GAZA

 

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13. 9. 2014

Meine Gedanken an Gaza
von Felicia Langer

#########Ich denke an die Kinder von Gaza, die durch israelische Soldaten ermordeten, die verletzten, die geretteten… – Die Kinder am Strand von Gaza, die man kaltblütig ermordet hat. Ich habe sie beim Spielen gesehen, im Video. Die israelischen Soldaten, die solch ausgezeichnete Technik zum Schießen besitzen und zur Identifizierung von Objekten… – Ich denke an die zerstörten Häuser und Schulen, an zerstörte menschliche Existenzen…

Die palästinensische Gesundheitsministerium berichtet, dass während dieses letzten Krieges 2.120 Menschen getötet wurden, darunter 577 Kinder, 260 Frauen und 101 ältere Menschen. Die Zahl der Verletzten ist 10.850, darunter 3.000 Kinder, über 2.000 Frauen und 400 ältere Menschen. Erschreckende Zahlen! Mehr als 89 Familien wurden ausgelöscht. 64 israelische Soldaten und 4 Zivilisten wurden getötet. „Israels Armee hat 30.000 Granaten auf Palästinenser abgefeuert, Menschenrechtler wurden mit Drohnen getötet.


Als Protest gegen das brutale Vorgehen hat der Niederländer Henk Zanoli seine Auszeichung als „Gerechter unter den Völkern“ zurückgegeben, die ihm und seiner Mutter 2011 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem verliehen worden war. Der 91jährige trauert um sechs Familienmitglieder, die bei den Angriffen auf Gaza getötet worden sind. Haaretz veröffentlichte am Freitag einen Brief Zanolis, dessen Familie während des zweiten Weltkriegs ein jüdisches Mädchen vor den deutschen Faschisten gerettet hatte. „Angesichts unserer Geschichte ist es besonders schockierend und tragisch, dass wir vier Generationen später wieder mit Morden an Familienmitgliedern konfrontiert sind. Morden, die vom israelischen Staat verübt werden.“ (J. W., R. Göbel, 16.8.)


Ich habe ein Foto von einem Kind in Gaza gesehen, circa 5 Jahre alt, das ein Kleinkind, seinen Bruder umarmt. Die Eltern wurden getötet. Das Kind sagt, dass es das ganze Leben eine Mama und ein Papa für den Kleinen sein wird… – Kinder, die das Trauma der Verwüstung und des Todes erlitten haben. Wie werden sie weiter leben? Sie brauchen viel Liebe und Verständnis, und vor allem Freiheit, die sie bis jetzt in diesem Gaza-Ghetto nicht haben. Ich werde sie nicht vergessen und versuchen, ihnen Hilfe zu leisten. Auch ihre Peiniger, die Kriegsverbrecher, bleiben in meinem Gedächtnis.


Für eure verbrieften Rechte, wie Menschen zu leben, kämpfen wir! Und mein Herz bleibt bei euch.
                                              
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Bücher von Felicia Langer
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Texte auf diesen Seiten
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Portraits from Gaza - Anne Paq >>>
VIDEO  - The Untold Story of the Shejaiya Massacre in Gaza: A Former Israel Soldier Speaks Out >>>

Versorgungslage der Palästinenser - Susanne Knaul - Wirkliche Hilfe ist nicht in Sicht - Die ausgebombten Bewohner im Gazastreifen haben so gut wie keine Hoffnung auf einen baldigen Wiederaufbau. Strom gibt es nur für sechs Stunden. - Fast zwei Wochen nach dem Ende der 50-tägigen Kampfhandlungen sind im Gazastreifen über 100.000 Menschen obdachlos. - Seit Kriegsende kommt Amal Abu Nahel täglich zu ihrem Haus. Die Wände an zwei Hausfronten sind komplett weggebrochen, es gibt keine Türen, keine Fenster, nur Schutt. Die 45-Jährige ist gleich am ersten Tag der israelischen Bodenoffensive im Juli ausgebombt worden. Die Trümmer des Gebäudes, das einst rund 100 Menschen beherbergte, können nur noch abgerissen werden. Trotzdem fordert die Stadtverwaltung von Beit Lahiya, einer Kleinstadt ganz im Norden des Gazastreifens, die Leute dazu auf, wieder zurückzukehren. „Das ist absurd“, schimpft Abu Nahel. „Wir kommen her, um gegen die Stadtverwaltung zu protestieren und weil wir uns registrieren lassen wollen für den Wiederaufbau.“ >>>

#########AUDIO - "Einheit 8200" gegen Palästinenser - Israels Elite-Reservisten verweigern - Israel hat den Auslandsgeheimdienst Mossad, den Inlandsgeheimdienst Shin Bet und die Eliteeinheit 8200. Deren Soldaten sollen geheimdienstlich militärische Aufklärung betreiben, werden aber auch bei Aktionen gegen Palästinenser eingesetzt. Dutzende Reservisten wollen das nicht länger mitmachen. - Torsten Teichmann - Der Brief klingt wie eine Kündigung: "Wir werden uns nicht länger an Aktionen gegen Palästinenser beteiligen und weigern uns, ein Werkzeug zu sein bei der Vertiefung der militärischen Kontrolle über die besetzten Gebiete."
Noa heißt eine der Unterzeichnerinnen, die bereit ist, mit dem ARD-Studio Tel Aviv zu sprechen. >>>

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Israelische Soldaten kritisieren Besatzung: Die Tapferen
- Julia Amalia Heyer - 43 ehemalige Soldaten aus einer Geheimdiensteinheit prangern Israel als Besatzungsregime an. Es ist eine harsche Abrechnung und ein mutiger Schritt - für die meisten Israelis sind sie Verräter.
David heißt nicht David, aber seinen richtigen Namen darf man nicht nennen. Er ist 29 Jahre alt, acht davon war er Mitglied des Militärgeheimdienstes der israelischen Armee. Bis er vor drei Jahren aus dem aktiven Dienst ausschied, diente er der Eliteeinheit 8200 als Kommandant. Danach war er noch Reservist, doch das ist vorbei. Jetzt sitzt er in Ringelshirt und Jeans auf einer Fensterbank, die Sonne, die durch die Jalousien fällt, schraffiert seinen Rücken. "Ich habe meinen Job sehr ernstgenommen", sagt David, und es passt zu seinem schmalen, ernsten Gesicht. Acht Jahre sind eine lange Zeit. Aber irgendwann ging es nicht mehr: Da waren all die Fragen, auf die er keine Antwort bekam. Viele Lügen. Und immer wieder der Satz: "Es gibt keine falschen Befehle." Als guter Soldat befolgt man Befehle. Man stellt sie nicht in Frage. Man denkt deshalb lieber nicht länger darüber nach, warum die sexuelle Orientierung eines Palästinensers für den israelischen Geheimdienst so wichtig ist, oder wofür die Information über eine schwere Krebserkrankung der Ehefrau verwendet werden kann.  >>>

 

 

Elite-Soldaten verweigern Einsätze gegen Palästinenser - Ein Brief einer Spezialeinheit an Ministerpräsident Netanjahu sorgt in Israel für Aufsehen: 43 Soldaten lehnen den Dienst in den besetzten Gebieten ab. Die Begründung: Die Arbeit verletze die Rechte von Millionen Menschen.

Elite-Aufklärer der israelischen Armee wollen künftig nicht mehr an Einsätzen in den von Israel besetzten Gebieten beteiligt sein. Die Soldaten gehören einer Einheit an, die für elektronische Überwachung zuständig ist.Im Falle der Verweigerung drohen den Soldaten wohl Haftstrafen.

Soldaten kritisieren Ausbau jüdischer Siedlungen - 43 Elite-Aufklärer der israelischen Armee lehnen es ab, sich weiter an Einsätzen zu beteiligen, die sich gegen die Palästinenser richten. Die Informationen der Einheit würden benutzt, um unschuldigen Zivilisten zu schaden, schreiben die Soldaten in einem offenen Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Jaalon, den israelische Medien verbreiteten. Ihre Arbeit ermögliche politische Verfolgung und spalte die palästinensische Gesellschaft. Beispielsweise durch das Anwerben von Informanten. >>>

 


IDF Unit 8200 Officers Refuse to Fight Palestinians - Richard Silverstein - 43 reserve members of the IDF’s prestigious intelligence group, Unit 8200, signed a letter (original letter here) refusing to take part in operations targeting Palestinians or in furthering the military Occupation. Activists who’ve paid attention to Israeli military affairs over the past decade or more know that hundreds of soldiers and inductees have similarly refused military service in the West Bank. But this group is different. Unit 8200 is the equivalent of the NSA. It is one of the most critical weapons in the IDF arsenal to defend the nation’s security. It participates in myriad ways supporting, and even initiating IDF operations. It is the biggest intelligence unit in the Israeli army. This is the first time any such officers have publicly protested.
DF's 'start-up nation' reservists refuse to serve the occupation - Dahlia Scheindlin - One of the most striking points in the unprecedented refusal letter is the forceful argument that Israel’s policies vis-a-vis Palestinians are simply unrelated to defense –and they are a matter of choice. - Forty-three members of the IDF’s prestigious and secretive Unit 8200 have signed a letter to Prime Minister Benjamin Netanyahu stating their refusal to serve in reserve duty related to military governance over Palestinians. The document, made available by Ynet, expresses their opposition in blunt language (my translation):
We who came out of Unit 8200, men and women reservists past and present, declare that we refuse to take part in activities against Palestinians and refuse to continue serving as instruments to deepen the military rule over the occupied territories. >>>



8200 is practically a legendary unit within the intelligence corps of the army.
It is responsible for both internal and foreign intelligence-gathering, alongside the Mossad and Shin Bet, Israel’s internal security service. A large unit with various subdivisions, some members are known for their Arabic language skills, used to monitor life and media in the Arab and Palestinian world. Perhaps its strongest reputation is as Israel’s high-tech incubator, developing the cutting edge technology related to communications, focused on hacking, and encrypting, decoding and transmitting information. >>>


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The document, made available by Ynet (hebräisch) >>>
Der englische Text v. Ynet
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4570256,00.html

 

Nahost-Konflikt: Israels Elite-Aufklärer wollen keine Palästinenser mehr ausspähen - "Wir können diesem System nicht mit gutem Gewissen dienen": Dutzende israelische Elitesoldaten haben sich laut einem Bericht an ihre Regierung gewandt. Sie wollten nicht mehr die "Rechte von Millionen Menschen verletzen" und Palästinenser ausspähen >>>

#########Brief der Palästinensischen Gemeinde Deutschland Hannover e.V. an die Bundeskanzlerin (jpg) >>>
 

Bild links - Werbeplakat zur Veranstaltung: "Nie wieder Judenhass" >>>

 

Am kommenden Sonntag, dem 14.09.2014, soll vor dem Brandenburger Tor eine Großdemonstration unter dem Motto: "Steh auf! Nie wieder Judenhass" stattfinden. - Prof. i. R. Dr. Mohssen Massarrat - Berlin, 12. September 2014 - Als Redner beteiligen sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel, Dr. Graumann als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, und die Würdenträger der katholischen und protestantischen Kirchen in Deutschland. Angela Merkel und die übrigen Redner werden bei dieser Kundgebung aller Wahrscheinlichkeit nach zum angeblich wachsenden Antisemitismus und Judenhass in Deutschland Stellung nehmen und sich darüber hinaus auch zur Sicherheit und zum Existenzrecht Israels bekennen.

Rolf Verleger von der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V." und ehemaliges Mitglied im Zentralrat der Juden widerspricht in seiner Stellungnahme (s. Anhang) vehement der Unterstellung der Kundgebungsveranstalter. Zwar gäbe es, so Verleger, eine verständliche Wut in der Bevölkerung gegen Israels systematische Vertreibungs- und Kriegspolitik gegen die Palästinenser seit nunmehr 67 Jahren, aber keinen rassistisch begründeten Judenhass.

Angela Merkel will durch ihre Teilnahme an der Kundgebung von der eigenen Verantwortung und der Verantwortung des Westens insgesamt für Israels wiederholte Kriegsverbrechen in 3 Gaza-Kriegen ablenken, die seit Dezember 2009 alle zwei Jahre beinahe nach dem gleichen Muster stattgefunden haben. Mein Offener Brief an Angela Merkel, den ich am 14. Januar 2009 anlässlich des damaligen Gaza-Krieges schrieb, liest sich so, als wäre er Anfang August 2014 geschrieben worden (s. Anlage).

Auch die Behauptungen, Israels Sicherheit sei bedroht oder Israel verteidige sein Existenzrecht, sind offensichtliche Lügen. Ginge es wirklich um Israels Sicherheit so könnte es der Nato beitreten. Noch mehr militärische Sicherheit kann es eigentlich nicht geben. Warum unterstützt aber Deutschland und der Westen Israels Kriege gegen die Palästinenser, anstatt es in die Nato zu holen. Während Israel im August d. J. Gaza bombardierte, lieferte die Bundesregierung Israel weitere nuklear umrüstbare U-Boote, die dazu führen, dass Israel spätestens 2016 als einziges Land der Welt mit atomaren Zweitschlagskapazitäten ausgestattet sein wird (Näheres dazu im Anhang mein Artikel "Ist Israels Existenz bedroht?")

Israel wäre jetzt gut beraten, wenn es den Gazastreifen vollständig öffnen würde, da man sonst befürchten muss, dass der dritte Gaza-Krieg erneut aufflammt.

Israel muss seine zionistische Politik, die sich letztlich auch gegen die eigene Bevölkerung richtet, endlich aufgeben und sich zum Völkerrecht bekennen. Israels Unterstützer sollten ihm auf diesem Weg beistehen, anstatt jeglicher berechtigten Israel-Kritik mit der Antisemitismuskeule zu begegnen.


Brief von  Prof. i. R. Dr. Mohssen Massarrat an die Bundeskanzlerin (pdf) >>>
 


#########Es geht nicht um Antisemitismus, sondern um Sympathie mit Menschenrechten oder mit Israels Politik - von Jüdische Stimme für gerechten Frieden e.V. - Israels maßloser Versuch, die Hamas als Vertretung Palästinas ein für alle Mal zu liquidieren, treibt in Deutschland einen schon lange schwärenden Widerspruch auf die Spitze: Sympathie für Menschenrechte oder für Israel? Unsere Politiker reagieren schablonenhaft und die jüdische Gemeinschaft wirkt ratlos; gemeinsam rufen sie „Hilfe, Antisemitismus!“.

Aber wenn heute der Begriff „Antisemitismus“ verwendet wird, vernebelt er mehr als er erklärt. Denn die „antisemitische“ pseudowissenschaftliche “Rassenkunde” – im “Dritten Reich” an allen Schulen gelehrt -, der viele unserer Angehörigen und fast das ganze europäische Judentum zum Opfer fielen, ist heute kein Thema mehr.

Trotzdem gibt es weiter Hass gegen Juden. Dabei geht es nicht um Überlegenheit der “arischen” gegen die “semitische Rasse”, sondern um allgemeine Vorurteile gegen Minderheiten und speziell um Angst vor einer “jüdischen Weltverschwörung”. Wenn aber in unserem wohlhabenden und lange von Krieg verschonten Land Menschen Juden hassen, weil sie sie als Teil einer „Weltverschwörung“ ansehen, so ist das offensichtlich unangemessen. Jedoch bei Menschen, deren Familien vor 67 Jahren enteignet und vertrieben wurden und die bis heute in Lagern, als Bürger zweiter Klasse in Israel, als ungern Geduldete in Jerusalem, als Gettoisierte in der Westbank und als hilflos Gefangene in Gasa leben, ist Wut auf Israel äußerst verständlich. Kann man es diesen Menschen verdenken, wenn sie „Israel“ mit „Juden“ gleichsetzen? Es ist doch Israel selbst, das als „jüdischer Staat“ anerkannt werden will! >>>

Raif Hussein plant gerade eine Tour mit  Martin Lejeune. Er ist erreichbar unter raif@raif-hussein.de - Auftakt am 29.09. in Weimar, Hamburg am 30.09. Eine Woche ist noch verfügbar, dann 08.10 Köln. 09.10. Bonn, 10.10. Köln und Düsseldorf. 11.10. Siegen.

Was geschah eigentlich im Gazastreifen?
- Hier zu Lande haben wir die letzten israelischen Angriffe auf den Gazastreifen medial sehr unterschiedlich präsentiert bekommen. Je nach Gesinnung und Interesse der Chefredakteure und Intendanten wurden zur Beschreibung der Kampfhandlungen unterschiedliches Vokabular und verschiedene Bezeichnungen verwendet. Die Ereignisse wurden unterschiedlich bewertet und die Verantwortung für die Massaker an der Zivilbevölkerung im Gazastreifen wurde und wird weiterhin unterschiedlich interpretiert. Eines aber haben alle Medienanstalten in ihrer Berichterstattung gemeinsam: Sie alle haben von der Ferne berichtet. Ihre Reporter saßen in Tel Aviv, Kairo und Jerusalem. Weit weg von dem Bombenhagel und den Raketenangriffen der israelischen Kampfjets. Kein deutscher Sender oder Verlag hat einen Journalisten in den Gazastreifen geschickt. Der einzige deutsche Journalist, der sich fast während der ganzen Kampfperiode im Gazastreifen aufgehalten hat, war der freie Journalist Martin Lejeune. In den ersten Tagen der Angriffe wurden seine authentischen Berichte von einigen deutschsprachigen Medien gerne angenommen und veröffentlicht, bis sie wahrnahmen, dass die Berichte von Herrn Lejeune sich nicht in das selbstgeschnürte Korsett, dass sich die deutschen Medien in Deutschland bezüglich der Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikts angelegt haben, nicht hinein passt. Seine detaillierten und eindrucksvollen Berichte wurden regelrecht boykottiert und bekämpft.
Mit einer Vortragsreihe von und mit Martin Lejeune möchten wir von der Palästinensischen Gemeinde Deutschland e.V. und der Deutsch-palästinensischen Gesellschaft e.V. der deutschen Öffentlichkeit die andere Seite der Medaille präsentieren und die Diskussion über die deutschen Medien und über die deutsche Politik bezüglich des israelisch-palästinensischen Konfliktes weiter führen.
Herr Martin Lejeune wird in einem Bildervortrag seine Eindrücke schildern und steht Ihnen anschließend zu einem Gespräch zur Verfügung.
Wir koordinieren seine Vortragsreihe, die am 30.9.2014 in Hamburg beginnt. Wer Interesse an einem Vortrag hat, meldet sich bitte bei uns unter der Emailadresse: raif@raif-hussein.de. Aus organisatorischen Gründen werden wir die Reise im Norden beginnen und dann im Westen und Süden der Republik weiterführen.
Quelle

#########Benefizauktion: „Closer to Gaza“ - Ai Weiwei und andere internationale Künstler spenden Werke zugunsten der medico-Partner Ärzte für Menschenrechte – Israel und Palestinian Medical Relief Society

180 Künstler, unter ihnen Ai Weiwei, Jimmie Durham, Kerstin Brätsch, Mona Hatoum, Richard Deacon, Shannon Bool, Thomas Bayrle, Wilhelm Sasnal und Yael Bartana haben für die Benefizauktion „Closer to Gaza“ eigene Werke gestiftet. Mit der Benefizauktion verleihen die Künstler ihrer Unterstützung für die Menschen in Gaza und gegen die fortwährende Besatzung der Palästinensergebiete Ausdruck. Die Einnahmen kommen den israelischen medico-Partnern Ärzte für Menschenrechte – Israel und der Palestinian Medical Relief Society zugute, zwei Organisationen, die sich für die Realisierung des universellen Rechts auf Gesundheit der Palästinenser einsetzen.

Die gegenwärtige Situation im Gazastreifen bleibt besorgniserregend. Die Weltgesundheitsorganisation warnt davor, dass sich die humanitäre und die Gesundheitskrise weiter verschlechtere, die die israelischen Militärangriffe auf Gaza verursacht haben. Bei den Angriffen wurde zivile Infrastruktur großflächig zerstört, zahlreiche Palästinenser kamen dabei ums Leben. Nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation (Stand 28. August) wurden 2.130 Palästinenser getötet und 11.066 verletzt, darunter 3.374 Kinder, 1.970 Frauen und 410 ältere Menschen. Mindestens 17 Krankenhäuser und 50 Gesundheitszentren wurden ausgebombt, beschädigt oder geschlossen. Hunderttausende sind weiter ohne Obdach.

Für die Werke kann ab dem 10 September online über Paddle8 geboten werden. Die Kunstwerke werden im Kühlhaus Berlin vom 17. bis zum 21. September ausgestellt, parallel zur Berlin Art Week. Bieten können Interessenten auch im Kühlhaus über interaktive digitale Kioske.

"Closer to Gaza“ wurde durch die in Berlin lebenden Künstler Dani Gal und Assaf Gruber in Kooperation mit L40 - Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz und unterstützt vom Kühlhaus Berlin ins Leben gerufen. medico international arbeitet seit vielen Jahren mit den Ärzten für Menschenrechte- Israel und Palestinian Medical Relief Society und unterstützt auch die aktuelle Nothilfe der Organisationen im Gazastreifen.


Mehr Informationen zu den Projekten in Gaza: Katja Maurer, Pressesprecherin medico international, presse@medico.de, 0171/122 12 61
Frau Maurer wird auch zur öffentlichen Vorstellung des Projektes am 18. September ab 18.30 Uhr im Kühlhaus Berlin anwesend sein und die Projekte der Partner vorstellen.
Mehr Informationen zur Auktion: Leah Turner, info@closertogaza.org   www.paddle8.com/auctions/closertogaza



Online-Auktion:
Ort: Paddle8.com - Daten: 10. September, 17:00 bis 21. September 21:00

Pressekonferenz:
Ort: Kühlhaus Berlin, Luckenwalder Str. 3, am Gleisdreieck - Datum: 17. September, 16:00

Ausstellung:
Ort: Kühlhaus Berlin, Luckenwalder Str. 3, am Gleisdreieck - Öffnungszeiten: 17.–21. September - Mittwoch, 17. September, 17:00-20:00 - Donnerstag, 18. September, 16:00- open end, um 18:30 öffentliche Vorstellung des Projekts - Freitag-Sonntag, 19.–21 September, 12:00-18:00 - www.closertogaza.org

Teilnehmende Künstler sind unter anderem: Oystein Aasan, David Adamo, Nevin Aladağ, Jörg-Thomas Alvermann, Athanasios Argianas, Mehraneh Atashi, Nathan Azhderian, Ilit Azoulay, Silvia Bächli, Caroline Bachmann & Stefan Banz, Elena Bajo, Rosa Barba, Yael Bartana, Thomas Bayrle, Nina Beier, Neil Beloufa, Shannon Bool, Andy Boot, Ulla von Brandenburg, Kerstin Brätsch and DAS INSTITUT, Veronica Brovall, Sophie Bueno-Boutellier, Jota Castro, Sunah Choi, Meg Cranston, Mariechen Danz, Jiří David, Jeremiah Day, Anne de Vries, Richard Deacon, Andreas Diefenbach, Aleksandra Domanovic, Olivia Dunbar, Jimmie Durham, Michaela Eichwald, Slawomir Elsner, Köken Ergun, Ayşe Erkmen, Christian Falsnaes, Omer Fast, Discoteca Flaming Star, Andreas Fogarasi, Alicia Frankovich, Kasia Fudakowski, Dani Gal, April Gertler, Tue Greenfort, Assaf Gruber, Clegg & Guttman, Armin Haeberle, Mark Hamilton, Mona Hatoum, Natalie Hausler, Iris Häussler, Caroline Heider, Rodrigo Hernández, Gregor Hildebrandt, Heide Hinrichs, Benedikt Hipp, Lukas Hoffmann, Emil Holmer, Laura Horelli, Klaas Hübner, Renata Kaminska, Boaz Levin & Adam Kaplan, Thomas Kilpper, Daniel Knorr, Nuri Koerfer, Zlatko Kopljar, Tomasz Kowalski, Susanne Kriemann, Skafte Kuhn, Agnieszka Kurant, Oliver Laric, L/B, Ines Lechleitner, Daniel Lergon, Deborah Ligorio, Kalin Lindena, Roman Liška, Ella Littwitz, Maria Loboda, Thomas Locher, Mahony, Antje Majewski, Katharina Marszewski, Xavier Mary, Sara Masueger, Hadley+Maxwell, Michaela Meise, Michele Di Menna, Maggie Michael, Zoe Claire Miller, Simon Dybbroe Møller, Jonathan Monk, Jana Müller, Christian Philipp Müller, Alexandra Müller, Warren Neidich, Olaf Nicolai, Anna Ostoya, Stefan Panhans, Aude Pariset, Drago Persic, Nathan Peter, Mario Pfeifer, Michael Pfrommer, Pablo Pijnappel, Falke Pisano, Calla Henkel & Max Pitegoff, Agnieszka Polska, Elodie Pong, Patricia Reed, Ariel Reichmann, Sophie Reinhold, Barak Reiser, Lisa Reitmeier, Mandla Reuter, Mykola Ridnyi, Alex Martinis Roe, Kirstine Roepstorff , Roee Rosen, Martha Rosler, Daniel Roth, Valentin Ruhry, Aykan Safoğlu, e.belit sağ, Sam Samiee, Karin Sander, Gabriel Rossell Santillán, Yorgos Sapountzis, Tomás Saraceno, Wilhelm Sasnal, Eran Schaerf, Martin G. Schmid, Julia Schmidt, Roman Schramm, Maya Schweizer, Marinella Senatore, Jeremy Shaw, Heji Shin, Caterina Silva, Jiří Skála, Mark Soo, Loredana Sperini, Tobias Spichtig, Natalia Stachon, Karin Suter, Megan Francis Sullivan, Pilvi Takala, Jay Tan, Slavs and Tatars, Mathilde ter Heijne, Tillmann Terbuyken, Rirkrit Tiravanija, Niels Trannois, Rinus Van de Velde, Guido van der Werve, Hannelore Van Dijck, Toon Verhoef, Danh Vo, Clemens von Wedemeyer, Shira Wachsmann, Emma Waltraud Howes, Holly Ward, Klaus Weber, Gernot Wieland, Ai Weiwei, Claudia Wieser, Adrian Williams, Alexander Wolff, Susanne M. Winterling, Amir Yatziv, Benjamin Yavuzsoy, Lynette Yiadom-Boakye, Müge Yilmaz, Natalia Zaluska, Honza Zamojski, Holly Zausner, Zuza Ziółkowska, Elizabeth Zvonar

Links:
Closer to Gaza: www.closertogaza.org   - Direkt zur Auktion: http://paddle8.com/auctions/closertogaza

Hannibal ad Portas - Uri Avnery, 13.9.2014 - (...) IN EINER seltsamen Weise kam Hannibal  im letzten Gaza-Krieg vor. Nicht, dass einer unserer Kommandeure ein modernes Genie wäre. Weit  entfernt davon. Aber irgendetwas, das die „Hannibal-Prozedur“ genannt wurde, war eines seiner schrecklichsten Phänomene. Wer prägte den Terminus? Irgendein Offizier, mit einer Neigung für alte Geschichte? Oder nur ein gefühlloser Computer, derselbe, der diesen Krieg  „ festen Felsen“ nannte – während ein menschlicher Roboter ihm den englischen Namen   „Protective Edge“  „Fels in der Brandung“ gab?

Auf dem Höhepunkt des Kampfes in der Nähe der Stadt Rafah (Rafiah auf Hebräisch) an der ägyptischen Grenze stieß ein Trupp israelischer Soldaten auf Hamas-Soldaten  und die meisten von ihnen wurden getötet. Ein Israeli wurde von den Palästinensern in einen Tunnel gezogen. Der erste Eindruck war, dass er lebend gefangen wurde, vielleicht verletzt. Die Prozedur Hannibal  ging in Aktion. DIE PROZEDUR HANNIBAL ist  genau für solch eine Eventualität entworfen worden. Von all den Alpträumen  der israelischen Armee ist dieser einer der schlimmsten.

Hier ist eine Erklärung nötig. Im Krieg  kommen Soldaten in Gefangenschaft. Oft kann dies nicht vermieden werden. In Kampf-Situationen, in denen weiterer Widerstand sinnloser Selbstmord  wäre, heben Soldaten ihre Hände.Im Mittelalter wurden Gefangene oft für Lösegeld frei gegeben. Für Offiziere und politische Führer war das eine willkommene Einkommensquelle, ein guter Grund, um lebende und intakte Gefangene zu machen.  In moderneren Zeiten, nachdem die Kriegsgesetze in Kraft traten, werden Gefangene nach dem Krieg ausgetauscht. Während des 2. Weltkrieges fielen viele jüdische Soldaten aus Palästina, die sich freiwillig für die britische Armee gemeldet hatten, in deutsche Gefangenschaft. Überraschenderweise wurden sie wie alle anderen britischen Kriegsgefangenen behandelt, und als alles vorbei war, sicher nach Hause entlassen. Es gibt nichts Unehrenhaftes, gefangen genommen zu werden.  Es stimmt, dass Stalin eine  Menge von zurückkehrenden Sowjetsoldaten in Straflager nach Sibirien steckte, aber nicht, weil sie unehrenhaft waren, sondern weil er Angst hatte, sie  seien  von kapitalistischen Ideen angesteckt worden. WARUM  ALSO sind wir anders? >>>

Israel bestätigt  das Konfiszieren von Land in den südlichen Hebron-Bergen  - Von AIC 7.9.14 - Israels Behörden bestätigen das Konfiszieren von 2000  Dunum  palästinensischem Land im Gebiet der südlichen Hebroner Bergen  der PA. Konfiszierung stellt einen neuen Stich Israels dar bei den Bemühungen Frieden zu erreichen und die 2-Staatenlösung. Die Konfiszierungsorder, ursprünglich schon 1997 veröffentlicht, wurde dieses Wochenende  von israelischen Beamten bestätigt; die Anfragen von Palästinensern, auf ihrem privaten Land  ( Im Ibe Zaid Tal nahe  Aldairat) zu bauen, wurde ihnen verweigert.

Die ursprüngliche Konfiszierungsorder besagt, dass das Land für „militärische Zwecke“ genommen wurde. Das konfiszierte Land wurde jedoch   von der israelischen Armee verändert worden und liegt nun westlich der Siedlung von Karmel, das sich im letzten Jahr ausgedehnt hat. Rateb Ibour, der Koordinator des Volks-Komitees der Südhebroner Bergen sagte zu AIC, dass Israel die Order dazu benützt, „die Bewohner zu vertreiben“ und dass das konfiszierte Land mit Olivenbäumen bepflanzt ist und während des Winters wächst dort  Weizen. Ibour sagte der Palästinensischen Nachrichtenagentur Maan, dass das konfiszierte Land in Privatbesitz sind und  den Familien al-Hamamdeh, Abu Aram, al Naamin, al Jabbarin und Muhammad gehört, die eine  Aktion gegen die Order begonnen haben.

Die Bestätigung dieser Konfiszierungsorder kommt  nur wenige Rage nachdem Israel die Konfiszierung von 4000Dunum Land  im Gush Etzion-Siedlungsblock angekündigt hatte. Es ist der größte Landdiebstahl in 30 Jahren. Letzte Woche verkündigte Israel weiter Enteignung von 12Dunum Land im Hebrongebiet von Seir für nicht näher erklärte „militärische Gründe.   Es ist nicht zufällig: das zur Enteignung vorgeschlagene Land liegt neben der Siedlung von Asfar (Metzad).

Die palästinensische Behörde hat die israelische Konfiszierung  hart verurteilt. Sie sagte: das Plündern von palästinensischem Land stellt eine neue Verletzung von Israels  Besatzungsmacht dar: Verletzung des Völkerrechts, der internationalen Rechtsresolutionen, des Willens der internationalen Gemeinschaft. Es geht gegen alle Bemühungen, die auf Frieden hinzielen und au die 2-Staatenlösung. Der palästinensische Präsidentensprecher Nabil Abu Rudeineh zerriss auch Israels Entscheidung, 2000 Dunum  privates  palästinensisches Land  in diesem Gebiet zu enteignen. Er sagte: So lang wie Israel weitere Order der Enteignung von palästinensischem Land in der besetzten Westbank  verkündet, zerstört es alles und macht es für uns unvermeidbar, die Einberufung des UN-Sicherheitsrates zu suchen mit dem Zweck, das palästinensische Land zu schützen.   (dt. Ellen Rohlfs)

Breaking the last taboo - Gaza and the threat of world war - John Pilger - "There is a taboo," said the visionary Edward Said, "on telling the truth about Palestine and the great destructive force behind Israel. Only when this truth is out can any of us be free."

For many people, the truth is out now. At last, they know. Those once intimidated into silence can't look away now. Staring at them from their TV, laptop, phone, is proof of the barbarism of the Israeli state and the great destructive force of its mentor and provider, the United States, the cowardice of European governments, and the collusion of others, such as Canada and Australian, in this epic crime.

The attack on Gaza was an attack on all of us. The siege of Gaza is a siege of all of us. The denial of justice to Palestinians is a symptom of much of humanity under siege and a warning that the threat of a new world war is growing by the day. >>>

‘Holocaust makes Israelis think international law doesn’t apply’ - Gideon Levy was the most outspoken critic of Israel’s war in Gaza - Lara Marlowe - Gideon Levy is preaching in the wilderness. Week after week, the columnist for Haaretz newspaper tells his compatriots what they do not want to hear: that the siege of Gaza and the occupation of the West Bank are immoral and counter-productive; that the continued seizure of Palestinian land and the construction of settlements is a “criminal enterprise” intended to foil any chance for peace.

“What Israeli interest does it serve to put two million people in a cage?” Levy asks. “Tens of thousands of Palestinian children will never forget what Israel has done to them and their parents in this [July 8th-August 26th] war. That is something Israel should have taken into account: another generation of hatred like never before, and very justified hatred.”

Levy is grateful to Amos Schocken, the third-generation owner of Haaretz, for standing by him. Some 2,000 readers cancelled subscriptions because of his July 14th column criticising Israeli air force pilots who bombed Gaza. “They have never seen an enemy plane coming toward them,” Levy wrote. “They never saw the whites of the eyes and the red blood of their victims . . . They are heroes battling the weakest, most helpless people . . .” >>>

Palestinian Authority foils new Gaza war crimes probe - Asa Winstanley - The leaders of the Palestinian Authority last month blocked efforts to bring Israeli war crimes in Gaza before the International Criminal Court (ICC), Al Jazeera’s investigative unit has discovered. The TV channel revealed yesterday the existence of a letter from the office of top ICC prosecutor Fatou Bensouda in which she recounted a private 5 August meeting with Riad Malki, the PA foreign minister. It is difficult to read her account of the meeting as anything other than Malki obstructing the process of investigating Israeli war crimes in Gaza. >>>

Interview with Gilbert Achcar by Brian Ashley - August 2014 - picAmandla!: What in your view are the factors that gave rise to the latest assault on Gaza and why did it happen at this time? Why has it taken such an exceptionally brutal form?

Gilbert Achcar: The real qualitative escalation in brutality goes along with the drift of Israeli society and polity to the far right. In the late '70s you had the Likud coming to power, and a few years after that you had the invasion of Lebanon that culminated with the Sabra and Shatila massacre – a threshold in horror and mortality was crossed at that time. But that was superseded by the degree of violence in the 2006 war on Lebanon; the intensity of destruction and violence went beyond all Israeli previous wars. And then you had the onslaught of Gaza in December 2008 – January 2009 that was also extremely brutal.

The recent onslaught on Gaza fits this pattern: there is an increasing brutality and violence as well as an increasing disregard by Israel of any consideration for world public opinion. All prior attempts to preserve some kind of image of Israel are completely finished; you have a people who feel authorised to talk the language of brutal force in the age of the so-called war on terror. The post-9/11 perspective gives a green light for state terrorism and state brutality in the name of fighting terror.

The actual reason for the current onslaught is the Netanyahu government's dismay about the reconciliation between Hamas and Fatah, as well as the fact that this reconciliation was actually welcomed, albeit not explicitly, by western governments including Washington. This dismay is not because Hamas is in any way radicalising, but on the contrary because Hamas had to water down its general political line and accept a lot of concessions in order to get this reconciliation with the Palestinian Authority. Paradoxically, the Israeli government is in much more control with a divided Palestinian landscape and a Hamas that is completely demonised than with a reunified Palestinian landscape and a Hamas which is more moderate.

A!: What would the objectives have been because the brutality of the assault surely would have driven all Palestinians closer together? GA: Its goal is to provoke more radicalisation on the side of Hamas, not on the side of the Palestinian Authority. >>>

For Israeli arms makers, Gaza war is a cash cow - Factories worked around the clock turning out munitions as the army tested their newest systems against a real enemy. Now, they are expecting their battle-tested products will win them new customers. - Shuki Sadeh - Far from the fighting in the Gaza Strip and the rocket attacks that have pummeled Israel from south to the Sharon, some 300 employees of Israel Military Industries in Nazareth haven’t left their assembly lines for a minute in the past four weeks. They have been working in shifts, 24 hours a day, to ensure a regular supply of 5.56 mm bullets to Israel Defense Forces soldiers. Others have been hard at work turning out highly sophisticated Kalanit and Hatzav tank shells for the Artillery Corps. The shells, which are fired above the heads of militants armed with anti-tank weapons, exploding in midair above them and releasing shrapnel, were both used on a massive scale for the first time in Operation Protective Edge. >>>

Israel's watershed moment that wasn't -  Larry Derfner - Liberals abroad seem to think that for Israel, Operation Protective Edge was a turning point — a wake-up call telling this country that it couldn’t keep going on like this, from war to war to war with no chance for peace. +972 speaks to a number of powerful figures in Prime Minister Netanyahu’s inner circle, past and present, to hear their vision of where Israel is headed following the latest Gaza war.

On the first weekend after Operation Protective Edge ended in a cease-fire, I drove down to Sderot, the original rocket-plagued Gaza-border town and a stronghold of the ruling Right, to hear what people had to say. The idea was to try to gauge Israel’s postwar direction in its conflict with the Palestinians. And since the right-wing calls the shots in this country, the thing to do was listen to right-wingers – on the street, in the media, in the think tanks, in the Prime Minister’s Office.

The car radio was tuned to the Friday morning talk show hosted by Judy Nir Mozes Shalom, wife of Likud cabinet minister Silvan Shalom and a rich, self-satisfied, often-caricatured socialite. She was talking to Boaz Bismuth, deputy editor of Sheldon Adelson’s pro-Netanyahu newspaper Israel Hayom about his recent trip to Turkey.

“Why did you go to Turkey? It sounds vile,” said Shalom, what with Erdogan and all the anti-Semitism. “I had to get permission to visit the main synagogue in Istanbul,” said Bismuth. “What?!” said Shalom, who seemed to think Jews in Istanbul now needed permission from the government to go to synagogue. No, Bismuth explained, he needed permission from a Jewish communal organization to make sure he wasn’t a security threat. And what about that Jewish couple who got murdered? >>>

12. 9. 2014

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Nahost-Konflikt: Israels Elite-Aufklärer wollen keine Palästinenser mehr ausspähen

"Wir können diesem System nicht mit gutem Gewissen dienen": Dutzende israelische Elitesoldaten haben sich laut einem Bericht an ihre Regierung gewandt. Sie wollten nicht mehr die "Rechte von Millionen Menschen verletzen" und Palästinenser ausspähen.

Tel Aviv - 43 Elite-Aufklärer der israelischen Armee wollen sich nicht mehr an Einsätzen gegen Palästinenser beteiligen. Die Informationen der Einheit würden benutzt, um unschuldigen Zivilisten zu schaden, schrieben die Soldaten in einem Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Jaalon. Ihre Arbeit ermögliche politische Verfolgung und führe zur Spaltung der palästinensischen Gesellschaft durch das Anwerben von Informanten. >>>

Jüdische Kritik an Israel - Das Schweigen der Diaspora - Deutsche Juden tun sich schwer mit Kritik an Israel - auch wenn sie das Vorgehen gegen die Palästinenser nicht gutheißen. Kritik gilt als Verrat. Aber ist es denn Sache des Zentralrats der Juden in Deutschland, Israels Feldzüge zu verteidigen? - David Ranan - Sollen Diaspora-Juden israelische Politik und Handlungen auch gegen ihre eigene Überzeugung automatisch verteidigen? Sollte man nicht differenzierter agieren? Wäre damit nicht sowohl Israel wie auch dem jüdischen Leben in Deutschland mehr gedient?

"Wenn ich glaube, Israel tut etwas Falsches, dann halte ich mich lieber zurück". Oder: "Ich finde, es gibt genug Leute, die gegen Israel sind, die gegen Israel ankämpfen, ich muss sie nicht noch verstärken." So erklären junge deutsche Juden ihr Bedürfnis, Israel zu verteidigen. Sie geben zu, in manchen Dingen die israelische Politik schlimm, manchmal sogar sehr schlimm zu finden, sind aber nur in wenigen Fällen bereit, Israel öffentlich zu kritisieren. Viele empfinden solche Kritik sogar als Verrat. Natürlich passt es der israelischen Regierung, dass Juden im Ausland und deren Repräsentanten als Lobby und Propagandarohr Israels agieren. Ist Kritik an israelischer Politik aber wirklich Verrat an Israel? Darf ein Diaspora-Jude, der Israel gegenüber loyal sein möchte, gegen dessen Politik auftreten? Kein Verständnis dafür, dass Juden partout in Deutschland leben wollen

Die, die es tun, werden oft als "jüdische Selbsthasser" abgestempelt. Denn die Beziehung zwischen Israel und den in der Diaspora lebenden Juden ist kompliziert. In Israel wurden den Diaspora-Juden lange Vorhaltungen gemacht, weil sie eben nicht ins Gelobte Land auswandern wollten.

Für Juden, die nach Krieg und Holocaust in Deutschland lebten, gab es schon gar kein Verständnis. Ihre damals noch schwache und schambeschwerte Gemeinde wurde von einem nicht sehr starken, aber stolzen Israel verachtet dafür, dass sie sich nach 1945 im Land der Täter niedergelassen hatte. Der spektakuläre Sieg im Sechs-Tage-Krieg änderte Israels Image. Nun konnten die Juden in Deutschland ihre Liebe zu Israel mit echtem Stolz verbinden. Und Israel nahm das Geld, das in Deutschland lebende Juden sammelten, gerne an, zeigte aber weiter kein Verständnis dafür, dass Juden partout in Deutschland lebten.

Langsam hat sich auch das geändert. Israels Ansehen ist tief gesunken. Die Besetzung der Palästinensergebiete und besonders die Siedlungspolitik werden in der ganzen Welt als nicht legitim und als moralisch inakzeptabel kritisiert. Israel erwartet von Juden, die in Europa oder Amerika leben, jedoch weiterhin kritiklose Unterstützung. >>>

 

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, EJJP Deutschland >>>

#########Den Staat Israel verstehen - Dr. Ludwig Watzal - Gastbeitrag im Semit - Die wirklich langfristige Gefahr für die Existenz des Staates Israel geht nicht von den Palästinensern aus, wie dies kürzlich der Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Tamir Pardo, behauptete, sondern von den rechtgläubigen, orthodoxen Juden, für die der Zionismus, obgleich politisch relativ erfolgreich, eine Häresie am Judentum darstellt. Für die Aufarbeitung dieses Themas gibt es keinen kompetenteren Kenner als Yakov Rabkin, Professor für Geschichte, Jüdische Zeitgeschichte und Wissenschaftsgeschichte an der Universität von Montreal.

Wie bedeutsam die existentielle Gefahr für den Staat Israel von innen immer noch ist, hat der Autor in dem Buch „A Threat from Within: A Century of Jewish Opposition to Zionism“[1] überzeugend dargestellt. Trotz Stigmatisierung jeglicher Kritik an der Politik des Staates Israel als „Antisemitismus“ oder „jüdischer Selbsthass“ hat der jüdische Widerstand gegen den Zionismus eine bemerkenswerte Ausdauer erwiesen. >>>

Washington Threatens Sanctions Should PA Approach UN with Resolution to Dismantle Israeli Occupation - The United States government has reportedly threatened the Palestinian Authority (PA) with economic sanctions if Palestinian President Mahmoud Abbas continue to insist on presenting his plan for the end of Israel's illegal occupation to the United Nations. >>>

 Fünf EU-Staaten protestieren offiziell gegen Landenteignung in der Westbank - Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien und der Stellvertretende Botschafter von Deutschland sagen dem Nationalen Sicherheitsberater, Yossi Cohen, „ dass die Entscheidung sehr schlecht  ist… zu einem schrecklichen Zeitpunkt und dass wir hoffen, sie wird zurückgenommen.“  Gesandte von fünf europäischen Ländern haben Ministerpräsident B. Netanyahus Behörde einen gemeinsamen offiziellen Protest gegen die Landenteignung in der Westbank vorgelegt, die die Regierung letzte Woche verkündet hat.

 Die Botschafter von Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien und der Stellvertretende Botschafter von Deutschland übergaben dem Nationalen Sicherheitsberater, Yossi Cohen, den geschriebenen Protest während eines Meetings im Amtssitz des Premierministers am Montag und betonten, dass die Erklärung Israels von fast 4000 dunum (über 4000 qm) Land in Gush Etzion, südlich von Jerusalem, als Staatsland ausgegeben, die Länder der EU verärgert haben.

„Wir gaben ihm eine klare Botschaft, dass dies eine sehr schlechte Entscheidung zu einem schrecklichen Zeitpunkt ist und dass wir hoffen, dass sie zurückgenommen wird“, sagte ein europäischer Diplomat.

Cohen sagte den Botschaftern, dass es innerhalb der Regierung großen politischen Druck gäbe, um den Bau in den Siedlungen voranzutreiben und dass es in der Koalition Elemente gäbe, die weitreichendere Aktionen wollten, als lediglich Land zu enteignen. Ein Diplomat, der sich mit dem Inhalt des Meetings auskennt, zitierte Cohen, dass er gesagt habe, dass die Beschlagnahmung nicht irreversible sei und dass Palästinensern, die glaubten, der Plan schade ihnen, 30 Tage bleibe, um Widerspruch einzulegen. Dennoch sagte der Diplomat, Cohen gäbe nicht den Eindruck, dass die Regierung den europäischen und amerikanischen Ersuchen zustimmen wird, um die Entscheidung außer Kraft zu setzen.

Die Ankündigung der Landenteignung durch die Zivilverwaltung am 31. August besagte, diese käme auf Befehl aus den obersten politischen Reihen und sei eine Antwort auf die Entführung und die Ermordung von Eyal Yifrah, Naftali Fraenkel und Gilad Shaar im Juni. Die Enteignung zielt anscheinend darauf, einen Anschluss zwischen der Grünen Linie und dem Gush Etzion-Siedlungsblock zu bilden.

Die Entscheidung verärgerte Washington und Europa und führte zu öffentlichen Verurteilungen durch mehrere Länder. Bei den Besprechungen, die Cohen und andere Offizielle in Premierminister Benjamin Netanyahus Büro mit hohen amerikanischen Offiziellen letzte Woche hatte, sagten die Israelis, ihr Büro sei von den Ankündigungen überrascht worden, die, wie sie sagten, der Verteidigungsminister, Moshe Ya'alon nicht mit ihnen abstimmt hatte.

 Ya'alons Behörde bestätigte, dass kein Update im Voraus zum Büro des Premierministers geschickt worden sei, aber sie betonte, dass auch keins erforderlich sei, da es sich lediglich um eine technische Maßnahme handele. Höhere israelische Beamte haben bekanntgegeben, dass nichts von dem enteigneten Land unter privatem palästinensischen Eigentum steht.
Aneta Jerska Coordinator, EU advocacy officer - European Coordiation Committee for Palestine - website: http://www.eccpalestine.org/ - Deutsche Übersetzung durch Ellen Rohlfs und Inga Gelsdorf

Is the PA stalling Gaza war crimes probe? - There has been no international investigation into war crimes in Gaza so far. Leaked document may hold clues as to why. - The Palestinian Authority has so far prevented the launch of a formal investigation into the alleged war crimes committed by Israel and Palestinian factions during the 50-day Gaza war last July and August, according to officials at the International Criminal Court.

In a confidential letter obtained exclusively by Al Jazeera's Investigative Unit, ICC's top prosecutor Fatou Bensouda says she "did not receive a positive confirmation" from PA Foreign Minister Riad Malki that the request, submitted by the Palestinian justice minister for an international investigation, had the Palestinian government's approval. >>>

Gaza-Krieg: Human Rights Watch wirft Israel "Massaker" vor - Israel hat im Gaza-Krieg Kriegsverbrechen begannen - zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von Human Rights Watch. Bei Angriffen auf Uno-Schulen sei die Armee "rücksichtslos" vorgegangen. -  Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft Israel Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg vor. Das geht aus einem HRW-Bericht hervor, der auf den Beschuss von drei Schulen im Gaza-Streifen eingeht. Bei den Angriffen der israelischen Armee sind demnach in den Schulen 45 Menschen ums Leben gekommen, darunter 17 Kinder. "Das israelische Militär hat Angriffe auf drei gut als solche gekennzeichnete Schulen ausgeführt, von denen es wusste, dass dort Hunderte Menschen Schutz suchten", erklärte ein HWR-Sprecher in einer Mitteilung. So habe Israel "eine große Anzahl von Zivilisten getötet oder verwundet". Israel habe zudem "keine überzeugende Erklärung für die Angriffe auf diese Schulen geliefert". Die Zivilisten hätten sich dort schützen wollen, stattdessen habe es ein "Massaker" gegeben. >>>

"Wenn ein Jude kommt, ist hier was los" - KONFLIKTE Der Israeli Shabat und der Palästinenser Ibrahim gehen gemeinsam an Schulen und thematisieren dort den Nahostkonflikt und den Holocaust. Ein Gespräch über Vorurteile - nicht nur bei Schülern - Interview Gil Shohat - taz: Herr Ibrahim, Sie sind als Palästinenser im Libanon und Berlin aufgewachsen. Hatten Sie in Ihrer Jugend Vorurteile gegenüber Juden?

Mohamed Ibrahim: Kaum. Mein Vater, der politisch sehr aktiv war und mich als Kind schon zu Demonstrationen mitnahm, war da immer sehr wachsam. Wenn mir so was mal in den Kopf kam, machte er mir klar, dass es nicht "die Juden" waren, die unser Land geraubt haben, sondern Zionisten. In der Debatte werden diese Begriffe oft vermischt. Damit wollen wir aufräumen.

Herr Shabat, Sie sind in Israel aufgewachsen. Sind Sie mit Vorurteilen gegenüber Arabern und Muslimen groß geworden?

Shemi Shabat: Man wächst in Israel mit ganz vielen Vorurteilen auf. Das zeigt sich schon an der Sprache: Eine schlechte Klassenarbeit etwa hieß in der Schule eine "arabische Arbeit". Das israelische Schulsystem ist stark segregiert, und die Existenz der Palästinenser wird im Unterricht einfach nicht thematisiert.

Wie kam es dazu, dass Sie beide sich in Berlin kennengelernt und gemeinsam Ihre Workshops entwickelt haben?

Shabat: Wir wurden beide von einem gemeinsamen Freund gefragt, ob wir für eine interreligiöse Nichtregierungsorganisation einen Workshop zum Thema Nahostkonflikt an Berliner Schulen anbieten wollen. Da kannten wir uns noch gar nicht.

Ibrahim: Wir haben uns dann ein paar Monate Zeit genommen, um uns kennenzulernen und ein Konzept zu entwickeln. Dabei merkten wir, dass wir nicht nur politisch auf einer Ebene sind, sondern auch den gleichen pädagogischen Ansatz verfolgen.

Und wie sieht dieser pädagogische Ansatz aus?

Ibrahim: Wir holen die Jugendlichen dort ab, wo sie stehen. Vielen geht es darum, diese Jugendlichen zu belehren. Wir hören ihnen erst einmal zu. >>>

Petition gegen Schweizer Rüstungs-Deals mit dem Nahen Osten - Petitionstext: Aus dem gleichen Israel, das Palästina völkerrechtswidrig besetzt und besiedelt, will die Schweiz Drohnen kaufen. Mit der gleichen Armee, welche die Zivilbevölkerung in Gaza bombardiert, pflegt die Schweiz eine enge Militärkooperation. Saudiarabien, das mit Mowag-Panzern die Demokratie-Bewegung in Bahrain zerschlug, soll weiterhin Panzer, Militärflugzeuge und Flab-Kanonen aus unserem Land erhalten. Die ägyptische Armee schiesst mit Schweizer Sturmgewehren auf Oppositionelle. Im Syrienkrieg tauchten helvetische Handgranaten auf. Ausgerechnet die heisseste Region dieser Welt, der Nahe Osten, ist zum stärksten Wachstumsgebiet der Schweizer Rüstungsindustrie geworden.
Wir fordern vom Bundesrat den Verzicht auf das Drohnengeschäft und die Militärkooperation mit Israel sowie den Stopp aller Waffenlieferungen in den Nahen Osten. Weiter fordern wir ihn auf, sich für ein Ende der israelischen Militäraktionen wie auch der palästinensischen Raketenangriffe und für die Durchsetzung des Völkerrechts und der Menschenrechte in der ganzen Region einzusetzen.
Setze hier und jetzt ein Zeichen und unterschreibe die Petition. Lade auch Deine Freundinnen und Freunde ein. Gemeinsam zeigen wir, dass wir das Unrecht und das Leid im Nahen Osten nicht einfach so hinnehmen!  [Unterschrift
] >>>

Die Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft hat 35.000,- Euro Spendengelder gesammelt und einen Container mit Hilfsgütern für die Kinder in Gaza auf den Weg gebracht. >>>

                  

Hilfe für Gaza

ISIS and Israel allies against a Palestinian state - In casting a popular resistance movement like Hamas as ISIS, Netanyahu has tarred all Palestinians as bloodthirsty Islamic extremists. Israeli fear-mongering is designed both to further undermine the Palestinian unity government between Hamas and Fatah, and to sanction Israel’s behaviour by painting a picture, as after 9/11, of an Israel on the front line of a war against global terror. >>>

Replacing the peace process with a civil rights struggle - Noam Sheizaf - The solution is to replace the diplomatic process with a civil rights struggle, to break the occupation into pieces, and deal with each one of them: The fact that Palestinians do not enjoy freedom of movement. The fact that they have been tried in military courts for almost half a century. The limits on their freedom of speech and their right to freely assemble. The lack of proper detainee rights (including minors). The disrespect for their property rights, and, of course, their lack of political rights. >>>

11-year-old boy dies from Gaza war injuries -  An 11-year-old boy died on Thursday after being critically injured during Israel's military offensive on the besieged coastal enclave. Yousif Muhammad Jmeiat al-Shalafa was pronounced dead at the European Hospital in Khan Younis after suffering from severe head wounds sustained in an Israeli airstrike on his family home in Rafah. >>>

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Sources: Palestinian teen killed by bullet to head, despite Israeli police denial - Israeli pathologists who performed autopsy said to agree; death of Mohammed Sunuqrut, 16, has sparked violent protests in capital's eastside. - Nir Hasson - The Palestinian teenager who died Sunday of injuries incurred during a demonstration in East Jerusalem could only have been killed by a plastic or sponge-tipped bullet, not by a fall as police have claimed, according to Israeli and Palestinian sources. Mohammed Sunuqrut, 16, was seriously injured during a demonstration in the Wadi Joz neighborhood on August 31. His family claimed he was shot in the head at close range with a rubber-coated bullet. But police insisted he had been shot in the leg, causing him to fall and hit his head on the pavement. >>>
 


Death of Israeli Child Reveals Netanyahu`s Hypocrisy - B. Michael - Information Clearing House - Netanyahu recently told two U.S. congressman that Hamas, Hezbollah and other Islamist groups are defying all international norms. So said the man who has just finished killing some 2,100 people.>>>

 

Denying Palestinians Their Humanity : A Response to Elie Wiesel - Sara Roy - Mr. Wiesel, how can you defend the slaughter of over 500 innocent children by arguing that Hamas uses them as human shields? Let us say for the sake of argument that Hamas does use children in this way; does this then justify or vindicate their murder in your eyes? How can any ethical human being make such a grotesque argument?>>>

U.S. should not be a silent partner to Israeli settlement expansion - Jeremy Ben-Ami - If the Obama administration were to go a step further and declare that it is the view of the United States that settlements are not merely "unhelpful" or "illegitimate" but illegal under international law as laid out in the Fourth Geneva Convention, ordinary Israelis would understand that their government`s determination to push on with settlements was causing real, serious damage to the U.S.-Israel relationship >>>

We Just Want to Live - Tamar Fleishman - There is also no statistics that take under account the young men who left their homes in Hebron in seek of work in Jerusalem, or as they call it: “to bring bread to the children”, and got caught by the border police who drove them and dumped them at the checkpoint like an object of no use. They also just want to live. >>>

Israelischer Polizist nach Prügelattacke auf arabischen Jugendlichen angeklagt - Gegen einen israelischen Grenzpolizist ist Anklage wegen schwerer Gewaltverbrechen erhoben worden. Der Beamte soll den Cousin des ermordeten palästinensischen Jugendlichen Muhammad Abu Chedair geschlagen haben. >>>


Tariq Abu Khdeir: More officers should face justice for my beating
- Matt Surrusco - Israel files assault charges against a police officer filmed beating the 15-year-old American teenager; Tariq and his family demand two other Israeli police officers face justice for their involvement the beating earlier this summer. The Israeli police officer who was filmed beating unconscious a 15-year-old Palestinian-American boy in Jerusalem in July has been charged with assaulting a minor.An internal police investigation found evidence “supporting the guilt of the police officer suspected of severe violent crimes,” according to Israel’s Justice Ministry. The teen, Tariq Abu Khdeir, said at a press conference in Florida yesterday, he thinks two more Israeli officers should be facing charges in his beating. “I hope everyone, every officer that took part in my beating is taken to justice,” he said. >>>

HARDtalk Gideon Levy Journalist from Haaretz newspaper

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11. 9. 2014

Aufruf aus Gaza: Macht Israel für seine Verbrechen in Gaza verantwortlich - Verstӓrkt BDS!

Herausgegeben vom palӓstinensische BDS Nationalkomitee, Organisationen und Gewerkschaften in Gaza:

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Besetztes und immer noch belagertes Gaza, 5. September 2014: Aus den Ruinen unserer Dörfer und Städte in Gaza senden wir unsere aufrichtige Danksagung an alle, die uns während des jüngsten Massakers beistanden und handelten. In der besetzten Westbank hat Israel eine der grӧssten illegalen Landkonfiszierungen seit Jahrzehnten in Gang gesetzt und weitere 400 Hektar palӓstinensisches Land für den Ausbau seiner illegalen Kolonien beschlagnahmt.

Jetzt hat unser Kampf begonnen, um Israel für seine erneuten Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen. Der Ausgang dieses Kampfes zur Beendigung von Israels Straffreiheit wird darüber entscheiden, ob Israels letzter Angriff auf Gaza lediglich ein weiterer Schritt in Israels "schrittweisem Völkermord" an den Palästinensern sein wird oder der Wendepunkt, der Israels Status als eine über dem Gesetzt stehende Einheit - dem gefӓhrlichem Paria der Welt- beendet.  Der Ausgang dieses Kampfes hängt von Euch ab.


Zwei Monate nach dem Massaker, das Israel 2008-09 in Gaza beging, wurde das Land mit der Erweiterung der Handelsbeziehungen mit der Europӓischen Union belohnt. Bis 2012 hatten westliche Staaten in Zusammenarbeit mit dem Generalsekretӓr der UNO alle Untersuchungen der von Israel bei dem Angriff begangenen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die Vereinten Nationen und den Internationalen Strafgerichtshof (International Criminal Court-ICC) erfolgreich blockiert.


Wӓhrend des letzten Massakers, drei Tage, nachdem bei einem Bombenangriff der Besatzungsarmee auf die designierte Notunterkunft der UNO im Jabalia Flüchtlingslager zwanzig Menschen im Schlaf getӧtet und mindestens 150 Menschen verwundet wurden, genehmigte der amerikanische Kongress am 2. August 2014 225 Millionen Dollar in zusӓtzlicher Militӓrhilfe für Israel. Am nӓchsten Tag bombardierte die Besatzungsarmee eine weitere UNO-Notunterkunft in Rafah. Dabei wurden zehn Menschen getӧtet und Dutzende verletzt. Zusӓtzlich verkaufte Deutschland wӓhrend diese Massakers ein atomwaffenfӓhiges U-Boot, und Grossbritannien weigerte sich, seine Rüstungsexporte nach Israel einzufrieren. Diese und andere Formen der kriminellen Komplizenschaft von Regierungen und Institutionen ebnen den Weg für Israels fortgesetzte Angriffe und Vӧlkermord. >>>

Ärzte ohne Grenzen bieten Verletzten, die in Krankenhäusern behandelt werden, psychologische Betreuung an - Nach drei Wochen Gewalt im Westjordanland erholen sich seit dem Waffenstillstand im Gazastreifen Verletzte in Krankenhäusern. In drei Krankenhäusern im Westjordanland und einem in Ost-Jerusalem werden sie und ihre Familien von Psychologen von Ärzte ohne Grenzen betreut.

Einige dieser Patienten, die Operationen oder eine komplexe und dringende Behandlung benötigen, wurden aus dem Gazstreifen hierher verlegt, da sie dort wegen Mangels an Ärzten und medizinischer Ausrüstung nicht behandelt werden können.
"Diese Menschen haben Schreckliches erlebt und erholen sich langsam von sehr schweren Verletzungen", erklärt Mariam Qabas, Psychologin bei Ärzten ohne Grenzen in Hebron. "Viele leiden an Angststörungen oder Depression. Wir sprechen mit ihnen und ihren Familien, damit sie sich besser fühlen und sich mit ihren Ängsten auseinandersetzen können."
Ärzte ohne Grenzen hat in den Monaten Juli und August 114 Patienten in verschiedenen Krankenhäusern betreut.
Zusammenstöße, Razzien, Häuserzerstörungen und Demonstrationen gehören zum täglichen Leben im Westjordanland.
Seit der Ermordung der drei jugendlichen Siedler im Juni hat die israelische Armee hunderte Razzien voller Gewalt sowie Festnahmen durchgeführt und Verletzte und Tote hinterlassen. Die psychische Gesundheit der Bevölkerung hat sich verschlechtert.
[...] In den am meisten betroffenen Ortschaften leisten Ärzte ohne Grenzen [...] Psychologische Erste Hilfe. Sie betreuen in Hebron auch weiterhin Notfälle vom Juni. Seit Juni haben etwa 320 Patienten Psychologische Erste Hilfe erhalten; mehr als 1000 Personen haben an Gruppensitzunegn teilgenommen.

Omar (Name geändert)  ist einer der verletzten Patienten im al-Alia-Hospital in Hebron. Der 26-Jährige lebt in Beit Ummar. Auf dem Heimweg von der Arbeit erwischte ihn voll die Gewalt zwischen der israelischen Armee und palästinensischen Kindern: vier Kugeln trafen sein linkes Bein, und er wurde ins al-Alia-Hospital gebracht. Der psychosoziale Arbeiter von Ärzte ohne Grenzen gab ihm Psychologische Erste Hilfe. Die Wunden verschlechterten sich, so dass er für die nötige Behandlung in ein Krankenhaus in Bethlehem verlegt werden musste. Einige Tage später wurde er gesund geschrieben. Als er zu Hause war, rief seine Familie Ärzte ohne Grenzen. Omar hatte starke Schmerzen, die Wunden hatten sich infiziert. Er war wütend, fühlte sich im Stich gelassen und sagte: "Niemand kümmert sich um mich."  Der Arzt von Ärzte ohne Grenzen behandelte seine Wunden, gab ihm die Medikamente, die er brauchte, und Omar begann eine Psychotherapie. Während sich die Wunden am Bein schließen, erholt sich Omar auch psychisch.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1989 in den besetzten palästinensischen Gebieten und bietet an verschiedenen Stellen im Westjordanland und in Gaza in Notfällen kostenlose ärztliche und psychologische Hilfe an. Seit 2001 führt Ärzte ohne Grenzen im Distrikt Hebron ein Programm mit psychologischer Unterstützungen und ärztlichen und sozialen Komponenten durch.
Ärzte ohne Grenzen unterstützt im Gazastreifen das al-Shifa-Hospital mit einem Chirurgen-Team und mit Notfallausrüstung und hat der Zentralen Apotheke im Norden und im Süden des Gazastreifens medizinisches Material geschenkt. Die Klinik für postoperative Behandlung von Ärzte ohne Grenzen ist nur zu 10-30% ausgelastet, da die Patienten wegen der Bombardierungen nicht hin gelangen können. Auch die reguläre Arbeit im Nasser-Hospital in Khan Yunis war wegen des Konflikt unterbrochen. Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 10 Jahren im Gazastreifen. [...]  
Übersetzung: K. Nebauer     http://www.msf.es/noticia/2014/cisjordania-msf-proporciona-salud-mental-heridos-que-reciben-atencion-medica-en-hospitales

"Für die Waisen von Gaza sind wir die einzige Familie" - Palestina libre_ 10.09.2014 - Ana Alba - Die Offensive der israelischen Armee habe 1.400 Kinder zu Waisen gemacht, sagt Eyad Elmasri, der  Direktor des Waisenhauses al-Amal, das 120 Kinder zwischen 5 und 18 Jahren aus dem ganzen Gazastreifen aufnimmt. Es ist das einzige Waisenhaus.

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Die meisten Waisen bleiben bei anderen Familienangehörigen, die, die im Waisenhaus leben, kommen aus armen Familien oder Familien, die nicht in der Lage sind, sich um sie zu kümmern.

Das Zentrum ist weiträumig und hat große Höfe. Ein Hof dient als Sportplatz, wo die Kinder Fußball und andere Spiele spielen. Die Einrichtungen sind gut instand gehalten, aber es gibt wenig Material. Es gibt einen Raum mit fünf alten PC und Platz zum Lesen und Basteln. Es ist ein Wunder, dass das Zentrum im Krieg nicht beschädigt wurde.

Vor nicht ganz zwei Wochen war das Zentrum noch voller Flüchtlinge, wurde aber nach dem Waffenstillstandsabkommen wieder frei.

Unter den neuen Waisenkindern sind auch Heba und Aisha Shumbari, 8 und 6 Jahre alt. Ihr Vater starb vor drei Jahren bei einem Unfall, die Mutter wurde bei einem Bombardement der UNRWA-Schule in Beit Hanun getötet.

"Als sie hier herkamen, konnten sie nicht sprechen. Sie haben ihre Mutter sterben gesehen, ihren Cousin ohne Beine. Sie haben fünf Familienmitglieder verloren. Wir werden ungefähr seche Monate brauchen, bis es ihnen besser geht", sagt die Psychologin Ines Qandil, die das Projekt für psychologische und physische Rehabilitation leitet.

"Viele kleine Kinder waren durch den Krieg traumatisiert, sie schrien, hatten Albträume und waren gewalttätig, es gab viel Streit", sagt Qandil und zeigt einige Kinderzeichnungen. Die meisten stellen Flugzeuge dar,die Bomben abwerfen, Panzer und Raketen. Die Psychologen bemühen sich, dass sich die Kinder sicher fühlen und mehr inneren Frieden finden.

Heba erzählt, dass sie oft von ihrer Mutter träumt, die nicht mehr zurück kommen wird. Sie lächelt schüchtern, als sie uns ihr Schlafzimmer zeigt und den Kleiderschrank öffnet. In dem Raum schlafen mehrere Mädchen. Ordnung und Schönheit herrschen bei den Mädchen. "Bei den Jungs ist es eine Katastrophe", bemerkt Elmasry mit einem Lächeln.

Mit 18 verlassen die Waisen das Haus und ziehen zu Verwandten, die sie aufnehmen, aber für die weitere Schulbildung bleibt das Zentrum verantwortlich, das sie aufgenommen hat und in dem sie aufgewachsen sind. "Bis dahin sind wir für viele ihre einzige Familie", sagt Elmasry.  Quelle: www.palestinalibre.org/articulo.php?a=52473  Übersetzung, leicht gekürzt: K. Nebauer 
 


Erschütternder UN-Bericht - Der von der UN-Beauftragten für Kinder in Kriegen, Laila Zerrougui vorbereitete jüngste Bericht ist bei der jüngsten Sitzung des UN-Sicherheitsrats unter dem Motto, “bewaffnete Kämpfe und Kinder”, vorgeführt worden. - In dem Bericht wird das Drama der Kinder in Gaza vor Augen geführt. Seit Anfang Juli seien in Gaza über 500 Kinder getötet worden. Etwa zwei Drittel von 3,106 Kindern, die unter 12 Jahren wurden verletzt. geworden. Etwa ein Drittel dieser Kinder würden ihr Leben lang behindert bleiben.

Zerrougui machte auch auf die Angriffe auf Schulen aufmerksam. Israel habe mindestens 244 Schulen bombardiert, darunter auch 75 Schulen der Vereinten Nationen. >>>

 

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VIDEO - Ständiger Krieg in den Köpfen der Kinder
Schon das Platzen von Luftballons bereitet ihnen Angst: Die Kinder im Gazastreifen leiden besonders unter den Angriffen der vergangenen Wochen. Die wenigen Psychologen vor Ort versuchen, die traumatisierten Kinder zu therapieren. - Bernd Niebrügge >>>

Kann man glaubhaft unsolidarisch solidarisch sein?

„Palästina Solidarität“ oder Solidarität mit Palästina -  Abi Melzer  - Beim Treffen der KoPI Gruppe am Sonntag, den 7. September 2014 in Frankfurt, fragten mich einige Mitglieder worum es bei meinem Streit mit EHG geht, nachdem erneut Öl ins Feuer gegossen wurde, indem meine satirische Laudatio zur Verleihung des Kölner Karlspreis an EHG, die im Palästina Portal erschienen ist, mit einem giftigen und bösartigen Kommentar über die KoPI-Liste verschickt wurde. Ich habe meinen Standpunkt erklärt und möchte dies auch allen mitteilen, die mehr wissen wollen. Dabei ist ein grundsätzlicher Beitrag zum Thema „Palästina Solidarität“ entstanden, nachdem behauptet wurde, dass mein Streit mit EHG „ein Bärendienst“ für diese sogenannte Solidarität sei. Vorab möchte ich mich für als Beleidigung empfundene Äußerungen entschuldigen und selbstverständlich werde ich versuchen, in Zukunft sachlich zu bleiben.

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Ludwig Börne und Heinrich Heine haben einander verachtet und verschmäht, und dennoch waren beide Mitte des 19. Jahrhunderts die Vertreter des freien, liberalen Deutschlands. Was Heinrich Heine über Börne schrieb und Ludwig Börne über Heine, gehört zu den Perlen der deutschen Schmäh-Literatur. So einig sie sich im Kampf gegen Tyrannei und Heuchelei waren, so uneinig waren sie in moralischen und persönlichen Angelegenheiten.

Solidarität gegen eine Ungerechtigkeit ist notwendig, aber es ist selten, wenn nicht sogar unmöglich, dass auch alle Beteiligten untereinander solidarisch sind. So war es nicht beim Kampf der Linken gegen die Faschisten, der Araber gegen Israel und der Juden gegen die Palästinenser. Ben Gurion konnte Begin nicht leiden, ja er hasste ihn sogar, und Begin mochte Ben Gurion auch nicht. Und so könnte ich unzählige Beispiele aus der Weltgeschichte aufzählen, von Stalin und Trotzki, die sich nicht leiden konnten, bis Churchill und De Gaulle, die gemeinsam gegen Hitler kämpften, sich aber persönlich nicht mochten. Und so ist es auch möglich, dass zwischen EHG und mir keine besondere gegenseitige Sympathie herrscht, was aber für sich allein gesehen, noch kein Grund gewesen wäre, sie zu kritisieren.

Anfangs hatten wir eine durch gegenseitige Duldung gekennzeichnete Beziehung, die relativ kühl und emotionslos verlief, zumindest von meiner Seite. Wir verkehrten korrekt und höfflich miteinander, ich verschaffte ihr über SEMIT einen Presseausweis. Ich dachte damals, dass wir zwar an derselben Front stehen, aber nicht unbedingt beste Freunde sein müssen. >>>

 

Zum Hintergrund - Kann man unsolidarisch glaubhaft solidarisch sein? -Erhard Arendt - Abraham Melzer schickte an einen offenen Verteilerkreis eine Mail:
"Hallo liebe Freunde (und Feinde), wir sind endlich online unter: Der-Semit Besuchen Sie uns! Abi Melzer"  http://der-semit.de/


Eine sicher erfreuliche Nachricht für die Palästina Solidarität. Es gab keine persönlichen Bezüge zu niemanden, nur dieser Hinweis.
Aber, auch hier aktivierte sich zum wiederholten Male eine destruktive, sehr unsolidarische Stimme.

So antworte eine Evelyn Hecht-Galinski auf seine Mitteilung, dass der Semit erscheinen würde: "Ich verbitte mir nochmals in Ihren E-Mail Verteiler einbezogen zu werden! Trotz mehrfacher Aufforderung der unterlassung stalken Sie mich weiter! Reicht ihnen eine Abmahnug nicht? Evelyn Hecht-Galinski." (Fehler im Original!)

Das wäre noch keine Anlass, darüber zu berichten, es ist ihr gutes Recht, das zu schreiben und es betrifft die Auseinandersetzung zwischen zwei Personen. Einfacher wäre es sicher gewesen, sie hätte diesen Mail Absender einfach gesperrt.

Was aber hat der von Abraham Melzer ausgewählte Personenkreis mit dieser Mail von Frau Evelyn Hecht-Galinski  zu tun? Das EHG ihre persönliche Mail an den offenen Verteilerkreis schickte, dies sicherlich nicht aus einem Gefühl der Freude heraus, war ihre Aktion eine bösartige, eine die Neuerscheinung des „Der Semit“ belastende Aktion.
Besser hätten auch die „Freunde Israels“ diese Neuerscheinung nicht belasten können.

Diese Mail wurde unverständlich von Frau Evelyn Hecht-Galinski  in einem Verteilerkreis von Herrn Melzer verbreitet, der nicht nur aus einem inneren Zirkel von Aktivisten bestand,
dazu gehörten u. a. Namen wie: Moshe Zuckermann, Laika Verlag, Kopi, Abdallah Frangi, Fanny Reisin, Junge Welt, Franziska Augstein, Erhard Arendt und andere. Wahrhaft eine mehr als unsolidarische, belastende Leistung, die auch wieder einmal belegt,  das Solidarität für manche ein Fremdwort ist. Dieses Verhalten zeigt, (wieder einmal) dass sich EHG auf Kosten anderer Geltung verschaffen will. Eine Belastung für die, die sich für Palästina engagieren.

Weiter Links zum Thema:

Klarstellung der Tochter des ehemaligen Zentralratsvorsitzenden Heinz Galinski, Evelyn Hecht-Galinski >>>
Eine unsolidarische Solidarität, geht das? >>>
Sind Spaltungen der Solidaritätsbewegung erwünscht, notwendig oder sogar gewollt? >>>




Uri Avnery wurde am 10. 9. 2014  einundneunzig Jahre alt!

Das Palästina Portal und sicher auch seine Leser  gratulieren.



Texte von Uri Avnery >>>

Kampfkuscheln mit der Waffenindustrie: Auslieferung des deutschen U-Bootes an Israel erhöht Atomkriegsgefahr - Inge Höger MdB - Noch während der Bombardierung des Gazastreifens wurde das größte jemals in Deutschland gebaute U-Boot in Kiel an die israelische Marine übergeben. Das Schiff der Firma ThyssenKrupp wird das erste israelische U-Boot mit einem außenluftunabhängigen Motor sein. Ein Drittel des neuen Schiffes mit dem Namen Tanin wird vom deutschen Steuerzahler bezahlt. „Gabriels Gerede von einer Reglementierung von Rüstungsexporten ist nichts weiter als eine Imagekampagne, wie man an dem Export des U-Bootes an Israel deutlich sieht“, kommentiert Inge Höger, abrüstungspolitische Sprecherin der LINKEN, das Auslaufen des Schiffes. Höger weiter:

„Diese U-Boote versetzen Israel in die Lage, unerkannt um den halben Globus zu fahren. Während Gabriel Kampfkuscheln mit der Rüstungsindustrie betreibt, wird ein Krisengebiet weiter aufgerüstet. Israel hat immer wieder deutlich gemacht, dass es an Frieden nicht interessiert ist und internationales Recht missachtet – und damit durchkommt. Und die deutsche Regierung scheint das zu begrüßen: Statt Kritik an dem über 2000fachen Mord durch die Israelische Armee zu üben, statt den israelischen Botschafter für den Mord an einer deutschen Familie in Gaza einzuberufen, belohnen die Bundesregierung und die Rüstungsindustrie Israel für sein illegales Atomwaffenprogramm und das Massaker in Gaza mit einer schwimmenden Abschussrampe für Atomwaffen. Die Bundesregierung leugnete gegenüber dem Parlament immer wieder, dass Israel Atomwaffen besitzen könnte. Das ist spätestens jetzt nach der Veröffentlichung von US-Dokumenten, welche die Existenz des israelischen Atomwaffenprogramms eindeutig belegen, völlig absurd.

„Während der Iran für ein ziviles Atomprogramm international mit Sanktionen belegt wird, ermächtigt die Bundesregierung Israel, den Iran unerkannt anzugreifen. Das ist skandalös. Eskalationen beherrschen die ganze Region, und die Bundesregierung gefällt sich darin, mit noch mehr Waffen Öl ins Feuer zu gießen. Die Regierung wirft für diese Waffengeschenke Steuermillionen aus dem Fenster, während für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit nur noch lächerliche Beträge übrig sind. Mitbestimmen darf die Bevölkerung nicht – zahlen aber gern.

„Ich verurteile die zynische Politik der Bundesregierung: Kriegsrhetorik nach Osten, massenhafte Waffenlieferungen an nach innen und außen sehr aggressiv agierende Staaten wie Saudi Arabien, Ägypten, Israel. Das ist das Gesicht der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Die LINKE verurteilt sowohl die bellizistische Rhetorik von Gauck, Merkel & Co. als auch die verantwortungslose und brandgefährliche Außenpolitik der Bundesregierung. Sie ist auf dem besten Wege, die Lunte an den Erdball zu legen und sie anzuzünden.

Primor fordert mehr Mut zur Kritik an Israel - Friedrich Keller - Günter Grass und Avi Primor bei der Veranstaltung im Lübecker Theater. - Als es um die aktuelle Weltlage ging, wurde die Diskussion zwischen Günter Grass und Avi Primor leidenschaftlich. - Das Interesse an dem Gespräch ist riesig - so groß, dass die Lübecker Veranstalter schon vor Wochen einen größeren Saal buchen mussten. Groß sind auch die Erwartungen: Viele Zuschauer hoffen, dass Günter Grass und Avi Primor sich auch zu aktuellen Fragen äußern. (...)
Günter Grass (...)sucht nach den wahren Ursachen für die aktuellen Konflikte. Auf einmal ist er wieder der wortgewaltige Schriftsteller, der kaum zu bremsen ist. Er beschuldigt den Westen, mit einer falschen Ukrainepolitik Putin den Vorwand für sein Eingreifen in dem Nachbarland geliefert zu haben. Und zum Nahostkonflikt hat er auch eine klare Meinung: "Wenn man nicht bereit war, mit Jassir Arafat zu verhandeln, um zu einem Ergebnis zu kommen, wie soll es dann jetzt mit der Hamas geschehen, die im Grunde natürlich auch von Israel in dem Sinne gefördert wird, dass Israel als Besatzungsmacht alle UNO-Resolutionen missachtet?" Grass: Wir sollten nicht mit Waffenlieferungen anfangen!

Und weil Grass einmal dabei ist, redet er sich noch einmal seinen Frust über die Antisemitismusvorwürfe gegen ihn von der Seele. Die Verletzung sitzt immer noch tief: "Angesichts dessen, was ich mein Leben lang gemacht habe und gesagt und geschrieben habe: Wenn dann Herr Graumann mich als Antisemit bezeichnet, ist das mehr als verletzend." >>>

Die Endlösung des zionistischen Israel für Gaza - Lillian Rosengarten (New York) -  Wir sehen das brutale Massaker von fast 2000 Palästinensern, (67 Israelis) [jetzt: über 2200 Palästinenser u. 69 Israelis], die in Gaza eingesperrt sind. Operation „Protective Edge“, diese letzte Metapher erinnert mich an eine Endlösung. Gnadenloses Bombardieren wieder einmal, jedoch aggressiver als bei der Operation „Cast Lead“, zwei Wochen permanenter Raketenbeschuss, Zerstörung und Tod im Dezember 2008. Schamlose Zerstörungsaktionen haben die Illusion von Israel als Demokratie wahrhaftig zerstört. Mit Lügen und Propaganda soll die Wahrheit verschleiert werden.

Mit dem letzten Angriff brennt Gaza. Nein, es sind nicht die Öfen der Krematorien, sondern es ist das ritualisierte Töten von Menschen, die ins Visier der Propaganda-Maschine als minderwertig und unerwünscht geraten sind, als Terroristen, als schmutzige Araber, die ihre Kinder als menschliche Schutzschilder einsetzen. Keine wahre Religion könnte dies billigen, nur eine falsche Religion, eine, die benutzt wird, um das Böse zu rechtfertigen. Wir sind die Zeugen.


Kürzlich demonstrierten Tausende von Menschen in Deutschland in zahlreichen Städten gegen die Brutalität der israelischen Regierung. Wie applaudieren  Zehntausenden von Demonstranten, die zum Hyde Park in London marschierten und den Tausenden von Israelis der Linken, die am Wochenende zur Unterstützung von Friedensgesprächen in Tel Aviv demonstrierten. Die Antwort der Welt hier:  http://mondoweiss.net/2014/07/worldwide-protest-israeli.html


Einer der Sprecher bei der Londoner Demonstration war Glyn Secher, der Kapitän des Jüdischen Bootes nach Gaza  im Jahr 2010. Niemals hätte ich für möglich gehalten, was ich nun weiß, trotz der Brutalität, deren Augenzeugin ich  wurde - entführt und in das Ashdot-Gefängnis geschleppt -, und trotz der Ermordung der neun Menschenrechtsaktivisten auf dem Schiff Mavi Marmara im Mai davor. Niemals hätte ich geglaubt, dass das zionistische Regime einen Vorwand  suchen könnte, um seine eigenen semitischen Brüder und Schwestern brutal auszurotten. Nie hätte ich geglaubt, dass Gaza nach Wochen kontinuierlichen Bombardierens brennen würde, während man erfundene Lügen zur Rechtfertigung benutzte. Nichts kann systematischen Mord rechtfertigen.


Noch immer spinnt Israel seine Lügen, um Unterstützung für seine feigen Massaker zu finden, und ich muss es sagen, um als Endlösung des zionistischen Projekts Israel die Palästinensern loszuwerden. Nein, es ist nicht dasselbe, denn es kann nie eine Nazi-Endlösung sein. Diese ist einfach in eine andere eingegangen, mit Lügen überschüttet, um den rassistischen Hass, die Gier nach Land und die irrsinnige Paranoia zu rechtfertigen. Wiederhole ich mich? Ich werde weiterhin immer wieder meine Desillusionierung und Enttäuschung über den Staat Israel wiederholen.

Juden, die das wissen, sind beschämt. Diejenigen, die es nicht wissen, machen sich mitschuldig. Im Jahre 2011 sagte Israels Propagandaminister (Minister der Hasbara), Yuli Edelstein, Folgendes:
„Araber sind eine bedauernswerte Nation, jeder von ihnen.“ )+072 Israel Magazin: Yossi Gurvitz)
Ich habe so viele ethische und moralische Fragen, die die Politik der USA betreffen, seitdem die Lügen fabriziert wurden, um den USA zu ermöglichen, alte wundervolle Kulturen zu zerstören, wo man einst in relativer Harmonie leben konnte. Überall bezeichnen wir (andere als) „Terroristen“, weigern uns jedoch anzuerkennen, dass der Rest der Welt die USA und ihren siamesischen Zwilling Israel als solche bezeichnet. >>>



In pictures: Gaza's students graduate amidst destruction - #CycleOfViolence Tens of student and staff members from the college were killed during the 51-day Israeli war over the Gaza Strip - Dozens of students at the Gaza College for Applied Sciences graduated on Tuesday after the college was heavily bombed during the Israeli offensive over Gaza. Although the ceremony was meant to be a happy time for the students and their families, many young graduates broke into tears as teachers honoured tens of students and staff members who were killed by Israeli air strikes during the 51-day war. >>>

Israeli officer admits ordering lethal strike on own soldier during Gaza massacre - Rania Khalek - The civilian population in Gaza is “a partner of terror” that “gets what they choose,” the top commander of the Israeli army’s Givati Brigade told the Israeli press recently, after orchestrating some of the deadliest episodes of butchery visited upon the Gaza Strip this summer.

Colonel Ofer Winter also admitted to ordering the mass-bombardment of an area where an Israeli soldier was know to be in order to prevent his capture alive by Palestinian resistance fighters — an army policy known as the Hannibal Directive.

These are just two of the many incriminating comments made by Winter in a lengthy and candid interview published in a paper-only edition of the Hebrew-language Israeli newspaper Yediot Ahronot on 15 August. >>>

10. 9. 2014

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Führungskampf zwischen Fatah und Hamas - Oliver Eberhardt - Nach dem Gaza-Krieg wachsen erneut die Streitpunkte zwischen den größten palästinensischen Organisationen - In Palästina ist der Machtkampf zwischen Hamas und Fatah neu entbrannt: Beide werfen sich vor, die Einheitsregierung zu torpedieren; die geplanten Wahlen stehen auf der Kippe. - In diesen Tagen ist er wieder ganz Staatsmann: Mal im Gespräch mit dem Emir von Katar, mal am Telefon von US-Außenminister John Kerry, um über Waffenstillstände zu sprechen und die Zukunft von Gaza, wie seine Sprecher dann stets sagen, zuletzt war Präsident Mahmud Abbas wieder mal in Kairo, zum Gespräch mit dem dortigen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi. Abbas meldete dort den Anspruch seiner Regierung auf eine Führungsrolle im Gaza-Streifen an, während er gleichzeitig die palästinensische Einheit beschwor. Eine Einheit, die es in diesen Tagen längst nicht mehr gibt: Etwas mehr als drei Monate, nachdem sich die Fatah von Abbas und die Hamas auf die Bildung einer Einheitsregierung ohne direkte Beteiligung von Hamas-Politikern geeinigt hatten, befinden sich beide Seiten wieder in offener Konfrontation zueinander. So wirft die Hamas der Regierung in Ramallah vor, gegen die Einheit zu arbeiten >>>



Hamas warnt vor Intrigen für Entwaffnung des Widerstandes - Ein Mitglied des Hamas-Politbüros hat vor Intrigen, die Hamas entwaffnen zu wollen, gewarnt.  Dem palästinensischen Informationszentrum zufolge sagte Ezzat al-Rashgh am Dienstag, dass durch falsche Anschuldigungen und Propaganda versucht würde, die Leistungen des palästinensischen Widerstandes beim jüngsten Krieg in Gaza als unwichtig darzustellen. >>>

Israel schafft Fakten - Das Land plant, von Energielieferungen unabhängig zu werden und künftig Erdgas zu exportieren. Der Streit um die großen Vorkommen im östlichen Mittelmeerraum dauert an - Karin Leukefeld - Nach eigenen Angaben hat die US-Firma Noble Energy im Auftrag Israels in der vergangenen Woche mit Jordanien einen 15-Jahresvertrag über die Lieferung von Erdgas abgeschlossen. Laut Abkommen wird Israel an den arabischen Nachbarn Gas im Wert von 11,4 Mil­liarden Euro (15 Milliarden US-Dollar) verkaufen. Quelle des fossilen Brennstoffs ist das Leviathan-Feld, das 2010 in 130 km Entfernung vor der Küste Israels entdeckt wurde. >>>

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Palästinenser in israelischer Haft gestorben - Palästinenser zweifeln Suizid-Version an und fordern Untersuchung - Jerusalem/Ramallah - In israelischer Haft ist am Dienstag nach übereinstimmenden Angaben ein palästinensischer Gefangener gestorben. Nach Angaben des Gefängnisses im südlichen Beersheba starb der 35-jährige Insasse an den Folgen eines Suizidversuchs. Demnach erhängte er sich in den Baderäumen der Haftanstalt und konnte zunächst wiederbelebt werden. Auf dem Weg ins Krankenhaus sei der Mann aber gestorben. Die Palästinenser sprachen von einer "Lüge" und erklärten, der 35-Jährige sei unter "mysteriösen Umständen" gestorben. >>>

Günter Grass: Merkels Staatsraison muss auch für Palästinenser gelten - Günter Grass hat sich energisch gegen deutsche Waffenlieferungen ins Ausland ausgesprochen. Natürlich müsse Deutschland helfen, aber nicht durch Lieferung von Kriegsmaterial, sagte der Schriftsteller am Montag in Lübeck bei einer Diskussionsveranstaltung zum Ersten Weltkrieg. Wenn die Bundeskanzlerin von der Sicherheit Israels als Teil der deutschen Staatsraison spreche, müsse das auch für die Sicherheit der Palästinenser gelten. >>>

INS Tanin leaves Germany for Israel



Deutsches U-Boot «Tanin» unterwegs nach Israel - Ein viertes U-Boot aus Deutschland ist unterwegs nach Israel. Das U-Boot der Dolphin-Klasse mit Namen «Tanin» (hebräisch für Krokodil) habe den Hafen in Kiel verlassen und werde sein Ziel in rund 20 Tagen erreichen, teilte die israelische Armee mit.  >>>

Unterwegs im Auftrag der Menschenrechte: Alfdorferin Simone Bareiß als Freiwillige in Palästina und Israel - Seit Mitte August ist die Alfdorferin Simone Bareiß in Hebron in Palästina. Sie nimmt dort für drei Monate als Freiwillige am internationalen ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) teil, einem Programm des Ökumenischen Rats der Kirchen.

ALFDORF. Mit dem Israel-​Palästina-​Konflikt war Simone Bareiß in den vergangenen Jahren auf verschiedene Weise konfrontiert worden. Sei es in der evangelischen Kirche oder während ihres Auslandssemesters am Institut für Nahoststudien an der Süddänischen Universität in Odense. Insbesondere die höchst kontroversen Ansichten über Recht und Unrecht im Heiligen Land ließen sie nicht mehr los und sie wollte mit eigenen Augen sehen, unter welchen Umständen die Menschen in dem von Israel besetzten Westjordanland leben. >>>

Replacing the peace process with a civil rights struggle -  Noam Sheizaf - What would happen if Israeli progressives and their supporters demanded an end to the military court system, or called for freedom of movement for Palestinians? The answer: a lot. - The two-state solution has long been transformed from a means (to solving the problem of the occupation) to an end. As I wrote here in the past, this change has had severe consequences as far as the Israeli political opposition is concerned. Those range from a de-facto acceptance of the status quo to a political alliance with the Right and support for all the latest rounds of violence. The excuses are always the same – that we are on the road to the two-state solution and “this is the only game in town.” The truth is that we aren’t on the road to two states or to one state. We are deep in the status-quo solution. Israel directly controls the lives of some 4 million Palestinians (and indirectly almost two more million in Gaza), and only a minority of them have the rights of full citizens, and even then only formally. The debate over the correct term for this state of affairs (‘occupation’ or ‘apartheid’ or ‘status quo’) is not half as important as recognizing this reality itself, which is stable, institutionalized and not going to change in the foreseeable future. >>>

Members of the European Parliament call for suspension of EU-Israel Association Agreement - On the second day of their visit in Palestine, members of GUE/NGL parliamentary group witnessed the reality of the occupation of the West Bank and met the Mayors and Governors of both Hebron and Bethlehem. In Hebron they saw how partition is in place in the old city, with Palestinians having to contend with over 100 checkpoints and daily settler aggression. In Bethlehem the MEPs discussed the stark contradictions between Israel’s actions and their stated aim of peace; last week Israel announced it would seize over 1000 acres of Palestinian land near Bethlehem. Group of MEP’s visited family of the murdered Palestinian 17-year old Mohamed Khdeir at their home in East Jerusalem. Mohamed was kidnapped by Israelis and set on fire after having been forced to swallow petrol. The Khdeir family are taking the police to court as they failed to locate the perpetrators despite having been presented with video evidence of the kidnap. GUE/NGL MEPs pledged to offer support to the family in bringing the case to the attention of the ECHR. >>>

Five EU states lodge joint protest with Israel expropriation of West Bank land  - Britain, France, Italy, and Spain and deputy ambassador of Germany tell National Security Adviser Yossi Cohen that decision is 'very bad... in a terrible timing and that we hope it will be reversed.' - Barak Ravid - Envoys of five European countries have submitted a joint official protest to Prime Minister Benjamin Netanyahu's office against the land expropriation in the West Bank that the government announced last week. The ambassadors of Britain, France, Italy, and Spain, and the deputy ambassador of Germany delivered the written protest to National Security Adviser Yossi Cohen during a meeting in the Prime Minister’s Office on Monday, and stressed that Israel’s declaration of nearly 4,000 dunams (1,000 acres) of land in Gush Etzion, south of Jerusalem, as state land had greatly angered the countries of the European Union. >>>

Police threaten to destroy memorial for slain Palestinian teen, Mohammed Abu Khdeir` - Mairav Zonszein - +972 - As clashes and riots break out over the death of another Palestinian teen shot by Israel police, authorities order the family of Muhammed Abu Khdeir, who was burned alive this summer, to dismantle their memorial >>>

 

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