts ist nicht nur eine solidarische Unterstützung für die Rechte der Palästinenser und der israelischen Friedensbewegung, sondern letztendlich auch eine Unterstützung für das israelische Volk, friedlich und sicher leben zu können.  Felicia Langer.

"...Moshe Zuckermann stelle fest, dass es nicht nur den Antisemitismus zu bekämpfen gelte, sondern auch die Indienstnahme des Abscheus vor dem Antisemitismus, wenn er einer Politik der Unterdrückung diene, und somit die „Opfer dazu benutzt würden, eine Realität zu rechtfertigen, die ,immer neue Opfer’ erzeuge.“ Quelle

Sich erinnern woran  und wie? -  Uri Avnery, 19.3.05

Sollten wir also den Antisemitismus ignorieren? - ..Rassismus ist eine Art Virus, der in jeder Nation und in jedem menschlichen Wesen existiert. ..... jedes Volk muss gegen die Rassisten in seiner Mitte kämpfen.

Wir Israelis sind wie alle anderen Völker. Jeder von uns kann in sich einen kleinen Rassisten entdecken, wenn er ernsthaft genug danach sucht. Wir haben in unserem Land fanatische Araberhasser, und die historische Konfrontation, die unser Leben beherrscht, lässt ihre Macht und ihren Einfluss noch mehr wachsen. Es ist unsere Pflicht, sie zu bekämpfen. mehr - Uri Avnery

Den Holocaust instrumentalisieren, um Kritik abzuwehren - Amira Hass

Antizionismus ist nicht Antisemitismus -  - M. Warschawski - (Leiter des Alternative Information Center in Jerusalem)

...aber ich bitte euch ausdrücklich, euch nicht verführen zu lassen von falschen Hoffnungen und euch und eure Bekannten nicht vergiften zu lassen von dem Gift der Schuldgefühle, das so viele gute Menschen in Deutschland lähmt. Lasst euch nicht einschüchtern von der verbrecherischen Propaganda, die eure edlen und ehrlichen Versuche im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit als Antisemitismus anprangert....
 
Reuven Moskowitz -
Quelle

FUSION VON HIMMEL UND HÖLLE - Die Instrumentalisierung des Holocaust für Israels Sicherheit, Reuven Moskovitz

"Es ist nicht erlaubt den Holocaust zu instrumentalisieren"
Gideon Spiro, Jerusalem über Ariel Scharon und die israelische Besatzungspolitik (25. Mai 2002)

Instrumentalisierung des Antisemitismusverdachts
.wie schön wäre es, wenn noch ein paar Millionen Deutsche sich nicht von den zionistischen "Antizionismus= Antisemitismus-Schwätzern überreden ließen und laut aussprechen würden, was sie wirklich fühlen und denken, wenn sie die Bilder und Schreie aus Palästina sehen und hören..
Uri Shani - Israel

 Würde man mich nach meiner Meinung fragen, würde ich den jüdischen Gemeinden in der Welt folgendes raten: Zerbricht diesen Zauberkreis. Entwaffnet die Antisemiten. Befreit euch von der automatischen Solidarität mit allem, was unsere Regierungen tun. Lasst euer Gewissen reden. Kehrt zurück zu den traditionellen jüdischen Werten von „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst Du suchen“. Solidarisiert euch mit dem anderen Israel, welches für solche Werte kämpft. mehr  Abraham Melzer

"Offener Brief aus Israel" - Missbrauch von Antisemitismus - Antisemitismus ist eine all-umfassende Erklärung. Alles was anti-palästinensischen Ohren missfällt, ist ein weiteres Beispiel für Antisemitismus...

Schon Eike Geisel aber, dessen Essay „Der hilflose Antisemitismus“ aus dem Bändchen „Die Banalität der Guten“ hier noch einmal nachdrücklich empfohlen sei, hatte einst darauf verwiesen, dass jenseits vermeintlichen Gehaltes eine Kritik, die sich ihre Berechtigung erst bestätigt, selbst dementiert und bereits in Gesinnung umgeschlagen ist. Quelle

Eine kritische Theorie des Antisemitismus?
Über: Rensmann, Lars, Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland
- Klaus Holz

Wer Antisemit ist, bestimmen wir - Identitätslogik als Verfahren der denunziatorischen Zuschreibung -
Von Robert Kurz - Auszug aus:  DIE ANTIDEUTSCHE IDEOLOGIE  

12 Deutungen zur Motivation überschießender Vorwürfe von Antisemitismus
 Arne Hoffmann

Warum Hohmann geht und Friedman bleibt

Warum Hohmann geht und Friedman bleibtKurzbeschreibung
Die Vorwürfe angeblichen Antisemitismus wurden in den letzten Jahren häufiger erhoben als zuvor und treffen immer mehr auch bürgerliche und linke Persönlichkeiten und Institutionen: Jürgen W. Möllemann, Martin Hohmann, Roland Koch, Norbert Blüm, Martin Walser, die Globalisierungskritiker von Attac, die "Süddeutsche Zeitung", die Bundeszentrale für politische Bildung, das ARD-Magazin "Panorama" und viele andere mehr. Häufig geraten entsprechende Unterstellungen zu einem politischen Kampfmittel, bei dem es auf eine solide Grundlage gar nicht mehr ankommt: Seine Wirkung ist vernichtend, und allein das scheint im politischen Kampf das Entscheidende.

Arne Hoffmann, Belfort-Bax-Preisträger für vorbildliche wissenschaftliche Autorschaft, geht den Grundprinzipien der Antisemitismusdebatten in Deutschland nach. Er analysiert, warum Jürgen Möllemann und Martin Hohmann keine Chance hatten, den einmal gegen sie erhobenen Vorwurf zu entkräften. Sein Verdienst liegt darin, das Ablaufschema typischer Antisemitismusdebatten herauszuschälen und etwa mit der Theorie öffentlicher Skandalisierung nach Hans Mathias Kepplinger wissenschaftlich zu objektivieren. Hoffmanns Buch ist gleichzeitig ein engagiertes Plädoyer für eine neue Medienethik. Es stellt Fragen wie: Kann Ausgrenzung durch Ausgrenzung bekämpft werden? Gibt es eine sich selbst erzeugende Gleichtaktung unserer Medien? Sind viele Vorwürfe wirklich so berechtigt, wie sie auf den ersten Blick scheinen? Mit welchen neuen Ansätzen könnte Judenfeindschaft in unserer Gesellschaft bekämpft werden, ohne dass es zu einem Abbau von Meinungsfreiheit und einem ritualisierten Austausch von Worthülsen kommt, der niemandem etwas nützt?     Quelle und Bestellung

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Israels falsche Freunde II - Sophia Deeg
Warum eigentlich muss man – nicht nur im Fall von Ludwig Watzal – Antisemitismus erst herbeireden? Der zunehmend zu beobachtende Antisemitismus auf deutschen Straßen und an deutschen Stammtischen bereitet offenbar nicht die Sorge, die dazu motivieren würde, sich mit aller Kraft dagegen zu stellen, anstatt Menschen zu diskreditieren, die schlicht die israelische Politik anders beurteilen als man selber. Der real existierende Antisemitismus ist solchen „Experten“ offenbar gleichgültig genug, um den schwerwiegenden Vorwurf durch inflationären Gebrauch zum leeren Allgemeinplatz zu machen, der alles und nichts beinhaltet. mehr >>>

„Nur elf Prozent der Bevölkerung sind frei von Antisemitismus“

 titelt eine sich selbst so bezeichnende “Internet-Plattform gegen Rechtsextremismus“ auf der Grundlage einer Studie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Uni Bielefeld. Man fühlt sich ein bisschen wie in dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“, denn man kann sich heute schon sicher sein, dass kaum ein Mensch in der Medienöffentlichkeit gallopierenden Schwachsinn wie diesen kritisch hinterfragen wird. 26.9.05  mehr >>>

 

Antisemitismuskeule als amerikanische Doktrin? - Jamal Karsli

Neuer Antisemitismus - Leserbrief an die Süddeutsche von Abraham Melzer

Kein Wunder, dass die üblichen Verdächtigen vermeintlichen Antisemitismus immer mehr in den letzten Ecken und Winkeln herbeiphantasieren müssen - Arne Hoffmann

Antisemitismus, Zionismus, und die Palästinenser - von Noam Chomsky- Es wäre nützlich, sich folgendes moralisches Prinzip einmal vor Augen zu halten - ein Prinzip, so selbstverständlich, dass es eigentlich beschämend ist. Der Grund, weshalb ich es erwähne, ist, dass dieses Prinzip fast zur Gänze ignoriert wird. Es lautet: Es ist einfach (und nicht einmal sonderlich verdienstvoll), die Verbrechen anderer zu kritisieren und zu verurteilen, viel schwieriger ist es hingegen, in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen, was wir selbst angerichtet haben. Denn das Bild, das sich einem dort bietet, ist normalerweise unangenehm und besäßen wir nur einen Funken Anstand, würden wir versuchen, etwas dagegen zu unternehmen.

Der Vorwurf des Antisemitismus wird auch als Knüppel benutzt
 - Interview mit Norbert Blüm

Kein Wunder, dass die üblichen Verdächtigen vermeintlichen Antisemitismus immer mehr in den letzten Ecken und Winkeln herbeiphantasieren müssen - Arne Hoffmann

Dieses Gerede von 'Antisemitismus' ist ein Vorwand um Repression zu rechtfertigen
von Seumas Milne

"Den echten Antisemitismus erkennen" -

Antisemitismuskeule als praktisches Mittel israelischer Politik : ...

Die Holocaust-Industrie und die "Holocaust-Religion" - Der politische, finanzielle und kulturelle Missbrauch des Nazi-Judeozids durch den Staat Israel - Shraga Elam ist israelischer Recherchejournalist

Die Schmuddelkinder: Antisemitismus, Deutsche Medien und der Nahostkonflikt

"Der Missbrauch des Begriffs des Antisemitismus zur Unterstützung der Besetzung und Unterdrückung der Palästinenser durch die israelische Regierung ist nicht weniger als eine Schändung der Erinnerung an jüdische Opfer des echten Antisemitismus."

"Als Israelis, vertraut mit der israelischen Politik, ist es uns klar, dass wir nicht zu unseren Lebzeiten ein Ende der Besetzung und Unterdrückung sehen werden, wenn Israel nicht vor ein umfassendes Boykott gestellt wird. Soll Israel jemals die Werte der Gerechtigkeit und Menschenwürde bejahen, soll Israel jemals die 38jährige militärische Besetzung - die längste der modernen Geschichte - beenden, muss die Zivilgesellschaft in der internationalen Gemeinschaft einen strategischen Boykott, der das Ende der Besetzung zum Ziel hat, durchführen." mehr >>>

Jede Kritik an Israel wegen Bruch des Völkerrechts wird von der israelischen Politik selbst als Antisemitismus definiert. Das ist Erpressung, um Kritiker mundtot zu machen. Es ist eine Methode, um freie Hand zu haben, weiterhin straffrei die Palästinenser zu unterdrücken. Auch die sogenannten Antideutschen vertreten eine solche Haltung. Das ist eine Strategie, die leider nicht unwirksam ist. Doch die Kritik am Bruch des Völkerrechts ist nicht nur eine solidarische Unterstützung für die Rechte der Palästinenser und der israelischen Friedensbewegung, sondern letztendlich auch eine Unterstützung für das israelische Volk, friedlich und sicher leben zu können.  Felicia Langer.

Ägyptischer Wissenschaftler kritisiert „Instrumentalisierung des Holocaust“

Der Antisemitismus-Vorwurf in kritischer Betrachtung

Darstellung und Auswertung von Pressequellen. Studie zum Attac-Workshop "Semitismus/Nahost" am 14./15.02.2004 in Hannover
von Anis Hamadeh, M.A., Kiel im Februar 2004

Karsli, Jamal:
"Maulkorb für Deutschland - Fakten, Analyse, Aufklärung zur Antisemitismusdebatte"

Selbstverlag
Taschenbuch, 256 Seiten
Preis: 9,90 €
ISBN 3-00-012488-8

Felicia Langer, israelische Menschenrechtsanwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises sagt über dieses Buch: Das Buch „Maulkorb für Deutschland“ ist eine Art Anatomie der Verleumdung und der Hetzkampagne, der Unterdrückung von Meinungen und ein Beleg dafür, wie man jede Kritik an Israels völkerrechtswidrigem Verhalten im Keim erstickt, in dem man sie als Antisemitismus diffamiert.

..... wenn ein Palästinenser einen unschuldigen israelischen Zivilisten tötet, dann ist dies Antisemitismus. Wenn Palästinenser einen Soldaten der israelischen Besatzungsarmee in ihrem eigenen Dorf angreifen, ist es Antisemitismus. Wenn die UN-Hauptversammlung mit 133 zu 4 gegen Israels Entscheidung, den gewählten palästinensischen Führer zu ermorden, stimmt, bedeutet dies, dass außer den USA, Mikronesien und den Marschallinseln alle anderen Länder rund um den Globus antisemitisch sind. Sogar wenn eine hochschwangere Palästinenserin an einem israelischen Checkpoint festgehalten wird und sie deshalb auf offenem Feld ein Kind gebiert, so ist die einzige Lektion aus dem Artikel des Haaretz-Journalisten Gideon Levy, dass er antisemitisch sei. (Er hat übrigens von zwei derartigen Fällen in den vergangenen 2 Wochen berichtet: eins der Neugeborenen starb an Ort und Stelle.)

Antisemitismus ist eine allumfassende Erklärung. Alles was anti-palästinensischen Ohren missfällt, ist ein weiteres Beispiel für Antisemitismus. Jüdisches Bewusstsein, das sich auf Antisemitismus konzentriert, hat die Form von antisemitischen Verschwörungstheorien angenommen, wie die Protokolle der Weisen von Zion, wobei der klassische Antisemit jedes Unglück jüdischer Verschwörung zurechnet. Juden rechnen jede Kritik an Israel antijüdischer Verschwörung zu. Wie wir sehen werden, ist dies nicht die einzige Ähnlichkeit zwischen anti-palästinensischer Haltung und antisemitischer Haltung. Quelle und mehr >>>

Moshe Zuckermann [8] spricht in diesem Zusammenhang von einer Ideologisierung und Instrumentalisierung des Andenkens. Im Zentrum steht nicht das Gedenken an die Opfer und die Aufklärung über den Holocaust, sondern das politische Einsetzen dieses Begriffes in der deutschen und israelischen Außenpolitik. In Deutschland personifiziert Joschka Fischer diesen Ansatz, wenn er Auschwitz, deutsche Auslandseinsätze, den „Kampf gegen den Terror“ und „Solidarität mit Israel“ verknüpft. Die Abwicklung deutscher Geschichte, die neue Rolle Deutschlands und militärische Interventionen in der Welt werden über Relativierung, die Aufhebung der historischen Unvergleichbarkeit des Holocaust begründet und durch konstruierte Parallelen zu heutigen Ereignissen legitimiert.

Eine Relativierung zum politischen Gebrauch findet nach Moshe Zuckermann jedoch auch in Israel statt, allerdings unter völlig anderen Vorzeichen. Moshe Zuckermann zitiert hierzu unter anderem den palästinensischen Knesset Abgeordneten Azmi Bishra [
9], der darauf hinweist, dass der Holocaust instrumentalisiert werde, um die israelische Besatzung zu legitimieren, und obgleich sich das verheerende Verbrechen in Europa zugetragen habe, habe die „Wiedergutmachung“ in Palästina stattgefunden. Quelle
 

 Hans Lebrecht 9. Juli 2003

Sehr geehrte I. S.

Danke für die Übersendung des Newsletter der Israelischen Botschaft,
Antisemitismus, deutsche Medien und der Nahostkonflikt betreffend, mit der
Bitte, das Folgende an die entsprechende Stelle weiter zu leiten.

Folgt meine Meinung über dieses Thema:

Als ein ehemaliger Aktivist des deutschen antifaschistischen Widerstands gegen die Hitlerdiktatur in Deutschland während der Jahre 1936-38, und seit 1941 bis heute aktiver Friedenskämpfer in Palästina und Israel, Journalist und Autor dreier Bücher über die Geschichte des Nahostkonflikts (deutsch:
Die Palästinenser, einst und jetzt, Dietz Verlag Ost, 1984, hebräisch unter selbem Titel Universitätsverlag Tel-Aviv 1987), verfolge ich auch die irrsinnige Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland über das jetzt wieder aufgefrischte Thema in dem genannten Newsletter angeschnitten und diskutiert wird.

1. Ich möchte eindeutig feststellen, dass eine öffentliche Kritik, oder sogar Verurteilung des von dem USA Präsidenten Bush und seiner Administration mit den neuesten Waffengattungen geführten Terror Krieges unter dem Deckmantel eines Krieges gegen den Terrorismus gegen Irak keineswegs als       ANTI-AMERIKANISMUS bezeichnet werden kann.

2. Ich möchte weiterhin eindeutig feststellen, dass eine öffentliche Kritik,der sogar Verurteilung der bundesdeutschen Regierung wegen einer, insbesondere angesichts der Geschichte Deutschlands, Beteiligung der
Bundeswehr an Auslandseinsätzen, in welchem Rahmen auch vertuscht erfolgt, als       ANTI-GERMANISMUS definiert werden kann.

3. Ich möchte dementsprechend auch einer absichtlich gezielten und irreführenden Einbindung einer zurecht oder zu unrecht erhobenen öffentlichen Kritik oder Verurteilung der Regierung meines Landes Israel in irgend eier Weise mit ANTISEMITISMUS in Einklang zu bringen.
Da wäre eher die terroristischen, die Menschenrechte mit Füßen tretende Unterdrückung der israelischen, mit den modernsten Waffengattungen ausgerüstete Besatzerarmee gegenüber der palästinensischen Bevölkerung der besetzten Gebiete als ANTISEMITIMUS zu definieren.  Gehören doch auch die arabischen Palästinenser zu den semitischen Volksgruppen.  Auch wenn die Letzteren einen nach dem Völkerrecht (siehe die Haguer Convention von 1907,
die Statuten und Urteile des Nürnberger internationalen Tribunals gegen die Nazi Häuptlinge und die Charter der Vereinten Nationen) völlig legitimen Widerstand gegen die militärische Besatzung ihres Landes leisten, den Israel und das Bush-Powell-Rumsfield-Rice Quartet als Terror bezeichnet.  Welche Kolonialmacht hat denn schon einmal den Widerstand gegen ihre kolonialistische Unterdrückung nicht als Banditismus und Terrorismus
bezeichnet?

Also ist jede, auch geringste Definierung einer Kritik an der Politik Israels und ihrer Träger gegenüber den Palästinensern als Antisemitismus nicht nur irreführend, sondern auch beleidigend gegenüber den vielen Tausenden Israelis, welche die terroristische Besatzerpolitk ihrer Regierung bekämpfen, sich mit dem palästinensischen Brudervolk solidarisieren und für einen wirklichen und gerechten Frieden mit den Palästinensern aktiv sind.

Mit besten Grüßen, Hans Lebrecht (88)  Beit-Oren, Israel

Wenn Antisemitismus politisch instrumentalisiert wird - Norman G. Finkelstein klagt den Missbrauch an.

Auszug aus Antisemitismus als politische Waffe Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte von Norman G. Finkelstein.
Vorwort von Felicia Langer

Antisemitismus als politische Waffe ist ein Thema, das dringend einen Autor gesucht hat – es hat ihn in Norman Finkelstein gefunden, einem Autor, der bisher schon einiges gewagt hat. Wie das vorliegende Buch bezeugt, ist er dem Thema gewachsen; die Genauigkeit und Akribie seiner Recherchen und Analysen sind bewundernswert.
Im ersten Teil des Buches befaßt sich der Autor vor allem mit der Instrumentalisierung von Antisemitismus durch die proisraelische Lobby in den USA und in Europa, zugunsten der israelischen Politik. Immer wenn die Gefahr besteht, die internationale Gemeinschaft könnte mit verstärktem Druck von Israel verlangen, die besetzten Gebiete gemäß dem Völkerrecht zu räumen, wird, so Finkelsteins Analyse, ein neuer Antisemitismus inszeniert: »eine weitere, bis ins kleinste Detail durchkomponierte Oper, die den Zuschauern medienwirksam die erschrecklichen Ausmaße des weltweiten Antisemitismus vor Augen führen soll.«
Mit ihrem Antisemitismusvorwurf bezwecken die amerikanisch-jüdischen Eliten vor allen Dingen eines: Wer Israel kritisiert, soll als verkappter Antisemit erscheinen, und Berichte über die Lage der Palästinenser unter der Besatzung, ihre Unterdrückung und ihr Leid sollen tabu sein; denn nur Israel steht die Rolle des Opfers zu.  mehr >>>

Antisemitismus und Kritik an Israel sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wer die Politik der israelischen Regierung nicht kritisiert, der schadet Israel. mehr >>>

Fusion von Himmel und Hölle
 Die Instrumentalisierung des Holocaust für Israels Sicherheit / Von Reuven Moskovitz

 ISRAEL IST VERANTWORTLICH FÜR ANTISEMITISMUS- - Hajo G. Meyer "Es ist nicht erlaubt den Holocaust zu instrumentalisieren"
Gideon Spiro, Jerusalem über Ariel Scharon und die israelische Besatzungspolitik (25. Mai 2002)

Die Organisatoren der Antisemitismuskeulen

Schon Eike Geisel aber, dessen Essay „Der hilflose Antisemitismus“ aus dem Bändchen „Die Banalität der Guten“ hier noch einmal nachdrücklich empfohlen sei, hatte einst darauf verwiesen, dass jenseits vermeintlichen Gehaltes eine Kritik, die sich ihre Berechtigung erst bestätigt, selbst dementiert und bereits in Gesinnung umgeschlagen ist. Quelle

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