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Nakba

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Begleitkatalog zur Wanderausstellung
 "
Die Nakba
 Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
32 Seiten, Preis: 3€ + Versandkosten  

 

 

 

Die Nakba - Al Nakba - Die ethnische Säuberung Palästinas

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Israeli police block Palestinian 'March of Return' - The March of Return is held each year to commemorate the 1948 Nakba. - Jonathan Cook - 9. 4. 2017

The annual "March of Return" by Palestinians in Israel, commemorating the Nakba - the expulsion of hundreds of thousands of Palestinians from their homes in 1948, has been blocked by the Israeli police for the first time in its history.

The police have denied the organisers a permit, saying there is a shortage of officers to oversee the march.

But Palestinian leaders in Israel accuse the far-right government of Benjamin Netanyahu of being behind the decision, in what they believe is the latest move to silence their commemoration of the events of 69 years ago.

The Nakba - Arabic for "catastrophe" - refers to Israel's creation on the ruins of the Palestinians' homeland in 1948. Some 750,000 Palestinians were expelled outside the new state of Israel's borders, and more than 500 villages razed to prevent the refugees from returning.

The march has rapidly grown in size over the past few years, in defiance of increasingly repressive measures from the Israeli authorities.

This is clearly a political decision. The government is trying to push a new generation of Palestinian youth in Israel into the corner, to intimidate and silence them.

Yousef Jabareen, a Palestinian member of the Knesset

It is now the largest commemorative event staged by Israel's 1.7 million Palestinian citizens, one in five of the Israeli population. They are the descendants of the small number of Palestinians who managed to avoid expulsion, although many were internally displaced by the Nakba.

Organisers had expected some 25,000 people to attend this year's rally at a destroyed village in the Galilee.

Adalah, a legal centre for Palestinians in Israel, has written to Israel's chief law officer, threatening to appeal against the decision to the Supreme Court unless it is reversed. >>>

 


 

On 69th anniversary, PLO remembers 'heartbreaking' Deir Yassin massacre -  The Palestine Liberation Organization (PLO) marked on Sunday the 69th anniversary of the Deir Yassin massacre, when at least 100 Palestinians were killed by Zionist militias in the Jerusalem-area village of Deir Yassin in 1948.

PLO Executive Committee member Hanan Ashrawi mourned the “heartbreaking tragedy” in which “more than one hundred innocent men, women and children...were brutally murdered by armed members of Zionist terrorist organizations.”

Deir Yassin has long been a symbol of Israeli violence for Palestinians because of the particularly gruesome nature of the slaughter, which targeted men, women, children, and the elderly in the small village west of Jerusalem.

The number of victims is generally believed to be around 107, though figures given at the time reached up to 254, out of a village that numbered around 600 at the time.

The massacre left more than 50 young children orphaned, Ashrawi noted, adding that the deadly attack was part of a broader plan in 1948 to expulse Palestinians from their homes “with the deliberate intent of establishing the State of Israel on Palestinian soil.” >>>

 

 

Die NAKBA - Erinnerung an 68 Jahre Flucht und Vertreibung - Im Laufe der Geschichte hat der errungene Frieden immer wieder dazu geführt, dass die Konfliktparteien sich mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Diese notwendige und moralische Entscheidung, sowohl das historische Unrecht zu akzeptieren als auch die Realität der Gegenwart, ist der Schlüssel zur Versöhnung und friedlichen Koexistenz.

Deutschland ist ein Land, das solche mutigen Schritte bereits in der Vergangenheit getan hat und daher diesen Prozess sehr gut kennt. So ist dies beispielsweise auch in Nordirland, Südafrika oder im heutigen Kanada geschehen. Der einzige Weg, sich nach vorn zu bewegen, erfordert auch die Auseinandersetzung mit den Ungerechtigkeiten der Vergangenheit. Historische Fakten dürfen nicht missachtet oder verleugnet werden. Verantwortliches politisches Handeln kann diese unmittelbare Vergangenheit nicht ausblenden. >>>

 

25. 11. 2014 - „Die Nakba ist auch Israels Geschichte“ - Von Lea Frehse, Christoph DinkelakerundTobias Pietsch  - Eitan Bronstein und seine Organisation „Zochrot“ werben unter jüdischen Israelis für die Aufarbeitung der „Nakba“. Ein Interview über Schrecken der Vergangenheit, Schläge gegen Linke und die iNakba-App.

Eitan Bronstein, Jahrgang 1960, wanderte als Kind mit seiner Familie aus Argentinien nach Israel ein und wuchs in einem Kibbutz auf. In den 1980er Jahren verweigerte er wiederholt den Reservedienst an der Waffe. 2001 gründete er die Organisation Zochrot, die sich für die Anerkennung der „Nakba“, also der Verbrechen gegen und Vertreibung der Palästinenser innerhalb der jüdisch-israelischen Gesellschaft einsetzt. Anfang November sprach Bronstein auf Einladung der Mediziner-Organisation IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. in Berlin. Zum Interview mit Alsharq kam der charismatische Aktivist natürlich mit seinem iPhone – inklusive iNakba-App.

Alsharq: Herr Bronstein, Zochrot gilt in Israel als radikal links. Wofür setzen Sie sich ein?


Eitan Bronstein: Zochrot zielt darauf ab, unter israelischen Juden ein Bewusstsein für die Nakba zu schaffen. Denn in Israel lernt man normalerweise nichts über die Nakba [arab. „Katastrophe“] und auch mir hat in der Schule nie irgendjemand von der Vertreibung der Palästinenser erzählt. Im Allgemeinen wissen Israelis, dass es hier vor 1948 Araber gab. Aber es wird so dargestellt, dass sie eben den Krieg verloren haben und Punkt. Heute weiß ich: Die Nakba war die aktive Vertreibung der Palästinenser, mehrheitlich Zivilisten, durch bewaffnete Einheiten und anschließend die aktive Verhinderung ihrer Rückkehr. >>>

Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 1
Ursprünge des Zionismus  - Von Alan Schink Spricht oder schreibt man über Terrorismus sind in der Regel islamistisch motivierte Gewalttaten gemeint, wobei die zionistisch-terroristische Vergangenheit vieler Offizieller in Israel in der Regel selten zur Sprache kommt. Alan Schink will dieser Betrachtungsweise entgegenwirken – in einer dreiteiligen Serie über den friedlichen Ursprung des Zionismus und die Geschichte zionistischer Untergrundbewegungen der 30er, 40er und 50er Jahre. Ohne deren Gewalttaten würde der israelische Staat nicht existieren, und sie prägen seine Politik bis in die Gegenwart >>>

Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 2
Die Geburtsstunde des Terrors - Von Alan Schink - Wer palästinensischen Terroristen vorwirft, die israelische Bevölkerung zu “terrorisieren” und damit die Bombardements palästinensischer Städte durch israelische Streitkräfte zu verteidigen sucht, muss auf einem Auge blind sein. Denn was heute der Hamas vorgeworfen wird, nämlich ihre Ziele mittels terroristischer Aktivitäten erreichen zu wollen, war in den 40er Jahren für spätere israelische Politiker und Ministerpräsidenten charakteristisch und führte zur Gründung des souveränen Staates Israel. >>>

Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 3 - Die „Post-Terror“-Ära -  Alan Schink - Nachdem prozionistische Untergrundbewegungen wie die Irgun oder die Lehi mit ihren Terroraktionen gegen die britischen Besatzer, aber auch gegen Teile der Zivilbevölkerung ihr Ziel, die Etablierung eines souveränen jüdischen Staates, erreicht hatten, war das Konfliktpotential zwischen Arabern und Juden keineswegs gebannt. Nicht nur, dass sich nun die staatenlosen Palästinenser hintergangen fühlten - die nahezu nahtlose Übernahme der radikalzionistischen Gruppierungen in den neuen israelischen Verwaltungs- und Sicherheitsapparaten hat in der Politik des kleinen Staates Spuren hinterlassen, die bis in die Gegenwart hinein sichtbar sind.


Geschichte von unten: Das Nakba Archiv in Beirut - Gefunden beim IPK - Obwohl bei der Geschichtsschreibung zu den Ereignissen von 1948 in Palästina ein wachsendes Interesse an dem Narrativ der bislang Marginalisierten - den Bauern, Frauen, Flüchtlingen, dem städtischen Proletariat, den Beduinen etc. - zu verzeichnen ist, gibt es doch immer noch vergleichsweise wenig Material, das die Ereignisse aus der Perspektive der nichtprivilegierten Mehrheit der palästinensischen Gesellschaft dokumentiert. >>>

Nakba Archive - home page
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DIE PALÄSTINENSISCHE FLÜCHTLINGSSITUATION AM BEISPIEL JORDANIEN
Elhakam Sukhni

(pdf - 26 Seiten) Laut Angaben der UNHCR (United Nations High Comissioner for Refugees) existieren weltweit über 26 Mio. Flüchtlinge, von denen die palästinensischen Flüchtlinge sowohl die größte Gruppe außerhalb ihres Heimatlands lebender Flüchtlinge ausmachen (4,7 Mio), als auch zu den am längsten im Exil lebenden zählen (sechs Dekaden).1 Mehr als die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge leben heute in Jordanien, während sich ca. 37,7% in den „besetzten Gebieten“ (West Bank und im Gaza Streifen), jeweils 15% in Syrien und Libanon und 260.000 in Israel selbst befinden.2 Ohne die palästinensische Flüchtlingslage geklärt zu haben, so scheint es, könne der Nahost-Konflikt nicht gelöst werden und der Frieden im Nahen Osten nicht gewährleistet sein. Doch wer trägt die Verantwortung für diese Flüchtlinge? Sind es die Araber, die ihre „arabischen Brüder“ in ihre Staaten assimilieren müssen, wie es die Meinung der israelischen Rechten ist, oder ist es der Staat Israel selbst, der den im Krieg vertriebenen Palästinensern eine Rückkehr in ihre Gebiete schuldig ist.>>>

Der große israelische Bücherraub -  Max Ajl - Ich sah mich nach mehr Information über  den Bücherraub um, der während der Nakbah stattfand und fand schnell einen Aufsatz, der ursprünglich in Yitzhak Laors hebräischer antizionistischer Vierteljahreszeitschrift  Mitaam war: eine Zeitschrift für  radikale Gedanken. Gish Amit schrieb darin, und Rebecca Gilis übersetzte es aus dem Hebräischen. Ideologie mag den Konflikt nicht lösen, und die Palästinenser können oder können nicht bereit sein, den historischen Kompromiss von 1987  vergelten. Aber ohne die Nakba in den Mittelpunkt der Analyse zu setzen , als Anfang für die Beurteilung  so sind es die Israelis,  die aussehen, als hätten sie Land für Frieden gegeben, wobei es 1987 tatsächlich die Palästinenser waren, die damit einverstanden waren, Land für Frieden zu geben. Auf Wiedersehen meine Bücher! Lebt wohl im Haus der Weisheit, im Tempel der Philosophie, im wissenschaftlichen Institut, in der literarischen Akademie. Wie viel Öl verbrannte ich mit euch  um Mitternacht, während ich in der Stille der Nacht las und schrieb, während die anderen schliefen … lebt wohl meine Bücher .. Ich weiß nicht, was aus euch geworden ist, nachdem wir das Haus verlassen haben: wurdet ihr geplündert? Verbrannt?  Wurdet ihr  mit entsprechender Achtung in eine öffentliche oder private Bibliothek gebracht? Oder seid ihr beim Kaufmann gelandet, der Zwiebeln in eure Seiten  einpackt? Als Khalil al-Sakakini, ein berühmter Pädagoge und christlich arabischer Autor am 30. April 1948 aus seinem Haus in Jerusalem- Katamon floh, einen Tag nach der Besetzung des Stadtteils durch die Hagana, ließ er nicht nur sein Haus mit Möbeln, einem Flügel, den elektrischen Kühlschrank, einen Schrank  mit alkoholischen Getränken und die Nargila (Wasserpfeife) , sondern auch seine Bücher zurück. Wie andere dachte er, er käme bald wieder zurück. 19 Jahre später – im Sommer 1967 besuchte Sakakinis Tochter  mit ihrer Schwester die jüdische National- und Universitätsbibliothek und entdeckte dort die Bücher ihres Vaters mit  seinen Randnotizen. Was wurde aus Sakakinis Büchern, die für Ärzte und Regierungsbeamte von Nutzen waren? Wie kamen sie von seinem Haus westlich der Altstadt, nicht weit von ihren Stadtmauern in die Regale der zionistischen Nationalbibliothek?  Was geschah mit den Büchern von Hunderttausenden palästinensischer Flüchtlinge, die während des Krieges von 1948 flohen? Was wurde aus der palästinensischen Kultur? >>>
 

Israelischer Rabbi ruft zur ethnischen Säuberung von Nichtjuden auf - Yona Metzger, Oberrabiner der Aschkenazim in Israel, rief in einem Interview mit dem British Weekly am Montag dazu auf Millionen Palästinenser in die Wüste Sinai zu vertreiben. „Bring all die armen Menschen aus Gaza in ein wundervolles modernes Land mit Zügen, Bussen und Autos, wie in Arizona in Amerika. Das wird eine Lösung für die armen Menschen sein.“ >>>
(...)  Einige Wochen zuvor bezeichnete der israelische Rabbiner David Batsri Araber als „Esel“, die vom Allmächtigen in menschlicher Gestalt geschaffen wurden, um zu arbeiten und bestimmte Aufgaben auszuführen.>>>

Gegen die Tabuisierung der Kriegsfolgen - Die neue israelische Zeitschrift «Sedek» beschäftigt sich mit der Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948. In Israel macht die Gruppe Parhessia, die nach dem althebräischen Wort für Öffentlichkeit benannt ist, immer mehr von sich reden. Sie wurde vor zwei Jahren von israelischen Literaten, bildenden Künstlern und Pädagogen mit dem Ziel gegründet, in Israel eine neue zivile Sprache für den öffentlichen Bereich zu etablieren. So will man die ethnische, religiöse und soziale Komplexität der israelischen Gesellschaft kritisch durchleuchten.

Fortschreitende ethnische Säuberung - Victoria Buch - Die Bühne für die ethnische Säuberung der Palästinenser ist in den besetzten Gebieten vorbereitet worden und die ethnische Säuberung macht Fortschritte. Im Augenblick ist dies das wesentliche Projekt im Staat Israel. Für eine unparteiische Person mittlerer Intelligenz müsste eine Fahrt durch die besetzen Gebiete genügen, um diese Tatsache  schnell zu erkennen. Das jeweils wichtigste Mittel für die ethnische Säuberung war der Raub palästinensischen Bodens zusammen mit der Erweiterung der Siedlungen. Verschiedene Stadien des Annexionsprozesses  >>>

Nurit Peled-Elhanan über Kinder, Bildung, Rassismus und Mord - (...) Die Grausamkeit, die nicht in Worten auszudrücken ist, der ordnungsgemäße, erfinderische Missbrauch, den die besten jüdischen Gehirne zur Planung und Durchführung eingeführt haben, entspringt nicht von ungefähr. Sie sind die Frucht einer tiefgründigen und totalen Basiserziehung. Die Kinder in Israel werden innerhalb einer unnachgiebig rassistischen Weltanschauung erzogen. Die rassistische Weltanschauung stoppt nicht an den Checkpoints sondern regiert alle menschlichen Beziehungen in diesem Land. Die Kinder in Israel werden so erzogen, das Böse, das sie bestimmt sind, unmittelbar nach dem Ende ihrer Schulzeit auszuüben, als Notwendigkeit in der Realität zu sehen, in der sie berufen sind, ihre Rollen auszufüllen >>>

Die Hebron-Taktik - Amira Hass - Etwa 25 Minuten benahmen sie sich wie die Herren des Landes. Ein Mann, dem später ein jüngerer folgte, kam von Mitzpeh Yair, einer der illegalen Außenposten in den südlichen Hebroner Bergen und hinderte ein UN-Jeep an der Weiterfahrt. Anordnungen der UN verbieten in solchen Fällen das Verlassen des Fahrzeugs, um eine Eskalation   zu verhindern. So waren wir – drei Mitarbeiter von OCHA ( Koordinierung für menschliche Angelegenheiten) und zwei Journalisten von Haaretz gezwungen,  von innerhalb des Fahrzeugs zuzusehen, wie sie ihre Herrschaft über das Land demonstrierten. Der Ältere blockierte die Weiterfahrt des Fahrzeuges mit seinem Körper mitten auf der ungeteerten Piste Mit Handbewegungen machte er deutlich, man  solle den Motor ausschalten. Als dies nicht geschah, sprang er auf  die Kühlerhaube, dann auf das Dach und zurück auf die Kühlerhaube und schließlich legte er sich auf die Windschutzscheibe und spielte mit den Wischern und nahm sie ab. Der Fahrer fuhr langsam weiter, der Mann lehnte sich kräftig an die Windschutzscheibe bis sie brach. Glassplitter trafen ins Auge des Fahrers.

Aufruf - ICRR - Israeli Committee for Right of Residency

Seit März 2006 verweigern die israelischen Behörden Genehmigungen für temporäres Aufenthaltsrecht und Visa für ausländische Staatsbürger palästinensischer Herkunft, deren Aufenthaltsrecht in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) willkürlich entzogen wurde. Viele der von dieser Politik Betroffenen haben seit Jahren in den besetzten Gebieten gelebt, ohne eine permanente Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, obwohl ihr Lebenszentrum in den besetzten Gebieten ist, sie dort ihren Unterhalt bestreiten, sie mit palästinensischen Bürgern verheiratet sind, ihre Kinder in den besetzten Gebieten geboren wurden. Diese Menschen haben jahrelang mit Touristen-Visa in den besetzten Gebieten gelebt, die von der israelischen Regierung ausgestellt wurden; die Gültigkeitsdauer dieser Visa belief sich auf nur drei Monate. Sie mussten also alle drei Monate das Land verlassen, um das Touristenvisum zu erneuern. Wer es nicht schaffte, zur Erneuerung des Visums alle drei Monate auszureisen, lebte immer mit der Angst, ausgewiesen zu werden. Wer ausreiste, wusste nie, ob ihm die Wiedereinreise gestattet würde, da in den letzten Jahren die Anzahl derer, denen die Wiedereinreise verweigert wurde, stetig stieg. In letzter Zeit schickten die israelischen Behörden 105 Pässe mit dem Stempel "last permit" zurück, d.h. diese Visa sind nicht mehr verlängerbar. Die Halter dieser Pässe sind angehalten, das Land zu verlassen, ohne die Möglichkeit, je wieder zurückzukehren. mehr >>>>

Palästinensische Beduinen haben im Negev kein Zuhause mehr - Das israelische Innenministerium an die Zerstörung von mehr als 42.000 Wohneinheiten palästinensischer Beduinen in der Negev-Wüste angeordnet.

to understand the ongoing war of Israel, perheps you can help the statements of famous people in the israel. history till now. statements which are often unknown, but the declaration for expanandation. (Animation - pps Datei)

Zum Vergrößern Bild anklicken

Ohne Worte

Die Shabab von Marda - Die "Marda 5" kehren nach vier Monaten Haft in ihr Heimatdorf zurück und finden ein veränderte Umgebung vor.

Abed Allah Ahmad Imar - Azzun Atma: Jahrzehnte des Widerstands gegen Landbeschlagnahme und Siedlungen
Stimmen aus Palästina, The Grassroots Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign
Mar 13, 2005 -- Abed Allah ist mit der Verantwortung für den Schutz des Landes seiner Gemeinde und im Widerstand gegen die Siedlungen sechzig Jahre alt geworden. In Zusammenarbeit mit den Land Defense Committees kämpft Abed Allah seit den achtziger Jahren gegen die Beschlagnahme palästinensischen Landes durch die Besatzungsmacht. Diese hatte Mitte der achtziger Jahre 86 dunum (86000 qm) vom Land Abed Allahs Familie für den Bau der israelischen Siedlung Sha'are Tiqva beschlagnahmt. Im letzten Jahr hat das Dorf Azzun durch den Bau der Apartheidmauer noch mehr Land verloren. Hier sein Bericht: [weiter]

Das israelische Siedlungsprojekt E1
Peter Schäfer 07.07.2005
Eine neue Siedlung könnte die Etablierung einen palästinensischen Staats untergraben
Israel plant, auf besetztem Gebiet im Osten Jerusalems eine neue Siedlung für 50.000 Einwohner zu bauen. Damit wird Jerusalem von seinem palästinensischen Hinterland abgeschnitten und das Versprechen eines palästinensischen Staates wohl unerfüllbar.

.. Auf Afrikaans, der Sprache der holländischen Siedler in Südafrika, bedeutet „Apartheid“ „Trennung“, „getrennt halten“. Die Apartheidpolitik war theoretisch davon bestimmt, die Rassen getrennt zu halten, aber in der Praxis diente sie dazu, die Schwarzen aller ihrer Rechte zu berauben. Bei der Ausführung dieser Politik hielt das rassistische Regime den größten Teil der schwarzen Bevölkerung in Reservaten, wo ihnen eine Scheinautonomie gegeben wurde. Solch eine Enklave wurde offiziell Bantu-Homeland genannt, nach dem schwarzen Bantuvolk in Südafrika. So entstand der ekelhafte Name „Bantustan“.

 Man kann leicht Ähnlichkeiten zwischen den Bantustans und den Enklaven feststellen, in die Ariel Sharon die Palästinenser im Laufe seiner „einseitigen Schritte“ einzusperren beabsichtigt. Die durch die Westbank laufende Route der „Trennungsbarriere“ schafft einige Dutzend größere und kleine palästinensische Bantustans. Deshalb mag die Mauer sehr wohl Apartheid-Mauer genannt werden, da ja Trennung und Apartheid fast dasselbe bedeuten.

 Die Wirklichkeit in den besetzten palästinensischen Gebieten ist in vielen Hinsichten der Realität des Apartheidregimes ähnlich. Da gibt es (gute) Autobahnen (nur) für Siedler und Soldaten und andere ( schlechte) Straßen für die Palästinenser; die Kontrollpunkte und Straßensperren, wo Palästinenser aufgehalten werden, während Israelis frei passieren können, passen in dieses Bild..... mehr >>>

Du sollst nicht wohnen

Um die Zerstörung der Städte während der Kriegshandlungen im ehemaligen Jugoslawien zu beschreiben, hat der Architekt Bogdan Bogdanovich den Begriff "Urbanizid" geprägt. Was in Palästina auffällt, ist die Gewalt gegen das Land, gegen das Territorium. Ruinen, so weit das Auge reicht, verwüstete Hügel, abgeholzte Bäume. Zerfetzte Landschaften. Offenbar gezielt unkenntlich gemacht, nicht nur durch Krieg und Bomben und die Spur der Panzer, sondern sorgfältig und mit Fleiß. Eine Gewalt nach Planquadraten.
Längst haben Beton und Asphalt diese Kulturlandschaft verschandelt, die zu den schönsten der Welt gehörte. Die Hügel sind zerschnitten durch "Umgehungsstraßen", die den sicheren Zugang zu den israelischen Siedlungen gewährleisten sollen; rechts und links dieser Trassen wurden Häuser abgerissen, Olivenhaine abgeholzt, Orangenplantagen zerstört, nur um das Sichtfeld zu verbessern. Nun erstreckt sich hier ein Niemandsland, von Wachtürmen überragt. Und die Planierraupen am Straßenrand erscheinen plötzlich so kriegswichtig wie die Panzer. Nie zuvor ist mir eine einfache Baumaschine derart als Symbol eines umfassenden Zerstörungswillens vorgekommen. Die Brutalität der Planierraupen.
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Gesellschaft für bedrohte Völker- 50 Jahre Israel - 50 Jahre Palästinensisches Flüchtlingsdasein

Fremde seit 50 Jahren - Seit mehr als 50 Jahren leben palästinensische Flüchtlinge außerhalb ihrer Heimat. Von den rund 750.000 Palästinensern die 1948 während des ersten Arabisch-Israelischen Krieges aus ihrer Heimat flohen oder vertrieben wurden...

Palästinenser aus ihren Farmen ausgesperrt

Von Lawrence Smallman für Al-Jazeerah

12. Juli 2005

 

Israelische Besatzungskräfte hinderten Palästinenser daran, Tore der Grenzabsperrung zu passieren, um auf ihren Bauernhöfen zu arbeiten, berichtete ein Aktivist für Menschenrechte.

 

Khalid Yassin aus dem Ramallah-Menschenrechtszentrum äußerte am Dienstag gegenüber Al-Jazeerah, dass seit Schließung des Tores 46 am 04. Juli die Bauern aus dem Westbankdorf Mas’ha von ihren Anwesen quasi verbannt worden sind.

 

„Der Zugang war immer schwierig – israelische Soldaten erlaubten den Zutritt nur einige Male pro Tag. Aber nun haben die Besatzungskräfte das Tor für immer verschlossen, obwohl das Vieh auf die Weiden müsste, und man sich um die Ernten kümmern sollte. Eine Olivenernte im November und Dezember wird unmöglich sein“, meinte Yassin.

 

Keinerlei Zugang

 

Yassin fügte hinzu, dass weitere Tore, wie etwa das Tor 45, mehr als 1 1/2 Jahre lang geschlossen waren, und dass die Bauern keinen realisierbaren Zugriff auf ihr eigenes Land gehabt hätten oder irgendjemanden hätten informieren können, der auf der anderen Seite der Mauer Zugang gehabt hätte.

 

„Soldaten sagten den Leuten aus Mas’ha, sie sollten Tor 48 benutzen – das bedeutet 11 km Fußmarsch! Ist es zumutbar, von Bauern zu erwarten, dass sie täglich 44 km laufen, nur um auf ihre eigenen Anwesen jenseits der Mauer zu gelangen? Wie dem auch sei, sie werden nicht die richtigen Passierscheine haben, um durch Tor 48 zu gehen – und werden fast keine Chance haben, sich einen zu beschaffen“, schloss Yassin.

 

Antwort dauert

 

Aljazeera.net kontaktierte Israels Bezirksorganisationsamt in Qalqilya, die Zivilverwaltung und einen Sprecher der israelischen Besatzungskräfte, um eine Erklärung für die Schließung von Tor 46 zu erhalten.

 

Niemand konnte unmittelbar darauf antworten.

 

Die Trennmauer wurde im September 2003 durch das palästinensische Dorf Mas’ha gebaut.

 

Die Wohn- und Gewerbegebiete landeten auf einer Seite, 92 % (oder 5700 Dunams, wobei 1 Dunam = 1000 m² sind) Ackerland auf der anderen.

 

13.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahou

Flüchtlinge

57. Jahrestag der Katastrophe 'Al Nakba'.
Im Mai 1948 zwingen israelische Truppen die Palästinenser dazu, ihre Dörfer und Städte zu verlassen. - (PMC, 14.05.05).

Ein Kernproblem des israelisch-palästinensischen Konflikts liegt in der bis heute ungelösten Flüchtlingsfrage. Weltweit gibt es inzwischen mehr als 5 Millionen palästinensischer Flüchtlinge, dies entspricht 18% aller Flüchtlinge überhaupt.

Palästinensische Flüchtlingslager:

Land

Offizielle Lager

Registrierte Flüchtlinge

 
 
 

Jordanien

10

1.708.507

Libanon

12

390.498

Syrien

10

407.742

Westbank

19

647.919

Gazastreifen

8

901.092

 

 

 

Gesamt

59

4.055.758

Quelle und mehr >>>

 

Zu Israels 60. Jahrestag der Unabhängigkeit, israelischer Verbrechen und Boykott - Michael Warschawski - Auf der ganzen Welt feiert Israel das 60. Jubiläum seiner Geburt. Diese Gedenkveranstaltungen basieren auf einem doppelten Versäumnis, welches die Feiern in inakzeptabler Weise jeglicher ethischen Perspektive beraubt. >>>

… zu Massaker an Arabern während des 1948er Krieges
 Guy Ehrlich

Das einzige Massaker, das in israelischen Geschichtsbüchern auftaucht, ist das von Deir Yasin. Vielleicht weil die Verantwortung hier bei ETZEL lag. In verschiedenen israelischen Büchern und Zeitungsartikeln finden sich zwar Berichte zu mehreren Dutzend Fällen, diese sind allerdings recht oberflächlich. […]

 (Ariyeh) Yitzhaki Dozent war Dozent für Militärgeschichte und Militärtaktik innerhalb der Offiziersausbildung der israelischen Armee. In den späten 60er Jahren leitete er die israelischen Militärarchive im Rahmen seines Dienstes in der Geschichtsabteilung der Armee. Er sammelte sämtliche Aussagen und Dokumente zum Thema, die er finden konnte, und wartete auf den richtigen Moment, um sie zu veröffentlichen. ‚Dieser Zeitpunkt ist nach einer Generation jetzt gekommen‘, sagte er. ‚Wir können nun diesen unendlichen Lügen, mit den wir aufgewachsen sind, ein Ende bereiten. In nahezu jedem arabischen Dorf, das während des Unabhängigkeitskriegs besetzt wurde, wurden Kriegsverbrechen begangen: Mord, Massaker, Vergewaltigungen. Ich glaube, dass letztendlich diese Dinge ans Tageslicht kommen werden. Die Frage ist, wie wir damit leben können.‘

Yitzhaki zufolge wurden während des Unabhängigkeitskriegs mindestens 20 große Massaker (50 Ermordete pro Massaker) und über 100 kleine Massaker (an Individuen oder kleinen Gruppen) an Arabern verübt. Diese Massaker hatten, so Yitzhaki, einen direkten Einfluss auf die Fluchtwellen von Arabern aus dem Land. Für viele Israelis war es einfach, der falschen Erklärung Glauben zu schenken, die Araber würden auf Befehl ihrer Führer das Land verlassen. Das ist eine Lüge. Der Hauptgrund für die Fluchtbewegung lag in der Angst der Araber vor der israelischen Gewalt begründet, die durchaus reell war. In nahezu jedem Bericht in den israelischen Militärarchiven zur Besetzung arabischer Dörfer von Mai bis Juli 1948, dem Höhepunkt der Konfrontation mit arabischen Dorfbewohnern, finden sich Hinweise auf Massaker.

Der Geschichtsforscher Uri Milstein, der in Israel als Mythenentzauberer gefeiert wird, bestätigt nicht nur die Einschätzung Yitzhakis zum Umfang der Massaker, sondern geht sogar noch weiter. „Wenn Yitzhaki behauptet, dass es in fast jedem arabischen Dorf Morde gegeben hat, dann sage ich, dass bis zur Gründung Israels jede Kampfhandlung in einem Massaker an Arabern endete. Massaker an Arabern hat es zwar in allen israelischen Kriegen gegeben, ich allerdings hege keinen Zweifel daran, dass der Unabhängigkeitskrieg der dreckigste war.“ […]

Ha’ir, Tel Aviv, 06.05.1992.  Aus dem Hebräischen von Israel Shahak. Aus dem Englischen von Nora-Elise Beck.

Untold stories: Darwish Addassi - May 10, 2007 - Darwish Addassi wishes his fellow Americans could spend a day in his shoes. Maybe then they would know what it feels like to be a refugee. The 72-year-old still remembers the day he was expelled from his home 59 years ago.

Hier ist auf einer Karte die Vertreibung nachzuvollziehen.

FAQ on the Nakba - The Nakba and Palestinian refugees today

1. What is the Nakba-
2. Why does the Nakba matter today-
3. Who are the Palestinian refugees-
4. How many Palestinian refugees are there-
5. Where do the Palestinians live today-
6. Do Palestinian refugees have a right to return to their homes-
7. What have leading Israeli figures said about the Nakba-
8. Where can I learn more-

Palestine Remembered, al-Nakba 1948- פלשתינה-فلسطين في الذاكرة

2006 - Zum 58.Jahrestag der palästinensischen Katastrophe - al Nakba
 Jedes Jahr wird der 14.Mai 1948 von Israelis als Freudentag ihrer Staatsgründung gefeiert. Für Palästinenser aber bedeutete die Umwandlung eines mehrheitlich arabischen Landes in einen mehrheitlich jüdischen Staat "die Katastrophe": al Nakba.. mehr..



 Israelische Neue Historiker wie Ilan Pappe sprechen von ethnischer Säuberung, denn von insgesamt etwa 900.000 im zukünftigen Staat Israel lebenden Palästinensern verloren damals 750.000 durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat, über 400 ihrer Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, Gesetze enteigneten die "abwesenden" Palästinenser und machen sie, bis heute, mit über 5 Millionen Flüchtlingen zur weltweit größten Flüchtlingspopulation, denen Israel ihr, gemäß Völkerrecht und UNO-Resolution 194 bestätigtes, Rückkehrrecht verweigert.

 

Vor 1948 besaßen oder kontrollierten die Palästinenser über 90 Prozent des Landes im ehemaligen Mandatsgebiet Palästina. Heute, nach Fertigstellung des geplanten Grenzwalls und der israelischen Annexion des Jordan-Tals, des Großraums Jerusalem, sowie größerer

Siedlungsblöcke, bleiben den Palästinensern etwa 12 Prozent des ehemaligen Mandatsgebiet Palästina, in 4 voneinander getrennten Kantonen, deren Grenzen, Wasser und Luftraum von Israel kontrolliert werden. Das ist die Homeland-Politik der südafrikanischen Apartheid Regierungen, aber keine "Zwei-Staaten-Lösung".

 

Bei Südafrika half die Weltgemeinschaft durch Boykotte und Sanktionen zum Ende der Apartheid beizutragen. In Israel/Palästina haben die Palästinenser dasselbe Anrecht auf einen gemeinsamen Staat mit gleichen Rechten für all seine Bürger und Flüchtlinge. Damit der 14.Mai ein gemeinsamer Freudentag wird.

 
Weitere Infos:
http://www.palestineremembered.com

Sonntag, 30. April 2006 -  Sabine Matthes, München Quelle

Dezember 2010 - Eine neue Weihnachtsgeschichte: Bethlehem unter Besatzung - Brief an die Medien, Dezember 2010  von der PLO – Verhandlungsabteilung -  „Bethlehem von Jerusalem  und dem Rest der Welt zu trennen, wird keinen Frieden bringen“  ( Kath.Patriarch Fouad Twal) - Auf viele Weisen ist Bethlehem der Inbegriff einer palästinensischen Stadt unter Besatzung geworden: seine Bevölkerung ist täglich mit Schikanen konfrontiert. Seine historische Landschaft wird durch die Ausdehnung illegaler Siedlungen  und  die Mauer, dies sich  tief mitten durch das Land schlängelt,  verschandelt, und trennt es von seinen alten politischen, sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Verbindungen nach Jerusalem und dem Rest der Westbank. Seine wirtschaftlichen Aussichten werden mit jedem Jahr schwieriger. Für die in Bethlehem und seiner Umgebung lebenden Palästinenser wird jedes Weihnachten weniger ein Grund zum Feiern, als ein Grund über die immense Tragödie nachzudenken, die über die heilige Stadt gekommen ist, die die Heimat einer der ältesten christlichen Gemeinden auf der Erde ist. Fakt: Die israelische Besatzung hat dramatisch die palästinensische Bewegungsfreiheit und den Zugang zu den Kirchen im Heiligen Land eingeschränkt. Nachdem die Mauer im nördlichen Teil der Stadt fertig gestellt wurde, sind Bethlehem und Jerusalem völlig von einander getrennt. Der Regierungsbezirk und die Stadt unter Besatzung - Weder der Bethlehemer Bezirk, noch die Stadt werden von der zerstörerischen Auswirkung der Besatzung  und  der unaufhaltsamen Kolonisierung  palästinensischen Landes verschont. Es werden Fakten vor Ort geschaffen, die eine Zwei-Staatenlösung unmöglich machen. Israel fährt mit seiner >>>

Regelungen „Königreich der Siedlungen"- #Amira Hass  >>>

61 years of Nakba, 418 Palestinian villages destroyed


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Das Jahr 1948 im palästinensischen Kollektiv: Die „Nakba“ (Katastrophe) - von Samira Mazouz-Eikenberg  - Nicht nur realpolitische Fragen, sondern auch das Thema der „Erinnerung“ spielt im israelisch-palästinensischen Konflikt eine bedeutende Rolle. Die Geschehnisse des Jahres 1948 sind entscheidend in diesem Kontext, insbesondere da hier eine entgegengesetzte Wahrnehmung auf israelischer und arabisch-palästinensischer Seite festzustellen ist. Während aus israelischer Sicht von „Unabhängigkeitskrieg“ oder „Befreiungskrieg“ und von der Proklamation des Staates Israel die Rede ist, wird derselbe Zeitraum aus palästinensischer Sicht mit dem Verlust Palästinas und mit der Vertreibung und Flucht Hunderttausender Palästinenser aus ihrer Heimat, mit dem Begriff „Nakba“, das heißt „Katastrophe“ oder „Schicksalsschlag“ assoziiert. Die palästinensische Gesellschaft, wie sie vor 1948 bestanden hatte, wurde grundlegend verändert. Von den ehemals 1,4 Millionen arabischen Einwohnern des Mandatgebiets Palästina waren rund 700.000 bis 760.000 geflohen oder vertrieben worden.[2] Palästinenser leben fortan über die gesamte Welt verstreut in Europa, den USA, Kanada, vor allem aber in den arabischen Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Syrien und Ägypten, im Gaza-Streifen, der 1950 unter ägyptische Militärverwaltung gestellt wurde, ferner in der 1948 von Jordanien besetzten „Westbank“ und als arabische Minderheit in Israel. Die geographisch zerstreute palästinensische Gesellschaft hatte keine Führung, verfügte über keinerlei gemeinsame institutionelle Basis oder politische Repräsentation. Palästina als politische Einheit existierte nicht mehr, statt dessen waren zwei neue Staaten entstanden, Israel und das Haschemitische Königreich Jordanien[3]. 1948 konstituiert damit die zentrale Zäsur in der palästinensischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und wird als die letztlich prägende Erfahrung für alle Palästinenser verstanden, nicht nur individuell, sondern auch in ihrem kollektiven Bewusstsein. mehr >>>

Feierliche Erklärung zum 58. Jahrestag der Staatsgründung Israels - Günter Schenk - Am 14 Mai wird von Menschen in- und außerhalb Israels der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 und seiner Aufnahme in die Völkergemeinschaft gedacht. Mit der Anerkennung hatte der junge Staat die Erfüllung einiger Verpflichtungen gegenüber der einheimischen Bevölkerung, dem Recht auf Rückkehr der infolge der Gründungswirren vertriebenen palästinensischen Flüchtlinge übernommen.

Seit nunmehr 58 Jahren ist Israel zu einer geachteten Militärmacht aufgestiegen, hat eine leistungsfähige Wirtschaft aufgebaut, hat jedoch keine dieser 1948 übernommenen Verpflichtungen erfüllt. Die Gleichheitsrechte der im Lande verbliebenen Palästinenser wurden nicht in vollem Maße umgesetzt, die Rückkehr der Vertriebenen wurde nicht einmal ansatzweise ins Auge gefasst, sondern vielmehr generell ausgeschlossen, neue Landaneignungen nach Staatsgründung bis heute sind an der Tagesordnung, die Rechte der Bevölkerung in militärisch nach 1948 besetzten Gebieten wird mit Füßen getreten, zahlreiche Ermordungen, Einkerkerungen, Erniedrigungen haben bei den Palästinensern zu einem Zustand zwischen Lethargie und sinnloser Gewalt geführt. Die Lebensbedingungen in den besetzten Gebieten können im besten Fall als Überlebensbedingungen bezeichnet werden. die Bewegungsfreiheit von Palästinensern wird auf unerträgliche Weise eingeschränkt, ja, die Entwicklung hin zu einer lebensfähigen staatlichen Einheit der Palästinenser wird durch immer neu geschaffene Tatsachen dauerhaft unmöglich gemacht. Die Rückkehr der Vertriebenen wurde nicht nur niemals ins Auge gefasst, sondern durch zahlreiche öffentliche Erklärung aller Regierenden Israels ausgeschlossen mehr >>>

Palestinians flee from the Mediterranean coastal city of Jaffa in 1948. (UNRWA)

Palestinians flee from the Mediterranean coastal city of Jaffa in 1948. (UNRWA)

Wussten Sie schon, dass...

  • es 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge weltweit gibt?

  • die palästinensischen Flüchtlinge 18% aller Flüchtlinge auf dieser Erde ausmachen?

  • diese Menschen zum Teil seit mehr als 50 Jahren, seit der Staatsgründung Israels also, ein Flüchtlingsdasein führen?

  • ein Drittel dieser Flüchtlinge nach wie vor in Lagern lebt? mehr...

  • Rückschau:  Von der zionistischen Besiedelung bis zur Staatsgründung Israels - Zur Entstehungsgeschichte des Nahostkonfliktes Ludwig Watzal

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