Chronologischer Ablauf. Anlage 8 Honestly
Concerned
28.7.2009 -
Honestly-Concerned-Mailingliste : Message:
"INNENPOLITIK/ANTISEMITISMUS -
DOPPELAUSGABE" - Danke an Roger für die
Hilfe bei der Zusammenstellung dieser
Mail... - Online nicht vollständig
zu lesen. Deswegen vollständig hier.
-
AKTUELLES UPDATE ZUR
BUNDESVERDIENSTKREUZVERLEIHUNG AN
FELICIA LANGER...
-
WELT
-
Ehrung für
Israel-Kritikerin zurücknehmen! -
von
Benjamin Weinthal,
Journalist und Publizist -
27.07.2009 - 14.03 Uhr
Bundespräsident Horst Köhler sollte
die Verleihung des
Bundesverdienstkreuz an Felicia
Langer rückgängig machen, um ein
Zeichen zu setzen, dass eine
Gegnerin der einzigen Demokratie im
Nahen Osten und Verbreiterin eines
subversiven Antisemitismus nicht
salonfähig ist und geehrt werden
darf.
Die in Tübingen lebende
israelische Anwältin Felicia Langer
macht sich für islamische
fundamentalistische Gruppen wie
Hamas und die Islamische Republik
Iran stark. Sie ist für ihren Hass
auf Israel bekannt. Für Langer ist
Israel die „Apartheid der
Gegenwart“. Daher hat die Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes an sie
für Irritationen gesorgt, die
anhalten. Langers Haltung ist
populär bei einem großen Teil der
Linkspartei einschließlich der
Grünen. Der
Tübingen-Oberbürgermeister Boris
Palmer (Grüne) bleibt der stärkste
Verteidiger Langers und verharmlost
ihre antisemitischen Statements als
bloße „scharfe Kritik“ an der
israelischen Regierung.
Nimmt man die Arbeitsdefinition der
Europäischen Union zum
Antisemitismus als Maßstab, erfüllen
Langers Äußerungen sämtliche
Kriterien: Sie delegitimiert Israel
durch den Vergleich mit Südafrika
während der Apartheid, sie
dämonisiert Israel als einen Staat,
der eine „rassistische Politik“
betreibe, und sie misst Israel mit
Maßstäben, die sie an andere Staaten
nicht anlegt. Kritik an der
israelischen Regierung, wie an jedem
Staat, ist legitim und notwendig,
aber Langer hat die rote Linie der
EU-Arbeitsdefinition des
Antisemitismus überschritten.
Köhlers Verhalten stößt auf
Unverständnis in Israel
Auch Günther Oettinger, der
Ministerpräsident (CDU)
Baden-Würtembergs, setzte sich für
Langers BVK ein. Dass aber
ausgerechnet Bundespräsident Horst
Köhler, der als Israel-Freund gilt
und in der Knesset 2005 eine Rede
hielt, den Orden an Langer zuließ,
stößt auf Unverständnis in Israel.
Langers Verhältnis zu Israel und dem
Zentralrat der Juden, die sie als
„Filiale der israelischen Botschaft“
diffamierte, widerspricht der
besonderen deutsch-israelischen
Beziehung. Man präsentiert eine
Jüdin, die sich als
„Israel-Kritikerin“
versteht. Der Mechanismus wirkt: Ja,
wenn es ein Jude sagt, dann kann es
doch kein Antisemitismus ein. So
kann man Israel „politisch korrekt“
kritisieren, ohne sich selbst einem
hässlichen Verdacht auszusetzen.
Nicht selten hört man
antizionistische Juden behaupten,
die Juden seien selbst Schuld am
Antisemitismus und Israels Politik
sei mit Nazi-Deutschland
vergleichbar. Langer benutzt das
Wort „Ghetto“, das an das Warschauer
Ghetto erinnert, um die Lage im
Gaza-Streifen zu beschreiben.. Die
Instrumentalisierung einer winzigen
Anzahl jüdischer Israel-Hasser, die
ein privates Problem öffentlich
verarbeiten, ist ein Skandal, der
seinerseits Teil des „neuen
Antisemitismus“ ist.
Bundespräsident Horst Köhler sollte
die Verleihung an Langer rückgängig
machen, um ein Zeichen zu setzen,
dass eine Gegnerin der einzigen
Demokratie im Nahen Osten und
Verbreiterin eines subversiven
Antisemitismus nicht salonfähig ist
und geehrt werden darf.
-
Noch 3
TITELSEITEN...
-
TAGESSPIEGEL -
TITELSEITE: VIER
FRAGEN AN
JOSEF JOFFE
- Was macht die Welt?
- Die EU verschmähen,
Blondinenwitze verbieten, ein
Verdienstkreuz tauschen
...Der israelischen
Menschenrechtsaktivistin Felicia
Langer wurde das
Bundesverdienstkreuz verliehen.
Eine gute Wahl?
Nein. Das
Kreuzlein für die Dame ist so,
als hätte Israel eine dort
lebende Deutsche ausgezeichnet,
die dieses Land ständig als
Nazi-Festung geißelt,
gleichzeitig aber auch Nettes
über das Nazi-Regime zu
berichten weiß. Israel ist für
L. ein Ausbund des Rassismus,
Ahmadinedschad ganz okay,
Zivilisten-Killer erscheinen ihr
als Freiheitskämpfer. Den
Zentralrat der Juden hält sie
für eine „Filiale der
israelischen Botschaft“. Das ist
eine Beleidigung für den
Zentralrat, weiß doch jeder
richtige Antisemit, dass dieser
die Landeszentrale der
Weltverschwörung ist – also
weitaus mächtiger als eine
mickrige Botschaftsdependance.
WmdW ist verblüfft: Wieso haben
die Antennen (und Archive) des
Bundespräsidialamtes versagt
-

SIEHE
http://www.honestly-concerned.org/Temp/JAZ-Titelseite-2009-07-23.pdf
-
BERLINER
MORGENPOST -
Israel verärgert Auszeichnung
Die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an die
umstrittene Israel-Kritikerin
Felicia Langer sorgt weiter für
Ärger. Israels Regierung
kritisierte die Auszeichnung der
in Tübingen lebenden
israelischen Anwältin scharf.
"Langer hat über Jahre immer
wieder Kräfte unterstützt, die
Gewalt, Tod und Extremismus
befürworten", sagte der Sprecher
des israelischen
Außenministeriums, Yigal Palmor,
dem "Tagesspiegel".
-
Felicia
Langer will Bundesverdienstkreuz
behalten
BERLINER MORGENPOST
-
Kulturpolitik: Israel-Kritikerin
Langer verteidigt ihre Haltung
-Israel-Kritikerin Langer verteidigt
ihre Haltung
Israel-Kritikerin Felicia Langer hat
im Streit über ihre Auszeichnung mit
dem Bundesverdienstkreuz ihren
Gegnern vorgeworfen, eine
hasserfüllte Kampagne gegen sie zu
führen. Der "Südwest Presse" sagte
sie, es gebe Organisationen in
Deutschland, die verhindern wollten,
dass Israel kritisiert werde. Ihre
Feinde arbeiteten dabei mit unwahren
Unterstellungen. Unter anderem
hatten der TV-Moderator Michel
Friedman und Schriftsteller Ralph
Giordano die Auszeichnung für Langer
scharf kritisiert.
-
MZ -
Felicia Langer will
Bundesverdienstkreuz
behalten
Ulm - Die
Israel-Kritikerin
Felicia Langer hat im
Streit über ihre
Auszeichnung mit dem
Bundesverdienstkreuz
ihren Gegnern
vorgeworfen, eine
hasserfüllte Kampagne
gegen sie zu führen.
In einem Interview der
Ulmer «Südwest Presse»
(Samstag) sagte sie, es
gebe Organisationen in
Deutschland, die
verhindern wollten, dass
Israel kritisiert werde.
Ihre Feinde arbeiteten
mit unwahren
Unterstellungen. So sei
sie nie Ehrengast des
DDR-Staatschefs Erich
Honecker gewesen, auch
habe sie nie
palästinensische
Terroristen verteidigt.
Die in Tübingen lebende
Anwältin, die vergangene
Woche das
Bundesverdienstkreuz
erhalten hatte, kündigte
an, sie werde weiter
gegen die
«Besatzungsmacht Israel»
und für die
Menschenrechte der
Palästinenser kämpfen:
«Ich bin immer auf der
Seite der Schwachen.»
Unter anderem der
TV-Moderator Michel
Friedman und der
Schriftsteller Ralph
Giordano hatten die
Auszeichnung für Langer
scharf kritisiert und
das Staatsministerium
Baden-Württemberg
aufgefordert, die
Verleihung des Ordens
rückgängig zu machen.
Giordano drohte mit der
Rückgabe seines
Bundesverdienstkreuzes
und seines Großen
Verdienstkreuzes. Auch
in Israel gab es Kritik.
Dagegen hatte Tübingens
Oberbürgermeister Boris
Palmer (Grüne) die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an Langer mit Nachdruck
unterstützt.
-
HAMBURGER
ABENDBLATT -
Langer will
Verdienstkreuz behalten
- Die jüdische
Rechtsanwältin Felicia
Langer will ihr
Bundesverdienstkreuz
nicht zurückgeben.
Berlin. Dass jüdische
Intellektuelle wie Ralph
Giordano die Verleihung
scharf kritisiert
hätten, habe sie sehr
verletzt, sagte sie im
Deutschlandradio Kultur.
"Das tut weh. Denn ich
glaube tief, dass ich
auch etwas Gutes für das
israelische Volk tue,
nicht nur für die
Palästinenser", sagte
Langer.
Die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
an die in Tübingen
lebende israelische
Anwältin war wegen ihrer
Kritik an Israel auf
Unmut gestoßen. Die
78-jährige
Menschenrechtlerin,
Holocaust-Überlebende
und Trägerin des
Alternativen
Nobelpreises, setzt sich
seit Jahren für die
Palästinenser ein. Sie
wirft Israel "Apartheid
der Gegenwart" vor.
Der Sprecher des
israelischen
Außenministeriums, Yigal
Palmor, sagte dem
"Tagesspiegel", Langer
habe "über Jahre immer
wieder Kräfte
unterstützt, die Gewalt,
Tod und Extremismus
befürworten". Nach
Auffassung des
Fernsehmoderators Michel
Friedman wäre Berlin gut
beraten, auf die
Verleihung des Ordens an
Langer zu verzichten.
Der jüdische Autor Ralph
Giordano hatte in einem
offenen Brief an
Bundespräsident Horst
Köhler mit der Rückgabe
seines
Bundesverdienstkreuzes
gedroht, sollte die
Verleihung des Ordens an
Langer nicht rückgängig
gemacht werden.
-
NZ -
Israel-Kritikerin Langer
gibt Verdienstkreuz
nicht zurück
BERLIN/NÜRNBERG - Die
jüdische Rechtsanwältin
Felicia Langer will ihr
Bundesverdienstkreuz
nicht zurückgeben.
Dass jüdische
Intellektuelle wie Ralph
Giordano die Verleihung
scharf kritisiert
hätten, habe sie sehr
verletzt. «Dies ist eine
Verleumdungskampagne.
Das tut weh. Denn ich
glaube tief, dass ich
auch etwas Gutes für das
israelische Volk tue, (.
. .).» Die Verleihung
des
Bundesverdienstkreuzes
an die in Tübingen
lebende israelische
Anwältin war wegen ihrer
Kritik an Israel auf
Kritik gestoßen. Die
78-jährige
Menschenrechtlerin,
Holocaust-Überlebende
und Trägerin des
Alternativen
Nobelpreises setzt sich
seit Jahren für die
Palästinenser ein. Sie
wirft Israel «Apartheid
der Gegenwart» vor.
Der jüdische Autor Ralph
Giordano hatte in einem
offenen Brief an
Bundespräsident Horst
Köhler mit der Rückgabe
seines
Bundesverdienstkreuzes
gedroht, sollte die
Verleihung an Langer
nicht rückgängig gemacht
werden.
Auch Arno Hamburger,
Vorsitzender der
Israelitischen
Kultusgemeinde Nürnberg,
hat angekündigt, er
werde die ihm
verliehenen
Verdienstorden der
Bundesrepublik
Deutschland zurückgeben,
falls Langer das
Verdienstkreuz behalten
dürfe.. Mit Langer habe
eine ausgewiesene
Israel-Feindin eine der
höchsten Auszeichnungen
erhalten.
Erste Rückgabe des
Bundesverdienstkreuzes...
ULRICH W. SAHM/N-TV
–
"Mit großem Schmerz" -
Bundesverdienstkreuz
zurückgegeben
Jerusalem, 24. Juli 2009 -
Der 74 Jahre alte
israelische Reiseführer
Motke Shomrat hat am
Freitagmorgen um 9.00 Uhr
die deutsche Botschaft in
Tel Aviv aufgesucht und
Botschafter Harald
Kindermann "mit großem
Schmerz" sein
Bundesverdienstkreuz aus
Protest gegen die Ehrung der
israelischen Anwältin
Felicia Langer
zurückgegeben. Langer lebt
heute in Tübingen.
Shomrat sagte mir am
Telefon, dass er immer "sehr
stolz" auf sein
Bundesverdienstkreuz gewesen
sei. Es wurde ihm 1995 für
seine "Verdienste für die
Versöhnung zwischen dem
jüdischen und deutschen
Volk" vom damaligen
Bundespräsidenten Roman
Herzog verliehen. "Ich habe
es immer meinen Gruppen im
Bus erzählt und viel Applaus
dafür geerntet", so
Schomrat.
Botschafter Kindermann
empfing Shomrat und seine
Frau in seinem Büro. Eine
Stunde lang hätten sie ein
"sehr nettes und
freundschaftliches" Gespräch
geführt, erzählte der
Reiseführer weiter, unter
anderem über die Geschichte
Israels und jüdischen
Selbsthass. Kindermann
bedauerte den Beschluss von
Shomrat sehr, zeigte aber
auch Verständnis: "Wäre ich
Israeli, hätte ich wohl auch
so gehandelt", sagte der
deutsche Botschafter laut
Shomrat. Es sei
abgesprochen, auch künftig
in Kontakt zu bleiben, sagte
Shomrat.
Shomrat ist der erste, der
die Rückgabe des
Bundesverdienstkreuzes nicht
nur androht, sondern auch
verwirklicht. In Deutschland
haben inzwischen der
Schriftsteller Ralph
Giordano, der Historiker
Arno Lustiger und der
Vorsitzende der jüdischen
Gemeinde in Nürnberg, Arno
S. Hamburger, in offenen
Briefen Bundespräsidenten
Horst Köhler aufgefordert,
die Ehrung Felicia Langers
wieder rückgängig zu machen.
Andernfalls sähen sie sich
gezwungen, ihre eigene
Ehrung abzugeben, um nicht
in einer Reihe mit der
israelischen Anwältin und
Menschenrechtsaktivistin
stehen zu müssen.
Langer wurde von mehreren
Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens,
darunter dem Vorsitzenden
der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft, Johannes
Gerster, und der
Vorsitzenden des Zentralrats
der Juden in Deutschland,
Charlotte Knobloch,
vorgeworfen, Hass gegen
Israel geschürt zu haben und
eine Versöhnung zwischen
Israelis und Palästinensern
oder gar zwischen Juden und
Deutschen eher gestört zu
haben. Shomrat sagte: "Was
hat Langer für Deutschland
getan, dass ihr dafür eine
solche Ehrung gebührte? Sie
hat doch nur Hass geschürt
und gegen Israel gehetzt."
Shomrat stammt aus Köln. Er
hat den Krieg zunächst in
einem Kloster nahe dem
belgischen Ort Dimant und
später im KZ Mechlen in
Belgien überlebt, von wo
Juden ins Vernichtungslager
Auschwitz deportiert worden
sind. Sein Vater starb im KZ
Dachau am Tag der Befreiung.
-
Israelnetz.com -
Erstes
Bundesverdienstkreuz
zurückgegeben
TEL AVIV (inn) - Der 74
Jahre alte israelische
Reiseführer Motke
Schomrat hat am
Freitagmorgen die
deutsche Botschaft in
Tel Aviv aufgesucht und
Botschafter Harald
Kindermann "mit großem
Schmerz" sein
Bundesverdienstkreuz
zurückgegeben. Damit
protestierte er gegen
die Ehrung der
israelischen Anwältin
Felicia Langer, die
heute in Tübingen lebt.
Schomrat erzählte am
Telefon, dass er immer
"sehr stolz" auf sein
Bundesverdienstkreuz
gewesen sei. Es wurde
ihm 1995 für seine
"Verdienste für die
Versöhnung zwischen dem
jüdischen und deutschen
Volk" vom damaligen
Bundespräsidenten Roman
Herzog verliehen. "Ich
habe es immer meinen
Gruppen im Bus erzählt
und viel Applaus dafür
geerntet", sagte
Schomrat...
-
NN -
Hamburger denkt an
Rückgabe seiner
Verdienstorden -«In
tiefen Gewissenskonflikt
gestürzt«
NÜRNBERG - Arno
Hamburger, Vorsitzender
der Israelitischen
Kultusgemeinde, hat
Bundespräsident Horst
Köhler in einem offenen
Brief mitgeteilt, dass
er die ihm verliehenen
Verdienstorden der
Bundesrepublik
Deutschland zurückgeben
wird, falls die
Auszeichnung der
Tübinger Rechtsanwältin
Felicia Langer mit dem
Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse nicht wieder
rückgängig gemacht wird.
Hamburger zeigt sich
«tief bestürzt« über die
Ehrung, die auf
Vorschlag der
baden-württembergischen
Landesregierung und
Evelyn Hecht-Galinski
erfolgt ist. Er äußert
in dem Brief die
dringende Bitte an
Köhler, die Entscheidung
seines Hauses so schnell
wie möglich rückgängig
zu machen.
«Israel wird
diskriminiert«
«Mit Frau Langer
hat eine ausgewiesene
Israel-Feindin eine der
höchsten Auszeichnungen
erhalten. Sie ist zwar
selbst Jüdin, macht aber
bei ihren Reisen
landauf-landab keinen
Hehl aus ihren
Sympathien für die
Palästinenser, ohne die
Schrecken und den Terror
zu erwähnen, die von
ihnen ausgehen«,
schreibt Hamburger.
Sie scheue auch nicht
davor zurück, Israel als
«Apartheids-Staat« zu
diskriminieren und
ständig von einer
«jüdisch-zionistischen
Lobby« zu sprechen. Dies
erinnere fatal an die
schreckliche Legende der
«Weisen von Zion«, die
dereinst eine der am
meisten zitierten Lügen
des berüchtigten
«Stürmers« war. Mit
ihren Vorträgen schüre
die vermeintliche
Friedensaktivistin den
Antisemitismus in
Deutschland.
-
DER BOTE
-
Hamburger denkt an
Rückgabe seiner
Verdienstorden - «In
tiefen
Gewissenskonflikt
gestürzt«
NÜRNBERG - Arno
Hamburger,
Vorsitzender der
Israelitischen
Kultusgemeinde, hat
Bundespräsident
Horst Köhler in
einem offenen Brief
mitgeteilt, dass er
die ihm verliehenen
Verdienstorden der
Bundesrepublik
Deutschland
zurückgeben wird,
falls die
Auszeichnung der
Tübinger
Rechtsanwältin
Felicia Langer mit
dem
Bundesverdienstkreuz
1. Klasse nicht
wieder rückgängig
gemacht wird.
Hamburger zeigt sich
«tief bestürzt« über
die Ehrung, die auf
Vorschlag der
baden-württembergischen
Landesregierung und
Evelyn
Hecht-Galinski
erfolgt ist. Er
äußert in dem Brief
die dringende Bitte
an Köhler, die
Entscheidung seines
Hauses so schnell
wie möglich
rückgängig zu
machen.
KOMMENTARE/STELLUNGNAHMEN/MEINUNGEN...
-
Einer der nichts
verstanden hat...
NZ
-
Streit um
Ordensverleihung -
Israel kritisieren, aber
wie?
Seit 1990 lebt Felicia
Langer in Deutschland,
nachdem sie Israel im
Streit verlassen hat.
Zimperlich ist sie dabei
nie gewesen. Der
israelischen Regierung
und dem Militär hat sie
Menschenrechtsverletzungen
vorgeworfen und sich
einseitig für die
Palästinenser
eingesetzt. Darf man so
einer Frau das
Bundesverdienstkreuz
verleihen? Ralph
Giordano, der streitbare
Schriftsteller, meint
nein. Zusammen mit
anderen Kritikern,
darunter auch der
Nürnberger Ehrenbürger
und Stadtrat Arno
Hamburger, will er
seinen
Bundesverdienstorden
zurückgeben, falls Horst
Köhler nicht
zurückzieht.
Frau Langer vertausche
im Nahostkonflikt
ständig Ursache und
Wirkung, heißt es, sie
verfälsche die
Geschichte und schüre
den Hass auf Israel
durch widerlegbare
einseitige
Schuldzuweisungen.
Der Konflikt könnte als
Randereignis abgetan
werden, wenn er nicht
auch das besondere
Verhältnis der
Bundesrepublik zu Israel
betreffen würde. Dies
ist eben keine normale
Beziehung, die wir zu
diesem Staat haben.
Deutschland hat eine
Verpflichtung, schon aus
der Tatsache heraus,
dass es ein deutsches
Regime war, das einst
die Juden Europas zu
vernichten trachtete und
unvorstellbares Leid
heraufbeschwor. Die
Nachkommen der Täter
trifft zwar keine
Schuld; sie haben aber
durchaus eine nicht
wegzuleugnende
Verantwortung. Die
Sünden der Vergangenheit
können vergeben, aber
sie dürfen nicht
vergessen werden.
Dürfen wir Israel
deswegen nicht
kritisieren? Wir dürfen.
Wie in jedem anderen
Staat werden Fehler
gemacht, wird übers Ziel
hinausgeschossen. Der
Gaza-Krieg zu Beginn
dieses Jahres wurde
sogar von den eigenen
Soldaten in Frage
gestellt. Das zeigt aber
auch, dass im Vergleich
zu den anderen Staaten
in Nahost dort
Demokratie und
Meinungsfreiheit
herrschen.
Israel verteidigt sich
gegen eine Organisation,
die immer noch nicht
glaubhaft und mit einer
Stimme davon Abstand
genommen hat, diesen
Staat auslöschen zu
wollen. Wer die
Zerstörungen im
Gaza-Steifen zeigt, muss
immer auch sagen, dass
zuvor Raketen von dort
auf Städte in Israel
niedergingen.
Das Heilige Land bleibt
heillos zerstritten,
wenn nicht die
Scharfmacher auf beiden
Seiten immer wieder
benannt werden, wenn
Menschenwürde und
Menschenrechte leiden,
wenn dem Terror nicht
mit allen Kräften
Einhalt geboten wird.
Vielleicht war die
Ordensverleihung an
Felicia Langer nicht
diplomatisch, aber muss
der Einsatz für
Menschlichkeit immer
diplomatisch sein?
RAIMUND KIRCH
-
nett: "das
jüdische Lager"
GEA
- Verdienstkreuz
- Felicia Langer
setzt sich gegen
die Kritik
aus dem
jüdischen Lager
energisch zur
Wehr. Der Hass
beunruhigt sie
TÜBINGEN. Das
hätte eigentlich
niemand so recht
voraussehen
können: Die
Verleihung der
Bundesverdienstkreuzes
an die
Tübingerin
Felicia Langer
im Stuttgarter
Staatsministerium
(wir haben
berichtet) hat
vor allem die
jüdische Welt in
und außerhalb
der
Bundesrepublik
auf den Plan
gerufen. Ralph
Giordano wollte
sein
Bundesverdienstkreuz
gar zurückgeben,
schließlich habe
Langer Israel
»dämonisiert«.
Holocaust-Forscher
Micha Brumlik
aus Frankfurt
spricht eher
ausgleichend
davon, dass »in
der Sache Frau
Langer das
Bundesverdienstkreuz
verdient« habe.
Dieter Graumann,
Vizepräsident
des Zentralrats
der Juden in
Deutschland,
zeigte sich von
der Verleihung
doch wieder
»schockiert.«
Der Tübinger
Oberbürgermeister
Boris Palmer,
der die
Verleihung
unterstützte,
sagte gestern
auf Anfrage, er
hätte nie
geglaubt, »dass
es so viele
hasserfüllte
Leute gibt«.
Felicia Langer
habe sich
»selbstlos und
mit Herzblut für
die
Palästinenser
eingesetzt und
sich eine
wunderbare
Herzlichkeit
bewahrt«. Die
Verleihung
würdige gerade
ihr Engagement.
Hubert Wicker,
Staatssekretär
im Stuttgarter
Staatsministerium,
hatte bei der
Verleihung extra
betont, »das
humanitäre
Lebenswerk« sei
beeindruckend,
Felicia Langer
habe sich in
herausragender
Weise für
Frieden und
Menschenrechte
eingesetzt, ihre
jahrzehntelanges
Wirken verdiene
»großen Respekt
und
Anerkennung«.
Universalität
der
Menschenrechte
Felicia Langer
versteht die
ganze Aufregung
nicht. In einem
Gespräch mit
dieser Zeitung,
versicherte sie,
sie werde auf
keinen Fall das
Verdienstkreuz
zurückgeben
(»Gott behüte!,
das sage ich,
auch wenn ich
säkular bin«):
»Ich bin über
die Auszeichnung
glücklich, mein
Einsatz für den
Frieden betont
die
Universalität
der
Menschenrechte«.
Das habe sie
auch in ihrer
Dankesrede im
Stuttgarter
Staatsministerium
in dieser Woche
betont.
-
nett
JUNGE WELT
-
Zu der
Debatte um Felicia Langer
Professor Dr.
Wolfgang Richter, Vorsitzender
der Gesellschaft zum Schutz von
Bürgerrecht und Menschenwürde
e.V. GBM, erklärte am Sonntag zu
der Debatte um die Verleihung
des Bundesverdienstkreuzes an
die Rechtsanwältin Felicia
Langer:
Die GBM,
die sich glücklich schätzt,
Felicia Langer zu ihren
Menschenrechtspreisträgern
zu zählen, hat die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
sie begrüßt. (..) Jedoch
nicht unerwartet sind
diejenigen, mit deren
menschenrechtswidrigen
Positionen im
israelisch-palästinensischen
Konflikt sich Frau Langer
seit vielen Jahren
auseinandersetzt, zu einer
schmählichen Attacke gegen
sie angetreten. Es stört,
daß sie für die
Unteilbarkeit der
Menschenrechte auftritt, für
Versöhnung statt Haß, für
Achtung und Würde statt
Feindbilder. Gleiche
Menschenrechte für alle
Menschen zu fordern, also
für Juden wie für
Palästinenser, ist nichts,
wofür man sich entschuldigen
müßte oder gar – wie manche
fordern –einen Preis
zurückgeben.
Die Kritiker von Frau Langer
erwähnen – als wäre es keine
Ehre –, daß sie (neben
zahlreichen anderen Preisen)
auch den Menschenrechtspreis
der GBM erhalten hat. Obwohl
es keine Rolle bei Auswahl
unserer Kandidaten gespielt
hat, so hat es sich doch
ergeben, daß sie nicht die
einzige Preisträgerin
jüdischer Herkunft unter den
Menschenrechtspreisträgern
der GBM ist, die ihren
Standpunkt unterstützen und
ihr Engagement bewundern.
Ich nenne als Beispiele nur
Prof. Dr. Michel
Chossudovsky oder
Rechtsanwalt Dr. Friedrich
Wolff. Mir fällt übrigens
keine
Menschenrechtsorganisation
in Deutschland ein, die
einen höheren prozentualen
Anteil jüdischer Bürger
unter ihren bislang 13
Preisträgern hätte als die
GBM. Das kann auch niemanden
verwundern, der der GBM die
DDR-Herkunft der meisten
ihrer Mitglieder vorwirft.
In der DDR waren in
Regierung wie übrigens auch
im Zentralkomitee der SED
(nach einer Untersuchung von
Mario Kessler) bis 1967
sieben bzw. acht jüdische
Bürger vertreten, während in
der Bundesrepublik bis dahin
nicht ein einziger an der
Regierung beteiligt war. Das
war wohl nicht nur der
Schatten Globkes, sondern
Ausdruck offizieller
Staatspolitik der
Adenauer-Ära und eines
unbewältigten Faschismus.
Gänzlich haltlos ist der
heute in diesem Zusammenhang
von David Harris
vorgebrachte Vorwurf, die
GBM werde durch ehemalige
Stasi-Mitglieder geleitet.
Das ist ein ähnlicher
Vorwurf wie der, auf dessen
Wiederholung Anne Will
angesichts unserer
beabsichtigten Klage dagegen
in ihrer Talk-Show seither
verzichtete. Was aber soll
dieser Vorwurf nun gar noch
im Zusammenhang mit Israel,
ganz unabhängig von seiner
Absurdität, wo doch das MfS
bei der Verfolgung der
Eichmänner gewißlich an der
Seite Israels stand?
-
ACHGUT -
Nathan
Gelbart: Mr. President –
tear down this cross!
An für sich ein recht
unspektakulärer Vorgang.
Eine ehemals als
Rechtsanwältin tätige
Rentnerin erhält eine
zwischenzeitlich mehr als
240.000 mal in diesem Land
vergebene Auszeichnung, das
Bundesverdienstkreuz. Same
procedure as every day –
eine Handvoll Zuhörer aus
dem Familienkreise wohnt
einer Zeremonie bei, die
sich von der Spannung her
kaum noch von der
Aushändigung einer
Umweltplakette nach langem
Anstehen vor einem gläsernen
Kassenhäuschen
unterscheidet.
Doch die Auszeichnung an
Felicia sorgt für derartigen
Wirbel, dass die hierfür
Verantwortlichen nicht mehr
verantwortlich sein wollen
und als einziger Kämpfer nur
noch der Oberbürgermeister
einer südwestdeutschen
Kreisstadt übrig blieb. Denn
während üblicherweise das
Bundespräsidialamt Personen
auszeichnet, die sich um das
Gemeinwohl und um die
Bundesrepublik Deutschland
verdient gemacht haben,
wurde bei Felicia offenbar
eine peinliche Ausnahme
gemacht.
Richtig ist, dass Felicia
Jüdin ist, dem Holocaust
entrinnen konnte und als
Rechtsanwältin in Israel bis
1990 auch Palästinenser
vertreten hat. Richtig ist
aber auch, dass in Israel
etwa 7.3 Millionen Menschen
leben, davon 80% Juden,
unter ihnen eine Vielzahl
von Holocaustüberlebenden
und deren Angehörige, sowie
über 30.000 Rechtsanwälte,
die alle ihnen angetragenen
Mandate – auch von
Palästinensern - mehr oder
weniger gut erfüllten. Doch
der Fall Felicia liegt
anders.
Bis zu ihrer Auswanderung
nach Deutschland war sie
Mitglied des ZK der
Kommunistischen Partei
Israels und ließ keine
Gelegenheit aus, um Israel
zu dämonisieren und
insbesondere der Apartheid
zu beschuldigen. Damit
„kritisiert“ sie nicht etwa
Israel als gut gemeinter
Ratschlag unter Freunden,
sondern verlangt – wie es
echte Apartheidsregime auch
verdienen würden – dessen
Abschaffung. Es verwundert
daher auch nicht, dass sie
die international geächtete
Rede von Irans Präsident
Ahmadinedschad, in der er
sich das Ende Israels
wünscht, verteidigt. Felicia
schreibt das Vorwort für ein
Buch des als Antisemiten
bekannten Autors Jamal
Karsli und bezeichnet
israelische
Regierungsmitglieder als
„Kriegsverbrecher“.
-
CLEMENS HENI -
Boris
Palmer und der
Wohlfühl-Antisemitismus
-Grüne, Felicia Langer und
das Tübingen-Syndrom oder:
Wir mögen Juden –
aber nur, wenn sie gegen
Israel sind -
Dr.
Clemens Heni, Post-Doctoral
Researcher an der Yale
Initiative for the
Interdisciplinary Study of
Antisemitism (YIISA), YALE
University, USA
Felicia Langer wurde
kürzlich das
Bundesverdienstkreuz der
Bundesrepublik Deutschland
verliehen und würdevoll
überreicht. Frau Langer ist
seit Jahren berüchtigt für
ihre anti-israelischen
Texte, sie hat auch den
iranischen Präsidenten
Ahmadinejad für seinen Hass
auf Israel und den Westen
gelobt. Wie der deutsche,
antisemitische
Starschriftsteller Martin
Walser, der in seiner
Paulskirchenrede von
Auschwitz als „Moralkeule“
gesprochen hat, wirft Langer
das Wort
„Antisemitismuskeule“ in den
Raum, um ihren eigenen
Antizionismus schön zu reden
und von jedem Antisemitismus
zu reinigen. Wer wie Langer
das Rückkehrrecht von
palästinensischen
Flüchtlingen nach Israel
befürwortet will den
jüdischen Staat Israel
bewusst zerstören. Das ist
antisemitisch. Am 13. Juli
2005 hielt Langer im
Tübinger Schlatterhaus einen
Vortrag über den Nahen
Osten, welcher unter dem
Titel „Wie das faschistische
Israel das friedliebende
palästinensische Volk
unterdrückt“ angekündigt
worden war. Nach der
Definition der EUMC ist ein
Vergleich Israels mit den
Nazis antisemitisch. Frau
Langer symbolisiert
nachdrücklich die politische
Kultur des neuen
Antisemitismus. In der
Wissenschaft wird seit
einiger Zeit der neue
Antisemitismus zumeist als
Antizionismus und
Israelfeindschaft
analysiert. Schon 1974 gab
es in USA einen Band über
den „New Anti-Semitism“, der
sowohl christlichen, linken,
rechtsextremen, als auch
arabischen/islamischen
Antisemitismus untersuchte.
Seit den Massenmorden im
World Trade Center am 11.
September 2001, sowie der
zweiten Intifada, welche im
Herbst 2000 begonnen hatte,
ist der neue Antisemitismus
eine der größten Gefahren
für den Weltfrieden, Israel
und die Juden. Das
Atomprogramm des Iran
kombiniert mit den
wiederholten
Vernichtungsdrohungen gegen
den jüdischen Staat,
namentlich von Ahmadinejad,
ist schockierend. Frau
Langer jedoch unterstützt
den Antisemitismus von
Ahmadinejad und seiner Rede
vor der UN in Genf im April
2009, als er sagte, Israel
sei ein „rassistischer
Staat“ und einen „jüdischen
Staat“ könne es gar nicht
geben, Israel habe das
Gedenken an den Holocaust
nur benutzt um selbst
Verbrechen an den
Palästinensern zu verüben.
Was würde beispielsweise
passieren, wenn Wigbert
Grabert vom Tübinger OB
Boris Palmer vorgeschlagen
würde für ein
Bundesverdienstkreuz?
Grabert ist der Sohn von
Herbert Grabert, einem Nazi
und Holocaustleugner und bis
zu seinem Tod eine der
führenden Figuren im
bundesdeutschen Neonazismus.
Grabert junior, der bis
heute in Tübingen sein
Unwesen treibt (Grabert
Verlag), publizierte u.a. im
Umfeld der
„Antizionistischen Aktion“,
einer rechtsextremen Gruppe
in den 1980er/90er Jahren,
die ein ähnliches Programm
hatte wie Felicia Langer und
ihre Freunde heute. Israel
sei böse und schuld an allen
Konflikten im Nahen Osten,
die Palästinenser Opfer
bösen westlichen
Imperialismus, Zionismus sei
ein Verbrechen.
Würde Palmer einen
Rechtsextremen wie Grabert
ehren? Es wäre nur logisch,
denn auch für Grabert ist
Israel ein Übel und ein
jüdischer Staat
unerträglich. Boris Palmer
jedoch steht in einer
Kontinuität eines grünen
Antisemitismus seit Anbeginn
der Partei Die Grünen im
Jahr 1979. Damals waren
ehemalige
Nazi-Sympathisanten,
SA-Leute oder Ex-NSDAPler
wie Baldur Springmann sowie
Werner Vogel, oder führende
Personen der rechtsextremen
Neuen Rechten wie Henning
Eichberg aktiv am Aufbau der
Partei Die Grünen beteiligt.
Später kritzelten Grüne
Politiker bei einem Besuch
in Israel in ein Gästebuch
„Nie wieder Faschismus“, der
langjährige
Bundestagsabgeordnete aus
Berlin Hans-Christian
Ströbele hat die irakischen
Luftangriffe 1991 auf Israel
als „logische“ Folge der
Politik Israel
gerechtfertigt und den Tod
und die Angst von Juden vor
einem weiteren Gastod
schulterzuckend zur Kenntnis
genommen. Heute nun
fantasiert die
einflussreiche Grünen
Politikerin Renate Künast,
dass die deutsche NGO „Stop
the Bomb“ vom „Mossad“
finanziert sei. Dem liegt
nicht nur eine
antisemitische
Verschwörungstheorie zu
Grunde, was skandalös genug
ist. Es ist auch ein
Zeichen, dass sich ganz
normale Deutsche nicht
vorstellen können, dass
nicht-Juden gegen
Antisemitismus und
Antizionismus sind.
-
BPEINFO -
Stellungnahme der BPE zur
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
Felicia Langer und
Aydin Dogan
Bei allem Respekt
für den Ernst dieses
geistig-moralischen und
staatspolitischen Skandals
muss doch zunächst einmal in
aller Deutlichkeit die
ebenso bitter ernst gemeinte
Frage gestellt werden:
An wen verleihen zunehmend
„dilettantischere Politiker“
in einer zunehmend
„verblödeteren Republik“
wohl Verdienstkreuze? Nun,
etwa zeitgleich an eine
stalinistische
Israelhasserin
und an einen
kapitalistischen
Propaganda-Unternehmer des
türkischen Staats-Islam.
Hinter dieser gleichzeitigen
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
Felicia Langer und Aydin
Dogan steckt aber nicht nur
eine abgrundtiefe politische
Instinktlosigkeit. Sie ist
vielmehr ein erneuter
eindeutiger Indikator dafür,
wie weit der Vormarsch der
antiisraelischen und
proislamischen
Kollaborateure im deutschen
Staatsapparat schon
vorangeschritten ist. Davon
zeugte bereits die
Preisverleihung an den
Großmufti von Bosnien und
Herzegowina, Mustafa Ceric,
im Beisein christlicher
Oberhirten und des
Bundesinnenministers
Schäuble.
Sie reiht sich nahtlos ein
in die Hofierung und
Protegierung der islamischen
Herrschaftskultur bei
gleichzeitiger respektloser
Ungleichbehandlung und
ausgrenzender Missachtung
besser integrierter
nichtmuslimischer
Zuwanderergruppen, wie sie
die gescheiterte deutsche
Islamkonferenz
kennzeichnete.
Und sie findet ihr
passförmiges Gegenstück in
der skandalösen
symbolpolitischen
Ungleichbehandlung von
Opfern islamisch begründeter
„Ehrenmorde“ gegenüber einem
einzigen muslimischen Opfer
eines zugewanderten Mörders,
das von islamistischen
Kräften im Verbund mit ihren
Lakaien aus der deutschen
Islamophilen-Szene auf
widerliche Art
ausgebeutet
wird.
Nicht zuletzt stellt die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
eine notorische
Israelhasserin wie Felicia
Langer eine gezielte
Provokation aller
Holocaust-Überlebenden dar.
Und so haben auch bereits
Ralph Giordano und Arno
Lustiger erklärt, ihre
Auszeichnungen
zurückzugeben, falls Langer
das Verdienstkreuz nicht
aberkannt wird.
-
ABACHO -
Langer wirft Kritikern Kampagne
gegen sie vor
Ulm
(ddp). Die Tübinger Anwältin und
Israel-Kritikerin Felicia Langer
hat ihren Gegnern eine von Hass
erfüllte Kampagne gegen sie
vorgeworfen. Im Interview mit
der in Ulm erscheinenden
«Südwest Presse»
(Samstagausgabe) sagte sie, es
gebe Organisationen in
Deutschland, die verhindern
wollten, dass Israel kritisiert
werde. Ihre Feinde arbeiteten
mit unwahren Unterstellungen. So
sei sie nie Ehrengast des
DDR-Staatsratsvorsitzender Erich
Honecker gewesen, auch habe sie
nie palästinensische Terroristen
verteidigt. Langer, die
vergangene Woche das
Bundesverdienstkreuz erhalten
hatte, kündigte an, sie werde
weiter gegen die
«Besatzungsmacht Israel» und für
die Menschenrechte der
Palästinenser kämpfen: «Ich bin
immer auf der Seite der
Schwachen», sagte sie.
-
SENDUNGSBEWUSSTSEIN
-
Broder
versus Langer: Der Freitag weiss
sich zu positionieren
Da Broder inhaltlich meist im
Recht ist, kann man ihn nur aus
der Sicht einer Klassendame mit
Anstands- und Benimmvorwürfen
angreifen.
Die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
Felicia Langer durch den grünen
Bürgermeister Tübingens wird in
die deutsche Geschichte eingehen
als neue Stufe in der
politischen und
gesellschaftlichen Kampagne
gegen Israel. Orwell lässt
grüßen.
Broder versucht eine
Gegenkampagne zu starten, das
wird ihm selbstverständlich
sofort vorgeworfen. Wie immer,
Aktion und Reaktion werden
ausgetauscht.
Nun mischt sich auch noch die
Wochenzeitung “Freitag” ein, das
wollen wir hier festhalten: Vor
einigen Tagen bot sich wie
gerufen die Gelegenheit an,
Broder die eine Unanständigkeit
vorzuwerfen. Im Netzwerk Achse
des Guten wurde ein Kollege
Broders, der Journalist Posener,
vor die Tür gestellt, aufgrund
einer Denunziation. “Der
Freitag” hat daraus eine Story
gemacht gemäß dem härteren
Boulevard nach Jakob Augstein.
Eine Schlammschlacht, in welcher
Broder ganz gewiß nicht gut
dasteht. Der Freitag wähnt sich
dabei, sehr gut dazustehen.
Gestern abend hat der
“Historiker, Germanist und
Amerikanist” Leif Eriksson bei
dem Freitag gebloggt und
dabei einen Beitrag Broders aus
derselben Achse einfach so
komplett hineinkopiert und das
ohne Verlinkung (auch gewiß ganz
anständig). Dafür mit Empörungs-
und Anstandsformeln, wie es sich
gehört. Nur diesmal geht das in
die Hose, weil diesmal geht es
um Inhalte. Darin sagt der
Oberbürgermeister Boris Palmer:
Sie tragen dazu bei, dass es in
Israel keine kritische Debatte
über die Politik des eigenen
Staates geben darf.
Darum geht es, und das macht der
Freitag mit. Das ist immer
wieder dieselbe irre
Überzeugung, man solle von
Deutschland her Israel belehren
und erziehen. Diese Erzieher
wissen zwar nichts über die
innere Situation in Israel,
nichts über das Ausmaß der
Debatten dort. Sie haben keine
Ahnung davon, wie rückständig im
Vergleich dazu die
Kritikfähigkeit der deutschen
Politik und Gesellschaft
insgesamt ist, sie ereifern sich
trotzdem oder gerade deswegen.
-
HEPLEV -
Ausgezeichnete Verdienste und
die zugehörige – problematische
– Lobhudelei
„Deutsche geben zu, der Preis
war für’s Israel-Bashing“,
titelt John Rosenthal
auf
newmajority.com
und schreibt, Beleg sei ein
Leserbrief von Evelyn
Hecht-Galinski in der FAZ vom
23. Juli. Die Tochter sah sich
genötigt der
Bundesverdienstjüdin gegen jede
Kritik zu Hilfe zu eilen und die
Begründung für die
Ordensverleihung zu zitieren –
oder zu ergänzen?
In dem Brief heißt es u.a.
(honestly-concerned.org hat ihn
in einem
temporären Verzeichnis
ins Internet gestellt):
Ich möchte hiermit als Anregerin
dieser Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
Felicia Langer aus der Ansprache
des Staatssekretärs Hubert
Wickert zitieren: „23 Jahre
kämpften Sie gegen Enteignung,
Häuserzerstörung und
Deportation. Ihre Mandanten
berichteten Ihnen über
Folterungen, erzwungene
Geständnisse,
völkerrechtswidrige
Deportationen und
sippenhaftähnliche Bestrafungen
wie das Niederreißen der Häuser
der Verdächtigen.“
Die Trägerin des Alternativen
Nobelpreises Felicia Langer
bekam dieses
Bundesverdienstkreuz Erster
Klasse von Bundespräsident
Köhler und Ministerpräsident
Oettinger ausdrücklich für ihr
humanitäres Lebenswerk.
Das ist nun interessant. Auf der
Internetseite des
Staatsministeriums
von Baden-Württemberg ist nichts
von „völkerrechtswidrigen
Deportationen“ (sondern „nur“
von Deportationen) oder
„sippenhaftähnlichen
Bestrafungen wie das
Niederreißen der Häuser der
Verdächtigen“ zu lesen. Warum?
Man könnte vielleicht vermuten,
dass Die Tochter hier
übertrieben hat. Allerdings wird
sie wohl – als Vorschlagende –
zu der Preisverleihung
eingeladen gewesen und auch dort
angetreten sein. Könnte es sein,
dass das Staatsministerium die
Äußerungen des Staatsministers
geglättet hat, damit keine
Erinnerungen an üblere
Redeüblichkeiten zu einer
anderen Zeit wach werden? Wenn
von Deportation und Sippenhaft
die Rede ist, dann wird bei
jedem Menschen mit ein wenig
Kenntnis der deutschen
Geschichte im zweiten Viertel
des 20. Jahrhunderts eine
gedankliche Verbindung geweckt,
die sagt, dass dies nur eins
heißen kann: Die Juden Israels
benehmen sich gegenüber den
Palästinensern wie die Nazis
gegenüber den Juden (und Leuten,
die die Nazis nicht mochten) –
genau das also, was Frau Langer
immer wieder ihrem
antiisrael-gläubigen Publikum
einhämmert.
Ob das nun gewollt war oder
nicht (der Minister wird das
sicherlich vehement
zurückweisen): Solche
Verbindungen werden geweckt. Und
das ist übel, denn damit wird
auch deutlich gemacht, dass die
humanitären Leistungen der
Geehrten auch in der Verleumdung
Israels bestehen und sie damit
expressis verbis auch für diese
geehrt wird.
Dabei ist es unerheblich, dass
Langer so blöde war und ist
ihren früheren Mandanten alles
zu glauben, was sie ihr
erzählten und heute noch alles
glaubt, was die Terroristen und
ihre Propagandisten in die Welt
posaunen. Entscheidend ist, dass
diejenigen, die letztlich für
die Preisvergabe verantwortlich
sind und sie durchgeführt haben
(und das ist nicht das
Bundespräsidialamt, auch wenn
dieses sich hätte deutlich
besser informieren müssen), Frau
Langer offensichtlich für etwas
loben, das nur mit
antiisraelischer Hetze
bezeichnet werden kann – und
diese außerdem Haltung teilen.
Gleichzeitig setzen sie aber auf
die Internetseite des
Staatsministeriums eine
gefilterte Version; vielleicht
wissen sie ja, was für eine
Sauerei sie da nicht
veröffentlichen wollen. Das
spricht Bände!
(Mich würde allerdings schon
noch interessieren, ob Die
Tochter richtig zitiert hat oder
nicht.)
ZEITUNG FÜR SCHLAND
- Zeitung für Schland -
“Israelkritik” als Gebot
der Meinungsvielfalt
Die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes für die
Felicia
“Ich-bin-auch-Jüdin-und-Israelin-und-hoffe-
dass-Sie-mich
auch-so-vorstellen“ Langer wurde
bereits
mehrfach
treffend
kommentiert. Ralph
Giordano überlegt ob dieses
Anlasses verständlicherweise,
seine eigene Auszeichnung
zurückzugeben. Yassin
Musharbash von SPIEGEL
ONLINE findet dies indes
„völlig
überzogen“, denn:
Die Ehrung ist eine Auszeichnung
für die Lebensleistung, nicht
für die richtige Meinung.
Gemäß dieses Verständnisses
könnte freilich jeder fleißige
Faschist, Rassist, Sexist oder
anderweitig unangenehmer
Zeitgenosse das
Bundesverdienstkreuz für sich
beanspruchen, wobei zumindest
letztere sich seit der
Auszeichnung Langers durchaus
berechtigte Hoffnungen
machen dürfen.
Dass sich Giordano gerade über
die Auszeichnung für Langer
echauffiert, stört Musharbash
auch deshalb, weil es neben
Langer zahlreiche andere Träger
des Verdienstkreuzes gebe, von
denen man ja gar nicht wüsste,
wie es um ihr Weltbild bestellt
sei:
Bei den allermeisten, machen wir
uns nichts vor, weiß niemand so
genau, was sie gedacht haben
könnten oder denken mögen.
Da bei Langer allerdings
hinreichend bekannt ist,
was sie
denkt, geht
Musharbashs Schuss so weit am
Tor vorbei, dass er die linke
Eckfahne trifft. Die
berechtigten Einwände gegen
Langers Ansichten hält
Musharbash offensichtlich sowohl
für unerheblich als auch
unberechtigt, reicht ihm der
Konjunktiv allein doch offenbar
nicht mehr aus, um sich von
ihnen zu distanzieren:
Die Vorwürfe gegen Langer sind
alt: Sie betreibe die
Dämonisierung Israels, heißt es,
und teile den Nahen Osten in
böse Israelis und gute
Palästinenser.
In Wirklichkeit sei das alles
natürlich nicht so wild:
Tatsächlich ist Felicia Langer,
eine in Polen geborene
Holocaust-Überlebende, in ihrer
Wortwahl stets drastisch. Der
Gaza-Streifen ist in ihren Augen
ein Ghetto, Israel betreibt für
sie eine Politik der Apartheid.
So er ihn denn kennt – bei
SPIEGEL-Autoren ist davon
nicht ohne weiteres auszugehen
-, ignoriert Musharbash den
Unterschied zwischen
„drastischer Wortwahl“ und
„dreister Lüge“ und schießt so
gekonnt auch noch die rechte
Eckfahne um. Immerhin
gesteht er seinen Lesern
großherzig ein, dass man Frau
Langers Ansichten nicht zu
teilen habe:
ZWOELFF -
Bundesverdienstkreuz für Felicia
Langer – eine Belastung für das
deutsch-israelische Verhältnis?
Die in Tübingen lebende jüdische
Rechtsanwältin und Trägerin des
Alternativen Nobelpreises
Felicia Langer erhielt am 17.
Juli aus den Händen von
Staatssekretär Hubert Wicker das
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Wicker betonte, Frau Langer habe
sich „für die Wahrung der
Menschenrechte“ eingesetzt.
Beharrlich verfolge sie dabei
ihr Ziel, “eine Brücke zwischen
Israelis und Palästinensern zu
bauen”.
Ob ihr das gelingen könne, ja ob
sie denn die Ehrung der
Bundesrepublik Deutschland
überhaupt verdient habe, ist
zumindest umstritten. Heftigste
Kritik an der Verleihung des
Verdienstordens übte Ralph
Giordano. Niemand habe in den
letzten 25 Jahren mit einer an
Blindheit grenzenden
Einseitigkeit Israel mehr
geschadet als sie. Sie sei
“schrillste Anti-Israel-Fanfare
in Deutschland”.Sie betreibe
eine “notorischen Täuschung
ihres Publikums über Totalität
und Kausalität des
Nahostkonflikts”.
Harter Tobak von Ralph Giordano,
doch er steht mit seiner Kritik
nicht allein. N-TV meldet, ein
ebenso geehrter israelischer
Reiseführer, Motke Schomrat,
wolle demonstrativ sein
Bundesverdienstkreuz bei der
deutschen Botschaft in Tel Aviv
zurückgeben. Eben solches plane
auch Deidre Berger, Direktorin
der Vertretung des American
Jewish Committee in Berlin.
Wie es scheint, wächst sich die
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an
Felicia Langer zu einem
handfesten Skandal aus. Sie
selbst gibt auf ihrer
Homepage
über ihr Leben
Auskunft: vor den Nazis aus
Polen geflohene Jüdin,
emigrierte sie zusammen mit
ihrem Mann 1949 nach Israel.
Dort studierte sie Jura, wurde
Rechtsanwältin und vertrat seit
1965 besonders
“Unterpriviligierte”. Nach dem
Sechstagekrieg 1967 wandte sie
sich den Anliegen der
Palästinenser zu und verteidigte
vor Gericht besonders auch
solche, die als Terroristen
angeklagt waren. Aus diesen
Jahren zunehmender politischer
Aktivität und Parteiergreifung
für die Sache der in ihren Augen
entrechteten Palästinenser
entstanden eine Reihe von
Büchern, die in der ganzen Welt
verlegt worden sind.“With my own
eyes“ (Mit eigenen Augen, 1974),
“These are my brothers” (Diese
sind meine Brüder, 1979), “From
my diary” (1980), “The story
written by the people” (1981),
“An age of stone” (Die Zeit der
Steine, 1988). Aber – für dieses
Engagement zahlte sie selbst
einen Preis, sie fühlte sich in
Israel und besonders in seinem
Justizsystem nicht mehr zuhause,
wanderte aus und kam 1990 nach
Deutschland. Zeitgleich erhielt
sie den Alternativen Nobelpreis.
Den hatten nach ihr zum Beispiel
Astrid Lindgren und Rachel
Avnery erhalten, die 1993
zusammen mit ihrem Mann Uri
Avnery die israelische
Friedensinitiative Gusch Schalom
gegründet hatte.
FRBLOG -
Diplomatisch heikel, aber
ehrenwert
Felicia-Amalia Langer
ist für viele in Deutschland
eine Reizperson, und
entsprechend unerträglich war
die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
für einige wie Ralph Giordano
und Arno Lustiger. Langer
erhielt die Auszeichnung als
Anerkennung für ihr
Lebenswerkund ihr Engagement
“für Frieden und Gerechtigkeit
sowie für die Wahrung der
Menschenrechte”. Darauf droht
nun Ralph Giordano, seine
Auszeichnungen - ebenfalls
Bundesverdienstkreuz, außerdem
das Große Verdienstkreuz -
zurückzugeben. Er schrieb an den
Bundespräsidenten, Langer sei
“eine Feindin Israels, die in
einem Land mit verbreiteter
Gesinnung, sich vom eigenen
Schulddruck durch Kritik an
Israel zu entlasten, nur von
verheerender Wirkung sein kann”.
Erpressung, oder? Langer sieht
sich als Opfer einer
Verleumdungskampagne. Sie glaube
“tief, dass ich auch etwas Gutes
für das israelische Volk tue,
nicht nur für die
Palästinenser”.
Arno Widmann hat im
FR-Feuilleton dazu
Stellung
bezogen: Er hält die Verleihung
für einen Fehler. Das
Bundespräsidialamt habe sich
ohne Zwang in eine diplomatische
Bredouille begeben, denn
aberkennen könne es die
Auszeichnung natürlich nicht,
ohne sein eigenes Ansehen zu
beschädigen - und natürlich auch
das von Frau Langer. Er schreibt
weiter:
“Wer bereit ist, über der
Gründung des Staates Israel die
Vertreibung der Palästinenser zu
vergessen, wer die Ausbreitung
des Staates Israel in den
letzten 60 Jahren als notwendig
zu dessen Selbsterhaltung oder
gar als Rückkehr ins angestammte
Gebiet betrachtet, der wird die
aktuelle Lage anders beurteilen
als jemand, für den die
Entstehung des Staates Israel
ein Stück europäischer
Kolonialgeschichte ist und
dessen Ausbreitung - durch alle
israelischen Regierungen
hindurch - nichts ist als
nahöstliche Machtpolitik.
Felicia Langer das
Bundesverdienstkreuz zu geben,
heißt: diesem zweiten Blick auf
die israelische Geschichte einen
Preis zu geben. Und das in einer
Öffentlichkeit, die größte
Schwierigkeiten hat, ihn auch
nur zuzulassen. Zulassen wird
sie ihn freilich müssen. Ohne
ihn zu akzeptieren, gibt es
keine Verhandlungen. Nicht in
der bundesrepublikanischen
Öffentlichkeit und schon gar
nicht in der israelischen.
Wir täten aber gut daran, dieses
Argument nicht nur rein
taktisch, sondern auch ernst zu
nehmen.. Was spricht dafür, dass
die Juden, die 1949 den
jüdischen Staat gründeten, die
Kindeskindeskinder derjenigen
waren, die im Jahre 49 das
Heilige Land verließen. Und
selbst wenn? Gibt einem das das
Recht, 1900 Jahre später zu
sagen: Hier bin ich wieder. Das
ist mein Land. Wer bisher hier
gewohnt hat, hat zu gehen? Und
selbst wenn - gibt einem das das
Recht, dieses Land Jahr um Jahr
zu erweitern? Immer neue
Bewohner zu vertreiben?”
LINDWURM -
Was man
öfters mal sagen sollte
-Wer Antizionist ist,
ist auch Antisemit.
Antizionisten wollen den Staat
Israel als jüdisches Staatswesen
auflösen. Damit würden sie die
Juden ihrer Schutzmacht
berauben, die, was die
Geschichte gezeigt hat, in den
vergangenen Jahrhunderten und
vor allem während der Zeit des
Nationalsozialismus so dringend
gebraucht worden wäre und die
auch heute noch notwendig ist,
weil sie dafür sorgt, dass Juden
eine Stimme in der Welt haben,
eine Armee haben, einen
Geheimdienst und diplomatische
Vetretungen und vor allem einen
Fluchtort, um vor gewalttätigen
Judenhassern Schutz zu suchen.
Der Antizionist ist als
Antisemit, der er ja defacto
ist, grantig darüber, dass Juden
sich wehren können. Er sähe sie
lieber seiner Gnade
ausgeliefert.
-Wer sich als Friedensaktivist
aufspielt und die “Rückkehr der
Flüchtlinge” samt Enkeln und
Urenkeln und Cousinen des
Schwagers ins israelische
Kernland fordert, der fordert
nichts anderes als die
Vernichtung Israels.
-Wer Jahrzehntelang immer wieder
Israel als “Apartheidsstaat” und
“Gewaltstaat” diffamiert und
die Lage der Palästinenser mit
jenen der Juden während der
NS-Zeit vergleicht, der ist
alles bloß keine
“Friedensaktivistin”, wie man
dies Felicia Langer in schlecht
recherchierten Beiträgen so oft
unterstellt. Wer propagandamäßig
so fuhrwerkt wie die Langer, der
ist auch kein “Israelkritiker”,
sondern ein Israel-Dämonisierer,
der doppelte Standards anwendet
und den jüdischen Staat zu
deligitimieren versucht.
-Wer die palästinensischen
Araber stets nur als Opfer
wahrnimmt und deren
Opferposition verinnerlicht hat,
ist ein Rassist. Weder sind die
Araber in diesem Konflikt
ausschließlich Opfer (eher im
Gegenteil), noch sind sie doof
und bedürfen der Führung durch
europäische Gutmeiner. Ihre
Taktiken sind verheerend für das
eigene Volk, doch sie führen zu
großen Siegen im internationalen
Propagandakrieg. Diese Menschen
sind keine wehrlosen
Urprungsbuam, die von einem
bösen westlichen Staat
kolonialisiert werden, sie sind
intelligent, auch nicht
durchwegs militant, und
potenziell das
fortschrittlichste arabische
Teilvolk. Nur weil die
aufgeklärten Stimmen der
Palästinenser unter dem
Terrordruck von Hamas und Fatah
meist schweigen, bedeutet das
nicht, dass die gesamte
arabische Bevölkerung die
feuchten Träume der europäischen
antisemitischen Nazis und
Linksextremisten teilt oder den
romantischen Vorstellungen
us-europäischer Schwärmer vom
“edlen, ursprünglichen Araber”
entspricht.
DOMRADIO -
„Nicht zur Brückenbauerin
geeignet“ - Israels Regierung
verärgert über Auszeichnung von
Israel-Kritikerin
Die Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes an die
umstrittene Israel-Kritikerin
Felicia Langer sorgt weiter für
Ärger. Israels Regierung
kritisierte die Auszeichnung der
in Tübingen lebenden
israelischen Anwältin scharf.
Sie setzt sich seit Jahrzehnten
für die Rechte palästinensischer
Häftlinge in den von Israel
besetzten Gebieten ein und
spricht nun von einer
Verleumdungskampagne„.