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Der realpolitische Zionismus - Zionismus + Antizionismus - 4

Weblinks  + Texte zum Zionismus - Antizionismus

 

Israels  Wahrheits-Ministerin - Gideon Levy - 31. 8. 2017 - Israels Justizministerin Shaked sagte laut und klar die Wahrheit: Der Zionismus widerspricht den Menschenrechten und der ist tatsächlich eine ultra-nationalistische, kolonialistische und vielleicht rassistische Bewegung.
Danke Ayelet Shaked dafür, dass du die Wahrheit gesagt hast. Danke, dass du offen und ehrlich gesprochen hast. Die Justizministerin hat wieder bewiesen, dass Israels extreme Rechte besser ist, als die Betrüger der Mitte-Linken. Sie spricht aufrichtig.
Falls Chaim Herzog 1975  eine Kopie der UN-Resolution der UN-General-Versammlung 3379, die den Zionismus mit Rassismus gleich setzt, dramatisch zerrissen hat, hat die Justizministerin jetzt  die Wahrheit dieser Resolution zugegeben (später wurde sie zurückgenommen). Shaked sagte laut und deutlich: Der Zionismus widerspricht den Menschenrechten. Dies ist in der Tat eine ultra-nationalistische, kolonialistische und vielleicht sogar rassistische Bewegung wie  Befürworter der Justiz weltweit behaupten.
Shaked zieht den Zionismus den Menschenrechten der ultimativen universalen Gerechtigkeit  vor. Sie ist davon überzeugt, dass wir eine andere Art von Gerechtigkeit haben, die der universalen Gerechtigkeit überlegen ist. Zionismus über alles.
Hätte Shaked nicht diese beiden Bewegungen gegenüber gestellt, würden wir weiter geglaubt haben, was uns seit der Kindheit eingetrichtert wurde: Der Zionismus ist eine gerechte, moralisch vollkommene Bewegung. Er rechtfertigt Gleichheit  und Gerechtigkeit: Man sehe sich nur unsere Unabhängigkeits-Erklärung an!  Wir erinnern, wir prägten uns ein: „Die einzige Demokratie im Nahen Osten,“, Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“, „ im jüdischen Staat ist jeder gleich“: wir lernten über den Arabischen Obersten Gerichtshof und den drusischen Kabinettsminister. Was könnten wir noch fragen? Alles ist so gerecht – man könnte schreien.  >>>

 

 

Israels Justizministerin Shaked entlarvt das wahre Gesicht des ZionismusLudwig Watzal - 5. 9. 2017 - So, jetzt ist es endlich raus! Der Zionismus steht nicht nur zu den Menschenrechten im Widerspruch, sondern auch zur universellen Justiz. Zionismus steht über allem. Niemand geringerer als die israelische Justizministerin Ayelet Shaked sagte das auf einer Konferenz, die von der Israeli Bar Association in Tel Aviv organisiert war. Gideon Levy, Journalist bei Haaretz, nennt sie "Israels Ministerin der Wahrheit". Die oberste Riege des rechtsgerichteten Zionismus verleugnet die Menschenrechte.

Shaked und ihresgleichen haben sich sehr kritisch gegenüber dem Obersten Gerichtshof Israels verhalten. In ihrer Rede kritisierte sie den Gerichtshof, weil er dem Zionismus und der jüdischen Mehrheit im Land nicht genug Aufmerksamkeit gegeben hätte. Der Zionismus und die Herausforderungen, vor die das Land gestellt ist, sind ein blinder Fleck geworden, der im Vergleich zu individuellen Rechten nicht ins Gewicht fällt. Nach ihr sollte die Demografie und die jüdische Mehrheit mehr Aufmerksamkeit erfahren. Vielleicht sollten die israelischen Gerichte dem Beispiel Saudi Arabiens und der Türkei folgen.

"Der Zionismus darf sich nicht, und ich sage hier, er wird sich nicht weiterhin dem System der individuellen Rechte unterwerfen, das in einer universellen Weise interpretiert wird, die sie von der Geschichte der Knesset und der Geschichte der Gesetzgebung trennt, die wir alle kennen", sagte Shaked. Die Regierung von Netanyahu treibt den umstrittenen "nation-state-bill" voran, der festlegen wird, dass Israel das "nationale Heim des jüdischen Volkes" ist, und nur sie können das Recht auf Selbstbestimmung im Staat verwirklichen.

Shaked hält nationale und zionistische Werte für "absolute Wahrheit". - Kritiker des Zionismus haben gesagt, der Staat Israel sei keine Demokratie, weil er seine nicht-jüdischen Einwohner diskriminiert, weil sie keine Juden sind. Das politische Establishment Israels gibt vor, Israel sei ein "jüdischer und demokratischer " Staat. Avram Burg, ein ehemaliger Sprecher der Knesset, des israelischen Parlaments, nennt dies ein "Oxymoron", einen Widerspruch in sich selbst. Von Anfang an hatten Kritiker des pseudo-demokratischen Charakters von Israel eine schwere Zeit; "Antizionisten", "Antisemiten" oder "selbsthassende Juden" sind geächtet. Kritiker wie Oren Yiftachel, Professor an der Ben Gurion Universität in Tel Aviv, nennt Israel eine "Ethnokratie".

Shaked gehört zu Naftali Bennets nationalistischer Partei "Jüdisches Heim". Diese Partei hat gemeinsam mit der rechten Siedlerbewegung den Zionismus für sich vereinnahmt und daraus eine nationalistische, rassistische und Faschismus-ähnliche Idologie gemacht. Unter Josef Burg, dem langjährigen Innenminister Israels war die "National-Religiöse Partei" eine religiös liberale, konservative Partei.

Die israelische Rechte pflegt eine claustrophobe Weltsicht, das heißt, die ganze Welt ist gegen uns, und ein nächster Holocaust wartet schon um die Ecke. Das neueste Beispiel ist die BDS-Bewegung, die vom zionistischen Establishment und dem Weltjudentum als eine existentielle Bedrohung gesehen und mit allen zur Verfügung stehenden Miteln bekämpft wird, was auch bedeutet, dass das auf Kosten der freien Meinungsäußerung geht. In den USA und in europäischen Staaten wie Deutschland drehen die zionistische Israel-Lobby und ihre philosemitischen Komplizen wegen BDS beinahe durch und tun alles, um es zu kriminalisieren.

Seien wir Shaked dankbar. Sie hat das wahre Gesicht des Zionismus zum Vorschein gebracht, das schon jeder gekannt hat, der die Dinge nicht durch die rosa Brille sieht wie die sogenannte "zionistische Linke" von der Arbeitspartei oder der früheren Meretz-Partei. Sie haben über Jahrzehnte hin die Ungerechtigkeiten, den Rassismus, das Besatzungsregime und das Apartheid-System gerechtfertigt. Es ist ein Jammer, dass der Westen ihre Heuchelei noch immer akzeptiert. Sie sind die sogenannten "guten Israelis" im Gegensatz zu den Likudniks, ganz zu schweigen von den Shakeds, Bennets, Libermans und ihresgleichen.  >>>               Quelle          Übersetzung: K. Nebauer
 


 

Der neue National-Zionismus - Daniel Blatman - 3. 9. 2017 - Israels Justizministerin Shakeds Weltanschauung erinnert an die rassistische Fremdenfeindlichkeit der südlichen US-Staaten während der30er-Jahre.

Die Justizministerin Ayelet Shaked macht sich zunehmend selbst zur Führerin des neuen Zionismus. Dies ist nicht nur die Folge der konstitutionellen Revolution, die sie durch den Versuch anführt, den Aufbau des Obersten Gerichtes  oder die Reihe von Gesetzentwürfen, die sie vorschlägt, einschließlich des Nation-Staat-Gesetzentwurfes zu verändern. Dies sind nur praktische Äußerungen einer kohärenten und verdichteten  Weltanschauung, die darauf zielt, eine weitreichende Transformation der ideologischen Basis, auf der der Staat Israel gegründet wurde, zu bewirken.


Shakeds Zionismus ist nicht nur eine  andere jüdische  Variante der europäischen liberalen nationalistischen Idee der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts von der Schule Theodor Herzls, Chaim Weizmans, Zeev Jabotinsky und anderen. Shakeds neuer Zionismus ist eine revolutionäre Synthese des kolonialistischen Siedlungs-Ethos der Labor-Bewegung und der ethnozentrisch-rassistisch jüdischen Komponente, die zusammen zu einer größeren Revision der fundamentalen Definition des jüdischen Staates  führt. Shaked versucht in erster Linie, die zionistische Idee, die trotz des Disputes zwischen ihren verschiedenen  Komponenten über die jüdische Herrschaft als existentielle Notwendigkeit  für ein verfolgtes Volk besteht, mit einer grundsätzlichen Auffassung zu ersetzen, die den Staat Israel als einen uni-ethnischen  Staat definiert, der die anti-liberale jüdische Vision des Kolonialismus erfüllt.  Ihre Bemerkungen in dieser Woche bei der Israel-Bar-Assoziations-Konferenz in  Tel Aviv waren ein weiteres Stadium, diese Ideologie zu zuspitzen.


Shaked hatte schon kürzlich in der Zeitung Hashloach einen Artikel über  die Prinzipien ihrer neuen Weltansicht veröffentlicht, und dieser ist auch das zentrale Konzept des  Nation-State-Gesetzentwurfes: „Der jüdische Staat ist deshalb der Staat des jüdischen Volkes. Es ist das natürliche Recht  des jüdischen Volkes, so zu leben wie jede andere Nation,“ schreibt sie. „Ein jüdischer Staat ist ein Staat, dessen Geschichte die Geschichte des jüdischen Volkes und dessen Feiertage in der nationalen Wiederbelebung  reflektieren und dessen Sprache Hebräisch ist. Ein jüdischer Staat ist ein Staat,  für den die Besiedlung der Juden in seinen Feldern, Orten und Städten ein grundlegendes Anliegen ist. Ein jüdischer Staat ist ein Staat, der jüdische Kultur, jüdische Bildung und die Liebe zum jüdischen Volk pflegt. Ein jüdischer Staat ist die Realisierung der Hoffnung von Generationen auf jüdische Erlösung. Ein jüdischer Staat ist ein Staat, dessen Werte aus der religiösen Tradition kommen – mit der Bibel als das Grundlegendste der Bücher und der Propheten  von Israels moralischer Gründung. Ein jüdischer Staat ist ein Staat, in dem das jüdische Gesetz eine wichtige Rolle spielt. Ein jüdischer Staat ist ein Staat, für den die  Werte der Torah von Israel,  die Werte der Tradition und die Werte des jüdischen Gesetzes zu den Grundwerten gehören.


Trotz Shakeds Bemühungen, ihre  Weltansicht, als eine die auf klassischem neokonservativen Prinzipien beruht, darzustellen, kommt  aus dunkleren Bereichen. Ihre  Weltansicht  erinnert an die rassistische Xenophobie der südlichen US-Staaten während der 30er Jahre und danach und der rassistischen >>>

 

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Zitatensammlung zum Thema Zionismus >>>
 

Der liberale Zionismus im Zeitalter Trumps - Omri Böhm - Seit Wochen schon sind jüdische Organisationen überall in den USA durch ein heikles Phänomen beunruhigt. Donald J. Trump, ein skrupelloser, mit antisemitischen Parolen hausierender Politiker, wurde zum nächsten amerikanischen Präsidenten gewählt, und er hat Stephen K. Bannon zu seinem Chefberater bestimmt, eine prominente Figur der “Alt-Right”- [alternativ-rechten]Bewegung, die weißen Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit propagiert. Obwohl Bannon selbst gegenüber solchen Ansichten “null Toleranz” zum Ausdruck gebracht hat, legt sein vergangenes Verhalten etwas anderes nahe. Seit vier Jahren Leiter von “Breitbart News” verschaffte er der Bewegung und ihrer Ideologie die einflussreichste mediale Plattform des Landes.

Dennoch haben weder die mächtigsten jüdischen Organisationen in den USA noch führende israelische Politiker eine klare Haltung gegenüber dieser Ernennung eingenommen. Sie haben sie sogar begrüßt.

Unmittelbar nachdem Trump Bannon ernannt hatte, schickte sich die „Zionist Organization of America” an, diesen zu ihrem jährlichen Gala-Dinner einzuladen, wo er Naftali Bennet, Israels Erziehungsminister, und Danny Danon, den Verteter des Landes bei der UNO, treffen sollte (Danon erschien allerdings nicht). Ron Dermer, Israels Botschafter in Washington, erklärte öffentlich, dass er sich darauf freue, mit der Trump-Regierung zusammenzuarbeiten, einschließlich Bannons. Und Alan Dershowitz, der forsche Prof. em. der Rechtswissenschaft der Harvard-Universität, der Nicht-Zionisten regelmäßig als Antisemiten verunglimpft, zog es in diesem Fall vor, sich nicht etwa gegen Bannon, sondern gegen dessen Kritiker zu wenden. „Es ist nicht legitim, jemanden einen Antisemiten zu nennen, weil man möglicherweise nicht seine politische Meinung teilt,” betonte er.

Das Bündnis, das sich zwischen der zionistischen Führung und Politikern mit antisemitischen Tendenzen zu schließen beginnt, verfügt über die Macht, das jüdisch-amerikanische Bewußtsein auf Jahre hinaus zu transformieren. In den letzten Jahrzehnten haben sich viele jüdische Gemeinden der USA daran gewöhnt, in einem politischen Widerspruch zu leben. >>>

Die anti-semitischen Zionisten
Uri  Avnery, 31. Dezember 2016

WAS MICH wirklich erstaunte, war der Applaus. Die Vertreter der ganzen Welt saßen da am runden Tisch und applaudierten  ihrem eigenen Werk, der Resolution, die sie gerade einstimmig angenommen haben. Der Sicherheitsrat ist wie die Knesset nicht daran gewöhnt zu applaudieren oder an irgendeinen  anderen  spontanen Ausbruch. Doch sie klatschten  mit ihren Händen wie Kinder, die gerade ihr Weihnachtsgeschenk erhalten haben. (Es war tatsächlich ein Tag vor Weihnachten und der erste Tag von Chanukka, ein Zufall, der zufällig von Zeit zu Zeit passiert, weil die Christen den Kalender nach der Sonne richten, die Juden  noch immer einen modifizierten  Mondkalender haben.)

Die Vertreter waren unerhört glücklich. Sie hatten  gerade etwas erreicht,  dem sie seit vielen Jahren ausgewichen sind: die Verurteilung eines eklatanten Bruches des internationalen Gesetzes durch die Regierung von Israel.


Aufeinanderfolgende Präsidenten der US waren ihre anachronistische Veto-Macht gewöhnt, die die UN daran hinderte, ihre Pflicht zu tun. Jetzt wagte Präsident Barak Obama  am Ende  seiner Präsidentschaft die Regierung von Benjamin Netanjahu, eine Person, die er aus ganzem Herzen  verachtete, herauszufordern.


Und  so kann nach Jahren der Frustration die höchste internationale Körperschaft eine Resolution zu Israel annehmen, die seinen Überzeugungen entspricht.  Kein Wunder, dass sie sich  wie Schulkinder benehmen, die in die Ferien entlassen werden.  Ferien die sich  leider  als sehr kurz beweisen können.


ANSCHEINEND WAR die Freude übertrieben. Die Resolution hat fast keine praktische .Bedeutung;. sie hat  keine Zähne. Netanjahu konnte seine alten orientalischen Sprichwörter benützen: „ Die  Hunde bellen und die Karawane zieht weiter“-


Aber Netanjahus unmittelbare Reaktion war sehr anders.  Er handelte wie ein  verwundetes Tier:  er drehte durch, rannte herum, biss jeden, der ihm zu nahe kam. Einige seiner Reaktionen grenzte ans Lächerliche.  Er hätte die Resolution schlecht machen  können  und  Spaß daraus machen, wie es andere  israelische Führer  vor ihm viele Ma gemacht haben. Stattdessen kündigt er seine Botschafter  aus Senegal und Neu-Seeland (traditionell freundliche Nationen) streicht Besuche  von ausländischen  Staatsmännern, ruft ausländische Botschafter  für einen Rüffel am Weihnachtstag,  warf mit Beleidigungen um sich und beleidigte  besonders Präsident Obama.
Dies war offensichtlich eine dumme Sache. >>>

Dr. Hanan Ashrawi: Beispiele israelischer Rhetorik - 9. 11. 2016 -  In einer Auflistung hat PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi zahlreiche Beispiele jüngster abfälliger Äußerungen und Anstachelungen israelischer Regierungsmitglieder, die Tatsachen verfälschen und die öffentliche Meinung irreführen, dokumentiert.

"Tatsächlich heizt die israelische Besatzung Palästinas die Situation an und versklavt eine ganze Nation. Die israelische Hardliner-Regierung von Premier Netanyahu ist für die Kultur des Hasses und Rassismus in Israel, die Gewalt und Extremismus nährt, verantwortlich", Dr. Ashrawi in einer Erklärung. Wir dokumentieren nachfolgend eine Auswahl der vergangenen Monate: >>>

Zionismus herrscht in Israel/Palästina -    egal wer gewinnt - Leslie Bravery, 21. März 15.- Ungeachtet des Ergebnisses der israelischen Wahlen 2015, der Sieger wird immer der Zionismus sein, die  Gründungsideologie von Erez Israel. Die Unterzeichner von Israels Unabhänigkeitserklärung vom 14.Mai 1948 identifizieren sich so: „ …wir Mitglieder des Volksrates, der Vertreter des jüdischen Gemeinde von Eretz Israel und der Zionistischen Bewegung …“Israel ist fest dem zionistischen Unternehmen zugeordnet. Von Theodor Herz Ende des 19. Jahrhundert gegründet, meint der Zionismus, dass Feindseligkeit gegenüber Juden natürlich und unvermeidbar ist und dass Juden nur durch die Schaffung eines jüdischen Staates sicher sein können. Die Bewegung teilt die Auffassung des europäischen Kolonialismus; die meisten Leute würden erstaunt sein, von Israels Verwandtschaft  mit der faschistischen Bewegung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts zu erfahren  und seinen Verrat an nicht-zionistischen Juden.

Zionistischer Rassismus und Terrorismus - Der Staat Israel  verweigert das von den UN-anerkannte Recht der Rückkehr zu ihren Häusern der ethnisch-gesäuberten und enteigneten Palästinenser auf  Grund dessen, dass sie nicht jüdisch sind.

Eine klare Verleugnung der Identität des palästinensischen Volkes und deshalb auch ihrer Menschlichkeit wurde von einer der Gründerinnen des Staates Israel von der  früheren in Polen geborenen Ministerpräsidentin Golda Meir  gesagt: „Es war nicht so, dass es ein palästinensisches Volk in Palästina gab, das sich     selbst als palästinensisches Volk betrachtete und wir kamen und warfen es hinaus und nahmen ihr Land von ihnen. Sie existierten nicht.“

Die Verleugnung  der bloßen Existenz der Palästinenser als ein Volk erlaubt es den Zionisten, sich selbst  weiter zu überzeugen, dass Palästinenser im Vergleich zu Juden  minderwertig sind. Golda Meir war nicht allein oder ein seltenes Beispiel des rassistischen Zionismus.

Noch bevor Menachim Begin 1977 Premierminister wurde, hatte seine politische Philosophie 1948   u.a. Albert Einstein dazu veranlasst  in einem Brief an die New York Times eine Warnung zu schreiben:  „ Innerhalb der jüdischen Gemeinschaft  haben sie eine Mischung von Ultra-Nationalismus, religiöser Mystik und rassistischer Überlegenheit gepredigt.“

Der Brief beschrieb weiter gerade einen der vielen  zionistischen Angriffe auf palästinensische Dörfer, das Massaker in Deir Yassin, das von der zionistischen Terrororganisation Irgun ausgeführt wurde (von Menachim Begin geleitet) und der Stern-Gruppe:          „ terroristische Banden griffen dieses friedliche  Dorf an, das kein militärisches Ziel war, tötete fast alle seine Bewohner – 240 Männer, Frauen und Kinder – nahmen einige von ihnen gefangen, mit denen sie dann durch die Straßen Jerusalems fuhren. Der größte Teil der jüdischen Gemeinde war über diese Tat entsetzt …  die Terroristen, weit davon entfernt, sich über ihren Akt  zu schämen, waren stolz auf dieses Massaker, das weithin veröffentlicht wurde . Sie luden alle   im Lande anwesenden ausländischen Korrespondenten ein, um den Leichenberg und die Verwüstung von Deir Yassin anzusehen.“

53 verwaiste Kinder wurden entlang der alten Mauer der Altstadt abgeladen, wo sie von Frau  Hind Husseini gefunden wurde und  die sie zu sich nach Hause nahm, das dann das  Dar el-Tifl el-Arabi-Waisenhaus wurde. Deir Yassin war nach dem  >>>

13. 11. 2014 - Oligarchen für Israel - Israel Lobby in Washington bekommt Zuwachs - Am vergangenen Wochenende fand die erste nationale Konferenz einer neuen pro-Israel Lobby, dem Israeli-American Council (IAC), in Washington statt. Der IAC wird vom Kasinomagnaten Sheldon Adelson mit 2,5 Millionen Dollar unterstützt. 2012 hat Adelson der Republikanischen Partei 150 Millionen gespendet und es wird erwartet, dass er die Wahlkampagne der Partei im Jahr 2016 mit weiteren Millionen Dollar unterstützen wird.

Niemand war überrascht, schreibt Scott McConnell im American Conservative, dass republikanische Hardliner wie Senator Lindsey Graham und Mitt Romney, vor zwei Jahren Prӓsidentschaftskandidat der Republikaner, bei der Konferenz als Sprecher auftraten.
Mitt Romney verurteilte die amerikanischen Anstrengungen zur Vermeidung eines Krieges mit Iran, und Lindsey Graham versprach, dass er jede Vereinbarung mit dem Iran blockieren würde, die nicht die vorherige Zustimmung des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu habe.

Was die Twittersphӓre am 9. November 2014 aufleuchten liess, war das Auftreten von Haim Saban, dem Power Ranger Mogul und einem der wichtigsten Sponsoren der Demokratischen Partei. Saban finanziert das Saban Zentrum am Brookings Institut, einem Thinktank, der akadamische Forschung und pro-israelische Perspektiven kombiniert, bezahlte für den Bau des Parteihauptquartiers der Demokraten in Washington und versprach, das "Notwendige" zu spenden, damit Hillary Clinton 2016 zur Prӓsidentin der USA gewӓhlt wird.

Adelson erschien am Sonntag zusammen mit Saban auf der Bühne, wo beide in ihrem Gesprӓch miteinander wetteiferten, wer die amerikanische Aussenpolitik mehr in eine pro-israelische Richtung bringen würde. Adelson und Saban erklӓrten, dass sie die derzeitigen Verhandlungen zwischen den USA und Iran über Irans nuklearem Energieprogramm ablehnten. Adelson sagte, dass er, wenn er israelischer Premierminister wӓre, "nicht nur sprechen würde, ich würde handeln", wenn die USA ein Abkommen mit Iran abschliessen würde, dem er nicht zustimmen kӧnne.

Saban ging noch weiter, in Netanyahus Schuhen "würde ich diese Scheisskerle in Grund und Boden bombardieren." Im Bezug auf Israel erklӓrte Adelson, dass es kein palӓstinensisches Problem gӓbe, weil die Palӓstinenser ein "erfundenes Volk"seien. Saban betonte, dass Israel eine Zwei-Staaten Lӧsung brauche, um die Identitӓt als ein demokratischer, jüdischer Staat zu bewahren. Adelson gab sich nicht zufrieden: "Ich glaube nicht, dass die Bibel von der Demokratie spricht. Ich glaube nicht, dass Gott etwas über Demokratie gesagt hat. Gott hat über all die guten Dinge im Leben gesprochen. Er hat nicht darüber gesprochen, dass Israel ein demokratischer Staat bleibt, ansonsten, wird Israel kein demokratischer Staat sein- was soll's?"

Adelson und Saban kritisierten die einseitige Berichterstattung über Israel in den USA (zu kritisch). Saban wunderte sich, >>>

      Warum für Israel Frieden unmöglich ist:
Der Zionismus und die Unfähigkeit zu trauern


Die Weigerung, das Unrecht an den Palästinensern aufzuarbeiten, führt zur totalen politischen Stagnation/ Parallelen zur politischen Situation der Bundesrepublik in den 50er und 60er Jahren


Arn Strohmeyer

4. 11. 2014 - Israel ist krank, das hat kürzlich sogar der Präsident dieses Staates, Reuven Riflin, im Zusammenhang mit der Gewalt konstatiert, die in der israelischen Gesellschaft immer mehr um sich greift. Er meine damit aber nicht nur die Gewalt gegen die Palästinenser, die halten er und die meisten Israelis wohl für „normal“, wenn man sie denn überhaupt wahrnimmt. Nein, er meint die zunehmende Gewalt unter jüdischen Israelis, also Gewalt unter Juden, was eigentlich gar nicht sein darf. Sie sei inzwischen in alle Bereiche der israelischen Gesellschaft eingedrungen, sagt Rivlin. Kenner der israelischen Verhältnisse hatten das schon lange vorhergesagt. Denn die tägliche Gewalt der Israelis in den besetzten Gebieten gegen die Palästinenser musste auch in der eigenen Gesellschaft ihre Folgen zeitigen: Wer in „Feindesland“ sich ständig rücksichtslos und brutal aufführt, wird diese Verhaltensweisen auch zu Hause nicht ablegen können und sich dort wie ein braves Lamm benehmen. Und die Siedler haben ohnehin Narrenfreiheit, „sie dürfen alles“ – die Sicherheitskräfte schauen ihrem Treiben tatenlos zu, wenn sie ihre Gewaltorgien gegen die Palästinenser feiern. Präsident Rivlin hat also Recht – die Zustände in Israel sind äußerst besorgniserregend.

Der Staat, der vorgibt, das Erbe der Holocaust-Opfer zu vertreten, muss sich heute selbst den Vorwurf des Rassismus gefallen lassen. Der israelische Historiker Shlomo Sand schreibt: „Mir ist bewusst, dass ich in einer der rassistischsten Gesellschaften der westlichen Welt lebe. Rassismus ist bis zu einem gewissen Grad überall vorhanden, aber in Israel existiert er bis tief in die Gesetze hinein. Er wird in den Schulen und Hochschulen gelehrt, in den Medien verbreitet und über allem und am schrecklichsten: In Israel wissen die Rassisten nicht, was sie tun und deshalb fühlen sie sich auch nicht verpflichtet, sich zu entschuldigen. Diese Abwesenheit eines Bedürfnisses für Selbstgerechtigkeit hat Israel zu einem besonders wertvollen Bezugspunkt für viele Bewegungen der politischen Rechten in der Welt gemacht, deren vergangene Geschichte und Nähe zum Antisemitismus nur zu gut bekannt sind. (...) Das Wichtigste, falls man es momentan vergessen hat: Bevor wir Ideen vorbringen, die Israels Identitätspolitik ändern, müssen wir zuerst uns selbst von der verhassten und endlosen Besatzung frei machen, die uns auf den Weg zur Hölle führt.“ Die Einsicht, dass der gegenwärtige Zustand, in dem Israel die Palästinenser auf engstem Raum hinter Mauern einfach wegsperrt, unhaltbar ist, beginnt sich auch in den Staaten des Westens langsam durchzusetzen.


 Diese Tatsachen sind schlimm genug, aber noch schlimmer, ja unerträglich ist es, dass Israel eine Regierung hat, die nicht nur nichts gegen diese unhaltbaren Zustände tut, sondern sie politisch aktiv befördert – was auf eine politische Stagnation, ja einen völligen Immobilismus in der israelischen Politik verweist, der die ganze Gesellschaft lähmt. Wie ernst und perspektivlos die Situation dabei für Israel und seine Staatsideologie, den Zionismus, ist, schildert der Sozialwissenschaftler und Philosoph Moshe Zuckermann in seinem neuen Buch Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt. Danach steht Israel vor einer historischen Entscheidung, der wichtigsten und bedeutendsten seit der Gründung des Staates 1948. Israel kann sich für die Zwei-Staaten-Lösung entscheiden, d.h. die Palästinenser erhalten ihren souveränen und lebensfähigen Staat. Diese Version würde aber bedeuten, dass Israel das Westjordanland räumen muss, wozu aber die meisten Israelis sowie die orthodoxen und nationalreligiösen Siedler unter gar keinen Umständen bereit sind. Zuckermann schließt für diesen Fall einen Bürgerkrieg nicht aus. >>>

Die neueste Produktion in der Reihe „Melzers Hörstücke“. -

Zwei Hör-CDs mit Zitaten und Texten von Schlomo Sand, Erich Fromm, Mosche Zimmermann, Theodor Herzl, David Ben-Gurion, Martin Buber, Albert Einstein, Erich Fried, Uri Avnery und vielen anderen…

Nach seinem ersten bei Melzer verlegten, erfolgreichen Hörstück mit Gedichten von Erich Fried „Höre, Israel“, das vom Bayerischen Rundfunk im Januar 2011 zum „Hörbuch der Woche“ gewählt wurde, macht der Schauspieler Jürgen Jung hier, zusammen mit seiner Kollegin Beate Himmelstoß und begleitet vom Musikkollektiv EMBRYO, grundlegende Annahmen und Zielvorstellungen des Zionismus, deren Konsequenzen sich in der konkreten Realität Palästinas als verhängnisvoll erwiesen haben, als Mythen kenntlich.

Dies beginnt mit der „Erfindung des jüdischen Volkes“, so die These des israelischen Historikers Schlomo Sand, und reicht über den im Zionismus von Anfang an tief verwurzelten Wunsch nach Vertreibung der Palästinenser, bis hin zu den Auswirkungen und einer völkerrechtlichen Bewertung des israelischen Angriffs auf den Gazastreifen Ende 2008/Anfang 2009 und auf die Gaza-Hilfsflottille im Mai 2010.

Durch die geschickt platzierten, unter die Haut gehenden Gedichte von Erich Fried und Gerhard Schönberner, und nicht zuletzt mithilfe der erstaunlich wandlungsfähigen Musik von EMBRYO, die hier vor allem ihr orientalisches Gesicht zeigt, ist es Jürgen Jung gelungen, eine faszinierende Textcollage zu entwerfen, die von den beiden Sprechern nachdenklich und einfühlsam, wo nötig auch leidenschaftlich, insgesamt aber höchst souverän vorgetragen wird. >>>

2 CDs in einer Box, ca. 100 min - 14,99 € - Bestellung bei Jürgen Jung - juejung@online.de

Die beiden Hörbücher "Söldner gegen die Zukunft" und "Erich Fried - Höre, Israel!" sind im Melzer-Verlag erschienen.
Bestellung und - kostenfreier - Versand über das Büro von Jürgen Jung
juejung@online.de - Eine Doppel-CD kostet 14,90 € (inkl. Verpackung und Porto)


 

Stimmen zu Höre, Israel!“:

Prof. Moshe Zuckermann (Uni Tel Aviv): Das Hörbuch ist eine Wucht! Nicht nur die Texte, Gedichte und Notizen Frieds, sondern nicht minder auch Eure famose Darbietung dieser wertvollen Anthologie. Chapeau!

Rudolf Waldemar Brem (Schauspieler und Regisseur): - 19. 5. 11 - Lieber Jürgen, sensationell Deine Hör-CD: eine astreine, akribische redaktionelle Arbeit; dazu eine lupenreine Präsentation mit hervorragenden Sprechern und Musikern; und zu guter Letzt eine Aktualität, die einen vor allem deshalb umhaut, weil es ja bereits vor 40 Jahren geschrieben wurde. Ein Menetekel, das der Fried vor 40 Jahren schon an die Wand geknallt hat, und wer hat es gelesen oder gehört? Diese Hörbuch ist nicht nur das Hörbuch der Woche, sondern des Jahres. Texte wie "Deir Yassin" oder "Die Hand" hauen einen vom Hocker. Ich habe Erich Fried 1970 in London in seinem chaotischen Arbeitszimmer besucht. Offenbar mit einem Brett vorm Hirn. Danke, daß Du es mir jetzt nach 40 Jahren von der Stirn gerissen hast. Ich bin vor mir selbst erschrocken. Da hat man eine Jahrhundertbegegnung gehabt und wußte es gar nicht.
 

Dr. Gabi Weber, Cafe Palestine (Freiburg): Die Veranstaltung mit euch war ein echtes Highlight. Tausend Dank!

Hilde und Richard Langthaler (Wien): Es war ein wunderbarer Abend!

Prof. Udo Steinbach: Lieber Herr Jung, es hat etwas länger gedauert, dafür war der Eindruck umso nachhaltiger.
Sie selbst haben es in Ihrer - überaus informativen - Verortung von "Höre Israel" auf den Punkt gebracht, wenn Sie von einer "erschreckenden Aktualität dieser Verse" sprechen. Aber darin eben liegen Nachhaltigkeit und Wirkung dieser Texte: Sie beziehen sich auf Ereignisse, die Jahrzehnte zurückliegen; aber der Duktus der lyrischen Sprache wendet sie in eine Dimension der Betroffenheit, die bleibend in die Gegenwart hinein- und nachwirkt.
Täglich werde ich von Meldungen aus Palästina nicht zuletzt aus dem Internet wahrhaft überschwemmt. Das stumpft ab und führt manchmal zu Resignation. Die Verse Erich Frieds öffnen eine Perspektive des Politischen und Menschlichen, in der unser Engagement eine bleibende Verpflichtung wird.
Die Wirkung kann kaum von der Kunst der Präsentation getrennt werden, die Sie und Ihre Kollegin darbieten. Die deutsche Sprache des Vortrags und der Rhythmus der Darstellung sind der Aussagekraft Fried'scher Lyrik adäquat. Ich wünsche Ihnen, dass Sie weiterhin ein großes Publikum finden. Die Zeit ist jedenfalls danach...


Söldner gegen die Zukunft oder "Die einzige Demokratie im Nahen Osten". - Anton Holberg - 04.02.2012 - Ende 2011 hat der Melzer Verlag ein überaus wichtiges aus zwei CDs bestehendes Hörbuch zum Zionismus und dessen staatlicher Gestalt, Israel, herausgegeben. Die leider bis dato nicht gedruckt für die Öffentlichkeit vorliegenden Texte werden von den Schauspielern Beate Himmelstoß und Jürgen Jung gesprochen. Musikalische Einsprängsel sind solche der Gruppe „Embryo".
Von Bedeutung ist m.E. insbesondere der 1. Teil (CD I). Hier werden alle grundlegenden Mythen des Zionismus und sympathisierender nicht-jüdischer Strömungen an Hand eindeutiger Zitate zionistischer Führer wie David Ben Gurion und israelischer Wissenschaftlicher wie Shlomo Sand widerlegt. So etwa die Behauptung, die Mehrzahl der Juden seien im Jahre 70 n.Chr. aus ihrem Land in Palästina vertrieben worden und nun 2000 Jahre später zurückgekehrt.
Weder gibt es einen historischen Beleg für die Massenvertreibung noch sind die „Zurückgekehrten" überwiegend die Nachkommen derer, die damals und später ihre nahöstlichen Heimat verlassen haben >>>

 

Cohen Bendit über Zionismus

ANTISEMITISMUS UND ANTIZIONISMUS IN DEUTSCHLAND: NEUE FAKTEN  - Prof. Dr. Rolf Verleger - pdf -  Wilhelm Kempf ist Professor für Psychologie an der Universität Konstanz und dort Leiter der Projektgruppe Friedens-forschung. Vor drei Jahren bewilligte ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Gelder für ein Projekt zur empirischen Erforschung des Zusammenhangs von „Israelkritik“ und „Anti-semitismus“ im heutigen Deutschland, also des Zusammenhangs zwischen kri-tischer Einstellung zu Israels Politik und Abneigung gegen Juden. Vermintes Gelände Als dies 2009 ruchbar wurde, kam es zu erregten Reaktionen im Internet. Auf der einen Seite befürchtete man, dass dieses Projekt eine scheinwissen-schaftliche Unterfütterung der häufig zu hörenden Vorwürfe liefern würde, dass der wahre Grund für Kritik an Israel der ewige Antisemitismus sei. Auf der anderen Seite fanden sich auch Menschen, die gegen Kempf wegen seiner Beschäftigung mit diesem Fragen-komplex den Vorwurf des Antisemitis-mus erhoben. Als ich – neugierig geworden – an Kempf  schrieb, um Informationen aus erster Hand zu erhalten, hatte dies das unerwartete Ergebnis, dass er mich zum Berater im Projekt ernannte. So habe ich auf den regelmäßig stattfindenden pro >>>

Pr. Rolf Verleger - pdf - Zionismus: 1x Pro, 4x Kontra - Vom guten Zionismus - Der Zionismus ist eine im Zarenreich des 19. Jahrhunderts entstandene Bewegung des europäischen Judentums. Die Bewegung hatte das Ziel, dem in Europa diskriminierten und verfolgten Judentum durch einen eigenen Staat zu Selbstbestimmung und »Normalität« zu verhelfen. Der Name »Zionismus« sollte die Kontinuität zur jüdischen Tradition ausdrücken: Die alte religiöse Sehnsucht nach Gottes Rückkehr zum Berg Zion (in Jerusalem) sollte durch diese Bewegung ihre reale Erfüllung erhalten. Jedoch war damals die große Mehrheit der Zionisten (nicht der Juden) unreligiös oder sogar antireligiös. Denn der Zionismus verstand sich als ein modernisierendes Element innerhalb des Judentums. Die traditionelle jüdische Kultur und Mentalität traf bei vielen Zionisten auf Verachtung. >>>

Der Artikel erschien in der Sonderausgabe des Semit - zum Thema Jagd auf die Linke >>>

Einleitung eines Vortrags zu Antisemitismus, Zionismus, "Existenzrecht" von George Pumphrey am 1. November 2009 in der Friedenskoordination Berlin : Obwohl die Probleme im Nahen Osten ganz zentral sind für Friedenspolitik, werden sie von vielen in der Friedensbewegung nur am Rande behandelt, - weil es wegen der europäischen und insbesondere wegen der deutschen Geschichte ein unbequemes Thema ist, - weil die israelische Politik und die Beziehungen des Westens zu Israel im Mittelpunkt stehen - und weil viele Angst haben, hier einen klaren Standpunkt zu beziehen.
 
Ängste und Einschüchterung sind bei vielen so erfolgreich, - weil eine völlige Verwirrung besteht zwischen der Geschichte der Juden und der Geschichte Israels, - weil Zionismus fälschlicherweise als eine jüdische Antwort auf Antisemitismus gesehen wird, - aber vor allem weil Zionismus mit dem Judentum gleichgesetzt wird.
 
Wenn die Friedensbewegung - den Unterschied nicht wahrnimmt, - die Gleichsetzung nicht als gezielte überaus erfolgreiche Propaganda erkennt, - sie nicht strikt abweist und entsprechend aktiv wird, dann wird sie völlig bedeutungslos bleiben im Kampf für einen gerechten Frieden in Nahost.

Antisemitismus, Zionismus, "Existenzrecht" - George Pumphrey - pdf - Antisemitismus ist seit geraumer Zeit einer der am häufigsten gebrauchten und missbrauchten Begriffe der politischen Terminologie. Wie die Begriffe "Menschenrechte" und "Terrorismus" – wird auch der Begriff Antisemitismus "dehnbar" benutzt. Obwohl viele namhafte Juden öffentlich gegen den Missbrauch und die damit verbundene Verharmlosung dieses Begriffes Stellung beziehen, sind es nur wenige Nicht-Juden, die sich zu Wort melden. Der Begriff Antisemitismus wird bewusst missbraucht, um Kritik an der israelischen Staatspolitik und Kritik an der Rolle der Israel-Lobby hier und in anderen Ländern zu unterbinden bzw. vor allem nichtjüdische Kritiker einzuschüchtern. Ich vermute, dass diese Einschüchterung auf viele Nicht-Juden >>>

"Fremdkörper" im eigenen Land und christlicher Zionismus
- pdf - Antisemitismus ist ein europäisches Phänomen. Juden wurden zu "Fremdkörpern" in den jeweiligen nationalen Gesellschaften erklärt und dienten den jeweils Herrschenden als Sündenböcke in Krisenzeiten. Einige meinen, der Zionismus sei die Antwort auf diesen europäischen Antisemitismus. Das ist aber falsch. Der Zionismus ist eine ideologische Fortführung der europäischen Judenfeindlichkeit. >>>        Linktipp von Doris Pumhrey

 

Die Israel-Lobby in den USA: ein Schlüsselthema für Nahost - (pdf) (Quelle Freunde Palästinas) Malcolm Sylvers - Das Thema der Israel-Lobby ist sehr heikel und ruft häufig pauschale Verleumdungen hervor. Die Israel-Lobby sowohl in den USA als auch in Deutschland ist ein politisches Thema, das das Schicksal zweier Völker eines wichtigen Erdteils berüht. Man kann jedoch nicht Frieden und Respekt für Menschenrechte im Nahen Osten erreichen, ohne diese Struktur in Betracht zu ziehen. Diese ist eigentlich ein Schlüsselthema für Nahost. Es gibt unterschiedliche Meinungen über den Ursprung des Nahostkonflikts. In jedem Fall könnte jeder unbefangene Beobachter große Zweifel haben über das heutige Israel als demokratisches politisches System, >>>

Malcolm Sylvers am 29.04.2009 in Berlin
 (Vortrag auf deutsch)

Vortrag und Diskussion zum Thema: "Die Israel-Lobby in den USA - ein Schlüsselthema für den Nahen Osten" auf der Veranstaltung des Nahostkomitees in der Friedenskoordination

Die Holocaust-Industrie und die "Holocaust-Religion" - Shraga Eleam - Vor zwei Jahren popularisierte der Politologe Norman Finkelstein den Begriff "Holocaust Industrie". Er brachte damit dem breiteren Publikum eine bestehende Kritik gegen den Missbrauch der Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg durch jüdische Organisationen zur Kenntnis. In der Folge werde ich versuchen, mich mit dieser wichtigen und notwendigen Kritik auseinanderzusetzen. Es geht weder Norman Finkelstein noch mir und anderen kritisch eingestellten Jüdinnen und Juden darum, die grausame Geschichte unserer Eltern und Verwandten zu verharmlosen und oder gar zu negieren. Ganz im Gegenteil! Es geht um ein Plädoyer für die einzige moralisch vertretbare Lehre aus den NS-Zeiten: "nie wieder Völkermord", "nie wieder Verfolgungen" und für eine saubere, differenzierte geschichtliche Aufarbeitung, ohne Ausklammerung von unbequemen Abschnitten. Es geht um einen Protest gegen die Ausbeutung der Vergangenheit für verwerfliche Zwecke und gegen eine rassistische mythische Geschichtsschreibung. >>>

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