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S bis Z - Literatur
zum Nahostkonflikt - Palästina + Israel
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Joe
Sacco
Footnotes in Gaza
«Ich
glaube nicht an die Objektivität» - Ein
Gespräch mit dem Comic-Reporter Joe
Sacco über seinen neuen Band «Gaza» -
Joe Saccos - Eine
aufschlussreiche Fussnote der
Geschichte: In seiner neusten
Comic-Reportage, «Gaza», arbeitet Joe
Sacco ein Massaker der israelischen
Armee an der palästinensischen
Zivilbevölkerung auf. Über «Gaza» und
seine Comic-Reportagen im Allgemeinen
unterhielt sich mit ihm Christian Gasser.
- Interview: Christian Gasser -
Joe Sacco, bereits Ihre erste grosse
Reportage, «Palästina», beschäftigte
sich mit dem Nahostkonflikt. Was
fasziniert Sie daran? 1992 bin ich nach
Palästina gereist, weil ich wissen
wollte, was dort wirklich abläuft. Ich
hatte das Gefühl, ich müsse etwas tun –
und sei es auch nur, mich umzuschauen
und das Gesehene meinen Freunden zu
erzählen. Der Konflikt hat mich seither
nie losgelassen. Er berührt uns >>>
Palästina
Eine Comic-Reportage
Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3861506092
ISBN-13 9783861506096
Gebunden, 285 Seiten, 17,90 EUR
Ein bewegendes Comic-Epos:
Palästina.
Als der amerikanische Journalist Joe Sacco von einem
zweimonatigen Aufenthalt in Palästina in die USA
zurückkehrte, suchte er für die Veröffentlichung seiner
Erlebnisse nach einer Form, die die Unmittelbarkeit
eines Augenzeugenberichts mit der Objektivität einer
Reportage verbindet. Er erfand das Genre
"Cartoon-Journalismus", das für Sacco die einzig
angemessene Art schien, die schwierige und emotional
aufgeladene Situation in Nahost darzustellen. Joe Sacco
schildert das Leben in Palästina und Israel aus der
Sicht eines jungen US-Amerikaners, der eine fremde,
unbekannte Welt .. |
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Generalangriff
auf die Mythen des Zionismus -
Der israelische Historiker
Shlomo Sand: Die Juden hatten
nie den Wunsch, ins Heilige Land
zurückzukehren
-
Arn Strohmeyer
Die Sehnsucht nach Zion ist
eines der Fundamente der
zionistischen Ideologie. Aus dem
Verlangen, in die „alte Heimat“
zurückzukehren, aus der die
Juden 70 n. Chr. nach dem
Aufstand gegen die Römer und der
Zerstörung des zweiten Tempels
vertrieben worden sein sollen,
leiten die Zionisten u.a. ihren
„historischen Anspruch“ auf „Erez
Israel“ (Groß-Israel) ab. Auf
diesem „Territorium der Väter“
wollten sie von Anfang an ihren
souveränen jüdischen Staat
errichten, obwohl auf ihm seit
mehr als tausend Jahren eine
Bevölkerung lebte, die in ihrer
absoluten Mehrheit arabisch war.
Der israelische Historiker
Shlomo Sand, der schon in seinem
Buch „Die Erfindung des
jüdischen Volkes“ die
Grundfesten des Zionismus
erschüttert hatte, setzt dieses
ideologiekritische Anliegen in
seinem neuen Buch „Die Erfindung
des Landes Israel“ fort. In
seinem ersten Buch hatte Sand
folgende Feststellungen
getroffen: 1. Ein jüdisches Volk
hat es nie gegeben, denn ein
Volk definiert sich durch die
alle ihre Mitglieder einenden
kulturell-säkularen Inhalte,
weshalb man ihm durch Aneignung
einer Sprache oder einer
Alltagskultur auch beitreten
kann. Dem „jüdischen Volk“ kann
man aber nur durch Konversion
beitreten, weil es eine von der
Religion bestimmte Gemeinschaft
ist. Wenn es ein jüdische Volk
gäbe, müsste man auch von einem
„buddhistischen“ oder
„evangelischen“ Volk sprechen
können. 2. Eine Vertreibung der
Juden aus ihrer „Heimat“ durch
die Römer hat es nie gegeben,
weil eine solchen Praxis bei
diesen völlig unüblich war. Die
Römer brauchten vielmehr die
Bevölkerung der von ihnen
unterworfenen Gebiete, um
Steuern aus ihr herauszupressen.
Es gibt auch keinerlei
historische Belege für eine
Vertreibung. 3. Die These, dass
die Juden aus einem einzigen
geographischen Gebiet stammten
(eben Erez Israel), ist falsch.
Denn das Judentum war vom 2.
Jahrhundert v.u.Z. bis zum 8.
nachchristlischen Jahrhundert
eine dynamisch missionierende
Religion. Im afrikanischen und
asiatischen Raum existierten
zahlreiche zum
Judentum übergetretene
Königreiche. Es gibt also keine
„Urheimat“, aus der alle Juden
stammen, kein „Land der Väter“.
Die Sehnsucht nach Zion als
konkretem geographischem Raum,
der sich aus der Bibel
herleitet, entlarvt Sand nun als
reinen von den Zionisten
erfundenen Mythos, der allein
dem Zweck diene, die
Inbesitznahme des Territoriums
moralisch zu legitimieren. Der
Zionismus bediene sich dabei >>>

Die Erfindung des jüdischen
Volkes“
Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand
Shlomo Sand
Propyläen
Verlag, Berlin 2010. 505 S.,
24,95 €.
Shlomo
Sand - Die Erfindung des jüdischen Volkes
(SB) - Die Erfindung des
jüdischen Volkes - Israels Gründungsmythos auf dem
Prüfstand - Mit der Gründung und Konsolidierung des
Staates Israel ging eine unablässige Aneignung von
Land und Ressourcen durch Vertreibung, Verdrängung
und Unterwerfung der dort ansässigen
palästinensischen Bevölkerung einher. Weit über
diese unmittelbare Konfrontation hinausgehend harrt
dieser Konflikt virulenter denn je einer Lösung. Da
sich der zionistische Entwurf, dessen Vorgeschichte
weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht, unter
heftigen Kontroversen entfaltet und in einem Zentrum
internationaler Konfrontation durchgesetzt hat,
bedurfte er angesichts seiner ausgeprägten Präsenz
im Fokus der Mächte nicht nur der tragfähigen
Garantie einflußreicher Bündnispartner, sondern
stets auch eines hochentwickelten Fundaments seiner
ideologischen Rechtfertigung. >>>
Shlomo Sand - Die Erfindung
des jüdischen Volkes - Israels Gründungsmythos
auf dem Prüfstand - Propyläen Verlag, Berlin
2010 - 506 Seiten, 24,95 Euro - ISBN
978-3-549-07376-6
"Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden"
>>>
YouTube -
Shlomo Sand: Die Erfindung des jüdischen Volkes -
Gründungsmythos auf dem Prüfstand
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Wer
rettet Israel?
Ein Staat am Scheideweg
Arn Strohmeyer
Israel betreibt schon
seit Jahrzehnten eine Politik des Landraubs,
der Unterdrückung und Entrechtung des
palästinensischen Volkes. An einer gerechten
Friedenslösung und einer Politik des
Ausgleichs mit seinen arabischen Nachbarn
ist der zionistische Staat nicht interessiert.
Er setzt ausschließlich auf seine militärische
Überlegenheit. Kann Israel mit einer
solchen Politik der Überheblichkeit
und Selbstisolation überleben?
Dieses Buch stellt in
großen Zügen die Geschichte Israels
dar, stützt sich dabei aber nicht auf
das sogenannte israelische Narrativ,
also die offizielle zionistische Version
der israelischen Staatsideologie, sondern
legt vor allem die Forschungen der sogenannten
„Neuen Historiker“ zu Grunde. Dabei
handelt es sich um eine Schule israelischer
Geschichtsforscher, die dem Zionismus
kritisch oder zumindest mit Distanz
gegenübersteht.
Der Text beschreibt dann
den Ist-Zustand der israelischen Politik
- eine Politik der Landnahme, der Unterdrückung
und Entrechtung des palästinensischen
Volkes, die nun schon seit Jahrzehnten
andauert. Israel ist heute schon ein
Apartheidstaat, der an das frühere Südafrika
unter der weißen Herrschaft erinnert.
An einer Lösung des Problems ist weder
die israelische Führung noch die Bevölkerung
interessiert. Man setzt ausschließlich
auf militärische Überlegenheit, will
mit ihr den Status quo bewahren, schafft
weiter Fakten (etwa mit der Siedlungspolitik)
und hofft, dass die Zeit für Israel
arbeitet. Ziel ist immer noch die Schaffung
eine Groß-Israel.
Jede Kritik an dieser
gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte
verstoßenden Politik wird mit dem -
in diesem Zusammenhang völlig unangebrachten
- Antisemitismus-Vorwurf abgewehrt.
Es ergibt sich automatisch die Frage:
Kann Israel mit der Fortführung einer
solchen Politik der Überheblichkeit
und Selbstisolierung überleben? Der
Westen einschließlich Deutschland schweigt
nicht nur über das, was in den besetzten
Gebieten geschieht, sondern unterstützt
diese Politik mit allen Mitteln und
verstößt damit gegen sein eigenes politisches
Wertesystem. Auch der Mainstream der
deutschen Medien steht hinter diesem
Kurs. Dabei wäre Druck auf Israels Politik
angesagt, um es - in seinem eigenen
Interesse - von seinem verhängnisvollen
Irrweg abzubringen.
Dieses Buch macht
deutlich, wie sehr unser Israel-Bild
unbedingt der Korrektur bedarf.
Das Buch hat 275 Seiten,
kostet 16 Euro plus Versandkosten und
kann - Selbstverlag - über die
Webseite
www.arnstrohmeyer.de bestellt
werden.
Wer
rettet Israel?
Ein Staat am
Scheideweg
- Rezension von Dr.
Ludwig Watzal >>>
Ist Israel noch zu retten?
- Rezension von
Rudolph Bauer >>>
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Marlène
Schnieper
Nakba – die offene Wunde
Die Vertreibung
der Palästinenser 1948 und die Folgen
Mit zahlreichen historischen Fotos
380 Seiten, Klappenbroschur - CHF 36.– /
Euro 28,– - ISBN 978-3-85869-444-7
Vergessen ist keine
Lösung
»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen,
dass sie [die Palästinenser] niemals
zurückkommen… Die Alten werden sterben, die
Jungen werden vergessen.« Dies notierte
Israels Staatsgründer David Ben Gurion am
18.!Juli 1948 in seinem Luzern Tagebuch –
und so hoffen es viele israelische Politiker
auch heute noch. Doch die sich immer wieder
in palästinensischen Flüchtlinge, die
Marlène Schnieper in diesem Buch über die
spannungsgeladenem Terrain bewegt –
porträtiert, haben nicht vergessen und
werden nicht vergessen.
Nakba, das ist die alles umstürzende
Katastrophe, die über die arabischen
diplomatische Korrespondentin Einwohner des
historischen Palästinas kam, als in einem
Teil dieses Territoriums der jüdische Staat
gegründet wurde. Zerstört wurden Dörfer,
Städte und eine in vieler Hinsicht blühende
Kultur.
Ersatz ist nicht in Sicht. Das offzielle
Israel mag diese Umstände verharmlosen – die Katastrophe
ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt das
Leben der Palästinensergebieten. Marlène
Schnieper hat mit Vertriebenen und deren
Angehörigen gesprochen und ihr Schicksal
aufgeschrieben. Dazu liefert sie
geschichtliche Hintergründe, webt Sequenzen
aus dem heutigen Alltag in Israel und den
Palästinensergebieten ein und resümiert
neueste Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung
des Konflikts auf israelischer wie auf
palästinensischer Seite.
Entstanden ist so ein Standardwerk zur Nakba
und deren Folgen.
eihnachtsbotschaft des Mahmud Abbas
Marlène
Schnieper, Nakba – die offene Wunde. Die
Vertreibung der Palästinenser 1948 und die
Folgen,
Rotpunktverlag, Zürich 2012, 380 Seiten, 36
CHF, € 28. - Rezenison von Dr. Ludwig Watzal
-
„Wir
müssen die Realität sehen, dass Israel weder
unschuldig noch erlöst worden ist. Und dass
bei seiner Entstehung und Expansion wir als
Juden das, was wir historisch erlitten
haben, wiederum erzeugt haben, nämlich ein
Volk von Flüchtlingen in der Fremde." Diese
Sätze hat der Philosoph Martin Buber David
Ben Gurion im März 1949 bei einem Treffen in
dessen Haus in Tel Aviv vorgehalten, bei dem
es um den moralischen Charakter des
neugegründeten Staates Israel ging.
Das
offizielle Israel ist von einer solchen
Einsicht zwar noch meilenweit entfernt, aber
die Einschätzung um die Ereignisse von 1948
hat sich bereits geändert. Dass die
Palästinenser aus freien Stücken und auf die
Aufforderungen ihrer Politiker das Land
verlassen hätten, war bis weit in die
1980er-Jahre hinein die offizielle Meinung.
Erst durch die Veröffentlichung des Buches
von Benny Morris und anderer „neuer
Historiker" veränderte sich die Perspektive.
Augenblicklich glauben 47 Prozent der
Israelis, dass es eine Vertreibung gegeben
habe, wohingegen 41 Prozent der Meinung
sind, dass sich die Palästinenser das ganze
Debakel selber >>>
Die Nakba
- Dr. Ludwig Watzal - Der Philosoph Martin
Buber (...) «Wir müssen die Realität sehen,
dass Israel weder unschuldig noch erlöst
worden ist. Und dass bei seiner Entstehung
und Expansion wir als Juden das,was wir
historisch erlitten haben, wiederum erzeugt
haben, nämlich ein Volk
von Flüchtlingen in der Fremde.» >>>
Buchbesprechung - Heiko
Flottau - Die Wurzeln des
jüdischen Staates - Marlène Schnieper über
die palästinensische Katastrophe
- Die Entstehung des Staates Israel wird als
eine Folge des Holocaust angesehen. Das ist
aber nur die halbe Wahrheit. Die Pläne für
diesen Staat reichen viel weiter zurück.
Dieses Buch über die Vertreibung der
Palästinenser erzählt die bislang kaschierte
historische Wahrheit. Es bedarf wohl einer
Schweizer Autorin und eines Schweizer
Verlages, um über die „Nakba“, die
palästinensische Katastrophe, im
deutschsprachigen Raum so detailliert
berichten zu können. >>>
Marlène Schnieper: Nakba -
Die lange Nacht der Palästinenser
- Peter Blastenbrei - Die gewaltsame
Vertreibung der Palästinenser 1947/49, Kern
und Ausgangspunkt des heutigen
Palästinakonflikts, ist in Deutschland nur
in Umrissen bekannt. Die Schweizer
Publizistin Marlène Schnieper, 2006-2008
Korrespondentin des Züricher Tages-Anzeiger
in Israel und Palästina, bietet mit ihrem
Buch Nakba – die offene Wunde eine knappe,
aber umfassende Darstellung dieser ersten
großen ethnischen Säuberung im Nahen Osten.
Früh in der Geschichte des Zionismus macht
die Autorin aus, was zum roten Faden ihrer
Darstellung wird. Denn die Idee des
Transfers der einheimischen arabischen
Bevölkerung aus dem angeblichen »Land ohne
Volk für das Volk ohne Land« findet sich
schon beim Gründervater Herzl. Die
Kolonialmacht Großbritannien spielte in der
Zeit ihres Mandats über Palästina eine
zwielichtige Rolle gegenüber den
zionistischen Siedlern, die an der Schaffung
unumkehrbarer Fakten arbeiteten. Anfangs
Komplize, williger Vollstrecker und
schließlich betrogener Betrüger? Die
palästinensische Führung der 1920er und
1930er Jahre hatte der
britisch-zionistischen Doppelstrategie
jedenfalls nichts entgegenzusetzen. >>>
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Shehadeh, Raja
STREIFZÜGE DURCH PALÄSTINA
Notizen zu einer verschwindenden
Landschaft
Raja Shehadeh hat im April 2008
für dieses Buch den renommierten
britischen
"Orwell-Preis"
erhalten. (Die Jury, die ihm
diesen Preis zugesprochen hat,
bestand aus: Annalena McAfee,
Guardian Weekly/Albert Scardino,
Pulitzer-Preisträger/John Tusa,
BBC-World Service). Seit 25
Jahren durchwandert der bekannte
Schriftsteller und
Menschenrechtsanwalt Raja
Shehadeh seine Heimat Palästina.
>>>
Audio - Raja Shehadeh:
"Streifzüge durch Palästina."
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Tom Segev
Die
ersten
Isralis
Die
Anfänge
des
jüdischen
Staates
Der
Historiker
Tom
Segev
rechnet
mit dem
zionistischen
Gründungsmythos
ab -
Gespalten
seit
Anbeginn
-
Ludwig
Watzal -
pdf
(...)
Israel
ist für
Segev
eine
„Erfolgsgeschichte“,
aber mit
einer
brutalen
Kehrseite:
der
Tragödie
der
Palästinenser.
Die
Existenz
dieses
Landes
beruhe
auf
einer
bestimmen
Geschichtsauslegung,
und zwar
der
zionistischen.
Bis zur
Freigabe
der
Archive
„besaß
Israel
eine
nationale
Mythologie“.
Erst
seit
diesem
Zeitpunkt
konnte
eine
wirkliche
Geschichtsschreibung
stattfinden.
So
gehört
der
Autor zu
den
„ersten“
Historikern,
nicht zu
den
„neuen“,
sofern
darunter
ein
„revisionistischer“
verstanden
wird.
Der
absurde
Vorwurf
des
„postzionistischen
Selbsthasses“
trug
Segev
folgende
historische
Selbstverständlichkeit
ein:
„Israel
trägt
durchaus
eine
Mitschuld
an der
Tragödie
der
palästinensischen
Flüchtlinge;
es hat
nicht
alle
Chancen
genutzt,
mit den
arabischen
Nachbarn
Frieden
zu
schließen,
und die
Regierung
hat
bisweilen
tatsächlich
Neueinwanderer
aus den
arabischen
Ländern
diskriminiert.“
>>>>
Historiker
Segev -
Erfolgsgeschichte
Israels
ein
"Mythos"
- Der
israelische
Journalist,
Historiker
und
Buchautor
Tom
Segev
hat am
Montag
im
Jüdischen
Museum
in Wien
die
erste
deutschsprachige
Auflage
seines
Buches
"Die
ersten
Israelis.
Die
Anfänge
des
jüdischen
Staates"
präsentiert.
Die
sechzigjährige
israelische
Erfolgsgeschichte
bezeichnete
er darin
als
"Mythos"
und
verwies
auf die
Schwierigkeiten
der
Kulturenvielfalt.
Der
fatale Verlust von Visionen
- Tom Segev in einem Interview
über einen anormalen Normalzustand,
israelische Identität, die Hamas
und Korruptionsaffären
- Mit seinem Buch »1949. The
First Israelis« löste der israelische
Historiker Tom Segev 1986 eine
Entmythologisierung der Gründungsgeschichte
Israels aus. Der regierungsoffiziellen,
ideologisch motivierten Geschichtsdarstellung
widersprechend, entfesselte
er in Israel einen Historikerstreit,
der bis heute anhält.
Nach 22
Jahren und rechtzeitig zum 60.
Jahrestag der Staatsgründung
Israels ist sein Werk nun auf
Deutsch unter dem Titel »Die
ersten Israelis. Die Anfänge
des jüdischen Staates« (Siedler,
416 S., geb., 24,95 EUR) erschienen.
(...)
Prominente Juden wie der Dramatiker
Harold Pinter oder Bella Freud,
die Urenkelin von Sigmund Freud,
lehnen es ab, das Jubiläum eines
Staates zu feiern, der »ethnische
Säuberungen« betreibe und den
Palästinensern ihre Menschenrechte
und nationalen Hoffnungen verweigere
>>>
Brücken
zu
Palästina
- Eine
innerjüdische
Kritik
an der
Politik
Israels
- Rolf
Verleger,
Psychologieprofessor
in
Lübeck
und
Mitglied
im
Direktorium
des
Zentralrates
der
Juden in
Deutschland
ist ein
profilierter
Kritiker
der
israelischen
Politik.
Im
Sommer
2006
forderte
er den
Zentralrat
zu einer
kritischen
Distanz
gegenüber
Israels
Kriegsführung
im
Libanon
auf.
Danach
initiierte
er mit
70
anderen
jüdischen
Erstunterzeichnern
die
Erklärung
"Schalom
5767"
(benannt
nach dem
Jahr
2006/2007
im
jüdischen
Kalender).
Es ist
ein
Appell
an die
Bundesregierung,
sich für
einen
dauerhaften
Frieden
in
Israel/Palästina
einzusetzen
und den
Boykott
der
Hamas-Regierung
zu
beenden. |
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Kay
Sokolowsky
Feindbild Moslem
Buchvorstellung: "Feindbild
Moslem" von Kay Sokolowsky - Arne
Hoffmann - (…) "Konnte der
SPIEGEL, der ja von Hunderten
Journalisten hergestellt wird,
schnell wieder zur Besinnung
kommen, nachdem die
Chefredaktion ausgewechselt
worden war, so tun sich einzelne
Autoren mit der Rückkehr zur
Vernunft erheblich schwerer.
Zumal bei ihnen, auch materiell,
die Polemik gegen den Islam und
seine Anhänger ebenso wie gegen
'Multikultis' und 'Gutmenschen'
eine Aufgabe geworden ist, von
der sie nicht lassen können."
Womit wir bei Henryk M. Broder
wären. "Die Muslimhasser, die
auf Politically Incorrect (PI)
zu Hause sind, wissen, was sie
an ihm haben", erklärt
Sokolowsyk und zitiert
schwärmerische, geradezu
hingerissene Würdigungen, die
die Rechtsradikalen an den
SPIEGEL-Journalisten gerichtet
haben.
(…)
Broder fühlt
sich, scheint's, wohl im Dunst
der Rechten. So hatte er nichts
dagegen, der
Online-Schülerzeitung Blaue
Narzisse ein langes Interview zu
gewähren, 'einer als
rechtskonservativ bis
rechtsradikal eingeschätzten
Publikation', die zwar mit der
NPD nichts zu tun haben will,
deren Autoren aber nicht müde
werden, Gerechtigkeit für die
Partei der Neonazis
einzufordern. (Und) als ihn im
Mai 2008 die Schweizerzeit
einlud, einen Vortrag zu halten,
war er gleichfalls gern dabei,
obwohl das Blatt eng verbunden
ist mit der erzreaktionären,
migrantenfeindlichen
Schweizerischen Volkspartei und
sich nicht scheut, den Juden
nachzusagen, sie seien selbst
schuld am Antisemitismus und
eine Bande von Beutezüglern und
Beutelschneidern." Früher oder
später muss Sokolowskys
Broder-Analyse natürlich bei der
Frage landen, wie einer, der
noch im Jahr 1993 klarsichtige
und integre Texte verfasst hat,
eine derartig beängstigende
Entwicklung nehmen konnte.
Sokolowskys Mutmaßung:
"Wahrscheinlich hat er mit den
'Gutmenschen' ein Problem, weil
sie so viel Zeit mehr als er
damit zubringen, gute statt
boshafte Menschen zu sein, und
weil sie es für sinnvoller
halten, sich für die Rechte
einer Minderheit starkzumachen
als für den Chauvinismus einer
'Mehrheitsgesellschaft'. Deren
Stärke hat Henryk M. Broder
irgendwann so beeindruckt, dass
er beschloss, die faktisch
Schwachen im Stich zu lassen,
vor den Angsthabern und den
Angstmachern zu kapitulieren und
ihrer Paranoia mit großem
Geschrei beizupflichten. >>> |
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Denk
ich an Palästina
Günter Schenk - Herausgeber
Wer sind diese Menschen, die sich in
Deutschland und Europa für die Palästinenser
einsetzen?
Was bewegt sie zu regelmäßigen
Stellungnahmen zum nie-endenden
Israel-Palästina-Konflikt?
Geht uns das wirklich etwas an?
"Wer sind diese Menschen,
die sich in Deutschland und Europa für die
Palästinenser einsetzen? Was bewegt sie zu
regelmäßigen Stellungnahmen zum nie-endenden
Israel-Palästina-Konflikt? Geht das uns
wirklich etwas an?
Rupert Neudeck und Evelyn Hecht-Galinski,
Juden und Nichtjuden, ehemalige hohe
deutsche Diplomaten, Journalisten, Künstler,
Trägerinnen hoher Orden, aber auch ?Menschen
aus unserer Mitte, berichten auf bewegende
Weise ihren oft langen Weg zur Solidarität
mit einem geschundenen Volk. Was sie leitet
ist Zuneigung und Empathie: Zahlreiche der
26 Autorinnen und Autoren begannen ihren Weg
zur Gerechtigkeit bei Besuchen in Israel.
Die Autorinnen und Autoren zeigen dem Leser:
Aufrechte Stellungnahme ist nicht nur nötig,
Bürgerengagement, aus der Erfahrung unserer
eigenen Geschichte möglich. Bürgersinn,
gespeist aus Gerechtigkeit, kann Berge
versetzen. Dieses Buch macht Mut zu
persönlichem Engagement in einer Zeit
bedrückender Nachrichten aus dem Nahen
Osten."
.
>>>
SEMITedition, Neu-Isenburg 2010, 18 €
Palestine on my Mind
- Rezension von Dr. Ludwig Watzal - pdf - 26
Zeugnisse aus unserer Zeit - SEMITedition,
Neu-Isenburg 2010, 18 € - Mit »Palestine on
my Mind« ist es dem Herausgeber gelungen,
ein Kaleidoskop von Personen und deren
Motive für ihr Israel-Palästina-Engagement
zu vereinen. Ob dieses Buch die politische
Elite und die Israel-Protagonisten zum Nach-
oder gar zum Umdenken bewegen kann, muss die
Zukunft zeigen. Ein »Weiter so!« in der
deutschen oder österreichschen Nahostpolitik
darf es nicht geben. Das Buch trägt zur
Enttabuisierung dieses Themas bei und
leistet damit einen Beitrag, die
ungeheuerliche Wirklichkeit des dortigen
Zustandes wahrzunehmen
Muslim-Markt
interviewt Günter
Schenk - Autor des Buches "Denk ich an
Palästina -
Palestine on my Mind" >>>
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Sabine Schiffers
Die Darstellung des Islams in der Presse
Verlag: Ergon Verlag - ISBN:
3-89913-421-4
Kristina Stock:
Sabine Schiffers breit angelegte
Untersuchung über die Darstellung des Islams
in der deutschen Presse zeigt, „wie Fakten
lügen können und dass auch renommierte
Medien den antiislamischen Rassismus
salonfähig machen.“ .... Damit reiht sie
sich nicht nur in die wenigen
medienkritischen Arbeiten zu eben diesem
Thema ein, nein sie stellt vielmehr
ein wichtiges Zwischenergebnis bisheriger
Forschungen dar ... mehr >>>
Arne Hoffmann: „Wie ist es möglich“ fragt
sich (...) Dr. Sabine Schiffer (Leiterin des
Instituts für
Medienverantwortung) in der Einleitung ihres Buches, „dass 1,2
Milliarden Menschen, die in verschiedenen
Erdteilen und Ländern dieser Welt mit
unterschiedlichsten politischen Systemen
leben, die mal regierungspolitisch beteiligt
sind, mal einer Minderheit angehören, deren
soziokulturelle Umfelder heterogen sind, die
auf dem Land leben oder in der Stadt, die
reich oder arm sind, die modern ausgerichtet
sind oder eher konservativen Werten
anhängen, die ihre Religion – den Islam – im
Alltag praktizieren oder nicht, deren
Bildungsgrad sehr unterschiedlich ist usw.,
zunehmend als homogene Masse – als
aggressiv, frauenfeindlich, rückschrittlich
und bedrohlich – wahrgenommen werden?“ Das
ist die zentrale Frage, die Schiffer sich
anschickt, mit ihrer medienkritischen
Analyse zu beantworten. mehr >>>
Rezensionen:
Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich
von Sabine Schiffer
und Constantin Wagner
Erinnern alleine reicht nicht… Auch so könnte man die
Auseinandersetzung überschreiben, die die Autoren in
ihrem Buch austragen. Denn offensichtlich verhindert
die Erinnerungskultur um den Holocaust nicht, dass der
Antisemitismus weiterlebt und neue Formen von Rassismus
am Horizont aufscheinen. Etwa das Feindbild Islam. Aber
gerade das Thema Islamfeindlichkeit scheint jene aufzuschrecken,
die sich eingerichtet haben im Wohnzimmer der rückwärtsgewandten
Betrachtung der Geschichte – ohne etwaige Erkenntnisse
auf die Gegenwart zu beziehen. Dieser Prozess ist mit
diesem Buch nicht mehr aufzuhalten. In fast regelmäßigen
Abständen ergibt sich die Diskussion, ob die heute feststellbare
Islamfeindlichkeit mit dem Antisemitismus früherer Zeiten
vergleichbar sei. Meist aufgeregt und schnell unsachlich
kochen die Polemiken hoch. Unvergleichlichkeitsdogmen
werden formuliert, Tabus beschworen sowie vermeintliche
Tabus gebrochen und mit viel Verve und vergleichsweise
wenig Sachverstand an Moral und Political Correctness
appelliert. All dies dient nicht der Klärung.
>>>
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Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.)
Islamfeindlichkeit
Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen
Arne
Hoffmann -
Buchvorstellung:
"Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen"
- - Schneiders
weist zunächst darauf hin, dass von den bekanntesten
"Islamkritkern" (also etwa Ralph Giordano, Alice Schwarzer,
Henryk Broder, Leon de Winter usw.) niemand eine theologische
oder islamwissenschaftliche Ausbildung besitzt oder
auch nur durch die Beherrschung der arabischen Sprache
aufgefallen wäre. "Bei ihnen allen gibt es außer ihrem
mehr oder weniger plötzlich aufgekeimten persönlichen
Interesse keine weitere ersichtliche Querverbindung
zu der Thematik. Trotzdem äußert sich aber jeder einzelne
von ihnen immer wieder zu dezidiert theologischen oder
historischen Fragen der islamischen Geistesgeschichte."
Untersuche man ihre Äußerungen zum Thema Islam genauer,
stelle sich als zentrales Ergebnis heraus, dass darin
"immer wieder die gleichen unsachlichen Argumente und
fehlerhaften Beweisführungen auftauchen. (...)
- - Alarmismus, Dramatisierung und das Entwerfen fiktiver
Bedrohungsszenarien, die den Einschätzungen seriöser
Historiker und Kulturwissenschaftler entgegenstehen
(immer wieder stehen "Eurabien" und der Untergang des
Abendlandes vor der Tür, etwa wenn Broder davon schwadroniert,
dass wir "derzeit die letzten Tage Europas, das wir
kennen" erlebten, wenn sich Alice Schwarzer "Parallelen
zu 1933" aufdrängen oder Leon de Winter davon schreibt,
dass sich "das Böse (…) über den gesamten Westen ausgebreitet
hat"); - der Verzicht auf Belege und Beweise, damit
einhergehend die Simplifizierung von Sachverhalten (So
verbreitet Broder in "Hurra, wir kapitulieren" die Behauptung,
es häuften sich Abmeldungen muslimischer Schüler vom
Schwimm- und Sportunterricht. Belege liefert er nicht.
>>>
Arne Hoffmann ist der Autor
des Buches: "Warum Hohmann geht und
Friedman bleibt" >>>
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Tamari, Salim (Hrsg.)
Jerusalem 1948.
The Arab Neighbourhoods and their Fate in the War.
The Institute of Jerusalem Studies & Badil Resource
Center; Jerusalem/Bethlehem 1999.
Der völkerrechtliche
Status des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens nach
den Osloer Verträgen
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S. Sina
Der
völkerrechtliche Status des Westjordanlandes und des
Gaza-Streifens nach den Osloer Verträgen
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Angst im eigenen Land
Israelische und palästinensische Schriftesteller im
Gespräch
Rafik Schami (Hg.)
Nagel & Kimche 2001
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Tom Segev
Es
war einmal ein Palästina
Eine meisterhafte
Untersuchung der turbulenten Zeit vor der Gründung des
Staates Israel: Lebendig, materialreich und politisch
brisant schildert Tom Segev, wie in drei Jahrzehnten
britischer Herrschaft in Palästina die Wurzeln des
israelisch-palästinensischen Konflikts gelegt wurden. ZU
DIESEM BUCH Brandherd Palästina: Der Konflikt zwischen
Arabern und Juden um die Herrschaft im Heiligen Land ist
seit Jahrzehnten ungelöst. Tom Segev, Historiker und
Journalist von internationalem Rang, zeigt, wie es dazu
kam. Aus einer Fülle bislang unerschlossener Quellen
rekonstruiert Segev eine dramatische Ära grenzenloser
Möglichkeiten und tragischer Fehlentscheidungen: die so
genannte Mandatszeit von 1917 bis 1948, als nach dem
Zerfall des Osmanischen Reiches die Briten die Macht in
Palästina ausübten und verhängnisvollerweise sowohl
Arabern als auch Juden das Land versprachen. Er macht
uns mit so legendären Figuren wie Lawrence von Arabien,
General Allenby, König Faisal, Chaim Weizmann und David
Ben-Gurion, aber auch mit einer bunten Mischung von
Pionieren, Einwanderern, Abenteurern, Geheimagenten,
Diplomaten und Fanatikern bekannt. Segev zeichnet die
Entstehung zweier Nationalbewegungen nach, ihren
unaufhaltsamen Weg in die gewaltsame Konfrontation und
kommt zu einer radikalen Neubewertung der britischen
Mandatsmacht. Anstatt pro-arabisch, wie gemeinhin
angenommen, hätten die Briten tatsächlich konsequent
prozionistisch gehandelt – aus der antisemitischen
Überzeugung heraus, die Juden drehten das Rad der
Geschichte.
bestellen
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Edward W. Said
Frieden in Nahost?
Essays über Israel
und Palästina
Vorwort
von Felicia Langer
Aus
dem Amerikanischen von Michael Schiffmann
Daniel Barenboim / Edward W.
Said
Parallelen und Paradoxien
Über Musik und Gesellschaft
Herausgegeben von Ara Guzelimian
Aus dem Englischen von Burkhardt Wolf
Berlin Verlag, Berlin 2004, 254 Seiten

Orientalist

Das Ende des Friedensprozesses
Oslo
und danach

Am falschen Ort.
- Berlin
Verlag, Berlin 2000.

Zionismus und palästinensische Selbstbestimmung.
- Klett-Cotta, Stuttgart 1981.
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Raid Sabbah
Der Wind Trägt meinen Schmerz davon
Aus dem Leben einer palästinensischen Mutter
Droemer Verlag
ISBN
3-426-27311-X
Inhalt
Um Mohammed ist Lehrerin und Mutter von vier Kindern. Als
die israelische Armee das Dorf, in dem sie wohnt, zum
Sperrgebiet erklärt, kann sie ohne Passierschein keinen
Schritt mehr tun. Doch den Ausweis hat sie empört zerrissen
...
Die Israelis
bauen einen »Sicherheitszaun« im Westjordanland. Als Ende
2003 bei einem kleinen Dorf nicht weit von Dschenin ein
Checkpoint errichtet wird, rebellieren die Einwohner erst,
doch dann fügen sie sich in ihr Schicksal. Nur die Lehrerin
Um Mohammed will sich nicht damit abfinden, dass sie sich
nicht mehr frei bewegen darf. Wütend zerreißt sie den
Passierschein.
Ihre Schule allerdings ist in Dschenin, und um zu ihren
Schülerinnen zu gelangen, muss sie durch den Kontrollpunkt.
Ohne Passierschein aber darf sie ihr Dorf weder betreten
noch verlassen. Von einem Tag auf den anderen ist sie eine
Gefangene - ohne Anklage, ohne Prozess, ohne Urteil ...
In
seinem aufrüttelnden Bericht zeichnet Raid Sabbah das
Porträt eines Menschen in verzweifelter Lage. Hautnah
erfahren die Leser, wie Leid und Unterdrückung den Nahen
Osten zum Pulverfass machen.
bestellen
Der Tod ist ein Geschenk“
Raid Sabbah, in Deutschland geborener
Palästinenser berichtete über einen Selbstmordattentäter aus
Palästina.
1973 geboren und
aufgewachsen in Konstanz am Bodensee und Studium der
Semitistik und der Vergleichenden Literaturwissenschaften.
Nach verschiedenen Stationen als freier Mitarbeiter beim
Radio und überregionalen Tageszeitungen studiert er seit
2001 an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg.
Er hat u.a. Drehbücher für
Dokumentarfilme geschrieben ("Der Hakawati",1998, Regie:
Gérard Samaan & Marianne Rosenbaum; "Sheherezades Töchter",
2000, Regie: Husam Chadat (HFF München) sowie auch selbst
Regie geführt ("Träume aus Trümmern", 1998; "Lenny Kravitz"
- (Dokumentation für ARTE); "Inschallah", 2001; "Husam, der
aus dem Teppich kam", 2002).... .
Quelle
bestellen
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Marylène Schultz
Die Waisenkinder von Bethanien
35
Jahre in der Westbank
Mit einem Vorwort von Arnold Hottinger
Lamuv-Verlag 2003.
Zum Buch
Über die Zustände, die heute im Heiligen
Land herrschen, gibt dieses Buch Einsichten, die man selten
erhält. weil es die Geschehnisse schildert, wir sie die
einzelnen Menschen betreffen. Es bietet dadurch ein
willkommenes Gegengewicht gegen die zu vielen Bilder und
Berichte, die nicht von Menschen, sondern von Dingen
handeln: Bomben, Ruinen, zerstörten Häusern, Anschlägen auf
dieser oder jener Seite. Sogar tote Menschen und Verwundete
erscheinen als Gegenstände, Objekte, auf Fernsehbildern
sowie in statistischen Aufstellungen.
Die Menschen selbst aber, die all dies verursachen oder
erleiden, werden in ihrer menschlichen Dimension viel zu
selten erfasst. Sie sind so viele und so verschieden, dass
jeder Berichterstatter leicht der Versuchung erliebt, nicht
auf jeden Einzelnen einzugehen.
Obwohl es natürlich auf einen jeden Einzelnen ankommt und
die grausamen Lage jeden individuellen Menschen betrifft. In
diesem Buch findet man eine sehr konkrete Gegensteuerung
gegen die Allgemeinbetrachtung, die den Einzelnen übergeht.
Darin liegt sein besonderer Wert." (Arnold Hottinger,
ehemaliger Nahost-Korrespondent der "Neuen Zürcher Zeitung")
Zur Autorin
Marylène Schultz stammt aus Frankreich, lebt
aber seit mehr als 35 Jahren in der Westbank. Ihre Arbeit
ist ein Beispiel dafür, dass es in dieser
krisengeschüttelten Region viele Menschen gibt, die immer
noch an Frieden und Versöhnung glauben.
Verlagsinformation
bestellen
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Die Palästinenser
Unterdrückung und
Widerstand eines entrechteten Volkes
Vorwort von Erich Fried
Begleittexte in Deutsch, Englisch, Französisch und
Spanisch
Bildband mit 140 Farbfotos · 160 Seiten · 23 x 26,5 cm ·
Gebunden
€ 9,90 (D)· € 10,20 (A) · SFr 18,30 · ISBN 3-7609-1065-3
»Eindrucksvolle
Photographie, die ohne Sensationslust scharf
beobachtet.«/Die Zeit
»Durch die hohe Qualität der Fotos bietet der Band einen
interessanten Beitrag zum Verständnis eines Konflikts,
der täglich für Schlagzeilen sorgt.«/Frankfurter
Rundschau
Zwei Völker, zwei Staaten
Gespräch über Israel
und Palästina
In einem
Gespräch mit dem Heidelberger Verleger und Journalisten
Georg Stein beschreibt Uri Avnery in diesem Buch
ausführlich Hintergründe und Folgen des
Gaza-Jericho-Abkommens. Kenntnisreich wie kein anderer
analysiert er die Hoffnungen und Chancen, aber auch die
Gefahren und Risiken der neuesten Entwicklung im Nahen
Osten.
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Tondok - Verlag - Pressemitteilung
- Reiseführer PALÄSTINA -
Der
erste deutschsprachige Palästina-Führer
erscheint nach knapp zwei Jahren
bereits in zweiter Auflage – aktualisiert
und um 36 Seiten erweitert. Jetzt
werden die gedruckten Informationen
durch noch mehr Internetadressen
(560 insgesamt) und Apps ergänzt,
37 Pläne und Karten geben zusammen
mit 90 Fotos einen noch besseren
Über- und Einblick in die Westbank
und den Gazastreifen.
Der Reiseführer macht auf ein neues
(eigentlich uraltes) und in vieler
Hinsicht interessantes Reiseziel
aufmerksam: auf die palästinensische
Westbank. In den letzten Jahren
ist es relativ einfach geworden,
diesen Teil Palästinas zu bereisen.
Wegen der guten touristischen Infrastruktur
besteht kein Anlass mehr, nur von
Israel aus Tagesausflüge in die
besetzten Gebiete zu unternehmen.
Im Gegenteil, erst durch einen Aufenthalt
jenseits der israelischen Sperranlage
findet man genug Zeit und Muße,
die reizvolle Landschaft, die kulturhistorisch-christlichen
Stätten und die Menschen kennenzulernen.
Und man wird erleben, dass die Bevölkerung
in über sechs Jahrzehnten rigider
Militärverwaltung mit täglichen
Demütigungen, völkerrechtswidrigen
Enteignungen und wehrloser Ohnmacht
ihren Lebensmut nicht verloren hat.
Ein paar Fünfsterne-Hotels, ein
echtes Ferienresort und diverse
mittlere Hotels bis hin zu kleinen
Pensionen bemühen sich um Gäste,
ebenso wie zahlreiche Restaurants
unterschiedlichen Zuschnitts. Palästinensische
Bus- und Taxiunternehmen sind zuverlässig,
so dass auch das Fortkommen gesichert
und sehr preiswert ist. Zahlreiche,
fast immer geprüfte Adressen der
relevanten Dienstleister sind im
Reisehandbuch aufgeführt.
Um allen Ängsten eine Absage zu
erteilen: Wir schätzen das Risiko,
als Tourist in politische Auseinandersetzungen
zu geraten, als sehr gering ein
– nicht höher als auf einer deutschen
Autobahn in einen Unfall verwickelt
zu werden.
ISBN 978-3-89662-484-0, Preis 13,90
EUR (D)
280 Seiten, Minilexikon Deutsch/Arabisch/Hebräisch,
viele Querverweise, Kurzübersichten
"Sehenswertes", Glossar und ausführlicher
Index.
www.tondok-verlag.de
Lesetipp - Der Reiseführer ist nicht nur für Reisende
interessant. Er hilft auch sich als Leser in Palästina
zu orientieren. |
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Rolf
Verleger
Israels
Irrweg
Eine
jüdische
Sicht
Mit
drei
Kapiteln
zum
Krieg
gegen
Gaza
PapyRossa
Verlag,
Köln
2010
Neue
Kleine
Bibliothek
131
210
Seiten
Euro
14,90
D /
15,40
A /
SFR
27,90
ISBN
978-3-89438-394-7
„Das
Judentum,
meine
Heimat,
ist
in
die
Hände
von
Leuten
gefallen,
denen
Volk
und
Nation
höhere
Werte
sind
als
Gerechtigkeit
und
Nächstenliebe.“
Mit
seinem
Buch
möchte
Rolf
Verleger
einen
Beitrag
dazu
leisten,
dass
sich
dies
ändert.
Er
beschreibt
seine
jüdischen
Wurzeln
als
persönlichen
Hintergrund
und
umreißt
die
Geschichte
des
Zionismus.
Sodann
diskutiert
er
die
Frage,
was
es
heute
angesichts
der
schwindenden
Bedeutung
von
Religiosität
heißt,
Jude
zu
sein.
Problematische
Ersatzidentitäten
sieht
er
im
Nationalismus
und
im
bloßen
Anti-Antisemitismus.
Als
Alternative
stellt
er
die
von
ihm
initiierte
Aktion
»Schalom
5767«
vor,
mit
der
die
Bundesregierung
zum
Umdenken
in
der
Palästinafrage
aufgefordert
wurde.
Er
setzt
sich
mit
dem
Vorwurf
auseinander,
Kritik
an
Israel
habe
von
vornherein
und
unbesehen
als
»antisemitisch«
zu
gelten,
und
dokumentiert
abschließend
einige
Auseinandersetzungen,
die
er
über
diese
Fragen
zu
führen
hatte."
Israels
Irrweg - Eine jüdische Sicht
-
Rolf Verleger - Eine
Rezension von Dr. Ludwig
Watzal - Rolf Verleger wurde
durch die Veröffentlichung
seines Briefes an den
Vorstand des Zentralrates
der Juden in Deutschland (ZJD)
über Nacht landesweit
bekannt. Darin kritisierte
er die bedingungslose
Unterstützung der
„israelischen Gewaltpolitik“
im letzten „Libanonkrieg“
2006 durch den ZJD. Eine
weitere These lautet: „Das
Judentum, meine Heimat, ist
in die Hände von Leuten
gefallen, denen Volk und
Nation höhere Werte sind als
Gerechtigkeit und
Nächstenliebe.“ Mit „Israels
Irrweg“ möchte Verleger,
Professor für Psychologie am
Universitätsklinikum in
Lübeck und Mitglied im
Direktorium des ZJD, einen
Beitrag dazu leisten, dass
sich dies ändert. Das Buch
gliedert sich in drei Teile:
„Wisse, woher Du kommst…“,
„… und wisse, wohin Du gehst
…“, „… und vor wem Du
zukünftig Rechenschaft
ablegen musst“. Diese Fragen
beantwortet der Autor vor
dem Hintergrund der
jüdischen Ethik wesentlich
überzeugender als viele
andere. Der Autor weist auf
den grundsätzlichen
Widerspruch zwischen
Judentum und Zionismus hin.
In ihm sieht er auch die
unbeantwortete Frage nach
der jüdischen Identität, die
er für das Wesentlichste
hält. Die Politik Israels
raube dem Judentum seine
Seele und Identität. Ähnlich
argumentierte kürzlich
Avraham Burg. >>>
Frieden
mit
den
arabischen
Nachbarn
machen
-
Rezension
von
"Israels
Irrweg.
Eine
jüdische
Sicht."
von Rolf Verleger -
Anis
Hamadeh
-
Das
Beziehungsgeflecht
zwischen
Deutschland,
Juden,
Israel,
Palästinensern,
Muslimen
und
Arabern
ist
komplex
und
birgt
ein
Konfliktfeld
auf
mehreren
Ebenen.
Wer
eine
fundierte
und
dabei
gut
lesbare
Einführung
in
dieses
Thema
sucht,
dem
sei
die
Neuerscheinung
von
Professor
Verleger
aus
Lübeck
empfohlen.
"Israels
Irrweg.
Eine
jüdische
Sicht"
fasst
die
Problematik
auf
160
Seiten
kompakt
zusammen.
>>>
Ein
Buch
wie
eine
Konterbande.
-
Rupert
Neudeck
-
Reiner
Explosivstoff,
aber
ein
Zündstoff
der
Menschlichkeit.
Der
Autor
legt
in
einem
ersten
Teil
die
Wurzeln
seiner
jüdischen
Identität
frei,
die
zugleich
die
Tradition
seines
Glaubens
sind.
Die
Grundsätze,
nach
denen
„Juden,
so
gut
es
ging,
seit
Hillel
und
Rabbi
Akiwa,
jahrtausendelang
gelebt
und
gehandelt“
hatten.
>>>
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W |
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Michael Warschawski
Mit Höllentempo
kritisiert die Verrohung der israelischen Politik
bestellen
An der Grenze
»In der Solidarität mit den Palästinensern
bestätigt sich meine jüdisch-israelische Identität.«
Michael Warschawski
»Warschawskis Text versteht sich als
Zwischenbilanz ... Gewiß ist nur Warschawskis
Bereitschaft, weiterzumachen. Sie verdankt sich, scheint
es, dem festen Glauben, daß Menschen dereinst doch noch
Herren ihrer Geschichte werden könnten.«
Moshe Zuckermann
Die Autobiographie eines
jüdisch-israelischen Aktivisten, der seit 35 Jahren für
die Anerkennung der Palästinenser und für Gerechtigkeit
und Frieden im Nahen Osten kämpft: 1949 in Straßburg als
Sohn eines Rabbiners geboren, ging Warschawski 1965 zu
Talmudstudien nach Jerusalem. Das Trauma des
Sechs-Tage-Kriegs ließ ihn die israelische
Kolonialhaltung ablehnen und für Brüderlichkeit,
Solidarität und Koexistenz kämpfen. Ein bewegendes
Zeugnis des unermüdlichen Widerstands eines
Grenzgängers, ein Schlüssel zum Verständnis der
israelischen Gesellschaft und der aktuellen Situation.
Deutsche Erstausgabe
Aus dem Französischen von Barbara Heber-Schärer - mit
einem Vorwort von Moshe Zuckermann
bestellen
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Dr.
Ludwig Watzal
Sonderseite auf meiner Hp >>>
Bücher online lesen >>>

Frieden ohne Gerechtigkeit
... An einer Vielzahl von aktuellen
Beispielen macht Ludwig Watzal deutlich, dass es einen
dauerhaften Frieden erst geben wird, wenn Israel dem
palästinensischen Volk Gerechtigkeit auf allen Ebenen
widerfahren lässt und seine Menschenrechte achtet.
Erstmals wurden in dieser Studie die
israelischen Menschenrechts- Verletzungen an den
Palästinensern in diesem Umfang in deutscher Sprache
analysiert und dokumentiert.

Feinde des Friedens
(2. Auflage 2002) vergriffen
Ludwig Watzal stellt erstmals den Friedensprozeß in
seiner Komplexität dar. Seine Analyse sämtlicher
Abkommen vermittelt ein differenziertes Bild der
israelischen und der palästinensischen Gesellschaft.
Buch als PDF downloaden

Friedensfeinde
Der Autor schildert die
Geschichte des Konfliktes von der jüdischen Besiedelung
Palästinas Ende des 19. Jahrhunderts bis heute und
analysiert die seit 1993 geschlossenen Verträge, die den
"Friedensprozess" konstituieren, doch von vornherein
eine Aussöhnung verhinderten.
Des weiteren werden die Menschenrechtsverletzungen
Israels und der palästinensischen Autonomiebehörde
dargestellt und die außenpolitischen Verflechtungen
Israels sowie seine religiöse Fundamentalisierung
beschrieben.
Auf den Seiten von Dr. Ludwig Watzal
Seite haben Sie die Möglichkeit, das Buch im PDF-Format
downzuloaden. Bitte beachten Sie jedoch, daß die Dateien
sehr groß sind und deshalb mit langen
Downloadzeiten zu rechnen ist!
Inhaltsverzeichnis
Vorspann
(Download PDF: 2 MB)
1. Zur Geschichte Palästinas und
Israels
(Download PDF: 17 MB)
2.Der Friedensprozeß in Israel und
Palästina
(Download PDF: 30 MB)
3.Die Menschenrechte der
Palästinenser unter israelischer Besatzung und
palästinensischer Autonomie
(Download PDF: 14 MB)
4.Die Rolle Israels im
internationalen System und im Nahen Osten
(Download PDF: 10 MB)
5.Israel zwischen westlicher
Demokratie und religiösem Fundamentalismus
(Download PDF: 14 MB)
6.Ausblick: Friede in Nahost ist
möglich
(Download PDF: 5 MB)
This
book is a detailed examination of the
Israeli-Palestinian relations in the past and at present.
It analyzes the agreements concluded or signed since
1993, discusses the development of democracy, the status
of human rights in the autonomous areas and in Israel,
as well as the foreign relations of Israel and its most
important domestic controversies.
"Peace Enemies" has been translated from German and
published by the Palestinian Academic Society for the
Study of International Affairs - PASSIA.
To order, please visit the PASSIA ordering information
page.
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15. April 2013
pdf Datei - 143 Seiten
>>>
ISRAEL
Politische Raumplanung
Ethnozentrismus Rassismus
MONOPOLY OHNE GRENZEN
Viktoria Waltz
online zu lesen >>>
75 Jahre - des Terrors, der
Morde, des Landraubs, des
Rassismus…
eine Anklage, die keine
Entschuldigungen wegen anderer
Verbrechen zuzulassen bereit ist
- Dr. Viktoria Waltz
Wer die Ziele und Methoden des
Zionismus und sein zentrales
Projekt, den zionistischen
Staat, beschönigt, bewirbt und
fördert macht sich mitschuldig
der Unterstützung des
Missbrauchs scheinrechtlicher
Mittel zum tausendfachen Mord,
zur Vertreibung von Millionen
Indigenen, des Raubs in fast 100
prozentigem Maß an ihrem Land,
der schleichenden Zerstörung
ihrer Geschichte und ihrer
Kultur und damit der Verletzung
internationaler Rechte und
Pflichten für das Zusammenleben
der Menschheit, schaut zu wo er
eingreifen müsste, beteiligt
sich indirekt an weiterem
Massenmord, Vernichtung und
Zerstörung, Krieg. Die Lehren
aus Faschismus, Diktaturen und
den Absichten der
dahinterstehenden religiös.
politisch und wirtschaftlich
Missbrauch treibenden Mächten
bleibt: Nie wieder Krieg, nie
wieder Faschismus, nie wieder
Rassismus! Diese Forderung
bleibt aktuell, eine
Verantwortung für uns alle,
unabhängig von Nation, Staat und
Religion, dafür zu kämpfen.
Die zionistischen Mächte
treiben ihr blutiges Spiel seit
mehr als diesen 75 Jahren –
aber es bleibt eine mörderisches
Spiel um Land, Menschen und die
Herrschaft über Geschichte und
Kultur.
Welche Mittel und Instrumente
das Spiel befördert haben und
weiter befördern wird noch
einmal zusammengefasst im
folgenden Beitrag, der nun
anlässlich des 15. April 2013
per Internet zugängig gemacht
wird.
Exklusiv im "Das Palästina
Portal"
Vorwort - Dr.
Ludwig Watzal - Die
Entstehungsgeschichte Israels
hat weder etwas mit den
biblischen Legenden vom
„auserwählten Volk“ noch mit den
Versprechen Gottes an Abraham zu
tun; dies sind religiöse
Legenden, wissenschaftlicher
Rationalität nicht zugänglich
und bloße Glaubenspostulate.
Auch wurde Israel nicht
gegründet, weil der deutsche
eliminatorische Antisemitismus
unter der Nazi-Barbarei ein
kolossales Menschheitsverbrechen
am europäischen Judentum
begangen hat. Viel wichtiger war
jedoch die Diplomatie der
zionistischen Bewegung, die sich
auf dem Ersten Zionistischen
Kongress 1897 in Basel eine
politische Organisationsform
gegeben hat.
Wer das Buch der ehemaligen
wissenschaftlichen Mitarbeiterin
am Institut für Raumplanung an
der Universität Dortmund,
Viktoria Waltz, liest, erlebt
eine völlig andere
Entstehungsgeschichte des
Staates Israel. Ihrer zentralen
These folgend, ist das „Projekt
Israel“ einem schlichten
Planungsprozess geschuldet, der
bis heute noch nicht
abgeschlossen ist. Er
konzentriert sich auf das Land
eines anderen Volkes, des
palästinensischen, dessen
Existenz im Begriff ist , völlig
zerstört zu werden. Es geht um
die Schaffung eines „reinen
jüdischen Staates“, in dem kein
Platz für die indigene
Bevölkerung ist, weil sie als
„fünfte Kolonne“ und als
„existentielle Bedrohung“
wahrgenommen wird.
Das „Expropriationswerk“, wie es
einst der Gründungsvater des
Zionismus, Theodor Herzl,
genannt hat, läuft nicht im
Geheimen, sondern vor den Augen
der Weltöffentlichkeit ab. Jeder
sieht es, aber niemand
protestiert dagegen, obgleich
dieser Vorgang nichts mit
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit
oder Völkerrecht zu tun hat. Der
Westen, der immer wieder eine
gemeinsame Wertebasis zwischen
ihm und Israel betont, sollte
einmal hinter die Kulissen
dieser rhetorisch-politischen
Luftblasen schauen. >>> |
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DIE ERDE HABT IHR
UNS GENOMMEN
100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in
Palästina
Dr. Viktoria Waltz - Joachim Zschiesche - (Dortmund/Berlin 1985/1986)
Dieses Buch (24MB - pdf) ist
online und kostenlos abrufbar >>>
Kommentar zu dieser online-Ausgabe - Es ist
längst alles gesagt! Die Nakbe beginnt mit
1897! Die Instrumente: Raumplanung,
Staatlicher Terror, Krieg - Die vorliegende
Untersuchung der zionistischen
Kolonisierungspolitik in Palästina wurde
bereits vor 25 Jahren beendet. Auf Grundlage
des vorliegenden Materials war schon damals
das heutige Drama sichtbar genug: Die
Vorbereitung der zionistischen Usurpation
Palästinas
● die Enteignung
und Vertreibung der Palästinenser aus ihrem
Land mehr als die UN je beschlossen
● die Einkreisung
der palästinensischen Städte und Dörfer
durch israelische Koloniegürtel in West Bank
(Gaza), Ost Jerusalem,
● die
Bantustanisierung der West Bank (wie auch
des Gaza Streifens) infolgedessen,
● die
Abkoppelung Jerusalems von seinem
palästinensischen Zusammenhang und ein
intensives Programm der Judaisierung von den
äußeren Kolonieringen bis hinein in das
Zentrum der Altstadt.
Kaum 6% des einst palästinensischen Bodens
gehören heute noch den Palästinensern in
Israel; kaum 12% des ehemaligen Palästinas
in Mandatsgröße steht den Palästinensern
real noch zur Verfügung – Wasser, Luft und
Boden kontrolliert Israel. Die Verhältnisse
haben sich komplett umgekehrt – gegen
internationales Recht und die
Menschlichkeit. Die palästinensische
Identität, ihr Alltagsleben, ihre Kultur
werden in einem erbitterten und
entbehrungsreichen Verteidigungskampf und
nur mit großen Anstrengungen aufrecht
erhalten. Die große Mehrheit des
palästinensischen Volkes ist vertrieben, zu
Flüchtlingen außerhalb und innerhalb ihres
eigenen Landes verurteilt. Die Basis all
dessen liegt in der zionistischen Ideologie
begründet, die im Kern rassistisch und auf
die Vertreibung der Nicht-Juden, also der
Palästinenser hinauslaufen muss. Auch dies
ist in der vorliegenden Untersuchung
hinlänglich nachgewiesen worden.
Heute
– wo der Friedensprozess zur allseits
sichtbaren Farce geworden ist – wird auch
die Rolle der Raum-Planung klar erkannt, die
mit Bodenrecht, Planungsrecht, Siedlungsbau,
Infrastrukturentwicklung und auch mit
Denkmalschutz und Architektur nur ein Mittel
zur Kolonisierung und Vertreibung ist. Vor
allem das ist zentrales Thema der
vorliegenden Arbeit gewesen und könnte
längst Allgemeingut bei der Bewertung der
Realität und der Auseinandersetzung um eine
Friedenslösung geworden sein. Es gibt sie
inzwischen, die mit diesem Thema befassten
Kritiker, Analysten – aber auch Stagnation.
Denn selbst die Erkenntnis dass der
Zionismus die Wurzel des Übels ist, wird bei
der Beurteilung des heutigen Dramas nicht
herangezogen, sondern um mehr oder weniger
Bauten, mehr oder weniger A,B oder C herumgerdet. Kritische israelische Zionisten
wie z.B. Leibowitz halten die heutige
Situation ihres Staates zwar für gefährlich,
weil sich offenbar Demokratie und
Ethnokratie unter dem Fakt einer äußerst
brutalen Besatzungspolitik schlecht
vereinbaren lässt – die Gründung des Staates
Israel mit Mitteln derselben Gewalt wird
aber in Kauf genommen.
Es lohnt sich, mit dieser online
Veröffentlichung noch einmal sich darüber
Gewissheit zu holen, wie und dass das
Anfangsscenario
bereits den Kern des heutigen Dramas in
Palästina beinhaltet. >>>
1 |
2 |
3
jeweils etwa 1,8 MB

THE
FABRICATION OF ISRAEL
About the Usurpation
and Destruction of Palestine through Zionist Spatial
Planning
Viktoria Waltz -
Herausgeberin - Dortmund 2010 - Eigenverlag
Download >>>
Zur
Gliederung -
Structure
Die hier in loser Folge zur
Veröffentlichung vorliegenden Texte geben einen
detaillierten Einblick in die Vorgänge, die zum
Konstrukt Israel geführt haben und lassen keinen
Zweifel daran, dass es unter den bestehenden
zionistischen Rahmenbedingungen um nichts geringeres
als das Ganze geht, um ein jüdisches Israel ohne
Palästinenser und mit keinem Impuls für zwei
Staaten, die nebeneinander leben könnten und auch
nicht um eine Integration Israels in den Nahen
Osten, sondern um die Fortsetzung des aggressiven,
zerstörerischen Kurses bis hin zu weiteren Kriegen.
Zur Ausgabe der
englischen Fassung
Der vorliegende Sammelband ist das Ergebnis
gemeinsamer Debatten und Forschungen über die
Kolonisierungserfahrungen meiner Palästinensischen
Planer Kollegen in der West Bank. Auch wenn alles
bekannt zu sein scheint, auch wenn alles gesagt zu
sein scheint haben wir uns entschlossen noch einmal
den ganzen Zusammenhang der Usurpation Palästinas
durch die Zionistische Bewegung seit Ihrem ersten
Kongress in Basel 1897 zusammenzufassen und den
Roten Faden der Zerstörung und Enteignung von damals
bis heute, von der Mittelmeerküste bis zum Jordan,
vom Litani bis zum Roten Meer für die Öffentlichkeit
zu entwirren. Die verschiedenen Autoren zeigen die
erschreckenden Ergebnisse physischer Gewalt, die
sich hinter staatlichen Schreibtischen nur zu
verbergen scheint, wo Illegales mit Illegalem
verschmilzt und den Schein rechtmäßigen Handelns nur
vortäuscht.
Der Band setzt sich in seinem Schwerpunkt
mit der räumlichen Planung auseinander, mit
ihren historischen und willkürlich neu geschaffenen
Rahmenbedingungen, sowie den genannten und
verborgenen Zielen und Absichten. Es geht um
nationale Planung, regionale Entwicklungsstrategien
und Programme, einzelne Projekte, um Wohnungspolitik
und Verkehrsentwicklung und natürlich auch um die
Verplanung der natürlichen und vor allem der
Wasserressourcen – um Planungen seit 1897, nach 1948
und nach 1967 bis heute, in Israel, Gaza, der West
Bank und auch um die aktuelle Planung in Städten wie
Hebron, Jerusalem und Jaffa.
Nach einer kurzen Einführung in die heutigen
sozio-politischen Verhältnisse wird die
Planung der Eroberung Palästinas unter den
Mandatsbedingungen vorgestellt bis zur gewaltsamen
Etablierung des Staates Israel unter Missachtung der
internationalen Beschlüsse und jeglicher
Menschenrechte gegenüber der authochthonen
palästinensischen Bevölkerungsmehrheit in dem Lande.
In einem zweiten Komplex geht es um die
Planung in Israel selbst, um Ziele und
Strategien und um die gewaltsamen Schaffung von
geplanten Strukturen, die einerseits und bis heute
der Vertreibung und Entrechtung der Palästinenser im
Staat Israel dienen und andererseits die Umkehrung
der Bevölkerungs- und der Eigentumsverhältnisse
schufen und die räumliche Usurpation und
Israelisierung oder genauer Judaisierung aller
Verhältnisse zur Konsequenz hatten; denn der neu
konstruierte Staat verstand und versteht sich als
jüdischer Staat, als Staat aller Juden und nicht als
Staat und Nation Israel. Im Detail wird dies am
Beispiel der staatlichen israelischen
Wohnungspolitik und der Schaffung von sogenannten
„Abwesenden-Anwesenden“ oder der nicht anerkannten
Orte erläutert, die vor allem die Konzentration der
mehr als 100.000 Beduinen in nur für sie bestimmten
Neu-Siedlungen betrifft.
Der dritte Komplex setzt sich mit den vielen
Facetten räumlicher Planung, den Zielen, Strategien
und Instrumenten zur Usurpation der 1967
besetzten palästinensischen Gebiete
auseinander, mit dem Bau von Kolonien,
unpassenderweise allgemein „Siedlungsbau“ genannt,
den Verkehrsplanungen, den Wasser-ver-planungen und
aktuell mit den Folgen des Mauerbaus, der 2003,
immer unter den Bedingungen des sogenannten
Friedensprozesses, begann und noch nicht beendet
ist.
Ein vierter Komplex widmet sich drei großen
Städten: Jaffa in Israel,
der ‚Perle‘ unter den palästinensischen
Küstenstädten, die schon unter dem Mandat und seit
der Gründung Tel Aviv‘s den zionistischen
Übernahmegelüsten ausgesetzt war und 1948 der
ethnischen Säuberung unter Ben Gurion zum Opfer fiel
- wobei das Schicksal Jaffa auch für Akka, Haifa und
andere mehrheitlich palästinensische Orte in Israel
genommen werden kann; Hebron im
Süden der West Bank, Stadt Abrahams, in deren
Zentrum die aggressivsten israelischen, jüdischen
Siedler unter dem Schutz der israelischen Armee ihr
Unwesen treiben, geschützt durch Kiryat Arba, eine
der größten Kolonien, die ganz anders als die
palästinensischen Städte mit viel Geld und
expansionsfördernden Masterplänen ausgestattet ist;
schließlich Jerusalem, das zur Zeit
quasi ‚sturmreif‘ geschossen wird unter Vorgabe von
‚Denkmalschutz‘ und ‚Erneuerungsprogammen‘ und
gleichzeitig fundamentalistischen Siedlergruppen zur
Zerstörung der palästinensischen Geschichte und
Identität preisgegeben wird. Jerusalem – die
Hauptstadt – bereits umgeben von einem Ring von
großen und einer Kette von kleinen Kolonien, das nun
an der Reihe ist, um durch ein raffiniertes
Zusammenspiel von staatlicher und städtischer
Planung und von organisiertem Terror von
Siedlergruppen israelisiert, judaisiert zu werden.
Ein letzter Komplex widmet sich den diversen
internationalen Einmischungen in die
räumliche Planung und Entwicklung, sei es verbrämt
als Friedensvorschlag wie z.B. von der Gruppe RAND,
sei es konkret mit Hilfe der Nachbarn Jordaniens
oder Ägyptens unter Missbrauch von Planung zur
Veränderung des Raumes und damit der Untergrabung
der territorialen Integrität eines palästinensischen
Staates.
Der Band umfasst 263 Seiten. Fast 100 Karten sowie
Tabellen, Grafiken und Fotos illustrieren die
dargelegten Tatbestände. Einige zentrale Dokumente
wurden im Anhang hinzugefügt.
Eine deutsche
Kurzfassung ist in Vorbereitung. |
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Petra Wild
APARTHEID UND
ETHNISCHE SÄUBERUNG IN PALÄSTINA
Der zionistische Siedlerkolonialismus in
Wort und Tat
„Ethnische
Säuberungen, Apartheid und
schleichender Genozid“ - Die Publizistin
Petra Wild hat ein wichtiges
Buch über Israels
Siedlerkolonialismus geschrieben
-
Arn
Strohmeyer - Bei der Rezension
dieses Buches muss man mit der
Bilanz beginnen: Petra Wild hat
ein außergewöhnlich informatives
Buch über den Nahostkonflikt
geschrieben – eins der besten,
die zurzeit zu diesem Thema
verfügbar sind. Dabei bietet sie
gar nicht viel neues, bisher
unbekanntes Material, schafft es
aber mit dem von ihr zentral
verwendeten Begriff des
„Siedlerkolonialismus“ ganz neue
Einsichten zu eröffnen. Fügt man
diesem Begriff noch das Adjektiv
zionistisch hinzu, gelingt es
ihr, das in Deutschland gängige
Israel-Bild einer gründlichen
Revision zu unterziehen. Denn es
sind zumeist nur Klischees und
propagandistische Versatzstücke,
die da im Umlauf sind und in der
Öffentlichkeit reflexartig
wiederholt werden: Israel sei
der Staat der
Holocaust-Überlebenden; die
einzige Demokratie im Nahen
Osten ‑ in dieser feindlichen
und rückständigen Region eine
„Insel der Zivilisation“ und
deshalb bedroht und belagert,
vor allem vom Islam, der eine
repressive und barbarische
Religion sei; Israel strebe nach
Frieden, während Palästinenser,
Araber und Iraner diesen Staat
vernichten wollten; Israel nehme
deshalb nur sein Recht auf
Selbstverteidigung wahr, um sein
einziges Ziel zu verfolgen:
einen exklusiv jüdischen Staat
auf Dauer zu etablieren.
Wer dieses propagandistische
Dogma nicht akzeptiert, wird
sofort wegen „Antisemitismus“ an
den Pranger gestellt >>>
Pressestimmen zum Buch: Das Portal "www.literatur.palaestina-heute.de"
am 3. April 2013. "Ein großartiges Buch, von
einzigartiger Dichte, voller Quellenangaben, voller
weiterführender Literaturhinweise! Nach Ilan Pappé und
Shlomo Sand nun endlich ein Buch von einer deutschen
Wissenschaftlerin. (...) Endlich ein Buch, das den
Siedlerkolonialismus zentral thematisiert, das die
Parallelen zu siedlerkolonialistischen Geschehnissen wie
der Eroberung Amerikas, der Vertreibung und weitgehenden
Ausrottung der Urbevölkerung Australiens, den inzwischen
zurückgedrängten Siedlungsaktivitäten der Franzosen in
Nordafrika und der Buren in Südafrika deutlich macht.
Sieht man mit Hilfe von Petra Wild das Geschehen in
Nahost unter Zuhilfenahme dieser Kategorie, so wird
deutlich, dass der sog. Friedensprozess lediglich ein
recht erfolgreicher Versuch der Verzögerung und
Zurückdrängung von Kräften, die dem zionistischen
Projekt der Landnahme gefährlich werden könnten durch
eine Friedensrhetorik, die dem Beobachter aber kaum die
Brutalität der anhaltenden ethnischen Säuberung
verdecken kann. Petra Wild rüttelt auf, weil ihre
Quellen so aktuell sind und weil das von ihr
beschriebene Geschehen sich bis heute, weitgehend
verstärkt fortsetzt."
http://www.literatur.palaestina-heute.de/Bucher/Wild__Apartheid_und_ethnische_/wild__apartheid_und_ethnische_.html
Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus
ISBN 978-3-85371-355-6, br., 240 Seiten, 15,90 Euro, mit
Landkarten
Über die Palästina-Frage scheint schon alles gesagt. Das
Buch von Petra Wild beweist das Gegenteil. Es orientiert
sich an den neuesten Erkenntnissen der Kolonialismus-
und Genozidforschung, die den Zionismus als eine Form
des europäischen Siedlerkolonialismus ausweisen.
Nach einer Einführung in den Ursprung des
palästinensisch-israelischen Konflikts und den exklusiv
ethno-religösen Charakter des Staates Israel wird in
diesem Werk detailliert auf die israelische Politik
gegenüber den Palästinensern innerhalb der Grenzen
Israels und in den 1967 besetzten Gebieten eingegangen.
Diese wird von israelischen, palästinensischen und
internationalen Menschenrechtsorganisationen wie auch
von UN-Organisationen immer wieder als Apartheid
angeprangert.
Da der zionistische Siedlerkolonialismus anders als der
südafrikanische nicht auf die Ausbeutung der
einheimischen Bevölkerung als billige Arbeitskräfte,
sondern auf deren möglichst vollständige Ersetzung durch
die Siedlerbevölkerung zielt, ist die schleichende
ethnische Säuberung neben der Apartheid das Hauptmerkmal
der zionistischen Kolonialpolitik. Wie diese Politik in
der Praxis aussieht, wird in einzelnen Kapiteln über die
Ghettoisierungspolitik in der Westbank, die ethnische
Säuberung des Jordantals, die Gewalt der kolonialen
Siedler sowie die Vertreibung der einheimischen
Bevölkerung und die Zerstörung der historischen Stadt
Jerusalem dargelegt.
Dass es dennoch einen Silberstreif am Horizont gibt,
zeigt das Abschlusskapitel zur Debatte über die
Ein-Staat-Lösung, wie sie unter Palästinensern,
antizionistischen Israelis und Aktivisten der
internationalen Solidaritätsbewegung geführt wird.
Angestrebt wird die Errichtung eines demokratischen
säkularen Staates auf dem Boden des historischen
Palästinas, in dem muslimische, christliche und
drusische Palästinenser sowie jüdische Israelis auf der
Basis von gleichen Rechten zusammenleben. Der seinem
Anspruch nach exklusiv jüdische Staat Israel soll durch
einen multiethnischen, multireligiösen und
multikulturellen ersetzt werden. Die Ein-Staat-Lösung
würde nicht nur den Palästinensern ihre von der UNO
anerkannten Rechte auf Selbstbestimmung, Rückkehr und
Entschädigung garantieren, sondern auch die
jüdisch-israelische Bevölkerung von ihrem Status als
Kolonialherren befreien.
Die Autorin
Petra Wild, geboren 1963 in Aarbergen/Hessen, studierte
arabische Sprache und Islamwissenschaften in Jerusalem,
Leipzig, Damaskus und Berlin. Sie arbeitet als
freiberufliche Publizistin vor allem zur Palästina-Frage
und zur Arabischen Revolution.
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Wohnout, Helmut
Das österreichische Hospiz in Jerusalem.
Geschichte des Pilgerhaus an der Via Dolorosa.
Das österreichische
Pilgerhaus in Jerusalem ist eine der traditionsreichsten
Institutionen im Vorderen Orient. In den Jahren 1856 bis
1863 an der Via Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt
erbaut, sollte es bis 1917 die Bedeutung der
österreichisch-ungarischen Monarchie als katholische
Großmacht im Heiligen Land manifestieren. Im 20.
Jahrhundert spiegelt sich das wechselvolle Schicksal der
Stadt Jerusalem in der Geschichte des Hospizes wider. In
der unmittelbaren Nachkriegszeit von den Briten besetzt,
erlebte das Haus eine Zwischenblüte in den späten
zwanziger und frühen dreißiger Jahren. Mit Beginn des
Zweiten Weltkrieges wurde das Hospiz von der britischen
Mandatsmacht als deutsches Eigentum beschlagnahmt und
diente bis 1948 als Internierungslager und
Offiziersschule. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde es
zum arabischen Spital in der zu Jordanien gehörenden
Altstadt Jerusalems, 1988 wurde das Hospiz als
Pilgerhaus wiedereröffnet.
bestellen
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Geoffrey Wawro - Quicksand. America´s Persuit of Power in
the Middle East
- Penguin Press, New York 2010, 702 pp., $ 37,95. -
Rezension von Dr. Ludwig Watzal - psf - Mit “Qicksand”
liegt ein Buch vor, das erstmalig „Amerikas Machstreben im
Nahen Osten“, so der Untertitel, einer kritischen
historischen Würdigung unterzieht. Der Autor, Geoffrey Wawro,
lehrt Militärgeschichte an der Universität von Nord-Texas.
Das hundertjährige Engagement der USA spielt sich zwischen
zwei Polen ab: Israel und Saudi Arabien. Die
Interessengeleiteten Motive waren in Bezug auf Israel
innenpolitischer Natur; bei Saudi Arabien waren es die
schier unerschöpflichen Rohölreserven. Gründe für das
Scheitern des USamerikanischen Engagements im Nahen Osten
sieht der Autor unter anderem in der Implementierung
außenpolitischer Doktrinen, die mit der Realität vor Ort
nicht in Übereinstimmung gebracht werden konnten. Als
jüngstes Beispiel >>>
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Stimmen
israelischer Dissidenten
Sophia Deeg/Michèle Sibony/Michael
Warschawski (Hrsg)
Rezension von Dr. Ludwig Watzal -
(pdf) Der israelisch-palästinensische Konflikt hat
sich in den letzten Jahren zugespitzt und
erschreckende Dimensionen erreicht. Kritische
Stimmen in Israel, den USA oder in Europa, die
diesen völker- und menschenrechtlichen Skandal
anprangern, werden mit dem Vorwurf des „jüdischen
Selbsthasses“ oder des „Antisemitismus“ überzogen
und versucht, dadurch mundtot zu machen. Trotz
dieser grotesken Vorwürfe gibt es noch einige
Israelis, die ihre Regierung heftig kritisieren.
Davon legt der vorliegende Band ein beeindruckendes
Zeugnis ab. Die „abweichenden Meinungen“
beschäftigen sich mit der Politik und Kultur der
israelischen Gesellschaft und der Regierung >> |
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Michael
Warschawski
Mit Höllentempo
Die Krise der israelischen Gesellschaft.
mehr >>>
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An
der Grenze"
Unermüdlich
setzt sich Warschawski deshalb für eine Lösung des
Nahostkonflikts ein, die nach seiner festen Überzeugung mehr
als nur eine Koexistenz zwischen Palästinensern und Israelis
sein muss. Sein Traum ist ein Israel, das seine
geographische Lage endlich ernst nimmt und eine kulturelle
Verankerung im arabischen Umfeld des Nahen Ostens sucht..
Sein Engagement hat dem in Straßburg als Sohn eines
Rabbiners Geborenen wütende Anfeindungen, Diffamierungen und
schließlich sogar das Gefängnis eingebracht. Aber
Warschawski, der in Israel "Mikado" genannt wird, ist
überzeugter Grenzgänger geblieben. Unser Rezensent Stefan
Fuchs hat den erklärten Antizionisten nach der Aufgabe der
Zivilgesellschaft im Minenfeld des Nahostkonflikts befragt.
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Stimmen israelischer
Dissidenten
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Checkpoint
Huwara
Israelische Elitesoldaten und
palästinensische Widerstandskämpfer brechen das Schweigen
Karin Wenger, Kai Wiedenhöfer
Die Gewaltspirale im Nahen Osten
dreht sich seit Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr
2000 immer schneller. Der Konflikt polarisiert wie kein
anderer. Wahrgenommen werden jedoch vor allem jene
Ereignisse, die Schlagzeilen machen: palästinensische
Selbstmordanschläge, israelische Militärinvasionen und
gescheiterte Friedensverhandlungen. In Checkpoint Huwara
lässt Karin Wenger israelische und palästinensische
«Helden» von ihrem Alltag erzählen. >>> |
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Asa
Winstanley, Frank Barat (Hrsg.)
Russell
Tribunal zu Palästina
ISBN:
978-3-942281-07-2 - Preis: 39,90 € - 704 Seiten -
LAIKA VERLAG
Nicht zuletzt
durch den israelischen Angriff auf Gaza im Dezember 2008
konstituierte sich am 4. März 2009 das Russell Tribunal zu
Palästina. Zu den Unterstützern zählen u. a. Tarik Ali, Breyten
Breitenbach, Judith Butler, Eduardo Galeano, Johan Galtung,
Costa Gavras, Ken Loach, Harold Pinter und Jean Ziegler. Das
erste Tribunal tagte vom 1. Bis 3. März 2010 in Barcelona, die
zweite Sitzung fand vom 20. bis 22. November 2010 in London
statt. Weitere werden in Südafrika und den USA folgen. Der
Laika-Verlag veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Russell
Peace Foundation und dem englischen Verlag Pluto Press die
Ergebnisse des Russell-Tribunals zu Palästina.
Mit Texten
von: Asa Winstanley, Frank Barat und Alice Walker |
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 Johannes
Zang
Unter der Oberfläche
Erlebtes aus Israel und Palästina
"Johannes Zang hat einen sehr persönlichen Bericht
vorgelegt.
Ein ehrliches und bewegendes Buch über seine Erfahrungen
im Nahen Osten, mit Israelis und Palästinensern.
Es bietet einen ungewöhnlichen Einblick in einen
Konflikt,
der den meisten nur aus den Schlagzeilen bekannt ist." -
Dr. Bettina Marx,
ARD-Radio-Korrespondentin für Israel
und die Palästinensischen Gebiete, Studio Tel Aviv
mehr >>> |
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Die Angst vor dem Frieden.
Das israelische Dilemma
Moshe Zimmermann
Aufbau Verlag Berlin 2010
"Frieden mit den Arabern wäre ein Albtraum" -
Der israelische Historiker Moshe Zimmermann
zeichnet in seinem neuen Buch ein düsteres Bild
von Israel und seiner Zukunft -
Arn Strohmeyer -
(Moshe Zimmermann: Die Angst vor dem Frieden.
Das israelische Dilemma, Aufbau Verlag Berlin
2010) - Der israelische Historiker Moshe
Zimmermann hat ein erschreckendes Buch über den
politischen Zustand seines Landes geschrieben -
erschreckend vor allem für diejenigen, die über
Israel wenig wissen und immer noch an dem Bild
vom kleinen bedrohten Staat mitten im
"arabischen Meer" festhalten. Freunde Israels
haben es da leichter, sie können gleich die
Klischees vom "antisemitischen" oder
"selbsthassenden Juden" hervorholen und die
vorgebrachte kritische Analyse auf diese Weise
abtun. Aber Argumente dieser Art sind gar keine,
weil sie einfach zu einfältig und platt sind, um
ernst genommen zu werden. Moshe Zimmermann ist
ein zu renommierter und anerkannter Historiker
mit bedeutenden Veröffentlichungen über den
Holocaust und auch zur deutschen Geschichte des
20. Jahrhunderts, als dass man sein neues
Buch so abtun könnte. Es ist harter Tobak, den
er vor allem dem deutschen Leser zumutet, der
zumeist eine ganz andere Vorstellung von Israel
hat. (...) Dafür, dass es nicht zu einer
Tendenzwende in Richtung Frieden kommt, macht
Zimmermann militante Minderheiten in der
israelischen Gesellschaft verantwortlich: die
Araber-Hasser, die Orthodoxen, die Siedler und
das Militär. Diese Gruppen - so der Historiker -
haben die israelische Gesellschaft in Geiselhaft
vor dem Frieden genommen, schüren die Angst und
diktieren das politische Tun. Die
Mehrheitsgesellschaft fügt sich, weil sie sich
vor dem Widerstand dieser kleinen Gruppen gegen
einen Frieden mehr fürchtet als vor der
Fortsetzung des Status quo oder sogar einem
neuen Krieg mit den Nachbarn. Bestes Beispiel:
Nicht wenige israelische Analytiker sehen einen
Bürgerkrieg zwischen Armee und Siedlern voraus,
wenn sich die Regierung doch entschließen
sollte, für die Entstehung eines
Palästinenserstaates die besetzten Gebiete zu
räumen. Begünstigt wurde das Erstarken kleiner
mächtiger Gruppen in der israelischen
Gesellschaft durch eine "ideologische
Revolution". Die Staatsideologie des Zionismus
wird heute nicht mehr wie in den Anfangsjahren
des Staates nach 1948 von den säkularen
sozialistischen Elementen (vor allem der
sozialdemokratischen Arbeiterpartei) getragen,
sondern von den Nationalisten,
Nationalreligiösen und Ultraorthodoxen. Für
diesen neuen Zionismus - den Zimmermann den
"wahren Postzionismus" nennt - ist das
"Jüdische" im religiös-orthodoxen Sinne
vorrangig, es ist der primäre Wert, dem auch die
Demokratie untergeordnet wird. Priorität hat bei
diesen Kräften ein "jüdischer Staat", der dann
automatisch ethnozentrisch orientiert ist und
kein demokratischer mehr sein kann, weil er die
anderen Minderheiten im Land diskriminiert.
Diese Gruppen, die auch in Netanjahus Koalition
stark vertreten sind, haben Israel religiöser
gemacht und politisch deutlich nach rechts
gerückt. Diese tragenden neuen Säulen des
Zionismus sind äußerst friedensfeindlich. Zu den
"Araber- Hassern" zählt Zimmermann den
derzeitigen Außenminister Avigdor Lieberman und
seinen Anhang - zumeist Einwanderer aus der
früheren Sowjetunion. Jeder Kompromiss mit
Arabern gilt Liebermann als "Kriecherei". Er
sagt: "Wenn wir zaudern, stottern, kriechen,
werden sie uns an die Wand drücken." >>>
Moshe Zimmermann: "Die Angst vor dem Frieden"
- Arne Hoffmann - Durch eine Rezension in der
Frankfurter Rundschau war ich auf das Buch Die
Angst vor dem Frieden des israelischen
Historikers Moshe Zimmermann (Leiter des
Richard-Koebner-Zentrums für deutsche Geschichte
an der Hebräischen Universität Jerusalem)
aufmerksam geworden – ein Buch, das sich als
eine wirklich aufrüttelnde Analyse
herausstellte. Während man aus unseren Medien
nur bruchstückhafte und sehr zurückhaltende
Informationen über bedenkliche Entwicklungen
innerhalb Israels erhält, zeichnet Zimmermann
auf 150 Seiten ein so deutliches und
unverblümtes Bild der Zustände in diesem Land,
dass man sich schon fast wundert, wie dieses
Buch hierzulande überhaupt veröffentlicht werden
konnte. >>>
Moshe
Zimmermann
Goliaths Falle
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Moshe Zuckermann
Sechzig Jahre Israel
Rezension - Dr. Ludwig Watzal - Die Genesis einer politischen Krise des
Zionismus - Die Frage muss erlaubt sein: War noch ein Buch zum 60. Geburtstag Israels nötig, das dann auch noch mit fast einjähriger Verspätung auf den Markt gekommen ist? Die Antwort muss Ja lauten, weil über dieses Land nicht oft genug wirklichkeitsnah geschrieben werden kann. In diesem Sinne hebt sich das Buch von Moshe Zuckermann, Professor am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas (TAU) in Tel Aviv, positiv von der zahlreich erschienen Erbauungsliteratur zum Staatsgründungsjubiläum ab. Die Lage, in der sich Israel >>>
Moshe
Zuckermann: Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer
politischen Krise des Zionismus. -
Massada und Samson
- Susann Witt-Stahl - Der Anblick des Meeres und
blau-weißer Winkelemente, von dem die
Feierlichkeiten zum 60. Geburtstags des jüdischen
Staates getragen wurden, löste nicht bei allen
Israelis ozeanische Gefühle aus. Während TUI-Slogans
wie »Israel ist sexy« (die Vorsitzende der Jüdischen
Gemeinde in Berlin) aufgesagt wurden, verfasste der
Historiker Moshe Zuckermann eine Analyse der
umfangreichen Strukturprobleme seines Landes. Was
dabei herauskam, ist eine messerscharfe
Ideologiekritik des Zionismus. - Zuckermann widmet
sich dessen »religiös eingefärbter
Identitätsgrundlage«, der Fetischisierung der
Sicherheitsfrage und des Militärs, seiner
Klassenhierarchie, dem »systemgewachsenen
Rassismus«, der Selbstviktimisierung seiner Träger
als »schießende Gewissensgequälte« und ihrer
»ideologischen Unverfrorenheit«, mit der die
Möglichkeit des Friedens geleugnet wird: Zionisten
stellen das unterdrückerische Verhältnis der
israelischen Besatzer zu den palästinensischen
Besetzten als symmetrisches zu einem »Partner« dar,
der angeblich zu keinem »Kompromiss« bereit sei.
Deutliche Worte findet der Autor für die »heteronome
Instrumentalisierung« der Shoah, die von der
wachsenden Siedlerbewegung auf die Spitze getrieben
wird >>>
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»Israel steckt
in einer Sackgasse«
- Räumung besetzter Gebiete würde zu großen innenpolitischen
Problemen führen. Ohne sie kein Frieden mit Palästinensern
möglich. Ein Gespräch mit Moshe Zuckermann - Interview:
Rolf-Henning Hintze
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Moshe Zuckermann
"Antisemit!"
Ein Vorwurf
als Herrschaftsinstrument
Promedia Verlag, Wien, 2010
ISBN 978-3-85371-318-1
Moshe Zuckermann, "Antisemit!"
- Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Der Titel des Buches
des israelischen Historikers Moshe Zuckermann hätte
nicht treffender formuliert werden können. Der Vorwurf
des „Antisemitismus“ ist der politisch gewinnträchtigste
gegenüber den Kritikern israelischer Besatzungs- und
Unterdrückungspolitik gegen das palästinensische Volk in
ihrem Heimatland. Mit diesem hanebüchenen Vorwurf werden
nicht die Neonazis, sondern führende Persönlichkeiten
sowohl jüdischer als auch nicht-jüdischer Provenienz
überzogen. An vorderster Front dieser
Verleumdungskampagne agiert die derzeitige
rechtsnationalistische israelische Regierung samt ihrer
Israelfans in den USA und weiten Teilen Westeuropas. Wie
sagte doch der israelische Regierungschef Benyamin
Netanyahu, nachdem der UN-Menschrechtsrat den
Goldstone-Bericht an den UN-Sicherheitsrat
weitergeleitete hat: „Wir brechen jetzt auf, um jene zu
delegitimieren, die versuchen, uns zu delegitimieren.“
>>>
Rezension 1
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Rezension 2
Vorabdruck
Moshe Zuckermann
und andere
Identitäten: Israel
zwischen Postzionismus und Ethnopolitik
Zweierlei Israel
Israel und die
Linke - eine Geschichte von falscher Liebe und echtem
Hass, von Irrtümern und Missverständnissen. Der jüdische
Marxist Moshe Zuckermann, überzeugter Israeli und
gewesener Zionist, klärt auf, wie es eine aufgeklärte
Linke mit Israel halten sollte und was die deutsche
Linke einen Dreck angeht
Zweierlei Holocaust
Zweierlei Holocaust-
verweist zum einen auf die unterschiedlichen
Bedeutungsfunktionen, die das geschichtliche Ereignis in
den politischen Kulturen Israel und Deutschland erfüllt.
Zum anderen bezieht er sich auf die in beiden Ländern
nachweisbare Diskrepanz zwischen dem Wesen des Holocaust
und seiner kulturindustriell verformten Rezeption.
Tel Aviver Jahrbuch
für deutsche Geschichte, Bd.33/2005
Antisemitismus -
Antizionismus - Israelkritik |
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 Israeli
Rejectionism
– Buchbesprechung -
(Die israelische Politik des
Zurückweisens) - Ludwig Watzal - (Zalman Amit/Daphna Levit: Israeli Rejectionism.
A Hidden Agenda in the Middle East Peace Process, Pluto,
London-New York, pp.208) - Nachdem die palästinensische
Führung 20 Jahre lang mit verschiedenen israelischen Regierungen
über eine Lösung des Nahostkonflikts verhandelt hat, ist sie von
der Scharade, die die USA, der übrige Westen und sogar die
besetzten Palästinenser unter der Führung von Mahmud Abbas
"Friedensprozess" nennen. Abbas bittet die Vereinten
Nationen, dem "Staat Palästina" den Status eines Vollmitglieds
zu gewähren. Die israelische Regierung widersetzt sich diesem
Antrag heftig, und so machen es auch die USA. Seit 1967, als die
israelischen Verletzungen internationaler Normen immer wieder
vor den UN-Sicherheitsrat gebracht wurden, hat die US-Regierung
ihm (Israel) lässig den Rücken gestärkt. Für die große Mehrheit
der US-Regierungen war Israel immer "the good guy", sogar
nachdem es im Juni-Krieg 1967 die USS Liberty vor der Küste
Israels in internationalen Gewässern angegriffen und 34
US-Marines getötet hat. In der Frage, wer für den Stillstand in
den Friedensverhandlungen in Nahost in den letzten 80 Jahren
verantwortlich ist, ist das Buch "Israeli Rejectionism" aktuell.
>>>
Auch -
Israeli Rejectionism (Die
israelische Politik des Zurückweisens) - Dr. Ludwig Watzal - >>>
Israeli Rejectionism
- Ludwig Watzal - Zalman Amit/Daphna Levit, Israeli
Rejectionism. A Hidden Agenda in the Middle East Peace Process,
Pluto, London-New York, pp 208, 24.70 $. - After having
negotiated for 20 years with different Israeli governments about
a solution to the conflict in the Middle East, the Palestinian
leadership is sick and tired of the charade that the U. S., the
rest of the West and even the occupied Palestinians under the
rule of Mahmud Abbas call “peace process”. Abbas and its cronies
ask the United Nations to grant the “State of Palestine” full
membership status. The Israeli government fiercely opposes this
move and so does the U. S. Since 1967, when Israel´s violations
of international norms were brought before the UN Security
Council time and again, the U. S. government has backed it
off-hand. For the large majority of U. S governments, Israel was
always the “good guy” even after it attacked the USS liberty in
the June war of 1967 in international waters of the shore of
Israel and killed 34 US marines. At the question, which is
responsible for the stalemate in the progress towards peace in
the Middle East for the last 80 years, the book “Israeli
Rejectionism” comes into play. Already in the introduction of
this book, the authors blame Israeli leadership for its
rejectionist attitude towards peace. “Our position is that
Israel was never primarily interested in establishing peace with
its neighbors unless such a peace was totally on its own terms.”
>>>
Auch hier >>>
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Felix Zimmermann
Schauplatz Palästina
Leben auf beiden Seiten der Mauer
Wahlen in Palästina, Abzug der Siedler,
Rückkehr der Touristen: Seit Arafats Tod ist
die Region im Umbruch. Wie sieht der Alltag
aus auf beiden Seiten der Mauer? Welche
Hoffnungen haben die Menschen? Was sind sie
bereit, zu opfern? Ungewöhnliche Einblicke,
klare Analysen - ein spannendes Buch zum
aktuellen Thema.
Verlag Herder
€[D] 9,90 / sFr
18.10
ISBN 3-451-05666-6
http://www.herder.de/programm/detail_html?k_tnr=5666&par_onl_struktur=450239&onl_struktur=450239 |
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G.
Zambon
Mordechai: eine fast wahre Geschichte
Hrsg. Arbeitskreis
Palästina-Israel - Frankfurt am Main,
Uri Avnery und Baruch Kimmerling
Emil Habibi gewidmet
Der Autor Dr. Giuseppe Zambon ist italienischer Jude,
Internationalist, Friedensaktivist, Humanist,
Buchhändler, Verleger (wegen der Reihenfolge bitte ich
um Nachfrage bei G.Z. :-) ) und ich empfehle dieses
Märchen allen, die Kinder, Enkelkinder, Neffen, Nichten,
Kinder von FreundInnen im Alter zwischen 3 und 13 haben.
Erwachsene werden beim Vorlesen Freude haben wenn den
Kindern ein tiefes Gefühl für Mitmenschlichkeit
vermittelt wird.
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