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Hinter jeder Aktion steht eine Absicht. Jetzt müssen Sie nur noch heraus finden: welche? - Wolfgang J. Reus

Stellungnahmen, Artikel und Briefe von Dr. Ludwig Watzal

Ludwig Watzal

Eine Dokumentation des "Jagdverlaufes"
 

 

Benjamin Weinthal - ein Beispiel für unanständigen Journalismus (1.04.2008)

Tricks, Manipulationen und Diffamierungen (20.03.2008)

Richtigstellung zu einer Manipulation (16.03.2008)

 

 

Februar 2007 - Martin Kloke, die Linke und deren "Antisemitismus"

Martin Kloke, die Linke und deren "Antisemitismus"

Dr. Martin Kloke hat einen Beitrag in einem Buch veröffentlicht. Der Artikel erschien parallel dazu auf der Website „COMPASS-Infodienst“, der sich als als „Infodienst für christlich-jüdische und deutsch-israelische Tagesthemen im Web“ präsentiert. Dieser Artikel reiht sich in eine Phalanx von Publikationen ein, deren Ziel es ist, Kritikern der israelischen Besatzungspolitik und des Zionismus partout das Label anhängen zu wollen, das Existenzrechts Israels in Frage zu stellen. Dass diese Kreise wohl ganz bewusst das demokratische Recht auf freie Meinungsäußerung mit der beruflichen Stellung der Kritiker verbinden, offenbart deren niederen Motive.http://www.compass-infodienst.de/Martin_Kloke__Israel_-_Alptraum_der_deutschen_Linken.2400.0.html

Diesem Artikel Klokes habe ich widersprochen, weil der Autor justament diese oben angedeutete Verbindung auf eine Weise hergestellt hat, die nicht gerade auf lautere Beweggründe schließen lassen, und darüber hinaus nach fünf Jahren Zitate „sinngemäß“ aus seinem „Privatarchiv“ hervorgezaubert hat.
http://www.compass-infodienst.de/Kommentare__Ludwig_Watzal_und_Henryk_M__Broder.2590.0.html

Dass ich natürlich Klokes Replik nicht unwidersprochen stehen lassen konnte, sollte den Lesern/Innen plausibel erscheinen. Da Kloke die angebliche Sachautorität „Prof. Dr. Lars Rensmann“ gegen mich in Stellung versucht hat zu bringen, musste ich diesem Unterfangen widersprechen, handelt es sich doch bei Rensmann um einen Wissenschaftler, dessen Methoden Mehr als „fragwürdig“ sind. Herr Dr. Christoph Münz hat in einer Mail vom 13. Februar 2007 mitgeteilt, dass er in einer Weiterführung der Debatte keinen „Erkenntnisgewinn“ sehe. Deshalb erscheint meine Stellungnahme auf Klokes, die ich „COMPASS-Infodienst“ am 11. Februar 2007 zugeleitet hatte, hier mehr >>>

 

1.04.06 - Kommentarlos gefunden bei Broder - Das Netzwerk enttarnt sich:

Henryk M. Broder 01.04.2006 13:08

Watzals Wunderwelt - Ein Missgeschick zu fortgeschrittener Stunde
Sehr geehrte Damen und Herrn der „Achse des Guten“,

leider muss ich mich schon wieder mit einem Richtigstellungswunsch an Ihre „Achse“ wenden. Diese Probleme habe ich immer nur mit Ihnen. Warum nur? Heute geht es eigentlich nur um eine Kleinigkeit:

Am 18. 3. 2006 hat Ihr Mitglied, Herr Henryk M. Broder, ein Schreiben von mir an die Chefredakteure der Zeitschrift „Tribüne“ sowie einen Leserbrief, den ich eigentlich am 8. 3. 2006 nur an diese Zeitschrift geschickt hatte, online gestellt. Wie dieser Vorgang in die Hände der „Achse“ gelangen konnte, ist jetzt nicht mehr von Relevanz; wahrscheinlich lag es an der „verfluchten“ Technik! Bei dem
Einstellungsvorgang muss wohl Herrn Broder zu fortgeschrittener Stunde (23.53 Uhr) ein Missgeschick unterlaufen sein. In dem veröffentlichen Anschreiben fehlte leider die Anrede. Es könnte sonst der Eindruck bei Ihren „Usern“ entstehen, ich sei Ihnen gegenüber unhöflich. Sie sind nicht „honestly concerned“! Bitte tragen Sie diese Anrede unter dem Datum 18. 3. 2005 auf Ihrer „Achse“ nach:

Sehr geehrter Herr Romberg, sehr geehrter Herr Lichtenstein,
Ebenso merkwürdig ist der Umstand, dass der Beitrag von Patrick Neu in der Zeitschrift unter dem Copyright „Tribüne“ bei Ihnen abgedruckt wurde, obgleich dieser auf der eigenen Website der Zeitschrift - wenigstens bis zum 30. 3. 2006 – immer noch nicht online steht.
Diese Merkwürdigkeiten habe ich in einer Mail vom 20. 3. 2006 gegenüber den beiden Chefredakteuren moniert. Leider habe ich bis
dato noch keine Antwort erhalten. Falls die „Achse“ an einem Abdruck dieses Schreibens interessiert ist, bin ich gerne bereit, Ihr es auf direktem Wege zukommen zu lassen.

Es liegt mit natürlich fern, die „Achse“ zu diskriminieren. Sie haben natürlich alles, was haGalil auch hat, und noch viel mehr: Sie haben HMB.

Mit freundlichen Grüßen
L. Watzal

Der Artikel von Patrick Neu, erschienen im IV. Quartal 2005 in der Zeitschrift Tribüne.

"Ëine besonders perfide Methode" - Ludwig Watzal antwortet auf Patrick Neu

Es ist schon fast "unterhaltsam" wie dieses Netzwerk sich selber enttarnt. Zusammenhänge, Zusammenarbeit wird immer deutlicher.
Wie sagt doch Honestly Concerned auf seiner neuen Webseite: "..
Schreiben Sie als betroffene Einzelperson. Wenn Sie erwähnen, dass Sie in Folge eines Aufrufs schreiben, kann dies den Einfluss ihres Briefes schmälern. .." Quelle
Würde die Öffentlichkeit die konzertierten Aktionen von HC und seinem Netzwerk wahrnehmen, wie einer dem anderen den Ball zuspielt, würde dieses Netzwerk wahrscheinlich kein Hund auf der Strasse mehr anpinkeln. So, unter dem Tarnmantel des ehrenhaften Kämpfers für "Wahrhaftigkeit" und gegen Antisemitismus kann man zur Zeit noch, aber immer weniger seine Aktionen so wie bisher laufen lassen. Wann erscheint es bei HC, wann bei Lasters "juedischer", wem wird nun der Ball der "Aufrichtigen Besorgnis" zugespielt?

 

 

19.03.06 - Kommentarlos gefunden bei Broder (es reicht anscheinend üble Suppen zu servieren) und so auch wiedergegeben:

"Ëine besonders perfide Methode" - Ludwig Watzal antwortet auf Patrick Neu

= Der Artikel von Patrick Neu „Pädagogisch wertvoll?“ (Tribüne 176) ist ein durch und durch verleumderischer Artikel. Er benutzt das gleiche Strickmuster, wie die meine Person seit 18 Monaten verleumdenden Personen und Organisationen. Dass man dabei der Wahrheit keinen Millimeter näher kommt, sei nur am Rande erwähnt. Neus Methode besteht darin, dass man aus dem Sinnzusammenhang gerissene Satz- und Wortfetzen, bewusste manipulative Interpretationen sowie falschen Tatsachenbehauptungen immer wieder vorträgt. Neu geht exakt so vor, mixt diese Versatzstücke mit seinen ideologischen Vorurteilen und setzt den Lesern/Innen diese unappetitliche Brühe als neue Erkenntnis vor. Gegen die auf die Diskreditierung meiner Person abzielende Dauerdiffamierung konnte ich mich in einigen Fällen erfolgreich wehren.

Die Quellen, die Neu zitiert, sind mehr als fragwürdig. Wer sich auf die Organisation „honestly concerned“ beruft, muss wissen, das sie Kritiker der israelischen Besatzungspolitik öffentlich anprangert und ihre Mitglieder zur „Jagd“ auf die jeweilige Person aufruft; wenn es sich um einzelne Mails handele, solle man es „richtig krachen lassen“, wenn es aber mehrere sind, müsse koordiniert vorgegangen werden, so in den öffentlich zugänglichen Anweisungen von HC! Wer sich über die „dubiose Praxis“ dieser Organisation informieren will, sollte die Website des Dortmunder Künstlers Erhard Arendt besuchen
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/honestly_concerned.htm

Ähnlich „seriös“ wie die Organisation ist ihr „Chefredakteur“
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_sacha_stawski_the_best_of.htm

mehr >>>

Der Artikel von Patrick Neu, erschienen im IV. Quartal 2005

Der Artikel von Patrick Neu, erschienen im IV. Quartal 2005 in der Zeitschrift "Tribüne" Dieser Beitrag ist aber auf der Seite der Zeitschrift online nicht zu finden. Da stellt sich die Frage, woher hat ihn Broder. Ich denke hier belegt wieder ein kleiner Baustein das hier ein Netzwerk auf der Jagd ist und wechselseitig die Ortungspunkte austauscht. Beim jeweiligen Leser soll dann der Eindruck von vielseitiger Empörung und Wahrnehmung entstehen. Eine typisch, immer wieder nachvollziehbare Jagstrategie von Honestly Concerned und seinem Netzwerk. Das ein H. M. Broder sich dafür nicht zu schade ist, spricht nicht für ihn. Eigenartig ist auch, das der Artikel bei Broder 23.44 erschien und und 23.53 Minuten später eine Antwort des Dr. Watzal veröffentlicht wurde. Berechtigt stellt sich die Frage, ob die Reihenfolge des Erscheinens dieser Texte nicht umgekehrt gedacht war. Mal wieder jemand Netzwerkgeprüft vorführen.

Wie wenig die bpb sich von Ludwig Watzal distanzierte, belegt eigentlich die Stellungnahme des Bildungsrates und des Innenministerium. sie enthalten und so hat es auch Honestly Concerned klug verstanden, eine klare Absage an das Netzwerke. Anscheinend, verfolgt man, in Zusammenarbeit mit Broder aber eher die Spuren die Thomas Krüger im Netzwerk von HC hinterlässt. Es erhebt sich der Verdacht, dass er durch seine Zusammenarbeit mit diesem Netzwerk versucht seinen Kopf zu retten. Kein Zeichen von Charakterstärke ist es, wenn man sich auf Kosten seiner Mitarbeiter aus der Schusslinie bringen will, man wird erpressbar.... Führungseigenschaften sind nicht zu erkennen. ....

 

 

27.2.06 Dr. Ludwig Watzal schreibt als Antwort auf einen verleumderischen Beitrag in Hagalil:

Leserbrief von Dr. Ludwig Watzal, 24.02.2006

Herr Beinsens Einlassungen über meinen Beitrag über Israel Shamir kann man gut unter dilettieren auf niedrigstem Niveau abhaken. Schuster bleib bei deinen Leisten, möchte man dem Sozialarbeiter und Flüchtlingsexperten zurufen. Es geht ihm, wie einigen Antideutschen, HClern und anderen Agitatoren nicht um sachliche und inhaltliche Auseinandersetzung, sondern um Diffamierung meiner Person und Manipulation meiner Texte. Differenzierung scheint nicht Beinsens Stärke zu sein. In der Tat sind die meisten Shamir-Texte in seinem Buch nicht so platt, wie der Text dieses Schreiberlings glauben machen will. Shamirs antisemitischen und judeophoben Ausfälle konzentrieren sich im Wesentlichen auf zwei Beiträge. Die anderen Texte sind in einem gewissen Sinne "anspruchsvoll". Diese Bewertung als "anspruchsvollen Antisemitismus" zu denunzieren, zeigt die manipulative Absicht des Autors; ebenso die Nicht-Berücksichtigung meiner Begründung für die Besprechung. Seine agitatorische Sprache und bösartige Unterstellung zeigt, wessen Geistes Kind Beinsen ist, wenn er von "antizionistischer Gehirnwäsche der linken Israelhasser vom Schlage Watzals" schreibt. Übrigens, Herr Beinsen, ich denke nicht in Hass-Kategorien. Worte sind wie Spiegel! Beinsen könnte sich eine Scheibe von Henryk M. Broder abschneiden, der meinen Artikel über Shamir in seiner eigenen Art bereits kommentiert hat, aber dazu fehlt ihm das Format. Leider bietet "hagalil" solchen unqualifizierten Personen immer wieder ein Forum. Bei "tacheles", dem anspruchsvollen jüdischen Internetportal, hätte diese dünne Soße nie das Licht der Onlinewelt erblickt. Den Leserinnen und Lesern von "hagalil" sollten beide Text im "Freitag" sowie die Texte auf meiner Homepage zugänglich gemacht werden, damit sie sich eine eigene Meinung bilden können und nicht Scharlatanen aufsitzen. Gott sei Dank bewegen sich die Leserinnen und Leser des "Freitag" auf einem anspruchsvolleren intellektuellen Niveau als Beinsen; sie können im Gegensatz zu ihm differenzieren.

http://www.freitag.de/2005/22/05221501.php
http://www.freitag.de/2006/06/06061502.php
www.watzal.com

Quelle Hagali
Gegendarstellung / Leserbrief:
Watzal gegen Beinsen
Fortsetzung einer Debatte über antisemitische und judeophoben Ausfälle und intellektuellen Anspruch...

Der Kritisierte Artikel:
Verkommene Wahrnehmung:
Djihad im "Freitag"
Ludwig Watzal über den "intellektuell durchaus anspruchsvollen" Antisemitismus des "Israel Shamir" - Von Achim Beinsen Quelle

 

 

 

21.2.2006 - Gefunden bei Broder:
Tobias Jaecker weiß warum wir alles Antisemiten sind. Eine leider nicht karnevalistische Diffamierungskampagne im scheinbar wissenschaftlichen Format. Von Broder empfohlen:

Antizionistisches Einerlei
Unter dem Deckmantel der Wissenschaftsfreiheit: Antisemitismus im akademischen Milieu

Von Tobias Jaecker
Quelle

Dazu auch der Leserbrief von Dr. Ludwig Watzal >>>

"....Beitrag von Tobias Jaecker, „Unter dem Deckmantel der Wissenschafts-Freiheit: Antisemitismus im akademischen Milieu“. Darin meint der Autor, heutige anerkannte Wissenschaftler in eine unsägliche antisemitische Wissenschaftstradition stellen zu können. Seine Methode, Halbsätze, Zitat- und Wortfetzen aus dem Zusammenhang zu reißen und in sein ideologisches Konzept einzubauen, scheint unter Absolventen der Freien Universität Berlin leider in Mode zu kommen. Der Anschein von Wissenschaftlichkeit wird durch einen aufgemotzten Fußnotenapparat vorgetäuscht. Nach dieser neuen „Wissenschaftsmethode“ werden nun nacheinander die Wissenschaftler Y. Michel Bodemann, Udo Steinbach, Rolf Hanisch, Georg Meggle, Noam Chomsky, Willis Edmondson, meine Person u. a. Persönlichkeiten in eine Tradition gestellt, die ihnen gewiss mehr als fremd ist.

Bei näherer Recherche klären sich auch dieses merkwürdige „Wissenschaftsverhalten“ eines Herrn Jaecker und dessen Hintergründe schnell auf...." mehr >>>

 

 

 

10.02.06 Ludwig Watzal schreibt über Israel Shamir im "Freitag" vom 10.2.2006

Ludwig Watzal
Der Journalist und das "Imperium"

ANTISEMIT - Rätselraten um die Identität des Israel-Kritikers und Sachbuchautors Israel Shamir

Im deutschsprachigen Raum war der israelische Autor und Journalist Israel Shamir bis zur Veröffentlichung seines Buches Blumen aus Galiläa im Wiener ProMedia Verlag selbst für Insider ein Nobody. Erst mit der zunehmenden Brutalität während der Al-Aqsa-Intifada Ende September 2000 tauchte sein Name 2001 im israelisch-palästinensischen Diskurs auf. Unmittelbar darauf folgten erste kritische Stimmen im Internet, die Shamir eine "antijüdische", ja sogar "antisemitische" Einstellung attestierten.

Auf den ersten Blick kamen auch dem Autor dieser Zeilen Shamirs Artikel und sein Buch intellektuell durchaus anspruchsvoll vor. Sie offenbarten philosophischen, theologischen, literarischen und gesellschaftspolitischen Sachverstand und gaben Einblicke in die palästinensische Kultur und Geschichte. Doch dazwischen gibt es immer wieder Formulierungen, die bedenklich stimmen. So sind seine hauptsächlich in zwei Kapiteln des Buches vorgetragenen aggressiven Attacken gegen die jüdische Religion und den Einfluss des amerikanischen Judentums auf die Politik der USA völlig inakzeptabel und offenbaren judeophobes, verschwörungstheoretisches und antisemitisches Denken. Als Rezensent dieses Buches (Freitag 22/2005) war ich überrascht, dass es auch israelische Antisemiten gibt, hatte aber als Deutscher Skrupel, einem Israeli Antisemitismus vorzuwerfen.

Die Frage, wer eigentlich Shamir ist, lässt sich nicht sofort und eindeutig beantworten. Über seine Identität kursieren die unterschiedlichsten Versionen im Internet. Die geläufigste ist Jöran Jermas; andere sind Schmerling (vielleicht sein Geburtsname), Robert David und Vassili Krasevsky. Seit Ende Mai 2005 wird er laut Meldung der schwedischen antifaschistischen Zeitschrift Monitor im Stockholmer Einwohnermeldeamt als Adam Ermash geführt. Laut Wikipedia und der Website Answers.com hat Shamir Verbindungen zur Neo-Nazi-Szene und faschistischen Sympathisanten wie Horst Mahler, Martin Webster, David Irving und David Duke. Nach Angaben schwedischer Behörden war er von 1984 bis 1993 unter dem Namen Jöran Jermas in Schweden registriert. Nach Ausbruch der ersten Intifada 1987 ging er nach Russland und schrieb über die dortigen politischen Umwälzungen bis 1993; von dort kehrte er nach Israel zurück. Seine Beiträge erschienen in der Tageszeitung Prawda und der extrem-nationalistischen russischen Zeitung Zawtra (Morgen), die Aleksandr Prokhanow, "dem einflussreichsten antisemitischen Verleger" Russlands, gehört. 1998 kehrte er nach Schweden zurück.

Im Juni desselben Jahres kontaktierte Shamir den englischen Historiker und Holocaustleugner David Irving von Schweden aus, um ihm Dokumente wie zum Beispiel Himmlers Tagebuchaufzeichnungen und andere Schriftstücke von Nazi-Größen anzubieten, die er über russische Kollegen vermitteln könne, wie auf verschiedenen Websites zu lesen ist. "Ihre und meine Interessen sind rein wirtschaftlich", schrieb er an Irving. Der E-Mail-Verkehr, der von Schweden aus geführt wurde und bis zum 5. Juli dauerte, nahm zunehmend aggressivere Töne an. Ende August kontaktierte Shamir Irving telefonisch, um ihm mitzuteilen, dass er nach Moskau fahre. Irving wünschte ihm britisch cool "Gute Reise". Ein Deal kam nicht zustande.

Shamir gehört der Organisation "Deir Yassin Remembered" (DYR) an, dessen Direktorium mit Juden und Nicht-Juden besetzt ist, und die das Gedenken an das Massaker an den Bewohnern des palästinensischen Dorfes Deir Yassin von 1948 wach hält; verübt wurde es durch die Untergrundgruppen Irgun und Stern-Bande. Einige Mitglieder haben die Organisation inzwischen wegen Shamir verlassen. So traten Michael Warschawski vom "Alternativen Informationszentrum" und seine Frau, die renommierte Menschenrechtsanwältin Lea Tsemel, aus DYR aus, weil sie Shamir für einen "Rassisten" und "Antisemiten" halten, wie Warschawski gegenüber dieser Zeitung erklärte. Auch Jeff Halper, der Leiter des "Komitees gegen Häuserzerstörungen" trat zurück, weil die Aufnahme Shamirs zu "einer Verschärfung des Tons" geführt habe. Er betrachte "alle Juden" als "Täter". Uri Davis, ein in Großbritannien lehrender israelischer Politikwissenschaftler, erhielt von Shamir die Antwort, "dass ein Jude nach den jüdischen Gesetzen aufgefordert ist, demjenigen größten Schaden zuzufügen, der sich zu Christus bekennt". Roni Ben Efrat, die Chefredakteurin der Zeitschrift Challenge und ebenfalls DYR-Mitglied, hält Shamir für eine "kontroverse Figur, die eine klare Linie vermissen lässt", wie sie in einem Gespräch mitteilte.

Die ersten, die Shamirs fragwürdige Rolle bereits 2001 öffentlich gemacht haben, waren Ali Abunimah, der für die Website Electronic Intifada schreibt, und Hussein Ibish, Pressesprecher des "Amerikanisch-Arabischen Antidiskriminierungskomitees". Sie gaben die Warnung aus, dass Shamir kein "Anti-Israeli", sondern ein "Anti-Semit" sei. Sie begründeten dies mit seiner dubiosen Identität und seinen rassistischen Statements bei Vorträgen in den USA, die Shamir niemals öffentlich korrigierte. So habe er "die Juden mit der niederträchtigen Stigmatisierung als Christusmörder" bezeichnet, so Abunimah und Ibish. Seine Agenda sei nicht "anti-zionistisch", sondern eher "anti-jüdisch". Er präsentiere sich als "jüdischer Linker".

Die in Mailand lebenden Journalistin Susanne Scheidt, die einige Kapitel für die italienische Ausgabe des Buches Blumen aus Galiläa übersetzte und Shamir in Italien bekannt gemacht und mehre Male getroffen hat, nannte ihn in einem Gespräch mit dieser Zeitung einen "agent provocateur". Jeder direkten Frage zu seiner Person und Identität weiche er aus oder er beantworte sie je nach Gesprächspartner.

Scheidt gewann aus mehreren persönlichen Gesprächen sogar den Eindruck, als rechtfertige, ja mystifiziere Shamir den Nationalsozialismus und das Hitler-Regime, inklusive der rassistischen Verfolgungen und militärischen Invasionen. Nach ihrem Eindruck gingen die Nürnberger Gesetze für Shamir völlig in Ordnung, "da die Juden einen heterogenen Teil in christlichen Gesellschaften bilden, in denen sie als eine zerstörerische und entfremdete Macht agierten, um sie von innen heraus zu zerstören". Und weiter äußerte sich Shamir Susanne Scheidt gegenüber, "dass die Juden die Kirche hassten und durch den amerikanischen Imperialismus, dessen Anstifter und Motor sie sind, versuchen, die Weltherrschaft zu erringen, in der die Juden die Rolle einer Priesterkaste inne haben, welche die Masse der Goyim (Nicht-Juden L.W.) beherrschen".

Scheidt warnte davor, Shamir einzuladen, da jeder "zwangsläufig in eine Diskussion über Juden und nicht über Palästinenser oder Israel hineingezogen werde". Shamir schade dem Anliegen der Palästinenser, weil er seine Zuhörerschaft gezielt desavouiere, indem er sie genau in die Ecke bugsiere, in der sie die israelische Propaganda und ihre US-amerikanischen Unterstützer haben wollten, in der antisemitischen nämlich. Dass Shamir nicht bereit ist, Fragen zu seiner Identität, seinen Motiven und Kontakten zur rechtsextremen Szene zu beantworten, musste der Autor dieses Artikels feststellen, als er ihm Anfang Oktober 2005 einige Fragen dazu stellte. Barsch wies er sie als "unverschämt" zurück.

Selbst in seinem, auf Shamirs Website veröffentlichten Vortrag über Juden und das Imperium vor dem "House of Lords" in London am 23. Februar 2005, zu dem ihn Lord Nazir Ahmed eingeladen hatte, griff Shamir die "jüdische Herrschaft" erneut an. "Die Juden haben einen besonderen Platz im imperialen Bewusstsein." Das neue Imperium sei erfüllt "mit jüdischen Werten auf einem ideologischen und theologischen Niveau". Die Affäre um israelkritische Äußerungen des Londoner Bürgermeisters, so Shamir in dieser Rede, zeige, dass "eine mysteriöse Beziehung zwischen Juden und dem neuen Imperium" bestehe.

Mit diesen anti-jüdischen Obsessionen zeigt Shamir nicht nur seine judeophobe Haltung, sondern fügt auch der progressiven israelischen und palästinensischen Gemeinschaft und ihrem Anliegen großen Schaden zu. Sie jedenfalls haben ihre Zusammenarbeit mit ihm beendet. Wer dies immer noch nicht begriffen hat, sind viele Palästinenser und einige jüdische Intellektuelle.

Quelle auch hier >>>

Wichtig ist dieser Artikel sicher, weil sich breite Kreise anfänglich der antisemitischen Neigungen von Israel Shamir nicht bewusst waren.

Mittlerweile weiß aber jeder, Israel Shamir ist ein Antisemit und eine eindeutige Distanzierung von ihm ist wichtig, richtig. Sein Buch enthält Aussagen die Antisemitisch sind, oder so im Nachhinein zu deuten sind. Auch wenn sein Buch sicher viele richtige Aussagen auf die bezog sich auch die Buchbesprechung des Dr. Watzal enthält. An keiner Stelle hat er die antisemitischen Neigungen von Shamir erkannt, besprochen noch weniger unterstützt. Hinterher ist man oft schlauer.

Als das Buch erschien waren sich aber breite seriöse Kreise der antisemitischen Tendenzen von Shamir nicht bewusst. Relativ schnell sprach sich das herum und alle die einem gemeinsamen Frieden im Nahen Osten verpflichtet sind, distanzieren sich mittlerweile einstimmig auch öffentlich von ihm. Mittlerweile, dankenswert auch öffentlich der Herausgeber dieses Buches Fritz Edlinger. E. Arendt

Der ursprüngliche Artikel im "Freitag" 3.6.2005

Ludwig Watzal

Die echten und die falschen Juden


KONVERTIT Der israelische Publizist Israel Shamir kritisiert sein Land

Es gibt immer wieder Israelis, die sich aus moralisch-ethischen Gründen dem nationalen Konsens verweigern, indem sie die Menschrechtsverletzungen und die brutale Unterdrückung der Palästinenser mutig anprangern. Zu ihnen gehört Israel Shamir, der 1947 in Novosibirsk geboren wurde und 1969 nach Israel kam. Als Soldat einer Fallschirmjägereinheit kämpfte er im Yom Kippur-Krieg 1973. Lange Zeit verlief sein Leben in Israel unspektakulär. Er übersetzte den Talmud, James Joyce, Homer und andere Klassiker ins Russische. Er arbeitet für das israelische Radio, und schreibt für eine Zeitungen in Israel, Russland und Japan.

Das brutale Vorgehen des israelischen Militärs gegen die Al-Aqsa-Intifada der Palästinenser bewirkte in ihm 2001 einen Sinneswandel. Er beschreibt ihn durch folgende Anekdote: Eine jüdische Geschichte erzählt von einen stummen Kind, das trotz intensiver ärztlicher Bemühungen niemals ein Wort sprach. Eines Tages, im fortgeschrittenen Alter von zehn Jahren, ließ es bei Tisch plötzlich seinen Löffel fallen und rief: "Die Suppe ist salzig!" Die Eltern fragten ihr Kind erstaunt, warum es all die Jahre geschwiegen hatte und es antwortete: "Bis jetzt war immer alles in Ordnung." Shamir begann, über die Menschenrechtsverstöße, die angeordneten, gezielten Hinrichtungen von Palästinensern durch die israelische Armee und die Zerstörung ihrer Existenzgrundlagen zu schreiben. Hinzu kam, dass er zum Christentum konvertierte, wie dies auch Mordechai Vanunu tat; dies wird ihm seitens des Judentums niemals verziehen. Damit begannen seine Schwierigkeiten. Hinzu kam, dass er dem Beirat von "Deir Yassin Remembered" angehört, einer Organisation, die das Massaker jüdischer Terrororganisation an den Bewohnern des Dorfes Deir Yassin vor dem Vergessen bewahren will.

Shamir vertritt wie der verstorbene palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said die Einstaatenlösung für Israel/Palästina. In der vorliegenden Essaysammlung spricht sich der Autor für die "Befreiung Palästinas" von israelischer Okkupation aus. Er setzt sich aber noch für eine weitere Befreiung ein, und zwar der des öffentlichen Diskurses über dieses Thema. Für ihn findet eine bizarre Debatte über den Antisemitismus in Europa statt. "Ich bin besonders besorgt über die Anti-Antisemitismus-Propaganda, die den erhöhten Stellenwert der Juden in den Köpfen noch verstärkt, als ob der Hass auf einen Türken oder einen Deutschen besser wäre als der auf einen Juden." Die Deutschen hätten die wichtigste Lektion des Zweiten Weltkrieges nicht verinnerlicht: "Juden oder Nichtjuden - seien es nun Deutsche, Polen oder Palästinenser - sollten alle gleich behandelt werden." Die Organisatoren der OSZE-Konferenz gegen Antisemitismus 2004 in Berlin hätten auch Shamir einladen sollen. "Der unaufhörliche ?Kampf gegen den Antisemitismus? ist in der Tat nicht die Verteidigung einer kleinen, verfolgten Nation. Wenn dem so wäre, dann würden Sie die belagerten Palästinenser verteidigen. Es ist auch kein Kampf gegen den Rassismus, denn Sie verteidigen das rassistische System der Apartheid in Palästina ... Es handelt sich eher um einen umgekehrten Antisemitismus, da den Juden Gleichheit abgesprochen wird und sie über die Normalsterblichen erhoben werden."

Der Autor macht in seinen Essays einen Streifzug durch seine Wahlheimat und kommentiert die groteske Situation freimütig und bissig-literarisch. So beschreibt er die Lage der russischstämmigen Israelis als hochgradig frustriert und "konfus". Die meisten von ihnen hätten nie Kontakt zum Judentum gehabt und interessierten sich auch nicht dafür. Viele von ihnen werden nicht als "wahre Juden" betrachtet, und ihre Toten müssen sie hinter der Friedhofsmauer begraben, auf einem Fleck, der für Personen mit "zweifelhaften Ursprung" reserviert ist. Nach der Explosion in der Diskothek in Tel Aviv wurde dies für alle sichtbar: Die jüdisch-orthodoxen Totengräber weigerten sich, die toten russischen Mädchen auf einem jüdischen Friedhof zu begraben. Nicht viel besser ergeht es den nordafrikanischen Einwanderern; sie sind "gebrochene Menschen". 75 Prozent der Gefängnisinsassen sind Sepharden. Politiker wie Arie Deri, Yitzhak Mordechai, Aaron Abu Hatzera, Schlomo Ben Ami oder der Verleger Ofer Nimrodi scheiterten wegen ihrer sepharischen Abstammung. "Sobald sich ein orientalischer Jude nach oben arbeitet, wird er vom System wieder zurückgestuft."

Sehr freimütig schreibt Shamir auch über die brutale Gewalt der Siedler. Indem sie das Land zerstören, "bereiten sie sich ihr eigenes neues Exil". Neben den "Chauvinisten" gebe es aber auch "gute Israelis". Der Unterschied zwischen beiden Gruppen ist aber nur ein marginaler. "Die jüdischen Chauvinisten wollen ein Palästina ohne Palästinenser. Sie wollen Chinesen für die Feldarbeit ins Land holen und Russen, die die Chinesen überwachen sollen." Die liberalen Israelis können sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen, "in der die Palästinenser ihre bewachten Ghettos verlassen und zur Arbeit nach Tel Aviv kommen dürfen". Beiden sei jedoch die "Zurückweisung Palästinas" gemeinsam.

Shamir vertritt die These, dass die Welt zurück ins Mittelalter befinde und Israel dabei seine "feindselige Haltung gegenüber dem Christentum wieder aufleben lässt". Als Beleg dafür zitiert er einen Vorfall, bei dem ein Soldat aus seinem Merkava Panzer eine Rakete auf die Madonnenstatue auf der Kirche der Heiligen Familie in Bethlehem abfeuerte. Zu Recht behauptet der Autor, dass die westliche Welt "ein getrübtes Bild der Geschehnisse im Mittleren Osten" habe. Israelis begehen "terroristische Taten an Palästinensern, doch die Bezeichnung ?Palästinenser? ist heute ein Synonym für Terrorismus geworden ... Israel und die USA missachten die internationalen Gesetze, doch ihre Gegner werden als ?Schurkenstaaten? dargestellt." Das Buch ist eine freimütige Darstellung Israels und seiner Politik, die viele so nicht sehen und wahrhaben wollen.

Israel Shamir: Blumen aus Galiläa. Schriften gegen die Zerstörung des Heiligen Landes, ProMedia, Wien 2005, 214 S., 17,90 EUR

Quelle: http://www.freitag.de/2005/22/05221501.php

 

Auf die sich wiederholenden Entstellungen eines Herrn Balke antwortet Dr. Watzal

Als Beispiel für die geistlosen Vorwürfe des Herrn Balke sei zitiert: "...Erst zerrte er den Politologen Dr. Lars Rensmann vor den Kadi, dann Samuel Laster von www.juedische.at, versuchte es bei Matthias Küntzel, ebenfalls Politologe, und ferner gegen den Herausgeber eines Bonner Studentenmagazins. Vielleicht handelt es sich ja dabei um ein neues Geschäftsmodell, weil die Honorare für Auftritte bei Veranstaltungen wie der extremistischen Gruppe "Linksruck" eine Spur zu mager ausfallen...."Quelle)

 

Dr. Ludwig Watzal / 15.01.06 20:30 / www

Sehr geehrter Frau MdB Köhler,

ich bitte um Abdruck des folgenden Leserbriefes:

mit dem Geschreibsel des Herrn Balke lohnt sich nicht die Auseinandersetzung. Es scheint, als habe er ein grundsätzliches Problem mit der Wahrheit. Darauf habe ich bereits in meinem ersten Brief vom 23. November 2005 hingewiesen. Auch in seinen letzten Bemerkungen liegt er wieder einmal knapp neben der Wahrheit. So habe ich Herrn Rensmann natürlich nicht "vor den Kadi" gezerrt. Der Anwalt von Herrn Rensmann hat schon am 13. Juli 2005 eine Unterlassungsverpflichtung im Auftrag seines Mandanten unterzeichnet, weil der Autor in seinem Buch "Demokratie und Judenbild" zwei Zitate zu meinen Ungunsten falsch "zitiert" hatte, um es freundlich auszudrücken. Diese Stellen wurden dann von zahlreichen Bibliotheken weltweit geschwärzt. Oder die Unterlassungsverpflichtung wurde mit dem Buch fest verbunden, wie in der Bibliothek des Deutschen Bundestages. Herr Balke sollte also mit falschen Tatsachenbehauptungen vorsichtiger umgehen. Auch die anderen von Balke erwähnten Fälle sind differenzierter, als er sich dies wahrscheinlich vorstellen kann. In Kürze werde ich eine ausführliche Dokumentation vorlegen, um u. a. die grotesken Einlassungen des Herrn Küntzel zurechtzurücken.

Mit freundlichen Grüßen
L. Watzal
Quelle

Zum Lars Rensmann äußern sich immer mehr kritische Stimmen, nicht nur, musste er auf Anordnung des Gerichts Teile seines Buches schwärzen lassen. Wissenschaftler wie Pr. Holz haben auch weitere Einwände gegen sein Buch.

 

 

 

 

Zu den Vorwürfen, Dr. Ludwig Watzal sei Mitarbeiter von antiimperialista.org stellt L. Watzal fest:

 

In Reaktion schrieb Dr. Ludwig Watzal am 22.11.05 an MdB Kristina Köhler:

Sehr geehrte Frau Köhler,

Mit Interesse habe ich die Stellungnahme von Herrn Dr. Ralf Balke zu Ihrer Pressemitteilung auf der Internetseite "haGalil.com" gelesen. Soweit es mich betrifft, enthält dieses Schreiben
allerdings einige ärgerliche Unwahrheiten, die ich so nicht stehen lassen kann.

Herr Balke schreibt: "Insbesondere die Tatsache, dass die Bundeszentrale einen Mitarbeiter wie Herrn Doktor Ludwig Watzal beschäftigt, der regelmäßig auf Webseiten wie antiimperialista.org, die von den USA wegen der Unterstützung des Terrorismus gesperrt wurden, Artikel veröffentlicht, wirft ein weiteres negatives Licht auf die BpB."

Dazu darf ich feststellen: Ich habe keinen einzigen Originalartikel auf der Website von "antiimperialista.org" veröffentlicht, also schon gar nicht regelmäßig. Richtig ist, dass die Zeitschrift Intifada zwei Artikel im Januar und Dezember 2003 und drei Buchbesprechungen im März und Dezember 2003 leicht gekürzt nachgedruckt hat, die bereits zuvor andernorts erschienen waren. Da, wie Herr Balke schreibt, diese Website angeblich inzwischen gesperrt wurde, brauche ich dem nicht weiter nachzugehen. Die Website "antiimerialista.org" gibt es aber gar nicht, sondern nur "antiimperialsita.com", dort kann man wohl die Artikel einsehen. Bei "aik(at)antiimperialista.org" handelt es sich um die E-Mail-Adresse. Wie Sie sehen, fängt die Wahrheit im Kleinen an.

Der in den Worten von Herrn Balke enthaltene Vorwurf, ich gehöre sozusagen zu den Gesinnungsgenossen von "antiimperialista.org", ist eine bösartige Unterstellung. Ich neige allerdings nicht dazu, alles, was der gute Mann schreibt, ernst zu nehmen.

Was er mit "Webseiten wie antiimperialista.org" meint, bleibt unklar, passt aber zu dieser Denunziationsmethode. Ich könnte Ihnen natürlich jetzt auch meine Dienste anbieten, was ich nicht tue, um mich nicht auf das Niveau von Herrn Balke begeben zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Ludwig Watzal

Quelle

 

Dr. Watzal äußert sich in der Taz. - vom 6.10.2004, S. 17, 156 Z. (Interview), MARTIN REICHERT
 




"Eine Lobby ist legitim"

Der Nahost-Experte Ludwig Watzal soll sich mit einem Rundfunk-Kommentar über Haim Saban
des Antisemitismus schuldig gemacht haben. Im taz-Gespräch äußert er sich nun zu den Vorwürfen

INTERVIEW MARTIN REICHERT

taz: Herr Watzal, sind Sie ein Antisemit?

Ludwig Watzal: Antisemitismus ist nicht in meinem Kopf, also ist er auch nicht in meinen Texten. Ich habe tausende von Seiten zum Thema Israel publiziert, und Sie werden nicht einen Hauch von Antisemismus darin finden.

In Ihrem Kommentar im Deutschlandradio Berlin bezeichnen Sie es als geschmacklos, dass Haim Saban ausgerechnet in Dachau den Zuschlag für den Kauf von ProSiebenSat.1 bekommen hat. Konnte er denn da etwas dafür?

Er hat diesen Anruf in einem Interview mit der New York Times erwähnt. Natürlich kann man sich nicht aussuchen, wo man angerufen wird. Vielleicht war das unglücklich formuliert von mir, man kann in diesen Satz aber nicht reininterpretieren, dass er antisemitisch sei. Ich habe weder Haim Saban noch die anderen beiden Personen des öffentlichen Lebens als zum Judentum gehörig bezeichnet. Sie agieren für mich als Haim Saban, Michael Wolffsohn oder Michel Friedman in der Gesellschaft.

Muss man bei Haim Saban oder Michel Friedman extra dazuschreiben, dass sie jüdischen Glaubens sind?

Im Nachhinein hätte man diesen ganzen von mir beschriebenen Sachverhalt nicht mit kühlem Blick betrachten sollen. Das muss ich mir selbst eingestehen, ich habe das einfach so dargestellt, ohne fünfmal nachzudenken. Das war nicht sehr klug, aber auf der anderen Seite befasse ich mich sehr viel mit englischsprachiger Literatur zu diesem Konflikt, da wird ganz anders diskutiert. mehr >>>

Ein Link zu dem Artikel, der Anlass des Leserbriefes von Dr. Watzal war. Hier der Leserbrief von Dr. Ludwig Watzal an die "Achse der Guten":

Betr.: Artikel auf Ihrer Website „Achse des Guten: Michael Miersch

Deutscher Bildungsbeauftragter arbeitet für eine pro-terroristische Webseite
Von VoKo Christian J. Heinrich (gekürzt von mm)
 


Sehr geehrte Damen und Herren der „Achse des Guten“

Ich bitte um Abdruck folgender Richtigstellungen:

Beim Artikel von Herrn Christian J. Heinrich (gekürzt von mm) handelt es sich um Collagen, die aus falschen Tatsachenbehauptungen und aus dem Zusammenhang gerissenen Satzfetzen bestehen. Sie dienen einzig und allein dazu, mich zu diffamieren.

- Die falschen Behauptungen beginnen bereits mit der Überschrift des Beitrages. So behauptet Herr Heinrich, „Ludwig Watzal, ein führender Vertreter der wichtigsten demokratischen Bildungsinstitution in Deutschland, der Bundeszentrale für politische Bildung, veröffentlicht wiederholt Artikel auf einer pro-terroristischen Webseite, der „antiimperialista.com“ und arbeitet für deren Internetmagazin „Intifada“.

- Dies ist falsch: Ich bin kein führender Mitarbeiter „der wichtigsten demokratischen Bildungsinstitution“, sondern einer von drei Redakteuren der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“. In dem Beitrag wird suggeriert, ich veröffentlichte wiederholt auf einer „pro-terroristischen Website“ und in deren Internetmagazin „Intifada“. Auch das ist falsch. Richtig ist, dass von mir ausschließlich im Jahr 2003 zwei Artikel und vier Buchbesprechungen gekürzt in der Zeitschrift „Intifada“ nachgedruckt wurden. Alle Beiträge waren vorher bereits in renommierten Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Daraus eine Nähe zu dieser Website herzuleiten, ist abwegig. Abgesehen von der Zusendung dieser Beiträge per e-mail hatte ich weder vorher noch nachher irgendwelchen Kontakt zu dieser Zeitschrift, zu der Website schon gar nicht. Es ist schon seltsam, dass sich Herr Heinrich nicht mit dem Inhalt meiner Beiträge auseinandersetzt. Wenn diese Vorwürfe gegen die Organisation und die Zeitschrift zutreffend sein sollten, frage ich mich, warum beide in Österreich noch frei arbeiten bzw. erscheinen können.

- Falsch ist weiterhin, dass ich an eine »Israelisierung der Welt« glaube und „antiamerikanische und antiisraelische Verschwörungstheorien“ verbreite. Mir sind alle Verschwörungstheorien ein Greuel. In keinem meiner Bücher oder zahlreichen Artikel verbreite ich „antiamerikanische und antiisraelische Verschwörungstheorien“. Außerdem glaube ich nicht an „Eine Israelisierung der Welt“. Dieser Titel wurde von der Redaktion bestimmt. In dem Beitrag in der Zeitschrift „International“ (3/2004) geht es konkret um Unterdrückungsmaßnahmen der US-Besatzer im Irak, die denen der israelischen Besatzungsmacht sehr ähneln. http://www.watzal.com/f_pub.html - also um nichts „Verschwörungstheoretisches“, sondern nur Politisch-konkretes.

- Weiterhin falsch ist die Behauptung, ich agiere „nicht nur im linksextremistischen Umfeld“ und sei „offen anti-israelisch“. Weder agiere ich in diesem Umfeld, noch bin ich “offen anti-israelisch“. Ich habe mich noch nie in diesem Milieu bewegt. Auch habe ich mich immer nur kritisch gegenüber der Besatzungspolitik Israels, den Menschrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern und den Verstößen Israels gegen das Völkerrecht geäußert. Was soll darin „offen anti-israelisch“ sein?

- Falsch ist ebenfalls, dass ich im Rahmen meiner Tätigkeit für die Bundeszentrale als „Redakteur“ für die Zeitschrift „Das Parlament“ arbeite. Im Rahmen der „Bundeszentrale“ arbeite ich für die Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“. Die Wochenzeitung „Das Parlament“ wird vom Deutschen Bundestag herausgegeben. In dieser Wochenzeitung bespreche ich von Zeit zu Zeit Bücher und schreibe manchmal einen Beitrag als „freier Journalist“.

- Ebenso falsch ist Folgendes: Der Titel des Kommentars im „Freitag“ vom 26. März 2004 lautete nicht „Öffentliche Hinrichtung von Scheich Ahmed Yassin“, wie behauptet, sondern „Auch Arafat ist gemeint“. Ersterer Titel war nur der Untertitel. Falsch ist ebenfalls, dass ich in diesem Beitrag Hamas als „soziale Bewegung“ gewürdigt habe. Diese Bezeichnung taucht in dem Kommentar überhaupt gar nicht auf. Ich berufe mich in diesem Beitrag auf zwei israelische Wissenschaftler, wenn ich Folgendes schreibe: „Andere Stimmen – etwa die der beiden israelischen Sozialwissenschaftler Shaul Mishal und Avraham Sala, die Hamas vorzugsweise als ein soziales Netzwerk qualifizieren, das für ein beachtliches Bildungs- und Beschäftigungsprogramm in den palästinensischen Autonomiegebieten Sorge trägt – bleiben unbeachtet.“ Auch spekulierte ich nicht, ob Israel als „Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten“ haben müsse“, sondern ich schreibe: „Dass die israelische Armee sich nicht scheute, diesen hilflosen Rollstuhlfahrer anzugreifen, sprengt alle Mäßstäbe. Warum hatte eine Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten?“

- Die falschen Behauptungen treffen auch auf meinen Kommentar im „Deutschlandradio“ vom 16. September 2004 zu: Der Titel lautete nicht, wie von Heinrich behauptet, „Haim Sabans Geschäfte in Deutschland“, sondern „Haim Saban, die Medien und Israel“. Auf die Frage: „Was haben Michel Friedman, Michael Wolffsohn und Haim Saban gemeinsam?“ soll ich geantwortet haben „Israel“. Richtig ist: „Allen drei liegt Israels Zukunft am Herzen.“ Weiter geht es mit falschen Behauptungen, dass ich „in diesem Zusammenhang von ´Holocaust Industrie`“ gesprochen habe. Heinrich beruft sich hierbei auf Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Berliner Technischen Universität, die in einem Beitrag der Tageszeitung „Die Welt“ vom 20. September 2004 wie folgt zitiert wurde: Watzal benutze die typischen antisemtischen Klischees vom „jüdischen Kapital“ und „jüdischer Macht“. Die Bezeichnung „Jude“ oder „jüdisch“ taucht in meinem Kommentar an keiner Stelle auf. Im Original heißt es dagegen: „Kritisiert der amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein nicht zu Recht, dass die Holocaust-Erinnerung für politische Ziele instrumentalisiert werde, um z. B. die israelische Okkupationspolitik und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten gegenüber den Palästinensern zu rechtfertigen? Die Eskapaden der sogenannten Holocaust-Industrie sind jedenfalls ziemlich bizarr und eine Beleidigung für die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Die Aktionen Sabans haben aber nichts mit Verschwörungsdenken zu tun, sondern sie sind ein Beleg dafür, wie symbiotisch das Verhältnis von Macht und Geld ist.“ In meinem Leserbrief an „Die Welt“ vom 1. Oktober 2004 habe ich folgendes geschrieben: “Ein solches Verhältnis ist in einer kapitalistischen Gesellschaft nichts besonderes, es ist allgegenwärtig - in den USA, Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien etc. Dankenswerterweise erwähnt Mülder, dass ich Berlusconi als ein Beispiel für diese Liaison genannt habe. In unserem Gespräch habe ich auch das Verhältnis zwischen Leo Kirch und Helmut Kohl genannt, was er leider nicht erwähnt hat.“ In der „Tageszeitung“ (taz) vom 6. Oktober 2004 habe ich zu diesem Verhältnis von Macht und Geld gesagt: „Das beste Beispiel für die Symbiose von Macht und Geld war Helmut Kohl im Zusammenspiel mit Leo Kirch.“

Abschließend möchte ich noch einmal wiederholen, dass ich weder eine „pro-terroristische Website“ „unterstütze“ und für diese „arbeite“, noch als „radikaler ´antizionistischer` Aktivist bekannt“ bin. Diese Behauptungen sind ein Hirngespinst. Meine Publikationen und Vorträge geben dafür keinerlei Anlass. Mir kann kein Antisemitismus vorgeworfen werden.

Was die angehängten Informationen in meinem Fall beweisen sollen, bleibt das Geheimnis von Herrn Heinrich und dem für Kürzungen Verantwortlichen mm.

Mit freundlichen Grüßen Ludwig Watzal

 

 

 

Das Filmheft zu "Paradise Now": Antizionistische PR Von Ralf Balke. Er ist ein immer wieder sich äußerndes Teil dieses Netzwerkes

Leserbriefe von Ludwig Watzal und Kinan Jäger zu diesem Text, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen vom 17.11.2005:

Bösartige Phantasie
Ralf Balke: 'Antizionistische PR'.
Jüdische Allgemeine vom 27. Oktober

Ich möchte folgende falsche und überzogene Behauptungen Balkes auf das schärfste zurückweisen: Wenn der Autor schreibt, ich rühre in der Beilage zur Zeitschrift Das Parlament "unablässig die Werbetrommel für Positionen der radikalen Antizionisten aus Israel", so ist dies irreführend und völlig überzogen. In Aus Politik und Zeitgeschichte hat Ilan Pappe, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Haifa, einmal geschrieben, und zwar in Heft 49/2000. In dieser Ausgabe ging es um den gesamten Nahen Osten. Neben Pappe war der palästinensische Jouralist Abdul-Rahman Alawi, der ägyptische Journalist Nagi Abbas, Professor Ferhad Ibrahim, syrischer Kurde, sowie Professor Christian Hacke und der Nahostexperte Dr. Kinan Jäger vertreten. Letzterer wird ebenfalls auf unqualifizierte Weise diffamiert. Falsch ist ebenfalls die Behauptung, daß ich "mit der Existenz Israels ein Problem" habe. In keinem meiner zahlreichen Vorträge oder Veröffentlichungen habe ich jemals die Existenz Israels in Frage gestellt oder geäußert, daß ich damit ein Problem habe. Man muß schon eine bösartige Phantasie entwickeln, um dies herbeizulügen. Was ich immer kritisiert habe, ist die Besatzungspolitik, die Menschenrechtsverletzungen und die Mißachtung des Völkerrechts.

Ludwig Watzal, Bonn

Ich weise darauf hin, daß ich weder Mitarbeiter der Bundeszentrale bin noch über "israelischen Staatsterrorismus" referiere. Die Recherchen von Ralf Balke scheinen mir daher äußerst unsauber.

Kinan Jäger, Bonn

Quelle

 

Ein Link zu dem Artikel, der Anlass des folgenden Leserbriefes von Dr. Watzal war.

Hier der Leserbrief von Dr. Ludwig Watzal an die "Achse der Guten":

Betr.: Artikel auf Ihrer Website „Achse des Guten: Michael Miersch

Deutscher Bildungsbeauftragter arbeitet für eine pro-terroristische Webseite
Von VoKo Christian J. Heinrich (gekürzt von mm)
 


Sehr geehrte Damen und Herren der „Achse des Guten“

Ich bitte um Abdruck folgender Richtigstellungen:

Beim Artikel von Herrn Christian J. Heinrich (gekürzt von mm) handelt es sich um Collagen, die aus falschen Tatsachenbehauptungen und aus dem Zusammenhang gerissenen Satzfetzen bestehen. Sie dienen einzig und allein dazu, mich zu diffamieren.

- Die falschen Behauptungen beginnen bereits mit der Überschrift des Beitrages. So behauptet Herr Heinrich, „Ludwig Watzal, ein führender Vertreter der wichtigsten demokratischen Bildungsinstitution in Deutschland, der Bundeszentrale für politische Bildung, veröffentlicht wiederholt Artikel auf einer pro-terroristischen Webseite, der „antiimperialista.com“ und arbeitet für deren Internetmagazin „Intifada“.

- Dies ist falsch: Ich bin kein führender Mitarbeiter „der wichtigsten demokratischen Bildungsinstitution“, sondern einer von drei Redakteuren der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“. In dem Beitrag wird suggeriert, ich veröffentlichte wiederholt auf einer „pro-terroristischen Website“ und in deren Internetmagazin „Intifada“. Auch das ist falsch. Richtig ist, dass von mir ausschließlich im Jahr 2003 zwei Artikel und vier Buchbesprechungen gekürzt in der Zeitschrift „Intifada“ nachgedruckt wurden. Alle Beiträge waren vorher bereits in renommierten Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Daraus eine Nähe zu dieser Website herzuleiten, ist abwegig. Abgesehen von der Zusendung dieser Beiträge per e-mail hatte ich weder vorher noch nachher irgendwelchen Kontakt zu dieser Zeitschrift, zu der Website schon gar nicht. Es ist schon seltsam, dass sich Herr Heinrich nicht mit dem Inhalt meiner Beiträge auseinandersetzt. Wenn diese Vorwürfe gegen die Organisation und die Zeitschrift zutreffend sein sollten, frage ich mich, warum beide in Österreich noch frei arbeiten bzw. erscheinen können.

- Falsch ist weiterhin, dass ich an eine »Israelisierung der Welt« glaube und „antiamerikanische und antiisraelische Verschwörungstheorien“ verbreite. Mir sind alle Verschwörungstheorien ein Greuel. In keinem meiner Bücher oder zahlreichen Artikel verbreite ich „antiamerikanische und antiisraelische Verschwörungstheorien“. Außerdem glaube ich nicht an „Eine Israelisierung der Welt“. Dieser Titel wurde von der Redaktion bestimmt. In dem Beitrag in der Zeitschrift „International“ (3/2004) geht es konkret um Unterdrückungsmaßnahmen der US-Besatzer im Irak, die denen der israelischen Besatzungsmacht sehr ähneln. http://www.watzal.com/f_pub.html - also um nichts „Verschwörungstheoretisches“, sondern nur Politisch-konkretes.

- Weiterhin falsch ist die Behauptung, ich agiere „nicht nur im linksextremistischen Umfeld“ und sei „offen anti-israelisch“. Weder agiere ich in diesem Umfeld, noch bin ich “offen anti-israelisch“. Ich habe mich noch nie in diesem Milieu bewegt. Auch habe ich mich immer nur kritisch gegenüber der Besatzungspolitik Israels, den Menschrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern und den Verstößen Israels gegen das Völkerrecht geäußert. Was soll darin „offen anti-israelisch“ sein?

- Falsch ist ebenfalls, dass ich im Rahmen meiner Tätigkeit für die Bundeszentrale als „Redakteur“ für die Zeitschrift „Das Parlament“ arbeite. Im Rahmen der „Bundeszentrale“ arbeite ich für die Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“. Die Wochenzeitung „Das Parlament“ wird vom Deutschen Bundestag herausgegeben. In dieser Wochenzeitung bespreche ich von Zeit zu Zeit Bücher und schreibe manchmal einen Beitrag als „freier Journalist“. Ob Herr „Thomas Krüger Anfang 2005 mehrfach erklärt“ habe, Watzal dürfe sich nicht zu Israel äußern, kann ich nicht beurteilen. Gilt Artikel 5 GG nicht für jeden Staatsbürger?

- Ebenso falsch ist Folgendes: Der Titel des Kommentars im „Freitag“ vom 26. März 2004 lautete nicht „Öffentliche Hinrichtung von Scheich Ahmed Yassin“, wie behauptet, sondern „Auch Arafat ist gemeint“. Ersterer Titel war nur der Untertitel. Falsch ist ebenfalls, dass ich in diesem Beitrag Hamas als „soziale Bewegung“ gewürdigt habe. Diese Bezeichnung taucht in dem Kommentar überhaupt gar nicht auf. Ich berufe mich in diesem Beitrag auf zwei israelische Wissenschaftler, wenn ich Folgendes schreibe: „Andere Stimmen – etwa die der beiden israelischen Sozialwissenschaftler Shaul Mishal und Avraham Sala, die Hamas vorzugsweise als ein soziales Netzwerk qualifizieren, das für ein beachtliches Bildungs- und Beschäftigungsprogramm in den palästinensischen Autonomiegebieten Sorge trägt – bleiben unbeachtet.“ Auch spekulierte ich nicht, ob Israel als „Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten“ haben müsse“, sondern ich schreibe: „Dass die israelische Armee sich nicht scheute, diesen hilflosen Rollstuhlfahrer anzugreifen, sprengt alle Mäßstäbe. Warum hatte eine Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten?“

- Die falschen Behauptungen treffen auch auf meinen Kommentar im „Deutschlandradio“ vom 16. September 2004 zu: Der Titel lautete nicht, wie von Heinrich behauptet, „Haim Sabans Geschäfte in Deutschland“, sondern „Haim Saban, die Medien und Israel“. Auf die Frage: „Was haben Michel Friedman, Michael Wolffsohn und Haim Saban gemeinsam?“ soll ich geantwortet haben „Israel“. Richtig ist: „Allen drei liegt Israels Zukunft am Herzen.“ Weiter geht es mit falschen Behauptungen, dass ich „in diesem Zusammenhang von ´Holocaust Industrie`“ gesprochen habe. Heinrich beruft sich hierbei auf Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Berliner Technischen Universität, die in einem Beitrag der Tageszeitung „Die Welt“ vom 20. September 2004 wie folgt zitiert wurde: Watzal benutze die typischen antisemtischen Klischees vom „jüdischen Kapital“ und „jüdischer Macht“. Die Bezeichnung „Jude“ oder „jüdisch“ taucht in meinem Kommentar an keiner Stelle auf. Im Original heißt es dagegen: „Kritisiert der amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein nicht zu Recht, dass die Holocaust-Erinnerung für politische Ziele instrumentalisiert werde, um z. B. die israelische Okkupationspolitik und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten gegenüber den Palästinensern zu rechtfertigen? Die Eskapaden der sogenannten Holocaust-Industrie sind jedenfalls ziemlich bizarr und eine Beleidigung für die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Die Aktionen Sabans haben aber nichts mit Verschwörungsdenken zu tun, sondern sie sind ein Beleg dafür, wie symbiotisch das Verhältnis von Macht und Geld ist.“ In meinem Leserbrief an „Die Welt“ vom 1. Oktober 2004 habe ich folgendes geschrieben: “Ein solches Verhältnis ist in einer kapitalistischen Gesellschaft nichts besonderes, es ist allgegenwärtig - in den USA, Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien etc. Dankenswerterweise erwähnt Mülder, dass ich Berlusconi als ein Beispiel für diese Liaison genannt habe. In unserem Gespräch habe ich auch das Verhältnis zwischen Leo Kirch und Helmut Kohl genannt, was er leider nicht erwähnt hat.“ In der „Tageszeitung“ (taz) vom 6. Oktober 2004 habe ich zu diesem Verhältnis von Macht und Geld gesagt: „Das beste Beispiel für die Symbiose von Macht und Geld war Helmut Kohl im Zusammenspiel mit Leo Kirch.“

Abschließend möchte ich noch einmal wiederholen, dass ich weder eine „pro-terroristische Website“ „unterstütze“ und für diese „arbeite“, noch als „radikaler ´antizionistischer` Aktivist bekannt“ bin. Diese Behauptungen sind ein Hirngespinst. Meine Publikationen und Vorträge geben dafür keinerlei Anlass. Mir kann kein Antisemitismus vorgeworfen werden.

Was die angehängten Informationen in meinem Fall beweisen sollen, bleibt das Geheimnis von Herrn Heinrich und dem für Kürzungen Verantwortlichen mm.

Mit freundlichen Grüßen Ludwig Watzal
 

Im übrigen, lieber Besucher informieren Sie sich selber.

Hier gibt es online Texte von Dr. Ludwig Watzal zu lesen.

Sie können auch ein Buch von ihm online lesen.

Es ist schon recht interessant wenn man beobachtet, wie verleumderisch und diffamierend Honestly Concerned im Einklang mit Broder, Laster, Schröder und anderen versuchen die Existenz eines Menschen zu vernichten. Man hat das falsche von den falschen "Lehrern" unserer Geschichte gelernt.

Lese auch: Thomas Krüger - Verletzungen der Fürsorgepflicht?

 

  

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