GAZA

 

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29. 8. 2014

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Waisen in Gaza: Hunderte Kinder haben durch die israelischen Bombardierungen ihre Eltern verloren

Der 11-jährige Amir Hamad umarmt seine vier Monate alte Schwester fest und sagt voll Überzeugung: "Sie wird mich Papa und Mama nennen."

Wie hunderte Kinder im Gazastreifen sind Amir und seine vier Brüder und Schwestern durch die israelischen Bombardierungen zu Waisen geworden.

 "Ich wäre lieber tot als allein geblieben ohne meine Mutter und meinen Vater", fährt der Junge fort. "Meine Eltern haben gerade einen Kaffee getrunken nach dem Fastenbrechen, als eine Bombe auf unser Haus fiel. Ich habe beide auf dem Boden gesehen und wußte, dass sie tot sind", erinnert er sich.
Etwas weiter weg lag auch sein 6-j. Bruder Nour, "mit dem Gesicht voller Blut". Zwei Sanitäter haben ihn mitgenommen", fährt er fort und schaut auf seinen Bruder, der sich später erholte.

"Ich werde mich um meine Brüder und Schwestern kümmern", verspricht er und sagt dann: "Aber jetzt ich habe Angst, dass meine Eltern nicht mehr zu mir zurück kommen." Das israelische Bombardement, das ihr Haus im Norden des Gazastreifens zerstörte, tötete noch weitere vier Mitglieder der Familie Hamad.

Seit dem Tod der Eltern leben die Geschwister bei Afaf, der 60-j. Großmutter mütterlicherseits, die auch durch den Krieg aus ihrem Haus vertrieben worden ist. "Ich werde meine Enkel niemals im Stich lassen, ich werde sie aufziehen, wie ich meine Tochter aufgezogen habe", sagt sie. Auch wenn sie und ihr 70-j. Mann nicht wissen, wie sie für alles Nötige sorgen können: "Wie sollen wir für ihre Bildung aufkommen?", fragt sie unter Tränen.

Mehr als 2.000 Tote, die meisten Zivilisten

[...] Seit Dienstag Nacht ist ein permanenter Waffenstillstand in Kraft.

Bissane Daher verlor ihre Eltern und ihre Brüder in einem Bombardement. "Wir waren alle zu Hause. Wir hatten keine Bomben und keine solchen Sachen, aber sie haben unser Haus bombardiert, während wir drin waren: jetzt sind Mama, Papa und meine Brüder im Paradies", sagt sie. Sie hat den Kopf verbunden, die Erinnerung an den Angriff auf das Haus der Familie im Norden von Gaza-City.
"Als ich aufwachte, hatte ich die Augen voller Sand (...). Ich möchte so gerne Papa und Mama wieder sehen", sagt das 8-j. Mädchen, das 6 Stunden unter den Trümmern lag, bis die Notfall-Helfer sie fanden. >>>

 

30% der bei den Angriffen auf Gaza getöteten Menschen waren Minderjährige. - Mehr als 2.100 Palästinenser wurden getötet, die meisten Zivilisten, 10.600 Kinder wurden verletzt. Mehr als 450.000 Palästinenser, ein Viertel der Bevölkerung, mussten ihre  Wohnung aufgeben und sind jetzt Binnenflüchtlinge. Man hat begonnen, die israelischen Logistik-Einheiten, Panzer- und andere Einheiten für Kriegstechnik auf andere Landesteile zu verlegen.  Die Kampfdivisionen sind aber lt. "Yedioth Aharonot", der weites verbreiteten Tageszeitung, in hoher Alarmbereitschaft. http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=52187  Zusammenfassung: K. Nebauer

Leserbrief zum Thema: Humanitäre Hilfseinsätze: Helfer geraten zur Zielscheibe - Dr. med. Ashraf Dada - PalMed Deutschland e.V.

Ich begrüße den Beitrag des Deutschen Ärzteblattes zum Thema „Humanitäre Hilfseinsätze: Helfer geraten zur Zielscheibe“ und Danke Frau Heike Korzilus für den gelungenen und interessanten Beitrag.

Die Behinderung oder gar Tötung von Ärzten, Pflegekräften, Sanitätern und medizinischem Assistenzpersonal in Kriegssituationen, ist eine äußerst negative Entwicklung, die den besonderen Schutz der medizinischen Helfer gefährdet und unbedingt zu verhindern ist. Dieser besondere Schutz Helfer ist durch internationale Vereinbarungen strikt geregelt. Lt. der vierten Genfer Konvention stellt der absichtliche Angriff auf Helfer oder die absichtliche Behinderung medizinischer Rettungskräfte, um zu verhindern, dass Verwundete eine medizinische Versorgung erhalten, ein Kriegsverbrechen dar. Ich möchte - als Ergänzung zum oben genannten Beitrag - auf die aktuelle dramatische Lage der medizinischen Helfern in dem Gaza-Streifen hinweisen.

Nach einem Report von Amnesty International (AI) vom 07. August 2014 wurden Ärzte, Krankenschwester und Belegschaft von Ambulanzeinrichtungen von der israelischen Streitkräfte absichtlich attackiert. Bis zum heutigen Tag (27. August 2014) wurden in Gaza 13 von insgesamt 32 Krankenhäusern und 14 medizinische Behandlungszentren durch die israelischen Angriffe beschädigt. Nach WHO-Angaben (Report Nr.3 zum aktuellen Gaza-Krieg) wurden 10 Krankenhäuser und 34 von insgesamt 75 medizinischen Versorgungszentren komplett geschlossen.

Die Attacken in Gaza hatten nach Angaben des „Euro-Mediterranean Human Rights Network“ (EMHRN) bislang zum Tod von 23 medizinischen Bediensteten und Helfern geführt (EMHRN, stand 25.08.2014), darunter auch ärztlichen Kollegen.

Inzwischen hat die Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) eine Untersuchung zu den Angriffen auf Helfern und Rettungskräfte angekündigt und eine Vermischung zwischen humanitären und militärischen Zielen eine klare Absage erteilt und kategorisch abgelehnt.

Wir Ärzte, Helfer und Rettungskräfte müssen unsere Stimme laut erheben, um diesen besonderen Schutz nicht zu gefährden. Denn wir werden durch Kriege und politische Gewalt herausgefordert. Es entstehen durch die Konflikte grundlegende Probleme der öffentlichen Gesundheit, die von uns zu meistern sind.

Die Verhütung solcher militärischen Auseinandersetzung ist deshalb eine zentrale Aufgabe nicht nur der Politik sondern auch der Ärzte und des medizinischen Personals. Ich bin deshalb der Meinung, dass die Ärzteschaft als ein starker Fürsprecher nicht nur für die Versorgung von Kriegsopfern fungiert, sondern auch für die Prävention der medizinischen Katastrophen.

Aufgrund dieses Mandats ist die vorliegende Situation in Gaza für uns Mediziner belastend und kaum ertragbar. Während wir uns für ein Ende der massiven Bombardierung des Gaza-Streifens einsetzen, die nach WHO-Angaben in erster Linie Zivilisten (Frauen und Kinder) trifft, müssen wir verstehen, dass Gerechtigkeit, Souveränität und Selbstbestimmung bei der gesundheitlichen Versorgung elementare Grundrechte sind, die für alle Menschen auch während einer militärischen Auseinandersetzung gelten, und zwar unabhängig von Rasse, Herkunft, Religion oder etwa weltanschauliche Orientierung. Das ist der Maßstab unseres Berufs seit Jahrhundert und das gilt Selbstverständnis auch für die Menschen in Gaza.

Dtsch Arztebl 2014; 111(33-34): A-1398 / B-1206 / C-1150, Korzilius, Heike

Dr. med. Ashraf Dada
PalMed Deutschland e.V.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/59661/Aerzteorganisation-fordert-komplettes-Waffenembargo-fuer-Gaza-Krieg
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/59685/Gaza-Internationales-Rotes-Kreuz-will-Angriffe-auf-Zivilisten-untersuchen

Der Sprecherkreis von KoPI  . Frau  Dr. Angela Merkel  Bundeskanzlerin  Bundeskanzleramt -  Schlossplatz 1 -  10178 Berlin

 Herrn  Frank-Walter Steinmeier -  Bundesaußenminister -  Werderscher Markt 1 -  10117 Berlin  den 28.08.2014 -
 Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Minister, der Sprecherkreis des 'Deutschen Koordinationskreises Palästina Israel - für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden' bittet Sie nachdrücklich bei der bevorstehenden Sitzung des Europäischen Rats am 30.08.2014 für die vollständige und endgültige Aufhebung der Blockade von Gaza einzutreten sowie die Aussetzung des Assoziierungsabkommens mit Israel zu fordern bis Israel das Völkerrecht und die Menschenrechte der Palästinenser achtet und einhält, und ferner die Freilassung der politischen Gefangenen zu fordern, von denen mehrere im Zusammenhang mit der Freilassung von Gilad Shalit bereits entlassen, aber quasi umgehend wieder inhaftiert worden sind.

 In der Anlage übersenden wir Ihnen ein Schreiben von ECCP, der Europäischen Koordination von Vereinigungen und Kommissionen für Palästina, das von deren Mitgliedern zeitgleich an alle EU-Regierungenchfs und Außenminister der Mitgliedsregierungen versandt wird und in dem unsere oben genannten dringenden Anliegen ausführlich dargelegt werden.

 Wir hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Zustimmung  und verbleiben mit den besten Grüßen

 Der Sprecherkreis von KoPI
 Matthias Jochheim (IPPNW), Beate Gilles (pax christi), Gabi Bieberstein (internationaler Versöhnungsbund),
 George Rashmawi (Palästinensische Gemeinde Deutschland), Gisela Siebourg (Deutsch-Palästinenesiche Gesellschaft)


Mitte September erscheint bei Haffmans & Tolkemitt der lang vergriffene Sachbuch-Bestseller Die ethnische Säuberung Palästinas von Ilan Pappe.

Dieser Titel wurde noch nicht im Buchhandel angeboten!

Bei seiner Erstveröffentlichung 2007 sind von Die ethnische Säuberung Palästinas innerhalb eines Jahres 20.000 Exemplare verkauft worden. Nun ist der Titel erstmals im Buchhandel erhältlich!

Die Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen in Palästina im Juni diesen Jahres waren der Auslöser für die schwersten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina seit über zehn Jahren. Zum Glück für die Bevölkerung ist nun nach langen sieben Wochen, die von gegenseitigen Raketenbeschüssen und tausenden zivilen Opfern bestimmt waren, der Waffenstillstand ausgerufen worden. Doch in den Medien, den sozialen Netzwerken, aber auch in den Familien und am Arbeitsplatz wird weiterhin scharf diskutiert; der Diskussionsboden ist in Deutschland angereichert durch die besondere Verbindung, die unser Land zu Israel hat. Nach wie vor besteht das Bedürfnis, den israelisch-arabischen Konflikt zu verstehen, der mit einer Waffenruhe lange nicht gelöst ist.

Pappe tritt in Die ethnische Säuberung Palästinas Beweis an, dass der Gründung seines Heimatlandes Israel eine planvolle ethnische Säuberung vorangegangen ist... Sich der historischen Wahrheit zu stellen, ist für Pappe eine moralische Entscheidung, ein erster Schritt, der getan werden muss, wenn die Spirale der Gewalt aufhören und die Versöhnung zwischen Palästina und Israel eine Chance haben soll. In seinem Buch dokumentiert er die Vertreibung von 800.000 Menschen vor, während und nach der Gründung Israels. Zwei Monate vor dem Ende der britischen Verwaltung Palästinasam 10. März 1948, trifft sich im Roten Haus in Tel Aviv, dem Hauptquartier der Untergrundmiliz Hagana, eine Runde hochrangiger zionistischer Politiker. Sie verabreden die Endfassung eines Masterplans zur Vertreibung der arabischen Bevölkerung ...

Ilan Pappe, geboren 1954 in Haifa als Sohn deutscher Juden, studierte in Jerusalem und promovierte in Oxford. Er war Leiter des Friedensforschungsinstituts und der Bildungs- und Begegnungsstätte Givat Haviva und lehrte bis Anfang 2007 politische Wissenschaften an der Universität Haifa. Pappe geriet nach der Veröffentlichung seines Buches in Konflikt mit der Uni und wurde von seinen Landsleuten heftig kritisiert. Er sah sich schließlich gezwungen, nach London zu ziehen.

 

 

Die ethnische Säuberung Palästinas
Ilan Pappe
Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff
Haffmans & Tolkemitt

ISBN: 9783942989862 . Vorgänger ISBN: 9783861507918 - 416 Seiten - 19,95 EUR - Gebunden mit Schutzumschlag - Auch als E-Book erhältlich

Erscheint am 17.09.2014

Die ethnische Säuberung Palästinas ist ab sofort vormerkbar. Wenden Sie sich gerne an Ihren Vertreter oder an mich, wenn Sie den Titel in Ihr Sortiment aufnehmen möchten. Oder bestellen Sie direkt bei Prolit.

»WER DEN KERNKONFLIKT IM NAHEN OSTEN BESSER VERSTEHEN WILL, SOLLTE DAS MIT VIEL HERZBLUT GESCHRIEBENE BUCH VON ILAN PAPPE LESEN. Die ethnische Säuberung Palästinas gehört zu jenen dunklen Kapiteln des 20. Jahrhunderts, die von interessierter Seite gerne verdrängt werden. ... Pappe geht es explizit darum, die Mechanismen der ethnischen Säuberung von 1948 zu untersuchen. Doch er will auch das kognitive System ergründen, das es der Welt und den Tätern ermöglichte, die von der zionistischen Bewegung 1948 begangenen Verbrechen zu vergessen oder zu leugnen.« Marcel Pott, Deutschlandfunk

»FLUCHT ODER VERTREIBUNG? ODER GAR EINE GEPLANTE ETHNISCHE SÄUBERUNG? Dies sind noch immer Kernfragen des palästinensisch-israelischen Konfliktes. ... Die Tragik der jüdisch-arabischen Beziehungen besteht auch im Leugnen jener grundlegenden historischen Fakten, die mit zur Gründung Israels geführt haben.«
Heiko Flottau,
Süddeutsche Zeitung

»EIN NOTWENDIGES BUCH.« Rolf Michaelis, DIE ZEIT

 


Beschreibungstext:

Die ethnische Säuberung Palästinas: Ilan Pappe dokumentiert die Vertreibung von 800.000 Menschen vor, während und nach der Gründung Israels. Zwei Monate vor dem Ende der britischen Verwaltung Palästinas im Auftrag der UN, am 10. März 1948, trifft sich im Roten Haus in Tel Aviv, dem Hauptquartier der Untergrundmiliz Hagana, eine Runde hochrangiger zionistischer Politiker.
Eingeladen hat David Ben Gurion, später Ministerpräsident Israels. Mit dabei sind Politiker und Militärführer wie unter anderem Yigal Allon (später Außenminister), Moshe Dayan (später Verteidigungs- und Außenminister), Yigael Yadin (später stellvertretender Ministerpräsident), Yitzchak Rabin (später Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger). Sie verabreden die Endfassung eines Masterplans zur Vertreibung der arabischen Bevölkerung: „Plan Dalet“ (Plan D). Das Land - nur zu elf Prozent im Besitz der jüdischen Einwanderer, die nicht einmal ein Drittel der Einwohner stellen - soll systematisch freigemacht werden für eine endgültige jüdische Besiedelung, und hierzu ist jedes Mittel recht.
Noch unter britischem Mandat beginnt eine Serie von zionistischen Angriffen auf palästinensische Dörfer und Stadtviertel, werden eine Viertelmillion Menschen im eigenen Land entwurzelt. Es kommt zu Massakern, bei denen gemordet, vergewaltigt und geplündert wird. Nach der Unabhängigkeit Israels werden 531 Dörfer und elf städtische Siedlungen mit Waffengewalt geräumt, 800.000 Palästinenser zur Flucht gezwungen, ihre Häuser samt Mobiliar dem Erdboden gleichgemacht und die Ruinen vermint, damit die Vertriebenen nicht zurückkehren können.
Anhand von Augenzeugenberichten, Tagebuchauszügen und Dokumenten aus Militärarchiven, die lange unter Verschluss gehalten wurden, zeichnet Ilan Pappe ein Bild der Ereignisse zwischen 1947 und 1948, das der offiziellen Geschichtsdarstellung und dem Gründungsmythos Israels in entscheidenden Punkten widerspricht.
Pappe tritt den Beweis an, dass der Gründung seines Heimatlandes Israel eine planvolle ethnische Säuberung vorangegangen ist. Er schildert die Chronologie der Ereignisse in Dörfern und Städten mit quälender Genauigkeit und zeigt, dass das Trauma der gewaltsamen und geplanten Vertreibung von beiden Seiten geleugnet wird: Die offizielle israelische Geschichtsschreibung stellt die Vertreibung der arabischen Bevölkerung als freiwilligen Auszug hin, die Palästinenser sprechen von der „Nakba“, der Katastrophe, als sei es ein Naturereignis, das sie ereilt hat. Aber sich der historischen Wahrheit zu stellen, ist für Pappe eine moralische Entscheidung, ein erster Schritt, der getan werden muss, wenn die Spirale der Gewalt aufhören und Versöhnung zwischen Palästina und Israel eine Chance haben soll.

Miriam Koruschowitz - Haffmans & Tolkemitt GmbH - Rogner & Bernhard GmbH & Co. VerlagsKG
Inselstr. 12 - 10179 Berlin - www.haffmans-tolkemitt.de - www.rogner-bernhard.de - koruschowitz@haffmans-tolkemitt.de

Jahresbrief 2014 - Sumaya Farhat-Naser - 28.8.2014 - Liebe Freunde, seit Wochen will ich schreiben. Doch ich fühle mich wie gelähmt, denn was soll ich schreiben.  Ich schreibe einige Zeilen, dann kann ich nicht mehr, ich höre auf. Ich suche nach Hoffnungszeichen, ich brauche Ermutigung und Kraft. Heute ist der erste Tag der Waffenruhe, ich schreibe meinen Brief an Euch zu ende. Ich weiss , viele Freunde warten auf eine Meldung von mir.

Der Krieg ist erschreckend brutal, die Zerstörung ist kaum vorstellbar und schwer messbar.  Die Zahl der getöteten überstieg zwei Tausend Menschen und  die Verletzten über 12 000 Menschen, viele von ihnen werden unter Verletzungen sterben. Die Mehrheit der Toten und verletzten sind von der Zivilen  Bevölkerung, mehr als ein Drittel der Opfer sind Kinder und Frauen. Die Wasser- und Elektrizitätswerke wurden zerbombt, sodass die Katastrophe sich  vervielfacht.   Die Infrastruktur ist total zerstört, die Versorgung von Lebensmittel, Medikamente, medizinische Geräte sind sehr eingeschränkt verfügbar. Den Überlebten droht der Tod durch fehlende Versorgung an Wasser und medizinische Versorgung. Die Zahl der Verschwundenen ist schwer zu registrieren, denn unter den Trümmern sind Hunderte, wohl möglich bereits verwest.    Die ganze Gesellschaft, vor allem die Kinder, sind hoch traumatisiert.   Das sind die Folgen des Krieges. 


Endlich beschlossen die palästinensischen politischen Parteien in Gaza und der Westbank eine gemeinsame Einheitsregierung zu bilden und die Versöhnung, die von Israel, USA und manchen europäischen Ländern nicht gewollt war, fand endlich nach sechs Jahren statt. Israel beschloss diese Regierung zu unterbinden. Drei israelische Siedler bei Hebron sind verschwunden und nach drei Wochen getötet aufgefunden.

In diesen drei Wochen waren als Rache 18 Palästinenser getötet worden vom Militär oder den Siedlern. Ein siebzehnjähriger Palästinenser aus Jerusalem ist auf dem Weg zur Mosche zum Morgengebet von israelischen Fanatiker gekidnappt, gefoltert und lebendig verbrannt worden. Aufruhr und Demonstrationen im Raum Jerusalem und überall brachen aus. Mehr als 500 Palästinenser sind verhaftet worden, unter ihnen 56 Männer, die kurz davor durch Verhandlungen freigelassen wurden. Mehrere Häuser darunter zweier Verdächtigten, worin mehr als 20 Personen wohnen, sind vom Militär zerstört worden. Die Beweise fehlen und die zwei Männer sind nicht gefasst worden. Hamas hat eindeutig betont, dass das Verbrechen nicht auf Anordnung von Hamas geschah.
Dennoch Israel beschuldigte Hamas als mögliche Urheber und beschloss den Krieg auf Gaza. Hamas- und andere Kämpfer wie Jihad Islami feuerten hunderte von Raketen auf Israel und versetzte Horror und Schrecken, sodass Tausende Israelis in Bunker  sich versteckten und sie Wochenlang dort leben musste. Der Krieg begann und  die Folgen sind für beide Seiten erschreckend. Für Israel zwar keine zivile Tote, doch viele verletzte und fast  hundert getötete Soldaten und viele Verletzte. >>>

Video: Israeli soldiers fire tear gas at 6-year-old children on their way to school - Rania Khalek - The new school year started four days ago in the occupied West Bank, and Israeli soldiers have fired tear gas and hurled stun grenades at Palestinian elementary school students on at least two occasions already.

In the Nablus-area village of Burin, which is surrounded by illegal Jewish-only Israeli settlements, Israeli forces stormed an elementary school Wednesday, firing tear gas and stun grenades at students after a settler’s vehicle traveling nearby the school was allegedly hit with a rock thrown by a Palestinian youth.

Many children were treated at the scene for tear-gas inhalation, reported Ma’an News Agency. >>>

Palestinians threaten to turn to ICC if date not set for return to 1967 lines - Report: Netanyahu and Abbas held secret talks before Gaza truce signed; no official Palestinian, Israeli or Jordanian source confirms that meeting in Amman actually took place. - Barak Ravid and Jack Khoury - The Palestinians plan to turn to the United Nations Security Council on September 15 to demand a deadline be set for Israel's withdrawal to 1967 borders, senior Fatah official Nabil Shaath told the Palestinian news agency Ma'an on Thursday. If the Security Council rejects the initiative, Shaath said, the Palestinians would open their case against Israel at the International Criminal Court. This is part of the "diplomatic surprise" Palestinian President Mahmoud Abbas promised last week, Shaath said. >>>

Israel's Cardinal Fault - The Muses and Death - Shlomo Sand - When the muses thunder, the guns stay silent. The adage, habitually inverted, is inaccurate. - The propaganda sirens are never as loud as when the cannons, the planes and helicopters buzz and spit their fire. The television chains, in Israel and elsewhere, with their journalists, commentators and special correspondents have, between the advertising, presided over the spilled blood which few amongst them appear to attach much importance.

A majority of the viewers and listeners, not least the leaders of the Western world, have reacted no differently. The latter, after having expressed their support to the Israeli operation, have waited until the onset of the humanitarian catastrophe to utter a discrete rebuke. It is simpler to lament past tragedies (the ‘duty of memory’), than to open one’s eyes, wide, to the tragedies before us. >>>


Palestinians support resistance in post-Gaza reality -  (AIC)  - This growing Palestinian support for resistance as the recent Gaza conflict evolved demonstrates the failure of Israeli tactics, which targeted Gaza's civilian population in order to weaken Hamas. Palestinian officials report that Israel began implementing the terms of the ceasefire agreement signed in Cairo as life began returning to a new normal in Gaza. Palestinian farmers returned to their fields and fishermen began venturing out to the sea again as the Israeli imposed buffer zones on the sea and land have been drastically reduced.  Hamas leader in the Gaza Strip, Ismail Haniyeh, greeted thousands of Palestinians in a massive victory rally following signing of a long-term ceasefire agreement with Israel. He hailed the people of Gaza and the resistance for their steadfastness in battle. "The war began with fire on Haifa and ended with fire on Haifa," Haniyeh said, adding “it is not possible to express this victory with words and speeches". >>>

S T A T E M E N T - on the ceasefire in Gaza - "We welcome the ceasefire agreement in Gaza that brings an end to the suffering and loss of life, particularly among civilians. The humanitarian situation in Gaza must now be urgently addressed and we call on the parties to respect the ceasefire. We commend Egypt's mediation efforts and urge the Israelis and Palestinians to seize this opportunity to negotiate a comprehensive and sustainable agreement. Simply returning to the situation before the latest conflict is not an option.

A sustainable agreement should address all the root causes of the conflict and bring fundamental change to the situation in Gaza. The socio-economic conditions should be improved by ending the Gaza closure regime. The Palestinian government of national consensus, under the leadership of President Abbas, should exercise effective administration of the Gaza Strip. Hamas and other militant groups must stop all threats to Israel. A durable peace can only be achieved through the resumption of the Middle East peace process, leading to a two state solution.

The EU is ready to contribute, together with the international community, to a lasting solution meeting the legitimate security, humanitarian and socio-economic needs of the Israeli and Palestinian peoples."
Quelle




Pink Floyd’s Roger Waters: Why moral perversity of U.S. position in Gaza is stunning - I think it's safe to say that if U.S. neighborhoods were living under siege, folks like Rand Paul wouldn't take it - The carnage in Gaza continues after the latest collapse of cease-fire talks and over four weeks of asymmetrical bombardment by Israel. With the death of more than 2,000 Palestinians, and the displacement of hundreds of thousands more, the complicity of the American government has been exposed to the world as never before. Yet the mantra repeated ad nauseam by the U.S. government and media alike remains the same: Israel has a right to defend itself.

The moral perversity of the U.S. position is stunning. How can the U.S. government ask Israel to be more careful about civilian lives while simultaneously arming and then rearming the IDF so it can more effectively inflict such devastation on an imprisoned and occupied people? >>>

28. 8. 2014

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Westliche Medien-Propaganda bei der Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt
Dem kürzlichen Gazaangriff fehlte im Hinblick auf das internationale Recht jegliche Rechtmäßigkeit.
 Die Medien scheinen diesen Punkt ignoriert zu haben.

Über den israelisch-palästinensischen Konflikt wird ausführlich von westlichen Nachrichtenmedien berichtet. Flaggschiffe der freien Medien wie der “Guardian”(England), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Deutschland) oder die New York Times (USA) haben den letzten israelischen Angriffen auf den Gazastreifen viel Platz in ihrer Zeitung eingeräumt. Die meisten westlichen Staaten sind standhafte Verfechter der israelischen Politik. Die westlichen liberalen Nachrichtenmedien beinhalten konsequent die sich wiederholenden Propaganda-Themen, die die israelischen über die palästinensischen Interessen stellen. Um die westliche Medienpropaganda besser zu verstehen, könnte es sich lohnen, einige dieser Themen zu konkretisieren, die während des kürzlichen israelischen Angriffs auf Gaza auftauchten.

Israel antwortet
Die reguläre Schlagzeilen und Titelseiten-Nachtrichten-Berichterstattung vermittelt die israelischen und palästinensischen Aktionen auf spezielle Art: Israel wird üblicherweise als derjenige beschrieben, der auf palästinensische Provokationen reagiert. Während des letzten israelischen Angriffs auf Gaza betonten die Nachrichtenmedien in zahllosen Artikeln, das israelische Militär  habe auf die Raketenangriffe der Hamas geantwortet. Zum Beispiel argumentierte die deutsche Presse, Israel zögere, für den Raketenangriff aus Gaza Vergeltung zu üben (FAZ.NET, 9. Juli 2014),  “hat die Angriffe erwidert” (Bild.de, 10. Juli 2014) oder “antwortet auf die Raketenangriffe” (Spiegelonline, 11. Juli 2014).

Diese Themenrahmen beinhalteten eine Grundstruktur aus Ursache (Hamas) und Wirkung (gewaltsame Konfrontation), die eine besondere Lösung fördert (israelische Militäroffensivaktionen, um die Raketen der Hamas zu unterbinden). Diese Aufteilung der Vorfälle schließt nicht nur eine subjektive Narrative ein, die eine gewaltsame Lösung auf Kosten der diplomatischen Lösung unterstützt hat, sondern stand auch im Widerspruch zu verfügbaren Beweismitteln. Zu Beginn des kürzlichen Angriffs auf Gaza hatte Israel den Mord an drei israelischen Jugendlichen als Vorwand genutzt, um Mitglieder der Hamas einzuschüchtern und die Formierung einer palästinensischen Einheitsregierung zu sabotieren. 

In der Zwischenzeit waren Hunderte von Palästinensern inhaftiert und mehrere getötet worden. Diese Aktionen mitsamt Israels Blockade des Gazastreifens und Besetzung der Westbank haben den Raketenbeschuss der Hamas ausgelöst.

Terroristen und Extremisten sind immer (nur) auf der palästinensischen Seite
Die propagandistische Darstellung von Ursache und Wirkung in dem Gaza-Konlikt betraf auch die verschiedenen involvierten Akteure. In den regulären Mediennachrichten über Gaza werden Hamas und ihre Mitglieder oft (meistens! I.Ge.) als Terroristen oder Extremisten abgestempelt. Diese Darstellung wurde durch die Strategie der Hamas, wahllos Geschosse primitiver Technik auf israelisches Gebiet abzufeuern, noch begünstigt. Andererseits wurden der israelische Staat und sein Militär selten als Staatsterroristen oder als andere ruchlosen Akteure dargestellt, trotz Israels willkürlichem Einsatz hochtechnologischer Waffen in dichtbesiedelten Gebieten.

Gemäß internationalem Recht hat die Hamas das Recht, sich Israels Besetzung zu widersetzen als Teil des palästinensischen Kampfes für Selbstbestimmung. Natürlich kann man das willkürliche Raketenabfeuern der Hamas kaum rechtfertigen. Jedoch, hat der Wissenschaftler, Norman Finkelstein, argumentiert: “Rechtlich gesehen kann man die politische Besonnenheit der Hamas- Strategie hinterfragen (willkürlich selbsthergestellte Geschosse auf Israel abzuschießen). Aber das Recht ist nicht eindeutig dagegen, während die Skala der Moral zu ihren Gunsten schlägt.”

Im Gegensatz haben internationale Rechtsexperten betont, dass Israels Angriffe auf den dicht bevölkerten Gazastreifen auf Kriegsverbrechen hinauslaufen könnten. Die Experten machten darauf aufmerksam, dass Israels Aktionen Terrorismus darstellen könnten: “Die meisten der schweren Bombardierungen in Gaza haben keine akzeptable militärische Rechtfertigung und scheinen stattdessen dazu gedient zu haben, die Zivilbevölkerung zu terrorisieren.”

Diese Fakten wurden aufgrund der positiven Beschreibung der israelischen Akteure durch die westlichen Nachrichtenmedien weitgehend verfälscht, was sehr wahrscheinlich die Rechtmäßigkeit von Israels Aktionen aufgewertet hat, während die Aktionen der Palästinenser delegitimiert zu sein schienen.

Israel befindet sich im Krieg
“Kriege töten Menschen, darunter Lehrer in ihren Klassenräumen, Schwestern in ihren Krankenhäusern und Bauern auf ihren Feldern”, stellte ein Leitartikel, “über das Töten von Kindern in Gaza” in der britischen liberalen Zeitung, “The Guardian”, fest. Krieg ruft Assoziationen von Reziprozität und Heroismus hervor: Kriege zwischen zwei gleich starken Seiten und kräftezehrende Aufgaben für die Soldaten. Darüber hinaus beinhaltet der Kriegskontext, dass der Tod von Zivilpersonen Opfer darstellt – als tragische Ergebnisse des Krieges.

Der “Kriegs”-Kontext” wurde von den westlichen Nachrichtenmedien benutzt, als sie über die Vorfälle in Gaza berichtet haben. “Krieg” erzeugt einen Mythos, weil die Definition von Eigentum, ein größtenteils fehlender Faktor in Gaza war. Wie Carl von Clausewitz in seiner klassischen Abhandlung über den Krieg vermerkt: “ Im Wesentlichen bedeutet Krieg kämpfen,  denn das Kämpfen ist das einzige wirksame Prinzip bei den vielfachen Aktivitäten, die allgemein als Krieg bezeichnet werden.”

Haben Sie irgendeinen  Kampf in Gaza gesehen? Tatsächlich wurden laut B'Tselem mindestens 1.767 Palästinenser in Gaza getötet – darunter 431 Minderjährige, 200 Frauen und 85 Personen, die 60 Jahre oder älter waren – vom Zeitpunkt, wo der “Krieg” begann, bis zum 10. August 2014. Im gleichen Zeitraum wurden zwei israelische Zivilpersonen, ein Ausländer und 64 israelische Soldaten getötet. Diese Zahlen deuten auf ein Massaker hin, nicht auf einen Krieg. Dennoch verbargen die Nachrichtenmedien bei ihrer Bezugnahme auf den Krieg die Wirkungen unnötiger israelischer offensiver Aktionen und auch Israels Verantwortung für die toten Zivilpersonen.

Internationales Recht ablehnen
In einer ausgiebigem Studie über die Berichterstattung der New York Times (Israel-Palestine on Record, Verso 2007) im Hinblick auf den israelisch-palästinensischen Konflikt fanden die Wissenschaftler, Howard Friel und Richard Falk, heraus, dass die Zeitung weitgehend versäumt hatte, unter Berücksichtigung der palästinensischen Rechte, die in internationalen Schriften verankert sind,  über den Konflikt zu berichten. Ähnlich hat auch die westliche Presse die israelischen Rechte gegenüber denen der Palästinenser begünstigt, wenn sie über Gaza berichtet hat.  Bei zahlreichen Themen haben die westlichen Medien “Israels Recht auf Selbstverteidigung” betont. Wir hören nicht viel über die Rechte der Palästinenser.

Fast die gesamte Welt stimmt einer Lösung des Konflikts zu, die auf der UN-Resolution 242 basiert, die eine Zweistaaten-Lösung vorschlägt: Die Anerkennung Israels in den Grenzen vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 und die Anerkennung eines lebensfähigen palästinensischen Staates.  Die Resolution schließt Israels völligen Rückzug aus dem besetzten Gebiet ein sowie auch die Auflösung aller israelischen Siedlungen. Dieser Vorschlag wird von den Palästinensern (einschließlich Hamas), den 22 Mitgliedern der Arabischen Liga (und vom Iran) unterstützt und wurde in zahlreichen Resolutionen der UN-Generalversammlung vereinbart. Der rechtliche Kontext ist ebenfalls eindeutig. Laut Norman Finkelstein: “Das Recht ist sehr klar. Im Juli 2004 entschied das höchste juristische Gremium der Welt, der Internationale Strafgerichtshof, dass Israel keinerlei Anspruch habe, weder auf die Westbank, noch auf Gaza.  Sie haben auch keinen Anspruch auf Jerusalem. Laut dem höchsten juristischen Gremium der Welt  ist Ostjerusalem besetztes palästinensisches Gebiet. Der Internationale Strafgerichtshof entschied, dass sämtliche Siedlungen in der Westbank laut internationalem Recht illegal sind.”

Bedauerlicherweise gibt es ein entscheidendes Problem: Israel und die USA unterstützen nicht den internationalen Konsensus und lehnen die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs ab. Seit 1989 stimmen sie jedes Jahr gegen die Resolution der UN-Generalversammlung, die “Friedliche Lösung der Palästinensischen Frage”, genannt wird. 

Diese Faktoren deuten darauf hin, dass palästinensische Rechte, nicht, wie im internationalen Recht verankert, von der westlichen Presse berücksichtigt werden, wenn diese über Gaza und den israelisch-palästinensischen Konflikt berichtet. Israel kann auf seinem Recht auf Selbstverteidigung kaum beharren, bis es die Besatzung beendet. Folglich konnte argumentiert werden, dass dem kürzlichen Gazaangriff gemäß dem internationalem Recht die Legitimierung gefehlt hat. Die Medien scheinen diesen Punkt nicht beachtet zu haben.

Übersetzt aus dem Englischen http://telesurtv.net/english/opinion/Western-Media-Propaganda-in-Coverage-of-the-Israel-Palestine-Conflict-20140821-0067.html von Inga Gelsdorf)

Geheimdienstminister: Israel erwog Wiederbesetzung von Gaza - Die Wiederbesetzung von Gaza wurde von der israelischen Regierung "ernsthaft erwogen", falls die Raketenangriffe der Hamas angedauert hätten. Die Möglichkeit bestehe nach wie vor, sagte der auch für internationale Beziehungen zuständige israelische Geheimdienstminister Yuval Steinitz laut einer Vorabmeldung gegenüber dem BBC-Interview-Format "Hardtalk. Steinitz betonte, er könne nicht ins Detail gehen: "Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass dies ernsthaft in Erwägung gezogen wurde >>>

Zurück in die Zerstörung - Nach 50 Tagen Krieg in Gaza: Israels Regierungschef Netanjahu verständigt sich mit Palästinensern auf Waffenstillstand. Ägypten will Grenzübergang Rafah öffnen - Karin Leukefeld - Nach einer Nacht voller Freudendemonstrationen und Feiern haben sich Tausende Palästinenser in Gaza am Mittwoch morgen auf den Heimweg gemacht. Viele werden dort, wo sie einst gewohnt haben, nur Trümmer vorfinden. In Israel wurde ein Mann beerdigt, der kurz vor dem am Dienstag vereinbarten Waffenstillstand von einer im Gazastreifen abgefeuerten Rakete getötet worden war.

Den ganzen Dienstag hatte die israelische Luftwaffe noch massive Angriffe auf den Küstenstreifen geflogen. Umgekehrt waren aus dem Gazastreifen mehr als 70 Raketen auf Israel abgeschossen worden. Gleichzeitig hatten Medien darüber spekuliert, daß es einen Waffenstillstand geben könnte. Als am Abend der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, einen dauerhaften Waffenstillstandes ab 19 Uhr Ortszeit verkündete, schwieg Israel zunächst.

Am Mittwoch morgen schließlich bestätigte eine Armeesprecherin, daß der Waffenstillstand halte: »Seit Beginn des Waffenstillstandes haben die israelischen Streitkräfte keinen Angriff in Gaza gestartet, und es gibt keinen Raketenbeschuß auf Israel aus Gaza«, sagte sie.

Der stellvertretende Hamas-Vorsitzende Mssa Abu Marsuk sagte der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan News, Israel habe zugestimmt, alle Grenzübergänge nach Gaza zu öffnen, damit humanitäre und Wiederaufbauhilfe den Küstenstreifen erreicht. Auch >>>

Does Israel Target Civilians? - Muhammad Ali Khalidi - The level of death and destruction in the Israeli offensive in Gaza has surpassed that reached in previous attacks on that narrow strip of land. At the time of the first 72-hour ceasefire, casualty figures among Palestinian civilians exceeded 1900 dead, with at least 73% (and up to 89%) of the fatalities being civilians, according to the United Nations. By contrast, Hamas, which allegedly targets civilians and is considered in the West to be a terrorist organization, has killed 64 Israeli soldiers and 3 civilians.

The proportion of civilian casualties has been similarly high in previous Israeli assaults on Gaza, as well as the war on Lebanon in 2006. This time, even US Defense Secretary Chuck Hagel, no stranger to the concept of “collateral damage,” has gone on the record to express concern about the number of Palestinian civilian deaths. With precision-guided munitions and a military that routinely describes itself as the “most moral army” in the world, why does Israel inflict such a huge ratio of combatant to non-combatant fatalities?

The standard justification given by Israeli leaders for the highly disproportionate civilian death toll is to accuse Hamas of hiding behind civilians or using civilians as human shields. Yet, that accusation has never been documented with hard evidence and it has been widely disputed by human rights organizations, like Amnesty International, Human Rights Watch, and the United Nations during this and previous conflicts, not to mention journalists covering the violence on the ground.  >>>

Störungsfrei und friedlich - Innenministerium bestätigt harmlosen Verlauf von Antikriegsdemonstration in Essen - Markus Bernhardt - Eine Kundgebung, zu der der nordrhein-westfälische Landesverband der Linkspartei gemeinsam mit der Linksjugend [’solid] Mitte Juli in Essen aufgerufen hatte, um unter dem Motto »Stoppt die Bombardierung Gazas – Für ein Ende der Eskalation im Nahen Osten« zu demonstrieren, ist am heutigen Donnerstag Thema im Innenausschuß des nordrhein-westfälischen Landtags.

Unter dem Tagesordnungspunkt »Antisemitische Ausschreitungen am 18.07.2014 in Essen« wird das Ministerium für Inneres und Kommunales das Gremium über seine Erkenntnisse unter anderem zum damaligen Demonstrationsgeschehen informieren.

Die besagten Antikriegsproteste hatten zur einer medialen Kampagne gegen den Landesverband der demokratischen Sozialisten geführt, der maßgeblich vom rechten Flügel der Partei angeheizt worden war. Schon im Vorfeld der besagten Friedenskundgebung hatte Linke-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn versucht, den NRW-Landesvorsitzenden Ralf Michalowsky und den ebenfalls aus NRW stammenden Bundestagsabgeordneten Niema Movassat dazu zu drängen, ihre »Teilnahme an dieser Demonstration zu überdenken und abzusagen«. Außerdem bezichtigte Höhn seine Genossen in einer E-Mail »am Ende faktisch« einen Rahmen für jene »politischen Kräfte« zu liefern, »die wir gemeinsam bekämpfen wollen und müssen«.

Der brandenburgische Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Die Linke) ließ es sich am Tag selbst nicht nehmen, auf einer von »Antideutschen« organisierten Gegenkundgebung aufzutreten, an der diverse Kriegstreiber und auch einzelne bekannte Rassisten teilnahmen und die zeitgleich zu den Antikriegsprotesten in Essen durchgeführt wurde (jW berichtete). Die Organisatoren der »antideutschen« Kriegskundgebung hatten – so geht es aus dem Bericht des Ministeriums hervor – darauf bestanden, in der Nähe der Friedenskundgebung zu demonstrieren. >>>

De Keyser, Véronique /Hessel, Stéphane

Palästina: das Versagen Europas


Übersetzung von Ulrike Bokelmann/Barbara Heber-Schärer
1. Auflage Mai 2014 - 208 Seiten - 20,4 x 13,5 cm, Klappenbroschur - ISBN 978-3-85869-588-8
Rotpunktverlag.ch

CHF 25,00 € 19,90 bestellen
Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich,

 

Stéphane Hessels Plädoyer für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts, die die Rechte des palästinensischen Volkes respektiert - Europa muss sich für Palästina engagieren - Stéphane Hessel hat sich seit jeher für die Verteidigung der Menschenrechte eingesetzt, insbesondere auch für die Sache des palästinensischen Volkes. Während der israelischen Blockade hat er sich nach Gaza begeben. Um seiner Empörung über die Gleichgültigkeit der europäischen Institutionen, die die Situation Palästinas zu einer veritablen humanitären Tragödie verkommen ließen, Ausdruck zu geben, hat er gemeinsam mit Véronique De Keyser das vorliegende Buch geplant. Sie tauchen ein in die jüngste Geschichte des Nahostkonflikts; all die verpassten Gelegenheiten, die widersprüchlichen Haltungen, die Verweigerung des Dialogs mit dem Sieger der palästinensischen Parlamentswahlen empfinden sie als zutiefst beschämend.

Aber das Buch blickt auch in die Zukunft: Welche Lösungen sind denkbar? Wie kann dem Völkerrecht zum Durchbruch verholfen werden? Welche Bedingungen braucht es für einen dauerhaften Frieden, an den auch die palästinensische Jugend noch glauben kann? – Beherzt, offen und höchst differenziert laden uns Hessel und De Keyser ein, die Hoffnung zu bewahren.

-Presseecho-
»Mit einem bisher unbekannten Zugang zeigt uns dieses fundiert recherchierte, gut geschriebene und übersetzte Buch (...), dass die Wirklichkeit in Palästina – ab er auch anderen Ländern – nur noch mit »absurd« und mit der Figur des »Sisyphos« der griechischen Mythologie oder dem »lachenden Sisyphos« von Albert Camus umschrieben werden kann.« - Hanspeter Stalder, Nahostfrieden, 15. August 2014. - Die ganze Besprechung kann hier nachgelesen werden.

»De Keysers Sprache ist knapp und konzentriert, zugleich anschaulich und bildkräftig (übrigens hervorragend übersetzt). Sie schafft es nicht nur, in wenigen Sätzen unendlich verwickelte Sachverhalte wie das EU-Assoziierungsverhalten verständlich zu machen, sie findet auch überaus treffende Formulierungen zur Charakterisierung der EU-Politik.« - Peter Blastenrein, titel-kulturmagazin, 11. Juli 2014 - Hier kann man die vollständige Buchbesprechung nachlesen.

Dieses Buch könnte der letzte Versuch sein, die Kluft zwischen gesundem Menschenverstand und der gefesselten Politik zu überwinden. »Denn er ist von einem schon gestorbenen Vertreter der Befreiung, Stephane Hessel, und einer quicklebendigen amtierenden Abgeordneten des Europäischen Parlamentes geschrieben. Hessel und Veronique de Keyser haben es geschafft, die Empörung nicht beiseite zu lassen und dennoch einen Weg zu zeigen, wie die Völker in Nahost mit ein wenig Hilfe der Europäischen Union den Frieden erreichen können.« Lesen Sie hier die ganze Besprechung von Rupert Neudeck.

Kultur und Protest in Palästina - Projektionsfläche des Widerstands - Eine aktuelle Studie des Arabisten David Kreuer belegt, dass unter jungen Palästinensern der bewaffnete Kampf gegen Israel nicht die erste Option ist. - Einblicke von Joseph Croitoru -

Die jüngste kriegerische Auseinandersetzung zwischen der israelischen Armee und der Hamas im Gazastreifen hat im Westjordanland junge Palästinenser wieder auf die Straße getrieben. Ihre Protestkundgebungen, die auch diesmal in einen Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt mündeten, sind zwar die bekannteste Form ritualisierten palästinensischen Widerstands. In ruhigeren Zeiten aber sind sie unter palästinensischen Jugendlichen alles andere als dominierend. Sie ziehen, wie aus einer gerade erschienenen Feldstudie des deutschen Arabisten David Kreuer hervorgeht, vielmehr die kulturelle Selbstbehauptung dem bewaffneten Kampf als Akt des Widerstands vor. . >>>


Jörg Gertel / Rachid Ouaissa (Hg.)  -
Jugendbewegungen - Städtischer Widerstand und Umbrüche in der arabischen Welt - Die arabischen Großstädte sind prominente Orte, an denen sich Widerstand und Protest gegen Ungerechtigkeit, Willkür, Armut und Ausgrenzung artikulieren und öffentlich sichtbar werden. Jugendliche, die Hauptinitiatoren des Arabischen Frühlings, stehen dabei im Mittelpunkt.
Der Band beleuchtet ihre alltäglichen Handlungsspielräume im Rahmen wirtschaftlicher Zwänge und staatlicher Kontrolle sowie ihre Rolle in politischen Ordnungen. Die Beiträge zeigen, wie Widerstand und neue Initiativen die aktuellen Gesellschaftsentwürfe verändern und wie neue Vorstellungen von Heimat verhandelt werden. Die intensiven Studien vor Ort bieten einen differenzierten Blick auf das breite Spektrum des Jugendlichseins in den Städten der arabischen Welt.  >>>

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann - Amt des Oberbürgermeisters  Römerberg 323  60311 Frankfurt/M. -  Nicht in unserem Namen

 Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Feldmann, angesichts der gegenwärtigen Situation im Gazastreifen und im Westjordanland betonen unsere Politiker Unisono das Recht Israels auf „Selbstverteidigung“. Sie, Herr Feldmann, erklären am 9.7.2014 im Namen der Frankfurter Bevölkerung „Solidarität mit Frankfurts Partnerstadt Tel Aviv“. Auch positionieren Sie sich einseitig, indem Sie als unser aller Oberbürgermeister an einer Pro-Israel- Kundgebung und Westjordanland betonen unsere Politiker unisono das teilnehmen, auf der der Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) das Existenz-recht Israels für die Hessen zu einer Herzenssache macht und Frankfurts Dezernent Uwe Becker (CDU) unter Auslassung jeder Redlichkeit als Vertreter der Stadt Frankfurt eine vollkommen verzerrte Darstellung des Konflikts verbreitet, wenn er sagt : „Seit der Gründung am 14. Mai 1948 wird Israel bedroht. Es muss sich wehren. Israel hat den Sinai und Gaza verlassen und jetzt eine zusätzliche Bedrohung geerntet.“ Wer war der Angreifer vom Suezkrieg 1956 bis zum 3. Gazaüberfall?

Auch erklären Sie, Herr Feldmann, im Namen der Frankfurter Bevölkerung: „In Anbetracht der augenblicklichen Zuspitzung der Situation im Nahen Osten und den Raketenangriffen auf Tel Aviv haben Oberbürgermeister Feldmann,  Bürgermeister Olaf Cunitz und Stadtkämmerer Uwe Becker am heutigen Mittwoch, 9. Juli, den Menschen in Frankfurts israelischer Partnerstadt die aufrichtige Solidarität der Frankfurter Bevölkerung zum Ausdruck gebracht.“ Dabei sind Ihnen die Hunderte Opfer israelischer Aggression keine einzige Zeile wert!

Auch wenn in Deutschland die Wahrheit auf den Kopf gestellt wird und „auch wenn die israelische Regierung es anders sieht: aus Sicht der UNO und des (internationalen) Völkerrechts hält Israel den Gazastreifen unter Besatzung. Damit ist das Land verpflichtet, so gut wie möglich für die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung dort zu sorgen.“ (so der Spiegel)

Diesen Pflichten ist der Staat Israel weder in den letzten beiden Wochen noch in den letzten Jahren in irgendeiner Weise nachgekommen. Im Gegenteil belagert Israel Gaza mit seiner Bevölkerung seit 2006 vom Wasser, aus der Luft und zu Land und hat es zum größten Freiluftgefängnis der Welt gemacht, zu einer Bevölkerung ohne Hoffnung und Perspektive.

Mit der jetzigen exzessiven Bombardierung des Gazastreifens und der Bodenoffensive verletzt Israel  nicht nur den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, sondern auch seine besonderen Schutzpflichten als Besatzungsmacht in eklatanter Weise. Als Politiker müssen Sie wissen, dass das Recht auf Selbstverteidigung mit der Überschreitung der Verhältnismäßigkeit der Mittel schon desavouiert ist.

Die Menschen in Gaza und Westjordanland wollen einen unabhängigen Staat in sicheren Grenzen, doch Israel als Besatzungsmacht weitet seine völkerrechtswidrige Besiedlung und Enteignung palästinensischen Landes mit staatlich-militärischer Gewalt immer noch weiter aus und verweigert der palästinensischen Bevölkerung ihre Rechte, Freiheit und Menschenwürde.

Für uns als BürgerInnen der Stadt Frankfurt gebietet es das Grundgesetz, für Recht und Gerechtig-keit einzutreten. Es entsetzt und empört uns, wie sich in der gegenwärtigen Situation Politiker unter interessegeleiteten Druck setzen lassen und einseitig Partei für den hier Völkerrecht und Menschenrechte missachtenden Staat Israel ergreifen.

Deshalb fordern wir angesichts der Tatsache, dass der Staat Israel seine Besatzung nicht beendet, die sofortige Suspendierung des „Israel-Tages“ - der ohne die Beteiligung der Frankfurter BürgerInnen zustande gekommen ist, die für Freiheit und Menschenwürde einstehen.

Wir, die Unterzeichnenden, wollen und können es nicht zulassen, dass in unserem Namen die Opfer zu Tätern und die Täter zu Opfern stilisiert werden und Israel als Besatzungsmacht weiter unterstützt wird.

Nicht in unserem Namen!

Palästina-Forum-Nahost Frankfurt/M.Aktionskreis Palästina Frankfurt/M.
Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost/Frankfurt/M.
 

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Hier der Brief als doc Datei >>>
Zustimmungserklärung >>>

Hajo Meyer 2003 Interview - East Jerusalem
 

69% of Gaza Schools Damaged by Israeli Assaults - Connie Hackbarth Alternative Information Center - ""Israel’s ongoing assault has significantly damaged at least 277 Governmental and UNRWA schools. About 30% are still being used as shelters for displaced families.”" >>>

His last cry of pain "echoes in my ears" - Maram Humaid - The Electronic Intifada - "Hala tried to phone her husband several times on the day of the massacre. He did not respond, so she sent him text messages. Still no response.Then she turned on the TV. Al Jazeera showed images of a dead man, wearing a vest marked “press.”" >>>

Celebrations in Gaza after truce -  "Mosques used their loudspeakers to broadcast celebratory chants as the wartorn enclave hailed the apparent end to some of the worst Israeli-Palestinian violence in a decade." >>>

No winners in Israel-Hamas cease-fire - Ben Caspit -"On Aug. 25, Israel’s Channel 2 reported that the prime minister’s approval ratings plummeted to merely 38%, compared with 82% just a few weeks ago. And he has yet to face the deadly political criticism, which will come mainly from the right wing. So it is not only Meshaal’s fate that will be sealed in the coming weeks, but also Netanyahu’s. These two have not been able to break loose from each other’s stranglehold for 17 years." >>>

Now is the time for American Jews to speak up on Israel -  Abraham Gutman - As an Israeli in the U.S. I learned that criticizing Israel is not an option for many American Jews. But there is a legitimate way to criticize Israeli policy, and if you care about someone or something you won’t let it go astray. >>>

Did Gaza win the war? - Samer Badawi - The terms of Tuesday’s ceasefire declaration matter less than the new leverage, measured in international will, with which Palestinians now approach the negotiating table.

As a much-anticipated ceasefire took hold Tuesday, punctuating Gaza’s horrifying stretch without sleep or succor, spontaneous celebrations erupted throughout the Arab world. But the most jubilant displays were, of course, in Gaza itself, where residents shed the anxiety of a 50-day Israeli war for the simple pleasures of an evening outside.

It had too long been a pleasure denied. For most of Gaza’s 1.8 million Palestinians, the right to congregate, to walk the streets without the threat of Israeli airstrikes or shelling was enough to pry victory from the rubble all around them. But some are already wondering: Once the euphoria settles, will the broad-brush terms of yesterday’s deal outweigh the costs borne by this besieged enclave?

To put that question in context, consider the children. More Palestinian children were killed in the last seven weeks than in the last five years combined. And nearly 10 times as many were killed during this Israeli operation – dubbed “Protective Edge” – than during Israel’s full-scale assault on the West Bank in 2002, known as “Defensive Shield.” >>>

"The Damage is Beyond Imagination in Gaza": Journalist Mohammed Omer on Ceasefire Deal & Rebuilding

27. 8. 2014

Pharrell Williams - Happy (Gaza way)
 



Waffenstillstand in Gaza: Lauter Verlierer - Raniah Salloum - Der Gaza-Streifen ist verwüstet, Israels Ansehen in der Welt lädiert, die Hamas geschwächt - und trotz des Waffenstillstandes stehen die Chancen für einen dauerhaften Frieden schlecht. >>>

 

Abbas verkündet Einigung auf längere Waffenruhe - Israel und die Palästinenser haben sich auf einen längerfristigen Waffenstillstand verständigt. Das erklärten Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Vertreter Ägyptens - die Feuerpause soll bereits am Abend in Kraft treten >>>

 

Israel einigt sich mit Hamas auf unbefristete Waffenruhe - Die Zivilbevölkerung im Gazastreifen leidet unter dem Konflikt zwischen Hamas und Israel. - (...) Ägypten, Israel und die Palästinenserführung um Präsident Mahmud Abbas bestätigten die Einigung. Die Feuerpause sollte um 18 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit beginnen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte in einer Fernsehansprache, Israel habe zugestimmt, die Blockade des Gazastreifens zu lockern. Mit der Waffenruhe und dem Ende der Blockade sollten die Lieferungen von Hilfsgütern und Baumaterial in das Territorium ermöglicht werden. Nach Angaben eines Hamas-Funktionärs sollen Gespräche über größere Aspekte, wie die Forderung der Hamas nach einer Wiedereröffnung des Flughafens und des Hafens von Gaza, in einem Monat beginnen. >>>
 


Nahost: Einigung auf dauerhafte Waffenruhe - Vermittler Ägypten: Feuerpause gilt ab 18.00 Uhr - Palästinenser: Gaza-Blockade soll beendet werden - Sechs Palästinenser sterben durch israelische Luftangriffe - Gaza/Kairo - Israel und die Palästinenser haben sich im Gaza-Krieg erneut auf eine Waffenruhe verständigt. Beide Seiten stimmten nach eigenen Angaben einem entsprechenden Vorschlag Ägyptens zu. >>>

 

Palestinian joy as rivals agree Gaza truce - Palestinians and Israel agree long-term deal which will ease Israeli blockade on enclave after talks brokered by Egypt. Palestinians are celebrating in Gaza after Egyptian and Palestinian officials said an open-ended agreement had been sealed with Israel to end seven weeks of fighting in Gaza >>>



The Palestinian president, Mahmoud Abbas, said on Tuesday from the occupied West Bank that a formula had been accepted by all parties and that a ceasefire had gone into effect at 16.00 GMT.
He hailed the agreement as a chance to "build a new nation and end the occupation",
 >>>

Palestinian joy as Israel agrees Gaza truce - Hamas and Israel agree long-term deal which will ease Israeli blockade of enclave after talks brokered by Egypt. >>>
 

Auszug: Waffenstillstands-Abkommens Hamas und Israel - Cease Fire Deal / 14.8.1 - Die ägyptische Zeitung al-Shorouk /Freitag publizierte, welche 11 Punkte eines Waffenstillstands-Abkommens Ägypten der Hamasund Israel vorgeschlagen hat. - PIEF POST, 14. August 2014 – Ranjan Solomon

1.) Israel wird alle Angriffe auf Gaza stoppen – am Land, im Wasser und aus der Luft. Es wird kein Eindringen nach Gaza am Boden geben.

2.) Alle palästinensischen Parteien in Gaza werden alle Angriffe gegen Israel am Lande, im Wasser und aus der Luft stoppen, und werden Tunnelbauten von Gaza nach Israel einstellen.

3.) Die Öffnung der Übergänge zwischen Israel und Gaza – Übergänge für Menschen und Waren – werden gestattet, um Gaza wieder aufzubauen. Der
Gütertransfer zwischen Gaza und der Westbank wird gestattet gemäß den Vereinbarungen, die zwischen Israel und der Palästinensischen Autorität (PA)
zu treffen sind.

4.) Die israelischen Behörden werden mit der PA alle mit Gaza und seinem Wiederaufbau zusammenhängenden Geldtransfers koordinieren.

5.) Die Entfernung der Pufferzonen entlang dem Sicherheitszaun im Norden und Osten des Gazastreifens und die Besetzung durch Streitkräfte der PA in diesen Gebieten, beginnend mit 1. Jänner 2015. Dieses wird in mehreren Schritten erfolgen: Zuerst werden die Pufferzonen auf 300 m von der Grenze entfernt reduziert, dann 100 m und zuletzt werden die Pufferzonen ganz entfernt zugleich mit dem Aufmarsch der PA-Truppen.

6.) Die Fischfangzone vor der Küste Gazas wird in Koordination zwischen Israel und der PA sofort auf 6 Seemeilen ausgedehnt, und wird schrittweise auf 12 Seemeilen erweitert.

7.) Israel wird die PA bei der Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur in Gaza unterstützen, und wird jene Bewohner Gazas mit der Lieferung der Lebensgrundlagen unterstützen, die wegen der Kämpfe gezwungen waren, aus ihren Häusern zu flüchten. Israel wird den Verwundeten medizinische Hilfe geben, und wird die Beförderung von humanitären Hilfsgütern und Nahrungsmitteln durch die Übergänge durchführen.

8.) Die PA wird in Koordination mit Israel und internationalen Hilfsgruppen die Grund-materialen für den Wiederaufbau Gazas zur Verfügung stellen nach Angabe eines vorher bestimmten Planes, um den vorher aus ihren Häusern Vertriebenen die eheste Rückkehr zu ermöglichen.

9.) Ägypten ersucht die Internationale Gemeinschaft flehentlich um schnelle humanitäre und finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau Gazas nach einem vorher bestimmten Plan.

10.) Nach der Stabilisierung des Waffenstillstands und der Rückkehr Gazas zum normalen Leben werden die Seiten ihre indirekten Verhandlungen in Kairo nach Unterzeichnung des Vertrages innerhalb eines Monats beenden. Der Austausch von Gefangenen und Toten wird in dieser Zeit auch diskutiert.

11.) Über die Möglichkeit, in Gaza einen Flughafen und einen Seehafen zu bauen, wird in Übereinstimmung mit den Osloer Verträgen und anderen früheren Vereinbarungen diskutiert werden.  Quelle
Christa Zubaidi    Text of Egypt's 11-point ceasefire proposal >>>

Jürgen Todenhöfer - Waffenstillstand in Gaza: Eine erste Analyse - Seit einigen Tagen bin ich wieder in Gaza. Und erlebe in diesen Sekunden die öffentliche Bekanntgabe des Waffenstillstandes. Bis vor wenigen Minuten wurde hier gekämpft, starteten Raketen und schlugen Raketen ein. Jetzt feiert Gaza. Freudenfeuer! Meine palästinensischen Freunde umarmen sich schweigend. Manche weinen. Wird der Waffenstillstand halten?


Wenn ja, gewinnen die Menschen. Auf beiden Seiten. Der große Verlierer aber heißt Benjamin Netanjahu. Er hat keines seiner Kriegsziele erreicht. Er hat:
1. Die Hamas, deren Mitschuld am Krieg niemand bestreiten kann, nicht entwaffnet, sondern gestärkt.
2. Israels Ansehen durch die Brutalität seiner Luftangriffe weltweit beschädigt.
3. Die Beziehungen zu den USA massiv belastet. Und
4. 65 israelische Soldaten sinnlos geopfert. Nicht im Interesse seines Landes, sondern ausschließlich zum persönlichen Machterhalt.

Den Menschen von Gaza hat Netanjahu großes Leid angetan. Unverhältnismäßig maßlos und völkerrechtswidrig. Selbst Holocaust-Überlebende protestierten in der New York Times gegen die Massaker in Gaza. 2.139 Palästinenser hat Netanjahu auf dem Gewissen. Meist Zivilisten. 577 Kinder. Geschosse aus Gaza töteten in Israel 5 Zivilisten.

Stundenlang bin ich ich gestern durch die total zerstörten Stadtviertel Gazas Shaaf und Shujaeya gegangen. Geisterviertel. Bilder wie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. In den Ruinen ihrer Häuser suchten die Menschen verzweifelt nach irgendwas Verwertbarem. Und fanden nichts. Über14.000 Häuser sind zerstört.

Im Shifa-Krankenhaus trugen Sanitäter, erregte Kommandos ausstoßend, zwei blutende, verbrannte Männer an mir vorbei. Sie starben kurz darauf. Ein Dritter bestand nur noch aus Rumpf, abgerissenen Beinen und abgetrenntem Kopf. Die drei waren mit ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. IS? Nein F16! Sekunden später wurden im Laufschritt drei blutüberströmte Kinder ins Krankenhaus getragen. Verletzt durch die Splitter der Raketen.

Nachts in meinem Hotel in Gaza erzitterten alle paar Minuten die Wände wegen der einschlagenden Raketen der F-16 und der Kanonaden der israelischen Kriegsmarine. Eine Sinfonie des Todes. Dutzende Häuser versanken in Schutt und Asche. Welch ein Wahnsinn!

Irgendwann, wenn alles vorbei ist, werden die Israelis Netanjahu zum Teufel jagen. Politisch ist er schon jetzt tot. Schade ist das nicht. Er hat auch Israel nicht gut getan. Euer Jürgen Todenhöfer



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Die Kinder und Familien von Gaza feiern in den Straßen, dass sie am Leben sind, ist es das Schicksal dieser Menschen, so zu leben.?

Lese auch: Kinder im Gaza-Streifen: Generation Trauma - Aus dem Gaza-Streifen berichtet Raniah Salloum

Abbas announces Israel-Gaza ceasefire - President Mahmoud Abbas on Tuesday announced a long-term ceasefire agreement between Israel and Palestinian factions in the Gaza Strip. In a short televised address, Abbas said the agreement would go into effect at 7 p.m. "We confirm complete appreciation to the Egyptian efforts which started long ago seeking to satisfy all sides. Qatar also played a role in that. We also would like to mention that (US Secretary of State John) Kerry was also in touch with us for the same purpose and so we thank all those who played roles," Abbas said. "We discussed several necessary things with Hamas leaders in Qatar in order to enable the national consensus government to do its job," he continued." >>>







Kinder im Gaza-Streifen: Generation Trauma - Aus dem Gaza-Streifen berichtet Raniah Salloum  - Ein Bild dieses Kriegs bekommt Dschamil Abdel Atti nicht mehr aus dem Kopf. Der Psychologe hat es selbst gemacht, mit seinem Handy. Das Foto zeigt einen Jungen mit zusammengekniffenem Mund und traurigen Augen. Er hält eine Zeichnung in die Kamera. Dschamil Abdel Atti hatte den Jungen gebeten, das zu malen, was ihn am meisten bedrücke. Mit einem dicken orangefarbenen und einem violetten Holzstift malte das Kind ein Flugzeug, das Bomben abwirft, darunter liegt ein Mann in einer Blutlache am Boden. Neben ihm steht ein Junge, eine Sprechblase über sich. "Baba mat", steht da auf Arabisch. Papa ist tot. >>>

 

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25. 8. 2014

Erfahrungen aus Gaza 26.08.2014 - Berlin sucht den Gaza-Krieg zur Stärkung seiner Einflussposition im Nahen Osten zu nutzen. Nach einem Vorstoß des deutschen Außenministers, die EU-"Mission" an der Grenze des Gaza-Streifens ("EUBAM Rafah") neu zu aktivieren, bereiten deutsche Diplomaten gemeinsam mit Kollegen aus Paris und London eine Vorlage für den UN-Sicherheitsrat zum Nahost-Konflikt vor. Aus Israel kommt Zustimmung. "Die Deutschen als politische Führungsnation in Europa müssen eine ganz entscheidende Rolle im Gaza-Konflikt einnehmen", wird der israelische Außenminister zitiert. "Deutschland als heute wichtigste Kraft in Europa" könne im Nahen Osten "eine sehr positive Rolle spielen", erklärt der Finanzminister. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat am gestrigen Montag bekräftigt, "aktive Außenpolitik" betrachte er als "unsere Pflicht"; Berlin schulde sie "unseren Partnern" sowie "unseren eigenen Interessen". Gleichzeitig bereitet sich die Bundeswehr auf die Begleitung einer offensiven deutschen Weltpolitik vor - in Israel. Wie es in einer Mitteilung von Heeresinspekteur Bruno Kasdorf heißt, werden die deutschen Streitkräfte bis zu 250 Soldaten zur Ausbildung im Häuser- und Tunnelkampf dorthin entsenden. Operationen in bebautem Gelände ("Urban Operations") gelten als wichtigste Form künftiger Kriege.

"Die Deutschen als Führungsnation"
Die Berliner Bemühungen, anlässlich des Gaza-Krieges die eigenen Aktivitäten im Nahen Osten wieder auszuweiten, begannen zunächst Anfang August mit dem Vorschlag, die EU-Kontrollen an der Grenze des Gaza-Streifens wieder zu beleben. >>>

Kurzinfo - Abraham Melzer -  Folgende Gesetze sollen demnächst in der israelischen Knesset verabschiedet werden:

 

1. Ein Gesetz, wonach nur noch Hebräisch als einzige Amtssprache in Israel gelten soll. Bisher war Arabisch auch eine offizielle Amtssprache. Immerhin sind mehr als 20% der Einwohner Palästinenser.

 

2. Ein Gesetz, dass verbieten soll Nazi-Symbole und Nazi-Bezeichnungen zu gebrauchen. Jemanden Judeo-Nazi zu bezeichnen würde unter Strafe stehen.

 

3. Ein Gesetzt, wonach die anerkannte Definition Israels als "demokratischer jüdischer Staat" geändert werden soll in: Der Nationalstaat des jüdischen Volkes.

 

4. Ein Gesetz zur Intensivierung des Unterrichts über die Shoah in den Schulen. Dazu ein Vorschlag eines Bloggers in Haaretz: Den Kindern soll man die Ghettos zeigen, in die wir die Palästinenser gedrängt haben. Damit sie verstehen lernen, was ein Ghetto ist.

 

 

 

 

 

Infograph: Israeli assault on Gaza by numbers >>>

 

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Ungeheuerlich und empörend - Noam Chomsky - 1. August 2014 - Zweierlei Maß

Fast jeder Tag bringt neue Nachrichten von fürchterlichen Verbrechen, aber einige sind derartig abscheulich, grauenhaft und bösartig, dass sie alles andere in den Schatten stellen. Einer dieser seltenen Vorfälle ereignete sich am 17. Juli, als Malaysian Airlines MH17 im Osten der Ukraine abgeschossen und 298 Menschen getötet wurden.

 Der Tugendwächter im Weißen Haus brandmarkte dies als eine „Gräueltat unvorstellbaren Ausmaßes“, die er „russischer Unterstützung“ zuschrieb. Seine UN-Botschafterin donnerte: „Wenn 298 Zivilisten beim entsetzlichen Abschuß eines Verkehrsflugzeugs getötet werden, dürfen wir uns bei der Suche nach dem Verantwortlichen durch nichts aufhalten lassen und ihn seiner gerechten Strafe zuführen“. Darüber hinaus forderte sie Putin auf, die schamlosen Bemühungen zu beenden, seine eindeutige Verantwortung von sich zu weisen.

Wahr ist, dass „der irritierende kleine Mann“ mit dem „rattenhaften Gesicht“ (Timothy Garton Ash, britischer Historiker) eine unabhängige Untersuchung gefordert hatte, aber dies natürlich nur wegen der Sanktionen, die die USA verhängt hatten - das einzige Land, das dazu den Mut gehabt hatte, während die Europäer sich ängstlich wegduckten. 

Auf CNN versicherte der frühere Botschafter in der Ukraine, William Taylor, der Welt, dass der irritierende kleine Mann „eindeutig verantwortlich für den Abschuß dieses Fluzeugs“ sei. Wochenlang wurde in Titelgeschichten über den Kummer der Familien berichtet, das Leben der ermordeten Opfer, die internationalen Bemühungen, an die Leichen heranzukommen, die Wut über das entsetzliche Verbrechen, das „die Welt schockiert“, wie die Medien in grausigen Details berichteten.

Jedem informierten Menschen, und ganz gewiß jedem Redakteur und Kommentator, fiel sofort jenes andere Ereignis ein, als ein Flugzeug mit einem vergleichbaren Verlust an Leben abgeschossen wurde: Iran Air 655 mit 290 Toten, darunter 66 Kinder, die in iranischem Luftraum auf einer eindeutig identifizierten kommerziellen Flugroute zum Absturz gebracht wurde. Dieses Verbrechen wurde weder mit „amerikanischer Unterstützung“ begangen, noch war sein Urheber je ungewiß. Es war der >>>

Anzeige in der NYT: Überlebende Juden und Nachkommen von Überlebenden und Opfern des Nazi-Völkermords verurteilen unmissverständlich  das Massaker an Palästinensern in Gaza http://ijsn.net/gaza/survivors-and-descendants-letter/

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 Diese Anzeige wurde als offener Brief von 327 überlebenden Juden und ihren Nachkommen unterschrieben.

 Als überlebende Juden und Nachkommen von Überlebenden und Opfern des Nazi-Völkermordes verurteilen wir unmissverständlich das Massaker an Palästinensern in Gaza und die andauernde Besatzung und Kolonisierung des historischen Palästina. Darüber hinaus verurteilen wir die Vereinigten Staaten für die finanzielle Unterstützung der israelischen Aggression, allgemeiner die Staaten des Westens, die ihre diplomatische Macht einsetzen, um Israel vor Verurteilung zu schützen. Völkermord beginnt mit dem Schweigen der Welt.

 Wir sind alarmiert durch die extreme rassistische Entmenschlichung der Palästinenser in der israelischen Gesellschaft, die einen erschreckenden Höhepunkt erreicht hat. In Israel haben Politiker und angesehene Experten in der Times of Israel und der Jerusalem Post offen zum Völkermord an den Palästinensern aufgerufen, und rechtsgerichtete Israels bedienen sich der Symbole von Neo-Nazis.

 

Darüber hinaus sind wir angewidert und empört, wie Elie Wiesel in dieser Zeitung unsere Geschichte missbraucht zur Rechtfertigung dessen, was nicht zu rechtfertigen ist: Israels umfassender Versuch, Gaza zu zerstören und der Mord an mehr als 2000 Palästinensern, einschließlich Hunderter von Kindern. Nichts kann die Bombardierung von UN-Schutzräumen, Wohnhäusern, Krankenhäusern und Universitäten rechtfertigen. Nichts kann rechtfertigen, dass man den Menschen Strom und Wasser vorenthält.

Wir müssen gemeinsam unsere Stimme erheben und gemeinsam all unsere Kräfte einsetzen, um allen Formen des Rassismus ein Ende zu bereiten, einschließlich des fortgesetzten Völkermords am palästinensischen Volk. Wir rufen auf zu einer sofortigen Beendigung der Belagerung und der Blockade des Gazastreifens. Wir rufen auf zu einem vollständigen wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Boykott Israels. „Niemals wieder“ kann nur bedeuten: NIEMALS WIEDER, WO AUCH IMMER!

Übersetzung: Jürgen Jung und Eckhard Lenner

Vergleiche: http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-luftangriff-bringt-hohes-wohnhaus-zum-einsturz-a-987750.html

The true Gaza back-story that the Israelis aren’t telling this week  - Robert Fisk - A future Palestine state will have no borders and be an enclave within Israel, surrounded on all sides by Israeli-held territory - OK, so by this afternoon, the exchange rate of death in two days was 40-0 in favour of Israel. But now for the Gaza story you won’t be hearing from anyone else in the next few hours.

It’s about land. The Israelis of Sederot are coming under rocket fire from the Palestinians of Gaza and now the Palestinians are getting their comeuppance. Sure. But wait, how come all those Palestinians – all 1.5 million – are crammed into Gaza in the first place? Well, their families once lived, didn’t they, in what is now called Israel? And got chucked out – or fled for their lives – when the Israeli state was created.

And – a drawing in of breath is now perhaps required – the people who lived in Sederot in early 1948 were not Israelis, but Palestinian Arabs. Their village was called Huj. Nor were they enemies of Israel. Two years earlier, these same Arabs had actually hidden Jewish Haganah fighters from the British Army. But when the Israeli army turned up at Huj on 31 May 1948, they expelled all the Arab >>>

Israel’s decades-long effort to turn the word ‘terrorism’ into an ideological weapon - Rémi Brulin - The Israeli discourse on “terrorism” has a long history, one in which Benjamin Netanyahu, Israel’s current Prime Minister, played a central role.

Thirty years ago, at a major conference on “international terrorism” in Washington, D.C., Netanyahu insisted that “without a clear understanding of terrorism, the problem cannot be tackled” and proposed a clear, simple definition: “Terrorism is the deliberate, systematic murder, maiming and menacing of the innocent to inspire fear in order to gain political ends.” The discourse draws its normative, rhetorical power from a simple, central claim: what separates “us” from “the terrorists” is a fundamentally different, irreconcilable conception of the value of innocent, civilian life. >>>

UNRWA criticizes false Israeli claim that shelter used to fire mortar - The UN`s Palestine refugee agency UNRWA on Saturday criticized the Israeli military for publishing allegations -- that have since been retracted -- that Hamas militants fired a rocket from one of their schools in Gaza the day before. In a statement, the organization called upon "Israeli military spokespersons and other official sources to ensure the accuracy of their facts before going public." >>>>

Israel`s other war: Silencing Palestinian citizens - Shadan Jabareen - +972 - Like so many Palestinians living here in Israel, I am now paralyzed by fear, frustration and sadness. How can there be peace when a country that claims to be democratic silences and discriminates against a minority that constitutes 20.7% of the population? How can there be peace when this country does nothing to stop the violent attacks against us?  >>>

Transference of Evil: Netanyahu, a Creature without Morality or Mercy  - William A. Cook - “…the pictures out of Gaza are heart wrenching and painful, the painful pictures of children dying… and the thousands of refugees. What goes through your mind when you see that?” Bibi’s answer is not the “banality of evil” that Hanna Arendt saw as she witnessed Eichmann’s answers at his trial, an evil of “stupidity” that excluded rational thought. - “Hamas targets civilians, we don’t… They want to pile up as many dead as they can…the more dead the better” (Netanyahu interview with Wolf Blitzer, 8/20/2014). - his is a calculated response to transfer the evil to the victims of Israel’s superior power, to blame Hamas, the government of the people, for their own slaughter. It is indeed an intended deception to cloak the true intention that every living Gazan man, woman and child was and will be for the rest of their lives impacted by this horror so calculatingly leveled against a defenseless people, an evil that is decidedly not banal, it is an insidious, barbaric, malicious, merciless evil perpetrated by methodically guided intelligent, deceitful men, Zionists, both on the people of Gaza and on true Jews in Israel and all true Jews around the world. >>>

Abbas turns to international community with deadline for Israel - In a meeting in Qatar over the weekend, Abbas and Hamas leader Khaled Mashal agreed to set a timetable for "the end of the Israeli occupation" and the removal of the Gaza blockade. The Qatari news agency reported the two also agreed to work to achieve a UN resolution that would bring to the establishment of a Palestinian state in the 1967 borders with East Jerusalem as its capital. >>>

As war rages in Gaza, West Bank routine of violence and arrests unabated - Amira Hass - Arrests, expulsions, home demolitions, land seizure and settlers harassing Palestinians continues: Since the beginning of the fighting in the south on July 8, soldiers and police have injured 2,139 Palestinians in the West Bank >>>

26. 8. 2014





Die Globalisierung Gazas: Wie Israel das internationale Recht durch “juristische Kriegsführung” aushöhlt - Jeff Halper -Operation ‘Fels in der Brandung’ (Protective Shield) war nicht nur der militärische Angriff auf eine vorwiegend aus Zivilisten bestehende Bevölkerung. Wie in seinen vorangegangenen ‘Operationen’ ( Cast Lead – Gegossenes Blei im Jahre 2008/09 und Pillar of Defense – Wolkensäule im Jahre 2012), war es auch Teil eines andauernden Angriffes auf das humanitäre Völkerrecht (IHL) durch ein exzellent koordiniertes Team von israelischen Anwälten, Offizieren, PR-Leuten und Politikern, angeführt von, man höre und staune, einem Ethikphilosophen. Das Ziel der Bemühungen ist es nicht nur, zu verhindern, dass Israel wegen schwerer Verletzungen der Menschenrechte und internationaler Gesetze belangt werden kann, sondern auch, anderen Regierungen dabei zu helfen, derartige Einschränkungen zu umgehen, wenn auch sie sich in eine ‘asymmetrische Kriegführung’, ‘Niederschlagung eines Aufstandes’ oder ‘Terrorismusbekämpfung’ gegen Menschen begeben, die sich gegen ihre Herrschaft wehren. Es handelt sich um eine Kampagne, die Israel ‘juristische Kriegsführung’ nennt (lawfare). Wir sollten sie sehr ernst nehmen. >>>
 

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Antizionismus ist nicht Antisemitismus! - Zu den bundesweiten Kundgebungen jüdischer Organisationen. - Abraham Melzer  Diejenigen, die gegen Israels brutales Vorgehen in Gaza protestieren, sind nicht zwangsläufig Antisemiten, auch wenn unter den tausenden, zehntausenden und hunderttausenden, die in Paris, London und Berlin demonstriert haben, sich einige wenige Menschen befanden, die tatsächlich die Juden meinten. Lasst euch nicht ablenken von euren berechtigten Protesten. Statt einer notwendigen Debatte über den Nahost-Konflikt, sollen wir durch eine überflüssige Antisemitismus-Debatte abgelenkt werden.

Noch ist es nicht soweit, wie Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden befürchtet, dass Juden wieder auf deutschen Straßen „vergast, verbrannt und geschlachtet“ werden sollen. Eine solche maßlose Übertreibung auszusprechen, ist eine Beleidigung aller Deutschen und eine unverantwortliche Verunsicherung der jüdischen Mitbürger. Es ist Paranoia und Hetze zugleich.

Wenn aber Dieter Graumann meint, dass der Ruf einzelner, emotional betroffener, palästinensischer Jugendliche, deren Familien in Gaza leiden, eine Massenkundgebung rechtfertigt, dann fragen wir warum er geschwiegen hat, als im israelischen Parlament „Tod den Arabern“ gerufen wurde und eine Abgeordnete der rassistischen Partei „Jüdisches Haus“ gefordert hat alle palästinensischen Mütter zu töten.

Der Protest gegen Antisemitismus ist so selbstverständlich, wie überflüssig.

Die Ablehnung von Antisemitismus wird schon in §1 unseres Grundgesetzes ausgedrückt. Unsere Demokratie garantiert uns die Freiheit der Meinungsäußerung und das Recht demonstrieren zu dürfen. Unser Grundgesetz garantiert uns, dass wir deshalb nicht diffamiert und ausgegrenzt werden dürfen.

Frau Merkel sollte deshalb für die Einhaltung und Durchsetzung dieses Paragrafen stehen. Wenn sie unbedingt auftreten muss, dann sollte sie alle Bürger in Schutz nehmen, die zu Unrecht als Antisemiten diffamiert werden, und nicht nur die Juden und schon gar nicht die Israelis. Das werden die wenigsten Deutschen verstehen. Die meisten von ihnen demonstrierten für Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit – für Israelis und für Palästinenser.

Schluss mit der Heuchelei. Schluss mit Gleichsetzung von Antizionismus mit Antisemitismus. Ein Antizionist ist gegen Taten des zionistischen Staates, ein Antisemit ist gegen Juden als Menschen. Früher war derjenige ein Antisemit, der Juden hasste, heute ist derjenige ein Antisemit, den die Zionisten hassen.

Wir sind Juden und wir bekennen uns dazu. Wir sind aber keine Zionisten. Zionismus ist Kolonialismus, eine rassistische Ideologie aus dem 19. Jahrhundert, die schon längst auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Zionismus wieder dort landet.

Die Würde des Menschen ist unantastbar – nicht nur die Würde der paranoiden Juden, sondern auch die Würde der protestierenden Deutschen und, nicht zu vergessen, die Würde der Palästinenser.

Den Gipfel der Geschmacklosigkeit, des Zynismus und der Unverschämtheit erreichte inzwischen die obskure, faschistische und rassistische Organisation „Honestly Concerned“ in Frankfurt, die das angebliche Leid der Israelis mit dem Leid der Jesiden, Kurden und Aleviten verglichen hat.

Sie beklagen, dass in Israel die Menschen „in vielen Orten nur 15 Sekunden Zeit haben sich in Schutzräumen oder Bunkern in Sicherheit zu bringen“. Da ist die „moralischste Armee der Welt“ in der Tat großzügiger. Sie gibt allen Menschen in Gaza 56 Sekunden Zeit sich in Sicherheit zu bringen. Nur es gibt nirgends Schutzräume und Bunker.

Moshe Feiglin, der stellvertretende Knesset Vorsitzende meinte dazu: „Der Sinai ist nicht weit von Gaza entfernt und sie können aus Gaza fortgehen. Das wird aber die Grenze der humanitären Hilfe sein, die Israel bereit ist zu gewähren. Gaza ist ein Teil unseres Landes und wird es für immer bleiben“.

Mit solchen Rassisten und Faschisten hat man es in Israel nicht nur auf der Straße zu tun, sondern auch im Parlament.

Der Frankfurter Jude Ludwig Börne schrieb Mitte des 19. Jahrhunderts: Jede Idee lässt sich durch eine andere Idee verdrängen – nur die Freiheit nicht.

Und so werden wir alle noch eines Tages die Befreiung Gazas und die Befreiung aller Palästinenser erleben – ob es den Israelis passt oder nicht.
 

Honestly Concerned setzt seine jahrelange, scheinheilige Hetze fort: Gestern schrieben sie in ihrer Mailingliste: "Seit Beginn der Operation „Schutzlinie“ der israelischen Verteidigungsstreitkräfte tobt sich ein antisemitischer Mob auf Europas Straßen aus. Der belässt es nicht mehr bei verbalen Attacken. Juden werden in der Öffentlichkeit angegriffen und bedroht, jüdische Einrichtungen beschädigt, Synagogen geschändet. Aber nicht nur Juden werden angegriffen, sondern mittlerweile auch Jesiden, Kurden und andere Minderheiten vom HAMAS & ISIS Mob angegriffen. Wer ist als Nächstes dran? Schwule und Lesben, Belutschen oder Aleviten, Menschen mit schwarzer Hautfarbe gefolgt von Christen oder irgendwann einfach alle Demokraten?"

Kommentar E. Arendt - Hier zeigt sich wieder einmal, wer der eigentliche "Brandstifter" in Deutschland ist. Honestly Concerned verschweigt, das es in den letzen 2 Jahren ü
ber 75 Übergriffe auf Moscheen gegeben hat. Das Problem ist der auch von Honestly Concerned geschürte Rassismus (Siehe auch das Zitat oben) Man verschweigt, dass diese anfänglichen extremen Äußerungen von Neonazis und Krawallmacher  kamen, die die Gunst der Stunde nutzten. Verschweigt, dass es eine berechtigte Wut über das Morden in Gaza gibt, gab. Diese Wut  schwappte über.  HC verschweigt, dass seit Wochen es von Seiten der Palästinenser nur friedliche Demos gab, man sich eindeutig und mehrfach von diesen Gewaltausbrüchen distanziert hat. Nimmt man allein die Zahl der Toten, an die Zerstörungen gar nicht gedacht, ist wohl jeder Toter ein Grund zu protestieren.

Ganze Familien wurden von der IDF getötet. Über 70% Zivilisten. 500 Kinder wurden getötet. Ich lehne Gewalt auf allen Seiten ab, aber nicht so scheinheilig wie diese falschen Freunde Israels.
Honestly Concerned verschweigt auch, dass der Zentralrat der Juden, das Israel geschickt aus diesen Ausschreitungen eine Ablenkungskampagne machte, der Zentralrat diese israelischen Verbrechen deckte und noch die beschuldigt, die berechtigt protestieren.

Sacha Stawski braucht übrigens nicht sehr weit zu gehen, um zu erleben, wer in Israel als nächster, schon jetzt "dran" ist. Radikale Gruppierungen jagen Christen, beschmutzen in Israel Moscheen und Kirchen. Die pal. Mitbürger Israels müssen als Menschen zweiter Klasse dort leben.

Honestly Concerned betreibt die Dämonisierung, die sie immer wirklichen oder angeblichen Antisemiten vorwirft. Die Hasbaraabteilungen arbeiten auf vollen Touren.

Ich glaube, in Deutschland ist weder "die Hamas" noch die ISIS aktiv. Es mag vereinzelte Anhänger geben, die unorganisiert durchdrehen, zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Dass Jesiden, Kurden und andere Minderheiten von Palästinensern angegriffen werden, erfüllt vermutlich schon der Tatbestand der Verleumdung. Das ist eh die "Stärke" von Honestly Concerned.    Unsere Kanzlerin Frau Dr. Merkel belohnt diese Verleumder noch, sie wird in Kürze bei Veranstaltungen von Honestly Concerned auftreten. Eine Schande...

So am Rande, gerade lese ich, dass die "christlichen Fundamentalisten" auch in Berlin demonstrieren wollen. Ich zitiere die "Junge Welt" von heute: ". Auch Lesben, Schwule und Transsexuelle sind den Fundamentalisten, die sich – eigenen Angaben zufolge – »für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie« stark machen, ein Greuel."

Der Witz ist, diese christlichen Fundamentalisten werkeln seit Jahren bei Honestly Concerned mit, liefern rassistische Kommentare und verleumden die Kritiker Israels. Also, die christlichen Fundamentalisten machen es vor und Honestly Concerned steigt scheinheilig auch ein?


HONESTLY CONCERNED - Kritiker die zu kritisieren sind
Jagdobjekte von Honestly Concerned + seinem Netzwerk
Die Jäger  im  Netzwerk >>>

Der Chirurg Mads Gilbert hält eine kraftvolle Rede zu Gaza, nachdem er in seine Heimat Norwegen zurückgekehrt ist
05 August 2014

Bei seiner Rückkehr nach Hause, in Tromsö, Norwegen, sagte der norwegische Notfallchirurg, Dr. Mads Gilbert, der 15 Tage lang Verwundete in Gaza behandelt hatte, in seiner 25 minütigen engagierten Rede: “Das Herz der Erde schlägt jetzt in Gaza. Es blutet, aber es schlägt.”

Er fuhr weiter fort: „Der Widerstand des palästinensischen Volkes in Gaza heutzutage ist bewundernswert, er ist fair und ein Kampf für jeden von uns. Wir wollen keine Welt, in der rohe Macht eingesetzt werden kann, um die zu töten, die für Gerechtigkeit kämpfen.“

Nachfolgend werden die ersten wenigen Minuten der Rede auf dem Video beschrieben, der in Englisch untertitelt ist. In einem Aufruf an die norwegischen Staatsbürger, bittet er sie, sich vorzustellen, wie ihr Land aussehen würde, wenn sie nicht um ihre Befreiung von der deutschen Besatzung gekämpft hätten.
„Ich weiß, Sie applaudieren für Gaza. Ich weiß, Sie applaudieren für diejenigen, die dort sind, die Helden von Gaza.

Es wird nicht leicht sein, einen Aufruf zu machen, weil ich mich nun nach Milde, Wärme, Sicherheit, ohne Bomben, Blut und Toten sehne. Und dann kommt alles, was wir herunterschlucken mussten, wieder zum Vorschein – so vergeben Sie mir, wenn ich manchmal unterbreche.

Als ich nach Hause kam und meine Töchter, Siri und Torbjorn, meinen Schwiegersohn und meine Enkel, Jenny und Torje, traf, dachte ich, dass es so ein friedliches Land ist, in dem wir leben.


Es ist so gut, mit einer Art Menschlichkeit bei allen Beziehungen, weil wir dieses Land wirklich auf der Achtung vor der Vielfältigkeit, der Achtung vor dem Einzelnen, der Achtung vor der Würde des Menschen aufgebaut haben.

Versetzen Sie sich zurück in das Jahr 1945, und ich bitte darum, (richtig) verstanden zu werden, wenn ich sage, dass ich nicht das deutsche Nazi-Regime mit Israel vergleiche. Das tue ich nicht.

Aber ich vergleiche Besatzung mit Besatzung. Stellen Sie sich vor, wir hätten 1945 nicht den Befreiungskampf gewonnen, hätten den Besatzer nicht hinausgeworfen, wir könnten nicht in eine glänzende Zukunft blicken oder glauben, dass unsere Kinder eine Zukunft hätten. Stellen Sie sich vor, der Besatzer wäre in unserem Land verblieben, nähme es Stück für Stück (ein), seit Jahrzehnten auf Jahrzehnte hinaus. Und er würde uns in die ärmsten Gebiete vertreiben, er nähme die Fische aus dem Meer, nähme das Land, das Wasser und wir würden immer mehr eingeengt.

Und hier in Tromsö wären wir heute eingesperrt, weil es hier so viel Widerstand gegen die  Besatzung gäbe. Also würden wir sieben Jahre lang eingesperrt, weil wir bei einer Wahl die Robustesten gewählt hätten, die die Besatzung nicht akzeptieren würden.

Dann, nach sieben Jahren des Eingesperrtseins in unserer Stadt, Tromsö, würde der Besatzer beginnen, uns zu bombardieren, und zwar an dem Tag >>>

Lüner Neurochirurg operiert im Elend des Gaza-Kriegs - Der Lüner Arzt Samir Kazkaz ist zurück aus Gaza. Dort hat der Neurologe mehrere Wochen operiert, die nächste Reise ist schon geplant. - Der Neurochirurg Samir Kazkaz aus Lünen operiert Schwerverletzte im Kriegsgebiet. Schon 33 Mal ist der Mediziner in den Gaza-Streifen gereist, um zu helfen — aber dieses Mal seien die Erlebnisse schlimmer als je zuvor, sagt er. Jetzt wird er die dramatischen Bilder nicht mehr los. >>>

Gaza-Flüchtlinge schwerer verletzt als gedacht - Sie haben den Kriegsschauplatz Gazastreifen vorerst hinter sich gelassen. Doch in der Ammerland-Klinik in Westerstede haben Sundus, Maisara und Vausia nun mehrere Operationen vor sich. Die zwei Frauen im Alter von 24 und 50 und das neunjährige Mädchen sind schwerer verletzt als vermutet. Untersuchungen hätten gezeigt, dass sie an mehreren Stellen Splitter im Körper hätten >>>

„Wir sind eine kleine Flamme der Hoffnung“ - Weshalb Israelis Einsatz in Gaza verweigern - "Es ist so einfach für uns, einen Menschen zu töten" - Lissy Kaufmann - Versager. Verräter. Sich selbst hassender Jude. So werden junge Israelis beschimpft, die sich dem Einsatz im Gaza-Streifen verweigern. Oder das Grauen an der Front öffentlich machen wollen. Zwei Soldaten berichten über ihren Tabubruch.

Als der Anruf kam und sie ihm mitteilten, dass er eingezogen wird, hätte Eyal Shifra* eine Ausrede erfinden können. Dass er dieses Mal aus persönlichen Gründen nicht antreten könne. Aus familiären. Oder aus gesundheitlichen. Doch Eyal Shifra, 33 Jahre alt, wollte die Wahrheit sagen. Und endlich zu seiner Meinung stehen.

„Ich kann das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren“, sagte er dem Soldaten am Telefon.
„Heißt das, du kommst?“
„Nein, ich kann aus Gewissensgründen nicht dienen.“ >>>

Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. - Sehr geehrter Herr Dr. Steinmeier, sehr geehrte Damen und Herren,

nach Jahren der Blockade erfährt der Gaza-Streifen endlich die international gebührende Aufmerksamkeit, jedoch nicht die katastrophale humanitäre Lage wird thematisiert, in die Israel die palästinensische Zivilbevölkerung gebracht hat, sondern von fadenscheinigen Sicherheitsinteressen und dem Selbstverteidigungsrecht Israels ist in Deutschland die Rede.

Die israelische Regierung hat für die Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen die Palästinenser verantwortlich gemacht und mit dieser Begründung eine unverhältnismäßige militärische Operation gegen Palästinenser gestartet. An dieser Stelle fragen wir Sie: Was würde und sollte ein normaler demokratischer Rechtstaat in einem solchen Fall tun und wie sollte er darauf reagieren? Wir denken, an der Antwort dieser Frage sind wir uns alle einig: Ein normaler demokratischer Rechtstaat hätte rechtstaatlich gehandelt. Er hätte die Täter ermittelt und vor Gericht gestellt. Statt rechtstaatlich zu handeln, verübt Israel Vergeltungs- und Racheaktionen gegen ein ganzes Volk. Die „zivilisierte“ Menschheit schweigt dazu! Wo bleiben denn unsere rechtstaatlichen Werte, für die wir von Europa aus in der übrigen Welt mit Stolz werben?

Männer, Frauen und Kinder – ganze Familien – wurden ihrer Leben beraubt. Wir trauen um mehr als 2087 Tote, darunter mehr als 533 Frauen und 304 Kinder und beklagen 10886 Verletzte unter anderem etwa 2726 Frauen und mehr als 3190 Kinder Mehr als 10175 Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht und weitere 5655 wurden teilweise zerstört. 30600 Wohnungen, mehr als 121 Schulen und 16 Krankenhäuser wurden angegriffen und zerbombt. Weitere 19 medizinische Zentren mussten auf Grund von massiven Angriffen geschlossen werden.
Auch über 137 Moscheen und 12 Kirchen sind bisweilen nicht vom israelischen Aggressor verschont geblieben.
Mit rund 500.000 Palästinensern sind mehr als ein Drittel der gesamten Bevölkerung des Gaza-Streifens aus ihren Häusern vertrieben worden, obdachlos und vor den Angriffen der Besatzungstruppen auf der Flucht. und mehr als 1,5 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität und fließendem Wasser.

Die gewaltige Unterdrückungskampagne Israels hat mit dem dritten Angriffskrieg in sechs Jahren einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Bilder der mehr als 10.000 Häuserzerstörungen, aber auch der Bombardierung von UNRWA-Schulen, trotz Vorliegen von UN-Informationen zur Lage, humanitären Einrichtungen, Krankenhäusern, Kirchen, Moscheen und Gazas größtem Kraftwerk gingen um die ganze Welt. Die israelischen Bombardements haben ein unvorstellbares Ausmaß an Elend und Leid über die palästinensische Bevölkerung gebracht und den schmalen Küstenstreifen um Jahrzehnte zurückgeworfen. Massaker und ethnische Säuberungen zeigen, was schon längst sichtbar ist: Israel verstößt ungestraft gegen Völkerrecht.

Angesichts der Tatsache, dass derart viele Menschen in Deutschland ihre Stimmen gegen die israelischen Militäraktionen erheben, ist der Widerspruch zwischen der öffentlichen Meinung und der Haltung der Bundesregierung noch vertretbar? Das Schweigen vieler deutscher Politiker, Parteispitzen und Fraktionen ist inakzeptabel und auf das Schärfste zu verurteilen. Gewählte Vertreter des Volkes sind dem Rechtsstaat und seinen Grundsätzen verpflichtet. Seine Stimme angesichts der eklatanten Völkerrechtsverletzungen Israels zu erheben ist keine Frage der Möglichkeiten, sondern des Selbstverständnisses. Verantwortliche Politiker finden keine Worte zu dem Unrecht, dass dem palästinensischen Volk angetan worden ist.

Wiederholte, bekräftigende Äußerungen zum Selbstverteidigungsrecht Israels gaben der israelischen Regierung grünes Licht für ihre Angriffe auf den Gaza-Streifen.
Mehrere UN-Organisationen, aber auch Staaten haben längst reagiert: Lateinamerikanische Länder, darunter Brasilien, Chile, Ecuador, Peru und El Salvador riefen ihre Botschafter in Israel aus Protest zurück. Argentinien entzog Bürgern, die in der israelischen Armee dienen, die Doppelstaatsbürgerschaft und Bolivien hob das Abkommen für Visumfreiheit israelischer Bürger auf.

Im demokratischen Deutschland kommen die Stimmen vermehrt aus der Zivilbevölkerung. Unser Dank gilt diesen Personen, Solidaritätsbewegungen, Gemeinden und Verbänden, Studenten, Ärzten und Apothekern für ihr Zeichen der Solidarität und Verbundenheit mit dem palästinensischen Volk.

Die israelische Regierung handelt fundamental gegen das deutsche Verständnis von Grundprinzipien des Rechts. Keine andere Regierung erfährt so viel Unterstützung zur Aufrechterhaltung ihrer Besatzung. Israel erkennt keine UN-Resolutionen an, errichtet völkerrechtswidrig Siedlungen auf palästinensischem Boden, enteignet und vertreibt seine Bevölkerung. Besatzungspolitik und Völkerrechtsverletzungen Israels müssen abgestraft werden.
Aus diesem Grunde fordern wir die Bundesregierung und explizit das Auswärtige Amt auf:

- Auf einen Stopp der Gewalt hinzuwirken
- Freiheit für den Gaza-Streifen zu erreichen
- Aufhebung der unmenschlichen und unwürdigen Gaza- Blockade
- die Freilassung aller politischen Gefangenen zu forcieren
- einen sofortigen Stopp der Waffenlieferung an Israel in die Wege zu leiten
- sich für eine glaubwürdige und nachhaltige Friedenspolitik einzusetzen

Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V.

From Goldstone to Schabas... where is the justice for the Palestinians? . - Nizar Al-Sahli - The UN Human Rights Council's appointment of the Canadian William Schabas to investigate the violations of human rights laws committed by the Israeli occupation during the war on Gaza was preceded, on April 3, 2009, after Operation Cast Lead, by a report by international investigator Richard Goldstone, amounting to over 10,000 pages, more than 30 video tapes, and 1,200 photographs. He concluded that Israel violated Chapter 13 of the International Humanitarian Law, as it destroyed industrial infrastructure, food production units, water installations, schools and factories, as well as targeted civilian homes and using white phosphorus in the bombing of civilians. The occupation forces also violated the Fourth Geneva Convention.

The Goldstone Report formed the beginning of the international justice the Palestinians had always needed, and it was a great shock to them when the Palestinian Authority decided to yield completely to American and Western pressure by submitting a request to the UN Human Rights Council to defer the vote on the recommendations of the report presented by the fact-finding committee headed by Goldstone.

The Israeli occupation authorities are trying to pre-empt the William Schabas committee formed to investigate the "circumstances" and the "aspects" of the Israeli aggression on Gaza in order to abort all attempts at international investigation. In order to guarantee that a William Schabas Report similar to the Goldstone report is not presented, Israel named Joseph Shapira as the State Comptroller in Israel to begin an investigation with both the political and military Israeli officials into the Shujaya and Rafah massacres, thus avoiding and pre-empting the William Schabas report. >>>

Hajo G. Meyer: Zionismus ist die Negation des Judentums
Dr. Hajo G. Meyer (12. August 1924 - 23. August 2014).

Dr. Ludwig Watzal

Elf Tage nach Vollendung seines 90. Geburtstages ist der deutsch-niederländische Physiker Hajo G. Meyer verstorben.

1938 floh er alleine in die Niederlande, wo er 1943 von den Nazi-Schergen aufgegriffen und ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert worden ist, in dem er neun Monate verbrachte.
Nach seiner Pensionierung als theoretischer Physiker engagierte er sich in den letzten 20 Jahren für die berechtigten Anliegen der unter israelischer Besatzung dahinvegetierenden Palästinensern. Sein besonderes Augenmerk galt den kontradiktorischen Widersprüchen zwischen Judentum und Zionismus; letzeren hielt er für unethisch und im Widerspruch zu allem stehend, was das Judentum repräsentiert.

Als Atheist stand Meyer in der soziokulturellen und ethischen Tradition des Judentums. Er wollte absolut nicht durch den zionistischen Staat Israel vertreten werden, wie er gegenüber der Website "Electronic Intifada" betonte. "I don’t wish to be represented by a Zionist state. They have no idea about the Holocaust. They use the Holocaust to implant paranoia in their children." Wie die Mehrzahl der deutschen Juden wurde auch Meyer in der säkularen und humanistischen Tradition des deutschen Judentums erzogen, das in seiner überwiegend Mehrheit dem zionistischen Anliegen ablehnend gegenüberstand. Nicht ohne Grund musste der Gründungskongress der zionistischen Bewegung 1897 in Basel stattfinden. Nach Hajo Meyer verhalten sich Zionismus und Judentum wie Feuer und Wasser. (...)

In einem Gespräch mit dem Chefredakteur von "Der Semit", Abraham Melzer, erklärte dieser anlässlich des Todes von Hajo Meyer: "Vom ersten Augenblick unseres Kennenlernens waren wir ein Herz und eine Seele und unsere politischen Ansichten in Bezug auf den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern deckten sich komplett. Er war in seinem Kampf für Recht und Gerechtigkeit unerbittlich, einseitig und gnadenlos. Er hat nicht das geringste Abweichen von dem Weg der jüdischen Moral und Ethik, so wie er sie gelernt und verinnerlicht hat, geduldet. Er konnte sich mit den Opfern der israelischen Besatzungspolitik identifizieren und die kriminellen Täter verachten und sogar hassen. Er erkannte in den 1980er-Jahren den tiefen, bösen und gnadenlosen Faschismus im Denken Ariel Sharons und anderer israelischer Politiker und hat sich davon immer scharf distanziert. Er wollte unter gar keinen Umständen erlauben, dass diese Faschisten, wie er sie nannte, auch in seinem Namen sprechen. Er wurde deshalb aktiv in den Reihen der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden". Von dem Augenblick an, als er es erkannte, engagierte er sich im Kampf gegen den zionistischen Feind des Judentums. Sein Judentum war das Judentum eines Rabbi Hillel, der gelehrt hat: Tue deinem Nächsten nicht das an, was du nicht willst, dass man es dir antut. Es war das humanistische, aufgeklärte Judentum des jüdischen Bürgertums in Deutschland.  >>>

 

Honoring Dr. Hajo Meyer
International Jewish Anti-Zionist Network

This past Friday August 22, 2014, Dr. Hayo Meyer, proud member of IJAN and long time anti-Zionist activist passed away. Hajo was unwavering in his conviction and passion that Never Again meant Never Again for Anyone and in his outrage that his experience in Auschwitz is misused by Israel and Zionism to justify the colonization and ethnic cleansing of Palestine.

Dr. Meyer was born in 1924 in Bielefeld, Germany. When he was barred from attending school there after November 1938, he fled to the Netherlands, alone. In I944, after a year in the underground, he was caught and subsequently survived 10 months at Auschwitz. Dr. Meyer dedicated himself to countering the Zionist manipulation of the Nazi genocide to justify the colonization of Palestine. He played a leading role on the Never Again for Anyone tour of Europe in 2010, and of the United States in 2011.

We will miss Hajo. His message will continue and grow stronger as he is joined by survivors of the Nazi genocide, the descendants of its victims and survivors and all people committed to justice. Our hearts go out to those who loved him.

The morning of his death, the following letter from survivors of the Nazi genocide and the descendants of survivors and victims, in response
Elie Wiesel's attempt to justify the attacks on Gaza, was published as in the NY Times. Hajo was the first to sign on.

Since being published, this ad has generated media attention, messages of solidarity, as well as Zionist backlash. Ha’aretz republished the letter and the reposting has generated over 30,000 “likes” on the Ha’aretz Facebook page.

Please stand with the signers of this letter and against Zionist manipulation of the Nazi genocide, please sign this letter of support.

Below is the ad listed in the New York Times. For the full list of signers,
click here
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Hajo Meyer - Never Again for Anyone.


 

Hajo Meyer interview by Sami Moukaddem

 

Texte von Hajo G. Meyer >>>

Hajo G. Meyer gehörte als Erstunterzeichner zu den 327 Holocaust-Überlebenden, der die Anzeige in der New York Times unterschrieben hat. (siehe Bild links zum Vergrößern das Bild anklicken)


Bild - Anzeige in der New York Times v. 23.08.14

Der ganze Wortlaut des Briefes hier: Haaretz v. 24.07.14 >>>
Die vollständige Liste der Unterzeichner des Briefes auf der Seite des IJAN >>>

 

327 Holocaust-Überlebende verurteilen Israels “Massaker” in Gaza und fordern einen Boykott - Sönke Hundt - Die ganzseitige Anzeige von Elie Wiesel gegen die Hamas in der New York Times und in vielen anderen Zeitungen der Welt (mit dem unsäglichen Bezug auf den Kindermord im Alten Testament, wir berichteten) hat zu heftigen Diskussionen vor allem in den USA geführt. Als direkte Antwort haben jetzt mehr als 300 Holocaust-Überlebende und deren direkte Nachkommen einen offenen Brief als Antwort formuliert, der, (...) Der offene Brief wirft Elie Wiesel “den Missbrauch unserer Geschichte” vor. “Wir sind
 >>>

Holocaust-Überlebende protestieren gegen «Massaker an Palästinensern» - (...)  Die 327 Unterzeichner aus den USA und vor allem europäischen Ländern bezeichnen sich selbst als Überlebende oder Nachkommen, die den Einsatz der israelischen Armee im Gazastreifen «unmissverständlich verurteilen». Die Anzeige in der Samstagsausgabe ist  >>>

Holocaust-Überlebende prangern "Massaker an Palästinensern" an -  Scharfe Kritik an Israel gibt es jeden Tag - aber selten kommt sie von Juden. Jetzt hat eine Gruppe von Holocaust-Überlebenden den Staat Israel angegriffen - mit drastischen Worten. >>>

The People of Israel must free itself from the Netanyahu Government  - Dr. Ludwig Watzal - Who liberates Israel from itself? - The archbishop of South Africa and an icon in the anti-Apartheid struggle, Desmond Tutu, published an article in the Israeli daily "Haaretz" from 14 August 2014, in which he called on the Israeli people to liberate themselves by liberating the oppressed people of Palestine. Tutu asked a crowd at a demonstration to chant with him against the illegal occupation of Palestine and all the cruelties against the Palestinian people that were committed by the Zionist occupying regime in Palestine. But he also told the demonstrators that ""We are not opposed to Jews."

Tutu called for a worldwide support of the BDS movement, which calls on international corporations and organizations to withdraw their investments from companies that do good businesses with Israel. According to Tutu, 17 EU governments urged their citizens to avoid doing business in or investing in illegal Israeli colonial settlements. Besides a call for divestments, the BDS calls for boycott and sanctions against Israel as long as the Zionist occupation regime strangles the People of Palestine.

The archbishop condemned those in Palestine for firing missiles at Israel, but he blamed even more the Israeli side for causing thousands of death and devastating devastations in the Gaza Strip. "The State of Israel is behaving as if there is no tomorrow." Tutu was also very clear "that the people of Palestine have every right to struggle for their dignity and freedom. >>>

 

Desmond Tutu's plea to people of Israel: liberate yourselves by liberating Palestine - Desmond Tutu -  The past weeks have witnessed unprecedented action by members of civil society across the world against the injustice of Israel’s disproportionately brutal response to the firing of missiles from Palestine. If you add together all the people who gathered over the past weekend to demand justice in Israel and Palestine – in Cape Town, Washington, D.C., New York, New Delhi, London, Dublin and Sydney, and all the other cities – this was arguably the largest active outcry by citizens around a single cause ever in the history of the world. >>>

Die Gaza-Eskalation erreicht Supermärkte und Lokale - Während sich Israelis und Palästinenser im Gazastreifen mit Raketen und Luftangriffen bekriegen, haben sie im Westjordanland und in Israel eine andere Waffe gewählt: Gegenseitig boykottieren sie ihre Waren und Dienstleistungen. Die Folgen sind schon deutlich spürbar. >>>

Interview aus Gaza-Stadt mit Saleh Zidan - von Martin Lejeune - Saleh Zidan ist Mitglied des Politbüros der Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas (DFLP) und deren führender Vertreter im Gazastreifen. Der ehemalige Minister für soziale Angelegenheiten in der palästinensischen Einheitsregierung unter Ministerpräsident Ismail Haniyya, die im März 2007 auf der Grundlage des Vertrags von Mekka gebildet und drei Monate später aufgelöst wurde, ist auch Mitglied im Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

Die Fragen des Interviews wurden in englischer Sprache gestellt und von einem Dolmetscher ins Arabische übersetzt, der die Antworten wiederum ins Englische übertrug.

Martin Lejeune: Herr Zidan, wie viele Widerstandskämpfer gehören der DFLP in Gaza an?
Saleh Zidan: Es gibt mehrere kämpfende Einheiten: die al-Aqsa-Brigaden der Fatah, die Qassam-Brigaden der Hamas, der Islamische Dschihad, die Abu-Ali-Mustafa-Brigaden der PFLP und die Nationalen Widerstandsbrigaden der DFLP. Es ist schwierig, eine konkrete Zahl an Kämpfern anzugeben, weil die DFLP-Brigaden auf sich selbst gestellt sind und keine Unterstützung von anderer Seite erhalten wie etwa der Islamische Dschihad, der vom Iran unterstützt wird, oder die Hamas, deren Mittel aus verschiedenen Quellen stammen.


ML: Wie ist es um die Kampfverbände der Fatah bestellt?
SZ: Wenn Mitglieder der al-Aqsa-Brigaden noch militärisch aktiv sind, dann auf freiwilliger Basis und nicht als eine von der Fatah organisierte Gruppe. Sie handeln inoffiziell. Nachdem Präsident Mahmud Abbas 2007 alle irregulären Militärgruppierungen verboten hat, wurden die al-Aqsa-Brigaden im Westjordanland weitgehend in die regulären Sicherheitskräfte integriert.

ML: Waren Sie selbst als Jugendlicher im Widerstand aktiv?
SZ: Ich war von 1971 im Alter von 20 Jahren bis 1996 aktives Mitglied des militärischen Flügels der DFLP, die von Nayef Hawatmeh gegründet wurde. Später verließ Yasser Abd Rabbo die DFLP und gründete zusammen mit anderen die Palästinensische Demokratische Union (FIDA). Ich habe also eine lange Geschichte durchlaufen, um von der Graswurzelbewegung bis in die höheren Ränge der Partei aufzusteigen. Heute bin ich Politiker und ehemaliger Minister, habe aber lange Zeit im palästinensischen Widerstand gegen die Israelis gekämpft. Meine persönliche Geschichte ist mit der Entstehung der PLO im Libanon verknüpft, deren Kämpfer Beirut 1982 >>>

Kritik am Gaza-Krieg ist unerwünscht - Gil Yaron . Tel Aviv - „Es ist schon besser geworden“, meint Gideon Levy. Man muss Optimist sein, um seinen Zustand so zu beschreiben. Wochenlang konnte der Journalist, der zu Israels berühmtesten und härtesten Regimekritikern gehört, nur in Begleitung von Leibwächtern sein Haus verlassen. Doch jetzt, sagt er, „kommt mein Bodyguard nur noch mit wenn ich Orte aufsuche, an denen sich viele Menschen befinden.“ Dabei ist es für ihn ein alter Hut, auf offener Straße angespuckt und beschimpft zu werden.

Doch inzwischen habe das Ausmaß und die Aggressivität dieser Übergriffe dramatisch zugenommen, sagt Levy. Er meidet Menschenansammlungen. Kaffeehäuser sind Tabu, seitdem andere Gäste demonstrativ aufstanden und das Restaurant verließen, als er sich an einen Nebentisch setzte. „Ich gehe nicht mehr zum Markt einkaufen. Wer weiß, was dort geschehen könnte?“, sagt Levy. Er ist mit dieser Angst nicht allein. Immer mehr Künstler und bekannte Persönlichkeiten bekommen seit Beginn des Gaza-Krieges zu spüren, dass es in Israel gefährlich geworden ist, gegen den Konsens zu sprechen. Der begrüßt nämlich in fast nie da gewesenem Umfang den Kampf gegen die Hamas: Laut einer Umfrage befürworteten rund 90 Prozent der Israelis die Militäroperation im Gazastreifen, schreibt die Zeitung „Haaretz“. Wer sich dagegen ausspricht, wird von einer kleinen, militanten Minderheit immer schärfer angegangen.

Wie Gila Almagor, bis vor wenigen Wochen Königin des israelischen Theaters >>>

Bomben auf Hochhaus - Netanjahu will den Krieg gegen Gaza auch im September weiter fortsetzen. Bereits über 2100 Tote durch israelische Terrorangriffe. Massaker an Palästinensern verurteilt - Karin Leukefeld - Sieben Wochen nach Beginn des israelischen Angriffes auf den Gazastreifen wird Israel arabischen Medienberichten zufolge inzwischen von drei Seiten ebenfalls unter Feuer genommen. Neben Dutzenden Raketen, die aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen werden, flogen am Wochenende auch aus dem Norden und Westen Raketen auf den israelisch besetzten Golan. Schäden wurden nicht gemeldet. Am Freitag war ein vierjähriger Junge bei Aschkalon von Splittern einer Granate getötet worden, die aus dem Gazastreifen abgeschossen worden war.

Das israelische Militär bestätigte den Einschlag einer Rakete, die aus dem Süden Libanons auf den Golan abgefeuert wurde. Aus Syrien sollen fünf Raketen ebenfalls dort eingeschlagen sein. Bis Redaktionsschluß hatte niemand dafür die Verantwortung übernommen.

Die israelische Luftwaffe setzte derweil auch am Sonntag ihre Angriffe auf den hermetisch abgeriegelten Gazastreifen fort. Zerstört wurden dabei landwirtschaftlich genutzte Flächen in allen Teilen des Gebietes. Gezielt wurde ein zwölfstöckiges Wohnhaus in Rafah zerstört, deren Bewohner zehn Minuten vorher telefonisch von der israelischen Armee >>>


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We Teach Life Sir (Official Video)

An deutschen Waffen soll Nahost genesen - Willy Wimmer - Eines muss man der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel lassen, sie regiert uns schwindelig. Wie der Ausstieg aus der Atomkraft, die Beseitigung der Wehrpflicht und jetzt die Waffenexporte in Kriegsgebiete zeigen.

Grundfesten der Republik werden schneller entfernt, als das staunende Volk es wahrhaben will. Bei der Geschwindigkeit, mit der das geschieht, kommt wohl als nächstes die Verfassung, unser Grundgesetz-dran, denn viel bleibt nicht mehr übrig. Aber was soll uns noch erstaunen, nachdem schon die Demokratie marktkonform wegdefiniert werden soll? Dann wird diese Bundesregierung endlich den lästigen Satz los, nachdem die deutsche Politik darauf ausgerichtet sein soll, dem Frieden in der Welt zu dienen.

Es gibt seit Jahrzehnten gute Gründe, keine Waffen in Kriegsgebiete oder Krisenregionen zu liefern. Die Gründe dafür liegen auf der Hand und sind in dem vorgenannten Satz begründet. Peter Gauweiler hat in seiner fulminanten Rede vor den Absolventen der Bundeswehr-Universität in Hamburg auf die rechtlichen und auch moralischen Grundzüge der Verbindung Staat und bewaffnete Macht aufmerksam gemacht. Seine Rede unterschied sich wohltuend von den sektoralen Betrachtungen des Battle-Trios: Bundespräsident Gauck, Verteidigungsministerin Dr. von der Leyen und Außenminister Steinmeier, die seit Monaten die Republik in Angst und Schrecken versetzen. >>>

Israel will Hamas-Führer im Ausland jagen - "Niemand ist gefeit": Israel will auch die Exilführung der Hamas den Preis für die Raketenangriffe zahlen lassen. Ägypten als Vermittler hat einen Vorschlag, der den Israelis nicht gefallen dürfte. - Jennifer Bligh - Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont in der Kabinettssitzung: Die Operation „Schutzlinie“ im Gazastreifen geht weiter, bis Israels Bürger in Sicherheit leben können

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont in der Kabinettssitzung: Die Operation "Schutzlinie" im Gazastreifen geht weiter, bis Israels Bürger in Sicherheit leben können Schon zu Beginn der Sondersitzung des israelischen Kabinetts in Tel Aviv stellte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eines klar: "Die Operation 'Schutzlinie' wird erst enden, wenn ihre Ziele erreicht worden sind – auch wenn dies einige Zeit kosten kann."

Am Vortag hatte Ägypten auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche im Gaza-Konflikt gepocht und die Kriegsparteien erneut nach Kairo eingeladen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat einer Rückkehr an den Verhandlungstisch bereits zugestimmt.

Ebenfalls neu ist der Vorschlag aus Ägypten, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag anzurufen. Beide Seiten waren in der Vergangenheit stets darauf bedacht, die Konflikte in der Region nicht nach Den Haag zu tragen. Israel hat sich dazu noch nicht geäußert, die Palästinenser erwägen jedoch jetzt diesen Schritt. >>>

Kollaborateure gefährden das Leben vieler unschuldiger Menschen! - Martin Lejeune - Ein ganzes Hochhaus mit elf Etagen und Dachwohnungen, das Hochhaus Nummer vier der Al-Zhafer-Kette wurde in Tel al-Hawa in Süd-Rimal in Gaza-Stadt am 23.08. um sechs Uhr abends angegriffen, es war eine Stunde vor Sonnenuntergang. 42 Familien, die in dem Haus lebten, wurden mit einer Rakete von einer Drohne und per Telefonanrufe gewarnt und aufgefordert, das Haus zu evakuieren. Nach 30 Minuten wurde das Haus mit zwei Bomben gesprengt. Innerhalb von zehn Sekunden zerfiel das Haus.

Am 24.08. wurden vier Familienhäuser in Khan Younis angegriffen. Es gab keine Verletzten, da die Häuser zuvor evakuiert wurden.
Am 24.08. wurde das Wohnhaus einer Familie in Nasser in Gaza-Stadt mit einer Rakete einer Drohne angegriffen. Die Mutter und vier Kinder waren sofort tot, ein Sohn hat die Beine und eine Hand verloren.

Es werden so viele Raketen auf Gaza abgeschossen, daß man sie nicht mehr zählen kann. In vielen Fällen, so viel steht fest, sind Kollaborateure bei der Auswahl der Ziele der israelischen Bomben entscheidend beteiligt. Kollaborateure im Gazastreifen gefährden das Leben vieler unschuldiger Menschen.

Noch etwas Aktuelles: Der Sprecher der al-Qassam-Brigaden sagt, daß der Widerstand die Grenze des Gazastreifens seit Tagen kontrolliert und den Check Point in Erez genau beobachtet und genau weiß, wer die Grenze passiert und wer zum Check Point kommt. Ein Transporter mit Geheimdienstmitarbeitern sei am 24.08. mit Mörsergranaten beschossen worden. Die hebräisch-sprachigen Nachrichten sagen, daß drei Personen schwer und zwei Menschen leicht verletzt worden seien. Getötet wurde den hebräisch-sprachigen Nachrichten nach niemand.
Am Freitag wurden 18 Kollaborateure hingerichtet, elf in der Arafat-Polizeistadt, sieben vor der Omeri-Moschee im Zentrum von Gaza Stadt. Ein Brief wurde vor der Hinrichtung auf dem Gelände der Arafat-Polizeistadt verteilt.

Der gleiche Brief wurde auch nach dem Freitagsgebet in der Omeri-Moschee vorgelesen, bevor die Hinrichtungen im Anschluß an die Freitagspredigt stattfanden. In dem Brief heißt es, daß diese 18 Personen mit den Israelis zusammengearbeitet haben und daß durch die von ihnen weitergegebenen Informationen viele Menschen getötet wurden, unter ihnen auch Widerstandskämpfer. >>>

“The Israeli Dream”: The Criminal Roadmap Towards “Greater Israel”? - Ethnic Cleansing Planned in the Middle East? History, Legality Ignored - Felicity Arbuthnot - The concept of a “Greater Israel” according to the founding father of Zionism Theodore Herzl, is a Jewish State stretching “’From the Brook of Egypt to the Euphrates.’ Rabbi Fischmann, of the Jewish Agency for Palestine, stated to the UN Special Committee on 9th July 1947 that: The Promised Land extends from the River of Egypt up to the Euphrates, it includes parts of Syria and Lebanon’”, wrote Michel Chossudovsky. (1) Thus “from the Nile to the Euphrates.” Herzl’s detailed thesis was written in 1904. >>>

PHOTOS: Losing your home twice in one war - Photos and text: Basel Yazouri / Activestills - Sixty-year-old Ibrahim Abu Odeh, otherwise known as Abu Alaa, lives in Beit Hanoun, Gaza. He was forced to flee his house with his family and the rest of the residents of Beit Hanoun, who ran in search of “anywhere close, safe, and provides shelter” when the Israelis began striking it. Abu Alaa lives in a three-story building with six apartments. Each one is occupied by one of his five married sons and their families. That makes 33 people in total, 21 of them children.

“We were all gathered on the ground floor,” he says, “to escape the top floors that are more vulnerable to shelling. We were in the last days of Ramadan, we heard heavy explosions all over town and the surrounding areas. The next morning, the shelling got stronger, we heard the neighbors shouting and we saw houses around us hit directly by missiles, which forced everyone to flee in search of safer places, leaving behind everything we own.” Abu Alaa and his family took refuge in a secondary school for boys in the Jabalya refugee camp, where he said living conditions were unbearable.

After two weeks there, when the first humanitarian ceasefire came into effect, some of Beit Hanoun’s residents, including Abu Alaa and his son Alewa, were able to return to the neighborhood. “We found a horrific sight,” he says. “Houses were destroyed on top of each other and you couldn’t tell them apart. At first I thought that our house was ruined, but as we moved forward we saw four houses that partially survived. >>>

Gaza changed everything, even the spin doctors - Ramzy Baroud - After every bloody episode of violence perpetrated by Israel, media spin doctors are often deployed with one grand mission: To absolve Israel of any responsibility in their acts of carnage.

Not only do these apologists demonize Palestinians, but anyone who dares to take a stand on their behalf. The main staple of this Israeli strategy has been blaming the victim. Such a tactic is nothing new in the way the so-called “Arab-Israeli conflict” has been presented in western media, whose narrative has been much closer to that of Israeli official and media discourses than that of Palestinians. This continued despite the decades-long military occupation, successive wars, and countless massacres.

Specifically, since the Israeli siege on Gaza, following the democratic elections that brought Hamas to power in January 2006, Israel needed all of its hasbara savvy, alongside that of its backers in western countries to explain why a population has been brutalized for making a democratic choice. The sheer amount of deception involved in the cleverly knitted story which purposely mixed between Hamas and al-Qaeda (as they once did between late Yasser Arafat and Hitler), among other ruses was a new low, even by Israel’s own standards.
Fascism taking over >>>

IDF Film Sniping Children Playing on Rooftop in Gaza

Israeli Politician Calls For Genocide Of Palestinians

24. 8. 2014

Israelischer Luftangriff ebnet Wohnhochhaus ein - Fünf Minuten hatten die Bewohner in Gaza Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. 22 wurden dennoch verletzt. Der Krieg droht wieder mit voller Härte zu entbrennen, Ägypten ruft zu neuen Waffenstillstandsgesprächen auf. (...) (...) Die israelischen Streitkräfte teilten mit, der Angriff habe einer Einsatzzentrale der radikalislamischen Hamas in dem Hochhaus gegolten. Warum gleich das ganze Gebäude zerstört wurde, wurde nicht gesagt.>>>


Gaza-Krieg: NS-Überlebende prangern "Massaker an Palästinensern" an - Bombardement der israelischen Armee auf zwölfstöckiges Wohngebäude: Feuerball über dem Himmel von Gaza - Bombardement der israelischen Armee auf zwölfstöckiges Wohngebäude: Feuerball über dem Himmel von Gaza - Mit einem dramatischen Appell in der "New York Times" fordern Hunderte Holocaust-Überlebende ein Ende des israelischen Militäreinsatzes in Gaza. Dort hat die Armee ein zwölf Stockwerke hohes Wohnhaus zum Einsturz gebracht. Gaza/New York - Ein Luftangriff der israelischen Armee hat ein zwölfstöckiges Wohngebäude in Gaza zum Einsturz gebracht. Dabei wurden mindestens 22 Menschen verletzt, wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Sprecher eines örtlichen Krankenhauses berichtet. Nach Angaben eines israelischen Militärsprechers sollen Kämpfer der radikalislamischen Hamas das Gebäude als Kommandozentrale genutzt haben. Zeugen beobachteten nach dem Einschlag mehrerer Geschosse, wie sich ein riesiger Feuerball über dem Himmel erhob. Die Explosion ließ nahe stehende Gebäude erzittern. Nach Angaben von Anwohnern sollen in dem Wohnhaus 44 Familien gelebt haben. >>>


 

Kurzkommentar E. Arendt: Zwei Stunden vor der Bombardierung des Hochhauses in Gaza-Stadt warnte das Militär (nach ihren Angaben) die Bewohner mit Flugblättern und Telefonanrufen. Sie wurden aufgefordert, das Gebäude zu räumen. Grund war laut Armee, dass Hamas-Kämpfer daraus operiert hätten.

Die Bewohner sagen, sie hätten 5 Minuten Zeit gehabt das Haus zu räumen.

Es ist ein Haus in dem wohl 48 Familien wohnten. also sicherlich weit über 100 Menschen.


Wenn sie die Bewohner gewarnt habe, dann waren eventuell "Terroristen" auch gewarnt. Sie konnten also nicht mehr getötet werden.
Es war und ist eine reine Terroraktion. Ein eindeutiger Beweis, Israel ist ein Terrorstaat der Sippenhaftung ausübt.

Welt mach weiterhin die Augen zu...

 

VIDEO 1 - Gaza-Stadt: Luftangriff bringt Wohnhochhaus zum Einsturz >>>


VIDEO 2 - Die Sprengung von einer anderen Seite aus >>>


327 Holocaust-Überlebende verurteilen Israels “Massaker” in Gaza und fordern einen Boykott - Sönke Hundt -

Bild - Anzeige in der New York Times v. 23.08.14

Die ganzseitige Anzeige von Elie Wiesel gegen die Hamas in der New York Times und in vielen anderen Zeitungen der Welt (mit dem unsäglichen Bezug auf den Kindermord im Alten Testament, wir berichteten) hat zu heftigen Diskussionen vor allem in den USA geführt. Als direkte Antwort haben jetzt mehr als 300 Holocaust-Überlebende und deren direkte Nachkommen einen offenen Brief als Antwort formuliert, der, gesponsort vom International Jewish Anti-Zionist Network (IJAN), als Anzeige in der NYT am 23. August 2014 veröffentlicht wurde.

Die Anzeige beginnt: “Als jüdische Überlebende und Opfer des Genozids der Nazis verurteilen wir mit allem Nachdruck sowohl das Massaker an den Palästinensern in Gaza als auch die andauernde Besetzung und Kolonisierung des historischen Palästinas. Wir klagen an, dass die USA und die anderen westlichen Staaten Israel weiterhin finanziell unterstützen und alle diplomatischen Hebel in Bewegung setzen, um Israel vor internationaler Kritik abzuschirmen. Der Genozid beginnt mit dem Schweigen der Welt.”

Der offene Brief wirft Elie Wiesel “den Missbrauch unserer Geschichte” vor. “Wir sind angewidert >>>

 

Holocaust-Überlebende protestieren gegen «Massaker an Palästinensern» - Mit einer Anzeige in der «New York Times» haben Überlebende des Holocausts gegen «das Massaker an den Palästinensern in Gaza» protestiert. Die 327 Unterzeichner aus den USA und vor allem europäischen Ländern bezeichnen sich selbst als Überlebende oder Nachkommen, die den Einsatz der israelischen Armee im Gazastreifen «unmissverständlich verurteilen». Die Anzeige in der Samstagsausgabe ist  >>>
 

Holocaust-Überlebende prangern "Massaker an Palästinensern" an -  Scharfe Kritik an Israel gibt es jeden Tag - aber selten kommt sie von Juden. Jetzt hat eine Gruppe von Holocaust-Überlebenden den Staat Israel angegriffen - mit drastischen Worten. >>>
 

Not In My Name: Condemning the Massacre of Palestinians in Gaza: Statement of Jewish Holocaust Survivors - Suzanne Weiss - Im proud to join more than 250 Jewish Holocaust survivors and descendants of survivors in condemning “the massacre of Palestinians in Gaza” and “the ongoing genocide of the Palestinian people.” Our statement of solidarity calls for “an immediate end to the siege against and the blockade of Gaza” and a “full economic, cultural and academic boycott of Israel.” - Suzanne Weiss speaking at the “Lift The Siege” rally in Toronto, 10 January 2009. - We believe that “never again,” the often-repeated lesson of Hitler’s Holocaust, “must mean never again for anyone!” – especially the Palestinians. >>>
 

Holocaust survivors condemn Israel for 'Gaza massacre,' call for boycott - In response to Elie Wiesel advertisement comparing Hamas to Nazis, 327 Jewish Holocaust survivors and descendants publish New York Times ad accusing Israel of 'ongoing massacre of the Palestinian people.' - Haaretz  >>>

Israelis in the U.S. urge the Jewish community to take a closer look at Gaza -  Noam Sheizaf - ‘We are reaching out to you because we want to re-examine what it means to be pro-Israel or pro-Palestine,’ says a public letter published by Israelis for a Sustainable Future. ‘We argue that these terms might be one and the same.’

A group of Israelis living in the U.S. has published an open letter the the American Jewish community, calling on it to join them in opposition to the war in Gaza and the years-long blockade Israel has imposed on the Strip. While condemning Hamas’ targeting of civilians, the group states that “maintaining the occupation is what this war is all about.” >>>

Gaza: Die Waffen sprechen wieder - Oliver Eberhardt - Die Bemühungen um eine dauerhafte Feuerpause sind gescheitert; auf beiden Seiten gibt es internen Streit - Im Gazastreifen und in Israel sind die Kampfhandlungen wieder in vollem Gange: Palästinensische Kampfgruppen schossen seit Dienstagnachmittag so viele Raketen wie nie zuvor in so kurzer Zeit ab; Israels Militär fliegt wieder Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen. Neu ist, dass nun auch die Kommandeure der Kampfgruppen gezielt angegriffen werden: Am Mittwoch wurden drei Offiziere der Essedin al-Kassam-Brigaden getötet; unklar ist das Schicksal des Oberbefehlshabers des bewaffneten Flügels der Hamas, Mohammad Deif. Bei einem Luftangriff waren seine Frau und zwei seiner Kinder ums Leben gekommen; die Hamas sagt, er selbst sei unverletzt davon gekommen.

Mindestens 70 Menschen kamen seit dem Zusammenbruch einer insgesamt sechstägigen Feuerpause am Dienstagnachmittag im Gazastreifen ums Leben; in Israel kam ein Kind ums Leben, mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Eine neue Verhandlungsrunde scheint im Moment unmöglich, und das auch, weil auf beiden Seiten der interne Dissenz immer deutlicher wird: In Israel hat der Krieg zu einer ernsten Koalitionskrise geführt; in Palästina ringen die einzelnen Fraktionen um den größtmöglichen Einfluss. Mehrere europäische Länder bemühen sich nun um eine UNO-Resolution. >>>

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Mobile power station that has been processed to supply the war torn Gaza Strip from the Turkish people http://pic.twitter.com/EXzcLPuwWt

Wie sind die Angriffe abgelaufen? Wer hat ihnen welche Befehle gegeben? In einem Interview erzählen junge Soldaten, die 2008 an der Gaza-Offensive beteiligt waren, über ihre Erfahrungen.

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#########Hiermit geben wir die Bitte von Rami Elhanan weiter um eine Spende für die Versorgung von verletzten Kindern aus Gaza in einem Krankenhaus in Jerusalem.

 Rami Elhanan ist ein Freund von Reuven Moskovitz und durch den Tod seiner Tochter bei einem Selbstmordanschlag, nicht den Weg der Rache, aber den mutigen Weg der Versöhnung gegangen. Er ist sehr aktiv in der Gruppe “Parents Circle”, eine Gruppe wo betroffenen Eltern – Palästinenser und Israeli – sich zusammen finden um den Weg der gegenseitige Unterstützung in der Trauer und Versöhnung zu finden. Ganz unten habe ich aus dem Internet einen kurzen Bericht zu Rami Elhanan hinzugefügt.

 Rami Elhanan war 2010 mit Reuven auf dem Jüdischen Schiff nach Gaza, wo sie Hilfsgüter versuchten nach Gaza zu bringen.

 Nun versuchen Rami, Nurit und Yoav Gelder zu sammeln, um verletzte Kinder aus Gaza in einem Jerusalemer Hospital zu versorgen. Rami Elhanan beschreibt das Projekt in einem Mail, das er mir auf meine Bitte schickte – auf dieses Mail direkt folgend.

Da Rami in dem Bericht transparent darstellt, wofür das Geld ausgegeben wird – für jeder Ausgabe gibt es einen Beleg - und es die Möglichkeit gibt in direkter Kontakt mit dem Krankenhaus zu kommen, bin ich der Meinung, dass Sie/Ihr mit gutem Gewissen mit einer Spende dort sehr viel helfen und Leid lindern können/könnt.

 Wir stellen für die Spenden das Konto von dem eingetragenen Verein “Deutsch Israelisch-Palästinensische-Gesellschaft e.V” (DIPF e.V.) in Berlin zur Verfügung. Ihre Spenden werden an das Konto des Krankenhauses in Jerusalem weitergeleitet. DIPF e.V. wurde 1996 auf Initiative von Reuven Moskovitz gegründet. Hanja Van Dyck

 Die Angaben zum Konto sind: DIPF e.V.  - IBAN: DE14 4306 0967 1155 0593 00  - BIC: GENODEM1GLS  - GLS Gemeinschaftsbank - Verwendungszweck: Paläst. Kinder Krankenhaus Jerusalem

 

„Hass säen und Tod ernten“ -   Rede von Rami Elhanan am Abend des Alternativen Gedenktages  der Kämpfer für den Frieden.  18.4.2010 - Mein Name ist Rami Elhanan. Vor 13 Jahren, am Nachmittag des Donnerstags am 4. September 1997 verlor ich bei einem Selbstmordattentat in der Ben-Yehuda-Straße in Jerusalem meine Tochter Samadar. Ein bildhübsches 14jähriges Mädchen. Meine Samadar war die Enkelin des Friedenskämpfers General Matti Peled, einer von jenen, die den Durchbruch für einen israelisch-palästinensischen Frieden schafften. Und sie wurde ermordet, weil wir nicht klug genug waren, ihre Sicherheit  in der Weise von Matti zu bewahren, dem einzigen und möglichen Weg – dem Weg des Friedens und der Versöhnung.
 Ich brauche keinen Gedenktag, um mich an Samadari zu erinnern. Ich denke die ganze Zeit an sie – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, 60 Sekunden  in einer Minute. Ohne Pause, ohne Ruhe seit  13 langen, verwünschten Jahren jetzt – und die Zeit heilt die Wunden nicht…
 Aber die israelische Gesellschaft benötigt dringend Gedenktage. Von Jahr zu Jahr wird sie in der Woche nach Pessach in das jährliche Ritual gezogen: vom Holocaust zur Wiedergeburt des Staates, ein Meer von Feierlichkeiten, Sirenen und Lieder – ein ganzes Volk wird in einen Strudel von süchtig machender Traurigkeit gefegt …gegenseitige Umarmungen werden von „Besatzungsliedern“, von „Schwert- und Sichelliedern“ (1) begleitet auf dem Hintergrund von Bildern des Lebens, das abgeschnitten wurde, und auf dem Hintergrund von herzzerreißenden Geschichten …es ist schwierig, das Gefühl zu vermeiden, dass diese Konzentration auf  den schmerzlichen Verlust …dafür gedacht ist, unser Gefühl des Opferseins, das der Gerechtigkeit auf unserm Weg und in unserm Kampf uns an unsere Katastrophen erinnert, die wir nicht einem Moment vergessen sollten. Das ist der Sinn unseres Lebens – bewaffnet zu sein und bereit, stark und entschlossen, damit das Schwert nicht aus unserer Hand fällt und unser Leben abgeschnitten wird. (2)
 Und wenn all diese große Traurigkeit sich im Rauch des abendlichen Barbecue (3) auflöst, wenn die Israelis zu ihrer täglichen Routine zurückkehren, bleibe ich in großer Traurigkeit zurück. Ich vermisse das alte, gute Land Israels, das nie existierte und ich habe Gefühle der >>>

Gaza counts cost of war as more than 360 factories destroyed or damaged - Thousands of acres of farmland and cattle also wiped out with damage estimated at three times that of 2008-9 conflict - Harriet Sherwood - Gaza's economy will take years to recover from the devastating impact of the war, in which more than 360 factories have been destroyed or badly damaged and thousands of acres of farmland ruined by tanks, shelling and air strikes, according to analysts. Israeli air strikes on Gaza have resumed since a temporary ceasefire brokedown on Tuesday after rockets were fired from Gaza. The Israeli Defence Force said it launched air stikes on 20 sites on Friday morning and Gaza health officials said two Palestinians were killed in an attack on a farm. Almost 10% of Gaza's factories have been put out of action, said the Palestinian Federation of Industries. Most other industrial plants have halted production during the conflict, causing losses estimated at more than $70m (£42m), said the union of Palestinian industries. The UN's food and agriculture organisation (FAO) said >>>

A visit to the East Jerusalem hospital treating children injured by Israeli strikes on Gaza - Allison Deger - Rich henna cups Alaa Abu Zeid’s eleven-year old bicep and glitter dots her forehead. She is the star of the second floor of St. Joseph Hospital in East Jerusalem where children who have been transferred from Gaza are receiving surgery after sustaining injuries from Israeli air strikes. Her recovery room is where the ten other children who were medically evacuated are allotted henna and glitter tattoos to splash onto the scant bits of their mottled skin that is free of burns. >>>

Times of Israel: "Gewisse Umstände erlauben Völkermord" - Israel-Gaza Konflikt: Israel ruft zum Völkermord in Palästina auf - In den letzten 45 Jahre hat der Staat Israel in den besetzten Gebieten, Millionen Palästinenser enteignet, ihre Ländereien beschlagnahmt, Häuser eingestürzt, ihre Obstgärten und Einrichten mit Bulldozern zerstört und koloniale Siedlungen "nur für Juden" eingerichtet, die jetzt bequem per Autobahnen zu erreichen sind. Die Benutzung elektrischer Anlagen und dem Wasserwerk ist ausschließlich den jüdischen Siedlern und Soldaten in den besetzten Gebieten gestattet. Der Besatzungsprozess der Israelis in der Westbank und Ost-Jerusalem hat sich in den letzten Jahren drastisch beschleunigt. >>>

 

How liberal Zionists enable Israel’s genocidal ambitions -  Rania Khalek - On 1 August, the Internet erupted in outrage at The Times of Israel for publishing a blog post titled “When genocide is permissible.” Authored by Yochanan Gordon, the piece suggests that genocide against Palestinians is an acceptable price to pay for protecting Israel from rockets. The Times of Israel quickly removed the piece following a wave of condemnations on social media. The editors claimed it was published because of an oversight and insisted they have zero tolerance for “blog posts that incite to violence or criminal acts.” That very same day, Times of Israel blogger Irwin Blank wrote a piece likening Palestinians to Amalekites, the Biblical enemies of the Jewish people who had to be exterminated as commanded by God. >>>


Reprint of Yochanan Gordon’s “When Genocide is Permissible” (Updated) - Earlier today the Times of Israel published the article “When Genocide is Permissible” by Yochanan Gordon. They have since taken it down but we are republishing it here as representative of part of the discourse in the American Jewish community. According to Gordon’s bio at the Times of Israel his father is the founder of The Five Towns Jewish Times in Nassau County, NY which is “committed to showing the best of our Orthodox Jewish community, while reflecting reality.” The article is still posted there.

Update: The article has been taken off the The Five Towns Jewish Times website with this explanation: An article that was posted earlier today on our website dealt with the question of genocide in a most irresponsible fashion. We reject any such notion or discussion associated with even entertaining the possibility of such an unacceptable idea.

The piece should have been rejected out of hand by editors but escaped their proper attention. We reject such a suggestion unequivocally and apologize for the error. Gordon has reportedly ended his twitter account, citing security concerns. He has now also issued an apology for the article, but he doesn’t seem to get it: >>>

23. 8, 2014

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Foto- Martin Lejeune - mehr >>>

Das ist das besonders Schlimme am Leben im Gazastreifen. Es gibt keine Zeit, um zu trauern. Trauern die Menschen in dem einen Moment noch um ein Familienmitglied, das gerade durch eine Bombe ermordet wurde, so trauern sie im nächsten Moment schon um einen engen Freund, der dem ständigen Raketen- und Granatenbeschuß zum Opfer fällt.

Nachfolgend mein aktueller Bericht aus Gaza. - 22. 8. 2014  Martin Lejeune - Während die Menschen in Gaza noch immer um Ali Mohammed al-Deif, den sieben Monate jungen Sohn von Mohammed al-Deif, dem Kommandeur der al-Qassam-Brigaden, trauern, und um Widad al-Deif, der Ehefrau von Mohammed al-Deif, sowie um Sara al-Deif, der dreijährigen Tochter von Mohammed al-Deif, ereignen sich schon die nächsten Anschläge auf Zivilisten und auf palästinensische Führer im Gazastreifen. Das ist das besonders Schlimme am Leben im Gazastreifen. Es gibt keine Zeit, um zu trauern. Trauern die Menschen in dem einen Moment noch um ein Familienmitglied, das gerade durch eine Bombe ermordet wurde, so trauern sie im nächsten Moment schon um einen engen Freund, der dem ständigen Raketen- und Granatenbeschuß zum Opfer fällt. Erschütternde Details berichtet die Presse über die Ausrottung der Familie al-Deif. Sechs Guided Bomb Units 28 (die militärische Abkürzung dafür lautet GBUs-28) warf die israelische Luftwaffe in der Nacht vom 19.08 auf den 20.08. auf das Haus der Familie al-Dalou im belebten Stadtviertel Sheikh Radwan in Gaza-Stadt. Sechs GBUs-28 auf das Haus einer Familie in einem dichtbesiedelten Wohnviertel einer Großstadt. Das sind sechsmal 5.000 Pfund, umgerechnet also 2.268 kg Sprengkraft pro Bombe. Sechs 2,3 Tonnen-Bomben werden in dieser Nacht auf das private Wohnhaus der Familie al-Dalou abgeworfen, während die Kinder und Frauen friedlich in ihren Betten schlafen. Diese völlig übertriebenen Mittel werden eingesetzt, nur um einen einzigen Mann zu töten: Mohammed al-Deif, einen allseits beliebten Führer der Palästinenser. Wer auf den Straßen Gazas nach al-Deif fragt, wird niemanden finden, der nicht hinter ihm steht. Wie ein Held wird er verehrt. Wurde al-Deif getroffen von den sechs GBU-28-Bomben? Abu Obeida, der Sprecher der al-Qassam-Bridagen, sagt nein. Aber die Familie von Mohammed al-Deif wurde ausgelöscht. Das ist bestätigt und bewiesen. Noch in al-Khalil, einem 50 Kilometer entfernten Wohnort, spürten die Menschen die Erschütterungen des Erdbodens, die verursacht wurden durch den Abwurf der sechs GBUs-28 auf das Haus der Familie al-Dalou.

Am 21.08. verlor Issam Younis, der Direktor des bekannten Menschenrechtszentrums Al Mezan, seinen 79-jährigen Vater und seine Stiefmutter bei einem israelischen Angriff in Rafah. Mehrere Familienmitglieder, darunter die Brüder Issams und deren Familien, wurden verletzt, als gegen 2:30 Uhr sein Elternhaus in Rafah bei dem israelischen Angriff getroffen wurde. Am 10. August bereits wurde der Al Mezan-Mitarbeiter Anwar al-Za'aneen durch eine israelische Drohne getötet, als er beschädigte Wasserleitungen an seinem Wohnhaus inspizierte. Anwar al-Za'aneen wurde 41 Jahre alt. "Das ist Wahnsinn", heißt es aus dem Umfeld der Getöteten, denn Al Mezan berichtet aus dem Gazastreifen unter anderem über Menschenrechtsverstöße der Hamas, dem von Israel auserkorenen Todfeind.

Am 21.08. wurden vier Angehörige einer Familie, darunter drei Kinder, in Gaza-Stadt durch Raketenbeschuß der israelischen Luftwaffe getötet. Als die Angehörigen und Verwandten der vier Getöteten daraufhin auf dem Friedhof Sheikh Radwan in Gaza-Stadt ein Grab für die vier Getöteten schaufelten, wurden die Trauernden erneut bombardiert. Vier weitere Verwandte der kurz zuvor bereit vier Getöteten wurden durch den Angriff auf den Friedhof getötet. Es gibt in Gaza nicht nur keine Zeit, um zu trauern. Die israelische Tötungsmaschinerie läuft derart auf Hochtouren, daß sie die Menschen in Gaza nicht einmal ohne Bombenterror ihre Toten begraben läßt. Selbst die Totengräber der getöteten Kinder werden auf dem Friedhof bombardiert und getötet.

Man weiß in Gaza nicht, ob man nicht sogar als friedlicher ziviler Mensch selber einmal zum nächsten Ziel wird, sobald man hinaus auf die Straße geht. Denn jeder Zivilist, jeder >>>

Abbas urges resumption of talks with Israel - The final solution to the Gaza crisis will be proposed before the Arab League based on the Egyptian proposal, Abbas said. - The Palestinian president and Hamas's exiled leader Khaled Meshaal issued an appeal on Friday urging the UN to draw up a "timetable" for the Israeli occupation of Palestinian territories to end, Qatar state media said. The two Palestinian leaders held talks in Doha, which were hosted by the emir of Qatar, a key backer of Hamas. Meanwhile, a senior Hamas leader who has been taking part in the Cairo negotiations has confirmed that the group will back any Palestinian bid to join the International Criminal Court (ICC). According to Moussa Abu Marzouk, Hamas has signed a paper of support requested by the Palestinian president. >>>

#########Sohn des Todes - Uri Avnery, 23.8.14 - DER KRIEG war vorüber Die Familien kehrten in ihre Kibbuzim in der Nähe des Gazastreifens zurück. Die Kindergärten öffneten wieder. Die Feuerpause war in Kraft und wurde verlängert und  noch einmal verlängert. Offensichtlich waren beide Seiten erschöpft.
Und dann kam plötzlich der Krieg zurück.
Was ist geschehen? Nun, die Hamas hat mitten in der Feuerpause  Raketen in Richtung Bersheva  abgeschossen.
Warum? Nicht warum? Man weiß doch, wie die Terroristen sind. Blutrünstig. Sie können nicht anders – genau wie Skorpione.
Doch so einfach ist es nicht.
 
DIE KAIRO-Gespräche waren fast ein Erfolg, oder so schien es. Aber Benjamin Netanjahu war in Schwierigkeiten. Er verbarg den Entwurf eines ägyptischen Abkommens für eine lange Feuerpause sogar vor seinen Kabinett-Kollegen. Sie erfuhren davon erst durch die Medien, die es aus palästinensischen Quellen mitteilten.
Anscheinend  sagte der Entwurf, dass die Blockade sehr gelockert werden würde, wenn  nicht gar offiziell beendet. Gespräche über den Bau eines Hafens und eines Flughafens würden innerhalb eines Monats  beginnen.


Was? Wie kam Israel da heraus? Nach all dem Schießen und Töten: 64  israelische Soldaten waren tot ( über 2000 Pal. ) – nach all den grandiosen Reden über unseren gewaltigen Sieg, war das alles? Kein Wunder, Netanjahu versuchte, das Dokument  zurückzuhalten. Die israelische Delegation wurde ohne Unterzeichnung nach Hause gerufen. Die verzweifelten ägyptischen Vermittler bekamen weitere 24 Stunden Verlängerung der Feuerpause. Sie sollte Dienstag um Mitternacht  ablaufen, aber auf beiden Seiten erwartete man, dass sie immer wieder verlängert würde.  Und dann geschah es.


Etwa um 16 Uhr  wurden drei Raketen nach Beer Sheba abgeschossen und fielen aufs offene Feld. Keine Warnung durch Sirenen. Seltsam. Hamas leugnete, sie abgeschossen zu haben, und keine andere palästinensische Organisation übernahm die Verantwortung. Das war seltsam. Nach jedem vorhergehenden Abfeuern von Gaza  hat eine palästinensische Organisation immer stolz  ihren Anspruch   behauptet.


Wie üblich starteten israelische Flugzeuge sofort, um  zur Vergeltung und Gebäude im Gazastreifen zu bombardieren. Wie gewöhnlich regneten Raketen auf Israel. (Ich hörte die Abfangjäger in Tel Aviv)
Geschäfte wie gewöhnlich? Nicht ganz.


Zuerst wurde bekannt, dass eine Stunde, bevor die Raketen hereinkamen, die israelische Bevölkerung nahe Gaza durch die Armee gewarnt wurde, ihre  Schutzkeller und „sicheren Räume“ vorzubereiten.

 
Dann kam heraus, dass das erste getroffene Gebäude in Gaza der Familie eines Hamas-Militärkommandeurs  gehörte. Drei Leute wurden getötet unter ihnen ein Baby und seine Mutter.


Und dann verbreiteten sich die Nachrichten. Es war die Familie von Mohammed Daif, dem  Kommandeur der
 Kassam-Brigaden
, des Militärflügels der Hamas. (Qassam war ein palästinensischer Held, der erste Rebell gegen die britische Herrschaft in Palästina in den 30er-Jahren. Er wurde  gejagt und  von den Briten getötet). Unter den Getöteten dieser Woche waren Daifs Frau  und sein Sohn  der noch ein Baby war. Es scheint,  Daif selbst war nicht dort. >>>

„Wir sind Rassisten“ - Jüdische Israelis bekennen sich zur Apartheid - Die Mehrheit der israelischen Juden möchte die arabische Bevölkerung aus ihrer Lebenswelt verbannen. Das ergab eine Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Dialog im Auftrag der US-amerikanischen NGO New Israel Fund (NIF) durchgeführt hat. 74 Prozent bestehen auf getrennten Straßen für Juden und Palästinenser im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland. Immerhin 42 Prozent möchten nicht, dass ihr Nachwuchs in der Schule zusammen mit arabischen Kindern unterrichtet wird. 47 Prozent stimmen sogar einem Transfer von israelischen Arabern aus dem israelischen Kernland auf die Westbank zu (40 Prozent sprechen sich dagegen aus).

Auch eine weitergehende Entrechtung und Diskriminierung der arabischen Bevölkerung wird mehrheitlich von den jüdischen Israelis gewünscht: 49 Prozent fordern, dass der Staat generell jüdische Bürger gegenüber arabischen bevorzugen soll. 59 Prozent lehnen eine Gleichbehandlung von jüdischen und arabischen Bewerbern bei der Arbeitsplatzvergabe im öffentlichen Dienst ab. Im Falle einer offiziellen Annektierung des Westjordanlands durch Israel wollen 69 Prozent >>>


Moshe Feiglin and the 'liberation' of Gaza >>>
Op-Ed: My Outline for a Solution in Gaza >>>
Knesset member: Retake Gaza, put civilians in 'tent camps' >>>
 Über den Rubikon? Die Zerstörung Gazas - Jakob Rieken >>>

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Das Töten geht weiter - Laut UNICEF brauchen Hunderttausende Kinder in Gaza sofort Hilfe. Resolutionsentwurf im UN-Sicherheitsrat. Israel fliegt neue Angriffe - Karin Leukefeld - Die Angriffe Israels auf den Gazastreifen gehen ungebremst weiter. Nach einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) sind allein in den ersten 48 Stunden seit Beginn der neuerlichen Attacken am Dienstag neun Kinder getötet wurden. Wie die Leiterin des UNICEF-Programms in Gaza, Pernilla Ironside, am Donnerstag in New York berichtete, brauchen 337000 Kinder »sofortige psychosoziale Hilfe«. Nicht nur wegen der vielen Toten und der Zerstörung seien sie sowohl physisch als auch emotional und psychisch in größter Not, sondern auch weil es »keinen sicheren Platz in Gaza« gebe. »Es gibt keine einzige Familie in Gaza, die nicht persönlich Tod, Verletzung, den Verlust ihres Zuhauses, große Zerstörung oder Vertreibung erlebt hat.« Das neue Schuljahr beginne bald, doch mehr als 200 Schulen seien zerstört, sagte Ironside. Wenn man jetzt mit dem Wiederaufbau in Gaza beginne, könne es »18 Jahre dauern«, um die 17000 Wohnungen und Häuser wiederzuerrichten, die zerstört worden seien. >>>

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#########Gazas Kinder: Israel schafft eine neue Generation von Feinden - Harriet Sherwood in Beit Lahia - Najia Warshaga, 9 Jahre alt, ist  eine Veteranin von 3 Konflikten in Gaza. Sie kann nicht normal schlafen und ist immer   ängstlich. Sie lebt jetzt im Haus ihres Onkels in Beit lahia, Gazastreifen. Sie wurde in der UNRWA-Schule verletzt, von der vermutet wurde, dass sie fliehenden  Familien Sicherheit gewährt.

Sie scheint das kollektive Leiden der Kinder des Gazastreifens darzustellen: ein kleines Mädchen, die Augen niedergeschlagen, Tränen um die Wimpern, eine mit Blut verschmierte Stirn, Qualen sind ihr ins Gesicht geschrieben.


Ihr Bild wurde  am Nachmittag  des Granatfeuers  in der UN-Schule in Jabaliya aufgenommen, da man dachte, diese sei ein Schutz vor dem Krieg. „Die Welt steht blamiert daneben,“ erklärt ein schockierter UN-Mitarbeiter, nachdem 15 Leute starben und mehr als 100 verletzt wurden.


Das Mädchen, dessen Bild rund um die Welt ging, ist Najia. Die im Alter von 9 schon eine Veteranin von drei blutigen Konflikten in Gaza ist. vier Wochen dieses Krieges, bei dem mindestens 447 Kinder getötet  und 2744 verletzt wurden, nach der UN. Tausende mehr sind schwer traumatisiert  - unter ihnen Najia.


Ihre  von israelischen Luftschlägen  auf die UN-Schule verursachten Verletzungen  wurden behandelt.  9 Tage nach der Bombardierung der Schule liegt M. auf dem Sofa im Haus eines Verwandten,  wo sie jetzt bleibt. Während sie sich erinnert, was geschah und davon erzählt, verdreht sie ihre Hände: „Ich war im Klassenzimmer Nr. eins und schlief. Da gab es einen großen Bumms, meine Mutter nahm uns in ihre Arme, dann landete noch eine Rakete. Ich schrie und weinte“, sagte sie.


Denkt sie weiter darüber nach? Eine Pause, dann nickt sie und  mit leiser Stimme: „ Ich träume von dem, was geschah.“ Ihre Mutter Majdolen, 31, ergänzt die Lücken in Najias  dürftigem Bericht. Die Familie verließ ihre Wohnung in Beit Lahya, nah >>>

Cease Fire Deal / 14.8.14  - Die ägyptische Zeitung al-Shorouk /Freitag publizierte, welche 11 Punkte eines Waffenstillstands-Abkommens Ägypten der Hamas und Israel vorgeschlagen hat. - PIEF POST, 14. August 2014 – Ranjan Solomon

1.)    Israel wird alle Angriffe auf Gaza stoppen – am Land, im Wasser und aus der Luft. Es wird kein Eindringen nach Gaza am Boden geben.

2.)    Alle palästinensischen Parteien in Gaza werden alle Angriffe gegen Israel am Lande, im Wasser und aus der Luft stoppen, und werden  Tunnelbauten von Gaza nach Israel einstellen.

3.)    Die Öffnung der Übergänge  zwischen Israel und Gaza – Übergänge für Menschen und Waren – werden gestattet, um Gaza wieder aufzubauen. Der Gütertransfer zwischen Gaza und der Westbank wird gestattet gemäß den Vereinbarungen, die zwischen Israel und der Palästinensischen Autorität (PA) zu treffen sind.

4.)    Die israelischen Behörden werden mit der PA alle mit Gaza und seinem Wiederaufbau zusammenhängenden Geldtransfers koordinieren.

5.)    Die Entfernung der Pufferzonen entlang dem Sicherheitszaun im Norden und Osten des Gazastreifens und die Besetzung durch Streitkräfte der PA in diesen Gebieten, beginnend mit 1. Jänner 2015. Dieses wird in mehreren Schritten erfolgen: Zuerst werden die Pufferzonen auf 300 m von der Grenze entfernt reduziert, dann 100 m und zuletzt werden die Pufferzonen ganz entfernt zugleich mit dem Aufmarsch der PA-Truppen.

6.)    Die Fischfangzone vor der Küste Gazas wird in Koordination zwischen Israel und der PA sofort auf 6 Seemeilen ausgedehnt, und wird schrittweise auf 12 Seemeilen erweitert.

7.)    Israel wird die PA bei der Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur in Gaza unterstützen, und wird jene Bewohner Gazas mit der Lieferung der Lebensgrundlagen  unterstützen, die wegen der Kämpfe gezwungen waren, aus ihren Häusern zu flüchten. Israel wird den Verwundeten medizinische Hilfe geben, und wird die Beförderung von humanitären Hilfsgütern und Nahrungsmitteln durch die Übergänge durchführen.

8.)    Die PA wird in Koordination mit Israel und internationalen Hilfsgruppen die Grund-materialen für den Wiederaufbau Gazas zur Verfügung stellen nach Angabe eines vorher bestimmten Planes, um den vorher aus ihren Häusern Vertriebenen die eheste Rückkehr zu ermöglichen.

9.)    Ägypten ersucht die Internationale Gemeinschaft flehentlich um schnelle humanitäre und finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau Gazas nach einem vorher bestimmten Plan.

     10.) Nach der Stabilisierung des Waffenstillstands und der Rückkehr Gazas zum normalen Leben werden die Seiten ihre indirekten Verhandlungen in Kairo nach Unterzeichnung   des Vertrages innerhalb eines Monats beenden. Der Austausch von Gefangenen undToten wird in dieser Zeit auch diskutiert.

     11.) Über die Möglichkeit, in Gaza einen Flughafen und einen Seehafen zu bauen, wird in Übereinstimmung mit den Osloer Verträgen und anderen früheren Vereinbarungen  diskutiert werden.

Quelle: http://www.timesofisrael.com/text-of-egypts-11-point-ceasefire-proposal/?

#########PALMYRA VERLAG

Khaled Hroub

Hamas

Die islamische Bewegung in Palästina


Aus dem Englischen von Michael Schiffmann
256 Seiten
13,5 x 21 cm Broschur
€ 17,90 (D)
€ 18,40 (A) SFr 31,70
ISBN 978-3-930378-77-7

Pressespiegel:
Wirkliches Hintergrundwissen über die »Bewegung des islamischen Widerstands«, arabisch abgekürzt Hamas (was zusätzlich »Hingabe« bedeutet), ist die Ausnahme – und beileibe nicht von jedem erwünscht. Als die Politologin Helga Baumgarten 2006 das erste grundlegende Buch über die Hamas auf Deutsch vorlegte, wurden mehrere ihrer Lesungen von Störern gesprengt. Der Publizist Henryk M. Broder ging die Autorin zeitgleich ebenso infam wie unterhalb der Gürtellinie auf seiner »Achse des Guten« an.
 Nun liegt ein zweites, sehr lesenswertes Buch über die Hamas vor. Der palästinensische Journalist Khaled Hroub erzählt Geschichte und Hintergründe der »islamischen Bewegung in Palästina«. Die von ihm gewählte essayistische Form erzeugt ihren eigenen Sog, seine in Frageform gefasste Gliederung befördert die gute Lesbarkeit zusätzlich. »Ist die Hamas eine antisemitische Organisation?« fragt er beispielsweise und kommt zu dem argumentativ überzeugend vorgebrachten Schluss: »Die Organisation muss als antizionistisch, aber nicht als antijüdisch charakterisiert werden.«
 Wobei natürlich die in Sachen Israel/Palästina vorherrschende »mentale Festplatte« in Deutschland bei dieser Formatierung Alarm schlägt. Antizionistisch, antijüdisch, antisemitisch: Wo liegt da, bitteschön, der Unterschied? Es gibt ihn, und Hroub legt ihn ausführlich dar. >>>


Hamas - Der politische Islam in Palästina - Helga Baumgarten >>>

Verletzte aus Gaza werden in Westerstede klinik behandelt

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PalMed Deutschland empfängt die ersten Verletzten aus Gaza
- Die erste Gruppe verletzter Palästinenser aus dem Gaza-Streifen ist im Flughafen München angekommen. Am Flughafen wurden die Verletzten samt Begleitpersonen von Spezialisten und Helfern in Empfang genommen. Die schwerverletzten Patienten, ein Kind und zwei Frauen, wurden dann per Spezialtransport sofort ins Krankenhaus Ammerland in Niedersachsen transportiert, wo Chefarzt Herr Dr. Muneer Deeb die Aufsicht über die Behandlung übernimmt. Die Ammerlandklinik, die Erfahrung mit der Behandlung von Verletzten aus Krisenregionen hat, übernimmt die Behandlung kostenfrei. Herr Dr. Deeb ist der ärztliche Leiter der Abteilung für Chirugie an der Ammerlandklinik, er ist aktives Mitglied von PalMed Deutschland und ehemaliger Vorsitzender dieses Deutsch-Palästinensischen Ärzteforums. Dies ist das erste Mal, dass Verletzte aus dem Gaza-Streifen zur Behandlung nach Deutschland gebracht werden. Dr. Ashraf Dada, Vorsitzender von PalMed Deutschland dankt der Ammerlandklinik, der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europe Health für diese humanitäre medizinische Hilfeleistung. Er erwähnte, dass PalMed Deutschland sich weiterhin bemühen werde, Verletzte aus dem Gazastreifen nach Deutschland zu bringen. Andere Krankenhäuser haben sich ebenfalls bereit gezeigt, Verletzte zu behandeln. PalMed Deutschland wurde 2007 gegründet und ist die größte Organisation deutscher Ärzte palästinensischer Abstammung. PalMed hat bereits während des laufenden Krieges mehrere Ärztedelegationen in den Gazastreifen gesendet und trug neben anderen Ärzteorganisationen zur Behandlung von Kriegsopfern bei.
 


Opfer des Gaza-Konflikts in Westerstede operiert - Sundus, Maisara und Vausia sind erschöpft, aber die erste Nacht in der Ammerland-Klinik in Westerstede haben die drei Frauen aus dem Gazastreifen gut überstanden. Am Freitagmorgen haben die Ärzte bereits erste Untersuchungen durchgeführt. Der Zustand der drei verletzten Frauen sei stabil, sagte ein Sprecher der Klinik. Sie sind die ersten Kriegsverletzten aus dem Gazastreifen, die in Deutschland behandelt werden. >>>
 

Verletzte aus Gaza in Westerstede .>>>
Schwerverletzte aus Gaza in Westerstede angekommen>>>

22. 8. 2014

Aktion zur sofortigen Ӧffnung von Rafah - Bitte fordert weiterhin, dass die ӓgyptische Regierung den Grenzübergang Rafah ӧffnet. Schickt uns Eure Briefe an die Botschaft, zusammen mit einem Foto, auf dem Ihr ein Plakat mit einer Botschaft haltet, z. B. 'Ӧffnet Rafah

Jetzt- Schluss mit der ӓgyptischen Komplizenschaft an Israels Vӧlkermord' an: openrafahnow@gmail.com.

Eure Fotos und Briefe werden auf unserer Facebookseite 'Open Rafah permanently and unconditionally' [Ӧffnet Rafah auf Dauer und ohne Bedingungen] verӧffentlicht.

Unsere Aktion folgt einem Aufruf unserer Mitmenschen und Kameraden in Gaza, die uns gebeten haben, die Komplizenschaft der ӓgyptischen Regierung an Israels Vӧlkermord an den Menschen in Gaza zu beenden. Wir rufen alle Menschen zur Teilnahme an dieser Aktion auf: Wendet Euch an die ӧrtliche Botschaft und protestiert gegen die ӓgyptische Zusammenarbeit mit einer illegalen und unmenschlichen Belagerung, die eine schwer leidende Bevӧlkerung isoliert.

Trotz eines Aufrufs von Ӓgyptern zur Aufhebung der Blockade hat die ӓgyptische Regierung stattdessen den israelischen Plan für eine Rückkehr zum Status quo eines langsamen Vӧlkermordes unterstützt. Die ӓgyptische Regierung sagt, dass der Grenzübergang Rafah geӧffnet wurde. In Wirklichkeit bleibt der Grenzübergang geschlossen, mit einigen viel zu wenigen Ausnahmen.

Seit sieben Jahren steht Gaza unter einer brutalen und tӧdlichen Belagerung, die von Israel auferlegt wurde und durch die Mitarbeit der ӓgyptischen Regierung vervollstӓndigt wird, um die Bewegungsfreiheit von Menschen und Produkten extrem zu beschrӓnken.
Nach der mutwilligen Zerstӧrung und Verwüstung, die Israel in Gaza in den vergangenen fünf Wochen verursachte, ist es jetzt noch wichtiger, dass wir von der ӓgyptischen Regierung eine volle Ӧffnung von Rafah fordern.

Seit dem 7. Juli wurden mehr als 2016 Palӓstinenser getӧtet und mehr als 19101 Palӓstinenser verletzt. Die ӓgyptische Regierung macht sich durch ihre Weigerung zur Ӧffnung der Grenze mitschuldig an Israels Vӧlkermord an einer eingesperrten Bevӧlkerung.
Vielen Dank für Eure Aktionen! Verteidigt die belagerten Menschen in Gaza! Rafah muss jetzt geӧffnet werden! 
Übersetzt und bearbeitet von Martina Lauer - http://palsolidarity.org/2014/08/action-alert-open-rafah-now/

Nach dem Tod von Kommandanten - Hamas droht mit Vergeltung - Israels Regierungschef Netanjahu will erneut Reservisten mobilisieren. Palästinenserpräsident Abbas trifft sich mit Hamas-Chef Mashal. - Susanne Knaul - Die moderate politische Palästinenserführung der Fatah setzt unterdessen die Bemühungen um eine diplomatische Lösung fort. Präsident Mahmud Abbas reiste gestern nach Doha, um sich mit dem Chef des Hamas-Politbüros, Khaled Mashal, zu beraten. Obschon bei den Gesprächen erklärtermaßen eine „gute Atmosphäre“ herrschte, gab sich Mashal weiterhin gestern unnachgiebig und kündigte an, nicht an den Verhandlungstisch zurückzukehren, „bis Israel unseren Forderungen nachgibt“.

Netanjahu sieht Chance für Verhandlungen

Regierungschef Netanjahu stellte im Verlauf einer Pressekonferenz am Mittwochabend einen „neuen politischen Horizont“ in Aussicht. Im Anschluß an die Gefechte werde er sich dafür einsetzen, die Verhandlungen mit Abbas und seiner „palästinensischen Regierung, die dem Frieden mit Israel verpflichtet ist“, fortzusetzen. Die Bedingungen für ein Gelingen des Dialogs über eine Zweistaatenlösung hätten sich verändert, meine Netanjahu. „Es ist heute viel leichter für uns, unsere Sicherheitsbedürfnisse zu erklären.“

Außerdem könnten die regionalen Veränderungen „neue Möglichkeiten schaffen“. Die sozialdemokratische Abgeordnete Scheli Jechimowitsch begrüßte den veränderten Ton des Regierungschefs. „Hier ist bei jemandem der Groschen gefallen“, meinte die Oppositionspolitikerin. Abbas sei ein „Mann des Dialogs“ und müsse von Israel gestärkt werden. >>>

Gaza: Venezuela schickt Hilfe, Israel wirft Bomben - Venezuelas Hilfslieferung für die Palästinenser, die in der vergangenen Woche auf den Weg gebracht worden war, hat am Mittwoch den Gazastreifen erreicht. Nach Überschreiten des Grenzübergangs Rafa übergab die vom venezolanischen Botschafter in Kairo, Juan Antonio Hernández, geleitete Delegation zwölf Tonnen Medikamente, Lebensmittel und andere Güter dem Roten Halbmond. (...)

Bei der Übergabe der Waren an die palästinensische Hilfsorganisation wurde der Konvoi nach Angaben der venezolanischen Regierung von einem israelischen Kampfflugzeug angegriffen. Eine Bombe sei nur 50 bis 70 Meter entfernt eingeschlagen, jedoch nicht explodiert, berichtete Hernández dem lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur. Er gehe nicht von einem Zufall aus: »Das war ein gezielter Versuch der Einschüchterung, um die humanitäre Unterstützung zu verhindern, denn Venezuela ist derzeit ein wichtiger Leuchtturm für das palästinensische Volk.« >>>

Versöhnung durch Respekt  - Silke Fries - Sie haben einen Sohn oder eine Tochter verloren. Doch statt sich in Hass und Trauer zu vergraben, engagieren sich Israelis und Palästinenser gemeinsam in der Initiative Parents Circle für mehr Verständigung. Ihre Überzeugung: Dialog ist der einzige Weg zu einem dauerhaften Frieden. Immer, wenn der Schmerz besonders groß wird, dann sieht sich Rami Elhanan >>>

Gaza - Guernica des 21. Jahrhunderts  - Institut für Palästinakunde - In Gaza demonstriert Israel seinen westlichen Führungsanspruch: Israel ist führend in der Entwicklung von Verfahren, Technologien und Waffen zur massenhaften Erniedrigung, Unterdrückung, Vertreibung und Beraubung, führend in der Verbreitung militaristischer und rassistischer Propaganda für liberale Islamophobiker, sowie führend bei der Unterminierung und Aushöhlung des internationalen Rechts und des Wertekanons der Aufklärung.

Diese Sicht vertritt auch Jeff Halper, Gründer des israelischen Israeli Committee Against House Destructions, der dies in Globalizing Gaza wie folgt prägnant zusammenfasst: Bitte lesen Sie hier weiter.

Ergänzende Links: Globalizing Gaza (Halper, cp)

Tsafrir Cohen - Sehr geehrte Damen & Herren, liebe Kollegen und Freunde, diesmal traf es den Gründer und Direktor des Menschenrechtszentrums Al Mezan, unseren Freund und Kollegen Issam Younis. Heute Nacht sind sein betagter Vater Hassan Younis und seine Stiefmutter Amal Ibrahim Younis Al-Bilbisi durch Bombardements der israelischen Luftwaffe in ihrem Haus getötet worden. Verletzt wurden die beiden Schwägerinnen Hadeel und Seham, die beiden Neffen Hassan und der zwei Monate alte Ahmed sowie die beiden Nichten, die Kleinkinder Seba und Reema.

Auch das Haus des Al Mezan-Mitarbeiters Yousef Abu Slaimeh wurde bei den nächtlichen Angriffen getroffen. Insgesamt 17 Personen wurden dabei verletzt, darunter seine Eltern Fatihiyya und Abdel Fattah, seine Frau Hanan, seine vier Kinder Yasmeen, Hassan, Saja und das Baby Sabah, seine Brüder Mohammed, Ahmad und Ibrahim sowie deren Frauen Ghada, Heba und Yasmeen, seine Schwägerin Falasteen, seine Neffen, das Kleinkind Huthaifa und der Junge Baraa‘ sowie seine Nichte Israa‘. Dutzende weitere Personen wurden bei diesen nächtlichen Angriffen verletzt.

Wir von medico international solidarisieren uns mit beiden Kollegen, die sich seit Jahren nicht nur für die Menschenrechte, sondern unter und trotz der Herrschaft der Hamas unerschrocken auch für die Verteidigung der Bürgerrechte im Gazastreifen eingesetzt haben, gegen Autoritarismus und religiösen Radikalismus. Angesichts der tausendfachen Tötung und Verletzung von Zivilisten muss sich die israelische Armee fragen lassen, ob sie sich nicht der gravierenden Verletzung des Völkerrechts schuldig macht. Deshalb fordert medico zusammen mit seinen israelischen und palästinensischen Partnern die Bundesregierung und die EU dazu auf, ihre Passivität endlich aufzugeben und darauf hinzuwirken, dass etwaige Völker- und Menschenrechtsverletzungen beider Seiten nicht nur untersucht sondern dass die Schuldigen auch zur Rechenschaft gezogen werden.

Weiter unten finden Sie einen Beitrag des medico-Büroleiters in Ramallah, Riad Othman zu diesen Geschehnissen, mit der Bitte um Weiterleitung und die Erlaubnis diesen zu veröffentlichen (unter Angabe der Quelle www.medico.de). Mit freundlichen Grüßen Tsafrir Cohen

 

Israelische Bombardements fordern weitere unschuldige Opfer - Trauer um betagte Eltern von Issam Younis, Direktor und Gründer des Menschenrechtszentrums Al Mezan - Es ist noch keine zwei Wochen her, dass medico seiner Partnerorganisation, dem Menschenrechtszentrum Al Mezan im Gazastreifen kondolieren musste: Am 10. August wurde deren Mitarbeiter Anwar al Za'aneen durch eine israelische Drohne getötet, als er beschädigte Wasserleitungen an seinem Wohnhaus inspizierte. Anwar wurde 41 Jahre alt.

Issam Younis, der Direktor von Al Mezan, und seine Kolleginnen und Kollegen hatten kaum Zeit, den Verlust ihres Kollegen zu verwinden. Heute hat uns aus Gaza die Nachricht erreicht, dass Issams 79-jähriger Vater und seine Stiefmutter letzte Nacht bei einem israelischen Angriff in Rafah getötet wurden. Mehrere Familienmitglieder, darunter Brüder Issams und deren Familien, wurden verletzt, als gegen 2:30 Uhr sein Elternhaus in Rafah bei einem israelischen Angriff getroffen wurde.

Nach dem Tod seines Kollegen Anwar hatte Issam sein Profilbild auf Facebook geändert: Es zeigt seither im Andenken an den Getöteten das Bild des mehrfachen Familienvaters, der eine Frau und fünf Kinder hinterließ. Doch wie viele Menschen soll Issam noch betrauern, wie vielen Hinterbliebenen Trost spenden, wie vieler Freunde und Angehöriger gedenken, bis dieser Wahnsinn ein Ende findet? Es ist für mich schwer vorstellbar, wo Leute wie er und sein Kollege Mahmoud Aburahma und die vielen anderen in Gaza ohne Namen jeden Tag die Kraft hernehmen, um mit ihrer Menschenrechtsarbeit weiter zu machen, um sich nicht geschlagen zu geben, um medizinische Hilfe zu leisten oder sich um intern Vertriebene zu kümmern, wie es die drei medico-Partnerorganisationen im Gazastreifen seit mehreren Wochen tun.

Wahnsinn. Das war genau das Wort, das Majeda Al Saqqa von der Culture & Free Thought Association (CFTA) in Khan Younis schon vor zwei Jahren verwendete, um die Situation im November 2012 während der Operation Wolkensäule zu beschreiben. "Ich will nur, dass dieser Wahnsinn aufhört," sagte sie mir damals. Bei unserem letzten Telefonat sprach sie wieder vom Wahnsinn, fassungslos und ermattet, aber nicht dazu bereit, sich der Resignation hinzugeben. >>>

Gaza - Kein Wasser, kein Strom, keine Hoffnung - Der Krieg in Gaza geht unvermindert weiter. Die Bevölkerung stellt sich auf lang anhaltende Kampfhandlungen ein. Auch Raed Athamnah und seine Familie. Sie haben bereits zum dritten Mal ihr Haus verloren. - Raed Athamnah und seine Familie wohnen schon lange nicht mehr in ihren eigenen vier Wänden. Kurze Zeit nach Beginn der Gaza-Offensive musste der Stringer, der ausländischen Medien beim Recherchieren ihrer Geschichten hilft, mit seiner Familie sein Haus verlassen. "Unser Haus in Beit Hanoun wurde in großen Teilen zerbombt. Es fehlen Türen, auch eine Wand wurde weggerissen", erzählt Raed am Telefon. Er hat nicht mehr viel Akku, sagt er. Strom komme mittlerweile nur noch maximal 2-3 Stunden am Tag. "Wasser ist hier ebenfalls Mangelware. Meine Kinder sagen den ganzen Tag zu mir, sie wollten gerne duschen. Mir ist egal, was wir essen, aber die hygienischen und medizinischen Umstände hier in Gaza sind katastrophal." >>>

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Echte Freundschaft - Venezuela hilft dem heldenhaften Volk Palästinas - Fidel Castro - Gestern (Dienstad) habe ich den Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela empfangen, der im Zusammenhang mit der Verteidigung der wichtigen Erdölinteressen seines Landes eine Auslandsreise unternommen hatte. >>>

AUDIO - Halima Alaiyan - Wo bitte geht's zum Paradies? - Moderation: Katrin Heise - Die in Palästina geborene Halima Alaiyan ist Orthopädin in Berlin und Gründerin und Vorstand der Talat-Alaiyan-Stiftung für israelische, palästinensische und deutsche Jugendliche. Welche Hoffnung haben Sie für den Nahen Osten? Das haben wir die in Palästina geborene Halima Alaiyan gefragt. Sie ist Vorstand der Talat-Alaiyan-Stiftung für israelische, palästinensische und deutsche Jugendliche.

Sie wurde in Palästina geboren, wuchs in Ägypten auf und lebt heute als Ärztin in Deutschland. Ihre Kinder sind in Gaza aufgewachsen, umgeben von Gewalt und ohne das Glück einer geborgenen Kindheit. Ihr Sohn ist an einer seltenen Krankheit gestorben - in Deutschland, dem Land, das Halima Alaiyan erstmals erlaubte, so zu leben wie sie leben wollte - das Paradies? Sie schrieb ihr Leben auf und gab dem Buch den Titel "Vertreibung aus dem Paradies". Und sie gründete eine Stiftung, die Jugendliche aus Palästina und Israel in Deutschland zusammenbringt - eine Investition in die Zukunft. "Die Kinder sind unsere Hoffnung", sagt Halima Alaiyan.

Wieviel Hoffnung hat sie für die Zukunft des Nahen Ostens? Wie hat sie, die Staaten- und Wurzellose, in Deutschaland Fuß fassen können? Hat sie eine Heimat? Welche Widerstände sind zu überwinden, um Israelische und palästinenesische Kinder zusammenzubringen? Mit Halima Alaiyan spricht Katrin Heise ab 9:05 Uhr auf Deutschlandradio Kultur. >>>

Verletzte aus Gaza in Westerstede - Verletzte Mütter und Kinder aus dem Gazastreifen sollen auf dem Luftweg nach Deutschland kommen. Drei Patienten sind nun auf dem Weg in die Westersteder Ammerland-Klinik. - Kerstin Schumann - Drei Patienten aus dem Kriegsgebiet im Gazastreifen sollen über Kairo ausgereist und in München gelandet sein. In der Nacht zu Freitag sollen sie in der Westersteder Ammerland-Klinik eintreffen. Bei den Patienten soll es sich um zwei Frauen und ein Kind handeln. Die Hilfsaktion war auf Initiative von Chefarzt Dr. Muneer Deeb, der aus Palästina stammt, zustande gekommen.>>>



Schwerverletzte aus Gaza in Westerstede angekommen - Zwei palästinensische Frauen und ein Mädchen kamen in der Nacht zum Freitag in der Ammerland-Klinik an. Der Transport der drei Opfer war wegen der kriegsbedingt fehlenden Papiere eine logistische Herausforderung >>>

Avaaz - Das erste Mal, dass ein Meinungsartikel an unsere Gemeinschaft gesendet wird, aber er ist von historischer Bedeutung.

Erzbischof Desmond Tutu hat gerade in einer israelischen Zeitung einen kraftvollen Appell an das Gewissen der Menschen veröffentlicht. In seinem Artikel schließt sich Nobelpreisträger und Anti-Apartheid-Legende Tutu den 1,7 Millionen von uns an, die Unternehmen zum Boykott und Kapitalabzug aus der israelischen Besetzung und Unterdrückung Palästinas aufrufen. In seinem Appell, der von Herzen kommt, fordert er die Israelis (von denen 87% die Bombardierung des Gazastreifens befürwortet haben) dazu auf, sich *selber* von diesem fürchterlichen Status quo zu befreien. Verpassen Sie es nicht, den Artikel zu lesen:

Hier ist sein Meinungsartikel.


Der Beitrag wurde exklusiv in einer israelischen Zeitung veröffentlicht, legitimiert jedoch auf eindrucksvolle Weise eine Position, die von einigen Regierungen nach wie vor als kontrovers eingestuft wird. Der Rest der Welt sollte den Artikel ebenfalls lesen und das kann nur geschehen, indem er verbreitet wird. Teilen wir ihn also weit und breit!

Diese Kampagne gewinnt an Fahrt. Russell Brand hat ein Video aufgenommen, in dem er unsere Kampagne unterstützt, und die Unternehmen auf die wir abzielen wenden sich allmählich ans Avaaz-Team und bitten um ein Treffen. Avaaz-Mitglieder im Vereinigten Königreich haben eine Kampagne gestartet, um Waffenverkäufe an Israel zu beenden, während die Regierung dort ihre bestehenden Regelungen überprüft. Erstaunlicherweise hat sogar die US-Regierung eine Lieferung von Hellfire-Raketen an Israel gestoppt!

Der Druck zeigt Wirkung und wir sollten nicht nachlassen! Wenn Sie es noch nicht getan haben, dann unterzeichnen Sie hier die Petition. Oder klicken Sie hier, um weiterhin Nachrichten an die Unternehmen zu senden, auf die unsere Kampagne abzielt. Sorgen wir dafür, dass sie nicht denken, sie könnten diese Sache einfach aussitzen. Falls es eine örtliche Kampagne gibt, die Sie starten könnten, um sicherzustellen, dass Ihre Stadt, Ihre Universität oder Ihre Gemeinde Investitionen in die Unterdrückung der Palästinenser zurückzieht, dann starten Sie hier Ihre eigene Kampagne.

Es ist großartig, dass unsere Gemeinschaft wieder einmal an der Seite von Erzbischof Tutu steht - einem der wahrhaftig großen Anführer der gewaltfreien Bewegung. Denn in einer Welt, die von Extremisten auseinander gerissen wird, die “die anderen” erfolgreich dämonisieren, kann gewaltfreie Stärke einen Wandel bewirken: Die Stärke, im Streben nach Gerechtigkeit standhaft und sogar hartnäckig zu sein, aber dennoch eine Liebe für alle Menschen zu zeigen -- jene Kraft, die sich der Angst und der Unwissenheit widersetzt, die uns allen im Weg steht. Eine Liebe, die erkennt, dass all unsere Schicksale und Freiheiten ineinander verflochten sind. Das ist die besondere Denkweise, die große Persönlichkeiten wie Gandhi und Tutu uns beigebracht haben und die unsere Gemeinschaft mit jeder einzelnen Kampagne zu verkörpern versucht.

Voller Hoffnung, Ricken, Alex, Fadi, Jeremy, Ana Sofia, Ari und der Rest des Avaaz-Teams

PS - Bei dieser Kampagne geht es darum, die Bedingungen für anhaltenden Frieden zwischen Israel und Palästina und eine sichere Heimat für Juden und Palästinenser zu schaffen. Sowohl Antisemitismus als auch Rassismus gegenüber Palästinensern sind grotesk und sollten, ebenso wie alle Arten von Hass, bekämpft werden. Letztendlich sind es Extremisten auf beiden Seiten, die zusammen daran arbeiten, eine friedliche Zukunft zu gefährden. Unsere Aufgabe ist es, vernünftige Menschen von allen Seiten zusammenzubringen, um die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um sowohl Israel als auch Palästina zu retten. Sollten Sie diese Kampagne für einseitig halten, dann können Sie sich hier die Antworten und Erklärungen des Avaaz-Teams durchlesen .

Liebe Freunde, in Deutschland brennen die Moscheen und wir protestieren dagegen. - Martin Lejeune - Heute gehe ich zum Jumu’ah in die Teiba Moschee in Spandau. Der Imam hat mich eingeladen. Ich darf auch nach dem Jumu’ah in der Moschee über meine Erfahrungen im Gazastreifen sprechen. Wie ist es, wenn jeden Tag und jede Nacht in der Nähe Bomben explodieren? Wie wiele Frauen und Kinder wurden ermodet? Ich werde euch alle eure Fragen beantworten, das verspreche ich euch. Ihr findet mich heute mittag ab 13 Uhr in der Teiba Moschee in der Streitstr. 15, 13587 Berlin.
Der Hauptgrund, weshalb ich zum Jumu’ah in die Teiba Moschee gehe, ist aber weil in Deutschland die Moscheen brennen und ich mit meinem Besuch in der Teiba Moschee gegen den Islamhass und gegen die Islamhetze der deutschen Presse protestiere. Ich will mich mit allen friedlichen Gläubigen in Deutschland solidarisieren und ein Zeichen setzen gegen Anschläge auf Gotteshäuser. >>>

 

Folge der antimuslimischen Hetze – Alle 10 Tage kommt es zu Übergriffen auf Moschee  - Julius Jamal  - Deutschland ist eines der Länder in Europa in denen der antimuslimische Rassismus am ausgeprägtesten ist, wie eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung nachgewiesen hat. In den letzten Jahren zeigt sich der Anstieg des antimuslimischen Rassismus auch an den Angriffen und Schändungen von Moscheen, in den letzten 2 Jahren gab es durchschnittlich alle 10 Tage einen Angriff/Schändung einer Moschee. >>>
 

Brandursache in Mevlana-Moschee noch nicht geklärt >>>

Erneut Brandanschlag auf Bielefelder Moschee >>>

Erneuter Brandanschlag auf Moschee >>>

Gaza: Whole Villages Have Been Wiped Off the Map -  “ The smell and the sights we saw were shocking. The moment we parked and I got out, a very strange smell hit us—the smell of dead bodies. That smell will never leave me; it is still stuck in my nose. We saw totally flattened houses and other houses partially destroyed. It reminded me of pictures from war-torn areas where years of fighting erased a village" - Dr. Mona El-Farra -

I’m writing now from my home, but I still feel dizzy from shock and nauseated by the sights and smells on my visit to Khan Younis and Khuza’a.

Yesterday I decided to use the opportunity of the ceasefire to visit my family in Khan Younis. I especially wanted to see my sister who had open heart surgery before Israel’s assault. I hadn’t seen her for 36 days. I’m lucky that I have enough fuel in my car to drive 24 kilometers (15 miles) so I struck out towards the south.

I drove down Salaheddin Road and passed rubble from mosques, houses, and factories. Some buildings were destroyed completely and some partially. Later on in my drive, I saw dozens of big trees uprooted and smashed, fruit trees destroyed and farms and gardens decimated and ruined. The Israeli bombs were aimed to destroy the infrastructure, to destroy Gaza’s economy. Even the main cookie factory was targeted and destroyed.

I passed UN trucks distributing food to people in long lines. This siege and assault by the Israelis has made everyone in the Gaza Strip live as a refugee, missing basic needs and struggling to survive. >>>

Families bombed at home, Gaza, July-August 2014 (initial figures) - During the fighting in Gaza, dozens of residences were bombed while residents were at home. The following infographic lists members of families killed in their homes in 72 incidents of bombing or shelling. In these incidents, 547 people were killed, including 125 women under the age of 60, 250 minors, and 29 people over the age of 60. Mouse over the houses for more details.

The figures B’Tselem collected regarding the number of Palestinians killed in the course of the fighting in the Gaza Strip are very preliminary, and are still being cross-referenced and checked. In the months ahead, B’Tselem plans to further investigate the incidents, including confirming the identity of the individuals killed and whether or not they >>>

The outlaw state of Israel, part I  - Since 1948 Israel has drawn a long list of military aggression, human rights violations and war crimes. -  Richard Falk -  Akbar Ganji - Israel has become an outlaw state. In his book, The Law of Peoples, John Rawls defines an outlaw state as one that systematically violates the universal principles of human rights, and commits aggression against other nations. Israel is guilty of repeated such violations as well as several massive acts of aggression, making it reasonable and responsible to identify it as an outlaw state. >>>

The Double Identity of an "Anti-Semitic" Commenter - Smearing a Progressive Website to Support Israel  - Lance Tapley - Like many other news websites, Common Dreams has been plagued by inflammatory anti-Semitic comments following its stories. But on Common Dreams these posts have been so frequent and intense they have driven away donors from a nonprofit dependent on reader generosity. A Common Dreams investigation has discovered that more than a thousand of these damaging comments over the past two years were written with a deceptive purpose by a Jewish Harvard graduate in his thirties who was irritated by the website's discussion of issues involving Israel. His intricate campaign, which he has admitted to Common Dreams, included posting comments by a screen name, "JewishProgressive," whose purpose was to draw attention to and denounce the anti-Semitic comments that he had written under many other screen names. The deception was many-layered. At one point he had one of his characters charge that the anti-Semitic comments and the criticism of the anti-Semitic comments must be written by >>>

Israel sends Gaza's economy ‘back to zero’ - Attacks on the industrial sector in Gaza were no less damaging than those against people’s lives and homes. - Al-Akhbar went on a short tour of a number of industrial and agricultural facilities in the Gaza Strip, primarily in the eastern and northern regions. Widespread destruction was noted in manufacturing plants, as well as in cattle and goat farms. The famous electronics factory owned by Ibrahim al-Jarou Company is now a pile of rubble. Afaneh cattle farm on the road parallel to the border strip to the east had a similar fate. All the cows were killed after bombs and artillery shells hit the farm. Head of the Food Industry Federation in Gaza, Taisir al-Safadi, maintained that the Israeli aggression caused "heavy losses, estimated at $150 million" in the food industry. >>>

Israeli attacks have worsened water systems in Gaza  - The recent military strikes by Israel have crippled an already grim water distribution system in Gaza. Several reports from media and international organizations have confirmed targeted attacks on water distribution systems. Due to these attacks, a large number of people in Gaza have been directly affected.

Emergency Water, Sanitation and Hygiene in occupied Palestinian territory (EWASH – OPT), partner of the Ecumenical Water Network (EWN) of the World Council of Churches (WCC), has recently published an article on this issue by Mohammed Omer. The article quotes Saed al-Din Atbash, head of the water facilities at Gaza Municipality, saying that the wells and pipelines in Gaza were deliberately attacked. >>>

In Gaza havens are far, heavens are closer - Belal Dabour - Israel bombed the ice vendor. The blazing summer, made worse by the absence of electricity, drove dozens of people to gather around a small store which used to sell ice. According to my friend who lives in Shejaiya, eleven drone missiles targeted the marketplace on July 30, including the ice store. Twenty-four civilians were killed in this particular assault, four of whom died before my eyes at Shifa hospital where I work. Twenty-four hours before this massacre, two artillery shells disabled the sole power plant in Gaza, exacerbating power deficiency from about 50% to more than 90%. This and the unilateral ceasefire Israel announced two hours before the attack gave people a false sense of security, which drove dozens of them to their fate at the ice store. >>>

VIDEO - A War on Gaza’s Future? Israeli Assault Leaves 500 Kids Dead, 3,000 Injured, 373,000 Traumatized - As the Israeli offensive in Gaza resumes, we look at the impact the military campaign has had on the children of Gaza. More than 467 Palestinian children have died since July. That is more than the combined number of child fatalities in the two previous conflicts in Gaza. According to the World Health Organization, more than 3,000 children have been injured, of which an estimated 1,000 will suffer from a lifelong disability. The United Nations estimates at least 373,000 children require direct and specialized psychosocial support. And, based on the total number of adults killed, there may be up to 1,500 children orphaned. Gazan children’s right to an education has also been severely compromised with at least 25 schools reportedly damaged so severely that they can no longer be used. We speak to Pernille Ironside, chief of UNICEF’s Gaza field office. "There isn’t a single family in Gaza who hasn’t experienced personally death, injury, the loss of their home, extensive damage, displacement," Ironside says. "The psychological toll that has on a people, it just cannot be overestimated, and especially on children." >>>

Revenge devoid of purpose: Punitive demolitions of Palestinian homes - Cody O’Rourke and Jeff Halper - Mondoweiss - And the “punitive” demolitions were pointless and, indeed, counterproductive, even by Israel’s own standards. Over the years the Israeli authorities have demolished some 40,000 Palestinian homes, either as “collateral damage” in military incursions (10,000 were destroyed in the latest round of fighting in Gaza) or because, since 1967, Israel has refused to grant building permits to Palestinians, who are then forced to build “illegally” and face demolition. In virtually none of these cases was “security” the reason for demolition, as testified by the fact that none of the owners were ever arrested.>>>

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Palestinians, Europeans support reopening Rafah crossing - Daoud Kuttab - Al-Monitor - With or without the movement of goods, the reopening of Rafah on a 24-hour basis after the implementation of a permanent cease-fire would have a profound effect on the besieged residents of Gaza, who would consider it the most visible sign that the war and the siege of Gaza are finally over.>>>

In 2008 Israel Agreed to a Protocol for the Port of Gaza : Why not now? - Paul Larudee - Dissidentvoice - In short, there is nothing in the Hamas demands that Israel cannot accept and has not already accepted in similar circumstances, as long as international monitors are placed in charge of implementing agreed protocols for control and security. This is a common sense solution that can meet the requirements of all concerned and allow Gaza to develop itself in ways that are well established in the rest of the world. >>>

Gaza children unable to go back to school - Fares Akram - Aljazeera - A math teacher, al-Arqan was meant to return to school in less than a week. But as violence has resumed in Gaza after the breakdown of ceasefire talks between Israeli and Palestinian negotiators in Cairo, the school year has been postponed indefinitely in the besieged Palestinian territory >>>

Palestinian teen: I was used as a human shield in Gaza - Samer Badawi - An affidavit obtained exclusively by +972 reveals what appears to be the first documented case of a ‘human shield’ used by the Israeli military during its invasion of the eastern Gaza town of Khuza’a. Ahmad Abu Raida, now 17, was separated from his family by Israeli soldiers on July 23 as he and his family were trying to flee to safety. During Abu Raida’s five-day captivity, an Israeli soldier, who insisted he be called “captain,” repeatedly asked the boy about alleged Hamas tunnels and rocket launching sites in his neighborhood. “I told him I did not know,” Abu Raida, who was 16 years old at the time of the incident, said. “‘I’m young. I’m 17 years old. How am I supposed to know these things?’ I said to him, but he became angry and started punching and kicking me.” Abu Raida’s case was documented by Defense for Children International-Palestine, which released a statement Thursday based on the affidavit it collected. +972 spoke with the 17-year-old earlier today. - Trying to escape - Abu Raida’s ordeal followed two days of intense shelling from Israeli tanks, which had crossed the Gaza border near to his home. When his family decided to try and escape on foot, they were stopped by Israeli soldiers. >>>

Gaza and the Palestinian Struggle for Statehood - Henry Siegman - Norwegian Peacebuilding Resource Center - Occupied people who are told by their occupier that their subjugation is permanent and that they will never be allowed to exercise the right to national self-determination and sovereign existence on territories recognised by the international community as their rightful patrimony have every right to resort to resistance, including violent resistance, to achieve their freedom, if they are reacting to the violence that is keeping them illegally under occupation. >>>

Homeless Gazans struggle to find shelter - Mohammed Othman - Al-Monitor - Abu Assar and her 13-member family fled the neighborhood of Shajaiya in eastern Gaza following a major attack by Israeli forces on July 19. “The situation is increasingly worsening in the hospital park, where thousands of displaced people have taken refuge,” Abu Assar told Al-Monitor.>>>

BBC HARDtalk - Dr Mads Gilbert - Doctor and Activist

21. 8. 2014

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Wer hilft Gaza? - Kriegsverbrechen ahnden: Menschenrechtler fordern Palästinenser auf, dem Internationalen Strafgerichtshof beizutreten und Israel zur Rechenschaft zu ziehen - Norman Paech - Die Gespräche zwischen Vertretern Israels und der palästinensischen Hamas in Kairo sind gescheitert, im Gazastreifen sprechen seit Dienstag wieder die Waffen. Bis Mittwoch mittag hatte die israelische Armee mehr als 70 Ziele in dem dichtbesiedelten Gebiet bombardiert. Es ist offensichtlich: Israels Regierung – das hat uns das Massaker von der Jahreswende 2008/2009 gelehrt und bestätigen uns täglich Äußerungen aus Regierung und Armee – wird die Blockade gegen Gaza nicht aufheben. Es wird keinen Seehafen, der schon im Oslo-Abkommen 1993 versprochen war, geben, die Fischereizone wird nicht auf das internationale Maß erweitert werden, jeder Sack Zement und jede Palette Material zum Wiederaufbau wird zeitraubend inspiziert und eventuell zurückgewiesen werden. Selbst wenn der Krieg sofort endet, es wird noch lange dauern, ehe das zerstörte Kraftwerk, die zusammengebrochene Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung wieder arbeiten können: Gaza bleibt für die überlebenden Palästinenserinnen und Palästinenser ein Gefängnis wie bisher und Israel ihr gnadenloser Wärter. >>>

"Eine Schande für Deutschland" - Michael Lüders im Gespräch mit Christine Heuer - Angesichts der gescheiterten Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern hat der Nahost-Experte Michael Lüders den Westen aufgefordert, mehr Druck auf die israelische Regierung auszuüben. Im Deutschlandfunk appellierte er vor allem an die Bundesregierung, ihre Politik gegenüber Israel zu überdenken.

Der Nahost-Konflikt werde noch weiter schwelen, er werde immer brutaler, grausamer, sagte Michael Lüders im Deutschlandfunk. Nach Angaben der Vereinten Nationen werde der Gazastreifen im Jahr 2020 nicht mehr bewohnbar sein, weil es dort eine ökologische Katastrophe geben wird. Man könne nicht mehr nur einfach zuschauen. Zur deutschen Staatsräson gehöre auch, dass man den Freunden Israels sage: "Bestimmte Dinge gehen nicht". Die Bundesregierung sei in der Lage, klare Kante zu zeigen, auch gegenüber den Freunden Israels, aber sie habe nicht den Mut, dieses zu tun und das sei bedauerlich.

Lüders sieht im Moment nicht die Bereitschaft in der deutschen Politik, eine Neuorientierung vorzunehmen. Es sei ja nicht einmal der Mut vorhanden, einen Ausdruck des Bedauerns darüber zu tätigen, dass so viele Zivilisten getötet worden seien im Gazastreifen. Das sei eine Schande für ein Land wie Deutschland. >>>

imageMenschenrechtsarbeit in der Kriegszone Gaza - Interview aus Gaza-Stadt mit Mahmoud Abu Rahma - Martin Lejeune - Mahmoud Abu Rahma ist Direktor des Menschenrechtszentrums Al Mezan in Gaza. Die Nichtregierungsorganisation untersucht und dokumentiert Verletzungen grundlegender Menschen- und Bürgerrechte im Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis. Am 10. August verlor Al Mezan seinen 41jährigen Mitarbeiter Anwar Al-Zaaneen. Er wurde zusammen mit zwei Arbeitern des örtlichen Wasserwerkes von einer israelischen Drohne angegriffen, als sie in der Nähe seines Hauses in Beit Hanoun den Anschluß an die Wasserversorgung wiederherstellen wollten. Alle drei wurden verletzt, doch Al-Zaaneen erlag seinen Verwundungen kurz darauf im Krankenhaus.
 
Abu Rahma selbst wurde in früheren Jahren, allem Anschein nach wegen seiner Menschenrechtsarbeit, bereits zum Ziel physischer Angriffe [1] ungeklärter Herkunft. Auch dieses Interview mit Martin Lejeune belegt sein unerschrockenes Eintreten für die Interessen von Krieg und Repression betroffener Menschen.
 
Martin Lejeune: Herr Rahma, könnten Sie Ihre Organisation kurz vorstellen?
 
Mahmoud Abu Rahma: Al Mezan ist das größte Menschenrechtszentrum im Gazastreifen. Unsere Hauptarbeit besteht in der Dokumentierung von Menschenrechtsverletzungen sowie Verstößen gegen humanitäres Völkerrecht. Das betrifft sowohl Menschenrechtsverletzungen seitens der Besatzungsmacht Israel als auch der palästinensischen Behörden im Gazastreifen und im Westjordanland. Wir registrieren diese Fälle, analysieren sie und veröffentlichen anschließend Studien darüber. Im Namen der Opfer leiten wir vor den Gerichten in Israel, im Gazastreifen oder auf der Westbank auch juristische Schritte ein. Wir führen Kampagnen auf der lokalen sowie der internationalen Ebene durch. Darüber hinaus bieten wir Kurse für Anwälte und andere Berufsgruppen an, um diese mit entsprechenden Sachkenntnissen auszustatten und generell ein Bewußtsein für die Bedeutung der Menschenrechte in Gaza zu erhöhen. Angesichts der aktuellen israelischen Offensive beschränkt sich unsere Arbeit darauf, die Lage im Gazastreifen zu >>>

Gaza-Stadt, am Mittwoch, dem 20. August 2014 - Martin Lejeune - Ich bin seit fast einem Monat im Gazastreifen, seit dem 22. Juli. Heute nacht konnte ich nicht schlafen, so laut waren die Explosionen der Bomben der Kampfflugzeuge, die über Gaza Stadt und über anderen Orten des Gazastreifens abgeworfen wurden. Freunde von mir haben sogar in Hebron, einer 50 Kilometer entfernten Stadt, die Wucht der Explosionen gespürt, das Beben des Bodens. Heute Nacht wurden nicht nur 250-Kilogramm-Bomben abgeworfen. Experten, die ich heute im Gazastreifen befragt habe, sagen, es seien 1000- und sogar 2000-Kilogramm-Bomben abgeworfen worden. Ein sieben monate junges Baby wurde ermordet und seine Mutter. Sie sind der Sohn und die Ehefrau eines Führers der Palästinenser. Sein Name ist Mohammed Deif. Ihr kennt alle seinen Namen. Er ist ein großer Führer der Palästinenser und er ist beliebt und er wird von allen Menschen im Gazastreifen verehrt, mit denen ich über ihn gesprochen habe. Ich frage euch: Darf man die Familie eines Führers ausrotten, nur weil man anderer Meinung ist als dieser Führer? Warum greift Israel nicht direkt den Führer an, sondern vergeht sich an seiner Familie? Ich frage euch: Dürfen schlafende sieben Monate junge Babys in ihren Betten durch 1000-Kilogramm-Bomben ermordet werden, nur weil der Vater dieses Babys ein von allen geliebter und verehrter Führer ist? >>>

 

PS zu meinem Bericht aus Gaza von heute: Fünf Punkte warum ich dem Aufruf der deutschen und internationalen Nahost-Experten widerspreche. - Martin Lejeune

1. "Wir verurteilen die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele." Das eine unzuläßige Distanzierung vom militärischen Widerstand.

2. "Die Hamas bleibt, ungeachtet der Aktivitäten ihres militärischen Flügels, eine populäre politische Partei." Noch schlimmer als die Distanzierung vom militärischen Widerstand ist nur die Negierung der Tatsache, daß die Hamas gerade wegen (!) der herausragenden Leistungen der mutigen Kämpfer der Brigaden des Al-Qassam massiv (!) an Rückhalt und Ansehen in der Bevölkerung gewinnt. >>>

 

Offener Brief von deutschen Nahostexperten zur Gazakrise  - Dauerhaften Waffenstillstand erzielen, Blockade beenden –  Entwicklungsperspektiven für Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem schaffen >>>

Gaza-Krieg: "Helfer haben schon ein schweres Paket angesammelt" - Interview | Manuel Escher - Die Psychologin Pia Andreatta unterstützt Helfer im Gazastreifen und in Israel, mit dem im Konflikt Erlebten fertig zu werden - Hinter der Hilfskräften, die sich im Gaza-Konflikt um Schwerverletzte kümmern müssen, liegen traumatische Wochen. Die österreichische Psychologin Pia Andreatta betreut seit etwa einer Woche im Auftrag des Österreichischen Roten Kreuzes mehr als hundert Mitarbeiter von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond im Gazastreifen. Im Interview mit derStandard.at spricht sie über die psychologischen Folgen für jene Menschen, die oft hin- und hergerissen seien, zwischen der Pflicht, Verletzten zu helfen, und dem Impuls die eigene Familie in Sicherheit zu bringen.

STANDARD: Sie sind seit etwa einer Woche in Gaza und betreuen dort Helfer. Welche Probleme haben Sie im direkten Einsatz erlebt?
Andreatta: Die Helfer vor Ort haben sehr spezifische Belastungen, sie arbeiten unter einem großen Druck. Vor allem ist es natürlich das Gefühl, unter Bedrohung zu stehen >>>

Offener Brief an Charlotte Knobloch - Abraham Melzer - 17. 8. 2014 - Sehr geehrte Frau Knobloch, ich habe ihren offenen Brief an Jürgen Todenhöfer in dem neuen Kampfblatt der national- religiösen Zionisten gelesen und war überhaupt nicht überrascht. Dieses Hetzblatt passt zu ihnen und Sie passen zu dieser ekelhaften Variante des Stürmers. Wut und Zorn ergreifen mich nur bei dem Gedanken, dass amerikanische, national-religiöse Zionisten den Namen der alten, seriösen Jüdischen Rundschau missbrauchen und beschmutzen. Wenn man bedenkt, dass einst Robert Weltsch Herausgeber und Redakteur dieser Zeitung war, dann kann einem schlecht werden, wenn man heute liest, dass es Zielsetzung der neuen Jüdischen Rundschau sei, ein „heute häufig verzerrtes und unvollständiges Medienbild von Israel sinnvoll zu konterkarieren“. Dazu passt natürlich ein Interview über zwei volle Seiten mit dem widerlichen Rassisten und Siedlungsaktivisten Elyakim Haetzni, der sein Recht auf das Wohnen in besetztem palästinensischen Land wie folgt begründet: „Ich habe direkte Rechte an diesem Gebiet als Mitglied des jüdischen Volkes.“ Also von Gott, da die Juden doch das Volk Gottes sind.

Ich muss freilich zugeben, dass Sie sehr gut dazu passen und ich freue mich, dass „verantwortungsvolle und seriöse Medien“ Ihnen kein Forum bieten und Sie deshalb bei billigen und langweiligen Propagandamedien Ihre Hetztiraden veröffentlichen müssen.

Warum hatte ich beim Lesen ihres offenen Briefes an J.T. das Gefühl, ich müsste kotzen? Warum kann man alles, was Sie J.T. vorwerfen Wort für Wort auf Sie ummünzen, und noch viel mehr? Sie sind selbstgerecht, heuchlerisch, überheblich, schlecht informiert und herzlos. All das kann man Todenhöfer nicht nachsagen. Sie tragen ja ihr Herz nicht mit sich, was Sie ja immer wieder betonen, und das merkt man Ihnen gut an. Ihr Herz ist wohl in einem dieser Betonbunker in Tel Aviv oder bei den israelischen Soldaten an der Front. Sie sagen es offen, naiv und stolz.

Sie leben offenbar in einer autistischen Welt, in der nicht sein kann, was nicht sein darf. Es darf nie mehr Antisemitismus geben >>>

Abu Obeida, der Sprecher von Hamas sagte:
1. Israel wird nie im Stande sein, Mohammed Deif zu erreichen.
2. Israelis müssen in offenen Gebieten nicht zusammenkommen und große Veranstaltungen meiden. (Das ist eine Warnung zu ihrem eigenen Schutz).
3. Alle Luftlinien müssen die Flüge nach Israel ab morgen 6 Uhr Ortszeit stoppen, weil es danach Angriffe auf den Flughafen Ben Gurion geben wird.
4.Siedler um den Gaza Streifen dürfen zu ihren Häusern nicht zurückkehren und wenn ja dann nur zur Not und müssen sich in Bunkern aufhalten.
5. Alle diese Punkte gelten bis zur neuen Aufhebung von Mohammed Deif der Qasamchef. Quelle
Frauen für Palästina - facebook

Eine Aktion die sie unterstützen können - Quelle - https://www.startnext.de/skatingpalestine

Wir drehen eine Dokumentation über die junge Skateszene in Ramallah. Wir begleiten die Fortschritte von Charlie und seiner Crew, die es sich zum Ziel gemacht hat in dieser Region Skateparks und -Schulen zu errichten. Gerade in diesen Zeiten fällt es für Aussenstehende schwer, bei Schlagworten wie Palästina oder Nahost, nicht an Krieg und Unterdrückung zu denken. Doch die junge Skateszene mit ihren aufgeschlossenen Mitgliedern will weiter wachsen!

Finanzierungszeitraum: 30.07.2014, 16:12 Uhr bis 27.08.2014, 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum: 25.08.2014 bis 10.09.2014   
Quelle

 

 

Worum geht es in diesem Projekt? - Uns geht es darum, das Leben der jungen Skater in Ramallah zu zeigen. Was ist das besondere an den Jungen und Mädchen, die vor einem Jahr vielleicht noch nie Kontakt mit einem Skateboard hatten. Wie können sie das Skateboard trotz des drohenden Krieges in ihr Leben integrieren? Hilft es ihnen, mit der schwierigen Situation besser klar zu kommen? Wir wollen beobachten, ob die Attribute des Skatens, wie Freiheit und Gemeinschaft, ein wenig auf das dortige, komplizierte Leben übertragbar sind.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?  - Nicht nur für Skater ist diese Dokumentation interessant, sondern auch für alle anderen, politisch sowie sportlich begeisterte Menschen. Wir sprechen zwar klar die Skaterszene an und benutzen das Board als Brücke, um die dortige soziale Situation zu beleuchten, wir möchten aber auch die Zuschauer erreichen, die sich für das menschliche Schicksal hinter dem Board interessieren.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen? - In der stetig vom Nahostkonflikt überschatteten Westbank entwickelt sich seit einem Jahr eine friedliche Antwort auf die Krise. Das Skateboard hält derzeit Einzug in die Straßen Ramallahs. Kinder und Jugendliche finden in diesem Sport eine Alternative zu Gewalt und Arbeitslosigkeit. Vor Ort haben wir viele spannende Geschichten rund um die Entstehung der Skate-Szene und ihrer Skater erfahren. Geschichten die erzählt werden sollten, um zu zeigen dass es dort mehr gibt, als die Kriegsbilder die wir aus unseren Nachrichten kennen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung? - Wir investieren das gesammelte Geld in die anfallenden Kosten für die Technik, die Logistik vor Ort, den Flug und die Postproduktion. Da wir durch unsere privaten Bemühungen bereits eine sehr gute Unterstützung vor Ort bekommen, können wir den finanziellen Aufwand sehr gering halten. Alles, was unsere Ausgaben für das Projekt übersteigt, geben wir zudem an Charlie und seine Organisation weiter.  Quelle und mehr   https://www.startnext.de/skatingpalestine

Aphrodite in Gaza - Wie ein Unternehmer das erste Kunstmuseum in Gaza gründete - Werner Bloch - Ägypter, Babylonier, Perser und Griechen - sie waren alle haben im heutigen Gazastreifen ihre Spuren hinterlassen. Darum ist das Gebiet eines der archäologisch reichsten Orte des Nahen Ostens. Ein noch junges Museum am Strand könnte auch dem Friedensprozess dienen. Der Genfer Archäologe Marc-André Haldimann gilt als einer der größten Gaza-Experten. Er war achtmal vor Ort . >>>

Die von der PLO erstellte offizielle Opferstatistik
(2.016 Tote, 10.193 Verletzte, 9.600 völlig zerstörte Wohnhäuser sowie rund 450.000 intern vertriebene Personen),

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Palestinian Center for Human Rights - Statistics: Victims of the Israeli Offensive on Gaza since 08 July 2014  >>>

Vom Westen befreit - 20.08.2014 - Westliche Aggressionen in Nah- und Mittelost und Hilfen wichtiger regionaler Verbündeter des Westens haben den Aufstieg der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) erst möglich gemacht. Dies zeigen Beobachtungen von Experten. Wie ein Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) erläutert, hat sich der IS-Vorläufer "Al Qaida im Irak" erst nach dem US-geführten Überfall auf den Irak ("Befreiung von Saddam") zu einer "schlagkräftigen Organisation" entwickeln können. Erst die Zerrüttung Syriens in dem auch von Deutschland befeuerten dortigen Krieg ("Befreiung von Assad") hat es dem IS-Vorläufer "Islamischer Staat im Irak und der Levante" (ISIL) ermöglicht, ganze Landstriche unter Kontrolle zu bekommen und sich eine Machtbasis für die weitere Expansion zu schaffen. Ohne finanzielle und logistische Hilfen aus Saudi-Arabien und der Türkei, also von zwei engen Verbündeten des Westens, hätte der IS seine heutige Stärke nicht erlangen können. Wie die SWP berichtet, gebe es sogar "Hinweise darauf, dass der Grenzverkehr zwischen dem IS-Territorium in Syrien und der Türkei" - also mutmaßlich auch die Lieferung von Nachschub - noch heute "sehr ausgeprägt" sei. Westliche Regierungen bereiten unterdessen einen "langen Militäreinsatz" gegen den IS vor. >>>

Despite ravages of war, Gaza supports armed resistance to lift the siege - Dan Cohen - Hours before the latest ceasefire was set to expire last night, Israel resumed attacks on the Gaza Strip and Hamas again began to launch rockets. Both sides blamed each other for the failed ceasefire. Five missiles hit the al-Dalou family home in Gaza City, killing the wife and three-year-old daughter of Hamas military leader Mohammed Deif, and injuring 18. The al-Dalou family was targeted in 2012 when an airstrike destroyed their home. >>>

Stop the Violence from Ferguson to Gaza: 90-Year-Old Holocaust Survivor Arrested in St. Louis
Hedy Epstein in an interview with Amy Goodman

20. 8. 2014

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Grünes Licht aus Europa, um Gaza zu töten, zu zerstören und zu zerreiben - Wenn die Sicherheit der Juden im Nahen Osten von echtem Belang für europäische Länder wie Deutschland und Österreich wäre, würden sie nicht fortfahren, die israelische Besatzung zu subventionieren. - Amira Hass

Mit seinem fortgesetzten Schweigen kollaboriert das offizielle Deutschland mit Israel auf dessen gegen das palästinensische Volk in Gaza gerichteten Reise von Zerstörung und Tod. Deutschland ist nicht allein – Österreichs Schweigen ist ebenfalls ohrenbetäubend. Aber warum sollten wir diese beiden Länder aussondern? Am zweiten oder dritten Tag des Krieges, war Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht die einzige, die erklärte, dass sie auf Seiten Israels stand. Die gesamte Europäische Union unterstützte Israel und sein Recht auf “Selbstverteidigung”.

Ja, Frankreich und Großbritannien haben sich letzte Woche etwas gewunden und machten ein paar schwache Geräusche des Protests. Aber die ursprüngliche Haltung der EU vom 22. Juli hallt noch nach. Sie warf derjenigen Seite, die unter einer langanhaltenden Belagerung durch Israel steht, vor die Eskalation herbeigeführt zu haben. Es ist die Seite, die sich trotz aller europäischen Erklärungen über deren Recht auf Selbstbestimmung und einen unabhängigen Staat in der Westbank und im Gazastreifen noch immer unter israelischer Besatzung befindet, nach 47 Jahren.

Die EU-Mitgliedstaaten und offensichtlich auch die Vereinigten Staaten gaben Israel grünes Licht, zu töten, zu zerstören und zu zerreiben. Sie bürdeten die Hauptlast an der Schuld den Menschen auf, die Raketen starten, den Palästinensern. Die Raketen stören die “Ordnung” und die “Ruhe”, sie gefährden die Sicherheit Israels, welches so schwach und verletzlich ist und stets ohne jeglichen Grund angegriffen wird.

Im Grunde befürworten die Vereinigten Staaten und Europa den Status quo, unter welchem der Gazastreifen von der Westbank abgeschnitten wird. >>>


Martin Lejeune berichtet aktuell - 19. 8. 2014 -  über facebook -  Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben eine Frau und ein zweijähriges Mädchen getötet worden. Es waren die ersten Todesopfer seit dem Scheitern der Feuerpause, wie Vertreter der Gesundheitsbehörden am Dienstagabend mitteilten. Israel habe insgesamt 35 Angriffe geflogen. Einer habe ein Haus in der Stadt Gaza getroffen, wo die Frau und das Mädchen getötet worden seien. 16 weitere Menschen wurden verletzt. Die Opfer stammten offenbar alle aus einer Familie. Das von der israelischen Armee bombardierte Haus soll sich nahe der Rundfunkanstalt Al-Aksa befunden haben. Unter den Trümmern wurden weitere mögliche Opfer befürchtet


Fresh Photos of Al Dalow family, These children were found under rubble.

Gaza-Krieg: Namensliste von Kriegsreportern soll Journalisten einschüchtern - Kriegsreporter sind die einzigen Augenzeugen, auf deren unabhängige Berichterstattung aus Konfliktregionen Leser, Zuschauer und Zuhörer vertrauen. Wie schnell aber das Leben der Journalisten in Krisenherden gefährdet sein kann, beweist ein aktueller Fall aus Nahost. - Bülend Ürük.

Das Government Press Office von Israel verantwortet die Vergabe des Presseausweises in Israel. Wer als Journalist vom Gaza-Krieg berichten möchte, muss seine Daten abgeben, sich registrieren und darauf hoffen, dass seine professionellen Angaben auch akzeptiert werden, dass er ins Land gelassen wird.

Dabei vergibt das israelische Government Press Office (GPO) zwei unterschiedliche Journalistenausweise.

Wer regelmäßig und dauerhaft aus Israel berichten möchte, erhält einen Journalistenausweis, der für zwei Jahre gültig ist. Wer ist Freund?

Für bis zu vier Monate erhalten Journalisten in Israel einen Journalistenausweis, wenn sie für Großereignisse aus dem Land berichten. Wie aktuell zahlreiche Journalisten, die über die Auseinandersetzungen zwischen Israel und Gaza vor Ort sind und berichten. >>>



Drei Tage Abschiebeknast: Wie ein deutscher Journalist keinen Einlass in Israel fand - Fabian Köhler wollte aus Israel berichten. Drei Tage saß er im Abschiebegefängnis, bevor er in den Flieger zurück nach Deutschland gesetzt wurde >>>

Das Gelobte Land im Krieg - Franziska Augstein - Der israelische Journalist Ari Shavit hat ein Buch für alle geschrieben, die nachvollziehen wollen, warum Israelis und Palästinenser miteinander verfeindet sind. - (...)
Keinesfalls wolle Israel die Hamas völlig besiegen. Das Argument dafür ist durchaus zynisch, und wer es anführt, weiß das auch: Die Hamas werde man noch brauchen, nämlich für die Bekämpfung der ultraislamistischen IS-Milizen, die kürzlich im Irak Zigtausende Jesiden vertrieben. Was die Gefahr angeht, die die IS-Gruppe für Gaza darstellt, stimmt Abdallah Frangi im Gespräch mit der SZ den Israelis zu. Ein paar Tage vor Beginn des Krieges war der von Vorahnungen geplagte frühere Generaldelegierte der Palästinensischen Autonomiebehörde in Deutschland nach Ramallah gereist, wo er am 7. Juli als „Gouverneur“ von Gaza vereidigt wurde.

Am 8. Juli kam er in Gaza-Stadt an. Die mit der Fatah verfeindete Hamas, sagt der Fatah-Diplomat, der früher für Arafat arbeitete und jetzt für Mahmud Abbas, sei „nicht begeistert“ gewesen, als er zum Gouverneur bestellt wurde, habe das aber hingenommen. Man müsse zusammenarbeiten: „Es geht um die Menschen.“ Frangi bemüht sich, Matratzen für die Hunderttausenden Obdachlosen aufzutreiben. Er bemüht sich, den Menschen das Gefühl zu geben, dass in Gaza Staatlichkeit bewahrt werde.

Anders als viele Israelis betrachtet Frangi die Hamas nicht als eine Bande von Todessüchtigen. Wer meint, Araber seien „andere“ Menschen, wird bei der Lektüre von Shavits Buch eines Besseren belehrt: Der Hass der Palästinenser auf die Leute, die ihnen ihr Land wegnahmen, hat mit Mentalitätsunterschieden nichts zu tun; er entstammt leidvoller Erfahrung. Frangi zufolge begann der jetzige Krieg so >>>

Befehl gegen Hoffnung - Israels Premier Netanjahu ordnet neue Angriffe auf Gazastreifen an - Karin Leukefeld (...) Die Palästinensische Autonomiebehörde läßt derzeit beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag prüfen, ob die Palästinenser der Organisation beitreten können. Sie wollen dort untersuchen lassen, ob Israel während des Krieges Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat. Der britische ­Guardian berichtete am Montag, der Strafgerichtshof versuche die Anfrage auf die lange Bank zu schieben, weil man »unter internationalem Druck« stehe, den Krieg in Gaza nicht zu behandeln. Das Thema spielt laut Guardian auch bei den Verhandlungen in Kairo eine wichtige Rolle.

Hidschasi erklärte gegenüber jW allerdings, der Antrag in Den Haag sei »kein Thema« bei den Gesprächen in Kairo. Er räumte aber internationalen Druck seitens der USA und der EU auf die Palästinenser ein, sich nicht an den Strafgerichtshof zu wenden. Die Autonomiebehörde habe aber die volle Unterstützung der Bevölkerung für den Gang nach Den Haag. »Israel muß endlich eine Lektion erhalten für das, was es getan hat. Sonst haben wir alle zwei Jahre einen neuen Krieg«, so Hidschasi.

Der Konsul Frankreichs im Gazastreifen will ebenfalls gegen Israel juristisch vorgehen. Es sei nicht das erste Mal gewesen, daß Israel sein Haus bombardiert habe, sagte Madschdi Schakkura vor Journalisten. Doch dieses Mal wurde das zweistöckige Haus vollständig zerstört. »Wenn Israel das Haus eines Diplomaten angreift«, so Schakkura, »ist das die Botschaft an die ganze Welt, daß es über jedem steht und über dem Völkerrecht«. >>>

Der Krieg ist wieder voll entbrannt  - Nach dem Bruch der mehrtägigen Waffenruhe ist der Krieg in Nahost wieder voll entbrannt. Militante Palästinenser feuerten Dutzende Raketen auf Israel ab, Israel flog daraufhin zahlreiche Luftangriffe auf den Gaza-Streifen. "Man darf sich keine Illusionen machen: Jetzt beginnt der Krieg Ausmaße anzunehmen, die schlimmer sein werden als alles bisherige" >>>

Hilfe für Palästinenser: Türkische Flottille soll nach Gaza aufbrechen - Die türkische Organisation IHH plant erneut einen Hilfskonvoi für die im Gazastreifen lebenden Palästinenser. Bereits in der Vergangenheit gab es Versuche, die Seeblockade des israelischen Militärs zu durchbrechen. Bei einem Zwischenfall im Jahr 2010 wurden dabei neun Menschen durch israelische Sicherheitskräfte erschossen.  >>>

Gaza: Europas «Wertegemeinschaft» auf dem Prüfstand - Sadık Akdoğan - Erst jetzt, nach knapp 4 Wochen Gemetzel an 1900 palästinensischen Zivilisten und nach ca. 10 000 Verletzten, werden kritische Stimmen aus Regierungskreisen der europäischen Führungsstaaten laut. Zeitungen überraschen mit Berichten von Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung.

Großbritanniens Premier David Cameron äußerte sich kürzlich: «Angriffe auf Zivilisten sind in jedem Fall falsch und illegal.»

Auch Frankreichs Außenminister Laurent Fabius verurteilte das Vorgehen mit dem Statement: «Das Recht Israels auf Sicherheit rechtfertigt nicht, dass man Kinder tötet und Zivilisten massakriert.»

Frankreichs Präsident Hollande meinte sogar: «Angesichts des Massakers im Gazastreifen müsse Europa handeln.»

Diese deutlichen Worte, welche die Täter- und Opferrolle klar zuordnen, sind notwendig und unabdingbare Basis für die Friedensherstellung im Nahen Osten. Sehr auffällig ist jedoch der Zeitpunkt dieser Kritik-Vorstöße. Dass solch Äußerungen erst dann gemacht werden, nachdem Israels Regierung den Abzug aus dem Gazastreifen angekündigt hat, lässt an der Integrität solcher Kritiken erheblich zweifeln. Zu recht wird sich manch einer die Frage gestellt haben, ob nicht einige hundert Tote Kinder hätten vermieden werden können, wenn die europäische Zurückhaltung vor zwei oder drei Wochen aufgegeben worden wäre. >>>

Die Antideutschen. Rückblick und Kritik - Clara Felicia Meyer - Dies ist ein Text zu den sogenannten Antideutschen. Genau genommen über die zunehmend identitäre, sich selbst genügende Praxis der verbliebenen Reste dessen, was einmal die Antideutschen waren. Ach je, tönt es jetzt aus den Ecken, das schon wieder – innerlinke Debatte um Grenzen der Israelsolidarität, die fernab linker Szenetreffs wirklich niemanden interessieren. Aber doch: Es geht darum, wie angesichts einer sich wandelnden Weltlage auch die Linke versuchen muss, konsequente, kohärente und zeitgemäße Antworten und Positionen zu finden. Und dass sie jene begraben muss, die das nicht mehr leisten können – unabhängig von längst tradierten und reflexhaften Verhaltensmustern, die sich an linken Stammtischen, Szeneblättern und gelegentlich auch auf der Straße zeigen.

Die Antideutschen also. Zur Erinnerung: Entstanden sind sie als Teil und spätere Abspaltung einer eigentlich antinationalen Bewegung zur Zeit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung. Von dieser Seite wurde befürchtet, Deutschland könne einen wiedererstarkten Machtblock bilden, seine Nachbarländer gefährden, der deutsche Nationalismus könne erstarken und der von den Antideutschen behauptete spezifische deutsche Antisemitismus könne nach Ende der Besatzung durch die alliierten Mächte des Zweiten Weltkriegs wieder ungeahnte Ausmaße annehmen. Dagegen galt es zu protestieren. »Nie wieder Deutschland« wurde der in Zeiten neuer deutscher Heimateuphorie ebenso freche wie nachhaltige Schlachtruf jener, die gegen das eigene Land und für Israel – das Zufluchtsland für alle Holocaustüberlebende und von Antisemitismus betroffene Jüd*innen – auf die Straße gingen. Das war der Ursprung der antideutschen Strömung. >>>

Liebespaar startet Netzkampagne - Juden und Araber wollen keine Feinde sein - Jeden Tag sterben im Gaza-Konflikt viele Menschen, und ein Ende des Krieges zwischen Israelis und der palästinensischen Hamas ist nicht in Sicht. Dabei wollten eine Journalistin mit arabischen Wurzeln und ihr jüdischer Freund nicht länger nur zuschauen. Die Amerikaner haben eine Kampagne in sozialen Netzwerken gestartet und wollen zeigen, dass Liebe stärker als Krieg ist. Lies mehr über Liebespaar startet Netzkampagne - Juden und Araber wollen keine Feinde sein >>>

Israel: The "only Democracy in the Middle East" or a "Rogue State"?  -  Dr. Ludwig Watzal - Did George W. Bush perhaps forget one state when he delivered his infamous speech about the so-called "Axis of Evil"? The Zionist lobbyists around the world do everything in their power to whitewash and justify the heinous war crimes that have been committed by the Israeli occupying force against a defenseless and imprisoned Palestinian population in the ghetto-like Gaza Strip. Stephen Lendman, journalist and Research Associate of the Centre for Research on Globalization, has listed a lot of arguments supporting the thesis that Benyamin Netanyahu is "Israel's Pinochet".  >>>

Offener Brief von deutschen Nahostexperten zur Gazakrise  - Dauerhaften Waffenstillstand erzielen, Blockade beenden –  Entwicklungsperspektiven für Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem schaffen

An:
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Bundesminister des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller
Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel
Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen
Die außenpolitischen Sprecher der Fraktionen und Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten
Die verteidigungspolitischen Sprecher der Fraktionen und verteidigungspolitischer Ausschuss
Die entwicklungspolitischen Sprecher/innen der Fraktionen und Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die wirtschaftspolitischen Sprecher/innen der Fraktionen und Ausschuss für Wirtschaft und Energie


Wir, deutsche Nahostexpertinnen und –experten, beschäftigen uns professionell mit der Entwicklung in den besetzten palästinensischen Gebieten. Wir setzen uns im Bereich der Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Demokratie-, Friedens- und Menschenrechtsarbeit vor Ort in den besetzten palästinensischen Gebieten und in Deutschland für die Schaffung eines unabhängigen, demokratischen Staates Palästina, der in Frieden mit Israel und seinen Nachbarn leben kann, ein.

Über einem Monat haben wir einem zerstörerischen Krieg zusehen müssen, der alle diese Anstrengungen zunichte macht und auf Monate, möglicherweise auf Jahre hinaus die Entwicklungsperspektive des Gazastreifens beeinträchtigt und Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden in Nahost schmälert. Wir verurteilen die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele. Gewalt, die sich gegen Zivilisten richtet, ist weder von militanten palästinensischen Gruppen noch von Seiten Israels zulässig.

In diesem Konflikt sind wir vor allem besorgt um Zivilisten in Palästina wie in Israel und in großer Sorge um unsere Partner/innen, Kollegen/innen und Freund/innen im Gazastreifen. Sie erleben wie alle Zivilisten mit ihren Familien einen Albtraum in dem schmalen Küstenstreifen, dem sie nicht entfliehen >>>

Nachruf: der palästinensische große Dichter Samih Al-Qasem (1939-2014) ist tot. - Quelle Nemer Aruri - facebook - Das palästinensische Volk und die freidemokratischen und fortschrittlichen Menschen weltweit trauern um den Widerstandsdichter Samih Al-Qasem, der gestern in Palästina gestorben ist. Hier einige Worte Samih Al-Qasems in diesen schwierigen Zeiten, in denen Gaza eine faschistische Aggression Israels widersteht und trotzt:

Vielleicht stehlest Du mir das letzte Stück meiner Heimat
Vielleicht beraubst Du mir meine Jugend in Deinem Gefängnis
Vielleicht stehlest Du mir das Erbe meines Großvaters,
Möbel… Geschirr… und Vorratsbehälter
Vielleicht verfeuerst Du meine Bücher und Gedichte
Vielleicht fütterst Du die Hunde aus meinem Leib
Vielleicht verwandelst Du unser Dorf in einen Albtraum
Oh, Du Feind der Sonne,
Ich werde nie nachgeben,
und bis zum letzten Puls meinen Adern widerstehen

? Israel hat vor, den Gazastreifen zu annektieren. ? - [...] Ziel ist die komplette Annexion des Gazastreifens - Der Vizepräsident des israelischen Parlaments Moshe Feiglin (der außerdem seit Juli zum Komitee für Außenbeziehungen und Verteidigung gehört und Chef der Manhigut Yehudit - Jüdische Führung, der größten Fraktion in der Regierungspartei Likud ist) hat einen Plan mit 7 Punkten vorgeschlagen, um die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens zu vertreiben, der dann sofort vom jüdischen Staat annektiert würde. Laut Ahmed AbulGheit, ehemaliger ägyptischer Außenminister, organisierte die USA 2011 den Sturz von Hosni Mubarak, weil dieser sich dem Wunsch Washingtons, die Bevölkerung Gazas in den Sinai umzusiedeln entgegen stellte.

Der Plan umfasst: ein der Bevölkerung gestelltes Ultimatum; ein entfesselter Angriff durch die israelische Armee; die Belagerung, damit niemand ein-und ausreisen kann; die sogenannte Verteidigung, um jeden Ort, von dem ein Angriff auf Israel ausgehen könnte, attackieren; die Eroberung, mit der Erlaubnis für die, die nicht mit der Hamas kollaboriert haben, den Gazastreifen zu verlassen, während die übrigen eliminiert werden; in der Endphase, Souveränität genannt, wird erklärt: "Gaza ist Teil unseres Landes und wir werden für immer dort bleiben. Es ist ein Teil Israels und wird wieder von Juden bevölkert. Das wird auch dazu dienen, die Wohnungsnot in Israel zu lindern."

Alles insgesamt
Man hat schon begonnen, diesen Plan zu realisieren. Ein internationaler Kommentator sagt dazu: "Wenn man den Plan analysiert, den Feiglin gerade aktiv sowohl in Israel als auch im Ausland (hauptsächlich in den USA und Kanada) fördert, kann man beweisen, dass die aktuelle Operation gegen den Gazastreifen fast vollständig die ersten 4 vorgesehenen Phasen beinhaltet. Man sieht auch, dass das tatsächliche Ziel des Rückzugs der israelischen Siedler 2005 kein anderes war als den israelischen Streitkräften für die spätere Operation "Gegossenes Blei" 2008/09 freies Feld zu lassen. Man versteht auch, dass die aktuelle Operation Teil eines präzisen Plans ist, der darauf zielt, den Gazastreifen dauerhaft zu besetzen und die palästinensische Bevölkerung von dort zu vertreiben, um ihn zu besiedeln. Man kann zum Schluss kommen, dass Feiglin sicher schon einen Plan für "eine Lösung für das Westjordanland" bereit hat.
 
Es gibt weitere Elemente für die Meinung, dass dieser Plan bereits angewendet wird. Es hat notwendiger Weise  mit den von der israelischen Armee angewendeten Methoden zu tun. Sie kündigt der Bevölkerung an, dass sie den Ortsteil bombardieren wird, in dem sie leben. Die Bevölkerung flieht und lässt auf der Suche nach einer Zuflucht, oft in von der UNRWA kontrollierten Gebäuden, alles im Stich. Dann greifen die Panzer die Zivilisten wieder an und zwingen sie noch weiter zu fliehen. Auf diese Weise hatte die israelische Armee bereits am 25. Juli 44% des Gazastreifens als unbewohnbar erklärt. Mehr als 1,8 Millionen Menschen drängen sich jetzt auf 158 km2 zusammen, die Israel noch nicht angegriffen hat, die Bevölkerungsdichte beträgt jetzt mehr als 10.000 Menschen pro km2, die höchste weltweit. So könnte die von Verteidigungsminister Moshe Yaalon initiierte Militäroperation leicht 44% des Territoriums annektieren, auf dem Weg der Vertreibung der Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung nach Ägypten und Jordanien den Gazastreifen ganz oder teilweise annektieren.  [...]       http://www.rebelion.org/noticia.php?id=188550&titular=israel-se-propone-anexar-la-franja-de-gaza-   
Übersetzung/Kürzung: K. Nebauer

Rüstungsindustrie: Israels Geschäft mit dem Krieg - Markus Becker - Israel investiert wie kaum ein anderes Land in die Forschung - und nirgendwo sonst sind Wissenschaft, Armee, Rüstungsindustrie und Politik so eng miteinander verwoben. Das Ergebnis ist eine Hightech-Waffenschmiede, die alle Welt beliefert. - Viel ist es nicht, was von dem Hightech-Auto übrig ist. In der Halle von den Ausmaßen eines Flugzeughangars wirken seine Reste winzig. Keine Räder, kein Fahrgestell, nur noch die kantige Karosserie. Und auch die ist übel zugerichtet, in einer Seite klafft ein großes Loch mit Rändern aus zerfetztem Metall. "Panzerabwehrrakete", sagt Yoav Hirsh und lächelt. Ein Mensch hätte dieses Auto wohl nicht lebend verlassen. Doch am Steuer hat nie ein Mensch gesessen: "Guardium" braucht keinen Fahrer.

Hirsh, weißgraue Haare, kräftige Figur, entschlossener Blick, redet mit kaum verhülltem Stolz über seine Autos. Die Firma G-Nius, deren Geschäftsführer er ist, beliefert als eine der ersten weltweit eine Armee mit Kampfrobotern. Seit 2007 patrouilliert "Guardium" an der Grenze zum Gaza-Streifen.>>>

Former Goldstone report member tells MEMO Israel's record "shows its contempt for real accountability" . - Hina Jilani  - Hina Jilani, senior lawyer at the Supreme Court in Pakistan and human rights activist, was a member of the UN Fact Finding Mission on Gaza in 2009 led by Richard Goldstone. Jilani served on the panel alongside Christine Chinkin and Desmond Travers. The Mission issued the Goldstone report following its conclusion. In exclusive comments to the Middle East Monitor she tells us that Israel needs to be held accountable for its violations of international law.

"Gaza has come under attack for the third time in six years, and gross violations of international law continue with impunity, taking their toll on respect for the rule of law. Mechanisms for accountability were created at the international level to ensure the respect for the rule of law, when it is evident that national governments are either unwilling or unable to hold genuine accountability. If the international community shies away from the use of these mechanisms, it becomes complicit in the denial of justice to the victims. It is the inability of the international community to make these mechanisms effective that is, to a large extent, responsible for the repeated cycle of violence in Gaza."  >>>

While Europe slumbers Gaza burns - I do not think I am alone among those following events in Gaza to deplore the lack of action of the European Union, thinly camouflaged by a series of weak statements by its leaders. The weak wording and routine rhetoric of the statement made by President Manuel Barroso and President Herman Van Rompuy in the name of the European Union on 3 August 2014, betray lack of authority and a willingness to stay on the fence, leaving to others the task to mediate a ceasefire, while Israel and Hamas battle it out. Europe's leaders expect us to applaud them because they have “joined their voices” to those of the Secretary General of the United Nations and other international leaders in condemning the violence and calling on both sides to put an end to their hostilities. I bet that neither Benjamin Netanyahu nor Khaled Meshaal bothered to read the statement. >>>

Israeli incursion in Gaza manifestly unjust - Billow Kerrow - Once again, the world watches silently as the Israeli Defence Forces march into Gaza and massacre the Palestinians, ostensibly to protect their people from the senseless Hamas shelling. US President Barack Obama has expressed support for the Israeli action because the latter ‘has a right to defend its citizens’ and that it is Hamas which is ‘putting their people at risk’ by provoking Israel. The fact is that the Israeli occupation of Palestinian territory and its military operations predates the existence of Hamas. Though the latter came to power in 2006 through an internationally supervised election that the US and Israel refused to honour, Palestinian resistance started in 1948. >>>

19 .8. 2014

Der Chirurg Mads Gilbert hält eine kraftvolle Rede zu Gaza, nachdem er in seine Heimat Norwegen zurückgekehrt ist - Bei seiner Rückkehr nach Hause, in Tromsö, Norwegen, sagte der norwegische Notfallchirurg, Dr. Mads Gilbert, der 15 Tage lang Verwundete in Gaza behandelt hatte, in seiner 25 minütigen kraftvollen Rede: “Das Herz der Erde schlägt jetzt in Gaza. Es blutet, aber es schlägt.”

Er fuhr weiter fort: „Der Widerstand des palästinensischen Volkes in Gaza heutzutage ist bewundernswert, er ist fair und ein Kampf für jeden von uns. Wir wollen keine Welt, in der rohe Macht missbraucht werden kann, um die zu töten, die für Gerechtigkeit kämpfen.“
Nachfolgend werden die ersten wenigen Minuten der Rede auf dem Video beschrieben, der in Englisch untertitelt ist. In einem Aufruf an die norwegischen Staatsbürger, bittet er sie, sich vorzustellen, wie ihr Land aussehen würde, wenn sie nicht um ihre Befreiung von der deutschen Besatzung gekämpft hätten.

„Ich weiß, Sie applaudieren für Gaza. Ich weiß, Sie applaudieren für diejenigen, die dort sind, die Helden von Gaza.
Es wird nicht leicht sein, einen Aufruf zu machen, weil ich mich nun nach Milde, Wärme, Sicherheit, ohne Bomben, Blut und Toten sehne. Und dann kommt alles, was wir herunterschlucken mussten, wieder zum Vorschein – so vergeben Sie mir, wenn ich manchmal unterbreche.

Als ich nach Hause kam und meine Töchter, Siri und Torbjorn, meinen Schwiegersohn und meine Enkel, Jenny und Torje, traf, dachte ich, dass es so ein friedliches Land ist, in dem wir leben. Es ist so gut, mit einer Art Menschlichkeit bei allen Beziehungen, weil wir dieses Land wirklich auf der Achtung vor der Vielfältigkeit, der Achtung vor dem Einzelnen, der Achtung vor der Würde des Menschen aufgebaut haben. >>>

Antar: "Abbas will zeigen, dass er der Herr im Haus ist" - Am späten Abend läuft die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas aus. Palästinenserpräsident Abbas setzt alles daran, sie zu verlängern - selbst wenn er einen Balanceakt wagen muss. Denn seine Zukunft hängt davon ab.  - Usama Antar - DW: Herr Antar, Mahmud Abbas ist in Doha und trifft sich mit Hamas-Chef Chalid Maschaal, um darauf zu drängen, das modifizierte Angebot der Ägypter für einen längerfristigen Waffenstillstand anzunehmen. Warum ist das für Abbas der richtige Weg?

Usama Antar: Für Mahmud Abbas ist es gerade wichtig, immer zu zeigen, dass er der Herr im Hause ist. Er kümmert sich seit Wochen intensiv um die Lage im Gazastreifen. Zum ersten Mal verhandeln die Palästinenser mit einer Stimme in Kairo, mit einer Delegation, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Fatah angeführt wird. Und um einen gutes Ergebnis mit Israel zu erreichen, müssen erst die internen Positionen abgestimmt werden.

Zwar spricht man jetzt als Einheitsregierung mit den anderen Parteien, aber die Palästinenser sind sich uneinig über das Angebot Ägyptens, das unter anderem eine Ausweitung der Fangzone für Gaza-Fischer im Mittelmeer vorsieht. Die Hamas hat den modifizierten Vorschlag Ägyptens nicht abgelehnt. Bereits am Sonntag >>>

Rüstungsindustrie: Israels Geschäft mit dem Krieg  - Markus Becker - Israel investiert wie kaum ein anderes Land in die Forschung - und nirgendwo sonst sind Wissenschaft, Armee, Rüstungsindustrie und Politik so eng miteinander verwoben. Das Ergebnis ist eine Hightech-Waffenschmiede, die alle Welt beliefert.

Viel ist es nicht, was von dem Hightech-Auto übrig ist. In der Halle von den Ausmaßen eines Flugzeughangars wirken seine Reste winzig. Keine Räder, kein Fahrgestell, nur noch die kantige Karosserie. Und auch die ist übel zugerichtet, in einer Seite klafft ein großes Loch mit Rändern aus zerfetztem Metall. "Panzerabwehrrakete", sagt Yoav Hirsh und lächelt. Ein Mensch hätte dieses Auto wohl nicht lebend verlassen. Doch am Steuer hat nie ein Mensch gesessen: "Guardium" braucht keinen Fahrer.

Hirsh, weißgraue Haare, kräftige Figur, entschlossener Blick, redet mit kaum verhülltem Stolz über seine Autos. Die Firma G-Nius, deren Geschäftsführer er ist, beliefert als eine der ersten weltweit eine Armee mit Kampfrobotern. Seit 2007 patrouilliert "Guardium" an der Grenze zum Gazastreifen. >>>

Video der israelischen Armee: Bomben und Elektrobeats - Die israelische Armee hat ein neues Video von Angriffen in Gaza veröffentlicht. Der Film bei Youtube ist verstörend, wirkt wie ein Musik-Clip: Zu lauten Elektrobeats sieht man Bilder tödlicher Luftschläge.  - "Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte sind die moralischste Armee der Welt." Dieser Satz wird von israelischen Politikern aus allen Lagern seit Jahrzehnten wie ein Mantra vorgetragen. Keine andere Armee tut mehr, um zivile Opfer zu vermeiden, keine andere Armee bedauert es mehr, wenn Unschuldige getötet werden. Das ist jedenfalls das Bild, das das israelische Militär nach außen vermitteln möchte, auch im aktuellen Gaza-Krieg. >>>

Bomben auf Gaza: Ohne deutsche Medien -  Interview Teil 2 mit Martin Lejeune
Jung & Naiv in Israel: Folge 192  >>>>
Teil 2 von der Grenze zum Gazastreifen mit Martin Lejeune, einziger deutscher Journalist, der während der Bombardierungen in Gaza war und von dort berichtete - Waren deutsche Medien, deutsche Journalisten während der Bombardierung Gazas vor Ort? Warum waren 500 internationale Journalisten im Gazastreifen, aber außer Martin kein anderer deutscher Journalist? Hat Martin dadurch sich an Aufträgen von deutschen Medien gar nicht retten können? War er damit omnipräsent? Wie verbreitete er seine Berichte?


Martins Blog http://martin-lejeune.tumblr.com/ - Martin auf Facebook http://www.facebook.com/lejeune.berlin - Twitter: @Martin_Lejeune

Teil 1 zur Situation in Gaza
Share it! An der Grenze zum Gazastreifen mit Martin Lejeune, einziger deutscher Journalist, der während der Bombardierungen in Gaza war und von dort berichtete. Was ist in den letzten Wochen in Gaza passiert? Warum gab es Krieg? Warum wird Israel angegriffen? Wer greift eigentlich wen an? Sind die Hamas Terroristen? Warum gibt es Widerstand? Ist jeder Mensch im Gazastreifen ein Terrorist? Unterstützt die Bevölkerung die Kämpfer? Ist Gaza besetzt? Ist Gaza ein Freiluftgefängnis? Warum traut man sich als deutscher Journalist während des Krieges dort zu leben? Wie wird er behandelt? Was machen die Gazaner eigentlich den ganzen Tag, was essen sie? Wie gehen sie mit den vielen Toten und Verletzten um? Was wurde alles zerstört? Was kann alles durch Tunnel transportiert werden? Darf man Schulen bombardieren? Wie reagieren die Menschen, wenn Raketen gen Israel abgeschossen werden? Gibt es Juden und Christen im Gazastreifen?
 

»Unser Protest gegen den Gesang des Krieges« - Die Leitung der Union tschechischer Schriftsteller veröffentlichte in Prag unter diesem Titel eine Stellungnahme, datiert mit August 2014, zu den Aggressionen in der Welt: Die tschechischen Schriftsteller verfolgen mit wachsender Beunruhigung, mit welchem Zynismus und welcher Brutalität elementare Menschenrechte einschließlich des Rechts auf physische Existenz unterdrückt werden. Angriffe mit Raketenwerfern, Kampfflugzeugen, Artillerie und anderen Kampfmitteln auf dicht besiedelte Wohngebiete wie in Gaza, dem größten Konzentra­tionslager der Welt, oder in Donezk und Lugansk, den Perlen des Donbass,

Premiere von NATHANS TOD IN JERUSALEM am 18. September 2014 im Theater Tiefrot (Köln)

Das Stück wird inszeniert von dem deutsch-iranischen Regisseur Ali Jalay, der den Text nach dem Roman "Rückkehr nach Haifa" von Ghassan Kanafani verfasste.

Angesichts der aktuellen, politischen Lage im Nahostkonflikt ist das Stück brisant wie nie. Erzählt wird die neuere Geschichte Palästinas, die hier 1948 mit der Ankunft der Juden nach dem Holocaust und der Vertreibung der Palästinenser aus dem von ihnen bewohntem Land beginnt und mit den Selbstmordattentaten und sinnlosen Kriege eine schreckliche Dimension erreicht. Dieser Wahnsinn und die daraus resultierende Angst münden in einer Sprachverwirrung, mit der Versöhnung und Verständigung als Utopie erscheinen. Vor diesem aktuellen Hintergrund reflektiert „Nathans Tod in Jerusalem“ sowohl die gesellschaftliche Lage in dieser Region, wie auch die existenzielle Frage nach der Bedeutung von Heimat. Der Parteinahme für die eine oder andere Seite stellt das Stück das Schicksal des Einzelnen gegenüber.


Theaterszene Köln: Stückseite Nathans Tod in Jerusalem >>>


Nathans Tod in Jerusalem - www.alijalaly-ensemble.de >>>
 

Pressestimmen (pdf) >>>

Tödliche und Handgreiflichen Übergriffe häufen sich - Zwischenfälle werden seitens der israelischen Behörden nicht verfolgt - Immer häufiger kommt es zu tödliche Zwischenfällen gegenüber Palästinenser im Schutze des Gesetzes machen Israelis Jagd auf Palästinenser und überrollen sie mit ihrer PKW`s


Palästinensiche Mediziner berichten das am Donnerstag morgen ein Palästinenser von einem israelische Siedler überfahren wurde,der Zwischenfall ereignete sich in der nähe einer illegalen israelischen Siedlung nahe der Stadt Salfit. Die palästinensischen Mediziner berichteten das Mohammad Abdul-Karim (23) aus dem Dorf Hasen in der Nähe von Salfit von einem israelischen Siedler überfahren wurde als er grade versuchte eine Straße die entlang der illegalen Siedlung Borkan führt zu überqueren. Herbeigerufene israelische Polizisten und israelische Mediziner konnten nur noch den tot des jungen Mannes feststellen. Palästinensischer Sanitäter brachte den Mann in das staatliche Krankenhaus von Salfit.

Bild zum vergrößern anklicken- Ouelle

 

Örtliche Medien berichten das der Junger Mann in den nächsten tagen Heiraten wollte.
 Quelle:http://www.imemc.org/article/68845


In dutzend von ähnlichen Vorfällen die zu Todesfällen und Verletzungen von Palästinenser führten, darunter auch Kinder und ältere Menschen in verschiedenen Teilen des besetzten Westjordanland´s geht die Israelische Polizei nach dem gleichen Prinzip vor.

Der Zwischenfall wird untersucht. Siedler fürchten sich nicht und sind sich auch keiner Schuld bewusst, weil sie Palästinenser als Tiere sehen.

Erst am Donnerstag(7 August) ereignete sich ein ähnlicher Vorfall als in der Altstadt von Hebron im Süden des besetzten Westjordanland ein Kind (8)lebensbedrohlich von einem Siedler angefahren und verletzt wurde. Quelle:http://www.imemc.org/article/68781

Übersetzung/Kürzung und teilw. Zusammenfassung: K.Ibrahim

Hier eine Auflistung der tödlichen und handgreiflichen Zwischenfälle.

Thursday August 14, 2014 Palestinian Killed Near Salfit
http://www.imemc.org/article/68845


Thursday March 27, 2014 Woman (55) Injured after Being Rammed by Settler’s Car near Bethlehem
http://www.imemc.org/article/67376

Veröffentlicht am 07.07.2014 Israeli run over two Palestinians, the two died immediately
https://www.youtube.com/watch?v=3_-0rQmE9fc


Veröffentlicht am 31.07.2013 Palästinensische Tagelöhner von israelischen Soldaten gedemütigt und mit der Dienstwaffe die Zähne ausgeschlagen.
One Israeli soldiers beating and smashing the teeth of Palestinian worker
https://www.youtube.com/watch?v=U5NP7zoVcRY


Veröffentlicht am 29.06.2012 Soldat schlägt alte Frau
https://www.youtube.com/watch?v=42qc4sSP_fs


Hochgeladen am 30.08.2011 Schlag ins Gesicht ! Ein 17 jähriger Junge wird von Soldaten misshandelt und geschlagen
https://www.youtube.com/watch?v=jalHuBSc7Ys


Hochgeladen am 12.11.2010 Israelischer Siedler überfahrt mit voller Absicht einen Palästinenser und Soldaten schauen zu .
Israeli Settler Runs Over Palestinian With Car & Police Do Nothing!
https://www.youtube.com/watch?v=Vj78hX6QDGE

On the UN and war in Gaza - How and why the UN has been sidelined in Palestine. - Marwan Bishara - When Ban Ki-moon called for an "end to the violence" in Gaza last month, his call fell on deaf ears. When he urged an "end to the madness", Israel yawned. It wasn't until the UN Security Council issued a mild presidential statement urging an "immediate humanitarian ceasefire" that the Israeli government snapped.

Even though the statement fell short of Palestinian and Arab demands, Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu called UN chief Ban Ki-moon to protest the statement's partiality towards Hamas. He lectured him about the rights and wrongs of its wordings, even though the statement never mentioned Israel or Hamas by name, and, besides, Ban Ki-moon is not responsible for UN Security Council Statements. >>>

VIDEO + TEXT - Israel correctly fears its ‘delegitimizers,’ says leftwing member of Irish parliament - Philip Weiss - There was a Dublin demonstration the other day demanding the expulsion of the Israeli ambassador, and Richard Boyd Barrett, a member of the Irish parliament, called for boycott, divestment and sanctions, and the breaking off of diplomatic relations with Israel, so as to bring justice to Palestinians. At 5:00 he says:

There’s a particular word that they use about us: the people who don’t just come out for big atrocities. They call us the delegitimizers. This is the term that Israel uses. It’s a very accurate term. Because it’s one thing for them to have to deal with occasional mobilizations against this or that atrocity. What they fear most are the people who say, No no no, this isn’t just about this or that assault on Gaza, Israel is a dysfunctional racist apartheid state that needs to be internationally isolated and dismantled. That is what they fear more than anything else. >>>

Boycott App und die neuen Strichcode 871 sowie 729, sind zu sehen ..... - Note:  Israel Products have appeared on supermarket shelves (in the UK) with a bar code starting with 871 as well as 729.  Although the bar code is a good identifier I’d strongly suggest reading the label on the product to find country of origin if unsure >>>

click here for more detailed product information list >>>


Israel begrenzt Agrarexporte aus besetzten Gebieten in die EU >>>
 

Dokumentation: BDS - Boykott, Desinvestition  und Sanktionen -  gegen Israel, bis es mit Internationalem Recht und den universellen Prinzipien  der Menschenrechte übereinstimmt. >>>


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Aktivisten attackieren Tesco - Wenn der Gaza-Konflikt im Supermarkt ankommt - Carsten Herz - Der Gaza-Konflikt erreicht die britischen Supermärkte. In Birmingham stürmten Aktivisten eine Tesco-Filiale, der Händler Sainsbury's hielt zeitweise Produkte zurück, um die Massen nicht gegen sich aufzubringen. >>>


Tesco store trashed by Gaza protesters - Demonstrators threw produce to the floor and shouted at staff and shoppers - Police officers were attacked and stock was thrown around during a protest against the Gaza conflict at a Tesco store on Saturday. - Demonstrators, who want the supermarket to stop selling Israeli food, entered Tesco in Hodge Hill, Birmingham, threw produce to the floor and shouted at staff and shoppers. >>>
 

US activists plan to block Israeli ship - Labor activists in the United States say they will not allow an Israeli cargo ship to dock in the country’s harbors in order to protest against Israeli crimes against the Palestinians.  >>>


EU stoppt Agrar-Importe aus Israel-Siedlungen  >>>

Israel’s Crimes in Gaza during Operation Protective Edge – Extraordinary session of the Russell Tribunal - A few weeks ago, members of the Russell Tribunal on Palestine, outraged by Israel’s terrible assault on Gaza and its population, decided to start working on an extraordinary session of the Tribunal that will look into Israel’s Crimes (including War Crimes, Crimes against Humanity and the Crime of Genocide) during the still ongoing “Operation Protective Edge” as well as third States complicity.

During this session, that will take place on one day in Brussels on 24th September, our jury, so far composed of Michael Mansfield QC, John Dugard, Richard Falk, Ken Loach, Paul Laverty, Roger Waters and Ronnie Kasrils (more names will follow shortly) will listen to testimonies from people including Max Blumenthal, Raji Sourani (PCHR), Pernille Ironside (UNICEF), Mads Gilbert and Mohammed Abou-Arab (Surgeons), Mohammed Omer, Martin Lejeune, Paul Mason and Eran Efrati. The jury will give its findings on 25th September in the morning during >>>

VIDEO - Khaled Meshaal: 'Not a war of choice' - Hamas' political leader discusses the latest outbreak of fighting in the Gaza Strip and the issues behind the conflict.  >>>

From Ramallah with Salah Khawaja, deputy secretary-general of the "Palestinian National Initiative" (Al-Mubadara) www.StopTheWall.org
What is the wall? Why does it need to stopped? Who built it? Is it just like in East Germany where the East German government tried to hinder their population from leaving? What does resistance mean? Is segregation a good thing? What does the occupation mean for Palestinians? Are they free? How do they want to change it? - Jung & Naiv, episode 191 with Salah Khawaja from Ramallah, Palestine, August 12th, 2014 www.StopTheWall.org - Thanks to Brent Sluder for our new Middle Eastern theme song. Thanks to the Ben Kollektiv for new graphics.

 


 

Palestinian unity is no substitute for a viable political system - Sam Bahour - Where do the U.S. and Israel want Hamas: as part of a transparent political system, or in underground tunnels? >>>

Israel’s target is not Hamas, but Palestinian statehood  - Dan Glazebrook - Middle East Eye - Genuine sovereignty would end Israel’s current presumed right to steal Palestinians` land, control their borders, place them under siege, and bomb them at will >>>

Jewish Support For Israel Fades In The United States - Sarah Posner--Three weeks ago, a group of young American Jews gathered outside the New York offices of the Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations, the umbrella organization founded in the 1950s and which claims to speak for a consensus of the American Jewish community. The young Jews outside, though, were challenging that organization’s claim to speak in their name. They read aloud the names of Palestinians and Israelis killed in the latest military escalation between Israel and Hamas in the Gaza Strip, and they recited the Mourner’s Kaddish. >>> dn

18. 8. 2013

Nach dem israelischen Massaker im Gazastreifen: Wie geht es weiter mit Palästina? -  G. Nehls - Unter diesem Titel fand eine Benefiz-Veranstaltung des "Cafe Palästina Colonia" am 17. August in Köln zugunsten traumatisierter Kinder im Gazastreifen statt, zu der mehr als einhundert Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen waren.  Referent war der Nahostexperte Dr. Ludwig Watzal aus Bonn, der seinen Vortrag mit dem Satz einleitete: "Ist nach dem Massaker vor dem Massaker?" Gedichte von Mahmoud Darwish und Erich Fried sowie instrumentelle Gitarreneinlagen bildeten das Rahmenprogramm.
Zu Beginn wies der Referent auf die Brutalität hin, die im so genannten "Neuen Nahen Osten" herrscht, der von George W. Bush und seinen neokonservativen Unterstützern propagiert worden ist. Selbst der Horror sei in Syrien, Irak und Libyen außer Kontrolle geraten, wie es Watzal nannte. Plötzlich schien sich die ganze Welt gegen die Terrororganisation der ISIS (Islamisches Kalifat) einig zu sein, obwohl vorher die USA und ihre fundamentalistischen Verbündeten wie Saudi-Arabien, Katar und die Arabischen Emirate noch die letzten Reste des säkularen arabischen Nationalismus auszurotten bestrebt waren, wie zum Beispiel in Syrien.

Zentraler Bestandteil war jedoch der Nahostkonflikt, der für die gesamte Region von zentraler Bedeutung sei. Seit 1948 durchlebe das palästinensische Volk eine Nakba (Katastrophe) nach der anderen; die letzte konnte per Livestream im Gazastreifen miterlebt werden, die fast 2 000 Palästinensern das Leben kostete und enorme Zerstörungen hinterlassen habe.

Der Referent gehörte, zusammen mit der deutsch-israelischen Anwältin Felicia Langer, bereits 1994 zu den einzigen Kritikern des so genannten Friedensprozesses, der nur Prozess aber keinen Frieden gebracht habe. Kurz rief Watzal den Anwesenden die Widersprüche dieses Prozesses in Erinnerung und machte dadurch klar, warum dieser Prozess von Beginn an eine Sackgasse gewesen sei.
Die Anschläge vom 11. September 2001 seien für die israelische politische Klasse ein Glücksfall gewesen. Umgehend transformierte Ministerpräsident Ariel Sharon PLO-Chef Yassir Arafat zu seinem Osama Bin Laden. In den folgenden Jahren zerlegte er die "Autonomiebehörde" in seine Einzelteile. Die israelische Armee verwüstete alle Regierungseinrichtungen und setzte den "Präsidenten" Palästina in seinem Amtssitz, der Mukata, gefangen. Zuletzt hauste >>>
                      Bild - Dr. Ludwig Watzal

Es ist kein Antisemitismus - Avram Burg - 15.8.14 - Unqualifizierte Unterstützer Israels  würden besser  daran tun , einige Juden nach ihrer Identifizierung von Europas nationalistischsten, fremdenfeindlichsten  und  islamfeindlichsten Gruppen zu fragen.

„Dieser Krieg hat Vorteile:  Europa leert sich,“ sagte  mir eine bedeutende doch  oberflächliche  Person und drückte damit ihr Markenzeichen  zionistischer Zufriedenheit aus. „Noch einmal ist bewiesen worden, dass Israel die einzige Lösung ist,“ sagte sie und tätschelte Israelis auf den Rücken und verletzte mich in dem Prozess.

Mein  Kollege Anshel Pfeffer bestätigte, was ich sprach mit einem weisen und akkuraten Stück. Er zitierte  den Chef der Jüdischen Agentur Natan Sharansky, der nach zionistischer Art prophezeite: „Wir sehen den Anfang vom Ende der jüdischen Geschichte in Europa.“  Abgesehen von der typischen Hysterie, der akzeptierten Demagogie und dem zionistischen Opportunismus. Ich kann nicht verstehen, wie einige Leute nicht verstehen, dass diese Gleichung   sehr wenig  veränderliche Größen hat – und alle sind bekannt.

Beginnen wir mit der Definition. Die Anwendung des alten Terminus „Antisemitismus in Europa“ vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1945 war das Problem exklusiv ein europäisches. Teilweise stammte es von kirchlichen Traditionen und teilweise vom mächtigen Aufstieg  der nationalistischen Ideen, die Nicht- Mitglieder anderer Volksstämme wie Juden und Roma nicht einschließen konnten.

Durch diese entstanden zwei Verschwörungstheorien; die „ bolschewistischen Juden“ auf der einen Seite und  die  „kapitalistischen Juden“ als  die „Weisen von Zion“ auf der andern Seite. Aber der Westen, besonders Europa ist einen langen Weg gekommen, um systematisch und institutionell den Antisemitismus  auszureißen. Fundamental demokratische und humanistische  Werte sind tief eingeprägt worden. >>>

Gaza - Der uruguayische Journalist, Essayist und Schriftsteller Eduardo Galeano zur Lage in Nahost - Auf der Suche nach Rechtfertigung gebiert der Staatsterrorismus Terroristen. Er sät Hass und erntet Alibis. Derzeit weist alles darauf hin, dass das Blutbad von Gaza, mit dem nach Angaben der Verantwortlichen den Terroristen ein Ende gesetzt werden soll, die Zahl eben dieser Terroristen vervielfachen werden wird.

Seit 1948 sind die Palästinenser zu ständiger Demütigung verurteilt. Sie können ohne Erlaubnis nicht einmal atmen. Sie haben ihr Land verloren, ihren Boden, ihr Wasser, ihre Freiheit – und noch viel mehr. Sie haben noch nicht einmal das Recht, ihre Regierungen zu wählen. Wenn sie sich für die falschen Kandidaten entscheiden, werden sie bestraft. Gaza wird derzeit bestraft >>>

Antisemitismus - "Es geht um Israel, nicht um die Juden" Interview mit Abraham Melzer - Milan Jaeger - Herr Melzer, Ende vergangener Woche wurde bei einer bekannten Frankfurter Jüdin die Scheibe eingeschlagen. Der oder die Täter riefen „Judenschwein“. Flammt der Antisemitismus gerade wieder neu auf? Dieser Vorfall ist schlimm. Ich bin darüber bestürzt. Ich glaube aber nicht, dass der Antisemitismus neu aufflammt.

Was sagen uns solche Anschläge? - Sie sagen uns, dass die Emotionen hochkochen. Unvernünftige gibt es überall. Es gibt natürlich auch Antisemiten in Deutschland. Ich bin aber der Ansicht, dass die Haltung – ich unterstelle jetzt einmal, dass die Täter aus einem muslimischen Kontext kommen – der Moslems in Frankreich und Deutschland nichts mit Antisemitismus im wissenschaftlichen und fachlichen Sinne des Begriffs zu tun hat. Diese Antihaltung gegenüber Israelis und Juden ist eine Folge des Nahost-Konflikts. Und in diesem geht es nicht um Religion, sondern um das Land. Selbst die Palästinenser im Gazastreifen hassen doch nicht die Juden der Welt. Ich bin empört und verärgert über das Unrecht, das man diesen Leuten antut, wenn man sagt, sie seien Antisemiten. Die Palästinenser waren keine Antisemiten und sie sind heute keine. Sie hassen nicht die Juden, sie hassen die Israelis und dazu haben sie reale Gründe. In meinen Augen ist das ein gewaltiger Unterschied. >>>

We’ve updated the figures on B’Tselem’s website regarding 59 incidents of airstrikes or shellings of residential buildings in Gaza, each resulting in the death of several members of one family. At least three people were killed in each incident, mostly women and minors: http://bit.ly/FamiliesGaza

In these incidents, 458 people were killed, including 108 women under the age of 60, 214 minors, and 18 people over the age of 60.

Grafik zum vergrößern anklicken

Quelle - B'Tselem (facebook)
 

WARUM NICHT AUCH EINE LUFTBRÜCKE NACH GAZA? - Jürgen Todenhöfer (facebook) - Liebe Freunde! Staatsmänner aller Welt eilen nach Erbil. Eine humanitäre Luftbrücke wird aufgebaut. Das ist gut so. Es zeigt Solidarität. Und unsere Politiker können vor Ort nur dazu lernen.

Doch warum reisen die Grossen dieser Welt nie nach Gaza? Warum bauen sie nie eine Luftbrücke nach Gaza? Um schwer verletzte Kinder in Deutschland operieren zu lassen. Um Leben zu retten und Amputationen zu vermeiden? Und ein kleines Zeichen zu setzen: 'Ihr seid nicht allein'.

Frank-Walter Steinmeier ist ein tüchtiger Außenminister. Und Deutschland ein enger Partner Israels. Ich bitte Steinmeier: "Organisieren Sie eine medizinische Luftbrücke nach Gaza! Lassen Sie sich von niemandem aufhalten! Lassen Sie die unschuldigen Opfer von Gaza nicht allein! Bitte!"
Ihr JT

PS: Mein Freund Peter Scholl-Latour ist tot. Ein Jahrhundert-Journalist, der die Wahrheit liebte, nie Angst hatte. Der Sohn einer Jüdin verteidigte leidenschaftlich und kompetent die muslimische Welt.

Vor jeder TV-Sendung nahmen wir uns in die Arme . Er war für mich wie ein Vater. Ich weine um Peter Scholl-Latour. Selten war ich so traurig.

Interview mit Emad Abu Rahma - Martin Lejeune - Emad Abu Rahma ist Mitglied des Zentralkomitees der Volksfront zur Befreiung Palästinas (Popular Front for the Liberation of Palestine – PFLP). Die PFLP ist eine palästinensische marxistisch-leninistische und revolutionäre Organisation, die 1967 gegründet wurde.Der Bewegung gehören Tausende Aktivisten an, von denen einige Hundert in israelischen Gefängnissen sitzen. Im Dezember 2009 demonstrierten rund 70.000 Unterstützer in Gaza, um den 42. Jahrestag der Gründung der PFLP zu feiern. Führer der PFLP in Gaza ist Rabah Muhanna, der bewaffnete Flügel der PFLP sind die Abu-Ali-Mustafa-Brigaden. Die Fragen des Interviews wurden in englischer Sprache gestellt und von einem Dolmetscher ins Arabische übersetzt, der die Antworten wiederum ins Englische übertrug.

Martin Lejeune: Wie schätzen Sie den aktuellen israelischen Angriff auf den Gazastreifen ein?
Emad Abu Rahma: Die israelische Aggression gegen Gaza hat nicht mit der aktuellen Krise und dem derzeitigen Angriff auf den Gazastreifen begonnen. Die israelische Besetzung Palästinas als solche ist ein fortgesetztes Kriegsverbrechen und eine anhaltende Aggression gegen Gaza wie auch das gesamte Palästina. Diese Besetzung und ihre Auswirkungen auf die palästinensische Bevölkerung sind die Wurzel aller Konflikte und Kämpfe. Die Aggression setzt sich unablässig fort und hat verschiedene Aspekte wie zum Beispiel die Kontrolle Jerusalems, die Massenverhaftungen, die Siedlungen, die Blockade des Gazastreifens, die Konfiszierung von Grund und Boden im Westjordanland und die Okkupation immer größerer Flächen in Jerusalem, um weiteren Wohnraum für Juden in der ganzen Stadt zu schaffen.

Der aktuelle Konflikt begann nicht in Gaza, sondern im Westjordanland. Es war zu einer Entführung dreier Israelis gekommen, die einen kriminellen Hintergrund hatte. Sie hatte keinen nationalen und somit keinen politischen Hintergrund, wie sie auch nicht vom Widerstand verübt worden war. Nach dieser Entführung drang die israelische Armee (Israeli Defence Forces – IDF) in das Westjordanland ein, das als Ganzes wiederbesetzt wurde. Die israelischen rassistischen Übergriffe auf Araber führten schließlich dazu, daß israelische Terroristen den Jungen Mohammed Abu Khodeir in Sho'afat nahe Ostjerusalem entführten und verbrannten.

All diese Praktiken der Israelis im Westjordanland und Gazastreifen haben politische Motive und Gründe. Seit mehr als 20 Jahren werden Friedensverhandlungen ohne jedes Ergebnis geführt, während zugleich in Israel rechtsgerichtete Stimmen und Parteien auf dem Vormarsch sind. >>>

Zur aktuellen wirtschaftlichen Situation in Gaza - Martin Lejeune - Gaza-Stadt, am Donnerstag, dem 14. August 2014 - Jamal Abdallah al-Hurani, dreifacher Vater und Eigentümer einer Tischlerei in der Salah-al-Din-Straße in Jabalya, einer 100.000 Einwohner großen Stadt im Norden des Gazastreifens, wandelt durch ein Trümmerfeld. Niedergerissene Wände, zerbrochene Fensterscheiben, zerschmetterte Steine, verkohltes kostbares Sandelholz liegen dort, wo bis vor kurzem noch al-Huranis Betrieb stand. In der Nacht von 27. auf den 28. Juli, dem ersten Tag von Eid-Al-Fitr, dem Fest der Muslime am Ende des Fastenmonats Ramadan, das von seiner Bedeutung her mit dem Weihnachtsfest der Christen vergleichbar ist, warfen die Luftwaffe der israelischen Streitkräfte drei Bomben über al-Huranis Tischerlei ab. Jede der drei Bomben hatte eine Sprengkraft von 250 Kilogramm. Al-Hurani zeigt auf die zerstörten und verschmorten Überreste von Tischen, Stühlen, Sesseln und Betten. “Alle exakt nach Maß für unsere Kunden angefertigt, mit den besten Hölzern liebevoll verarbeitet und aufwendig verziert, so wie es unsere Kunden von uns erwarten”, bedauert al-Hurani die Vernichtung seiner Werke. Die Tischlerei der Familie al-Hurani ist über die Stadt Jabalya hinaus im ganzen Gazastreifen bekannt und sehr geschätzt als präzise arbeitende Tischler. Neben den Familienmitgliedern beschäftigte al-Hurani 25 Arbeiter in seiner großen Werkstatt. “Sie alle sind durch die vollständige Zerstörung unseres Betriebs jetzt arbeitslos und wissen nicht, wie sie ihre Familie ernähren sollen. Wir alle wissen nicht, wie es für uns weitergehen soll “, klagt al-Hurani. Rücklagen für den Bau einer neuen Werkstatt habe er nicht und eine Klage auf Entschädigung des laut al-Hurani 450.000 US-Dollar großen Schadens vor einem Zivilgericht in Israel ist auch nicht möglich. In Israel gibt es seit dem Jahr 2007 ein gültiges Gesetz, daß den Gazastreifen als feindliches Gebiet definiert und Klagen auf Entschädigung für Bombardierungen im Gazastreifen vor israelischen Gerichten verbietet. >>>

Wie die Bevölkerung in Gaza beschossen wird
Israelische Soldaten beschreiben, dass es bei der Gaza Offensive eigentlich um die Bevölkerung geht.

US-Friedensaktivisten - Jewish Voices for Peace & Code Pink unterbrechen die Rede des israelischen Botschafters Ron Derner

Hate Speech from a Christian (sic) Organization -  William A. Cook - Nineteen US newspapers carried the CUFI full page ad on July 31 and August 1 supporting Israel as it invaded Gaza resulting in more than 2000 killed and 8300 wounded. By August 1, when the ad reappeared, 1458 had been killed. The 2000 figure is not a final figure as the fighting continued for two more days before the ceasefire. I was unaware of the ads before yesterday when a colleague mentioned that they had appeared in the Los Angeles Times. My wife and I had gone on vacation to northern Oregon and then Washington. I’m glad I did not see them.

It occurs to me that CUFI is not a Christian organization; it does not abide by the teachings of Christ; it is rather an Old Testament tribe that lives by ancient codes expressed in that document as “An eye for an eye, and a tooth for a tooth.” Christ came to teach a new doctrine: “But I say to you not to resist the evildoer; on the contrary, if someone strike thee on the right cheek, turn to him the other also.” And again, “For I say to you that unless your justice exceeds that of the Scribes and Pharisees, you shall not enter the kingdom of heaven.” This is not the g-d of the Old Testament, the g-od of war, as the book of Exodus announces; that g-d is Jehovah and he is the g-d of mindlessness. Christ tells the world this when he says, “Do not think that I have come to destroy the Law or the Prophets. I have not come to destroy, but to fulfill.”

I would suggest that this organization is a fraud being perpetrated on the innocent who rely on “self-proclaimed” ministers of the church, allegedly “Christian institutions,” >>>

Netanyahu: Israel's Pinochet  - Stephen Lendman  - Chileans old enough to remember won't ever forget September 11, 1973. A "Caravan of Death" followed Pinochet's power grab.

It included mass arrests, disappearances, torture and murder. All suspected regime opponents were targeted. Victims were buried in unmarked graves. Some were mutilated before being executed. Death squads killed thousands. Netanyahu treats Palestinians much the same way. Brutalizing occupation and war without mercy reflect official policy. Netanyahu heads Israel's rogue government. He exceeds the worst of Ariel Sharon and previous hardline leaders. He's an embarrassment to democratic governance. He and those around him are over-the-top. They're ideologically extremist. They're lawless, ruthless, racist and belligerent. Israeli governance is more hypocrisy than democracy. Peace is a non-starter. Netanyahu, his security cabinet, ministers and most Knesset members scorn it. State terror is official policy. Palestinians are marginalized, persecuted, brutalized and denied fundamental rights everyone deserves. >>>

Avigdor Lieberman Leaked Secret Gaza Military Briefing - Richard Silverstein - Amir Oren wrote a dramatic story in Haaretz in which he used obscure code to make some astonishing claims: He said that a cabinet minister leaked the content of a secret military briefing provided to the Israeli security cabinet about what it would take to reoccupy Gaza. At that moment IDF losses had risen, Hamas had made significant strides in defending against Israeli invasion and the political opportunists to Bibi’s right were baying for Gazan blood. Ministers like Naftali Bennett and Avigdor Lieberman were practically ridiculing Bibi for going soft on Gaza, for not going “all in” and destroying Hamas once and for all. The prime minister, always one to calculate all the angles of any particular political plan (and especially sensitive to outflanking his right-wing rivals), asked the IDF to brief the cabinet about what it would take to retake Gaza. >>>

Israel Backs Fascist Putsch, Supports neo-Nazi anti-Semitic Forces in Ukraine - Jean Shaoul - The government of Israeli prime minister Benyamin Netanyahu is backing the fascist-led putsch that ousted Ukraine’s elected pro-Russian president, Viktor Yanukovych. Far from opposing anti-Semitism and defending Ukrainian Jews from the neo-Nazi parties that have joined the new coalition government, Israel is doing its best to deny that any such threat exists.

Israeli foreign minister Avigdor Lieberman issued an anodyne statement last week saying: “Israel is following the events in Ukraine with grave concern, worries for the safety of the Ukrainian people and hopes that the situation does not deteriorate and that no human lives are lost.” This came just two days after Netanyahu’s visit to Washington and, reportedly, after pressure from the US State Department for a public display of support for the new government in Kiev.

Both the government and media in Israel have responded by refraining from commenting on the growth of neo-Nazi and anti-Semitic forces in Ukraine and the critical role they played in the Western-backed coup. They have downplayed or ignored entirely the fact that the US and the European powers had for months been financing and working with fascist organisations, such as the Svoboda party and the Right Sector, to bring down the Yanukovych regime. This is despite the fact that Svoboda leaders have made anti-Semitic public statements and the Right Sector’s paramilitary forces dress in uniforms modelled on Hitler’s Waffen SS and sport swastika-like emblems. >>>

Let's stop using the terms 'fascism' and 'democracy' from now on - The debate over the state of Israeli democracy (or the rise of fascism) is code designed for lefty Zionists. Others don’t get it, and it may even do more harm than good. Some thoughts following Haaretz’s interview with Prof. Ze’ev Sternhell. - There has been growing discussion over the last few weeks regarding the risk of fascism in Israel and the dangers to Israeli democracy, most recently in an extensive interview by Prof. Ze’ev Sternhell in Haaretz. I hold Sternhell in high regard, and his book, The Birth of Fascist Ideology, is among the few required readings in my undergraduate degree I actually remember in some detail. But while this terminology may be of use to foreign observers trying to make sense of what is happening in Israel against the backdrop of their own historic experience, I have serious issues with the incessant talk about “fascism” and “democracy” in the current Israeli moment.

In fact, I think we should stop using the word “fascism” altogether. I know that the warnings about fascists and fascism sound very grave, but my feeling is that the word does not mean that much to anyone here. At best, it’s a sonorous warning against something general and obscure; more commonly, it’s simply isn’t scary enough.

It’s also a lousy base for political organization. Israel does not have a tradition of anti-fascism, like Greece or Germany. Maybe some of the Russian-speaking Israelis have anti-fascist consciousness, but if they do, it doesn’t seem the recent cries impress them overmuch. I just think that outside a very small circle, “fascism” is simply a code word used by one political camp. When it cries “fascism,” the Left just wants to say “help, I’m getting beaten up.” This is a legitimate statement, but there is no need to hide it behind generic terminology cribbed from an introductory political science class. >>>

Palestinian arrested after filming settlers throwing stones - Yesterday at approximately 5:30 PM in the old city in al-Khalil (Hebron) settlers from the illegal settlement of Beit Hadassah threw rocks and water at Palestinians living on Shalala Street. This is a regular occurance for Palestinian families living close to illegal settlements in al-Khalil. The majority of the time the Israeli military watches from a distance and does not do anything to intervene in the violence and property damage.

One Palestinian, a 35-year old man, documented the stone throwing only to be detained and then arrested by the Israeli military. The man was taken through a yellow gate to an area where Palestinians are restricted from, where the soldiers pushed him around.

The soldiers threw several stun grenades at Palestinians and internationals standing behind the yellow gate, trying to document what was happening through holes of the gate. >>>

US Leaders Aid and Abet Israeli War Crimes, Genocide & Crimes against Humanity - Marjorie Cohn - August 10, 2014 "ICH" - By sending vast amounts of military aid to Israel, members of the US Congress, President George W. Bush, President Barack Obama and Defense Secretary Chuck Hagel have aided and abetted the commission of war crimes, genocide and crimes against humanity by Israeli officials and commanders in Gaza. An individual can be convicted of a war crime, genocide or a crime against humanity [PDF] in the International Criminal Court (ICC) if he or she "aids, abets or otherwise assists" in the commission or attempted commission of the crime, "including providing the means for its commission."

There is growing evidence that Israeli leaders and commanders have committed the following war crimes, genocide and crimes against humanity as defined in the Rome Statute for the ICC. US military aid has aided, abetted and assisted the commission of these crimes by providing Israel with the military means to commit them.

During Operation Protective Edge, Israeli forces again used the Dahiye Doctrine, which, according to the UN Human Rights Council [Goldstone] Report [PDF], involves "the application of disproportionate force and causing of great damage and destruction to civilian property and infrastructure, and suffering to civilian populations." A summary of Israeli leaders' extensive crimes is presented below. >>>

"Israelische Armee verdient Nobelpreis für "unvorstellbar Zurückhaltung"

Schon der demagogische Verbrecher Göbels sagte (in diesem Fall zutreffen) : "Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates."


Israeli army deserves Nobel Prize for ‘unimaginable restraint’, blurts out envoy
http://www.dawn.com/news/1124781/israeli-army-deserves-nobel-prize-for-unimaginable-restraint-blurts-out-envoy

If the Nobel Peace Prize can be handed to Obama, why not hand it to the Israeli Defence Force?
http://www.independent.co.uk/voices/comment/if-the-nobel-peace-prize-can-be-handed-to-obama-why-not-hand-it-to-the-israeli-defence-force-9660158.html

Israelische Botschafter in USA, sagt IDF verdient den Friedensnobelpreis für "unvorstellbar Zurückhaltung"
Israeli ambassador to U.S. says IDF deserves Nobel Peace Prize for “unimaginable restraint”
http://www.salon.com/2014/07/22/israeli_ambassador_to_u_s_says_idf_deserves_nobel_peace_prize_for_unimaginable_restraint/

Israeli Ambassador to U.S. Says IDF “Should Be Given a Nobel Peace Prize”
http://www.slate.com/blogs/weigel/2014/07/22/israeli_ambassador_to_u_s_says_idf_deserves_the_nobel_peace_prize.html
 


US-Gesandte:Israelische Soldaten verdienen den Friedensnobelpreis.
Israeli soldiers deserve Nobel Peace Prize: US envoy
http://www.presstv.ir/detail/2014/07/22/372386/give-israelis-nobel-peace-prize/

Ambassador says Israeli soldiers deserve Nobel Peace Prize for 'restraint'
http://www.rte.ie/news/2014/0722/632450-israel-deserves-nobel-prize-for-restraint-dermer/

2014 08 06 Kurzvideos aus Gaza von Martin Lejeune

Auch hier: http://youtu.be/WIofY9lg8ko?a 
                      http://youtu.be/pUZIK0OHJRo?a

17. 8. 2014

Peter Scholl-Latour: "Wenn der Tod kommt, dann kommt er. Es ist schon erstaunlich, dass er erst so spät kommt."


Zum Tod von Peter Scholl-Latour - Der letzte große Welterklärer - Sven Gantzkow - Peter Scholl-Latour war Journalist aus Leidenschaft, konservativer Querdenker und Dauergast der einschlägigen Polit-Talks. Am Samstag (16.08.2014) ist der streitbare Kenner der weltpolitischen Bühne im Alter von 90 Jahren in Rhöndorf am Rhein gestorben. Entdecker will er eigentlich werden. Doch als Peter Scholl-Latour sich beruflich orientiert, ist die Welt bereits weitgehend erschlossen. Bleibt nur der Beruf des Journalisten, genauer gesagt: des Auslandskorrespondenten. In dieser Funktion, die Scholl-Latour offiziell bis 1982 und inoffiziell bis zu seinem Tod ausübt, kann er seinen fast schon faustischen Wissensdurst stillen. >>>
 


Nachruf auf Peter Scholl-Latour: Der ewige Abenteurer - Daniel Gerlach - Seine Bücher und Berichte aus der weiten Welt waren so spannend wie die Feldpost eines Geheimagenten. Vielen galt der jetzt gestorbene Peter Scholl-Latour als Nahost-Experte. In Wahrheit war er eine leibhaftige Romanfigur. >>>

 

Peter Scholl-Latour: Reaktionen zum Tode des Journalisten >>>



Der Journalist und Buchautor Peter Scholl-Latour ist tot. Der Nahost-Experte starb im Alter von 90 Jahren nach schwerer Krankheit in Rhöndorf am Rhein, wie der Ullstein-Verlag in Berlin mitteilte. Peter Scholl-Latour wurde am 9. März 1924 in Bochum als Sohn des Arztes Otto Scholl-Latour geboren. Durch die elsässische Mutter sowie den saarländischen, in Lothringen aufgewachsenen Vater wurde er früh zu einem deutsch-französischen Grenzgänger, der beide Pässe besaß. Forschungsreisender zu werden, war schon sein Jugendtraum. >>>



Interview mit Peter Scholl-Latour - „Ich verstehe mich gut mit Ganoven“ - Andreas Austilat, Julia Prosinger und Björn Rosen - Im März hat Peter Scholl-Latour dem Tagesspiegel anlässlich seines 90. Geburtstags ein Interview gegeben, das großen Anklang bei den Lesern fand. Nun ist er gestorben. Lesen Sie hier noch einmal das Gespräch über Putin und die Krim, Martini Dry und durchgeschwitzte Matratzen. - Herr Scholl-Latour, eigentlich mögen Sie keine Geburtstage. Nun sind Sie 90 geworden … - … und das habe ich gefeiert. Mein Verlag hat alles organisiert. Ich habe persönliche Bekannte eingeladen, und Helmut Schmidt hat sich bereit erklärt, ein Grußwort zu sprechen. Extrem liebenswürdig. Das ist man nicht so gewohnt bei ihm. Auch Angela Merkel hat mir einen sehr freundlichen Brief  >>>

 


VIDEO - Alfred Schier mit Peter Scholl-Latour - Im Dialog Spezial - 90 Jahre  - Sa. 16.08.14, 22.25 - 23.25 Uhr - Durch seine Augen sah Deutschland die Welt. Sechs Jahrzehnte lang berichtete Peter Scholl-Latour immer wieder aus Krisengebieten rund um den Globus. Er galt als Nahost-Experte, Afrika-Kenner, erfolgreicher Sachbuchautor und scharfsinniger Analyst globaler Konfliktherde. >>>


 

VIDEO - Peter Scholl-Latour ist tot. In der Dokumentation zu seinem 90. Geburtstag im März erzählte er bisher unbekannte Details aus seinem abenteuerlichen Leben und einer großen Reporter- Karriere >>>


 


 

Scholl-Latour: "Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung" - Ramon Schack 09.03.2014 - Zu seinem 90. Geburtstag wirft der Journalist und Islamexperte, der Gott und die Welt kennt, einen Blick auf sein Leben und auch auf die Krise in der Ukraine - Herr Scholl-Latour, Sie feiern heute Ihren 90. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch. - Peter Scholl-Latour: Vielen Dank. - Wie fühlen Sie sich? - Peter Scholl-Latour: Ein guter Freund sagte mir einmal, wenn man über 50 ist und ohne kleine Schmerzen aufwacht, dann ist man schon tot. In diesem Sinne geht es mir gut. >>>


 

 

Dossier - Peter Scholl-Latour mit 90 Jahren gestorben mit ausgewählten Videos und Audios - Der Journalist und Autor Peter Scholl-Latour ist tot. Der Mann, der den Deutschen das Weltgeschehen seit den 50er Jahren näher gebracht hat, starb am Samstag im Alter von 90 Jahren nach schwerer Krankheit, wie der Ullstein-Buchverlag in Berlin mitteilte. Mit seinen Schriften und Fernsehberichten prägte er für viele in Deutschland das Bild der arabischen Welt, Asiens und Afrikas. Hier finden Sie Beiträge aus den Programmen der ARD. >>>


Peter Scholl-Latour – Wikipedia >>>

Eine dauerhafter Waffenstillstand mit der radikal-islamischen Hamas sei im Gazastreifen "noch nicht in Sicht", sagte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter am Samstag in einem Radio-Interview. Kurz vor der Aufnahme neuer Gespräche haben sich Israel und die Palästinenser pessimistisch über die Erfolgsaussichten geäußert.
Hamas-Sprecher Osama Hamdan wurde im israelischen Rundfunk mit den Worten zitiert: "Israel hat zwei Möglichkeiten: Unseren Forderungen zustimmen oder sich auf einen Abnutzungskrieg vorzubereiten." Beide Seiten wollten ihre indirekten Gespräche an diesem Sonntag in Kairo fortsetzen. Die humanitäre Lage der Menschen im Gazastreifen ist weiterhin katastrophal.

Forderung: Entwaffnung der Hamas - Israel und die Hamas hatten am Mittwoch eine neue fünftägige Waffenruhe vereinbart. Eine langfristige Waffenruhe werde es aber nur geben, wenn damit "Israels gesamte Sicherheitsinteressen garantiert" würden, sagte der Regierungsbeamte in Jerusalem. Israel fordert eine Entwaffnung der Hamas und anderer militanter Gruppen im Gazastreifen. Die Hamas lehnt das ab, verlangt ihrerseits ein Ende der Blockade des Küstenstreifens und will die Freilassung von Gefangenen durchsetzen. >>>

Nach dem Scheitern der Nahost-Verhandlungen - pax christi: EU muss jetzt Siedlungsprodukte kennzeichnen - Nach dem Scheitern der US-Vermittlungen im Konflikt zwischen Israel und Palästina sind jetzt die Glaubwürdigkeit von EU und Deutschland gefordert.  - »Die EU hat eine Leitlinie zur Kennzeichnung von Produkten aus den völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten bisher auf Wunsch der US-Regierung zurückgehalten, um bei den Verhandlungen nicht zu ›stören‹ – jetzt ist sie aber am Zuge! Es reicht einfach nicht mehr aus, regelmäßig über den kontinuierlichen illegalen völkerrechtswidrigen Siedlungsbau der israelischen Regierung – zu Recht – verärgert oder entsetzt zu sein. Laut US-Diplomaten scheiterten die Verhandlungen hauptsächlich wegen der Siedlungen. Es sind nun eindeutige und vielleicht auch schmerzhafte Taten notwendig, um die israelische Regierung beim Siedlungsbau zu stoppen. Dazu gehört, dass das neu gewählte Europäische Parlament und die neu zu bildende EU-Kommission sich bezogen auf diesen Konflikt selbst an das Völkerrecht halten«, so schildert Kommissionssprecher Dr. Manfred Budzinski die Erwartungen der pax christi-Nahostkommission.

»In Deutschland hat ein Großteil der Handelsketten, Discounter, Supermärkte usw. im konventionellen wie auch im Bio-Bereich, mit denen wir seit über zwei Jahren im Kontakt sind, uns gegenüber erklärt und zum Teil auch mit Bescheinigungen der Importeure belegt, dass sie bei Obst und Gemüse keine Siedlungsprodukte mehr in ihrem Angebot haben. >>>

YouTube-Channel "Jung & Naiv" - Einfache Fragen, interessante Antworten - Bei Tilo Jungs YouTube-Kanal "Jung & Naiv" ist der Name Programm: Ein Angebot für junge Leute, das gleichzeitig vorgeblich naiv daherkommt, aber gerade durch seine einfachen Fragen interessante Antworten findet. Redaktionsleiter Hans Hütt im Gespräch.

"Politik für Desinteressierte" ist der Untertitel des Formats, das in diesem Jahr mit dem Grimme Online Award für Publizistik im Netz ausgezeichnet wurde. Derzeit ist Tilo Jung in Nahost unterwegs.  - Sein Redaktionsleiter Hans Hütt im Interview. >>>

 


Die Wege des Herrn sind unergründlich
- Martin_Lejeune - In diesem Log lesen wir, wie die Wege des Herrn unergründlich sind, Seine Wunder zu vollbringen. DeutschlandRadioWissen, DLF & Co. interviewen mich nicht mehr in Gaza.

Daraufhin interviewt mich der YouTube-Channel Jung und Naiv an der Grenze zum Gazastreifen und dreht eine ganze (40-minütige Folge), um zu fragen wieso, weshalb und warum. Anschließend interviewt DLF den Tilo Jung, den Frontmann von Jung und Naiv, der mit dem DLF u. a. auch über das Interview spricht, das er mit mir gemacht hat. Tilo Jung twittert dazu: “Da hat’s @Martin_Lejeune also doch in den @DLF geschafft -
Quelle

 

Was ist los in Gaza? - Interview mit Martin Lejeune
 

Zionismus hat nichts mit dem Judentum zu tun – Dr. Hajo Meyer, Holocaustüberlebender - „Zionismus und das Judentum stehen im Gegensatz zu einander. Weil das Judentum universal und human ist – und der Zionismus genau das Gegenteil. Er ist sehr eng, sehr nationalistisch, rassistisch, kolonialistisch und all dies. Es gibt kein „Nationales Judentum“ (Wie es kein nationales Christentum ER) gibt. Es gibt Zionismus und es gibt Judentum und sie sind völlig verschieden.“
Mein Name ist Hajo Meyer, ich wurde im August 1924 in Bielefeld, Deutschland, geboren. Ich werde also in diesen Tagen 90 Jahre alt. Ich hatte Deutschland im Januar 1939 verlassen, weil mir seit1938 verboten wurde, weiter die Schule zu besuchen. Nachdem ich in den Niederlanden meine Aufnahmeprüfung an der Universität gemacht hatte – unter deutscher Besatzung. Sie erlaubten dies den Juden, sogar unter deutscher Besatzung, in einem besonderen Rahmen ein jüdisches Staatsexamen. Im Oktober 1943 passierte es. Ich ging in den Untergrund und nach etwa einem Jahr wurde ich gefangen genommen, nach Auschwitz gebracht und überlebte dort 19 Monate.
Ich war in der Tradition des aufgeklärten Reformjudentums erzogen worden ohne jede Beziehung zu den Vorschriften der Halacha (jüdisches religiöses Gesetz), sondern nach dem soziokulturellem Erbe und dem aufgeklärten Teilen des Judentums.
Meiner Ansicht nach ist diese ethische Tradition absolut im Gegensatz zu allem, das die Basis des Zionismus bildet, weil der Zionismus am Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen wurde, und während dieser Zeit war es üblich, kolonialistisch, rassistisch, supernationalistisch zu sein, den >>>

Grußwort der menschenrechtspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Annette Groth, an die Palästina-Demo in Stuttgart am 16.8.2014 - Liebe Freundinnen und Freunde, eine Waffenruhe bedeutet nicht, dass der Krieg zu Ende wäre und schon gar nicht, dass die Besatzung in den palästinensischen Gebieten in Vergessenheit geraten darf. Die Demütigungen, die Tötungen, die Verhaftungen, die Zerstörung von Häusern und die Landnahme gehen weiter und wir müssen laut und deutlich sagen, dass wir weiter hinsehen und dagegen protestieren werden !

Fast 2 000 Palästinenserinnen und Palästinenser sind in den letzten Wochen im Gazastreifen getötet worden, etwa 10 000 wurden verletzt. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren acht von zehn der Getöteten Zivilisten. Auf israelischer Seite sind nach offiziellen Angaben 64 Soldatinnen und Soldaten und drei Zivilisten ums Leben gekommen. Und unsere Regierung verbreitet immer noch die offizielle israelische Version, man habe sich eben verteidigen müssen. Kaum ein kritisches Wort zur Unverhältnismäßigkeit der israelischen Kriegsführung oder zum Tod zahlreicher Kinder. Kein Wort dazu, dass die Blockade des Gazastreifens fast 2 Millionen Menschen schon seit Jahren ins Elend stürzt und endlich aufgehoben werden muss, so wie es
der Bundestag bereits 2010 einstimmig beschlossen hat.

Es mehren sich die Anzeichen, dass die israelische Armee im Gazastreifen erneut DIME-Munition (Dense Inert Metal Explosive) eingesetzt hat. Diese Waffen enthalten eine Mischung aus Sprengstoff, Kobalt, Nickel, Eisen und Wolfram und verursachen schwerste Verletzungen. Es gibt Berichte über Fälle aus Gaza, bei denen ganze Körper in zwei Hälften zerschnitten wurden. Die anderen Grausamkeiten möchte ich Euch lieber ersparen. Wie kann die internationale Gemeinschaft hier einfach wegsehen, anstatt laut ihre Stimme zu erheben und deutlich zu sagen, dass ein solches Vorgehen absolut nicht akzeptabel ist und das, was als Selbstverteidigung gelten kann, bei Weitem übersteigt?

Stattdessen wurde erst im Juni ein weiteres deutsches U-Boot an Israel übergeben. Es ist das bislang größte, das in Deutschland gebaut wurde und für das die Bundesregierung gut ein Drittel >>>>

Rede von Abraham Melzer gehalten auf der Kundgebung vorm Rathaus in Kassel am 15.8.2014 - "Für Freiheit und gerechten Frieden in Palästina!  - Gegen Zionismus und Antisemitismus" -  Abraham Melzer, August 2014 -  Krieg ohne Ende – Paranoia ohne Ende - Ich bin Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden. Unser Verein, der überall in Europa und auch in den USA vertreten ist, setzt sich ein für einen gerechten Frieden im Nahen Osten.

 Auf einer Demo in Berlin am Samstag, den 9.8.2014 sagte unser Vorstandsmitglied Iris Hefes:  „Wir, hier lebende Juden, schämen uns, dass so ein Verbrechen, wie die jüngste Invasion der israelischen Armee und der Massenmord an Zivilisten und Kindern, die in Gaza zur Welt gekommen sind, im Namen des Judentums begangen worden ist. Wir erklären uns mit allen Opfer des israelischen Militäranschlags auf dem Gazastreifen solidarisch.“


Israels militärische Aktionen im Gaza-Streifen sind unverhältnismäßig  und richten sich – nach den vorliegenden Nachrichten der UNO – nicht nur gegen militärische Ziele, sondern vor allem gegen die Menschen im Gaza-Streifen. Das hat in aller Welt Empörung hervorgerufen und zu Solidarität mit den Palästinensern veranlasst.  >>>

»Erobert Gaza jetzt!« - 10000 Israelis fordern Fortsetzung des Krieges gegen die Palästinenser, »bis die Arbeit erledigt ist« US-Regierung sagt weitere Waffenlieferungen zu - Knut Mellenthin - Während Zehntausende Palästinenser die Waffenruhe nutzen, um in ihre Wohnungen oder in deren Trümmer zurückzukehren, hat eine Demonstration in Tel Aviv daran erinnert, daß das Ende des Krieges noch keineswegs sicher feststeht. Mindestens 10000 jüdische Israelis nahmen am Donnerstag abend auf dem Rabin Square an einer Kundgebung für die Wiederaufnahme der Angriffe gegen Gaza teil. Als Organisatoren traten der Bürgermeister der grenznahen Stadt Sderod, Alon Davidi, und die Stadt Tel Aviv auf. >>>

Traumatisierte Kinder in Gaza: “Nachts fange ich an zu schreien”

Krieg in Gaza: Kreisvorstand kritisiert Landesvorstand - An der großen Pro-Palästina-Demonstration am 23. Juli 2014 mit über 5000 Teilnehmern scheiden sich die Geister der LINKEN - Erklärung des Kreisvorstands Links-der-Weser und der Antikapitalistischen Linken (AKL) in Bremen


Die Landessprecher der LINKEN in Bremen, Christoph Spehr und Doris Achelwilm, sowie die Vorsitzende der Linksfraktion in der Bürgerschaft, Kristina Vogt, haben am 24. Juli 2014 eine Erklärung an die Öffentlichkeit gegeben (Titel: "Den Krieg beenden - es ist genug!"), die einen kritischen Kommentar verdient. Der Kreisvorstand LdW und die AKL Bremen geben dazu die folgende Erklärung ab:

1. Ein alter Rechtsgrundsatz lautet, dass man Ungleiches nicht gleich behandeln kann. Im Gaza-Krieg stehen sich nicht zwei militärisch gleich stark ausgerüsteten Gegner gegenüber, es ist vielmehr ein Kampf, so der Haaretz-Kommentator Gideon Levy, zwischen einer Mücke und einem Elefanten, zwischen der mächtigsten Militärmacht im nahen Osten und einer Gruppe von muslimischen Kämpfern mit primitiven Waffen.

2. Einige Medien haben vor der großen Pro-Palästina-Demonstration am 23. Juli 2014 in Bremen eine unglaubliche Hetze und Stimmungsmache entfacht, die sich gegen einen großen Teil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund und die Friedensbewegung in Bremen richtete. Die Bildzeitung sprach von einer "Hass-Demo", die die "jüdischen Bürger in Angst" versetze, und Radio Bremen sprieb in einem Kommentar von "Testosteron gepeitschten jungen Männern (...), verhetzt, aus jeder Pore dampfend vor Hass."

3. Die Organisatoren der Pro-Palästina-Demonstration waren sich der großen Gefahr bewusst, dass eine Kritik an der gegenwärtigen israelischen Besatzungs-, Kriegs- und Siedlungspolitik in der deutschen Öffentlichkeit schnell mit dem Vorwurf des Antisemitismus bedacht wird. Deshalb haben sie sich jede erdenklich Mühe gegeben, damit es bei Bannern, Parolen, Plakaten zu keinen irgendwie als antisemitisch zu vestehenden Missverständnissen kommen konnte. Wut, Empörung und Trauer sollten sich gegen Israels Regierung und Militär richten, und nicht gegen Juden. >>>

After Gaza, what’s next for Israel? - Noam Sheizaf - Israelis believe that the status quo represents the best short-term ‘solution’ to the Palestinian problem, since separation is almost impossible, but integration undesirable. The weakening of the PA, and inability of Hamas and Israel to reach a stable agreement in Gaza, however, demonstrate how unsustainable the status quo has become. Operation Protective Edge was the third wide-scale operation that Israel has conducted in Gaza in less than six years, and the deadliest of them all >>>

Interview mit Walter Hermann am Kölner Dom 01.08.2014

Im arabischen Fernsehen gab es Diskussionen: das der Angriff und die Wiederbesetzung des Küstenstreifens, durch Israel lange vor der Auseinandersetzung mit der Hamas geplant war, einige Links dazu:

Tuesday Jun 25, 2013 - Tel-Aviv must reoccupy Gaza Strip: Ex-Israeli foreign minister
http://www.presstv.ir/detail/2013/06/25/310776/israel-must-reoccupy-gaza-strip/

15 July, - Israeli operation 'should aim to reoccupy Gaza', Lieberman
http://www.ansamed.info/ansamed/en/news/sections/politics/2014/07/15/israel-accepts-egyptian-proposal-for-truce-hamas-rejects-it_b79dcf9d-f73e-4f6a-9293-75bf0260b68b.html

Lieberman: "nur die Wiederbesetzung des Gazastreifens stoppt den Raketenbeschuss"
Lieberman: Only full occupation of Gaza will stop rockets http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/1.601848
29.06.2014 - Foreign Minister Avigdor Lieberman proposed on Sunday that Israel consider re-occupying the Gaza Strip in response to the recent rocket fire

June 29, 2014 - Israel Should Reoccupy Gaza Says Israeli Minister Avigdor Lieberman
http://www.ibtimes.co.uk/israel-should-reoccupy-gaza-says-israeli-minister-avigdor-lieberman-1454621

29 June 2014  - Israel's FM suggests reoccupying Gaza
http://www.middleeasteye.net/news/israels-fm-suggests-reoccupying-gaza-168143656

29 June 2014 - Israel should consider reoccupying Gaza: Lieberman
http://www.aa.com.tr/en/news/351484--israel-should-consider-reoccupying-gaza-lieberman

29.Jun.2014 - Gaza 'should be reoccupied,' suggests Israeli Foreign Minister
http://www.morningstaronline.co.uk/a-da57-Gaza-should-be-reoccupied,-suggests-Israel-Foreign-Minister

FM Liberman: Tel Aviv should consider reoccupying Gaza Strip -
https://www.youtube.com/watch?v=w0A7Q9CJlhc

Israel targets Hamas sites amid suggestion of reoccupying Gaza Strip
http://globalnews.ca/news/1423058/israel-targets-hamas-sites-amid-suggestion-of-reoccupying-gaza-strip/

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman sagte: begrenzte Operationen gegen Militante in Gazastreifen  stärken nur die Hamas. "Die Alternative ist klar",  Lieberman im Armee-Radio. "volle Zerstörung der Infrastruktur ,und die Wiederbesetzung den Küstenstreifen.



ISRAELI FOREIGN MINISTER LIEBERMAN CALLS TO REOCCUPY GAZA - Israels Rechtsgerichteter Außenminister Avigdor Liebermann ruf zur Wiederbesetzung des Gazastreifen auf. Liebermann sagte im israelischen Radio: die beste Möglichkeit die Hamas auszuschalten wäre, dass Israel den Gazastreifen wieder besetzt. Stunden bevor Liebermann das Interview gab flogen israelisches Kampfflugzeuge in den von Israel Seit 8 Jahren abgeriegelten Gazastreifen und bombardiert 12 Ziele. Unter anderem beschossen sie auch den Stützpunkt der Qassam Brigaden den Militärischen Arm der Hamas.

Unterdessen traf sich der israelische Generalleutnant Benny Gantz mit Generälen um die Sicherheitslage in Gaza zu erörtern. Radio Israel zitierte Generalleutnant Gantz :,,als Reaktion auf den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen intensivierte Israel unter den Deckmantel „Protective Edge“ den Angriff auf das Küstengebiet.“

Obwohl es mehrere Gruppierungen im Gazastreifen gibt macht Israel die Hamas für die angriffe verantwortlich. Bei den letzten Wahlen 2006 im Gazastreifen, holte die Hamas noch die absolute Mehrheit. Die Palästinenser waren nach Jahrzehnten des Nahostkonflikts frustriert und entschieden sich für die Hamas. Kurz nach den Wahlen hat Israel den Küstenstreifen mit seinen 1,8 Millionen Menschen hermetisch abgeriegelt. Obwohl die Hamas die Wahlen demokratisch gewonnen hat, akzeptiert Israel das Ergebnis nicht. Die vor kurzem gebildete innerpalästinensische Einheitsregierung zwischen der Hamas und der sekundären Fatah brachte für Israel das Fass zum überlaufen.
http://www.dailysabah.com/mideast/2014/06/29/israeli-foreign-minister-lieberman-calls-to-reoccupy-gaza
Übersetzung/Kürzung und teilw. Zusammenfassung: K.Ibrahim

Violence and Western Civilization - Ron Forthofer - Israel’s slaughter of over 1900 Palestinians in Gaza, by far and away most of whom were civilians, got me thinking about Western civilization. Mahatma Gandhi is often cited as responding to a question about Western civilization saying he thought it would be a good idea. However, recent research suggests Gandhi likely didn’t make this quip.

Regarding Western civilization though, there are many impressive accomplishments such as the Renaissance, wonderful arts, tremendous scientific discoveries and medical advances, and the great ideas of liberty and human rights. However, these advances are countered by events such as the Spanish Inquisition, slavery, Western colonial conquest and butchery in Africa, Asia and the Americas, US genocide of the American Indians, the Belgian robbery of and murderous campaign in the Congo Free State, WWI with its almost 14 million deaths, and the Jim Crow racism in the US. >>>

Evidence shows Sony helps Israel in Gaza war
Newly-found evidence indicates that Japan’s electronics giant, Sony, has assisted Israel in its deadly offensive against the besieged Gaza Strip, Press TV reports. A piece of an Israeli rocket discovered by Press TV correspondent in Gaza showed that Sony Corporation has provided the Israel regime with cameras and high-tech control boards to equip its missiles. >>>

Israeli Massacres on Palestinians - Israeli Crimes: Details and numbers of the zionist terrorism activities - The Nobel Prize of Literature Jose Saramago compares the suffering of the Palestinians under Israeli occupation as the same suffering of the jews in the Nazi boot camps.

“The repression from Israel is the worst form of Apartheid. Nobody has the faintest idea of what is going on here, even the best informed people. Everything is in pieces, the land is destroyed and nothing else may be planted. All this smells like a boot camp, like Auschwitz. The israeli have turned into NAZI JEWS” , he declared after a visit to Palestina in March, 2002.

He is correct. Let us see why:
Although the image that Israel distributes about herself is that of an oppressed nation, it is with heavy hearts that we present these crimes that stand for themselves for the brutality of the Israeli Army and the heartlessness of its soldiers who seem to have a thirst for blood. It is for the hope that the world may see a clearer picture that we present these painful facts. It is interesting to notice that today’s media does not dwell on these crimes as they do on the Holocaust.

They are reported in the news for a week or two and then swept into the sea of oblivion. Those who attempt to revive the true history of Israel are charged of being anti-Semitic. So with the hope to keep those memories in mind we present this shameful history of Israel that seems to have found that the role of Goliath is more interesting than that of David.

Zionist terror attacks before any ‘State of Israel’ existed >>>

Every war, I lose more and more friends - Sometimes I fantasize about what would happen if I were to be declared a traitor by the authorities. How would those women with whom I’ve worked for so long react. Now I’m beginning to understand. - Ruti Lavie - This week I unfriended another friend who reacted to my posts on Facebook with so much anger and rage I just couldn’t take it anymore. How can one compare unfriending friends to losing lives, which has become so ubiquitous here? But life isn’t a balanced affair. Technically it was very simple – a click on the mouse and I was done. In reality, she is a friend whose life had been intertwined with mine for half of my life. A friend with whom I shared so much happiness, pain and love. Someone who became a part of me has disappeared, along with all the suffering, pain and happiness that were a part of my own life. >>>

Animals caught in crossfire, trapped at Gaza zoo  - The lions sit dazed in the shade of their damaged pen, while nearby the decayed carcasses of two vervet monkeys lie contorted on the grass of a Gaza zoo. - The animals were caught in the crossfire in over a month of fighting between Israel and Palestinian militants that killed more than 1,960 Palestinians and 67 people on the Israeli side. In one enclosure at the zoo a fly-covered pelican huddles in the corner with a duck. Opposite, a small crocodile sits motionless in an inch of stagnant water, next to the rotting corpse of a stork. A gazelle shares another pen with a goose. Around the corner, a baboon picks listlessly at the ground of the tiny pen it shares with the dried-out remains of another monkey. >>>

 

Not even animals are safe in Gaza -  #GazaUnderAttack Thousands of farm animals fall victim to Israeli onslaught in Gaza, Palestinian farmers call on animal rights groups to advocate for them >>>
 


Animals caught in crossfire, trapped at Gaza zoo

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Noam Chomsky on BDS, the Occupation and apartheid - Noam Chomsky - Democracy Now/Znet - "To call it apartheid is a gift to Israel, at least if by `apartheid` you mean South African-style apartheid. [...] The Israeli relationship to the Palestinians in the Occupied Territories is totally different. They just don’t want them. They want them out, or at least in prison." >>>

My plea to the people of Israel: Liberate yourselves by liberating Palestine - Desmond Tutu--Archbishop Emeritus Desmond Tutu, in an exclusive article for Haaretz, calls for a global boycott of Israel and urges Israelis and Palestinians to look beyond their leaders for a sustainable solution to the crisis in the Holy Land. >>>

A bullet through the heart of a Palestinian man - and an entire community - Gideon Levy and Alex Levac--Ayham awoke and phoned his father, Hashem, who told his son that he would be home soon to finish building a new cage for the ducks in the garden. About 10 minutes later, an Israel Defense Forces sharpshooter fired a bullet into Hashem’s heart, killing him on the spot. The sharpshooter then took his rifle and left the balcony of the house from which he had shot Hashem, according to the family who own the apartment which the soldiers had taken over. >>>

Is There More Racism Than This?
 Eli Ben Dahan is both a rabbi and an elected official representing the Jewish Home party in the Israeli Knesset.  He was born in Morocco and immigrated to Israel in 1956; he lives in East Jerusalem with his family >>>

Collage zum vergrößern anklicken- Ouelle

 

Israeli PM Calls Killers of Three Israeli Teens 'Human Animals' >>>

Netanyahu is talking to Hamas. It's about time - Noam Sheizaf - Without Hamas, there will be no interim agreement and no long-term solution. The notion of the ‘moderates’ reaching an agreement between themselves while the ‘fundamentalists’ are ignored or even dealt with forcefully is a dangerous illusion.

For the past week Israel has been negotiating with Hamas in Cairo. While the Palestinian delegation to the talks includes a representative of Mahmoud Abbas, and while the Egyptians are the ones carrying the messages back and forth between the two parties, everyone knows exactly what this is all about. These are no longer talks about prisoner exchanges, but rather a first attempt to touch upon the core issues relating to the siege on Gaza and the status of Hamas as ruler of the Strip. Israel is talking to Hamas (and to Islamic Jihad, which is closer to Iran). Better get used to it. >>>

Gaza child paints Israeli aggression

16. 8. 2014

Protest gegen Gaza-Krieg - Israels Armee hat 30000 Granaten auf Palästinenser gefeuert. Menschenrechtler mit Drohne getötet. Niederländer gibt Auszeichnung »Gerechter unter den Völkern« zurück - Rüdiger Göbel - Die israelische Armee hat bei den Angriffen auf den dichtbesiedelten Gazastreifen in den vergangenen Wochen mehr als 30000 Artilleriegranaten abgefeuert. Das sind fast viermal so viele wie bei der letzten berüchtigten Offensive »Gegossenes Blei« 2008/2009. Das berichtete die israelische Zeitung Haaretz am Freitag unter Berufung auf »militärische Quellen«. Diese hätten »eingeräumt«, daß viele palästinensische Zivilisten »möglicherweise« durch die Artillerie getötet worden seien. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministerium im Gazastreifen sind durch die israelischen Attacken seit dem 8. Juli fast 2000 Menschen getötet worden, mehr als 10000 wurden verletzt. Laut UNO sind fast zwei Drittel der Opfer Zivilisten. Israel behauptet, rund 900 der Opfer seien »Kombattanten« gewesen. Auf israelischer Seite wurden 64 Soldaten und drei Zivilisten getötet. Mehrere hundert Israelis erlitten Verletzungen. Neben unpräzise treffenden Granaten hat die israelische Armee auch gezielt Kampfdrohnen eingesetzt. Am 10. August wurde so der Menschenrechtler Anwar Al-Zaaneen umgebracht, wie die in Frankfurt  >>>

Zeichen der Verärgerung -  Rainer Hermann - Freunde waren der amerikanische Präsident Obama und der israelische Ministerpräsident Netanjahu nie. Sie werden es auch nicht. Obama zweifelt an Netanjahus Aufrichtigkeit - aus gutem Grund.

Die Stimmung zwischen dem amerikanischen Präsidenten Obama und dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu ist noch schlechter geworden. Während des Gaza-Kriegs hatte die Regierung in Washington das Beschießen von UN-Schulen im Gazastreifen durch Israel als „absolut inakzeptabel“ kritisiert, nun ordnete sie einen Lieferstopp für Raketen an, wie sie Israel im Krieg eingesetzt hatte. Freunde waren Obama und Netanjahu nie, sie werden es auch nicht. Das mag daran liegen, dass Obama dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nie die Priorität gegeben hat, die er bei seinen Vorgängern hatte. Es liegt gewiss auch daran, dass Obama an Netanjahus Aufrichtigkeit zweifelt, und das mit gutem Grund. So hat Israel Außenminister Kerry allein in diesem Jahr wiederholt auflaufen lassen. >>>

Deutsche Familie in Gaza gestorben - Ignoriert und enttäuscht vom Staat - Der Vater der Geschwister Kilani aus Siegen ist in Gaza ums Leben gekommen. Auf eine Stellungnahme deutscher Behörden warten die Kinder bis heute. - Drei Wochen ist es her, dass ihr Vater, dessen Frau und ihre fünf Kinder, allesamt deutsche Staatsbürger, durch einen israelischen Luftangriff getötet wurden. Ihr Wohnblock in Gaza-Stadt war bombardiert worden, als sich die Familie gerade zum abendlichen Fastenbrechen im Ramadan auf dem Dach versammelt hatte. Auch drei Geschwister der Ehefrau kamen dabei ums Leben. Doch von deutschen Behörden haben Ramsis Kilani, 22, und seine Schwester Layla, 21, bis heute „keine Stellungnahme, geschweige denn eine Beileidsbekundung“ erhalten. „Wir sind zutiefst enttäuscht“, sagen sie. Ihr Vater Ibrahim al-Kilani, 53, hatte in Siegen studiert und dort eine deutsche Kommilitonin geheiratet. Später arbeitete er einige Jahre als Architekt in Nordrhein-Westfalen. „Mein Vater war in einem größeren Architekturbüro beschäftigt. Als sein Chef starb, wurde dieses geschlossen. Seine Versuche, als freier Architekt zu arbeiten, schlugen fehl. >>>

Ohne Augen in Gaza - Uri Avnery, 16. August 2014 - DAS PROBLEM mit dem Krieg ist, dass er zwei Seiten hat. - Alles würde so viel leichter sein, wenn der Krieg nur eine Seite hätte. Natürlich die unsrige. Da bist du und heckst einen wunderbaren Plan für den nächsten Krieg aus, bereitest ihn vor, trainierst für ihn, bis alles perfekt ist. Und dann beginnt der Krieg, und zu deiner größten Überraschung scheint es auch eine andere Seite zu geben, die auch einen wunderbaren Plan hat, sich vorbereitet und trainiert hat. Wenn sich die beiden Pläne treffen, geht alles falsch. Beide Pläne brechen zusammen. Du weißt nicht, was sich ereignet. Wie sollst du weitermachen? Du machst Dinge, die nicht geplant waren. Und wenn du genug davon hast, willst du hinaus und weißt nicht wie. Es ist um vieles schwieriger, einen Krieg zu beenden, als ihn anzufangen, besonders, wenn beide Seiten den Sieg erklären müssen. Da sind wir jetzt. (...)


BEIDE SEITEN  behaupten jetzt, es sei ihr Ziel, dieser Situation ein Ende zu machen. Aber sie meinen zwei sehr verschiedene Dinge.

Die israelische Seite wünscht, dass die Blockade bleibt, aber in einer liberaleren Form.  Nudeln und vieles andere soll in den Streifen hineingelassen werden, aber unter strenger Überwachung. Kein Flughafen. Kein Seehafen. Hamas muss an der Wiederbewaffnung gehindert werden.

Die palästinensische Seite  wünscht, dass die Blockade ein für alle Mal verschwindet, auch offiziell. Sie wünschen ihren Hafen und den Flughafen. Sie verweigern nicht eine Überwachung entweder international oder durch die palästinensische Einheitsregierung unter Mahmoud Abbas.

Wie diesen Kreis in ein Quadrat verwandeln, besonders wenn der „Vermittler“  der ägyptische Diktator ist, der praktisch als Agent Israels handelt? Es ist ein Kennzeichen der Situation, dass die US als Vermittler verschwunden ist. Nach den sinnlosen Friedensvermittlungsbemühungen John Kerrys, wird die USA jetzt allgemein im ganzen Nahen Osten verachtet.

Israel kann Hamas nicht „zerstören“, wie unsere halbfaschistischen Politiker (auch in der Regierung)  laut fordern.  Außerdem wünschen sie das gar nicht wirklich. Wenn die Hamas „zerstört“ ist, würde der Gazastreifen  der palästinensischen Behörde  (nämlich Fatah) übergeben werden. Das würde die Wiedervereinigung der Westbank mit Gaza bedeuten – nach all den lang andauernden und erfolgreichen  israelischen Bemühungen, sie zu teilen. Das ist nicht gut.

Falls Hamas bleibt, kann Israel der „Terror-Organisation“ nicht erlauben, zu gedeihen.  Eine Entspannung der Blockade wird nur begrenzt möglich sein – wenn überhaupt. Die Bevölkerung wird Hamas sogar noch mehr schätzen und von Rache für die schreckliche Zerstörung  träumen, die Israel während des letzten Krieges anrichtete. Der nächste Krieg wird schon um die nächste Ecke sein – wie fast alle Israelis sowieso denken. Am Ende werden wir dort sein, wo wir anfangs waren. >>>

Oxfam fordert Aufhebung der Blockade - Oxfam (Oxfam Intermon in Spanien)  sieht es als unerlässlich an, dass die Repressalien gegen die Bevölkerung von Gaza, die eine Kollektivstrafe an unschuldigen Menschen darstellten, beendet werden, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen und Gaza "zum letzten Mal" wieder aufzubauen.
Oxfam erklärte zum wiederholten Mal, dass die Situation in Gaza und ihre Forderungen nicht auf die letzte Krise sondern die gesamte Zeit der Blockade zurückgehen. Oxfam will den Bewohnern der Zone mit einem Mitglied von Disasters and Emergency Committee dringende humanitäre Hilfe bringen, aber die Aufhebung der Blockade sei jetzt "dringender als jemals".
Wenn die Blockade andauere, werde die internationale Gemeinschaft die Verantwortung dafür tragen; sie habe jetzt eine einmalige Gelegenheit, Israel unter Druck zu setzen, die Blockade zu beenden.
Israels Sorge um seine Sicherheit sei legitim, aber eine Kollektivstrafe werde nicht zu einem Frieden oer zu Sicherheit weder für die Israelis noch die Palästinenser beitragen.
Totale Zerstörung
Mehr als 100.000 Menschen haben ihre Wohnung verloren, 15 Krankenhäuser, 16 Kliniken und mehr als 200 Schulen sind beschädigt und 25 völlig zerstört.  Das einzige Kraftwerk wurde zerstört, was v.a. die bereits beschädigten Wasser- und Abwasseranlagen betroffen hat. Dazu kommt die bereits bestehende Energiekrise infolge Treibstoffmangels.
Es besteht die Gefahr von Krankheiten, da das Abwasser in den Strassen fließt und die eine Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser hat, die andere nur alle 5 Tage.
Ein bereits früher bestehendes Problem
Früher wurden Erdbeeren nach England und Blumen nach Holland und andere Produkte nach Israel und ins Westjordanland ausgeführt, durch die Blockade haben sich die Einkünfte aus diesen Exporten auf 2% der früheren reduziert. 35% der Anbauflächen sind nicht mehr zugänglich.
40% der aktiven Bevölkerung ist arbeitslos. Das BIP betrug 800 Dollar pro Jahr, etwas mehr als 3% des israelischen. Außerdem war die Bevölkerung gezwungen, bis zu einem Drittel ihrer Einkünfte für Trinkwasser auszugeben.
In den letzten 6 Monaten konnten weniger als 200 Personen den Gazastreifen verlassen, während es in der gleichen Periode im Jahr 2000 durchschnittlich 26.000 waren. In den letzten 14 Jahren ist es nur 3 Personen möglich gewesen, im Westjordanland zu studieren.
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=51952
Übersetzung/Kürzung und teilw. Zusammenfassung: K. Nebauer

Wir möchten hiermit unser Entsetzen über das vor unseren Augen ablaufende israelische Massaker in Gaza zum Ausdruck bringen. - Erklärung einiger RLS-Stipendiat_innen, Ehemaliger, Vertrauensdozent_innen und Mitarbeiter_innen der Rosa Luxemburg Stiftung zum Gaza-Krieg.

 1 Protest
Wir Stipendiat_innen und ehemalige, Vertrauensdozent_innen, Angestellte und Mitarbeiter_innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten hiermit unser Entsetzen über das vor unseren Augen ablaufende israelische Massaker in Gaza zum Ausdruck bringen. Wir sind nicht für jedes Mittel des palästinensischen Widerstands;  wir sind gegen Raketen aus Gaza nach Israel hinein, aber – dies soll klar gestellt werden – in deutlich abgestufter Form, nicht nur in waffentechnischer Hinsicht, sondern auch politisch und moralisch. Wir fordern zusammen mit tausenden anderen Gruppen auf der ganzen Welt, in Israel und in den von ihm besetzten Gebieten die sofortige Einstellung der israelischen Militäroperation. Wir sind für einen sofortigen langfristigen Waffenstillstand, obwohl das natürlich nicht genügt.

 2 Keine Symmetrie!
Nicht nur waffentechnisch, sondern v.a. politisch besteht hier keine Symmetrie. Eine Seite ist der Unterdrücker, die andere der Unterdrückte. Nicht Palästina hält Israel besetzt, unter Blockade (Gaza), fragmentiert (West Bank) und ohne politische Rechte. Es werden keine palästinensischen Kolonialsiedlungen in Israel gebaut und Palästinenserinnen stehlen Israel nicht das Wasser. Nicht palästinensische Polizei hält tausende israelische Gefangene verhaftet und verschleppt innerhalb Israels, überfällt nächtlich israelische Wohnungen, foltert täglich und sperrt Israelis ohne Gerichtsverfahren unbefristet ein (Administrativhaft). Koloniale Asymmetrie. Sie ist die Ursache dieses einseitigen “Krieges”. Wir Unterzeichnende sehen es als unsere Pflicht, uns ausgewogen zu äussern. Das heisst aber nicht, wir sind neutral. Die Besatzung ist wie der Wind, aus dem der gegenwärtige Sturm hervorgeht – sie sind “aus einem Stoffe”, wie Brecht in der Kriegsfibel sagt. Deshalb genügt eine Waffenruhe nicht. Die Blockade muss sofort aufgehoben werden; alle politischen Gefangenen müssen freigelassen werden, insbesondere die wiederverhafteten Gefangenen, die im Gilad Shalit Deal freigelassen worden waren; eine Verbindung zwischen West Bank und Gaza muss erlaubt werden, wie unter Oslo bindend vereinbart, etc. ... Letztendlich muss die israelische Besatzung aufgehoben werden.

Keine Symmetrie! Wir betonen: Die Palästinenserinnen haben das Recht auf Widerstand, ebenso wie jede militärisch besetzte Bevölkerung auf der Welt. Sie haben nicht das Recht auf jedes Mittel des Widerstands, aber das Recht auf Widerstand. (Wenn wir uns von einzelnen Mitteln und palästinensischen Akteuren politisch entschieden distanzieren, so bedeutet das nicht, dass wir das Recht des palästinensischen Volkes auf Widerstand gegen die Besatzung infrage stellen – im Gegenteil.) Israel unterdrückt jede Form und jedes Mittel dieses Widerstands – zu unrecht. Palästinenserinnen – muss das im Deutschland des 21. Jahrhunderts betont werden? – haben das Recht auf Freiheit, auf lebenswürdige Existenzbedingungen, nicht nur auf Menschenrechte sondern auf volle, umfassende politische und Bürgerrechte. Es gibt keinen Grund auf der Welt ihnen diese vorzuenthalten. Dieses Recht gilt bedingungslos, wie für alle anderen Nationen auf der Erde (egal, ob als Ein-, Zwei-, Drei- oder Kein-Staatenregelung).

3 Deutschland und unsere besondere Verantwortung
Das offizielle Deutschland, seine herrschende und politische Klasse ist nicht neutral, nicht ausgewogen und nicht äquidistant. Das gleiche Israel, das der von ihm unterdrückten Nation, Demokratie, Freiheit, elementare Menschen- und Bürgerrechte seit einem halben Jahrhundert verweigert (seit drei Wochen wieder mit Panzern und Bombern), wird von Deutschland als enger, strategischer Partner hofiert, grosszügig mit milliardenschweren Waffensystemen versorgt und ökonomisch mit dutzenden Sonderregelungen in Wirtschaft, Politik, und Kultur bevorzugt. (Siedlerprodukte sind nur die Spitze dieses Eisbergs.) Deutschland macht sich – selektiv, durch seine Taten und durch sein Schweigen - täglich mitschuldig daran, dass die Besatzung weiter funktioniert, dass selbst die Minimalforderungen Oslos jeden Tag von Israel gebrochen werden, dass Israel sich internationalen Rechten und Pflichten und minimaler Standards enthoben fühlen kann, und auch so agiert. Deutschland, seine herrschende Klasse und ihr politisches Personal bezog und bezieht tausendfach Stellung, an wessen Seite es steht. In unserem Namen nicht! Als Stipendiatinnen der Rosa-Luxemburg-Stiftung, sind wir - nomen est omen - gegen jeden Kolonialismus, jede Apartheid, jede Besatzung – auch die israelische, und gleich in welchem Ausmaß und welcher Ausprägung. Unser Verständnis von Politik und Geschichte ist ein anderes. Wir sind nicht der Auffassung, dass unsere zweifellos historisch besondere Verpflichtung gegenüber den Jüdinnen und Juden, dieses „Nie wieder!“ für die Duldung oder aktive Unterstützung eines Kolonialregimes und seiner Praktiken missbraucht und pervertiert werden darf.   geschrieben am 30. Juli 2014

Clemens Messerschmid ist Hydrogeologe in Ramallah und promoviert an den Unis Freiburg / Br. (Hydrologie) und Göttingen (Hydrogeologie) über Groundwater recharge assessment in Wadi Natuf, West Bank (oPt). clemensmesserschmid@yahoo.de

Unterzeichnende - Clemens Messerschmid, Ramallah - Karin Gerster, Stuttgart - Krista Nowak, Berlin - Helga Baumgarten, Jerusalem - Werner Ruf, Edermünde/Kassel - Stefanie Fischbach, Berlin - Amir Taha, Tübingen - Garnet Bräunig, Hamburg - Georg Auernheimer, Traunstein - Leandros Fischer, Köln - John Lütten, Jena - John P. Neelsen, Tübingen - Loren Balhorn, Berlin - Anton Thun, Berlin - Max Manzey, Berlin - Simon Eberhardt/Köln - Eirini Iliopoulou, Berlin - Cigdem Kaya, Dinslaken - Jules El-Khatib, Essen - Thomas Haschke, Stuttgart - Catarina Principe, Berlin - Ole Vincent Guinand, Berlin - Nadia Johanne Kabalan, Berlin - Ben Rassbach, Berlin - Tilman von Berlepsch, Berlin - Johannes Maria Becker, Marburg


Disclaimer - Diese  Erklärung wird von den Unterzeichnenden unterstützt. Sie ist weder im Namen der Rosa Luxemburg Stiftung verfasst, noch gibt sie vor, für deren Gesamtheit zu sprechen.  Innerhalb der Stiftung besteht keineswegs Einigkeit - etliche Stipendiat_innen lehnen die hierin vertretenen Inhalte scharf ab.

"Wer Frieden möchte, muss Frieden auch anbieten." - Interview mit Riad Othman zur Lage in Gaza und einem asymmetrischen Krieg zwischen Israel und Palästina - Riad Othman ist Repräsentant der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international in Palästina und Israel mit Haupsitz in Ramallah. Davor koordinierte er für drei Jahre die medico-Nothilfe.

Solange das Machtgefälle zwischen israelischer Regierung und Palästinensern so groß ist, werden alle Friedensverhandlungen scheitern, sagt Riad Othman im Interview mit Ines Kappert von der Tageszeitung die taz:
taz: Herr Othman, Sie stehen im ständigen Kontakt mit den Bewohnern aus Gaza: Wie ist die Lage?
Riad Othman: Die Situation ist verzweifelt, die Leute trauen sich kaum noch auf die Straße. Überall versucht man, humanitäre Hilfe, auch für die etwa 500.000 Binnenvertriebenen, zu organisieren.

Was kann Medico tun?
Wir unterstützen Palestinian Medical Relief Society (PMRS) bei der postoperativen Nachsorge von Verletzten. Häufig mussten Patienten die großen Krankenhäuser wegen Überfüllung frühzeitig verlassen.

Wie viele Menschen konnten sie damit erreichen?
Es gibt keine genauen Zahlen. PMRS sorgt dafür, dass 31.200 in 13 Notunterkünften Zugang zu primärer medizinischer Versorgung haben. Aus Sicherheitsgründen mussten bis auf zwei alle Gesundheitszentren geschlossen werden.

Letztes Wochenende kam es in der Stadt Rafah zu einem "Massaker", wie es in der Ha'aretz heißt: 120 Palästinenser wurden getötet, etwa 500 verletzt, zudem wurde eine UN-Schule beschossen.
Dieses Massaker fügt sich ein in das Grauen, das die Menschen in Gaza in den letzten drei Wochen erleben mussten. Die Israelische Armee (IDF) hat 36 Stunden nach der ersten Bombardierung verkündet, dass sie bereits mehr Bomben auf Gaza abgeworfen habe als in den acht Tagen des Angriffs vom November 2012. Niemand ist sicher, egal wo er sich aufhält. >>>

Kriegsschäden in der Landwirtschaft im Gazastreifen - Die FAO hat am 14.8. in Rom darauf aufmerksam gemacht, dass die Krise im Gazastreifen in der Landwirtschaft "substanzielle Schäden" hervorgerufen hat und zu ihrer Erholung auf lange Sicht Hilfe von außen nötig sein wird.

Der Krieg habe direkte Schäden auf 17.000 Hektar Anbaufläche, einem großen Teil, der landwirtschaftlichen Infrastruktur einschl. Gewächshäusern, Bewässerungssysteme, Futtervorräte und Fischerboote verursacht.

Die Kämpfe haben die Bauern gezwungen, ihre Felder zu verlassen, man habe nicht mehr fischen können , die lokale Produktion von Lebensmitteln habe stagniert. Gaza habe die Hälfte seines Mastgefügels und seiner Legehennen verloren, entweder direkt durch Einschläge oder Mangel an Wasser, Futter oder Pflege, weil die Hühnerställe nicht erreicht werden konnten. Die Verluste in der Fischerei belaufen sich von 9. Juli bis 10. August auf 234,6, was 9,3% der jährlichen Fangquote entspricht.

Etwa 28.600 (19.000) Personen sind in ihrem Lebensunterhalt vom Feldanbau abhängig, 6.000 von der Viehzucht und 3.600 von der Fischerei. Seit Kriegsbeginn sind die Lebensmittelpreise gestiegen: Eier sind um 40%, Kartoffeln um 42% und Tomaten um 179% teurer geworden.   Die FAO werde mit der Hilfe Kanadas Futtermittel für 55.000 kleine Wiederkäuer (Schafe, Ziegen, Ü.) für 45 Tage verteilen, sobald ein dauerhafter Waffenstillstand herrscht. Außerdem sei die FAO in der Lage, 4.000 Wassertanks zu je 1 Kubikmeter Wasser zur Viehtränke an Hirten zu verteilen.
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=51953  
 Übersetzung, leicht gekürzt: K. Nebauer

 

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