Honestly Concerned
Die falschen Freunde Israels

 

"Wo Hass keine Grenzen kennt" Jagdaktion gegen Felicia Langer

Eine Dokumentation

Aktueller Anlass - Die Verleihung des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an Felicia-Amalia Langer am 16.7.2009
 

Positive Reaktionen (Auswahl)

 

 

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4.9.2009
 

Evelyn Hecht-Galinski  - NZ vom 04.09., Seite 5

Wie ist es mit unserem Demokratieverständnis zu vereinbaren, wenn ein SPD-Stadtrat und Vorsitzender einer Jüdischen Gemeinde in Deutschland – auf deren Briefpapier als Körperschaft des Öffentlichen Rechts ausgewiesen – einen Erpressungsversuch an den Bundespräsidenten startet, indem er die Rücknahme einer Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer fordert. Ein einmaliger Vorgang, der nicht hinnehmbar ist und glücklicherweise vom Bundespräsidenten auch ignoriert wird.

Ich bin sehr froh, dass mein Vorschlag, das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, positiv beschieden wurde: Für Felicia Langer, diese alternative Nobelpreisträgerin, große Menschenrechtsanwältin und unermüdlich um Hoffnung kämpfende Friedensaktivistin, die gerade auch in Deutschland das verantwortungsvolle Nachdenken über die Werte für Gerechtigkeit und Menschenrechte fördert, denn Menschenrechte sind unteilbar. Das sollte „deutsche Staatsräson“ sein.

Daher möchte ich auch aus dem Brief von Ministerpräsident Oettinger zitieren: „Sie haben sich in vielfältiger Weise für die Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt und haben sich um das Gemeinwohl verdient gemacht. Ich habe deshalb dem Herrn Bundespräsidenten vorgeschlagen, Ihnen den Dank des Staates für Ihr herausragendes Engagement mit der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck zu bringen.“
Dürfen wir es als deutsche Staatsbürger zulassen, egal um welche Religionszugehörigkeit es sich handelt, wenn Arno S. Hamburger oder der Zentralrat der Juden vorher angeschrieben und um ihre Einschätzung gefragt werden wollen, wer von (jüdischer) Seite das Bundesverdienstkreuz bekommen darf?

Ich frage mich, wofür bekam Herr Hamburger denn seine Verdienstkreuze? Dafür, dass seine in Israel lebenden Kinder wollen, dass er seine Bundesverdienstkreuze zurückgibt, oder weil sein Enkel in der israelischen Armee dient? Sind das etwa Verdienste, die in Deutschland auszeichnungswürdig sind? Felicia Langer ist ganz im Gegensatz zu einseitigen Israel-Unterstützern wie ArnoS.Hamburger eine Brückenbauerin!

Ehrungen für Leute wie Hamburger, Giordano, Knobloch, Graumann u. a., die diese Hetzkampagne gegen Felicia Langer in Gang setzten und damit Unfrieden zwischen der jüdischen und der nichtjüdischen Gesellschaft fördern? Gewollt? Dem müssen alle demokratischen Kräfte entgegentreten.

Mir und Felicia Langer wird immer wieder vorgeworfen, Nazivergleiche zu gebrauchen. Das ist unwahr! Sieht man aber den Sprachgebrauch in Israel gegenwärtig, z.B. „Auschwitzgrenze“, und von Herrn Hamburger nach Deutschland gebracht,indem er – unfassbar!– Felicia Langer als „Volksschädling“ bezeichnet.

Wo bleiben da die Proteste gegen diesen „Stürmer-Sprachmissbrauch“? Daher begrüße ich es sehr, wenn Hamburger seine Orden zurückgibt.

Hamburger zeigt sich in seinem fanatischen Hass gegen „diese Frau“ und andere engagierte Israelkritiker unwürdig, die deutschen Orden zu besitzen. Wer wie Hamburger immer noch nicht den Unterschied zwischen Juden, Zionisten und Israel, also zwischen Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik begriffen hat, wird zwangsläufig miteinander vermengen, was auseinanderzuhalten ist.

Evelyn Hecht-Galinski, Malsburg-Marzell

 

Weitere Leserbriefe

Sowenig, wie es mir zusteht, die Verdienste Arno Hamburgers zu bewerten, steht es ihm zu, jene von Felicia Langer in Frage zu stellen. Die Entscheidung über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist allein Sache des Bundespräsidenten. Ob der Versuch, Horst Köhler unter Druck zu setzen, ein „besonderer Verdienst um die Bundesrepublik Deutschland“ ist, mag im Raume stehen bleiben.

Allerdings erstauntes, dass Hamburger seinen Orden zurückgibt, weil er „nicht die gleichen Auszeichnungen tragen“ will wie die israelkritische Jüdin Langer. Dass er sich jahrelang in der Gesellschaft dutzender verdienter und ausgezeichneter Kriegsverbrecher befand, scheint ihn dagegen nicht so sehr gestört zu haben.

Johann Heckel, Nürnberg

 

 



Als Begründung für die Rückgabe seines Bundesverdienstkreuzes führt der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, Arno Hamburger, die maßlose Hetze gegen den Staat Israel an, deren sich Felicia Langer, ebenfalls vorgesehen als Trägerin dieses Ordens, schuldig gemacht haben soll. Herr Kirch äußert in seinem Kommentar Verständnis für die Empörung von Herrn Hamburger.

Zwar dürfe man Kritik an Israel üben, aber kein Wasser für irgendwelche Mühlen liefern. Wie soll das gehen?
Bei dem jüngsten Angriff auf den Gazastreifen gab es 1434 Todesopfer unter der palästinensischen Bevölkerung, davon960 Zivilisten. 5303wurdenverletzt. (Israel hatte 13 Tote zu beklagen, davon drei Zivilisten). Diese Zahlen wurden nicht von Rechtsradikalen erfunden, sondern von der Menschenrechtsorganisation PCHR (Palestinian Centre for Human Rights) herausgegeben.

Weitere Schäden: Zerstörung des Flughafens von Gaza,15000Wohnhäuser, drei Krankenhäuser, fünf Kindergärten, zehn Schulen, sechs Universitätsgebäude, 25,5KilometerWasserleitungen usw. Israel zerstört – die EU finanziert den Wiederaufbau. Wer sich öffentlich dafür einsetzt, dass die Menschenrechte auch in Palästina gelten und dieser Gewaltspirale endlich Einhalt geboten wird, hat meiner Meinung nach ein Bundesverdienstkreuz verdient. Hilke Pralle, Nürnberg



Herr Hamburger wirft dem Bundespräsidenten etwas vor, was er selbst praktiziert. Am 17. 11. 2000 sowie am 8. 8. 2006 hatte ich Herrn Hamburger geschrieben und habe auf beide Briefe bis heute keine Antwort erhalten – auch nicht zwei Zeilen.

Rolf Belzner,
Cadolzburg

 

 

2.9.2009

Arno Hamburger gibt aus "Protest" gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer sein Bundesverdienstkreuz zurück >>>

Felicia Langer: «Ich bin mit meinem Gewissen im Reinen» - Florian Kaiser -  Am 16. Juli wurde der  israelischen Rechtsanwältin und Schriftstellerin Felicia Langer (79) das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse als Anerkennung für ihr Lebenswerk und ihr Engagement «für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte» verliehen. Die NZ sprach mit ihr über Arno Hamburgers Protestaktion. NZ: Herr Hamburger hat heute seine Bundesverdienstkreuze zurückgegeben, weil er nicht die gleiche Auszeichnung tragen will wie Sie. Felicia Langer: Er ist ein Ehrenmann, dass er getan hat, was er angekündigt hat. Aber diese ganze Aktion ist ein Versuch, den Bundespräsidenten zu erpressen. Das scheint nicht nur mir sehr undemokratisch. >>>

Offener Brief von Abrahm Melzer - Sehr geehrter Herr Hamburger, ich hatte nun Zeit und Gelegenheit Ihren Brief an den Bundespräsidenten zu lesen. Nun, Ihr Erpressungsversuch hat nicht funktioniert. Der Bundespräsident hat sich nicht erpressen lassen. Und schon gar nicht von jemanden, der andere anständige und ehrbare Juden „Volksschädlinge“ nennt. So hat uns Julius Streicher alle genannt, Sie, meinen Vater und alle Juden. Sie nennen heute ganz bestimmte Juden wie Rolf Verleger, Felicia Langer und mich, besessen und angriffwütig. Das stimmt, aber eben nicht gegen Juden, sondern gegen eine rassistische und menschenverachtende Politik. >>>.

Günter Schenk schreibt: Als Jean Paul Sarte den ihm vom Nobelpreis-Kommitee verliehenen Nobel-Preis nicht annahm, war dies sein Signal dafür, dass er von derartigen Ehrungen nichts hält. Darüber war zwar die Welt, sicher auch "DIE WELT",  verwundert, wer jedoch Sartre kannte, seine Schriften gelesen hatte, verstand. Ganz anders hingegen bei Arno Hamburger: man stellt sich den guten Mann vor - er sagt dies mit seinen Worten ja auch -: mit geschwellter Brust trug er eine Ehrung, gleich zwei mal von der Bundesrepublik verliehen. Er genoss es sichtlich.  Es störte ihn dabei nicht, dass andere, verdient?, unverdient?, wer maßt sich an, das höchste Staatsorgan zu zensieren (außer Frau Knobloch, die, wie sie öffentlich kund tat, immer vorher gefragt werden will!) ?  ehemalige PGs aus der Nazi-Zeit, verdiente Wirtschaftsführer, berühmte Orchesterchefs, die auch schon "zu anderen, weniger rühmlichen  Zeiten ihrer Kunst nachgegangen waren, mit ihm in gleicher Reihe der Empfänger des staatlichen Ordens standen. >>>

Das Bundesverdienstkreuz ist noch wertvoller geworden.. - Erhard Arendt - Ein gewisser Michael Kasperowitsch veröffentlicht in einigen Stadtzeitungen einen Artikel: „Arno Hamburger gibt seine Orden zurück - Brief der Empörung an Bundespräsident Horst Köhler“ Weiter heißt es: „Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), hat seine Ankündigung wahr gemacht und seine beiden Bundesverdienstkreuze jetzt zurückgegeben. Er protestiert damit gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an die Israel-Kritikerin Felicia Langer.“ Hamburger wird mit folgenden Worten zitiert: «Ich kann und will nicht die gleichen Auszeichnungen tragen, mit denen eine Frau Langer geehrt wurde«, Jeder der nicht Teil dieser Hetzkampagne gegen Frau Langer ist weiß, dass Felicia Langer eine der wahren Freunde Israels ist. Nicht der ist ein Freund der unkritisch Verbrechen geschehen lässt, sich zum Mittäter macht. Diese Erfahrung mussten (leider zu spät) schon einmal viele deutsche machen. Einem Arno Hamburg hätte das Bundesverdienstkreuz noch wertvoller sein sollen. Ist es doch einer der Gerechten verliehen worden. >>>

 

23.8.2009

 

Dieser Zentralrat spricht nicht für alle Juden - Charlotte Knobloch stößt mit ihrer Kritik an der Ehrung von Felicia Langer auf entschiedenen Widerspruch. - Die Präsidentin des Zentralrat der Juden in Deutschland stößt mit einigen Äußerungen beim St. N. Redaktionsgespräch (Es wird Zeit die NPD zu verbieten") in der Ausgabe vom 20. August auf heftige Kritik von jüdischer Seite. -
Leserbrief von Evelyn Hecht-Galinski   zu
Charlotte Knobloch im Interview „Wir müssen die NPD verbieten"
- Dank der guten Fragestellung an Frau Knobloch wissen wir es jetzt alle: Normalerweise wird der Zentralrat der Juden vor einer Bundesverdienstkreuzverleihung angeschrieben und nach seiner Einschätzung gefragt. Gilt das nur für deutsche und israelische Juden, für Israelis oder auch für Deutsche Bürger anderer Religionsgemeinschaften? Und hier hat das Außenministerium nach Anfrage diesen Vorschlag unterstützt. Glücklicherweise hat sich diesmal Ministerpräsident Oettinger, Bundespräsident Köhler und Tübingens Oberbürgermeister Palmer nicht gescheut eine große Menschenrechtsanwältin und Alternative Nobelpreisträgerin auszuzeichnen, ohne den Zentralrat der Juden in Deutschland um Erlaubnis gefragt zu haben.  In der Tat bin ich sehr froh, dass letztendlich mein Vorschlag so wohlwollend aufgenommen wurde, wie es sich für unsere demokratischen Gepflogenheiten gehört >>>
 

Leserbrief von Günther Schenk - zu  Charlotte Knobloch im Interview „Wir müssen die NPD verbieten“ -  Verdrehte Welt -  Wichtiger als Verbote von Rechtsradikalismus und Rassismus ist beispielhaft demokratisches Verhalten besonders der in öffentlicher Verantwortung Befindlichen. Dies jedoch wird gerade von jener Charlotte Knobloch konterkariert, wenn sie der in Tübingen lebenden ehemaligen israelischen Menschenrechtsanwältin die Würde für das kürzlich in Stuttgart verliehene Bundesverdienstkreuz abspricht. Nicht nur die für ihr mutiges Eintreten für Gefolterte und für die universellen Werte der Menschenrechte geehrte Felicia Langer wird schließlich von Frau Knobloch in ihrer Würde herabgesetzt, sondern das Staatsoberhaupt. >>>

 

 

 

10.8.2009

 

Arabische und palästinensische Vereine in Berlin

 

                                                                                               

Liebe, verehrte Frau Langer,

 

wir, Vertreter von arabischen und palästinensischen Vereinen in Berlin, möchten Ihnen sagen, wie sehr wir uns gefreut haben, als wir erfuhren, dass Sie für Ihr Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz verliehen bekamen.

 

Fast kann man am Beispiel Ihrer Ehrungen und der Namensgeber Ihrer Auszeichnungen einen Geschichtsunterricht über Mut und Widerstand halten.

 

Als die Vereinigung demokratischer Juristen und Juristinnen in Deutschland Lea Tsemel und Mohammad Na’amneh 2005 mit dem Hans-Litten-Preis für ihre Menschenrechtsarbeit in Israel-Palästina ehrte, hielten Sie die Laudatio als erste Preisträgerin von 1988 und die beiden Geehrten erinnerten an Ihre Arbeit in Israel, denn Sie waren die erste israelische Rechtsanwältin, die palästinensische Gefangene vor israelischen Militärgerichten verteidigte. In Ihrem Buch „Mit eigenen Augen“ von 1973 berichteten Sie  über schreckliche Verhältnisse in israelischen Gefängnissen, Folter und Tod von Gefangenen. Auch viele Israelis wussten bis dahin nichts darüber. Heute sind es viele Rechtsanwälte, damals warst Du allein, Felicia, daran erinnerte Lea Tsemel.

 

Seit dieser Zeit haben Sie nicht aufgehört, für die Rechte der unter Besatzung lebenden palästinensischen Bevölkerung zu kämpfen und über das Schicksal unserer Gefangenen, zur Zeit sind es über 11.000, darunter Frauen, Kinder und Jugendliche, zu berichten, ihre Freilassung zu fordern und für einen gerechten Frieden zu kämpfen.

 

Wir sind Ihnen zutiefst dankbar für Ihre Arbeit.

 

Die meisten Auszeichnungen werden nicht von den großen Medien bekannt-gemacht. Zivilcourage, Bürgerengagement und herausragende Menschenrechtsleistungen bedeutender Menschen und ihre Ehrungen gehen oft an den Medien vorbei – auch in Deutschland, unserer zweiten Heimat. Aber sie sind wichtig, sowohl für die Geehrten als auch für die Öffentlichkeit. Ohne die deut-schen Friedenspreise an bedeutende Israelis und Palästinenser zum Beispiel wüsste man sehr viel weniger über all die Friedensstifter in beiden Ländern und die Solidaritätsgruppen hier bei uns.

 

Wir glauben, dass auch hier viele Menschen erst vom friedlichen Protest der Palästinenser gegen die Mauer in ihren Dörfern wie Nil’in und  Bil’in erfahren haben, als die Internationale Liga für Menschenrechte Bil’in und die israelischen Anarchists against the Wall im Dezember 2008 mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet hat.

 

So sind diese Auszeichnungen auch oft eine Aufforderung an die Medien, die Friedensstifter zur Kenntnis zu nehmen und genauer nach der Wahrheit zu fragen und sie zu veröffentlichen.

 

Das große Bundesverdienstkreuz ist nun zum ersten Mal eine staatliche deutsche Anerkennung Ihrer Lebensleistung, und das hat uns sehr gefreut – wir, die wir Sie noch von zu Hause kennen als eine besonders mutige Frau, die immer die Wahrheit gesagt hat.

 

Wir wissen, dass es in Palästina einige junge Frauen gibt, die nach Ihnen „Felicia“ – die Glückliche – genannt wurden aus Dankbarkeit der Familien, denen Sie geholfen haben oder deren Mitglieder Sie vor Militärgerichten verteidigt haben.

 

Eine „Felicia“ trafen Sie auf Ihrer letzten großen Reise nach Israel. Es war sehr anrührend zu lesen: „Man stellt mir ein schönes, junges Mädchen vor. Sie heißt Felicia Barghouti, mir zu Ehren“. Sie hatten einen Onkel von ihr vor Gericht verteidigt. „Ich warte schon seit vielen Jahren auf die Gelegenheit, dich einmal persönlich zu treffen“, sagt die junge Felicia.

 

Das selbstverständliche „Du“ als Nähe, Vertrautheit und Achtung zeigt, mit welcher Liebe die Menschen Sie begrüßt haben. Auf dieser Reise wurde unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters von Nazareth ein „Studientag zur Ehrung des Lebenswerks von Felicia Langer“ veranstaltet und Sie hielten vor jungen israelischen und palästinensischen angehenden Juristen einen Vortrag über „Menschenrechte der Palästinenser in Vergangenheit und Gegenwart“.

 

Wir haben Sie bei Veranstaltungen in Berlin erlebt, wenn Sie voller Mitgefühl und oft voller Verzweiflung über den Unfrieden in Israel-Palästina berichteten, über die Besatzung, die Gefangenen, die Häuserzerstörungen – und über das große Schweigen auch in der deutschen Öffentlichkeit.

 

Wir haben lesen müssen, dass neben den Glückwünschen und der Freude, die Ihnen die Auszeichnung bedeutet, Unwahres und Herzloses über Sie geschrieben wurde.  Wir können uns das nur so erklären, dass Sie zwar in den Basisgruppen und durch Ihre Bücher und Reden bekannt sind, jeder könnte wissen, was Sie denken und was Ihre Prinzipien sind, aber manche Journalisten kennen Sie nicht         

persönlich. Dazu hätten sie aber immerhin 20 Jahre Zeit gehabt, denn seitdem Sie in Deutschland wohnen und als siebente Sprache Deutsch gelernt haben, gab es auch kein sprachliches Hindernis mehr.

 

Sie haben immer deutlich gemacht, dass man aus der Geschichte lernen kann, auch heute nicht zu Unrecht zu schweigen, egal, wo auf der Welt es geschieht. Sie meinen, dass Deutschland eine besondere Verpflichtung zur Friedensarbeit hat.

 

Auch für uns Palästinenser war und ist das Schweigen der Medien und vieler Menschen in Deutschland zu der Unterdrückung und Entrechtung unseres Volkes oft bedrückend.

 

Aber dass Sie nicht mehr allein sind und es viele Menschen in Deutschland gibt, die sich für einen gerechten Frieden in Israel-Palästina einsetzen, wissen Sie durch Ihre Veranstaltungen am allerbesten. Sonst hätten Sie vor einigen Jahren nicht geschrieben: „Mein Mann und ich leben seit 15 Jahren in Deutschland, das unser geliebtes Zuhause geworden ist…“

 

In der Zwischenzeit haben wir auch lesen dürfen, wie viele Menschen Ihnen Mut zugesprochen haben, vielleicht haben Sie gar nicht gewusst, dass es so viele Freunde und Gleichgesinnte gibt.

 

Wir haben Sie oft traurig und auch zornig über das Unrecht sprechen gehört und gleichzeitig Ihren Mut und Ihre Kraft bewundert. Wir wünschen uns so sehr, dass wir alle noch die Zeit des Friedens, auf den Sie immer hingearbeitet haben, erleben werden. Durch Präsident Obama keimt wieder ein wenig Hoffnung auf nach der friedensfernen Bush-Zeit.

 

Liebe Frau Langer, Sie sollen wissen, wie dankbar Ihnen viele Palästinenser  für Ihre Arbeit in Israel und hier in Deutschland sind. Wir brauchen Sie so sehr als Stimme für einen gerechten Frieden, als Brückenbauerin zwischen Israel, Palästina und Deutschland. Auch Ihre Stimme zur Politik allgemein gegen Krieg und Unterdrückung brauchen alle Menschen in Deutschland.

 

Heute ist es an uns, Ihnen Mut zuzusprechen. Sie wissen, wie viele Menschen Sie lieben und achten. Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen, dass kein verleumderisches Wort in Ihr Herz fällt.
 

Sie wissen doch: „Gesegnet sind die Friedensstifter.“

 

Mit den aufrichtigsten Gedanken und herzlichen Grüßen

 

 

 


4.8.2009

 

Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer: Umstrittene Ordensträgerin -  "Diese Lebensleistung ist ihr hoch anzurechnen", sagt Micha Brumlik, "sie hat sich als eine der Ersten für die Rechte der Palästinenser eingesetzt." Mutig und aufrecht habe sie gehandelt, sagt er. "Damit hat sie nicht nur den Menschenrechten gedient, sondern auch dem Rechtsstaat Israel in seiner Entwicklung geholfen". Mit 20 Jahren, 1950, zieht die junge Frau nach Israel, nachdem sie in Polen den Holocaust überlebte, auf der Flucht war und bis auf die Mutter die ganze Familie verlor. Es ist für sie keine politische Übersiedlung. Felicia Langer sagt, sie kannte zu diesem Zeitpunkt die Geschichte des Nahen Ostens und des Zionismus nicht. Auch wenn sie durch ihre Religionszugehörigkeit Opfer wurde - ihr neues Leben im jüdischen Staat Israel löste keinen besonderen Patriotismus bei ihr aus. Warum hat sie keinen Stolz gefühlt? "Ich hatte keine Zeit, stolz zu werden", sagt sie, "ich habe schnell viel Unrecht gesehen." Sie spricht von zerstörten Dörfern und entrechteten Palästinensern. "Mir fiel auch damals schon die Diskriminierung der arabischen Bevölkerung auf", sagt Langer. "Ich wusste schon früh, wenn wir in Frieden mit den Palästinensern leben wollen, müssen wir das irgendwann wiedergutmachen." >>>

 

Protest gehen Langer-Ehrung: Bundesverdienstkreuz zurückgeben - Michael Brumlik - Versprechen - das lernt jedes Kind - soll man halten. Im Nachgang zur umstrittenen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer blickt der Beobachter daher gespannt auf die ein oder andere Drohung, Ankündigung oder auch Erfüllung >>>

 

Nachdem diese Form der "Erpressung" nicht gewirkt hat: Giordano will Bundesverdienstkreuz behalten - Rückzieher von Ralph Giordano: Der jüdische Publizist gibt sein Bundesverdienstkreuz doch nicht zurück - damit hatte er kürzlich gedroht, als Bundespräsident Köhler den höchsten Staatsorden an die Israel-Kritikerin Felicia Langer verliehen hatte. Seine Kritik an Langer hält Giordano indes aufrecht. >>>

 

Das Bundesverdienstkreuz für eine Israelkritikerin - Jörg Rupp - Das Bundesverdienstkreuz für eine IsraelkritikerinGroße Aufregung herrscht um die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer. Pro und Contra sind in der Presse breit diskutiert worden. Meiner Meinung nach geht die Verleihung auch so in Ordnung – von meiner grundsätzlichen Abneigung gegenüber Orden und sonstigen Auszeichnungen gegenüber mal abgesehen. Man darf, muss den Staat Israel und seine Politik gegenüber den Palästinensern kritisieren (dürfen). Dass alleine schon auf diese Verleihung hin jedoch ein bundesweiter Aktionismus beginnt, auf deren Spitze verliehen Bundesverdienstkreuze zurückgegeben werden, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. >>>

 

Öhler zu Langer: "Don't rain on my parade." - Für den Rheinischen Merkur kommentiert ein Andreas Öhler die Entscheidung des Bundespräsidentin, an Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu verleihen - und leistet einen großartigen Beitrag zur herrschenden Debattenkultur hierzulande:
Dass nun die Friedensaktivistin Felicia Langer das Ehrenabzeichen erhielt, empört nicht nur die Freunde Israels. Zu Recht: Denn Langer hat sich in ihrem politischen Wirken weniger damit hervorgetan, den Frieden der Bundesrepublik zu fördern, als vielmehr das politische Ansehen Israels zu beschädigen. Die von den Nazis verfolgte Jüdin saß in Jerusalem im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei, emigrierte 1990 nach Deutschland, um fortan als Publizistin gegen Israel zu wettern. Dabei scheint ihr jedes Bündnis recht. So nahm sie 2006 einen Preis der „Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V.“ entgegen, einem Verein, der von Ex-Stasi-Leuten gegründet wurde.
"Nicht nur die Freunde Israel"? Schon der erste Satz wirkt demaskierend - eine Friedensaktivistin empört Israel - und damit auch Öhler? >>>

 

 

1.8.2009

 

Die Dinge beim Namen nennen"Felicia Langer wehrt sich gegen Kritik und verteidigt ihr Engagement für eine andere Politik in Israel. -  Andrea Nüsse - Sie ist es gewöhnt, auszuteilen und einzustecken. Die Anwältin und Autorin Felicia Langer ist kompromisslos, ihre harsche Kritik an der israelischen Palästinenserpolitik hat immer polarisiert. Diplomatie ist ihre Sache nicht. Doch die Reaktionen in Deutschland auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes haben die 79-jährige Juristin, die seit 1990 in Tübingen lebt, überrascht. „So verletzende Anschuldigungen und Verleumdungen habe ich selten erlebt“, sagt Langer. >>>

 

Ellen Rohlfs - Offener Brief  vom 1.August 2009 - An die  fragwürdige Gruppe der Herren, die die Rechtsanwältin Felicia Langer verleumden und diffamieren, nachdem sie  zu Recht das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten hat. Es ist unglaublich, wie Sie mit einer ehrenhaften, untadeligen, für die Menschenrechte engagierten Frau umgehen, die 23 Jahre lang in Israel als Juristin  nicht nur Erfahrungen mit der israelischen Justiz  sondern auch mit den Praktiken der Besatzung gemacht hat und sich deshalb für unterdrückte, diskriminierte, gefangene und gefolterte Palästinenser mit juristischen Fachwissen, mit Menschlichkeit, der sich aus dem jüdischen Ethos und den persönlichen Erfahrungen aus dem Holocaust nährte, einsetzte. Was wollen Sie denn mit dieser Kampagne, die einem Rufmord gleicht, erreichen? Glauben Sie wirklich, dass Sie damit Israel einen Dienst tun, dass Sie damit dem jüdischen Volk helfen und den Antisemitismus bekämpfen?  Sie erreichen damit genau das Gegenteil. >>>

 

 


Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought
- Organisation für Menschenrechte in den arabischen Staaten/Deutschland (OMRAS-D) e.V.
- Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht-Deutschland e.V.
- Bundesverband Deutsch-Arabischer Vereine in Deutschland e.V.
- Landesverband Deutsch-Arabischer Vereine NRW e. V.

Offener Brief an den Bundespräsidenten

 

zur Kontroverse um die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 

mit Befremden und Besorgnis verfolgen wir die heftige Kontroverse um die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer, die Verleumdungskampagne gegen ihre Person und den damit ausgeübten Druck auf die deutsche Regierung. Wir betrachten dies als einen Angriff auf die Meinungsfreiheit und als einen Versuch der Einschüchterung Andersdenkender.

 

Seit vielen Jahren setzen wir uns in Deutschland für Meinungsfreiheit und Demokratie in den arabischen Ländern ein. Dass wir unser Ziel verfolgen können, verdanken wir dem Land, in dem wir leben.

 

Als Anwältin kämpfte Frau Felicia Langer Jahrzehnte lang gegen die Besetzung Palästinas, Vertreibung und Unterdrückung des palästinensischen Volkes. Das Prinzip der Gerechtigkeit unter Beachtung der Beschlüsse der UNO und des Weltsicherheitsrates stand dabei stets im Vordergrund, nicht die Religion ihrer Mandanten oder die Zugehörigkeit zu einer Nation. Für ihr Engagement sind wir ihr alle sehr dankbar. Zu Recht kann sie sicher sein, mit ihrer Kritik an der Politik Israels auch dem Ansehen des israelischen Volkes zu dienen.

 

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Felicia Langer ist gerechtfertigt und wohlverdient und wir freuen uns über Ihre Entscheidung.

 

Wir gratulieren Frau Langer und hoffen, dass ihr Kampf mit Erfolg gekrönt wird und ein gerechter Friede im Nahen Osten möglich wird.

 

Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought

Christofstr. 5

76227 Karlsruhe

Tel.: 0049 (0) 721-1517745

Fax: 0049 (0) 721-9158750
E-Mail:
contact@ibn-rushd.org

Web: http://www.ibn-rushd.org

 

Unterzeichnet von:
- Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought
- Organisation für Menschenrechte in den arabischen Staaten/Deutschland (OMRAS-D) e.V.
- Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht-Deutschland e.V.
- Bundesverband Deutsch-Arabischer Vereine in Deutschland e.V.
- Landesverband Deutsch-Arabischer Vereine NRW e. V.
 

 

Dr. Izzeddin Musa                                                                                                                                                                                                                                                    

 Herr Bundespräsident
Dr. Horst Köhler                                
11010 Berlin
Wachtberg, 27.07.2009

Angriff auf die Grundpfeiler der Demokratie

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

Sie haben in den letzten zwei Wochen vermutlich eine Menge Post bekommen, die gegen die Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland an Frau Felicia Langer protestiert haben. Ich als Deutsch-Palästinenser, der seit fünfzig Jahren hier lebt, möchte Sie zu dieser Wahl beglückwünschen. Ich habe mir diese Kampagne seit fast zwei Wochen angeschaut und fühlte mich angewidert, sodass ich mich als Betroffener zu Wort melden muss. Frau Langer ist eine der besten und moralisch integersten Vertreterin Israels und ihrer zweiten Heimat Deutschland. Mit der Verleihung haben Sie ein Zeichen gesetzt und diejenigen Kräfte moralisch gestärkt, die zu Recht die seit 42 Jahren andauernde israelische Okkupation meiner Geburtsheimat Palästina kritisieren. Sie haben sich auch deutlich von Kanzlerin Angela Merkel abgehoben, die selbst zu den schlimmsten israelischen Kriegsverbrechen in Gaza um die Jahreswende 2008/2009 kein Sterbenswörtchen der Kritik an diesem zionistischen Militärregime über die Lippen gekommen ist. Sie steht ganz unter der Kuratel der Israellobby, des Zentralrates und anderer pro-israelischer Gruppen.

Ihnen dürfte schnell klar geworden sein, dass es sich bei dieser Hetzjagd auf Frau Langer um eine wohl organisierte Kampagne der schlimmsten Elemente der Israellobby handelt. Die Methoden, mit denen Ihre Entscheidung in verleumderischer Weise kritisiert wird, müssen schlicht und einfach eine schamlose Erpressung genannt werden. Diese extremen Zionisten greifen damit eine tragende Säule unserer Demokratie an. Ihre Kritik richtet sich eigentlich gegen Sie, Herr Bundespräsident. Dies ist der Skandal, den auch Sie beim Namen nennen sollten. Die Herren Giordano, Lustiger, Graumann, Hamburger und andere unbedeutende Israelis erpressen Sie in aller Öffentlichkeit, in dem sie drohen, ihre Orden zurückzugeben, wenn Sie nicht Ihre Entscheidung korrigieren. Diese Unverfrorenheit hat auch der ehemalige CDU-Abgeordnete Johannes Gerster, ein schlimmer Israellobby ist, verlangt. Sollen sie doch ihre Orden zurückgeben. Sie hatten sie sowieso noch nie verdient. Diese noblen Herren haben keinerlei Skrupel sich in eine Reihe mit dem „Moralapostel“ Michel Friedmann zu stellen, der, wie Sie sicherlich wissen, als alias Paolo Pinkel sich in Berliner Nobelhotels osteuropäische Prostituierte hat zuführen lassen, die wahrscheinlich durch den sogenannten Fischer-Erlass nach Deutschland eingereist wurden. Giordano und seinesgleichen sollten diesen unmoralischen Israellobbyisten auffordern, seinen Orden zurückzugeben, bevor sie sich über eine ehrbare Dame wie Frau Langer hermachen.

Noch ein Wort zum Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Nürnberg, Herrn Arno Hamburger. Entweder liegt es an seinem hohen Alter oder er hat aus der Geschichte gar nichts gelernt. Dieser „Verdienstkreuzträger“ sagt doch allen Ernstes auf der unsäglichen „Achse des Guten“, Professor Rolf Verleger sei ein „Volksschädling“. Dies ist reinste Nazi-Terminologie. Von Amts wegen müssten Sie ihm das Verdienstkreuz dafür entziehen, oder ein Strafverfahren gegen ihn einleiten.

Der übelste Hetzer und unsäglichste Verleumder nicht nur in dieser Kampagne ist der „Journalist“ Henryk  M. Broder, der als Hauptdrahtzieher hinter dieser Agitationskampagne stehen dürfte, wie eine Antwortmail von Alexander Brenner zeigt. Broder muss diesen wohl aufgefordert haben, sein „Verdienstkreuz“ zurückzugeben. Leider hatte dieser Herr aber keins verliehen bekommen, was er Broder mitteilte. Die angebliche Empörung in Israel ist ein Luftschloss geschaffen von einem pro-zionistischen Kampagnenjournalisten mit Namen Benjamin Weinthal, ein ausländischer in Berlin akkreditierter Journalist, der bereits andere Persönlichkeiten in der Jerusalem Post verleumdet hat.
Ist es die Aufgabe dieses Korrespondenten der Jerusalem Post, Druck auf andere Medien auszuüben? Er hat es sich zur obsessiven Aufgabe gemacht, sogenannte „Israelkritiker“ mit Schmutzkampagnen und Verleumdungen zu überziehen. Ein sogenannter Journalist, der scheinbar nur nach Deutschland gekommen ist, um hier Lobbyarbeit zu betreiben, anstatt Artikel zu schreiben, die auf Fakten und Tatsachen beruhen. Aufgenommen wurde in Israel dieser Ball von Ulrich Sahm, der als Nahostkorrespondent – besser Nahostagitator - zu diesem Hetznetzwerk gehört und eine angebliche Erregung Israel nach Deutschland zurückgemeldet hat. Ihre Beamten sollen sich von dieser erzeugten Hysterie nicht beeindrucken lassen. Ihr Pressesprecher oder besser Sie persönlich Herr Bundespräsident sollten zu gegebenem Anlass die Verursacher dieses Kesseltreibens gegen Sie und Frau Langer beim Namen nennen: Die Israellobby. Diese Leute halten das gesamte deutsche Volk als Geisel des Holocausts gefangen. Ich als Deutscher und Palästinenser kann nur Verachtung für die Politiker empfinden, die immer noch vor dieser Erpressung kuschen. Deutschland hat es nicht mehr nötig im Kriechgang durch die Geschichte zu wandeln, angesichts der monströsen und menschenverachtenden Verbrechen, die die Zionisten in Palästina an meinem Volk begehen.

Mein Volk ist das Opfer des Opfers. Es muss für die Verbrechen der Deutschen bezahlen. Ich schlage Ihnen vor, wenn ein Teil der philosemitischen Deutschen  die Juden so lieben, sollten sie ihnen doch Mecklenburg-Vorpommern, Hessen oder gar das schöne Bayern überlassen und sie werden in kürzester Zeit sehen, wie auch die anderen Landesteile Stück für Stuck von den Zionisten besetzt werden, weil der Zionismus nicht nur rassistisch, sondern auch expansionistisch und kolonialistisch ist. (…)  Bleiben Sie standhaft und widersprechen Sie diesen gehässig agitatorischen Israellobbyisten offen und deutlich.

Mit freundlichen Grüßen              

 

 

 

30.7.2009

 

Offener Brief an Horst Köhler zur Verleihung des Bundesverdienstkreuz’ an Felicia Langer
By Sabine Yacoub
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

wir wenden uns direkt an Sie, da im Zusammenhang mit Ihrer Entscheidung, Frau Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, vereinzelt Kritik laut geworden ist.

Wir wollen Ihnen demgegenüber unsere große Zufriedenheit angesichts Ihrer Entscheidung ausdrücken. Wir, die Mitglieder der Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel an der Mainzer Universität, halten Ihre Entscheidung für richtig, da wir der Ansicht sind, dass sich Frau Langer diese hohe Würdigung durch ihr einzigartiges Lebenswerk verdient hat.

Sie hat sich stets gegen Gewaltausübung im Nahen Osten ausgesprochen und die Menschenrechte in den Mittelpunkt gestellt. Diese schützen alle Menschen gleichermaßen und kommen nicht etwa einer einzelnen Gruppe weniger zu als anderen. Dennoch wird es in Deutschland oft seltsam still, wenn es um die Menschenrechte von Palästinensern geht. In solchen Momenten war es oft Felicia Langer, die mutig Stellung bezog und das Schweigen durchbrach – mit einer Zivilcourage und Konsequenz, die, wie wir denken, Respekt verdienen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar – so lauten die ersten Artikel unseres Grundgesetztes und der EU-Grundrechtecharta. Aber ist sie wirklich unantastbar? Kann es nicht zum Beispiel aus Sicherheitserwägungen oder vor einem speziellen historischen Hintergrund doch gerechtfertigt sein, die Menschenwürde anzutasten? Die Antwort lautet: Nein, auch dann nicht! Die Menschenwürde als fundamentales Grundrecht duldet keine Einschränkungen oder Ausnahmen, wie Felicia Langers Kritiker nahelegen. Frau Langer selbst hat hieran nie einen Zweifel aufkommen lassen, da sie als Anwältin misshandelter Häftlinge aus eigener Anschauung wusste, wohin es führen kann, wenn man an der falschen Stelle „differenziert“.

Frau Langer hat als jüdisch-israelische Anwältin palästinensischer Rechte eine wichtige Brücke zwischen den Konfliktparteien geschlagen, die ihre besondere Tragfähigkeit aus der Glaubwürdigkeit bezieht. Dabei stellt sie die Verbindung über die Geltung der Menschenrechte her, die für alle, Israelis und Palästinenser, für Juden, Moslems und Christen in der Region in gleicher Weise gelten. Mit ihren Forderungen hat sie die Interessen beider Seiten im Blick – eine Perspektive, durch die sie sich von ihren Kritikern abhebt. Dadurch hat Frau Langer Bewegung in die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern und Deutschen gebracht.

Wir von der Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel an der Universität Mainz versuchen im kleinen Rahmen das gleiche: auf das Verbindende hinzuweisen und uns für eine gerechte Lösung des Nahostkonflikts einzusetzen. Dabei sind es Menschen wie Frau Langer, die uns in unserem ehrenamtlichen Engagement Mut machen. Frau Langer hat sich ein Leben lang für Menschen eingesetzt, die entrechtet, enteignet, entwürdigt, gefoltert wurden. Es ist ein gutes, überaus wichtiges Zeichen, dass dieses selbstlose Engagement von höchster Stelle honoriert wird.

Mit den besten Grüßen

Die Mitglieder der Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 


 

Dr. Izzeddin Musa schreibt an die "welt"

 Ein Schmierfink namens Weinthal kommt selten allein
Gastkommentar: Felicia Langer und das Bundesverdienstkreuz: Jüdischer Selbsthass - Nachrichten welt_print - Debatte - WELT ONLINE
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article4206689/Juedischer-Selbsthass.html

Einen solch ekelhaften Kommentar habe ich noch nie gelesen. Dass Ihre Zeitung so  niveaulos geworden ist, hat mich tatsächlich überrascht. Dass sie nach Axel Springer noch tiefer sinken konnten, ist allerhand eine Leistung. Dieses Schmierenstück erfüllt noch nicht einmal die Mindeststandards eines Kommentars.

Die so genannte Arbeitsdefinition über Antisemitismus der EU ist genau so viel Wert wie die Kriterien gegen Abweichler in der ehemaligen Sowjetunion. Sie wurden diesem antidemokratischen Verein von der Israellobby aufgezwungen. Sie sind darüber hinaus nicht rechtsverbindlich, da sie jedem demokratischen Rechtsverständnis Hohn sprechen.

Wie kommt dieser Kampagnenjournalist von der Jerusalem Post dazu Frau Langer solche Niederträchtigkeiten zu unterstellen? Ist er etwa hier um die Republik, mit seinen Schmutzkampagnen und mit anderen Schmutzfinken wie Broder & Co., aus den Angeln zu heben? Israel ist ein Apartheidstaat. Der letzte übrigens, ohne wenn und aber. Ich bin ein Deutsch-Palästinenser und sage, dass meine Landsleute in Gaza in einem Ghetto gefangengehalten werden. In Israel gibt es 18 Gesetze, die Nicht-Juden diskriminieren. In den besetzten Gebieten gibt es zweierlei Rechtssystem, eines für die Siedlerkolonialisten und ein anderes für die palästinensischen „Neger".  Der Zionismus ist Rassismus pur. Wer einen reinen jüdischen Staat errichten will und sich auch noch "jüdisch und demokratisch" nennt, ein Widerspruch in sich, ist rassistisch und noch einmal rassistisch und blöd obendrauf. Da wird auch ein Schmierenjournalist wie Weinthal nichts daran ändern können. Es wundert mich sehr, wie man solche Lobbyjournalisten akkreditieren kann. 

In Israel hat außer der rechtsradikalen Netanyahu/Liebermann Regierung und einem unbedeutenden Reiseführer niemanden interessiert, dass Felicia Langer das Verdienstkreuz erhalten hat. Wer die Masche dieses  "Lobby-Journalisten" kennt, weiß, dass er dem anderen, inzwischen verkalkten, Israellobby-Journalisten, Ulrich Sahm, den Ball zugespielt hat, der dann eine angebliche Erregung in Israel geortet haben will. Wie für blöd halten diese Lobbyisten uns eigentlich? Oder sie sind selber blöd und merken nichts.
Die eigentliche Stoßrichtung zielt aber auf Bundespräsident Horst Köhler und auf die gesamte Republik. Er wird von Giordano, Lustiger, Hamburger - er hat Prof. Rolf Verleger auf der unsäglichen Achse des guten einen "Volksschädling"  in bester Nazi-Manier genannt - Graumann, Broder, Gerster und anderen Nobodys erpresst, nach dem Motto: wenn du der Frau Langer nicht das Verdienstkreuz aberkennst, schmeißen wir das unserige dir vor die Füße. Wollen diese ekelhafte Typen die Regierung übernehmen? Sie haben doch in Merkel den besten Vertreter. Der oberste Repräsentant auch meines Staates wird von der Israellobby erpresst. Bravo Herr Weinthal und Die Welt!

Dr. Izzeddin Musa

 

 

 

Betreff:  Völlig verdrehte einseitige Berichterstattung - Annette Klepzig

Ehrung für Israel-Kritikerin zurücknehmen!
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article4206689/Juedischer-Selbsthass.html                 

Gastkommentar: Felicia Langer und das Bundesverdienstkreuz
Jüdischer Selbsthass.   Von Benjamin Weinthal 28. Juli 2009

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Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist eine Schande was Sie alle für eine Hexenjagd auf Frau Felicia Langer zu verantworten haben!  Das hat mit seriösem Journalismus absolut nichts mehr zu tun !  Frau Langer ist ausgiebig von den zuständigen Stellen "durchleuchtet" und geprüft worden.  Das Bundesverdienstkreuz steht Ihr zu und ist keinesfalls leichtgläubig vergeben worden. 

Ist Ihnen klar, daß diese ständigen unverschämten Attacken auf Felicia langer erstmalig eine Erpressung des obersten Repräsentanten des Staates durch die Israellobby bedeuten ?  Das Gute daran ist, daß alle Welt jetzt das wahre Gesicht dieser "Herren" deutlich sehen kann!       

KEINER der Angreifer - und der Medien - spricht über die Tatsache, daß schon damals das israelische "demokratische"  Rechtssystem  ausschließlich für "reine" Israelis  Gültigkeit hatte ! - Das war der Hauptgrund warum Felicia Langer (schweren Herzens!) nach Deutschland ging - weil Sie so in Israel nicht arbeiten konnte !    

Nicht nur - Benjamin Weinthal belügt die Öffentlichkeit mit Hilfe williger Medien und zieht in unerträglicher Weise das humanitäre Lebenswerk Felicia Langers - die sich im Gegensatz zu ihren niederträchtigen Verleumdern in herausragender Weise für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt - in den Schmutz !  Daß der Staat Israel schon lange vom Opfer zum Überzeugungs-TÄTER  mutiert ist, ist der Bevölkerung weltweit schon lange klar. Obama kann mit Engelszungen reden -  Israel bleibt wie gewohnt uneinsichtig, stur und arrogant - nur ERETZ ISRAEL im Kopf!

Mit freundlichen Grüßen

Annette Klepzig

69259 Wilhelmsfeld,


 

 

 

29.7.2009

 

Palmer und die Maultaschen - Palmer und die Maultaschen - Er sei, schreibt Boris Palmer an Broder, in seiner Schulzeit als "Vierteljude" bezeichnet worden und habe sich Sätze anhören müssen wie "Sie haben nur vergessen, Deinen Vater zu vergasen". Das seien prägende Erfahrungen gewesen, die ihn davon abhielten, antisemitische Parolen hinzunehmen. Frau Langer aber, so Palmer weiter, sei keine Antisemitin und habe das Bundesverdienstkreuz verdient. Er habe mit ihr über die Vorwürfe gesprochen, sie habe jeden Punkt schlüssig widerlegen können. Broder hingegen, so beschied ihm Palmer, sei ein "Stichwortgeber für ein Netzwerk von Hasspredigern" und Teil einer Kampagne, "die Israel mehr schadet als jedes Wort von Felicia Langer" >>>

 

 

Boris Palmer - Oberbürgermeister mit Durchblick

Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

29.07.2009 23:35 +Feedback
Die Leiden des jungen PalmerWas bis jetzt geschah:


http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/boris_palmer_is_not_amused/
Und so geht es weiter:
Sehr geehrter Herr Broder,
unsere ja vollständig öffentliche Diskussion kommt heute für mich zu einem Abschluss. Besten Dank für die umfangreiche Deutung und Erklärung Ihres Handelns. Mein Fazit in fünf Punkten:
1. Sie argumentieren nicht nur hart in der Sache, nein, Sie verurteilen Personen, die Sie nicht kennen, die Sie nicht befragen, die Sie nicht zu Wort kommen lassen. Als Urteilsbegründung genügen Ihnen Fakten vom Hörensagen und fragwürdige Indizienbeweise. Ihre Urteile basieren auf Vorurteilen und vermeintlichen Gewissheiten, nicht Erkenntnissen und Recherchen. Als spitz formulierender Kolumnist ist man da erfolgreich. Aber man sollte nicht versuchen, in diesem Stil zu richten.
Ihnen ist das nicht aufgefallen? Ich bleibe Ihnen die Belege nicht schuldig: Woher wollen Sie wissen, dass „ich den ganzen Tag paktiere, intrigiere und taktiere“? Ihre Frage, ob ich „noch alle Maultaschen in der Pfanne“ habe, Ihre freundliche Unterstellung, ich sei „nicht lange genug OB“, um die Regeln des Journalismus zu kennen und die Bezeichnung als „village idiot“, was ich wohl als Dorftrottel übersetzen darf, sind weder mit Knigge noch mit Journalismus erklärbar. Die Einstufung als „Zwangsdemokrat“, als „eingebildeter Jude“ und als „Jammerlappen“ – und das alles in einer einzigen Mail unter persönlich völlig Fremden – kann ich nur noch Kopf schüttelnd zur Kenntnis nehmen. Ein Widerspruch - und schon verlieren Sie jegliche Beherrschung? Wer so agiert, hat offensichtlich keinerlei persönliche Unabhängigkeit. Von einem solchen Standpunkt ist Journalismus nicht möglich. Sie disqualifizieren sich selbst trotz aller Schreibfertigkeit und Argumentationskunst.
2. Mit Ihrer Verurteilungs- und Schmähmail liefern Sie den nachträglichen Beleg dafür, dass es richtig war, mich nicht auf Ihr Spiel einzulassen. Ich hatte keine Chance, von Ihnen eine ausgewogene Berichterstattung zu erhalten. Sie haben von mir erwartet, dass ich als Ihr „village idiot“ mitspiele und nun sind Sie sauer, weil es nicht geklappt hat. Ihre fünf Suggestivfragen und die treuherzige Versicherung, Sie wollten nur „entskandalisieren“ sind sogar für den geistig minder bemittelten Provinzdeppen, für den Sie mich halten, eine Beleidigung. Die subtile Analogie, die Sie mit der Frage nach den Bundesverdienstkreuzen für zwei zu spät enttarnte Altnazis herzustellen versuchten, empört mich noch heute. Wie kann man nur eine Frau, deren Mann fünf Konzentrationslager durchlitten hat, in eine Reihe mit den Tätern des Verbrecherregimes stellen? Und das muss ich nun nicht nach Ihrer Methode mühsam mit Kollagen konstruieren, das veröffentlichen Sie selbst ungeniert. Kopf schütteln reicht da schon nicht mehr aus. Von Ihnen eine Entschuldigung zu erwarten ist vermutlich auch sinnlos.
3. Wenn Sie mir mit den Nürnberger Gesetzen den „Vierteljuden“ vorhalten, um mich zu veralbern, dann zeigen Sie nur, wie wenig Sie von dem wissen wollen, was in anderen Menschen vorgeht. Ja, ich bin in meiner Schulzeit als Vierteljude bezeichnet worden. Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, was das für mich bedeutete. Ich habe unter Androhung von Schlägen im Streit mit Jugendlichen meines Heimatortes das Weite gesucht und hinter mir den Ruf, „Sie haben nur vergessen, deinen Vater zu vergasen“ gehört. Mein Vater ist von gewendeten Altnazis von der Sorte der Bütefisch und Schwerte verfolgt, gedemütigt und von „furchtbaren Juristen“ eingekerkert worden. Vermutlich ist das für Sie wieder der Jammerlappen. Für mich sind es prägende Erfahrungen, die mich davon abhalten, antisemitische Parolen hinzunehmen. Ich habe Antisemitismus erlebt und trete ihm entgegen, wo ich ihn treffe.
4. Kennzeichnend für Ihre Form des Journalismus ist, dass immer nur das erwähnt wird, was ins Bild passt. Ich habe mit Frau Langer über die Vorwürfe gesprochen, denen sie nun ausgesetzt ist. Sie konnte mir in jedem einzelnen Punkt schlüssig erklären, wie ihre Aussagen so verfremdet, kontextuiert oder umgedeutet wurden, dass sie der Definition von Antisemitismus entsprechen. Ich habe mit Ihrem Schreibfreund Benjamin Weinthal am eigenen Leib erlebt, wie das funktioniert. Er schreibt in der Jerusalem Post, dass ich die Völkermorddrohung des Irans heruntergespielt hätte. Ich beweise ihm, dass ich zu diesem Thema nie ein Wort gesagt habe und dann legt er mir so lange Thesen zur Stellungnahme vor, bis er am nächsten Tag schreiben kann, ich hätte geleugnet, jemals etwas zum Thema gesagt zu haben, ihm jetzt aber doch etwas gesagt hätte, dass nach Reinwaschung Achmadinedschads aussieht. Das ist bösartig. Was Sie treibt, derlei Unwahrheiten in vorderster Front zu verbreiten, weiß ich nicht. Vermutlich jener Gerechtigkeitssinn, mit dem Sie Ihre letzte Mail abschließen. Im Namen einer usurpierten Gerechtigkeit sind die größten Verbrechen an der Menschheit begangen worden. Noch kein Unrecht wurde als solches vertreten und begangen, es fand sich stets ein höherer Zweck, es zu rechtfertigen. Wie hoch auch Ihr Zweck sein mag, er rechtfertigt nicht Ihre Methoden.
5. Mich haben in den letzten Tagen in großer Anzahl übelste Beleidigungen und Verunglimpfungen erreicht. Diesen allen ist gemeinsam, dass sie nicht die Reaktion auf die Berichterstattung in den Medien waren, sondern erst mehrere Tage später einsetzten, nachdem Sie sich der Sache angenommen hatten. Allen Mails ist gemein, dass sie Ihre Thesen aufgreifen. Sie gehen damit erkennbar auf Mailinglisten zurück, die Sie direkt oder indirekt bedient haben. Daraus kann man nicht schließen, dass Sie das wollten oder gutheißen. Sehr wohl kann man daraus aber schließen, dass Frau Langer nicht vom spontanen israelischen Volkszorn getroffen wird, sondern von einer Kampagne, in deren Fadenkreuz ich eher zufällig mit hineingeraten bin. Dass es solche Netzwerke gibt, dass sie von so viel Hass erfüllt sind, dass keine rationale Debatte mit diesen Menschen möglich ist, das ist für mich die traurige Erkenntnis der Vorgänge der letzten Tage. Welche Rolle Sie dabei spielen und spielen wollen, müssen Sie wissen.
Was mich angeht muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich nicht mitspiele. Ich werde mich nicht auf Ihr Verurteilungs- und Schmähniveau herablassen, auch nicht auf das Ihrer Nachahmer, Gefolgsleute oder Kumpanen. Ich werde nicht über die Stöckchen springen, die Sie mir hinhalten. Und vor allem werde ich mich nicht durch Ihre Kampagne beeindrucken lassen.
Ich hoffe, es ist schön in Vermont und Sie fahren Fahrrad, nicht Geländewagen. Ich gönne Ihnen alles Gute. Und glauben Sie mir, Tübingen ist eine so schöne Stadt, dass ich es selbst gut finde, nicht in Vermont, sondern hier zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Boris Palmer
Oberbürgermeister
Tübingen, 27.7.09

sehr geehrter herr palmer,

sie mögen eine ratssitzung par ordre de mufti beenden, nicht aber eine auseinandersetzung, in deren mittelpunkt ihre inkompetenz, ihre instinktlosigkeit und ihr schamlosigkeit stehen. auch wenn sie versuchen, den spiess umzudrehen. nicht ich habe dafür gesorgt, dass eine antizionistische antisemitin, altstalinistin und ahmadinejad-apologetin das bundesverdienstkreuz bekommt, sie waren es. und ich überlasse ihnen lieber ein paar meiner schönsten schneekugeln als das letzte wort in dieser sache.
ihre argumentation besteht aus zwei bausteinen. auf dem einen steht „haltet den dieb!“, auf dem anderen: „mach ich einen fehler, mach ich gleich einen hinterher, dann siehts nach methode aus.“ was sie in ihrer vermessenheit „Fakten vom Hörensagen und fragwürdige Indizienbeweise“ nennen, sind tatsachen, die sie nicht wegdiskutieren können: die bücher und vorträge von frau langer, die sie als eine antizionistische antisemitin ausweisen (nicht die erste ihrer art und nicht die letzte), frau langers „vorwort“ zu einem buch des proto-antisemiten jamal karsli, frau langers auszeichnung durch einen maßgeblich von ehemaligen stasi-leuten gegründeten und geführten verein - nur um die highlights zu nennen. all das haben sie vermutlich nicht gewusst, und jetzt, da sie es wissen, reden sie von „Fakten vom Hörensagen und fragwürdigen Indizienbeweise“, um ihr eigenes unwissen zu kaschieren.
ihre argumentation zeichnet sich durch eine revisionistische logik aus. sie versuchen, eine geschichte retroaktiv umzudeuten und den müll, den sie produziert haben, vor anderer leute tür abzuladen. strukturell machen sie das gleiche wie leute, die behaupten, die juden hätten dem 3. reich den krieg erklärt. auch sie drehen die kausalkette um. nicht sie haben einen skandal angezettelt, ich habe ihn erfunden. statt sich freilich gedanken über meine „persönliche unabhängigkeit“ zu machen, hätten sie sich besser mit der persönlichkeit von frau langer beschäftigen sollen, die dem aktuellen antisemitismus ein gesicht gibt.
jetzt läuft es mit einem bundesverdienstkreuz um den hals herum.
sie fragen: „Wie kann man nur eine Frau, deren Mann fünf Konzentrationslager durchlitten hat, in eine Reihe mit den Tätern des Verbrecherregimes stellen?“ sehr witzig, kamerad palmer, sehr witzig.
erstens haben sie von den beiden jungs, denen die BVK irrtümlich verliehen wurden, erst aus meiner mail erfahren. zweitens habe ich frau langer nicht in eine reihe mit den tätern des verbrecherregimes gestellt, das tun sie, sondern nur auf zwei fälle hingewiesen, in denen eine entscheidung aufgrund fehlender informationen getroffen und später korrigiert wurde. ich hätte auch peter hartz und klaus zumwinkel nennen können, die beide durch subtilen druck dazu gebracht wurden, ihre BVK „freiwillig“ zurückzugeben. wären sie damit eher einverstanden gewesen?
ihre wohlfeile empörung über meine „subtile Analogie“ zeugt nur von ihrer totalen ahnungslosigkeit.
im übrigen: ob und wie viele KZ frau langers mann überlebt hat, sagt nichts über ihn oder seine frau aus. es sei denn, sie, herr palmer, gehen davon aus, dass die KZ erziehungsanstalten waren, deren absolventen über jeden verdacht erhaben sind, sich jemals daneben zu benehmen. und dass man diese unterstellung auch auf deren angehörige ausweiten kann. frau langer war nicht in einem KZ, sie war, nachdem sie das kommunistische polen verlassen hatte, in einer kommunistischen partei und deren ZK tätig. und sie hat, anders als ralph giordano und andere anständige ex-kommunisten, diesen fehltritt nie bereut. nun geht sie mit den KZ, die ihr mann überlebt hat, hausieren. das ist unanständig und schamlos, herr palmer, so wie es unanständig und schamlos ist, wie sie mit den erfahrungen ihres vaters und ihrem vermeintlichen judentum angeben. „Ich habe Antisemitismus erlebt und trete ihm entgegen, wo ich ihn treffe.“ nur als sie frau langer begegnet sind, war ihnen der gute vorsatz gerade entfallen.
wenn ich lese, dass ihr vater „eingekerkert“ wurde und wie sie später leiden mussten, wird mir klar, wie gut es meine eltern hatten. dass ich im gegensatz zu ihnen, herr palmer, sie nicht als zeugen in eigener sache aufrufe, kommt daher, dass es mir genügt, einen computer aus zweiter hand zu benutzen. nicht jeder sohn eines michael kohlhaas wird automatisch ein robin hood, nicht jede tochter eine jeanne d’arc. manche landen auch in der badischen provinz, um zwischen zwei kehrwochen den nahostkonflikt zu lösen.
and last but not least. frau langers aussagen seien, schreiben sie, „verfremdet, kontextuiert oder umgedeutet“ worden, so dass sie „der Definition von Antisemitismus entsprechen“.
ich frage mich, wie lange sie, herr palmer, „verfremdet, kontextuiert oder umgedeutet“ wurden, bis sie endlich der definition eines politikers entsprachen.
mit den besten empfehlungen
hmb, middlebury, 29.7.09

Sehr geehrter Herr Broder!
Besten Dank! Kleiner Tipp noch:
Tübingen liegt nicht in Baden, sondern in Württemberg. Macht aus Vermont vermutlich keinen Unterschied.
Es wäre aber dennoch besser für Sie, das Recherchieren zu lernen.
Mit freundlichen Grüßen
Boris Palmer
Oberbürgermeister
29.7.09

http://henryk-broder.com/hmb.php/blog/article/910/
 

 


Dokumentiert: Broder an Palmer an Broder - Palmers Antwort an Broder - Sehr geehrter Herr Broder, Gegenfrage: Glauben Sie, ich hätte noch nie einen Artikel von Ihnen gelesen und würde nicht erkennen, was Sie wirklich beabsichtigen? Ihr Ziel ist doch nicht die Entskandalisierung, ich bitte Sie. Werden Sie auch darüber schreiben, dass die von Hass geprägten Reaktionen einiger Langer-Kritiker so weit gehen, sie in eine Reihe mit Adolf Hitler zu stellen?
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass ich sofort zurückreten müsste, wenn ich sagen würde: "Wir haben Hitler und Stalin überlebt, wir werden auch Achmadinedschad und Henryk M Broder überleben”? Über Felicia Langer darf man das aber sagen und dabei sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben und niemand stört sich daran? >>>

 

 

Claudia Karas - zu den beiden Kommentaren von Benjamin Weinthal, vom 27.07.09

und vom 28. Juli 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

die beiden Kommentare an zwei Tagen hintereinander, mit denen Sie Benjamin Weinthal Lügen über die mutige Menschenrechtsanwältin Felica Langer verbreiten lassen, sind Beispiele für einen Kampagnenjournalismus, der einzig dazu dient, israelische Propaganda zu verbreiten und diejenigen zu denunzieren, die für Menschenrechte und Gerechtigkeit einstehen.

Ganz offensichtlich geben Sie einem Aktivisten aus dem Hasbara-Team der israelischen Regierung Gelegenheit, um das – durch massive Menschenrechtsverletzungen und Kriegsgreuel - ramponierte Image des Apartheidstaates Israel aufzupolieren und stellen sich damit ganz deutlich auf die Seite des Unrechtes.

Weinthal verstößt in eklatanter Weise gegen den Pessekodex, demzufolge die "Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit" oberste Gebote sein sollen. Seine Schmähartike sind Teil der gegen Felicia Langer betriebenen Hetzkampagne, die weder GRÜNDLICH noch FAIR RECHERCHIERT sind!

Er belügt die Öffentlichkeit mit Hilfe williger Medien und zieht in unerträglicher Weise das humanitäre Lebenswerk Felicia Langers - die sich im Gegensatz zu ihren niederträchtigen Verleumdern in herausragender Weise für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt - in den Schmutz! Die Wahrheit wird sich jedoch durchsetzen !

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Karas
*Adresse*

 

 

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. - EJJP Deutschland

Berlin, 23.07.2009

Pressemitteilung

Mit großer Freude haben wir die Auszeichnung der langjährigen israelischen Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer mit dem Bundesverdienstkreuz  zur Kenntnis genommen und gratulieren ihr ganz herzlich dazu.

Schon als Anwältin in Israel, hat sie sich oft unter schwierigsten Bedingungen für die Rechte der unter der israelischen Besatzung leidenden Palästinenser  und Palästinenserinnen eingesetzt.

Auch seit  sie  in Deutschland lebt ist Felicia Langer nicht müde geworden sich in zahlreichen Veranstaltungen und nicht zuletzt in ihren Büchern für eine gerechte Friedenslösung im Nahostkonflikt einzusetzen.

Ihre unerschütterliche aufrechte Haltung hat diese Ehrung verdient und macht uns nicht zuletzt Mut  für unsere weitere Arbeit. im Kampf um einen gerechten, nachhaltigen  Frieden zwischen Israelis und Palästinensern.

Wir bedanken uns bei allen, die diese Auszeichnung ermöglicht und unterstützt haben.

Die Kritik an der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und die damit verbundenen Drohungen der eventuellen Rückgabe des eigenen Bundesverdienstkreuzes halten wir für völlig unangemessen.

Petra Mendelsohn
2. Vorsitzende

 

 

 



Frau Felicia Langer könnte zur Zeit sicher eine ganze Mannschaft von Rechtsanwälte beschäftigen um die vielen Unterstellungen und Diffamierungen zu korrigieren. Hier hat sie reagiert:

Gegendarstellung - 29.7.2009 - Im Tagesspiegel vom 21.07.2009 wird auf Seite 6 unter der Überschrift ,Felicia Langer: „Man muss um Hoffnung kämpfen“’ behauptet, ich sei seinerzeit, als ZK-Mitlied der kommunistischen Partei Israels, Ehrengast Erich Honeckers gewesen.

Hierzu stelle ich fest:

Ich bin zu keinem Zeitpunkt Ehrengast Erich Honeckers gewesen. Ich habe Herrn Honecker nie kennengelernt.

München, den 23.07.2009
Rechtsanwalt
Michael von Sprenger für Felicia Langer
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 29.07.2009)

 

 

Wir warten auf die Abgabe des Bundesverdienstkreuzes der nachfolgen Herren. Müssen sie sich vielleicht erst neuen Rat beim Herrn Broder holen oder warten sie auf ein neues Rundschreiben? Will Broder vorher einem „sensationellen“ Brief an den Bundespräsidenten schreiben und auf das ihm nicht verliehene Bundesverdienstkreuz verzichten? Wir warten in Ungeduld den wer so, mit diesen Gründen den Bundespräsidenten bedrängt, erpresst hat es nicht verdient.

Warteliste
Seit 21.7.2009 - Dr. hc Ralf Giordano -
Sein Brief an den Bundespräsidenten pdf >>>
Seit 21.7.2009 Prof. Dr. hc Arno Lustiger - (Schweren Herzens habe ich mich entschlossen, meine Auszeichnung für den Fall zurückzugeben, dass das BVK dieser Person nicht aberkannt >>>
Seit 25.07.2009 Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg
Hamburger denkt an Rückgabe seiner Verdienstorden“ >>>
Reichen 3 Tage zum Nachdenken?

Zurückgegeben
24.7.2009 - Reiseführer Motke Shomrat

Als verdienstvollen Ersatz für die Zurückgegebenen Verdienstkreuze
schlage ich folgende ehrbare jüdischen Mitbürger vor: Evelyn Hecht-Galinski, Prof. Rolf Verleger, Abraham Melzer

 

28.7.2009

 

"Was Ahmadinejad sagte in Genf, war die Wahrheit." Das meinte Felicia Langer laut Bericht der zionistischen Internetseite juedische.at über Ahmadinedschad, und darüber ramentert die ganze zionistische Welt. Was Ahmadinedschad in Genf gesagt hat, steht hier. Über die Zionisten und ihre Verbündeten spricht er die reine Wahrheit. Das ist schlimm für die Zionisten. Nun müssen sie aber wirklich ihre Kreuze zurückgeben, nach soviel geheuchelter Empörung. - gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg

 

 

 

27.7.2009

 

Übrigens gibt es immer wieder Menschen die die Verbrechen Israels nicht weiter decken wollen - Arne Hoffmann schreibt >>>

 

Von Politik ernüchtert -  Jürgen Buchta - Wolfgang Müller gibt Vorsitz im Deutsch-Israelischen Verein ab - Die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Ulm muss sich einen neuen Vorsitzenden suchen. Wolfgang Müller gibt das Amt ab. Unter anderem deshalb, weil er die aktuelle Politik Israels nicht mehr vertreten will. >>>     Kommentar >>>
 

Audio - SWR-Kommentar -  Reinhard Baumgarten - (26.07.) (wave) >>>


Blog von leif eriksson - Ist der Broder eigentlich doof? Oder nur doof? - Im Folgenden gebe ich den bemerkenswerten Mailwechsel zwischen Broder und dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer zum Besten, wie Broder selbst ihn - in einem Anfall geistiger Umnachtung? - auf der "Achse der Selbstgerechten" veröffentlicht hat. Abgesehen davon, dass unklar ist, was Broder durch seine konsequente Missachtung von Groß- und Kleinschreibung erreichen will - außer vielleicht, dass man ihn als Künstler betrachten soll, der sich nicht um Konventionen scheren muss - sind seine Fragen derart dummdreist, dass man sich fragt, ob er das wirklich selbst war >>>

Jakob Augstein - Lieber LE, danke, dass Sie das hier eingestellt haben. - Ich finde zwei Sachen bemerkenswert: Wie blöd Broder ist - also nicht nur unseriös, dogmatisch, peinlich. Das ja eh. Er ist auch blöd. Denn dieser Briefwechsel zeigt nur, dass - und das ist das zweite - dass der Tübinger OB, den ich bisher nicht kannte, nur von seiner Bestallung habe ich neulich gehört, was das also für ein anständiger, intelligenter Mann ist. Der eine klare Sprache spricht und ohne Geifer Kritik zurückweist. Ein Grüner ist mir sympathisch! Ist ja fast wie früher. Schnüff. JA >>>

Streit um Ordensverleihung - Israel kritisieren, aber wie? - Raimund Kirch - Vielleicht war die Ordensverleihung an Felicia Langer nicht diplomatisch, aber muss der Einsatz für Menschlichkeit immer diplomatisch sein? >>>

 

 

Gertrud Nehls 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,                                                                      28.7.09

 seit Tagen verfolge ich mit Verwunderung die  Anfeindungen zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die Rechtsanwältin Felicitas Langer. Inhaltlich fällt dabei auf, dass Frau Langer das Verdienstkreuz  wegen ihres Engagements als Juristin also aus sachlichen Gründen, bekommen hat! Immerhin bezeichnet sich der Staat Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten, sie hat sich  während ihres Lebens dort für die Rechte von benachteiligten Menschen eingesetzt . Der Alternative Nobelpreis wurde ihr Anfang der 90er Jahre verliehen. Frau Langer war damals schon in Tübingen. Auch damals  wurde sie für ihre Tätigkeit als Juristin ausgezeichnet.  Damals wurde die Preisverleihung in der deutschen Öffentlichkeit kaum gewürdigt.

Woran liegt es, dass  diese hohe Auszeichnung heute so „umstritten“ ist?

  1. Nach dem 11. September 2001 haben sich mit Hilfe des Internet Initiativen gebildet, deren Ziel es ist, Kritiker der offiziellen Israelpolitik  zu diffamieren. Sachliche Argumente werden nicht angeführt, dafür aber Printmedien im In-und Ausland mit angeblichen Antisemismusvorwürfen von Menschenrechtsverteidigern und Menschen , die sich gegen  die völkerrechtswidrige Israelpolitik einsetzen, beliefert. Nach dem Gaza Krieg agieren diese Stimmen immer lauter

  2.  Die  Kampagne hatte schon einmal einen Höhepunkt erreicht, als Herr Professor Alfred Grosser vom Bundestag eingeladen und dann peinlich kritisiert wurde, ohne dass sich jemand dafür entschuldigt hätte. Gefördert wird sie auf unverantwortliche Weise durch die Bundeszenrale für politische Bildung: wie soll man sonst verstehen, dass ein Buch „Hurra, wir kapitulieren“ von Henrik Broder gefördert wird? Das islamophobe Pflänzchen wird folgerichtig von den Netzwerkbetreibern über diese staatliche deutsche Einrichtung in den Schulen, -für Generationen von Schülern,- eingesetzt.

  3. Vielleicht erinnern Sie sich, dass die Mohammed -Karikaturen in der „Welt“ veröffentlicht wurden, einer Zeitung, in der Herr Broder regelmäßig schreibt.

  4. Der Zentralrat der Juden versteht sich als Sprachrohr aller Juden in Deutschland; deshalb richtet er großen Schaden an, wenn er vorbehaltlos die Militär- und Siedlungspolitik Israels unterstützt: nur die UN-Resolution zur Staatsgründung Israels wurde anerkannt, alle  verurteilenden  Resolutionen  dieser Völkerrechtsinstitution  wurden von dem Staat Israel zurückgewiesen! Mit  seiner einseitigen  Unterstützung der israelischen Politik  trägt der Zentralrat dazu bei, dass „die besonderen Beziehungen“, missbraucht werden und schadet damit dem Ansehen des Staates Israel in hohem Maße.  

Ich freue mich, dass Frau Langer diese Auszeichnung der Bundesrepublik bekommen hat und beglückwünsche Sie zu der Entscheidung! Damit wird in der Öffentlichkeit deutlich gemacht, dass ehrliche und mutige  Arbeit, im Gegensatz zu inhaltloser Wichtigtuerei, anerkannt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Gertrud Nehls  

 

 

Offener Brief an den Bundespräsidenten: Schmutzkampage gegen Felicia Langer - Eine einzigartige Jagdaktion gegen Felicia Langer, in der es um ein Bundesverdienstkreuz und nicht die Kriegsverbrechen Israels geht!

Offener Brief an den Bundespräsidenten bezüglich der Schmutzkampagne gegen Felicia Langer:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Öttinger,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

die Chronologie der Schmutzkampagne gegen die Menschenrechtsanwältin Felicia Langer sagt viel aus über das zionistische Netzwerk, das mit allen Mitteln versucht, Kritik an den Menschenrechtsverletzungen Israels zum Schweigen zu bringen. Rufmord ist hier das probate Mittel zum Zweck. >>>

 

 

 

Othmar Kaufmann -

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich kann voraussetzen, dass Henryk M. Broder und seine singuläre Stellung in den deutschen Medien Ihnen bekannt sind. Es gab bei verschiedenen Anlässen die eine oder andere Bekundung von Widerwillen. Eine kritische und systematische Würdigung von Stil und Methoden durch die Mainstream-Medien steht jedoch noch aus.

Ich möchte Ihrem Urteil nicht vorgreifen. Ich weise auf einen typischen Vorgang hin, der u.a. durch ihn gut dokumentiert ist. Ich bitte Sie, dem Mailaustausch zwischen Henryk M. Broder und OB Boris Palmer Ihre Aufmerksamkeit zu schenken:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/print/0012454

„sehr geehrter herr palmer,
ich arbeite an einem hintergrundbericht über den fall felicia langer für das wall street journal europe und wäre ihnen sehr dankbar, wenn sie mir vier fragen beantworten würden:…

ich möchte gerne versuchen, dann fall lange zu entskandalisieren und als das darzustellen, was er vermutlich ist: eine vermeidbare panne in der kommunikation unter behörden.
für eine rasche antwort wäre ich ihnen sehr dankbar
henryk m. broder, berlin, 21.7.09“

Meine Fragen sind:

Halten Sie es mit den Standards des Pressecodexes sowie dem z.B.  durch das Motto des Hans-Joachim-Friedrich-Preises formulierten Grundsatz „Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute.  Ein Mindestmaß kritischer Distanz zum Thema (und der eigenen Rolle) ist auch bei sogenannten Herzblut-Themen geboten.“ für vereinbar, wenn ein entschiedener Parteigänger in einer Angelegenheit, deren Kampagne er mitsteuert, sich ermächtigt, einen „Hintergrundbericht“ in dieser Angelegenheit veröffentlichen zu wollen?

Ich gebe Ihnen den Ablauf verkürzt wieder. Deutlich wird, dass das Anliegen Broders und seiner Mitstreiter nicht „entskandalisieren“, sondern „skandalisieren“ ist.

1. Broder schreibt an jüdischen Träger des Bundesverdienstkreuzes, öffentlichen Druck auf Bundespräsident Koehler durch Androhung der Zurückgabe ihres BVK auszuüben. Beleg:  www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alexander_brenner_gebt/  “Deiner Anregung, mein BVK abzugeben, kann ich schon deshalb nicht nachkommen, weil ich nicht im Besitze eines solchen bin.

2. Im Verein mit Broder organisiert „Honestly Concerned“ eine Kampagne, in der Druck auf Koehler, Oettinger und OB Palmer ausgeübt werden soll. Die Organisatoren finden es angemessen, die privaten Kontaktdaten von OB Palmer in ihrem Aufruf zu veröffentlichen. Quelle: http://www.honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=PR23409&Category=pr&Subcategory

TEIL 3 - Verlangen auch Sie die Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes von Felicia Langer... 

  1. KONTAKTDATEN BUNDESPRÄSIDIALAMT:


  2. KONTAKTDATEN MINISTERPRÄSIDENT GÜNTHER H. OETTINGER (Baden Württemberg):

     

  3. KONTAKTDATEN STAATSSEKRETÄR WICKER (Baden Württemberg):

     

  4. UND HIER NOCH KONTAKTDATEN VON OB BORIS PALMER (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN), DER FELICIA LANGER FÜR DAS BUNDESVERDIENSTKREUZ VORSCHLUG:
    Oberbürgermeister Boris Palmer
    Universitätsstadt Tübingen
    Bürgermeisteramt
    Am Markt 1
    D-72070 Tübingen

    E-Mail:
    ob@tuebingen.de ob@tuebingen.de
    Tel.: 07071/204-1300
    Fax: 07071/204-1000


    Boris Palmer
    Aixer Straße 66
    72072 Tübingen

    Telefon 07071 888 086
    E-Mail:
    ob@tuebingen.de ob@tuebingen.de ; mail@boris-palmer.de 
    Kontakt: 
    http://www.boris-palmer.de/71.php

3. Der buddy Henryk M. Broders und Korrespondent der Jerusalem Post, Benjamin Weinthal, veröffentlicht zum Fall Langer 3 Artikel in der JP

- Germany honors Israeli „Israel hater“, 17.7.2009

- Jews to return German honors in protest, 22.7.2009

- J´lem slams German leader over award, 24.7.2009

Ich bitte Sie, einen Blick in die “Talkbacks“ dieser Beiträge zu werfen, um zu sehen, welche Einstellungen, Haltungen, Ressentiments Benjamin Weinthal bedient und stimuliert.

4. Showdown und High Noon. Die „spontane“ und eskalierende Empörung wird auf Achgut.de und auf „Honestly Concerned“ zusammengefasst und kanalisiert.  Die Mobilisierung greift.

5. Henryk M. Broder will darüber einen „Hintergrundbericht“ in Wall Street Journal schreiben. Alles klar?

Wenn Sie die Sache verfolgen, werden Sie feststellen, dass die Betreiber der Kampagne wenig zur Sache sagen, für die Felicia Langer sich engagiert, dafür umso mehr ad hominem. Klar ist auch, dass das Problem Deutschland ist: „Dass eine Israelhasserin die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland bekommen hat, kann nur diejenigen verwundern, die ernsthaft glauben, hierzulande habe sich an der Virulenz des Antisemitismus grundlegend etwas geändert. Doch das ist nicht der Fall, weshalb die Ehrung weniger etwas über die Geehrte aussagt als vielmehr eine ganze Menge über diejenigen, die ihr den Orden umgehängt haben. Und exakt hier liegt das eigentliche Problem, das deshalb Deutschland heißt und nicht Felicia Langer“ oder wie es der maître penseur und Gaon des Saekulums Henryk M. Broder in seiner unnachahmlichen Weise auf SPON formuliert „Sie wurde ausgezeichnet, weil sie "als eine massiv vom Holocaust Betroffene" eine volkstherapeutische Aufgabe erfüllt, indem sie den Deutschen hilft, über ihre Schuldgefühle gegenüber den Opfern des Holocaust hinwegzukommen…Bei der Mutation der Täter von gestern in die Bewährungshelfer von heute sind "Überlebende des Holocaust" als moralische Feigenblätter sehr willkommen.“ Sind das für Sie diskutable Hypothesen oder ist das schlicht gaga?

Insofern vor Felicia Langer z.B. Charlotte Knobloch, Ralph Giordano, Arno Siegfried Hamburger, Arno Lustiger, Wolf Biermann mit dem BVK ausgezeichnet wurden, müsste man im Rahmen der Broderschen Logik fragen, ob diese Preisverleihungen den Zweck hatten, den Deutschen zu helfen, ihre Schuldgefühle gegenüber den Opfern des Holocaust zu kultivieren. Wie viele Kreuze müssten zurückgegeben werden, bis ein Unentschieden, ein Gleichstand erreicht ist?

Was bewirkt diese Kampagne in Deutschland bzw. in Israel? Man kann zur Beurteilung getrost mehrere Blicke in die Diskussionsforen von SPON, WELT-Online oder der Jerusalem Post werfen. Ich habe folgende Hypothese formuliert, nämlich dass unbedachte und übereifrige Zeloten der Sache Israels eher schaden und den Zionismus diskreditieren, antizionistische Einstellungen eher fördern und stärken als sie zu schwächen.  

Die Hypothese lässt sich wie folgt quantifizieren und ist überprüfbar, genügt dem Falsifikations-Axiom: In der Teilstichprobe derer, die "Broder kennen" und den Zionismus mit einem "Zionismus mit broderschem Antlitz" identifizieren, ist die negative Bewertung Israels und des Zionismus signifikant höher als in der Teilstichprobe derer, die ihn nicht kennen. Ich bitte diese Hypothese zu untersuchen.

„Broder kennen“ ist ein pars pro toto für „Broder & seine Mitstreiter“. Ist diese Hypothese, die man ja nachprüfen könnte, etwa antisemitisch?

Mit freundlichen Grüssen
Othmar Kaufmann - Potsdam, 26.7.2009

 

 

 

 

26.7.2009

 

Na, ausgezeichnet! - elisehendrick - Es sind in der BRD neulich gleich zwei der wichtigsten jüdischen Verfechter des Gedankens eines gerechten Friedens in Israel und Palästina mit höchsten Ehren ausgezeichnet worden. Die israelische Rechtsanwältin Felicia Langer, die jahrelang Palästinenser vor den israelischen Militärgerichten verteidigt hat, ist vergangene Woche mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, einer der allerhöchsten staatlichen Auszeichnungen der BRD, ausgezeichnet worden. Auch Dr. Rolf Verleger, der die jüdische Gemeinde in Lübeck neugegründet und immer wieder der israelisch-zionistischen Staatsräson die traditionellen jüdischen Werte der Gerechtigkeit (Zedek), der Barmherzigkeit (Gemilut hasadim) und der Nächstenliebe gegenübergestellt hat, ist vom Zentralrat der Juden in Deutschland die höchste Auszeichnung verliehen worden, die diese Organisation in ihrer derzeitigen Gestalt überhaupt noch verleihen kann: der Rauswurf. >>>

 

 

 

Leserbrief von Claudia Karas zu "Hamburger denkt an Rückgabe seiner Verdienstorden"
«In tiefen Gewissenskonflikt gestürzt«
Nürnberger Nachrichten vom 25.07.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

dass neben all den bedingungslosen Israel-Unterstützern sich nun auch Arno Hamburger an der Rückgabekampage für Bundesverdienstkreuze beteiligt, verwundert nicht.

Dieser, nach eigener Einschätzung „aggressive, militante Jude“ Arno Hamburger hat den Initiator der „Berliner Erklärung Schalom 5767“ Professor Verleger - der wie Felicia Langer einem GERECHTEN Frieden verpflichtet ist - als „Volksschädling“ (!) bezeichnet ("und damit die Besucher nicht auf die Idee kommen, er habe sich nur versprochen, wiederholt er: „Ein Volksschädling“."), ohne einen Aufschrei der Empörung seitens des Zentralrats oder all der "besorgten Bürger", die jetzt in unerträglicher Weise eine Schmutzkampagne gegen Felica Langer losgetreten haben.

Allein wegen dieses Nazi-Jargon, den Hamburger offenbar nicht "in tiefen Gewissenskonflikt gestürzt hat" kann der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz dieses Herren ohne Zögern getrost zurücknehmen.

Mit freundlichen Grüßen Claudia Karas

 

 

 

Siegfried Ullmann

 26. Juli 2009

 

Herrn Bundespräsident

Dr. Horst Köhler

Spreeweg 1

 11010 Berlin         

 

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 

mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer haben Sie offensichtlich in ein Wespennest gestochen. Das war zu erwarten. Bei den Protesten gegen die Preisverleihung wird aber auf die von Frau Langer konkret benannten Menschenrechtsverletzungen überhaupt nicht eingegangen.

 

Frau Langer steht mit ihrer Kritik an der israelischen Vorgehensweise gegenüber den Palästinensern nicht allein da. Es gibt zahlreiche andere jüdische Menschen sowie israelische Menschenrechtsorganisationen, wie z.B. B'tselem, die die israelischen Menschenrechtsverletzungen in gleicher Weise anprangern. Sie können das zum Beispiel den beigefügten Auszügen von Büchern des Baruch Kimmerling, Reuven Moskowitz, Michael Warschavski, Uri Avnery, Avi Primor, Norman G. Finkelstein  sowie der Susan Nathan entnehmen.

 

Besonders erschreckt haben mich die unsachlichen Angriffe des R. Giordano, der früher durchaus Vernünftiges geschrieben hat. Mit seiner "Grundwahrheit": "Es wird keinen Frieden geben in der Region, bis seine Nachbarn aufhören, Israel zu bedrohen" begibt er sich in die Nähe der Antideutschen und anderer Islamhasser, mit denen sich Alan Posener unter "Das Feindbild" in der "Jüdische Allgemeine" (dem Organ des Zentralrats der Juden in Deutschland) in der Ausgabe vom 16.7.09 befaßte. So schrieb Posener: "Zweitens kehren manche Islamhasser demonstrativ ihren Philosemitismus und ihre Liebe zu Israel hervor." "Phobiker sind krankhaft, und die Liebe des Islamophoben zu Israel ist es ebenso." Letzteres könnte ebenfalls für H. M. Broder und einige andere gelten. Tatsächlich ist es doch Israel, das sich allen Friedensbemühungen widersetzt, mit Atombomben droht und auch die Friedensinitiative der 22 arabischen Staaten, die im Einklang mit den UN-Resolutionen steht, zurückgewiesen hat.

 

Der größte Feind ist immer der Abweichler aus den eigenen Reihen, der dann zum Verräter  oder Ketzer deklariert wird. So möchten die beiden Großinquisitoren Giordano und Broder nicht nur Frau Langer, sondern auch Frau Hecht-Galanski und etliche andere am liebsten auf dem Scheiterhaufen sehen. Dabei tun diese verteufelten Israel-Kritiker nur das, was sonst nicht nur als christliche Tugend gilt: nicht wegsehen, wo Unrecht geschieht und die Menschenrechte verletzt werden. Was kann daran falsch sein?

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, lassen Sie sich bitte nicht einschüchtern und beirren. Felicia Langer steht für die unteilbaren Menschenrechte, zu denen sich auch die Bundeskanzlerin bekannte, sowie für Mitgefühl mit den Gedemütigten, Gefolterten und Entrechteten, für Frieden, Liebe und Versöhnung. Man kann vielleicht manchmal hinsichtlich ihrer Wortwahl verschiedener Meinung sein, aber ihr niemals unlautere Absichten unterstellen. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes war ein mutiges und wichtiges Bekenntnis zur Verteidigung der Menschenrechte, zu Frieden und Versöhnung. Felicia Langer verdient unsere Hochachtung und Unterstützung genauso wie damals die russischen Dissidenten Andree Sacharow und seine ebenso mutige Frau Elena Bonner.

 

Mit freundlichen Grüßen 

Siegfried Ullmann

 

 


 

 

Liebe Felicia Langer,

 bitte bleibe so standhaft wie OB Boris Palmer und gib auf keinen Fall das Bundesverdienstkreuz zurück !  Wenn es jemand verdient hat, dann bist DU es !  Sollen doch Hamburger, Lustiger, Giordano und Co. es zurückgeben. Du weißt wir sind alle auf Deiner Seite - wir sind nicht wenige - auch wenn nicht alle an Dich schreiben ! 

Diese feigen Hyänen fühlen sich nur so stark weil Merkel ständig von "Staatsraison" faselt. Egal was sie schreiben oder tun, sie gehen absolut kein Risiko ein, solange sie die Heilige Kuh "Israel"  zu "retten"  vorgeben.

Bitte schone Dich und ignoriere diese schrecklichen Verleumdungen. Das ist  zwar schwer, aber damit hilfst Du Dir selbst. 

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für den Widerstand,

mit vielen lieben Grüßen Annette Klepzig

 

 

Diplomatisch heikel, aber ehrenwert
Felicia-Amalia Langer ist für viele in Deutschland eine Reizperson, und entsprechend unerträglich war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für einige wie Ralph Giordano und Arno Lustiger. Langer erhielt die Auszeichnung als Anerkennung für ihr Lebenswerkund ihr Engagement “für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte”. Darauf droht nun Ralph Giordano, seine Auszeichnungen - ebenfalls Bundesverdienstkreuz, außerdem das Große Verdienstkreuz - zurückzugeben. Er schrieb an den Bundespräsidenten, Langer sei “eine Feindin Israels, die in einem Land mit verbreiteter Gesinnung, sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten, nur von verheerender Wirkung sein kann”. Erpressung, oder? Langer sieht sich als Opfer einer Verleumdungskampagne. Sie glaube “tief, dass ich auch etwas Gutes für das israelische Volk tue, nicht nur für die Palästinenser”. >>>

 

 



25.7.2009

 

Ruth Asfour, Offenbach, Germany  - Letter to the Jerusalem Post

Germany -  Bundesverdienstkreuz for Felicia Langer

It is maybe the lack of news during summer-vacation that the defamation of an honourable lady with the alternative Nobel-,price and other peace-awards is so strong and is still going on. I know many people like e.g. Ralph Giordano who got this decoration. Nobody said anything, although his and his friends’  harassment against the  Muslims in Germany is well-known. Germany’s first paragraph of the legislation says that the “The dignity of every  human being shouldn’t  be touched” No matter which colour or which belief (Jews, Muslims, Christians) or no religion) he/she belongs to. This § is the most important, because it would prevent any Holocaust.

 

Felicia Langer praises Ahmadinejad? She only said, that he spoke the truth in Geneva. Or can anyone deny Israel’s 52 years of occupation - with checkpoints, where the brave Israeli women of Machsom-Watch are sometimes standing? Or the big highways on occupied territory “only for Jews” – Apartheid? The different passports in Israel whether Jewish or not? In East Jerusalem - according to UN Resolution the capital of a Palestinian State – there are Arab houses destroyed and Jewish apartments built up. (Hilary Clinton).

 The wall is standing now 5 years, although it was strongly criticized by the Int. Court in Den Hague.  Peaceful protesters are shot dead by Israeli soldiers in Ni’lin and Bil’in. The wall doesn’t stand on the Green Line (1967) it takes land and water from the Palestinians – who pay more for water than the settlers and have much less water. (Jeff Halper).

 There is one Israeli prisoner and about 9000 in Israeli Prisons. Amnesty Int. and Israeli Right organizations say there is torture even for Palestinian women and children in Israel.

 

I respect very much the Israeli people like Felicia Langer, Jeff Halper, who lately received the “Kant Preis” here in Freiburg, Uri Avnery got awards as well as Reuven Moskowitz and the Women of the Machsom Watch, organizations like Gush Shalom and the Other Israel.

 

Felicia Langer loves Israel and she doesn’t want it to be destroyed.

Translation mistake: Ahmadinejad’s speech meant: “to abolish the occupation of Palestine” not  Israel – as well as “Hamas” recognized Israel because they believe in two States side by side. But not Israel as an occupation-power, stealing land and building settlements on occupied territory – this is against international law. Israel ignored all the UN Resolutions and recognized  only the one of the founding of the State of Israel. And the State of Palestine?

 

All these are facts but - unfortunately in Germany they’re not on TV. When we say something about Israel’s cruel war in Lebanon and Gaza we are strongly reprimanded by Mrs Knobloch – she is our boss.

 

 Isn’t it better for Israel to talk to its neighbours than all the time try to plan a war? Israel is the 4th strongest  military power in the world including atomic-bombs  –

Why is Israel afraid of a small ship with humanitarian help for the miserable people of Gaza? The Israeli navy stopped the ship, which wasn’t in Israeli waters, and jailed the passengers (all human right-activists)

 

Why provoke hatred e.g. in Gaza, the most crowded place on earth – most of them refugees and all fenced in in a prison without escape?

 I always admired the Jewish people for their Rabbi Hillel  - “Don’t do something to somebody what you wouldn’t like to be done to you,”

 

Ruth Asfour, Offenbach, Germany   

 

 

 

Neokonservative fürchten um Deutungshoheit - Kampagne gegen Felicia Langer (SB) - Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die jüdische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer ist Bundespräsident Horst Köhler ein Coup gelungen, über den er selbst inzwischen am allerwenigsten erfreut sein dürfte. "Verdienstkreuz für Israel-Gegnerin bringt Köhler in Bedrängnis" titelt Bild (23.07.2009), und sollte dieser Sachverhalt bis dahin nicht der Realität entsprochen haben, so tut er es spätestens dann, wenn es auf Deutschlands breitestem Boulevard behauptet wird. Wenn der Zentralrat der Juden in Deutschland und das American Jewish Committee in New York gegen die Verleihung Protest einlegen und den Bundespräsidenten auffordern, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken, dann sollte es, so die Absicht der Betreiber dieser Kampagne, höchste Zeit sein, den Rückwärtsgang einzuschalten und sich real waltenden Machtverhältnissen zu beugen. Schließlich hat auch die Regierung Israels ihrem Unmut über die Entscheidung Köhlers Ausdruck verliehen: "Langer hat über Jahre immer wieder Kräfte unterstützt, die Gewalt, Tod und Extremismus befürworten". Jedem, der ihr einen Orden verleihe, müßten "die Konsequenzen bewusst sein, wenn man Intoleranz und böse Absichten nachträglich legitimiert", so die Verlautbarung des Sprechers des Außenministeriums, Yigal Palmor (Tagesspiegel, 24.07.2009). Damit meldet sich eine Instanz zu Wort, die zu unterstützen laut Köhlers Parteikollegin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, deutsche Staatsräson ist. Sicherlich könnte man sich trefflich darüber streiten, ob nicht der Absender dieser dem Bundespräsidenten die Ermutigung sinistrer Kräfte unterstellenden Botschaft der eigentliche Experte für das Verbreiten von "Gewalt, Tod und Extremismus" ist, denkt man nur an den blutigen Überfall der israelischen Streitkräfte auf die Bewohner Gazas oder die israelischen Politikern nicht fremde Anwendung rassistischer Stereotypien auf Palästinenser im allgemeinen und deren politische Führer im besonderen.  >>>

 

Pro und Kontra - Bundesverdienstkreuz für Israelkritik - Hat die israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz verdient? Oder heizt dies nur einen einseitigen Empörungsdiskurs über Israel an? von S. Reinecke und U. Gutmair - Die israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer hat das Bundesverdienstkreuz bekommen. Manche fordern nun, dass ihr dieses wieder aberkannt wird, weil diese Verleihung Israel schade. Diese Debatte trägt alle Züge einer Ersatzhandlung. Man schlägt die Botin für die Botschaft. Die ist unerfreulich, aber richtig. >>>

 

Felicia Langer Jüdin und Menschenrechtlerin mit Distanz zu Israel - Matthias Drobinski - Darf so eine Frau das Bundesverdienstkreuz bekommen? "Nein!", ruft empört Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, denn die Geehrte sei eine "militante und fanatische Israel-Hasserin". "Ja!", antworten begeistert die Anhänger von Felicia Langer. Niemand sonst kämpfe so entschieden gegen das Unrecht, das der israelische Staat, Militär und Justiz seit Jahrzehnten den Palästinensern antue. >>>

 

24.7.2009



 Jochi Weil-Goldstein, Zürich, Initiant des Appells besorgter Jüdinnen und Juden
www.humanrights-in-israel.ch

Bundespräsident Köhler
Sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker

Mit Freude haben wir in der Schweiz vernommen, dass Frau Felicia Langer, Juristin und Menschenrechtsaktivistin, in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse durch Sie ausgezeichnet worden ist. Ehre, wem Ehre gebührt: Frau Langer, die sich seit Jahrzehnten für eine gerechte politische Lösung im tragischen Konflikt zwischen Israel und Palästina einsetzt, hat diesen Preis verdient. Tragisch ist der Nahostkonflikt, weil Europa in seinem Versuch, das schwere Unrecht, das es den Juden und Jüdinnen zugefügt hatte, wieder gut zu machen, neues Unrecht ge­schaffen hat: PalästinenserInnen wurden ignoriert, vertrieben, diskriminiert. Nun haben wir ein Paradox: Israel hat ein Existenzrecht, aber auch die PalästinenserInnen brauchen ein Existenzrecht und einen Staat – alles andere ist arg entwürdigend. Frau Langer kämpft mutig gegen Menschenrechtsverletzungen an.
In der Schweiz bemühen sich Frauen und Männer, die dem Judentum, Christentum, Islam zugehören oder religionslos sind, in Wort, Tat und Schrift ebenfalls um Prozesse in Richtung von Verständigung. Deshalb möchten wir auch Ihnen, Herr Bundespräsident und Herr Staatssekretär, für Ihren Mut zu dieser Preisverleihung gebühren danken.

Sie machen damit einen ersten Schritt, ein scheinbar heilloses Paradox einer Lösung zuzuführen. Vielleicht ist, wäre ja eine der tiefsten Lektionen, die Deutschland und die Schweiz aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts lernen können, die: Weder Opfer noch Täter können zur menschlichen Würde zurückfinden, so lange das vom Opfer erlittene Leid nicht als das be­nannt wird, was es ist: Unrecht! Das unterschreiben all jene Personen, die sich zum ersten Artikel der Menschenrechte bekennen. Dafür setzt sich auch Frau Langer ein.

Zu meinem Bedauern habe ich vernommen, dass die engagierte Frau nun diffamiert wird.

Vorab die Stellungnahme von Dr. Dieter Graumann, Mitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland, ist beschämend. Ich bin als ein Jude empört darüber, wenn die Geehrte oder andere Personen, die in der nahöstlichen Tragödie konstruktiv nach Ausweg suchen, abgewertet werden und bin froh darüber, dass sich unsere deutschen NachbarInnen durch die plumpe „Antisemitismuskeule“ nicht mehr so einfach einschüchtern lassen.

Andererseits erscheint es mir wichtig, Antisemitismus und jede Form von Rassismus, wo immer diese auftreten, entschieden und adäquat zu bekämpfen.

 
Mit vorzüglicher Hochachtung

 Jochi Weil-Goldstein, Zürich, Initiant des Appells besorgter Jüdinnen und Juden www.humanrights-in-israel.ch

Frau Langer, die ich seit 1984 etwas kenne, und ihr Ehemann haben diesen Appell mit unterzeichnet.

 

 

 

„Die Methoden sind schlimm“ - Boris Palmer zu den Angriffen auf ihn und die Tübinger Anwältin Felicia Langer - Das ist kein Recherche-, sondern Kampagnen-Journalismus“, sagte Palmer gestern auf TAGBLATT-Anfrage. Gemeint ist damit der Journalist Henryk M. Broder. (…)  Broder und der Journalist Benjamin Weinthal, Berlin-Korrespondent der „Jerusalem Post“, „versuchen, einen mit ihren Fragen aufs Glatteis zu führen“, sagt Palmer. (…)  „Die Methoden sind schlimm“, kommentiert Palmer Veröffentlichungen wie diese. Und: Er hätte „vor einer Woche noch nicht geglaubt, dass es ein solches Netzwerk gibt“. Mit diesem Netzwerk meint er die Initiative „Honestly Concerned“ (etwa: „aufrichtig betroffen“). Sie entstand nach Angaben auf ihrer Homepage im Mai 2002. „Alarmiert von Israel-feindlichen Presseberichten, wie antijüdischen Äußerungen von Politikern und öffentlichen Persönlichkeiten in Deutschland und Europa, beschlossen wir zu handeln.“ >>>

 

 

 

 

Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V.
www.erich-muehsam-gesellschaft.de

 An das Bundespräsidialamt - Grethenweg 1 - 10557 Berlin

 4. Juli 2009

 Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 der Vorstand der Erich-Mühsam-Gesellschaft begrüßt Ihre Entscheidung, Felicia Langer mit dem Bundesverdienstkreuz zu ehren.

 Die öffentliche Herabwürdigung der Preisträgerin empfinden wir als beschämend - allerdings nicht für die Geehrte. 

2005 erhielt Felicia Langer den Erich-Mühsam-Preis. So wie Erich Mühsam sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft einsetzte, ist es Felicia Langers Anliegen, den Schwachen zum Recht zu verhelfen, Gerechtigkeit herzustellen, ob als Rechtsanwältin in Israel oder als Autorin in Deutschland. Und wie Erich Mühsam scheint sie Haß und Diffamierungskampagnen dadurch zu wecken, daß ihre Berichte und Argumente immer mehr Menschen überzeugen. In Sachen Gerechtigkeit ist sie kompromißlos wie Mühsam. Der prägte den Satz: "Sich fügen heißt lügen".

 Ihre Entscheidung, Felicia Langers Engagement zu würdigen, verstehen wir als mutmachendes Signal für einen Weg in Richtung Frieden in Nahost.

 Mit freundlichen Grüßen,

Sabine Kruse

 

 

 

Felicia Langer erhält das Bundesverdienstkreuz - die neozionistische Besatzer-Lobby lässt die Maske fallen -
Dr. Viktoria Waltz

'Wenn man das alles als Persiflage liest, ist es hochgradig komisch' (in Abwandlung eines Zitats in der Jungen Welt vom 18./19.709)


Pro Israel Lobby - gibt’s die?


Eine Kriminalserie – nicht der erste Fall: Felicia Langer
Die engagierte israelische Rechtsanwältin Felicia Langer erhielt in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz für ihr engagiertes Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte >>>

 

 

„Die Methoden sind schlimm“ - Boris Palmer zu den Angriffen auf ihn und die Tübinger Anwältin Felicia Langer - Das ist kein Recherche-, sondern Kampagnen-Journalismus“, sagte Palmer gestern auf TAGBLATT-Anfrage. Gemeint ist damit der Journalist Henryk M. Broder. (…)  Broder und der Journalist Benjamin Weinthal, Berlin-Korrespondent der „Jerusalem Post“, „versuchen, einen mit ihren Fragen aufs Glatteis zu führen“, sagt Palmer. (…)  „Die Methoden sind schlimm“, kommentiert Palmer Veröffentlichungen wie diese. Und: Er hätte „vor einer Woche noch nicht geglaubt, dass es ein solches Netzwerk gibt“. Mit diesem Netzwerk meint er die Initiative „Honestly Concerned“ (etwa: „aufrichtig betroffen“). Sie entstand nach Angaben auf ihrer Homepage im Mai 2002. „Alarmiert von Israel-feindlichen Presseberichten, wie antijüdischen Äußerungen von Politikern und öffentlichen Persönlichkeiten in Deutschland und Europa, beschlossen wir zu handeln.“ >>>
 

 

Auszeichnung für eine Unbequeme - Ulrike Pfeil - Es war abzusehen, dass die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer Kritik auslösen würde. Denn die israelische Jüdin polnischer Herkunft ist eine Unbequeme und Unbeugsame. (…) Nicht das Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer schadet der Sache Israels, sondern die degutanten Schmähungen, die jetzt über sie und jene, die sie ehrten, ausgegossen werden.  >>>

 

Ellen Rohlfs

Herrn
Bundespräsident Horst Köhler
Bundespräsidialamt
Spreeweg1
10557 Berlin                                                                                26789 Leer, 21.7.09

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

 Im Namen  meiner vielen jüdischen und  israelischen Freunde die in Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Israel arbeiten, möchte ich Ihnen zunächst dafür danken, dass Sie  die israelische Anwältin Felicia Langer, die seit 1990 in Tübingen lebt, mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt haben – sie hat es verdient.

 Nun wird sie - und damit auch Sie – von Juden und jüd. Gruppierungen verleumdet und verurteilt. Sie wird als „Israelhasserin“ hingestellt und mit andern grobschlächtigen Beschimpfungen bedacht, die ich hier nicht alle aufzählen will. Sie sind einfach absurd.

 Ja, Felicia Langer hasst – aber nicht Israel, sondern das Unrecht, sie hasst die Ungerechtigkeit, die Unmenschlichkeit und die Lügen. Mit all dem hat sie sich  20 Jahre lang als Anwältin  der Unterdrückten, Gefangenen und Gefolterten, ja der Gefolterten,  in Israel auseinandersetzen müssen. Sie hat erkennen müssen, dass die Justiz in Israel eine Farce ist, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Das werden Ihnen  israelische Anwälte, die in etwa in ihre Fußstapfen getreten sind, nur bestätigen können – und natürlich die Menschenrechtsorganisation B’tselem oder Yesh Din. Gerade in letzter Zeit konnte in Haaretz oder bei Uri Avnery Artikel gelesen werden, die genau dies bestätigen.

 Wer Felicia Langer jetzt beschmutzt, weiß nichts von dem, was in Israel und in den von Israel  besetzten Gebieten leider geschieht. (Der letzte Gazakrieg hat einiges aufgedeckt.)

Ich weiß darum, weil ich mich seit 45 Jahren mit dem Nahostkonflikt –  auch im Kontext der europäischen/ deutschen Geschichte  befasse ( und drei Bücher dazu schrieb). Ich  war 1967 das erste Mal in Bethlehem allein, nicht mit einer Touristikgruppe, dafür wochenlang. Und dies noch über 20 mal bei palästinensischen und jüd.-israelischen Freunden, oft verbunden mit internationalen  Konferenzen der israelischen „Frauen für den Frieden“ (Women in Black, Bat Shalom) Damals  1989 lernte ich Felicia Langer kennen., auch die Ärzte für Menschenrechte, die Rabbiner für Menschenrechte, B’tselem, später die MachsomWatch-Frauen, Arna Mer-Khanis, die so mutig als Jüdin sich für die Kinder im Flüchtlingslager Jenin eingesetzt hat; ich lernte die Menschen vom Alternativen Informationszentrum und The Other Israel um Uri Avnery kennen und dann die Gruppe Gush shalom, bei der ich seit 1993 aktives Mitglied bin …( Uri Avnerys wöchentliche Artikel übersetze ich seit langem)

 So habe ich erfahren, dass es auch heute noch Juden gibt, die nach den alten jüdischen Werten  für Menschlichkeit und Gerechtigkeit leben und wirken, im Sinne der Torah wie sie auch von Martin Buber und Prof. Jeshayahu Leibowitz verstanden wurden. Es sind die Werte, die in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (10.12.48), ins Völkerrecht, die Genfer Konventionen geflossen sind ---aber jetzt im israelischen Rechtswesen und im israelischen Militär nicht mehr praktiziert werden– wie viele Israelis dies inzwischen auch in ihren Büchern/ Artikeln (Haaretz) schreiben.

Es war das Unrecht, die Doppelmoral, die Unmenschlichkeit , was Felicia Langer  mutig bekämpft – und sich auch in Israel damit keine Freunde gemacht hat.  Sie schrieb darüber in ihren 11 Büchern, weil sie damit andern  helfen oder mindestens die Augen öffnen wollte, damit diese Politik nicht weiter unterstützt und fortgeführt wird .

Sie hat nicht um sonst  1990 den Rightlivelihood Award in Stockholm erhalten .

 Bitte, lassen Sie sich nicht von dem gehässigen Geschwätz aus einer gewissen Ecke irritieren, hier wurde zu recht ein anständiger, ehrbarer, für unsere jüd.-christl. Werte sich ungewöhnlich engagierter Mensch geehrt – und dabei sollte es bleiben.

Mit freundlichen, aber besorgten Grüßen!

 Ellen  Rohlfs  Trägerin des Bundesverdienstkreuzes , 13.9.1993

 

 

 

 

 

Vielen Dank, lieber Erhard Arendt, für Ihr Engagement – diesmal besonders in Sachen Felicia Langer.

Ich bin anders als ihre Verleumder überzeugt, dass Frau Langer durch ihr Reden und Schreiben Israel in Wahrheit einen Dienst erweist. Ähnlich wie viele unserer israelischen Friedensfreundinnen und –freunde geht es ihr darum, ihr Land von einem Irrweg abzubringen. Dieser Irrweg beunruhigt auch hierzulande viele. Nur die Politik hat – noch – nicht begriffen, dass ein Land, das diesen Weg geht, auf Dauer wohl kaum in der Lage sein wird, jüdischen Menschen eine sichere Heimat zu bieten.

 In der Anlage schicke ich eine kurze Geschichte aus diesem Israel und lege auch den Artikel aus Ha’aretz bei, der meinem Text zugrunde liegt.

 Mit Friedensgrüßen

Ulrike Vestring 
53 111  Bonn
 

 

23.7.2009

 

Die Besatzer-Lobby hyperventiliert: Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer [22.07.2009]  - Institut für Palästina Kunde

 Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer hat zu dem zu erwartenden Wehgeschrei der Besatzer-Lobbyisten geführt.
Das Netzwerk der israelophilen und islamophoben Paranoiker hat seine üblichen schrillen Wut- und Hassgesänge angestimmt, aus den Spalten seiner digitalen Druckerpressen tropfen Blut und Galle, und die üblichen Verdächtigen drohen ihre Bundesverdienstkreuze zurückzugeben.
Letzteres ist eigentlich zu begrüssen, denn es ist nicht nachvollziehbar, warum Menschen mit einem Bundesverdienstkreuz geehrt werden sollen, die der Überzeugung sind, dass Menschen- und Völkerrecht für die Araber in Palästina nicht gälten.
 

Ausser in Broders Bäckerblume - dem SPIEGEL - scheint das Skandalisierungs-Schauspiel jedoch nicht Resonanz hervorgerufen zu haben, mit der die chronischen Besatzungsversteher gerechnet haben. Das muss auch die Redaktion gemerkt, und daher Micha Brumlik interviewt haben, der die Leser zwar deutlich wissen lässt, dass er die Langer nicht leiden kann - aber Antisemitin sei sie immerhin nicht.

Zu dem Fall erhielten wir von Dr. Viktoria Waltz eine vorläufige Chronik der Ereignisse. Gewissermassen eine Studie des Milieus der organisierten Betroffenheit und der Skandalisierung der Kritiker Israels - alles im Dienst der israelischen Besatzer.  (ts)

 

 

 

Gespräch mit Felicia Langer im Deutschlandfunk

Die Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer hält die Proteste gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an sie für eine Verleumdung. Man wolle Kritik an Israels Verhalten "total vermeiden". Sie werde den Orden nicht zurückgeben, sagte die israelische Rechtsanwältin.
 

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Gespräch.
Vladimir Balzer: Die Empörung die Ihnen jetzt entgegenschlägt - wie haben Sie die aufgenommen?
Felicia Langer: Am Anfang das war - naja ich glaubte, dass das nicht so heftig und nicht so vehement ist. Aber danach, das hat mich doch verletzt. Und ich glaube, das ist eine Kampagne, Kampagne von Verleumdung. Diejenigen, die keine Argumente haben, verleumdnen, beleidigen und sicher, das tut weh. Ich glaube, ich glaube sehr sehr tief, dass ich etwas Gutes für das israelische Volk auch mache, nicht nur für die Palästinenser.
(…)
Das vollständige Gespräch mit Felicia Langer können Sie bis zum 23.12.2009 als
MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

 

 

 

Felicia Langer wurde  vom Deutschlandfunk interviewt und konnte dort ihre Position ausbreiten - Audio - was sie ohne dieses Krakeele vermutlich nicht geschafft hätte: >>>

Felicia Langer will Bundesverdienstkreuz nicht zurückgeben - Rechtsanwältin sieht sich als Opfer einer Verleumdungskampagne - Felicia Langer im Gespräch mit Vladimir Balzer - Die Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer hält die Proteste gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an sie für eine Verleumdung. Man wolle Kritik an Israels Verhalten "total vermeiden". >>>     Gespräch mit Felicia Langer - MP3 | Flash

 

Felicia Langer Jüdin und Menschenrechtlerin mit Distanz zu Israel - Matthias Drobinski - Darf so eine Frau das Bundesverdienstkreuz bekommen? "Nein!", ruft empört Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, denn die Geehrte sei eine "militante und fanatische Israel-Hasserin". "Ja!", antworten begeistert die Anhänger von Felicia Langer. Niemand sonst kämpfe so entschieden gegen das Unrecht, das der israelische Staat, Militär und Justiz seit Jahrzehnten den Palästinensern antue. >>>

 

23.7.2009 - Der Schriftsteller Ralph Giordano droht, wegen Felicia Langer seine Staatsorden zurückzugeben. Warum hat er sie überhaupt angenommen? - Sehr geehrter Herr Giordano, Sie haben gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer protestiert. Sollte der israelischen Anwältin und Menschenrechtsaktivistin die Ehrung nicht aberkannt werden, drohen Sie, so ist in dieser Woche zu lesen, alle Ihre Auszeichnungen zurückzugeben. Sie sehen sich „angesichts des konkreten Falles“ zu diesem Entschluss „gezwungen“. Wir fragen uns: Wieso haben sie ihre Verdienstorden überhaupt angenommen >>>

Ralph Giordano und das Bundesverdienstkreuz - Kommentar von Claus-Peter Stille - Niemand kam auf die Idee, Ralph Giordano Preise aberkennen zu wollen - In letzter Zeit trat Ralph Giordano desöfteren als er- (oder ver-?) bitterter Gegner von Moscheebauten in Deutschland auf den Plan. Es hat viele gegeben, die ihm beipflichteten. Ironischerweise sogar von der extremen politischen Rechten (gegen die Giordano zurecht seit Jahrzehnten mit spitzer Feder und kritischer Stimme zu Felde zieht) erhielt der Publizist lebhaften Beifall (was Giordano mit sich selber ausmachen muss). Viele politisch anders verortete Menschen jedoch fanden, dass sich Giordono mit seiner, wie es schien, prinzipiellen Moschee-Gegnerschaft auf Abwege begeben hat. Nicht wenige dürften die Meinung Ralph Giordanos gar für ziemlich grenzwertig gehalten haben. Aber es ist nun einmal dessen Meinung. >>>

Ralph Giordano und seine stalinistische Zeit. - In der Zeit, in der Giordano stalinistisch war (1946-1955), hatte der Ostblock seine hohe Zeit des Antisemitismus. Ob das Giordano entgangen ist? Vielleicht recherchiert das mal jemand? Also: an antisemitischen Ereignissen in der Zeit gab es z.B. >>>           Ralph Giordano – Wikipedia

P.S. Stalinist sein und stalinistisch handeln: Alan Posener kommentieret in einem anderen Zusammenhang Henryk M. Broder + die "Achse der Intoleranz": " Ist das euer Verständnis von Fairness. Für mich riecht es nach Stalinismus." >>>

 

 

23.7.2009 - Prof. Verleger -  Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer - Sehr geehrter Herr Bundespräsident, im Internet kursieren wütende Protestschreiben gegen Ihre Entscheidung, Frau Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. Im Gegensatz dazu schreibe ich Ihnen hier, um Ihnen persönlich und auch als Mitglied der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost" meine große Zufriedenheit über Ihre Entscheidung mitzuteilen. >>>
 

 

Broders und Honestly Concerned Saat geht nicht auf sondern demaskiert den Jäger  - Langer-Ehrung: Attacken gegen Palmer - OB empört sich über Schmutzkampagne und stellt sich vor die Tübinger Anwältin Wegen des Ordens für die jüdische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer wird der Tübinger OB Boris Palmer übel angegangen. Auf eine höfliche Anrede verzichtet der anonyme Schreiber. Und kommt gleich zur Sache: „Du hast dieser dreckigen Langerschlampe das Bundesverdienstkreuz verliehen“, heißt es in der Mail, die vor kurzem bei Oberbürgermeister Boris Palmer einging. Und in dieser Tonlage geht es konsequent weiter. >>>

 

23.7.2009 - Schmutzkampagne gegen Langer immer hasserfüllter - Arne Hoffmann - Die unter anderem von Henryk Broder, Ralph Giordano, Claudio Casula sowie den Blogs "Politically Incorrect" und "Lizas Welt" betriebene Schmutzkampagne gegen Felicia Langer nimmt immer üblere Züge an. Das "Schwäbische Tageblatt" berichtet darüber: (...) Gut 50 Mails sind bisher zu dem Thema bei Palmer eingegangen. Der OB: „Da wird ein Kübel Schmutz ausgeleert.“ >>>


 

 

 

„Flüchtlingskinder im Libanon“ e.V. - Betr.: Verleihung des Verdienstordens 1.Klasse der    Bundesrepublik Deutschland an Frau Felicia Langer - (doc)  Sehr geehrter Herr Bundespräsident, im Namen unseres Vereins „Flüchtlingskinder im Libanon e.V.“, dessen Schirmfrau Felicia Langer ist, möchte ich mich bei Ihnen aufrichtig für die Verleihung des Verdienstordens 1.Klasse der Bundesrepublik Deutschland an Frau Langer bedanken. Wir freuen uns sehr über diese wunderbare und in höchstem Maße verdiente Anerkennung. Ihnen und allen anderen an der Entscheidung Beteiligten sind wir außerordentlich dankbar. >>>



 

FAZ - Briefe an den Herausgeber - 23.7.2009 - Evelyn Hecht-Galinski 

 


Ralph Giordano und seine stalinistische Zeit.In der Zeit, in der Giordano stalinistisch war
(1946-1955), hatte der Ostblock seine hohe Zeit des Antisemitismus. Ob das Giordano entgangen ist? Vielleicht recherchiert das mal jemand?

Also: an antisemitischen Ereignissen in der Zeit gab es z.B:

1948: Enthauptungsschlag gegen das Jüdische Antifaschistische Komitee durch die Ermordung von Solomon Michoels (Schilomer Wowsi):
http://de.wikipedia.org/wiki/Solomon_Michailowitsch_Michoels
http://de.wikipedia.org/wiki/J%25C3%25BCdisches_Antifaschistisches_Komitee

1952: Slansky Prozess:
http://www.hagalil.com/antisemitismus/europa/linker-antisemitismus.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Slansky
Die Mehrzahl der - hingerichteten - Angeklagten dieses Prozesses war jüdisch.

1953: Ärzteverschwörung
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rzteverschw%C3%B6rung
(der Bruder von Michoels, Miron Wowsi, war übrigens während des 2. Weltkrieges auch "Surgeon General", also oberster Sanitäter der Roten Armee.

Über "Wurzellose Kosmopoliten":
http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzelloser_Kosmopolit

Ab 1948 gab die UdSSR ihre anfänglich pro-Israelische Haltung auf.

All das scheint Herrn Dr. phil. G. entgangen zu sein, oder?

Und das Buch von Arno Lustiger hat er wohl auch nicht gelesen:
(Wo die Antideutschen recht haben, haben sie Recht:
http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_99/04/27a.htm

amazon:
http://tinyurl.com/m2fl8l

P. W.

Ralph Giordano – Wikipedia

 

22.7.2009

 

Verdienstkreuz-Streit: Pro Felicia Langer 
Sendezeit: 22.07.2009 23:07
Autor: Palmer, Boris
Programm: Deutschlandradio Kultur
Sendung: Fazit
Länge: 05:05 Minuten
AUDIO: Verdienstkreuz-Streit: Pro Felicia Langer 

 

 

22.7.2009 - "Die schrillste Fanfare" - Arne Hoffmann - (...) Womit wir beim zweiten Gedanken sind: Nicht durch die Auszeichnugn Felicia Langers, sondern vor allem durch die lautstarken Proteste dagegen ist ein Tabubruch in die Wege geleitet worden: Mit höchstamtlichem Segen kann jetzt die israelische Siedlungspolitik auch mit großer Schärfe kritisiert werden. Bislang gab es diese Kritik beispielsweise von journalistischer Seite nur zurückhaltend, auch bei den deutlichen Worten, die Ruprecht Polenz vor einigen Tagen zu Israel äußerte, hat man unwillkürlich die Luft angehalten. Wer beispielsweise ab und zu amerikanische Zeitschriften liest, merkt bei diesem Thema schnell, dass Kritik an Israels Politik dort sehr viel unverblümter geäußert wird als hierzulande (und ich spreche von "Newsweek" und "Time", nicht von radikalen Postillen.) Man kann füglich darüber diskutieren, ob hart oder freundlich vorgebrachte Kritik hilfreicher ist, aber eines scheint mir festzustehen: Es hat in der Tat ein Tabubruch stattgefunden, wie er noch zu Zeiten der Möllemann-Debatte ohne Unterstellungen des Antisemitismus nicht möglich war, und die höchsten Ränge der deutschen Politik haben diesen Tabubruch gewollt. Das muss auch all jenen klar gewesen sein, die jetzt diesen Aufruhr veranstalten, denn genau das ist für diesen Aufruhr der Grund. Die Ironie der Geschichte liegt darin, dass der Tabubruch ohne diese pawlowschen Reflexe keine solche Wirkung erzielt hätte >>>

 

 

Esther Thomsen schreibt:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Oettinger,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

zunächst mein Dank an Sie, dass Sie der Menschenrechtsanwältin Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz verliehen haben.

Sie hätten keine würdigere Kandidatin finden können, denn Felicia Langer hat sich ihr Leben lang mit beispiellosem Mut für Benachteiligte und Unterdrückte eingesetzt, für Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte als Voraussetzung für eine Friedenslösung im Nahen Osten.


Umso unverständlicher und empörender ist es, dass bestimmte Kreise eine Verleumdungskampagne gegen Frau Langer als angebliche Israelhasserin
begonnen haben und an Sie das unverschämte Ansinnen stellen,Felicia Langer das eben verliehene Bundesverdienstkreuz abzuerkennen, andernfalls droht man mit Rückgabe der eigenen Auszeichnung.

Bitte lassen Sie sich von diesen Leuten, die immer dann ihre Stimme erheben, wenn noch so berechtigte Kritik an der israelischen Politik geübt wird, nicht beeindrucken oder gar erpressen. Für mich als Theologin vertreten Menschen wie Felicia Langer, Uri Avnery und Professor Rolf Verleger die wahren Werte des Judentums und nicht der Zentralrat der Juden, der Rolf Verleger ausgeschlossen hat, weil er die Menschenrechtsverletzungen Israels angesprochen hat, die so offensichtlich sind, dass die UN, das Internationale Rote Kreuz, Amnesty International u. a. sie bezeugen.


Unsere Bundeskanzlerin hat sich zwar neulich vor der Knesset zu Recht "zu unserer immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe   in der deutschen Geschichte" bekannt, aber jetzt sind wir gefragt, ob wir aus dieser Geschichte gelernt haben und keine weitere "moralische Katastrophe" durch wegsehen und schweigen verursachen wollen.

In einem Interview des 'Freitag' mit dem Israeli Jeff Halper fand ich folgende bemerkenswerte Aussage zu den "Fehlsteuerungen im israelisch-deutschen
Verhältnis": Aus Schuldgefühlen für den Holcaust darf nicht die Unterstützung für die israelische Besatzungspolitik folgen, sondern der absolute Vorrang von Menschenrecht und Völkerrecht, d.h. Deutschland muss auch konsequent die Verletzung der palästinensischen Menschenrechte durch Israel ansprechen. (siehe Anhang)- Mir erscheint der Gedanke, dass deutsche Politiker sich dem Druck der Denunzianten beugen könnten, unerträglich. Ralph Giordano, dessen Roman   'Die Bertinis' ich schätze, hat sich m. E. durch rassistische Tiraden gegen Muslime diskreditiert, ebenso Henryk M. Broder und Arno Lustiger,   der in Frankfurt durch Denunziation verhindert hat, dass Rupert Neudeck sein Buch über Palästina, "Ich will nicht mehr schweigen" in einer evang. Kirche vorstellen konnte.


Wir brauchen in Deutschland Menschen mit dem Mut und der unbestechlichen Wahrheitsliebe einer Felicia Langer. Bitte schützen Sie sie vor ihren chauvinistischen Verleumdern.
Mit freundlichen Grüßen Esther Thomsen

 

 


 
 

KOMMENTAR ZUM STREIT ÜBER VERDIENSTKREUZ - Es muss Platz für Langer und Giordano geben - Yassin Musharbash - Der Schriftsteller Ralph Giordano fordert, der Anwältin und Israel-Kritikerin Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz abzuerkennen. Das ist völlig überzogen, findet Yassin Musharbash: Die Ehrung ist eine Auszeichnung für die Lebensleistung, nicht für die richtige Meinung. Seit seiner Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 haben rund 240.000 Personen den Verdienstorden erhalten. Fast eine Viertelmillion! Viele sind ausgezeichnet worden, weil die Summe dessen, was sie taten, dachten und sagten ein Lebenswerk darstellt, das öffentlich anerkannt werden sollte. Anwältin Langer: Streitet für Frieden im Nahen Osten - Bei den allermeisten, machen wir uns nichts vor, weiß niemand so genau, was sie gedacht haben könnten oder denken mögen. Erstaunlich viele Fußballtrainer sind darunter, ein Zirkusdirektor, Urologen, Tierrechtler. Ach ja, und dann wären dann noch - auch das nur eine Auswahl - ein ehemaliger Wehrmachtsgeneral, der letzte Schah von Persien, eine Apologetin der Militärjunta von Burma. Die israelische Anwältin Felicia Langer aber soll nun ihr gerade verliehenes Bundesverdienstkreuz wieder aberkannt bekommen. Das fordert jedenfalls Ralph Giordano, andernfalls will er seine Auszeichnung zurückgeben. Die Vorwürfe gegen Langer sind alt: >>>

 

 

ANTISEMITISMUS-FORSCHER BRUMLIK  Felicia Langer ist seit kurzem Trägerin des Kreuzes. Das ist hoch umstritten. Die einen halten die Tübinger Anwältin für eine verdiente Menschenrechtsaktivistin, die anderen für eine üble Israel-Feindin. Sie kennen ihr Werk. Hat Frau Langer die Ehrung verdient? Brumlik: Frau Langer hat das Kreuz eventuell der Sache nach verdient. Es ist nicht zu bezweifeln, dass sie mit ihrer Lebensleistung auf einen in Israel bestehenden Misstand hingewiesen hat: nämlich die kontinuierliche Verletzung von Menschenrechten der unter israelischer Besatzung stehenden arabischen Bevölkerung des Westjordanlandes. Letztlich kann man bei unvoreingenommener Betrachtung zu keinem anderen Schluss kommen, als dass etwa die Jahresberichte von Amnesty International, Human Rights Watch oder israelischen Menschenrechtsorganisationen nichts anderes als sie feststellen >>>

 
 

22.7.2009 - Paula Abrams-Hourani - Wien - Österreich - Brief an Herrn Bundespräsident Horst Köhler - Bundespräsidialamt - Spreeweg 1 - 10557 Berlin - Deutschland

 Sehr geehrter Herr Bundespräsident:

 Im Namen der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost (Österreich), die zur Gruppe der „European Jews for a Just Peace“ gehört, sowie als Gründerin der Wiener Frauen-Friedensinitiative Frauen in Schwarz  - Teil einer Frauenbewegung, die 1988 in Israel von FriedensaktivistInnen gegründet wurde – möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die israelische Menschenrechtsaktivistin Frau Felicia Langer. 

 Frau Langer ist ein Symbol für Mut und Ehrlichkeit für alle von uns, die von einer gerechten Lösung der tragischen Situation im Mittleren Osten träumen und dafür arbeiten. Sie hat ihr Leben und ihre Stimme denen gewidmet, die kaum gehört werden: den Palästinensern in den Besetzten Gebieten und in Israel selbst. Sie ist unermüdlich in ihrer Unterstützung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts, was ihr immer wieder große Schwierigkeiten einbringt. Nichts desto weniger hat sie ihr Glaube  an Gerechtigkeit nie zaudern lassen. Nie hat sie gezögert, den hohen Preis zu zahlen, den ihre Überzeugung  und ihre Arbeit von ihr fordern. Sie weiß, dass ein dauerhafter Friede zwischen Israelis und Palästinensern nur auf Gerechtigkeit basieren kann und widmet sich und ihr Leben dieser Sache.

 Österreich und Deutschland haben schwer zu tragen an ihrer Vergangenheit und den grauenvollen Vergehen an Juden und anderen Minderheiten während der Zeit der Nationalsozialismus, doch sollten sie nun nicht schweigen über die Menschenrechtsvergehen und Verletzungen internationalen Rechts des Staates Israel selbst.

 Abschließend möchte ich sagen, dass die von der deutschen Bundesregierung an Felicia Langer verliehene Auszeichnung einer Persönlichkeit zugedacht wurde, die sie verdient: einer Frau, die mutig,   ehrenwert  und rechtschaffen ist,  

 Mit vorzüglicher Hochachtung,
Paula Abrams-Hourani

 

 
 

22.7.2009 - Ruth Asfour schreibt an Giordano

Sehr geehrter Herr Giordano

 Mir wurde als Kind beigebracht, Respekt vor älteren Menschen zu haben.

Felicia Langer ist 7 Jahre jünger als Sie und trotzdem wird ihr ihre berechtigte Freude an dem Bundesverdienstkreuz vermiest.

 Sie möchten Ihr Bundesverdienstkreuz zurückgeben, Herr Giordano?

Dann bitte tun Sie es doch! Ich hatte damals nicht mitgekriegt, dass Sie diese Auszeichnung bekommen haben, es wurde nicht soviel Wirbel darum gemacht. Hat sich vielleicht Felicia Langer dagegen ausgesprochen, als Sie es bekamen ?

 Heute fällt es mir schwer, an Sie zu denken, als Inhaber des Bundesverdienstkreuzes. Das kommt von Ihrer verbohrten  Anti-Islam-Haltung, Herr Giordano.

Jeder spricht von Antisemitismus, aber gegen Ihre Islam-Hetze steht kein Kritiker auf. - Sie sind nicht allein, Herr Giordano, Sie haben viele Freunde, einer wurde sogar mit dem Börne-Preis und mit dem Hildegard von Bingen Preis ausgezeichnet, trotzdem er mit diesen Freunden, Ihnen fleißig bei Ihrer Islam Hetze half. Die Menschen, die ihren Namen für den Preis hergeben mussten, sind tot und können sich nicht mehr wehren.

 Das Resultat gab es vor kurzem in einem Dresdner Gerichtssaal. Eine unbescholtene Frau, eine Muslima, wurde mit den Worten: „Du hast kein Recht zu leben!“ mit 16 Messerstichen getötet. Ihr Mann in der Konfusion von einem Polizisten angeschossen und  schwer verletzt, obwohl er nicht der Angreifer war.

 Unsere Regierung verurteilte die Tat erst, als die ägyptische Regierung sie darauf hinwies. Ist das nicht beschämend?

Ich erinnere mich noch an den armen Rabbi, der auf der Straße mit einem Messerstich verletzt wurde.  Gott sei Dank nicht schwer. Das ist auch sehr schlimm und scharf zu verurteilen. Aber welch eine Empörung! Natürlich berechtigt – aber merken Sie den Unterschied?

 Soll es wirklich auch in unserem Land zweierlei Maß geben – so wie in Israel?

 Trotz Ihrer Hetze, Herr Giordano:

Im ersten § unseres Grundgesetzes steht doch: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Des Menschen! Gleich welcher Religion oder Hautfarbe. Das ver-hütet jeden Holocaust. Israel hat keinen solchen Paragraphen. Und dafür kämpft Felicia Langer und sie hat jede weitere Ehrung verdient für ihren selbstlosen Einsatz.
 

Sie sollten sich zu schade sein, Herr Giordano, die falsch übersetzte Äußerung Ahmadinejad’s gleichfalls anzuprangern. Er meinte zu Recht, „die 52 jährige israelische Besatzung solle aus den Geschichtsbüchern getilgt werden!“ Der Iraner hat nichts Unwahres gesagt über Israel – prüfen Sie es bitte, schauen Sie das israelische „Nahostfriede“ Besatzungs-Tagebuch  im Internet an. Da lesen Sie alles, was wir in unseren Medien vergebens suchen.

Felicia Langer hat das dunkle Fenster des Schweigens einen Spalt geöffnet für uns, dafür soll sie geehrt werden.

Wissen Sie, Herr Giordano, warum im deutschen Fernsehen das Elend in Gaza nicht vorkommt, (und warum keine Journalisten von Israel zugelassen waren bei dem Massaker 2008/09)?

Warum der Piratenakt der israelischen Marine in den Nachrichten keine Erwähnung fand? Die israelische Marine brachte ein Schiff mit humanitärer Hilfe auf,  in nicht-israelischen Gewässern!

  „Hamas“ die Partei, die  2006 eindeutig demokratisch gewählt worden war und danach vom Westen boykottiert wurde weil die Wahl der israelischen Regierung nicht passte und sie einen Bruderkrieg zwischen Hamas und Fatah entfachen  wollten. „Divide et impera!“  

Hätte man Hamas regieren lassen, ohne Blockade, hätte bestimmt kein Beschuss Sderots stattgefunden.

Bis heute ist Gaza abgeriegelt: trotz aller „Geberkonferenzen, ist deshalb kein Wiederaufbau möglich.  

Auch die Wirtschaft und die Plantagen  Gazas wurden zerstört – die Palästinenser würden lieber selbst arbeiten anstatt Almosen zu nehmen.

 Mit freundlichen Grüßen Ruth Asfour, Offenbach

 

 

 

22.07.2009 - Günter Schenk an Dr. Nonnenmacher

Sehr geehrter Herr Dr. Nonnenmacher, 


 

heute morgen, beim ersten Aufschlagen meiner Morgenzeitung, finde ich erstaunt einen Leserbrief von Herrn Ralph Giordano. Einen Brief, der vielfach und immer wieder kopiert, in zahlreichen Medien bereits vorher erschien, also keinesfalls eine Originalität für Ihre Zeitung ist.  


 

Was ist vorgefallen? Kein Wort, bis zum heutigen Tag, keine Zeile, geschweige denn ein Artikel in Ihrer Zeitung, zur höchst beachtenswerten Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1. Klasse an die deutsch-israelische (Menschenrechts-)Anwältin, die in Tübingen lebende über 80-jährige Felicia Langer durch den Bundespräsidenten im Baden-Württembergischen  Staatsministerium.  


 

Die fehlende Berichterstattung über dieses Bundesverdientskreuz in der FAZ ist zwar bedauerlich (schließlich ist es, gerade in der Ära Obama, höchst symbolkräftig, wenn einer dezidiert jüdisch-deutsch-israelische Kritikerin der isaelischen Palästinenser-Politik vom Bundespräsidenten einen der höchsten deutschen Verdienstorden zugesprochen wird!) wenn dies der FAZ keiner Erwähnung würdig ist. Doch, es obliegt  der alleinigen Entscheidung Ihrer Zeitung, dies zu tun oder nicht. 


 

Jedoch wurde und wird hingegen von Ihren Lesern  bisher widerspruchslos hingenommen, wenn Ihre Zeitung Leserbriefe nur dann veröffentlicht, wenn sie sich auf in der Zeitung erschienene Artikel berufen. 


 

Dies aber ist im Falle von Ralph Giordano nicht der Fall. Sein Leserbrief bezieht sich auf eine NICHTMELDUNG in Ihrer Zeitung. Ungewöhnlich, nicht wahr? 


 

Dies schreib ich ausnahmsweise an Sie, denn offensichtlich ist ein klärendes Wort Ihrerseits in Ihrer Leserbriefredaktion, an der ich im Übrigen nichts auszusetzen hab, notwendig. In diesem Vorfall kenne ich schwerlich meine Tageszeitung, die FAZ wieder. Geradlinigkeit und Zuverlässigkeit, wo sonst als bei Ihnen sollte ich sie erwarten? 


 

Mit freundlichen Grüßen 

Günter Schenk 

1a rue des Aveugles 

F-67000 Strasbourg

 

 

 

 

22.7.2009 Abraham Melzer an Uri Sahm

Hallo Uri,

komisch, du und einige deiner Kameraden schreiben, das ganz Israel wegen der Verdienstorden Verleihung an Felicia tobt. Aber zuerst bei dir und dann bei einem senilen Yediot Korrespondenten und jetzt schließlich bei diesem ebenfalls senilen Weinthal lese ich immer nur den einen Namen: Motke. Immer nur Motke. Wie viele Motkes gibt es denn in Israel, die den Bundesverdienstkreuz bekommen haben? Und wollen sie alle diesen zurückgeben?

Du kannst Motke bestellen, dass er seinen Orden schon gut einpacken soll, denn der Präsident wird seine Entscheidung nicht rückgängig machen. Und so wird Motke seinen Urenkeln nicht mehr zeigen können, was für einen schönen Orden er aus dem fernen Deutschland bekommen hat.

Aber Ironie beiseite: Gibt es außer Motke noch jemanden, der entsetzt war?

 

 

 

Horst Köhler muss seinen Fehler korrigieren, von Alan Posener, welt-online, 22. Juli 2009

 

nicht Horst Köhler muss einen Fehler korrigieren, sondern im Gegenteil ist es allerhöchste Zeit, dass das zionistische Netzwerk, zu dem auch Alan Posener gehört, seine unkritische Unterstützung für Israel aufgibt und vor allem aufhört, ständig legitimer Kritik an Israel das Etikett „antisemitisch“ und "antiisraelisch" anzuheften, wie es derzeit mit der unsachlichen, nein hasserfüllten, Schmutzkampagne gegen Felicia Langer in erschreckender Weise geschieht.

 

Kampagnenschreiber und gewissenlose Politiker fordern "nicht hinterfragbare Solidarität" mit Israel. Diese bedeutet: feiges Schweigen zu Staatsterror, Kriegsverbrechen, ethnischer Säuberung, Landraub, Häuserzerstörungen, Enteignungen, Willkür, mutwillige Vernichtung jahrhundertealter Olivenhaine und gleichzeitig entsorgt man billig die deutsche Vergangenheit auf dem Rücken der Palästinenser, die als Feindbild und Paria dargestellt werden.

 

Wenn nun Menschen mit Gewissen wie Felicia Langer für ihren Einsatz für die Menschenrechte auch für Palästinenser zu Recht mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt werden, reagiert das Netzwerk hemmungslos mit publizistischen Amokläufen.

 

Claudia Karas

*Anschrift"

 

 

 
 
 


22.7.2009 - Claudia Karas
 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,

sehr geehrter Herr Ministerpräsident Öttinger,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

 

die Chronologie der Schmutzkampagne gegen die Menschenrechtsanwältin Felicia Langer sagt viel aus über das zionistische Netzwerk, das mit allen Mitteln versucht, Kritik an den Menschenrechtsverletzungen Israels zum Schweigen zu bringen. Rufmord ist hier das probate Mittel zum Zweck.

 

Die Bälle werfen sich das fanatische Netzwerk nur so zu: Nach der Veröffentlichung eines Schmähartikels auf dem Blog Lizas Welt übernehmen das Staffelholz die Pro-Israel-Lobby-Gruppe „Honestly Concerned“, der Zentralratsvorsitzende Grauer und über Henryk Broder geht’s weiter an den israelischen Kampagnenjournalisten Benjamin Weinthal, dessen Empörung von dem Netzwerk so zurechtgelogen wird, als habe die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes „in Israel Empörung ausgelöst“ ! Dies zur „Wahrhaftigkeit“ all der „ehrlich besorgten Bürger“, die einem GERECHTEN Frieden nicht verpflichtet sind.

 

Das Staffelholz der Diffamierung wird dann von Arno Lustiger aufgegriffen, der 2005 in Frankfurt höchstselbst beim evangelischen Regionalverband intervenierte, um eine Lesung des Buches von Rupert Neudeck „Ich will nicht mehr schweigen. Über Recht und Gerechtigkeit in Palästina“ (!) zu verhindern. Der Regionalverband knickte damals ein und der Raum für die Lesung wurde prompt gekündigt. Eine bessere Werbung gab es nicht, denn die Lesung fand unter großem Zuspruch an einem anderen Ort statt. Die zur "Demonstration" aufgetauchten drei „ehrlich besorgten Bürger“ mit kleinen Israel-Fähnchen waren so dermaßen feige, dass sie sich einer offenen Diskussion nicht stellen wollten.

 

Wie zu erwarten hat auch Ralph Giordano das Staffelholz der Diffamierung aufgegriffen und droht damit, sein Bundesverdienstkreuz zurückzugeben. Dies wäre jedoch auszuhalten angesichts seiner volksverhetzenden und rassistischen Ausfälle gegen den Islam und die Muslime unter dem Beifall der rechtsextremen Gruppe „Pro-Köln“.

 

Dass auch die Rückgabekampage für Bundesverdienstkreuze von Henryk Broder besorgt wird, kann man der Antwort eines gewissen Dr. Alexander Brenner entnehmen: „...Deiner Anregung, mein BVK abzugeben, kann ich schon deshalb nicht nachkommen, weil ich nicht im Besitze eines solchen bin. Ich unterstütze aber voll und ganz Deinen Vorschlag, dass bekannte jüdische BVK-Träger aus Protest gegen die Auszeichnung von Felicia L. ihre BVK’s zurückgeben sollen...

 

Zum Wesen der Apartheid bitte ich Sie, aufmerksam die unten angefügte Rede Ronnie Kasrils (Minister for Intelligence Services) zu lesen, die er im Juni 2009 auf der internationalen Konferenz „Re-envisioning: Israel-Palestine“ (Neue Sicht auf Israel-Palästina) in Kapstadt gehalten hat. Sein Inhalt und die Besonderheit der israelischen Apartheid „...dass kein Bantustan und nicht einmal die Townships von Flugzeugen bombardiert oder von Panzern zerstört worden sind.“ offenbart sehr anschaulich, warum die Israel-Lobbyisten auf den Vorwurf der Apartheid so hysterisch und kopflos reagieren.

Die Rede schließt mit einem Zitat von NELSON MANDELA "Die UN nahm eine entschlossene Haltung gegenüber der Apartheid ein, und über die Jahre hinweg wurde ein internationaler Konsens aufgebaut, der zu einem Ende dieses widerrechtlichen Systems führte. Wir wissen jedoch nur allzu gut, dass unsere Freiheit ohne die Freiheit der Palästinenser unvollständig ist." (Pretoria, 4. September 1997) Nur durch  eine vereinigte nationale Bewegung einer entschlossenen Bevölkerung, verstärkt durch internationale Solidaritätsaktionen mit friedlichen Mitteln wie Boykott,, Divestment und Sanktionen (BDS) einschließlich vieler akademischer Initiativen, wurde die Freiheit für alle Südafrikaner erlangt. Das Gleiche kann auch im Heiligen Land geschehen.

 

Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte, die Schmutzkampagne des oben beschriebenen Netzwerks von Feinden eines GERECHTEN Friedens mit allem Nachdruck zurückzuweisen.

 

Claudia Karas

Aktionsbündnis für einen gerechten Frieden in Palästina

 

 

21.7.2009

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

Verdienste und Beleidigungen - Abraham Melzer - Felicia Langer, langjährige Kritikerin der israelischen Politik, wurde in der vergangenen Woche mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Verleihung stieß auf scharfe Kritik von Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (siehe jW vom 20. Juli). Der Verleger Abraham Melzer, Herausgeber der Zeitschrift Semit, reagierte mit einem offenen Brief:
Herr Dr. Dieter Graumann, was Sie nachvollziehen können oder nicht verstehen wollen, ist absolut belanglos. Wer sind Sie schon im Vergleich zu Felicia Langer, die den »Alternativen Nobelpreis«, den »Bruno-Kreisky-Preis« und jetzt das »Bundesverdienstkreuz 1. Klasse« für ihre Verdienst erhalten hat. Welche Verdienste können Sie vorzeigen, außer Beleidigungen und Diffamierungen einer Person, die sich ihr Leben lang für einen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. >>>

 

 

 
 

Islamophobie in der Mitte der Gesellschaft angekommen" - LZ-Interview mit Evelyn Hecht-Galinski - Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und politische Aktivistin. Texte von und über Evelyn Hecht-Galinski finden sich auf diesem Link bei Arendt-Art. - Linkezeitung: Der Mord an der 32-jährigen Muslimin Marwa El Sherbini rückt ein lange verdrängtes Thema auf die gesellschaftliche Tagesordnung: Islamophobie. Die Hetze gegen Muslime und den Islam wird nicht nur vom rechten Rand betrieben. Täglich gibt es viele diffamierende Pauschalisierungen in der ganz normalen bürgerlichen Presse wie „Der Spiegel" oder „Die Welt". Schlüsselfigur zur Verallgemeinerung dieses besonderen Rassismus war der bekennende Islamhasser Henryk Broder. Tragen diese Hetzer von „Spiegel", „Welt" und Broder nicht eine Mitschuld an der giftigen antimuslimischen Atmosphäre? Evelyn Hecht-Galinski: In der Tat, Islamophobie wird nicht mehr verdrängt sondern offen gelebt. Bezeichnete sich Hendryk M. Broder anlässlich der Buchmesse in Frankfurt während eines HR Interviews doch selbst als islamophob. Das schafft natürlich ein ungutes Klima, das bis in die „Mitte der Gesellschaft" geht. >>>

 
 
 
 

Ellen Rohlfs - Trägerin des Bundesverdienstkreuz schreibt:

An Herrn
Staatssekretär Hubert Wicker
Chef der Staatskanzlei
Villa Reizenstein                                                                          

70184 Stuttgart

 

Sehr geehrter Herr  Staatssekretär Wicker!

 

Vor einigen Tagen bekam Felicia Langer  in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn damit wird ihre Menschenrechtsarbeit, die sie seit zig Jahren mit Engagement zugunsten von Verfolgten und Unterdrückten, von Gefangenen und Gefolterten und um der Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Wahrheit willen getan hat, zu Recht gewürdigt.

Ich kannte Felicia Langer noch aus ihrer Anwaltszeit in Jerusalem und weiß um die großen Schwierigkeiten, die mit ihrer Arbeit verbunden waren. Ich habe sie in Israel als damals noch seltene Kämpferin für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung zwischen den beiden Völkern sehr bewundert und darum auch für den Alternativen Nobelpreis, Stockholm, vorgeschlagen, den sie dann  1990 erhalten hat.

Und nun erleben wir eine unglaubliche und schmutzige Hetzkampagne gegen sie von Seiten der sog. Israel-Lobby und einigen sog Journalisten.  Das hat sie nicht verdient.

Erst kürzlich hörte ich einen Vortrag von ihr in Bremen. Ja, sie kritisiert die Politik Israels --- und zu Recht.  Sie sagt die Wahrheit.  Sie kennt diese Politik ja nicht nur aus der Ferne, sie hat  40 Jahre dort gelebt und weiß, wie dort Politik getrieben wird.  Sie ist weit davon entfernt, eine „Israelhasserin“ zu sein, sie treibt keine  „aggressive Hetze gegen Israel“, sie kritisiert Israel aus Sorge um dieses Land und seine Menschen, wie es inzwischen viele Israelis tun, denken wir nur an den ehemaligen Knessetsprecher Abraham Burg, an Prof Y. Leibowitz, Yehudi Menuhin, Daniel Barenboim, David Grossman, Uri Avnery um nur einige der bekannten Israelis zu nennen, auch Alfred Grosser, Evelyn Hecht-Galinski, Rolf Verleger als Juden.  Ich könnte hier noch viele aufzählen, die im Sinne Martin Bubers, die jüdische Ethik vertreten

 

Die letzten Kriege Israels, die unmenschliche Blockade des Gazastreifens mit 1,5 Millionen  hungernden Menschen, die Wahl von Avigdor Lieberman, einem Faschisten, müssten uns doch die Augen öffnen für die gefährliche Richtung, die Israel eingeschlagen hat. Felicia Langer hat schon lange mutig davor gewarnt --- sie hat aus der Geschichte gelernt, aus dem Holocaust, den Ihre Familie hautnah miterlebt hat. Aber sie instrumentalisiert ihn nicht.

Es ist unglaublich, wie sich hier die sog. Israel-Lobby, der Zentralrat der Juden in die Politik unseres Landes einmischen, ja sogar wenn unsere Regierung eine Frau für ihre großartige, vorbildliche Lebensarbeit auszeichnet.

Ich hoffe sehr, dass Sie sich nicht von den unglaublichen Diffamierungen - auf die näher einzugehen es sich nicht lohnt -,  einer sehr fragwürdigen Gruppe  wie „honestly concerned“, eines Herrn Broder, H. Weinthal, Grauman oder U. Sahm irritieren lassen. Das sind keine echten Freunde Israels.  Sie würden sonst nicht die israelische Siedlungspolitik und die kriegstreiberische Politik unterstützen  - und  rechtschaffene, engagierte Bürger  und deren Regierung (!)  mit Diffamierungen überschütten

 

Ich danke Herrn Bundespräsident Köhler für die Auszeichnung Felicia Langers und ich danke denen, die bei der Verleihung genau die richtigen Worte der Ehrung gefunden haben.

 Mit freundlichen Grüßen!

Ellen Rohlfs,

 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, 1993,

Seit 45 Jahren befasse ich mich mit dem Nahostkonflikt, auch  im Kontext der europäischen und deutschen Geschichte. Ich bin Mitglied in der israelischen Friedensgruppe Gush Shalom, autorisierte Übersetzerin von Uri Avnery, auch Übersetzerin eines Buches von Felicia Langer, Autorin dreier Bücher zum Nahost-Konflikt,  und deshalb auch Schmähobjekt von Broder & Co ( da 81 J. alt: „senil, bekloppt und antisemitisch“ u.a.) doch auch unterstützt von jüdischen Freunden, auch einem Auschwitzüberlebenden….

 

 
 
 
 
 
 
 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
Felicia Langer, eine bekannte und kritische israelische Rechtsanwältin  die seit Jahren in Tübingen lebt, bekam letzter Woche das Bundesverdienstkreuz verliehen. Seitdem spielen der Zentralrat der Juden und die Israellobby verrückt. Abraham Melzer, selbst Jude, hat einen sehr mutigen Brief dazu  geschrieben. Das Land braucht mehr solche mutigen Menschen - auch nicht nur jüdische. Der Brief als Anhang - Mit freundlichen Grüßen Fuad Hamdan

 
 
 
 
 
 

Die Angriffe wie Untergriffe aus dem Lager  derer, die glauben Israels Politik um jeden Preis rechtfertigen und verteidigen zu müssen, nimmt zusehends unerträgliche  Züge an. Diese Verrannten, ich finde keine andere Bezeichnung für sie, bekommen ihre Scheuklappen nicht los. Hollocaust Überlebende wollen ihre Ehrungen nicht mit einer Person wie Felicia Langer teilen. Kein Wunder, die "Israel Lobby" sorgt schon dafür Frau Langer und ihre Unterstützer/innen.der medialen, wenn nicht sogar der physischen Gewalt auszuliefern.  Israel- Hasserin Nr.1, jüdische Antisemitin ja, Mitglied der KPI auch noch. Wenn das nicht genug Gründe sind  die Hatz auf  diese verdienstvolle, unerschrockene Menschenrechtskämpferin zu legimentieren..

Liest mann sich durch das mediale Geschwülst diverser zionistischer Medien zum Thema Ehrung mit dem Verdienstkreuz

1.Klasse, drängt sich unweigerlich die Frage auf, wie denn mit der Aufarbeitung der deutschen Kriegsverbrechen heute noch umgegangen wird? Wieviel Schuldzuweisung in dieser Sache noch zu tolerieren ist? Wie werden die folgenden Generationen. damit umgehen? Ohne Frage, der Hollocaust ist nicht zu leugnen aber er ist nicht aus dem gesamten Verbrechen des 2.Weltkrieges zu isolieren .. Die Sovietunion hatte 20 Mio. Tote zu beklagen, insgesamt kostete der Krieg 45Mio.Menschen das Leben. Es gab auch nicht nur ein Auschwitz, sondern viele dieser menschlichen Vernichtungaslager mit tausenden politischen, ethnischen, Nichtkonformen, die Opferdes Hitlerfaschismus wurden.  Sollen wir, die Antifaschisten, Antirassisten, Friedens- Menschenrechtsaktivisten uns Antisemitismus vorwerfen lassen, Unterstützer/innen der Antiisrael Kampangen sein und seine Vernichtung .im Vesier haben. Wie Frau Felicia Langer immer wieder betond, Menschenrechte sind universal und das inkludiert auch das palästinensische Volk. Mit Blindheit geschlagen sind diejenigen, die einfach nicht sehen wollen, welche Verbrechen die israelische Politik im Nahen Osten abzieht. Derer gibt es mehr als genug um die Verantwortlichen vor ein Kriegsgericht zu bringen. Aber was tun sie statt dessen, sie ziehen ihre Scheuklappen noch fester an sich heran, verlieren den Unterschied zwischen Antisemitismus und berechtigter Kritik. Dabei sitzen wir alle im selben Boot. .wir sind alle nur Gäste auf unserem Planeten und für  diese geliehene Zeit sollten alle an einem menschenwürdigen Zusammenleben feilen.O das jemals gelingt???? S. J.

 

 
 

21.7.2009 - Offener Brief an Ralph Giordano von Abraham Melzer

 
Herr Giordano,

 

ich will anfangen mit ihrem Dr. phil. h. c.: So wie sie für diesen Titel nichts getan haben, keine Forschungsarbeit abgeliefert und sich nicht mit irgend einem Thema gründlich beschäftigt haben, um zu promovieren, genau so handeln Sie in der Debatte um den israelisch-arabischen-Konflikt, um den Islam und die angebliche Islamisierung Europas und heute ganz besonders bei der Debatte um Felicia Langer und die BVK.I-Verleihung.

Sie wissen nichts, sie haben nicht studiert oder geforscht, sondern wissen alles vom Hörensagen, von der Boulevardpresse und von dem vierwöchigen Aufenthalt in Israel vor fast 30 Jahren, als Sie Gast des Jerusalemer Bürgermeisters Teddy Kollek waren und nur das sahen, was man ihnen gezeigt hat und nicht das, was sie sehen sollten.

Waren Sie jemals in einer arabischen Stadt in Israel? Nein! Lesen Sie mal was Susan Nathan dazu zu sagen hat. Keine Heuchlerin wie Sie, die in Begleitung von zionistischen Funktionären für eine Stunde in einem palästinensischen Flüchtlingslager war und glaubt darüber Bücher schreiben zu können. Susan Nathan lebt schon seit 6 Jahren in einer arabischen Stadt in Israel, unter Palästinensern, und weiß sehr genau wovon sie schreibt. Im Gegensatz zu ihnen.

Vor 18 Jahren veröffentlichten Sie in der Frankfurter Monatsschrift „Die Tribüne“ eine, wie Sie schreiben, geharnischte Philipika gegen Felicia Langer und nannten ihre Kritik eine „Nahost-Pathologie“. Sie vergaßen in ihrem Brief vom 20.Juli 2009 zu erwähnen, dass Ihnen damals Uri Avnery in der SEMIT geantwortet und Ihre bösartige aber dümmliche Philipika auseinander genommen hat. Er warf Ihnen vor, dass Sie Israel durch eine rosarote Brille sehen, genauso wie seinerzeit die Anhänger der Sowjetunion, die nicht sehen wollten, was in den Gulags geschieht und wie die Menschen unter Stalin lebten.

Sie haben auch nur das gesehen, was Sie sehen wollten, was man Ihnen von offizieller Seite gezeigt hat und für Sie war es gut genug. Für Felicia aber nicht.

Sie protestieren auf das schärfste. Tun Sie es doch! Geben Sie doch Ihren BVK und Ihren Großes Verdienstkreuz zurück, wie es Ihr Freund Henryk M. Broder allen empfiehlt, was ihm ja leicht fällt, da er keines bisher bekommen hat. Selbst die Israellobby hat diesem Schreiberling bisher keinen Preis verliehen. Vielleicht ist Ihnen Ihre eigene Würde auch viel mehr wert, als ein BVK? Wenn auch Sie der Meinung sind, dass sich die Bundesrepublik Deutschland einen Bärendienst mit der Verleihung an Felicia Langer erwiesen hat, dann sollten Sie sich doch auch fragen, wie es mit dem BVK für „Paolo Pinkel“, alias Michel Friedman war und ist? Wo war ihr Protest damals? Bis heute hat sich dieser Maulheld noch nicht bei den ihm zugeführten Prostituierten entschuldigt. Dies sollten Sie und Broder anmahnen. Und die Liste derer, die ein solches Blech haben, kann beliebig fortgesetzt werden. Wenn es nach mir ginge, dann hätte Felicia die Annahme einer Ehrung ablehnen sollen, die auch Heuchlern wie Ihnen oder Berufsjuden wie Knobloch verliehen worden ist.

Aber andererseits ist es gut, dass sie es nicht gemacht hat, dass sie die Ehrung angenommen hat und damit unserer aller Arbeit und Engagement salonfähig machte.

Niemand hat in den letzten 25 Jahren so blind, inkompetent und unwissend Israels Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen das Internationale Völkerrecht verschwiegen und rein gewaschen wie Sie und der Zentralrat. Selbst das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag wegen des Mauerbaus haben Sie ignoriert und als falsch bezeichnet.

Und Islamophobie übertrifft inzwischen alles, was man sich überhaupt vorstellen kann. „Der Islam ist das Problem“, „Der Koran ist eine Lektüre des Schreckens“, „Koran erlaubt Täuschung“ und immer wieder „Giordano warnt vor…“ Ja, wovor warnt denn dieser Greis?

Alle Überschriften könnte man auch wiedergeben in anderem Zusammenhang, wenn man statt Islam das Wort Judentum nimmt, statt Koran die Worte Bibel oder Talmud. Was sagen Sie denn zu dem Gebot des Talmud auch am Samstag Hilfe zu leisten, wenn es um Menschenleben geht, jedoch nicht, wenn es um das Leben eines Nichtjuden? Das reicht, ich könnte Ihnen noch ein Dutzend weiterer Beispiele nennen. Wenn Sie aber den Koran schräg lesen und nur das herauspicken, was in ihrer Ideologie passt, dann sollten Sie auch nicht denjenigen Antisemiten einen Vorwurf machen, die dasselbe mit der Bibel oder mit dem Talmud machen. Wasser predigen und Wein trinken, das passt zu Ihnen, Herr Dr. h. c.!

Sie kritisieren die Moral der Moslems (insbesondere der Palästinenser). Die Moral der Opfer, derjenigen, die in Flüchtlingslagern leben und derjenigen, auf denen tonnenschwere Bomben abgeworfen werden, gegen die sie sich nicht wehren können, kann nicht dieselbe Moral sein  wie die eines älteren, greisen Herrn, der in Köln lebt und auf seiner Fahr nach Bonn nicht fünf Checkpoints passieren muss und fünf Stunden vergeuden muss. Sie müssen nicht an langen  Menschenschlagen warten und zusehen, wie schwangere Frauen Wehen bekommen und tot umfallen und wie die israelischen Soldaten sich dabei tot lachen und köstlich amüsieren. Sie benötigen für Ihre 25 km Fahrt gerade 25 Minuten und werden nirgends angehalten.

Leben Sie erst einmal 1 oder besser 2  Jahre in einer palästinensischen Stadt, in Jenin oder Hebron, und dann unterhalten wir uns.

Ihre unsäglichen Kommentare sind Gott sei Dank belanglos, weil keiner Sie mehr ernst nimmt. Man zitiert Sie da und dort, weil Juden in unserem Land, siehe Broder, immer noch Narrenfreiheit haben. Israelis sind Täter, und es macht Spaß, Täter zu sein, wenn Sie damit leben können, dann ist es ihre und Broders Sache. Ich nicht.

Last not least: Wenn es nicht zum Lachen wäre, müsste man über Ihre jüdische Chuzpeh empört sein. Sie wollen Felicia Langer oder mich über die Verhältnisse in Israel belehren und haben doch keine Ahnung davon. Ich lese täglich zwei israelische Zeitungen und meine harsche Kritik an Israel basiert nur, ausschließlich nur auf israelischen Quellen, die Ihnen verschlossen sind, weil Sie kein Hebräisch lesen. Ich lese die Berichte von „Shalom Achschaw“, „Betzelem“, „Zochroth“, Jeff Halper, Gideon Levy, Amira Hass u.v.a. und nur basierend auf deren Informationen erlaube ich mir Israel zu tadeln und mein „Jaccuse“ auszurufen. Und da kommen Sie und protestieren, ja sogar auf das schärfste.

Gott sei Dank nimmt Sie keiner mehr ernst, und man sieht in Ihnen nur noch den Juden vom Dienst, so wie Knobloch oder Kramer.

Ich wünschte ihre Kommentare blieben uns in Zukunft erspart. Sie sind unerträglich und eine Schande für uns Juden.

 Abraham Melzer - www.dersemit.de

 Giordano antwortete auf diesen Brief: DAS, ABRAHAM MELZER, WAR DER RITTERSCHLAG FÜR MICH!
Kommentar erübrigt sich. Manche Leute werden im Alter, trotzdem sie „topfit“ sind, eben infantil!

 

 

 

Lieber Herr Arendt,

 

Diese Rückmeldungen sind zu erwarten gewesen.

Rassismus in Israel gegenüber der Ureinwohner ist in Gesetzen gemeißelt und wurde/wird von akademischen Gestalten mit großer Hingabe durchgesetzt.

Die Reaktionen auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuz für ihre Anständigkeit und dafür dass sie sich mit Stolz öffentlich gegen das institutionalisierte Rassismus stellt.

Das sollte man auch als Chance aufgreifen...

Danke für alles

Viele Grüße aus Berlin

Isam Kamel

 

 

 

 
 
 

Henryk M. Broder organisiert die Aktion: "Gebt euer Bundesverdienstkreuz zurück.

Broder scheint die andere Rechtszionisten wie Giordano oder die unsägliche D. Berger von der zionistischen Israellobby (American Jewish Komitee) aufgefordert zu haben ihr Verdienskreuz (das sie dann auch nicht verdient haben) zurückzugeben wie auch Brenner. Peinlich für den GRÖJAZ, Brenner hat ihn nicht bekommen. „Deiner Anregung, mein BVK abzugeben, kann ich schon deshalb nicht nachkommen, weil ich nicht im Besitze eines solchen bin. Ich unterstütze aber voll und ganz Deinen Vorschlag, dass bekannte jüdische BVK-Träger aus Protest gegen die Auszeichnung von Felicia L. ihre BVK’s zurückgeben sollen: die eigene Würde ist viel mehr wert. als ein BVK!“

Weiter schreibt Brenner: „Die Auszeichnung von Felicia L. erfolgte offensichtlich deshalb, weil – wie Du richtig bemerkst – diese Dame „seit über 20 Jahren damit beschäftigt ist, die Deutschen von Ihren Schuldgefühlen gegenüber den Juden zu heilen“

Damit ist eindeutig bewiesen, Broder ist die Figur hinter der Aktion: „Droht euer Bundesverdienstkreuz abzugeben“ "gebt es ab". Er ist schon mit anderen Denunziationen aufgefallen.
(
Uni Constanz - Henryk M. Broder schwarzt einen strengglaubigen orthodoxen Juden als Antisemit an. -
Henryk M. Broder und Dr. Sabine Schiffer) Wirklich ein Journalist der besonderen Art.

Warum fordert unser Henryk Knobloch, die Anführerin des scheinbar zionistischen Zentralrates nicht auf, ihren Orden als „Ehrenkommissarin der bayerischen Polizei“ dem Innenminister vor die Füße zu schmeißen?

Die Kampagne, die gegen Felicia Langer und damit auch gegen Horst Köhler geführt wird, zeigt das die zionistische Lobby keinerlei Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten hat. Dies ist der eigentliche Skandal. Die Israellobby maßt sich an, über alles mitzuentscheiden. Bei Merkel ist ihr dies schon gelungen. Jetzt wird Köhler und Öttinger gemobbt. Der Zentralrat hat Öttinger schon einmal zusammen mit Merkel unter Druck gesetzt.

Diese Kampagne zeigt endgültig für jeden, dass hier eine Clique am Werk ist, die die Meinungsfreiheit Andersdenkender durch Hetze und Erpressung mit dem Holocaust einschränken will und das zum Wohle des zionistischen Regimes und seiner Verbrechen gegenüber den Palästinensern. So entlarvt man sich selber. Nun kann ja Henryk M. Broder sein ihm nicht verliehenes Verdienstkreuz zurückgeben. Der Staat Israel wird sich aber sicher gerne bei ihm für "treu geleistete Dienste" bedanken.

Erhard Arendt - 21.7.2009
Quelle http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alexander_brenner_gebt/

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Öttinger,

sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

 wir haben mit Zustimmung zur Kenntnis genommen, dass Frau Felicia Langer kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde. Wir haben die Würdigung der Verdienste von Frau Langer begrüßt, da Frau Langer zu den leider wenigen jüdischen MitbürgerInnen in Deutschland gehört, die im Verhältnis zu den PalästinenserInnen eine aktive Politik der Versöhnung und Völkerverständigung betreibt. Aus diesem Grund hat die deutsche  Mitgliedsorganisation der EJDM, die VDJ www.vdj.de , bereits vor 20 Jahren Frau Langer mit dem HANS-LITTEN-PREIS ausgezeichnet.

 Wir hoffen sehr, dass Sie sich von der nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Langer orgnisierten Schmähkampagne gegen Frau Langer nicht beeindrucken lassen.  Bei genauem Hinsehen werden Sie leicht feststellen, dass die Initiatoren dieser Kampagne dieselben sind, die gegen eine Aussöhnung zwischen Israel und Palästina eintreten, die den Palästinensern keinen eigenen Staat in den von der UNO festgelegten Grenzen zugestehen wollen und die für den fortgesetzten Siedlungsbau im Westjordanland ungeachtet der internationalen Kritik eintreten.

 Hochachtungsvoll
Thomas Schmidt

 Absender:
Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt e.V. EJDM
Thomas Schmidt (Rechtsanwalt), Generalsekretär
Düsseldorf
internet: www.ejdm.eu

 

 
 
 

Text rechts - Badische Zeitung - 21.7.2009 >>>

Das Kreuz mit den Verdiensten - Stefan Hupka


.Für das Ordensreferat des Bundespräsidialamtes hat der Fall auch sein Gutes: Schonung des Budgets. Verleiht man bestimmten Persönlichkeiten ein Bundesverdienstkreuz, dann geben andere ihres unter Protest zurück. Mit etwas Geschick und Politur kann die Behörde so stets eine komfortable Ordensmenge vorrätig halten, ohne nachbestellen zu müssen.

Im Ernst: Ausgezeichnet wird mit dem Bundesverdienstkreuz fraglos auch ein gewisses Maß an Würde und Reife. Dazu gehört nach dem common sense, dass ein Ausgezeichneter aus Respekt vor dem Bundespräsidenten und seinen Orden es unterlässt, die Aberkennung des Verdienstkreuzes bei einem Anderen zu fordern. Auch wenn’s schwerfällt.

So viel Contenance ist der Publizist und Verdienstordensträger Ralph Giordano (86) aus Köln offenbar nicht bereit aufzubringen. Er verlangt schäumend vom Stuttgarter Staatsministerium, der Schriftstellerin Felicia Langer (78) aus Tübingen das in der Vorwoche im Namen des Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz wieder abzuerkennen. Und droht kaum verhohlen mit der Rückgabe des seinigen – woran den mediengewandten Seidenschalträger am Ende die eigene Eitelkeit hindern dürfte.

Giordano, prominente jüdische Stimme Deutschlands, wirft der Israelin Langer vor, sie spiele mit ihrer Kritik an Menschenrechtsverletzungen Israels den Todfeinden des Judenstaats in die Hände. Er nennt seine Kollegin die "schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland". Unterstützung bekommt Giordano durch einige Scharfmacher aus dem Zentralrat und konservativen Teilen der Israel-Lobby.

Der neue Konflikt trägt ritualisierte Züge, er ähnelt dem Streit zwischen der Israel-Kritikerin Evelyn Hecht-Galinski und dem Publizisten Henryk M. Broder. Leisten harte Israel-Kritiker dem Antisemitismus Vorschub, üben sie Verrat am Existenzrecht Israels? Ja, finden die Frontkämpfer Broder und Giordano und halten das im Dauerkriegszustand, in welchem sich Israel befindet, für nicht tolerierbar.

Boris Palmer ist anderer Meinung. Der grüne OB Tübingens, der, ermuntert auch durch Hecht-Galinski, die Wahl-Tübingerin für den Orden vorgeschlagen hat, behauptet, wenn sie Israel kritisiere, dann immer mit dem Ziel, Frieden durch Ausgleich zu schaffen. "Sie ist eine Kritikerin, die für Israels Zukunft einen wichtigen Beitrag geleistet hat." Oettingers Staatsministerium zeigt sich erschrocken vom Furor der Kritiker und betont die "humanitären Verdienste" der Menschenrechtsanwältin. Auf einen neuen Dissens mit dem Zentralrat hat man hier bis auf Weiteres schlicht keine Lust.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
www.lib-hilfe.de

Liebe Felicia,+

im Namen unserer Vereinsmitglieder, die sich am vergangenen Freitag in Stuttgart zur  Jahreshauptversammlung versammelt hatten, möchten wir Dir
als Schirmfrau unseres Vereins ganz herzlich zur Verleihung des Verdienstordens 1.Klasse der Bundesrepublik Deutschland gratulieren. Wir freuen uns mit Dir über die wunderbare und in höchstem Maße verdiente Anerkennung Deines jahrelangen Engagements für die Rechte der PalästinenserInnen. Wir bewundern Deine aufrichtige Haltung, mit der Du unermüdlich und unbeugsam begangenes Unrecht beim Namen nennst. Wir sind tief berührt, dass Du und Dein Mann Mieciu aus dem unbeschreiblichen Leid, das Euch, Euren Familien und Millionen anderen jüdischen Menschen im deutschen Nationalsozialismus zugefügt worden ist, eine nicht selbstverständliche Konsequenz gezogen habt: nämlich mutig für Menschenrechte und Völkerrecht überall in der Welt einzutreten, auch wenn sie von Eurem eigenen Staat, von Israel, missachtet werden. Ausdrücklich möchten wir Dich vor den böswilligen Verleumdungen, mit denen die Ordensverleihung von einschlägiger Seite überzogen wird, in Schutz nehmen. Wer seit Jahren immer wieder berechtigte Kritik an israelischer Besatzungspolitik gebetsmühlenartig als "antisemitisch" meint, diffamieren zu müssen, disqualifiziert sich selbst.
Wir gratulieren von Herzen! Ingrid Rumpf und Hans-Ulrich Dapp für Flüchtlingskinder im Libanon e.V.

 
 
 
 

 
 

Bild rechts - Ein Enkel von Felicia Langer schreibt in einem Leserbrief im "Schwäbische Tagblatt" vom 20.9.2009 - Das sollten wir unseren Kindern weitergeben, nicht das sie erleben, dass ihre Familie wieder Täter wurde, dass sogar die ehemaligen Opfer Täter geworden sind. Ob die Enkel vom Henryk M. Broder auch so stolz auf ihren Großvater sind?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Verfolgte des Tages: Felicia Langer - Junge Welt - Daß die in Tübingen lebende israelische Menschenrechtsaktivistin und Friedenskämpferin Felicia-Amalia Langer in der vergangenen Woche mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde, entsprach ganz und gar nicht dem hierzulande vorherrschenden Common sense. Die Ehrung entspricht vor allem nicht der Einstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, welche die Komplizenschaft mit dem zionistischen Staat als Teil der deutschen Staatsräson bezeichnet, was von Frau Langer übrigens als »skandalös« empfunden wird. Das wiederum betrachten die Kritiker der Ordensverleihung an die frühere Rechtsanwältin – die israelischen Medien, der Zentralrat der Juden in Deutschland und die »antideutschen« Netzwerke – als in hohem Maße skandalös. >>>

 

 

 

Tödliche Narreteien der Israellobby in der BRD
W. Frankenberg

 

Was sich augenblicklich in der BRD abspielt, weil Bundespräsident Horst Köhler der weltweit bekannten Menschrechtsanwältin und Humanistin, der deutsch-israelischen Staatsbürgerin Felicia Langer das Verdienstkreuz 1. Klasse der BRD verliehen hat ist ein Skandal erster Güte und zeigt, wie mächtig, unverschämt und menschenverachtend die zionistische Israellobby in diesem Lande geworden ist. Es herrscht Alarmstufe eins.

Noch hat sich Knobloch und ihre Wadenbeißer nicht gemeldet, dafür aber ein graue Maus. Die Figuren, die sich an der Treibjagd auf eine ehrbare Persönlichkeit beteiligen gehören zum zionistischen Lobby in der BRD. Die Graumänner, Giordanos, Broders, Stawskis, Lasters, die antiislamische Hetzwebsite politically incorrect und ihre Helfershelfer in der rechtskonservativen Presse vom Tagesspiegel, über Focus blasen zum Halali auf eine ehrbare Staatsbürgerin, die seit Jahrzehnten den Mut hat, die Verbrechen Israels beim Namen zu nennen, denn sie weiß wovon sie spricht. Sie hat viele Jahrzehnte in diesem zionistisch-rassistischen Staat gelebt.

 

Köhler hat es nach deren Meinung in der Tat gewagt, dieser herausragenden Persönlichkeit die Anerkennung zu erweisen die ihr gebührt, ohne sich die Genehmigung von der Knobloch und ihrer „Schweigenden Mehrheit“ geben zu lassen, aus dem man den einzigen anständigen, Prof. Rolf Verleger, hinausgeworfen hat, weil auch er wie Felicia Langer zu den Verbrechen Israels nicht schweigen wollte. Merkel hätte sich wahrscheinlich so etwas wie der Bundespräsident nicht getraut. Sie lässt sich doch sonst alles von ihren alter egos vermutlich aufschreiben, so wie ihre unsägliche Rede von der Knesset, das selbst die eingefleischtesten Zionisten in Israel sich die Augen gerieben haben.

 

Jetzt regen sich die Israellobbyisten auf und wollen ihre Orden zurückgeben. Giordano, D. Berger von der Israellobbygruppe American Jewish Komitee und andere nun für den dümmsten sich entlarvende Figuren denken darüber nach. Mit dem Orden sollte Giordano gleich seinen Schal mitabgeben. Vielleicht landet dieser ja im Haus der Geschichte als abschreckendes Beispiel von Hybris. Opfer die das Verhalten der Täter übernommen haben. Sollen sie doch ihre Orden auf die Treppen von Schloss Bellevue schmeißen, wen interessiert es. Sie haben den Orden anscheinend nie verdient gehabt und sind unglaubwürdig.

Wann weisen deutsche Politiker diese zionistische Rassisten endlich in ihre Schranken? Durch ihre (Posener sagte im anderen Fall: „Das ist stalinistisch.“)

Erpressung soll jede abweichende Meinung gekillt werden, dies ist ihr Ziel. Die BRD Presse soll stromlinienförmig nur noch Israelpropaganda aus der Botschaft und dem Israelischen Propagandaministerium nachdrucken. Die Auftragsschreiber spielen einzig dem Mossad verantwortlich dann die Wächter der Nation. Bei Widerspruch droht Berufsverbot und Verlust aller bürgerlichen Rechte. Was die Iraner und andere moslemischen Länder vielleicht auf dem Marktplatz machen, Steinigen machen sie im Internet und den Medien.

 

Wie miserabel diese Lobbyisten sind, zeigt zum wiederholten male Henryk Broders Schmierenstück „Norman Paech – ein lupenreiner Antisemit“ auf der durchgeknallten Website die sich selbst „Achse des Guten“ nennt

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/norman_paech_ein_lupenreiner_antisemit/

Wie so viele Männer so denkt auch Broder nicht mit dem Kopf, dies zeigt sein schwacher Artikel. Kann er doch nicht ein Argument anführen, dass seine völlig abwegige Schlussfolgerung stützt. Aber wie so er das nicht merken, hat er doch nur zionistische Ideologie in seiner Birne. Paech will gerade keine Sonderbehandlung Israels, sondern nur seine Gleichbehandlung. Eine Sonderbehandlung und Sonderstellung für dieses zionistische Regime will die Israellobby und ihre Michel-Deutschen, die diesen rassistischen Staat unter eine Käseglocke bugsieren. Diese Sonderbehandlung, ist Antisemitismus. Deshalb wimmelt es auch so von philosemitischen Antisemiten in der BRD. Henryk, das weißt du doch. Du hast sogar schon einmal ein Buch darüber geschrieben. Aber vor lauter Islamophobie haste die philosemitischen Antisemiten vergessen und hältst alle Kritiker des Zionismus nach deiner maßgeblichen Definition für „Antisemiten“. Warum lässt du dich nicht zum Vorsitzenden der „Antisemitismuskommission“ ernennen? Diese Ehrung fehlt dir noch in deiner Sammlung. Die anderen „Experten“ kannst du dann handverlesen. Das wird ein Gruselkabinett, das selbst die heilige Inquisition noch in den Schatten stellen wird.

Israellobbyisten aller Länder vereinigt euch und geht gegen die Meinungsfreiheit vor, damit wir endlich alle so denken wie es der Zionismus haben möchte: Für Krieg, für Unterdrückung und Kolonisierung anderer Völker. Es lebe der neue Herrenmensch.

W. Frankenberg 20.7.09

 

 

Germany honors anti-Zionist Israeli Langer - Felicia Langer speaking at the 'Stop the Wall in Palestine' conference in Cologne, Germany in 2004 - Israeli human rights lawyer and anti-discrimination campaigner Felicia Langer receives Germany's most prestigious award. German President Horst Koehler recognized the humanitarian efforts of Langer by awarding her the Federal Cross of Merit, first class, on July 16. Langer was born in a Jewish family in 1930 in the Polish city of Tarnow and moved to Israel with her family in 1950. From early on, she found the Zionism-inspired discrimination against the native Arabs of what used to be the British Mandate of Palestine, deeply offensive and unjust.  >>>
 

 

 


Ruth Asfour schreibt an den
Bundespräsidenten

Von: Ruth Asfour - Gesendet: Montag, 20. Juli 2009 12:17 - An: 'posteingang@bundespraesident.de'
Betreff: die altern. Nobelpreisträgerin Felicia Langer hat das Bundesverdienstkreuz wirklich verdient!

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

 Vertrauensvoll wende ich mich an Sie, unser Staats-Oberhaupt.

Gegen Frau Felicia Langer (Tübingen) läuft eine üble Verleumdungskampagne.

Ich war so dankbar und froh, dass ihr diese Ehre der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, am 16. Juli zuteil wurde und ich möchte mich bei Ihnen, sehr geehrter Herr Präsident, herzlich bedanken für Ihre richtige und wichtige Einschätzung von Felicia Langers Person.

Frau Langer hat zahlreiche Bücher geschrieben und ihre Biographie „Zorn und Hoffnung“ ist ihr Lebenswerk. Darin schildert sie ergreifend, wie sie mit ihrem Vater vor den Nazis nach Russland  floh unter den entsetzlichsten Umständen -  ihr Vater verhungerte schließlich.

Wie sie dann ihren Ehemann Mieciu, der 5 KZs durchlitten hatte, kennen  lernte, mit dem sie bis heute glücklich verheiratet ist. Beide waren Frau Langers Mutter nach Israel gefolgt.  Sie berichtet über den Hass, der ihr dort entgegen schlug, als sie als Anwältin Felicia Langer, Palästinenser verteidigte - bis hin zu gegen sie gerichtete Mord – Drohungen. Deshalb floh sie in die entgegen gesetzte Richtung nach Deutschland, nach Tübingen, wo sie Geborgenheit fand. (Brücke der Träume- ihr Buch)

In diesem Buch erzählt sie, wie sie nachts mit ihrem Mann aufbrach, um ein Hakenkreuz zu übermalen, welches an den Supermarkt geschmiert war. Aber jemand anderes hatte es schon über-tüncht! Diese Episode wurde in ein Schul-Lesebuch aufgenommen. Ihr Mann berichtet heute noch in Schulen aus seiner KZ Vergangenheit. – allerdings weist auch er auf das Unrecht hin, was den Palästinensern angetan wird.

 Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wie kann man eine so tapfere Frau, wie Felicia Langer, so verleumden?  Sie scheut,  trotz ihrer zarten Gesundheit, keine Mühe, uns Deutsche darüber aufzuklären, dass wir durch unser  Schweigen uns erneut schuldig machen.

Ist nicht der § 1 unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ ?

Des Menschen, gleich welcher Hautfarbe oder Religion!

In diesem Sinne habe ich meine fünf Kinder erzogen.

 Ich grüße Sie mit großer Hochachtung –

 Ruth Asfour, Offenbach

 

 
 
 

 
 
 

Ein toller Tag in unserer Landeshauptstadt Stuttgart -  Evelyn Hecht-Galinski - Der Himmel lachte, die Sonne schien und die Rotonde der ehrwürdigen Villa Reitzenstein füllte sich mit Leben. Da kam Felicia Langer mit  Ihrer Familie und viele Freunde, Weggefährten und Mitstreiter. Sogar Oberbürgermeister Palmer ließ es sich nicht nehmen, auch dabei zu sein, um seiner großen Tübinger Bürgerin die Ehre zu erweisen. Es war einfach bewegend. Hier würde endlich einmal die richtige Frau für ihr Engagement und Wirken für die drangsalierten Palästinenser mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Wehte da nicht ein neuer Wind durch diese hundertjährige Villa?  Da hatte der Ministerpräsident gerade „meines“ und Felicia Langers Bundeslandes, Baden-Württemberg, in Gestalt des Staatssekretärs im Staatsministerium, Hubert Wicker eine Rede gehalten, die ich so in der BRD, noch von keinem politischen Funktionsträger gehört habe. Ich wünschte mir, dass diese Rede Maßstäbe setzen wird und Vorbildcharakter für andere Politiker haben wird. >>>

 
 
 

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

über die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an die engagierte Menschenrechtsanwältin Felicia Langer habe ich mich sehr gefreut; sie hat diese Ehrung mehr als verdient und ich danke Ihnen herzlich.

 

Nun möchte ich Ihnen die unten angefügte e-mail zur Kenntnis geben, die durch die mailingliste "honestly concerned" verbreitet wird. Schon lange steht Felicia Langer am Pranger dieser dubiosen "besorgten Bürger" - die einem gerechten Frieden zwischen Palästinensern und Israelis nicht verpflichtet sind und mit der Kampagne "stop the bomb" zum Krieg aufstacheln.


Doch die Denunziation, mit der Felicia Langer nun als "Bundesverdienstjüdin 1. Grades" überzogen wird, ist vor dem Hintergrund ihrer Lebensgeschichte eine Ungeheuerlichkeit ohnegleichen aus dem Wörterbuch der Unmenschen!  Dieser Schmähartikel ist auf  der Website von "Lizas Welt" erschienen. Dazu müssen Sie wissen, dass diese zum Netzwerk um Henryk M. Broder gehört, der diese Drecksarbeit seinem Bruder im Geiste überlassen hat, um sie sodann auf seine eigene Website zu hieven.

Da diese "besorgten Bürger" neben ihren niederträchtigen Beleidigungen auch Ihre e-mail-Adresse angegeben haben, müssen Sie mit Mails gleichen beleidigenden Inhalts rechnen.

 

Mit freundlichen Grüßen

claudia karas

Aktionsbündnis für einen gerechten Frieden in Palästina

 

 
 
 
 
 
 

Die Israellobby auf Irrwegen

 Die weltbekannte israelische Menschrechtsanwältin Felicia Langer hat von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für ihre Verdienste um den Kampf für die Menschenrechte der Palästinenser unter israelischer Besatzung erhalten. Seit 20 Jahren hat diese mutige Frau das Unrecht des zionistischen Regimes in der BRD bekannt gemacht. Dafür gebührt ihr Dank und dafür wurde ihr diese Auszeichnung überreicht. Die Deutschen können stolz darauf sein, dass es solche mutigen Staatsbürger gibt, die sich nicht durch die Israellobby einschüchtern und mundtot machen lassen. Frau Langer und ihrem Mann, der fünf Konzentrationslager der Nazis überlebt hat, wurde vor einiger Zeit die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Zu Recht und viel zu spät. Klaus M.

 

 

Ruh Asfour an Staatssekretär Wicker
 

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker

 Hiermit möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken für Ihre an Frau Felicia Langer gerichteten Worte, anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an sie.

 Ich habe mich sehr darüber gefreut. Leider – wo verdientes Lob angebracht ist – gibt es auch Neider und Missgünstige. Bitte, sehr geehrter Herr Staatssekretär, lassen Sie sich davon nicht behelligen. Frau Langer hat – trotz ihrer zarten Gesundheit – Übermenschliches geleistet, für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. Dieser Frieden hängt in hohem Maße von dem Staat Israel ab, in dem die tüchtigen Friedensmenschen leider nicht das Sagen haben, Wie zum Beispiel Prof. Jeff Halper (kürzliche Verleihung des Kant-Preises in Freiburg), Uri Avneri (u.a. Aachener Friedenspreis), Amira Hass, Gideon Levy (beide von Haaretz, Tel Aviv) und Adam Keller von Gush Shalom und noch viele andere tapfere Menschen in Israel.

 Meines Erachtens, tun diese mutigen Menschen mehr gegen Antisemitismus als alle, die sich nicht trauen, den Staat Israel berechtigt zu kritisieren, denn sie schieben dem „die Juden tun Unrecht“ einen Riegel vor, durch ihre offene Kritik. Ich sage da immer „ganz bestimmt nicht alle Juden“.

 Deshalb, sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker, lassen Sie sich nicht beirren, Sie haben die Wahrheit gesagt, die uns unsere Medien allzu oft verschweigen.

Mit großer Hochachtung und freundlichen Grüßen

 Ruth Asfour

 

 

 

 

Abraham Melzer an Ulrich Sahm

Hallo Uri,

 

mit so viel Schaum vor dem Mund lässt sich nicht so gut schreiben. Dein Beitrag über Felicia Langer ist schwach und dumm.

Hast du auch was zu Uris Beitrag von heute zu sagen???

Das ging immerhin durch die gesamte seriöse deutsche Presse. Natürlich nicht durch die Springer-Presse, aber dafür bei der TAZ, FAZ, FR, SZ u.a.

Israels hässliche zionistische Fratze wird immer deutlicher und bald werden es alle wissen. Zwar versucht das israelische Propaganda Ministerium mit dem "Projekt Israel 2009" dagegen zu steuern, aber da merkt doch jeder, sogar jeder Stammtischleser, dass es sich um billige Propaganda handelt. Du nennst es HASBARA, aber im Verschleiern war der Zionismus schon immer sehr gut.

Hier aus einem Brief von Herzl an Jussuf Ziah-el-Khaldi vom 11.März 1899:

Wer will sie (die Palästinenser) denn von dort entfernen? Ihr Wohlbefinden Und ihr privater Besitz Wird durch uns Doch nur vermehrt. (Nebbich!) Glauben Sie das ein Araber, der in Palästina Land besitzt oder ein Haus Im Wert von drei-oder viertausend France, es bedauern wird, wenn ihr Wert um das Fünf-oder Zehnfache steigt?

Aber das wird mit der Ankunft Der Juden bestimmt geschehen. (Wo Herzl Recht hat, hat er Recht) Wer die Sache Von diesem Standpunkt aus Betrachtet -und das ist der richtige- Wird unzweifelhaft Ein Freund des Zionismus.
 

Gibt es denn noch mehr Zynismus, Heuchelei und Betrug? Ja, der Wert der Häuser und Grundstücke stieg um das hundertfache, um das tausendfache, aber Jussuf Ziah-el-Khalid und seine Nachkommen und alle übrigen Palästinenser, hatten nichts davon, da ihnen das Land und die Häuser von Herzls Nachkommen gestohlen wurde.

Beruhige dich deshalb und beruhige deine Freunde bei hc, es wird ihnen nicht viel helfen. Rückgängig kann man eine solche Ehrung nicht mehr machen. Man kann sich aber lächerlich machen und Öl ins Feuer des Antisemitismus gießen.

Abi

 

 

Dr. Viktoria Waltz an Staatssekretär Wicker


Sehr geehrter Herr Wicker,

Sie werden gemerkt haben, dass die 'Pro Israelische Lobby' Sie nun wie andere in ihr Fadenkreuz aufgenommen hat und das Schreiben von Protestbriefen an Sie anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer und der Würdigung durch Sie organisiert. Ich nutze also dieselbe Aufforderung von dort (honestly concerned vom 17.7.09) und möchte Ihnen sagen, dass ich diese Würdigung Felicia Langers für richtig, angemessen und angesichts der seit einiger Zeit wachsenden organisierten Verunglimpfung von Israel Kritikern auch für  mutig und Mut machend  halte. ich kenne Felicia Langer seit vielen Jahren auch noch aus ihrer Zeit als Anwältin in Israel, wo sie mit viel Hoffnung und verzweifelten Mut Gerechtigkeit für viele palästinensische politische Gefangene zu erstreiten versucht hat. Schließlich hat auch die berufliche Enttäuschung darüber, dass für Palästinenser in Israel keine Gerechtigkeit herrscht und auch nicht mit legalen juristischen Mitteln zu erstreiten ist, zur Entscheidung geführt Israel zu verlassen. Ihre heutige Entscheidung, mehr Informationen über die Verhältnisse im Nahen Osten besonders in Deutschland zu vermitteln, ist ein großer Gewinn für die Gesellschaft und so dringend notwendig angesichts der von Israel so lautstark geförderten Propaganda über die angebliche Rechtmäßigkeit seiner Besatzungs- und Kolonisierungspolitik aus den sogenannten Sicherheitsgründen, die gegen Völker- und Menschenrecht verstößt. 

Ich versichere Ihnen und Ihrem Umfeld, das sich für die Verleihung entschieden hat, nicht nur meiner großen Sympathie sondern auch vieler meiner Freunde und  unterstütze Ihre Argumente für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Langer nachdrücklich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Viktoria Waltz

 

Zu meiner Person: Ich beschäftige mich als langjährige (inzwischen im Rentenalter) Dozentin an der Fakulktät Raumplanung an der Uni Dortmund beruflich und wissenschaftlich neben Migrationspolitik auch mit der Siedlungs- und Kolonisierungspolitik in Palästina und habe viel dazu veröffentlicht. Seit 1974 bin ich regelmäßig zu Forschungsreisen in der Region unterwegs gewesen, habe daneben Theatertourneen (Hakawati) organisiert, Hilfsprojekte angestoßen (Shiffa Krankenhaus Gaza/Ärztemissionen durch das Hammer Forum) und zwischen 1997 und 2000 war ich durch das CIM Programm der Bundesregierung als Integrierte Expertin im Wohnungsministerium in Gaza und Ramallah tätig. Seit 2000 hatte ich die Verantwortung für die vom DAAD geförderte Universitätspartnerschaft zwischen Dortmund und Birzeit zum Aufbau eines Masterstudienganges in Urban Planning and Design, der inzwischen besteht und zukünftige Städteplaner ausbildet. Über den Status von Jerusalem war ich auf Einladung der PLO Vertretung Sprecherin 1988 vor der Generalversammlung der UNESCO in Paris mit einer anschließenden Fotoausstellung und anschließend 1988, 1990 und 1996 vor der ISESCO in Kairo, Rabat und Rom. Seit dem Ruhestand im letzten Jahr bleibt mir die Veröffentlichung meiner Erkenntnisse z.B. über einen Blog, der die Aufmerksamkeit Henrik Broders, Honestly Concerned, Benjamin Weinthalers, der jüdischen stimme.at und anderer dieser selbst ernannten (?)  'Lobby' auf sich gezogen und die bei der Universitätsleitung gegen mich interveniert haben, angeblich auch die Israelische Botschaft direkt,  offensichtlich mit dem Ziel, meine berufliche Existenz wie die anderer z.B. Dr. Ludwig Watzals von der  Bundeszentrale für Politische Bildung unter Herrn Thomas Krüger zu zerstören. Es kam dazu nicht, da ich nicht mehr tätig war, aber die Universitätsleitung hat sich doch unter Druck setzen lassen und mir die Nutzung einer Universitäts-Mailadresse weggenommen, die sie im übrigen allen Mitarbeitern lebenslang garantiert. Ein einmaliger Fall - zum Glück ohne weitreichende Konsequenzen für mich, aber doch ein Zeichen über den Zustand an deutschen Universitäten, wenn so etwas möglich ist.

Ich weiss also, wozu diese Kräfte,die sich nun um Sie und den Bürgermeister von Tübingen kümmern werden, imstande sind.

Bleiben Sie bei Ihrer Überzeugung und Haltung!.

 

 

Brief von Günter Schenk an den Tübinger Oberbürgermeister


Sehr geehrter Herr Palmer,


sehr gefreut hab ich mich über Ihre Anwesenheit, gestern, bei der  festlichen Überreichung einer der höchsten Ehrungen, die  unsere Bundesrepublik  Deutschland zu vergeben hat, an Frau Felicia Langer.  Hat die Tatsache, dass  Bundespräsident Horst KÖHLER die Ehrung Frau Langers veranlasst hat nicht höchste Symbolkraft? Hat er nicht  damit der Kanzlerin eine Vorlage in ihre Agenda geschrieben: MENSCHENRECHTE UND  DEREN VERTEIDIGUNG ALS STAATSRAISON? - anstelle unkritischer Tolerierung  und Unterstützung für inhumane und zynische Politik der sukzessiven Regierungen Israels?

Es muss auch der Kanzlerin, der gelernten Naturwissenschaftlerin,  klar sein, dass Verbrechen an Palästinensern, Unterdrückung und Entrechtung nicht von den Opfern  der nationalsozialistischen Verbrechen ausgehen (die nämlich sind zum ewigen Schweigen  verurteilt, weil ermordet) sondern von jenen, die aus der Vergangenheit nichts gelernt haben,  auch mangels  Bildung
nichts lernen mussten... in den Vorstädten der Bronx und anderswo!

Der Bundespräsident als Ideengeber für Politik, so stelle ich mir  sein hohes Amt, allzuleicht als symbolisches Amt abgetan, vor. Auch er, der Präsident  der Bundesrepublik, hat sich mit der Ehrung Frau Langer um Deutschland verdient gemacht.

Ihnen, lieber Herr Palmer, wünsche ich gute Lektüre der folgenden   Seite -
und, ganz auf schwäbisch -

eine GUTE ZEIT

Günter Schenk
1a rue des Aveugles
F-67000 Strasbourg
- membre du collectif judéo-arabe et citoyen pour la paix, Strasbourg

http://www.arendt-erhard.de/deutsch/palestina/
langer_felicia_bundesverdienstkreuz_1_klasse.html

 

 

 

Ehrung - Reutlinger Generalanzeiger - Staatssekretär Hubert Wicker verleiht in Stuttgart Auszeichnung für ihr humanitäres Lebenswerk - Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer  -  Felicia Langer, in Tübingen lebende Menschenrechtsanwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, ist am Donnerstag in Stuttgart für ihr Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Staatssekretär Hubert Wicker hat ihr das von Bundespräsident Horst Köhler verliehene Verdienstkreuz erster Klasse überreicht

 

 

Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer - Schwäbische Tageblatt - Die in Tübingen lebende Rechtsanwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Felicia Langer wurde gestern mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Tübingen. Ihre Freude an der Auszeichnung durch den deutschen Staat und die Laudatio durch Staatssekretär Hubert Wicker gab sie deutlich zu erkennen. „Es war unvorstellbar schön“, sagte Felicia Langer hinterher. >>>

 

 

Schaler Wein läuft durch gebrochene Achsen. - Evelyn Hecht-Galinski  - In der Tat stelle ich mir die Frage, ob diesmal das vertretbare Maß überschritten ist und das „Weinfass“ übergelaufen ist.  Ist es die Aufgabe eines ausländischen in Berlin akkreditierten Journalisten, namens Benjamin Weinthal, u.a. Korrespondent der Jerusalem Post, Druck auf andere Medien auszuüben? >>>

 

 

Mit Wut im Bauch und Zorn im Herzen - Abraham Melzer - Offener Brief an Dr. Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden in Deutschland >>>

 



Stalking als "Kompliment" - Wie das Netzwerk  riesige Angst vor den Worten - der Wahrheit von Felicia Langer und Evelyn Hecht-Galinski zeigt. Erhard Arendt >>>

 

 

 

 

 

20.9.2009

 

20.9.2009 - Sie macht es, er macht es, alle machen es. -  Erhard Arendt - Benjamin Weinthal, Arno Hamburger und Henryk M. Broder - Der größte Antisemit, der moderne Antisemitismus ist, wer die Opfer des Holocaust missbraucht, um die aktuellen Verbrechen Israels zu decken, davon abzulenken. Vergleiche mit dem 3. Reich werden,  um die Dramatik eines Geschehens zu verdeutlichen, mehr oder weniger berechtigt, von allen Seiten benutzt. Das hat sogar schon zu einer wissenschaftlichen These (siehe Godwins Gesetz) geführt. Davon abgesehen, suggeriert das Netzwerk recht geschickt,  das Vergleichen als eine Gleichsetzungen verstanden wird, was natürlich falsch ist. Vergleichen kann man alles: So z. B. auch Henryk M. Broder  mit einem Irren, was das Palästina Portal natürlich nicht tut. Hoffentlich verstehen jetzt die alles bewusst missverstehen wollen, was der Unterschied ist. Die Scheinheiligkeit dieser Vorwürfe gegenüber Felicia Langer belegt dabei besonders einer der Hauptbeteiligten an dieser Jagd gegen Felicia Langer  Honestly Concerned.  (siehe die Bildleiste rechts - zum Vergrößern anklicken) Einer der Redakteure von Honestly Concerned enttarnte auch die Jagdaktion gegen Felicia Langer als das was sie angeblich nicht sein sollte, eine gezielte Kampagne der Israellobby, der falschen Freunde Israels. Wie könnte man deutlicher die dramatischen Verbrechen eines Staates - hier Israel - verdeutlichen, indem man sie mit den Verbrechen des 3. Reiches vergleicht?  Nicht im Vergleich kann der Vorwurf liegen. Wie man vergleicht, es unterlässt, ist die Frage, die man diesem Netzwerk, so auch Arno Hamburger stellen muss. >>>

Arn Strohmeyer - Offener Brief an das Präsidium der Jüdischen Gemeinde in Bremen - Elvira Noa, Renata Bas, Dr. Grigori Pantelejew -  Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben in einem offenem Brief Herrn Arno Hamburger dazu beglückwünscht, dass er das ihm verliehene Bundesverdienstkreuz aus Empörung über die Verleihung dieses Ordens an Felicia Langer zurückgegeben hat. Nun darf man durchaus seiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass er das nicht schon viel früher getan hat. Denn die Liste der Inhaber dieses Ordens weist eine ganze Reihe von furchtbaren Altnazis auf, die im so genannten Dritten Reich alle ihren Anteil an der Verwirklichung von Hitlers Terror-Politik hatten, nach dem Krieg erneut hohe Positionen bekleideten und offenbar durch diesen Orden wieder gesellschaftsfähig gemacht werden sollten. Aber wenn Arno Hamburger diese Gesellschaft nicht gemieden hat, dann ist das seine Sache. Was Felicia Langer betrifft, so ist sie ohne Zweifel eine streitbare Frau. Aber sie erzählt und schreibt nicht irgendetwas, was sie sich ausgedacht hat. Sie weiß, wovon sie spricht. Denn sie hat im Gegensatz zu Ihnen Jahrzehnte lang in Israel gelebt und als Anwältin gearbeitet. Sie ist dort nicht im zionistischen Mainstream mit geschwommen, sondern hat die Schwächsten im jüdischen Staat vor Gericht verteidigt – die Palästinenser. Sie hat also sehr genauen Einblick in das System, wie diese Menschen in Israel behandelt werden und hat das öffentlich gemacht. Ist das der Grund, warum man ihr von Ihrer Seite „Verrat“ vorwirft?

Der Brief der Jüdischen Gemeinde im Land Bremen  >>>

Nebbich: Langer nannte israelisches Gefangenenlager ein „KZ“ - Abraham Melzer - Es gibt Zeitungen, die man nur zum Fische verpacken nutzen sollte, und solche, die besser gar nicht erscheinen sollten. Daneben gibt es Journalisten, die haben die Hose permanent voll und den Rücken krumm vor lauter Kotaus, die sie machen müssen gegenüber einem 86jährigen senilen, aber dennoch mächtigen Vorsitzenden einer jüdischen Gemeinde. Es spricht nicht gerade für die Vitalität und Zukunftsfähigkeit des Judentums in Nürnberg, wenn sie ihr Schicksal in die Hände von Gestrigen legt. Zu dieser Sorte Presse gehört neben dem Springerflagschiff „Die Welt“, in der Henryk M. Broder es nicht versäumt hat in einer Rezension des Buches seines Freundes Leon de Winter, einen Seitenhieb auf den Bundespräsidenten Köhler aufzunehmen: „Inzwischen allerdings hat der >>>

Sankt Holocaust. Zionist Benjamin Weinthal, mit dem Irak-Kriegshetzer Arno Hamburger an seiner Seite und den Nürnberger Nachrichten im Schlepptau, blödelt sich weiter durchs Netz. Er meint, Felicia Langers Vergleiche von Nazi-Verbrechen mit zionistischen Verbrechen seien Sünde. Er tut, als sei ihm entgangen, worauf allein er selbst seine Ansicht stützen kann, daß Nazi-Verbrechen sich von zionistischen Verbrechen unterscheiden: auf den Vergleich beider Regime. Er erklärt die NS-Vernichtung der europäischen Juden für sakrosankt. Für Heiligsprechungen ist jedoch nicht er, sondern der Papst zuständig. Siehe auch Konzentrationslager und Heiliger Adolf. Darf man Bush mit Hitler vergleichen?   - Thomas Immanuel Steinberg

 

 


15.9.2009


MEDIENSPIEGEL DER DEUTSCHEN BOTSCHAFT IN TEL AVIV - (pdf) Seite 6 -  Felicia Langer - Schießt zurück - Im Alter von 78 Jahren steht Felicia Langer, eine der ersten, die für die Menschenrechte der Palästinenser gekämpft hat, im Mittelpunkt eines neuen Skandals. Die jüdische Gemeinde in Berlin fordert aufgrund ihrer umstrittenen Standpunkte, ihr die Auszeichnung abzuerkennen, die ihr vom Bundespräsidenten verliehen wurde. Sie hat nicht vor, nachzugeben. MAA (S. 4 b, Igal Avidan): Gibt nicht nach - Wie viele andere Leute, die die Politik Israels, vor allem die Besatzungspolitik, kritisieren, wurde auch die bekannte Menschenrechtsanwältin Felicia Langer oft als „Israelfeindin“ oder „fünfte Kolonne“ bezeichnet. Aber in Deutschland, wohin sie als Protest gegen das, was unter israelischer Souveränität geschieht, ausgewandert ist, behandelt und bezeichnet man sie ganz anders. Diesen Monat erhielt sie sogar das Bundesverdienstkreuz. Wie konnte eine so umstrittene Persönlichkeit wie Sie eine derart hohe Auszeichnung erhalten? >>>


11.9.2009

11.9.2009 - Felicia Langer spricht von «Schmutz-Kampagne» - Israel-Kritikerin wehrt sich: «Ich vergleiche Israel nicht mit den Nazis» - NÜRNBERG - Im Streit um das Bundesverdienstkreuz für die Israel-Kritikerin Felicia Langer meldet sich die Geehrte jetzt selbst zu Wort. Sie spricht von einer «Schmutz-Kampagne» gegen ihre Person und drückt ihr Unverständnis über den Brief des Bundespräsidialamtes an Arno Hamburger aus. Wie mehrfach berichtet, hatte Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Nürnberg, aus Protest gegen Langers Auszeichnung seine beiden Bundesverdienstkreuze zurückgegeben.  >>>

 

8.9.2009

Was der Bundespräsident nicht an Arno Hamburger schrieb - Köhler bedauert "Verwerfungen" wegen Verwerfer - Der konzertierte Versuch der Diskreditierung von Frau Felicia Langer ist erneut ein "Rohrkrepierer" - Nun beginnt wieder das alte Spiel man interpretiert etwas so wie man es gerne lesen möchte und unterstellt das dann dem Schreiber, hier dem Bundespräsidenten. Einer der übelsten Kampagnenjournalisten ist dabei Benjamin Weinthal, die angebliche Stimme Israels aus Deutschland.

Honestly Concerned tönt
"
Pressemitteilungen - September 7, 2009 - Bundespräsident Köhler bedauert die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer Was lange währt, wird endlich gut!

Wir haben  nachgefragt und nachgelesen, dem ist nicht so. Eine andere Quelle übermittelte uns das Schreiben des Bundespräsidialamtes. Eindeutig steht das auch nicht in dem Brief. Wieder einmal wird hier Hasbara betrieben, man täuscht und trickst.   >>>

Felicia Langer und die falschen Freunde Israels -  Peter Novak - Der Grund ist die Preisverleihung an die jüdische Kommunistin Felicia Langer, der Hamburger vorwirft, Israel „in Stürmer-Manier“ beleidigt zu haben. Damit hat Hamburger, der sich scheinbar nicht daran störte, vom ehemaligen NSDAP-Mitglied Karl Carstens, der 1980 Bundespräsident war, den Preis bekommen zu haben, einen sehr fragwürdigen Vergleich gezogen.  >>>
 

7.9.2009

 

Die Jagd auf Felicia Langer geht weiter  - - Hamburger zeigt sich in seinem fanatischen Hass gegen „diese Frau“ und andere engagierte Israelkritiker unwürdig, die deutschen Orden zu besitzen - Evelyn Hecht-Galinski  - Wie ist es mit unserem Demokratieverständnis zu vereinbaren, wenn ein SPD-Stadtrat und Vorsitzender einer Jüdischen Gemeinde in Deutschland – auf deren Briefpapier als Körperschaft des Öffentlichen Rechts ausgewiesen – einen Erpressungsversuch an den Bundespräsidenten startet, indem er die Rücknahme einer Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer fordert. Ein einmaliger Vorgang, der nicht hinnehmbar ist und glücklicherweise vom Bundespräsidenten auch ignoriert wird. Ich bin sehr froh, dass mein Vorschlag, das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, positiv beschieden wurde: Für Felicia Langer, diese alternative Nobelpreisträgerin, große Menschenrechtsanwältin und unermüdlich um Hoffnung kämpfende Friedensaktivistin, die gerade auch in Deutschland das verantwortungsvolle Nachdenken über die Werte für Gerechtigkeit und Menschenrechte fördert, denn Menschenrechte sind unteilbar. Das sollte „deutsche Staatsräson“ sein. >>>
Weitere Leserbriefe >>>                   Bildcollage - E. Arendt

Wie gehabt. Man verdreht die Wirklichkeit, interpretiert wie man es haben möchte - Die Verwerfer schreiben über Verwerfungen: Kurzkommentar zu:  Köhler bedauert "Verwerfungen" wegen Ehrung - Erhard Arendt - Henryk M. Broder zitiert den Chef des Bundespräsidialamtes, Staatssekretär Dr. Gert Haller der angeblich im Auftrag des Bundespräsidenten Arno Hamburger geschrieben hat: 

"Die Auszeichnung habe "die Gefühle von Menschen verletzt, an deren Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit es keinen Zweifel geben"

Wenn so geschrieben, dann irrt der Bundespräsident. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer hat die Gefühle der Menschen "an deren Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit es keinen Zweifel gebe" nicht verletzt sondern bestärkt.

Die Feinde des Friedens, die Dulder und Unterstützer von Landraub, Mord und Vertreibung spielten die scheinheiligen "Verletzten". Jeder ehrbare Mensch weiß das Felicia Langer eine entschiedene und bewundernswerte deutliche Kämpferin für einen Frieden im Nahen Osten ist. Sie ist eine wahre Freundin Israels.
Henryk M. Broder hat im übrigen, liest man seinen Text, immer noch nicht den Unterschied zwischen vergleichen und gleichsetzen kapiert.

Nachdem Broder in Christiana Prügel bezog weil der das Schild "Nicht fotografieren" missachtete und fotografierte belegt er auch eine erneute Missachtung, diesmal des Bundespräsidenten. Der Bundespräsident wollte sich nicht öffentlich der Presse gegenüber erklären.  Gibt ihm der Bundespräsident nun verbal eine auf die Nase?
Arno Hamburger hatte  da wohl auch keine Hemmungen diesem Wunsch des Bundespräsidenten  nicht zu entsprechen und legte angeblich das Schreiben - wie Broder schreibt - Spiegel online vor.

Ist es nicht eher so, das es dem Initiator dieser Aktion "Gebt euer Bundesverdienstkreuz zurück" Henryk M. Broder vorgelegt wurde?
(Die Jäger)

Broder liefert übrigens mit diesem Artikel einen erneuten Beleg dafür wer diese Aktion inszenierte. (Die Jäger)

Die Verleihung des Ordens an Felicia Langer fanden Hamburger und andere Kreuzträger empörend. Das sie dieses Bundesverdienstkreuz ebenso wie viele alte Nazis trugen hat ihre Gefühle anscheinend nicht verletzt. Fühlen sich die Täterfreunde neben den alten Tätern wohler?

(
Mit welchen Altnazis Arno Hamburger anscheinend bisher gerne sein Bundesverdienstkreuz geteilt hat >>>

Eine Doppelmoral ist keine Moral. Auf solche Freunde kann  Israel und Deutschland verzichten. Ihre "Sehnsucht nach Frieden" ist nicht erkennbar Herr Bundespräsident. 
Broder betätigt sich wieder als übler  Kampagnenjournalist. Er liefert erneut ein demaskierendes Beispiel dafür wie diese Lobby mit Zitaten und Sensationen ihr Handwerk betreibt.  Er demontiert den Ruf von "Spiegel online" >>>

Kampagnenjournalist Benjamin Weinthal - (Rollenspielfigur, "Die Stimme Israels") German president criticizes Langer award | International | Jerusalem Post
Arno Hamburger hat Post aus Berlin >>>
Mehr über die Jagd auf Felicia Langer >>>
Sondermailingliste von Honestly Concerned >>>

Offener Brief von Abrahm Melzer >>>.
Günter Schenk schreibt:  >>>
Das Bundesverdienstkreuz ist noch wertvoller geworden.. - Erhard Arendt -  >>>
Wer ist Arno Hamburger? - Tobias Schneider - >>>

 

 

4.9.2009
 

Evelyn Hecht-Galinski  - NZ vom 04.09., Seite 5

Wie ist es mit unserem Demokratieverständnis zu vereinbaren, wenn ein SPD-Stadtrat und Vorsitzender einer Jüdischen Gemeinde in Deutschland – auf deren Briefpapier als Körperschaft des Öffentlichen Rechts ausgewiesen – einen Erpressungsversuch an den Bundespräsidenten startet, indem er die Rücknahme einer Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer fordert. Ein einmaliger Vorgang, der nicht hinnehmbar ist und glücklicherweise vom Bundespräsidenten auch ignoriert wird.

Ich bin sehr froh, dass mein Vorschlag, das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, positiv beschieden wurde: Für Felicia Langer, diese alternative Nobelpreisträgerin, große Menschenrechtsanwältin und unermüdlich um Hoffnung kämpfende Friedensaktivistin, die gerade auch in Deutschland das verantwortungsvolle Nachdenken über die Werte für Gerechtigkeit und Menschenrechte fördert, denn Menschenrechte sind unteilbar. Das sollte „deutsche Staatsräson“ sein.

Daher möchte ich auch aus dem Brief von Ministerpräsident Oettinger zitieren: „Sie haben sich in vielfältiger Weise für die Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt und haben sich um das Gemeinwohl verdient gemacht. Ich habe deshalb dem Herrn Bundespräsidenten vorgeschlagen, Ihnen den Dank des Staates für Ihr herausragendes Engagement mit der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck zu bringen.“
Dürfen wir es als deutsche Staatsbürger zulassen, egal um welche Religionszugehörigkeit es sich handelt, wenn Arno S. Hamburger oder der Zentralrat der Juden vorher angeschrieben und um ihre Einschätzung gefragt werden wollen, wer von (jüdischer) Seite das Bundesverdienstkreuz bekommen darf?

Ich frage mich, wofür bekam Herr Hamburger denn seine Verdienstkreuze? Dafür, dass seine in Israel lebenden Kinder wollen, dass er seine Bundesverdienstkreuze zurückgibt, oder weil sein Enkel in der israelischen Armee dient? Sind das etwa Verdienste, die in Deutschland auszeichnungswürdig sind? Felicia Langer ist ganz im Gegensatz zu einseitigen Israel-Unterstützern wie ArnoS.Hamburger eine Brückenbauerin!

Ehrungen für Leute wie Hamburger, Giordano, Knobloch, Graumann u. a., die diese Hetzkampagne gegen Felicia Langer in Gang setzten und damit Unfrieden zwischen der jüdischen und der nichtjüdischen Gesellschaft fördern? Gewollt? Dem müssen alle demokratischen Kräfte entgegentreten.

Mir und Felicia Langer wird immer wieder vorgeworfen, Nazivergleiche zu gebrauchen. Das ist unwahr! Sieht man aber den Sprachgebrauch in Israel gegenwärtig, z.B. „Auschwitzgrenze“, und von Herrn Hamburger nach Deutschland gebracht,indem er – unfassbar!– Felicia Langer als „Volksschädling“ bezeichnet.

Wo bleiben da die Proteste gegen diesen „Stürmer-Sprachmissbrauch“? Daher begrüße ich es sehr, wenn Hamburger seine Orden zurückgibt.

Hamburger zeigt sich in seinem fanatischen Hass gegen „diese Frau“ und andere engagierte Israelkritiker unwürdig, die deutschen Orden zu besitzen. Wer wie Hamburger immer noch nicht den Unterschied zwischen Juden, Zionisten und Israel, also zwischen Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik begriffen hat,wird zwangsläufig miteinander vermengen, was auseinanderzuhalten ist.

Evelyn Hecht-Galinski, Malsburg-Marzell

 

Weitere Leserbriefe

Sowenig, wie es mir zusteht, die Verdienste Arno Hamburgers zu bewerten, steht es ihm zu, jene von Felicia Langer in Frage zu stellen. Die Entscheidung über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist allein Sache des Bundespräsidenten. Ob der Versuch, Horst Köhler unter Druck zu setzen, ein „besonderer Verdienst um die Bundesrepublik Deutschland“ ist, mag im Raume stehen bleiben.

Allerdings erstauntes,dassHamburger seinen Orden zurückgibt, weil er „nicht die gleichen Auszeichnungen tragen“ will wie die israelkritischeJüdin Langer. Dass er sich jahrelang in der Gesellschaft dutzender verdienter und ausgezeichneter Kriegsverbrecher befand, scheint ihn dagegen nicht so sehr gestört zu haben.

Johann Heckel, Nürnberg

 

 



Als Begründung für die Rückgabe seines Bundesverdienstkreuzes führt der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, Arno Hamburger, die maßlose Hetze gegen den Staat Israel an, deren sich Felicia Langer, ebenfalls vorgesehen als Trägerin dieses Ordens, schuldig gemacht haben soll. Herr Kirch äußert in seinem Kommentar Verständnis für die Empörung von Herrn Hamburger.

Zwar dürfe man Kritik an Israel üben, aber kein Wasser für irgendwelche Mühlen liefern. Wie soll das gehen?
Bei dem jüngsten Angriff auf den Gazastreifen gab es 1434 Todesopfer unter der palästinensischen Bevölkerung, davon960 Zivilisten. 5303wurdenverletzt. (Israel hatte 13 Tote zu beklagen, davon drei Zivilisten). Diese Zahlen wurden nicht von Rechtsradikalen erfunden, sondern von der Menschenrechtsorganisation PCHR (Palestinian Centre for Human Rights) herausgegeben.

Weitere Schäden: Zerstörung des Flughafens von Gaza,15000Wohnhäuser, drei Krankenhäuser, fünf Kindergärten, zehn Schulen, sechs Universitätsgebäude, 25,5KilometerWasserleitungen usw. Israel zerstört – die EU finanziert den Wiederaufbau. Wer sich öffentlich dafür einsetzt, dass die Menschenrechte auch in Palästina gelten und dieser Gewaltspirale endlich Einhalt geboten wird, hat meiner Meinung nach ein Bundesverdienstkreuz verdient. Hilke Pralle, Nürnberg



Herr Hamburger wirft dem Bundespräsidenten etwas vor, was er selbst praktiziert. Am 17. 11. 2000 sowie am 8. 8. 2006 hatte ich Herrn Hamburger geschrieben und habe auf beide Briefe bis heute keine Antwort erhalten – auch nicht zwei Zeilen.

Rolf Belzner,
Cadolzburg

 

 

2.9.2009

Arno Hamburger gibt aus "Protest" gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer sein Bundesverdienstkreuz zurück >>>

Felicia Langer: «Ich bin mit meinem Gewissen im Reinen» - Florian Kaiser -  Am 16. Juli wurde der  israelischen Rechtsanwältin und Schriftstellerin Felicia Langer (79) das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse als Anerkennung für ihr Lebenswerk und ihr Engagement «für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte» verliehen. Die NZ sprach mit ihr über Arno Hamburgers Protestaktion. NZ: Herr Hamburger hat heute seine Bundesverdienstkreuze zurückgegeben, weil er nicht die gleiche Auszeichnung tragen will wie Sie. Felicia Langer: Er ist ein Ehrenmann, dass er getan hat, was er angekündigt hat. Aber diese ganze Aktion ist ein Versuch, den Bundespräsidenten zu erpressen. Das scheint nicht nur mir sehr undemokratisch. >>>
 


Offener Brief von Abrahm Melzer - Sehr geehrter Herr Hamburger, ich hatte nun Zeit und Gelegenheit Ihren Brief an den Bundespräsidenten zu lesen. Nun, Ihr Erpressungsversuch hat nicht funktioniert. Der Bundespräsident hat sich nicht erpressen lassen. Und schon gar nicht von jemanden, der andere anständige und ehrbare Juden „Volksschädlinge“ nennt. So hat uns Julius Streicher alle genannt, Sie, meinen Vater und alle Juden. Sie nennen heute ganz bestimmte Juden wie Rolf Verleger, Felicia Langer und mich, besessen und angriffwütig. Das stimmt, aber eben nicht gegen Juden, sondern gegen eine rassistische und menschenverachtende Politik. >>>.

 

Günter Schenk schreibt: Als Jean Paul Sarte den ihm vom Nobelpreis-Kommitee verliehenen Nobel-Preis nicht annahm, war dies sein Signal dafür, dass er von derartigen Ehrungen nichts hält. Darüber war zwar die Welt, sicher auch "DIE WELT",  verwundert, wer jedoch Sartre kannte, seine Schriften gelesen hatte, verstand. Ganz anders hingegen bei Arno Hamburger: man stellt sich den guten Mann vor - er sagt dies mit seinen Worten ja auch -: mit geschwellter Brust trug er eine Ehrung, gleich zwei mal von der Bundesrepublik verliehen. Er genoss es sichtlich.  Es störte ihn dabei nicht, dass andere, verdient?, unverdient?, wer maßt sich an, das höchste Staatsorgan zu zensieren (außer Frau Knobloch, die, wie sie öffentlich kund tat, immer vorher gefragt werden will!) ?  ehemalige PGs aus der Nazi-Zeit, verdiente Wirtschaftsführer, berühmte Orchesterchefs, die auch schon "zu anderen, weniger rühmlichen  Zeiten ihrer Kunst nachgegangen waren, mit ihm in gleicher Reihe der Empfänger des staatlichen Ordens standen. >>>

 

Das Bundesverdienstkreuz ist noch wertvoller geworden.. - Erhard Arendt - Ein gewisser Michael Kasperowitsch veröffentlicht in einigen Stadtzeitungen einen Artikel: „Arno Hamburger gibt seine Orden zurück - Brief der Empörung an Bundespräsident Horst Köhler“ Weiter heißt es: „Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), hat seine Ankündigung wahr gemacht und seine beiden Bundesverdienstkreuze jetzt zurückgegeben. Er protestiert damit gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an die Israel-Kritikerin Felicia Langer.“ Hamburger wird mit folgenden Worten zitiert: «Ich kann und will nicht die gleichen Auszeichnungen tragen, mit denen eine Frau Langer geehrt wurde«, Jeder der nicht Teil dieser Hetzkampagne gegen Frau Langer ist weiß, dass Felicia Langer eine der wahren Freunde Israels ist. Nicht der ist ein Freund der unkritisch Verbrechen geschehen lässt, sich zum Mittäter macht. Diese Erfahrung mussten (leider zu spät) schon einmal viele deutsche machen. Einem Arno Hamburg hätte das Bundesverdienstkreuz noch wertvoller sein sollen. Ist es doch einer der Gerechten verliehen worden. >>>

 

23.8.2009

 

Dieser Zentralrat spricht nicht für alle Juden - Charlotte Knobloch stößt mit ihrer Kritik an der Ehrung von Felicia Langer auf entschiedenen Widerspruch. - Die Präsidentin des Zentralrat der Juden in Deutschland stößt mit einigen Äußerungen beim St. N. Redaktionsgespräch (Es wird Zeit die NPD zu verbieten") in der Ausgabe vom 20. August auf heftige Kritik von jüdischer Seite. -
Leserbrief von Evelyn Hecht-Galinski   zu
Charlotte Knobloch im Interview „Wir müssen die NPD verbieten"
- Dank der guten Fragestellung an Frau Knobloch wissen wir es jetzt alle: Normalerweise wird der Zentralrat der Juden vor einer Bundesverdienstkreuzverleihung angeschrieben und nach seiner Einschätzung gefragt. Gilt das nur für deutsche und israelische Juden, für Israelis oder auch für Deutsche Bürger anderer Religionsgemeinschaften? Und hier hat das Außenministerium nach Anfrage diesen Vorschlag unterstützt. Glücklicherweise hat sich diesmal Ministerpräsident Oettinger, Bundespräsident Köhler und Tübingens Oberbürgermeister Palmer nicht gescheut eine große Menschenrechtsanwältin und Alternative Nobelpreisträgerin auszuzeichnen, ohne den Zentralrat der Juden in Deutschland um Erlaubnis gefragt zu haben.  In der Tat bin ich sehr froh, dass letztendlich mein Vorschlag so wohlwollend aufgenommen wurde, wie es sich für unsere demokratischen Gepflogenheiten gehört >>>


 

Leserbrief von Günther Schenk - zu  Charlotte Knobloch im Interview „Wir müssen die NPD verbieten“ -  Verdrehte Welt -  Wichtiger als Verbote von Rechtsradikalismus und Rassismus ist beispielhaft demokratisches Verhalten besonders der in öffentlicher Verantwortung Befindlichen. Dies jedoch wird gerade von jener Charlotte Knobloch konterkariert, wenn sie der in Tübingen lebenden ehemaligen israelischen Menschenrechtsanwältin die Würde für das kürzlich in Stuttgart verliehene Bundesverdienstkreuz abspricht. Nicht nur die für ihr mutiges Eintreten für Gefolterte und für die universellen Werte der Menschenrechte geehrte Felicia Langer wird schließlich von Frau Knobloch in ihrer Würde herabgesetzt, sondern das Staatsoberhaupt. >>>

 

 

 

10.8.2009

 

Arabische und palästinensische Vereine in Berlin

 

                                                                                               

Liebe, verehrte Frau Langer,

 

wir, Vertreter von arabischen und palästinensischen Vereinen in Berlin, möchten Ihnen sagen, wie sehr wir uns gefreut haben, als wir erfuhren, dass Sie für Ihr Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz verliehen bekamen.

 

Fast kann man am Beispiel Ihrer Ehrungen und der Namensgeber Ihrer Auszeichnungen einen Geschichtsunterricht über Mut und Widerstand halten.

 

Als die Vereinigung demokratischer Juristen und Juristinnen in Deutschland Lea Tsemel und Mohammad Na’amneh 2005 mit dem Hans-Litten-Preis für ihre Menschenrechtsarbeit in Israel-Palästina ehrte, hielten Sie die Laudatio als erste Preisträgerin von 1988 und die beiden Geehrten erinnerten an Ihre Arbeit in Israel, denn Sie waren die erste israelische Rechtsanwältin, die palästinensische Gefangene vor israelischen Militärgerichten verteidigte. In Ihrem Buch „Mit eigenen Augen“ von 1973 berichteten Sie  über schreckliche Verhältnisse in israelischen Gefängnissen, Folter und Tod von Gefangenen. Auch viele Israelis wussten bis dahin nichts darüber. Heute sind es viele Rechtsanwälte, damals warst Du allein, Felicia, daran erinnerte Lea Tsemel.

 

Seit dieser Zeit haben Sie nicht aufgehört, für die Rechte der unter Besatzung lebenden palästinensischen Bevölkerung zu kämpfen und über das Schicksal unserer Gefangenen, zur Zeit sind es über 11.000, darunter Frauen, Kinder und Jugendliche, zu berichten, ihre Freilassung zu fordern und für einen gerechten Frieden zu kämpfen.

 

Wir sind Ihnen zutiefst dankbar für Ihre Arbeit.

 

Die meisten Auszeichnungen werden nicht von den großen Medien bekannt-gemacht. Zivilcourage, Bürgerengagement und herausragende Menschenrechtsleistungen bedeutender Menschen und ihre Ehrungen gehen oft an den Medien vorbei – auch in Deutschland, unserer zweiten Heimat. Aber sie sind wichtig, sowohl für die Geehrten als auch für die Öffentlichkeit. Ohne die deut-schen Friedenspreise an bedeutende Israelis und Palästinenser zum Beispiel wüsste man sehr viel weniger über all die Friedensstifter in beiden Ländern und die Solidaritätsgruppen hier bei uns.

 

Wir glauben, dass auch hier viele Menschen erst vom friedlichen Protest der Palästinenser gegen die Mauer in ihren Dörfern wie Nil’in und  Bil’in erfahren haben, als die Internationale Liga für Menschenrechte Bil’in und die israelischen Anarchists against the Wall im Dezember 2008 mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet hat.

 

So sind diese Auszeichnungen auch oft eine Aufforderung an die Medien, die Friedensstifter zur Kenntnis zu nehmen und genauer nach der Wahrheit zu fragen und sie zu veröffentlichen.

 

Das große Bundesverdienstkreuz ist nun zum ersten Mal eine staatliche deutsche Anerkennung Ihrer Lebensleistung, und das hat uns sehr gefreut – wir, die wir Sie noch von zu Hause kennen als eine besonders mutige Frau, die immer die Wahrheit gesagt hat.

 

Wir wissen, dass es in Palästina einige junge Frauen gibt, die nach Ihnen „Felicia“ – die Glückliche – genannt wurden aus Dankbarkeit der Familien, denen Sie geholfen haben oder deren Mitglieder Sie vor Militärgerichten verteidigt haben.

 

Eine „Felicia“ trafen Sie auf Ihrer letzten großen Reise nach Israel. Es war sehr anrührend zu lesen: „Man stellt mir ein schönes, junges Mädchen vor. Sie heißt Felicia Barghouti, mir zu Ehren“. Sie hatten einen Onkel von ihr vor Gericht verteidigt. „Ich warte schon seit vielen Jahren auf die Gelegenheit, dich einmal persönlich zu treffen“, sagt die junge Felicia.

 

Das selbstverständliche „Du“ als Nähe, Vertrautheit und Achtung zeigt, mit welcher Liebe die Menschen Sie begrüßt haben. Auf dieser Reise wurde unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters von Nazareth ein „Studientag zur Ehrung des Lebenswerks von Felicia Langer“ veranstaltet und Sie hielten vor jungen israelischen und palästinensischen angehenden Juristen einen Vortrag über „Menschenrechte der Palästinenser in Vergangenheit und Gegenwart“.

 

Wir haben Sie bei Veranstaltungen in Berlin erlebt, wenn Sie voller Mitgefühl und oft voller Verzweiflung über den Unfrieden in Israel-Palästina berichteten, über die Besatzung, die Gefangenen, die Häuserzerstörungen – und über das große Schweigen auch in der deutschen Öffentlichkeit.

 

Wir haben lesen müssen, dass neben den Glückwünschen und der Freude, die Ihnen die Auszeichnung bedeutet, Unwahres und Herzloses über Sie geschrieben wurde.  Wir können uns das nur so erklären, dass Sie zwar in den Basisgruppen und durch Ihre Bücher und Reden bekannt sind, jeder könnte wissen, was Sie denken und was Ihre Prinzipien sind, aber manche Journalisten kennen Sie nicht         

persönlich. Dazu hätten sie aber immerhin 20 Jahre Zeit gehabt, denn seitdem Sie in Deutschland wohnen und als siebente Sprache Deutsch gelernt haben, gab es auch kein sprachliches Hindernis mehr.

 

Sie haben immer deutlich gemacht, dass man aus der Geschichte lernen kann, auch heute nicht zu Unrecht zu schweigen, egal, wo auf der Welt es geschieht. Sie meinen, dass Deutschland eine besondere Verpflichtung zur Friedensarbeit hat.

 

Auch für uns Palästinenser war und ist das Schweigen der Medien und vieler Menschen in Deutschland zu der Unterdrückung und Entrechtung unseres Volkes oft bedrückend.

 

Aber dass Sie nicht mehr allein sind und es viele Menschen in Deutschland gibt, die sich für einen gerechten Frieden in Israel-Palästina einsetzen, wissen Sie durch Ihre Veranstaltungen am allerbesten. Sonst hätten Sie vor einigen Jahren nicht geschrieben: „Mein Mann und ich leben seit 15 Jahren in Deutschland, das unser geliebtes Zuhause geworden ist…“

 

In der Zwischenzeit haben wir auch lesen dürfen, wie viele Menschen Ihnen Mut zugesprochen haben, vielleicht haben Sie gar nicht gewusst, dass es so viele Freunde und Gleichgesinnte gibt.

 

Wir haben Sie oft traurig und auch zornig über das Unrecht sprechen gehört und gleichzeitig Ihren Mut und Ihre Kraft bewundert. Wir wünschen uns so sehr, dass wir alle noch die Zeit des Friedens, auf den Sie immer hingearbeitet haben, erleben werden. Durch Präsident Obama keimt wieder ein wenig Hoffnung auf nach der friedensfernen Bush-Zeit.

 

Liebe Frau Langer, Sie sollen wissen, wie dankbar Ihnen viele Palästinenser  für Ihre Arbeit in Israel und hier in Deutschland sind. Wir brauchen Sie so sehr als Stimme für einen gerechten Frieden, als Brückenbauerin zwischen Israel, Palästina und Deutschland. Auch Ihre Stimme zur Politik allgemein gegen Krieg und Unterdrückung brauchen alle Menschen in Deutschland.

 

Heute ist es an uns, Ihnen Mut zuzusprechen. Sie wissen, wie viele Menschen Sie lieben und achten. Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen, dass kein verleumderisches Wort in Ihr Herz fällt.
 

Sie wissen doch: „Gesegnet sind die Friedensstifter.“

 

Mit den aufrichtigsten Gedanken und herzlichen Grüßen

 

 

 


4.8.2009

 

Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer: Umstrittene Ordensträgerin -  "Diese Lebensleistung ist ihr hoch anzurechnen", sagt Micha Brumlik, "sie hat sich als eine der Ersten für die Rechte der Palästinenser eingesetzt." Mutig und aufrecht habe sie gehandelt, sagt er. "Damit hat sie nicht nur den Menschenrechten gedient, sondern auch dem Rechtsstaat Israel in seiner Entwicklung geholfen". Mit 20 Jahren, 1950, zieht die junge Frau nach Israel, nachdem sie in Polen den Holocaust überlebte, auf der Flucht war und bis auf die Mutter die ganze Familie verlor. Es ist für sie keine politische Übersiedlung. Felicia Langer sagt, sie kannte zu diesem Zeitpunkt die Geschichte des Nahen Ostens und des Zionismus nicht. Auch wenn sie durch ihre Religionszugehörigkeit Opfer wurde - ihr neues Leben im jüdischen Staat Israel löste keinen besonderen Patriotismus bei ihr aus. Warum hat sie keinen Stolz gefühlt? "Ich hatte keine Zeit, stolz zu werden", sagt sie, "ich habe schnell viel Unrecht gesehen." Sie spricht von zerstörten Dörfern und entrechteten Palästinensern. "Mir fiel auch damals schon die Diskriminierung der arabischen Bevölkerung auf", sagt Langer. "Ich wusste schon früh, wenn wir in Frieden mit den Palästinensern leben wollen, müssen wir das irgendwann wiedergutmachen." >>>

 

Protest gehen Langer-Ehrung: Bundesverdienstkreuz zurückgeben - Michael Brumlik - Versprechen - das lernt jedes Kind - soll man halten. Im Nachgang zur umstrittenen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer blickt der Beobachter daher gespannt auf die ein oder andere Drohung, Ankündigung oder auch Erfüllung >>>

 

Nachdem diese Form der "Erpressung" nicht gewirkt hat: Giordano will Bundesverdienstkreuz behalten - Rückzieher von Ralph Giordano: Der jüdische Publizist gibt sein Bundesverdienstkreuz doch nicht zurück - damit hatte er kürzlich gedroht, als Bundespräsident Köhler den höchsten Staatsorden an die Israel-Kritikerin Felicia Langer verliehen hatte. Seine Kritik an Langer hält Giordano indes aufrecht. >>>

 

Das Bundesverdienstkreuz für eine Israelkritikerin - Jörg Rupp - Das Bundesverdienstkreuz für eine IsraelkritikerinGroße Aufregung herrscht um die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer. Pro und Contra sind in der Presse breit diskutiert worden. Meiner Meinung nach geht die Verleihung auch so in Ordnung – von meiner grundsätzlichen Abneigung gegenüber Orden und sonstigen Auszeichnungen gegenüber mal abgesehen. Man darf, muss den Staat Israel und seine Politik gegenüber den Palästinensern kritisieren (dürfen). Dass alleine schon auf diese Verleihung hin jedoch ein bundesweiter Aktionismus beginnt, auf deren Spitze verliehen Bundesverdienstkreuze zurückgegeben werden, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. >>>

 

Öhler zu Langer: "Don't rain on my parade." - Für den Rheinischen Merkur kommentiert ein Andreas Öhler die Entscheidung des Bundespräsidentin, an Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu verleihen - und leistet einen großartigen Beitrag zur herrschenden Debattenkultur hierzulande:
Dass nun die Friedensaktivistin Felicia Langer das Ehrenabzeichen erhielt, empört nicht nur die Freunde Israels. Zu Recht: Denn Langer hat sich in ihrem politischen Wirken weniger damit hervorgetan, den Frieden der Bundesrepublik zu fördern, als vielmehr das politische Ansehen Israels zu beschädigen. Die von den Nazis verfolgte Jüdin saß in Jerusalem im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei, emigrierte 1990 nach Deutschland, um fortan als Publizistin gegen Israel zu wettern. Dabei scheint ihr jedes Bündnis recht. So nahm sie 2006 einen Preis der „Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V.“ entgegen, einem Verein, der von Ex-Stasi-Leuten gegründet wurde.
"Nicht nur die Freunde Israel"? Schon der erste Satz wirkt demaskierend - eine Friedensaktivistin empört Israel - und damit auch Öhler? >>>

 

 

1.8.2009

 

Die Dinge beim Namen nennen"Felicia Langer wehrt sich gegen Kritik und verteidigt ihr Engagement für eine andere Politik in Israel. -  Andrea Nüsse - Sie ist es gewöhnt, auszuteilen und einzustecken. Die Anwältin und Autorin Felicia Langer ist kompromisslos, ihre harsche Kritik an der israelischen Palästinenserpolitik hat immer polarisiert. Diplomatie ist ihre Sache nicht. Doch die Reaktionen in Deutschland auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes haben die 79-jährige Juristin, die seit 1990 in Tübingen lebt, überrascht. „So verletzende Anschuldigungen und Verleumdungen habe ich selten erlebt“, sagt Langer. >>>

 

Ellen Rohlfs - Offener Brief  vom 1.August 2009 - An die  fragwürdige Gruppe der Herren, die die Rechtsanwältin Felicia Langer verleumden und diffamieren, nachdem sie  zu Recht das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten hat. Es ist unglaublich, wie Sie mit einer ehrenhaften, untadeligen, für die Menschenrechte engagierten Frau umgehen, die 23 Jahre lang in Israel als Juristin  nicht nur Erfahrungen mit der israelischen Justiz  sondern auch mit den Praktiken der Besatzung gemacht hat und sich deshalb für unterdrückte, diskriminierte, gefangene und gefolterte Palästinenser mit juristischen Fachwissen, mit Menschlichkeit, der sich aus dem jüdischen Ethos und den persönlichen Erfahrungen aus dem Holocaust nährte, einsetzte. Was wollen Sie denn mit dieser Kampagne, die einem Rufmord gleicht, erreichen? Glauben Sie wirklich, dass Sie damit Israel einen Dienst tun, dass Sie damit dem jüdischen Volk helfen und den Antisemitismus bekämpfen?  Sie erreichen damit genau das Gegenteil. >>>

 

 


Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought
- Organisation für Menschenrechte in den arabischen Staaten/Deutschland (OMRAS-D) e.V.
- Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht-Deutschland e.V.
- Bundesverband Deutsch-Arabischer Vereine in Deutschland e.V.
- Landesverband Deutsch-Arabischer Vereine NRW e. V.

Offener Brief an den Bundespräsidenten

 

zur Kontroverse um die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 

mit Befremden und Besorgnis verfolgen wir die heftige Kontroverse um die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer, die Verleumdungskampagne gegen ihre Person und den damit ausgeübten Druck auf die deutsche Regierung. Wir betrachten dies als einen Angriff auf die Meinungsfreiheit und als einen Versuch der Einschüchterung Andersdenkender.

 

Seit vielen Jahren setzen wir uns in Deutschland für Meinungsfreiheit und Demokratie in den arabischen Ländern ein. Dass wir unser Ziel verfolgen können, verdanken wir dem Land, in dem wir leben.

 

Als Anwältin kämpfte Frau Felicia Langer Jahrzehnte lang gegen die Besetzung Palästinas, Vertreibung und Unterdrückung des palästinensischen Volkes. Das Prinzip der Gerechtigkeit unter Beachtung der Beschlüsse der UNO und des Weltsicherheitsrates stand dabei stets im Vordergrund, nicht die Religion ihrer Mandanten oder die Zugehörigkeit zu einer Nation. Für ihr Engagement sind wir ihr alle sehr dankbar. Zu Recht kann sie sicher sein, mit ihrer Kritik an der Politik Israels auch dem Ansehen des israelischen Volkes zu dienen.

 

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Felicia Langer ist gerechtfertigt und wohlverdient und wir freuen uns über Ihre Entscheidung.

 

Wir gratulieren Frau Langer und hoffen, dass ihr Kampf mit Erfolg gekrönt wird und ein gerechter Friede im Nahen Osten möglich wird.

 

Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought

Christofstr. 5

76227 Karlsruhe

Tel.: 0049 (0) 721-1517745

Fax: 0049 (0) 721-9158750
E-Mail:
contact@ibn-rushd.org

Web: http://www.ibn-rushd.org

 

Unterzeichnet von:
- Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought
- Organisation für Menschenrechte in den arabischen Staaten/Deutschland (OMRAS-D) e.V.
- Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte und Rückkehrrecht-Deutschland e.V.
- Bundesverband Deutsch-Arabischer Vereine in Deutschland e.V.
- Landesverband Deutsch-Arabischer Vereine NRW e. V.
 

 

Dr. Izzeddin Musa                                                                                                                                                                                                                                                    

 Herr Bundespräsident
Dr. Horst Köhler                                
11010 Berlin
Wachtberg, 27.07.2009

Angriff auf die Grundpfeiler der Demokratie

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

Sie haben in den letzten zwei Wochen vermutlich eine Menge Post bekommen, die gegen die Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland an Frau Felicia Langer protestiert haben. Ich als Deutsch-Palästinenser, der seit fünfzig Jahren hier lebt, möchte Sie zu dieser Wahl beglückwünschen. Ich habe mir diese Kampagne seit fast zwei Wochen angeschaut und fühlte mich angewidert, sodass ich mich als Betroffener zu Wort melden muss. Frau Langer ist eine der besten und moralisch integersten Vertreterin Israels und ihrer zweiten Heimat Deutschland. Mit der Verleihung haben Sie ein Zeichen gesetzt und diejenigen Kräfte moralisch gestärkt, die zu Recht die seit 42 Jahren andauernde israelische Okkupation meiner Geburtsheimat Palästina kritisieren. Sie haben sich auch deutlich von Kanzlerin Angela Merkel abgehoben, die selbst zu den schlimmsten israelischen Kriegsverbrechen in Gaza um die Jahreswende 2008/2009 kein Sterbenswörtchen der Kritik an diesem zionistischen Militärregime über die Lippen gekommen ist. Sie steht ganz unter der Kuratel der Israellobby, des Zentralrates und anderer pro-israelischer Gruppen.

Ihnen dürfte schnell klar geworden sein, dass es sich bei dieser Hetzjagd auf Frau Langer um eine wohl organisierte Kampagne der schlimmsten Elemente der Israellobby handelt. Die Methoden, mit denen Ihre Entscheidung in verleumderischer Weise kritisiert wird, müssen schlicht und einfach eine schamlose Erpressung genannt werden. Diese extremen Zionisten greifen damit eine tragende Säule unserer Demokratie an. Ihre Kritik richtet sich eigentlich gegen Sie, Herr Bundespräsident. Dies ist der Skandal, den auch Sie beim Namen nennen sollten. Die Herren Giordano, Lustiger, Graumann, Hamburger und andere unbedeutende Israelis erpressen Sie in aller Öffentlichkeit, in dem sie drohen, ihre Orden zurückzugeben, wenn Sie nicht Ihre Entscheidung korrigieren. Diese Unverfrorenheit hat auch der ehemalige CDU-Abgeordnete Johannes Gerster, ein schlimmer Israellobby ist, verlangt. Sollen sie doch ihre Orden zurückgeben. Sie hatten sie sowieso noch nie verdient. Diese noblen Herren haben keinerlei Skrupel sich in eine Reihe mit dem „Moralapostel“ Michel Friedmann zu stellen, der, wie Sie sicherlich wissen, als alias Paolo Pinkel sich in Berliner Nobelhotels osteuropäische Prostituierte hat zuführen lassen, die wahrscheinlich durch den sogenannten Fischer-Erlass nach Deutschland eingereist wurden. Giordano und seinesgleichen sollten diesen unmoralischen Israellobbyisten auffordern, seinen Orden zurückzugeben, bevor sie sich über eine ehrbare Dame wie Frau Langer hermachen.

Noch ein Wort zum Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Nürnberg, Herrn Arno Hamburger. Entweder liegt es an seinem hohen Alter oder er hat aus der Geschichte gar nichts gelernt. Dieser „Verdienstkreuzträger“ sagt doch allen Ernstes auf der unsäglichen „Achse des Guten“, Professor Rolf Verleger sei ein „Volksschädling“. Dies ist reinste Nazi-Terminologie. Von Amts wegen müssten Sie ihm das Verdienstkreuz dafür entziehen, oder ein Strafverfahren gegen ihn einleiten.

Der übelste Hetzer und unsäglichste Verleumder nicht nur in dieser Kampagne ist der „Journalist“ Henryk  M. Broder, der als Hauptdrahtzieher hinter dieser Agitationskampagne stehen dürfte, wie eine Antwortmail von Alexander Brenner zeigt. Broder muss diesen wohl aufgefordert haben, sein „Verdienstkreuz“ zurückzugeben. Leider hatte dieser Herr aber keins verliehen bekommen, was er Broder mitteilte. Die angebliche Empörung in Israel ist ein Luftschloss geschaffen von einem pro-zionistischen Kampagnenjournalisten mit Namen Benjamin Weinthal, ein ausländischer in Berlin akkreditierter Journalist, der bereits andere Persönlichkeiten in der Jerusalem Post verleumdet hat.
Ist es die Aufgabe dieses Korrespondenten der Jerusalem Post, Druck auf andere Medien auszuüben? Er hat es sich zur obsessiven Aufgabe gemacht, sogenannte „Israelkritiker“ mit Schmutzkampagnen und Verleumdungen zu überziehen. Ein sogenannter Journalist, der scheinbar nur nach Deutschland gekommen ist, um hier Lobbyarbeit zu betreiben, anstatt Artikel zu schreiben, die auf Fakten und Tatsachen beruhen. Aufgenommen wurde in Israel dieser Ball von Ulrich Sahm, der als Nahostkorrespondent – besser Nahostagitator - zu diesem Hetznetzwerk gehört und eine angebliche Erregung Israel nach Deutschland zurückgemeldet hat. Ihre Beamten sollen sich von dieser erzeugten Hysterie nicht beeindrucken lassen. Ihr Pressesprecher oder besser Sie persönlich Herr Bundespräsident sollten zu gegebenem Anlass die Verursacher dieses Kesseltreibens gegen Sie und Frau Langer beim Namen nennen: Die Israellobby. Diese Leute halten das gesamte deutsche Volk als Geisel des Holocausts gefangen. Ich als Deutscher und Palästinenser kann nur Verachtung für die Politiker empfinden, die immer noch vor dieser Erpressung kuschen. Deutschland hat es nicht mehr nötig im Kriechgang durch die Geschichte zu wandeln, angesichts der monströsen und menschenverachtenden Verbrechen, die die Zionisten in Palästina an meinem Volk begehen.

Mein Volk ist das Opfer des Opfers. Es muss für die Verbrechen der Deutschen bezahlen. Ich schlage Ihnen vor, wenn ein Teil der philosemitischen Deutschen  die Juden so lieben, sollten sie ihnen doch Mecklenburg-Vorpommern, Hessen oder gar das schöne Bayern überlassen und sie werden in kürzester Zeit sehen, wie auch die anderen Landesteile Stück für Stuck von den Zionisten besetzt werden, weil der Zionismus nicht nur rassistisch, sondern auch expansionistisch und kolonialistisch ist. (…)  Bleiben Sie standhaft und widersprechen Sie diesen gehässig agitatorischen Israellobbyisten offen und deutlich.

Mit freundlichen Grüßen              

 

 

 

30.7.2009

 

Offener Brief an Horst Köhler zur Verleihung des Bundesverdienstkreuz’ an Felicia Langer
By Sabine Yacoub
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

wir wenden uns direkt an Sie, da im Zusammenhang mit Ihrer Entscheidung, Frau Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, vereinzelt Kritik laut geworden ist.

Wir wollen Ihnen demgegenüber unsere große Zufriedenheit angesichts Ihrer Entscheidung ausdrücken. Wir, die Mitglieder der Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel an der Mainzer Universität, halten Ihre Entscheidung für richtig, da wir der Ansicht sind, dass sich Frau Langer diese hohe Würdigung durch ihr einzigartiges Lebenswerk verdient hat.

Sie hat sich stets gegen Gewaltausübung im Nahen Osten ausgesprochen und die Menschenrechte in den Mittelpunkt gestellt. Diese schützen alle Menschen gleichermaßen und kommen nicht etwa einer einzelnen Gruppe weniger zu als anderen. Dennoch wird es in Deutschland oft seltsam still, wenn es um die Menschenrechte von Palästinensern geht. In solchen Momenten war es oft Felicia Langer, die mutig Stellung bezog und das Schweigen durchbrach – mit einer Zivilcourage und Konsequenz, die, wie wir denken, Respekt verdienen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar – so lauten die ersten Artikel unseres Grundgesetztes und der EU-Grundrechtecharta. Aber ist sie wirklich unantastbar? Kann es nicht zum Beispiel aus Sicherheitserwägungen oder vor einem speziellen historischen Hintergrund doch gerechtfertigt sein, die Menschenwürde anzutasten? Die Antwort lautet: Nein, auch dann nicht! Die Menschenwürde als fundamentales Grundrecht duldet keine Einschränkungen oder Ausnahmen, wie Felicia Langers Kritiker nahelegen. Frau Langer selbst hat hieran nie einen Zweifel aufkommen lassen, da sie als Anwältin misshandelter Häftlinge aus eigener Anschauung wusste, wohin es führen kann, wenn man an der falschen Stelle „differenziert“.

Frau Langer hat als jüdisch-israelische Anwältin palästinensischer Rechte eine wichtige Brücke zwischen den Konfliktparteien geschlagen, die ihre besondere Tragfähigkeit aus der Glaubwürdigkeit bezieht. Dabei stellt sie die Verbindung über die Geltung der Menschenrechte her, die für alle, Israelis und Palästinenser, für Juden, Moslems und Christen in der Region in gleicher Weise gelten. Mit ihren Forderungen hat sie die Interessen beider Seiten im Blick – eine Perspektive, durch die sie sich von ihren Kritikern abhebt. Dadurch hat Frau Langer Bewegung in die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern und Deutschen gebracht.

Wir von der Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel an der Universität Mainz versuchen im kleinen Rahmen das gleiche: auf das Verbindende hinzuweisen und uns für eine gerechte Lösung des Nahostkonflikts einzusetzen. Dabei sind es Menschen wie Frau Langer, die uns in unserem ehrenamtlichen Engagement Mut machen. Frau Langer hat sich ein Leben lang für Menschen eingesetzt, die entrechtet, enteignet, entwürdigt, gefoltert wurden. Es ist ein gutes, überaus wichtiges Zeichen, dass dieses selbstlose Engagement von höchster Stelle honoriert wird.

Mit den besten Grüßen

Die Mitglieder der Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 


 

Dr. Izzeddin Musa schreibt an die "welt"

 Ein Schmierfink namens Weinthal kommt selten allein
Gastkommentar: Felicia Langer und das Bundesverdienstkreuz: Jüdischer Selbsthass - Nachrichten welt_print - Debatte - WELT ONLINE
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article4206689/Juedischer-Selbsthass.html

Einen solch ekelhaften Kommentar habe ich noch nie gelesen. Dass Ihre Zeitung so  niveaulos geworden ist, hat mich tatsächlich überrascht. Dass sie nach Axel Springer noch tiefer sinken konnten, ist allerhand eine Leistung. Dieses Schmierenstück erfüllt noch nicht einmal die Mindeststandards eines Kommentars.

Die so genannte Arbeitsdefinition über Antisemitismus der EU ist genau so viel Wert wie die Kriterien gegen Abweichler in der ehemaligen Sowjetunion. Sie wurden diesem antidemokratischen Verein von der Israellobby aufgezwungen. Sie sind darüber hinaus nicht rechtsverbindlich, da sie jedem demokratischen Rechtsverständnis Hohn sprechen.

Wie kommt dieser Kampagnenjournalist von der Jerusalem Post dazu Frau Langer solche Niederträchtigkeiten zu unterstellen? Ist er etwa hier um die Republik, mit seinen Schmutzkampagnen und mit anderen Schmutzfinken wie Broder & Co., aus den Angeln zu heben? Israel ist ein Apartheidstaat. Der letzte übrigens, ohne wenn und aber. Ich bin ein Deutsch-Palästinenser und sage, dass meine Landsleute in Gaza in einem Ghetto gefangengehalten werden. In Israel gibt es 18 Gesetze, die Nicht-Juden diskriminieren. In den besetzten Gebieten gibt es zweierlei Rechtssystem, eines für die Siedlerkolonialisten und ein anderes für die palästinensischen „Neger".  Der Zionismus ist Rassismus pur. Wer einen reinen jüdischen Staat errichten will und sich auch noch "jüdisch und demokratisch" nennt, ein Widerspruch in sich, ist rassistisch und noch einmal rassistisch und blöd obendrauf. Da wird auch ein Schmierenjournalist wie Weinthal nichts daran ändern können. Es wundert mich sehr, wie man solche Lobbyjournalisten akkreditieren kann. 

In Israel hat außer der rechtsradikalen Netanyahu/Liebermann Regierung und einem unbedeutenden Reiseführer niemanden interessiert, dass Felicia Langer das Verdienstkreuz erhalten hat. Wer die Masche dieses  "Lobby-Journalisten" kennt, weiß, dass er dem anderen, inzwischen verkalkten, Israellobby-Journalisten, Ulrich Sahm, den Ball zugespielt hat, der dann eine angebliche Erregung in Israel geortet haben will. Wie für blöd halten diese Lobbyisten uns eigentlich? Oder sie sind selber blöd und merken nichts.
Die eigentliche Stoßrichtung zielt aber auf Bundespräsident Horst Köhler und auf die gesamte Republik. Er wird von Giordano, Lustiger, Hamburger - er hat Prof. Rolf Verleger auf der unsäglichen Achse des guten einen "Volksschädling"  in bester Nazi-Manier genannt - Graumann, Broder, Gerster und anderen Nobodys erpresst, nach dem Motto: wenn du der Frau Langer nicht das Verdienstkreuz aberkennst, schmeißen wir das unserige dir vor die Füße. Wollen diese ekelhafte Typen die Regierung übernehmen? Sie haben doch in Merkel den besten Vertreter. Der oberste Repräsentant auch meines Staates wird von der Israellobby erpresst. Bravo Herr Weinthal und Die Welt!

Dr. Izzeddin Musa

 

 

 

Betreff:  Völlig verdrehte einseitige Berichterstattung - Annette Klepzig

Ehrung für Israel-Kritikerin zurücknehmen!
http://www.welt.de/die-welt/debatte/article4206689/Juedischer-Selbsthass.html                 

Gastkommentar: Felicia Langer und das Bundesverdienstkreuz
Jüdischer Selbsthass.   Von Benjamin Weinthal 28. Juli 2009

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Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist eine Schande was Sie alle für eine Hexenjagd auf Frau Felicia Langer zu verantworten haben!  Das hat mit seriösem Journalismus absolut nichts mehr zu tun !  Frau Langer ist ausgiebig von den zuständigen Stellen "durchleuchtet" und geprüft worden.  Das Bundesverdienstkreuz steht Ihr zu und ist keinesfalls leichtgläubig vergeben worden. 

Ist Ihnen klar, daß diese ständigen unverschämten Attacken auf Felicia langer erstmalig eine Erpressung des obersten Repräsentanten des Staates durch die Israellobby bedeuten ?  Das Gute daran ist, daß alle Welt jetzt das wahre Gesicht dieser "Herren" deutlich sehen kann!       

KEINER der Angreifer - und der Medien - spricht über die Tatsache, daß schon damals das israelische "demokratische"  Rechtssystem  ausschließlich für "reine" Israelis  Gültigkeit hatte ! - Das war der Hauptgrund warum Felicia Langer (schweren Herzens!) nach Deutschland ging - weil Sie so in Israel nicht arbeiten konnte !    

Nicht nur - Benjamin Weinthal belügt die Öffentlichkeit mit Hilfe williger Medien und zieht in unerträglicher Weise das humanitäre Lebenswerk Felicia Langers - die sich im Gegensatz zu ihren niederträchtigen Verleumdern in herausragender Weise für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt - in den Schmutz !  Daß der Staat Israel schon lange vom Opfer zum Überzeugungs-TÄTER  mutiert ist, ist der Bevölkerung weltweit schon lange klar. Obama kann mit Engelszungen reden -  Israel bleibt wie gewohnt uneinsichtig, stur und arrogant - nur ERETZ ISRAEL im Kopf!

Mit freundlichen Grüßen

Annette Klepzig

69259 Wilhelmsfeld,


 

 

 

29.7.2009

 

Palmer und die Maultaschen - Palmer und die Maultaschen - Er sei, schreibt Boris Palmer an Broder, in seiner Schulzeit als "Vierteljude" bezeichnet worden und habe sich Sätze anhören müssen wie "Sie haben nur vergessen, Deinen Vater zu vergasen". Das seien prägende Erfahrungen gewesen, die ihn davon abhielten, antisemitische Parolen hinzunehmen. Frau Langer aber, so Palmer weiter, sei keine Antisemitin und habe das Bundesverdienstkreuz verdient. Er habe mit ihr über die Vorwürfe gesprochen, sie habe jeden Punkt schlüssig widerlegen können. Broder hingegen, so beschied ihm Palmer, sei ein "Stichwortgeber für ein Netzwerk von Hasspredigern" und Teil einer Kampagne, "die Israel mehr schadet als jedes Wort von Felicia Langer" >>>

 

 

Boris Palmer - Oberbürgermeister mit Durchblick

Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

29.07.2009 23:35 +Feedback
Die Leiden des jungen PalmerWas bis jetzt geschah:


http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/boris_palmer_is_not_amused/
Und so geht es weiter:
Sehr geehrter Herr Broder,
unsere ja vollständig öffentliche Diskussion kommt heute für mich zu einem Abschluss. Besten Dank für die umfangreiche Deutung und Erklärung Ihres Handelns. Mein Fazit in fünf Punkten:
1. Sie argumentieren nicht nur hart in der Sache, nein, Sie verurteilen Personen, die Sie nicht kennen, die Sie nicht befragen, die Sie nicht zu Wort kommen lassen. Als Urteilsbegründung genügen Ihnen Fakten vom Hörensagen und fragwürdige Indizienbeweise. Ihre Urteile basieren auf Vorurteilen und vermeintlichen Gewissheiten, nicht Erkenntnissen und Recherchen. Als spitz formulierender Kolumnist ist man da erfolgreich. Aber man sollte nicht versuchen, in diesem Stil zu richten.
Ihnen ist das nicht aufgefallen? Ich bleibe Ihnen die Belege nicht schuldig: Woher wollen Sie wissen, dass „ich den ganzen Tag paktiere, intrigiere und taktiere“? Ihre Frage, ob ich „noch alle Maultaschen in der Pfanne“ habe, Ihre freundliche Unterstellung, ich sei „nicht lange genug OB“, um die Regeln des Journalismus zu kennen und die Bezeichnung als „village idiot“, was ich wohl als Dorftrottel übersetzen darf, sind weder mit Knigge noch mit Journalismus erklärbar. Die Einstufung als „Zwangsdemokrat“, als „eingebildeter Jude“ und als „Jammerlappen“ – und das alles in einer einzigen Mail unter persönlich völlig Fremden – kann ich nur noch Kopf schüttelnd zur Kenntnis nehmen. Ein Widerspruch - und schon verlieren Sie jegliche Beherrschung? Wer so agiert, hat offensichtlich keinerlei persönliche Unabhängigkeit. Von einem solchen Standpunkt ist Journalismus nicht möglich. Sie disqualifizieren sich selbst trotz aller Schreibfertigkeit und Argumentationskunst.
2. Mit Ihrer Verurteilungs- und Schmähmail liefern Sie den nachträglichen Beleg dafür, dass es richtig war, mich nicht auf Ihr Spiel einzulassen. Ich hatte keine Chance, von Ihnen eine ausgewogene Berichterstattung zu erhalten. Sie haben von mir erwartet, dass ich als Ihr „village idiot“ mitspiele und nun sind Sie sauer, weil es nicht geklappt hat. Ihre fünf Suggestivfragen und die treuherzige Versicherung, Sie wollten nur „entskandalisieren“ sind sogar für den geistig minder bemittelten Provinzdeppen, für den Sie mich halten, eine Beleidigung. Die subtile Analogie, die Sie mit der Frage nach den Bundesverdienstkreuzen für zwei zu spät enttarnte Altnazis herzustellen versuchten, empört mich noch heute. Wie kann man nur eine Frau, deren Mann fünf Konzentrationslager durchlitten hat, in eine Reihe mit den Tätern des Verbrecherregimes stellen? Und das muss ich nun nicht nach Ihrer Methode mühsam mit Kollagen konstruieren, das veröffentlichen Sie selbst ungeniert. Kopf schütteln reicht da schon nicht mehr aus. Von Ihnen eine Entschuldigung zu erwarten ist vermutlich auch sinnlos.
3. Wenn Sie mir mit den Nürnberger Gesetzen den „Vierteljuden“ vorhalten, um mich zu veralbern, dann zeigen Sie nur, wie wenig Sie von dem wissen wollen, was in anderen Menschen vorgeht. Ja, ich bin in meiner Schulzeit als Vierteljude bezeichnet worden. Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, was das für mich bedeutete. Ich habe unter Androhung von Schlägen im Streit mit Jugendlichen meines Heimatortes das Weite gesucht und hinter mir den Ruf, „Sie haben nur vergessen, deinen Vater zu vergasen“ gehört. Mein Vater ist von gewendeten Altnazis von der Sorte der Bütefisch und Schwerte verfolgt, gedemütigt und von „furchtbaren Juristen“ eingekerkert worden. Vermutlich ist das für Sie wieder der Jammerlappen. Für mich sind es prägende Erfahrungen, die mich davon abhalten, antisemitische Parolen hinzunehmen. Ich habe Antisemitismus erlebt und trete ihm entgegen, wo ich ihn treffe.
4. Kennzeichnend für Ihre Form des Journalismus ist, dass immer nur das erwähnt wird, was ins Bild passt. Ich habe mit Frau Langer über die Vorwürfe gesprochen, denen sie nun ausgesetzt ist. Sie konnte mir in jedem einzelnen Punkt schlüssig erklären, wie ihre Aussagen so verfremdet, kontextuiert oder umgedeutet wurden, dass sie der Definition von Antisemitismus entsprechen. Ich habe mit Ihrem Schreibfreund Benjamin Weinthal am eigenen Leib erlebt, wie das funktioniert. Er schreibt in der Jerusalem Post, dass ich die Völkermorddrohung des Irans heruntergespielt hätte. Ich beweise ihm, dass ich zu diesem Thema nie ein Wort gesagt habe und dann legt er mir so lange Thesen zur Stellungnahme vor, bis er am nächsten Tag schreiben kann, ich hätte geleugnet, jemals etwas zum Thema gesagt zu haben, ihm jetzt aber doch etwas gesagt hätte, dass nach Reinwaschung Achmadinedschads aussieht. Das ist bösartig. Was Sie treibt, derlei Unwahrheiten in vorderster Front zu verbreiten, weiß ich nicht. Vermutlich jener Gerechtigkeitssinn, mit dem Sie Ihre letzte Mail abschließen. Im Namen einer usurpierten Gerechtigkeit sind die größten Verbrechen an der Menschheit begangen worden. Noch kein Unrecht wurde als solches vertreten und begangen, es fand sich stets ein höherer Zweck, es zu rechtfertigen. Wie hoch auch Ihr Zweck sein mag, er rechtfertigt nicht Ihre Methoden.
5. Mich haben in den letzten Tagen in großer Anzahl übelste Beleidigungen und Verunglimpfungen erreicht. Diesen allen ist gemeinsam, dass sie nicht die Reaktion auf die Berichterstattung in den Medien waren, sondern erst mehrere Tage später einsetzten, nachdem Sie sich der Sache angenommen hatten. Allen Mails ist gemein, dass sie Ihre Thesen aufgreifen. Sie gehen damit erkennbar auf Mailinglisten zurück, die Sie direkt oder indirekt bedient haben. Daraus kann man nicht schließen, dass Sie das wollten oder gutheißen. Sehr wohl kann man daraus aber schließen, dass Frau Langer nicht vom spontanen israelischen Volkszorn getroffen wird, sondern von einer Kampagne, in deren Fadenkreuz ich eher zufällig mit hineingeraten bin. Dass es solche Netzwerke gibt, dass sie von so viel Hass erfüllt sind, dass keine rationale Debatte mit diesen Menschen möglich ist, das ist für mich die traurige Erkenntnis der Vorgänge der letzten Tage. Welche Rolle Sie dabei spielen und spielen wollen, müssen Sie wissen.
Was mich angeht muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich nicht mitspiele. Ich werde mich nicht auf Ihr Verurteilungs- und Schmähniveau herablassen, auch nicht auf das Ihrer Nachahmer, Gefolgsleute oder Kumpanen. Ich werde nicht über die Stöckchen springen, die Sie mir hinhalten. Und vor allem werde ich mich nicht durch Ihre Kampagne beeindrucken lassen.
Ich hoffe, es ist schön in Vermont und Sie fahren Fahrrad, nicht Geländewagen. Ich gönne Ihnen alles Gute. Und glauben Sie mir, Tübingen ist eine so schöne Stadt, dass ich es selbst gut finde, nicht in Vermont, sondern hier zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Boris Palmer
Oberbürgermeister
Tübingen, 27.7.09

sehr geehrter herr palmer,

sie mögen eine ratssitzung par ordre de mufti beenden, nicht aber eine auseinandersetzung, in deren mittelpunkt ihre inkompetenz, ihre instinktlosigkeit und ihr schamlosigkeit stehen. auch wenn sie versuchen, den spiess umzudrehen. nicht ich habe dafür gesorgt, dass eine antizionistische antisemitin, altstalinistin und ahmadinejad-apologetin das bundesverdienstkreuz bekommt, sie waren es. und ich überlasse ihnen lieber ein paar meiner schönsten schneekugeln als das letzte wort in dieser sache.
ihre argumentation besteht aus zwei bausteinen. auf dem einen steht „haltet den dieb!“, auf dem anderen: „mach ich einen fehler, mach ich gleich einen hinterher, dann siehts nach methode aus.“ was sie in ihrer vermessenheit „Fakten vom Hörensagen und fragwürdige Indizienbeweise“ nennen, sind tatsachen, die sie nicht wegdiskutieren können: die bücher und vorträge von frau langer, die sie als eine antizionistische antisemitin ausweisen (nicht die erste ihrer art und nicht die letzte), frau langers „vorwort“ zu einem buch des proto-antisemiten jamal karsli, frau langers auszeichnung durch einen maßgeblich von ehemaligen stasi-leuten gegründeten und geführten verein - nur um die highlights zu nennen. all das haben sie vermutlich nicht gewusst, und jetzt, da sie es wissen, reden sie von „Fakten vom Hörensagen und fragwürdigen Indizienbeweise“, um ihr eigenes unwissen zu kaschieren.
ihre argumentation zeichnet sich durch eine revisionistische logik aus. sie versuchen, eine geschichte retroaktiv umzudeuten und den müll, den sie produziert haben, vor anderer leute tür abzuladen. strukturell machen sie das gleiche wie leute, die behaupten, die juden hätten dem 3. reich den krieg erklärt. auch sie drehen die kausalkette um. nicht sie haben einen skandal angezettelt, ich habe ihn erfunden. statt sich freilich gedanken über meine „persönliche unabhängigkeit“ zu machen, hätten sie sich besser mit der persönlichkeit von frau langer beschäftigen sollen, die dem aktuellen antisemitismus ein gesicht gibt.
jetzt läuft es mit einem bundesverdienstkreuz um den hals herum.
sie fragen: „Wie kann man nur eine Frau, deren Mann fünf Konzentrationslager durchlitten hat, in eine Reihe mit den Tätern des Verbrecherregimes stellen?“ sehr witzig, kamerad palmer, sehr witzig.
erstens haben sie von den beiden jungs, denen die BVK irrtümlich verliehen wurden, erst aus meiner mail erfahren. zweitens habe ich frau langer nicht in eine reihe mit den tätern des verbrecherregimes gestellt, das tun sie, sondern nur auf zwei fälle hingewiesen, in denen eine entscheidung aufgrund fehlender informationen getroffen und später korrigiert wurde. ich hätte auch peter hartz und klaus zumwinkel nennen können, die beide durch subtilen druck dazu gebracht wurden, ihre BVK „freiwillig“ zurückzugeben. wären sie damit eher einverstanden gewesen?
ihre wohlfeile empörung über meine „subtile Analogie“ zeugt nur von ihrer totalen ahnungslosigkeit.
im übrigen: ob und wie viele KZ frau langers mann überlebt hat, sagt nichts über ihn oder seine frau aus. es sei denn, sie, herr palmer, gehen davon aus, dass die KZ erziehungsanstalten waren, deren absolventen über jeden verdacht erhaben sind, sich jemals daneben zu benehmen. und dass man diese unterstellung auch auf deren angehörige ausweiten kann. frau langer war nicht in einem KZ, sie war, nachdem sie das kommunistische polen verlassen hatte, in einer kommunistischen partei und deren ZK tätig. und sie hat, anders als ralph giordano und andere anständige ex-kommunisten, diesen fehltritt nie bereut. nun geht sie mit den KZ, die ihr mann überlebt hat, hausieren. das ist unanständig und schamlos, herr palmer, so wie es unanständig und schamlos ist, wie sie mit den erfahrungen ihres vaters und ihrem vermeintlichen judentum angeben. „Ich habe Antisemitismus erlebt und trete ihm entgegen, wo ich ihn treffe.“ nur als sie frau langer begegnet sind, war ihnen der gute vorsatz gerade entfallen.
wenn ich lese, dass ihr vater „eingekerkert“ wurde und wie sie später leiden mussten, wird mir klar, wie gut es meine eltern hatten. dass ich im gegensatz zu ihnen, herr palmer, sie nicht als zeugen in eigener sache aufrufe, kommt daher, dass es mir genügt, einen computer aus zweiter hand zu benutzen. nicht jeder sohn eines michael kohlhaas wird automatisch ein robin hood, nicht jede tochter eine jeanne d’arc. manche landen auch in der badischen provinz, um zwischen zwei kehrwochen den nahostkonflikt zu lösen.
and last but not least. frau langers aussagen seien, schreiben sie, „verfremdet, kontextuiert oder umgedeutet“ worden, so dass sie „der Definition von Antisemitismus entsprechen“.
ich frage mich, wie lange sie, herr palmer, „verfremdet, kontextuiert oder umgedeutet“ wurden, bis sie endlich der definition eines politikers entsprachen.
mit den besten empfehlungen
hmb, middlebury, 29.7.09

Sehr geehrter Herr Broder!
Besten Dank! Kleiner Tipp noch:
Tübingen liegt nicht in Baden, sondern in Württemberg. Macht aus Vermont vermutlich keinen Unterschied.
Es wäre aber dennoch besser für Sie, das Recherchieren zu lernen.
Mit freundlichen Grüßen
Boris Palmer
Oberbürgermeister
29.7.09

http://henryk-broder.com/hmb.php/blog/article/910/
 

 


Dokumentiert: Broder an Palmer an Broder - Palmers Antwort an Broder - Sehr geehrter Herr Broder, Gegenfrage: Glauben Sie, ich hätte noch nie einen Artikel von Ihnen gelesen und würde nicht erkennen, was Sie wirklich beabsichtigen? Ihr Ziel ist doch nicht die Entskandalisierung, ich bitte Sie. Werden Sie auch darüber schreiben, dass die von Hass geprägten Reaktionen einiger Langer-Kritiker so weit gehen, sie in eine Reihe mit Adolf Hitler zu stellen?
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass ich sofort zurückreten müsste, wenn ich sagen würde: "Wir haben Hitler und Stalin überlebt, wir werden auch Achmadinedschad und Henryk M Broder überleben”? Über Felicia Langer darf man das aber sagen und dabei sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben und niemand stört sich daran? >>>

 

 

Claudia Karas - zu den beiden Kommentaren von Benjamin Weinthal, vom 27.07.09

und vom 28. Juli 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

die beiden Kommentare an zwei Tagen hintereinander, mit denen Sie Benjamin Weinthal Lügen über die mutige Menschenrechtsanwältin Felica Langer verbreiten lassen, sind Beispiele für einen Kampagnenjournalismus, der einzig dazu dient, israelische Propaganda zu verbreiten und diejenigen zu denunzieren, die für Menschenrechte und Gerechtigkeit einstehen.

Ganz offensichtlich geben Sie einem Aktivisten aus dem Hasbara-Team der israelischen Regierung Gelegenheit, um das – durch massive Menschenrechtsverletzungen und Kriegsgreuel - ramponierte Image des Apartheidstaates Israel aufzupolieren und stellen sich damit ganz deutlich auf die Seite des Unrechtes.

Weinthal verstößt in eklatanter Weise gegen den Pessekodex, demzufolge die "Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit" oberste Gebote sein sollen. Seine Schmähartike sind Teil der gegen Felicia Langer betriebenen Hetzkampagne, die weder GRÜNDLICH noch FAIR RECHERCHIERT sind!

Er belügt die Öffentlichkeit mit Hilfe williger Medien und zieht in unerträglicher Weise das humanitäre Lebenswerk Felicia Langers - die sich im Gegensatz zu ihren niederträchtigen Verleumdern in herausragender Weise für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt - in den Schmutz! Die Wahrheit wird sich jedoch durchsetzen !

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Karas
*Adresse*

 

 

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. - EJJP Deutschland

Berlin, 23.07.2009

Pressemitteilung

Mit großer Freude haben wir die Auszeichnung der langjährigen israelischen Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer mit dem Bundesverdienstkreuz  zur Kenntnis genommen und gratulieren ihr ganz herzlich dazu.

Schon als Anwältin in Israel, hat sie sich oft unter schwierigsten Bedingungen für die Rechte der unter der israelischen Besatzung leidenden Palästinenser  und Palästinenserinnen eingesetzt.

Auch seit  sie  in Deutschland lebt ist Felicia Langer nicht müde geworden sich in zahlreichen Veranstaltungen und nicht zuletzt in ihren Büchern für eine gerechte Friedenslösung im Nahostkonflikt einzusetzen.

Ihre unerschütterliche aufrechte Haltung hat diese Ehrung verdient und macht uns nicht zuletzt Mut  für unsere weitere Arbeit. im Kampf um einen gerechten, nachhaltigen  Frieden zwischen Israelis und Palästinensern.

Wir bedanken uns bei allen, die diese Auszeichnung ermöglicht und unterstützt haben.

Die Kritik an der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und die damit verbundenen Drohungen der eventuellen Rückgabe des eigenen Bundesverdienstkreuzes halten wir für völlig unangemessen.

Petra Mendelsohn
2. Vorsitzende

 

 

 



Frau Felicia Langer könnte zur Zeit sicher eine ganze Mannschaft von Rechtsanwälte beschäftigen um die vielen Unterstellungen und Diffamierungen zu korrigieren. Hier hat sie reagiert:

Gegendarstellung - 29.7.2009 - Im Tagesspiegel vom 21.07.2009 wird auf Seite 6 unter der Überschrift ,Felicia Langer: „Man muss um Hoffnung kämpfen“’ behauptet, ich sei seinerzeit, als ZK-Mitlied der kommunistischen Partei Israels, Ehrengast Erich Honeckers gewesen.

Hierzu stelle ich fest:

Ich bin zu keinem Zeitpunkt Ehrengast Erich Honeckers gewesen. Ich habe Herrn Honecker nie kennengelernt.

München, den 23.07.2009
Rechtsanwalt
Michael von Sprenger für Felicia Langer
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 29.07.2009)

 

 

Wir warten auf die Abgabe des Bundesverdienstkreuzes der nachfolgen Herren. Müssen sie sich vielleicht erst neuen Rat beim Herrn Broder holen oder warten sie auf ein neues Rundschreiben? Will Broder vorher einem „sensationellen“ Brief an den Bundespräsidenten schreiben und auf das ihm nicht verliehene Bundesverdienstkreuz verzichten? Wir warten in Ungeduld den wer so, mit diesen Gründen den Bundespräsidenten bedrängt, erpresst hat es nicht verdient.

Warteliste
Seit 21.7.2009 - Dr. hc Ralf Giordano -
Sein Brief an den Bundespräsidenten pdf >>>
Seit 21.7.2009 Prof. Dr. hc Arno Lustiger - (Schweren Herzens habe ich mich entschlossen, meine Auszeichnung für den Fall zurückzugeben, dass das BVK dieser Person nicht aberkannt >>>
Seit 25.07.2009 Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg
Hamburger denkt an Rückgabe seiner Verdienstorden“ >>>
Reichen 3 Tage zum Nachdenken?

Zurückgegeben
24.7.2009 - Reiseführer Motke Shomrat

Als verdienstvollen Ersatz für die Zurückgegebenen Verdienstkreuze
schlage ich folgende ehrbare jüdischen Mitbürger vor: Evelyn Hecht-Galinski, Prof. Rolf Verleger, Abraham Melzer

 

28.7.2009

 

"Was Ahmadinejad sagte in Genf, war die Wahrheit." Das meinte Felicia Langer laut Bericht der zionistischen Internetseite juedische.at über Ahmadinedschad, und darüber ramentert die ganze zionistische Welt. Was Ahmadinedschad in Genf gesagt hat, steht hier. Über die Zionisten und ihre Verbündeten spricht er die reine Wahrheit. Das ist schlimm für die Zionisten. Nun müssen sie aber wirklich ihre Kreuze zurückgeben, nach soviel geheuchelter Empörung. - gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg

 

 

 

27.7.2009

 

Übrigens gibt es immer wieder Menschen die die Verbrechen Israels nicht weiter decken wollen - Arne Hoffmann schreibt >>>

 

Von Politik ernüchtert -  Jürgen Buchta - Wolfgang Müller gibt Vorsitz im Deutsch-Israelischen Verein ab - Die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Ulm muss sich einen neuen Vorsitzenden suchen. Wolfgang Müller gibt das Amt ab. Unter anderem deshalb, weil er die aktuelle Politik Israels nicht mehr vertreten will. >>>     Kommentar >>>
 

Audio - SWR-Kommentar -  Reinhard Baumgarten - (26.07.) (wave) >>>


Blog von leif eriksson - Ist der Broder eigentlich doof? Oder nur doof? - Im Folgenden gebe ich den bemerkenswerten Mailwechsel zwischen Broder und dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer zum Besten, wie Broder selbst ihn - in einem Anfall geistiger Umnachtung? - auf der "Achse der Selbstgerechten" veröffentlicht hat. Abgesehen davon, dass unklar ist, was Broder durch seine konsequente Missachtung von Groß- und Kleinschreibung erreichen will - außer vielleicht, dass man ihn als Künstler betrachten soll, der sich nicht um Konventionen scheren muss - sind seine Fragen derart dummdreist, dass man sich fragt, ob er das wirklich selbst war >>>

Jakob Augstein - Lieber LE, danke, dass Sie das hier eingestellt haben. - Ich finde zwei Sachen bemerkenswert: Wie blöd Broder ist - also nicht nur unseriös, dogmatisch, peinlich. Das ja eh. Er ist auch blöd. Denn dieser Briefwechsel zeigt nur, dass - und das ist das zweite - dass der Tübinger OB, den ich bisher nicht kannte, nur von seiner Bestallung habe ich neulich gehört, was das also für ein anständiger, intelligenter Mann ist. Der eine klare Sprache spricht und ohne Geifer Kritik zurückweist. Ein Grüner ist mir sympathisch! Ist ja fast wie früher. Schnüff. JA >>>

Streit um Ordensverleihung - Israel kritisieren, aber wie? - Raimund Kirch - Vielleicht war die Ordensverleihung an Felicia Langer nicht diplomatisch, aber muss der Einsatz für Menschlichkeit immer diplomatisch sein? >>>

 

 

Gertrud Nehls 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,                                                                      28.7.09

 seit Tagen verfolge ich mit Verwunderung die  Anfeindungen zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die Rechtsanwältin Felicitas Langer. Inhaltlich fällt dabei auf, dass Frau Langer das Verdienstkreuz  wegen ihres Engagements als Juristin also aus sachlichen Gründen, bekommen hat! Immerhin bezeichnet sich der Staat Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten, sie hat sich  während ihres Lebens dort für die Rechte von benachteiligten Menschen eingesetzt . Der Alternative Nobelpreis wurde ihr Anfang der 90er Jahre verliehen. Frau Langer war damals schon in Tübingen. Auch damals  wurde sie für ihre Tätigkeit als Juristin ausgezeichnet.  Damals wurde die Preisverleihung in der deutschen Öffentlichkeit kaum gewürdigt.

Woran liegt es, dass  diese hohe Auszeichnung heute so „umstritten“ ist?

  1. Nach dem 11. September 2001 haben sich mit Hilfe des Internet Initiativen gebildet, deren Ziel es ist, Kritiker der offiziellen Israelpolitik  zu diffamieren. Sachliche Argumente werden nicht angeführt, dafür aber Printmedien im In-und Ausland mit angeblichen Antisemismusvorwürfen von Menschenrechtsverteidigern und Menschen , die sich gegen  die völkerrechtswidrige Israelpolitik einsetzen, beliefert. Nach dem Gaza Krieg agieren diese Stimmen immer lauter

  2.  Die  Kampagne hatte schon einmal einen Höhepunkt erreicht, als Herr Professor Alfred Grosser vom Bundestag eingeladen und dann peinlich kritisiert wurde, ohne dass sich jemand dafür entschuldigt hätte. Gefördert wird sie auf unverantwortliche Weise durch die Bundeszenrale für politische Bildung: wie soll man sonst verstehen, dass ein Buch „Hurra, wir kapitulieren“ von Henrik Broder gefördert wird? Das islamophobe Pflänzchen wird folgerichtig von den Netzwerkbetreibern über diese staatliche deutsche Einrichtung in den Schulen, -für Generationen von Schülern,- eingesetzt.

  3. Vielleicht erinnern Sie sich, dass die Mohammed -Karikaturen in der „Welt“ veröffentlicht wurden, einer Zeitung, in der Herr Broder regelmäßig schreibt.

  4. Der Zentralrat der Juden versteht sich als Sprachrohr aller Juden in Deutschland; deshalb richtet er großen Schaden an, wenn er vorbehaltlos die Militär- und Siedlungspolitik Israels unterstützt: nur die UN-Resolution zur Staatsgründung Israels wurde anerkannt, alle  verurteilenden  Resolutionen  dieser Völkerrechtsinstitution  wurden von dem Staat Israel zurückgewiesen! Mit  seiner einseitigen  Unterstützung der israelischen Politik  trägt der Zentralrat dazu bei, dass „die besonderen Beziehungen“, missbraucht werden und schadet damit dem Ansehen des Staates Israel in hohem Maße.  

Ich freue mich, dass Frau Langer diese Auszeichnung der Bundesrepublik bekommen hat und beglückwünsche Sie zu der Entscheidung! Damit wird in der Öffentlichkeit deutlich gemacht, dass ehrliche und mutige  Arbeit, im Gegensatz zu inhaltloser Wichtigtuerei, anerkannt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Gertrud Nehls  

 

 

Offener Brief an den Bundespräsidenten: Schmutzkampage gegen Felicia Langer - Eine einzigartige Jagdaktion gegen Felicia Langer, in der es um ein Bundesverdienstkreuz und nicht die Kriegsverbrechen Israels geht!

Offener Brief an den Bundespräsidenten bezüglich der Schmutzkampagne gegen Felicia Langer:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Öttinger,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

die Chronologie der Schmutzkampagne gegen die Menschenrechtsanwältin Felicia Langer sagt viel aus über das zionistische Netzwerk, das mit allen Mitteln versucht, Kritik an den Menschenrechtsverletzungen Israels zum Schweigen zu bringen. Rufmord ist hier das probate Mittel zum Zweck. >>>

 

 

 

Othmar Kaufmann -

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich kann voraussetzen, dass Henryk M. Broder und seine singuläre Stellung in den deutschen Medien Ihnen bekannt sind. Es gab bei verschiedenen Anlässen die eine oder andere Bekundung von Widerwillen. Eine kritische und systematische Würdigung von Stil und Methoden durch die Mainstream-Medien steht jedoch noch aus.

Ich möchte Ihrem Urteil nicht vorgreifen. Ich weise auf einen typischen Vorgang hin, der u.a. durch ihn gut dokumentiert ist. Ich bitte Sie, dem Mailaustausch zwischen Henryk M. Broder und OB Boris Palmer Ihre Aufmerksamkeit zu schenken:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/print/0012454

„sehr geehrter herr palmer,
ich arbeite an einem hintergrundbericht über den fall felicia langer für das wall street journal europe und wäre ihnen sehr dankbar, wenn sie mir vier fragen beantworten würden:…

ich möchte gerne versuchen, dann fall lange zu entskandalisieren und als das darzustellen, was er vermutlich ist: eine vermeidbare panne in der kommunikation unter behörden.
für eine rasche antwort wäre ich ihnen sehr dankbar
henryk m. broder, berlin, 21.7.09“

Meine Fragen sind:

Halten Sie es mit den Standards des Pressecodexes sowie dem z.B.  durch das Motto des Hans-Joachim-Friedrich-Preises formulierten Grundsatz „Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute.  Ein Mindestmaß kritischer Distanz zum Thema (und der eigenen Rolle) ist auch bei sogenannten Herzblut-Themen geboten.“ für vereinbar, wenn ein entschiedener Parteigänger in einer Angelegenheit, deren Kampagne er mitsteuert, sich ermächtigt, einen „Hintergrundbericht“ in dieser Angelegenheit veröffentlichen zu wollen?

Ich gebe Ihnen den Ablauf verkürzt wieder. Deutlich wird, dass das Anliegen Broders und seiner Mitstreiter nicht „entskandalisieren“, sondern „skandalisieren“ ist.

1. Broder schreibt an jüdischen Träger des Bundesverdienstkreuzes, öffentlichen Druck auf Bundespräsident Koehler durch Androhung der Zurückgabe ihres BVK auszuüben. Beleg:  www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alexander_brenner_gebt/  “Deiner Anregung, mein BVK abzugeben, kann ich schon deshalb nicht nachkommen, weil ich nicht im Besitze eines solchen bin.

2. Im Verein mit Broder organisiert „Honestly Concerned“ eine Kampagne, in der Druck auf Koehler, Oettinger und OB Palmer ausgeübt werden soll. Die Organisatoren finden es angemessen, die privaten Kontaktdaten von OB Palmer in ihrem Aufruf zu veröffentlichen. Quelle: http://www.honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=PR23409&Category=pr&Subcategory

TEIL 3 - Verlangen auch Sie die Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes von Felicia Langer... 

  1. KONTAKTDATEN BUNDESPRÄSIDIALAMT:


  2. KONTAKTDATEN MINISTERPRÄSIDENT GÜNTHER H. OETTINGER (Baden Württemberg):

     

  3. KONTAKTDATEN STAATSSEKRETÄR WICKER (Baden Württemberg):

     

  4. UND HIER NOCH KONTAKTDATEN VON OB BORIS PALMER (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN), DER FELICIA LANGER FÜR DAS BUNDESVERDIENSTKREUZ VORSCHLUG:
    Oberbürgermeister Boris Palmer
    Universitätsstadt Tübingen
    Bürgermeisteramt
    Am Markt 1
    D-72070 Tübingen

    E-Mail:
    ob@tuebingen.de ob@tuebingen.de
    Tel.: 07071/204-1300
    Fax: 07071/204-1000


    Boris Palmer
    Aixer Straße 66
    72072 Tübingen

    Telefon 07071 888 086
    E-Mail:
    ob@tuebingen.de ob@tuebingen.de ; mail@boris-palmer.de 
    Kontakt: 
    http://www.boris-palmer.de/71.php

3. Der buddy Henryk M. Broders und Korrespondent der Jerusalem Post, Benjamin Weinthal, veröffentlicht zum Fall Langer 3 Artikel in der JP

- Germany honors Israeli „Israel hater“, 17.7.2009

- Jews to return German honors in protest, 22.7.2009

- J´lem slams German leader over award, 24.7.2009

Ich bitte Sie, einen Blick in die “Talkbacks“ dieser Beiträge zu werfen, um zu sehen, welche Einstellungen, Haltungen, Ressentiments Benjamin Weinthal bedient und stimuliert.

4. Showdown und High Noon. Die „spontane“ und eskalierende Empörung wird auf Achgut.de und auf „Honestly Concerned“ zusammengefasst und kanalisiert.  Die Mobilisierung greift.

5. Henryk M. Broder will darüber einen „Hintergrundbericht“ in Wall Street Journal schreiben. Alles klar?

Wenn Sie die Sache verfolgen, werden Sie feststellen, dass die Betreiber der Kampagne wenig zur Sache sagen, für die Felicia Langer sich engagiert, dafür umso mehr ad hominem. Klar ist auch, dass das Problem Deutschland ist: „Dass eine Israelhasserin die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland bekommen hat, kann nur diejenigen verwundern, die ernsthaft glauben, hierzulande habe sich an der Virulenz des Antisemitismus grundlegend etwas geändert. Doch das ist nicht der Fall, weshalb die Ehrung weniger etwas über die Geehrte aussagt als vielmehr eine ganze Menge über diejenigen, die ihr den Orden umgehängt haben. Und exakt hier liegt das eigentliche Problem, das deshalb Deutschland heißt und nicht Felicia Langer“ oder wie es der maître penseur und Gaon des Saekulums Henryk M. Broder in seiner unnachahmlichen Weise auf SPON formuliert „Sie wurde ausgezeichnet, weil sie "als eine massiv vom Holocaust Betroffene" eine volkstherapeutische Aufgabe erfüllt, indem sie den Deutschen hilft, über ihre Schuldgefühle gegenüber den Opfern des Holocaust hinwegzukommen…Bei der Mutation der Täter von gestern in die Bewährungshelfer von heute sind "Überlebende des Holocaust" als moralische Feigenblätter sehr willkommen.“ Sind das für Sie diskutable Hypothesen oder ist das schlicht gaga?

Insofern vor Felicia Langer z.B. Charlotte Knobloch, Ralph Giordano, Arno Siegfried Hamburger, Arno Lustiger, Wolf Biermann mit dem BVK ausgezeichnet wurden, müsste man im Rahmen der Broderschen Logik fragen, ob diese Preisverleihungen den Zweck hatten, den Deutschen zu helfen, ihre Schuldgefühle gegenüber den Opfern des Holocaust zu kultivieren. Wie viele Kreuze müssten zurückgegeben werden, bis ein Unentschieden, ein Gleichstand erreicht ist?

Was bewirkt diese Kampagne in Deutschland bzw. in Israel? Man kann zur Beurteilung getrost mehrere Blicke in die Diskussionsforen von SPON, WELT-Online oder der Jerusalem Post werfen. Ich habe folgende Hypothese formuliert, nämlich dass unbedachte und übereifrige Zeloten der Sache Israels eher schaden und den Zionismus diskreditieren, antizionistische Einstellungen eher fördern und stärken als sie zu schwächen.  

Die Hypothese lässt sich wie folgt quantifizieren und ist überprüfbar, genügt dem Falsifikations-Axiom: In der Teilstichprobe derer, die "Broder kennen" und den Zionismus mit einem "Zionismus mit broderschem Antlitz" identifizieren, ist die negative Bewertung Israels und des Zionismus signifikant höher als in der Teilstichprobe derer, die ihn nicht kennen. Ich bitte diese Hypothese zu untersuchen.

„Broder kennen“ ist ein pars pro toto für „Broder & seine Mitstreiter“. Ist diese Hypothese, die man ja nachprüfen könnte, etwa antisemitisch?

Mit freundlichen Grüssen
Othmar Kaufmann - Potsdam, 26.7.2009

 

 

 

 

26.7.2009

 

Na, ausgezeichnet! - elisehendrick - Es sind in der BRD neulich gleich zwei der wichtigsten jüdischen Verfechter des Gedankens eines gerechten Friedens in Israel und Palästina mit höchsten Ehren ausgezeichnet worden. Die israelische Rechtsanwältin Felicia Langer, die jahrelang Palästinenser vor den israelischen Militärgerichten verteidigt hat, ist vergangene Woche mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, einer der allerhöchsten staatlichen Auszeichnungen der BRD, ausgezeichnet worden. Auch Dr. Rolf Verleger, der die jüdische Gemeinde in Lübeck neugegründet und immer wieder der israelisch-zionistischen Staatsräson die traditionellen jüdischen Werte der Gerechtigkeit (Zedek), der Barmherzigkeit (Gemilut hasadim) und der Nächstenliebe gegenübergestellt hat, ist vom Zentralrat der Juden in Deutschland die höchste Auszeichnung verliehen worden, die diese Organisation in ihrer derzeitigen Gestalt überhaupt noch verleihen kann: der Rauswurf. >>>

 

 

 

Leserbrief von Claudia Karas zu "Hamburger denkt an Rückgabe seiner Verdienstorden"
«In tiefen Gewissenskonflikt gestürzt«
Nürnberger Nachrichten vom 25.07.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

dass neben all den bedingungslosen Israel-Unterstützern sich nun auch Arno Hamburger an der Rückgabekampage für Bundesverdienstkreuze beteiligt, verwundert nicht.

Dieser, nach eigener Einschätzung „aggressive, militante Jude“ Arno Hamburger hat den Initiator der „Berliner Erklärung Schalom 5767“ Professor Verleger - der wie Felicia Langer einem GERECHTEN Frieden verpflichtet ist - als „Volksschädling“ (!) bezeichnet ("und damit die Besucher nicht auf die Idee kommen, er habe sich nur versprochen, wiederholt er: „Ein Volksschädling“."), ohne einen Aufschrei der Empörung seitens des Zentralrats oder all der "besorgten Bürger", die jetzt in unerträglicher Weise eine Schmutzkampagne gegen Felica Langer losgetreten haben.

Allein wegen dieses Nazi-Jargon, den Hamburger offenbar nicht "in tiefen Gewissenskonflikt gestürzt hat" kann der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz dieses Herren ohne Zögern getrost zurücknehmen.

Mit freundlichen Grüßen Claudia Karas

 

 

 

Siegfried Ullmann

 26. Juli 2009

 

Herrn Bundespräsident

Dr. Horst Köhler

Spreeweg 1

 11010 Berlin         

 

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 

mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer haben Sie offensichtlich in ein Wespennest gestochen. Das war zu erwarten. Bei den Protesten gegen die Preisverleihung wird aber auf die von Frau Langer konkret benannten Menschenrechtsverletzungen überhaupt nicht eingegangen.

 

Frau Langer steht mit ihrer Kritik an der israelischen Vorgehensweise gegenüber den Palästinensern nicht allein da. Es gibt zahlreiche andere jüdische Menschen sowie israelische Menschenrechtsorganisationen, wie z.B. B'tselem, die die israelischen Menschenrechtsverletzungen in gleicher Weise anprangern. Sie können das zum Beispiel den beigefügten Auszügen von Büchern des Baruch Kimmerling, Reuven Moskowitz, Michael Warschavski, Uri Avnery, Avi Primor, Norman G. Finkelstein  sowie der Susan Nathan entnehmen.

 

Besonders erschreckt haben mich die unsachlichen Angriffe des R. Giordano, der früher durchaus Vernünftiges geschrieben hat. Mit seiner "Grundwahrheit": "Es wird keinen Frieden geben in der Region, bis seine Nachbarn aufhören, Israel zu bedrohen" begibt er sich in die Nähe der Antideutschen und anderer Islamhasser, mit denen sich Alan Posener unter "Das Feindbild" in der "Jüdische Allgemeine" (dem Organ des Zentralrats der Juden in Deutschland) in der Ausgabe vom 16.7.09 befaßte. So schrieb Posener: "Zweitens kehren manche Islamhasser demonstrativ ihren Philosemitismus und ihre Liebe zu Israel hervor." "Phobiker sind krankhaft, und die Liebe des Islamophoben zu Israel ist es ebenso." Letzteres könnte ebenfalls für H. M. Broder und einige andere gelten. Tatsächlich ist es doch Israel, das sich allen Friedensbemühungen widersetzt, mit Atombomben droht und auch die Friedensinitiative der 22 arabischen Staaten, die im Einklang mit den UN-Resolutionen steht, zurückgewiesen hat.

 

Der größte Feind ist immer der Abweichler aus den eigenen Reihen, der dann zum Verräter  oder Ketzer deklariert wird. So möchten die beiden Großinquisitoren Giordano und Broder nicht nur Frau Langer, sondern auch Frau Hecht-Galanski und etliche andere am liebsten auf dem Scheiterhaufen sehen. Dabei tun diese verteufelten Israel-Kritiker nur das, was sonst nicht nur als christliche Tugend gilt: nicht wegsehen, wo Unrecht geschieht und die Menschenrechte verletzt werden. Was kann daran falsch sein?

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, lassen Sie sich bitte nicht einschüchtern und beirren. Felicia Langer steht für die unteilbaren Menschenrechte, zu denen sich auch die Bundeskanzlerin bekannte, sowie für Mitgefühl mit den Gedemütigten, Gefolterten und Entrechteten, für Frieden, Liebe und Versöhnung. Man kann vielleicht manchmal hinsichtlich ihrer Wortwahl verschiedener Meinung sein, aber ihr niemals unlautere Absichten unterstellen. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes war ein mutiges und wichtiges Bekenntnis zur Verteidigung der Menschenrechte, zu Frieden und Versöhnung. Felicia Langer verdient unsere Hochachtung und Unterstützung genauso wie damals die russischen Dissidenten Andree Sacharow und seine ebenso mutige Frau Elena Bonner.

 

Mit freundlichen Grüßen 

Siegfried Ullmann

 

 


 

 

Liebe Felicia Langer,

 bitte bleibe so standhaft wie OB Boris Palmer und gib auf keinen Fall das Bundesverdienstkreuz zurück !  Wenn es jemand verdient hat, dann bist DU es !  Sollen doch Hamburger, Lustiger, Giordano und Co. es zurückgeben. Du weißt wir sind alle auf Deiner Seite - wir sind nicht wenige - auch wenn nicht alle an Dich schreiben ! 

Diese feigen Hyänen fühlen sich nur so stark weil Merkel ständig von "Staatsraison" faselt. Egal was sie schreiben oder tun, sie gehen absolut kein Risiko ein, solange sie die Heilige Kuh "Israel"  zu "retten"  vorgeben.

Bitte schone Dich und ignoriere diese schrecklichen Verleumdungen. Das ist  zwar schwer, aber damit hilfst Du Dir selbst. 

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für den Widerstand,

mit vielen lieben Grüßen Annette Klepzig

 

 

Diplomatisch heikel, aber ehrenwert
Felicia-Amalia Langer ist für viele in Deutschland eine Reizperson, und entsprechend unerträglich war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für einige wie Ralph Giordano und Arno Lustiger. Langer erhielt die Auszeichnung als Anerkennung für ihr Lebenswerkund ihr Engagement “für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte”. Darauf droht nun Ralph Giordano, seine Auszeichnungen - ebenfalls Bundesverdienstkreuz, außerdem das Große Verdienstkreuz - zurückzugeben. Er schrieb an den Bundespräsidenten, Langer sei “eine Feindin Israels, die in einem Land mit verbreiteter Gesinnung, sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten, nur von verheerender Wirkung sein kann”. Erpressung, oder? Langer sieht sich als Opfer einer Verleumdungskampagne. Sie glaube “tief, dass ich auch etwas Gutes für das israelische Volk tue, nicht nur für die Palästinenser”. >>>

 

 



25.7.2009

 

Ruth Asfour, Offenbach, Germany  - Letter to the Jerusalem Post

Germany -  Bundesverdienstkreuz for Felicia Langer

It is maybe the lack of news during summer-vacation that the defamation of an honourable lady with the alternative Nobel-,price and other peace-awards is so strong and is still going on. I know many people like e.g. Ralph Giordano who got this decoration. Nobody said anything, although his and his friends’  harassment against the  Muslims in Germany is well-known. Germany’s first paragraph of the legislation says that the “The dignity of every  human being shouldn’t  be touched” No matter which colour or which belief (Jews, Muslims, Christians) or no religion) he/she belongs to. This § is the most important, because it would prevent any Holocaust.

 

Felicia Langer praises Ahmadinejad? She only said, that he spoke the truth in Geneva. Or can anyone deny Israel’s 52 years of occupation - with checkpoints, where the brave Israeli women of Machsom-Watch are sometimes standing? Or the big highways on occupied territory “only for Jews” – Apartheid? The different passports in Israel whether Jewish or not? In East Jerusalem - according to UN Resolution the capital of a Palestinian State – there are Arab houses destroyed and Jewish apartments built up. (Hilary Clinton).

 The wall is standing now 5 years, although it was strongly criticized by the Int. Court in Den Hague.  Peaceful protesters are shot dead by Israeli soldiers in Ni’lin and Bil’in. The wall doesn’t stand on the Green Line (1967) it takes land and water from the Palestinians – who pay more for water than the settlers and have much less water. (Jeff Halper).

 There is one Israeli prisoner and about 9000 in Israeli Prisons. Amnesty Int. and Israeli Right organizations say there is torture even for Palestinian women and children in Israel.

 

I respect very much the Israeli people like Felicia Langer, Jeff Halper, who lately received the “Kant Preis” here in Freiburg, Uri Avnery got awards as well as Reuven Moskowitz and the Women of the Machsom Watch, organizations like Gush Shalom and the Other Israel.

 

Felicia Langer loves Israel and she doesn’t want it to be destroyed.

Translation mistake: Ahmadinejad’s speech meant: “to abolish the occupation of Palestine” not  Israel – as well as “Hamas” recognized Israel because they believe in two States side by side. But not Israel as an occupation-power, stealing land and building settlements on occupied territory – this is against international law. Israel ignored all the UN Resolutions and recognized  only the one of the founding of the State of Israel. And the State of Palestine?

 

All these are facts but - unfortunately in Germany they’re not on TV. When we say something about Israel’s cruel war in Lebanon and Gaza we are strongly reprimanded by Mrs Knobloch – she is our boss.

 

 Isn’t it better for Israel to talk to its neighbours than all the time try to plan a war? Israel is the 4th strongest  military power in the world including atomic-bombs  –

Why is Israel afraid of a small ship with humanitarian help for the miserable people of Gaza? The Israeli navy stopped the ship, which wasn’t in Israeli waters, and jailed the passengers (all human right-activists)

 

Why provoke hatred e.g. in Gaza, the most crowded place on earth – most of them refugees and all fenced in in a prison without escape?

 I always admired the Jewish people for their Rabbi Hillel  - “Don’t do something to somebody what you wouldn’t like to be done to you,”

 

Ruth Asfour, Offenbach, Germany   

 

 

 

Neokonservative fürchten um Deutungshoheit - Kampagne gegen Felicia Langer (SB) - Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die jüdische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer ist Bundespräsident Horst Köhler ein Coup gelungen, über den er selbst inzwischen am allerwenigsten erfreut sein dürfte. "Verdienstkreuz für Israel-Gegnerin bringt Köhler in Bedrängnis" titelt Bild (23.07.2009), und sollte dieser Sachverhalt bis dahin nicht der Realität entsprochen haben, so tut er es spätestens dann, wenn es auf Deutschlands breitestem Boulevard behauptet wird. Wenn der Zentralrat der Juden in Deutschland und das American Jewish Committee in New York gegen die Verleihung Protest einlegen und den Bundespräsidenten auffordern, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken, dann sollte es, so die Absicht der Betreiber dieser Kampagne, höchste Zeit sein, den Rückwärtsgang einzuschalten und sich real waltenden Machtverhältnissen zu beugen. Schließlich hat auch die Regierung Israels ihrem Unmut über die Entscheidung Köhlers Ausdruck verliehen: "Langer hat über Jahre immer wieder Kräfte unterstützt, die Gewalt, Tod und Extremismus befürworten". Jedem, der ihr einen Orden verleihe, müßten "die Konsequenzen bewusst sein, wenn man Intoleranz und böse Absichten nachträglich legitimiert", so die Verlautbarung des Sprechers des Außenministeriums, Yigal Palmor (Tagesspiegel, 24.07.2009). Damit meldet sich eine Instanz zu Wort, die zu unterstützen laut Köhlers Parteikollegin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, deutsche Staatsräson ist. Sicherlich könnte man sich trefflich darüber streiten, ob nicht der Absender dieser dem Bundespräsidenten die Ermutigung sinistrer Kräfte unterstellenden Botschaft der eigentliche Experte für das Verbreiten von "Gewalt, Tod und Extremismus" ist, denkt man nur an den blutigen Überfall der israelischen Streitkräfte auf die Bewohner Gazas oder die israelischen Politikern nicht fremde Anwendung rassistischer Stereotypien auf Palästinenser im allgemeinen und deren politische Führer im besonderen.  >>>

 

Pro und Kontra - Bundesverdienstkreuz für Israelkritik - Hat die israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz verdient? Oder heizt dies nur einen einseitigen Empörungsdiskurs über Israel an? von S. Reinecke und U. Gutmair - Die israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer hat das Bundesverdienstkreuz bekommen. Manche fordern nun, dass ihr dieses wieder aberkannt wird, weil diese Verleihung Israel schade. Diese Debatte trägt alle Züge einer Ersatzhandlung. Man schlägt die Botin für die Botschaft. Die ist unerfreulich, aber richtig. >>>

 

Felicia Langer Jüdin und Menschenrechtlerin mit Distanz zu Israel - Matthias Drobinski - Darf so eine Frau das Bundesverdienstkreuz bekommen? "Nein!", ruft empört Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, denn die Geehrte sei eine "militante und fanatische Israel-Hasserin". "Ja!", antworten begeistert die Anhänger von Felicia Langer. Niemand sonst kämpfe so entschieden gegen das Unrecht, das der israelische Staat, Militär und Justiz seit Jahrzehnten den Palästinensern antue. >>>

 

24.7.2009



 Jochi Weil-Goldstein, Zürich, Initiant des Appells besorgter Jüdinnen und Juden
www.humanrights-in-israel.ch

Bundespräsident Köhler
Sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker

Mit Freude haben wir in der Schweiz vernommen, dass Frau Felicia Langer, Juristin und Menschenrechtsaktivistin, in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse durch Sie ausgezeichnet worden ist. Ehre, wem Ehre gebührt: Frau Langer, die sich seit Jahrzehnten für eine gerechte politische Lösung im tragischen Konflikt zwischen Israel und Palästina einsetzt, hat diesen Preis verdient. Tragisch ist der Nahostkonflikt, weil Europa in seinem Versuch, das schwere Unrecht, das es den Juden und Jüdinnen zugefügt hatte, wieder gut zu machen, neues Unrecht ge­schaffen hat: PalästinenserInnen wurden ignoriert, vertrieben, diskriminiert. Nun haben wir ein Paradox: Israel hat ein Existenzrecht, aber auch die PalästinenserInnen brauchen ein Existenzrecht und einen Staat – alles andere ist arg entwürdigend. Frau Langer kämpft mutig gegen Menschenrechtsverletzungen an.
In der Schweiz bemühen sich Frauen und Männer, die dem Judentum, Christentum, Islam zugehören oder religionslos sind, in Wort, Tat und Schrift ebenfalls um Prozesse in Richtung von Verständigung. Deshalb möchten wir auch Ihnen, Herr Bundespräsident und Herr Staatssekretär, für Ihren Mut zu dieser Preisverleihung gebühren danken.

Sie machen damit einen ersten Schritt, ein scheinbar heilloses Paradox einer Lösung zuzuführen. Vielleicht ist, wäre ja eine der tiefsten Lektionen, die Deutschland und die Schweiz aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts lernen können, die: Weder Opfer noch Täter können zur menschlichen Würde zurückfinden, so lange das vom Opfer erlittene Leid nicht als das be­nannt wird, was es ist: Unrecht! Das unterschreiben all jene Personen, die sich zum ersten Artikel der Menschenrechte bekennen. Dafür setzt sich auch Frau Langer ein.

Zu meinem Bedauern habe ich vernommen, dass die engagierte Frau nun diffamiert wird.

Vorab die Stellungnahme von Dr. Dieter Graumann, Mitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland, ist beschämend. Ich bin als ein Jude empört darüber, wenn die Geehrte oder andere Personen, die in der nahöstlichen Tragödie konstruktiv nach Ausweg suchen, abgewertet werden und bin froh darüber, dass sich unsere deutschen NachbarInnen durch die plumpe „Antisemitismuskeule“ nicht mehr so einfach einschüchtern lassen.

Andererseits erscheint es mir wichtig, Antisemitismus und jede Form von Rassismus, wo immer diese auftreten, entschieden und adäquat zu bekämpfen.

 
Mit vorzüglicher Hochachtung

 Jochi Weil-Goldstein, Zürich, Initiant des Appells besorgter Jüdinnen und Juden www.humanrights-in-israel.ch

Frau Langer, die ich seit 1984 etwas kenne, und ihr Ehemann haben diesen Appell mit unterzeichnet.

 

 

 

 

 

 

Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V.
www.erich-muehsam-gesellschaft.de

 An das Bundespräsidialamt - Grethenweg 1 - 10557 Berlin

 4. Juli 2009

 Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 der Vorstand der Erich-Mühsam-Gesellschaft begrüßt Ihre Entscheidung, Felicia Langer mit dem Bundesverdienstkreuz zu ehren.

 Die öffentliche Herabwürdigung der Preisträgerin empfinden wir als beschämend - allerdings nicht für die Geehrte. 

2005 erhielt Felicia Langer den Erich-Mühsam-Preis. So wie Erich Mühsam sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft einsetzte, ist es Felicia Langers Anliegen, den Schwachen zum Recht zu verhelfen, Gerechtigkeit herzustellen, ob als Rechtsanwältin in Israel oder als Autorin in Deutschland. Und wie Erich Mühsam scheint sie Haß und Diffamierungskampagnen dadurch zu wecken, daß ihre Berichte und Argumente immer mehr Menschen überzeugen. In Sachen Gerechtigkeit ist sie kompromißlos wie Mühsam. Der prägte den Satz: "Sich fügen heißt lügen".

 Ihre Entscheidung, Felicia Langers Engagement zu würdigen, verstehen wir als mutmachendes Signal für einen Weg in Richtung Frieden in Nahost.

 Mit freundlichen Grüßen,

Sabine Kruse

 

 

 

Felicia Langer erhält das Bundesverdienstkreuz - die neozionistische Besatzer-Lobby lässt die Maske fallen -
Dr. Viktoria Waltz

'Wenn man das alles als Persiflage liest, ist es hochgradig komisch' (in Abwandlung eines Zitats in der Jungen Welt vom 18./19.709)


Pro Israel Lobby - gibt’s die?


Eine Kriminalserie – nicht der erste Fall: Felicia Langer
Die engagierte israelische Rechtsanwältin Felicia Langer erhielt in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz für ihr engagiertes Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte >>>

 

 

„Die Methoden sind schlimm“ - Boris Palmer zu den Angriffen auf ihn und die Tübinger Anwältin Felicia Langer - Das ist kein Recherche-, sondern Kampagnen-Journalismus“, sagte Palmer gestern auf TAGBLATT-Anfrage. Gemeint ist damit der Journalist Henryk M. Broder. (…)  Broder und der Journalist Benjamin Weinthal, Berlin-Korrespondent der „Jerusalem Post“, „versuchen, einen mit ihren Fragen aufs Glatteis zu führen“, sagt Palmer. (…)  „Die Methoden sind schlimm“, kommentiert Palmer Veröffentlichungen wie diese. Und: Er hätte „vor einer Woche noch nicht geglaubt, dass es ein solches Netzwerk gibt“. Mit diesem Netzwerk meint er die Initiative „Honestly Concerned“ (etwa: „aufrichtig betroffen“). Sie entstand nach Angaben auf ihrer Homepage im Mai 2002. „Alarmiert von Israel-feindlichen Presseberichten, wie antijüdischen Äußerungen von Politikern und öffentlichen Persönlichkeiten in Deutschland und Europa, beschlossen wir zu handeln.“ >>>
 

 

Auszeichnung für eine Unbequeme - Ulrike Pfeil - Es war abzusehen, dass die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer Kritik auslösen würde. Denn die israelische Jüdin polnischer Herkunft ist eine Unbequeme und Unbeugsame. (…) Nicht das Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer schadet der Sache Israels, sondern die degutanten Schmähungen, die jetzt über sie und jene, die sie ehrten, ausgegossen werden.  >>>

 

Ellen Rohlfs

Herrn
Bundespräsident Horst Köhler
Bundespräsidialamt
Spreeweg1
10557 Berlin                                                                                26789 Leer, 21.7.09

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

 Im Namen  meiner vielen jüdischen und  israelischen Freunde die in Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Israel arbeiten, möchte ich Ihnen zunächst dafür danken, dass Sie  die israelische Anwältin Felicia Langer, die seit 1990 in Tübingen lebt, mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt haben – sie hat es verdient.

 Nun wird sie - und damit auch Sie – von Juden und jüd. Gruppierungen verleumdet und verurteilt. Sie wird als „Israelhasserin“ hingestellt und mit andern grobschlächtigen Beschimpfungen bedacht, die ich hier nicht alle aufzählen will. Sie sind einfach absurd.

 Ja, Felicia Langer hasst – aber nicht Israel, sondern das Unrecht, sie hasst die Ungerechtigkeit, die Unmenschlichkeit und die Lügen. Mit all dem hat sie sich  20 Jahre lang als Anwältin  der Unterdrückten, Gefangenen und Gefolterten, ja der Gefolterten,  in Israel auseinandersetzen müssen. Sie hat erkennen müssen, dass die Justiz in Israel eine Farce ist, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Das werden Ihnen  israelische Anwälte, die in etwa in ihre Fußstapfen getreten sind, nur bestätigen können – und natürlich die Menschenrechtsorganisation B’tselem oder Yesh Din. Gerade in letzter Zeit konnte in Haaretz oder bei Uri Avnery Artikel gelesen werden, die genau dies bestätigen.

 Wer Felicia Langer jetzt beschmutzt, weiß nichts von dem, was in Israel und in den von Israel  besetzten Gebieten leider geschieht. (Der letzte Gazakrieg hat einiges aufgedeckt.)

Ich weiß darum, weil ich mich seit 45 Jahren mit dem Nahostkonflikt –  auch im Kontext der europäischen/ deutschen Geschichte  befasse ( und drei Bücher dazu schrieb). Ich  war 1967 das erste Mal in Bethlehem allein, nicht mit einer Touristikgruppe, dafür wochenlang. Und dies noch über 20 mal bei palästinensischen und jüd.-israelischen Freunden, oft verbunden mit internationalen  Konferenzen der israelischen „Frauen für den Frieden“ (Women in Black, Bat Shalom) Damals  1989 lernte ich Felicia Langer kennen., auch die Ärzte für Menschenrechte, die Rabbiner für Menschenrechte, B’tselem, später die MachsomWatch-Frauen, Arna Mer-Khanis, die so mutig als Jüdin sich für die Kinder im Flüchtlingslager Jenin eingesetzt hat; ich lernte die Menschen vom Alternativen Informationszentrum und The Other Israel um Uri Avnery kennen und dann die Gruppe Gush shalom, bei der ich seit 1993 aktives Mitglied bin …( Uri Avnerys wöchentliche Artikel übersetze ich seit langem)

 So habe ich erfahren, dass es auch heute noch Juden gibt, die nach den alten jüdischen Werten  für Menschlichkeit und Gerechtigkeit leben und wirken, im Sinne der Torah wie sie auch von Martin Buber und Prof. Jeshayahu Leibowitz verstanden wurden. Es sind die Werte, die in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (10.12.48), ins Völkerrecht, die Genfer Konventionen geflossen sind ---aber jetzt im israelischen Rechtswesen und im israelischen Militär nicht mehr praktiziert werden– wie viele Israelis dies inzwischen auch in ihren Büchern/ Artikeln (Haaretz) schreiben.

Es war das Unrecht, die Doppelmoral, die Unmenschlichkeit , was Felicia Langer  mutig bekämpft – und sich auch in Israel damit keine Freunde gemacht hat.  Sie schrieb darüber in ihren 11 Büchern, weil sie damit andern  helfen oder mindestens die Augen öffnen wollte, damit diese Politik nicht weiter unterstützt und fortgeführt wird .

Sie hat nicht um sonst  1990 den Rightlivelihood Award in Stockholm erhalten .

 Bitte, lassen Sie sich nicht von dem gehässigen Geschwätz aus einer gewissen Ecke irritieren, hier wurde zu recht ein anständiger, ehrbarer, für unsere jüd.-christl. Werte sich ungewöhnlich engagierter Mensch geehrt – und dabei sollte es bleiben.

Mit freundlichen, aber besorgten Grüßen!

 Ellen  Rohlfs  Trägerin des Bundesverdienstkreuzes , 13.9.1993

 

 

 

 

 

Vielen Dank, lieber Erhard Arendt, für Ihr Engagement – diesmal besonders in Sachen Felicia Langer.

Ich bin anders als ihre Verleumder überzeugt, dass Frau Langer durch ihr Reden und Schreiben Israel in Wahrheit einen Dienst erweist. Ähnlich wie viele unserer israelischen Friedensfreundinnen und –freunde geht es ihr darum, ihr Land von einem Irrweg abzubringen. Dieser Irrweg beunruhigt auch hierzulande viele. Nur die Politik hat – noch – nicht begriffen, dass ein Land, das diesen Weg geht, auf Dauer wohl kaum in der Lage sein wird, jüdischen Menschen eine sichere Heimat zu bieten.

 In der Anlage schicke ich eine kurze Geschichte aus diesem Israel und lege auch den Artikel aus Ha’aretz bei, der meinem Text zugrunde liegt.

 Mit Friedensgrüßen

Ulrike Vestring 
53 111  Bonn
 

 

23.7.2009

 

Die Besatzer-Lobby hyperventiliert: Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer [22.07.2009]  - Institut für Palästina Kunde

 Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer hat zu dem zu erwartenden Wehgeschrei der Besatzer-Lobbyisten geführt.
Das Netzwerk der israelophilen und islamophoben Paranoiker hat seine üblichen schrillen Wut- und Hassgesänge angestimmt, aus den Spalten seiner digitalen Druckerpressen tropfen Blut und Galle, und die üblichen Verdächtigen drohen ihre Bundesverdienstkreuze zurückzugeben.
Letzteres ist eigentlich zu begrüssen, denn es ist nicht nachvollziehbar, warum Menschen mit einem Bundesverdienstkreuz geehrt werden sollen, die der Überzeugung sind, dass Menschen- und Völkerrecht für die Araber in Palästina nicht gälten.
 

Ausser in Broders Bäckerblume - dem SPIEGEL - scheint das Skandalisierungs-Schauspiel jedoch nicht Resonanz hervorgerufen zu haben, mit der die chronischen Besatzungsversteher gerechnet haben. Das muss auch die Redaktion gemerkt, und daher Micha Brumlik interviewt haben, der die Leser zwar deutlich wissen lässt, dass er die Langer nicht leiden kann - aber Antisemitin sei sie immerhin nicht.

Zu dem Fall erhielten wir von Dr. Viktoria Waltz eine vorläufige Chronik der Ereignisse. Gewissermassen eine Studie des Milieus der organisierten Betroffenheit und der Skandalisierung der Kritiker Israels - alles im Dienst der israelischen Besatzer.  (ts)

 

 

 

Gespräch mit Felicia Langer im Deutschlandfunk

Die Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer hält die Proteste gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an sie für eine Verleumdung. Man wolle Kritik an Israels Verhalten "total vermeiden". Sie werde den Orden nicht zurückgeben, sagte die israelische Rechtsanwältin.
 

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Gespräch.
Vladimir Balzer: Die Empörung die Ihnen jetzt entgegenschlägt - wie haben Sie die aufgenommen?
Felicia Langer: Am Anfang das war - naja ich glaubte, dass das nicht so heftig und nicht so vehement ist. Aber danach, das hat mich doch verletzt. Und ich glaube, das ist eine Kampagne, Kampagne von Verleumdung. Diejenigen, die keine Argumente haben, verleumdnen, beleidigen und sicher, das tut weh. Ich glaube, ich glaube sehr sehr tief, dass ich etwas Gutes für das israelische Volk auch mache, nicht nur für die Palästinenser.
(…)
Das vollständige Gespräch mit Felicia Langer können Sie bis zum 23.12.2009 als
MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

 

 

 

Felicia Langer wurde  vom Deutschlandfunk interviewt und konnte dort ihre Position ausbreiten - Audio - was sie ohne dieses Krakeele vermutlich nicht geschafft hätte: >>>

Felicia Langer will Bundesverdienstkreuz nicht zurückgeben - Rechtsanwältin sieht sich als Opfer einer Verleumdungskampagne - Felicia Langer im Gespräch mit Vladimir Balzer - Die Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer hält die Proteste gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an sie für eine Verleumdung. Man wolle Kritik an Israels Verhalten "total vermeiden". >>>     Gespräch mit Felicia Langer - MP3 | Flash

 

Felicia Langer Jüdin und Menschenrechtlerin mit Distanz zu Israel - Matthias Drobinski - Darf so eine Frau das Bundesverdienstkreuz bekommen? "Nein!", ruft empört Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, denn die Geehrte sei eine "militante und fanatische Israel-Hasserin". "Ja!", antworten begeistert die Anhänger von Felicia Langer. Niemand sonst kämpfe so entschieden gegen das Unrecht, das der israelische Staat, Militär und Justiz seit Jahrzehnten den Palästinensern antue. >>>

 

23.7.2009 - Der Schriftsteller Ralph Giordano droht, wegen Felicia Langer seine Staatsorden zurückzugeben. Warum hat er sie überhaupt angenommen? - Sehr geehrter Herr Giordano, Sie haben gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer protestiert. Sollte der israelischen Anwältin und Menschenrechtsaktivistin die Ehrung nicht aberkannt werden, drohen Sie, so ist in dieser Woche zu lesen, alle Ihre Auszeichnungen zurückzugeben. Sie sehen sich „angesichts des konkreten Falles“ zu diesem Entschluss „gezwungen“. Wir fragen uns: Wieso haben sie ihre Verdienstorden überhaupt angenommen >>>

Ralph Giordano und das Bundesverdienstkreuz - Kommentar von Claus-Peter Stille - Niemand kam auf die Idee, Ralph Giordano Preise aberkennen zu wollen - In letzter Zeit trat Ralph Giordano desöfteren als er- (oder ver-?) bitterter Gegner von Moscheebauten in Deutschland auf den Plan. Es hat viele gegeben, die ihm beipflichteten. Ironischerweise sogar von der extremen politischen Rechten (gegen die Giordano zurecht seit Jahrzehnten mit spitzer Feder und kritischer Stimme zu Felde zieht) erhielt der Publizist lebhaften Beifall (was Giordano mit sich selber ausmachen muss). Viele politisch anders verortete Menschen jedoch fanden, dass sich Giordono mit seiner, wie es schien, prinzipiellen Moschee-Gegnerschaft auf Abwege begeben hat. Nicht wenige dürften die Meinung Ralph Giordanos gar für ziemlich grenzwertig gehalten haben. Aber es ist nun einmal dessen Meinung. >>>

Ralph Giordano und seine stalinistische Zeit. - In der Zeit, in der Giordano stalinistisch war (1946-1955), hatte der Ostblock seine hohe Zeit des Antisemitismus. Ob das Giordano entgangen ist? Vielleicht recherchiert das mal jemand? Also: an antisemitischen Ereignissen in der Zeit gab es z.B. >>>           Ralph Giordano – Wikipedia

P.S. Stalinist sein und stalinistisch handeln: Alan Posener kommentieret in einem anderen Zusammenhang Henryk M. Broder + die "Achse der Intoleranz": " Ist das euer Verständnis von Fairness. Für mich riecht es nach Stalinismus." >>>

 

 

23.7.2009 - Prof. Verleger -  Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer - Sehr geehrter Herr Bundespräsident, im Internet kursieren wütende Protestschreiben gegen Ihre Entscheidung, Frau Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. Im Gegensatz dazu schreibe ich Ihnen hier, um Ihnen persönlich und auch als Mitglied der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost" meine große Zufriedenheit über Ihre Entscheidung mitzuteilen. >>>
 

 

Broders und Honestly Concerned Saat geht nicht auf sondern demaskiert den Jäger  - Langer-Ehrung: Attacken gegen Palmer - OB empört sich über Schmutzkampagne und stellt sich vor die Tübinger Anwältin Wegen des Ordens für die jüdische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer wird der Tübinger OB Boris Palmer übel angegangen. Auf eine höfliche Anrede verzichtet der anonyme Schreiber. Und kommt gleich zur Sache: „Du hast dieser dreckigen Langerschlampe das Bundesverdienstkreuz verliehen“, heißt es in der Mail, die vor kurzem bei Oberbürgermeister Boris Palmer einging. Und in dieser Tonlage geht es konsequent weiter. >>>

 

23.7.2009 - Schmutzkampagne gegen Langer immer hasserfüllter - Arne Hoffmann - Die unter anderem von Henryk Broder, Ralph Giordano, Claudio Casula sowie den Blogs "Politically Incorrect" und "Lizas Welt" betriebene Schmutzkampagne gegen Felicia Langer nimmt immer üblere Züge an. Das "Schwäbische Tageblatt" berichtet darüber: (...) Gut 50 Mails sind bisher zu dem Thema bei Palmer eingegangen. Der OB: „Da wird ein Kübel Schmutz ausgeleert.“ >>>


 

 

 

„Flüchtlingskinder im Libanon“ e.V. - Betr.: Verleihung des Verdienstordens 1.Klasse der    Bundesrepublik Deutschland an Frau Felicia Langer - (doc)  Sehr geehrter Herr Bundespräsident, im Namen unseres Vereins „Flüchtlingskinder im Libanon e.V.“, dessen Schirmfrau Felicia Langer ist, möchte ich mich bei Ihnen aufrichtig für die Verleihung des Verdienstordens 1.Klasse der Bundesrepublik Deutschland an Frau Langer bedanken. Wir freuen uns sehr über diese wunderbare und in höchstem Maße verdiente Anerkennung. Ihnen und allen anderen an der Entscheidung Beteiligten sind wir außerordentlich dankbar. >>>



 

FAZ - Briefe an den Herausgeber - 23.7.2009 - Evelyn Hecht-Galinski 

 


Ralph Giordano und seine stalinistische Zeit.In der Zeit, in der Giordano stalinistisch war
(1946-1955), hatte der Ostblock seine hohe Zeit des Antisemitismus. Ob das Giordano entgangen ist? Vielleicht recherchiert das mal jemand?

Also: an antisemitischen Ereignissen in der Zeit gab es z.B:

1948: Enthauptungsschlag gegen das Jüdische Antifaschistische Komitee durch die Ermordung von Solomon Michoels (Schilomer Wowsi):
http://de.wikipedia.org/wiki/Solomon_Michailowitsch_Michoels
http://de.wikipedia.org/wiki/J%25C3%25BCdisches_Antifaschistisches_Komitee

1952: Slansky Prozess:
http://www.hagalil.com/antisemitismus/europa/linker-antisemitismus.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Slansky
Die Mehrzahl der - hingerichteten - Angeklagten dieses Prozesses war jüdisch.

1953: Ärzteverschwörung
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rzteverschw%C3%B6rung
(der Bruder von Michoels, Miron Wowsi, war übrigens während des 2. Weltkrieges auch "Surgeon General", also oberster Sanitäter der Roten Armee.

Über "Wurzellose Kosmopoliten":
http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzelloser_Kosmopolit

Ab 1948 gab die UdSSR ihre anfänglich pro-Israelische Haltung auf.

All das scheint Herrn Dr. phil. G. entgangen zu sein, oder?

Und das Buch von Arno Lustiger hat er wohl auch nicht gelesen:
(Wo die Antideutschen recht haben, haben sie Recht:
http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_99/04/27a.htm

amazon:
http://tinyurl.com/m2fl8l

P. W.

Ralph Giordano – Wikipedia

 

22.7.2009

 

Verdienstkreuz-Streit: Pro Felicia Langer 
Sendezeit: 22.07.2009 23:07
Autor: Palmer, Boris
Programm: Deutschlandradio Kultur
Sendung: Fazit
Länge: 05:05 Minuten
AUDIO: Verdienstkreuz-Streit: Pro Felicia Langer 

 

 

22.7.2009 - "Die schrillste Fanfare" - Arne Hoffmann - (...) Womit wir beim zweiten Gedanken sind: Nicht durch die Auszeichnugn Felicia Langers, sondern vor allem durch die lautstarken Proteste dagegen ist ein Tabubruch in die Wege geleitet worden: Mit höchstamtlichem Segen kann jetzt die israelische Siedlungspolitik auch mit großer Schärfe kritisiert werden. Bislang gab es diese Kritik beispielsweise von journalistischer Seite nur zurückhaltend, auch bei den deutlichen Worten, die Ruprecht Polenz vor einigen Tagen zu Israel äußerte, hat man unwillkürlich die Luft angehalten. Wer beispielsweise ab und zu amerikanische Zeitschriften liest, merkt bei diesem Thema schnell, dass Kritik an Israels Politik dort sehr viel unverblümter geäußert wird als hierzulande (und ich spreche von "Newsweek" und "Time", nicht von radikalen Postillen.) Man kann füglich darüber diskutieren, ob hart oder freundlich vorgebrachte Kritik hilfreicher ist, aber eines scheint mir festzustehen: Es hat in der Tat ein Tabubruch stattgefunden, wie er noch zu Zeiten der Möllemann-Debatte ohne Unterstellungen des Antisemitismus nicht möglich war, und die höchsten Ränge der deutschen Politik haben diesen Tabubruch gewollt. Das muss auch all jenen klar gewesen sein, die jetzt diesen Aufruhr veranstalten, denn genau das ist für diesen Aufruhr der Grund. Die Ironie der Geschichte liegt darin, dass der Tabubruch ohne diese pawlowschen Reflexe keine solche Wirkung erzielt hätte >>>

 

 

Esther Thomsen schreibt:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Oettinger,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

zunächst mein Dank an Sie, dass Sie der Menschenrechtsanwältin Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz verliehen haben.

Sie hätten keine würdigere Kandidatin finden können, denn Felicia Langer hat sich ihr Leben lang mit beispiellosem Mut für Benachteiligte und Unterdrückte eingesetzt, für Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte als Voraussetzung für eine Friedenslösung im Nahen Osten.


Umso unverständlicher und empörender ist es, dass bestimmte Kreise eine Verleumdungskampagne gegen Frau Langer als angebliche Israelhasserin
begonnen haben und an Sie das unverschämte Ansinnen stellen,Felicia Langer das eben verliehene Bundesverdienstkreuz abzuerkennen, andernfalls droht man mit Rückgabe der eigenen Auszeichnung.

Bitte lassen Sie sich von diesen Leuten, die immer dann ihre Stimme erheben, wenn noch so berechtigte Kritik an der israelischen Politik geübt wird, nicht beeindrucken oder gar erpressen. Für mich als Theologin vertreten Menschen wie Felicia Langer, Uri Avnery und Professor Rolf Verleger die wahren Werte des Judentums und nicht der Zentralrat der Juden, der Rolf Verleger ausgeschlossen hat, weil er die Menschenrechtsverletzungen Israels angesprochen hat, die so offensichtlich sind, dass die UN, das Internationale Rote Kreuz, Amnesty International u. a. sie bezeugen.


Unsere Bundeskanzlerin hat sich zwar neulich vor der Knesset zu Recht "zu unserer immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe   in der deutschen Geschichte" bekannt, aber jetzt sind wir gefragt, ob wir aus dieser Geschichte gelernt haben und keine weitere "moralische Katastrophe" durch wegsehen und schweigen verursachen wollen.

In einem Interview des 'Freitag' mit dem Israeli Jeff Halper fand ich folgende bemerkenswerte Aussage zu den "Fehlsteuerungen im israelisch-deutschen
Verhältnis": Aus Schuldgefühlen für den Holcaust darf nicht die Unterstützung für die israelische Besatzungspolitik folgen, sondern der absolute Vorrang von Menschenrecht und Völkerrecht, d.h. Deutschland muss auch konsequent die Verletzung der palästinensischen Menschenrechte durch Israel ansprechen. (siehe Anhang)- Mir erscheint der Gedanke, dass deutsche Politiker sich dem Druck der Denunzianten beugen könnten, unerträglich. Ralph Giordano, dessen Roman   'Die Bertinis' ich schätze, hat sich m. E. durch rassistische Tiraden gegen Muslime diskreditiert, ebenso Henryk M. Broder und Arno Lustiger,   der in Frankfurt durch Denunziation verhindert hat, dass Rupert Neudeck sein Buch über Palästina, "Ich will nicht mehr schweigen" in einer evang. Kirche vorstellen konnte.


Wir brauchen in Deutschland Menschen mit dem Mut und der unbestechlichen Wahrheitsliebe einer Felicia Langer. Bitte schützen Sie sie vor ihren chauvinistischen Verleumdern.
Mit freundlichen Grüßen Esther Thomsen

 

 


 
 

KOMMENTAR ZUM STREIT ÜBER VERDIENSTKREUZ - Es muss Platz für Langer und Giordano geben - Yassin Musharbash - Der Schriftsteller Ralph Giordano fordert, der Anwältin und Israel-Kritikerin Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz abzuerkennen. Das ist völlig überzogen, findet Yassin Musharbash: Die Ehrung ist eine Auszeichnung für die Lebensleistung, nicht für die richtige Meinung. Seit seiner Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 haben rund 240.000 Personen den Verdienstorden erhalten. Fast eine Viertelmillion! Viele sind ausgezeichnet worden, weil die Summe dessen, was sie taten, dachten und sagten ein Lebenswerk darstellt, das öffentlich anerkannt werden sollte. Anwältin Langer: Streitet für Frieden im Nahen Osten - Bei den allermeisten, machen wir uns nichts vor, weiß niemand so genau, was sie gedacht haben könnten oder denken mögen. Erstaunlich viele Fußballtrainer sind darunter, ein Zirkusdirektor, Urologen, Tierrechtler. Ach ja, und dann wären dann noch - auch das nur eine Auswahl - ein ehemaliger Wehrmachtsgeneral, der letzte Schah von Persien, eine Apologetin der Militärjunta von Burma. Die israelische Anwältin Felicia Langer aber soll nun ihr gerade verliehenes Bundesverdienstkreuz wieder aberkannt bekommen. Das fordert jedenfalls Ralph Giordano, andernfalls will er seine Auszeichnung zurückgeben. Die Vorwürfe gegen Langer sind alt: >>>

 

 

ANTISEMITISMUS-FORSCHER BRUMLIK  Felicia Langer ist seit kurzem Trägerin des Kreuzes. Das ist hoch umstritten. Die einen halten die Tübinger Anwältin für eine verdiente Menschenrechtsaktivistin, die anderen für eine üble Israel-Feindin. Sie kennen ihr Werk. Hat Frau Langer die Ehrung verdient? Brumlik: Frau Langer hat das Kreuz eventuell der Sache nach verdient. Es ist nicht zu bezweifeln, dass sie mit ihrer Lebensleistung auf einen in Israel bestehenden Misstand hingewiesen hat: nämlich die kontinuierliche Verletzung von Menschenrechten der unter israelischer Besatzung stehenden arabischen Bevölkerung des Westjordanlandes. Letztlich kann man bei unvoreingenommener Betrachtung zu keinem anderen Schluss kommen, als dass etwa die Jahresberichte von Amnesty International, Human Rights Watch oder israelischen Menschenrechtsorganisationen nichts anderes als sie feststellen >>>

 
 

22.7.2009 - Paula Abrams-Hourani - Wien - Österreich - Brief an Herrn Bundespräsident Horst Köhler - Bundespräsidialamt - Spreeweg 1 - 10557 Berlin - Deutschland

 Sehr geehrter Herr Bundespräsident:

 Im Namen der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost (Österreich), die zur Gruppe der „European Jews for a Just Peace“ gehört, sowie als Gründerin der Wiener Frauen-Friedensinitiative Frauen in Schwarz  - Teil einer Frauenbewegung, die 1988 in Israel von FriedensaktivistInnen gegründet wurde – möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die israelische Menschenrechtsaktivistin Frau Felicia Langer. 

 Frau Langer ist ein Symbol für Mut und Ehrlichkeit für alle von uns, die von einer gerechten Lösung der tragischen Situation im Mittleren Osten träumen und dafür arbeiten. Sie hat ihr Leben und ihre Stimme denen gewidmet, die kaum gehört werden: den Palästinensern in den Besetzten Gebieten und in Israel selbst. Sie ist unermüdlich in ihrer Unterstützung für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts, was ihr immer wieder große Schwierigkeiten einbringt. Nichts desto weniger hat sie ihr Glaube  an Gerechtigkeit nie zaudern lassen. Nie hat sie gezögert, den hohen Preis zu zahlen, den ihre Überzeugung  und ihre Arbeit von ihr fordern. Sie weiß, dass ein dauerhafter Friede zwischen Israelis und Palästinensern nur auf Gerechtigkeit basieren kann und widmet sich und ihr Leben dieser Sache.

 Österreich und Deutschland haben schwer zu tragen an ihrer Vergangenheit und den grauenvollen Vergehen an Juden und anderen Minderheiten während der Zeit der Nationalsozialismus, doch sollten sie nun nicht schweigen über die Menschenrechtsvergehen und Verletzungen internationalen Rechts des Staates Israel selbst.

 Abschließend möchte ich sagen, dass die von der deutschen Bundesregierung an Felicia Langer verliehene Auszeichnung einer Persönlichkeit zugedacht wurde, die sie verdient: einer Frau, die mutig,   ehrenwert  und rechtschaffen ist,  

 Mit vorzüglicher Hochachtung,
Paula Abrams-Hourani

 

 
 

22.7.2009 - Ruth Asfour schreibt an Giordano

Sehr geehrter Herr Giordano

 Mir wurde als Kind beigebracht, Respekt vor älteren Menschen zu haben.

Felicia Langer ist 7 Jahre jünger als Sie und trotzdem wird ihr ihre berechtigte Freude an dem Bundesverdienstkreuz vermiest.

 Sie möchten Ihr Bundesverdienstkreuz zurückgeben, Herr Giordano?

Dann bitte tun Sie es doch! Ich hatte damals nicht mitgekriegt, dass Sie diese Auszeichnung bekommen haben, es wurde nicht soviel Wirbel darum gemacht. Hat sich vielleicht Felicia Langer dagegen ausgesprochen, als Sie es bekamen ?

 Heute fällt es mir schwer, an Sie zu denken, als Inhaber des Bundesverdienstkreuzes. Das kommt von Ihrer verbohrten  Anti-Islam-Haltung, Herr Giordano.

Jeder spricht von Antisemitismus, aber gegen Ihre Islam-Hetze steht kein Kritiker auf. - Sie sind nicht allein, Herr Giordano, Sie haben viele Freunde, einer wurde sogar mit dem Börne-Preis und mit dem Hildegard von Bingen Preis ausgezeichnet, trotzdem er mit diesen Freunden, Ihnen fleißig bei Ihrer Islam Hetze half. Die Menschen, die ihren Namen für den Preis hergeben mussten, sind tot und können sich nicht mehr wehren.

 Das Resultat gab es vor kurzem in einem Dresdner Gerichtssaal. Eine unbescholtene Frau, eine Muslima, wurde mit den Worten: „Du hast kein Recht zu leben!“ mit 16 Messerstichen getötet. Ihr Mann in der Konfusion von einem Polizisten angeschossen und  schwer verletzt, obwohl er nicht der Angreifer war.

 Unsere Regierung verurteilte die Tat erst, als die ägyptische Regierung sie darauf hinwies. Ist das nicht beschämend?

Ich erinnere mich noch an den armen Rabbi, der auf der Straße mit einem Messerstich verletzt wurde.  Gott sei Dank nicht schwer. Das ist auch sehr schlimm und scharf zu verurteilen. Aber welch eine Empörung! Natürlich berechtigt – aber merken Sie den Unterschied?

 Soll es wirklich auch in unserem Land zweierlei Maß geben – so wie in Israel?

 Trotz Ihrer Hetze, Herr Giordano:

Im ersten § unseres Grundgesetzes steht doch: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Des Menschen! Gleich welcher Religion oder Hautfarbe. Das ver-hütet jeden Holocaust. Israel hat keinen solchen Paragraphen. Und dafür kämpft Felicia Langer und sie hat jede weitere Ehrung verdient für ihren selbstlosen Einsatz.
 

Sie sollten sich zu schade sein, Herr Giordano, die falsch übersetzte Äußerung Ahmadinejad’s gleichfalls anzuprangern. Er meinte zu Recht, „die 52 jährige israelische Besatzung solle aus den Geschichtsbüchern getilgt werden!“ Der Iraner hat nichts Unwahres gesagt über Israel – prüfen Sie es bitte, schauen Sie das israelische „Nahostfriede“ Besatzungs-Tagebuch  im Internet an. Da lesen Sie alles, was wir in unseren Medien vergebens suchen.

Felicia Langer hat das dunkle Fenster des Schweigens einen Spalt geöffnet für uns, dafür soll sie geehrt werden.

Wissen Sie, Herr Giordano, warum im deutschen Fernsehen das Elend in Gaza nicht vorkommt, (und warum keine Journalisten von Israel zugelassen waren bei dem Massaker 2008/09)?

Warum der Piratenakt der israelischen Marine in den Nachrichten keine Erwähnung fand? Die israelische Marine brachte ein Schiff mit humanitärer Hilfe auf,  in nicht-israelischen Gewässern!

  „Hamas“ die Partei, die  2006 eindeutig demokratisch gewählt worden war und danach vom Westen boykottiert wurde weil die Wahl der israelischen Regierung nicht passte und sie einen Bruderkrieg zwischen Hamas und Fatah entfachen  wollten. „Divide et impera!“  

Hätte man Hamas regieren lassen, ohne Blockade, hätte bestimmt kein Beschuss Sderots stattgefunden.

Bis heute ist Gaza abgeriegelt: trotz aller „Geberkonferenzen, ist deshalb kein Wiederaufbau möglich.  

Auch die Wirtschaft und die Plantagen  Gazas wurden zerstört – die Palästinenser würden lieber selbst arbeiten anstatt Almosen zu nehmen.

 Mit freundlichen Grüßen Ruth Asfour, Offenbach

 

 

 

22.07.2009 - Günter Schenk an Dr. Nonnenmacher

Sehr geehrter Herr Dr. Nonnenmacher, 


 

heute morgen, beim ersten Aufschlagen meiner Morgenzeitung, finde ich erstaunt einen Leserbrief von Herrn Ralph Giordano. Einen Brief, der vielfach und immer wieder kopiert, in zahlreichen Medien bereits vorher erschien, also keinesfalls eine Originalität für Ihre Zeitung ist.  


 

Was ist vorgefallen? Kein Wort, bis zum heutigen Tag, keine Zeile, geschweige denn ein Artikel in Ihrer Zeitung, zur höchst beachtenswerten Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1. Klasse an die deutsch-israelische (Menschenrechts-)Anwältin, die in Tübingen lebende über 80-jährige Felicia Langer durch den Bundespräsidenten im Baden-Württembergischen  Staatsministerium.  


 

Die fehlende Berichterstattung über dieses Bundesverdientskreuz in der FAZ ist zwar bedauerlich (schließlich ist es, gerade in der Ära Obama, höchst symbolkräftig, wenn einer dezidiert jüdisch-deutsch-israelische Kritikerin der isaelischen Palästinenser-Politik vom Bundespräsidenten einen der höchsten deutschen Verdienstorden zugesprochen wird!) wenn dies der FAZ keiner Erwähnung würdig ist. Doch, es obliegt  der alleinigen Entscheidung Ihrer Zeitung, dies zu tun oder nicht. 


 

Jedoch wurde und wird hingegen von Ihren Lesern  bisher widerspruchslos hingenommen, wenn Ihre Zeitung Leserbriefe nur dann veröffentlicht, wenn sie sich auf in der Zeitung erschienene Artikel berufen. 


 

Dies aber ist im Falle von Ralph Giordano nicht der Fall. Sein Leserbrief bezieht sich auf eine NICHTMELDUNG in Ihrer Zeitung. Ungewöhnlich, nicht wahr? 


 

Dies schreib ich ausnahmsweise an Sie, denn offensichtlich ist ein klärendes Wort Ihrerseits in Ihrer Leserbriefredaktion, an der ich im Übrigen nichts auszusetzen hab, notwendig. In diesem Vorfall kenne ich schwerlich meine Tageszeitung, die FAZ wieder. Geradlinigkeit und Zuverlässigkeit, wo sonst als bei Ihnen sollte ich sie erwarten? 


 

Mit freundlichen Grüßen 

Günter Schenk 

1a rue des Aveugles 

F-67000 Strasbourg

 

 

 

 

22.7.2009 Abraham Melzer an Uri Sahm

Hallo Uri,

komisch, du und einige deiner Kameraden schreiben, das ganz Israel wegen der Verdienstorden Verleihung an Felicia tobt. Aber zuerst bei dir und dann bei einem senilen Yediot Korrespondenten und jetzt schließlich bei diesem ebenfalls senilen Weinthal lese ich immer nur den einen Namen: Motke. Immer nur Motke. Wie viele Motkes gibt es denn in Israel, die den Bundesverdienstkreuz bekommen haben? Und wollen sie alle diesen zurückgeben?

Du kannst Motke bestellen, dass er seinen Orden schon gut einpacken soll, denn der Präsident wird seine Entscheidung nicht rückgängig machen. Und so wird Motke seinen Urenkeln nicht mehr zeigen können, was für einen schönen Orden er aus dem fernen Deutschland bekommen hat.

Aber Ironie beiseite: Gibt es außer Motke noch jemanden, der entsetzt war?

 

 

 

Horst Köhler muss seinen Fehler korrigieren, von Alan Posener, welt-online, 22. Juli 2009

 

nicht Horst Köhler muss einen Fehler korrigieren, sondern im Gegenteil ist es allerhöchste Zeit, dass das zionistische Netzwerk, zu dem auch Alan Posener gehört, seine unkritische Unterstützung für Israel aufgibt und vor allem aufhört, ständig legitimer Kritik an Israel das Etikett „antisemitisch“ und "antiisraelisch" anzuheften, wie es derzeit mit der unsachlichen, nein hasserfüllten, Schmutzkampagne gegen Felicia Langer in erschreckender Weise geschieht.

 

Kampagnenschreiber und gewissenlose Politiker fordern "nicht hinterfragbare Solidarität" mit Israel. Diese bedeutet: feiges Schweigen zu Staatsterror, Kriegsverbrechen, ethnischer Säuberung, Landraub, Häuserzerstörungen, Enteignungen, Willkür, mutwillige Vernichtung jahrhundertealter Olivenhaine und gleichzeitig entsorgt man billig die deutsche Vergangenheit auf dem Rücken der Palästinenser, die als Feindbild und Paria dargestellt werden.

 

Wenn nun Menschen mit Gewissen wie Felicia Langer für ihren Einsatz für die Menschenrechte auch für Palästinenser zu Recht mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt werden, reagiert das Netzwerk hemmungslos mit publizistischen Amokläufen.

 

Claudia Karas

*Anschrift"

 

 

 
 
 


22.7.2009 - Claudia Karas
 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,

sehr geehrter Herr Ministerpräsident Öttinger,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

 

die Chronologie der Schmutzkampagne gegen die Menschenrechtsanwältin Felicia Langer sagt viel aus über das zionistische Netzwerk, das mit allen Mitteln versucht, Kritik an den Menschenrechtsverletzungen Israels zum Schweigen zu bringen. Rufmord ist hier das probate Mittel zum Zweck.

 

Die Bälle werfen sich das fanatische Netzwerk nur so zu: Nach der Veröffentlichung eines Schmähartikels auf dem Blog Lizas Welt übernehmen das Staffelholz die Pro-Israel-Lobby-Gruppe „Honestly Concerned“, der Zentralratsvorsitzende Grauer und über Henryk Broder geht’s weiter an den israelischen Kampagnenjournalisten Benjamin Weinthal, dessen Empörung von dem Netzwerk so zurechtgelogen wird, als habe die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes „in Israel Empörung ausgelöst“ ! Dies zur „Wahrhaftigkeit“ all der „ehrlich besorgten Bürger“, die einem GERECHTEN Frieden nicht verpflichtet sind.

 

Das Staffelholz der Diffamierung wird dann von Arno Lustiger aufgegriffen, der 2005 in Frankfurt höchstselbst beim evangelischen Regionalverband intervenierte, um eine Lesung des Buches von Rupert Neudeck „Ich will nicht mehr schweigen. Über Recht und Gerechtigkeit in Palästina“ (!) zu verhindern. Der Regionalverband knickte damals ein und der Raum für die Lesung wurde prompt gekündigt. Eine bessere Werbung gab es nicht, denn die Lesung fand unter großem Zuspruch an einem anderen Ort statt. Die zur "Demonstration" aufgetauchten drei „ehrlich besorgten Bürger“ mit kleinen Israel-Fähnchen waren so dermaßen feige, dass sie sich einer offenen Diskussion nicht stellen wollten.

 

Wie zu erwarten hat auch Ralph Giordano das Staffelholz der Diffamierung aufgegriffen und droht damit, sein Bundesverdienstkreuz zurückzugeben. Dies wäre jedoch auszuhalten angesichts seiner volksverhetzenden und rassistischen Ausfälle gegen den Islam und die Muslime unter dem Beifall der rechtsextremen Gruppe „Pro-Köln“.

 

Dass auch die Rückgabekampage für Bundesverdienstkreuze von Henryk Broder besorgt wird, kann man der Antwort eines gewissen Dr. Alexander Brenner entnehmen: „...Deiner Anregung, mein BVK abzugeben, kann ich schon deshalb nicht nachkommen, weil ich nicht im Besitze eines solchen bin. Ich unterstütze aber voll und ganz Deinen Vorschlag, dass bekannte jüdische BVK-Träger aus Protest gegen die Auszeichnung von Felicia L. ihre BVK’s zurückgeben sollen...

 

Zum Wesen der Apartheid bitte ich Sie, aufmerksam die unten angefügte Rede Ronnie Kasrils (Minister for Intelligence Services) zu lesen, die er im Juni 2009 auf der internationalen Konferenz „Re-envisioning: Israel-Palestine“ (Neue Sicht auf Israel-Palästina) in Kapstadt gehalten hat. Sein Inhalt und die Besonderheit der israelischen Apartheid „...dass kein Bantustan und nicht einmal die Townships von Flugzeugen bombardiert oder von Panzern zerstört worden sind.“ offenbart sehr anschaulich, warum die Israel-Lobbyisten auf den Vorwurf der Apartheid so hysterisch und kopflos reagieren.

Die Rede schließt mit einem Zitat von NELSON MANDELA "Die UN nahm eine entschlossene Haltung gegenüber der Apartheid ein, und über die Jahre hinweg wurde ein internationaler Konsens aufgebaut, der zu einem Ende dieses widerrechtlichen Systems führte. Wir wissen jedoch nur allzu gut, dass unsere Freiheit ohne die Freiheit der Palästinenser unvollständig ist." (Pretoria, 4. September 1997) Nur durch  eine vereinigte nationale Bewegung einer entschlossenen Bevölkerung, verstärkt durch internationale Solidaritätsaktionen mit friedlichen Mitteln wie Boykott,, Divestment und Sanktionen (BDS) einschließlich vieler akademischer Initiativen, wurde die Freiheit für alle Südafrikaner erlangt. Das Gleiche kann auch im Heiligen Land geschehen.

 

Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte, die Schmutzkampagne des oben beschriebenen Netzwerks von Feinden eines GERECHTEN Friedens mit allem Nachdruck zurückzuweisen.

 

Claudia Karas

Aktionsbündnis für einen gerechten Frieden in Palästina

 

 

21.7.2009

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

Verdienste und Beleidigungen - Abraham Melzer - Felicia Langer, langjährige Kritikerin der israelischen Politik, wurde in der vergangenen Woche mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Verleihung stieß auf scharfe Kritik von Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (siehe jW vom 20. Juli). Der Verleger Abraham Melzer, Herausgeber der Zeitschrift Semit, reagierte mit einem offenen Brief:
Herr Dr. Dieter Graumann, was Sie nachvollziehen können oder nicht verstehen wollen, ist absolut belanglos. Wer sind Sie schon im Vergleich zu Felicia Langer, die den »Alternativen Nobelpreis«, den »Bruno-Kreisky-Preis« und jetzt das »Bundesverdienstkreuz 1. Klasse« für ihre Verdienst erhalten hat. Welche Verdienste können Sie vorzeigen, außer Beleidigungen und Diffamierungen einer Person, die sich ihr Leben lang für einen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. >>>

 

 

 
 

Islamophobie in der Mitte der Gesellschaft angekommen" - LZ-Interview mit Evelyn Hecht-Galinski - Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und politische Aktivistin. Texte von und über Evelyn Hecht-Galinski finden sich auf diesem Link bei Arendt-Art. - Linkezeitung: Der Mord an der 32-jährigen Muslimin Marwa El Sherbini rückt ein lange verdrängtes Thema auf die gesellschaftliche Tagesordnung: Islamophobie. Die Hetze gegen Muslime und den Islam wird nicht nur vom rechten Rand betrieben. Täglich gibt es viele diffamierende Pauschalisierungen in der ganz normalen bürgerlichen Presse wie „Der Spiegel" oder „Die Welt". Schlüsselfigur zur Verallgemeinerung dieses besonderen Rassismus war der bekennende Islamhasser Henryk Broder. Tragen diese Hetzer von „Spiegel", „Welt" und Broder nicht eine Mitschuld an der giftigen antimuslimischen Atmosphäre? Evelyn Hecht-Galinski: In der Tat, Islamophobie wird nicht mehr verdrängt sondern offen gelebt. Bezeichnete sich Hendryk M. Broder anlässlich der Buchmesse in Frankfurt während eines HR Interviews doch selbst als islamophob. Das schafft natürlich ein ungutes Klima, das bis in die „Mitte der Gesellschaft" geht. >>>

 
 
 
 

Ellen Rohlfs - Trägerin des Bundesverdienstkreuz schreibt:

An Herrn
Staatssekretär Hubert Wicker
Chef der Staatskanzlei
Villa Reizenstein                                                                          

70184 Stuttgart

 

Sehr geehrter Herr  Staatssekretär Wicker!

 

Vor einigen Tagen bekam Felicia Langer  in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn damit wird ihre Menschenrechtsarbeit, die sie seit zig Jahren mit Engagement zugunsten von Verfolgten und Unterdrückten, von Gefangenen und Gefolterten und um der Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Wahrheit willen getan hat, zu Recht gewürdigt.

Ich kannte Felicia Langer noch aus ihrer Anwaltszeit in Jerusalem und weiß um die großen Schwierigkeiten, die mit ihrer Arbeit verbunden waren. Ich habe sie in Israel als damals noch seltene Kämpferin für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung zwischen den beiden Völkern sehr bewundert und darum auch für den Alternativen Nobelpreis, Stockholm, vorgeschlagen, den sie dann  1990 erhalten hat.

Und nun erleben wir eine unglaubliche und schmutzige Hetzkampagne gegen sie von Seiten der sog. Israel-Lobby und einigen sog Journalisten.  Das hat sie nicht verdient.

Erst kürzlich hörte ich einen Vortrag von ihr in Bremen. Ja, sie kritisiert die Politik Israels --- und zu Recht.  Sie sagt die Wahrheit.  Sie kennt diese Politik ja nicht nur aus der Ferne, sie hat  40 Jahre dort gelebt und weiß, wie dort Politik getrieben wird.  Sie ist weit davon entfernt, eine „Israelhasserin“ zu sein, sie treibt keine  „aggressive Hetze gegen Israel“, sie kritisiert Israel aus Sorge um dieses Land und seine Menschen, wie es inzwischen viele Israelis tun, denken wir nur an den ehemaligen Knessetsprecher Abraham Burg, an Prof Y. Leibowitz, Yehudi Menuhin, Daniel Barenboim, David Grossman, Uri Avnery um nur einige der bekannten Israelis zu nennen, auch Alfred Grosser, Evelyn Hecht-Galinski, Rolf Verleger als Juden.  Ich könnte hier noch viele aufzählen, die im Sinne Martin Bubers, die jüdische Ethik vertreten

 

Die letzten Kriege Israels, die unmenschliche Blockade des Gazastreifens mit 1,5 Millionen  hungernden Menschen, die Wahl von Avigdor Lieberman, einem Faschisten, müssten uns doch die Augen öffnen für die gefährliche Richtung, die Israel eingeschlagen hat. Felicia Langer hat schon lange mutig davor gewarnt --- sie hat aus der Geschichte gelernt, aus dem Holocaust, den Ihre Familie hautnah miterlebt hat. Aber sie instrumentalisiert ihn nicht.

Es ist unglaublich, wie sich hier die sog. Israel-Lobby, der Zentralrat der Juden in die Politik unseres Landes einmischen, ja sogar wenn unsere Regierung eine Frau für ihre großartige, vorbildliche Lebensarbeit auszeichnet.

Ich hoffe sehr, dass Sie sich nicht von den unglaublichen Diffamierungen - auf die näher einzugehen es sich nicht lohnt -,  einer sehr fragwürdigen Gruppe  wie „honestly concerned“, eines Herrn Broder, H. Weinthal, Grauman oder U. Sahm irritieren lassen. Das sind keine echten Freunde Israels.  Sie würden sonst nicht die israelische Siedlungspolitik und die kriegstreiberische Politik unterstützen  - und  rechtschaffene, engagierte Bürger  und deren Regierung (!)  mit Diffamierungen überschütten

 

Ich danke Herrn Bundespräsident Köhler für die Auszeichnung Felicia Langers und ich danke denen, die bei der Verleihung genau die richtigen Worte der Ehrung gefunden haben.

 Mit freundlichen Grüßen!

 

 

Ellen Rohlfs,

 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, 1993,

Seit 45 Jahren befasse ich mich mit dem Nahostkonflikt, auch  im Kontext der europäischen und deutschen Geschichte. Ich bin Mitglied in der israelischen Friedensgruppe Gush Shalom, autorisierte Übersetzerin von Uri Avnery, auch Übersetzerin eines Buches von Felicia Langer, Autorin dreier Bücher zum Nahost-Konflikt,  und deshalb auch Schmähobjekt von Broder & Co ( da 81 J. alt: „senil, bekloppt und antisemitisch“ u.a.) doch auch unterstützt von jüdischen Freunden, auch einem Auschwitzüberlebenden….

 

 
 
 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
Felicia Langer, eine bekannte und kritische israelische Rechtsanwältin  die seit Jahren in Tübingen lebt, bekam letzter Woche das Bundesverdienstkreuz verliehen. Seitdem spielen der Zentralrat der Juden und die Israellobby verrückt. Abraham Melzer, selbst Jude, hat einen sehr mutigen Brief dazu  geschrieben. Das Land braucht mehr solche mutigen Menschen - auch nicht nur jüdische. Der Brief als Anhang - Mit freundlichen Grüßen Fuad Hamdan

 

Die Angriffe wie Untergriffe aus dem Lager  derer, die glauben Israels Politik um jeden Preis rechtfertigen und verteidigen zu müssen, nimmt zusehends unerträgliche  Züge an. Diese Verrannten, ich finde keine andere Bezeichnung für sie, bekommen ihre Scheuklappen nicht los. Hollocaust Überlebende wollen ihre Ehrungen nicht mit einer Person wie Felicia Langer teilen. Kein Wunder, die "Israel Lobby" sorgt schon dafür Frau Langer und ihre Unterstützer/innen.der medialen, wenn nicht sogar der physischen Gewalt auszuliefern.  Israel- Hasserin Nr.1, jüdische Antisemitin ja, Mitglied der KPI auch noch. Wenn das nicht genug Gründe sind  die Hatz auf  diese verdienstvolle, unerschrockene Menschenrechtskämpferin zu legimentieren..

Liest mann sich durch das mediale Geschwülst diverser zionistischer Medien zum Thema Ehrung mit dem Verdienstkreuz

1.Klasse, drängt sich unweigerlich die Frage auf, wie denn mit der Aufarbeitung der deutschen Kriegsverbrechen heute noch umgegangen wird? Wieviel Schuldzuweisung in dieser Sache noch zu tolerieren ist? Wie werden die folgenden Generationen. damit umgehen? Ohne Frage, der Hollocaust ist nicht zu leugnen aber er ist nicht aus dem gesamten Verbrechen des 2.Weltkrieges zu isolieren .. Die Sovietunion hatte 20 Mio. Tote zu beklagen, insgesamt kostete der Krieg 45Mio.Menschen das Leben. Es gab auch nicht nur ein Auschwitz, sondern viele dieser menschlichen Vernichtungaslager mit tausenden politischen, ethnischen, Nichtkonformen, die Opferdes Hitlerfaschismus wurden.  Sollen wir, die Antifaschisten, Antirassisten, Friedens- Menschenrechtsaktivisten uns Antisemitismus vorwerfen lassen, Unterstützer/innen der Antiisrael Kampangen sein und seine Vernichtung .im Vesier haben. Wie Frau Felicia Langer immer wieder betond, Menschenrechte sind universal und das inkludiert auch das palästinensische Volk. Mit Blindheit geschlagen sind diejenigen, die einfach nicht sehen wollen, welche Verbrechen die israelische Politik im Nahen Osten abzieht. Derer gibt es mehr als genug um die Verantwortlichen vor ein Kriegsgericht zu bringen. Aber was tun sie statt dessen, sie ziehen ihre Scheuklappen noch fester an sich heran, verlieren den Unterschied zwischen Antisemitismus und berechtigter Kritik. Dabei sitzen wir alle im selben Boot. .wir sind alle nur Gäste auf unserem Planeten und für  diese geliehene Zeit sollten alle an einem menschenwürdigen Zusammenleben feilen.O das jemals gelingt???? S. J.

 

 
 

21.7.2009 - Offener Brief an Ralph Giordano von Abraham Melzer

 
Herr Giordano,  ich will anfangen mit ihrem Dr. phil. h. c.: So wie sie für diesen Titel nichts getan haben, keine Forschungsarbeit abgeliefert und sich nicht mit irgend einem Thema gründlich beschäftigt haben, um zu promovieren, genau so handeln Sie in der Debatte um den israelisch-arabischen-Konflikt, um den Islam und die angebliche Islamisierung Europas und heute ganz besonders bei der Debatte um Felicia Langer und die BVK.I-Verleihung.

Sie wissen nichts, sie haben nicht studiert oder geforscht, sondern wissen alles vom Hörensagen, von der Boulevardpresse und von dem vierwöchigen Aufenthalt in Israel vor fast 30 Jahren, als Sie Gast des Jerusalemer Bürgermeisters Teddy Kollek waren und nur das sahen, was man ihnen gezeigt hat und nicht das, was sie sehen sollten.

Waren Sie jemals in einer arabischen Stadt in Israel? Nein! Lesen Sie mal was Susan Nathan dazu zu sagen hat. Keine Heuchlerin wie Sie, die in Begleitung von zionistischen Funktionären für eine Stunde in einem palästinensischen Flüchtlingslager war und glaubt darüber Bücher schreiben zu können. Susan Nathan lebt schon seit 6 Jahren in einer arabischen Stadt in Israel, unter Palästinensern, und weiß sehr genau wovon sie schreibt. Im Gegensatz zu ihnen.

Vor 18 Jahren veröffentlichten Sie in der Frankfurter Monatsschrift „Die Tribüne“ eine, wie Sie schreiben, geharnischte Philipika gegen Felicia Langer und nannten ihre Kritik eine „Nahost-Pathologie“. Sie vergaßen in ihrem Brief vom 20.Juli 2009 zu erwähnen, dass Ihnen damals Uri Avnery in der SEMIT geantwortet und Ihre bösartige aber dümmliche Philipika auseinander genommen hat. Er warf Ihnen vor, dass Sie Israel durch eine rosarote Brille sehen, genauso wie seinerzeit die Anhänger der Sowjetunion, die nicht sehen wollten, was in den Gulags geschieht und wie die Menschen unter Stalin lebten.

Sie haben auch nur das gesehen, was Sie sehen wollten, was man Ihnen von offizieller Seite gezeigt hat und für Sie war es gut genug. Für Felicia aber nicht.

Sie protestieren auf das schärfste. Tun Sie es doch! Geben Sie doch Ihren BVK und Ihren Großes Verdienstkreuz zurück, wie es Ihr Freund Henryk M. Broder allen empfiehlt, was ihm ja leicht fällt, da er keines bisher bekommen hat. Selbst die Israellobby hat diesem Schreiberling bisher keinen Preis verliehen. Vielleicht ist Ihnen Ihre eigene Würde auch viel mehr wert, als ein BVK? Wenn auch Sie der Meinung sind, dass sich die Bundesrepublik Deutschland einen Bärendienst mit der Verleihung an Felicia Langer erwiesen hat, dann sollten Sie sich doch auch fragen, wie es mit dem BVK für „Paolo Pinkel“, alias Michel Friedman war und ist? Wo war ihr Protest damals? Bis heute hat sich dieser Maulheld noch nicht bei den ihm zugeführten Prostituierten entschuldigt. Dies sollten Sie und Broder anmahnen. Und die Liste derer, die ein solches Blech haben, kann beliebig fortgesetzt werden. Wenn es nach mir ginge, dann hätte Felicia die Annahme einer Ehrung ablehnen sollen, die auch Heuchlern wie Ihnen oder Berufsjuden wie Knobloch verliehen worden ist.

Aber andererseits ist es gut, dass sie es nicht gemacht hat, dass sie die Ehrung angenommen hat und damit unserer aller Arbeit und Engagement salonfähig machte.

Niemand hat in den letzten 25 Jahren so blind, inkompetent und unwissend Israels Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen das Internationale Völkerrecht verschwiegen und rein gewaschen wie Sie und der Zentralrat. Selbst das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag wegen des Mauerbaus haben Sie ignoriert und als falsch bezeichnet.

Und Islamophobie übertrifft inzwischen alles, was man sich überhaupt vorstellen kann. „Der Islam ist das Problem“, „Der Koran ist eine Lektüre des Schreckens“, „Koran erlaubt Täuschung“ und immer wieder „Giordano warnt vor…“ Ja, wovor warnt denn dieser Greis?

Alle Überschriften könnte man auch wiedergeben in anderem Zusammenhang, wenn man statt Islam das Wort Judentum nimmt, statt Koran die Worte Bibel oder Talmud. Was sagen Sie denn zu dem Gebot des Talmud auch am Samstag Hilfe zu leisten, wenn es um Menschenleben geht, jedoch nicht, wenn es um das Leben eines Nichtjuden? Das reicht, ich könnte Ihnen noch ein Dutzend weiterer Beispiele nennen. Wenn Sie aber den Koran schräg lesen und nur das herauspicken, was in ihrer Ideologie passt, dann sollten Sie auch nicht denjenigen Antisemiten einen Vorwurf machen, die dasselbe mit der Bibel oder mit dem Talmud machen. Wasser predigen und Wein trinken, das passt zu Ihnen, Herr Dr. h. c.!

Sie kritisieren die Moral der Moslems (insbesondere der Palästinenser). Die Moral der Opfer, derjenigen, die in Flüchtlingslagern leben und derjenigen, auf denen tonnenschwere Bomben abgeworfen werden, gegen die sie sich nicht wehren können, kann nicht dieselbe Moral sein  wie die eines älteren, greisen Herrn, der in Köln lebt und auf seiner Fahr nach Bonn nicht fünf Checkpoints passieren muss und fünf Stunden vergeuden muss. Sie müssen nicht an langen  Menschenschlagen warten und zusehen, wie schwangere Frauen Wehen bekommen und tot umfallen und wie die israelischen Soldaten sich dabei tot lachen und köstlich amüsieren. Sie benötigen für Ihre 25 km Fahrt gerade 25 Minuten und werden nirgends angehalten.

Leben Sie erst einmal 1 oder besser 2  Jahre in einer palästinensischen Stadt, in Jenin oder Hebron, und dann unterhalten wir uns.

Ihre unsäglichen Kommentare sind Gott sei Dank belanglos, weil keiner Sie mehr ernst nimmt. Man zitiert Sie da und dort, weil Juden in unserem Land, siehe Broder, immer noch Narrenfreiheit haben. Israelis sind Täter, und es macht Spaß, Täter zu sein, wenn Sie damit leben können, dann ist es ihre und Broders Sache. Ich nicht.

Last not least: Wenn es nicht zum Lachen wäre, müsste man über Ihre jüdische Chuzpeh empört sein. Sie wollen Felicia Langer oder mich über die Verhältnisse in Israel belehren und haben doch keine Ahnung davon. Ich lese täglich zwei israelische Zeitungen und meine harsche Kritik an Israel basiert nur, ausschließlich nur auf israelischen Quellen, die Ihnen verschlossen sind, weil Sie kein Hebräisch lesen. Ich lese die Berichte von „Shalom Achschaw“, „Betzelem“, „Zochroth“, Jeff Halper, Gideon Levy, Amira Hass u.v.a. und nur basierend auf deren Informationen erlaube ich mir Israel zu tadeln und mein „Jaccuse“ auszurufen. Und da kommen Sie und protestieren, ja sogar auf das schärfste.

Gott sei Dank nimmt Sie keiner mehr ernst, und man sieht in Ihnen nur noch den Juden vom Dienst, so wie Knobloch oder Kramer.

Ich wünschte ihre Kommentare blieben uns in Zukunft erspart. Sie sind unerträglich und eine Schande für uns Juden.

 Abraham Melzer - www.dersemit.de

 Giordano antwortete auf diesen Brief: DAS, ABRAHAM MELZER, WAR DER RITTERSCHLAG FÜR MICH!
Kommentar erübrigt sich. Manche Leute werden im Alter, trotzdem sie „topfit“ sind, eben infantil!

 

 

 

Lieber Herr Arendt,

 

Diese Rückmeldungen sind zu erwarten gewesen.

Rassismus in Israel gegenüber der Ureinwohner ist in Gesetzen gemeißelt und wurde/wird von akademischen Gestalten mit großer Hingabe durchgesetzt.

Die Reaktionen auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuz für ihre Anständigkeit und dafür dass sie sich mit Stolz öffentlich gegen das institutionalisierte Rassismus stellt.

Das sollte man auch als Chance aufgreifen...

Danke für alles

Viele Grüße aus Berlin

Isam Kamel

 

 

 

 
 
 

Henryk M. Broder organisiert die Aktion: "Gebt euer Bundesverdienstkreuz zurück.

Broder scheint die andere Rechtszionisten wie Giordano oder die unsägliche D. Berger von der zionistischen Israellobby (American Jewish Komitee) aufgefordert zu haben ihr Verdienskreuz (das sie dann auch nicht verdient haben) zurückzugeben wie auch Brenner. Peinlich für den GRÖJAZ, Brenner hat ihn nicht bekommen. „Deiner Anregung, mein BVK abzugeben, kann ich schon deshalb nicht nachkommen, weil ich nicht im Besitze eines solchen bin. Ich unterstütze aber voll und ganz Deinen Vorschlag, dass bekannte jüdische BVK-Träger aus Protest gegen die Auszeichnung von Felicia L. ihre BVK’s zurückgeben sollen: die eigene Würde ist viel mehr wert. als ein BVK!“

Weiter schreibt Brenner: „Die Auszeichnung von Felicia L. erfolgte offensichtlich deshalb, weil – wie Du richtig bemerkst – diese Dame „seit über 20 Jahren damit beschäftigt ist, die Deutschen von Ihren Schuldgefühlen gegenüber den Juden zu heilen“

Damit ist eindeutig bewiesen, Broder ist die Figur hinter der Aktion: „Droht euer Bundesverdienstkreuz abzugeben“ "gebt es ab". Er ist schon mit anderen Denunziationen aufgefallen.
(
Uni Constanz - Henryk M. Broder schwarzt einen strengglaubigen orthodoxen Juden als Antisemit an. -
Henryk M. Broder und Dr. Sabine Schiffer) Wirklich ein Journalist der besonderen Art.

Warum fordert unser Henryk Knobloch, die Anführerin des scheinbar zionistischen Zentralrates nicht auf, ihren Orden als „Ehrenkommissarin der bayerischen Polizei“ dem Innenminister vor die Füße zu schmeißen?

Die Kampagne, die gegen Felicia Langer und damit auch gegen Horst Köhler geführt wird, zeigt das die zionistische Lobby keinerlei Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten hat. Dies ist der eigentliche Skandal. Die Israellobby maßt sich an, über alles mitzuentscheiden. Bei Merkel ist ihr dies schon gelungen. Jetzt wird Köhler und Öttinger gemobbt. Der Zentralrat hat Öttinger schon einmal zusammen mit Merkel unter Druck gesetzt.

Diese Kampagne zeigt endgültig für jeden, dass hier eine Clique am Werk ist, die die Meinungsfreiheit Andersdenkender durch Hetze und Erpressung mit dem Holocaust einschränken will und das zum Wohle des zionistischen Regimes und seiner Verbrechen gegenüber den Palästinensern. So entlarvt man sich selber. Nun kann ja Henryk M. Broder sein ihm nicht verliehenes Verdienstkreuz zurückgeben. Der Staat Israel wird sich aber sicher gerne bei ihm für "treu geleistete Dienste" bedanken.

Erhard Arendt - 21.7.2009
Quelle http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alexander_brenner_gebt/

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Öttinger,

sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

 wir haben mit Zustimmung zur Kenntnis genommen, dass Frau Felicia Langer kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde. Wir haben die Würdigung der Verdienste von Frau Langer begrüßt, da Frau Langer zu den leider wenigen jüdischen MitbürgerInnen in Deutschland gehört, die im Verhältnis zu den PalästinenserInnen eine aktive Politik der Versöhnung und Völkerverständigung betreibt. Aus diesem Grund hat die deutsche  Mitgliedsorganisation der EJDM, die VDJ www.vdj.de , bereits vor 20 Jahren Frau Langer mit dem HANS-LITTEN-PREIS ausgezeichnet.

 Wir hoffen sehr, dass Sie sich von der nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Langer orgnisierten Schmähkampagne gegen Frau Langer nicht beeindrucken lassen.  Bei genauem Hinsehen werden Sie leicht feststellen, dass die Initiatoren dieser Kampagne dieselben sind, die gegen eine Aussöhnung zwischen Israel und Palästina eintreten, die den Palästinensern keinen eigenen Staat in den von der UNO festgelegten Grenzen zugestehen wollen und die für den fortgesetzten Siedlungsbau im Westjordanland ungeachtet der internationalen Kritik eintreten.

 Hochachtungsvoll
Thomas Schmidt

 Absender:
Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt e.V. EJDM
Thomas Schmidt (Rechtsanwalt), Generalsekretär
Düsseldorf
internet: www.ejdm.eu

 

 
 
 

Text rechts - Badische Zeitung - 21.7.2009 >>>

Das Kreuz mit den Verdiensten - Stefan Hupka


.Für das Ordensreferat des Bundespräsidialamtes hat der Fall auch sein Gutes: Schonung des Budgets. Verleiht man bestimmten Persönlichkeiten ein Bundesverdienstkreuz, dann geben andere ihres unter Protest zurück. Mit etwas Geschick und Politur kann die Behörde so stets eine komfortable Ordensmenge vorrätig halten, ohne nachbestellen zu müssen.

Im Ernst: Ausgezeichnet wird mit dem Bundesverdienstkreuz fraglos auch ein gewisses Maß an Würde und Reife. Dazu gehört nach dem common sense, dass ein Ausgezeichneter aus Respekt vor dem Bundespräsidenten und seinen Orden es unterlässt, die Aberkennung des Verdienstkreuzes bei einem Anderen zu fordern. Auch wenn’s schwerfällt.

So viel Contenance ist der Publizist und Verdienstordensträger Ralph Giordano (86) aus Köln offenbar nicht bereit aufzubringen. Er verlangt schäumend vom Stuttgarter Staatsministerium, der Schriftstellerin Felicia Langer (78) aus Tübingen das in der Vorwoche im Namen des Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz wieder abzuerkennen. Und droht kaum verhohlen mit der Rückgabe des seinigen – woran den mediengewandten Seidenschalträger am Ende die eigene Eitelkeit hindern dürfte.

Giordano, prominente jüdische Stimme Deutschlands, wirft der Israelin Langer vor, sie spiele mit ihrer Kritik an Menschenrechtsverletzungen Israels den Todfeinden des Judenstaats in die Hände. Er nennt seine Kollegin die "schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland". Unterstützung bekommt Giordano durch einige Scharfmacher aus dem Zentralrat und konservativen Teilen der Israel-Lobby.

Der neue Konflikt trägt ritualisierte Züge, er ähnelt dem Streit zwischen der Israel-Kritikerin Evelyn Hecht-Galinski und dem Publizisten Henryk M. Broder. Leisten harte Israel-Kritiker dem Antisemitismus Vorschub, üben sie Verrat am Existenzrecht Israels? Ja, finden die Frontkämpfer Broder und Giordano und halten das im Dauerkriegszustand, in welchem sich Israel befindet, für nicht tolerierbar.

Boris Palmer ist anderer Meinung. Der grüne OB Tübingens, der, ermuntert auch durch Hecht-Galinski, die Wahl-Tübingerin für den Orden vorgeschlagen hat, behauptet, wenn sie Israel kritisiere, dann immer mit dem Ziel, Frieden durch Ausgleich zu schaffen. "Sie ist eine Kritikerin, die für Israels Zukunft einen wichtigen Beitrag geleistet hat." Oettingers Staatsministerium zeigt sich erschrocken vom Furor der Kritiker und betont die "humanitären Verdienste" der Menschenrechtsanwältin. Auf einen neuen Dissens mit dem Zentralrat hat man hier bis auf Weiteres schlicht keine Lust.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
www.lib-hilfe.de

Liebe Felicia,+

im Namen unserer Vereinsmitglieder, die sich am vergangenen Freitag in Stuttgart zur  Jahreshauptversammlung versammelt hatten, möchten wir Dir
als Schirmfrau unseres Vereins ganz herzlich zur Verleihung des Verdienstordens 1.Klasse der Bundesrepublik Deutschland gratulieren. Wir freuen uns mit Dir über die wunderbare und in höchstem Maße verdiente Anerkennung Deines jahrelangen Engagements für die Rechte der PalästinenserInnen. Wir bewundern Deine aufrichtige Haltung, mit der Du unermüdlich und unbeugsam begangenes Unrecht beim Namen nennst. Wir sind tief berührt, dass Du und Dein Mann Mieciu aus dem unbeschreiblichen Leid, das Euch, Euren Familien und Millionen anderen jüdischen Menschen im deutschen Nationalsozialismus zugefügt worden ist, eine nicht selbstverständliche Konsequenz gezogen habt: nämlich mutig für Menschenrechte und Völkerrecht überall in der Welt einzutreten, auch wenn sie von Eurem eigenen Staat, von Israel, missachtet werden. Ausdrücklich möchten wir Dich vor den böswilligen Verleumdungen, mit denen die Ordensverleihung von einschlägiger Seite überzogen wird, in Schutz nehmen. Wer seit Jahren immer wieder berechtigte Kritik an israelischer Besatzungspolitik gebetsmühlenartig als "antisemitisch" meint, diffamieren zu müssen, disqualifiziert sich selbst.
Wir gratulieren von Herzen! Ingrid Rumpf und Hans-Ulrich Dapp für Flüchtlingskinder im Libanon e.V.

 
 
 
 

 
 

Bild rechts - Ein Enkel von Felicia Langer schreibt in einem Leserbrief im "Schwäbische Tagblatt" vom 20.9.2009 - Das sollten wir unseren Kindern weitergeben, nicht das sie erleben, dass ihre Familie wieder Täter wurde, dass sogar die ehemaligen Opfer Täter geworden sind. Ob die Enkel vom Henryk M. Broder auch so stolz auf ihren Großvater sind?

 
 
 

Verfolgte des Tages: Felicia Langer - Junge Welt - Daß die in Tübingen lebende israelische Menschenrechtsaktivistin und Friedenskämpferin Felicia-Amalia Langer in der vergangenen Woche mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde, entsprach ganz und gar nicht dem hierzulande vorherrschenden Common sense. Die Ehrung entspricht vor allem nicht der Einstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, welche die Komplizenschaft mit dem zionistischen Staat als Teil der deutschen Staatsräson bezeichnet, was von Frau Langer übrigens als »skandalös« empfunden wird. Das wiederum betrachten die Kritiker der Ordensverleihung an die frühere Rechtsanwältin – die israelischen Medien, der Zentralrat der Juden in Deutschland und die »antideutschen« Netzwerke – als in hohem Maße skandalös. >>>

 

 

 

Tödliche Narreteien der Israellobby in der BRD
W. Frankenberg

 

Was sich augenblicklich in der BRD abspielt, weil Bundespräsident Horst Köhler der weltweit bekannten Menschrechtsanwältin und Humanistin, der deutsch-israelischen Staatsbürgerin Felicia Langer das Verdienstkreuz 1. Klasse der BRD verliehen hat ist ein Skandal erster Güte und zeigt, wie mächtig, unverschämt und menschenverachtend die zionistische Israellobby in diesem Lande geworden ist. Es herrscht Alarmstufe eins.

Noch hat sich Knobloch und ihre Wadenbeißer nicht gemeldet, dafür aber ein graue Maus. Die Figuren, die sich an der Treibjagd auf eine ehrbare Persönlichkeit beteiligen gehören zum zionistischen Lobby in der BRD. Die Graumänner, Giordanos, Broders, Stawskis, Lasters, die antiislamische Hetzwebsite politically incorrect und ihre Helfershelfer in der rechtskonservativen Presse vom Tagesspiegel, über Focus blasen zum Halali auf eine ehrbare Staatsbürgerin, die seit Jahrzehnten den Mut hat, die Verbrechen Israels beim Namen zu nennen, denn sie weiß wovon sie spricht. Sie hat viele Jahrzehnte in diesem zionistisch-rassistischen Staat gelebt.

 

Köhler hat es nach deren Meinung in der Tat gewagt, dieser herausragenden Persönlichkeit die Anerkennung zu erweisen die ihr gebührt, ohne sich die Genehmigung von der Knobloch und ihrer „Schweigenden Mehrheit“ geben zu lassen, aus dem man den einzigen anständigen, Prof. Rolf Verleger, hinausgeworfen hat, weil auch er wie Felicia Langer zu den Verbrechen Israels nicht schweigen wollte. Merkel hätte sich wahrscheinlich so etwas wie der Bundespräsident nicht getraut. Sie lässt sich doch sonst alles von ihren alter egos vermutlich aufschreiben, so wie ihre unsägliche Rede von der Knesset, das selbst die eingefleischtesten Zionisten in Israel sich die Augen gerieben haben.

 

Jetzt regen sich die Israellobbyisten auf und wollen ihre Orden zurückgeben. Giordano, D. Berger von der Israellobbygruppe American Jewish Komitee und andere nun für den dümmsten sich entlarvende Figuren denken darüber nach. Mit dem Orden sollte Giordano gleich seinen Schal mitabgeben. Vielleicht landet dieser ja im Haus der Geschichte als abschreckendes Beispiel von Hybris. Opfer die das Verhalten der Täter übernommen haben. Sollen sie doch ihre Orden auf die Treppen von Schloss Bellevue schmeißen, wen interessiert es. Sie haben den Orden anscheinend nie verdient gehabt und sind unglaubwürdig.

Wann weisen deutsche Politiker diese zionistische Rassisten endlich in ihre Schranken? Durch ihre (Posener sagte im anderen Fall: „Das ist stalinistisch.“)

Erpressung soll jede abweichende Meinung gekillt werden, dies ist ihr Ziel. Die BRD Presse soll stromlinienförmig nur noch Israelpropaganda aus der Botschaft und dem Israelischen Propagandaministerium nachdrucken. Die Auftragsschreiber spielen einzig dem Mossad verantwortlich dann die Wächter der Nation. Bei Widerspruch droht Berufsverbot und Verlust aller bürgerlichen Rechte. Was die Iraner und andere moslemischen Länder vielleicht auf dem Marktplatz machen, Steinigen machen sie im Internet und den Medien.

 

Wie miserabel diese Lobbyisten sind, zeigt zum wiederholten male Henryk Broders Schmierenstück „Norman Paech – ein lupenreiner Antisemit“ auf der durchgeknallten Website die sich selbst „Achse des Guten“ nennt

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/norman_paech_ein_lupenreiner_antisemit/

Wie so viele Männer so denkt auch Broder nicht mit dem Kopf, dies zeigt sein schwacher Artikel. Kann er doch nicht ein Argument anführen, dass seine völlig abwegige Schlussfolgerung stützt. Aber wie so er das nicht merken, hat er doch nur zionistische Ideologie in seiner Birne. Paech will gerade keine Sonderbehandlung Israels, sondern nur seine Gleichbehandlung. Eine Sonderbehandlung und Sonderstellung für dieses zionistische Regime will die Israellobby und ihre Michel-Deutschen, die diesen rassistischen Staat unter eine Käseglocke bugsieren. Diese Sonderbehandlung, ist Antisemitismus. Deshalb wimmelt es auch so von philosemitischen Antisemiten in der BRD. Henryk, das weißt du doch. Du hast sogar schon einmal ein Buch darüber geschrieben. Aber vor lauter Islamophobie haste die philosemitischen Antisemiten vergessen und hältst alle Kritiker des Zionismus nach deiner maßgeblichen Definition für „Antisemiten“. Warum lässt du dich nicht zum Vorsitzenden der „Antisemitismuskommission“ ernennen? Diese Ehrung fehlt dir noch in deiner Sammlung. Die anderen „Experten“ kannst du dann handverlesen. Das wird ein Gruselkabinett, das selbst die heilige Inquisition noch in den Schatten stellen wird.

Israellobbyisten aller Länder vereinigt euch und geht gegen die Meinungsfreiheit vor, damit wir endlich alle so denken wie es der Zionismus haben möchte: Für Krieg, für Unterdrückung und Kolonisierung anderer Völker. Es lebe der neue Herrenmensch.

W. Frankenberg 20.7.09

 

 

Germany honors anti-Zionist Israeli Langer - Felicia Langer speaking at the 'Stop the Wall in Palestine' conference in Cologne, Germany in 2004 - Israeli human rights lawyer and anti-discrimination campaigner Felicia Langer receives Germany's most prestigious award. German President Horst Koehler recognized the humanitarian efforts of Langer by awarding her the Federal Cross of Merit, first class, on July 16. Langer was born in a Jewish family in 1930 in the Polish city of Tarnow and moved to Israel with her family in 1950. From early on, she found the Zionism-inspired discrimination against the native Arabs of what used to be the British Mandate of Palestine, deeply offensive and unjust.  >>>
 

 

 


Ruth Asfour schreibt an den
Bundespräsidenten

Von: Ruth Asfour - Gesendet: Montag, 20. Juli 2009 12:17 - An: 'posteingang@bundespraesident.de'
Betreff: die altern. Nobelpreisträgerin Felicia Langer hat das Bundesverdienstkreuz wirklich verdient!

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

 Vertrauensvoll wende ich mich an Sie, unser Staats-Oberhaupt.

Gegen Frau Felicia Langer (Tübingen) läuft eine üble Verleumdungskampagne.

Ich war so dankbar und froh, dass ihr diese Ehre der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, am 16. Juli zuteil wurde und ich möchte mich bei Ihnen, sehr geehrter Herr Präsident, herzlich bedanken für Ihre richtige und wichtige Einschätzung von Felicia Langers Person.

Frau Langer hat zahlreiche Bücher geschrieben und ihre Biographie „Zorn und Hoffnung“ ist ihr Lebenswerk. Darin schildert sie ergreifend, wie sie mit ihrem Vater vor den Nazis nach Russland  floh unter den entsetzlichsten Umständen -  ihr Vater verhungerte schließlich.

Wie sie dann ihren Ehemann Mieciu, der 5 KZs durchlitten hatte, kennen  lernte, mit dem sie bis heute glücklich verheiratet ist. Beide waren Frau Langers Mutter nach Israel gefolgt.  Sie berichtet über den Hass, der ihr dort entgegen schlug, als sie als Anwältin Felicia Langer, Palästinenser verteidigte - bis hin zu gegen sie gerichtete Mord – Drohungen. Deshalb floh sie in die entgegen gesetzte Richtung nach Deutschland, nach Tübingen, wo sie Geborgenheit fand. (Brücke der Träume- ihr Buch)

In diesem Buch erzählt sie, wie sie nachts mit ihrem Mann aufbrach, um ein Hakenkreuz zu übermalen, welches an den Supermarkt geschmiert war. Aber jemand anderes hatte es schon über-tüncht! Diese Episode wurde in ein Schul-Lesebuch aufgenommen. Ihr Mann berichtet heute noch in Schulen aus seiner KZ Vergangenheit. – allerdings weist auch er auf das Unrecht hin, was den Palästinensern angetan wird.

 Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wie kann man eine so tapfere Frau, wie Felicia Langer, so verleumden?  Sie scheut,  trotz ihrer zarten Gesundheit, keine Mühe, uns Deutsche darüber aufzuklären, dass wir durch unser  Schweigen uns erneut schuldig machen.

Ist nicht der § 1 unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ ?

Des Menschen, gleich welcher Hautfarbe oder Religion!

In diesem Sinne habe ich meine fünf Kinder erzogen.

 Ich grüße Sie mit großer Hochachtung –

 Ruth Asfour, Offenbach

 

 
 
 

 
 
 

Ein toller Tag in unserer Landeshauptstadt Stuttgart -  Evelyn Hecht-Galinski - Der Himmel lachte, die Sonne schien und die Rotonde der ehrwürdigen Villa Reitzenstein füllte sich mit Leben. Da kam Felicia Langer mit  Ihrer Familie und viele Freunde, Weggefährten und Mitstreiter. Sogar Oberbürgermeister Palmer ließ es sich nicht nehmen, auch dabei zu sein, um seiner großen Tübinger Bürgerin die Ehre zu erweisen. Es war einfach bewegend. Hier würde endlich einmal die richtige Frau für ihr Engagement und Wirken für die drangsalierten Palästinenser mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Wehte da nicht ein neuer Wind durch diese hundertjährige Villa?  Da hatte der Ministerpräsident gerade „meines“ und Felicia Langers Bundeslandes, Baden-Württemberg, in Gestalt des Staatssekretärs im Staatsministerium, Hubert Wicker eine Rede gehalten, die ich so in der BRD, noch von keinem politischen Funktionsträger gehört habe. Ich wünschte mir, dass diese Rede Maßstäbe setzen wird und Vorbildcharakter für andere Politiker haben wird. >>>

 
 
 

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

über die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an die engagierte Menschenrechtsanwältin Felicia Langer habe ich mich sehr gefreut; sie hat diese Ehrung mehr als verdient und ich danke Ihnen herzlich.

 

Nun möchte ich Ihnen die unten angefügte e-mail zur Kenntnis geben, die durch die mailingliste "honestly concerned" verbreitet wird. Schon lange steht Felicia Langer am Pranger dieser dubiosen "besorgten Bürger" - die einem gerechten Frieden zwischen Palästinensern und Israelis nicht verpflichtet sind und mit der Kampagne "stop the bomb" zum Krieg aufstacheln.


Doch die Denunziation, mit der Felicia Langer nun als "Bundesverdienstjüdin 1. Grades" überzogen wird, ist vor dem Hintergrund ihrer Lebensgeschichte eine Ungeheuerlichkeit ohnegleichen aus dem Wörterbuch der Unmenschen!  Dieser Schmähartikel ist auf  der Website von "Lizas Welt" erschienen. Dazu müssen Sie wissen, dass diese zum Netzwerk um Henryk M. Broder gehört, der diese Drecksarbeit seinem Bruder im Geiste überlassen hat, um sie sodann auf seine eigene Website zu hieven.

Da diese "besorgten Bürger" neben ihren niederträchtigen Beleidigungen auch Ihre e-mail-Adresse angegeben haben, müssen Sie mit Mails gleichen beleidigenden Inhalts rechnen.

 

Mit freundlichen Grüßen

claudia karas

Aktionsbündnis für einen gerechten Frieden in Palästina

 

 
 
 
 
 
 

Die Israellobby auf Irrwegen

 Die weltbekannte israelische Menschrechtsanwältin Felicia Langer hat von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für ihre Verdienste um den Kampf für die Menschenrechte der Palästinenser unter israelischer Besatzung erhalten. Seit 20 Jahren hat diese mutige Frau das Unrecht des zionistischen Regimes in der BRD bekannt gemacht. Dafür gebührt ihr Dank und dafür wurde ihr diese Auszeichnung überreicht. Die Deutschen können stolz darauf sein, dass es solche mutigen Staatsbürger gibt, die sich nicht durch die Israellobby einschüchtern und mundtot machen lassen. Frau Langer und ihrem Mann, der fünf Konzentrationslager der Nazis überlebt hat, wurde vor einiger Zeit die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Zu Recht und viel zu spät. Klaus M.

 

 

Ruh Asfour an Staatssekretär Wicker
 

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker

 Hiermit möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken für Ihre an Frau Felicia Langer gerichteten Worte, anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an sie.

 Ich habe mich sehr darüber gefreut. Leider – wo verdientes Lob angebracht ist – gibt es auch Neider und Missgünstige. Bitte, sehr geehrter Herr Staatssekretär, lassen Sie sich davon nicht behelligen. Frau Langer hat – trotz ihrer zarten Gesundheit – Übermenschliches geleistet, für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. Dieser Frieden hängt in hohem Maße von dem Staat Israel ab, in dem die tüchtigen Friedensmenschen leider nicht das Sagen haben, Wie zum Beispiel Prof. Jeff Halper (kürzliche Verleihung des Kant-Preises in Freiburg), Uri Avneri (u.a. Aachener Friedenspreis), Amira Hass, Gideon Levy (beide von Haaretz, Tel Aviv) und Adam Keller von Gush Shalom und noch viele andere tapfere Menschen in Israel.

 Meines Erachtens, tun diese mutigen Menschen mehr gegen Antisemitismus als alle, die sich nicht trauen, den Staat Israel berechtigt zu kritisieren, denn sie schieben dem „die Juden tun Unrecht“ einen Riegel vor, durch ihre offene Kritik. Ich sage da immer „ganz bestimmt nicht alle Juden“.

 Deshalb, sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker, lassen Sie sich nicht beirren, Sie haben die Wahrheit gesagt, die uns unsere Medien allzu oft verschweigen.

Mit großer Hochachtung und freundlichen Grüßen

 Ruth Asfour

 

 

 

 

Abraham Melzer an Ulrich Sahm

Hallo Uri,

 

mit so viel Schaum vor dem Mund lässt sich nicht so gut schreiben. Dein Beitrag über Felicia Langer ist schwach und dumm.

Hast du auch was zu Uris Beitrag von heute zu sagen???

Das ging immerhin durch die gesamte seriöse deutsche Presse. Natürlich nicht durch die Springer-Presse, aber dafür bei der TAZ, FAZ, FR, SZ u.a.

Israels hässliche zionistische Fratze wird immer deutlicher und bald werden es alle wissen. Zwar versucht das israelische Propaganda Ministerium mit dem "Projekt Israel 2009" dagegen zu steuern, aber da merkt doch jeder, sogar jeder Stammtischleser, dass es sich um billige Propaganda handelt. Du nennst es HASBARA, aber im Verschleiern war der Zionismus schon immer sehr gut.

Hier aus einem Brief von Herzl an Jussuf Ziah-el-Khaldi vom 11.März 1899:

Wer will sie (die Palästinenser) denn von dort entfernen? Ihr Wohlbefinden Und ihr privater Besitz Wird durch uns Doch nur vermehrt. (Nebbich!) Glauben Sie das ein Araber, der in Palästina Land besitzt oder ein Haus Im Wert von drei-oder viertausend France, es bedauern wird, wenn ihr Wert um das Fünf-oder Zehnfache steigt?

Aber das wird mit der Ankunft Der Juden bestimmt geschehen. (Wo Herzl Recht hat, hat er Recht) Wer die Sache Von diesem Standpunkt aus Betrachtet -und das ist der richtige- Wird unzweifelhaft Ein Freund des Zionismus.
 

Gibt es denn noch mehr Zynismus, Heuchelei und Betrug? Ja, der Wert der Häuser und Grundstücke stieg um das hundertfache, um das tausendfache, aber Jussuf Ziah-el-Khalid und seine Nachkommen und alle übrigen Palästinenser, hatten nichts davon, da ihnen das Land und die Häuser von Herzls Nachkommen gestohlen wurde.

Beruhige dich deshalb und beruhige deine Freunde bei hc, es wird ihnen nicht viel helfen. Rückgängig kann man eine solche Ehrung nicht mehr machen. Man kann sich aber lächerlich machen und Öl ins Feuer des Antisemitismus gießen.

Abi

 

 

Dr. Viktoria Waltz an Staatssekretär Wicker


Sehr geehrter Herr Wicker,

Sie werden gemerkt haben, dass die 'Pro Israelische Lobby' Sie nun wie andere in ihr Fadenkreuz aufgenommen hat und das Schreiben von Protestbriefen an Sie anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer und der Würdigung durch Sie organisiert. Ich nutze also dieselbe Aufforderung von dort (honestly concerned vom 17.7.09) und möchte Ihnen sagen, dass ich diese Würdigung Felicia Langers für richtig, angemessen und angesichts der seit einiger Zeit wachsenden organisierten Verunglimpfung von Israel Kritikern auch für  mutig und Mut machend  halte. ich kenne Felicia Langer seit vielen Jahren auch noch aus ihrer Zeit als Anwältin in Israel, wo sie mit viel Hoffnung und verzweifelten Mut Gerechtigkeit für viele palästinensische politische Gefangene zu erstreiten versucht hat. Schließlich hat auch die berufliche Enttäuschung darüber, dass für Palästinenser in Israel keine Gerechtigkeit herrscht und auch nicht mit legalen juristischen Mitteln zu erstreiten ist, zur Entscheidung geführt Israel zu verlassen. Ihre heutige Entscheidung, mehr Informationen über die Verhältnisse im Nahen Osten besonders in Deutschland zu vermitteln, ist ein großer Gewinn für die Gesellschaft und so dringend notwendig angesichts der von Israel so lautstark geförderten Propaganda über die angebliche Rechtmäßigkeit seiner Besatzungs- und Kolonisierungspolitik aus den sogenannten Sicherheitsgründen, die gegen Völker- und Menschenrecht verstößt. 

Ich versichere Ihnen und Ihrem Umfeld, das sich für die Verleihung entschieden hat, nicht nur meiner großen Sympathie sondern auch vieler meiner Freunde und  unterstütze Ihre Argumente für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Langer nachdrücklich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Viktoria Waltz

 

Zu meiner Person: Ich beschäftige mich als langjährige (inzwischen im Rentenalter) Dozentin an der Fakulktät Raumplanung an der Uni Dortmund beruflich und wissenschaftlich neben Migrationspolitik auch mit der Siedlungs- und Kolonisierungspolitik in Palästina und habe viel dazu veröffentlicht. Seit 1974 bin ich regelmäßig zu Forschungsreisen in der Region unterwegs gewesen, habe daneben Theatertourneen (Hakawati) organisiert, Hilfsprojekte angestoßen (Shiffa Krankenhaus Gaza/Ärztemissionen durch das Hammer Forum) und zwischen 1997 und 2000 war ich durch das CIM Programm der Bundesregierung als Integrierte Expertin im Wohnungsministerium in Gaza und Ramallah tätig. Seit 2000 hatte ich die Verantwortung für die vom DAAD geförderte Universitätspartnerschaft zwischen Dortmund und Birzeit zum Aufbau eines Masterstudienganges in Urban Planning and Design, der inzwischen besteht und zukünftige Städteplaner ausbildet. Über den Status von Jerusalem war ich auf Einladung der PLO Vertretung Sprecherin 1988 vor der Generalversammlung der UNESCO in Paris mit einer anschließenden Fotoausstellung und anschließend 1988, 1990 und 1996 vor der ISESCO in Kairo, Rabat und Rom. Seit dem Ruhestand im letzten Jahr bleibt mir die Veröffentlichung meiner Erkenntnisse z.B. über einen Blog, der die Aufmerksamkeit Henrik Broders, Honestly Concerned, Benjamin Weinthalers, der jüdischen stimme.at und anderer dieser selbst ernannten (?)  'Lobby' auf sich gezogen und die bei der Universitätsleitung gegen mich interveniert haben, angeblich auch die Israelische Botschaft direkt,  offensichtlich mit dem Ziel, meine berufliche Existenz wie die anderer z.B. Dr. Ludwig Watzals von der  Bundeszentrale für Politische Bildung unter Herrn Thomas Krüger zu zerstören. Es kam dazu nicht, da ich nicht mehr tätig war, aber die Universitätsleitung hat sich doch unter Druck setzen lassen und mir die Nutzung einer Universitäts-Mailadresse weggenommen, die sie im übrigen allen Mitarbeitern lebenslang garantiert. Ein einmaliger Fall - zum Glück ohne weitreichende Konsequenzen für mich, aber doch ein Zeichen über den Zustand an deutschen Universitäten, wenn so etwas möglich ist.

Ich weiss also, wozu diese Kräfte,die sich nun um Sie und den Bürgermeister von Tübingen kümmern werden, imstande sind.

Bleiben Sie bei Ihrer Überzeugung und Haltung!.

 

 

Brief von Günter Schenk an den Tübinger Oberbürgermeister


Sehr geehrter Herr Palmer,


sehr gefreut hab ich mich über Ihre Anwesenheit, gestern, bei der  festlichen Überreichung einer der höchsten Ehrungen, die  unsere Bundesrepublik  Deutschland zu vergeben hat, an Frau Felicia Langer.  Hat die Tatsache, dass  Bundespräsident Horst KÖHLER die Ehrung Frau Langers veranlasst hat nicht höchste Symbolkraft? Hat er nicht  damit der Kanzlerin eine Vorlage in ihre Agenda geschrieben: MENSCHENRECHTE UND  DEREN VERTEIDIGUNG ALS STAATSRAISON? - anstelle unkritischer Tolerierung  und Unterstützung für inhumane und zynische Politik der sukzessiven Regierungen Israels?

Es muss auch der Kanzlerin, der gelernten Naturwissenschaftlerin,  klar sein, dass Verbrechen an Palästinensern, Unterdrückung und Entrechtung nicht von den Opfern  der nationalsozialistischen Verbrechen ausgehen (die nämlich sind zum ewigen Schweigen  verurteilt, weil ermordet) sondern von jenen, die aus der Vergangenheit nichts gelernt haben,  auch mangels  Bildung
nichts lernen mussten... in den Vorstädten der Bronx und anderswo!

Der Bundespräsident als Ideengeber für Politik, so stelle ich mir  sein hohes Amt, allzuleicht als symbolisches Amt abgetan, vor. Auch er, der Präsident  der Bundesrepublik, hat sich mit der Ehrung Frau Langer um Deutschland verdient gemacht.

Ihnen, lieber Herr Palmer, wünsche ich gute Lektüre der folgenden   Seite -
und, ganz auf schwäbisch -

eine GUTE ZEIT

Günter Schenk
1a rue des Aveugles
F-67000 Strasbourg
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langer_felicia_bundesverdienstkreuz_1_klasse.html

 

 

 

Ehrung - Reutlinger Generalanzeiger - Staatssekretär Hubert Wicker verleiht in Stuttgart Auszeichnung für ihr humanitäres Lebenswerk - Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer  -  Felicia Langer, in Tübingen lebende Menschenrechtsanwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, ist am Donnerstag in Stuttgart für ihr Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Staatssekretär Hubert Wicker hat ihr das von Bundespräsident Horst Köhler verliehene Verdienstkreuz erster Klasse überreicht

 

 

Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer - Schwäbische Tageblatt - Die in Tübingen lebende Rechtsanwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Felicia Langer wurde gestern mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Tübingen. Ihre Freude an der Auszeichnung durch den deutschen Staat und die Laudatio durch Staatssekretär Hubert Wicker gab sie deutlich zu erkennen. „Es war unvorstellbar schön“, sagte Felicia Langer hinterher. >>>

 

 

Schaler Wein läuft durch gebrochene Achsen. - Evelyn Hecht-Galinski  - In der Tat stelle ich mir die Frage, ob diesmal das vertretbare Maß überschritten ist und das „Weinfass“ übergelaufen ist.  Ist es die Aufgabe eines ausländischen in Berlin akkreditierten Journalisten, namens Benjamin Weinthal, u.a. Korrespondent der Jerusalem Post, Druck auf andere Medien auszuüben? >>>

 

 

Mit Wut im Bauch und Zorn im Herzen - Abraham Melzer - Offener Brief an Dr. Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden in Deutschland >>>

 



Stalking als "Kompliment" - Wie das Netzwerk  riesige Angst vor den Worten - der Wahrheit von Felicia Langer und Evelyn Hecht-Galinski zeigt. Erhard Arendt >>>

 

 

 

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