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Neue Bücher zum
Nahostkonflikt - Palästina + Israel
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15. April 2013
pdf Datei - 143 Seiten
>>>
ISRAEL
Politische Raumplanung
Ethnozentrismus Rassismus
MONOPOLY OHNE GRENZEN
Viktoria Waltz
online zu lesen >>>
75 Jahre - des Terrors, der
Morde, des Landraubs, des
Rassismus…
eine Anklage, die keine
Entschuldigungen wegen anderer
Verbrechen zuzulassen bereit ist
- Dr. Viktoria Waltz
Wer die Ziele und Methoden des
Zionismus und sein zentrales
Projekt, den zionistischen
Staat, beschönigt, bewirbt und
fördert macht sich mitschuldig
der Unterstützung des
Missbrauchs scheinrechtlicher
Mittel zum tausendfachen Mord,
zur Vertreibung von Millionen
Indigenen, des Raubs in fast 100
prozentigem Maß an ihrem Land,
der schleichenden Zerstörung
ihrer Geschichte und ihrer
Kultur und damit der Verletzung
internationaler Rechte und
Pflichten für das Zusammenleben
der Menschheit, schaut zu wo er
eingreifen müsste, beteiligt
sich indirekt an weiterem
Massenmord, Vernichtung und
Zerstörung, Krieg. Die Lehren
aus Faschismus, Diktaturen und
den Absichten der
dahinterstehenden religiös.
politisch und wirtschaftlich
Missbrauch treibenden Mächten
bleibt: Nie wieder Krieg, nie
wieder Faschismus, nie wieder
Rassismus! Diese Forderung
bleibt aktuell, eine
Verantwortung für uns alle,
unabhängig von Nation, Staat und
Religion, dafür zu kämpfen.
Die zionistischen Mächte
treiben ihr blutiges Spiel seit
mehr als diesen 75 Jahren –
aber es bleibt eine mörderisches
Spiel um Land, Menschen und die
Herrschaft über Geschichte und
Kultur.
Welche Mittel und Instrumente
das Spiel befördert haben und
weiter befördern wird noch
einmal zusammengefasst im
folgenden Beitrag, der nun
anlässlich des 15. April 2013
per Internet zugängig gemacht
wird.
Exklusiv im "Das Palästina
Portal"
Vorwort - Dr.
Ludwig Watzal - Die
Entstehungsgeschichte Israels
hat weder etwas mit den
biblischen Legenden vom
„auserwählten Volk“ noch mit den
Versprechen Gottes an Abraham zu
tun; dies sind religiöse
Legenden, wissenschaftlicher
Rationalität nicht zugänglich
und bloße Glaubenspostulate.
Auch wurde Israel nicht
gegründet, weil der deutsche
eliminatorische Antisemitismus
unter der Nazi-Barbarei ein
kolossales Menschheitsverbrechen
am europäischen Judentum
begangen hat. Viel wichtiger war
jedoch die Diplomatie der
zionistischen Bewegung, die sich
auf dem Ersten Zionistischen
Kongress 1897 in Basel eine
politische Organisationsform
gegeben hat.
Wer das Buch der ehemaligen
wissenschaftlichen Mitarbeiterin
am Institut für Raumplanung an
der Universität Dortmund,
Viktoria Waltz, liest, erlebt
eine völlig andere
Entstehungsgeschichte des
Staates Israel. Ihrer zentralen
These folgend, ist das „Projekt
Israel“ einem schlichten
Planungsprozess geschuldet, der
bis heute noch nicht
abgeschlossen ist. Er
konzentriert sich auf das Land
eines anderen Volkes, des
palästinensischen, dessen
Existenz im Begriff ist , völlig
zerstört zu werden. Es geht um
die Schaffung eines „reinen
jüdischen Staates“, in dem kein
Platz für die indigene
Bevölkerung ist, weil sie als
„fünfte Kolonne“ und als
„existentielle Bedrohung“
wahrgenommen wird.
Das „Expropriationswerk“, wie es
einst der Gründungsvater des
Zionismus, Theodor Herzl,
genannt hat, läuft nicht im
Geheimen, sondern vor den Augen
der Weltöffentlichkeit ab. Jeder
sieht es, aber niemand
protestiert dagegen, obgleich
dieser Vorgang nichts mit
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit
oder Völkerrecht zu tun hat. Der
Westen, der immer wieder eine
gemeinsame Wertebasis zwischen
ihm und Israel betont, sollte
einmal hinter die Kulissen
dieser rhetorisch-politischen
Luftblasen schauen. >>> | |

Petra Wild
APARTHEID UND ETHNISCHE
SÄUBERUNG IN PALÄSTINA
Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort
und Tat
„Ethnische
Säuberungen, Apartheid und
schleichender Genozid“ - Die Publizistin
Petra Wild hat ein wichtiges
Buch über Israels
Siedlerkolonialismus geschrieben
-
Arn
Strohmeyer - Bei der Rezension
dieses Buches muss man mit der
Bilanz beginnen: Petra Wild hat
ein außergewöhnlich informatives
Buch über den Nahostkonflikt
geschrieben – eins der besten,
die zurzeit zu diesem Thema
verfügbar sind. Dabei bietet sie
gar nicht viel neues, bisher
unbekanntes Material, schafft es
aber mit dem von ihr zentral
verwendeten Begriff des
„Siedlerkolonialismus“ ganz neue
Einsichten zu eröffnen. Fügt man
diesem Begriff noch das Adjektiv
zionistisch hinzu, gelingt es
ihr, das in Deutschland gängige
Israel-Bild einer gründlichen
Revision zu unterziehen. Denn es
sind zumeist nur Klischees und
propagandistische Versatzstücke,
die da im Umlauf sind und in der
Öffentlichkeit reflexartig
wiederholt werden: Israel sei
der Staat der
Holocaust-Überlebenden; die
einzige Demokratie im Nahen
Osten ‑ in dieser feindlichen
und rückständigen Region eine
„Insel der Zivilisation“ und
deshalb bedroht und belagert,
vor allem vom Islam, der eine
repressive und barbarische
Religion sei; Israel strebe nach
Frieden, während Palästinenser,
Araber und Iraner diesen Staat
vernichten wollten; Israel nehme
deshalb nur sein Recht auf
Selbstverteidigung wahr, um sein
einziges Ziel zu verfolgen:
einen exklusiv jüdischen Staat
auf Dauer zu etablieren.
Wer dieses propagandistische
Dogma nicht akzeptiert, wird
sofort wegen „Antisemitismus“ an
den Pranger gestellt >>>
Pressestimmen zum Buch: Das Portal "www.literatur.palaestina-heute.de"
am 3. April 2013. "Ein großartiges Buch, von einzigartiger
Dichte, voller Quellenangaben, voller weiterführender
Literaturhinweise! Nach Ilan Pappé und Shlomo Sand nun
endlich ein Buch von einer deutschen Wissenschaftlerin.
(...) Endlich ein Buch, das den Siedlerkolonialismus zentral
thematisiert, das die Parallelen zu siedlerkolonialistischen
Geschehnissen wie der Eroberung Amerikas, der Vertreibung
und weitgehenden Ausrottung der Urbevölkerung Australiens,
den inzwischen zurückgedrängten Siedlungsaktivitäten der
Franzosen in Nordafrika und der Buren in Südafrika deutlich
macht. Sieht man mit Hilfe von Petra Wild das Geschehen in
Nahost unter Zuhilfenahme dieser Kategorie, so wird
deutlich, dass der sog. Friedensprozess lediglich ein recht
erfolgreicher Versuch der Verzögerung und Zurückdrängung von
Kräften, die dem zionistischen Projekt der Landnahme
gefährlich werden könnten durch eine Friedensrhetorik, die
dem Beobachter aber kaum die Brutalität der anhaltenden
ethnischen Säuberung verdecken kann. Petra Wild rüttelt auf,
weil ihre Quellen so aktuell sind und weil das von ihr
beschriebene Geschehen sich bis heute, weitgehend verstärkt
fortsetzt."
http://www.literatur.palaestina-heute.de/Bucher/Wild__Apartheid_und_ethnische_/wild__apartheid_und_ethnische_.html
Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus
ISBN 978-3-85371-355-6, br., 240 Seiten, 15,90 Euro, mit
Landkarten
Über die Palästina-Frage scheint schon alles gesagt. Das
Buch von Petra Wild beweist das Gegenteil. Es orientiert
sich an den neuesten Erkenntnissen der Kolonialismus- und
Genozidforschung, die den Zionismus als eine Form des
europäischen Siedlerkolonialismus ausweisen.
Nach einer Einführung in den Ursprung des
palästinensisch-israelischen Konflikts und den exklusiv
ethno-religösen Charakter des Staates Israel wird in diesem
Werk detailliert auf die israelische Politik gegenüber den
Palästinensern innerhalb der Grenzen Israels und in den 1967
besetzten Gebieten eingegangen. Diese wird von israelischen,
palästinensischen und internationalen
Menschenrechtsorganisationen wie auch von UN-Organisationen
immer wieder als Apartheid angeprangert.
Da der zionistische Siedlerkolonialismus anders als der
südafrikanische nicht auf die Ausbeutung der einheimischen
Bevölkerung als billige Arbeitskräfte, sondern auf deren
möglichst vollständige Ersetzung durch die
Siedlerbevölkerung zielt, ist die schleichende ethnische
Säuberung neben der Apartheid das Hauptmerkmal der
zionistischen Kolonialpolitik. Wie diese Politik in der
Praxis aussieht, wird in einzelnen Kapiteln über die
Ghettoisierungspolitik in der Westbank, die ethnische
Säuberung des Jordantals, die Gewalt der kolonialen Siedler
sowie die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und die
Zerstörung der historischen Stadt Jerusalem dargelegt.
Dass es dennoch einen Silberstreif am Horizont gibt, zeigt
das Abschlusskapitel zur Debatte über die Ein-Staat-Lösung,
wie sie unter Palästinensern, antizionistischen Israelis und
Aktivisten der internationalen Solidaritätsbewegung geführt
wird. Angestrebt wird die Errichtung eines demokratischen
säkularen Staates auf dem Boden des historischen Palästinas,
in dem muslimische, christliche und drusische Palästinenser
sowie jüdische Israelis auf der Basis von gleichen Rechten
zusammenleben. Der seinem Anspruch nach exklusiv jüdische
Staat Israel soll durch einen multiethnischen,
multireligiösen und multikulturellen ersetzt werden. Die
Ein-Staat-Lösung würde nicht nur den Palästinensern ihre von
der UNO anerkannten Rechte auf Selbstbestimmung, Rückkehr
und Entschädigung garantieren, sondern auch die
jüdisch-israelische Bevölkerung von ihrem Status als
Kolonialherren befreien.
Die Autorin
Petra Wild, geboren 1963 in Aarbergen/Hessen, studierte
arabische Sprache und Islamwissenschaften in Jerusalem,
Leipzig, Damaskus und Berlin. Sie arbeitet als
freiberufliche Publizistin vor allem zur Palästina-Frage und
zur Arabischen Revolution. | |
Peter
Beinhart
Die amerikanischen Juden und Israel
Totengräber der Demokratie
Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Als “The Crisis of
Zionism” von Peter Beinart auf dem US-Markt erschienen ist,
hat das Buch zu heftigen emotionalen Eruptionen innerhalb
des jüdischen politischen und kulturellen Establishments
geführt. Der Autor bezeichnet sich selber als Zionist; er
macht sich um die Zukunft Israels und die Entfremdung der
jungen US-amerikanischen Juden vom Zionismus große Sorgen.
>>>
28.04.2013 ·
- Rolf Steininger -
Der Politikprofessor Peter Beinhart schlägt vor, die
Westbank als „Undemokratisches Israel“ zu bezeichnen. Diese
Bezeichnung verrate, das es zwei Israel gebe: „Das eine ist
eine fehlerhafte, aber echte Demokratie innerhalb der grünen
Linie“ der Waffenstillstandslinie von 1949, „das andere eine
undemokratische Ethnokratie östlich dieser Linie“.
Peter Beinart ist orthodoxer Jude, geboren 1971, Journalist
und Professor für Politikwissenschaft an der City University
in New York; seine Eltern sind nach dem Zweiten Weltkrieg
aus Südafrika in die Vereinigten Staten eingewandert. Gleich
in der Einleitung seines Buches teilt er uns mit, dass er
„ruhiger schläft in dem Wissen, dass es einen Staat für die
Juden gibt“. Ein Video, das ihm ein israelischer Freund 2010
schickte, brachte ihn um den Schlaf. Es zeigte eine
Alltagsszene in der Westbank: ein Palästinenser, der Wasser
gestohlen hatte, wurde von israelischen Polizisten
verhaftet, in einen Gefangenentransporter geschleppt. Dann
schwenkte die Kamera auf einen fünf Jahre alten Jungen, der
verzweifelt versuchte, sich einen Weg durch die
Menschenmenge zu bahnen, und nach seinem Vater schrie. In
der Vergangenheit hatte Beinart auf Berichte über das Leid
der Palästinenser mit Rechtfertigungsversuchen reagiert.
Dieses Video änderte alles. Ihm wurde klar, dass er und mit
ihm die amerikanischen Juden helfen müssen, die Besatzung
der Palästinensergebiete zu beenden, mehr >>>
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Pressemitteilung
- Reiseführer PALÄSTINA -
Der
erste deutschsprachige Palästina-Führer
erscheint nach knapp zwei Jahren
bereits in zweiter Auflage – aktualisiert
und um 36 Seiten erweitert. Jetzt
werden die gedruckten Informationen
durch noch mehr Internetadressen
(560 insgesamt) und Apps ergänzt,
37 Pläne und Karten geben zusammen
mit 90 Fotos einen noch besseren
Über- und Einblick in die Westbank
und den Gazastreifen.
Der Reiseführer macht auf ein neues
(eigentlich uraltes) und in vieler
Hinsicht interessantes Reiseziel
aufmerksam: auf die palästinensische
Westbank. In den letzten Jahren
ist es relativ einfach geworden,
diesen Teil Palästinas zu bereisen.
Wegen der guten touristischen Infrastruktur
besteht kein Anlass mehr, nur von
Israel aus Tagesausflüge in die
besetzten Gebiete zu unternehmen.
Im Gegenteil, erst durch einen Aufenthalt
jenseits der israelischen Sperranlage
findet man genug Zeit und Muße,
die reizvolle Landschaft, die kulturhistorisch-christlichen
Stätten und die Menschen kennenzulernen.
Und man wird erleben, dass die Bevölkerung
in über sechs Jahrzehnten rigider
Militärverwaltung mit täglichen
Demütigungen, völkerrechtswidrigen
Enteignungen und wehrloser Ohnmacht
ihren Lebensmut nicht verloren hat.
Ein paar Fünfsterne-Hotels, ein
echtes Ferienresort und diverse
mittlere Hotels bis hin zu kleinen
Pensionen bemühen sich um Gäste,
ebenso wie zahlreiche Restaurants
unterschiedlichen Zuschnitts. Palästinensische
Bus- und Taxiunternehmen sind zuverlässig,
so dass auch das Fortkommen gesichert
und sehr preiswert ist. Zahlreiche,
fast immer geprüfte Adressen der
relevanten Dienstleister sind im
Reisehandbuch aufgeführt.
Um allen Ängsten eine Absage zu
erteilen: Wir schätzen das Risiko,
als Tourist in politische Auseinandersetzungen
zu geraten, als sehr gering ein
– nicht höher als auf einer deutschen
Autobahn in einen Unfall verwickelt
zu werden.
ISBN 978-3-89662-484-0, Preis 13,90
EUR (D)
280 Seiten, Minilexikon Deutsch/Arabisch/Hebräisch,
viele Querverweise, Kurzübersichten
"Sehenswertes", Glossar und ausführlicher
Index.
www.tondok-verlag.de
Lesetipp
- Der Reiseführer ist nicht nur für Reisende interessant. Er
hilft auch sich als Leser in Palästina zu orientieren. | |
Palestine
in Israeli School Books
- Rezension Dr.
Ludwig Watzal - Jahr für Jahr werden israelische Jungen
und Mädchen nach Beendigung der High School (Gymnasien)
zum Militärdienst eingezogen und befinden sich plötzlich
mitten im israelisch-palästinensischen Konflikt. Dieser
nahtlose Übergang bedarf intensiver ideologischer
Vorbereitung. Die Sozialisation ins Militär werde durch
das Bildungssystem erreicht, und zwar anhand von
Schulbüchern, so eine zentrale These dieses Buches. Auf
einfühlsame Weise hat dies Nurit Peled-Elhanan von der
Hebräischen Universität in Jerusalem getan, an der sie
Sprach- und Erziehungswissenschaften lehrt. Sie gehört
zu den renommiertesten Vertreterinnen ihres Faches nicht
nur in Israel, sondern auch über dessen Grenzen hinaus.
Auch als Friedensaktivistin hat sie sich einen Namen
gemacht. Einer größeren Öffentlichkeit wurde sie durch
ihre außergewöhnliche Erklärung zum tragischen Tod ihrer
13-jährigen Tochter Smadar bekannt. Sie machte nicht die
palästinensischen Selbstmordattentäter für die Tat
verantwortlich, sondern die israelische
Besatzungspolitik. >>>
Nurit Peled-Elhanan:
Palestine in Israeli
School Books: Ideology and Propaganda
in Education.
Verlag: I.B.Tauris, 268 Seiten,
24,90 Euro
ISBN: 978-1-78076-505-1
Nichts
als Klischees und Stereotype
- Kursiv International: "Palestine
in Israeli School Books: Ideology
and Propaganda in Education"
- Peter Capern - Die
Darstellung von Palästina
und den Palästinensern in
israelischen Schulbüchern
ist voller Zerrbilder. Baba. >>>
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Begleitkatalog zur Wanderausstellung
"Die
Nakba
Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948"
Flüchtlingskinder
im Libanon e.V.
32 Seiten, Preis: 3€ + Versandkosten
Zu beziehen bei Ingrid Rumpf
irumpf@lib-hilfe.de
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Wer
rettet Israel?
Ein Staat am
Scheideweg
Arn Strohmeyer
Israel
betreibt schon seit Jahrzehnten eine
Politik des Landraubs, der Unterdrückung
und Entrechtung des palästinensischen
Volkes. An einer gerechten Friedenslösung
und einer Politik des Ausgleichs mit
seinen arabischen Nachbarn ist der zionistische
Staat nicht interessiert. Er setzt ausschließlich
auf seine militärische Überlegenheit.
Kann Israel mit einer solchen Politik
der Überheblichkeit und Selbstisolation
überleben?
Dieses
Buch stellt in großen Zügen die Geschichte
Israels dar, stützt sich dabei aber
nicht auf das sogenannte israelische
Narrativ, also die offizielle zionistische
Version der israelischen Staatsideologie,
sondern legt vor allem die Forschungen
der sogenannten „Neuen Historiker“ zu
Grunde. Dabei handelt es sich um eine
Schule israelischer Geschichtsforscher,
die dem Zionismus kritisch oder zumindest
mit Distanz gegenübersteht.
Der Text
beschreibt dann den Ist-Zustand der
israelischen Politik - eine Politik
der Landnahme, der Unterdrückung und
Entrechtung des palästinensischen Volkes,
die nun schon seit Jahrzehnten andauert.
Israel ist heute schon ein Apartheidstaat,
der an das frühere Südafrika unter der
weißen Herrschaft erinnert. An einer
Lösung des Problems ist weder die israelische
Führung noch die Bevölkerung interessiert.
Man setzt ausschließlich auf militärische
Überlegenheit, will mit ihr den Status
quo bewahren, schafft weiter Fakten
(etwa mit der Siedlungspolitik) und
hofft, dass die Zeit für Israel arbeitet.
Ziel ist immer noch die Schaffung eine
Groß-Israel.
Jede
Kritik an dieser gegen das Völkerrecht
und die Menschenrechte verstoßenden
Politik wird mit dem - in diesem Zusammenhang
völlig unangebrachten - Antisemitismus-Vorwurf
abgewehrt. Es ergibt sich automatisch
die Frage: Kann Israel mit der Fortführung
einer solchen Politik der Überheblichkeit
und Selbstisolierung überleben? Der
Westen einschließlich Deutschland schweigt
nicht nur über das, was in den besetzten
Gebieten geschieht, sondern unterstützt
diese Politik mit allen Mitteln und
verstößt damit gegen sein eigenes politisches
Wertesystem. Auch der Mainstream der
deutschen Medien steht hinter diesem
Kurs. Dabei wäre Druck auf Israels Politik
angesagt, um es - in seinem eigenen
Interesse - von seinem verhängnisvollen
Irrweg abzubringen.
Dieses
Buch macht deutlich, wie sehr unser
Israel-Bild unbedingt der Korrektur
bedarf.
Das
Buch hat 275 Seiten, kostet 16 Euro
plus Versandkosten und kann - Selbstverlag
- über die Webseite
www.arnstrohmeyer.de
bestellt werden.
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Marlène
Schnieper
Nakba – die offene Wunde
Die Vertreibung der
Palästinenser 1948 und die Folgen
Mit zahlreichen historischen Fotos
380 Seiten, Klappenbroschur - CHF 36.– / Euro 28,– - ISBN
978-3-85869-444-7
Vergessen ist keine Lösung
»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen, dass sie [die
Palästinenser] niemals zurückkommen… Die Alten werden
sterben, die Jungen werden vergessen.« Dies notierte Israels
Staatsgründer David Ben Gurion am 18.!Juli 1948 in seinem
Luzern Tagebuch – und so hoffen es viele israelische
Politiker auch heute noch. Doch die sich immer wieder in
palästinensischen Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in
diesem Buch über die spannungsgeladenem Terrain bewegt –
porträtiert, haben nicht vergessen und werden nicht
vergessen.
Nakba, das ist die alles umstürzende Katastrophe, die über
die arabischen diplomatische Korrespondentin Einwohner des
historischen Palästinas kam, als in einem Teil dieses
Territoriums der jüdische Staat gegründet wurde. Zerstört
wurden Dörfer, Städte und eine in vieler Hinsicht blühende
Kultur.
Ersatz ist nicht in Sicht. Das offzielle Israel mag diese
Umstände verharmlosen – die
Katastrophe ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt das
Leben der Palästinensergebieten. Marlène Schnieper hat mit
Vertriebenen und deren Angehörigen gesprochen und ihr
Schicksal aufgeschrieben. Dazu liefert sie geschichtliche
Hintergründe, webt Sequenzen aus dem heutigen Alltag in
Israel und den Palästinensergebieten ein und resümiert
neueste Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung des Konflikts
auf israelischer wie auf palästinensischer Seite.
Entstanden ist so ein Standardwerk zur Nakba und deren
Folgen.
Marlène Schnieper, Nakba
– die offene Wunde. Die Vertreibung der Palästinenser 1948
und die Folgen,
Rotpunktverlag, Zürich 2012, 380 Seiten, 36 CHF, € 28. -
Rezenison von Dr. Ludwig Watzal -
„Wir müssen die Realität
sehen, dass Israel weder unschuldig noch erlöst worden ist.
Und dass bei seiner Entstehung und Expansion wir als Juden
das, was wir historisch erlitten haben, wiederum erzeugt
haben, nämlich ein Volk von Flüchtlingen in der Fremde."
Diese Sätze hat der Philosoph Martin Buber David Ben Gurion
im März 1949 bei einem Treffen in dessen Haus in Tel Aviv
vorgehalten, bei dem es um den moralischen Charakter des
neugegründeten Staates Israel ging.
Das offizielle Israel
ist von einer solchen Einsicht zwar noch meilenweit
entfernt, aber die Einschätzung um die Ereignisse von 1948
hat sich bereits geändert. Dass die Palästinenser aus freien
Stücken und auf die Aufforderungen ihrer Politiker das Land
verlassen hätten, war bis weit in die 1980er-Jahre hinein
die offizielle Meinung. Erst durch die Veröffentlichung des
Buches von Benny Morris und anderer „neuer Historiker"
veränderte sich die Perspektive. Augenblicklich glauben 47
Prozent der Israelis, dass es eine Vertreibung gegeben habe,
wohingegen 41 Prozent der Meinung sind, dass sich die
Palästinenser das ganze Debakel selber >>>
Die Nakba
- Dr. Ludwig Watzal - Der
Philosoph Martin Buber (...)
«Wir müssen die Realität
sehen, dass Israel weder
unschuldig noch erlöst
worden ist. Und dass bei
seiner Entstehung und
Expansion wir als Juden
das,was wir historisch
erlitten haben, wiederum
erzeugt haben, nämlich ein
Volk
von Flüchtlingen in der
Fremde.» >>>
Buchbesprechung - Heiko Flottau -
Die Wurzeln des jüdischen Staates - Marlène
Schnieper über die palästinensische Katastrophe -
Die Entstehung des Staates Israel wird als eine Folge des
Holocaust angesehen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Die Pläne für diesen Staat reichen viel weiter zurück.
Dieses Buch über die Vertreibung der Palästinenser erzählt
die bislang kaschierte historische Wahrheit. Es bedarf wohl
einer Schweizer Autorin und eines Schweizer Verlages, um
über die „Nakba“, die palästinensische Katastrophe, im
deutschsprachigen Raum so detailliert berichten zu können.
>>>
Marlène Schnieper: Nakba - Die lange Nacht
der Palästinenser - Peter Blastenbrei - Die
gewaltsame Vertreibung der Palästinenser 1947/49, Kern und
Ausgangspunkt des heutigen Palästinakonflikts, ist in
Deutschland nur in Umrissen bekannt. Die Schweizer
Publizistin Marlène Schnieper, 2006-2008 Korrespondentin des
Züricher Tages-Anzeiger in Israel und Palästina, bietet mit
ihrem Buch Nakba – die offene Wunde eine knappe, aber
umfassende Darstellung dieser ersten großen ethnischen
Säuberung im Nahen Osten.
Früh in der Geschichte des Zionismus macht die Autorin aus,
was zum roten Faden ihrer Darstellung wird. Denn die Idee
des Transfers der einheimischen arabischen Bevölkerung aus
dem angeblichen »Land ohne Volk für das Volk ohne Land«
findet sich schon beim Gründervater Herzl. Die Kolonialmacht
Großbritannien spielte in der Zeit ihres Mandats über
Palästina eine zwielichtige Rolle gegenüber den
zionistischen Siedlern, die an der Schaffung unumkehrbarer
Fakten arbeiteten. Anfangs Komplize, williger Vollstrecker
und schließlich betrogener Betrüger? Die palästinensische
Führung der 1920er und 1930er Jahre hatte der
britisch-zionistischen Doppelstrategie jedenfalls nichts
entgegenzusetzen. >>>
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Zerstört Israel
sich selbst? -
Der
Historiker Gershom Gorenberg sieht
in seinem Buch „Israel schafft sich
ab“ den jüdischen Staat am Abgrund
/ Vision einer neuen Republik
- Arn
Strohmeyer
Die Zahl der warnenden Stimmen,
die Israel nur noch eine begrenzte
Anzahl von Jahren in seiner Existenz
zugestehen (vorausgesetzt, dass
dieser Staat seine gegenwärtige
Politik gegenüber den Palästinensern
fortführt), hat in letzter Zeit
beträchtlich zugenommen. Da war
die Studie der amerikanischen Geheimdienste
unter Federführung des CIA, die
Israel noch höchstens zwanzig Jahre
gab. Der ehemalige US-Außenminister
Henry Kissinger, selbst Jude und
ein großer Freund Israels, setzte
sogar nur noch zehn Jahre an. Der
israelische Historiker und Soziologe
Moshe Zuckermann beschreibt in seinem
jüngsten Buch „Wider den Zeitgeist“
die Zukunftsaussichten des jüdischen
Staates auf Grund der Politik der
Regierung Netanjahu als „katastrophal“
und fügte als Grund für die Misere
hinzu: „Jeder Israeli weiß letztlich
oder ahnt zumindest, dass Israel
ohne Frieden in der Region kaum
wird existieren können.“ Und der
israelische Philosoph Chaim Gans
fügte hinzu: „Die Art und Weise,
wie die Regierung Netanjahu Zionismus
interpretiert und ausführt, wird
langfristig zum Tod des Zionismus
führen. Netanjahus Interpretation
basiert auf einer Philosophie, die
gegen die Menschenrechte arbeitet.
Die einzige Hoffnung, wie der Zionismus
bestehen kann, ist unter einer egalitären
und an Menschenrechten orientierten
Interpretation.
Das sind klare Worte. Zum Kreis
der Untergangspropheten hat sich
nun auch der israelische Historiker
und Publizist Gershom Gorenberg
gesellt. Schon der Titel seines
neuen Buches „Israel schafft sich
ab“ macht überaus deutlich, wie
dieser orthodoxe Jude Israels Zukunft
sieht: sehr düster. Für Gorenberg
war die israelische Welt bis zum
Sechs-Tage-Krieg 1967 in
Ordnung. Nach diesem
einschneidenden Ereignis wurde
alles völlig anders. Der Rausch
des Sieges löste unter frommen
>>>>
Israel schafft
sich ab - Henry Kissinger hat
vor kurzem erklärt, dass es in
zehn Jahren kein Israel mehr
geben werde.
- Dr. Ludwig Watzal -
Gershom Gorenberg, ein
US-Amerikaner, der vor 35 Jahren
als Student nach Israel gekommen
ist und eine Familie gegründet
hat, weist auf über 300 Seiten
auf die Gefahren einer
Selbstzerstörung Israels durch
eine „unheilige Allianz“
zwischen politischer Führung und
extremistischer Siedlerbewegung
hin. Von Außeneinwirkung via
Iran ist dabei aber nicht die
Rede. Yakov M. Rabkin hat
bereits in seinem bahnbrechenden
Buch „A Threat from within.
Jewish Opposition to Zionism“
auf die Gefahren hingewiesen,
die dem Zionismus vom Judentum
drohen. Gorenbergs Thesen mögen
auf den ersten Blick „alarmistisch“
klingen, wenn er konstatiert,
dass sich „Israel in einer
fortdauernden Zersetzung
befindet“ und es zu einer
„Neugründung“ kommen sollte.
Paradoxerweise begann die
„Zersetzung“ Israel auf dem
Höhepunkt seines Triumphes über
seine „Feinde“ im Sechstagekrieg
von 1967. >>>>
Zerstört Israel
sich selbst? -
Der
Historiker Gershom Gorenberg sieht
in seinem Buch „Israel schafft sich
ab“ den jüdischen Staat am Abgrund
/ Vision einer neuen Republik
- Arn
Strohmeyer
Die Zahl der warnenden Stimmen,
die Israel nur noch eine begrenzte
Anzahl von Jahren in seiner Existenz
zugestehen (vorausgesetzt, dass
dieser Staat seine gegenwärtige
Politik gegenüber den Palästinensern
fortführt), hat in letzter Zeit
beträchtlich zugenommen. Da war
die Studie der amerikanischen Geheimdienste
unter Federführung des CIA, die
Israel noch höchstens zwanzig Jahre
gab. Der ehemalige US-Außenminister
Henry Kissinger, selbst Jude und
ein großer Freund Israels, setzte
sogar nur noch zehn Jahre an. Der
israelische Historiker und Soziologe
Moshe Zuckermann beschreibt in seinem
jüngsten Buch „Wider den Zeitgeist“
die Zukunftsaussichten des jüdischen
Staates auf Grund der Politik der
Regierung Netanjahu als „katastrophal“
und fügte als Grund für die Misere
hinzu: „Jeder Israeli weiß letztlich
oder ahnt zumindest, dass Israel
ohne Frieden in der Region kaum
wird existieren können.“ Und der
israelische Philosoph Chaim Gans
fügte hinzu: „Die Art und Weise,
wie die Regierung Netanjahu Zionismus
interpretiert und ausführt, wird
langfristig zum Tod des Zionismus
führen. Netanjahus Interpretation
basiert auf einer Philosophie, die
gegen die Menschenrechte arbeitet.
Die einzige Hoffnung, wie der Zionismus
bestehen kann, ist unter einer egalitären
und an Menschenrechten orientierten
Interpretation.
Das sind klare Worte. Zum Kreis
der Untergangspropheten hat sich
nun auch der israelische Historiker
und Publizist Gershom Gorenberg
gesellt. Schon der Titel seines
neuen Buches „Israel schafft sich
ab“ macht überaus deutlich, wie
dieser orthodoxe Jude Israels Zukunft
sieht: sehr düster. Für Gorenberg
war die israelische Welt bis zum
Sechs-Tage-Krieg 1967 in
Ordnung. Nach diesem
einschneidenden Ereignis wurde
alles völlig anders. Der Rausch
des Sieges löste unter frommen
>>>>
Israels gespaltene
Seele - Gershom Gorenberg: "Israel
schafft sich ab"
- Jan Kuhlmann >>>
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Rudolf
Hinz und Ekkehart Drost
In
Jayyous wachsen Bäume auch auf Felsen.
Friedensdienst
in einem palästinensischen Dorf
Als der
"Ökumenische Friedensdienst in Palästina und Israel" (EAPPI)
des Weltkirchenrates in Genf im Jahre 2002 begann, war das
palästinensische Dorf Jayyous im Nordwesten des
Westjordanlandes mit seinen damals 3000 Einwohnern eine der
ersten Ortschaften, in denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des Friedensdienstes ihre Arbeit aufnahmen. Ihre Aufgabe war
es, Menschen in einer Situation zu begleiten, die durch den
Bau der israelischen Sperranlage täglich bedrückender wurde.
Diese Sperranlage wurde nicht - wie es zu erwarten gewesen
wäre - auf der Waffenstillstandslinie von 1949 (der "Green
Line") geplant und gebaut, sondern bis weit hinein in
palästinensisches Gebiet. Viele Ortschaften wurden so von
ihren Feldern und Obstplantagen westlich dieser Anlage
abgetrennt. In Jayyous waren es mehr als 70% des nutzbaren
Landes, das für die meisten Benutzer nur schwer zugänglich
und für viele gänzlich unerreichbar blieb.
Das Bauerndorf
Jayyous wurde daher zwischen den Jahren 2003 und 2007 zum
Zentrum des gewaltfreien Widerstandes gegen den Bau der
Sperranlage. Die Autoren Rudolf Hinz und Ekkehart Drost
haben als Freiwillige mehrere Monate in Jayyous gearbeitet
und den Ort wiederholt besucht. Sie wurden dabei Zeugen
einer Entwicklung, die immer tiefer in die Verzweiflung und
Hoffnungslosigkeit geführt hat. Sie erlebten aber auch, mit
welchem Mut und welcher Ausdauer sich Frauen und Männer
dieser Entwicklung entgegen gestellt haben und sich auch
durch immer neue Maßnahmen der israelischen
Militärverwaltung des besetzten Westjordanlandes nicht davon
abbringen ließen, auf dem Recht auf ihr Land zu bestehen.
Dieses Buch will die Geschichte der fortschreitenden
Landnahme und Besetzung seit der Staatsgründung Israels 1948
und dem 6-Tage-Krieg von 1967 nachzeichnen und dabei vor
allem die Menschen in Jayyous zu Worte kommen lassen. Darum
sind ausführliche Zitate aus schriftlichen Aufzeichnungen
von Einwohnern aus Jayyous ein wichtiger Bestandteil dieses
Buches; es sind Texte, die die palästinensische Perspektive
aufzeigen. Der Ort Jayyous steht hier stellvertretend für
viele palästinensische Gemeinden, die im Laufe der nunmehr
45jährigen Besatzung des Westjordanlandes immer weiter in
ihren Rechten beschnitten und in ihren Lebensmöglichkeiten
beschränkt wurden.
Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 3 - 14,8x20,5 cm,
Englisch-Broschur, 178 Seiten, 70 farbige Fotos - ISBN
9783933337955 - 25,00 Euro | |

Die Erfindung des Landes
Israel
- Rezension von Dr. Ludwig
Watzal - „Ein jüdisches Volk
gibt es nicht“, mit dieser
These sorgte Shlomo Sand,
Professor für Geschichte an der Universität Tel Aviv,
2011 für Furore. Das Buch wurde zum Bestseller. In
Israel wurde Sand heftig angefeindet, was nicht
sonderlich verwundert, hatte er doch nichts weniger
getan als die Behauptung aufgestellt, es gebe kein
„jüdisches Volk“, ergo auch keine „jüdische Nation“;
beides verwies er ins Reich der Legenden. Eine ähnlich
provokante These vertritt der Autor in seinem jüngsten
Buch >>>
Generalangriff
auf die Mythen des Zionismus -
Der israelische Historiker
Shlomo Sand: Die Juden hatten
nie den Wunsch, ins Heilige Land
zurückzukehren
-
Arn Strohmeyer
Die Sehnsucht nach Zion ist
eines der Fundamente der
zionistischen Ideologie. Aus dem
Verlangen, in die „alte Heimat“
zurückzukehren, aus der die
Juden 70 n. Chr. nach dem
Aufstand gegen die Römer und der
Zerstörung des zweiten Tempels
vertrieben worden sein sollen,
leiten die Zionisten u.a. ihren
„historischen Anspruch“ auf „Erez
Israel“ (Groß-Israel) ab. Auf
diesem „Territorium der Väter“
wollten sie von Anfang an ihren
souveränen jüdischen Staat
errichten, obwohl auf ihm seit
mehr als tausend Jahren eine
Bevölkerung lebte, die in ihrer
absoluten Mehrheit arabisch war.
Der israelische Historiker
Shlomo Sand, der schon in seinem
Buch „Die Erfindung des
jüdischen Volkes“ die
Grundfesten des Zionismus
erschüttert hatte, setzt dieses
ideologiekritische Anliegen in
seinem neuen Buch „Die Erfindung
des Landes Israel“ fort. In
seinem ersten Buch hatte Sand
folgende Feststellungen
getroffen: 1. Ein jüdisches Volk
hat es nie gegeben, denn ein
Volk definiert sich durch die
alle ihre Mitglieder einenden
kulturell-säkularen Inhalte,
weshalb man ihm durch Aneignung
einer Sprache oder einer
Alltagskultur auch beitreten
kann. Dem „jüdischen Volk“ kann
man aber nur durch Konversion
beitreten, weil es eine von der
Religion bestimmte Gemeinschaft
ist. Wenn es ein jüdische Volk
gäbe, müsste man auch von einem
„buddhistischen“ oder
„evangelischen“ Volk sprechen
können. 2. Eine Vertreibung der
Juden aus ihrer „Heimat“ durch
die Römer hat es nie gegeben,
weil eine solchen Praxis bei
diesen völlig unüblich war. Die
Römer brauchten vielmehr die
Bevölkerung der von ihnen
unterworfenen Gebiete, um
Steuern aus ihr herauszupressen.
Es gibt auch keinerlei
historische Belege für eine
Vertreibung. 3. Die These, dass
die Juden aus einem einzigen
geographischen Gebiet stammten
(eben Erez Israel), ist falsch.
Denn das Judentum war vom 2.
Jahrhundert v.u.Z. bis zum 8.
nachchristlischen Jahrhundert
eine dynamisch missionierende
Religion. Im afrikanischen und
asiatischen Raum existierten
zahlreiche zum
Judentum übergetretene
Königreiche. Es gibt also keine
„Urheimat“, aus der alle Juden
stammen, kein „Land der Väter“.
Die Sehnsucht nach Zion als
konkretem geographischem Raum,
der sich aus der Bibel
herleitet, entlarvt Sand nun als
reinen von den Zionisten
erfundenen Mythos, der allein
dem Zweck diene, die
Inbesitznahme des Territoriums
moralisch zu legitimieren. Der
Zionismus bediene sich dabei >>>
Weitere Texte von Arn Strohmeyer
>>>
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Israel und Palästina
Ein politischer Reisebericht von
Georg Rammer
Ist der Konflikt zwischen Israel und
den Palästinensern ethnisch und
religiös zu fassen? Nein.
Prallen da zwei gegensätzliche
Mentalitäten aufeinander?
Mitnichten. Gestützt auf eigene
Beobachtungen und Daten
internationaler Organisationen und
israelischer oder jüdischer
Historiker beschreibt der Autor
Hintergründe einer ausweglos
erscheinenden Situation: Die
israelische Elite schafft zunehmend
Fakten, die Frieden, gerechten
Ausgleich und einen eigenständigen
palästinensischen Staat unmöglich
machen. Georg Rammer ist Psychologe.
Er veröffentlicht Beiträge zu
aktuellen gesellschaftlichen Themen:
Arm und Reich,
wirtschaftlich-politische `Elite´ in
Deutschland, Ideologien der
Klassengesellschaft.
ISBN 978-3-943078-03-9 / 58
Seiten/ Bilder farbig, Broschüre/
6,90 Euro - Dutschke Verlag
Ein faszinierendes
Land - oder zwei Länder? Eine Reise
nach Israel und Palästina ist voller
Eindrücke und Einblicke. All die
intensiven Erlebnisse, Begegnungen
und Bilder sind allerdings gefärbt
von der schier ausweglosen
politischen Situation: Sie prägt den
Alltag und drängt sich auch dem
offenen und interessierten Reisenden
geradezu auf.
Der Psychologe Georg Rammer
berichtet von diesen Erfahrungen.
Fotos und dokumentarisches
Material werden die Schilderungen
anschaulich machen und ergänzen.
Alle Menschen im Gebiet des heutigen
Israel, Palästina sollen gut leben
können: Juden, Muslime, Christen,
Andersgläubige und Atheisten;
Israelis und Palästinenser.
Nach Berechnungen der
Welternährungsorganisation der UN
lebten im Jahr 2006 81 Prozent der
1,5 Millionen Einwohner des
Gazastreifens ebenso wie 59 Prozent
der 2,4 Millionen Einwohner des
Westjordanlandes unterhalb der
Armutsgrenze. Dieser Zustand
dürfte sich nicht gebessert, sondern
durch die inzwischen stattgefundenen
Kriege weiter verschärft haben.
Dazu kommen die psychologischen
Folgen eines durch Besatzer und
Absperrung in vielen Bereichen
aufgezwungenen Lebens. Den aktuellen
Zustand geschaffen und
aufrechterhalten haben (vor allem
israelisches) Militär und Staat, die
im Gleichschritt gewachsen sind und
heute den Alltag im Westjordanland
bestimmen.
Deshalb kann eine Lösung nur auf
friedlichem Weg durch die
Zivilgesellschaften erreicht werden.
Dies wird aber nur möglich sein,
wenn die gleichen Maßstäbe für alle
gelten und die Interessen der
Palästinenser berücksichtigt
werden. Es geht also um
Entschädigung und Teilen, Teilhabe.
Wie sehr der palästinensische
Anspruch gerechtfertigt ist, zeigt
diese Broschüre. |
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Abdallah
Frangi
Der Gesandte
Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik
Abdallah Frangi: Der Gesandte. Mein Leben für Palästina. Hinter
den Kulissen der Nahost-Politik, Heyne-Verlag München 2011,
19,80 Euro, ISBN 978-3-453-19354-3
Aus dem Widerstand an den Verhandlungstisch
- Als enger Vertrauter von Arafat war
Abdallah Frangi 42 Jahre lang in Deutschland
und wurde hier zur Stimme der Palästinenser
– seit 1974 als offizieller Vertreter der
PLO in Bonn und Berlin. Durch seine engen
Kontakte zu den maßgebenden Politikern
brachte er die Interessenlage des
palästinensischen Volkes auf die politische
Agenda. Er pflegte u. a. Verbindungen zu
Hans-Jürgen Wischnewski, Joschka Fischer,
Hans-Dietrich Genscher und Gerhard Schröder
– ein einzigartiger Blick hinter die
Kulissen der internationalen Politik.
Abdallah Frangis Leben liest sich spannend
wie ein Agententhriller: Aufgewachsen in
einer einflussreichen Beduinenfamilie, wird
Frangi im Alter von fünf Jahren mit seiner
Familie aus dem soeben gegründeten Staat
Israel nach Gaza vertrieben. Mitte der
50er-Jahre, als Gaza vom israelischen
Militär besetzt wird, gehört sein ältester
Bruder zu den Gründungsmitgliedern der
palästinensischen Freiheitsbewegung Fatah.
Nach dem Abitur geht Frangi für ein
Medizinstudium nach Deutschland, und es
beginnt sein über 40 Jahre andauerndes
Engagement für Palästina in Deutschland.
Nach den Anschlägen einer palästinensischen
Terrorgruppe während der Münchner Olympiade
wird Frangi ohne jede Begründung aus
Deutschland ausgewiesen und steht auf der
Todesliste des israelischen Geheimdienstes.
Nur knapp entgeht er selbst einem
Briefbombenattentat und muss erleben, wie
viele seiner politischen Mitstreiter
ermordet werden. Dennoch setzt sich Frangi
unerschütterlich für eine friedliche Lösung
des Nahost-Konflikts ein. Vom Beduinenzelt
in die Bonner Republik – Lebensgeschichte
als Weltgeschichte.
Palästina pur ist „Der
Gesandte“, das Buch des Diplomaten
Abdallah Frangi -
Hakam Abdel-Hadi -
(...) Ich kenne Frangi ziemlich gut.
Er ist nicht nur leidenschaftlicher
Politiker, sondern auch Ästhet und
Kunstliebhaber, der selbst
gelegentlich zum Pinsel greift -
aber die Bilder und Künstler,
die er stets gefördert hat, befassen
sich allesamt mit Palästina. Das
Buch von Frangi ist also Palästina
pur, es kann nicht anders
sein. Woher kommt diese eigenartige
Verschmelzung mit Palästina? Es gibt
zwei Elemente, die zu dieser
Zwanghaftigkeit geführt haben. Das
tragische Schicksal ihres Volkes,
das von Vertreibung und
fortwährender Besatzung und
Unterdrückung geprägt ist, macht es
bewussten Palästinensern unmöglich,
in den Tag hinein zu leben. Sie
würden früher oder später schwer
depressiv werden, wenn sie die
Leidensgeschichte ihrer Mitmenschen
ignorierten. Zum anderen zwingt sie
die Negierung der bloßen Existenz
des palästinensischen Volkes laut zu
rufen: Wir sind da! Wir haben Hände
und Füße und Stimme! Denken wir
daran, dass die Gründer des
Zionismus die Einwanderung der
Diaspora-Juden mit der Parole
motivierten: „Ein Land ohne Volk für
ein Volk >>>
Abdallah
Frangi, Der Gesandte
- Dr. Ludwig Watzal - Mit
dem vorliegenden Buch hat die „Stimme
Palästinas in Deutschland“, Abdallah Frangi,
seine „Auto“-Biographie vorgelegt. In der
Person des langjährigen Vertreters des
palästinensischen Volkes und Vertrauten des
letzten Präsidenten des „Staates Palästina“,
Yasser Arafat, scheint die ganze Tragödie
seines geschundenen Volkes auf: Ein Volk mit
Land, wurde zu einem Volk ohne Land. >>>
Ein Staat für die
Palästinenser bleibt das
Ziel - Der frühere
PLO-Vertreter in
Deutschland, Abdallah
Frangi, gewährt in seinem
neuen Buch tiefe Einblicke
hinter die Kulissen der
Nahost-Politik.
- Arn Strohmeyer
-
„In den fünfziger und
sechziger Jahren entstand
[in der Bundesrepublik] in
der Konfrontation mit dem
Nationalsozialismus und dem
Holocaust ein umfassendes
Wunschbild von Juden, vom
jüdischen Staat und seinen
jüdischen Bürgern, ein
Wunschbild, das spezifisch
deutsche Züge trug und das
spätere Gespräch über Israel
in der Bundesrepublik über
Jahrzehnte beeinflusste.
Diese Hinwendung zu Israel
und den Juden >>>
Abdallah Frangi: Der
Gesandte Im Dienste Palästinas - Wolfgang Günter Lerch - (...)
Abdallah Frangis Memoiren mit dem Titel „Der
Gesandte. Mein Leben für Palästina“, mit
Hilfe eines Ghostwriters verfasst, lassen
fünfzig Jahre Zeitgeschichte - vornehmlich
des Nahen Ostens - am Leser Revue passieren.
Frangi, der länger als vierzig Jahre die
Palästinensische Befreiungsorganisation
(PLO) in Deutschland repräsentierte, zieht
eine Bilanz, die für ihn persönlich, aber
auch für die Palästinenser insgesamt doch
positiv ausfällt, auch wenn die
Palästinenser noch immer um ihre Rechte und
ihren Staat kämpfen müssen. Als er in den
sechziger Jahren zum Medizinstudium nach
Deutschland gekommen sei, hätten die
Palästinenser einen äußerst schlechten Ruf
genossen, heute werde ihr Anliegen >>>
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Breaking the Silence
Israelische Soldaten berichten von
ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten
416 Seiten € 19,99 [D]
Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Barbara Kunz
gebunden mit Schutzumschlag
€ 19,99 [D], € 20,60 [A], sFr 27,90
ISBN-13: 9783430201476
„Aus
Sicht der Armee gibt es kein ethisches
Problem“ - Was
israelische Soldaten der Menschenrechtsorganisation
„Breaking the Silence“ über ihren Einsatz
in den besetzten Gebieten berichten
/ Neuerscheinung bei Econ -
Arn Strohmeyer
- Wer den berühmten Satz von Kurt Tucholsky
„Soldaten sind Mörder“ für eine heillose
Übertreibung von Pazifisten hält, sollte
das Buch der israelischen Menschenrechtsorganisation
„Breaking the Silence“ lesen, das gerade
im Econ-Verlag unter demselben Titel
erschienen ist. Diese Organisation hat
der orthodoxe Jude Jehuda Shaul gegründet,
weil sich bei ihm nach seiner eigenen
Militärzeit in den besetzten Gebieten
(vor allem in Hebron) das Gewissen zu
Wort meldete. Zum Verfasser dieser Zeilen
sagte er in einem Interview 2010 in
Bremen: „Für das, was ich dort getan
habe, müsste ich eigentlich für den
Rest meines Lebens ins Gefängnis.“ Shaul
beschloss, das brutale Vorgehen der
israelischen Armee (Zahal) im Westjordanland
und im Gazastreifen öffentlich zu machen.
Er fand genug ehemalige Soldaten, die
bereit waren, über ihre (Un)Taten und
Erlebnisse zu berichten. In Ausstellungen
(wie jetzt in Berlin), mit Broschüren,
Büchern und Videos publiziert die Organisation
seitdem ihre Recherchen - sehr zum Unmut
des israelischen Establishments, wie
man sich denken kann. Man versucht inzwischen
mit allen Mitteln, „Breaking the Silence“
mundtot zu machen.
Das jetzt erschienene Buch mit Berichten
von Soldaten gehört zu den Büchern,
die man eigentlich nach wenigen Seiten
der Lektüre aus der Hand legen möchte,
so heftig stoßen einem Widerwillen und
Ekel auf. Man hält es einfach nicht
für möglich, was die „moralischste Armee“
der Welt (so israelische Politiker)
da so alles anstellt und für ganz „normalen
Standard“ hält. Möglich ist das Vorgehen
der Zahal nur, aus drei Gründen: 1.
sind nach israelischer Mehrheitsauffassung
Palästinenser keine Menschen oder wenn
doch, dann zumindest Angehörige einer
niederen Menschenart - Kolonialherren
haben die von ihnen Eroberten und Unterdrückten
seit jeher so behandelt; 2. stehen alle
Palästinenser unter dem Verdacht, eine
Bedrohung für Israels Sicherheit zu
sein, weshalb sie alle als Terroristen
anzusehen sind. Daraus folgt 3., dass
den Staatsorganen - also Armee, Polizei
und Geheimdiensten - alles erlaubt ist,
gegen die „Terroristen“ vorzugehen.
Rücksichten auf Recht und Gesetze (etwa
das humanitäre Völkerrecht, Haager Konvention
und UN-Menschenrechtscharta) brauchen
nicht genommen zu werden. Die politisch
und militärisch Verantwortlichen >>> | |

FELICIA LANGER
MIT LEIB UND SEELE
Autobiographische Notizen
ISBN: 978 3 88975 201
7 - 10,00 € --
www.zambon.net
"Mit
Leib und Seele“ wird ein sehr persönliches
Buch sein.
Der Titel fasst das
Leben von Felicia Langer in vier Worten
zusammen. Wenn Felicia Langer schreibt
oder redet, dann spricht ihr Leben,
ihre Erfahrungen, ihr selbstloses Engagement
über Jahrzehnte hinweg aus ihren Worten.
Der Nahostkonflikt ist für sie ein Stück
hautnah erlebtes, mitgestaltetes Leben
und wir können ihn durch ihre Augen
sehen. Sie war, ist ein Teil des Geschehens,
sie stand als Rechtsanwältin kämpfend
und mitleidend auf der Seite der neuen
Opfer, sie lebte, praktizierte Solidarität
und lässt uns mit ihrem Buch an ihrem
Leben teilhaben.
Sie hat sich den Palästinakonflikt
nicht angelesen, was sie publiziert,
ist keine Verwertung von mehr oder weniger
aktuellen Meldungen, dem Wissen anderer,
das sie dann als Zweitverwerter verbreiten
würde.
Felicia Langer redet
nicht nur über Menschenrechte, sie hat
sie unteilbar gelebt, verteidigt, für
sie gekämpft und sie praktiziert. Sicher
oft sich selbst gefährdend stand sie
neben den Opfern der Entrechtung, der
Willkür. Ihr Leben ist Zeitgeschichte.
Sie kann Zeugnis geben, Felicia Langer
ist eine Zeugin, die nicht schweigen
konnte, wollte zu den Verbrechen der
israelischen Regierungen.
Ihr ist bewusst was auch
die Israelis mit ihrem scheinbaren Sieg,
in der Art, wie sie mit den Palästinensern
umgehen verlieren: »Ich denke an die
Israelis, die durch die Entmenschlichung der Palästinenser ihre
Seele verloren haben.« Felicia Langer
hat ihre Seele nicht verloren, nicht
verkauft, sie hat sich nicht brechen
lassen. Sie ist für mich die große Seele
der deutschen Palästinasolidarität.
Ich freue mich auf ihr neues Buch. –
Erhard Arendt.
Weitere Bücher
von Felicia Langer >>>
Im Juli 2009 erhielt
Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz
1. Klasse. >>>
Am 17.1.2012 verlieh
Präsident Mahmoud Abbas Felicia Langer
den palästinensischen Orden für besondere
Verdienste. >>>
Texte von Felicia
Langer >>>
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Glutland
Otto Höschle
Es mehr
als eine unterhaltende Liebesgeschichte.
Dieser Roman bietet differenzierend,dem
der wenig vom Nahostkonflikt weiß, Stimmungsbilder
aus dem Nahen Osten. Den geschilderten
Szenen begegnet man im israelischen
"Alltag". Ohne zu belehren erfährt
man so einiges über den politischen,
dramatischen Hintergrund in Israel und
Palästina.
2012, ca.
250 Seiten, broschiert, CHF 29.00
- ISBN 978-3-905927-26-9
Jerusalem im Fieber des
palästinensischen Aufstands. Gregor
Greuter, ein Schweizer Rotkreuzdelegierter,
wird in einer nahen Schlucht Zeuge eines
Mords. Den jungen Beduinen, der sich
verdächtig macht, trifft er bei einem
Routinebesuch im Gefängnis an. Er will
ihm helfen, so schlecht die Aussichten
auch stehen. Der wirkliche Mörder, ein
militanter Siedler, fürchtet die Zeugenschaft
des Fremdlings, bedroht und bedrängt
ihn. Der ohnehin heisse Boden im Intifada-Land
wird für Gregor immer heisser. Gerade
jetzt verliebt er sich in eine jüdische
Siedlerin und verdrängt den Ernst seiner
Lage. Doch auf einmal gerät er wirklich
in Gefahr. Er, der neutrale Beobachter,
trägt am Ende selbst dazu bei, die Gewaltspirale
anzuheizen. – Ein Polit-Thriller um
Jerusalem, eine Liebesgeschichte und
zugleich eine kritische Auseinandersetzung
mit den humanitären Aktivitäten des
IKRK.
Quelle
Otto Höschle, IKRK-Delegierter in Jerusalem
während der 1. Intifada - Geboren 1952
- Germanistik- und Anglistikstudium
in Fribourg, Dramaturg in Bern und Luzern,
Delegierter des IKRK im Nahen Osten,
Studium der Islamwissenschaft in Berlin
und Basel.
Quelle
Er veröffentlichte Theaterstücke, Hörspiele,
Gedichtbände, ein Kinderbuch sowie den
Roman «Selima“ (P»o Libro Verlag 2011),
der von einer Palästinenserin in einem
libanesischen Flüchtlingslager handelt.
Höschle wurde ausgezeichnet mit dem
«Prix Suisse» und dem Basler Hörspielpreis.
Heute ist er tätig als Englischlehrer
und Autor, er lebt in Therwil bei Basel.
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Israel
schafft sich ab
Gershom Gorenberg
Übersetzt
von Andreas Simon dos
Santos
"Ich
schreibe aus einem Israel
mit gespaltener Seele."
Gespalten
zwischen seinen demokratischen
Idealen und religiösem
Fanatismus. Zwischen
der Illusion eines freien
Staates und der Realität
einer repressiven Besatzungsmacht.
Und der Riss, der durch
den Staat geht, wird
immer größer.
Der renommierte
Historiker Gershom Gorenberg
zeigt, vor welchen Herausforderungen
Israel heute steht.
Die drängende Frage
lautet: Wie kann Israel
verhindern, dass es
sich selbst zerstört?
#######
Israel schafft sich
ab
- Rezension Dr.
Ludwig Watzal -
Henry Kissinger hat
vor kurzem erklärt,
dass es in zehn
Jahren kein Israel
mehr geben werde.
Gershom Gorenberg,
ein US-Amerikaner,
der vor 35 Jahren
als Student nach
Israel gekommen ist
und eine Familie
gegründet hat, weist
auf über 300 Seiten
auf die Gefahren
einer
Selbstzerstörung
Israels durch eine
„unheilige Allianz“
zwischen politischer
Führung und
extremistischer
Siedlerbewegung hin.
Von Außeneinwirkung
via Iran ist dabei
aber nicht die Rede.
Yakov M. Rabkin hat
bereits in seinem
bahnbrechenden Buch
„A Threat from
within. Jewish
Opposition to
Zionism“ auf die
Gefahren
hingewiesen, die dem
Zionismus vom
Judentum drohen.
Gorenbergs Thesen
mögen auf den ersten
Blick „alarmistisch“
klingen, wenn er
konstatiert, dass
sich „Israel in
einer fortdauernden
Zersetzung befindet“
und es zu einer
„Neugründung“ kommen
sollte. >>>
Zerstört
Israel sich selbst? -
Der Historiker
Gershom Gorenberg sieht in
seinem Buch „Israel schafft sich
ab“ den jüdischen Staat am
Abgrund / Vision einer neuen
Republik -
Arn Strohmeyer
Die Zahl der warnenden Stimmen,
die Israel nur noch eine
begrenzte Anzahl von Jahren in
seiner Existenz zugestehen
(vorausgesetzt, dass dieser
Staat seine gegenwärtige Politik
gegenüber den Palästinensern
fortführt), hat in letzter Zeit
beträchtlich zugenommen. Da war
die Studie der amerikanischen
Geheimdienste unter Federführung
des CIA, die Israel noch
höchstens zwanzig Jahre gab. Der
ehemalige US-Außenminister Henry
Kissinger, selbst Jude und ein
großer Freund Israels, setzte
sogar nur noch zehn Jahre an.
Der israelische Historiker und
Soziologe Moshe Zuckermann
beschreibt in seinem jüngsten
Buch „Wider den Zeitgeist“ die
Zukunftsaussichten des jüdischen
Staates auf Grund der Politik
der Regierung Netanjahu als
„katastrophal“ und fügte als
Grund für die Misere hinzu:
„Jeder Israeli weiß letztlich
oder ahnt zumindest, dass Israel
ohne Frieden in der Region kaum
wird existieren können.“ Und der
israelische Philosoph Chaim Gans
fügte hinzu: „Die Art und Weise,
wie die Regierung Netanjahu
Zionismus interpretiert und
ausführt, wird langfristig zum
Tod des Zionismus führen
>>>>
Starker Tobak für so
manchen Israeli
- Gershom
Gorenberg: "Israel
schafft sich ab" -
Katja Wilke - Der
Historiker Gershom
Gorenberg geht mit
der israelischen
Innenpolitik ins
Gericht, die er für
so unklug hält, dass
sie sogar die
Existenz des
jüdischen Staates in
Gefahr bringen
könnte. Er
kritisiert
insbesondere eine
Flut von
Rechtsbrüchen in den
1967 eroberten
palästinensischen
Gebieten sowie die
ideologische
Siedlerpolitik der
ultraorthodoxen
Juden. In der kurzen
Geschichte des
Staates Israel hat
es an Konflikten mit
Nachbarstaaten nicht
gemangelt. So
bedrohlich wie der
aktuelle Streit mit
dem Iran um das
Atomprogramm des
verfeindeten Landes
war aber bislang
wohl keiner. Der
renommierte
Historiker Gershom
Gorenberg macht sich
große Sorgen um die
Zukunft seines
Landes - allerdings
weniger wegen
iranischer
Atombomben. Er warnt
vor innenpolitischen
Entwicklungen, die
möglicherweise nicht
minder gefährlich
sind für die
Existenz des
jüdischen Staates.
Israel laufe Gefahr
von Widersprüchen
zerrissen zu werden.
>>>
"Eine
scharfsinnige, unverzichtbare
Analyse, ebenso besorgniserregend
wie hoffnungsvoll."
New York Time
| |

Anton Stengl
Antideutsche
Entstehung und Niedergang einer politischen Richtung
335 Seiten - Neuerscheinung Oktober 2012 - ISBN
978-3-88975-198-0 - 12 Euro
Zambonverlag -
zambon@zambon.net - www.zambon.net
Manchmal kann man noch auf Demonstrationen in der Nähe des
’Black Block‘ - mit klarer Abgrenzung- kleine Gruppen von
ebenfalls schwarz gekleideten jungen Leuten sehen, die zur
Unterscheidung von den anderen Mar-schierern in der gleichen
Kluft Israel-Fahnen schwenken. Sie wollen den Kapitalismus
ab-schaffen - und bejubeln die amerikanische Politik. Sie
verlangen die hemmungslose Bombardierung und Vernichtung
allen Israels feindlichen Staaten.
Auch wenn diese Richtung, die nur Schaden verursachte, in
Auflösung begriffen ist, das Verhältnis zu Israel ist in
Deutschland extrem merkwürdig. Ein bekannter
Nobelpreisträger, Günther Grass, äußert sich in einem
politischen Gedicht zu den Drohungen Israels gegen den Iran
und schreibt, es soll „ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht,
alles vernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo
die Existenz einer einzigen Atombombe unbewie-sen ist, “und
„Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich
mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als
belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er missachtet wird; das Verdikt „Anti-semitismus“ ist
geläufig.“
Die Strafe folgte auf dem Fuß: Einreiseverbot für Grass nach
Israel, Beschimpfungen in den deutschen Massenmedien. Marcel
Reich-Ranicki bezeichnet das Gedicht als „ekelhaft“, der
Historiker Michael Wolffsohn meint, „das Gedicht hätte auch
in einer rechtsradikalen Zeitung gedruckt werden können“,
der Schau-spieler Michael Degen hält das Gedicht für
„schwachsinnig“. Der israelische Autor Uri Avnery nimmt
jedoch Günter Grass in Schutz: Es sei antisemitisch darauf
zu bestehen, dass Israel in Deutschland nicht kritisiert
werden dürfe!
Um auf die Argumentation der Antideutschen einzugehen, war
es notwendig, den Zionismus und die Geschichte Israels kurz
darzustellen. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie die
Strömung der ´Antideutschen´ entstanden ist, welche
Positionen sie einnimmt und wie diese begründet werden.
Bewusst kommen viele andere Personen und Organisationen zu
Wort, besonders natürlich Juden. Daher hat das vorliegende
Buch den Charakter eines Readers. | |
„Der
Junge und die Mauer“
Das Buch entstand im Rahmen eines Projektes
im Kinder- und Jugend-Kulturzentrum im Ayda-Flüchtlingslager
in Bethlehem.
Das
Buch füllt eine Lücke in der Vielzahl von Publikationen zum
Israel-Palästina-Konflikt. Diese sind meistens auf den
Gebieten der Politologie, Belletristik oder Theologie
angesiedelt. Die in „Der Junge und die Mauer“ verbalisierte
und visualisierte kindliche Sicht ist singulär. Eine zweite
Besonderheit ist, dass das, was hier in Wort und Bild
vermittelt wird, in schlichter Erzählform daher kommt,
beschreibend ohne anzuklagen, plaudernd ohne zu agitieren,
die Situation ernsthaft benennend ohne hoffnungslos zu
wirken.
Die
Übersetzung aus der Arabisch-Englischen Originalausgabe
wurde in Bethlehem zusammen mit einem
palästinensischen Christen aus der Ev.-Luth.
Weihnachtsgemeinde erstellt.
Das Buch hat 28 Seiten
(A4 quer) und kostet 5€. Es ist im Buchhandel erhältlich:
ISBN 978-3-931387-31-0.
|
Söldner
gegen die Zukunft
oder „Die einzige Demokratie im Nahen Osten“
Die neueste Produktion in der Reihe
„Melzers Hörstücke“. -
Textcollage zum Zionismus
Zwei Hör-CDs mit Zitaten und Texten von
Schlomo Sand, Erich Fromm, Mosche
Zimmermann, Theodor Herzl, David Ben-Gurion,
Martin Buber, Albert Einstein, Erich Fried,
Uri Avnery und vielen anderen…
Nach seinem ersten bei Melzer
verlegten, erfolgreichen Hörstück mit
Gedichten von Erich Fried „Höre, Israel“,
das vom Bayerischen Rundfunk im Januar 2011
zum „Hörbuch der Woche“ gewählt wurde, macht
der Schauspieler Jürgen Jung hier, zusammen
mit seiner Kollegin Beate Himmelstoß und
begleitet vom Musikkollektiv EMBRYO,
grundlegende Annahmen und Zielvorstellungen
des Zionismus, deren Konsequenzen sich in
der konkreten Realität Palästinas als
verhängnisvoll erwiesen haben, als Mythen
kenntlich.
Dies beginnt mit der
„Erfindung des jüdischen Volkes“, so die
These des israelischen Historikers
Schlomo Sand, und reicht über den im
Zionismus von Anfang an tief
verwurzelten Wunsch nach Vertreibung der
Palästinenser, bis hin zu den
Auswirkungen und einer völkerrechtlichen
Bewertung des israelischen Angriffs auf
den Gazastreifen Ende 2008/Anfang 2009
und auf die Gaza-Hilfsflottille im Mai
2010.
Durch die geschickt
platzierten, unter die Haut gehenden
Gedichte von Erich Fried und Gerhard
Schönberner, und nicht zuletzt mithilfe
der erstaunlich wandlungsfähigen Musik
von EMBRYO, die hier vor allem ihr
orientalisches Gesicht zeigt, ist es
Jürgen Jung gelungen, eine faszinierende
Textcollage zu entwerfen, die von den
beiden Sprechern nachdenklich und
einfühlsam, wo nötig auch
leidenschaftlich, insgesamt aber höchst
souverän vorgetragen wird.
>>>
2 CDs in einer Box, ca.
100 min - 14,99 € - Bestellung bei
Jürgen Jung - juejung@online.de
Die beiden Hörbücher "Söldner gegen die Zukunft" und
"Erich Fried - Höre, Israel!" sind im Melzer-Verlag
erschienen.
Bestellung und - kostenfreier - Versand über das Büro
von Jürgen Jung
juejung@online.de
Eine Doppel-CD kostet 14,90 €
(inkl. Verpackung und Porto)

Zu
63
Jahre
Nakba
&
80.
Geburtstag
des
Lyrikers
Erich Fried
zählt zu den
bekanntesten
Lyrikern der
deutschen
Sprache. Wenig
bekannt sind
jedoch seine
politischen
Gedichte und
insbesondere
„Höre, Israel!“
von 1974, in dem
er als Jude sein
Gefühl der
Mitverantwortlichkeit
zum Ausdruck
brachte „für
das, was Juden
in Israel den
Palästinensern
und anderen
Arabern tun“. Er
verstand sein
Buch als
„Warnung vor dem
Irrweg“ der
israelischen
Unterdrückungspolitik
gegenüber den
Palästinensern,
der „schließlich
zu einer
Katastrophe für
die Juden im
heutigen Israel
führen könnte“.
Der Schauspieler
und Sprecher
Jürgen Jung,
Mitglied des
Münchener
Vereins Salam
Shalom, hat aus
dem Lyrikband
ein Hörbuch
gemacht, das im
Melzer Verlag
erschienen ist.
Am 14. Januar
wurde es vom
Bayerischen
Rundfunk zum
„Hörbuch der
Woche“ gewählt.
In der Laudatio
heißt es, das
Buch sei „mit
Hingabe und auf
höchstem
künstlerischen
Niveau
vorgetragen“.
Stimmen zu Höre, Israel!“:
Prof. Moshe Zuckermann (Uni Tel Aviv):
Das Hörbuch ist eine Wucht! Nicht nur die Texte,
Gedichte und Notizen Frieds, sondern nicht minder auch
Eure famose Darbietung dieser wertvollen Anthologie.
Chapeau!
Rudolf Waldemar Brem (Schauspieler und
Regisseur): - 19. 5. 11 -
Lieber Jürgen,
sensationell Deine Hör-CD: eine astreine,
akribische redaktionelle Arbeit; dazu eine lupenreine
Präsentation mit hervorragenden Sprechern und Musikern;
und zu guter Letzt eine Aktualität, die einen vor allem
deshalb umhaut, weil es ja bereits vor 40 Jahren
geschrieben wurde. Ein Menetekel, das der Fried vor 40
Jahren schon an die Wand geknallt hat, und wer hat es
gelesen oder gehört? Diese Hörbuch ist nicht nur das
Hörbuch der Woche, sondern des Jahres. Texte wie "Deir
Yassin" oder "Die Hand" hauen einen vom Hocker. Ich habe
Erich Fried 1970 in London in seinem chaotischen
Arbeitszimmer besucht. Offenbar mit einem Brett vorm
Hirn. Danke, daß Du es mir jetzt nach 40 Jahren von der
Stirn gerissen hast. Ich bin vor mir selbst erschrocken.
Da hat man eine Jahrhundertbegegnung gehabt und wußte es
gar nicht.
Dr. Gabi Weber, Cafe Palestine
(Freiburg):
Die Veranstaltung mit euch war ein echtes Highlight.
Tausend Dank!
Hilde und
Richard Langthaler (Wien):
Es war ein wunderbarer Abend!
Prof. Udo Steinbach: Lieber Herr Jung, es
hat etwas länger gedauert, dafür war der Eindruck umso
nachhaltiger.
Sie selbst haben es in Ihrer - überaus informativen -
Verortung von "Höre Israel" auf den Punkt gebracht, wenn
Sie von einer "erschreckenden Aktualität dieser Verse"
sprechen. Aber darin eben liegen Nachhaltigkeit und
Wirkung dieser Texte: Sie beziehen sich auf Ereignisse,
die Jahrzehnte zurückliegen; aber der Duktus der
lyrischen Sprache wendet sie in eine Dimension der
Betroffenheit, die bleibend in die Gegenwart hinein- und
nachwirkt.
Täglich werde ich von Meldungen aus Palästina nicht
zuletzt aus dem Internet wahrhaft überschwemmt. Das
stumpft ab und führt manchmal zu Resignation. Die Verse
Erich Frieds öffnen eine Perspektive des Politischen und
Menschlichen, in der unser Engagement eine bleibende
Verpflichtung wird.
Die Wirkung kann kaum von der Kunst der Präsentation
getrennt werden, die Sie und Ihre Kollegin darbieten.
Die deutsche Sprache des Vortrags und der Rhythmus der
Darstellung sind der Aussagekraft Fried'scher Lyrik
adäquat. Ich wünsche Ihnen, dass Sie weiterhin ein
großes Publikum finden. Die Zeit ist jedenfalls
danach...
Söldner gegen die Zukunft oder "Die
einzige Demokratie im Nahen Osten".
- Anton Holberg - 04.02.2012 - Ende 2011 hat der Melzer
Verlag ein überaus wichtiges aus zwei CDs bestehendes
Hörbuch zum Zionismus und dessen staatlicher Gestalt,
Israel, herausgegeben. Die leider bis dato nicht
gedruckt für die Öffentlichkeit vorliegenden Texte
werden von den Schauspielern Beate Himmelstoß und Jürgen
Jung gesprochen. Musikalische Einsprängsel sind solche
der Gruppe „Embryo".
Von Bedeutung ist m.E. insbesondere der 1. Teil (CD I).
Hier werden alle grundlegenden Mythen des Zionismus und
sympathisierender nicht-jüdischer Strömungen an Hand
eindeutiger Zitate zionistischer Führer wie David Ben
Gurion und israelischer Wissenschaftlicher wie Shlomo
Sand widerlegt. So etwa die Behauptung, die Mehrzahl der
Juden seien im Jahre 70 n.Chr. aus ihrem Land in
Palästina vertrieben worden und nun 2000 Jahre später
zurückgekehrt.
Weder gibt es einen historischen Beleg für die
Massenvertreibung noch sind die „Zurückgekehrten"
überwiegend die Nachkommen derer, die damals und später
ihre nahöstlichen Heimat verlassen haben >>>
Die beiden Hörbücher "Söldner gegen die Zukunft" und
"Erich Fried - Höre, Israel!" sind im Melzer-Verlag
erschienen.
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juejung@online.de - Eine Doppel-CD kostet 14,90 €
(inkl. Verpackung und Porto)
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Faith under Occupation
The Plight
of Indigenous Christians in the Holy
Land
published by EAPPI/JIC/WCC, Jerusalem,
February 2012.)
Faith under Occupation
– Book Review - Ludwig Watzal
- - In the West, the Palestinian-Israeli
conflict is viewed as only a Muslim-Jewish
one. Totally forgotten are the Christians
in Palestine who constitute the cradle
of Christianity. The study “Faith under
Occupation” is published by “The Ecumenical
Accompaniment Programme in Palestine
and Israel (EAPPI)“ together with the
“Jerusalem Inter-Church Centre (JIC)”
and the “World Council of Churches (WCC)”.
This report does not only aim to expose
the grim realities of life under Israeli
military occupation, and the impacts
that it has on the Palestinian people
in general, but it also aims to shed
some light on the fact that Palestinian
Christians are indigenous to the Holy
Land. This report also disapproves of
the unfounded Israeli and Christian
Zionist propaganda that Palestinian
Christians are depopulating due to Muslim
fundamentalism in Palestinian society.
Even more repelling is the fact that
this report shows how Christian Zionist
support for Israel’s brutal military
occupation of Palestine >>>
Auch hier >>>
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Schnieper, Marlène
Nakba – die offene Wunde
Die Vertreibung der Palästinenser 1948
und ihre Folgen
350 S., Ebr - ISBN 978-3-85869-444-7
- CHF 36,00 € 28,00
Als den »größten bewaffneten
Raub des 20. Jahrhunderts« bezeichnet
der palästinensische Intellektuelle
Azmi Bishara die Nakba.
Vergessen
ist keine Lösung
»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen,
dass sie [die Palästinenser] niemals
zurückkommen … Die Alten werden sterben,
die Jungen werden vergessen.« Dies notierte
Israels Staatsgründer David Ben Gurion
am 18. Juli 1948 in seinem Tagebuch.
Und so hoffen es viele israelische Politiker
immer noch. Doch die palästinensischen
Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in
ihrem Buch über die Nakba porträtiert,
haben nicht vergessen. »Nakba«, das
ist die alles umstürzende Katastrophe,
die über die arabischen Einwohner des
historischen Palästinas kam, als in
einem Teil dieses Territoriums der jüdische
Staat gegründet wurde. Zerstört wurden
Dörfer und Städte, eine in mancher Hinsicht
blühende Kultur. Ersatz ist nicht in
Sicht. Das offizielle Israel mag diese
Umstände verharmlosen – die Katastrophe
ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt
das Leben der Betroffenen. Das führt
uns Marlène Schnieper eindringlich vor
Augen. Sie hat mit Vertriebenen und
deren Angehörigen gesprochen und ihr
Schicksal aufgeschrieben. Dazu liefert
sie geschichtlichen Hintergrund, webt
Sequenzen aus dem heutigen Alltag in
Israel und den Palästinensergebieten
ein und resümiert neuste Forschungsergebnisse
über die Wahrnehmung des Konflikts.
So vervollständigt sich das Bild des
an Dramatik reichen nahöstlichen Geschehens.
Quelle
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„Als Jude ist mein Herz gebrochen“ - Mark Braverman hat ein Buch verfasst, das Schweigen brechen und Menschenrechten Raum geben soll. Darin fordert der amerikanische Psychologe die Kirchen weltweit dazu auf, Israels Siedlungspolitik schnellstens Einhalt zu gebieten. (Der Artikel erschien am 22.3.2012 in der evangelischen Wochenzeitung “die kirche”) - Liva Haensel - Der Mann blickt nach oben. Seine Augen wandern die graue Betonwand entlang, über die kleinen Unebenheiten, die Streifen, ein paar Risse. Sie bleiben an dem Stacheldraht hängen, der die Mauer entlang kriecht bis zum nächsten Wachturm. Wer als Kind mal beim Spielen in einem Stacheldrahtzaun hängengeblieben ist, der weiß wie spitz sich die Metallenden in das Fleisch bohren. Der Mann ist zierlich und schmal. Für eine Weile steht er da vor der riesigen Mauer, die ihm ihre graue Fassade entgegenstreckt und denkt nach. Dann hat er seine Antwort gefunden. Die Mauer hat sie ihm gegeben. Er kann es kaum glauben. >>>
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Der Islam
– Schrecken
des Abendlands
- Werner
Ruf - Freiheitsliebender
- Es scheint
uns heute
selbstverständlich,
in der Kategorie
der Nation
zu denken.
Da ist jemand
“stolz,
Deutscher
zu sein”,
ein Anderer
schämt sich
dieser Nationalität
ob der im
deutschen
Namen begangenen
Verbrechen.
Aber was
ist das,
Deutscher,
Franzose,
Araber oder
Jude zu
sein? So
leitet der
Dr. phil
Werner Ruf
sein Werk
“Der Islam
– Schrecken
des Abendlands”
ein. Sein
Buch beginnt
. >>>
Werner
Ruf, Der
Islam –
Schrecken
des Abendlands
- Rezension
Dr. Ludwig
Watzal -
Ein Gespenst
geht um
im Westen
– es ist
„der Islam“.
Seit Samuel
Huntingtons
berühmt-berüchtigter
These vom
„clash of
civilisations“
hat der
US-dominierte
Westen wieder
ein Feindbild.
Es ersetzte
flugs die
Bedrohung
durch den
Kommunismus,
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Tikva
Honig-Parnass
False Prophets of Peace
Rezension
- Dr. Ludwig Watzal - Liberal Zionism
and the Struggle for Palestine,
Haymarket Books, Chicago, Ill. 2011, 262
pp., $ 20. - This book explores the
Israeli Zionist Left´s discourse
regarding the „Jewish and
democratic“State of Israel and all its
ramifications that comes with it. Such
undertaking was overdue because it
exposes Zionist left-wing intellectuals
as hypocrites. It was not the Israeli
right that did the „dirty“ work of
legitimatizing colonization, oppression,
expulsion, discrimination and
dispossession of the original owners of
the land, the Palestinians, but
left-wing „liberal“ intellectuals,
especially those of the Zionist Labor
movement. They provided not only the
political, legal and military
establishment with ideological
legitimacy but also with a „scientific“one.
Through their intellectual twists and
turns, they laid the foundations for
governmental policies that „have made
possible Zionist colonialism in the
Apartheid settler state of Israel“
(193), writes Tikva Honig-Parnass in her
unique book. >>>
Auch - BETWEEN THE LINES - LUDWIG
WATZAL: False Prophets of Peace
>>> | |

Ziyad Clot
Einen Palästinenserstaat wird
es nicht geben
Zambon Verlag
2011, Frankfurt am Main,
ISBN 978 3 88975 185 0 - 12
Euro
Einen Palästinenserstaat wird
es nicht geben -
Rezension von Dr. Ludwig Watzal
- Das Buch des französischen
Anwalts Ziyad Clot macht für
alle Nichtexperten in eloquenter
Weise deutlich, welche Farce
im Nahen Osten vor den Augen
der Weltöffentlichkeit dargeboten
wird und die sich „Friedensprozess“
nennt. Der Autor ist Franzose;
sein Vater Normanne, seine Mutter
palästinensische Libanesin,
deren Eltern aus Haifa 1948
vertrieben worden sind. Mit
30 Jahren entschloss sich Clot,
die Heimat seiner Mutter zu
besuchen und seine Rechtskenntnisse
in den Dienst der palästinensischen
Sache zu stellen. (...) In Palästina
angelangt, erlebt er hautnah
die israelische völkerrechtswidrige
Besatzung mit ihren alltäglichen
Demütigungen und Verletzungen
der Menschenrechte der Palästinenser.
„Nach dem zu urteilen, was ich
seit meiner Ankunft gesehen
und erlebt habe, scheint die
Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft der Palästinenser eher
durch das militärisch definierte
Vorgehen der Israelis bestimmt
zu sein. >>>
Nahost-Friedensverhandlungen:
Whistleblower der “Palestine
Papers” outet sich
>>>
Palestine
Papers: Why I blew the whistle
- The mislabeled
"peace talks" were instrumental
in creating divisions amongst
Palestinians, compelling me
to speak out. - Ziyad Clot
>>>
Rezension von "Einen Palästinenserstaat
wird es nicht geben"
-
Ziyad Clot - Taris Ahmad >>>
Vorwort zum Ziyad Clot-Buch
"Einen Palästinenserstaat wird
es nicht geben" - Gegen die
Selbstzensur der "freien Presse"
- Markus
Omar Braun - Ziyad Clot, der
Verfasser dieses Buches, beendete
seine Tätigkeit für die NSU,
eine Gruppe externer juristischer
Berater der PLO, im Frühjahr
2009. Im August 2010 schloss
er die Arbeit am vorliegenden
Bericht ab, welcher im September
2010 in französischer Sprache
durch Editions Milo in Paris
veröffentlicht wurde. Darin
sind viele Details der Verhandlungen
zwischen den palästinensischen
und israelischen Delegationen
beschrieben, Details, die sich
in ein neues, anderes Bild dieses
"Friedensprozesses" fügen. >>>
The Palestine Papers
>>>
Dazu passt vielleicht:
Palestinians offer to renew
Israel peace talks without settlement
freeze, official says - PA reportedly submits new
Quartet offer to restart negotiations,
demand Israel releases 100 Palestinian
prisoners; Israel rejects offer
fearing renewal of only low-grade
talks. - Barak Ravid - The Palestinian
leadership submitted a proposal
to renew peace talks with with
Israel that drops their long-standing
demand that Israel ceases all
West Bank settlement construction,
a top Israeli official said
on Wednesday. >>>
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