2003 Verlag Diederichs, Kreulingen/München, ISBN 3-7205-2375-6
Zum Buch Ariel Sharons Innen- wie Außenpolitik
zielt allein darauf ab, die Identität
und Infrastruktur des palästinensischen
Volkes zu zerstören. Der "Politizid"
läuft auf eine ethnische "Säuberung"
Israels von den Palästinensern hinaus.
Dies weist der renommierte israelische
Soziologe Baruch Kimmerling nach
und fordert seine Landsleute zum
zivilen Ungehorsam auf: Ohne Versöhnung
zwischen Israel und den Palästinensern
werde der jüdische Staat zu einer
Fußnote in der Weltgeschichte. Der israelische Dissident Baruch
Kimmerling bezeichnet sich selbst
als "israelischen Patrioten". Er
spricht aus, was in seinem Land
immer mehr Menschen denken: Unter
Ariel Sharon ist Israel zu einer
Kraft der Zerstörung geworden. ...
Quelle
Zum Autor Baruch Kimmerling ist Professor
für politische Soziologie an der
Hebräischen Universität Jerusalems
und Gastprofessor an der Universität
Toronto. 1939 in Rumänien geboren,
kam er 1952 nach Israel. Seit den
60er Jahren beschäftigt er sich
kritisch mit der israelischen Politik
und Gesellschaft sowie mit dem Nahost-Konflikt.
Baruch Kimmerling gehört zu den
Unterzeichnern des Friedensappells
israelischer Wissenschaftler. Er
hat zahlreiche Bücher verfasst und
schreibt regelmäßig für die israelische
Zeitung "Haaretz".
Verlagsinformation
Gudrun Kraemer
ist Professorin für Islamwissenschaft
an der FU-Berlin und Expertin für
die Geschichte des Nahen Ostens.
Von der osmanischen
Eroberung bis zur Gründung des Staates
Israel.
"Die Geschichte
des Heiligen Landes ist zwischen
Juden und Muslimen ebenso umstritten
wie der Besitz des Landes selbst.
Gudrun Kraemer zieht in ihrer brillanten
Darstellung den Schleier der religiösen
Geschichtsbilder beiseite und erzählt
ebenso fundiert wie allgemeinverständlich
die Geschichte Palästinas vom Beginn
der osmanischen Herrschaft im 16.
Jahrhundert bis zur Gründung des
Staates Israel im Jahre 1948. Dabei
gelingt es ihr meisterhaft, immer
wieder die Brisanz von scheinbar
"harmlosen" Aussagen zur Entwicklung
von Politik und Gesellschaft deutlich
zu machen. Den Auftakt bilden ein
Überblick über die wechselnden Grenzen
und Namen Palästinas seit der Antike
sowie ein Kapitel über die Heiligkeit
des Heiligen Landes für Juden, Christen
und Muslime. Der Band ist mit 14
aufschlussreichen, bisher unpublizierten
Fotografien aus der Zeit um 1900
ausgestattet.-...." (Quelle: Beck-Verlag)
Der Feigenkaktus
Dieses
ist das Buch, das Khalifeh berühmt
machte und ihr literarische Anerkennung
auf einer internationalen Skala
gab. Der Roman spielt in Nablus
der frühen 70-er Jahre. Khalifeh
beschreibt hier die Besatzung, den
Kampf und das alltaegliche Leben
der Menschen.
Die Sonnenblume Dieser Roman wurde auch in mehreren
Sprachen übersetzt und beschreibt
das Leben in Nablus der späten 70-er
Jahren.
Memoiren
einer unrealistischen Frau Dieser Roman stellt das Leben einer
Frau bildlich dar, die in einer
liebelosen Ehe geschickt wird, und
feministisches mit politischem Bewusstsein
vermischt.
Das Tor Stellt das Leben einer Frau dar,
die die Intifada mit allem positiven
und negativen durcherlebt.
Sahar Khalifa
leitet ein Frauenzentrum im palästinensischen
Nablus. Ihre Erfahrungen bringt
sie in den vorliegenden Roman ein,
der, seiner ungeschminkten Darstellung
wegen, im Nahen Osten heftig attackiert
wurde. Es geht vor allem um die
Frage, was die Infada den Frauen
gebracht hat. Hauptfiguren sind
die Studentin Samar, die ihr traditionalistischer
Bruder ins Haus ˜zurückprügelt˜,
und die zwischen allen Fronten stehende
schöne Prostituierte Nasha, die,
allgemein verachtet, von den ehrenwerten
Ehemännern ihres Viertels nur zu
gerne aufgesucht wird.
Quelle
Das Erbe Erzählt über die neue Realität in
den besetzten Gebieten, die eine
angebliche Autonomie erhalten haben.
Kanafani, Ghassan
Bis wir zurückkehren.
Palästinensische Erzählungen. Lenos
Verlag, Basel 1984/1996.
Das Land der traurigen Orangen.
Palästinensische
Erzählungen. Lenos Verlag, Basel
1984/1996.
Männer in der Sonne/Was euch bleibt.
Zwei
palästinensische Kurzromane. Lenos
Verlag, Basel 1985
Umm Saad/Rückkehr nach Haifa.
Zwei
palästinensische Kurzromane. Lenos
Verlag, Basel 1985.
Seit
dem 8. Dezember 2003 ist die zweite
überarbeitete und ergänzte Auflage
des Buches von Jamal Karsli "Maulkorb
für Deutschland" im Buchhandel erhältlich.
Sehr ausführlich finden sich dort
dokumentierte Aussagen zum Thema
Antisemitismus, Medien, der Existenz
des Staates Israel.
Felicia Langer, israelische
Menschenrechtsanwältin und Trägerin
des Alternativen Nobelpreises sagt
über dieses Buch:
Das Buch „Maulkorb
für Deutschland“ ist eine Art Anatomie
der Verleumdung und der Hetzkampagne,
der Unterdrückung von Meinungen
und ein Beleg dafür, wie man jede
Kritik an Israels völkerrechtswidrigem
Verhalten im Keim erstickt, in dem
man sie als Antisemitismus diffamiert.
Die
arabisch-palästinensische Bevölkerung
in Israel. Wochenschau-Verlag 2003 (3. Auflage).
-
Mehr Infos
Das Buch befasst sich mit Existenzbedingungen
und Identitätssuche der arabisch-palästinensischen
Bevölkerung in Israel - einer Minorität,
die eigentlich auch außerhalb des
Nahen Ostens Beachtung verdiente,
von der jedoch bis in die jüngste
Zeit wenig Notiz genommen wurde.
Erst seit Beginn der 1990-er Jahre
wuchs mit den Veränderungen der
jüdisch-arabischen Beziehungen das
Interesse an der palästinensischen
Bevölkerung in Israel und diesem
Interesse wird auch das von Uta
Klein herausgegebene Buch gerecht.
Es enthält Beiträge von namhaften
WissenschaftlerInnen aus Deutschland
und (mehrheitlich) aus Israel, in
denen Diskriminierung und Benachteiligung
der arabisch-palästinensischen Minderheit
durch israelische Behörden analysiert
und ihre Wirkung auf das Selbstbewusstsein
der Betroffenen beschrieben werden.
In den Blick kommen das Erziehungs-
und Bildungswesen, die Städteplanung,
das Rechtswesen, die Stellung der
Frauen in der traditionellen Gesellschaft
sowie das Wahlverhalten der arabisch-palästinensischen
Bevölkerung. Die Befunde legen einen
Kurswechsel der israelischen Politik
nahe und sind daher auch für eine
Urteilsbildung in Europa und Deutschland
von Belang. Klappentext
Felicia Langer , die aus
Polen stammende Jüdin, die
vor den Nazis fliehen musste,
nach Israel auswanderte
und dort als Rechtsanwältin
Palästinenser vor israelischen
Militärgerichten verteidigte,
ist eine engagierte Streiterin
für die Menschrechte und
für einen gerechten Frieden
in Nahost. Sie ist 1990
mit dem Alternativen Nobelpreis
ausgezeichnet worden. 1991
ehrte sie die Bruno-Kreisky-Stiftung
mit ihrem Preis. Anlässlich
des 50-jährigen Bestehens
des Staates Israel wurde
sie 1998 von der Zeitschrift
„You“ als eine der 50 bedeutendsten
Frauen für die israelische
Gesellschaft gewählt. Heute
lebt Felicia Langer mit
ihrer Familie in Tübingen.
Felicia Langer kämpft, und sie kämpft
immer für das Gute. Die Menschenrechtsanwältin,
als Kind vor den Nazis geflohen, später
nach Israel emigriert, wurde dadurch
bekannt, dass sie palästinensische Gefangene
vor den Militärgerichten verteidigte.
Sie habe niemals Terroristen verteidigt,
sagte sie auf einem Attac-Kongress in
Wien, aber: „Man muss den Palästinenser
die Pforte zum Leben öffnen! Und wir
haben die Pforte zum Leben zugesperrt,
hermetisch abgeriegelt!“ Langer hat
nie denen gehört, denen erlittenes Unrecht
ein Argument für ein wehrhaftes Israel
war. 1 0 schloss sie ihr Anwaltsbüro
in Jerusalem – aus Protest gegen die
Besatzungspolitik, die das Recht zur
„Farce“ verkommen lasse. Im selben Jahr
erhielt sie für ihren Einsatz den alternativen
Nobelpreis. Doch da war sie schon auf
dem Sprung, nach Deutschland. „Wie kannst
du in Deutschland leben?“ Auf diese
Frage, hat sie einmal geschrieben, antworte
sie mit Rosa Luxemburg: „Ich fühle mich
überall zu Hause, wo es Wolken, Vögel
und Menschentränen gibt“. Felicia Langers
Deutschland ist das Deutschland der
Friedensbewegung und Lichterketten.
(TAZ, 14.03.2005)
"Mit
Leib und Seele“ wird ein sehr persönliches
Buch sein.
Der Titel fasst das
Leben von Felicia Langer in vier Worten
zusammen. Wenn Felicia Langer schreibt
oder redet, dann spricht ihr Leben,
ihre Erfahrungen, ihr selbstloses Engagement
über Jahrzehnte hinweg aus ihren Worten.
Der Nahostkonflikt ist für sie ein Stück
hautnah erlebtes, mitgestaltetes Leben
und wir können ihn durch ihre Augen
sehen. Sie war, ist ein Teil des Geschehens,
sie stand als Rechtsanwältin kämpfend
und mitleidend auf der Seite der neuen
Opfer, sie lebte, praktizierte Solidarität
und lässt uns mit ihrem Buch an ihrem
Leben teilhaben.
Sie hat sich den Palästinakonflikt
nicht angelesen, was sie publiziert,
ist keine Verwertung von mehr oder weniger
aktuellen Meldungen, dem Wissen anderer,
das sie dann als Zweitverwerter verbreiten
würde.
Felicia Langer redet
nicht nur über Menschenrechte, sie hat
sie unteilbar gelebt, verteidigt, für
sie gekämpft und sie praktiziert. Sicher
oft sich selbst gefährdend stand sie
neben den Opfern der Entrechtung, der
Willkür. Ihr Leben ist Zeitgeschichte.
Sie kann Zeugnis geben, Felicia Langer
ist eine Zeugin, die nicht schweigen
konnte, wollte zu den Verbrechen der
israelischen Regierungen.
Ihr ist bewusst was auch
die Israelis mit ihrem scheinbaren Sieg,
in der Art, wie sie mit den Palästinensern
umgehen verlieren: »Ich denke an die
Israelis, die durch die Entmenschlichung der Palästinenser ihre
Seele verloren haben.« Felicia Langer
hat ihre Seele nicht verloren, nicht
verkauft, sie hat sich nicht brechen
lassen. Sie ist für mich die große Seele
der deutschen Palästinasolidarität.
Ich freue mich auf ihr neues Buch. –
Erhard Arendt.
Rezension
„Um Hoffnung kämpfen“
– Felicia Langer – 18.12.2008
– Schwäbisches Tagblatt
- Ulrike Pfeil - Felicia
Langer braucht man in Tübingen
nicht mehr vorzustellen:
Sei fast zwei Jahrzehnten
lebt die frühere israelische
Menschenrechts-Anwältin,
die couragierte Verteidigerin
zahlreicher Palästinenser
vor israelischen Gerichten,
in Tübingen. Sie erhielt
dafür den Alternativen Nobelpreis
und andere Auszeichnungen;
sie erhob als moralische
Autorität immer wieder die
Stimme, wenn es um Bedingungen
eines Friedens im Nahen
Osten ging; sie hat in mittlerweile
fünf Büchern als Gründübel
der Friedlosigkeit der Beginn
die israelische Besetzungs-
und Landnahme-Politik angeprangert.
Und man konnte sich fragen,
woraus sie, inzwischen selbst
hoch in den Siebzigern,
ihre Energie schöpfte. Ihr
jüngstes Buch gibt darauf
eine Antwort. Es ist wohl
ihr persönlichstes, denn
es beginnt mit einer privaten
Feier, ihrer Goldenen Hochzeit
mit ihrem Mann Miecin Langer.
Er fasst eine Liebe in Worte,
die in Polen noch unter
dem Eindruck des Holocaust
begann, in beide viele ihrer
Angehörigen verloren hatten
und sie selbst bittere Erfahrungen
im Exil und im KZ machten.
Das Buch resümiert Reden,
Auftritte, Interviews, Protestaktionen
der letzten Jahre, auch
Anfeindungen und Hetzkampagnen,
denen Felicia Langer sich
aussetzte. Die Geschichte
der politischen Ereignisse
in Israel und Palästina,
der Krieg im Libanon und
im Irak sind eingebettet
in anrührende Zeugnisse
der Zuneigung und Wärme
innerhalb der Familie, im
Freundeskreis. Die unbedingte
Solidarität mit Leidenden
erwächst aus dieser gelebten
Empathie. Sie ist emotional
– mit Absicht und aus guten
Gründen. -- Ulrike Pfeil
Quelle
Der Nahe Osten bleibt ein
Brandherd. Die Menschen
in Israel und Palästina
kommen nicht zur Ruhe. Immer
neue Gewalttaten erschüttern
die Region. Nachrichten
über Tote, Terroranschläge
und Vergeltungsaktionen
zwischen Israelis und Palästinensern
erschüttern die Hoffnung
auf einen Friedensprozess,
der diesen Namen verdient.
Die Unterdrückung der Palästinenser
dauert an. Israel errichtet
trotz internationaler Proteste
eine bis zu acht Meter hohe...Lesen Sie mehr
Laßt uns wie Menschen leben.
Taschenbuch.
205 S., Schein und Wirklichkeit
in Palästina.
( Tb),
Aus dem Hebräischen von
Linner, Barbara / Aus dem
Englischen von Presser,
Inge
"Laßt
uns wie Menschen leben,
nicht wie Tiere - das ist
die Lösung!" meint ein Palästinenser.
An konkreten Beispielen
beschreibt die israelische
Anwältin und Alternative
Nobelpreisträgerin Felicia
Langer, warum es nach dem
Oslo-II-Abkommen keinen
Frieden für Israel und Palästina
geben kann, solange die
israelische Regierung ihre
bisherige Politik fortsetzt.
Die Palästinenser in der
Westbank haben zum Beispiel
keinerlei Kontrolle über
die Wasserversorgung. In
Gaza, einem der dichtbesiedeltsten
Gebiete der Welt, sind 60
Prozent der Bevölkerung
arbeitslos. Die Abriegelung
der besetzten Gebiete aus
Angst vor weiteren Anschlägen
der Hamas treibt die Palästinenser
in eine ausweglose Situation,
da sie auf Arbeit in Israel
angewiesen sind. Felicia
Langer prangert jedoch auch
palästinensische Menschenrechtsverletzungen
in den Autonomiegebieten
an: die fehlende Pressefreiheit,
willkürliche Festnahmen,
auch von Journalisten, Folterungen
und Todesfälle durch die
Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde,
ein Staatliches Sicherheitsgericht,
das noch viel schlimmer
ist als die israelischen
Militärgerichte ... "Unglückseligerweise
hat das Opfer von seinem
Unterdrücker gelernt."
Die Alternative Nobelpreisträgerin
macht deutlich, daß Frieden
in Nahost nicht mehr als
ein Wort ist. Ihre Hoffnung
jedoch bleibt, daß sich,
dank internationaler Unterstützung,
diejenigen durchsetzen,
für die Frieden mehr ist:
"Frieden ist nicht Abwesenheit
von Krieg. Frieden ist eine
Tugend, eine Geisteshaltung,
eine Neigung zu Güte, Vertrauen,
Gerechtigkeit." (Baruch
Spinosa)
Brücke der Träume
Eine
Israelin in Deutschland“
1990,
ein entscheidendes Jahr
für Felicia Langer: Die
weltbekannte Anwältin, die
sich jahrzehntelang für
die Rechte der Palästinenser
in den besetzten Gebieten
eingesetzt hat, schließt
ihre Kanzlei in Jerusalem.
Sie will damit dagegen protestieren,
dass einem Volk jegliche
Rechte verwehrt werden.
»Es war der Frühling der
Intifada 1990, voll Leid
und Tränen, als ich zu helfen
versuchte und so ohnmächtig
blieb angesichts des Justizsystems,
das sich in eine traurige
Farce verwandelt hatte."
Miecius später Bericht
Eine Jugend zwischen Getto
und Theresienstadt 1947
hat Felicia Langer, die
aus Polen stammende Jüdin,
die vor den Nazis fliehen
mußte, ihren späteren Mann
kennengelernt, »den mageren
Jungen mit gebräunter Haus«.
Als einziger seiner Familie
hatte er überlebt, die deutsche
Okkupation in Polen. Die
Nazis hatten ihn als Jugendlichen
ins Konzentrationslager
verschleppt, zunächst nach
Plaszow, dann nach Tschenstochau,
Buchenwald, seinem Außenlager
Remsdorf, schließlich nach
Theresienstadt. . »Miecius
später Bericht« schildert
»eine ganz gewöhnliche Geschichte
des Holocaust«, Als Miecius
Langer 1990 mit seiner Frau
nach Deutschland kam, wurde
er mit seiner eigenen Geschichte
konfrontiert. Es hat eine
lange Zeit gedauert, bis
er bereit war, Zeugnis abzulegen,)
»Mieciu ist kooperativ,
aber die Arbeit ist schwierig:
Die grauenhaften Geschichten
sind für mich manchmal unerträglich«,
schrieb Felicia Langer dem
Verlag, als sie das zu Papier
brachte, was ihr Mann erlitten
hat.
.Die weltbekannte Anwältin
hat das Massaker von Hebron
unterssucht, bei dem der
jüdische Siedler Baruch
Goldstein im Februar 1994
29 betende palästinenser
ermordete. "Felicia Langer
hat eine stichhaltige Anklageschrift
verfasst.«
Eine
israelische Jüdin über den
palästinensischen Widerstand.
Quo Vadis Israel?
Die neue Intifada der Palästinenser
Lamuv
Tachenbuch 307, Originalausgabe,
Aus dem Englischen
Im Sommer 2000 scheiterten
die Gespräche zwischen Israels
Premier Barak, PLO-Führer
und Vorsitzender der Autonomie
Arafat und US-Präsident
Clinton in Camp David. Es
folgte eine Runde gewalttätiger
Auseinandersetzungen: mit
Hunderten Toten und Tausenden
von Verletzen, zumeist auf
palästinensischer Seite.
Die neue israelische Regierung
ist seitdem bereit, die
palästinensische Bevölkerung
unter der Besatzung zu unterdrücken
mit dem Ziel, die Siedler
zu schützen. Mit einer totalen
Abriegelung von Westbank
und Gazastreifen will man
die neue Intifada abwürgen,
ohne Erfolg. Felica Langer
zeigt anschaulich, wie täglich
die Rechte der Palästinenser
verletzt werden, ergreift
Partei für Menschen, die
zunehmend von der Weltöffentlichkeit
ignoriert werden, weist
den Weg zum gerechten Frieden.
Restbestände werden nun
gegen eine Solidaritätsbeitrag von
5€ (plus Porto) für
"Das Palästina Portal"
(Wunsch
von Prof. Lewan) versandt.
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Deutschland 2€ Europäische Länder Versandkosten
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BIC DORTDE33
Das Buch ist
aktueller denn je. Von der BRD-Presse
totgeschwiegen, zeigt es Israel
so wie es ist. Kenneth M. Lewan
geht das Thema auf seine amerikanische
Weise an: unbefangen und pragmatisch.
Der Autor zeigt frappierende Parallelen
zwischen Südafrika und Israel auf,
die er durch die Verletzung der
Menschenrechte belegt. Ähnlich sind
auch die Rechtfertigungen. Sie sind
in allen Siedlerkolonien ähnlich.
So wie die Weißen in Südafrika,
so haben die zionistischen Rassisten
ihr Kolonisierungsabenteuer auf
Geschichtslügen, religiösem und
ideologischem Sendungsbewusstsein
und einer Mythologie gegründet,
die jedem Historiker eine Gänsehaut
macht. Die Zionisten gingen sogar
noch einen Schritt weiter, sie haben
ein „jüdisches Volk“ erfunden. Ein
solches gibt es nicht. Es gibt nur
Israelis und jüdische Bürger aus
aller Herren Länder, deren Heimat
ist aber nicht Israel, sondern ihre
jeweiligen Staaten.
Lewan zeigt weiter,
dass in Palästina zu Beginn des
20. Jahrhunderts ca. 700 000 Menschen
lebten von denen nur 9% Juden waren.
Im Buch finden sich unzählige Beispiele
für eine Politik, die alles in den
Schatten stellt, was es an Rassismus
in Südafrika gegeben hat. Im Vergleich
zu den Zionisten in Israel erscheinen
die Weißen in Südafrika als Waisenknaben.
Die westlich zivilisierte Welt ist
hier massiv gefordert wenn sie nicht
noch den Rest ihrer Glaubwürdigkeit
verlieren will.
Lewan zieht Israel
seine „demokratische“ Maske vom
Gesicht. „Die Benachteiligung der
Schwarzen und Palästinenser ist
so krass, dass weder Südafrika noch
Israel als liberale Demokratie gesehen
werden können“. Man könne bei beiden
Staaten von „Herrenvolkdemokratien“
sprechen. Der frühere Bundespräsident
Richard von Weizsäcker weigerte
sich völlig zu recht, Südafrika
zu besuchen. Seine „christlichen
Vorstellungen würden mit Füßen getreten“.
Israel aber besuchte er 1985 und
lobte „Freiheit und Demokratie“
und sprach vom „bewundernswerten
Aufbau“. Für die Opfer der israelischen
Unterdrückungsmaschinerie hatte
er folgendes in seiner rhetorischen
Asservatenkammer parat. „Die Verwirklichung
des Selbstbestimmungsrechtes des
palästinensischen Volkes darf nicht
zu Lasten Israels gehen, seine Rechte
nicht ungebührlich beeinträchtigen.“
Er fragt sich nicht, ob die Rechte
der Schwarzen in Südafrika auch
nicht zu Lasten der Weißen hätten
durchgesetzt werden dürfen. Was
Lewan aus Weizsäcker Rede zitiert
ist haarsträubend. Seine „christlichen
Vorstellungen“ hatte er wohl bei
diesem Besuch zuhause gelassen.
Zum Ende verweist
Lewan noch auf die große Übereinstimmung
der Meinungsmacher und der politischen
Klasse in der BRD wenn es einmal
um Südafrika und das andere Mal
um Israel geht. Verbrechen werden
sanktioniert (Südafrika), andererseits
belohnt, wenn es um Israel geht.
Erzbischof Desmond Tutu sagte einmal.
„Israels Behandlung der Palästinenser
in den besetzten Gebieten ist vergleichbar
mit der Unterdrückung der schwarzen
Bevölkerung in Südafrika.“ Dies
stimmt heute nicht mehr. Die Homelands
und Bantustans liegen heute in Palästina.
Das israelische Besatzungsregime
sperrt die Palästinenser in Ghettos
ein umgeben von einer riesigen Mauer
und Zäunen, die an die DDR erinnern.
Aber in Palästina ist alles nur
viel schlimmer. Dort schießen die
Besatzer mit den modernsten Waffen
auf die wehrlosen Ghettobewohner
und dies geschieht unter den Augen
der „westlichen Zivilisation“. Sollte
das Buch vergriffen sein wäre es
schade. Aktueller kann ein Buch
gar nicht sein. W. F. 21.6.09
Der
Außenminister
Sühne oder neue Schuld
Schauplatz sind Jerusalem und das Westjordanland
Ein Schauspiel von
Kenneth und Hannelore Lewan
Nachwort von Friedhelm Schmitz
Gideon Levy ist israelischer Journalist
aus Tel Aviv und arbeitet für die
Tageszeitung Ha’aretz unter anderem
als Chefredakteur der Wochenendbeilage.
Er gehört zu den wenigen israelischen
Journalisten, die über das Leben
der Palästinenser unter der israelischen
Besatzung berichten und ist wegen
seiner kritischen Berichte Angriffen
seitens der israelischen Leser und
Kollegen ausgesetzt.
Gideon Levy recherchiert in den
Palästinensergebieten und ermöglicht
so den Israelis einen von der Militärzensur
ungetrübten Blick auf die Situation.
Er ergreift in seinen Reportagen
auch Partei für die palästinensischen
Opfer: Zum Beispiel berichtet er
über den palästinensischen Bauern,
der auf seinem Feld von jüdischen
Siedlern angeschossen wurde und
nun im Rollstuhl lebt, über die
Witwe eines Fatah-Führers, der von
israelischen Sicherheitskräften
liquidiert wurde usw.
Auf die Zeitung Ha’aretz wird Druck
ausgeübt, Gideon Levy nicht mehr
zu Wort kommen zu lassen.
Für seine kritische Berichterstattung
und seinen Einsatz für einen Frieden
im Nahen Osten wurde Levy kürzlich
mit dem Preis für die Freiheit und
Zukunft der Medien 2003 der Leipziger
Medienstiftung ausgezeichnet.
Quelle und mehr
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