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Neue Bücher  zum Nahostkonflikt - Palästina + Israel

 


15. April 2013

pdf Datei - 143 Seiten >>>

 

ISRAEL
Politische Raumplanung Ethnozentrismus Rassismus

MONOPOLY OHNE GRENZEN

Viktoria Waltz

online zu lesen >>>

 

75 Jahre -  des Terrors, der Morde, des Landraubs, des Rassismus…

eine Anklage, die keine Entschuldigungen wegen anderer Verbrechen zuzulassen bereit ist - Dr. Viktoria Waltz

Wer die Ziele und Methoden des Zionismus und sein zentrales Projekt, den zionistischen Staat, beschönigt, bewirbt und fördert macht sich mitschuldig der  Unterstützung des Missbrauchs scheinrechtlicher Mittel zum tausendfachen Mord, zur Vertreibung von Millionen Indigenen, des Raubs in fast 100 prozentigem Maß an ihrem Land, der schleichenden Zerstörung ihrer Geschichte und  ihrer Kultur und damit der Verletzung internationaler Rechte und Pflichten für das Zusammenleben der Menschheit, schaut zu wo er eingreifen müsste, beteiligt sich indirekt an weiterem Massenmord, Vernichtung und Zerstörung, Krieg. Die Lehren aus Faschismus, Diktaturen und den Absichten der dahinterstehenden religiös. politisch und wirtschaftlich Missbrauch treibenden Mächten bleibt:  Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus, nie wieder Rassismus! Diese Forderung bleibt aktuell, eine Verantwortung für uns alle, unabhängig von Nation, Staat und Religion, dafür zu kämpfen.

Die zionistischen  Mächte treiben ihr blutiges Spiel seit mehr als diesen  75 Jahren – aber es bleibt eine mörderisches Spiel um Land, Menschen und die Herrschaft über Geschichte und Kultur. 

Welche Mittel  und Instrumente das Spiel befördert haben und weiter befördern wird noch einmal zusammengefasst im folgenden Beitrag, der nun anlässlich des 15. April 2013 per Internet zugängig gemacht wird. 
Exklusiv im "Das Palästina Portal" 

 


Vorwort - Dr. Ludwig Watzal - Die Entstehungsgeschichte Israels hat weder etwas mit den biblischen Legenden vom „auserwählten Volk“ noch mit den Versprechen Gottes an Abraham zu tun; dies sind religiöse Legenden, wissenschaftlicher Rationalität nicht zugänglich und bloße Glaubenspostulate. Auch wurde Israel nicht gegründet, weil der deutsche eliminatorische Antisemitismus unter der Nazi-Barbarei ein kolossales Menschheitsverbrechen am europäischen Judentum begangen hat. Viel wichtiger war jedoch die Diplomatie der zionistischen Bewegung, die sich auf dem Ersten Zionistischen Kongress 1897 in Basel eine politische Organisationsform gegeben hat.

Wer das Buch der ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Institut für Raumplanung an der Universität Dortmund, Viktoria Waltz, liest, erlebt eine völlig andere Entstehungsgeschichte des Staates Israel. Ihrer zentralen These folgend, ist das „Projekt Israel“ einem schlichten Planungsprozess geschuldet, der bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Er konzentriert sich auf das Land eines anderen Volkes, des palästinensischen, dessen Existenz im Begriff ist , völlig zerstört zu werden. Es geht um die Schaffung eines „reinen jüdischen Staates“, in dem kein Platz für die indigene Bevölkerung ist, weil sie als „fünfte Kolonne“ und als „existentielle Bedrohung“ wahrgenommen wird.

Das „Expropriationswerk“, wie es einst der Gründungsvater des Zionismus, Theodor Herzl, genannt hat, läuft nicht im Geheimen, sondern vor den Augen der Weltöffentlichkeit ab. Jeder sieht es, aber niemand protestiert dagegen, obgleich dieser Vorgang nichts mit Demokratie, Rechtsstaatlichkeit oder Völkerrecht zu tun hat. Der Westen, der immer wieder eine gemeinsame Wertebasis zwischen ihm und Israel betont, sollte einmal hinter die Kulissen dieser rhetorisch-politischen Luftblasen schauen. >>>

 

Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus
Petra Wild

APARTHEID UND ETHNISCHE SÄUBERUNG IN PALÄSTINA

Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort und Tat

 

„Ethnische Säuberungen, Apartheid und schleichender Genozid“ -  Die Publizistin Petra Wild hat ein wichtiges Buch über Israels Siedlerkolonialismus geschrieben -  Arn Strohmeyer - Bei der Rezension dieses Buches muss man mit der Bilanz beginnen: Petra Wild hat ein außergewöhnlich informatives Buch über den Nahostkonflikt geschrieben – eins der besten, die zurzeit zu diesem Thema verfügbar sind. Dabei bietet sie gar nicht viel neues, bisher unbekanntes Material, schafft es aber mit dem von ihr zentral verwendeten Begriff des „Siedlerkolonialismus“ ganz neue Einsichten zu eröffnen. Fügt man diesem Begriff noch das Adjektiv zionistisch hinzu, gelingt es ihr, das in Deutschland gängige Israel-Bild einer gründlichen Revision zu unterziehen. Denn es sind zumeist nur Klischees und propagandistische Versatzstücke, die da im Umlauf sind und in der Öffentlichkeit reflexartig wiederholt werden: Israel sei der Staat der Holocaust-Überlebenden; die einzige Demokratie im Nahen Osten ‑ in dieser feindlichen und rückständigen Region eine „Insel der Zivilisation“ und deshalb bedroht und belagert, vor allem vom Islam, der eine repressive und barbarische Religion sei; Israel strebe nach Frieden, während Palästinenser, Araber und Iraner diesen Staat vernichten wollten; Israel nehme deshalb nur sein Recht auf Selbstverteidigung wahr, um sein einziges Ziel zu verfolgen: einen exklusiv jüdischen Staat auf Dauer zu etablieren. Wer dieses propagandistische Dogma nicht akzeptiert, wird sofort wegen „Antisemitismus“ an den Pranger gestellt >>>




Pressestimmen zum Buch: Das Portal "www.literatur.palaestina-heute.de" am 3. April 2013. "Ein großartiges Buch, von einzigartiger Dichte, voller Quellenangaben, voller weiterführender Literaturhinweise! Nach Ilan Pappé und Shlomo Sand nun endlich ein Buch von einer deutschen Wissenschaftlerin. (...) Endlich ein Buch, das den Siedlerkolonialismus zentral thematisiert, das die Parallelen zu siedlerkolonialistischen Geschehnissen wie der Eroberung Amerikas, der Vertreibung und weitgehenden Ausrottung der Urbevölkerung Australiens, den inzwischen zurückgedrängten Siedlungsaktivitäten der Franzosen in Nordafrika und der Buren in Südafrika deutlich macht. Sieht man mit Hilfe von Petra Wild das Geschehen in Nahost unter Zuhilfenahme dieser Kategorie, so wird deutlich, dass der sog. Friedensprozess lediglich ein recht erfolgreicher Versuch der Verzögerung und Zurückdrängung von Kräften, die dem zionistischen Projekt der Landnahme gefährlich werden könnten durch eine Friedensrhetorik, die dem Beobachter aber kaum die Brutalität der anhaltenden ethnischen Säuberung verdecken kann. Petra Wild rüttelt auf, weil ihre Quellen so aktuell sind und weil das von ihr beschriebene Geschehen sich bis heute, weitgehend verstärkt fortsetzt." http://www.literatur.palaestina-heute.de/Bucher/Wild__Apartheid_und_ethnische_/wild__apartheid_und_ethnische_.html


Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus


ISBN 978-3-85371-355-6, br., 240 Seiten, 15,90 Euro, mit Landkarten

Über die Palästina-Frage scheint schon alles gesagt. Das Buch von Petra Wild beweist das Gegenteil. Es orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Kolonialismus- und Genozidforschung, die den Zionismus als eine Form des europäischen Siedlerkolonialismus ausweisen.

Nach einer Einführung in den Ursprung des palästinensisch-israelischen Konflikts und den exklusiv ethno-religösen Charakter des Staates Israel wird in diesem Werk detailliert auf die israelische Politik gegenüber den Palästinensern innerhalb der Grenzen Israels und in den 1967 besetzten Gebieten eingegangen. Diese wird von israelischen, palästinensischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen wie auch von UN-Organisationen immer wieder als Apartheid angeprangert.

Da der zionistische Siedlerkolonialismus anders als der südafrikanische nicht auf die Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung als billige Arbeitskräfte, sondern auf deren möglichst vollständige Ersetzung durch die Siedlerbevölkerung zielt, ist die schleichende ethnische Säuberung neben der Apartheid das Hauptmerkmal der zionistischen Kolonialpolitik. Wie diese Politik in der Praxis aussieht, wird in einzelnen Kapiteln über die Ghettoisierungspolitik in der Westbank, die ethnische Säuberung des Jordantals, die Gewalt der kolonialen Siedler sowie die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und die Zerstörung der historischen Stadt Jerusalem dargelegt.

Dass es dennoch einen Silberstreif am Horizont gibt, zeigt das Abschlusskapitel zur Debatte über die Ein-Staat-Lösung, wie sie unter Palästinensern, antizionistischen Israelis und Aktivisten der internationalen Solidaritätsbewegung geführt wird. Angestrebt wird die Errichtung eines demokratischen säkularen Staates auf dem Boden des historischen Palästinas, in dem muslimische, christliche und drusische Palästinenser sowie jüdische Israelis auf der Basis von gleichen Rechten zusammenleben. Der seinem Anspruch nach exklusiv jüdische Staat Israel soll durch einen multiethnischen, multireligiösen und multikulturellen ersetzt werden. Die Ein-Staat-Lösung würde nicht nur den Palästinensern ihre von der UNO anerkannten Rechte auf Selbstbestimmung, Rückkehr und Entschädigung garantieren, sondern auch die jüdisch-israelische Bevölkerung von ihrem Status als Kolonialherren befreien.

Die Autorin
Petra Wild, geboren 1963 in Aarbergen/Hessen, studierte arabische Sprache und Islamwissenschaften in Jerusalem, Leipzig, Damaskus und Berlin. Sie arbeitet als freiberufliche Publizistin vor allem zur Palästina-Frage und zur Arabischen Revolution.

Peter Beinhart

Die amerikanischen Juden und Israel
Totengräber der Demokratie


Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Als “The Crisis of Zionism” von Peter Beinart auf dem US-Markt erschienen ist, hat das Buch zu heftigen emotionalen Eruptionen innerhalb des jüdischen politischen und kulturellen Establishments geführt. Der Autor bezeichnet sich selber als Zionist; er macht sich um die Zukunft Israels und die Entfremdung der jungen US-amerikanischen Juden vom Zionismus große Sorgen. >>>



28.04.2013 ·
-  Rolf Steininger - Der Politikprofessor Peter Beinhart schlägt vor, die Westbank als „Undemokratisches Israel“ zu bezeichnen. Diese Bezeichnung verrate, das es zwei Israel gebe: „Das eine ist eine fehlerhafte, aber echte Demokratie innerhalb der grünen Linie“ der Waffenstillstandslinie von 1949, „das andere eine undemokratische Ethnokratie östlich dieser Linie“.

Peter Beinart ist orthodoxer Jude, geboren 1971, Journalist und Professor für Politikwissenschaft an der City University in New York; seine Eltern sind nach dem Zweiten Weltkrieg aus Südafrika in die Vereinigten Staten eingewandert. Gleich in der Einleitung seines Buches teilt er uns mit, dass er „ruhiger schläft in dem Wissen, dass es einen Staat für die Juden gibt“. Ein Video, das ihm ein israelischer Freund 2010 schickte, brachte ihn um den Schlaf. Es zeigte eine Alltagsszene in der Westbank: ein Palästinenser, der Wasser gestohlen hatte, wurde von israelischen Polizisten verhaftet, in einen Gefangenentransporter geschleppt. Dann schwenkte die Kamera auf einen fünf Jahre alten Jungen, der verzweifelt versuchte, sich einen Weg durch die Menschenmenge zu bahnen, und nach seinem Vater schrie. In der Vergangenheit hatte Beinart auf Berichte über das Leid der Palästinenser mit Rechtfertigungsversuchen reagiert.

Dieses Video änderte alles. Ihm wurde klar, dass er und mit ihm die amerikanischen Juden helfen müssen, die Besatzung der Palästinensergebiete zu beenden, mehr >>>

 

Pressemitteilung - Reiseführer PALÄSTINA - Der erste deutschsprachige Palästina-Führer erscheint nach knapp zwei Jahren bereits in zweiter Auflage – aktualisiert und um 36 Seiten erweitert. Jetzt werden die gedruckten Informationen durch noch mehr Internetadressen (560 insgesamt) und Apps ergänzt, 37 Pläne und Karten geben zusammen mit 90 Fotos einen noch besseren Über- und Einblick in die Westbank und den Gazastreifen.
Der Reiseführer macht auf ein neues (eigentlich uraltes) und in vieler Hinsicht interessantes Reiseziel aufmerksam: auf die palästinensische Westbank. In den letzten Jahren ist es relativ einfach geworden, diesen Teil Palästinas zu bereisen. Wegen der guten touristischen Infrastruktur besteht kein Anlass mehr, nur von Israel aus Tagesausflüge in die besetzten Gebiete zu unternehmen. Im Gegenteil, erst durch einen Aufenthalt jenseits der israelischen Sperranlage findet man genug Zeit und Muße, die reizvolle Landschaft, die kulturhistorisch-christlichen Stätten und die Menschen kennenzulernen. Und man wird erleben, dass die Bevölkerung in über sechs Jahrzehnten rigider Militärverwaltung mit täglichen Demütigungen, völkerrechtswidrigen Enteignungen und wehrloser Ohnmacht ihren Lebensmut nicht verloren hat.

Ein paar Fünfsterne-Hotels, ein echtes Ferienresort und diverse mittlere Hotels bis hin zu kleinen Pensionen bemühen sich um Gäste, ebenso wie zahlreiche Restaurants unterschiedlichen Zuschnitts. Palästinensische Bus- und Taxiunternehmen sind zuverlässig, so dass auch das Fortkommen gesichert und sehr preiswert ist. Zahlreiche, fast immer geprüfte Adressen der relevanten Dienstleister sind im Reisehandbuch aufgeführt.

Um allen Ängsten eine Absage zu erteilen: Wir schätzen das Risiko, als Tourist in politische Auseinandersetzungen zu geraten, als sehr gering ein – nicht höher als auf einer deutschen Autobahn in einen Unfall verwickelt zu werden.

ISBN 978-3-89662-484-0, Preis 13,90 EUR (D)

280 Seiten, Minilexikon Deutsch/Arabisch/Hebräisch, viele Querverweise, Kurzübersichten "Sehenswertes", Glossar und ausführlicher Index.

www.tondok-verlag.de

Lesetipp - Der Reiseführer ist nicht nur für Reisende interessant. Er hilft auch sich als Leser in Palästina zu orientieren.

Palestine in Israeli School Books - Rezension Dr. Ludwig Watzal - Jahr für Jahr werden israelische Jungen und Mädchen nach Beendigung der High School (Gymnasien) zum Militärdienst eingezogen und befinden sich plötzlich mitten im israelisch-palästinensischen Konflikt. Dieser nahtlose Übergang bedarf intensiver ideologischer Vorbereitung. Die Sozialisation ins Militär werde durch das Bildungssystem erreicht, und zwar anhand von Schulbüchern, so eine zentrale These dieses Buches. Auf einfühlsame Weise hat dies Nurit Peled-Elhanan von der Hebräischen Universität in Jerusalem getan, an der sie Sprach- und Erziehungswissenschaften lehrt. Sie gehört zu den renommiertesten Vertreterinnen ihres Faches nicht nur in Israel, sondern auch über dessen Grenzen hinaus. Auch als Friedensaktivistin hat sie sich einen Namen gemacht. Einer größeren Öffentlichkeit wurde sie durch ihre außergewöhnliche Erklärung zum tragischen Tod ihrer 13-jährigen Tochter Smadar bekannt. Sie machte nicht die palästinensischen Selbstmordattentäter für die Tat verantwortlich, sondern die israelische Besatzungspolitik. >>>
 

Nurit Peled-Elhanan: Palestine in Israeli School Books: Ideology and Propaganda in Education.
Verlag: I.B.Tauris, 268 Seiten, 24,90 Euro
ISBN: 978-1-78076-505-1

Nichts als Klischees und Stereotype - Kursiv International: "Palestine in Israeli School Books: Ideology and Propaganda in Education" - Peter Capern - Die Darstellung von Palästina und den Palästinensern in israelischen Schulbüchern ist voller Zerrbilder.  Baba. >>>



Begleitkatalog zur Wanderausstellung
 "
Die Nakba
Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948"


 Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
32 Seiten, Preis: 3€ + Versandkosten
Zu beziehen bei Ingrid Rumpf
 irumpf@lib-hilfe.de 

Wer rettet Israel?

Ein Staat am Scheideweg


Arn Strohmeyer

Israel betreibt schon seit Jahrzehnten eine Politik des Landraubs, der Unterdrückung und Entrechtung des palästinensischen Volkes. An einer gerechten Friedenslösung und einer Politik des Ausgleichs mit seinen arabischen Nachbarn ist der zionistische Staat nicht interessiert. Er setzt ausschließlich auf seine militärische Überlegenheit. Kann Israel mit einer solchen Politik der Überheblichkeit und Selbstisolation überleben?

Dieses Buch stellt in großen Zügen die Geschichte Israels dar, stützt sich dabei aber nicht auf das sogenannte israelische Narrativ, also die offizielle zionistische Version der israelischen Staatsideologie, sondern legt vor allem die Forschungen der sogenannten „Neuen Historiker“ zu Grunde. Dabei handelt es sich um eine Schule israelischer Geschichtsforscher, die dem Zionismus kritisch oder zumindest mit Distanz gegenübersteht.

Der Text beschreibt dann den Ist-Zustand der israelischen Politik - eine Politik der Landnahme, der Unterdrückung und Entrechtung des palästinensischen Volkes, die nun schon seit Jahrzehnten andauert. Israel ist heute schon ein Apartheidstaat, der an das frühere Südafrika unter der weißen Herrschaft erinnert. An einer Lösung des Problems ist weder die israelische Führung noch die Bevölkerung interessiert. Man setzt ausschließlich auf militärische Überlegenheit, will mit ihr den Status quo bewahren, schafft weiter Fakten (etwa mit der Siedlungspolitik) und hofft, dass die Zeit für Israel arbeitet. Ziel ist immer noch die Schaffung eine Groß-Israel.

Jede Kritik an dieser gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte verstoßenden Politik wird mit dem - in diesem Zusammenhang völlig unangebrachten - Antisemitismus-Vorwurf abgewehrt. Es ergibt sich automatisch die Frage: Kann Israel mit der Fortführung einer solchen Politik der Überheblichkeit und Selbstisolierung überleben? Der Westen einschließlich Deutschland schweigt nicht nur über das, was in den besetzten Gebieten geschieht, sondern unterstützt diese Politik mit allen Mitteln und verstößt damit gegen sein eigenes politisches Wertesystem. Auch der Mainstream der deutschen Medien steht hinter diesem Kurs. Dabei wäre Druck auf Israels Politik angesagt, um es - in seinem eigenen Interesse - von seinem verhängnisvollen Irrweg abzubringen.

Dieses Buch macht deutlich, wie sehr unser Israel-Bild unbedingt der Korrektur bedarf.

Das Buch hat 275 Seiten, kostet 16 Euro plus Versandkosten und kann - Selbstverlag -  über die Webseite www.arnstrohmeyer.de  bestellt werden.

Marlène Schnieper

Nakba – die offene Wunde
Die Vertreibung der Palästinenser 1948 und die Folgen

Mit zahlreichen historischen Fotos

380 Seiten, Klappenbroschur - CHF 36.– / Euro 28,– - ISBN 978-3-85869-444-7

 

Vergessen ist keine Lösung

»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen, dass sie [die Palästinenser] niemals zurückkommen… Die Alten werden sterben, die Jungen werden vergessen.« Dies notierte Israels Staatsgründer David Ben Gurion am 18.!Juli 1948 in seinem Luzern Tagebuch – und so hoffen es viele israelische Politiker auch heute noch. Doch die sich immer wieder in palästinensischen Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in diesem Buch über die spannungsgeladenem Terrain bewegt – porträtiert, haben nicht vergessen und werden nicht vergessen.
Nakba, das ist die alles umstürzende Katastrophe, die über die arabischen diplomatische Korrespondentin Einwohner des historischen Palästinas kam, als in einem Teil dieses Territoriums der jüdische Staat gegründet wurde. Zerstört wurden Dörfer, Städte und eine in vieler Hinsicht blühende Kultur.
Ersatz ist nicht in Sicht. Das offzielle Israel mag diese Umstände verharmlosen – die Katastrophe ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt das Leben der Palästinensergebieten. Marlène Schnieper hat mit Vertriebenen und deren Angehörigen gesprochen und ihr Schicksal aufgeschrieben. Dazu liefert sie geschichtliche Hintergründe, webt Sequenzen aus dem heutigen Alltag in Israel und den Palästinensergebieten ein und resümiert neueste Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung des Konflikts auf israelischer wie auf palästinensischer Seite.
Entstanden ist so ein Standardwerk zur Nakba und deren Folgen.


 

Marlène Schnieper, Nakba – die offene Wunde. Die Vertreibung der Palästinenser 1948 und die Folgen,
Rotpunktverlag, Zürich 2012, 380 Seiten, 36 CHF, € 28. - Rezenison von Dr. Ludwig Watzal -
„Wir müssen die Realität sehen, dass Israel weder unschuldig noch erlöst worden ist. Und dass bei seiner Entstehung und Expansion wir als Juden das, was wir historisch erlitten haben, wiederum erzeugt haben, nämlich ein Volk von Flüchtlingen in der Fremde." Diese Sätze hat der Philosoph Martin Buber David Ben Gurion im März 1949 bei einem Treffen in dessen Haus in Tel Aviv vorgehalten, bei dem es um den moralischen Charakter des neugegründeten Staates Israel ging.   

Das offizielle Israel ist von einer solchen Einsicht zwar noch meilenweit entfernt, aber die Einschätzung um die Ereignisse von 1948 hat sich bereits geändert. Dass die Palästinenser aus freien Stücken und auf die Aufforderungen ihrer Politiker das Land verlassen hätten, war bis weit in die 1980er-Jahre hinein die offizielle Meinung. Erst durch die Veröffentlichung des Buches von Benny Morris und anderer „neuer Historiker" veränderte sich die Perspektive. Augenblicklich glauben 47 Prozent der Israelis, dass es eine Vertreibung gegeben habe, wohingegen 41 Prozent der Meinung sind, dass sich die Palästinenser das ganze Debakel selber >>>
 

Die Nakba - Dr. Ludwig Watzal - Der Philosoph Martin Buber (...) «Wir müssen die Realität sehen, dass Israel weder unschuldig noch erlöst  worden ist. Und dass bei seiner Entstehung und Expansion wir als Juden das,was wir historisch erlitten haben, wiederum erzeugt haben, nämlich ein Volk
von Flüchtlingen in der Fremde.» >>>

 

Buchbesprechung - Heiko Flottau - Die Wurzeln des jüdischen Staates - Marlène Schnieper über die palästinensische Katastrophe - Die Entstehung des Staates Israel wird als eine Folge des Holocaust angesehen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Pläne für diesen Staat reichen viel weiter zurück. Dieses Buch über die Vertreibung der Palästinenser erzählt die bislang kaschierte historische Wahrheit. Es bedarf wohl einer Schweizer Autorin und eines Schweizer Verlages, um über die „Nakba“, die palästinensische Katastrophe, im deutschsprachigen Raum so detailliert berichten zu können. >>>

 

Marlène Schnieper: Nakba - Die lange Nacht der Palästinenser - Peter Blastenbrei - Die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser 1947/49, Kern und Ausgangspunkt des heutigen Palästinakonflikts, ist in Deutschland nur in Umrissen bekannt. Die Schweizer Publizistin Marlène Schnieper, 2006-2008 Korrespondentin des Züricher Tages-Anzeiger in Israel und Palästina, bietet mit ihrem Buch Nakba – die offene Wunde eine knappe, aber umfassende Darstellung dieser ersten großen ethnischen Säuberung im Nahen Osten.
Früh in der Geschichte des Zionismus macht die Autorin aus, was zum roten Faden ihrer Darstellung wird. Denn die Idee des Transfers der einheimischen arabischen Bevölkerung aus dem angeblichen »Land ohne Volk für das Volk ohne Land« findet sich schon beim Gründervater Herzl. Die Kolonialmacht Großbritannien spielte in der Zeit ihres Mandats über Palästina eine zwielichtige Rolle gegenüber den zionistischen Siedlern, die an der Schaffung unumkehrbarer Fakten arbeiteten. Anfangs Komplize, williger Vollstrecker und schließlich betrogener Betrüger? Die palästinensische Führung der 1920er und 1930er Jahre hatte der britisch-zionistischen Doppelstrategie jedenfalls nichts entgegenzusetzen. >>>

 

Zerstört Israel sich selbst? -  Der Historiker Gershom Gorenberg sieht in seinem Buch „Israel schafft sich ab“ den jüdischen Staat am Abgrund / Vision einer neuen Republik - Arn Strohmeyer     Die Zahl der warnenden Stimmen, die Israel nur noch eine begrenzte Anzahl von Jahren in seiner Existenz zugestehen (vorausgesetzt, dass dieser Staat seine gegenwärtige Politik gegenüber den Palästinensern fortführt), hat in letzter Zeit beträchtlich zugenommen. Da war die Studie der amerikanischen Geheimdienste unter Federführung des CIA, die Israel noch höchstens zwanzig Jahre gab. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger, selbst Jude und ein großer Freund Israels, setzte sogar nur noch zehn Jahre an. Der israelische Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann beschreibt in seinem jüngsten Buch „Wider den Zeitgeist“ die Zukunftsaussichten des jüdischen Staates auf Grund der Politik der Regierung Netanjahu als „katastrophal“ und fügte als Grund für die Misere hinzu: „Jeder Israeli weiß letztlich oder ahnt zumindest, dass Israel ohne Frieden in der Region kaum wird existieren können.“ Und der israelische Philosoph Chaim Gans fügte hinzu: „Die Art und Weise, wie die Regierung Netanjahu Zionismus interpretiert und ausführt, wird langfristig zum Tod des Zionismus führen. Netanjahus Interpretation basiert auf einer Philosophie, die gegen die Menschenrechte arbeitet. Die einzige Hoffnung, wie der Zionismus bestehen kann, ist unter einer egalitären und an Menschenrechten orientierten Interpretation.     Das sind klare Worte. Zum Kreis der Untergangspropheten hat sich nun auch der israelische Historiker und Publizist Gershom Gorenberg gesellt. Schon der Titel seines neuen Buches „Israel schafft sich ab“ macht überaus deutlich, wie dieser orthodoxe Jude Israels Zukunft sieht: sehr düster. Für Gorenberg war die israelische Welt bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967 in Ordnung. Nach diesem einschneidenden Ereignis wurde alles völlig anders. Der Rausch des Sieges löste unter frommen   >>>>
 

Israel schafft sich ab - Henry Kissinger hat vor kurzem erklärt, dass es in zehn Jahren kein Israel mehr geben werde. - Dr. Ludwig Watzal - Gershom Gorenberg, ein US-Amerikaner, der vor 35 Jahren als Student nach Israel gekommen ist und eine Familie gegründet hat, weist auf über 300 Seiten auf die Gefahren einer Selbstzerstörung Israels durch eine „unheilige Allianz“ zwischen politischer Führung und extremistischer Siedlerbewegung hin. Von Außeneinwirkung via Iran ist dabei aber nicht die Rede. Yakov M. Rabkin hat bereits in seinem bahnbrechenden Buch „A Threat from within. Jewish Opposition to Zionism“ auf die Gefahren hingewiesen, die dem Zionismus vom Judentum drohen. Gorenbergs Thesen mögen auf den ersten Blick „alarmistisch“ klingen, wenn er konstatiert, dass sich „Israel in einer fortdauernden Zersetzung befindet“ und es zu einer „Neugründung“ kommen sollte. Paradoxerweise begann die „Zersetzung“ Israel auf dem Höhepunkt seines Triumphes über seine „Feinde“ im Sechstagekrieg von 1967. >>>>

 

Zerstört Israel sich selbst? -  Der Historiker Gershom Gorenberg sieht in seinem Buch „Israel schafft sich ab“ den jüdischen Staat am Abgrund / Vision einer neuen Republik - Arn Strohmeyer     Die Zahl der warnenden Stimmen, die Israel nur noch eine begrenzte Anzahl von Jahren in seiner Existenz zugestehen (vorausgesetzt, dass dieser Staat seine gegenwärtige Politik gegenüber den Palästinensern fortführt), hat in letzter Zeit beträchtlich zugenommen. Da war die Studie der amerikanischen Geheimdienste unter Federführung des CIA, die Israel noch höchstens zwanzig Jahre gab. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger, selbst Jude und ein großer Freund Israels, setzte sogar nur noch zehn Jahre an. Der israelische Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann beschreibt in seinem jüngsten Buch „Wider den Zeitgeist“ die Zukunftsaussichten des jüdischen Staates auf Grund der Politik der Regierung Netanjahu als „katastrophal“ und fügte als Grund für die Misere hinzu: „Jeder Israeli weiß letztlich oder ahnt zumindest, dass Israel ohne Frieden in der Region kaum wird existieren können.“ Und der israelische Philosoph Chaim Gans fügte hinzu: „Die Art und Weise, wie die Regierung Netanjahu Zionismus interpretiert und ausführt, wird langfristig zum Tod des Zionismus führen. Netanjahus Interpretation basiert auf einer Philosophie, die gegen die Menschenrechte arbeitet. Die einzige Hoffnung, wie der Zionismus bestehen kann, ist unter einer egalitären und an Menschenrechten orientierten Interpretation.     Das sind klare Worte. Zum Kreis der Untergangspropheten hat sich nun auch der israelische Historiker und Publizist Gershom Gorenberg gesellt. Schon der Titel seines neuen Buches „Israel schafft sich ab“ macht überaus deutlich, wie dieser orthodoxe Jude Israels Zukunft sieht: sehr düster. Für Gorenberg war die israelische Welt bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967 in Ordnung. Nach diesem einschneidenden Ereignis wurde alles völlig anders. Der Rausch des Sieges löste unter frommen   >>>>



Israels gespaltene Seele - Gershom Gorenberg: "Israel schafft sich ab"  - Jan Kuhlmann >>>

 

Rudolf Hinz und Ekkehart Drost
In Jayyous wachsen Bäume auch auf Felsen.
Friedensdienst in einem palästinensischen Dorf

Als der "Ökumenische Friedensdienst in Palästina und Israel" (EAPPI) des Weltkirchenrates in Genf im Jahre 2002 begann, war das palästinensische Dorf Jayyous im Nordwesten des Westjordanlandes mit seinen damals 3000 Einwohnern eine der ersten Ortschaften, in denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Friedensdienstes ihre Arbeit aufnahmen. Ihre Aufgabe war es, Menschen in einer Situation zu begleiten, die durch den Bau der israelischen Sperranlage täglich bedrückender wurde. Diese Sperranlage wurde nicht - wie es zu erwarten gewesen wäre - auf der Waffenstillstandslinie von 1949 (der "Green Line") geplant und gebaut, sondern bis weit hinein in palästinensisches Gebiet. Viele Ortschaften wurden so von ihren Feldern und Obstplantagen westlich dieser Anlage abgetrennt. In Jayyous waren es mehr als 70% des nutzbaren Landes, das für die meisten Benutzer nur schwer zugänglich und für viele gänzlich unerreichbar blieb.

Das Bauerndorf Jayyous wurde daher zwischen den Jahren 2003 und 2007 zum Zentrum des gewaltfreien Widerstandes gegen den Bau der Sperranlage. Die Autoren Rudolf Hinz und Ekkehart Drost haben als Freiwillige mehrere Monate in Jayyous gearbeitet und den Ort wiederholt besucht. Sie wurden dabei Zeugen einer Entwicklung, die immer tiefer in die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geführt hat. Sie erlebten aber auch, mit welchem Mut und welcher Ausdauer sich Frauen und Männer dieser Entwicklung entgegen gestellt haben und sich auch durch immer neue Maßnahmen der israelischen Militärverwaltung des besetzten Westjordanlandes nicht davon abbringen ließen, auf dem Recht auf ihr Land zu bestehen. Dieses Buch will die Geschichte der fortschreitenden Landnahme und Besetzung seit der Staatsgründung Israels 1948 und dem 6-Tage-Krieg von 1967 nachzeichnen und dabei vor allem die Menschen in Jayyous zu Worte kommen lassen. Darum sind ausführliche Zitate aus schriftlichen Aufzeichnungen von Einwohnern aus Jayyous ein wichtiger Bestandteil dieses Buches; es sind Texte, die die palästinensische Perspektive aufzeigen. Der Ort Jayyous steht hier stellvertretend für viele palästinensische Gemeinden, die im Laufe der nunmehr 45jährigen Besatzung des Westjordanlandes immer weiter in ihren Rechten beschnitten und in ihren Lebensmöglichkeiten beschränkt wurden.

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 3 - 14,8x20,5 cm, Englisch-Broschur, 178 Seiten, 70 farbige Fotos - ISBN 9783933337955 - 25,00 Euro

Die Erfindung des Landes Israel

Die Erfindung des Landes Israel  - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - „Ein jüdisches Volk gibt es nicht“, mit dieser These sorgte Shlomo Sand, Professor für Geschichte an der Universität Tel Aviv, 2011 für Furore. Das Buch wurde zum Bestseller. In Israel wurde Sand heftig angefeindet, was nicht sonderlich verwundert, hatte er doch nichts weniger getan als die Behauptung aufgestellt, es gebe kein „jüdisches Volk“, ergo auch keine „jüdische Nation“; beides verwies er ins Reich der Legenden. Eine ähnlich provokante These vertritt der Autor in seinem jüngsten Buch >>>

Generalangriff auf die Mythen des Zionismus - Der israelische Historiker Shlomo Sand: Die Juden hatten nie den Wunsch, ins Heilige Land zurückzukehren - Arn Strohmeyer       Die Sehnsucht nach Zion ist eines der Fundamente der zionistischen Ideologie. Aus dem Verlangen, in die „alte Heimat“ zurückzukehren, aus der die Juden 70 n. Chr. nach dem Aufstand gegen die Römer und der Zerstörung des zweiten Tempels vertrieben worden sein sollen, leiten die Zionisten u.a. ihren „historischen Anspruch“ auf „Erez Israel“ (Groß-Israel) ab. Auf diesem „Territorium der Väter“ wollten sie von Anfang an ihren souveränen jüdischen Staat errichten, obwohl auf ihm seit mehr als tausend Jahren eine Bevölkerung lebte, die in ihrer absoluten Mehrheit arabisch war.    Der israelische Historiker Shlomo Sand, der schon in seinem Buch „Die Erfindung des jüdischen Volkes“ die Grundfesten des Zionismus erschüttert hatte, setzt dieses ideologiekritische Anliegen in seinem neuen Buch „Die Erfindung des Landes Israel“ fort. In seinem ersten Buch hatte Sand folgende Feststellungen getroffen: 1. Ein jüdisches Volk hat es nie gegeben, denn ein Volk definiert sich durch die alle ihre Mitglieder einenden kulturell-säkularen Inhalte, weshalb man ihm durch Aneignung einer Sprache oder einer Alltagskultur auch beitreten kann. Dem „jüdischen Volk“ kann man aber nur durch Konversion beitreten, weil es eine von der Religion bestimmte Gemeinschaft ist. Wenn es ein jüdische Volk gäbe, müsste man auch von einem „buddhistischen“ oder „evangelischen“ Volk sprechen können. 2. Eine Vertreibung der Juden aus ihrer „Heimat“ durch die Römer hat es nie gegeben, weil eine solchen Praxis bei diesen völlig unüblich war. Die Römer brauchten vielmehr die Bevölkerung der von ihnen unterworfenen Gebiete, um Steuern aus ihr herauszupressen. Es gibt auch keinerlei historische Belege für eine Vertreibung. 3. Die These, dass die Juden aus einem einzigen geographischen Gebiet stammten (eben Erez Israel), ist falsch. Denn das Judentum war vom 2. Jahrhundert v.u.Z. bis zum 8. nachchristlischen Jahrhundert eine dynamisch missionierende Religion. Im afrikanischen und asiatischen Raum existierten zahlreiche zum Judentum übergetretene Königreiche. Es gibt also keine „Urheimat“, aus der alle Juden stammen, kein „Land der Väter“.    Die Sehnsucht nach Zion als konkretem geographischem Raum, der sich aus der Bibel herleitet, entlarvt Sand nun als reinen von den Zionisten erfundenen Mythos, der allein dem Zweck diene, die Inbesitznahme des Territoriums moralisch zu legitimieren. Der Zionismus bediene sich dabei >>>
 

Weitere Texte von Arn Strohmeyer >>>

Broschüre: Israel und Palästina

Israel und Palästina

Ein politischer Reisebericht von Georg Rammer


Ist der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ethnisch und religiös zu fassen? Nein.  Prallen da zwei gegensätzliche Mentalitäten aufeinander? Mitnichten. Gestützt auf eigene Beobachtungen und Daten internationaler Organisationen und israelischer oder jüdischer Historiker beschreibt der Autor Hintergründe einer ausweglos erscheinenden Situation: Die israelische Elite schafft zunehmend Fakten, die Frieden, gerechten Ausgleich und einen eigenständigen palästinensischen Staat unmöglich machen. Georg Rammer ist Psychologe. Er veröffentlicht Beiträge zu aktuellen gesellschaftlichen Themen: Arm und Reich, wirtschaftlich-politische `Elite´ in Deutschland, Ideologien der Klassengesellschaft.

ISBN 978-3-943078-03-9  / 58 Seiten/ Bilder farbig, Broschüre/ 6,90 Euro - Dutschke Verlag
 

Ein faszinierendes Land - oder zwei Länder? Eine Reise nach Israel und Palästina ist voller Eindrücke und Einblicke. All die intensiven Erlebnisse, Begegnungen und Bilder sind allerdings gefärbt von der schier ausweglosen politischen Situation: Sie prägt den Alltag und drängt sich auch dem offenen und interessierten Reisenden geradezu auf. Der Psychologe Georg Rammer berichtet von diesen Erfahrungen. Fotos und dokumentarisches Material werden die Schilderungen anschaulich machen und ergänzen.


Alle Menschen im Gebiet des heutigen Israel, Palästina sollen gut leben können: Juden, Muslime, Christen, Andersgläubige und Atheisten; Israelis und Palästinenser. Nach Berechnungen der Welternährungsorganisation der UN lebten im Jahr 2006 81 Prozent der 1,5 Millionen Einwohner des Gazastreifens ebenso wie 59 Prozent der 2,4 Millionen Einwohner des Westjordanlandes unterhalb der Armutsgrenze. Dieser Zustand dürfte sich nicht gebessert, sondern durch die inzwischen stattgefundenen Kriege weiter verschärft haben. Dazu kommen die psychologischen Folgen eines durch Besatzer und Absperrung in vielen Bereichen aufgezwungenen Lebens. Den aktuellen Zustand geschaffen und aufrechterhalten haben (vor allem israelisches) Militär und Staat, die im Gleichschritt gewachsen sind und heute den Alltag im Westjordanland bestimmen. Deshalb kann eine Lösung nur auf friedlichem Weg durch die Zivilgesellschaften erreicht werden. Dies wird aber nur möglich sein, wenn die gleichen Maßstäbe für alle gelten und die Interessen der Palästinenser berücksichtigt werden. Es geht also um Entschädigung und Teilen, Teilhabe. Wie sehr der palästinensische Anspruch gerechtfertigt ist, zeigt diese Broschüre.

Abdallah  Frangi - Der GesandteAbdallah Frangi

Der Gesandte

Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik


Abdallah Frangi: Der Gesandte. Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik, Heyne-Verlag München 2011, 19,80 Euro, ISBN 978-3-453-19354-3

Aus dem Widerstand an den Verhandlungstisch - Als enger Vertrauter von Arafat war Abdallah Frangi 42 Jahre lang in Deutschland und wurde hier zur Stimme der Palästinenser – seit 1974 als offizieller Vertreter der PLO in Bonn und Berlin. Durch seine engen Kontakte zu den maßgebenden Politikern brachte er die Interessenlage des palästinensischen Volkes auf die politische Agenda. Er pflegte u. a. Verbindungen zu Hans-Jürgen Wischnewski, Joschka Fischer, Hans-Dietrich Genscher und Gerhard Schröder – ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen der internationalen Politik. Abdallah Frangis Leben liest sich spannend wie ein Agententhriller: Aufgewachsen in einer einflussreichen Beduinenfamilie, wird Frangi im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie aus dem soeben gegründeten Staat Israel nach Gaza vertrieben. Mitte der 50er-Jahre, als Gaza vom israelischen Militär besetzt wird, gehört sein ältester Bruder zu den Gründungsmitgliedern der palästinensischen Freiheitsbewegung Fatah. Nach dem Abitur geht Frangi für ein Medizinstudium nach Deutschland, und es beginnt sein über 40 Jahre andauerndes Engagement für Palästina in Deutschland. Nach den Anschlägen einer palästinensischen Terrorgruppe während der Münchner Olympiade wird Frangi ohne jede Begründung aus Deutschland ausgewiesen und steht auf der Todesliste des israelischen Geheimdienstes. Nur knapp entgeht er selbst einem Briefbombenattentat und muss erleben, wie viele seiner politischen Mitstreiter ermordet werden. Dennoch setzt sich Frangi unerschütterlich für eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts ein. Vom Beduinenzelt in die Bonner Republik – Lebensgeschichte als Weltgeschichte.

 

Palästina pur  ist „Der Gesandte“, das Buch des Diplomaten Abdallah Frangi - Hakam Abdel-Hadi - (...) Ich kenne Frangi ziemlich gut. Er ist nicht nur leidenschaftlicher Politiker, sondern auch Ästhet und Kunstliebhaber, der selbst gelegentlich zum Pinsel greift -  aber die Bilder und  Künstler, die er stets gefördert hat, befassen sich allesamt mit Palästina. Das Buch von Frangi ist also Palästina pur, es kann nicht anders sein. Woher kommt diese eigenartige Verschmelzung mit Palästina? Es gibt zwei Elemente, die zu dieser Zwanghaftigkeit geführt haben. Das tragische Schicksal ihres Volkes, das von Vertreibung und fortwährender Besatzung und Unterdrückung geprägt ist, macht es bewussten Palästinensern unmöglich, in den Tag hinein zu leben. Sie würden früher oder später schwer depressiv werden, wenn sie die Leidensgeschichte ihrer Mitmenschen ignorierten. Zum anderen zwingt sie die Negierung der bloßen Existenz des palästinensischen Volkes laut zu rufen: Wir sind da! Wir haben Hände und Füße und Stimme! Denken wir daran, dass die Gründer des Zionismus die Einwanderung der Diaspora-Juden mit der Parole motivierten: „Ein Land ohne Volk für ein Volk >>>
 

Abdallah Frangi, Der Gesandte - Dr. Ludwig Watzal - Mit dem vorliegenden Buch hat die „Stimme Palästinas in Deutschland“, Abdallah Frangi, seine „Auto“-Biographie vorgelegt. In der Person des langjährigen Vertreters des palästinensischen Volkes und Vertrauten des letzten Präsidenten des „Staates Palästina“, Yasser Arafat, scheint die ganze Tragödie seines geschundenen Volkes auf: Ein Volk mit Land, wurde zu einem Volk ohne Land. >>>

 

Ein Staat für die Palästinenser bleibt das Ziel -  Der frühere PLO-Vertreter in Deutschland, Abdallah Frangi, gewährt in seinem neuen Buch tiefe Einblicke hinter die Kulissen der Nahost-Politik. - Arn Strohmeyer - „In den fünfziger und sechziger Jahren entstand [in der Bundesrepublik] in der Konfrontation mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust ein umfassendes Wunschbild von Juden, vom jüdischen Staat und seinen jüdischen Bürgern, ein Wunschbild, das spezifisch deutsche Züge trug und das spätere Gespräch über Israel in der Bundesrepublik über Jahrzehnte beeinflusste. Diese Hinwendung zu Israel und den Juden  >>>


Abdallah Frangi: Der Gesandte Im Dienste Palästinas - Wolfgang Günter Lerch  - (...) Abdallah Frangis Memoiren mit dem Titel „Der Gesandte. Mein Leben für Palästina“, mit Hilfe eines Ghostwriters verfasst, lassen fünfzig Jahre Zeitgeschichte - vornehmlich des Nahen Ostens - am Leser Revue passieren. Frangi, der länger als vierzig Jahre die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) in Deutschland repräsentierte, zieht eine Bilanz, die für ihn persönlich, aber auch für die Palästinenser insgesamt doch positiv ausfällt, auch wenn die Palästinenser noch immer um ihre Rechte und ihren Staat kämpfen müssen. Als er in den sechziger Jahren zum Medizinstudium nach Deutschland gekommen sei, hätten die Palästinenser einen äußerst schlechten Ruf genossen, heute werde ihr Anliegen >>>

Breaking the Silence

Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten

416 Seiten € 19,99 [D]

Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Barbara Kunz

gebunden mit Schutzumschlag
€ 19,99 [D], € 20,60 [A], sFr 27,90

ISBN-13: 9783430201476


„Aus Sicht der Armee gibt es kein ethisches Problem“ -  Was israelische Soldaten der Menschenrechtsorganisation „Breaking the Silence“ über ihren Einsatz in den besetzten Gebieten berichten / Neuerscheinung bei Econ -  Arn Strohmeyer - Wer den berühmten Satz von Kurt Tucholsky „Soldaten sind Mörder“ für eine heillose Übertreibung von Pazifisten hält, sollte das Buch der israelischen Menschenrechtsorganisation „Breaking the Silence“ lesen, das gerade im Econ-Verlag unter demselben Titel erschienen ist. Diese Organisation hat der orthodoxe Jude Jehuda Shaul gegründet, weil sich bei ihm nach seiner eigenen Militärzeit in den besetzten Gebieten (vor allem in Hebron) das Gewissen zu Wort meldete. Zum Verfasser dieser Zeilen sagte er in einem Interview 2010 in Bremen: „Für das, was ich dort getan habe, müsste ich eigentlich für den Rest meines Lebens ins Gefängnis.“ Shaul beschloss, das brutale Vorgehen der israelischen Armee (Zahal) im Westjordanland und im Gazastreifen öffentlich zu machen. Er fand genug ehemalige Soldaten, die bereit waren, über ihre (Un)Taten und Erlebnisse zu berichten. In Ausstellungen (wie jetzt in Berlin), mit Broschüren, Büchern und Videos publiziert die Organisation seitdem ihre Recherchen - sehr zum Unmut des israelischen Establishments, wie man sich denken kann. Man versucht inzwischen mit allen Mitteln, „Breaking the Silence“ mundtot zu machen.     Das jetzt erschienene Buch mit Berichten von Soldaten gehört zu den Büchern, die man eigentlich nach wenigen Seiten der Lektüre aus der Hand legen möchte, so heftig stoßen einem Widerwillen und Ekel auf. Man hält es einfach nicht für möglich, was die „moralischste Armee“ der Welt (so israelische Politiker) da so alles anstellt und für ganz „normalen Standard“ hält. Möglich ist das Vorgehen der Zahal nur, aus drei Gründen: 1. sind nach israelischer Mehrheitsauffassung Palästinenser keine Menschen oder wenn doch, dann zumindest Angehörige einer niederen Menschenart - Kolonialherren haben die von ihnen Eroberten und Unterdrückten seit jeher so behandelt; 2. stehen alle Palästinenser unter dem Verdacht, eine Bedrohung für Israels Sicherheit zu sein, weshalb sie alle als Terroristen anzusehen sind. Daraus folgt 3., dass den Staatsorganen - also Armee, Polizei und Geheimdiensten - alles erlaubt ist, gegen die „Terroristen“ vorzugehen.   Rücksichten auf Recht und Gesetze (etwa das humanitäre Völkerrecht, Haager Konvention und UN-Menschenrechtscharta) brauchen nicht genommen zu werden. Die politisch und militärisch Verantwortlichen >>>

FELICIA LANGER


MIT LEIB UND SEELE
Autobiographische Notizen

ISBN: 978 3 88975 201 7 - 10,00 €  -- www.zambon.net


"Mit Leib und Seele“ wird ein sehr persönliches Buch sein. Der Titel fasst das  Leben von Felicia Langer in vier Worten zusammen. Wenn Felicia Langer schreibt oder redet, dann spricht ihr Leben, ihre Erfahrungen, ihr selbstloses Engagement über Jahrzehnte hinweg aus ihren Worten. Der Nahostkonflikt ist für sie ein Stück hautnah erlebtes, mitgestaltetes Leben und wir können ihn durch ihre Augen sehen. Sie war, ist ein Teil des Geschehens, sie stand als Rechtsanwältin kämpfend und mitleidend auf der Seite der neuen Opfer, sie lebte, praktizierte Solidarität und lässt uns mit ihrem Buch an ihrem Leben teilhaben.

Sie hat sich den Palästinakonflikt nicht angelesen, was sie publiziert, ist keine Verwertung von mehr oder weniger aktuellen Meldungen, dem Wissen anderer, das sie dann als Zweitverwerter verbreiten würde.

Felicia Langer redet nicht nur über Menschenrechte, sie hat sie unteilbar gelebt, verteidigt, für sie gekämpft und sie praktiziert. Sicher oft sich selbst gefährdend stand sie neben den Opfern der Entrechtung, der Willkür. Ihr Leben ist Zeitgeschichte. Sie kann Zeugnis geben, Felicia Langer ist eine Zeugin, die nicht schweigen konnte, wollte zu den Verbrechen der israelischen Regierungen. 

Ihr ist bewusst was auch die Israelis mit ihrem scheinbaren Sieg, in der Art, wie sie mit den Palästinensern umgehen verlieren: »Ich denke an die Israelis, die durch die Entmenschlichung der Palästinenser ihre Seele verloren haben.« Felicia Langer hat ihre Seele nicht verloren, nicht verkauft, sie hat sich nicht brechen lassen. Sie ist für mich die große Seele der deutschen Palästinasolidarität. Ich freue mich auf ihr neues Buch. – Erhard Arendt.
 

Weitere Bücher von Felicia Langer >>>


Im Juli 2009 erhielt Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. >>>
Am 17.1.2012 verlieh Präsident Mahmoud Abbas Felicia Langer den palästinensischen Orden für besondere Verdienste. >>>
Texte von Felicia Langer >>>

Glutland
Otto Höschle

Es mehr als eine unterhaltende Liebesgeschichte. Dieser Roman bietet differenzierend,dem der wenig vom Nahostkonflikt weiß, Stimmungsbilder aus dem Nahen Osten. Den geschilderten Szenen begegnet man im israelischen "Alltag".  Ohne zu belehren erfährt man so einiges über den politischen, dramatischen Hintergrund in Israel und Palästina. 

2012, ca. 250 Seiten, broschiert, CHF 29.00  - ISBN 978-3-905927-26-9

Jerusalem im Fieber des palästinensischen Aufstands. Gregor Greuter, ein Schweizer Rotkreuzdelegierter, wird in einer nahen Schlucht Zeuge eines Mords. Den jungen Beduinen, der sich verdächtig macht, trifft er bei einem Routinebesuch im Gefängnis an. Er will ihm helfen, so schlecht die Aussichten auch stehen. Der wirkliche Mörder, ein militanter Siedler, fürchtet die Zeugenschaft des Fremdlings, bedroht und bedrängt ihn. Der ohnehin heisse Boden im Intifada-Land wird für Gregor immer heisser. Gerade jetzt verliebt er sich in eine jüdische Siedlerin und verdrängt den Ernst seiner Lage. Doch auf einmal gerät er wirklich in Gefahr. Er, der neutrale Beobachter, trägt am Ende selbst dazu bei, die Gewaltspirale anzuheizen. – Ein Polit-Thriller um Jerusalem, eine Liebesgeschichte und zugleich eine kritische Auseinandersetzung mit den humanitären Aktivitäten des IKRK. Quelle

Otto Höschle, IKRK-Delegierter in Jerusalem während der 1. Intifada - Geboren 1952 - Germanistik- und Anglistikstudium in Fribourg, Dramaturg in Bern und Luzern, Delegierter des IKRK im Nahen Osten, Studium der Islamwissenschaft in Berlin und Basel.  Quelle Er veröffentlichte Theaterstücke, Hörspiele, Gedichtbände, ein Kinderbuch sowie den Roman «Selima“ (P»o Libro Verlag 2011), der von einer Palästinenserin in einem libanesischen Flüchtlingslager handelt. Höschle wurde ausgezeichnet mit dem «Prix Suisse» und dem Basler Hörspielpreis. Heute ist er tätig als Englischlehrer und Autor, er lebt in Therwil bei Basel.

Israel schafft sich ab
Gershom Gorenberg

Übersetzt von Andreas Simon dos Santos

"Ich schreibe aus einem Israel mit gespaltener Seele."

Gespalten zwischen seinen demokratischen Idealen und religiösem Fanatismus. Zwischen der Illusion eines freien Staates und der Realität einer repressiven Besatzungsmacht. Und der Riss, der durch den Staat geht, wird immer größer.

Der renommierte Historiker Gershom Gorenberg zeigt, vor welchen Herausforderungen Israel heute steht. Die drängende Frage lautet: Wie kann Israel verhindern, dass es sich selbst zerstört? #######
 

Israel schafft sich ab - Rezension Dr. Ludwig Watzal - Henry Kissinger hat vor kurzem erklärt, dass es in zehn Jahren kein Israel mehr geben werde. Gershom Gorenberg, ein US-Amerikaner, der vor 35 Jahren als Student nach Israel gekommen ist und eine Familie gegründet hat, weist auf über 300 Seiten auf die Gefahren einer Selbstzerstörung Israels durch eine „unheilige Allianz“ zwischen politischer Führung und extremistischer Siedlerbewegung hin. Von Außeneinwirkung via Iran ist dabei aber nicht die Rede. Yakov M. Rabkin hat bereits in seinem bahnbrechenden Buch „A Threat from within. Jewish Opposition to Zionism“ auf die Gefahren hingewiesen, die dem Zionismus vom Judentum drohen. Gorenbergs Thesen mögen auf den ersten Blick „alarmistisch“ klingen, wenn er konstatiert, dass sich „Israel in einer fortdauernden Zersetzung befindet“ und es zu einer „Neugründung“ kommen sollte. >>>

 

Zerstört Israel sich selbst? -  Der Historiker Gershom Gorenberg sieht in seinem Buch „Israel schafft sich ab“ den jüdischen Staat am Abgrund / Vision einer neuen Republik - Arn Strohmeyer     Die Zahl der warnenden Stimmen, die Israel nur noch eine begrenzte Anzahl von Jahren in seiner Existenz zugestehen (vorausgesetzt, dass dieser Staat seine gegenwärtige Politik gegenüber den Palästinensern fortführt), hat in letzter Zeit beträchtlich zugenommen. Da war die Studie der amerikanischen Geheimdienste unter Federführung des CIA, die Israel noch höchstens zwanzig Jahre gab. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger, selbst Jude und ein großer Freund Israels, setzte sogar nur noch zehn Jahre an. Der israelische Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann beschreibt in seinem jüngsten Buch „Wider den Zeitgeist“ die Zukunftsaussichten des jüdischen Staates auf Grund der Politik der Regierung Netanjahu als „katastrophal“ und fügte als Grund für die Misere hinzu: „Jeder Israeli weiß letztlich oder ahnt zumindest, dass Israel ohne Frieden in der Region kaum wird existieren können.“ Und der israelische Philosoph Chaim Gans fügte hinzu: „Die Art und Weise, wie die Regierung Netanjahu Zionismus interpretiert und ausführt, wird langfristig zum Tod des Zionismus führen  >>>>
 

Starker Tobak für so manchen Israeli - Gershom Gorenberg: "Israel schafft sich ab" - Katja Wilke - Der Historiker Gershom Gorenberg geht mit der israelischen Innenpolitik ins Gericht, die er für so unklug hält, dass sie sogar die Existenz des jüdischen Staates in Gefahr bringen könnte. Er kritisiert insbesondere eine Flut von Rechtsbrüchen in den 1967 eroberten palästinensischen Gebieten sowie die ideologische Siedlerpolitik der ultraorthodoxen Juden. In der kurzen Geschichte des Staates Israel hat es an Konflikten mit Nachbarstaaten nicht gemangelt. So bedrohlich wie der aktuelle Streit mit dem Iran um das Atomprogramm des verfeindeten Landes war aber bislang wohl keiner. Der renommierte Historiker Gershom Gorenberg macht sich große Sorgen um die Zukunft seines Landes - allerdings weniger wegen iranischer Atombomben. Er warnt vor innenpolitischen Entwicklungen, die möglicherweise nicht minder gefährlich sind für die Existenz des jüdischen Staates. Israel laufe Gefahr von Widersprüchen zerrissen zu werden. >>>

 

"Eine scharfsinnige, unverzichtbare Analyse, ebenso besorgniserregend wie hoffnungsvoll." New York Time
 

Anton Stengl
Antideutsche

Entstehung und Niedergang einer politischen Richtung


335 Seiten - Neuerscheinung Oktober 2012 - ISBN 978-3-88975-198-0 - 12 Euro

Zambonverlag - zambon@zambon.net - www.zambon.net
 

 

Manchmal kann man noch auf Demonstrationen in der Nähe des ’Black Block‘ - mit klarer Abgrenzung- kleine Gruppen von ebenfalls schwarz gekleideten jungen Leuten sehen, die zur Unterscheidung von den anderen Mar-schierern in der gleichen Kluft Israel-Fahnen schwenken. Sie wollen den Kapitalismus ab-schaffen - und bejubeln die amerikanische Politik. Sie verlangen die hemmungslose Bombardierung und Vernichtung allen Israels feindlichen Staaten.


Auch wenn diese Richtung, die nur Schaden verursachte, in Auflösung begriffen ist, das Verhältnis zu Israel ist in Deutschland extrem merkwürdig. Ein bekannter Nobelpreisträger, Günther Grass, äußert sich in einem politischen Gedicht zu den Drohungen Israels gegen den Iran und schreibt, es soll „ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, alles vernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewie-sen ist, “und „Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er missachtet wird; das Verdikt „Anti-semitismus“ ist geläufig.“


Die Strafe folgte auf dem Fuß: Einreiseverbot für Grass nach Israel, Beschimpfungen in den deutschen Massenmedien. Marcel Reich-Ranicki bezeichnet das Gedicht als „ekelhaft“, der Historiker Michael Wolffsohn meint, „das Gedicht hätte auch in einer rechtsradikalen Zeitung gedruckt werden können“, der Schau-spieler Michael Degen hält das Gedicht für „schwachsinnig“. Der israelische Autor Uri Avnery nimmt jedoch Günter Grass in Schutz: Es sei antisemitisch darauf zu bestehen, dass Israel in Deutschland nicht kritisiert werden dürfe!


Um auf die Argumentation der Antideutschen einzugehen, war es notwendig, den Zionismus und die Geschichte Israels kurz darzustellen. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie die Strömung der ´Antideutschen´ entstanden ist, welche Positionen sie einnimmt und wie diese begründet werden.

Bewusst kommen viele andere Personen und Organisationen zu Wort, besonders natürlich Juden. Daher hat das vorliegende Buch den Charakter eines Readers.

„Der Junge und die Mauer“

Das Buch entstand im Rahmen eines Projektes im Kinder- und Jugend-Kulturzentrum im Ayda-Flüchtlingslager in Bethlehem.

 Das Buch füllt eine Lücke in der Vielzahl von Publikationen zum Israel-Palästina-Konflikt. Diese sind meistens auf den Gebieten der Politologie, Belletristik oder Theologie angesiedelt. Die in „Der Junge und die Mauer“ verbalisierte und visualisierte kindliche Sicht ist singulär. Eine zweite Besonderheit ist, dass das, was hier in Wort und Bild vermittelt wird, in schlichter Erzählform daher kommt, beschreibend ohne anzuklagen, plaudernd ohne zu agitieren, die Situation ernsthaft benennend ohne hoffnungslos zu wirken.
 

Die Übersetzung aus der Arabisch-Englischen Originalausgabe wurde  in Bethlehem zusammen mit einem palästinensischen Christen aus der Ev.-Luth. Weihnachtsgemeinde erstellt.

Das Buch hat 28 Seiten (A4 quer) und kostet 5€. Es ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-931387-31-0.

 

http://www.melzer-verlag.de/images/stories/Soeldner_gegen_die_Zukunft_-_Das_Hoerbuch.jpgSöldner gegen die Zukunft
 oder „Die einzige Demokratie im Nahen Osten“

Die neueste Produktion in der Reihe „Melzers Hörstücke“. -

Textcollage zum Zionismus

Zwei Hör-CDs mit Zitaten und Texten von Schlomo Sand, Erich Fromm, Mosche Zimmermann, Theodor Herzl, David Ben-Gurion, Martin Buber, Albert Einstein, Erich Fried, Uri Avnery und vielen anderen…

Nach seinem ersten bei Melzer verlegten, erfolgreichen Hörstück mit Gedichten von Erich Fried „Höre, Israel“, das vom Bayerischen Rundfunk im Januar 2011 zum „Hörbuch der Woche“ gewählt wurde, macht der Schauspieler Jürgen Jung hier, zusammen mit seiner Kollegin Beate Himmelstoß und begleitet vom Musikkollektiv EMBRYO, grundlegende Annahmen und Zielvorstellungen des Zionismus, deren Konsequenzen sich in der konkreten Realität Palästinas als verhängnisvoll erwiesen haben, als Mythen kenntlich.

Dies beginnt mit der „Erfindung des jüdischen Volkes“, so die These des israelischen Historikers Schlomo Sand, und reicht über den im Zionismus von Anfang an tief verwurzelten Wunsch nach Vertreibung der Palästinenser, bis hin zu den Auswirkungen und einer völkerrechtlichen Bewertung des israelischen Angriffs auf den Gazastreifen Ende 2008/Anfang 2009 und auf die Gaza-Hilfsflottille im Mai 2010.

Durch die geschickt platzierten, unter die Haut gehenden Gedichte von Erich Fried und Gerhard Schönberner, und nicht zuletzt mithilfe der erstaunlich wandlungsfähigen Musik von EMBRYO, die hier vor allem ihr orientalisches Gesicht zeigt, ist es Jürgen Jung gelungen, eine faszinierende Textcollage zu entwerfen, die von den beiden Sprechern nachdenklich und einfühlsam, wo nötig auch leidenschaftlich, insgesamt aber höchst souverän vorgetragen wird. >>>

2 CDs in einer Box, ca. 100 min - 14,99 € - Bestellung bei Jürgen Jung - juejung@online.de

Die beiden Hörbücher "Söldner gegen die Zukunft" und "Erich Fried - Höre, Israel!" sind im Melzer-Verlag erschienen.

Bestellung und - kostenfreier - Versand über das Büro von Jürgen Jung juejung@online.de

Eine Doppel-CD kostet 14,90 € (inkl. Verpackung und Porto)


 

Hörbuch

Erich Fried: "Höre Israel"

 

Zu 63 Jahre Nakba & 80. Geburtstag des Lyrikers

Erich Fried zählt zu den bekanntesten Lyrikern der deutschen Sprache. Wenig bekannt sind jedoch seine politischen Gedichte und insbesondere „Höre, Israel!“ von 1974, in dem er als Jude sein Gefühl der Mitverantwortlichkeit zum Ausdruck brachte „für das, was Juden in Israel den Palästinensern und anderen Arabern tun“. Er verstand sein Buch als „Warnung vor dem Irrweg“ der israelischen Unterdrückungspolitik gegenüber den Palästinensern, der „schließlich zu einer Katastrophe für die Juden im heutigen Israel führen könnte“.

Der Schauspieler und Sprecher Jürgen Jung, Mitglied des Münchener Vereins Salam Shalom, hat aus dem Lyrikband ein Hörbuch gemacht, das im Melzer Verlag erschienen ist. Am 14. Januar wurde es vom Bayerischen Rundfunk zum „Hörbuch der Woche“ gewählt. In der Laudatio heißt es, das Buch sei „mit Hingabe und auf höchstem künstlerischen Niveau vorgetragen“.

Stimmen zu Höre, Israel!“:

Prof. Moshe Zuckermann (Uni Tel Aviv): Das Hörbuch ist eine Wucht! Nicht nur die Texte, Gedichte und Notizen Frieds, sondern nicht minder auch Eure famose Darbietung dieser wertvollen Anthologie. Chapeau!

Rudolf Waldemar Brem (Schauspieler und Regisseur): - 19. 5. 11 - Lieber Jürgen, sensationell Deine Hör-CD: eine astreine, akribische redaktionelle Arbeit; dazu eine lupenreine Präsentation mit hervorragenden Sprechern und Musikern; und zu guter Letzt eine Aktualität, die einen vor allem deshalb umhaut, weil es ja bereits vor 40 Jahren geschrieben wurde. Ein Menetekel, das der Fried vor 40 Jahren schon an die Wand geknallt hat, und wer hat es gelesen oder gehört? Diese Hörbuch ist nicht nur das Hörbuch der Woche, sondern des Jahres. Texte wie "Deir Yassin" oder "Die Hand" hauen einen vom Hocker. Ich habe Erich Fried 1970 in London in seinem chaotischen Arbeitszimmer besucht. Offenbar mit einem Brett vorm Hirn. Danke, daß Du es mir jetzt nach 40 Jahren von der Stirn gerissen hast. Ich bin vor mir selbst erschrocken. Da hat man eine Jahrhundertbegegnung gehabt und wußte es gar nicht.
 

Dr. Gabi Weber, Cafe Palestine (Freiburg): Die Veranstaltung mit euch war ein echtes Highlight. Tausend Dank!

Hilde und Richard Langthaler (Wien): Es war ein wunderbarer Abend!

Prof. Udo Steinbach: Lieber Herr Jung, es hat etwas länger gedauert, dafür war der Eindruck umso nachhaltiger.
Sie selbst haben es in Ihrer - überaus informativen - Verortung von "Höre Israel" auf den Punkt gebracht, wenn Sie von einer "erschreckenden Aktualität dieser Verse" sprechen. Aber darin eben liegen Nachhaltigkeit und Wirkung dieser Texte: Sie beziehen sich auf Ereignisse, die Jahrzehnte zurückliegen; aber der Duktus der lyrischen Sprache wendet sie in eine Dimension der Betroffenheit, die bleibend in die Gegenwart hinein- und nachwirkt.
Täglich werde ich von Meldungen aus Palästina nicht zuletzt aus dem Internet wahrhaft überschwemmt. Das stumpft ab und führt manchmal zu Resignation. Die Verse Erich Frieds öffnen eine Perspektive des Politischen und Menschlichen, in der unser Engagement eine bleibende Verpflichtung wird.
Die Wirkung kann kaum von der Kunst der Präsentation getrennt werden, die Sie und Ihre Kollegin darbieten. Die deutsche Sprache des Vortrags und der Rhythmus der Darstellung sind der Aussagekraft Fried'scher Lyrik adäquat. Ich wünsche Ihnen, dass Sie weiterhin ein großes Publikum finden. Die Zeit ist jedenfalls danach...


Söldner gegen die Zukunft oder "Die einzige Demokratie im Nahen Osten". - Anton Holberg - 04.02.2012 - Ende 2011 hat der Melzer Verlag ein überaus wichtiges aus zwei CDs bestehendes Hörbuch zum Zionismus und dessen staatlicher Gestalt, Israel, herausgegeben. Die leider bis dato nicht gedruckt für die Öffentlichkeit vorliegenden Texte werden von den Schauspielern Beate Himmelstoß und Jürgen Jung gesprochen. Musikalische Einsprängsel sind solche der Gruppe „Embryo".
Von Bedeutung ist m.E. insbesondere der 1. Teil (CD I). Hier werden alle grundlegenden Mythen des Zionismus und sympathisierender nicht-jüdischer Strömungen an Hand eindeutiger Zitate zionistischer Führer wie David Ben Gurion und israelischer Wissenschaftlicher wie Shlomo Sand widerlegt. So etwa die Behauptung, die Mehrzahl der Juden seien im Jahre 70 n.Chr. aus ihrem Land in Palästina vertrieben worden und nun 2000 Jahre später zurückgekehrt.
Weder gibt es einen historischen Beleg für die Massenvertreibung noch sind die „Zurückgekehrten" überwiegend die Nachkommen derer, die damals und später ihre nahöstlichen Heimat verlassen haben >>>

Die beiden Hörbücher "Söldner gegen die Zukunft" und "Erich Fried - Höre, Israel!" sind im Melzer-Verlag erschienen.
Bestellung und - kostenfreier - Versand über das Büro von Jürgen Jung juejung@online.de - Eine Doppel-CD kostet 14,90 € (inkl. Verpackung und Porto)

Faith under Occupation

The Plight of Indigenous Christians in the Holy Land

published by EAPPI/JIC/WCC, Jerusalem, February 2012.)



Faith under Occupation
– Book Review  - Ludwig Watzal - - In the West, the Palestinian-Israeli conflict is viewed as only a Muslim-Jewish one. Totally forgotten are the Christians in Palestine who constitute the cradle of Christianity. The study “Faith under Occupation” is published by “The Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI)“ together with the “Jerusalem Inter-Church Centre (JIC)” and the “World Council of Churches (WCC)”. This report does not only aim to expose the grim realities of life under Israeli military occupation, and the impacts that it has on the Palestinian people in general, but it also aims to shed some light on the fact that Palestinian Christians are indigenous to the Holy Land. This report also disapproves of the unfounded Israeli and Christian Zionist propaganda that Palestinian Christians are depopulating due to Muslim fundamentalism in Palestinian society. Even more repelling is the fact that this report shows how Christian Zionist support for Israel’s brutal military occupation of Palestine >>>

Auch hier >>>

Schnieper, Marlène

Nakba – die offene Wunde

Die Vertreibung der Palästinenser 1948 und ihre Folgen

350 S., Ebr - ISBN 978-3-85869-444-7  - CHF 36,00 € 28,00

Als den »größten bewaffneten Raub des 20. Jahrhunderts« bezeichnet der palästinensische Intellektuelle Azmi Bishara die Nakba.

Vergessen ist keine Lösung
»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen, dass sie [die Palästinenser] niemals zurückkommen … Die Alten werden sterben, die Jungen werden vergessen.« Dies notierte Israels Staatsgründer David Ben Gurion am 18. Juli 1948 in seinem Tagebuch. Und so hoffen es viele israelische Politiker immer noch. Doch die palästinensischen Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in ihrem Buch über die Nakba porträtiert, haben nicht vergessen. »Nakba«, das ist die alles umstürzende Katastrophe, die über die arabischen Einwohner des historischen Palästinas kam, als in einem Teil dieses Territoriums der jüdische Staat gegründet wurde. Zerstört wurden Dörfer und Städte, eine in mancher Hinsicht blühende Kultur. Ersatz ist nicht in Sicht. Das offizielle Israel mag diese Umstände verharmlosen – die Katastrophe ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt das Leben der Betroffenen. Das führt uns Marlène Schnieper eindringlich vor Augen. Sie hat mit Vertriebenen und deren Angehörigen gesprochen und ihr Schicksal aufgeschrieben. Dazu liefert sie geschichtlichen Hintergrund, webt Sequenzen aus dem heutigen Alltag in Israel und den Palästinensergebieten ein und resümiert neuste Forschungsergebnisse über die ­Wahrnehmung des Konflikts. So vervollständigt sich das Bild des an Dramatik reichen nahöstlichen Geschehens.
Quelle

„Als Jude ist mein Herz gebrochen“ - Mark Braverman hat ein Buch verfasst, das Schweigen brechen und Menschenrechten Raum geben soll. Darin fordert der amerikanische Psychologe die Kirchen weltweit dazu auf, Israels Siedlungspolitik schnellstens Einhalt zu gebieten. (Der Artikel erschien am 22.3.2012 in der evangelischen Wochenzeitung “die kirche”) - Liva Haensel - Der Mann blickt nach oben. Seine Augen wandern die graue Betonwand entlang, über die kleinen Unebenheiten, die Streifen, ein paar Risse. Sie bleiben an dem Stacheldraht hängen, der die Mauer entlang kriecht bis zum nächsten Wachturm. Wer als Kind mal beim Spielen in einem Stacheldrahtzaun hängengeblieben ist, der weiß wie spitz sich die Metallenden in das Fleisch bohren. Der Mann ist zierlich und schmal. Für eine Weile steht er da vor der riesigen Mauer, die ihm ihre graue Fassade entgegenstreckt und denkt nach. Dann hat er seine Antwort gefunden. Die Mauer hat sie ihm gegeben. Er kann es kaum glauben. >>>

 

 

Der Islam – Schrecken des Abendlands - Werner Ruf - Freiheitsliebender - Es scheint uns heute selbstverständlich, in der Kategorie der Nation zu denken. Da ist jemand “stolz, Deutscher zu sein”, ein Anderer schämt sich dieser Nationalität ob der im deutschen Namen begangenen Verbrechen. Aber was ist das, Deutscher, Franzose, Araber oder Jude zu sein? So leitet der Dr. phil Werner Ruf sein Werk “Der Islam – Schrecken des Abendlands” ein. Sein Buch beginnt . >>>

Werner Ruf, Der Islam – Schrecken des Abendlands - Rezension Dr. Ludwig Watzal - Ein Gespenst geht um im Westen – es ist „der Islam“. Seit Samuel Huntingtons berühmt-berüchtigter These vom „clash of civilisations“ hat der US-dominierte Westen wieder ein Feindbild. Es ersetzte flugs die Bedrohung durch den Kommunismus, >>>

 

 

Tikva Honig-Parnass

False Prophets of Peace

Rezension - Dr. Ludwig Watzal - Liberal Zionism and the Struggle for Palestine, Haymarket Books, Chicago, Ill. 2011, 262 pp., $ 20. - This book explores the Israeli Zionist Left´s discourse regarding the „Jewish and democratic“State of Israel and all its ramifications that comes with it. Such undertaking was overdue because it exposes Zionist left-wing intellectuals as hypocrites. It was not the Israeli right that did the „dirty“ work of legitimatizing colonization, oppression, expulsion, discrimination and dispossession of the original owners of the land, the Palestinians, but left-wing „liberal“ intellectuals, especially those of the Zionist Labor movement. They provided not only the political, legal and military establishment with ideological legitimacy but also with a „scientific“one. Through their intellectual twists and turns, they laid the foundations for governmental policies that „have made possible Zionist colonialism in the Apartheid settler state of Israel“ (193), writes Tikva Honig-Parnass in her unique book. >>>

Auch - BETWEEN THE LINES - LUDWIG WATZAL: False Prophets of Peace >>>

 

Ziyad Clot

Einen Palästinenserstaat wird es nicht geben


Zambon Verlag 2011, Frankfurt am Main, ISBN 978 3 88975 185 0 - 12 Euro

Einen Palästinenserstaat wird es nicht geben - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Das Buch des französischen Anwalts Ziyad Clot macht für alle Nichtexperten in eloquenter Weise deutlich, welche Farce im Nahen Osten vor den Augen der Weltöffentlichkeit dargeboten wird und die sich „Friedensprozess“ nennt. Der Autor ist Franzose; sein Vater Normanne, seine Mutter palästinensische Libanesin, deren Eltern aus Haifa 1948 vertrieben worden sind. Mit 30 Jahren entschloss sich Clot, die Heimat seiner Mutter zu besuchen und seine Rechtskenntnisse in den Dienst der palästinensischen Sache zu stellen. (...) In Palästina angelangt, erlebt er hautnah die israelische völkerrechtswidrige Besatzung mit ihren alltäglichen Demütigungen und Verletzungen der Menschenrechte der Palästinenser. „Nach dem zu urteilen, was ich seit meiner Ankunft gesehen und erlebt habe, scheint die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Palästinenser eher durch das militärisch definierte Vorgehen der Israelis bestimmt zu sein. >>>


Nahost-Friedensverhandlungen: Whistleblower der “Palestine Papers” outet sich >>>


Palestine Papers: Why I blew the whistle  - The mislabeled "peace talks" were instrumental in creating divisions amongst Palestinians, compelling me to speak out. - Ziyad Clot
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Rezension von "Einen Palästinenserstaat wird es nicht geben" - Ziyad Clot - Taris Ahmad >>>

Vorwort zum Ziyad Clot-Buch "Einen Palästinenserstaat wird es nicht geben" - Gegen die Selbstzensur der "freien Presse" -  Markus Omar Braun - Ziyad Clot, der Verfasser dieses Buches, beendete seine Tätigkeit für die NSU, eine Gruppe externer juristischer Berater der PLO, im Frühjahr 2009. Im August 2010 schloss er die Arbeit am vorliegenden Bericht ab, welcher im September 2010 in französischer Sprache durch Editions Milo in Paris veröffentlicht wurde. Darin sind viele Details der Verhandlungen zwischen den palästinensischen und israelischen Delegationen beschrieben, Details, die sich in ein neues, anderes Bild dieses "Friedensprozesses" fügen. >>>

The Palestine Papers >>>

Dazu passt vielleicht: Palestinians offer to renew Israel peace talks without settlement freeze, official says - PA reportedly submits new Quartet offer to restart negotiations, demand Israel releases 100 Palestinian prisoners; Israel rejects offer fearing renewal of only low-grade talks. - Barak Ravid - The Palestinian leadership submitted a proposal to renew peace talks with with Israel that drops their long-standing demand that Israel ceases all West Bank settlement construction, a top Israeli official said on Wednesday. >>>

 

 

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