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"Keine Kugel für Arafat"
ein Artikel von Michael Naumann

 

Artikel von Michael Naumann 18.09.03 
 
Leserbrief: Erhard Arendt  19.09.03 
Leserbrief: Claudia Karas  23.09.03

Erhard Arendt 19.09.03 An Michael Naumann
 

Sehr geehrter Herr Naumann,

ich lass gerade im internet ihren artikel:. http://www.zeit.de/2003/39/01____leit_2_39 "Keine Kugel für Arafat" ein sehr schlagkräftiger titel, irgendwie frag ich mich aber schon beim titel, ob wir uns damit nicht schon auf ein niveau hochschaukeln das das töten unliebsamer staatsmänner, politiker als normal erscheinen lässt. wollen sie dies? es gibt zwar genug politiker, die meinen wir leben im "wilden westen". das sollte eigentlich aber nicht ihrer kultur entsprechen.

was sie arafat vorwerfen, kann man sicherlich auch sharon und anderen vorwerfen. wenn da zwei alte männer es schwer haben ihre waffen abzulegen, gilt das sicherlich für beide seiten. neben der frage, wer ist der gewalttätigste erhebt sich wieder die frage, wer hat das eigentliche waffenpotential, setzt es ein. steine werfende gegen panzer, selbstmordattentäter gegen killer in hubschrauben und düsenjägern. lesen sie, die statistik der intifada:
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/intifada.htm   und: http://derstandard.at/?id=1395450

wenn sie wissen wollen, wie der alltag der palästinenser aussieht, was ihnen so geschieht, lesen sie bitte mal einige artikel auf der seite:
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/14-links-leidensweg.htm

auf beiden seiten gibt es die falken die immer noch blut sehen wollen, die blut vergossen haben, die vernichten wollen. warum sind sie so einseitig auf einem auge blind. wo ist es geschehen, das ein hochrangiger politikern, vor laufenden kameras, vor den augen der welt einen mord ankündigt. welche politische kultur herscht in israel?

in ihrem vernichtungswillen sind sich wohl sharon und arafat gleich. israel zeigt täglich mit einer großen blutspur um wie viel mehr es waffenkraft hat.

ihrer einseitigen haltung entnehme ich, das sie wohl nicht wissen was dem palästinensischen volk tagtäglich geschieht. so wie ich sie in der öffentlichkeit erlebt habe kann ich mir nicht denken, das als informierter sie weiterhin so einseitig schreiben würden.

seit 2 jahren auf meinem internetportal die andere seite der geschichte zu dokumentieren, nicht antisemitisch, nicht gewalt verherrlichend. ich könnte mir vorstellen, das es ihrem gerechtigkeitsinn entspricht auch die palästinensische seite kennen zu lernen, zu verstehen. bitte bedienen sie sich:

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/index.html

warum ich diese seite mache? aus dem: „nie wieder“ das was den juden in unserem land geschah, entwickelte sich das „nie wieder darf ein volk unterdrückt, vernichtet, getötet werden“. in diesem fall haben auch die israelis und die juden in der welt die aufgabe aufzuschreien. dies machen sehr viele. warum hören sie nicht die stimmen. warum kann ein volk wie die israelis nicht aus seiner geschichte heraus das gewissen der welt sein, auf blutigem boden wird keine gute ernte wachsen

.indem wir für einen ehrlichen, gerechten frieden für beide seiten kämpfen erreichen wir ihn auch, nur so. dazu gehört auch, nicht nur die schuld des einen zu sehen und die des anderen zu verleugnen.

einzig allein israel kann aus seiner derzeitigen waffenstärke heraus einen ehrlichen frieden beginnen. jetzt ist er noch möglicher als wenn generationen von palästinensern den täglichen terror, die demütigungen, die zerstörungen und und und erleben. diese menschen können dann nur den israelis noch hassen.

ich verurteile gewalt auf beiden seiten. israel erntet nur zu einem kleinen teil die gewalt die auch sie aussät.

wissend, über das was dem palästinensischen volk tagtäglich an unmenschlichem geschieht könnten sie nicht so einseitig einem arafat die gewalt vorwerfen und die unmenschlichen handlungen und zerstörungen vieler israelischer politiker und militärs vergessen.

kugeln für keinen oder für wen?

die welt sieht mittlerweile mit einer lupe, auch das was auch die israelis gegen alle menschenrechte in palästina machen, es lässt sich nicht mehr mit gegenvorwürfen verdecken.

da wir uns sicher einig darin sind, das die israelis und auch die palästinenser ein recht auf einen gesicherten staat, nach innen und außen haben, sollten wir aufhören mit einseitigen verurteilungen und schuldzuweisungen. so wird sich keine frieden finden, es nützt auch nicht israelis, aus dem wissen um die wahrheit heraus ist es nur unnütz, schädlich für den frieden, unehrlich.

es würde mich freuen, wenn ich von ihnen einmal einen artikel lesen würde, der die schrecken dessen was den palästinesern geschieht, auch einmal aufzeigt, der beiden seiten gerecht wird. alles andere ist unredlich.

mit den besten grüssen

ihr

erhard arendt

 

Sent: Tuesday, September 23, 2003 7:51 PM
Subject: zu "Keine Kugel für Arafat" / von M. Naumann, Zeit 39/2003

 

zum Artikel "Keine Kugel für Arafat" / von M. Naumann

Zeit 39/2003 vom 18.09.2003

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zu spät komme die drohung „Keine Kugel für Arafat, bedauert Michael Naumann in seinem hetzartikel, anscheinend ohne widerspruch seitens der anderen mitherausgeber für sein auftreten als inoffizieller israelischer regierungssprecher.

 

herr naumann, der lügenkulturminister a.D. behauptet, „dass Arafat sein wahres Ziel, die Beseitigung Israels, niemals aufgegeben hat“ und “seine keineswegs heimliche Hoffnung, Israel ins Meer zu jagen“.

 

Richtig ist: die PLO hat bereits im november 1988 die existenz israels anerkannt – im gegensatz dazu weigert sich israel, die nationalen rechte der palästinenser anzuerkennen!

Auch die stete wiederholung einer gefährdung der existenz israels ist angesichts seiner militärischen übermacht geradezu lächerlich!

 

Als eine weitere lüge geistert immer wieder das scheitern von oslo durch die medien und als beschuldigter jassir arafat und auch herr naumann verbreitet – wider besseres wissen - diese israelische propaganda. Richtig ist: das sogenannte „großzügige angebot“ war in wirklichkeit nämlich keines:

 

Chris Marsden beschreibt in "junge Welt" den „Mythos Camp David - Die gängige Darstellung der gescheiterten Friedensverhandlungen in den amerikanischen Medien ist Teil einer gezielten Desinformationskampagne http://www.jungewelt.de/2002/05-15/009.php

„... Robert Malley, unter Clinton Nahost-Experte im Nationalen Sicherheitsrat der USA und Mitglied des amerikanischen Teams in Camp David, schrieb in der New York Times vom 8. Juli 2001 unter der Überschrift »Märchen über das Scheitern von Camp David«: u. a. “Ein Palästinenserstaat mit 91 Prozent der Westbank und Gaza war mehr, als die meisten Amerikaner und Israelis für möglich gehalten hätten, aber wie hätte Herr Arafat seinem Volk den Landtausch im Verhältnis neun zu eins erklären sollen?«  Malley gab auch zu, daß die Palästinenser größere Zugeständnisse gemacht hatten: »Die Palästinenser traten für einen Palästinenserstaat ein, der in den Grenzen vom 4. Juni 1967 neben Israel bestehen sollte. Sie akzeptierten, daß Israel das Territorium der Westbank mit Siedlungsblöcken annektieren würde. Sie akzeptierten das Prinzip der israelischen Souveränität über die jüdischen Viertel in Ostjerusalem - Viertel, die vor dem Sechstagekrieg von 1967 nicht Teil des Staates gewesen waren. Und während sie darauf bestanden, daß das Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr anerkannt wird, waren sie bereit, es in einer Weise umzusetzen, die Israels demographische Zusammensetzung und Sicherheitsinteressen berücksichtigte und deshalb die Anzahl der Rückkehrer beschränkte....« Am 23. Juli 2001 gab Ahmed Qureia, der Chefunterhändler der Palästinenser in Camp David, eine Pressekonferenz, in der er Malleys Bemerkungen zustimmte und die Behauptung, daß »Barak alles anbot [und] die Palästinenser alles ablehnten«, als »die größte Lüge der letzten drei Jahrzehnte« verurteilte. Auch die New York Review of Books, die New York Times und die palästinensische Verhandlungsdelegation veröffentlichten Material über Camp David, das die Behauptungen der zionistischen Märchenerzähler widerlegte. ...“

 

das von herrn naumann konstruierte „Rückwanderungsrecht (!) der Palästinenser“ meint das unveräußerliche „Rückkehrrecht von Flüchtlingen“. Wie viele andere resolutionen auch, hat Israel die UN-resolution 194 nicht anerkannt, derzufolge die flüchtlinge das Recht haben, zwischen Entschädigung und Rückkehr in ihre Heimat zu wählen.

 

auch das weltweit begrüßte friedensangebot der arabischen liga lehnte israel ab!

 

was herr naumann zu “Politiker vom Schlage Hitlers oder Stalins“ schreibt, trifft auch auf den kriegsverbrecher Sharon zu: „Ihre Angst vor Attentaten schwoll mit ihrer Machtfülle zur Paranoia an. Und die Angst war das ferne Echo ihres Wissens um die eigene kriminelle Terrorherrschaft“.

 

auch das vorgehen der israelischen besatzer sind  „genozidale Aktionen im eigenen Hinterland“, denn an der tagesordnung sind dort politischer mord, folter, ungesetzliche deportationen, exzessive zerstörungen, landenteignung, vertreibung! Wohl deshalb verweigert israel internationaler Beobachter!

 

Hochachtungsvoll
 
claudia karas
 

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