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Nakba

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Begleitkatalog zur Wanderausstellung
 "
Die Nakba
 Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
32 Seiten, Preis: 3€ + Versandkosten  

 

 


Die Nakba - Al Nakba - Die ethnische Säuberung Palästinas
 

Tag der Nakba 2015
 


16. 5. 2015

15.5.: Al Nakba - Fritz Edlinger - Der 15.5. ist für das Palästinensische Volk ein besonderer Tag der Trauer und der Erinnerung. Er ist der Tag der „Al Nakba“ (die Katastrophe), an dem der Vertreibung von 750.000 Palästinenserinnen und Palästinensern aus ihrer Heimat gedacht wird. Infolge der am 14.5.1948 erfolgten Gründung des Staates Israel haben bis zu den offiziellen Waffenstillständen mit den einzelnen arabischen Staaten zwischen Jänner und Juli 1949 mehr als 80% der im ehemaligen Mandatsgebiet lebenden PalästinenserInnen ihre Heimat verloren. Sie wurden von der israelischen Armee vertrieben bzw. sind vor dieser geflohen und wurden danach gewaltsam an der Rückkehr in ihre Heimat gehindert. Sie müssen bis heute großteils als Flüchtlinge leben.

Die folgende Dokumentation der UNRWA ist eine einzigartige historische Dokumentation. Sie beschreibt das bis heute nicht beseitigte Leiden des Palästinensischen Volkes. http://www.unrwa.org/galleries/photos/%E2%80%98-long-journey-palestine-refugees-chronology-palestinian-displacement-and . Sie auch UNRWA-Archiv: http://archive.unrwa.org/ .

Ölgemälde von Sandra Watfa zum vergrößern anklicken
 

‘THE LONG JOURNEY OF PALESTINE REFUGEES: A CHRONOLOGY OF PALESTINIAN DISPLACEMENT AND DISPOSSESSION’ - 15 May 2015 - Palestine refugees have been on an epic journey since their catastrophic displacement in 1948 and remain, today, a scattered people, further displaced by conflict, blockaded and living under occupation, marginalized by national legislations, deprived of rights and fervently longing for a resolution of their exile and dispossession. UNRWA, the UN Agency created to bring human development and emergency assistance to Palestine refugees, has been with these Palestinians every step of the way. UNRWA photographers have chronicled the Palestine refugee experience since it started operations in 1950. This photo essay is a snapshot of the extensive UNRWA exhibition of archival photographs inaugurated in November 2013 in Jerusalem entitled, ‘The Long Journey of Palestine Refugees’. The images are drawn from the magnificent and extensive UNRWA archive which was inscribed in the UNESCO Memory of the World Register in 2009, recognizing its historical value. The archives can be accessed at http://archive.unrwa.org/ .

The photo essay tells the visual story of a protracted refugee crisis - one of the longest lasting cases of forced migration in modern history. In the words of UNRWA Commissioner-General Pierre Krähenbühl, Palestine refugees need more than just aid; they need a just solution.
http://www.unrwa.org/galleries/photos/%E2%80%98-long-journey-palestine-refugees-chronology-palestinian-displacement-and

 


Warum wir der Vertreibung der Palästinenser gedenken müssen - Demonstration im Gedenken an die Nakba - Ein Beitrag des linken Polit-Rappers Kaveh - Die israelische Bevölkerung hat Netanjahu wiedergewählt. Es ist mittlerweile seine 4. Amtszeit und das neue Kabinett hat nun ihre Arbeit begonnen. Der israelische Ministerpräsident ist ja schon bekannt für seine rassistischen Äußerungen, seine Kriegs- und Siedlungspolitik gegenüber den Palästinenser*innen und die Vernichtungsfantasien, die er gegenüber Iran hegt. Aber was ist mit dem Rest des Kabinetts?

Die Justizministerin Ajelet Schaked zitierte 2014 auf ihrer Facebook-Seite den Artikel des Journalisten Eliad Elitzur. Sie identifizierte sich in ihrem Post mit den Aussagen, dass Palästinenser*innen allesamt feindliche Kämpfer seien und dafür bluten müssten. „Dazu zählen nun auch die Mütter der Märtyrer (…) Sie sollten ihren Söhnen nachfolgen – nichts wäre gerechter. Sie müssen verschwinden, und ebenso die Häuser, in denen sie diese Schlangen großziehen. Andernfalls werden dort noch mehr kleine Schlangen großgezogen.“ Der Verteidigungsminister Moshe Jaalon sagte kürzlich völlig ungeniert, dass die Israelis im Libanon und Gaza Zivilisten und Kinder getötet haben und es in Zukunft im Falle von Anfeindungen auch weiterhin tun werden. Der Vize-Verteidigungsminister und Chef der Zivilverwaltung Eli Ben-Dahan ist der Meinung, dass “Palästinenser Tiere sind und keine Menschen. Sie haben kein Recht zu leben.“ Der Bildungsminister Naftali Bennett behauptet voller Stolz, dass er in seinem Leben “schon viele Araber getötet hat“ und dass das „kein Problem“ sei. Er bezeichnete Palästinenser*innen sogar als „Granatsplitter im Arsch“. Der israelische Journalist Gideon Levy schreibt zurecht, dass das neue Kabinett die Gedanken und Gefühle der Mehrheitsbevölkerung authentisch zum Ausdruck bringen.

Es wäre wohl nicht weit hergeholt die neue israelische Regierung als faschistisches Kabinett zu bezeichnen, weil sie nicht nur die Palästinenser*innen als minderwertig betrachtet, sondern auch weiterhin beabsichtigt durch immer mehr illegale Siedlungsbauten, die Palästinenser*innen von ihrem Land zu vertreiben, während sich der israelische Apartheidstaat allmählich in eine reine jüdische Kolonie verwandelt. Der israelische Historiker und Faschismusexperte Zeev Sternhell sprach letztes Jahr nicht ohne Grund von „faschistischen Zeichen“, die während des Gaza-Krieges in Israel ihren Höhepunkt erreicht hätten. >>>


 

Ismail Shammout - "The Road to Nowhere"
Bild zum vergrößern anklicken

 

Nakba 67: Honouring the resilience of Palestinian women  - 5Pillarz - On Nakba Day – when Palestinians commemorate their forced expulsion from their homeland – Interpal’s Yasmeen Khan reports on the heroic struggle of Palestinian women across the Middle East.

“A nation is not conquered until the hearts of its women are on the ground. Then it is finished no matter how brave its warriors or how strong their weapons.” - (Tsistsistas, Cheyenne)

Yesterday marked 67 years since the “Israeli Declaration of Independence,” which was followed by the expulsion of more than 750,000 Palestinians from their homes. It is for this reason that on 15th May, one day after Israel celebrates “Independence Day,” Palestinians mark the Nakba – their catastrophe. Nakba Day serves to commemorate the great injustice and displacement faced by those in 1948, but also as reminder that the catastrophe is ongoing, with more than 5 million registered Palestinian refugees struggling to survive in refugee camps across the occupied Palestinian territories, Lebanon, Jordan and Syria.

Palestinian women
- Within the daily struggles and resistance of Palestinian refugees are the stories and experiences of Palestinian women. Palestinian women face a “double burden,” as they not only suffer under occupation and exile but must also navigate gender discrimination and inequality (and often other forms of disadvantage). >>>

 


For Israeli media, even the memory of the Nakba poses a threat - A new study reveals that although Israeli newspapers present an array of views on the Nakba, the most common one sees it as nothing less than a threat that seeks to delegitimize Israel. - Oren Persico - A new study reveals that Israel’s mainstream media maintains the state’s official stance toward the Nakba, and “puts full responsibility on the tragedy that occurred in 1948 on the Palestinian leadership, thus purifying Israel from any responsibility for the outcome of the war on the Palestinian people.”

The study, conducted by Amal Jamal and Samah Basool and published earlier this year by the I’lam Media Center for Arab Palestinians in Israel, is based on the way Israel’s five main newspapers – Yedioth Ahronot, Ma’ariv, Israel Hayom, Haaretz and Hamodia – describe the Nakba (the Arabic word for “catastrophe,” which Palestinians use to describe the expulsion of over 750,000 Palestinians from their homes during the 1948 War). The researchers looked at how the newspaper articles refer to the Nakba during the period in which the term comes up most naturally – two weeks before Israel’s Independence Day, and two weeks after May 15, Nakba Day. The study took place between 2008-2012 in an attempt to understand the “patterns of perceptions of the Palestinian Nakba in the Israeli collective consciousness, as they are reflected in Israel’s media discourse.” >>>


 

15. 5. 2015

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67 Jahre ethnische Säuberung in Palästina - 67 Jahre Siedlerkolonialismus – und kein Ende - Palästinensische Gemeinde Deutschland e.V. (PGD) - www.falastin.de - pdf -

Collage zum vergrößern anklicken

Jahr für Jahr erinnert das palästinensische Volk am 15. Mai an seine Vertreibung aus seiner Heimat – an einen wahrlich beispiellosen Akt der ethnischen Säuberung im 20 Jahrhundert. Auf den Gräbern der Vertriebenen wurde der zionistische Staat Israel ausgerufen – ein Staat, der 1948 von der Weltgemeinschaft und insbesondere von Deutschland und Europa unter der Voraussetzung anerkannt wurde, dass neben ihm ein arabisch-palästinensischer Staat entsteht, dass alle Vertriebenen Palästinenser zurückkehren dürfen und für das Leid entschädigt werden. So sah und sieht es das internationale Recht vor, von dem wir täglich in den Medien und den Moralprediger in den Parlamenten lesen.

Das war vor genau 67 Jahren – aber weder das eine noch das andere ist bis heute realisiert und erfüllt worden. Im Gegenteil: Das Drama der ethnischen Säuberung und Einengung im historischen Palästina nimmt kein Ende. Und die Bundesregierung spricht nach wie vor von der Sicherheit Israels als Staatsräson
. Ein Affront für jeden mündigen, aufrichtigen und menschenrechtsbewussten Bundesbürger.

Der zionistische Staat und seine Führer haben sich, wie der größte Teil der Weltgemeinschaft, darauf verlassen und gehofft, dass die Spuren der Zeit auch im Gedächtnis des palästinensischen Volkes die Erinnerungen verblassen lassen. Aber es ist ganz anders: Nach 67 Jahren muss die gesamte Welt der wahren, der aktuellen Realität ins Auge sehen. Und diese Realität zeigt, dass das Festhalten am Rückkehrrecht, das Festhalten an der Erinnerung, das Festhalten an der palästinensisch-arabischen Identität auch in der heutigen Generation keineswegs aus dem Gedächtnis getilgt wurden.

Die angebliche Oase der Demokratie im Nahen Osten – Israel - verabschiedet rassistische Gesetzgebungen, um die palästinensische Minderheit in Israel an der Erinnerung an die eigene Katastrophe zu hindern. Sie verweigert den über 300.000 palästinensischen Flüchtlingen, die in Israel selbst leben und israelische Staatsbürger sind, das Recht auf Rückkehr in ihre eigenen Dörfer, die zum großen Teil noch nicht bebaut sind. Und verweigert den Bewohnern von immerhin 40 palästinensischen Dörfern in dem Staatsgebiet Israel die Anerkennung als Gemeinde und entzieht ihnen damit jegliche Grundversorgung. Das Ziel ist weiterhin die Vertreibung dieser Menschen aus ihren Ländereien, in denen sie seit Jahrhunderten leben. Diese „moderne“ ethnische Säuberung macht auch vor >>>


 

Raif Hussein - Die einen feiern - andere trauern  - Im Mai diesen Jahres sind genau 67 Jahre vergangen, seitdem die Welt stummer Zeuge des Beginns und bis heute andauernden Siedlerkolonialismus in Palästina, verbunden mit Entrechtung und Vertreibung des palästinensischen Volkes, geworden ist. In diesem Jahr feiert auch die Bundesrepublik Deutschland mit einem gigantischen und bundesweit angelegten Programm das 50-jährige Jubiläum zur Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Beziehungen Deutschlands zu einem Land, das auf den Gräbern der Ureinwohner nach deren Vertreibung errichtet wurde. Beziehungen Israels zu einem Land, das das schlimmste Verbrechen der Menschheit auf dem Gewissen hat.

Es ist in der Tat ehrenwert und bewundernswert zugleich, wenn ein Land sich seiner historischen Verantwortung nicht entzieht und für das, was es an Unrecht getan hat, gerade steht. Es ist aber fragwürdig und beschämend, wenn die Nachkommen der Täter über das
Verbrechen der Nachkommen der Opfer schweigen. Zumal die Nachkommen der Täter auf ihrer Fahne "nie wieder" eingraviert haben. Seit 67 Jahren üben die Nachkommen der Opfer, der Staat Israel, Verbrechen aus. Und seit 50 Jahren hält Deutschland, das Land der Täter, im Namen der Solidarität seine schützende Hand darüber.

Israel rückt unübersehbar immer mehr nach rechts. Die neue Justizministerin Ajelet Schaked hat öffentlich dazu aufgerufen, palästinensische Frauen und Mütter gezielt zu ermorden, damit sie keine "Terroristen" gebären können. Eine schier unglaubliche Vorstellung, wie die Bundesregierung diese Faschistin empfangen und mit ihr zusammenarbeiten wird. Die moralische Verantwortung Deutschlands für das Verbrechen der Nazis darf nicht bedeuten, dass Deutschland einen Unrechtsstaat bedingungslos unterstützt und eine blinde Solidarität jahrzehntelang aufrecht hält.

Nach 50 Jahren militärischer, finanzieller und politischer Unterstützung einer Besatzungsmacht, ist es an der Zeit, dass die deutsche politische Elite sich von dem selbst auferlegten Maulkorb befreit. Es ist an der Zeit, zu erkennen, dass die Sicherheit Israels nur dann garantiert werden kann, wenn der Staat Palästina frei existieren und das palästinensische Volk sein Selbstbestimmungsrecht ausüben kann. Das Ende der Besatzung wäre der Beginn einer Entspannungsrealität im historischen Palästina.  - Raif Hussein 13.5.2015

 


Presseerklärung -
67 Jahre Nakba - 67 Jahre Vertreibung - PGD Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. - 14.Mai 2015 - Die „Nakba“ ist für die Palästinenser die größte Tragödie in ihrer Geschichte. Übersetzt bedeutet das Wort so viel wie „Katastrophe“ oder „Unglück“ und erinnert an die Vertreibung hunderttausender Palästinenser nach der Gründung Israels.

Der 14. Mai 1948: Was die Israelis als Beginn der Geschichte des eigenen Staates feiern, bedeutet für die Palästinenser eine Katastrophe (Nakba). Nakba symbolisiert die gewaltsame Vertreibung der palästinensischen Zivilbevölkerung aus ihren Häusern, Dörfern und ihrem Land, ihre Enteignung, den Raub ihrer wirtschaftlichen und natürlichen Ressourcen, die Verdrängung oder Auslöschung ihrer Geschichte, die systematische Diskriminierung der im Gebiet des heutigen Israel verbliebenen Menschen.

Im Zuge der Staatsgründung Israels 1948 wurden drei Viertel der arabischen Bevölkerung Palästinas vertrieben. Mit Einschüchterungen, Massakern und Angriffen auf Dörfer und ZivilistInnen. In Deir Yassin trieben die militärischen Verbände der zionistischen Bewegung die einheimische arabische Bevölkerung systematisch aus ihren Dörfern. Mit einem Schlag wurden rund 800 000 Menschen entwurzelt. In den Jahren nach der Staatsgründung versuchte die zionistische Armee die Spuren der arabischen Gesellschaft weitestgehend auszulöschen. Über 500 Dörfer wurden zerstört, Straßen und Dorfnamen umbenannt und die Vertriebenen enteignet. Auch den Palästinensern, die als intern Vertriebene innerhalb der neuen israelischen Grenzen lebten, wurde der Zugang zu ihren Häusern und Dörfern verweigert. Die neuen Tatsachen wurden durch verschiedene Gesetze zementiert.

Zur Vertuschung der ethnischen Säuberung wurden verschiedene Mythen gebildet. Es hieß, die Palästinenser seien freiwillig gegangen oder von arabischen Nachbarstaaten zur Flucht aufgefordert worden. Auch der alte Mythos vom "Land ohne Volk für ein Volk ohne Land" oder der "Wüste, die zum Erblühen gebracht wurde", sollte helfen, die Vertreibung zu leugnen. Diese Behauptungen halten historischen Fakten nicht stand.

Immer noch sind die Folgen der Nakba unter den Palästinenser allgegenwärtig. Nach UN Angaben sind 43 Prozent der Palästinenser in den besetzten Gebieten Vertriebene. Im Gazastreifen sind es sogar Zweidrittel der Gesamtbevölkerung. Palästinensische Vertriebene leben auch massenhaft in Jordanien sowie in Flüchtlingslagern in Syrien und im Libanon. Im Libanon etwa müssen viele immer noch in Flüchtlingssiedlungen leben. Ihnen bleiben staatsbürgerliche Rechte oft verwehrt.

„Es ist bedauerlich, dass die Weltöffentlichkeit und besonders die Bundesregierung gegenüber diesem Unrecht schweigt und nicht das Recht auf menschenwürdige Behandlung und das legitime Recht auf Rückkehr der Palästinenser fordert",
beschreibt Suhail Abu Shammala, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. das Handeln der Bundesregierung und fordert von dieser „ihrer politischen Verantwortung gegenüber jedem Flüchtling gerecht zu werden und sich für ihre elementaren Menschen- und Bürgerrechte einzusetzen.“
 



Nakba: eine App setzt 1948 verschwundene palästinensische Dörfer wieder in der Landkarte ein
- Die NGO Zochrot, Tel Aviv, ist bemüht etwa 400 palästinenssiche Dörfer, die vor 66 von der Landkarte gelöscht wurden, über die app "iNakba, The invisible Land" ins historische Gedächtnis zurückzubringen. Das palästinensische Dorf Isdud verschwand 1948 von der Landkarte - heute das israelische Ashdod. Suffiriya in Galiläa wurde zu Zippori, Ramla zu Yesodot. Etwa 700.000 Palästinenser flüchteten damals oder wurden in den Konfrontationen mit Israel gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen.

Jedes Jahr am 15. Mai feiern die einen die Geburt des Staates Israel, den die andern mit der Nakba, der Tragödie, verbinden. An diesem Tag kommt es jedes Mal zu Zusammenstößen. Das Ziel von "Zochrot" ("erinnern") ist es, den Flüchtlingen im Ausland und den Palästinensern, die in Israel geblieben sind und die israeliche Staatsangehörigkeit erhalten haben, die Möglichkeit zu geben, die Verbindung zu ihrer Herkunft lebendig zu halten und gleichzeitig das Bewußtsein der (jüdischen) Israelis über die andere Seite der Medaille der Ereignisse von 1948 zu erweitern.

Die app, die zur Zeit nur für das iPhone zur Verfügung steht, gibt in drei Sprachen (araisch, hebräisch, englisch) Informationen und zeigt auf der Grundlage von Dokumenten aus der britischen Mandatszeit (1920-1948)  verschwundene palästinensische Dörfer auf der heutigen Landkarte. Die Benutzer können alte oder aktuelle Fotografien der Dörfer beifügen oder einfach ihre Geschichten mitteilen.

Das Thema der Rückkehr der 1948 vertriebenen Palästinenser, die nach einer Zählung der UNRWA inzwischen auf sieben Millionen angewachsen sind, ist weiterhin ein heißes Eisen in den Friedensverhandlungen, die sich seit dem Scheitern der letzten Bemühungen der US-Diplomatie an einem toten Punkt  befinden. Zochrot ist eine der ganz seltenen israelischen Organisationen, die das Rückkehrrecht entsprechend den Grenzen von 1948 (statt den Grenzen von nach 1967) verteidigen. [...] http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=56135 - Übersetzung (gekürzt): K. Nebauer


 

The return of the right of return - Meron Rapoport - More than a decade ago I participated in usually frustrating meetings between Israeli and Palestinian journalists. The heated debate did not allow us to reach any understanding, especially in the most contested issue of them all, the question of Palestinian refugees. Palestinians took for granted that a just solution to this issue would be a part of any settlement, Israelis saw it as a threat on their very existence.

Yet at some point a question was raised by a journalist who was a Palestinian citizen of Israel. Why not allow for Palestinians who were uprooted from their villages in the 1948 war, but stayed inside Israel, to rebuild their villages if no new settlement had been built on them during these long years? After all, he stressed, these Palestinians are already Israeli citizens. The Israeli journalists, who only minutes ago fought vehemently against any form of right of return, surprisingly agreed. Right of return for Palestinian refugees is maybe the greatest taboo in Israeli Jewish society. The decision to see the flight of Palestinians from their villages and towns as a “fait accompli” was formulated by Israeli authorities as early as June 1948 >>>
 

 

The more Israel represses the Nakba, the stronger the memories  - How nice it would be if Israel would allow its minority citizens to commune with their misfortune and at least respect their pain. - Gideon Levy - The State of Israel should be bowing its head tomorrow. It should be bowing its head out of solidarity and empathy for the pain of a fifth of its citizens and to take responsibility for their tragedy; to bow its head in apology for what happened. >>>

 

Textsammlungen, Fotos, Videos, Collagen zur Nakba >>>

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Wanderausstellung: Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948 >>>
Veranstaltung zur Erinnerung an die palästinensische Nakba in Stuttgart am 2. Mai 2015 auf dem Schloßplatz >>>

 


 

14. 5. 2015
 

„Tag der Nakba“ - 15. Mai 2015
67 Jahre lang demonstriert Deutschland, dass es nichts gelernt hat...
 

Warum wir der Vertreibung der Palästinenser gedenken müssen - Die israelische Bevölkerung hat Netanjahu wiedergewählt. Es ist mittlerweile seine 4. Amtszeit und das neue Kabinett hat nun ihre Arbeit begonnen. Der israelische Ministerpräsident ist ja schon bekannt für seine rassistischen Äußerungen, seine Kriegs- und Siedlungspolitik gegenüber den Palästinenser*innen und die Vernichtungsfantasien, die er gegenüber Iran hegt. Aber was ist mit dem Rest des Kabinetts?

Die Justizministerin Ajelet Schaked zitierte 2014 auf ihrer Facebook-Seite den Artikel des Journalisten Eliad Elitzur. Sie identifizierte sich in ihrem Post mit den Aussagen, dass Palästinenser*innen allesamt feindliche Kämpfer seien und dafür bluten müssten. „Dazu zählen nun auch die Mütter der Märtyrer (…) Sie sollten ihren Söhnen nachfolgen – nichts wäre gerechter. Sie müssen verschwinden, und ebenso die Häuser, in denen sie diese Schlangen großziehen. Andernfalls werden dort noch mehr kleine Schlangen großgezogen.“ Der Verteidigungsminister Moshe Jaalon sagte kürzlich völlig ungeniert, dass die Israelis im Libanon und Gaza Zivilisten und Kinder getötet haben und es in Zukunft im Falle von Anfeindungen auch weiterhin tun werden. Der Vize-Verteidigungsminister und Chef der Zivilverwaltung Eli Ben-Dahan ist der Meinung, dass “Palästinenser Tiere sind und keine Menschen. Sie haben kein Recht zu leben.“ Der Bildungsminister Naftali Bennett behauptet voller Stolz, dass er in seinem Leben “schon viele Araber getötet hat“ und dass das „kein Problem“ sei. Er bezeichnete Palästinenser*innen sogar als „Granatsplitter im Arsch“. Der israelische Journalist Gideon Levy schreibt zurecht, dass das neue Kabinett die Gedanken und Gefühle der Mehrheitsbevölkerung authentisch zum Ausdruck bringen.
Es wäre wohl nicht weit hergeholt die neue israelische Regierung als faschistisches Kabinett zu bezeichnen, weil sie nicht nur die Palästinenser*innen als minderwertig betrachtet, sondern auch weiterhin beabsichtigt durch immer mehr illegale Siedlungsbauten, die Palästinenser*innen von ihrem Land zu vertreiben, während sich der israelische Apartheidstaat allmählich in eine reine jüdische Kolonie verwandelt. >>>

 


Statistikbüro: 12,1 Millionen Palästinenser weltweit - Die Palästinenser zählen laut ihrem Zentralen Statistikbüro 12,1 Millionen Menschen weltweit. Davon lebten Ende 2014 4,6 Millionen in den besetzten Gebieten, während der Rest über die Nachbarländer und die Welt verstreut war, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Den Angaben zufolge entfielen auf das Westjordanland 2,8 Millionen, während 1,8 Millionen im Gazastreifen wohnten. Das verarmte Küstengebiet hat mit 4904 Einwohnern pro Quadratkilometer mit die höchste Bevölkerungsdichte der Welt. 43 Prozent der Einwohner der besetzten Gebiete sind den Angaben zufolge Flüchtlinge. Der Großteil der Palästinenser außerhalb der palästinensischen Gebiete lebt in den 31 Flüchtlingslagern der Vereinten Nationen in Syrien, dem Libanon und Jordanien. Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat insgesamt 5,49 Millionen Palästinenser registriert. Die Zahlen wurden anlässlich der Erinnerung an die Nakba (Katastrophe) am Freitag veröffentlicht. Damit bezeichnen die Palästinenser die Vertreibungen anlässlich der Gründung des Staates Israel 1948. Damals, so das Statistikbüro >>>

 

Special Statistical Bulletin by Palestinian Central Bureau of Statistics - This year marks the 67th anniversary of Palestine’s Nakba of 15 May 1948. - Nakba literally means a natural disaster such as an earthquake, volcano, or hurricane. However, the Nakba in Palestine is a process of destroying unarmed indigenous nation to replace it by another ‘grouped-up’ nation. >>>

 


Palestinians mark 67th Nakba anniversary in Ramallah festival - Thousands of Palestinians commemorated Wednesday the 67th anniversary of the Nakba and renewed their demands to return to their cities, villages and lands that they were forced to leave in 1948. During a festival in Ramallah,crowds set off from Yasser Arafat's tomb toward Yasser Arafat square holding Palestinian flags, black flags and signs reading the names of destroyed Palestinian towns and villages. The march was headed by a military musical group. Governor of the Ramallah and al-Bieh district Laila Ghannam said in a speech on behalf of the president that Jerusalem must return to its people despite Israel's plans to "Judaize" it. Ghannam added that Palestinian people still carry the keys to the homes they were displaced from despite the 67 years that passed. >>>

 


Palestinians Begin Commemoration of 67th Nakba Anniversary - In a massive protest march, thousands of Palestinians marched Wednesday, to late Palestinian President Yasser Arafat’s square in Ramallah, to commemorate the 67th anniversary of the Nakba which befell the Palestinian people in 1948. The Nakba, an Arabic word for ‘catastrophe’, is the term given to the forced displacement or expulsion of some 800,000 Palestinian refugees before, during and since the creation of the state of Israel, WAFA reports. Marked by Palestinians throughout the world every May 15th, the Nakba represents a historic injustice, where approximately 800,000 Palestinians or 67% of the Palestinian people by 1948, became refugees and approximately >>>


 

Fadah, survivor of the Nakba and all the Gaza massacres: ISM members in Gaza visited Fadah Abu Yama, an 86 years old woman who survived the Nakba, the catastrophe. In 1948 Fadah was expelled from her land by the zionist militias in that colonial onslaught against the Palestinian people. Now lives alone in a small tent near the ruins of her bombed house. After losing her entire family in the successive aggressions against the Gaza Strip.

During the Nakba, being still very youn...g, she had to flee with all her family from Bir as-Sab (Beer Sheva), their ancient land, to Gaza, this minimum strip of land about 10 miles wide by 45 miles long, blocked by air, sea and land by one of the most powerful armies of the world, and where about 70% of its residents are refugees from other areas of occupied Palestine. In Az Zanna, a village south of the Gaza Strip, she started a new life with all her family. They built a big home were all the brothers and their families lived, and had sheep and other animals that provided them enough income to live a decent life. Now she has lost everything, her home was bombed and the brother she had left was killed, as it was all the family livestock. “All I have left now is to wait for death to arrive” she says. Meanwhile her neighbors bring her every day some food, coffee and tea and spend some hours with her.

 Quelle



Displaced after 'Nakba,' Palestinians scattered in 61 camps - 13 05 2015 - Around 957,000 Palestinians were displaced from their homes 67 years ago when what they describe as armed Zionist gangs invaded their land before the state of Israel was established in 1948. As they gear up to mark the anniversary of "Nakba Day" – which commemorates the mass expulsion of Palestinians in 1948 – approximately 1.5 million Palestinian refugees remain scattered in 61 different refugee camps in the Gaza Strip, the West Bank, Lebanon, Jordan and Syria. Around 3.8 million others are dispersed around the world, according to the UN Palestinian refugee agency (UNRWA). According to UNRWA data, some 2.1 million live in Jordan; 1.3 million in Gaza; 914,000 in the West Bank; 500,000 in Syria; and 447,000 in Lebanon. Following is a list of all Palestinian refugee camps according to the territory in which they are located >>>
 


On Nakba day – help stop the ongoing Nakba - The farmers and shepherds of Salem, near Nablus, are asking for you help. They are being beaten, humiliated and pushed off their land. They are asking you to join them on Friday 15th and Saturday 16th to help them save their harvest.

In the village of Salem, near Nablus, the wheat is ready for harvesting. Once the crop has been collected, the sheep and goats will graze on the leftovers in the field and the shepherds will then milk them in order to make cheese and butter. The animal’s droppings are dispersed on the land; a perfect cycle is created.

However, Israeli occupation forces have forbidden the farmers from harvesting the wheat and forbidden the shepherds from crossing the road that cuts through their land, dividing it in two >>>





30,000 Israeli demolition orders issued since Oslo - Israeli Occupation Authorities (IOA) issued 30,000 demolition orders against Palestinian-owned facilities since Oslo accords in 1993, an Israeli rights group said in Monday. In a new report, Planners for Planning Rights (Bimkom) affirmed that since seizing the West Bank in 1967, Israel has held full control over all planning matters for both Palestinians and Jewish settlers in area C that covers over 60 percent of the territory. >>>

 


Palestinians in Israel camp for Right of Return - Palestinians whose ancestors were forcibly removed from home by Israeli troops camp outside villages waiting to return. - Iqrit - Like the rest of the indigenous Christian residents of this Galilee village near Lebanon's border, Ameer Ashqar's grandparents were told to leave for two weeks as the newly formed Israeli army swept through the Galilee region in 1948. Yet, as weeks turned into months and months into years, they knew they would not be able to go home.

"My grandfather was sent to al-Rama during the first evacuation. From there, he went to Acre," he told Al Jazeera. "He is 87 years old. He still tells us stories about Iqrit and how it was. He can still draw a map of the village and how it was before the Nakba."

Ashqar is one of eighteen activists who set up camp in Iqrit three years ago and do not plan on leaving any time soon. "We are here," he commented. "We are not going anywhere." >>>

 


Palestinian nakba today - On the eve of the 67th year anniversary of the Nakba (the catastrophic ethnic cleansing of Palestine), Benjamin Netanyahu finally formed a “coalition government” a group of ministers who are honest about their racist and genocidal tendencies.

It includes a “justice” minister who called for murdering Palestinian mothers so that they do not bring out more “snakes”. It includes the head of “civil administration,” who openly supports ethnic cleansing and genocide. A government more right wing in its composition than Germany was in 1933-1939 or South Africa in the 1970s and 1980s, but an honest one indeed without double talk or hypocrisy.

What is disappointing is not the make-up of the government, but the hypocritical response to it. Words from the “Palestinian Authority” whining about the new government were accompanied by continuing security coordination with Israel and the PA arrest of dozens of Palestinians simply for having different political affiliation (e.g. students who against all odds were voted to student councils at Palestinian universities). Geopolitically, there are now two choices: US/Israel who attempt to dominate the Arab world and Western Asia through a class of puppet dictators (Saudi Arabia, Qatar, UAE, Egypt) and the axis of Russia, China, Iran, Yemen, Syria, Lebanon (led by Hizbollah) and large segments of Iraqi society. It would be nice to have a third axis (like the non-aligned movement led by Egypt and India in the 1960s), but it does not currently seem possible. Yasser Arafat managed to steer the PLO leadership to semi-neutrality >>>

 


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Wanderausstellung: Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948 >>>
Veranstaltung zur Erinnerung an die palästinensische Nakba in Stuttgart am 2. Mai 2015 auf dem Schloßplatz >>>

 

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