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Neue Bücher  zum Nahostkonflikt - Palästina + Israel
 

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Arn Strohmeyer

Ist Antizionismus gleich Antisemitismus?

 Eine Antwort auf Kritiker meines Buches Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 10
ISBN 9783944487489
13x20 cm, Englisch-Broschur, 182 Seiten - 17,90 Euro


 

 

 

Die Verteidiger der israelischen Politik in Deutschland greifen, wenn Kritiker unter Berufung auf die Menschenrechte und das Völkerrecht diese Politik kritisieren, schnell zum Antisemitismus-Vorwurf Arn Strohmeyer untersucht an einem prototypischem Fall – der Kritik des Bremer Grünen-Politikers und Vorsitzenden der Bremer Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Hermann Kuhn an seinem Buch Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt – die Argumente, auf die sich die Israel-Apologeten dabei stützen. Strohmeyer kommt zu dem Ergebnis, dass die Verteidiger Israels so gut wie ausschließlich ideologisch argumentieren, aber offenbar nur begrenzte Kenntnisse des Zionismus und seiner Geschichte haben. Oder sie tabuisieren und verdrängen die zionistische Realität, weil sie nicht in ihr Wunschbild von Israel passt. Der Antisemitismus-Vorwurf, den sie gegen die Kritiker der israelischen Politik verwenden, erweist sich damit in erster Linie als eine ideologische Waffe, die von Israels Vorgehen gegen die Palästinenser ablenken und Kritik an Israels Vorgehen ausschalten soll.

Der Missbrauch von angeblichem Antisemitismus ist moralisch verabscheuungswürdig. Es waren Hunderte von Jahren nötig und Millionen von Opfern, um Antisemitismus – eine spezielle Form von Rassismus, der historisch zum Genozid führte – in ein Tabu zu verwandeln. Menschen, die dieses Tabu missbrauchen, um Israels rassistische und genozidale Politik gegenüber den Palästinensern zu unterstützen, tun nichts anderes, als die Erinnerung an jene jüdischen Opfer zu schänden, deren Tod aus humanistischer Perspektive nur insofern Sinn hat, als er eine ewige Warnung an die Menschheit ist vor jeder Art von Diskriminierung, Rassismus und Genozid.“ (Ran Ha Cohen, israelischer Literaturwissenschaftler)




Ilan Pappe

Was ist los mit Israel?
Die zehn Hauptmythen des Zionismus

 Cosmics-Verlag Neu-Isenburg 2016

ISBN 978-3-9817922-6-3, 14.95 Euro

 

 

Wenn Propaganda-Lügen dem Frieden im Wege stehen - Der israelische Historiker Ilan Pappe hinterfragt in seinem neuen Buch die wichtigsten Mythen der israelischen Politik- Arn Strohmeyer

In Deutschland nimmt die inquisitorische Jagd der Israel-Lobby auf vermeintliche „Antisemiten“ immer drastischere, brutalere, aber auch kuriosere Formen an. Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Seminare und Ausstellungen (sogar Konzerte wie kürzlich in München) werden auf den Index gesetzt, und es wird mit allen erdenklichen diffamierenden, verleumderischen und denunzierenden Mitteln versucht, solche events – unter dem Vorwand sie seien „antisemitisch“, zu verhindern. Dass solche Methoden totalitär sind und die hohen demokratischen Güter der Meinungs-, Informations- und Wissenschaftsfreiheit sowie der Menschenrechte und des Völkerrechts nur mit völliger Verachtung strafen, schert diese Leute nicht im geringsten. Diese Art von Gesinnungsjagd hat das einzige Ziel, jeden Diskurs über Israels verbrecherische Politik gegenüber den Palästinensern zu verhindern und ist längst zu einer eigenständigen fanatischen Ideologie geworden, die den Antisemitismus, der ja eigentlich bekämpft werden soll, eher fördert als ihn aktiv anzugehen. >>>
 

Was ist los mit Israel? - Rezension von Dr. Ludwig Watzal

Die zehn Hauptmythen des Zionismus. - In Deutschland wird die israelische und zionistische Version der Geschichte weitestgehend akzeptiert. Sie basiert jedoch auf einer Ansammlung von Mythen, die das Ziel verfolgen, das moralische Recht und das ethische Verhalten der Palästinenser ins Zwielicht zu rücken und ihren Anspruch auf ihr Land als illegitim erscheinen zu lassen. Dass diese Geschichtsklitterung funktioniert, liegt daran, dass diese Mythen von den Mainstream-Medien und der politischen Klasse in Deutschland als Wahrheit akzeptiert werden und bei jeder sich bietenden Gelegenheit dem Volk unter die Nase gerieben werden. (...) Der im britischen Exil lebende israelische Historiker Ilan Pappe hat in seinem jüngsten Buch „Was ist los mit Israel?“ sich mit den zehn Hauptmythen des Zionismus auseinandergesetzt und sie als das entzaubert, was sie sind, nämlich Legenden, bestehend aus Halbwahrheiten und Fabrikationen von Geschichte. Der Autor konfrontiert die zionistischen Mythen mit der Realität vor Ort und klopft erstere daraufhin ab, ob sie der Wahrheit standhalten. Ohne eine solche unvoreingenommene Betrachtung der Geschichte könne es keinen dauerhaften Frieden in der Region geben, so Ilan Pappe. >>>


B‘Tselem (Hrsg.)

FOLTER IN ISRAEL


Die Menschenrechtsorganisationenen Hamoked und B’Tselem (beide Tel Aviv) berichten über Missbrauch und Demütigungen von Seiten israelischer Sicherheitsbeamter.

Oktober 2016
Broschüre 14x20,5 cm
112 Seiten 12,00 EUR
ISBN: 978-3-88975-263-5

NEU - In seinem Buch „Freedom Bus 2016. Kunst und Kultur gegen Intoleranz und Gewalt“ schreibt der Autor Ekkehart Drost über seinen sechsten Besuch in Palästina, in dessen Mittelpunkt die Fahrt mit dem Freedom Bus des Freedom Theatre Jenin steht. Es ist kein herkömmlicher Reisebericht; der Freedom Ride for Justice stellt den Rahmen dar, in dem er neue Erfahrungen sammeln und Menschen kennen lernen konnte, deren Geschichten er hier erzählt.

Die Fahrt hat durch die Teilnahme des indischen sozialkritischen Theaters Jana Matya Manch eine ganz besondere Note bekommen. In einem Kapitel dieses Buches, in dem es um Solidarität geht, werden die Parallelen zwischen der ausgebeuteten und entrechteten ländlichen Bevölkerung Indiens mit den Menschenrechtsverletzungen, denen die Palästinenser ausgesetzt sind, aufgezeigt.

Ebenso wie bei seinen vergangenen Besuchen, über die er in seinem letzten Buch „HOFFEN auf das Wunder. Meine Gespräche mit Palästinensern, Israelis und Deutschen“ geschrieben hat,  hat er auch in diesem Jahr Gespräche mit Vertretern palästinensischer und internationaler Organisationen geführt, um über Tendenzen und Entwicklungen aus erster Hand berichten zu können. An dieser Stelle sollen Military Court Watch und Defense for Children International–Palestine, B´Tselem und GrassrootsAlQuds genannt werden.

 

Der Autor war Zeuge eines erneuten Siedleranschlages auf die Familie Dawabshe in Duma, bei der im Jahr zuvor die Eltern Dawabshe und ihr 18monatige Baby Ali ermordet wurden. Er beschreibt die Festnahme eines 15jährigen Jungen durch acht Soldaten in Hebron – an der Stelle, an der wenige Tage zuvor ein am Boden liegender 21jähriger Palästinenser durch einen israelischen Soldaten exekutiert wurde.

Selten zuvor lagen neben dem Grauen und Erschrecken über die Brutalität der israelischen Besatzung die Freude über die Schönheit des Landes, die Bewunderung für die Freundlichkeit und Lebensfreude der Palästinenser so dicht nebeneinander. Der Leser nimmt Teil an Theateraufführungen (Playback Theatre) des Freedom Theatres in Flüchtlingslagern und in einer Höhle in den South Hebron Hills

 

„To exist is to resist“ – dieses Motto findet man überall in Palästina als Graffiti. Und dieser Widerstand zeigt sich manchmal, wenn sich Jungen mit Steinen gegen Panzer zur Wehr setzen. Was aber in unseren Medien viel zu selten wahrgenommen wird, sind die unterschiedlichen und vielfältigen Aktivitäten der Zivilgesellschaft. Dazu gehören alle Formen von „Kunst und Kultur in Palästina,“ die Wolfgang Sréter, freier Autor und Fotograf in München, in einer großartigen Ausstellung zeigt.

Alle Protagonisten, die in diesem Buch zu Wort kommen, wollen - wie es das Freedom Theatre Jenin seit nunmehr zehn Jahren praktiziert - durch Kunst und Kultur der alltäglichen Gewalt und Intoleranz durch die israelische Besatzung trotzen.

 Das Buch hat 230 Seiten, 90 Fotos, darunter 30 farbige, kostet 15€ plus Versandkosten und ist nur über den Autor zu beziehen: e1944drost@gmx.de

Die einzige Demokratie im Nahen Osten?
Israel und die westlichen Werte

Arn Strohmeyer

Gabriele Schäfer Verlag Herne
226 Seiten, 19,50 Euro
ISBN 978-3-944487-43-4

(Umschlagentwurf Erhard Arendt)
 

Israel – eine Demokratie oder Ethnokratie? - Dass Israel die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten ist, gilt in westlichen Staaten (USA und EU) als unumstößliches Dogma. Dieser Staat wird als „demokratische Insel“ im Meer der arabischen Diktaturen ringsum angesehen. Schon der Begründer des Zionismus, Theodor Herzl, sah den Judenstaat visionär „als Vorposten der Kultur gegen die Barbarei“, und Israel versteht sich heute als „Villa im (arabischen) Dschungel“. Dabei steht schon die zionistische Ideologie des Siedlerkolonialismus, die Israel von Anfang an geprägt hat, im Widerspruch zum Wesen der Demokratie westlichen Typs. Denn der israelische Staat konnte nur mit der Unterwerfung eines anderen Volkes und dem Raub seines Landes geschaffen werden. Heute leben im israelischen Herrschaftsbereich (Westbank und Gazastreifen) fast vier Millionen Palästinenser ohne jede bürgerlichen und demokratischen Rechte. Auch die Palästinenser in Israel selbst sind keine vollwertigen Bürger und weitgehenden Diskriminierungen ausgesetzt. Israel erweist sich so nicht als Demokratie, sondern als Ethnokratie mit demokratischen Elementen, denn die Juden sind die privilegierte und dominante Schicht. Ein Faktum, das mit den westlichen Werten von der Gleichheit aller Menschen und ihren unveräußerlichen Rechten nicht vereinbar ist.
 

Texte auf diesen Seiten von Arn Strohmeyer >>>
Homepage von Arn Strohmeyer >>>
 

 

Das neue Buch von Felicia Langer ist lieferbar.

FELICIA LANGER
MIT EIGENEN AUGEN
Mit zahlreichen Abbildungen
Erinnerungen
Cosmics Verlag
320 Seiten, 22,--€
ISBN 978-3-9817922-0-1


Die Rechtsanwältin Felicia Langer beschreibt was sie vor israelischen Militärgerichten erlebt und gesehen hatte. Hinter den einzelnen Fällen verstecken sich Schicksale, erleben wir Menschen aus Fleisch und Blut, Gestalten, die sich im Gedächtnis tief und nachhaltig eingraben. Mit eigenen Augen ist Felicias Langer erstes Buch, dass sie 1974 geschrieben und im Eigenverlag veröffentlicht hat, da kein Verlag in Israel bereit war es zu drucken. (...) (Deuternomium 16,20)


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Alan Hart
ZIONISMUS:

DER WIRKLICHE FEIND DER JUDEN

Band 1: Der falsche Messias


Lieferbar auch auf italienisch
Format: 17x24 cm, 400 Seiten
ISBN 978 3 88975 225 3 • 29,80 €


„Ich hoffe, dass all jene, denen die Probleme des Nahen Ostens Sorge bereiten, dieses Buch lesen werden. Es ist ungeheuer lesenswert und eine großartige Arbeit, die Alan Harts enge Beziehung zu israelischen und palästinensischen Führern widerspiegelt. Wir sehen uns mit einer schrecklichen Unruhe im Nahen Osten konfrontiert, und das Buch erklärt, wie es dazu kam und wie wir diese hinter uns lassen können.

Die dortige Tragödie zieht die Palästinenser, die Israelis und den Rest der Welt in Mitleidenschaft. Für jeden, der dazu beitragen möchte, vorwärtszuschreiten, wird die Lektüre dieses Buches hilfreich sein.“ (Clare Short, britisches Parlamentsmitglied und, bis zu ihrem Rücktritt wegen des Einmarsches im Irak, Sekretärin für Internationale Entwicklung im Kabinett Tony Blairs)

„Das vielleicht Verblüffendste auf der heutigen weltpolitischen Bühne ist , dass in den meisten westlichen Länder der Staat Israel hoch geachtet ist. Dieser erstaunliche Umstand hat sich über mehrere Jahrzehnte hinweg entwickelt, und in dieser langen Zeit ist anscheinend folgendes vergessen worden: - erstens von den meisten Juden, dass der Zionismus, der den Staat Israel hervorgebracht hat, eine völlige Abkehr von den religiösen Glaubensvorstellungen und Werten des Judentums darstellt, - und zweitens von der Weltgemeinschaft insgesamt, dass sich der Zionismus auf eine kaltblütige Politik des Kolonialismus, der ethnischen Säuberung und des Terrorismus stützt.“  (Rabbi Ahron Cohen)


Alan Hart

ZIONISMUS: DER WIRKLICHE
FEIND DER JUDEN

Band 2: David wird zu Goliath
Lieferbar ab Juli 2016
Format: 17x24 cm, ca. 400 Seiten
ISBN 978 3 88975 226 0 • ca. 29,80 €


James Petras

USA: HERR ODER DIENER DES ZIONISMUS?

Format: 14x20,5 cm, 286 Seiten

ISBN 978 3 88975 143 0 • 15,00 €

Wilhelm Kempf (2015).
Israelkritik zwischen Antisemitismus und Menschenrechtsidee.

Eine Spurensuche.
Berlin: verlag irena regener,

ISBN 978-3936014-33-4
276 S., 39.90 €.

 

Pressemitteilung zu Antisemitismus und Israelkritik - Beunruhigt über die Schärfe der Auseinandersetzung zwischen Unterstützern und Gegnern der israelischen Politik während des 2. Libanonkrieges (2006) startete die Projektgruppe Friedensforschung an der Universität Konstanz ein bis heute laufendes Forschungsprogramm über „Israelkritik, Umgang mit der deutschen Geschichte und Ausdifferenzierung des modernen Antisemitismus“, in dessen Rahmen u.a. ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Survey durchgeführt wurde, mittels dessen zum einen Aufschlüsse über die Struktur antisemitischer, antizionistischer und israelfeindlicher Einstellungen gewonnnen und zum anderen herausgefunden werden sollte, in welches Weltbild kritische Einstellungen gegen Israel eingebettet sind. Nach verstreuten Publikationen in internationalen Fachzeitschriften liegen die Ergebnisse dieses Surveys nunmehr in Buchform vor:



An einer nach Alter, Geschlecht und Schulbildung für Deutschland repräsentativen Stichprobe von ca. 1000
Untersuchungsteilnehmern aus den alten und neuen Bundesländern sowie mehr als 450 mehr oder minder aktiven Israelkritikern durchgeführt, zeigen die Befunde des Surveys, dass sowohl antisemitische als auch antizionistische und israelfeindliche Vorurteile in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet sind und – je nach Art des Vorurteils – von 7% bis 48% der Deutschen als eine legitime politische Meinung ausgegeben werden, während nur 37% eine besondere Verantwortung der Deutschen gegenüber den Juden anerkennen. >>>

MIT SPRAYDOSE UND PINSEL GEGEN DIE BESATZUNG - Graffiti in Palästina - Mit Beiträgen von Sliman Mansour und Samiha Abdeldjebar
Herausgeber Fritz Edlinger

Nirgendwo sonst haben Wandmalerei und Graffiti in den vergangenen Jahrzehnten so eindeutig politischen Charakter angenommen wie in Palästina. Pinsel und Spraydose sind seit der ersten Intifada 1987 zu wichtigen Waffen des Protestes geworden. Auch der berühmte Graffiti Künstler Banksy stattete vor Kurzem den besetzten Gebieten einen  Besuch ab und bereicherte die Wände Palästinas um politische Motive. Graffiti aus Gaza und der Westbank gelten weithin als wichtige Elemente der Politisierung und Mobilisierung. Mit ihrer Kunst als Widerstandsform gegen die israelische Besatzungspolitik haben palästinensische Maler und Sprayer weltweit ein Publikum erreicht.

Eine Reihe von Bildern wie der Steine werfende Junge oder die Bäuerin, die in ihrem Tragetuch die ganze Last eines geschundenen Volkes schleppt, hat sich in das kollektive Gedächtnis künstlerisch interessierter und politisch engagierter Menschen eingegraben.

Im vorliegenden Buch wird ein buntes, lebendiges, widerständiges Palästina gezeigt, ein Palästina, das seinen Besatzern trotzt und seine Kraft farbenfroh zum Ausdruck bringt. Themen wie die zionistische Landnahme, die Vertreibungen nach 1948 und 1967, die Zerstörung der palästinensischen Landwirtschaft, die demütigenden Personenkontrollen, der Mauerbau und das Leben im größten Gefängnis der Welt, dem Gaza-Streifen, stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie künstlerisch ausgedrückte Hoffnungen auf ein Leben ohne Unterdrückung: der Olivenbaum als Lebensspender, der in die Mauer gemalte Durchgang und die junge Frau, die sich von Luftballons in die Freiheit tragen lässt.

Auch die Ironie kommt in den Malereien nicht zu kurz, wenn beispielsweise ein junges, sommerlich luftig gekleidetes Mädchen einen uniformierten und bis an die Zähne bewaffneten israelischen Soldaten durchsucht und zur Ausweisleistung auffordert. Dieses von Banksy entworfene und seither oftmals kopierte Motiv findet sich auch am Cover dieses Buches.

Fritz Edlinger (Hg.): Mit Spraydose und Pinsel gegen die Besatzung. Grafitti in Palästina.
ISBN 978-3-85371-395-2, 224 Seiten, farbig bebildert, 24,00 Euro
Mit Beiträgen von Sliman Mansour und Samiha Abdeldjebar


Atef Abu Seif: "Frühstück mit der Drohne" - Sirren der Kampfdrohnen während des Gaza-Kriegs - Der promovierte Politik- und Sozialwissenschaftler Atef Abu Saif lebt im Gazastreifen. Seine Tagebuchaufzeichnungen zum 51 Tage dauernden Krieg im Gazastreifen im Juli 2014 wurden weltweit veröffentlicht. Nun sind die eindrücklichen Beobachtungen unter dem Titel "Frühstück mit der Drohne" als Buch erschienen. - Ralph Gerstenberg

51 Tage dauerte der Krieg im Gazastreifen, der am 7. Juli 2014 begann. 51 Tage, von denen Atef Abu Saif jeden einzelnen in seinem Tagebuch festhielt. Ein Akt des Überlebens, für den der palästinensische Schriftsteller und fünffache Familienvater sein Leben riskierte. Im Nachhinein bezeichnet er es als töricht, täglich das Internetcafé aufgesucht und sich der Todesgefahr ausgesetzt zu haben, um dieses Buch zu schreiben. Doch er wollte festhalten, was um ihn herum geschah, Zeugnis ablegen von Angst und Bedrohung, von Hoffnung und Solidarität, vom Leben "im Takt von Trommeln und Bomben" und dem immerwährenden Sirren der Drohnen. >>>

Atef Abu Saif: "Frühstück mit der Drohne. Tagebuch aus Gaza", aus dem Englischen von Marianne Bohm, Unionsverlag, 256 Seiten, Preis: 19,95 Euro

Ein Leben für Gerechtigkeit; Liebe und Versöhnung, von Reuven Moskovitz - Herausgegeben von Martin Breidert u. Ekkehart Drost, 260 S., Sommer 2015 - Rezension von Ulrike Vestring - FrauenWegeNahost - November 2015

Dies ist ein Buch der Freundschaft. Reuven Moskovitz hat viele Freunde in Deutschland. Hier finden sie seine wichtigsten Aufzeichnungen aus fast 50 Jahren Friedensarbeit. Ein Buch der Freundschaft auch deshalb, weil zwei ausgewiesene Freunde nicht nur des Verfassers, sondern auch Freunde eines gerechten Friedens zwischen Palästina und Israel dieses Buch herausgeben haben. Sie haben die Gedanken, Briefe und Appelle von Reuven Moskovitz durch Texte seiner Wegbegleiter ergänzt.

Und wer ist dieser Reuven Moskovitz? In Rumänien geboren, der Nazi-Verfolgung nur knapp entronnen lebt er heute in Jerusalem. Das erklärt das Lebensziel des heute 86-Jährigen: Versöhnung. Dafür tritt er unermüdlich ein,  mit Hartnäckigkeit, Charme und – Musik.

Ich bin Reuven zum erstenmal bei der Verleihung des Aachener Friedenspreises 2003 begegnet. Die Laudatio, gehalten vom Journalisten und Nahost-Kenner Andreas Zumach, galt dem israelischen Preisträger ebenso wie der Palästinenserin Nabila Espanioly.

Plötzlich Geigenklänge. Ein kompakter kleiner Mann betritt das Podium, die Geige unterm Kinn. Zehn Minuten lang spielt er Weisen wie aus dem Schtetl, deutsche Volkslieder und arabische Melodien. Und hätte noch mehr gespielt, seine begeistert mitklatschende Zuhörerschaft zum Singen und Tanzen gebracht. Aber die Enge des Programms ließ es nicht zu.

Zwei Jahre später, auf der großen Palästina-Konferenz in der Kölner Feuerwache. Ich sitze auf dem Podium zwischen fünf hochmögenden Nahost-Experten, von denen keine und keiner gewillt ist, seine Redezeit einzuhalten. Plötzlich steht unten Reuven Moskovitz mit seiner Mundharmonika. Unmöglich ihm klar zu machen, dass er „nicht dran“ ist. Seine Freunde im Publikum scheren sich so wenig wie er um die Tagesordnung. Und mir wird klar, dass ich es mit einem Friedensabenteurer zu tun habe.

Die Mundharmonika reiste auch auf dem  jüdischen Boot für Gaza mit, dem es 2010 erwartungs-gemäß nicht gelang, die israelische Blockade zu durchbrechen. Soldaten enterten das Boot und nahmen die jüdischen Friedenssucher teilweise gewaltsam fest. Reuven spielte noch, als ein Soldat die für Kinder in Gaza bestimmten 50 Mundharmonikas zertrampelte.
 
Der Autor hat eine tiefe Beziehung „zu dem Deutschland, das ich liebe.“ Sie zeigt sich in seiner Beherrschung der Sprache ebenso wie in seiner Kenntnis der Lyrik von Brecht, Fried, Heine, Hesse, Kästner und Mascha Kaleko, die er in seinen Texten fast beschwörend zitiert. Das macht die Lektüre zu einem herzbewegenden Erlebnis.
 
Es findet seine Ergänzung in den informativen und teilweise anrührenden Zeugnissen von Reuvens deutschen Freunden, die die Herausgeber in kluger Auswahl präsentieren. Nicht zu vergessen die Fotos. Das Schönste für mich ist die Szene aus einem Jerusalemer Wohnzimmer: Reuven Moskovitz mit erhobener Hand auf dem Sofa sitzend, ihm gegenüber Jeff Halper, in kurzen Hosen und Flipflops. Zwei jüdische Streiter für einen gerechten Frieden.
 
„Losung“ nennt Reuven ein Gedicht des jüdischen Dichters Josef Papiernikoff von 1924, das er seinen Jahresbriefen voranstellt:
 
Mag sein, dass ich bau in der Luft meine Schlösser.
Mag sein, dass mein Gott ist im ganzen nicht da.
Im Traum ist mir heller, im Traum ist mir besser,
im Traum ist der Himmel noch blauer als blau.
Mag sein, dass ich werd’ mein Ziel nicht erreichen.
Mag sein, dass mein Schiff wird nicht kommen zum Steg.
S’geht mir nicht darum, ich soll was erreichen.
S’geht mir um den Gang auf einem sonnigen Weg.
 
Dies könnte auch Reuvens Losung sein. Wir wünschen ihm einen sonnigen Weg.

 

Das Buch ist zum Preis von 15€ plus Versandkosten zu beziehen über:

Gesine- Anna Janssen, gesine-anna.Janssen@t-online.de  Tel. 04923 200
ISBN 978-3-00-049873-2

Rezension von Felicia Langer

 Norman Finkelstein - „ Methode und Wahnsinn“
Die Hintergründe der israelischen Angriffe auf Gaza

 Der Autor beschreibt und analysiert mit viel Wissen die Hintergründe der israelischen Angriffe auf Gaza. Er beschreibt die drei Massaker, die Israel in den letzten fünf Jahren verübt hat: Operation „Gegossenes Blei“ von 2008/2009, Operation „Säule der Verteidigung“ von 2012 und Operation „Fels in der Brandung“ von 2014. Er beschreibt auch, wie Israel 2010 beim Abfangen der „Mavi Marmara“, eines mit Hilfsgütern für Gazas Not leidende Bevölkerung beladenen Schiffes,  acht ausländische Staatsbürger getötet hat.
 
Was die Operation „Gegossenes Blei“ betrifft, berichtete der Nahost-Korrespondent der New York Times, Ethan Bronner, unter Berufung auf israelische Quellen, das übergeordnete Ziel sei die Wiederherstellung der israelischen Abschreckungsfähigkeit gewesen. Der Autor zitiert israelische Kommentatoren: „Hatte Israel sich vorgenommen, den Libanon um 20 Jahre zurückzuwerfen, freute es sich darüber, dass es gelungen sei, Gaza in die vierziger Jahre zu katapultieren.“
 
Israel hatte seine Fähigkeit zur Abschreckung wiedererlangt und den Palästinensern eine blutige Lektion erteilt: Wir können euch angreifen und schlagen, wie wir wollen, ohne Rücksicht auf Völkerrecht und Genfer Konventionen. Außerdem hat es seine Blockade von Gaza noch verschärft. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Mary Robinson, hat ihr Entsetzen über die Auswirkungen der Blockade bekundet:„ Gazas gesamte Zivilisation wurde vernichtet, das kann ich ohne Übertreibung sagen…“
 
In dem Kapitel mit dem Titel „Bestrafen, Erniedrigen und Terrorisieren (2011)“ befasst sich der Autor mit der Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrates zu den Vorwürfen von Kriegsverbrechen während der Operation „Gegossenes Blei“. Es ist der Goldstone-Kommission gewidmet. Richard Goldstone, der die Kommission leitete, war u.a. Richter am südafrikanischen >>>

Arn Strohmeyer:

Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt.
 Hitlers langer verhängnisvoller Schatten
 

Antisemitismus - Philosemitismus und der Palästina-Konflikt - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Auch 70 Jahre nach dem unfreiwilligen Abtreten des "Großen Diktators" von der Weltbühne leidet Deutschland immer noch am Nazi-Syndrom. Von "Bewältigung" oder "Aufarbeitung" der Geschichte kann nur einschränkend die Rede sein. >>>


Arn Strohmeyer, Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. - Hitlers langer verhängnisvoller Schatten. - Rezension von Ekkehart Drost, 19.9.2015 >>>


Fingerübung auf dem Klavier der Schuldgefühle - 17. 9. 2015 - Wie der Philosemitismus Deutschlands Beziehung zu Israel bestimmt, beschreibt Arn Strohmeyer in seinem neuen Buch -  Rezension von Sven Severin

Abrechnung mit Israels manipulativer Verwendung des Antisemitismus-Begriffs -  Arn Strohmeyer, „Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt: Hitlers langer verhängnisvoller Schatten“ Rezension von  Kurt O. Wyss  

Das Buch des aus Bremen stammenden Autors und Journalisten Arn Strohmeyer, der Philosophie, Soziologie und Slawistik studiert hatte, greift ein brisantes Thema auf: es setzt sich mit dem ständig wiederkehrenden Vorwurf des Antisemitismus auseinander, wenn es um den jahrzehntealten Konflikt Israels mit den Palästinensern geh >>>.

Der Antisemitismus hat in Europa und speziell in Deutschland zu furchtbaren Verbrechen geführt, die im Holocaust der Nationalsozialisten ihren monströsen Höhepunkt erfuhren. Es versteht sich von selbst, dass besonders die westlichen Gesellschaften den Antisemitismus ächten und auf jede Form des erneuten Auftretens dieser Form des Rassismus äußerst sensibel reagieren. Der Antisemitismus-Vorwurf steht deshalb in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen ständig im Raum. Die Frage ist aber: Handelt es sich dabei wirklich um das Auftreten von echtem Antisemitismus oder wird dieser Vorwurf von Lobbygruppen nicht auch interessenbestimmt für das Erreichen bestimm­ter politischer Ziele instrumentalisierend eingesetzt?

Dieser Frage geht das vorliegende Buch nach. Der Autor stellt dabei fest, dass die histori­schen Veränderungen im Judentum selbst auch Folgen für den Antisemitismus-Begriff mit sich gebracht haben. Im Judentum gab es immer die beiden spaltenden Tendenzen der Absonderung, Abschottung und Isolation einerseits und der uni­versellen Offenheit und Weltzugewandtheit andererseits. Durch die Entstehung des Staates Israel und die ihn tragende ethnisch-nationalistische Ideologie des Zionismus hat die erste Richtung deutlich die Dominanz erlangt, die Universalisten sind im Judentum eher zu einer Randgruppe geworden. Da Israel den Anspruch erhebt, das ganze Judentum zu vertreten (was die Universalisten wiederum nicht anerkennen), hat der Anti­semitismus-Begriff sich in der Weise verändert, dass er nicht mehr allein Hass auf Juden wegen ihres Jude-Seins meint, sondern nun jede Kritik an Israel und seiner äußerst um­strittenen Politik gegenüber den Palästinensern als solchen bezeichnet.

Dieser Definition widersprechen aber die Universalisten, die sich für das Einhalten der jüdi­schen Ethik von Versöhnung und Nächstenliebe, Menschenrechten und Völkerrecht einsetzen.

Der heute gängige und im öffentlichen Diskurs benutzte Antisemitismus-Begriff erweist sich deshalb sehr oft als ein manipulativ und instrumentalisierend vorgebrachtes Argument, das einzig das Ziel verfolgt, die ethnischnationalisti­schen Interessen Israels zu vertreten und ein­zufordern, nicht aber als ein probates Mittel, über diese Form des Rassismus aufzuklären und sie zu bekämpfen.

Gegen diese Form des Missbrauchs und der ideologischen Instrumentalisierung des Anti-Antisemitismus wendet sich dieses Buch. Dass dieser Missbrauch besonders in Deutschland überhaupt möglich ist, hängt nicht zuletzt mit dem als Folge der nationalsozialistischen Ver­brechen vorherrschenden Schuldgefühl gegenüber Juden und dem daraus abgeleiteten Philosemitismus zusammen.

Es wird dabei oft übersehen, dass Philosemitismus und Antisemitismus sehr eng zusammenhängen und dass ers­terer für eine verzerrtes Bild gerade im Blick auf den Nahost-Konflikt verantwortlich ist. Auch dieser Phänomen unterzieht der Autor einer ausführlichen Analyse. Er plädiert deshalb für eine realitätsbezogene Beurteilung des Konflikts und für eine im Sinne universalis­tischer Werte gerechte Lösung auch für die Palästinenser.
 

Arn Strohmeyer: Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt.
Hitlers langer verhängnisvoller Schatten,
Gabriele Schäfer Verlag Herne,
ISBN 978-3-944487-30-4, 17.80 Euro

Buch - Leseprobe  3 - Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt >>>
Buch - Leseprobe  2 - Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt >>>
Buch - Leseprobe  1 - Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt >>>
Buch - Antisemitismus – Philosemitismus >>>




Mazin Qumsiyeh

 KANAAN
gemeinsames Land der Palästinenser und Juden



Zambon Verlag
Frankfurt 2015
376 Seiten, Paperback 25.00 € (ISBN 978 3 88975 224 6).

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Petra Wild

DIE KRISE DES ZIONISMUS UND DIE EIN-STAAT-LÖSUNG
Zur Zukunft eines demokratischen Palästinas

 

ISBN 978-3-85371-386-0, br., ca. 224 Seiten, ca. 17,90 Euro, mit Landkarten

 

Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung
Rezension von Dr. Ludwig Watzal

Die Geschichte der Lösungsversuche der Palästina-Frage läuft auf die Minimierung der Rechte der Palästinenser hinaus. An der Frage des Rechtes auf Rückkehr und des Rechtes auf Selbstbestimmung wird dies besonders deutlich. Seit den Verträgen von Oslo, die den so genannten Friedensprozess in Gang gesetzt haben, sind auch diese Rechte perdu. Die von der internationalen Staatengemeinschaft favorisierte Zwei-Staaten-Lösung an der Seite Israels ist ein Wunschtraum geblieben. "Alles deutet darauf hin, dass es überhaupt keine Lösung der Palästina-Frage geben wird, solange der Zionismus weiter besteht", schreibt Petra Wild. In der Tat bildet diese Ideologie das zentrale Hindernis für eine Lösung des Nahostkonflikts zusammen mit der noch bedingungslosen Unterstützung des kolonialen zionistischen Siedlungsprojektes durch die USA und einige Staaten der Europäischen Union. Der Expansionismus bilde einen wesentlichen Teil der "Staatsräson" des Zionismus.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten werden Themen wie der Oslo-Prozess, der zionistische Siedlerkolonialismus, die Risse im zionistischen Konsens infolge der zweiten Intifada, der Libanonkrieg und die Gaza-Massaker, die zum Verlust des Mythos der Unbesiegbarkeit beigetragen haben, die demographische Krise und der Verlust einer israelisch-jüdischen Mehrheit auf dem Gebiet des historischen Palästina sowie die allmähliche Abkehr der US-amerikanischen und der europäischen Judenheit von Israel behandelt. >>>

Gehrcke, Wolfgang: RufmordRufmord - das geht auch als Buchbesprechung - Walter Schumacher - 9. 9. 2015 - Beitrag zu einer Debatte, die in der Jungen Welt nicht stattfinden darf...* - Eine Buchbesprechung als Rufmord?

Wolfgang Gehrcke beschreibt in seinem Buch „Rufmord“ [1] auf 177 Seiten, wie durch Manipulation linke Begriffe und Themen in der öffentlichen Meinung tabuisiert oder verdreht und sogar von der Gegenseite besetzt werden. Daniel Bratanovics Rezension „Aus der Defensive“ in der jungen Welt vom 3. August ist genau dafür ein anschauliches Beispiel. Wann hat man das schon mal? Und das in der wichtigsten linken Tageszeitung, der jungen Welt!

Wer profitiert vom Rufmord?
- Eine elegante Methode, eine starke Linke zu verhindern, besteht in der Desorientierung systemkritischer Debatten. Für diese Aufgabe steht ein ganzer Staatsapparat und Dutzende von Thinktanks wie die Bertelsmannstiftung zur Verfügung. Aus Sicht der Mächtigen darf in Deutschland, in der Höhle des kapitalistischen Löwen, keine starke linke, gar kommunistische Kraft entstehen und wirkmächtig werden. Linke Strukturen und Organisationsansätze zu (zer-)stören, mindestens aber zu behindern, ist deshalb eine zentrale Aufgabe staatlicher Dienste.  >>>


Artikel "Aus der Defensive - Wolfgang Gehrckes Schrift zum Antisemitismusvorwurf gegen Linke" (junge Welt 03.08.15) - von Daniel Bratanovic >>>

 

Gehrcke, Wolfgang:
Rufmord
Die Antisemitismus-Kampagne gegen links

Neue Kleine Bibliothek 214, etwa 160 Seiten


 

Leserbrief von Wolfgang Gehrcke Unverdienter Verriss (jW 10.08.15) - Zu jW vom 03.08.15, „Aus der Defensive“ 

Dank, dass die jW eine Rezension zu meinem Buch »Rufmord« veröffentlicht hat. Ich kenne den Autor leider nicht, aber die Art, wie er mit dem Buch umgeht, ist eigentlich empörend. Statt sich mit meinen Texten wirklich auseinanderzusetzen, werden mir Zitate vorgehalten, die – so wird behauptet – von Diether Dehm und Ken Jebsen stammen sollen. (…) Der einzige Punkt direkt aus meinem Buch, über den dann der Autor sehr abfällig schreibt, ist die Wirkungsweise und der Zusammenhang von Medien, Politik und Stiftungen – eben über die Netzwerke. Gerade eine Zeitung, die nicht zu Unrecht mit der Losung wirbt »Sie lügen wie gedruckt, wir drucken, wie sie lügen« und die immer wieder den Zusammenhang von Medien, Politik, Stiftungen und Thinktanks aufdeckt, müsste doch froh sein, wenn das auch in meinem Buch eine Rolle spielt.

 


Antisemitismus-Kampagne gegen links: ein politischer Rufmord - Dr.  Ludwig Watzal - Die Partei DIE LINKE hat kein Antisemitismus-Problem, was die Denunzianten aus Wissenschaft, Politik und öffentlichen Meinungsmachern auch wissen, die bestimmen, wer “Antisemit” ist. Um den vermeintlichen Antisemitismus in der Linkspartei geht es den Verleumdern auch gar nicht. Gleichwohl befindet sich die Linkspartei seit diesen grundlosen Behauptungen in der Defensive.

Um es gleich vorweg zu sagen, der “Antisemitismus”-Vorwurf wird von den politischen Gegner allein deshalb gegen die Linkspartei erhoben, um ihre Kritik am Kapitalismus, Faschismus und Neonazismus in Deutschland zu diskreditieren und die Partei auf Nato-Kriegskurs zu bringen, damit sie von ihrer berechtigten Kritik an den Verbrechen des US-Imperiums und Israels ablässt. Dieser Kriegsbazillus hat sich schon tief in die Linkspartei hineingefressen. Bei der augenblicklichen rechtsextremen Politik der Netanyahu-Regierung ist Israelkritik mehr als berechtigt, dass Antizionismus als Antisemitismus diskreditiert wird, zeigt, wie verzweifelt die zionistische Lobby und ihrer deutschen Helfershelfer (Sayanim) sind. >>>

 

 

Die Karriere einer "offiziellen EU-Definition des Antisemitismus" - Sang- und klanglos verschwunden - George und Doris Pumphrey - In Diskussionen über Israel wurde und wird immer wieder Bezug genommen auf eine "Arbeitsdefinition Antisemitismus der EU", um Kritik an israelischer Regierungspolitik als eine Form des Antisemitismus zu denunzieren. Dieses "offizielle" Dokument soll den Beweis dafür liefern. Da es auf der Internetseite einer EU-Agentur zu finden war, meinten und meinen selbst Kritiker der israelischen Politik, es handle sich um ein "offizielles" EU-Dokument.

Die Karriere dieser "offiziellen EU-Definition" begann vor mehr als zehn Jahren. Unter der Schirmherrschaft der UNO fand im Spätsommer 2001 die Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban, Südafrika statt. Die Delegation der USA und Israels verließen vorzeitig die Konferenz aus Protest gegen die Forderung, das israelische Vorgehen gegen die Palästinenser als Rassismus zu bezeichnen, die auf Seiten anderer offizieller Delegationen und in der gleichzeitig stattfindenden NGO Konferenz erhoben wurde.>>>

Gehrcke, Wolfgang: RufmordGehrcke, Wolfgang:
Rufmord
Die Antisemitismus-Kampagne gegen links

Neue Kleine Bibliothek 214, etwa 160 Seiten



Die deutsche Linke wird immer wieder mit dem Verdikt des Antisemitismus belegt. Ihre Kritik an der US-amerikanischen wie der israelischen Regierungspolitik bediene antisemitische Vorurteile. Dieser Vorwurf wird in Politik und Medien in stetiger Wiederholung variiert. Wie kommt es zu solchen Anschuldigungen und was bezwecken sie? Warum richten sie sich ausgerechnet gegen links? Stellen sie nicht eine der schlimmsten Anklagen dar, die gegen ein linkes Selbstverständnis erhoben werden könnten? Sind derartige Kampagnen möglicherweise nur ein Vorwand? Sollte es dabei etwa gar nicht gegen Antisemitismus gehen? Zielen sie vielleicht in Wirklichkeit nur auf den Antikapitalismus der Linken? Wolfgang Gehrcke deckt auf, welche formellen und informellen Netzwerke solche propagandistischen Feldzüge inszenieren, mit welchen unbewiesenen Unterstellungen und Manipulationen sie operieren und welche Absichten sie verfolgen. Und er konfrontiert den behaupteten mit dem tatsächlich existierenden Antisemitismus >>>

 

Die Karriere einer "offiziellen EU-Definition des Antisemitismus" - Sang- und klanglos verschwunden - George und Doris Pumphrey - In Diskussionen über Israel wurde und wird immer wieder Bezug genommen auf eine "Arbeitsdefinition Antisemitismus der EU", um Kritik an israelischer Regierungspolitik als eine Form des Antisemitismus zu denunzieren. Dieses "offizielle" Dokument soll den Beweis dafür liefern. Da es auf der Internetseite einer EU-Agentur zu finden war, meinten und meinen selbst Kritiker der israelischen Politik, es handle sich um ein "offizielles" EU-Dokument.

Die Karriere dieser "offiziellen EU-Definition" begann vor mehr als zehn Jahren. Unter der Schirmherrschaft der UNO fand im Spätsommer 2001 die Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban, Südafrika statt. Die Delegation der USA und Israels verließen vorzeitig die Konferenz aus Protest gegen die Forderung, das israelische Vorgehen gegen die Palästinenser als Rassismus zu bezeichnen, die auf Seiten anderer offizieller Delegationen und in der gleichzeitig stattfindenden NGO Konferenz erhoben wurde.>>>

 

Abraham Melzer
Merkel erwache! Israel vor Gericht.

Essays eines antizionistischen Juden

Das Buch soll zur Buchmesse erscheinen und ab 15.3.2015 im Handel sein -  ISBN: 978 3 88975 240 6
Anlässlich der Buchmesse in Leipzig wird es vorgestellt -
Veranstaltung von Abraham Melzer und sein Buch:
Baumwollspinnerei, GVD - Leipzig - | Die Druckerei.  Samstag, 14.03., 20.30 Uhr.

Worum geht es Abi Melzer in seinen Texten? Um zweierlei. Zum einen um Kritik und Anklage der israelischen (Außen) Politik, die seit bald 50 Jahren auf der Barbarei der Okkupation und der Unterdrückung des palästinensischen Volkes materiell wie ideologisch basiert und diese letztlich auch bewusst und zweckgerichtet zum Inhalt hat. Zum anderen aber auch um die Wahrnehmung dieses Grundumstandes im deutschen Diskurs, und zwar sowohl von Nichtjuden als auch von Juden. Während Melzer mit ezug auf Israels Wirklichkeit die reale Repression und ihre ideologische Verbrämung anprangert, sieht er sich im deutschen Kontext mit dem Problem konfrontiert, dass die Protagonisten der politischen Klasse sich (aus "historischen" Gründen) scheuen, eine realitätsadäquate Politik Israel gegenüber zu verfolgen, was die institutionellen wie publizistischen Sachwalter des Jüdischen in Deutschland interessengeleitet weidlich auszukosten verstehen. Moshe Zuckermann

Mehr zum Buch - pdf >>>

 

Merkel erwache! Israel vor Gericht

Rezension von Dr. Ludwig Watzal
 

Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse war Israel Gastland. Bei dem ganzen Tamtam gerät leicht in Vergessenheit, dass hier ein Besatzerstaat bejubelt wird, der seit 48 Jahren einem anderen Volk die Freiheit und die Existenzgrundlage entzieht und es einem rassistischen Besatzungsregime unterworfen hat.

Organisiert wurde dieser Event von der israelischen Botschaft und Bertelsmann! In zwei Jahren wird des 50. Jahrestages der israelischen Besatzung Palästinas gedacht. Wird es dann auch ein so gut organisiertes und orchestriertes Tamtam à la Leipziger Buchmesse geben? Vielleicht dann anlässlich der Frankfurter Buchmesse?

In den Staatsmedien wurden auf der Buchmesse die üblichen Autoren und Schriftsteller bejubelt, die die grausame Besatzung feuilletonistisch relativieren und das bilaterale Verhältnis traktieren. Von Büchern, die tatsächlich relevant sind und sich mit der brutalen Realität vor Ort, der zionistischen rassistischen Ideologie und den israelischen Besatzungsverbrechen auseinandersetzen, hört man in den Verlautbarungen jedoch nichts. Dazu gehören u. a. "Die Hölle von Gaza" (Leika Verlag), "Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung (ProMedia Verlag) und "Merkel erwache! Israel vor Gericht" (Zambon Verlag).

Abraham Melzer, Chefredakteur der Online-Zeitschrift "Der Semit", hat einen besonders provokanten Buchtitel mit "Merkel erwache!" gewählt, der zwangsläufig Assoziationen zu "Deutschland erwache" weckt; auch der Untertitel "Essays eines antizionisitischen Juden" lässt Unkonventionelles über Israel erwarten. In seinem Vorwort hat der israelische Historiker Moshe Zuckermann diese Assoziation ins rechte Licht gerückt.

"Wenn die Beziehung Deutschlands zu Israel (und Israels zu Deutschland) letztlich durch die nazistische Vergangenheit Deutschlands kodiert ist, diese Vergangenheit aber mittlerweile zur schändlichst fetischisierten Ideologie geronnen ist, so kann man sich dieser verfestigten Kodierung einzig durch Umwendung des Kodierten aus sich heraus entwinden. Nur so lässt sich die Aufhebung dessen, was sich ideologisch zur falschen Handlungsgrundlage verhärtet hat, bewerkstelligen. Die Ironie des Titels mag dies leisten."

Ob die zionistische Lobby sich über Melzer hermachen wird, ist  >>>
 

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Auch hier zu lesen >>>

Neuauflage 17. September 2014
Zum ersten Mal im Buchhandel erhältlich


Ilan Pappe:
Die ethnische Säuberung Palästinas

Am 10. März 1948 treffen sich David Ben-Gurion und elf führende Vertreter der jüdischen Einwanderer in Tel Aviv; sie beschließen die ethnische Säuberung Palästinas. Noch während des britischen Mandats beginnen die Angriffe, geführt von Moshe Dayan (später Verteidigungs- und Außenminister), Menachem Begin (später Ministerpräsident und Außenminister) und Yitzhak Rabin (später Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger). Elf Stadtviertel und 531 palästinensische Dörfer werden zwangsgeräumt, viele dem Erdboden gleichgemacht; 800.000 Menschen fliehen. Es kommt zu Vergewaltigungen, zu Plünderungen und zu Massakern – auch an Frauen und Kindern. Heute bedecken Wälder, Parks und Freizeiteinrichtungen die einstigen Dörfer.

Der israelische Historiker Ilan Pappe hat anhand von Augenzeugenberichten und neu zugänglichen Dokumenten aus israelischen Militärarchiven die Ereignisse von 1947 und 1948 akribisch nachgezeichnet; sie stehen zur offiziellen Geschichtsschreibung und dem Gründungsmythos Israels in eklatantem Widerspruch. Sich der historischen Wahrheit zu stellen, ist für Pappe eine moralische Entscheidung – ein erster Schritt, um die Spirale der Gewalt zu beenden und zur Versöhnung zwischen Israel und den Palästinensern beizutragen.

Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas

Deutsch von Ulrike Bischoff
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen - 416 Seiten - 19,95 € - ISBN 978-3-942989-86-2


 

Ilan Pappes Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ - Arn Strohmeyer - Es ist wohl eins der wichtigsten Bücher zum Verständnis des Nahostkonfliktes überhaupt: das Werk des israelischen Historikers Ilan Pappe „Die ethnische Säuberung Palästinas“, das in Deutschland im Jahr 2007 bei Zweitausendeins erschienen ist. Der Autor dekonstruiert darin die israelischen Mythen, die die zionistische Geschichtsschreibung über die Zeit von 1947 – 49 (den sogenannten „Unabhängigkeitskrieg“) bis heute verbreitet. Zuvor hatte sein israelischer Kollege Simcha Flapan mit seinem Buch „Die Geburt Israels“ diese Aufgabe schon in Angriff genommen, die deutsche Ausgabe kam 2006 heraus. Flapan ist 1987 gestorben. Er hatte zwar auch schon wichtige und bisher unbekannte Fakten ans Licht gebracht. Pappe hatte aber gegenüber seinem Vorgänger den Vorteil, dass die Israelis inzwischen in den Militärarchiven Zugang zu wichtigen Dokumenten gewährt hatten. Pappe schildert in seinem Werk das dunkle Kapitel der gewaltsamen Eroberung und Machtergreifung der Zionisten in Palästina >>>

 

 

Michael Warschawski

Schicksale, die sich überkreuzen

Der österreichische Verlag Kitab hat nun das bei den Editions Riveneuve 2012 erschienene Buch „Destins Croisés“  des israelischen Autors  Michael Warschawski unter dem Titel „Schicksale, die sich überkreuzen“  herausgebracht. Preis: EUR 19,26 - ISBN: 978-3-902878-48-9

Ein wirklich unverzichtbares Buch über die Entstehung des Konflikts in Palästina!!

Beim Lesen der französischen Ausgabe hatte ich sofort den Gedanken, dass es in seiner glaubwürdigen Überparteilichkeit politisch und historisch wenig informierten Personen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz  sehr  empfohlen werden kann. In einer Zeit, in der das Land Israel aufgrund seiner das Völkerrecht missachtenden Politik international zunehmend in Isolation gerät, in der viele Leute – vor allem in Deutschland -  sich eine klare Haltung zu Israel immer noch verbieten und jegliche Initiative gegen die Besatzungspolitik aus Vorsicht zurückweisen, könnte das Buch  eine ganz wichtige Aufklärungsfunktion haben, gerade auch unter Jugendlichen. Also machte ich mich mit meinem Mann an die Übersetzung.
Alle, die es zur Probe lasen, hatten überraschende neue Erkenntnisse bei der Lektüre gewonnen und waren, last not least, vom Stil der Übersetzung  überaus angetan.
 


Hier sind Klappentext und Kurzbiograpie des Autors: In diesem Buch, das dem Autor besonders wichtig ist, stellt Warschawski  aus der Perspektive einer palästinensischen und einer jüdischen Familie dar, wie der  palästinensisch-jüdische und dann der palästinensisch-israelische Konflikt entsteht und wie er sich in einem Zeitraum von über hundert Jahren entwickelt. Das Besondere an diesem Buch ist, dass die historische Entwicklung, der sich verschärfende Konflikt  vor allem in Dialogform abgehandelt wird, auf eine Weise, die informativ, gut  verständlich und gleichzeitig sehr berührend ist. Avraham Burg, der ehemalige Präsident der Knesset und der Jewish Agency, schreibt  in seinem Vorwort: Die beiden Familien, die hier vorgestellt werden, gehören zwei Völkern an, dem jüdischen und dem palästinensischen. Im Laufe des blutigen Konflikts, der diese Völker seit hundert Jahren zerreißt, überkreuzen und verbinden sich die Wege der beiden Familien mehr und mehr. Warschawski lädt uns ein, vier Generationen und Dutzende Angehörige dieser Familien auf ihrem Weg zu begleiten. Jeder von ihnen kommt auf die für ihn charakteristische Weise zu Wort, in den Gesprächen und Diskussionen spiegelt sich die Vielfalt der Ideen und Standpunkte, die seit so vielen Jahren die beiden Gesellschaften trennen.“

 

Michael Warschawski wurde1949 in Straßburg geboren. 1965 ging er nach Jerusalem, wo er von 1967 – 1971 an der Hebräischen Universität Philosophie studierte. 1984 gründete er das Alternative Information Center (AIC), eine  israelisch-palästinensische Plattform für freien Informationsaustausch, die insbesondere dafür genutzt wird, sich für das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung, das Ende der israelischen Besatzung und das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge einzusetzen. Seit 1992 ist M. Warschawski Mitglied der von Uri Avnery geründeten Friedensbewegung Gush Shalom. Seit 2001 vertritt er das AIC im International Council oft the World Social Forum. Auf Deutsch sind von ihm bisher  beim Nautilus-Verlag die Bücher „Der 33-Tage-Krieg“, „Mit Höllentempo“  und  „An der Grenze“ erschienen. 

Das vom  Umsatz abhängige Honorar für die Übersetzung wollen wir einem Projekt in Gaza zukommen lassen.
Marlene Stripecke

#########Verdammtes Land
Eine Reise durch Palästina
Andreas Altmann
Erschienen am 10.03.2014 - 304 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag - ISBN: 978-3-492-05624-3




Wie ein Rockstar auf der Bühne - Bestsellerautor Andreas Altmann liest in der Wodan-Halle Freiburg - Soldaten umzingeln ein kleines Steinhaus mit Wellblechdach, Gewehre im Anschlag. Die Stimmung ist aufgeladen. Wütende Männer schreien. Ein Bulldozer gibt Gas und walzt das Haus nieder. Sie sind gekommen, um die kleine Beduinensiedlung südlich des palästinensischen Hebron dem Erdboden gleichzumachen. Es ist still in der Wodan-Halle, während Reiseautor Andreas Altmann die Szene aus seinem Buch vorliest. "Ich habe mich nebenbei immer mit dem Thema auseinandergesetzt, aber die Wirklichkeit hat mich dann doch in ihrer Brutalität überrascht", sagt er.  Bestsellerautor Altmann ist nach Freiburg gekommen, um sein Buch "Verdammtes Land – eine Reise durch Palästina" vorzustellen. >>>

Verdammtes Land. Eine Reise durch Palästina - Lesung von Andreas Altmann in Recklinghausen - Das "Heilige Land" – in Wirklichkeit ist es ein verdammtes Land. Vielleicht gerade deshalb, weil es Juden, Christen und Muslimen heilig sein muss? Altmann spricht mit den Vertretern aller drei Religionen - was sie bewegt und woher der Hass kommt, der die Palästinenser so oft zu Opfern der israelischen Politik macht. Und auch manchmal zu Tätern. >>>
 


Wer ein Buch über diese Weltgegend schreibt, wird scheitern. Israel und Palästina, das ist ein Brandherd, der nicht aufhört zu lodern. Seit über sechzig Jahren entzündet er die Gemüter. Und keine Vision weit und breit, um die zwei Völker zu versöhnen. Unfassbar viele Vernagelte, auf beiden Seiten, versperren den Weg. Unfassbar viele Bücher wurden inzwischen darüber geschrieben. Und keines schien mitreißend genug, sie alle zur Einsicht zu verführen. Ich riskiere es trotzdem: noch ein Buch abzuliefern. Weil mich inzwischen jede Illusion – die Antwort zu finden – verlassen hat. Und weil ich nichts als Geschichten erzählen will. Von den einen, die andere quälen und erniedrigen. Und den anderen, die gequält und erniedrigt werden. Und die Geschichten von Heldinnen und Helden, die es herzzerreißend zäh und tapfer mit ihrer Wirklichkeit aufnehmen. Von Frauen und Männern eben, von denen jeder – all wir anderen – etwas erfahren könnten: über Würde, über Stolz, über schiere Tapferkeit. Und über die Sehnsucht, ein passables Leben zu führen. Klar, vom Irrsinn und der Lächerlichkeit wird auch die Rede sein. Denn das muss man dem winzigen Erdteil lassen: Storys hat er zu bieten, an jedem Eck, zu jeder Stunde. >>>

Shir Hever
Die Politische Ökonomie der israelischen Besatzung

Unterdrückung über die Ausbeutung hinaus
263 Seiten, kart., € 19,80 - 2014 - ISBN 978-3-89900-140-2

Die israelische Besatzung der palästinensischen Territorien hat viele wichtige wirtschaftliche Aspekte, über die oft hinweggesehen wird. In seinem originellen Buch zeigt Shir Hever, dass ein Verständnis der wirtschaftlichen Dimensionen der Besatzung entscheidend ist, um den israelisch-palästinensischen Konflikt zu begreifen.

Hever verwirft die These, Israel behalte wegen materieller Vorteile die Kontrolle über die palästinensischen Territorien, und auch die These, es verteidige sich bloß gegen palästinensische Aggressionen. Er vertritt die Ansicht, dass die Besatzung in eine Sackgasse geraten ist. Der palästinensische Widerstand macht die Ausbeutung der Palästinenser durch die israelische Wirtschaft schwierig, und doch weigern sich die israelischen Behörden, die Kontrolle aufzugeben. Während die traditionelle Wirtschaftsanalyse die Entwicklung der Ereignisse nicht zu erklären vermag, wird dieses Buch Studierenden, Aktivistinnen und Aktivisten, Journalisten und Journalistinnen unschätzbare Dienste leisten, um die komplexen Fragen der israelischen Besatzung zu verstehen.

»Shir Hever hat sich zu einem der scharfsinnigsten Analytiker der israelischen kritischen Linken entwickelt. Als ernsthaft engagierter Intellektueller überwindet er die Kluft zwischen Akademikern und Aktivisten. (…) Hever führt uns mit einem klaren Stil und einer Beherrschung des Themas, die eindeutig zu einer Erweiterung und Schärfung unserer Sichtweise führen, durch eine Untersuchung der Ökonomie der Besatzung. Von dieser Art von Büchern hängt wirkungsvolles politisches Handeln ab.« Jeff Halper, Direktor des Israeli Commitee Against House Demolitions (ICAHD)            Autor          Inhaltsverzeichnis           
Verlag

Zuckermann Israels Schicksal
Der Zionismus vor seinem historischen Ende? - Moshe Zuckermanns neues Buch zeigt auf, in welche politische Ausweglosigkeit Israel durch seine Staatsideologie geraten ist - Rezension von Arn Strohmeyer - Der politische Wind hat sich gedreht – nicht zuletzt durch den Angriff Israels auf den Gaza-Streifen im Sommer -, der nicht, wie Israel ihn darstellt, ein „Krieg gegen den Terrorismus“ war, sondern ein weiteres großes Massaker an den Palästinensern  >>>


 

Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Die rechtsnationalistische zionistische Regierung unter Netanyahu, Lieberman und Bennet fährt durch ihre aggressiv-kolonialistische Politik den Staat Israel gegen die Wand, wenn nicht sogar in den Abgrund, so kann man als Fazit das Buch von Moshe Zuckermann pointiert zusammenfassen.  >>>

 

Das unheilvolle Dreieck.
Deutschland, Israel und die Palästinenser

Plädoyer für eine andere Nahostpolitik

Arn Strohmeyer

Gabriele Schäfer Verlag Herne, ISBN 978-3-944487-14-4, 19,50 Euro



"Wer Hitler abschütteln will, muss heute die Palästinenser verteidigen", hat der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser geschrieben, der als Jude im "Dritten Reich" emigrieren musste. Mit diesem Satz hat er die ganze unheilvolle Beziehung zwischen Deutschland, Israel und den Palästinensern geschildert. Deutschland hat unter Berufung auf die Verbrechen der Nazis an den Juden den Staat Israel von Anfang an rückhaltlos unterstützt - politisch, wirtschaftlich und militärisch und tut das auch heute noch. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das deutsche "Staaträson". Israel konnte sich aber als Staat nur etablieren, weil sein Siedlerkolonialismus ein anderes Volk - die Palästinenser - aus ihrer Heimat vertrieb, ihr Land raubte und ihre Gesellschaft und Kultur zerstörte. Dieser Prozess dauert bis heute an und macht eine Friedenslösung im Nahen Osten unmöglich. Durch den bedingungslosen Beistand, den Deutschland für Israel leistet, unterstützt es die aggressive und völkerrechtswidrige Expansions- und Besatzungspolitik dieses Staates. Es ist damit an der Unterdrückung der Palästinenser direkt beteiligt. Da diese Politik Israels aber ohne Zukunftsperspektive ist und seine eigene Existenz gefährdet, droht Deutschland sich ein weiteres Mal an den Juden schuldig zu machen. Dieses Buch zeigt auf, warum eine andere Nahost-Politik unbedingt nötig ist. Inhalt: Der Holocaust, Israel und der Anspruch auf das Land der Palästinenser Philosemitismus als Versuch der Befreiung vom Antisemitismus - die Deutschen und der Holocaust III Mit Waffenlieferungen fing es an - wie Deutschland und Israel ins Geschäft kamen Zionismus und Gewalt - auch die Deutschen sehen weg Die selbst gestellte Falle: die deutsche Staatsräson für die Sicherheit Israels Schweigen als politische Waffe Das Wiedergutmachungsabkommen Adenauers Geheimabkommen mit Ben Gurion Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Israel Richtlinien für den Rüstungsexport - aber nur auf dem Papier IV Israels Rüstungsindustrie und sein Waffenarsenal Die Palästinenser als Versuchskaninchen für Israels Waffen V Das unheilvolle Dreieck "Sonderbeziehung" oder "Normalisierung"? Und die Palästinenser? VI Die Kirchen mystifizieren Israel und schweigen zu seiner Unrechtspolitik VII "Solidarität mit Palästina" - die Nahostpolitik der DDR VIII Israels Rolle in der Strategie des Westens IX Der Missbrauch der Holocaust-Erinnerung oder: Warum der Frieden unmöglich ist

Über den Autor: Arn Strohmeyer, Jahrgang 1942, hat Philosophie, Soziologie und Slawistik mit dem Abschluss Magister studiert. Er hat dann als politischer Journalist an verschiedenen Tageszeitungen und einer politischen Monatszeitschrift gearbeitet. Neben dieser Tätigkeit hat er mehrere Bücher geschrieben. Seine besonderen Themenschwerpunkte waren dabei die kritische Aufarbeitung der NS- Zeit, der Nahe Osten sowie Griechenland und speziell Kreta. Dieser Insel fühlt er sich seit seiner ersten Reise dorthin im Jahr 1967 sehr verbunden. Strohmeyer lebt und arbeitet heute als Schriftsteller in Bremen. (arnstrohmeyer.de)  Quelle

 

Das unheilvolle Dreieck - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (...) Auf dem Höhepunkt des Gaza-Massakers durch die israelische High-Tech-Armee fand in Deutschland eine der politisch groteskesten Demonstrationen in Berlin statt, an der die gesamt politische Klasse - angefangen von Bundespräsident Gauck, über Bundeskanzlerin Merkel, allen Vertretern der politisch relevanten Organisationen und der beiden Großkirchen auf "Einladung" des Zentralrates der Juden in Deutschland - stattfand. Dort wurde, anstatt über Israels Kriegsverbrechen, über "Antisemitismus" in Deutschland palavert, weil auf einer Demonstration in Berlin, antisemitischer Parolen gerufen worden seien. Dieser Auftrieb der politischen Klasse, obwohl vor sehr bescheidener Kulisse (4 000 aus dem ganzen Bundesgebiet herangeschaffter Demonstranten), zeigt, wie schräg in Deutschland über den Nahostkonflikt und seine vermeintlichen Nebeneffekte diskutiert wird. (...)

Arn Strohmeyer hat in journalistisch-hervorragender Weise alle diese Widersprüche und politischen Absurditäten pointiert in seinem Buch zusammengestellt. Ob die politische Klasse es zur Kenntnis nimmt, scheint, wie die Erfahrung lehrt, eher zweifelhaft, da sie sich ihren immunisierenden Kokon nicht selber zerstören will. Aber vielleicht wird eines Tages eine Protestbewegung ihr diesen Schutzpanzer vom Leibe reißen und sie als politisch "nackt" bloßstellen, wie es weiland auf vielen anderen Politfeldern geschieht.


Strohmeyers Buch wird dafür die nötigen Argumente liefern, die nötig sind, um eine neue deutsche Nahostpolitik zu begründen, denn dafür ist die Zeit mehr als überfällig. Der bevorstehende Jahrestag wäre eine passende Gelegenheit. Vielleicht nutzen ihn die Palästinenser, um die doppelten Standards der deutschen Politikerklasse der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Ein politisch mutiges und überaus lesenswertes Buch. >>>

Auch hier: Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser | Der Semit

 

Rezension „Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser. - Plädoyer für eine andere Nahostpolitik“ von Arn Strohmeyer - Ekkehart Drost - Der Bremer Journalist Arn Strohmeyer hat ein neues, drittes  Buch vorgelegt. In „Volk ohne Hoffnung“ beschreibt er das  Leben der Palästinenser hinter der Mauer. „Wer rettet Israel?“ fragte er 2012. Auf der Grundlage der Geschichte Israels, so wie sie von den Neuen Historikern geschrieben wurde, betrachtete er darin den Ist-Zustand der israelischen Politik, deren Ziel es war und ist, Erez Israel zu schaffen, um dann zu fragen, ob  Israel mit der Fortführung einer solchen Politik der Überheblichkeit und Selbstisolierung überleben könne. „Deutschland und Israel“ ist sein letztes Kapitel überschrieben, in dem er die Unterstützung der israelischen Politik des Landraubs, der unzähligen und alltäglichen Menschenrechtsverstöße durch die deutschen Regierungen belegt.
 
Sein neues Buch „Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser. Plädoyer für eine andere Nahostpolitik“  ist ein überzeugender Appell an alle Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Kirchen, endlich die Palästinenser als das zu betrachten, was sie spätestens seit 1967, eher noch seit 1948, tatsächlich sind: Die Opfer der Opfer. „Wer Hitler abschütteln will, muss heute die Palästinenser verteidigen.“ zitiert Strohmeyer am Anfang seines Buches den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Alfred Grosser.
Nicht einmal Spurenelemente dieser Aufforderung fanden sich in den Reden bei der Berliner Kundgebung gegen Antisemitismus vom 14.9.2014. Im Gegenteil: Betrachtet man das Plakat, auf dem zu dieser Veranstaltung aufgerufen wurde, so stehen Davidstern und die israelische Flagge nebeneinander.  Diese Montage beschwört geradezu eine Gleichsetzung, über die der Autor auf Seite 79 schreibt: „Aus der Gleichsetzung von Juden, Zionisten und Israel folgt (...) die Gleichsetzung von Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik.“  Das Leid der Palästinenser wurde weder bei diesem aktuellen Anlass – Repräsentanten der muslimischen Gemeinden in Deutschland saßen zwar auf der Gäste-Tribüne, hatten aber kein Rederecht – noch beim jüngsten Massaker im Gazakrieg 2014  durch die Bundesregierung thematisiert. In einem Interview mit dem DLF bezeichnete der Nahostexperte Michael Lüders dieses Schweigen als „eine Schande für Deutschland“.
 
Strohmeyers Verdienst ist es, akribisch nachgewiesen zu haben, dass die moralisch-ethischen Schlussfolgerungen aus dem Holocaust „die Politiker der nachfolgenden Generationen kaum tangieren“, diese ihrer Verantwortung auch für die Palästinenser und deren Existenzrecht und Selbstbestimmung niemals gerecht wurden. Der Autor verweist auf eine Vielzahl jüdisch-israelischer Intellektueller, Politiker und Historiker >>>

 

Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser: Plädoyer für eine andere Nahostpolitik (Beiträge zur Internationalen Politik 5) (Kindle Edition) - Arn Strohmeyer - Apartheid als Staatsräson - Wie der Philosemitismus die Menschenrechte ignoriert, 17. September 2014  - Rezension von Ulrich Gellermann

Gegen Judenhass hatten sie jüngst in Berlin demonstriert - die Merkels, die Gaucks und Gabriels - nicht gegen Russenhass, nicht gegen Islamhass, nicht gegen Xenophobie. Als hätten die paar Idioten, die jüngst am Rande von Demonstrationen gegen das Schlachten in Gaza antisemitische Parolen riefen, den deutschen Staat erschüttert und die hochrangige Image- Reparatur-Brigade aus Staat und Regierung auf den Plan gerufen. Tatsächlich gibt es nicht wenige Deutsche, die nach dem erneuten Morden in Gaza die unerschütterliche Solidarität mit Israel in Frage stellen. Was das mit Antisemitismus zu tun haben soll, auch wenn es immer wieder und gern behauptet wird, bleibt ein Rätsel. Der Autor Arn Strohmeyer hat sich mit seinem Buch "Das unheilvolle Dreieck - Deutschland, Israel und die Palästinenser" genau dieser Frage gewidmet und sie gewissenhaft, kenntnisreich und anständig beantwortet.

Strohmeyer erinnert daran, dass die Palästinenser die deutsche Zeche zahlen, das es ihr Land ist, das man den Israelis nicht zuletzt deshalb zugesprochen hat, weil die Deutschen einen millionenfachen Mord an Juden verübt hatten, und der alte zionistische Siedlungsplan so einen moralischen Schub bekam, der zumindest

 

 

Texte von Arn Strohmeyer -  (Das Palästina Portal)  >>>

Arn Strohmeyer, Journalist und Autor - Homepage >>>

 

Viktoria Waltz

„Von Basel nach Jerusalem“

– ein Crash-Kurs –

 

Von Basel nach Jerusalem. Ein Crash-Kurs - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - „Israel ist das Produkt eines Zionistischen Großraumprojekts, dessen Ergebnis heute eine rassistische Gesellschaft ist, die sich jüdisch national definiert und einen ethnisch reinen, ‚Jüdischen Staat‘ anstrebt. Um den bestehenden Jüdischen Staat ‚reinen Blutes‘ zu halten, hetzen fundamentalistische Rabbiner ihre Jüdischen Landsleute auf, keine Heirat mit Nicht-Juden einzugehen, keine Häuser und Wohnungen an Araber zu vermieten, usw.“ Dies sind nur einige Thesen, die sich in dem soeben erschienenen Buches von Viktoria Waltz finden.

Die Autorin ist eine ausgewiesene Expertin in Sachen Raumplanung und hat über Jahrzehnte an der Universität Dortmund dieses Fach unterrichtet. Neben ihren zahlreichen Veröffentlichungen zur Raumplanung und deren enormen gesellschaftspolitischen Implikationen in der Bundesrepublik Deutschland ist Waltz immer wieder auch ihrem internationalistischen Anspruch gerecht geworden. Seit Beginn ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit gilt ihr Interesse Palästina, weil sich dort eine geplante Landnahme durch Kolonisation scheinbar am deutlichsten manifestiert.

Für die Expertin in Sachen Raumplanung geschieht nichts planlos. Dies trifft auch für das zionistische Kolonisierungsprojekt in Palästina zu. Dass die „Besiedelung“ der Westbank nicht planlos erfolgt ist, hat kein geringerer als der ehemalige israelische Ministerpräsident Ariel Sharon selber bestätigt. Keine Kolonie sei aus einer Laune heraus entstanden, sondern deren Lage sei von Beginn an minutiös geplant gewesen. Genau diesen geplanten Landraub hat Waltz in ihrem Buch beschrieben.

Die Entstehungsgeschichte Israels hat weder etwas mit den biblischen Legenden vom „auserwählten Volk“ noch mit den Versprechen Gottes an Abraham zu tun; diese Mythen >>>    
               

Erschienen hier >>>



Es begann 1897 in Basel, was wir heute den Palästina  -  Nahost  -  Konflikt nennen.

Jerusalem, der Ort des Tempels, ist seit dieser Zeit im Fokus der Zionistischen Bewegung und ihrer        Siedlerbewegung. Es vergeht kaum ein Tag, an dem diese      Siedler nicht durch die Altstadt ziehen, die palästinensischen  Bewohner bedrohen, ein Haus besetzen oder ein Stück des         palästinensischen Kulturerbes zerstören.

 In einem ‚Crash Kurs‘ beschreibt die bekannte Autorin Viktoria Waltz, Dozentin der Raum-planung, den Prozess von 1897 bis heute. Was als Regional-, Stadt- oder Raum-planung mit Master-plänen, Wohnungsbauprogrammen oder Verkehrspolitik  verkauft wird, entlarvt sie als geplantes    Programm der Usurpation Palästinas, der Enteignung und Vertreibung der autochthonen Bevölkerung dieses strategisch zentralen Raumes. Seit 1897 folgt ein Zerstörungsakt dem anderen, ein Crash löst den    nächsten ab – die Liste ist endlos und bis heute noch nicht  zu    Ende. Einzigartig deutlich  wird dies in den vielen     Karten dieser  Untersuchung belegt.  Endlich ist diese Arbeit als  Buch    erhältlich.

Ein Buch für Leser und Leserinnen, die hinter die Mainstream-Informationen  schauen wollen, die verstehen wollen und Lust  haben, sich auch  mit  unbequemen Fakten auseinander-zusetzen.

Einzigartig deutlich wird dies in den vielen Karten dieser Untersuchung belegt.

ISBN 978-3-939710-21-9
Subskriptionspreis 16,- € bis Mitte Mai 2014, danach ca. 20 €.

Ein Buch für Leser, die hinter die Mainstream-Information schauen
wollen, die verstehen wollen und Lust haben, sich auch mit unbequemen Fakten auseinanderzusetzen!

Zu bestellen bei: Theorie und Praxis Verlag - Goldbachstrasse 2 - 22765 Hamburg - ma
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PALMYRA VERLAG

Khaled Hroub

Hamas

Die islamische Bewegung in Palästina


Aus dem Englischen von Michael Schiffmann
256 Seiten
13,5 x 21 cm Broschur
€ 17,90 (D)
€ 18,40 (A) SFr 31,70
ISBN 978-3-930378-77-7



Pressespiegel:

Wirkliches Hintergrundwissen über die »Bewegung des islamischen Widerstands«, arabisch abgekürzt Hamas (was zusätzlich »Hingabe« bedeutet), ist die Ausnahme – und beileibe nicht von jedem erwünscht. Als die Politologin Helga Baumgarten 2006 das erste grundlegende Buch über die Hamas auf Deutsch vorlegte, wurden mehrere ihrer Lesungen von Störern gesprengt. Der Publizist Henryk M. Broder ging die Autorin zeitgleich ebenso infam wie unterhalb der Gürtellinie auf seiner »Achse des Guten« an.
 Nun liegt ein zweites, sehr lesenswertes Buch über die Hamas vor. Der palästinensische Journalist Khaled Hroub erzählt Geschichte und Hintergründe der »islamischen Bewegung in Palästina«. Die von ihm gewählte essayistische Form erzeugt ihren eigenen Sog, seine in Frageform gefasste Gliederung befördert die gute Lesbarkeit zusätzlich. »Ist die Hamas eine antisemitische Organisation?« fragt er beispielsweise und kommt zu dem argumentativ überzeugend vorgebrachten Schluss: »Die Organisation muss als antizionistisch, aber nicht als antijüdisch charakterisiert werden.«
 Wobei natürlich die in Sachen Israel/Palästina vorherrschende »mentale Festplatte« in Deutschland bei dieser Formatierung Alarm schlägt. Antizionistisch, antijüdisch, antisemitisch: Wo liegt da, bitteschön, der Unterschied? Es gibt ihn, und Hroub legt ihn ausführlich dar. >>>

Alternative Tourism Group, Palästina Reisehandbuch - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - pdf -

 Jährlich besuchen Millionen von Touristen Israel, dabei vergessen diese, dass sie eigentlich ins historische Palästina reisen. Auf einem Teil dieses historischen Territoriums wurde im Mai 1948 der Staat Israel gegründet. Der arabischpalästinensische Teilstaat wartet bis heute auf seine Realisierung, da er von Israel seit 1967 einer brutalen Besatzung unterworfen ist und völkerrechtswidrig kolonisiert wird. Von alledem findet der Tourist in den gängigen Reiseführern wenig bis nichts.
Dass Israel auf Werbeprospekten und Straßenkarten die besetzten Gehiete schon seit Jahrzehnten nicht mehr einzeichnet, versteht sich da schon fast von selbst. Die Grenzen Palästinas wurden einfach wegretuschiert, sodass Israel überall zu sein scheint.

Mit dem »Palästina Reisehandbuch« liegt nun erstmalig ein umfassendes Kompendium für die Palästina-Touristen vor, das über die Geschichte, Politik, Kultur, Menschen, Städte und Landschaften aus der Sicht der ursprünglichen Bewohner und Besitzer Palästinas berichtet. Darin erscheinen das Land und seine Bewohner nicht als exotisches, terroristisches und gefährliches Etwas, das die israelische Tourismusindustrie und ihre westlichen Partner aus dieser historischen Landschaft und ihren Bewohnern gemacht haben, sondern die Autoren/innen der »Alternative Tourism Group« stellen ein Land vor, das nicht durch die Brille israelischer Tourismusführer besucht werden >>>

Palmyra Verlag, Heidelberg 2013,649 Seiten, 29,80 €


Ein Blick mit Sympathie und Besorgnis - Thomas Kleinspehn - Die französische Historikerin Diana Pinto zeigt in ihrem Buch "Israel ist umgezogen" in welchem Umbruch sich das Land befindet. Herausgekommen ist eine aufschlussreiche Bestandsaufnahme, die Perspektiven für Veränderungen aber nur bedingt beschreibt. " Es geht hier nicht darum, die realen Bedrohungen zu leugnen, denen Israel ausgesetzt ist, sondern lediglich darum, diese Unfähigkeit zur Änderung der Syntax zu analysieren. Wenn man ein so starkes und auf globalem Niveau so intensiv eingebundenes Land wie Israel ist, zeigt diese Paranoia einer ständigen Schwäche und Anfälligkeit eine wirkliche begriffliche Anomalie. Und wer so lückenhaft denkt, kann nur auf problematische Weise handeln." Zwischen großer Sympathie und ebenso großer Besorgnis versucht die französische Historikerin Diana Pinto einen Weg zu finden, Politik und Mentalität in Israel kritisch zu betrachten. Pinto ist in den letzten Jahrzehnten häufig in den Nahen Osten gereist, hat in Israel Freunde und Kollegen besucht und mit ihnen diskutiert. Im Sommer 2011 schließlich war sie wieder eingeladen zu Symposien in Jerusalem und Tel Aviv. >>>

Dar al Janub Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative

Remapping Palestine

Entwicklung und Absicherung imperialer und neokolonialer Herrschaft am Beispiel Palästinas Teil 1

2013. Buch. ca. 160 S. Kartoniert / Broschiert - Books on Demand ISBN 978-3-7322-8671-3

Inhalt (pdf) >>>

Der israelisch-palästinensische Konflikt bündelt nahezu alle Konfliktlinien der globalen Weltordnung: Kolonialismus, Rassismus und Apartheid, Entwicklungshilfe und Aufstandsbekämpfung, Krieg, Besatzung und Flüchtlingspolitik, Völkerrechtsbruch und Annexion, Waffenindustrie und Sicherheitslobby, Privatisierung staatlicher und internationaler Verantwortlichkeiten und Neoliberalismus, Elendsverwaltung und Ghettoisierung. Seit weit mehr als 65 Jahren leisten Palästinenserinnen und Palästinenser Widerstand gegen Besatzung, Vertreibung und Marginalisierung, gegen die Leugnung ihres Existenzrechts und für ihr elementarstes Menschenrecht: Ein Leben in Würde und Freiheit. Millionen Menschen rund um den Globus solidarisieren sich allen Hindernissen und Diskreditierungsversuchen zum Trotz mit den Unterdrückten. Edward Said erklärt, weshalb: "Remember the solidarity shown to Palestine here and everywhere... and remember also that there is a cause to which many people have committed themselves, difficulties and terrible obstacles notwith-standing. Why? Because it is a just cause, a noble ideal, a moral quest for equality and human rights." Das Buch umfasst aktuelle Einschätzungen zu NGOs und der NGOisierung, der sogenannten Development Industry, den Folgen des Oslo Abkommens, Aufstandsbekämpfung, den hegemonialen Diskurs zum Konflikt in Nahost, Zionismus und Kulturrassismus. Mit Beiträgen u.a. von Salman Abu Sitta, Joseph Massad, Ilan Pappé und Dar al Janub - Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative.

Information zu den Autoren
Dar al Janub Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative: Der Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative wurde im Oktober 2003 gegründet. Die Entstehung des Vereins war eng verknüpft mit den bewegenden internationalen Ereignissen sowie den lokalen und gesamteuropäischen Debatten dieser Jahre. Insbesondere das endgültige Scheitern des Osloer Friedensprozesses in Palästina/Israel, der Beginn des Afghanistankrieges und des Irakkrieges und die zeitgleiche Zuspitzung der Integrationsdebatte und der Kontroverse rund um das Thema Islam & Integration waren maßgebliche Motive, die zur Bildung des Vereins beitrugen. Antirassismusarbeit und Friedenspolitik in umfassender Gestalt, in Form wissenschaftlicher Vertiefung, bildungspolitischer Öffentlichkeitsarbeit, kultureller und sozialer Kommunikation, Interaktion und Verständigung zählen zu den Tätigkeitsfeldern unserer Arbeit. Prämisse für eine ernsthafte Bemühung in diesen Bereichen ist für uns eine weitreichendere Definition von Antirassismus, Integrationsarbeit und Friedenspolitik. Qui desiderat pacem, praeparet pacem (Wer den Frieden will, bereite den Frieden vor) Friede ist nachweislich nicht die bloße Abwesenheit von Krieg. Viele, zum Teil sehr verschiedene Faktoren führen zu militärischen bzw. bewaffneten Konflikten zwischen Ländern, Völkern oder ethnischen und religiösen Gruppen. Daher gilt es die Ursachen und Hintergründe für Konflikte genau zu untersuchen und verstehen zu lernen. Dauerhafter Friede basiert auf Wohlstand und Gerechtigkeit; wo Unrecht herrscht, wird es immer wieder Anlässe für Rebellion und bewaffnete Konfrontationen geben. Umgekehrt findet das Schüren von Konflikten immer wieder als Mittel kolonialistischer Expansions-, Macht und Interessenspolitik Verwendung. Historisch wie gegenwärtig verschleiern "militärische Friedenseinsätze" und politische Interventionen oftmals das machtpolitische Kalkül der "Friedensmission". Will man sich hingegen ernsthaft für dauerhaften und gerechten Frieden einsetzen, ist es umso entscheidender bei der Beurteilung lokaler und regionaler Feindschaften und bewaffneten Kämpfen die koloniale Attitüden und rassistischen Schemata zu durchbrechen, die oftmals den Protagonisten "Unzivilisiertheit" und Fanatismus unterstellen. Vielmehr gilt es die Interessen überregionaler Akteure und die historisch-kolonialen Hinterlassenschaften zu ergründen, um sich den Ursachen des jeweiligen Konfliktes anzunähern.
Quelle


No miracle! - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (pdf)  «Das historische Palästina ist der Ort, an dem Wunder passiert sind. Wunder sind gerade heute wieder notwendig, damit die verheerende Besatzung und Dominierung Israels über die Palästinenser beendet wird», schreibt Helga Baumgarten, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Birzeit'in Palästina, in ihrem jüngst erschienen Buch. Ob der «Kerry-Plan» ein solches politisches Wunder enthält, darf bezweifelt werden, da die USA bisher immer die politischen Vorstellungen Israels vertreten haben. Der Nahostkonflikt zieht sich nun bereits seit 125 Jahre hin. Aufklärung, was die palästinensischen Akteure und deren Ziele anbelangt, scheint immer noch geboten. >>>


Helga Baumgarten, Kampf um Palästina
Was wollen Hamas und Fatah?
Herder, Freiburg - 2013 - 23 Seiten, €9,9 9

Belz, Winfried /Bingel, Peter

Israel kontrovers

Eine theologisch-politische Standortbestimmung

 

Israel Kontrovers. Eine Theologisch-Politische Standortbestimmung - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Mit keinem anderen Begriff verbinden die Menschen solch unterschiedliche Assoziation wie mit Israel. Zwei Theologen haben nun eine Standortbestimmung unter dem Titel „Israel Kontrovers“ vorgelegt, in der sie die Bedeutung Israels von der Antike, über das Mittelalter bis zur Gegenwart analysieren. Wie unterschiedlich die Israelvorstellungen sein können, zeigte der „Markt der Möglichkeiten“ auf den Evangelischen Kirchentag 2003. Obgleich nicht repräsentativ und darüber hinaus mit vielen religiösen Vorurteilen behaftet, führen die Autoren 37 Assoziationen bei der Nennung des Begriffs „Israel“ auf.

Der Begriff „Israel“ bietet nach Ansicht der Autoren ein „verwirrendes, missbrauchbares und oft missbrauchtes Konglomerat von Bedeutungen: Staat, Land und Volk, Nation und Religion, hochheilig Mystisches und hart Politisches, Mythen, Fantasien und Ideologien, Vergangenes und Gegenwärtiges.“ Peter Bingel und Winfried Belz wollen nicht nur „Klärung und Orientierung“ in diesen Wirrwarr bringen, sondern der ganzen Debatte „mehr rationalen Grund und Boden“ verleihen.  >>>

 

„Die Kirchen mystifizieren Israel und verteidigen so seine Politik“ - Die Theologen Peter Bingel und Winfried Belz attackieren in scharfer Form die protestantische Nach-Auschwitz-Theologie - Arn Strohmeyer - Ich muss gestehen, dass ich in der Vergangenheit oft ziemlich rat- und hilflos war angesichts der Haltung von Theologie und Kirchen in Deutschland zum Nahost-Konflikt, vor allem angesichts ihrer Position zu Israels verbrecherischer Politik gegenüber den Palästinensern. Naiver Weise hatte ich als Nichtinsider angenommen, dass Theologie und Kirchen – vor allem als Konsequenz aus dem Holocaust – automatisch im Sinne der Bergpredigt immer auf der Seite der Schwächeren, Beraubten und Unterdrückten (der „Mühseligen und Beladenen“) stehen und dass sie sich überall da protestierend zu Wort melden müssten, wo Moral, Menschenrechte und Völkerrecht in schlimmster Weise verletzt werden. Dass ich mit dieser Annahme einem fatalem Irrtum aufgesessen war, weiß ich, seitdem ich das Buch „Israel kontrovers. Eine theologisch-politische Standortbestimmung“ von Peter Bingel und Winfried Belz gelesen habe.

Dieses kleine Taschenbuch von 173 Seiten hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich, denn es ist eine Generalabrechnung mit der protestantischen Nach-Auschwitz-Theologie. Die Autoren nehmen die verschiedensten Ausprägungen des Begriffs „Israel“ in religiösen Institutionen und Strömungen in Augenschein, um so die jeweils gemeinten Israel-Realitäten zu erfassen. Das ist unbedingt nötig, denn schon bei der Auslegung des Wortes „Israel“ lassen sich unzählige begriffliche Unschärfen, die bis zu Täuschungen und Lügen gehen, feststellen. Hier Klarheit zu schaffen ist das erste Anliegen der Autoren. Denn der >>>

Das Buch im Rotpunktverlag. >>>

 

 

Shlomo Sand
 

Ein israelischer Standpunkt

Warum ich Aufhöre Jude zu sein

 

„Ich steige aus dem exklusiven Klub des Judentums aus“ - Der israelische Historiker Shlomo Sand rechnet in seinem neuen Buch mit dem „jüdischen Staat“ Israel ab - Arn Strohmeyer

Gäbe es die brutale und völkerrechtswidrige Besatzungspolitik nicht, man müsste Sympathie haben für dieses Land – allein schon wegen seiner kritischen Intellektuellen. Man kann dieses Komplexe und schwierige Gebilde Israel erst verstehen, wenn man die Bücher und Aufsätze seiner besten oppositionellen Köpfe gelesen hat. Um nur ein paar Namen zu nennen: Uri Avnery, Abraham Burg, Akiva Eldar, Simcha Flapan, Amira Hass, Jeff Halper, Jeshajahu Leibowitz, Gideon Levy, Reuven Moskovitz, Ilan Pappe, Tom Segev, Israel Shahak, Idith Zertal, Moshe Zuckermann und eben Shlomo Sand, wobei diese Liste bei weitem nicht vollständig ist. Die Ausführungen dieser intelligenten und human gesinnten Aufklärer haben mein Israel-Bild geprägt, das natürlich ein Gegenentwurf zum zionistischen Mainstream ist.

Die Krux ist nur: Argumentiert man in Deutschland mit Darlegungen dieser Intellektuellen, dann steht man als „Antisemit“ dar, wird gleich mit Nazi-Schergen in einen Topf geworfen. Allein an diesem Tatbestand zeigt sich, wie absurd, um nicht zu sagen pervers, die gegenwärtige Diskussion um Israel und den Nahen Osten ist – wenn man sie denn überhaupt eine Diskussion nennen kann, sie ähnelt bisweilen eher einer Neuauflage der Inquisition. Was wohl schlicht daran liegt, dass die Vollstrecker des Antisemitismus-Vorwurfs offenbar selbst mit antisemitischen Klischees im Hinterkopf behaftet sind. Denn ihrem Weltbild zufolge müssen „die“ Juden offenbar immer und überall eine und dieselbe Ideologie teilen. Unterschiedliche Auffassungen >>>

 

Warum ich aufhöre, Jude zu sein  - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - In Deutschland, von den USA gar nicht zu sprechen, ist keine kritische Auseinandersetzung mit den unzähligen israelischen Besatzungsverbrechen, den Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern und der Missachtung des Völkerrechts mehr möglich. Schon bei der leisesten Kritik an Israel wird der Vorwurf des „Antisemitismus“ erhoben, was zum Schluss der Debatte führt. Diese Einschüchterungskampagne hat zu einer Art Selbstzensur der Medien geführt, obgleich in Wirklichkeit „der öffentlich-politische Antisemitismus in der liberalen und demokratischen Welt insgesamt deutlich abgenommen“ habe, wie Shlomo Sand in seinem außergewöhnlichen Essay betont.

Dieser Essay bildet den möglichen Höhepunkt einer Trilogie, die die totale Dekonstruktion des zionistischen Mythos zum Ziel hat, der sich nicht nur um das „jüdische Volk“, sondern auch um „Eretz Israel“ (Land Israel) rankt und von den zionistischen Mythenbildnern geschaffen worden ist. Die Zerstörung dieser Legenden hat Sand bereits in seinen beiden Büchern „Die Erfindung des Jüdischen Volkes“ und „Die Erfindung des Landes Israel“ geleistet. In seinem aktuellen Essay sagt sich Shlomo Sand vom Judentum los, damit gehört er nach eigener Auffassung zu einer vom „Aussterben bedrohten Art“. Ist es heutzutage nicht gerade „chic“ geworden, entweder aus Gründen der Kariere zum Judentum zu konvertieren oder sich aus persönlicher Geltungssucht eine „jüdische“ Identität zuzulegen >>>

 

Alternative Tourism Group

Palästina Reisehandbuch


Geschichte • Politik • Kultur • Menschen • Städte • Landschaften
Aus dem Englischen und Französischen von Ellen Hexges und Valeria Buß

664 Seiten • 15 x 22 cm • Gebunden • 60 politisch-historische Karten und Stadtpläne • Über 800 Farb- und Schwarzweißfotos

€ 29,90 (D) €30,80 (A) • SFr 52,20 • ISBN 978-3-930378-80-7


Das Heilige Land beziehungsweise Israel/Palästina ist der Ursprungsort der drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Das Land zwischen dem Mittelmeer und dem Toten Meer ist daher bereits seit Jahrhunderten eines der weltweit bedeutendsten Pilger- und Reiseziele.

Der Tourismus in den palästinensischen Gebieten Westjordanland und Gazastreifen ist seit 1967 hauptsächlich geprägt von israelischen und ausländischen Reiseveranstaltern, die sich auf Israel beschränken und den besetzten Gebieten sowie den Palästinensern nur geringe Beachtung schenken und die Touristen meist nur sehr einseitig über die palästinensische Seite informieren.

Ähnliches gilt für einen Großteil der Reiseliteratur über Israel: Palästina kommt –wenn überhaupt – nur am Rande oder als Teil Israels vor. Dem möchte diese Publikation entgegenwirken. Sie ist auf dem deutschsprachigen Buchmarkt die erste Veröffentlichung, die Palästina aus palästinensischer Sicht darstellt.

Neben der Beschreibung der wichtigsten Landschaften und Städte wie Jerusalem, Bethlehem, Hebron, Nablus und Gaza sowie der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, vermittelt das Buch vor allem ein umfassendes Bild der Geschichte, Politik und Kultur der palästinensischen Gesellschaft mit ihren schwierigen Lebensbedingungen unter der de facto immer noch bestehenden israelischen Besatzung (Flüchtlingslager, Checkpoints, Trennmauer, israelische Siedlungen u.a.).

Der Idee eines »kulturellen Tourismus« folgend, widmet sich das Buch auch ausführlich den Begegnungsmöglichkeiten zwischen Touristen und Palästinensern sowie zwischen Juden, Christen und Muslimen. Ergänzt wird der Inhalt durch einen umfangreichen Info- und Serviceteil mit vielen praktischen Tipps, Karten, Stadtplänen, Webguide und nützlichen Adressen.

Das Buch richtet sich nicht nur an politisch, geschichtlich, kulturell oder religiös interessierte Reisende, sondern an alle, die grundsätzlich mehr über Palästina und die Palästinenser erfahren möchten.


Die Alternative Tourism Group (ATG) ist eine in Beit Sahour bei Bethlehem ansässige Nichtregierungsorganisation (NGO), die für Touristen Reisen und Begegnungen in Palästina organisiert. Sie fühlt sich einem gerechten Frieden auf der Basis einer Zweistaatenlösung verpflichtet. 2007 war die ATG Preisträger beim »ToDo! – Wettbewerb für sozial verantwortlichen Tourismus«.

 

Palästina Reisehandbuch - Dr. Ludwig Watzal - Jährlich besuchen Millionen von Touristen Israel, dabei vergessen diese, dass sie eigentlich ins historische Palästina reisen. Auf einem Teil dieses historischen Territoriums wurde im Mai 1948 der Staat Israel gegründet. Der arabisch-palästinensische Teilstaat wartet bis heute auf seine Realisierung, da er von Israel seit 1967 einer brutalen Besatzung unterworfen ist und völkerrechtswidrig kolonisiert wird. Von alledem findet der Tourist in den gängigen Reiseführern wenig bis nichts. Dass Israel auf Werbeprospekten und Straßenkarten die besetzten Gebiete schon seit Jahrzehnten nicht mehr einzeichnet, versteht sich da schon fast von selbst. Die Grenzen Palästinas wurden einfach wegretuschiert, sodass Israel überall zu sein scheint.

Mit dem „Palästina Reisehandbuch“ liegt nun erstmalig ein umfassendes Kompendium für die Palästina-Touristen vor, das über die Geschichte, Politik, Kultur, Menschen, Städte und Landschaften aus der Sicht der ursprünglichen Bewohner und Besitzer Palästinas berichtet. Darin erscheinen  >>>

Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelische Militärjustiz - Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Misshandlung von Minderjährigen im gesamten Verfahrensverlauf offenbar weitverbreitet, systematisch und systemimmanent ist - vom Augenblick der Verhaftung bis zur Anklage und möglichen Verhandlung und Verurteilung.

 Zu diesem Fazit gelangt der Bericht, den UNICEF, die Kinderschutzorganisation der Vereinten Nationen, vor vier Monaten veröffentlichte. Titel: Children in Israeli Military Detention - Observations and Recommendations.
 

Im April 2012 beendete die internationale NGO „Defence for Children International - Section Palestine" ihre dreijährige Arbeit zum gleichen Thema, die von der EU finanziell gefördert worden war.

Diese Studie enthält neben einer Darstellung der Rechtslage erschreckende Einzelheiten über die Schicksale palästinensischer Kinder (ab 12 Jahre), die in die Fänge der israelischen Militärjustiz gelangen : nächtliche Verhaftungen und Abtransport mit verbundenen Augen und gefesselten Händen, Quälereien beim Verhör, fallweise Einzelhaft und schließlich Gerichtsverfahren, die den Namen nicht verdienen. Und bei all dem sind die Minderjährigen allein. Eltern haben nur äußerst beschränkten Zugang zu ihren Kindern hinter Gittern, und ebenso ergeht es Anwälten, die den Jugendlichen im Verfahren vor den Militärgerichten beistehen wollen. Übrigens: im Militärgericht von Ofer in der Nähe von Ramallah im Westjordanland haben die israelischen Besatzungsbehörden eine weltweit einmalige Einrichtung geschaffen: ein Jugendmilitärgericht.

FrauenWegeNahost haben Auszüge aus den überwiegend englischsprachigen Berichten, Aussagen und Interviews ausgewählt und ins Deutsche übertragen. Heute legen wir das Ergebnis dieser Arbeit in einer 72 Seiten umfassenden Broschüre vor. Warum?

Wir sind der Ansicht, dass die Tatsachen, von denen hier die Rede ist, hierzulande viel zu wenig bekannt sind. Die erwähnten Berichte sind in administrativen Schubladen verschwunden. Derweil gehen die gravierenden Verstöße der israelischen Besatzungsmacht gegen Völkerrecht und Menschenrechte weiter. Tag für Tag.

Sie müssen dringend öffentlich gemacht werden. Nur politischer und gesellschaftlicher Druck auch aus Deutschland werden Staat und Gesellschaft in Israel dazu bewegen, diese Praxis zu ändern, die eine direkte Folge der seit mehr als 46 Jahren dauernden Besatzung Palästinas ist.

Handeln wir, um die palästinensischen Kinder aus den Fängen des israelischen Militärgerichtssystems zu befreien. Das ist Teil unseres Einsatzes für eine gerechte Lösung des Nahostproblems.

 

FrauenWegeNahost sendet Ihnen auf Anfrage Exemplare der Broschüre

Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelischen Militärjustiz.

Interessentlnnen können die Broschüre zum Preis von 5.- € zuzüglich Versandkosten bestellen bei:
Sabine Werner, Fronhof 27, 53 639 Königswinter, email: frauenwege@outlook.de

Bezahlung entsprechend der jeder Sendung beigefügten Rechnung durch Überweisung auf folgendes Konto:
L.Hoffmann, Kreissparkasse Köln BLZ 37ß 5ß2 99 Konto Nr. 117 200 64 65 Stichwort: Kinderbroschüre

FrauenWegeNahost bezahlen die Herstellungs- und Druckkosten ganz aus eigener Tasche. Deshalb sind auch Spenden auf das o.a. Konto sehr willkommen. Mit Friedensgrüßen Suraya Hoffmann, Sabine Werner, Christa Wendling, Herrat Boström, Rose Kasabre, Samy Böhm, Michael Kellner, Ulrike Vestring - Köln/Brühl/Bergheim/Königwinter/Kastellaun/Bonn Im Juni 2013

UNICEF-Studie vom 6.3.2013 - Children in Israeli Military detention Observations and Recommendations - United Nations Children's Fund (UNICEF)  >>>

„Ohne den Zionismus gäbe es keinen arabischen Antisemitismus“

 Der französisch-libanesische Politologe Gilbert Achcar untersucht in seinem neuen Buch das Verhältnis der muslimischen Welt zum Holocaust

Arn Strohmeyer

Der wissenschaftliche Streit um die historische Wahrheit dessen, was sich in den Jahrzehnten in Europa und im Nahen Osten (Stichworte: Holocaust und Nakba) ereignet hat, ist längst zu einem Propagandakrieg der Narrative verkommen. Er wird deswegen so heftig und unerbittlich geführt, weil die Historiografie hier Legitimationen für politische Interessen und Ansprüche liefern soll. Darüber hinaus kämpfen an dieser ideologischen Front auch die Vertreter des Neokonservatismus und Neoliberalismus in globalen Rahmen mit, denen es um ihre geostrategische imperiale Herrschaftssicherung geht. „Krieg gegen den Terror“ und „Islamfaschismus“ sind die Kampfbegriffe, unter denen diese Kreuzzüge geführt werden, die auch eine starke rassistische Komponente haben.

Die historische Wahrheit ist die Verliererin in diesem Krieg, der auch in Deutschland mit großem Medienaufwand geführt und in erster Linie von dem durch die Schuldgefühle gegenüber Israel und den Juden getragenen Philosemitismus bestimmt wird. Das abgrundtiefe Böse verkörpert sich für diese neokonservative Agenda im Islam. Den Muslimen wird ein hinterhältiger Charakter und eine Schurkenmentalität unterstellt. Sie sind die neuen Nazis, die sich gegen den Westen und Israel verschworen haben und beide samt ihres Wertesystems zerstören wollen. Das Abendland ist also wieder einmal in Gefahr.

So argumentieren etwa der einflussreiche Vorstandsvorsitzende des Springer-Konzerns Mathias Döpfner und das antideutsche Lager. Israel ist für diese neokonservativen Streiter eine Insel der Freiheit inmitten eines Meeres der muslimischen Barbarei. Wenn dieses „Warschauer Getto“ fällt, „dann fallen langfristig auch der Westen, Europa und Deutschland“, argumentiert Döpfner. Obwohl in solchen Äußerungen viel von westlichen Werten die Rede ist, gelten diese Werte – also Menschenrechte, Völkerrecht und UNO-Resolutionen – ganz offensichtlich nicht für Palästinenser. Ganz im Sinne Döpfners behauptet der neokonservative Historiker Götz Aly: „Wer den ‚Befreiungskampf des palästinensischen Volkes‘ gerecht und links findet, wird in der Nazi-Welt Geistesverwandte treffen.“ Man muss angesichts solcher Äußerungen nach dem Realitätsverständnis dieser Leute fragen >>>

Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus
Petra Wild

APARTHEID UND ETHNISCHE SÄUBERUNG IN PALÄSTINA

Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort und Tat

 

„Ethnische Säuberungen, Apartheid und schleichender Genozid“ -  Die Publizistin Petra Wild hat ein wichtiges Buch über Israels Siedlerkolonialismus geschrieben -  Arn Strohmeyer - Bei der Rezension dieses Buches muss man mit der Bilanz beginnen: Petra Wild hat ein außergewöhnlich informatives Buch über den Nahostkonflikt geschrieben – eins der besten, die zurzeit zu diesem Thema verfügbar sind. Dabei bietet sie gar nicht viel neues, bisher unbekanntes Material, schafft es aber mit dem von ihr zentral verwendeten Begriff des „Siedlerkolonialismus“ ganz neue Einsichten zu eröffnen. Fügt man diesem Begriff noch das Adjektiv zionistisch hinzu, gelingt es ihr, das in Deutschland gängige Israel-Bild einer gründlichen Revision zu unterziehen. Denn es sind zumeist nur Klischees und propagandistische Versatzstücke, die da im Umlauf sind und in der Öffentlichkeit reflexartig wiederholt werden: Israel sei der Staat der Holocaust-Überlebenden; die einzige Demokratie im Nahen Osten ‑ in dieser feindlichen und rückständigen Region eine „Insel der Zivilisation“ und deshalb bedroht und belagert, vor allem vom Islam, der eine repressive und barbarische Religion sei; Israel strebe nach Frieden, während Palästinenser, Araber und Iraner diesen Staat vernichten wollten; Israel nehme deshalb nur sein Recht auf Selbstverteidigung wahr, um sein einziges Ziel zu verfolgen: einen exklusiv jüdischen Staat auf Dauer zu etablieren. Wer dieses propagandistische Dogma nicht akzeptiert, wird sofort wegen „Antisemitismus“ an den Pranger gestellt >>>


Pressestimmen zum Buch: Das Portal "www.literatur.palaestina-heute.de" am 3. April 2013. "Ein großartiges Buch, von einzigartiger Dichte, voller Quellenangaben, voller weiterführender Literaturhinweise! Nach Ilan Pappé und Shlomo Sand nun endlich ein Buch von einer deutschen Wissenschaftlerin. (...) Endlich ein Buch, das den Siedlerkolonialismus zentral thematisiert, das die Parallelen zu siedlerkolonialistischen Geschehnissen wie der Eroberung Amerikas, der Vertreibung und weitgehenden Ausrottung der Urbevölkerung Australiens, den inzwischen zurückgedrängten Siedlungsaktivitäten der Franzosen in Nordafrika und der Buren in Südafrika deutlich macht. Sieht man mit Hilfe von Petra Wild das Geschehen in Nahost unter Zuhilfenahme dieser Kategorie, so wird deutlich, dass der sog. Friedensprozess lediglich ein recht erfolgreicher Versuch der Verzögerung und Zurückdrängung von Kräften, die dem zionistischen Projekt der Landnahme gefährlich werden könnten durch eine Friedensrhetorik, die dem Beobachter aber kaum die Brutalität der anhaltenden ethnischen Säuberung verdecken kann. Petra Wild rüttelt auf, weil ihre Quellen so aktuell sind und weil das von ihr beschriebene Geschehen sich bis heute, weitgehend verstärkt fortsetzt."
http://www.literatur.palaestina-heute.de/Bucher/Wild__Apartheid_und_ethnische_/wild__apartheid_und_ethnische_.html


Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus


ISBN 978-3-85371-355-6, br., 240 Seiten, 15,90 Euro, mit Landkarten

Über die Palästina-Frage scheint schon alles gesagt. Das Buch von Petra Wild beweist das Gegenteil. Es orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Kolonialismus- und Genozidforschung, die den Zionismus als eine Form des europäischen Siedlerkolonialismus ausweisen.

Nach einer Einführung in den Ursprung des palästinensisch-israelischen Konflikts und den exklusiv ethno-religösen Charakter des Staates Israel wird in diesem Werk detailliert auf die israelische Politik gegenüber den Palästinensern innerhalb der Grenzen Israels und in den 1967 besetzten Gebieten eingegangen. Diese wird von israelischen, palästinensischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen wie auch von UN-Organisationen immer wieder als Apartheid angeprangert.

Da der zionistische Siedlerkolonialismus anders als der südafrikanische nicht auf die Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung als billige Arbeitskräfte, sondern auf deren möglichst vollständige Ersetzung durch die Siedlerbevölkerung zielt, ist die schleichende ethnische Säuberung neben der Apartheid das Hauptmerkmal der zionistischen Kolonialpolitik. Wie diese Politik in der Praxis aussieht, wird in einzelnen Kapiteln über die Ghettoisierungspolitik in der Westbank, die ethnische Säuberung des Jordantals, die Gewalt der kolonialen Siedler sowie die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und die Zerstörung der historischen Stadt Jerusalem dargelegt.

Dass es dennoch einen Silberstreif am Horizont gibt, zeigt das Abschlusskapitel zur Debatte über die Ein-Staat-Lösung, wie sie unter Palästinensern, antizionistischen Israelis und Aktivisten der internationalen Solidaritätsbewegung geführt wird. Angestrebt wird die Errichtung eines demokratischen säkularen Staates auf dem Boden des historischen Palästinas, in dem muslimische, christliche und drusische Palästinenser sowie jüdische Israelis auf der Basis von gleichen Rechten zusammenleben. Der seinem Anspruch nach exklusiv jüdische Staat Israel soll durch einen multiethnischen, multireligiösen und multikulturellen ersetzt werden. Die Ein-Staat-Lösung würde nicht nur den Palästinensern ihre von der UNO anerkannten Rechte auf Selbstbestimmung, Rückkehr und Entschädigung garantieren, sondern auch die jüdisch-israelische Bevölkerung von ihrem Status als Kolonialherren befreien.

Die Autorin
Petra Wild, geboren 1963 in Aarbergen/Hessen, studierte arabische Sprache und Islamwissenschaften in Jerusalem, Leipzig, Damaskus und Berlin. Sie arbeitet als freiberufliche Publizistin vor allem zur Palästina-Frage und zur Arabischen Revolution.

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