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Eine der Wahrzeichen von Khan Younis.
Gaza, Ramallah: Auseinandergerissen im selben Land.
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Rückkehr zur Normalität 16.8.2006
Sollen wir uns wirklich die Schuld geben? 24.8.2006
Bericht aus Gaza - 8.8.2006
Bericht aus Gaza - 30.7.2006
Bericht aus Gaza - 23.7.2006
Bericht aus Gaza - 16.7.2006
Bericht aus Gaza - 9.7.2006
Bericht aus Gaza - 6.7.2006
Permit haben.

 

Bericht von Lama Al Hourani* ) aus Gaza, 4. und 6. Juli 2006    

 

Vor einer Stunde hörte ich Radio und der Moderator las Tawfiq Zayyads (palästinensischer Poet) berühmtes Gedicht "Wie zwanzig Unmöglichkeiten" ("Like Twenty Impossible"). Ich fühlte mich den Tränen nahe! Wir sind wirklich unmöglich. Ich weiß nicht, wie können wir wirklich noch immer leben, lachen, lieben und hassen, essen, schlafen ... usw. unter den Umständen, unter denen wir leben.    

 

Normale Menschen denken und planen ihre Zukunft, wir aber können das nicht. Ich wache am Morgen auf und der erste Gedanke ist "Haben wir elektrischen Strom? Läuft das Wasser noch? Arbeitet der Eiskasten? Geht der Fernseher noch? Kann ich mich duschen, bevor ich zur Arbeit gehe? Ist es möglich mir nach der Dusche die Haare zu trocknen? Gibt es heute Yoghurt und Käse im Supermarkt? Wird es heute Benzin für das Auto geben? Wird es heute Strom geben, um das Semifinale der Fußball-Weltmeisterschaft zu sehen?" So viele Fragen in der Minute, in der du in der Früh deine Augen aufmachst. Es hört sich dumm an, aber in den letzten Wochen wachen wir alle jeden Morgen mit denselben Fragen auf.   

 

Dann wacht Luai auf. Er wird am 21. August vier Jahre alt. Er sagt noch "Guten Morgen", aber dann fragt er sofort: "Haben wir Strom? Kann ich mich duschen, Mami?" Heute sagte er auch noch: "Wann können wir ans Meer gehen, ich war schon so lange nicht dort, Mami. Ich möchte schwimmen, das Meer fehlt mir so." "Wir können in den nächsten Tagen nicht an's Meer gehen", antworte ich. "Aber warum, Mami? Gestern hab' ich es vom Auto aus gesehen, es ist immer noch da." "Nun, es ist nicht sicher an's Meer zu gehen, ich werde dir die Badewanne anfüllen, dann kannst du schwimmen." "Aber Mami, du hast doch gesagt, dass wir das nicht können, weil wir keinen Strom haben und das bedeutet doch auch, das wir kein Wasser haben und du hast mir auch gesagt, dass ich in diesen Tagen nur ganz kurz duschen kann." Ich erinnerte mich, dass ich ihm gesagt habe, dass er aufpassen solle, wenn er das Wasser aufdreht und das Wasser- und Elekrizitätsproblem hatte ich ihm schon früher erklärt. Ich konnte ihm nicht antworten, ich wollte nicht, dass er weiß, dass der Strand genauso wie das Kraftwerk von den Israelis bombardiert werden könnte (er weiß nichts davon, was der Familie Ghalia vorige Woche geschehen ist (1)). Ich will nur so schnell als möglich zur Arbeit laufen, um vor seinen Fragen flüchten zu können.   

 

Wir sind glücklich, auf unserem Arbeitsplatz elektrischen Strom zu haben, und Strom haben wir, weil wir über einen Generator verfügen. Ich habe sogar meinen Föhn zur Arbeit mitgebracht, damit wir uns unsere Haare richten können. Naja, wir sind noch immer menschlich, weiblich und wir wollen trotz der Umstände nett aussehen. Die Themen sind für uns noch immer: wieviele Stunden Strom hat am Tag zuvor jede von uns in ihrer Umgebung gehabt? Wieviele Bombardements hat jede gezählt? Bist du wegen der Apaches (Hubschrauber) über deinem Haus aufgewacht? Hast du das Bombardement der Islamischen Universität gehört? …etc.   

 

Ich habe Samias Stück: "June 1982, Beirut, June 2006 Gaza" gelesen. Und ich bin auch in Beirut gewesen. Da gibt es so viele Ähnlichkeiten. Aber damals war ich sechzehneinhalb Jahre alt. Ich hatte keine Verantwortung, keine Sorgen - mein Vater war derjenige, der sich um mich und meine Schwestern Sorgen machte. Und Mama war in Damaskus. Ich wußte, dass ich etwas tun mußte und so arbeitete ich freiwillig beim Zivilschutz und in Spitälern während der gesamten Zeit des Krieges. Jetzt bin ich 41 Jahre alt, habe ein Kind und niemand von meiner Familie ist sonst bei mir, sie sind alle außerhalb des Landes, verstreut in 3 Ländern: Syrien, Österreich und in den USA.     

 

In Beirut wußte ich nicht, was Angst ist. Jetzt! O, mein Gott! Ich weiß, wie sich meine Eltern damals gefühlt haben. Ich habe immer Angst, besonders mein einziges Kind zu verlieren, entweder weil er direkt von den Israelis getötet wird oder weil er krank wird und ich keine Medikamente für ihn habe.

Das ist die schwerste Verantwortung auf unserer Welt.     

 

Schreib, schreib, schreib…..!

Alle fordern mich auf, ich solle über unser Leben in Gaza in der jetzigen Situation schreiben, so - das ist es, von dem ich dachte, dass ich es heute schreiben werde.      

 

Hoffentlich habe ich euch nicht dazu gebracht, verzweifelt zu sein, weil ich bin es nicht. Glaubt mir, heute habe ich einen Tisch in einem traumhaften Restaurant reserviert, deshalb kann ich das Semifinale zwischen Deutschland und Italien nicht sehen, übrigens ich bin für Italien.    

 

***

 

Vor einer Stunde habe ich angefangen etwas zu schreiben, um damit zu erklären, warum meine vorheriger Artikel so aussah als wäre alles normal. Dann kamen die Neuigkeiten, eine nach der anderen.    

 

Heute werden sie über den Schrecken lesen.   

 

Hanan, eine Fach-Ausbilderin in unserer Organisation, wohnt im nördlichen Teil von Gaza-Stadt. Eine hübsche, fröhliche, lustige Lady, die Freude daran hat, Menschen zu imitieren und das kann sie besonders gut. Eine Lady, die dich selbst in schrecklichen Zeiten zum Lachen bringen kann. Hanan ist eine Lady mit großem Selbstbewußtsein. Sie ist Flüchtling aus Al Khisas, einem Dorf in Al Majdal, das jetzt im südlichen Teil von Israel liegt. Ihre Eltern flohen 1948 in den Gaza-Streifen, wie viele andere PalästinenserInnen. Hanan wurde 1967 in Gaza geboren, heiratete 1985 Ali, nach dessen Befreiung aus einem israelischen Gefängnis, indem er 14 Jahre verbracht hatte (er war zu lebenslangem Gefängnis verurteilt worden, wurde aber in einem Gefangenen-Austausch zwischen einer PLO Fraktion und Israel freigelassen). Sie haben jetzt vier hübsche Kinder: Maisa: 20, Rima, 18, Muhammed, 16 und Wisam, 12.     

 

Hanan arbeitet seit 1999 bei NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen). Ali arbeitete seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis bei der UNRWA bis zur Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde, danach begann seine Arbeit bei einer der Sicherheitskräfte. Sie lebten in einem kleinen Haus in der Twam Area im Norden von Gaza-Stadt. Sie konnten durch ihre Arbeit etwas Geld sparen, zusätzlich zur Pension, die Ali erhielt, nachdem er die UNRWA verlassen hatte. Und so war es ihnen möglich ein Haus zu bauen. Dann konnten sie durch einige Ersparnisse und Darlehen im Norden ein Grundstück erwerben. Danach entschieden sie sich dafür, das Haus, in dem sie wohnten, zu verkaufen und auf dem Land, das sie gekauft hatten, ein zweistöckiges Haus zu bauen. Auf der Hälfte des Landes planten sie verschiedene Arten von Obstbäumen zu pflanzen. Feigen, Weintrauben, Jummase (ein spezieller palästinensischer Baum) und allerhand Gemüse und Olivenbäume. Ali und Hanan mussten Darlehen aufnehmen, um das Haus zu bauen und einzurichten und sie zahlen noch immer dafür. Währenddessen wuchsen die Kinder auf und Maisa ist jetzt an der Universität.    

 

Nachdem der Bau abgeschlossen war, hatten wir zwei nette Parties in ihrem Haus. Zweimal gingen wir zu einem Barbecue in ihren Garten. Es ist ein sehr schöner Garten, um den sich Ali die meiste Zeit kümmert. Seitdem die internationalen Sanktionen über die Autonomiebehörde verhängt wurden, erhält Ali kein Gehalt mehr, aber Hanan arbeitet und sie bemühen sich alle Ausgaben, die Darlehen und Rechnungen mit einem Gehalt zu bewerkstelligen. Letzte Woche erhielt Ali 300 $ von der Autonomiebehörde. Hanans Schwester schickte ihr aus Amman vor zwei Tagen 300 jordanische Dinar. Sie war gestern sehr glücklich, weil sie dieses Monat genug Geld haben, das aus drei Währungen besteht: israelischen Schekel, jordanischen Dinar und US$, damit die Kinder ihre Sommerferien geniessen können. Sie hat den ganzen Tag Witze gemacht, wie üblich über die Bank, die sie in ihrer Tasche hat.   

 

Als ich heute Morgen aufwachte, hörte ich in den Nachrichten, dass israelische Panzer in der Nähe ihres Hauses sind und so rief ich sie an, sie solle nicht zur Arbeit kommen. Sie sagte, "Ich bin dabei mich anzuziehen. Sorg dich nicht, Lama. Sie sind einen Kilometer von unserem Haus entfernt. Wir sind alle O.K. Ich komme. Ausserdem hat Maisa eine Prüfung an der Universität, deshalb ist sie schon weg und ich möchte nicht, dass sie allein in Gaza ist, so werde ich kommen und darauf warten, bis sie das Examen beendet hat und sie dann mit nach Hause nehmen."    

 

Als ich eine halbe Stunde später zur Arbeit kam, rief  Hanan an und sagte, "Israelische Panzer sind in der Nähe meines Hauses. Ich kann nicht kommen."   

 

Etwa um 9 Uhr rief  Hanan nochmals an und sagte, "Die Panzer zerstören unseren Garten, alle Bäume und alles übrige. Wir sitzen im Keller." Wir konnten das Geräusch der Panzer und der Schüsse hören. Sie bat uns Maisa, sobald sie ihre Prüfung beendet hat, anzurufen und ihr zu sagen, sie solle zum Haus ihres Onkels gehen. Danach war die Leitung unterbrochen.     

 

Vor vier Tagen kam Hanan mit 2 Samen grüner Trauben. Sie sagte, "Du hast mich immer nach ihnen gefragt, Lama. Ich weiß, dass du sie mit Weinblättern kochst und Raghda (eine Freiwillige bei unserer Arbeit) isst sie gerne mit Salz. Als sie am Telefon von ihrem Garten sprach, sagte ich ihr sofort: "Sorg dich nicht. Ich habe die Samen noch immer. Ich geb sie dir, damit du sie einpflanzen kannst, wenn die wieder weg sind."     

 

Jetzt sind die Handys von beiden, Hanan und Ali, aus irgendeinem Grund geschlossen. Vielleicht hatten sie gestern keinen Strom gestern, um sie aufzuladen.     

 

Um 11 Uhr rief Maisa an und weinte, "Tante Lama, was ist meiner Familie passiert? Das Telefon funktioniert nicht und die Handys sind zu." Wir beruhigten sie, so gut wir konnten und sagten ihr, sie solle zu uns ins Büro kommen. Sie kam und bis jetzt weiss sie nicht, dass ihr Garten zerstört worden ist.    

 

Das alles passiert während das Begräbnis der Märtyrer von gestern mit all den begleitenden Schüssen an unserem Büro vorbeikommt. Die Apaches mit ihren Maschinengewehren schiessen laut dröhnend, die F16 fliegen über uns und die Flugzeuge ohne Piloten auch. Der Strom geht und kommt. Ich muss mich noch um eine Freiwillige von unserem Büro kümmern, um sicher zu gehen, dass sie ohne Schaden nach Hause - in den Süden von Gaza-Stadt - kommt. Ich muss mich darum kümmern, wo mein Mann ist, so wie sich jede im Büro um die Sicherheit jedes ihrer Familienmitglieder kümmern muss. Ich sagte den Angestellten, die im Norden leben, sie sollen zu ihren Familien gehen und bei ihnen bleiben.    

 

Ich sorge mich um Hanan und ihre Familie und ich sorge mich um alle anderen, die jetzt dort leben. Besonders als ich die Nachrichten über die Ambulanzen hörte, denen es nicht erlaubt ist, in das Gebiet zu fahren und auf die geschossen und der Zutritt verboten wird.    

 

Ich höre im Radio auch, dass die Menschen die Rettung rufen, zu kommen, um ein Mädchen zu holen, das von den Israelis angeschossen wurde, als es Wasser für ihre Familie holte. Sie wissen nicht ob sie am Leben ist oder nicht. Sie ist 15 Jahre alt. Ihr Name ist Muna. Leute rufen in den Radio-Stationen an und sagen, "Was geschieht da? Sie haben alle Männer verhaftet. Sie haben ihnen ihre Handys weggenommen und schiessen auf alles, was sich bewegt."   

 

Aber ich arbeite noch immer; ich muss einen Appell an die internationale Gemeinschaft über die Situation hier schreiben. Ich muss meinen vierteljährlichen Bericht an meine Vorgesetzte schreiben.     

 

Heute ist Donnerstag. Morgen beginnt unser Wochenende und ich möchte mit meinen  Freunden etwas außer Haus planen.      

 

Ja, seid nicht überrascht! Ganz gleich, was immer sie uns antun: bombardieren, zerstören, töten, verwunden, Elektrizität oder Wasser sperren, was auch immer. Wir werden nicht vergessen, dass wir noch immer menschliche Wesen sind und ein Recht darauf haben, normal unter normalen Bedingungen zu leben. Wir haben das Recht zu lieben, Liebe zu machen, zu arbeiten, zu schlafen, zu hassen, zu essen, zu tanzen und uns unseres Lebens zu erfreuen. Und all das ist der Beweis dafür, dass wir noch immer da sind und leben.    

 

(Lama schrieb - nachdem sie mir diesen Artikel geschickt hat - dass sie die Nachbarn Hanans angerufen hat, die ihr sagten, dass da zwei Panzer in Hanans Garten seien und dass die Soldaten in ihr Haus eingedrungen sind und dass das der Grund ist, warum wir sie nicht erreichen können. Während Lama diesen Artikel geschrieben hat, wurden zwei Menschen in diesem Gebiet erschossen.)     

 

 

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*) Co-ordinator of the Palestinian Working Women Society for Development - Koordinatorin der Gesellschaft für die Entwicklung der arbeitenden Frauen Palästinas in Gaza

 

Die Gesellschaft für die Entwicklung der arbeitenden Frauen Palästinas (Palestinian Working Women Society for Development - PWSSD) ist eine säkulare und für Ausbildung und Entwicklung zuständige Organisation für palästinensische Frauen, die sich darum bemüht, Frauen dabei zu stärken und zu unterstützen in allen politischen, sozialen und ökonomischen Bereichen partizipieren zu können; Gleichberechtigung auf allen Gebieten, wie Gesetzgebung, Verordnungen und Verfahren zu garantieren und Frauen in ökonomische Aktivitäten einzubeziehen; Marginalisierung, Armut und Gewalt zu beenden; der (militärischen) Besatzung, der paternalistischen Hegemonie und fundamentalistischen Gedanken entgegenzutreten, mit dem Ziel alle Formen von Diskriminierung zu beseitigen.    

 

Die PWWSD ist eine der größten Basisorganisationen und als Teil der palästinensischen Gemeinschaft suchen sie ein Gleichgewicht zwischen der nationalen (gegen die  Besatzung Widerstand zu leisten) und der sozialen, demokratischen Agenda durch die Entwicklung ihrer Programme und Projekte zu finden, die darauf abzielt, die Ermächtigung von Frauen, eine nachhaltige Entwicklung und Arbeit in Übereinstimmung mit der Frauenbewegung zu erreichen. Wir wollen immer am demokratischen und sich weiterentwickelnden Prozess teilhaben, um damit unsere besondere Rolle in der palästinensischen Gemeinschaft einnehmen zu können. Infolgedessen konzentrieren wir uns auf die Mobilisierung der Basis, indem wir die Bedürfnisse der Frauen ansprechen, die Standpunkte zu Frauenthemen bestimmen, strategische Wahlkreise identifizieren, effektive Information entwickeln, Schlüsselausbildungen zur Unterstützung und Mitwirkung der Gemeinschaft bereitstellen, Methoden zur Mobilisierung und Anwerbung von Freiwilligen kreieren und mit den Frauen und in der Öffentlichkeit kommunizieren.

http://www.pwwsd.org/   

 

(1) Die zehnjährige Huda Ghalia und ihre elf Brüder und Schwestern hatten sich auf einen schönen Tag am Strand von Beit Lahija im nördlichen Gaza-Streifen gefreut. Ihr Vater hatte den Kindern ein Picknick versprochen, wenn sie ihr Schuljahr mit guten Noten abschließen würden. Doch der Familienausflug wurde jäh unterbrochen, als letzten Freitag ein Geschoß detonierte und acht Menschen in den Tod riß.     

 

Das Bild der laut weinenden Huda, die immer wieder "Papa, Papa" ausrief, lief später auf allen Fernsehkanälen. Ali Ghalia war auf der Stelle tot, mit ihm wurden seine zweite Frau und fünf seiner Kinder getötet - eines davon gerade 18 Monate alt. Des weiteren kam noch eine Person ums Leben, die nicht mit den Ghalias verwandt war. Alis erste Frau, Hudas Mutter, sowie fünf weitere Kinder der Familie wurden zum Teil schwer verletzt. Drei der Kinder liegen in israelischen Krankenhäusern.     

 

Übers.: Tina Salhi 

 

 

 

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