Chronologischer Ablauf. Anlage 7 Honestly
Concerned
26.7.2009 -
Honestly-Concerned-Mailingliste : Message:
"INNENPOLITIK/ANTISEMITISMUS -
DOPPELAUSGABE" - Danke an Roger für die
Hilfe bei der Zusammenstellung dieser
Mail... online sind nicht alle
Texte zu lesen. Die vollständige Liste
findet man in der versandten Mailingliste.
Es ist schon die 7. Liste in der Honestly
Concerned in diesem Umfang berichtet.
-
THEMA
DES TAGES:
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer...
-
Erste
Rückgabe eines
Bundesverdienstkreuzes...
ULRICH
W. SAHM/N-TV –
"Mit großem Schmerz" -
Bundesverdienstkreuz
zurückgegeben

Motke Shomrat
Jerusalem, 24. Juli 2009 -
Der 74 Jahre alte
israelische Reiseführer
Motke Shomrat hat am
Freitagmorgen um 9.00 Uhr
die deutsche Botschaft in
Tel Aviv aufgesucht und
Botschafter Harald
Kindermann "mit großem
Schmerz" sein
Bundesverdienstkreuz aus
Protest gegen die Ehrung der
israelischen Anwältin
Felicia Langer
zurückgegeben. Langer lebt
heute in Tübingen.
Shomrat sagte mir am
Telefon, dass er immer "sehr
stolz" auf sein
Bundesverdienstkreuz gewesen
sei. Es wurde ihm 1995 für
seine "Verdienste für die
Versöhnung zwischen dem
jüdischen und deutschen
Volk" vom damaligen
Bundespräsidenten Roman
Herzog verliehen. "Ich habe
es immer meinen Gruppen im
Bus erzählt und viel Applaus
dafür geerntet", so
Schomrat.
Botschafter Kindermann
empfing Shomrat und seine
Frau in seinem Büro. Eine
Stunde lang hätten sie ein
"sehr nettes und
freundschaftliches" Gespräch
geführt, erzählte der
Reiseführer weiter, unter
anderem über die Geschichte
Israels und jüdischen
Selbsthass. Kindermann
bedauerte den Beschluss von
Shomrat sehr, zeigte aber
auch Verständnis: "Wäre ich
Israeli, hätte ich wohl auch
so gehandelt", sagte der
deutsche Botschafter laut
Shomrat. Es sei
abgesprochen, auch künftig
in Kontakt zu bleiben, sagte
Shomrat.
Shomrat ist der erste, der
die Rückgabe des
Bundesverdienstkreuzes nicht
nur androht, sondern auch
verwirklicht. In Deutschland
haben inzwischen der
Schriftsteller Ralph
Giordano, der Historiker
Arno Lustiger und der
Vorsitzende der jüdischen
Gemeinde in Nürnberg, Arno
S. Hamburger, in offenen
Briefen Bundespräsidenten
Horst Köhler aufgefordert,
die Ehrung Felicia Langers
wieder rückgängig zu machen.
Andernfalls sähen sie sich
gezwungen, ihre eigene
Ehrung abzugeben, um nicht
in einer Reihe mit der
israelischen Anwältin und
Menschenrechtsaktivistin
stehen zu müssen.
Langer wurde von mehreren
Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens,
darunter dem Vorsitzenden
der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft, Johannes
Gerster, und der
Vorsitzenden des Zentralrats
der Juden in Deutschland,
Charlotte Knobloch,
vorgeworfen, Hass gegen
Israel geschürt zu haben und
eine Versöhnung zwischen
Israelis und Palästinensern
oder gar zwischen Juden und
Deutschen eher gestört zu
haben. Shomrat sagte: "Was
hat Langer für Deutschland
getan, dass ihr dafür eine
solche Ehrung gebührte? Sie
hat doch nur Hass geschürt
und gegen Israel gehetzt."
Shomrat stammt aus Köln. Er
hat den Krieg zunächst in
einem Kloster nahe dem
belgischen Ort Dimant und
später im KZ Mechlen in
Belgien überlebt, von wo
Juden ins Vernichtungslager
Auschwitz deportiert worden
sind. Sein Vater starb im KZ
Dachau am Tag der Befreiung.
-
DIG
-
PRESSEMITTEILUNG -
Ehrung von Frau
Langer war ein
schwerer Fehler -
Fehler muss man
korrigieren!
Der Präsident der
Deutsch-Israelischen
Gesellschaft, Dr.
h.c. Johannes
Gerster, hält die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an Frau Felicia
Langer für einen
schweren politischen
und moralischen
Fehler.
Gerster: Und Fehler
muss man
korrigieren!
Es sei Privatsache
von Frau Langer,
wenn sie einen
publizistischen
Privatkrieg gegen
das Land Israel
führe, das sie 1990
verlassen habe.
Sie müsse sich aber
vorhalten lassen,
dass sie im
Nahostkonflikt
Ursache und Wirkung
der Gewalt ständig
und wissentlich
vertausche und durch
widerlegbare
einseitige
Schuldzuweisungen an
die Adresse Israels
die Geschichte
verfälsche. Mit
solchen Methoden
dient niemand dem so
wichtigen Frieden.
Stattdessen leiste
sie der
Unversöhnlichkeit
und dem Hass
gegenüber Israel
Vorschub. Islamische
Fundamentalisten
werden dadurch eher
zur Gewalt ermuntert
als gebremst.
Gerster: Ich vermag
nicht zu erkennen,
wo die Verdienste
von Frau Langer für
Staat, Gesellschaft
und internationale
Versöhnungsarbeit
liegen. Gestern kam
ich von einer
achttägigen
Nahostreise mit
zahlreichen
Kontakten mit
israelischen und
palästinensischen
Spitzenpolitikern
zurück. Dass die
Israelis verwundert
waren, dass
Deutschland Frau
Langer ehrt,
wunderte mich nicht.
Aber auch
Fatah-Leute, die auf
einen Ausgleich mit
Israel setzen, waren
merkwürdig von der
Langer-Ehrung
berührt.
In der 6o-jährigen
Geschichte der
Bundesrepublik
Deutschland gab es
schon mehrere
Fehlgriffe mit
öffentlichen
Ehrungen. Manche
wurden rückgängig
gemacht, manche
aberkannt. Diese
Fähigkeit zur
Selbstkorrektur hat
Deutschland nicht
geschadet.
Die Langer-Ehrung
ist aus
historischen,
politischen und
moralischen Gründen
besonders schädlich.
Fehler sollte man
korrigieren!
-
Israelitische
Kultusgemeinde
Nürnberg –
Offener Brief
an
den Präsidenten der
Bundesrepublik
Deutschland, Herrn
Horst Köhler
- 24. Juli 2009
Sehr
geehrter Herr
Bundespräsident,als
Vorsitzender der
Israelitischen
Kultusgemeinde
Nürnberg bin ich
tief bestürzt
darüber, dass Frau
Felicia Langer aus
Tübingen mit dem
Bundesverdienstkreuz
1. Klasse
ausgezeichnet worden
ist.
Mit diesem offenen
Brief äußere ich die
dringende Bitte an
Sie, die
Entscheidung Ihres
Hauses, die auf
Vorschlag der
Baden-Württembergischen
Regierung und Frau
Galinski erfolgt
ist, so schnell wie
möglich rückgängig
zu machen.
Mit Frau Langer hat
eine ausgewiesene
Israel-Feindin eine
der höchsten
staatlichen
Auszeichnungen
erhalten. Sie ist
zwar selbst Jüdin,
macht aber bei ihren
Reisen landauf –
landab kein Hehl aus
ihren Sympathien für
die Palästinenser,
ohne die Schrecken
und den Terror zu
erwähnen, die von
ihnen ausgehen. Sie
scheut auch nicht
davor zurück, Israel
als
„Appartheits-Staat“
zu diskriminieren
und ständig von
einer
„jüdisch-zionistischen
Lobby“ zu sprechen
(Dies erinnert fatal
an die schreckliche
Legende der „Weisen
von Zion“, die
dereinst eine der am
meisten zitierten
Lügen des
berüchtigten
„Stürmers“ war).
Mit ihren Vorträgen
schürt die
vermeindliche
Friedensaktivistin
den Antisemitismus
in Deutschland.
Die Auszeichnung für
Frau Langer hat mich
in einen tiefen
Gewissenskonflikt
gestürzt, denn ich
selbst bin 1980 mit
dem
Bundesverdienstkreuz
am Bande und 1992
mit dem
Bundesverdienstkreuz
1. Klasse für meinen
Beitrag zur
Aussöhnung zwischen
Christen und Juden
nach dem Kriege
geehrt worden. So
sehr mich diese
Ehrung gefreut hat,
auf die ich heute
noch stolz bin,
bitte ich um
Verständnis dafür,
dass ich mit einer
Israel-Feindin
wie Frau Langer
nicht in einer Reihe
von Ordensträgern
stehen möchte. Zu
meinem Bedauern sähe
ich mich aber
gezwungen, meine
Auszeichnungen dann
zurückgeben zu
müssen, wenn Frau
Langer weiterhin
Trägerin des
Bundesverdienstkreuzes
bleiben sollte.
Mit vorzügliche
Hochachtung
Arno S. Hamburger
Stadtrat
1. Vorsitzender
-
Die Jüdische
Gemeinde zu
Berlin hält die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an Felicia
Langer für einen
Skandal.
Langer ist eine
aus Polen
stammende Jüdin,
die vor den
Nazis fliehen
musste.
Sie wanderte
nach Israel aus
und wurde dort
Rechtsanwältin.
Nach dem
Sechs-Tage-Krieg
1967 beschloss
sie, ihrer
Ansicht nach
‚Unterprivilegierte’
in Israel zu
unterstützen und
verteidigte
fortan
Palästinenser
vor Gericht.
Seit 1990 lebt
und arbeitet sie
in Deutschland.
Der Blickwinkel
dieser
‚Menschenrechtsaktivistin’,
die Mitglied im
Zentralkomitee
der
kommunistischen
Partei Israels
war, zeichnete
sich allerdings
im
Nahostkonflikt
konsequent durch
die wissentlich
Vertauschung von
Ursache und
Wirkung der
herrschenden
Gewalt aus. So
wirft der
Präsident der
Deutsch-Israelischen
Gesellschaft,
Dr. h.c.
Johannes
Gerster, ihr in
seinem Statement
zur Verleihung
des
Bundesverdienstkreuzes
ihre
widerlegbare,
einseitige
Schuldzuweisung
an die Adresse
Israels vor, und
dass sie damit
die Geschichte
verfälsche. Mit
solchen Methoden
diene niemand
dem so wichtigen
Frieden.
Stattdessen
leiste sie der
Unversöhnlichkeit
und dem Hass
gegenüber Israel
Vorschub.
Islamische
Fundamentalisten
würden dadurch
eher zur Gewalt
ermuntert als
gebremst.
Der Journalist
Henryk M. Broder
betont wiederum,
dass die
Verleihung eines
Bundesverdienstkreuzes
1. Klasse an
Langer eine
Grenzüberschreitung
darstellt. Noch
nie in der
Geschichte der
Bonner und der
Berliner
Republik sei
einem
bekennenden
Kommunisten
beziehungsweise
einer
Kommunistin eine
solche Ehre
zuteil geworden.
Er führt aus,
dass für Langer
die Juden
beziehungsweise
die Israelis
immer die Bösen
seien, die mit
Vorsatz handeln
- und die
Palästinenser
immer die Guten,
die in ihrer
Verzweiflung in
der Wahl der
Mittel
gelegentlich zu
weit gehen, aber
prinzipiell im
Recht sind.
Zentral ist bei
diesem Skandal
die Frage, wie
es dazu kommen
konnte, dass im
Vorfeld der
Entscheidung,
Langer diese
höchste deutsche
Ehrung zuteil
werden zu
lassen, ihre bis
heute aktuelle
kommunistische
Ausrichtung,
ihre
Israelfeindlichen
Äußerungen und
ihre
Unterstützung
von
gewalttätigen
und
demokratiefeindlichen
Kräften nicht
berücksichtigt
wurden.
Verantwortlich
ist das
Bundespräsidialamt,
maßgeblich
betreute
allerdings die
Landesregierung
von
Baden-Württembergs
Ministerpräsident
Günther
Oettinger das
Verfahren. Und
Oettinger hat
mit jüdischen
Themen eine
Vorgeschichte:
In der Rede auf
seinen
Amtsvorgänger
Hans Filbinger,
der immerhin
NS-Marinerichter
war, bezeichnete
er ihn als einen
"Gegner der
Diktatur" und
löste damit
bundesweit
Empörung aus.
Selbst die
Kanzlerin hatte
sich von der
Rede Oettingers
distanziert, und
schließlich
entschuldigte er
sich für seine
Worte.
2007 stand er
erneut unter
Beschuss, weil
er Schirmherr
einer
Presse-Gala war,
die am 9.
November
stattfand, am
Gedenktag der
Pogrome von
1938. Trotz
Protesten blieb
er bei seiner
Schirmherrschaft.
Nun hat er es
der guten Dinge
drei sein lassen
und befürwortet,
dass Frau Langer
das
Bundesverdienstkreuz
auf Vorschlag
von Evelyn
Hecht-Galinski
erhalten hat.
Hecht-Galinski
ist die Dame,
von der Henryk
M. Broder
nunmehr
ungestraft sagen
darf:
"Antisemitische
und
antizionistische
Aussagen sind
ihre
Spezialität".
Der
Oberbürgermeister
von Tübingen,
Boris Palmer,
unterstützt die
Auszeichnung bis
heute
nachdrücklich
trotz der
Proteste.
Respekt
verdienen die
Persönlichkeiten,
die ihr
erhaltenes
Bundesverdienstkreuz
zurückgeben
wollen: Dazu
gehören unter
anderem Arno
Lustiger, Ralph
Giordano, der
Vorsitzende der
Israelitischen
Kultusgemeinde
Nürnberg, Arno
S. Hamburger und
viele weitere
Träger dieses
Ordens. Das muss
verhindert
werden.
Die Jüdische
Gemeinde zu
Berlin fordert,
dass die
abwegige
Auszeichnung
Felicia Langers
mit dem
Bundesverdienstkreuz
schnellstmöglich
rückgängig
gemacht wird.
-
Die
israelische Regierung ist
empört über die Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes
an die Jüdin Felicia Langer.
Sie hatte Israel in der
Vergangenheit als unter
anderem als "Apartheid der
Gegenwart" bezeichnet.
Berlin -
Israel hat die Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes
an die in Tübingen lebende
israelische Anwältin Felicia
Langer scharf kritisiert.
„Langer hat über Jahre immer
wieder Kräfte unterstützt,
die Gewalt, Tod und
Extremismus befürworten",
sagte der Sprecher des
israelischen
Außenministeriums, Yigal
Palmor, dem Tagesspiegel.
Jedem, der ihr einen Orden
verleihen wolle, müssten
„die Konsequenzen bewusst
sein, wenn man Intoleranz
und böse Absichten
nachträglich legitimiert".
Langer ist für Vergleiche
zwischen Israel und der
Apartheid in Südafrika sowie
Lob für Irans Präsident
Ahmadinedschad berüchtigt.
Die Anwältin hatte Israel in
der Vergangenheit als
„Apartheid der Gegenwart"
bezeichnet; den Zentralrat
der Juden verglich sie mit
einer „Filiale der
israelischen Botschaft".
Tübingens Oberbürgermeister
Boris Palmer (Grüne)
verteidigte Langer als „eine
scharfe Kritikerin". Der
jüdische Autor Ralph
Giordano drohte mit der
Rückgabe seines
Bundesverdienstkreuzes,
sollte Bundespräsident Horst
Köhler die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
Langer nicht rückgängig
machen.Benjamin Weinthal
-
Und noch eine
Titelseite...
MORGENPOST -
Israel verärgert
Auszeichnung
Die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an die umstrittene
Israel-Kritikerin
Felicia Langer sorgt
weiter für Ärger.
Israels Regierung
kritisierte die
Auszeichnung der in
Tübingen lebenden
israelischen Anwältin
scharf. "Langer hat über
Jahre immer wieder
Kräfte unterstützt, die
Gewalt, Tod und
Extremismus
befürworten", sagte der
Sprecher des
israelischen
Außenministeriums, Yigal
Palmor, dem
"Tagesspiegel".
DEUTSCHLANDFUNK /
Deutschlandradio Kultur
zur Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
Felicia Langer:
DER BOTE -
«In tiefen Gewissenskonflikt
gestürzt« - Hamburger
denkt an Rückgabe seiner
Verdienstorden
NÜRNBERG - Arno Hamburger,
Vorsitzender der
Israelitischen
Kultusgemeinde, hat
Bundespräsident Horst Köhler
in einem offenen Brief
mitgeteilt, dass er die ihm
verliehenen Verdienstorden
der Bundesrepublik
Deutschland zurückgeben
wird, falls die Auszeichnung
der Tübinger Rechtsanwältin
Felicia Langer mit dem
Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse nicht wieder
rückgängig gemacht wird.
Hamburger zeigt sich «tief
bestürzt« über die Ehrung,
die auf Vorschlag der
baden-württembergischen
Landesregierung und Evelyn
Hecht-Galinski erfolgt ist.
Er äußert in dem Brief die
dringende Bitte an Köhler,
die Entscheidung seines
Hauses so schnell wie
möglich rückgängig zu
machen.
«Israel wird
diskriminiert«
«Mit Frau Langer hat
eine ausgewiesene
Israel-Feindin eine der
höchsten Auszeichnungen
erhalten. Sie ist zwar
selbst Jüdin, macht aber bei
ihren Reisen landauf-landab
keinen Hehl aus ihren
Sympathien für die
Palästinenser, ohne die
Schrecken und den Terror zu
erwähnen, die von ihnen
ausgehen«, schreibt
Hamburger.
Sie scheue auch nicht davor
zurück, Israel als
«Apartheids-Staat« zu
diskriminieren und ständig
von einer
«jüdisch-zionistischen
Lobby« zu sprechen. Dies
erinnere fatal an die
schreckliche Legende der
«Weisen von Zion«, die
dereinst eine der am meisten
zitierten Lügen des
berüchtigten «Stürmers« war.
Mit ihren Vorträgen schüre
die vermeintliche
Friedensaktivistin den
Antisemitismus in
Deutschland.
«Mit einer
Israel-Feindin nicht in
einer Reihe stehen«
«Die Auszeichnung für
Frau Langer hat mich in
einen tiefen
Gewissenskonflikt gestürzt,
denn ich selbst bin 1980 mit
dem Bundesverdienstkreuz am
Bande und 1992 mit dem
Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse für meinen Beitrag
zur Aussöhnung zwischen
Christen und Juden nach dem
Kriege geehrt worden«,
schreibt Hamburger weiter.
«So sehr mich diese Ehrung
gefreut hat, auf die ich
heute noch stolz bin, bitte
ich um Verständnis dafür,
dass ich mit einer
Israel-Feindin nicht in
einer Reihe von
Ordensträgern stehen möchte.
Zu meinem Bedauern sähe ich
mich aber gezwungen, meine
Auszeichnungen dann
zurückgeben zu müssen, wenn
Frau Langer weiterhin
Trägerin des
Bundesverdienstkreuzes
bleiben sollte.«
DEUTSCHLANDFUNK
- Fernsehmoderator:
Bundesverdienstkreuz für
Rechtsanwältin problematisch
Nach Meinung von
TV-Moderator Michel Friedman
hätte die Bundesrepublik
darauf verzichten sollen,
der Rechtsanwältin Felicia
Langer das
Bundesverdienstkreuz zu
verleihen.
"Ich glaube, dass die
Bundesrepublik gut beraten
gewesen wäre, darauf zu
verzichten und ganz andere
für ihr Lebenswerk zu ehren.
Nämlich diejenigen, die
Brücken bauen zwischen
Palästinensern und
Israelis", sagt er. Verdient
habe eine solche Ehrung
unter anderem Daniel
Barenboim mit seinem
palästinensisch-israelischen
Orchester. Friedman weiter:
"Felicia Langer hat zwar den
Palästinensern die
Unterstützung angeboten und
auch für ihre Sache
gekämpft, aber gleichzeitig
Israel so verunglimpft und
so polarisiert in ihrer
Darstellung, dass sie damit
nicht mehr zur
Brückenbildnerin geeignet
ist."
Fernsehmoderator Michel
Friedman (Bild: AP) -
Felicia Langer hat Israel
verunglimpft"
Friedman äußerte
Verständnis für die
Verärgerung jüdischer
Intellektueller wie Ralph
Giordano, der angekündigt
hat, sein eigenes
Bundesverdienstkreuz
zurückzugeben: Das
Bundesverdienstkreuz sei
auch eine politische
Auszeichnung. Die
Bundesrepublik Deutschland
habe ihre offizielle Politik
zu berücksichtigen:
"Zwei-Staaten-Lösung
einerseits, aber die
uneingeschränkte
Unterstützung Israels
andererseits. Und vor allem
die eindeutige Bekämpfung
des Terrorismus." Friedman
kritisierte, Felicia Langer
habe sich nicht deutlich
genug vom Terrorismus
distanziert. "Terrorismus
hat niemals eine moralische,
rechtliche oder gar
politische Legitimität. Und
in diesen Fragen hat Felicia
Langer leider sehr oft
andere Akzente gesetzt."
Das vollständige Gespräch
mit Michel Friedman können
Sie bis zum 23.12.2009 als
MP3-Audio in unserem
Audio-on-Demand-Angebot
nachhören.
-
Friedman hat sich wohl
schon lange nicht mehr
mit den Redetexten
Barenboims
auseinandergesetzt...!!!
HANDELSBLATT -
Isrealkritikerin
-Felicia Langer will
Bundesverdienstkreuz
behalten
Die
jüdische und
israelkritische
Rechtsanwältin Felicia
Langer wird ihr
Bundesverdienstkreuz
auch angesichts
anhaltender Kritik nicht
zurückgeben. In einem
Interview sprach sie
angesichts der Kritik an
der Verleihung von
jüdischen
Intellektuellen von
einer
"Verleumdungskampagne".
...Der
Moderator Michel
Friedman äußerte im
Deutschlandradio Kultur
Verständnis für die
Verärgerung jüdischer
Intellektueller. Die
Bundesrepublik hätte
ganz andere für ihr
Lebenswerk ehren sollen,
sagte Friedman am
Donnerstag. „Nämlich
diejenigen, die Brücken
bauen zwischen
Palästinensern und
Israelis.“ Verdient habe
eine solche Ehrung zum
Beispiel Daniel
Barenboim mit seinem
palästinensisch-
israelischen Orchester.
Barenboim hatte im Jahr
2002 das Große
Bundesverdienstkreuz
erhalten. Langer habe
Israel so verunglimpft
und so polarisiert,
„dass sie damit nicht
mehr zur
Brückenbildnerin
geeignet ist“.
Langer hat bereits
zahlreiche
Auszeichnungen erhalten,
darunter den
alternativen Nobelpreis
und den
Erich-Mühsam-Preis. Sie
setzt sich seit
Jahrzehnten für die
Rechte palästinensischer
Häftlinge in den von
Israel besetzten
Gebieten ein.
DEUTSCHLANDFUNK
-
Das Kreuz miit dem
Kreuz
- Zur Diskussion um
den Verdienstorden
für die Tübinger
Menschenrechtsanwältin
Felicia Langer -
Von Burkhard
Müller-Ullrich
Nach der
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an die umstrittene
Palästinenseranwältin
Felicia Langer hat
der Publizist Ralph
Giordano die
Rückgabe seiner
eigenen Ehrung
angekündigt.
Auf der linken
Brustseite hat es
ganz rechts außen zu
hängen: das
Bundesverdienstkreuz.
So bestimmt es das
Gesetz über Titel,
Orden und
Ehrenzeichen vom 26.
Juli 1957 in
Paragraf 12 unter
dem Stichwort
"Trageweise". Erst
danach kommen an der
Ordensschnalle auf
der linken Brust
nach links
fortschreitend die
Eisernen Kreuze, die
Kriegsauszeichnungen
aus dem Ersten und
Zweiten Weltkrieg
(wobei von denen aus
dem Zweiten gemäß
Paragraf 6 desselben
Gesetzes die
Hakenkreuze zu
entfernen sind),
weitere staatlich
genehmigte deutsche
Auszeichnungen und
schließlich
"ausländische
Auszeichnungen in
der Reihenfolge
ihres
Klassenverhältnisses".
Von wegen
ungenehmigte! Es ist
eine
Ordnungswidrigkeit
und kann mit bis zu
5000 Euro Geldbuße
bestraft werden,
wenn man sich ein
Ehrenzeichen - und
sei es auch ein frei
erfundenes - selbst
bastelt, es trägt
oder jemand anderem
überlässt.. Orden
und Ehrenzeichen
kann nämlich nur der
Staat verleihen und
genehmigen....
AD HOC NEWS
-
Verleihung - Israels
Regierung verärgert über
Auszeichnung von
Israel-Kritikerin
Berlin (ddp). Die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an die umstrittene
Israel-Kritikerin
Felicia Langer sorgt
weiter für Ärger.
Israels Regierung
kritisierte die
Auszeichnung der in
Tübingen lebenden
israelischen Anwältin
scharf. «Langer hat über
Jahre immer wieder
Kräfte unterstützt, die
Gewalt, Tod und
Extremismus
befürworten», sagte der
Sprecher des
israelischen
Außenministeriums, Yigal
Palmor, dem Berliner
«Tagesspiegel»
(Freitagausgabe) laut
Vorabbericht. Jedem, der
ihr einen Orden
verleihe, müssten «die
Konsequenzen bewusst
sein, wenn man
Intoleranz und böse
Absichten nachträglich
legitimiert».
Der frühere
Vizepräsident des
Zentralrats der Juden in
Deutschland Michel
Friedman sagte im
Deutschlandradio: «Ich
glaube, dass die
Bundesrepublik gut
beraten gewesen wäre,
darauf zu verzichten und
ganz andere für ihr
Lebenswerk zu ehren.
Nämlich diejenigen, die
Brücken bauen zwischen
Palästinensern und
Israelis.» Friedman
betonte, Langer habe den
Palästinensern zwar
Unterstützung angeboten
und auch für ihre Sache
gekämpft, «aber
gleichzeitig Israel so
verunglimpft und so
polarisiert in ihrer
Darstellung, dass sie
damit nicht mehr zur
Brückenbildnerin
geeignet ist».
Die 78-jährige Langer
wurde im Laufe ihres
Lebens mehrfach
ausgezeichnet, unter
anderem mit dem
alternativen Nobelpreis.
Sie setzt sich seit
Jahrzehnten für die
Rechte palästinensischer
Häftlinge in den von
Israel besetzten
Gebieten ein.
In der vergangenen Woche
hatte Langer das
Bundesverdienstkreuz
erhalten. Bei jüdischen
Organisationen und
Intellektuellen löste
die Auszeichnung heftige
Empörung aus..
-
DOMRADIO
-
„Nicht zur
Brückenbauerin geeignet“ -
Israels Regierung
verärgert über
Auszeichnung von
Israel-Kritikerin
Die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an die umstrittene
Israel-Kritikerin
Felicia Langer sorgt
weiter für Ärger.
Israels Regierung
kritisierte die
Auszeichnung der in
Tübingen lebenden
israelischen Anwältin
scharf. Sie setzt sich
seit Jahrzehnten für die
Rechte palästinensischer
Häftlinge in den von
Israel besetzten
Gebieten ein und spricht
nun von einer
Verleumdungskampagne„.
„Langer hat über Jahre
immer wieder Kräfte
unterstützt, die Gewalt,
Tod und Extremismus
befürworten“, sagte der
Sprecher des
israelischen
Außenministeriums, Yigal
Palmor, dem Berliner
„Tagesspiegel“
(Freitagausgabe) laut
Vorabbericht. Jedem, der
ihr einen Orden
verleihe, müssten „die
Konsequenzen bewusst
sein, wenn man
Intoleranz und böse
Absichten nachträglich
legitimiert“.
Der frühere
Vizepräsident des
Zentralrats der Juden in
Deutschland, Michel
Friedman, sagte im
Deutschlandradio Kultur:
„Ich glaube, dass die
Bundesrepublik gut
beraten gewesen wäre,
darauf zu verzichten und
ganz andere für ihr
Lebenswerk zu ehren.
Nämlich diejenigen, die
Brücken bauen zwischen
Palästinensern und
Israelis.“ Friedman
betonte, Langer habe den
Palästinensern zwar
Unterstützung angeboten
und auch für ihre Sache
gekämpft, „aber
gleichzeitig Israel so
verunglimpft und so
polarisiert in ihrer
Darstellung, dass sie
damit nicht mehr zur
Brückenbildnerin
geeignet ist“....
JTA
-
More leaders call on Germany to
rescind award
BERLIN (JTA) -- The head of the
German-Israeli Society called on
Germany to withdraw an award
given to staunch anti-Israel
activist Felicia Langer.
"It was a bad mistake to honor
Ms. Langer," Johannes Gerster
said in a statement released
Thursday. "Mistakes should be
corrected."
Severe criticism, particularly
in Germany's Jewish community,
has been raised since Germany
bestowed the nation's Order of
Merit on Langer, who is Jewish,
on July 16.
Gerster, who is not Jewish,
argued that Germany has
withdrawn such honors in the
past.
"The capacity to correct itself
has not damaged Germany," he
said.
Several organizations, from the
Central Council of Jews in
Germany to the American Jewish
Committee, have expressed dismay
at the decision to honor Langer.
Prominent recipients of the
award in Germany and Israel have
said they would return their
Order of Merit if Langer's is
not rescinded.
"If Ms. Langer wants to wage a
personal publicity war against
the land of Israel, which she
left in 1990, that's her
business," Gerster said in
Thursday's statement. But
Langer "constantly and knowingly
mixes up cause and effect in the
Mideast conflict," and
"falsifies history through
one-sided, refutable assignation
of guilt on Israel. Such methods
don't do anything for the
important cause of peace" but
rather incite hate and
strengthen Islamic
fundamentalists, he added.
Gerster, who returned Wednesday
from an eight-day trip to the
Middle East, said that Israeli
and Palestinian politicians
expressed surprise at Germany's
recognition of Langer.
NEW
MAJORITY -
Germans Admit Prize Was for
Israel-Bashing
In
my Wednesday article on Felicia
Langer and her receipt of
Germany’s highest honor,
The Federal Cross of Merit,
First Class, I cited from the
speech given by
Baden-Württemberg government
representative Hubert Wicker at
the awards ceremony. “An
uncompromising engagement on
behalf of humanity is the very
core of Felicia-Amalia Langer’s
existence,” Wicker said, “She is
still fighting for human rights
and a just peace in the Middle
East, whereby she steadfastly
pursues her goal of building a
bridge between Israelis and
Palestinians.” These and other
similarly vague comments were
made available,
here,
on the website of the
Baden-Württemberg government.
But Wicker appears also to have
made comments that were far less
vague and that reveal that
Langer’s anti-Israeli militancy
was part and parcel of the
reasons for presenting her the
award. Thus in a letter that
appeared in yesterday’s edition
(July 23) of the Frankfurter
Allgemeine Zeitung, Evelyn
Hecht-Galinski cites Wicker as
having said: “For 23 years you
fought against expropriations,
the destruction of homes and
deportations. Your clients told
you about torture, forced
confessions, deportations in
violation of international law,
and punishments resembling
clan-liability such as the
tearing down of suspects’
houses.” Hecht-Galinski also
reveals that she was herself the
person who proposed Langer for
the award. As mentioned in my
previous article (and discussed
at length
here),
Hecht-Galinski is another of the
prominent “Jewish critics of
Israel” who play a central role
in German discussions of the
Middle East conflict....
-
ACHGUT -
John Rosenthal: Von wegen
“Lebensleistung für
Brückenbauen”
But
Wicker appears also to have
made comments that were far
less vague and that reveal
that Langer’s anti-Israeli
militancy was part and
parcel of the reasons for
presenting her the award.
Thus in a letter that
appeared in yesterday’s
edition (July 23) of the
Frankfurter Allgemeine
Zeitung, Evelyn
Hecht-Galinski cites Wicker
as having said: “For 23
years you fought against
expropriations, the
destruction of homes and
deportations. Your clients
told you about torture,
forced confessions,
deportations in violation of
international law, and
punishments resembling
clan-liability such as the
tearing down of suspects’
houses..=E2��
http://www.newmajority.com/germans-admit-prize-was-for-israel-bashing/
SPIEGEL -
STREIT
ÜBER VERDIENSTKREUZ FÜR FELICIA
LANGER - Feigenblatt des
schlechten Gewissens -
Von wegen nette Anwältin:
Felicia Langer hilft den
Deutschen, über ihre
Schuldgefühle gegenüber den
Opfern des Holocaust
hinwegzukommen, meint Henryk
M. Broder. Dafür wurde sie
mit dem Bundesverdienstkreuz
ausgezeichnet. Nicht, weil sie
sich für Palästinenser einsetzt.
Wer demnächst ein
Bundesverdienstkreuz bekommt,
wird sich fragen müssen, ob er
es wegen oder trotz seiner
Gesinnung bekommen hat. Und ob
mit der Auszeichnung eine
Leistung anerkannt werden soll
oder nur die hartnäckige Pflege
einer Obsession, die mit der
Vita des beziehungsweise der
Geehrten zusammenhängt.
Die Verleihung eines
Bundesverdienstkreuzes 1..
Klasse an die
"Friedensaktivistin und
Menschenrechtlerin" Felicia
Langer
hat nicht nur viel Staub
aufgewirbelt,
sie stellt auch eine
Grenzüberschreitung dar. Noch
nie in der Geschichte der Bonner
und der Berliner Republik ist
einem bekennenden Kommunisten
beziehungsweise einer
Kommunistin eine solche Ehre
zuteil geworden; noch nie wurde
eine Person, deren
Hauptbeschäftigung darin
besteht, ein Land mieszumachen,
mit dem die Bundesrepublik
besondere und besonders
freundliche Beziehungen
unterhält, für ihre Verdienste
um die Menschenrechte und
Menschenwürde ausgezeichnet. Es
ist, als würde man einen
Geisterfahrer ohne Führerschein
für sein mutiges Verhalten
belohnen....
TAGESSPIEGEL -
Auf den Punkt -
Wiederdeutschwerdung -
Malte Lehming über deutsche
Juden, Patrioten und Felicia
Langer
Berlin -
Der Hauptmann Leo Löwenstein
gründete im Februar 1919 den
"Reichsbund jüdischer
Frontsoldaten". Etwa 85.000
davon kämpften im Ersten
Weltkrieg für die Heimat,
rund 12.000 starben den
"Heldentod fürs Vaterland".
Im August 1914
veröffentlichte der
"Centralverein deutscher
Staatsbürger jüdischen
Glaubens", in dem sich die
Mehrheit der deutschen Juden
organisiert hatte, einen
entsprechend patriotischen
Aufruf: "Dass jeder deutsche
Jude zu den Opfern an Gut
und Blut bereit ist, die die
Pflicht erheischt, ist
selbstverständlich.
Glaubensgenossen! Wir rufen
Euch auf, über das Maß der
Pflicht hinaus Eure Kräfte
dem Vaterlande zu widmen!"
Und Hauptmann Löwenstein gab
noch 1932 ein Gedenkbuch des
"Reichsbundes jüdischer
Frontsoldaten" heraus, in
dem er einleitend schrieb:
"Das edelste deutsche Blut
ist das, welches von
deutschen Soldaten für
Deutschland vergossen wurde.
Zu diesen gehören auch die
12.000 Gefallenen der
deutschen Judenheit, die
damit wiederum ihre allein
ernsthafte und
achtunggebietende Blutprobe
im deutschen Sinne bestanden
hat."
In diesen Tagen besteht die
deutsche Judenheit eine ganz
andere Probe. Sie zeigt,
dass sie seit Löwensteins
Tagen nie deutscher war als
heute. Tapfer und über das
Maß der Pflicht hinaus
kämpft sie für das Ansehen
ihres Vaterlandes in Form
der höchsten Auszeichnung,
die es vergeben kann, dem
Bundesverdienstkreuz. Diese
Auszeichnung zu beschmutzen,
empfinden sie als Anschlag
auf die eigene Würde, als
eine Art symbolischen
Ehrenmord. Sie schimpfen
über einen "Skandal", wollen
"weiteren Schaden vom Land
abwenden", der "Zentralrat
der Juden" protestiert
ebenso wie das "American
Jewish Committee", zwei
Holocaust-Überlebende, die
selbst das
Bundesverdienstkreuz
bekamen, Arno Lustiger und
Ralph Giordano, drohen
ultimativ mit dessen
Rückgabe. Immer neue Salven
feuern die Kanoniere auf
eine Spätzin ab.
Die Spätzin heißt Felicia
Langer, ist Anwältin und so
genannte
Menschenrechtsaktivistin,
eine in Polen geborene
Holocaust-Überlebende, die
der Fachwelt bislang vor
allem dadurch aufgefallen
war, dass sie ziemlich viel
Unsinn über Israel erzählt.
Vor allem für Letzteres
wurde sie vor kurzem, wie
rund 240.000 andere Personen
seit 1951, mit dem
Bundesverdienstkreuz geehrt.
Nun kann man von solchen
Auszeichnungen halten, was
man will (am besten, man
nimmt sie gar nicht erst an,
wie etwa Helmut Schmidt).
Falls man sich dennoch mit
ihnen befasst, muss die
Frage erlaubt sein: Was
erklärt die Leidenschaft,
die Verve, den Furor? Warum
dreht einer, der den
Holocaust überlebt hat, bei
dem Gedanken durch, eine
überkandidelte ältere Frau
bekommt von einem deutschen
Staatssekretär, mit
Billigung eines grünen
Bürgermeisters, in der
Provinzstadt Tübingen ein
Stück Blech ausgehändigt?
Vor ein paar Jahren hätten
kritische Kräfte in diesem
Land einen solchen Vorgang
eher lakonisch kommentiert.
Denn in der Tat hat sich
Felicia Langer um
Deutschland ja
außerordentlich verdient
gemacht. Immerhin sehen 65
Prozent der Deutschen, laut
einer Meinungsumfrage der
EU-Kommission, in Israel die
größte Gefahr für den
Weltfrieden, auf den Plätzen
zwei und drei: Iran und
Nordkorea. Eine Studie des
Pew Research Centers in
Washington DC wiederum weist
rund ein Viertel der
Deutschen als antisemitisch
aus. Und es ist Deutschland,
wo ein Filbinger, Kiesinger
und Möllemann bis ganz nach
oben kommen. Es ist
Deutschland, wo eine Partei,
die sich als
außenpolitischen Sprecher
Norman Paech leistet,
fröhlich im Bundestag sitzt
und die Bundeshauptstadt
mitregiert.
Mitteldeutsche Zeitung -
Hausgemachtes
Dilemma
-
VON Andreas Montag,
23.07.09, 19:36h, aktualisiert 23.07.09, 19:41h
Die
Verleihung eines
Bundesverdienstkreuzes ist ein
höchst ehrenvoller, in den
meisten aller Fälle lediglich
von freudiger Erregung
begleiteter Vorgang. Bei der
Auszeichnung Felicia Langers
sieht das anders aus: Hier ist
ein klassisches Dilemma
entstanden.
Frau Langer, 78 Jahre alt und
bereits vielfach geehrt, ist
Jüdin, lebt in Deutschland und
meldet sich seit Jahren als eine
der unerbittlichsten
Kritikerinnen der israelischen
Politik zu Wort - namentlich,
was den Umgang mit den
Palästinensern betrifft. Das
steht ihr natürlich frei, wie es
dem Publizisten Ralph Giordano
und anderen jüdischen
Intellektuellen zusteht, Langer
für eine Feindin Israels zu
halten.
Nehmt ihr die Ehrung weg!,
fordert Giordano. Andernfalls
will er sein
Bundesverdienstkreuz abgeben.
Ein bitterer, wohl unauflösbarer
Streit. Dass Bundespräsident
Horst Köhler diese Debatte aber,
die zunächst eine Angelegenheit
Israels und der Palästinenser
betrifft, durch die
Ordensvergabe an Langer quasi
zum Politikum in Deutschland
gemacht hat, war mindestens
ungeschickt. Das Dilemma ist
hausgemacht.
Den Autor erreichen Sie unter:
andreas.montag@mz-web.de
Mitteldeutsche Zeitung -
Bundesverdienstkreuz -
Streit nach Ehrung für Felicia
Langer
- Jüdische Intellektuelle sind
empört - Friedman: Sie ist ales
Brückenbildnerin nicht geeignet
Die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
die umstrittene
Israel-Kritikerin Felicia
Langer stößt weiter auf
Widerspruch. Nach Meinung
des Moderators Michel
Friedman hätte die
Bundesrepublik darauf
verzichten müssen, der
Rechtsanwältin Langer das
Bundesverdienstkreuz zu
verleihen. Im
Deutschlandradio Kultur
sagte er, man hätte ganz
andere ehren sollen.
"Nämlich diejenigen, die
Brücken bauen zwischen
Palästinensern und
Israelis." Felicia Langer
habe Israel so verunglimpft
und so polarisiert, "dass
sie damit nicht mehr zur
Brückenbildnerin geeignet
ist."
Zentralrat ist
schockiert
Der Vizepräsident des
Zentralrats der Juden in
Deutschland, Dieter
Graumann, hatte zuvor dem
Internetportal "Spiegel
Online" gesagt, die
Auszeichnung durch
Bundespräsident Horst Köhler
sei "ein Schock".
"Deutschland hat damit
jemanden ausgezeichnet, der
professionell, chronisch und
obsessiv die Dämonisierung
Israels betreibt", sagte
Graumann. "Sie trägt ihr
Jüdischsein als Fahne vor
sich her - doch ihre
jahrelange Israel-Hetze
macht das nicht besser." ...
STANDARD -
Debatte um Auszeichnung von
Felicia Langer -
Israelische
Menschenrechtsanwältin als
"Feindin Israels" kritisiert
- Ehrung wäre "fatales
Signal"
Wien - Die israelische
Menschenrechtsanwältin
Felicia Langer (79) ist mit
dem deutschen
Bundesverdienstkreuz
ausgezeichnet worden. Bei
der Entgegennahme hat Langer
erklärt: "Mein Einsatz für
die entrechteten
Palästinenser und für
Frieden mit Gerechtigkeit
betont die Universalität der
Menschenrechte. Meine Lehre
aus dem Holocaust bedeutet
Menschlichkeit, Mitleid mit
den Opfern und Ablehnung von
Unrecht. Ich habe das Leid
der Palästinenser und ihre
unerträgliche Lage mit
eigenen Augen gesehen und
mit ihnen gelitten."...
-
-
-
HAMBURGER ABENDBLATT
-
Verdienstkreuz: Giordano
empört über Israel-Gegnerin
- Köhler soll Orden
aberkennen
Die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
die Israel-Kritikerin
Felicia Langer hat für
Empörung gesorgt.
Hamburg. Nachdem der
Vizepräsident des
Zentralrats der Juden,
Dieter Graumann, sie laut
"Jerusalem Post" als
"Israel-Hasserin" bezeichnet
hatte, forderte der jüdische
Schriftsteller Ralph
Giordano, der ebenfalls
Träger des Großen
Verdienstkreuzes und des
Verdienstordens ist, nun
Bundespräsident Horst Köhler
auf, Langer den Orden
abzuerkennen.
Andernfalls wolle er seine
Auszeichnung zurückgeben.
Langer hatte das
Bundesverdienstkreuz nach
den Worten des
Staatssekretärs im
Staatsministerium von
Baden-Württemberg, Hubert
Wicker, "für ihr gesamtes
humanitäres Lebenswerk"
erhalten. Langer habe sich
"für Frieden und
Gerechtigkeit sowie für die
Wahrung der Menschenrechte
eingesetzt".
Der Schriftsteller Giordano
sagte dagegen dem
Abendblatt: "Wer seine
kritischen Antennen so
einseitig in eine Richtung
ausgefahren hat wie Felicia
Langer macht sich als
Kämpfer für die
Menschenrechte völlig
unglaubwürdig." Niemand habe
"das Schweigen gegenüber
Menschenrechtsverletzungen
in den arabischen Ländern,
Israels Feinden, so
kultiviert wie diese
angebliche Universalistin".
Er könne nicht mit ihr in
einer Auszeichnungsreihe
stehen, sagte Giordano.
Durch eine Rückgabe würde
sein "schmerzlich erkämpftes
Verhältnis zu Deutschland in
einer Weise angetastet"
werden, wie er es nie für
möglich gehalten habe..
Langer hatte Israel als
"Apartheidstaat" bezeichnet,
dessen Rechtssystem eine
"Farce" sei.(hpkh)
ABACHO -
Langer wirft Kritikern
Kampagne gegen sie vor
Ulm (ddp). Die Tübinger
Anwältin und
Israel-Kritikerin
Felicia Langer hat ihren
Gegnern eine von Hass
erfüllte Kampagne gegen
sie vorgeworfen. Im
Interview mit der in Ulm
erscheinenden «Südwest
Presse» (Samstagausgabe)
sagte sie, es gebe
Organisationen in
Deutschland, die
verhindern wollten, dass
Israel kritisiert werde.
Ihre Feinde arbeiteten
mit unwahren
Unterstellungen.. So sei
sie nie Ehrengast des
DDR-Staatsratsvorsitzender
Erich Honecker gewesen,
auch habe sie nie
palästinensische
Terroristen verteidigt.
Langer, die vergangene
Woche das
Bundesverdienstkreuz
erhalten hatte, kündigte
an, sie werde weiter
gegen die
«Besatzungsmacht Israel»
und für die
Menschenrechte der
Palästinenser kämpfen:
«Ich bin immer auf der
Seite der Schwachen»,
sagte sie.
-
Mitteldeutsche
Zeitung -
Felicia
Langer will
Bundesverdienstkreuz
behalten
Ulm/dpa.
Die
Israel-Kritikerin
Felicia
Langer hat
im Streit
über ihre
Auszeichnung
mit dem
Bundesverdienstkreuz
ihren
Gegnern
vorgeworfen,
eine
hasserfüllte
Kampagne
gegen sie zu
führen.
In einem
Interview
der Ulmer
«Südwest
Presse»
(Samstag)
sagte sie,
es gebe
Organisationen
in
Deutschland,
die
verhindern
wollten,
dass Israel
kritisiert
werde. Ihre
Feinde
arbeiteten
mit unwahren
Unterstellungen.
So sei sie
nie
Ehrengast
des
DDR-Staatschefs
Erich
Honecker
gewesen,
auch habe
sie nie
palästinensische
Terroristen
verteidigt.
Die in
Tübingen
lebende
Anwältin,
die
vergangene
Woche das
Bundesverdienstkreuz
erhalten
hatte,
kündigte an,
sie werde
weiter gegen
die
«Besatzungsmacht
Israel» und
für die
Menschenrechte
der
Palästinenser
kämpfen:
«Ich bin
immer auf
der Seite
der
Schwachen.»...
-
Esslinger
Zeitung -
Felicia
Langer will
Verdienstkreuz
behalten
Hamburg/Tübingen
(dpa) - Die
jüdische
Rechtsanwältin
Felicia
Langer wird
ihr
Bundesverdienstkreuz
auch
angesichts
anhaltender
Kritik nicht
zurückgeben.
...
-
-
-
-
WIND IN THE
WIRES - Das
Bundesverdienstkreuz und
Felicia Langer
Das
Bundesverdienstkreuz
passt zu Felicia
Langer wie die
Faust aufs Auge.
Nicht, dass
diese
Israelhasserin
eine
Auszeichnung
verdient hätte,
im Gegenteil.
Aber in die
Liste
derjenigen,
denen die
Bundesregierung
eine solche
Medaille
verliehen hat,
passt sie
hervorragend
hinein.
Da wäre zum
Beispiel
Walter
Kreienberg,
einem
Physiologie-Professor
an der
Universität
Mainz, der 1971,
1977 und 1984
mit diesem Orden
geehrt wurde. Er
hatte 1937 über
"die
Verhinderung
Erbkranken
Nachwuchses"
promoviert und
war danach
Spezialist für
riskante
Höhenversuche
der
NS-Luftwaffe. Er
war fanatischer
Antisemit,
überzeugter
Nationalsozialist
und vielgeehrter
Wissenschaftler
nach der
Befreiung vom
Nationalsozialismus.
Auch
Heinz Eckhoff
wurde mit dem
Bundesverdienstkreuz
ausgezeichnet.
Er war Mitglied
der Waffen-SS
und saß nach
1945 für die NPD
im Kreistag.
Später wurde er
Mitglied der
CDU.
Karl Maria
Hettlage,
SS-Hauptsturmführer,
war als
Generalreferent
der "Mittelbau
GmbH)"Finanzfachmann
für
Rüstungsprojekte
in
Konzentrationslagern.
"Unter seiner
Leitung wurden
die von Juden
bewohnten
Mitwohnungen
katalogisiert,
die Kartei
diente später
der Gestapo als
Grundlage für
die
Judendeportations-Listen."
Nach 1959 war er
unter anderem
Staatssekretär
in der Regierung
Adenauer,
Wissenschaftlicher
Beirat des
Bundesministeriums
der Finanzen und
Mitglied in
zahlreichen
Gremien.
Nachdem den
Nationalsozialisten
1933 die Macht
übertragen
wurde,
erweiterte
Fritz Karl Ries
seine Flügel &
Polter KG von
einem 120-Mann
Betrieb zu einem
Unternehmen mit
mehr als 10.000
Beschäftigten
indem er
jüdische
Unternehmen
"arisierte". Er
profitierte von
jüdischer
Zwangs- und
Sklavenarbeit
und "übernahm"
alle möglichen
Betriebe im
besetzten
Europa. Nach
1945 förderte er
Helmut Kohl,
Franz Josef
Strauss und
andere
Politiker. Im
Jahr 1967 wurde
ihm von seinem
Ziehkind Helmut
Kohl das
Bundesverdienstkreuz
verliehen.
ACHGUT
- Fundstück -
Oettinger: Im
Fettnapf mit
Felicia
Die Jüdische
Gemeinde zu
Berlin hält die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an Felicia
Langer für einen
Skandal.
Langer ist eine
aus Polen
stammende Jüdin,
die vor den
Nazis fliehen
musste. Sie
wanderte nach
Israel aus und
wurde dort
Rechtsanwältin.
Nach dem
Sechs-Tage-Krieg
1967 beschloss
sie, ihrer
Ansicht nach
‚Unterprivilegierte’
in Israel zu
unterstützen und
verteidigte
fortan
Palästinenser
vor Gericht.
Seit 1990 lebt
und arbeitet sie
in Deutschland.
Der Blickwinkel
dieser
‚Menschenrechtsaktivistin’,
die Mitglied im
Zentralkomitee
der
kommunistischen
Partei Israels
war, zeichnete
sich allerdings
im
Nahostkonflikt
konsequent durch
die wissentlich
Vertauschung von
Ursache und
Wirkung der
herrschenden
Gewalt aus. So
wirft der
Präsident der
Deutsch-Israelischen
Gesellschaft,
Dr. h.c.
Johannes
Gerster, ihr in
seinem Statement
zur Verleihung
des
Bundesverdienstkreuzes
ihre
widerlegbare,
einseitige
Schuldzuweisung
an die Adresse
Israels vor, und
dass sie damit
die Geschichte
verfälsche. Mit
solchen Methoden
diene niemand
dem so wichtigen
Frieden.
Stattdessen
leiste sie der
Unversöhnlichkeit
…
ACHGUT
-
Ulrich Sahm: Ein
Kreuz kehrt heim
Der 74 Jahre
alte israelische
Reiseführer
Motke Shomrat
hat am
Freitagmorgen um
9.00 Uhr die
deutsche
Botschaft in Tel
Aviv aufgesucht
und Botschafter
Harald
Kindermann “mit
großem Schmerz”
sein
Bundesverdienstkreuz
aus Protest
gegen die Ehrung
der israelischen
Anwältin Felicia
Langer
zurückgegeben…
Botschafter
Kindermann
empfing Shomrat
und seine Frau
in seinem Büro.
Eine Stunde lang
hätten sie ein
“sehr nettes und
freundschaftliches”
Gespräch
geführt,
erzählte der
Reiseführer
weiter, unter
anderem über die
Geschichte
Israels und
jüdischen
Selbsthass.
Kindermann
bedauerte den
Beschluss von
Shomrat sehr,
zeigte aber auch
Verständnis:
“Wäre ich
Israeli, hätte
ich wohl auch so
gehandelt”,
sagte der
deutsche
Botschafter laut
Shomrat. Es sei
abgesprochen,
auch künftig in
Kontakt zu
bleiben, sagte
Shomrat.
http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Bundesverdienstkreuz-zurueckgegeben-article434032.html
Bald könnte es
nich eines sein:
Arno Hamburger,
Vorsitzender der
Israelitischen
Kultusgemeinde,
hat
Bundespräsident
Horst Köhler in
einem offenen
Brief
mitgeteilt, dass
er die ihm
verliehenen
Verdienstorden
der
Bundesrepublik
Deutschland
zurückgeben …
ACHGUT
-
Bayreuth und
Bundesverdienstkreuz
Seit Wochen
schon
übertrumpfen
sich die
Schlagzeilen
über den
Antisemitismus
des Bayreuther
Genies. Man
könnte fast
meinen, die
fortgesetzte
Streikandrohung
der
Bühnentechniker
vom Grünen Hügel
habe etwas mit
der noch
aufzuarbeitenden
Vergangenheit
des toten
Hausherrn zu
tun. Bei Wagner
ist alles
erlaubt.
So behauptete
dieser Tage ein
Online-Vergangenheitsbewältiger
forsch, der
Meister sei
nicht bloß ein
notorischer
Antisemit
gewesen, er habe
offenbar auch
schlechte Musik
verfasst. Der
Beweis? Das Ohr
des Betroffenen.
Es habe bei der
vorgenommenen
Prüfung nicht
länger als eine
Minute
mitgemacht. Wir
weisen den
Ankläger darauf
hin, dass es
eventuell auch
an seinem Ohr
liegen könnte,
befürchten aber,
dass der
Betreffende
durchaus der
Überzeugung
anhängen könnte,
Antisemitismus
erzeuge umgehend
schlechte Musik.
Das ist das
eine. Das
Wagner-Bashing.
Das andere ist
das Langer-Lob.
Wofür ein Wagner
gemaßregelt
wird, wird sie
geschätzt. Dass
Frau Langer an
Israel kein
gutes Haar
lässt, ist
hinreichend
bekannt. Ihr
Problem, könnte
man sagen, so
lange sie das
alles in Israel
und als Israelin
zum besten gibt.
Die israelische
Demokratie ist
stabil genug, um
Frau Langers
Einzigartigkeit
vertragen zu
können...
LINDWURM
-
Was man öfters
mal sagen sollte
-Wer Antizionist
ist, ist auch
Antisemit.
Antizionisten
wollen den Staat
Israel als
jüdisches
Staatswesen
auflösen. Damit
würden sie die
Juden ihrer
Schutzmacht
berauben, die,
was die
Geschichte
gezeigt hat, in
den vergangenen
Jahrhunderten
und vor allem
während der Zeit
des
Nationalsozialismus
so dringend
gebraucht worden
wäre und die
auch heute noch
notwendig ist,
weil sie dafür
sorgt, dass
Juden eine
Stimme in der
Welt haben, eine
Armee haben,
einen
Geheimdienst und
diplomatische
Vetretungen und
vor allem einen
Fluchtort, um
vor
gewalttätigen
Judenhassern
Schutz zu
suchen. Der
Antizionist ist
als Antisemit,
der er ja
defacto ist,
grantig darüber,
dass Juden sich
wehren können.
Er sähe sie
lieber seiner
Gnade
ausgeliefert....
Einige Beiträge über die
man (milde
ausgedrückt) geteilter
Meinung sein kann...
-
REUTLINGER
GENERAL-ANZEIGER
-
Glücklich über
Ehrung
-
Verdienstkreuz -
Felicia Langer setzt
sich gegen die
Kritik aus dem
jüdischen Lager
energisch zur Wehr.
Der Hass beunruhigt
sie
TÜBINGEN. Das hätte
eigentlich niemand
so recht voraussehen
können: Die
Verleihung der
Bundesverdienstkreuzes
an die Tübingerin
Felicia Langer im
Stuttgarter
Staatsministerium
(wir haben
berichtet) hat vor
allem die jüdische
Welt in und
außerhalb der
Bundesrepublik auf
den Plan gerufen.
Ralph Giordano
wollte sein
Bundesverdienstkreuz
gar zurückgeben,
schließlich habe
Langer Israel
»dämonisiert«.
Holocaust-Forscher
Micha Brumlik aus
Frankfurt spricht
eher ausgleichend
davon, dass »in der
Sache Frau Langer
das
Bundesverdienstkreuz
verdient« habe.
Dieter Graumann,
Vizepräsident des
Zentralrats der
Juden in
Deutschland, zeigte
sich von der
Verleihung doch
wieder
»schockiert.«...

Ein Idyll, ganz im
Gegensatz zu dem
Streit über das
Verdienstkreuz:
Felicia Langer mit
Ehemann Mosche in
ihrer Tübinger
Wohnung.
FOTO: GROHE
Der Tübinger
Oberbürgermeister
Boris Palmer, der
die Verleihung
unterstützte, sagte
gestern auf Anfrage,
er hätte nie
geglaubt, »dass es
so viele
hasserfüllte Leute
gibt«. Felicia
Langer habe sich
»selbstlos und mit
Herzblut für die
Palästinenser
eingesetzt und sich
eine wunderbare
Herzlichkeit
bewahrt«. Die
Verleihung würdige
gerade ihr
Engagement....
-
DEUTSCHLANDFUNK
-
Felicia Langer will
Bundesverdienstkreuz
nicht zurückgeben
- Rechtsanwältin
sieht sich als Opfer
einer
Verleumdungskampagne
-
Felicia Langer im
Gespräch mit Joachim
Scholl
Die
Menschenrechtsaktivistin
Felicia Langer hält
die Proteste gegen
die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an sie für eine
Verleumdung. Man
wolle Kritik an
Israels Verhalten
"total vermeiden".
Sie werde den Orden
nicht zurückgeben,
sagte die
israelische
Rechtsanwältin.
Joachim Scholl:
Die Empörung die
Ihnen jetzt
entgegenschlägt -
wie haben Sie die
aufgenommen?
Felicia Langer:
Am Anfang, das war,
na ja, ich glaubte,
dass das nicht so
heftig und nicht so
vehement ist, aber
danach, das hat mich
doch verletzt. Und
ich glaube, das ist
eine Kampagne von
Verleumdung.
Diejenigen, die
keine Argumente
haben, verleumden,
beleidigen. Und
sicher das tut weh,
weil ich glaube
sehr, sehr tief,
dass ich etwas Gutes
für das israelische
Volk auch mache,
nicht nur für die
Palästinenser. Ich
möchte, soll man die
israelische Politik
ändern und total
ändern, weil
andernfalls es wird
eine Tragödie auch
für Israel sein,
nicht nur für die
Palästinenser. So
ich schlage die
Brücken seit Jahren,
und deshalb ich
glaube nicht, dass
so eine Aktion hat
eine logische
Wurzel, sondern
leider man will die
Kritik gegen Israels
Verhalten oder auch
mehr manchmal
Verurteilung von (…)
will man das total
vermeiden und
mundtot machen.
Scholl: Wie
werden Sie jetzt auf
diese Anwürfe
reagieren, was
antworten Sie Ihren
Kritikern?...
-
ND - Der Ankläger - Ralph Giordano / Fast immer im Kampf: diesmal gegen Felicia Langer - Irmtraud Gutschke
Große Drohgebärde: Ralph Giordano will sein Bundesverdienstkreuz und sein Großes Verdienstkreuz zurückgeben, wenn Felicia Langer ihr Bundesverdienstkreuz behält. Da könnten wir Nicht-Kreuz-Träger die Achseln zucken: Macht das unter euch Bundesverdienstlern doch alleine aus. Giordanos Vorwurf, niemand habe »Israel mehr geschadet als diese angebliche Menschenrechtsaktivistin«, klingt beleidigend und von vornherein überzogen, auch wenn man nichts von Felicia Langers Mut wüsste, vor israelischen Gerichten Palästinenser verteidigt zu haben. Dass sie damit auch »Gutes für das israelische Volk tue«, davon ist sie überzeugt, und viele sehen es ebenso. »Dies ist eine Verleumdungskampagne«, sagt sie, »das tut weh.« Aber sie dürfte auch wissen, dass sie sich – als Verteidigerin – mit Giordano – als Ankläger – in einem Medienspiel befindet...
-
TAZ - Pro und Kontra - Bundesverdienstkreuz für Israelkritik - Hat die israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz verdient? Oder heizt dies nur einen einseitigen Empörungsdiskurs über Israel an? - VON S. REINECKE & U. GUTMAIR
-
PRO
Die israelkritische Rechtsanwältin Felicia Langer hat das Bundesverdienstkreuz bekommen. Manche fordern nun, dass ihr dieses wieder aberkannt wird, weil diese Verleihung Israel schade..=20 Diese Debatte trägt alle Züge einer Ersatzhandlung. Man schlägt die Botin für die Botschaft. Die ist unerfreulich, aber richtig.
Israel hat seit 42 Jahren ein Besatzungsregime etabliert und wie jede Besatzung korrumpiert auch dieses die Besatzer. Israel forciert aggressiv den Siedlungsbau und verstößt im Westjordanland systematisch gegen Menschenrechte. Die israelische Armee hat, wie die Initiative "Breaking the silence" kürzlich zeigte, im Gazakrieg gezielt Zivilisten getötet. 1.400 Palästinenser und 13 Israelis starben...
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CONTRA
Felicia Langer wäre das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse besser nicht verliehen worden. Nicht weil sie sich für diejenigen einsetzt, die an den Checkpoints im Westjordanland drangsaliert werden, während jüdische Siedler gerade ihre Olivenbäume aus dem Boden reißen. Auch nicht wegen des von Henryk Broder skandalisierten Umstands, dass der deutsche Staat nun eine alte Kommunistin ausgezeichnet hat, Gott bewahre. Die in Tübingen lebende Israelin ist eine Krawallschachtel, weshalb sie mit unseren Sympathien rechnen darf....
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JUNGE WELT - Dank an Horst Köhler - Die Erich-Mühsam-Gesellschaft in Lübeck dankt Bundespräsident Horst Köhler für die Auszeichnung der Israel-Kritikerin Felicia Langer:
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, der Vorstand der Erich-Mühsam-Gesellschaft begrüßt Ihre Entscheidung, Felicia Langer mit dem Bundesverdienstkreuz zu ehren. Die öffentliche Herabwürdigung der Preisträgerin empfinden wir als beschämend – allerdings nicht für die Geehrte.
2005 erhielt Felicia Langer den Erich-Mühsam-Preis.. So wie Erich Mühsam sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft einsetzte, ist es Felicia Langers Anliegen, den Schwachen zum Recht zu verhelfen, Gerechtigkeit herzustellen, ob als Rechtsanwältin in Israel oder als Autorin in Deutschland. Und wie Erich Mühsam scheint sie Haß und Diffamierungskampagnen dadurch zu wecken, daß ihre Berichte und Argumente immer mehr Menschen überzeugen. In Sachen Gerechtigkeit ist sie kompromißlos wie Mühsam. Der prägte den Satz: »Sich fügen heißt lügen.«...
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STATTWEB - Tübingen: Warum stattweb nicht weiter über Langers Verdienstkreuz berichten wird
Man könnte Frau Langer die Ehrung gönnen. Nur liegt in ihrem Fall eine Ehrung der BRD vor für Kritik ausschließlich an Israel als staatlich handelnder Einheit. Eine solche Ehrung ist bisher immer -ob gewollt oder nicht- als eigene Kritik des verleihenden Staates an den Zuständen im betreffenden Gebiet verstanden worden. Zum Beispiel in der Zeit des Kalten Krieges.
Eine Kritik dieser Art steht zwar einzelnen, nicht aber dem deutschen Staat als Gebilde zu. Insofern hätte die Ehrung besser unterbleiben sollen, um die Beziehungen Deutschlands und Israels nicht weiter zu verschlechtern
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Dr. Viktoria Waltz....
ZIONISMUS-ISRAEL-RAUMPLANUNG - Felicia Langer erhält das Bundesverdienstkreuz - die neozionistische Besatzer-Lobby lässt die Maske fallen
'Wenn man das alles als Persiflage liest, ist es hochgradig komisch'
(in Abwandlung eines Zitats in der Jungen Welt vom 18./19.709)
Pro Israel Lobby - gibt’s die?
Eine Kriminalserie – nicht der erste Fall: Felicia Langer
Die engagierte israelische Rechtsanwältin Felicia Langer erhielt in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz für ihr engagiertes Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte‘
Am 16.7.09 erhielt Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste, weil sie „in herausragender Weise für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte“ (aus der Begründung) eintritt. Es ist nicht die erste Würdigung Ihres Tuns. Die engagierte Rechtsanwältin, die Hoffnung für viele palästinensische politische Gefangene in Israel gewesen war und nach vielen Enttäuschungen über das staatliche Unrecht an den Palästinensern schließlich trotz der bitteren Erfahrungen ihrer Familie - ihr Mann durchlitt und überlebte 5 Konzentrationslager - mit ihrem Mann nach Deutschland auswanderte. So erhielt sie zum Beispiel 1990 bereits einen alternativen Friedensnobelpreis, 1991 ehrte sie die Bruno Kreisky Stiftung mit ihrem Preis und anlässlich des 50-jährigen Bestehens Israel wurde sie von der Zeitschrift JOU als eine der 50 bedeutendsten Frauen für die israelische Gesellschaft gewählt. Sie ist Ehrenbürgerin der Stadt Nazareth und 2005 wurde ihr der Erich Mühsam Preis verliehen.
Hier in Deutschland hat sie ihr Engagement fortgesetzt, Vorträge gehalten, viele Bücher geschrieben und mahnt besonders die deutsche Gesellschaft, aus dem Holocaust und auch aus Verantwortung gegenüber den Opfern der faschistischen Vergangenheit Konsequenzen zu ziehen und nicht erneutes Unrecht in Israel/Palästina zuzulassen oder gar mit Waffen und Geld zu unterstützen.
Kaum ist die Verleihung öffentlich, hagelt es Briefe der Empörung über diesen Akt beim Bundespräsidenten Köhler, beim Ministerpräsidenten Öttinger in Baden Württemberg, bei dem überbringenden Staatssekretär Wicker und beim Oberbürgermeister Palmer der Stadt Tübingen und andere jüdische Würdenträger wie Ralph Giordano wollen verärgert ihr Kreuz zurückgeben. Die Proteste kommen gar aus „Israel“ – ja die Kunde von einer angeblich unglaublichen Entgleisung des deutschen Staates geht bis in die USA.. Es geht deftig zu: der deutsche Staat wird als Nachfolgestaat des 3. Reiches beschimpft und seine geistige Nähe zum Faschismus nahegelegt. Hasstiraden finden sich auf Webseiten und in Briefen über diese Frau, die Norman Finkelstein (USA) als ‚a wonderful human being‘ bezeichnet. Wer sind diese aufgeregten Bürger? Du und ich? Felicia Langer ist so bekannt ?
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Moshe Zuckermann zu Felicia Langer...
JUNGE WELT - Vom Kreuz der Verdienste
Aufregung beim Zentralrat der Juden und bei Spiegel online über die Auszeichnung der Israel-Kritikerin Felicia Langer durch den Bundespräsidenten. Eine Dekodierung
Von Moshe Zuckermann
Man mag sich die Frage stellen, warum sich honorige Menschen für ihr öffentliches Wirken von staatlichen Institutionen auszeichnen lassen. Abgesehen davon, daß politische, soziale oder kulturelle Lebensleistungen (zumeist) um ihrer selbst willen vollbracht worden sind, daher keiner anderer Entlohnung bedürfen, als eben die, daß verwirklicht wurde, was beabsichtigt war, birgt staatliche Verleihung von Preisen und Medaillen stets etwas Vereinnahmendes in sich. Man begibt sich gleichsam in die Obhut eines Kollektivgebildes, mit dessen Repräsentanten und den von ihm sonst Ausgezeichneten man sich nicht unbedingt eins weiß. Andererseits mag freilich die eigene Randständigkeit durch ebendiese staatsoffizielle Anerkennungssymbolik ein wenig gemindert werden; die Vereinsamung im Widerständischen wird quasi mit der Patina eines formalen Konsenses überzogen. Und wer darf schon behaupten, sich der narzißtischen Beschmeichelung, mithin der Möglichkeit einer formalen Absegnung des eigenen Lebenswerks, vollends entziehen zu können. Nicht zuletzt darauf basiert ja die durch abstrakte Anerkennung gesicherte Selbstsetzung des Staates als Quelle von Legitimation.
Humanitäres Lebenswerk
Nun hat also Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz für ihr humanitäres Lebenswerk verliehen bekommen. Eine in der Tat nicht für selbstverständlich zu erachtende Entscheidung des deutschen Bundespräsidenten; zeichnen sich doch deutsche Staatsoffizielle für gewöhnlich durch eine selbstauferlegte Vorsicht aus, bei »jüdischen Angelegenheiten« ja nicht in den Verruf des Antisemitischen, welchem immer schon Zionismus- und Israelkritik zugerechnet werden, zu geraten. Sogleich brach denn das zu erwartende Gezeter los. In Spiegel online wurde der Bericht Veit Medicks über die neue Unerhörtheit mit folgenden Worten zusammengefaßt: »Umstrittene Entscheidung im Schloß Bellevue: Bundespräsident Köhler hat einer Tübinger Anwältin das Bundesverdienstkreuz verliehen, die seit Jahren gegen Israel wettert. Der Zentralrat der Juden ist entsetzt – und erste Träger des Kreuzes drohen bereits mit Rückgabe ihrer eigenen Auszeichnung«.
Die Worte bedürfen der Dekodierung. Nicht ersichtlich ist, warum die Entscheidung als »umstritten« apostrophiert wird. Gewissen Menschen paßt es nicht in den Kram, daß man Felicia Langer für auszeichnungswürdig erachtet hat. Wer diese Menschen sind, was sie umtreibt und warum ihnen so viel Gewicht beigemessen wird, daß man die Entscheidung gleich als umstritten erscheinen läßt, hat mit jenem vorauseilenden moralischen Gehorsam der deutschen politischen Klasse denen gegenüber zu tun, die in Deutschland die Definitionsmacht innehaben, wer als »guter Jude/Israeli«, aber auch was unter »antisemitisch« zu verstehen sei. Denn nicht irgendeiner »Tübinger Anwältin« ist das Bundesverdienstkreuz verliehen worden, sondern der Jüdin und ehemaligen Israelin Felicia Langer. Ralf Dahrendorf hat vor Jahrzehnten von der tragischen Haltung jener Intellektueller gesprochen, »die der Gedanke an ihr Land so lange um den Schlaf bringt, bis sie es verlassen müssen, um sich selbst zu erhalten«. Felicia Langer hat ihr mutiges, aufopferungsreiches humanitäres Werk jahrzehntelang in Israel praktiziert, sich gegen die Unmenschlichkeit der Okkupation und der ihr strukturell innewohnenden Entrechtung der Palästinenser gestemmt, mithin sich dem Haß etablierter ideologischer Verblendung so lange ausgesetzt, bis sie nicht mehr konnte und ins »ruhigere« Tübingen zog, um ihr von universell-menschlichem Anstand getragenes Werk, das der Indifferenz gegenüber der Leiderfahrung der Geschundenen trotzt, aus und in Deutschland weiterzuführen. Felicia Langer »wettert« also nicht gegen Israel, so als handle es sich um die persönliche Idiosynkrasie einer pathologischen Querulantin, sondern sie ist bei dem Gedanken, was ihr (ehemaliges) Land verbricht, ein Leben lang um den Schlaf gebracht.
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Generaldirektion Palästinas....
PALÄSTINA - Vom Kreuz der Verdienste
Aufregung beim Zentralrat der Juden und bei Spiegel online über die Auszeichnung der Israel-Kritikerin Felicia Langer durch den Bundespräsidenten. Eine Dekodierung von Moshe Zuckermann.
Man mag sich die Frage stellen, warum sich honorige Menschen für ihr öffentliches Wirken von staatlichen Institutionen auszeichnen lassen. Abgesehen davon, daß politische, soziale oder kulturelle Lebensleistungen (zumeist) um ihrer selbst willen vollbracht worden sind, daher keiner anderer Entlohnung bedürfen, als eben die, daß verwirklicht wurde, was beabsichtigt war, birgt staatliche Verleihung von Preisen und Medaillen stets etwas Vereinnahmendes in sich. Man begibt sich gleichsam in die Obhut eines Kollektivgebildes, mit dessen Repräsentanten und den von ihm sonst Ausgezeichneten man sich nicht unbedingt eins weiß. Andererseits mag freilich die eigene Randständigkeit durch ebendiese staatsoffizielle Anerkennungssymbolik ein wenig gemindert werden; die Vereinsamung im Widerständischen wird quasi mit der Patina eines formalen Konsenses überzogen. Und wer darf schon behaupten, sich der narzißtischen Beschmeichelung, mithin der Möglichkeit einer formalen Absegnung des eigenen Lebenswerks, vollends entziehen zu können. Nicht zuletzt darauf basiert ja die durch abstrakte Anerkennung gesicherte Selbstsetzung des Staates als Quelle von Legitimation....
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READER'S EDITION - Ralph Giordano und das Bundesverdienstkreuz - Kommentar - Artikel von Claus-Dieter Stille
Der inzwischen 86-jährige jüdische Publizist [1] Ralph Giordano ist ein hoch geachteter Mann. Nicht nur hierzulande. Niemand, der in Deutschland noch alle Tassen im Schrank hat, und somit Kenntnis von den unumstrittenen Leistungen Giordanos und der seinerseits oft bewiesenen Zivilcourage besitzen dürfte, käme ernsthaft auf Idee, ihm plötzlich Respekt und Anerkennung abzusprechen. Noch verfiele man wohl darauf, den Staat oder andere Institutionen aufzufordern, dem Manne einmal verliehene Auszeichnungen wieder abzuerkennen. Jedenfalls nicht, wenn kein schwer wiegender Grund dafür vorliegt. Ralph Giordano ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, sowie des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deuschland.
Niemand kam auf die Idee, Ralph Giordano Preise aberkennen zu wollen...
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SCHWÄBISCHES TAGBLATT - „Die Methoden sind schlimm“ - Boris Palmer zu den Angriffen auf ihn und die Tübinger Anwältin Felicia Langer
Weil Tübingens OB Boris Palmer zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer steht, wird er jetzt in Medien in Verbindung mit dem Antisemitismus gebracht.

Felicia Langer
Tübingen. „Das ist kein Recherche-, sondern Kampagnen-Journalismus“, sagte Palmer gestern auf TAGBLATT-Anfrage. Gemeint ist damit der Journalist Henryk M. Broder. Der hielt der jüdischen Menschenrechtsanwältin Felicia Langer aus Tübingen im „Spiegel online“-Artikel „Feigenblatt des schlechten Gewissens“ unter anderem vor, dass sie ein Vorwort zu einem Buch des ehemaligen Düsseldorfer Grünen-Landtagsabgeordneten Jamal Karsli geschrieben habe. Er sei „ein gerichtlich anerkannter Antisemit“, schreibt Broder...
...„Die Methoden sind schlimm“, kommentiert Palmer Veröffentlichungen wie diese. Und: Er hätte „vor einer Woche noch nicht geglaubt, dass es ein solches Netzwerk gibt“. Mit diesem Netzwerk meint er die Initiative „Honestly Concerned“ (etwa: „aufrichtig betroffen“). Sie entstand nach Angaben auf ihrer Homepage im Mai 2002. „Alarmiert von Israel-feindlichen Presseberichten, wie antijüdischen Äußerungen von Politikern und öffentlichen Persönlichkeiten in Deutschland und Europa, beschlossen wir zu handeln.“ Wer sich allerdings hinter dem „wir“ verbirgt, ist weder dem Impressum des Vereins mit Sitz in Frankfurt noch der Seite „Wir über uns“ zu entnehmen.
Weiterhin gehen Mails mit wüsten Beschimpfungen im Tübinger Rathaus ein. Mailadresse sowie Telefonkontakt zu Palmer werden über spezielle Mailinglisten verbreitet. Was tun? „Anzeigen hat keinen Sinn“, sagt der OB, „man kann darauf nur mit Gleichmut reagieren.“ Viele der Mails seien „nicht mal anonym“. Palmer erklärt es sich damit, dass die Absender „sich im Recht fühlen“. Das eigentlich Schlimme aus seiner Sicht: „Dass Frau Langer das ertragen muss.“
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SCHWÄBISCHES TAGBLATT - Langer-Ehrung: Attacken gegen Palmer - OB empört sich über Schmutzkampagne und stellt sich vor die Tübinger Anwältin -Wegen des Ordens für die jüdische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer wird der Tübinger OB Boris Palmer übel angegangen.
Tübingen. Auf eine höfliche Anrede verzichtet der anonyme Schreiber. Und kommt gleich zur Sache: „Du hast dieser dreckigen Langerschlampe das Bundesverdienstkreuz verliehen", heißt es in der Mail, die vor kurzem bei Oberbürgermeister Boris Palmer einging. Und in dieser Tonlage geht es konsequent weiter. Elektronische Post ähnlichen Inhalts kommt in großer Zahl in Palmers Mailbox an, seitdem die Schriftsteller Ralph Giordano und Arno Lustiger angekündigt haben, sie würden wegen der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die Tübinger Menschenrechtsanwältin Felicia Langer ihren eigenen Orden zurückgeben. Gut 50 Mails sind bisher zu dem Thema bei Palmer eingegangen. Der OB: „Da wird ein Kübel Schmutz ausgeleert."
„Mich trifft das nicht", sagte Palmer gestern zu den Angriffen gegen seine Person, „wer solche Mails schreibt, beleidigt sich selbst." Aber diese „ganz üble Kampagne" betrübt ihn, weil er wisse, was Felicia Langer auszuhalten habe, und weil sie zeige, wie schwierig es sei, den Konflikt in Palästina zu lösen. Mit einer Kampagne wie dieser wolle man eine Kritikerin mundtot machen. Palmer bekräftigte gestern, dass er mit seiner Unterschrift das von Evelyn Hecht-Galinski in Gang gebrachte Ehrungs-Verfahren unterstützt habe. Hecht-Galinski ist die israel-kritische Tochter des verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden Heinz Galinski und lebt im Kreis Lörrach.
Nach Kritik auch an Ministerpräsident Günther Oettinger und an dessen Staatssekretär Hubert Wicker, der den Orden übergeben hatte, erklärte das Stuttgarter Staatsministerium, die Auszeichnung von Felicia Langer würdige deren humanitäre Verdienste „unabhängig von politischer, weltanschaulicher oder religiöser Motivation". Im Zentrum stehe dabei ihr Einsatz für hilfsbedürftige Personen ohne Ansehen von Nationalität oder Religion. Dabei habe auch ihre eigene Vergangenheit als massiv vom Holocaust betroffene Jüdin eine Rolle gespielt.
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ACHGUT - Henryk M. Broder - Boris Palmer Is Not Amused
sehr geehrter herr palmer,
ich arbeite an einem hintergrundbericht über den fall felicia langer für das wall street journal europe und wäre ihnen sehr dankbar, wenn sie mir vier fragen beantworten würden:
1. war ihnen zum zeitpunkt des antrags, frau langer das bvk zu verleihen, bekannt, dass frau langer vor drei jahren den “menschenrechtspreis” der “Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.” erhalten hat, einer vereinigung ehemaliger stasi-mitarbeiter?
2. war oder ist ihnen bekannt, dass frau langer die rede des iranischen präsidenten bei der “durban-2-konferenz” in genf ausdrücklich als einen beitrag zum frieden gelobt hat, während sie in den meisten medien vor allem als anti-israelische hetze aufgenommen wurde?
3. sind ihnen die gründe bekannt, die frau langer bewogen, 1990 von israel in die bundesrepublik zu ziehen?
4. kennen sie einen einheimischen deutschen kommunisten, der für seinen einsatz um die menschenrechte mit dem bvk erster klasse ausgezeichnet wurde?
und schließlich:
5. sind ihnen die fälle “Hans Ernst Schneider alias Hans Schwerte” und “Heinrich Wilhelm August Bütefisch” bekannt?
ich möchte gerne versuchen, dann fall lange zu entskandalisieren und als das darzustellen, was er vermutlich ist: eine vermeidbare panne in der kommunikation unter behörden.
für eine rasche antwort wäre ich ihnen sehr dankbar
henryk m. broder, berlin, 21..7.09
Sehr geehrter Herr Broder,
Gegenfrage: Glauben Sie, ich hätte noch nie einen Artikel von Ihnen gelesen und würde nicht erkennen, was Sie wirklich beabsichtigen?
Ihr Ziel ist doch nicht die Entskandalisierung, ich bitte Sie.
Werden Sie auch darüber schreiben, dass die von Hass geprägten Reaktionen einiger Langer-Kritiker so weit gehen, sie in eine Reihe mit Adolf Hitler zu stellen?
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass ich sofort zurückreten müsste, wenn ich sagen würde: “Wir haben Hitler und Stalin überlebt, wir werden auch Achmadinedschad und Henryk M Broder überleben”? Über Felicia Langer darf man das aber sagen und dabei sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben und niemand stört sich daran?....
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CASTOLLUX - Tübinger Erkenntnistheoretiker auf der Palme
Waldorf-Absolvent und Einser-Wonk Boris Palmer, seines Zeichens Oberbürgermeister der schläfrig-beschaulichen Theologenstadt Tübingen und Grünen-Mitglied, ist recht fix, wenn es gilt, anderen Menschen das Odeur des Denunziantentums anzuhängen, weil diese sich kritisch mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Felicia Langer auseinandersetzen.

Im Bild rechts: OB Palmer mit Helmut Schmidt und Weltethos-Synkretist Hans Küng
Warum ist OB Palmer so schnell auf der Palme - und was hat ihn geritten, wenn er unflätige Briefe von Spinnern, die in seinem Büro eintreffen, unzulässig in einen Zusammenhang mit Broders journalistischer Tätigkeit setzt? Hilflosigkeit angesichts seiner übereilten oder unbedachten Vorgehensweise? Oder gehört er einfach nur zu den Menschen, die aus politischen Erwägungen heraus konsequent an Fehlern festhalten, auch wenn sie selbst vielleicht schon begriffen haben, dass eine Richtigstellung oder Entschuldigung längst überfällig ist?...
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FR-BLOG - Diplomatisch heikel, aber ehrenwert
Felicia-Amalia Langer ist für viele in Deutschland eine Reizperson, und entsprechend unerträglich war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für einige wie Ralph Giordano und Arno Lustiger. Langer erhielt die Auszeichnung als Anerkennung für ihr Lebenswerkund ihr Engagement “für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte”. Darauf droht nun Ralph Giordano, seine Auszeichnungen - ebenfalls Bundesverdienstkreuz, außerdem das Große Verdienstkreuz - zurückzugeben. Er schrieb an den Bundespräsidenten, Langer sei “eine Feindin Israels, die in einem Land mit verbreiteter Gesinnung, sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten, nur von verheerender Wirkung sein kann”. Erpressung, oder? Langer sieht sich als Opfer einer Verleumdungskampagne. Sie glaube “tief, dass ich auch etwas Gutes für das israelische Volk tue, nicht nur für die Palästinenser”...
- From: A .P
Subject: Langer Rede kurzer Sinn - Brief an das Bundespräsidialamt
Sehr geehrte Damen und Herren des Bundespräsidialamtes,
Ich bin nur ein kleines Rad am Wagen, habe nicht viel mehr vorzuweisen als nur meine deutsche Staatsbürgerschaft. Aber ist es nicht so, dass Sie unter anderem auch mich repräsentieren mit dem, was Sie tun? Somit sehe ich mich in der Verantwortung, anzuprangern, was ich für Unrecht halte:
Ich nämlich, die ich Deutschland liebe, befinde mich nun in der Lage, mich schämen zu müssen für mein Land. Denn zugleich auch schätze und anerkenne ich Israel und staune über die Naivität und das uninformierte Vorgehen Ihrerseits, welche offenbar zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Felicia-Amalia Langer aus Tübingen geführt hat.
Sie müssen bereits sehr viel qualifiziertere Kritik erhalten haben als die meine, somit bitte ich Sie einzig, all dieser wohlüberlegten Kritik sorgfältigst Gehör zu schenken und Ihre Arbeit so zu tun, dass Sie im Nachhinein auch dazu stehen können.
Auf der Basis all dessen, was ich mir an Wissen angeeignet habe, verurteile ich die Verleihung . Da ich mir sicher bin, dass Sie im Zuge Ihrer Abwägungen zu eben diesem Ergebnis gelangen werden, bitte ich Sie, die Angelegenheit rasch und konsequent anzugehen.
Im Vertrauen auf Ihre angemessene Reaktion verbleibe ich ...
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Frau Kaiser vom "Schwäbischen Tagblatt" ist aber auch nicht schlecht:
Mit diesem Netzwerk meint er die Initiative „Honestly Concerned“ (etwa: „aufrichtig betroffen“). Sie entstand nach Angaben auf ihrer Homepage im Mai 2002. „Alarmiert von Israel-feindlichen Presseberichten, wie antijüdischen Äußerungen von Politikern und öffentlichen Persönlichkeiten in Deutschland und Europa, beschlossen wir zu handeln.“ Wer sich allerdings hinter dem „wir“ verbirgt, ist weder dem Impressum des Vereins mit Sitz in Frankfurt noch der Seite „Wir über uns“ zu entnehmen.
Jüdische Weltverschwörung, anyone?