GAZA

 

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#########VIDEO + FOTOS - Demo zum Gaza-Konflikt: „Palästina hat ein Recht auf Hass“ - Kassel. Zum dritten Mal binnen vier Wochen gingen am Freitag in der Kasseler Innenstadt Menschen auf die Straße, die im Gaza-Konflikt Flagge für die Interessen der Palästinenser zeigten.

„Die Palästinenser haben ein Recht, die Täter zu hassen“, befand der Kasseler Linke Ulrich Restat am Kundgebungsmikrofon vor dem Rathaus. Ebenso wie anschließend Abraham Melzer, jüdischer Verleger aus Frankfurt und prominenter Israel-Kritiker, zog Restat explizite Vergleiche zwischen der Regierung in Tel Aviv und den Mördern des Nationalsozialismus: „Der Tod ist heute ein Meister aus Israel“, sagte Restat. Dieser Vergleich sei legitim, meinte Melzer, der für sich in Anspruch nahm, „weder für Juden noch für Palästinenser , sondern für Recht und Gerechtigkeit“ einzutreten. Zugleich vertrat er die Ansicht, dass es im Gaza-Konflikt „keine Ausgewogenheit“ geben könne, da Israels Regierungskurs „vor Doppelmoral und Selbstgerechtigkeit nur so strotzt“. Dabei sei es ihm wichtig, dass „nicht alle Juden in Haft genommen werden“ für das, was israelische Militärs im Gazastreifen anrichteten, sagte Melzer. Angesichts des Leidens und des Sterbens dort finde er es „absurd“, dass die internationale Debatte darüber vorrangig über die Frage geführt werde, ob eine Kritik am israelischen Regierungskurs wohl gleichbedeutend mit Antisemitismus sei.

Scharfe Kritik richtete Melzer in diesem Zusammenhang an den Zentralrat der Juden in Deutschland, welcher angesichts drängender humanitärer Fragen und Katastrophen nicht Farbe bekenne und seinen >>>


VIDEO + FOTOS - Demo zum Gaza-Konflikt: „Palästina hat ein Recht auf Hass“ - Kassel. Zum dritten Mal binnen vier Wochen gingen am Freitag in der Kasseler Innenstadt Menschen auf die Straße, die im Gaza-Konflikt Flagge für die Interessen der Palästinenser zeigten. Anders als bei den vorangegangenen Kundgebungen war es eine sehr überschaubare Schar von Aktivisten, die vom Stern auf der Königsstraße zum Rathaus marschierten: Die Polizei sprach von etwa 100 Teilnehmern und einem friedlichen Ablauf der Demonstration. Offensichtlich hatten die Einsatzkräfte mit mehr Konfliktpotenzial gerechnet: Allein beim Startpunkt am Stern waren sie mit acht Polizeitransportern und mehreren Motorrädern aufgefahren. Bevor sich der Zug in Bewegung setzte, mahnte ein Sprecher der Veranstalter vom Bündnis für Freiheit und gerechten Frieden für Palästina, dass „beleidigende und ehrverletzende Rufe“ mit antisemitischem Inhalt nicht geduldet würden. >>>>

 

Rede von Abraham Melzer gehalten auf der Kundgebung vorm Rathaus in Kassel am 15.8.2014 - "Für Freiheit und gerechten Frieden in Palästina!  - Gegen Zionismus und Antisemitismus" -  Abraham Melzer, August 2014 -  Krieg ohne Ende – Paranoia ohne Ende

Ich bin Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden. Unser Verein, der überall in Europa und auch in den USA vertreten ist, setzt sich ein für einen gerechten Frieden im Nahen Osten.

 Auf einer Demo in Berlin am Samstag, den 9.8.2014 sagte unser Vorstandsmitglied Iris Hefes:  „Wir, hier lebende Juden, schämen uns, dass so ein Verbrechen, wie die jüngste Invasion der israelischen Armee und der Massenmord an Zivilisten und Kindern, die in Gaza zur Welt gekommen sind, im Namen des Judentums begangen worden ist. Wir erklären uns mit allen Opfer des israelischen Militäranschlags auf dem Gazastreifen solidarisch.“
 Israels militärische Aktionen im Gaza-Streifen sind unverhältnismäßig  und richten sich – nach den vorliegenden Nachrichten der UNO – nicht nur gegen militärische Ziele, sondern vor allem gegen die Menschen im Gaza-Streifen. Das hat in aller Welt Empörung hervorgerufen und zu Solidarität mit den Palästinensern veranlasst.

 Wer von mir jetzt eine ausgewogene Rede erwartet, den muss ich enttäuschen. Meine Rede wird nicht ausgewogen sein, denn es gibt bei diesem  Konflikt keine Ausgewogenheit. Israel bedient sich eines zionistischen Mythos, der nur so strotzt von Doppelmoral und Einseitigkeit.  Auch der Staat Israel und besonders seine zionistischen Führer sagen immer wieder wie bei einem tibetischen Mantra, dass sie Frieden wollen. Aber sie wollen einen von ihnen den Palästinensern diktierten Frieden. Einen Frieden ohne Gerechtigkeit.

 Ich empfinde es als Ehre hier reden zu dürfen und so wie mein Vater seinerzeit mit Stalingrad mitfühlte, so möchte heute auch ich, angesichts der Ereignisse in Gaza, ausdrücklich betonen:  ICH BIN EIN JÜDISCHER PALÄSTINENSER.

 Seit Jahrzehnten drehen sich die Bemühungen um Frieden im Nahen Osten im Kreise. Dabei geht es um ein ganz einfach zu erkennendes Problem, das man lösen könnte, wenn Israel es wollte.  >>>

Meinung am 14.8.2014 -  Nadja Odeh - Die Bundeswehr soll in Israel üben. Sie soll von der israelischen Armee lernen. Genauer gesagt: sie soll von der israelischen Armee lernen wie Häuser und Tunnelkampf geht, Kampf im urbanen Gelände heißt das im Fachjargon. Und: mit dem aktuellen Gaza-Krieg, so betont ein Sprecher des Heeres, habe das gar nichts zu tun.

Stimmt. Da ging es zwar auch um Tunnel, aber nicht um Häuserkampf. Da hätte die Bundeswehr nur lernen können, wie man Ein-Tonnen-Bomben auf Wohngebieten abwirft. Natürlich nicht, ohne vorher zu warnen, per Flugblatt oder SMS. Nein, die andere Expertise, die Häuserkampfexpertise, die hat sich Israel schon lange vorher angeeignet, in jahrzehntelanger Besatzungszeit: Wie man ganze Städte abriegelt, Wohnviertel durchkämmt, Razzien bei Nacht-und Nebel, was ebenso dazu gehört, wenn man eine ganze Bevölkerung niederhalten will. Die Bewohner von Nablus, Ramallah, Hebron Jenin und anderswo, sie können ein Lied davon singen. Und das soll nun eine Spezialeinheit von 250 Soldaten der Bundeswehr von der israelischen Armee lernen. Möglichst zeitnah, wie es heißt.

Ausgerechnet jetzt, da eben dieser israelischen Armee Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, von Amnesty International und von Seiten der UN. >>>

Erobert Gaza jetzt!« - 10000 Israelis fordern Fortsetzung des Krieges gegen die Palästinenser, »bis die Arbeit erledigt ist« US-Regierung sagt weitere Waffenlieferungen zu - Knut Mellenthin - »Wenn ihr schießen müßt, schießt! Redet nicht!«, fordert der Demonstrant, seine Tochter auf den Schultern, am Donnerstag abend auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv - Während Zehntausende Palästinenser die Waffenruhe nutzen, um in ihre Wohnungen oder in deren Trümmer zurückzukehren, hat eine Demonstration in Tel Aviv daran erinnert, daß das Ende des Krieges noch keineswegs sicher feststeht. Mindestens 10000 jüdische Israelis nahmen am Donnerstag abend auf dem Rabin Square an einer Kundgebung für die Wiederaufnahme der Angriffe gegen Gaza teil. Als Organisatoren traten der Bürgermeister der grenznahen Stadt Sderod, Alon Davidi, und die Stadt Tel Aviv auf. >>>

Gaza gehört unter UN-Kontrolle - So wie jetzt kann es nicht weitergehen, Israel und die Hamas sind ausweglos ineinander verhakt. Höchste Zeit, den Gazastreifen aus dem Nahost-Konflikt herauszulösen. - Ein Gastbeitrag von Manfred Lahnstein - Es ist eine mörderische Ausgangslage: Das Geschehen in Gaza bleibt dramatisch, unbeschadet der aktuellen Feuerpause. Nichts wird Israel und die Hamas dazu bringen, aufeinander zuzugehen, im Gegenteil: Die Dynamik dieses tragischen Prozesses spielt den jeweils extremen Kräften beider Lager in die Hände. Jederzeit kann der Konflikt auf das Westjordanland und die Grenze zum Libanon überspringen. >>>


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Israel - Die Aufwiegelung kommt von oben - Democracy-now!-Interview mit dem israelischen Friedensaktivisten Miko Peled und Ali Abunimah, Mitbegründer der Electonic Intifada -

Miko Peled, Friedensaktivist und Autor des Buches Der Sohn des Generals: Die Reise eines Israelis durch Palästina: „Ein Problem ist, dass Leute die gegenwärtige Lage isoliert betrachten. Israel hat Gaza bombardiert und Menschen getötet seitdem es den Gaza-Streifen Anfang der 1950iger Jahre geschaffen hat. Regelmäßig tötet Israel Zivilisten in Gaza. Die Palästinenser sind der Unterdrückung und Gewalt durch Israel seit der Etablierung des Staates ausgesetzt.“

Ali Abunimah, Mitbegründer der electronicintifada.net und Autor des Buches Der Kampf um Gerechtigkeit in Palästina: „Dass die Gewalt Israels gegen die Palästinenser nur eine Reaktion sei, das wiederholen bis zum Überdruss Israel und seinen Apologeten in den Medien.“
Siehe Video mit deutschen Untertiteln hier: http://weltnetz.tv/video/575


Nach dem Vergeltungs-Mord an dem 16-Jährigen Palästinenser Mohamed Khdeir im Juli 2014 wurde dessen 15-Jähriger Cousin Tariq Khdeir am Rande einer Protestveranstaltung von israelischen Polizisten brutal zusammengeschlagen. Amy Goodman, Democracy now!, lässt Soad Khdeir, eine enge Verwandte der Opfer, zu Wort kommen. Ein Beitrag von Democracy now!, vom 8. Juli 2014
Siehe kurzes Video mit deutschen Untertiteln hier: http://weltnetz.tv/video/576     Quelle: Doris Pumphrey

Pro-Zionisten, Ex-Antifas und ukrainischer “Rechter Sektor” gemeinsam “für Israel” - Dass in der BRD etwa 20% der Bevölkerung ein antisemitisches Weltbild haben, ist seit den Untersuchungen zu “Deutschen Zuständen” hinreichend bekannt. Insofern ist und bleibt der Kampf gegen antisemitische Stimmungen und Aktivitäten notwendiger Bestandteil jeder antifaschistischen und demokratischen Politik.

Davon zu unterscheiden ist ein offenkundig rechter Herrschaftsdiskurs von oben, wie er regelmäßig immer wieder dann zu beobachten ist, wenn sich der Nahostkonflikt erneut zuspitzt. Genau diejenigen “Leitmedien”, die mehrheitlich nie einen Ton über Existenz und soziale Genese des Antisemitismus in der eigenen Gesellschaft verlieren, überschlagen sich fast vor Empörung über einen Antisemitismus, den sie einerseits erst jetzt wahrzunehmen scheinen, von dem sie andererseits zugleich regelmäßig behaupten, er sei “noch nie schlimm wie derzeit“. Gemeint ist damit nicht der sonst von oben gern geleugnete Alltagsantisemitismus der BRD, sondern jegliche Solidarisierung mit den Opfern der israelischen Aussenpolitik auf palästinensischer Seite, aber auch auf israelischer selbst, also Kriegsopfer, Opfer politischer Unterdrückung durch den zionistischen Staat. Allen gegenteiligen Bekundungen zum Trotz wird Kritik an der Aussenpolitik Israels, erst Recht Kritik an der Besatzungspolitik und Diskriminierung der arabischsprachigen Bevölkerung Israels und Palästinas und schon gar Kritik am Zionismus als Herrschaftsideologie dieses Staats fast sofort mit dem Antisemitismusverdikt beantwortet. Unter der Losung “Gegen jeden Antisemitismus” werden Kritiker des Zionismus und der Politik Israels semantisch und politisch kategorisiert, als seien sie Parteigänger Himmlers und Heydrichs, meist natürlich, ohne daß dies explizit so gesagt, sondern schwer angreifbarer Weise “nur” in dem es als mitschwingende Möglichkeit offengelassen wird.  Bei Unterschieden im Einzelnen und Nuancen sind sich grundsätzlich darin alle einig: die Bundesregierung und die Tagesschau, BILD, taz und FAZ, Spiegel und FOCUS, FR und FNP und natürlich “Politically Incorrect” usw. usf.

Diese Einigkeit umfasst auch nicht geringe Teile der ehemaligen Antifa Frankfurts. Sie so zu bezeichnen ist nur die Konsequenz daraus, daß diese Gruppierung den Antifaschismus selbst vor kurzem aus ihrem Namen gestrichen hat und sich nun nicht mehr antifa [f], sondern kritik&praxis [f] nennt. Zeitgleich nannte sich vor einigen Wochen die ehemalige Campusantifa in “kritik und klassenkampf” um. Beide eng miteinander verbundenen Gruppen fielen in den vergangenen Monaten vor allem durch ihr komplettes Schweigen zur nicht zuletzt BRD-gestützen Installation eines neoliberal-faschistischen und tief antisemitischen Regimes in der Ukraine auf.

Nun aber meldeten sich beide wieder zu Wort, unter neuem Namen und zum „Kampf gegen jeden Antisemitismus“ – exakt im Duktus des gesellschaftlichen und regierungsamtlichen Konsenses der imperialistischen BRD, demzufolge die Existenz Israels und jeder seiner Kriege “Teil der deutschen Staatsräson” ist (Angela Merkel).

Hier weiterlesen: http://wurfbude.wordpress.com/2014/08/14/frankfurt-4-august-2014-pro-zionisten-ex-antifas-und-ukrainischer-rechter-sektor-gemeinsam-fur-israel/

Radikale Israelis bedrohen jüdisch-muslimisches Paar - Ein jüdisch-muslimisches Paar muss seine Hochzeitsfeier von 14 Sicherheitsbeamten schützen lassen. Eine extremistische israelische Organisation hat dazu aufgerufen, die Feier zu stören. - Ein jüdisch-muslimisches Paar aus Tel Aviv muss sich bei seiner Hochzeitsfeier vor Übergriffen einer extremistischen israelischen Organisation fürchten. Das berichteten israelische Medien am Freitag. Die Organisation "Lehava" veröffentlichte demnach im Internet eine Einladung zur Feier von Mahmud Mansur und Morel Malka. „Lehava“ rief zu einer Demonstration mit Plakaten und Megaphonrufen gegen die Vermählung auf. Das Brautpaar sah sich nun offenbar gezwungen, Sicherheitspersonal für die Feier am Sonntag zu engagieren. Auch die Polizei werde mit einem Aufgebot vor Ort sein, schrieb die Zeitung „Jerusalem Post“.

"Lehava" wird von israelischen Medien als rechte Organisation beschrieben, die sich gegen gemischte Ehen ausspricht und die betroffenen Paare aktiv an der Eheschließung hindern will. >>>

Am Rande des Gazastreifens: Ein Besuch bei Freunden - Zwar ringen Israel und die Hamas in Kairo um einen dauerhaften Waffenstillstand, doch radikale Töne dominieren in beiden Gesellschaften; die nächste Eskalation scheint so eine Frage der Zeit. Dass es anders geht, zeigen Aktivisten der israelisch-palästinensischen Graswurzelbewegung Other Voice. Eine von ihnen ist Roni Keidar. - Nemi el-Hassan. - Menschen wie Roni Keidar sind selten: Eine Dame Mitte sechzig, offenes Wesen, freundliches Gesicht. Sie hat uns zu sich nach Hause eingeladen, in das Dorf Netiv HaAsara, direkt am Gaza-Streifen. Zwischen den Reihen der Einfamilienhäuser winden sich Wege durch gepflegte Gärten und bunte Spielplätze. >>>

The catastrophe inflicted on Gaza–and the costs to Israel’s standing - Saree Makdisi - The statistics coming out of Gaza as Israel’s most recent bombardment of that hapless territory gradually winds down capture the nature of a catastrophe methodically inflicted by one people on another. Yet for all of the sheer violence that Israel unleashed in Gaza, the indiscriminate scale of the bombing has actually seemed to accelerate BDS efforts around the world. Israel may have “won” this round of conflict, but in terms of the larger political struggle, it has almost certainly lurched from one loss to another as the world reacts in disgust. >>>

15. 8. 2014

#########medico-Partner im Gazastreifen durch israelische Drohne getötet - Die Humanität verteidigen - Das Al Mezan Menschenrechtszentrum in Gaza - Der Menschenrechtler Anwar Al Zaaneen wurde im Gazastreifen am 10. August 2014 von einer israelischen Drohne getötet.

medico international trauert mit seiner Partnerorganisation, dem Menschenrechtszentrum Al Mezan um Anwar Al Zaaneen. Der Menschenrechtler wurde durch einen gezielten Drohnenbeschuss der israelischen Armee umgebracht. Anwar Al Zaaneen wurde 41 Jahre alt.

Die Tatsache, dass Anwar Al Zaaneen ums Leben kam, als er vor seinem Haus stand und die kaputten Wasserleitungen seines Hauses inspizierte, veranschaulicht, so medicos Geschäftsführer Thomas Gebauer, wie wichtig die Bemühungen von Al Mezan sind, den Menschen von Gaza die vollen Menschen- und Bürgerrechte zu garantieren. Es ist für die uns alle beschämend, so Gebauer, dass sogar das Recht von Zivilisten auf Unversehrtheit und auf Schutz vor Militärangriffen keinesfalls selbstverständlich ist, wenn es um Gaza geht.

Systematische Menschenrechtsverletzungen

Der Tod von Anwar Al Zaaneen ist ein Beispiel von vielen dafür, dass Zivilisten die Hauptleidtragende in Gaza sind und dass im Gazastreifen Menschen- wie Völkerrecht mit Füssen getreten werden. Im Fall Anwar Al Zaaneen muss sich die israelische Armee fragen lassen, ob ihre Strategie des gezielten Beschusses ziviler Gebäude nicht eine gravierende Verletzung des Völkerrechts darstellt. Deshalb fordert medico zusammen mit seinen israelischen und palästinensischen Partnern, dass etwaige Völker- und Menschenrechtsverletzungen beider Seiten untersucht und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden. Denn nur wenn die Straflosigkeit endet, schrieb medico-Geschäftsführer Gebauer in einem Kondolenzschrieben an die Kollegen von Al Mezan, können wir künftige Menschenrechtsverletzungen verhindern.

Die Humanität verteidigen - Das Al Mezan Menschenrechtszentrum in Gaza

Menschenrechte zählen nicht viel im Gazastreifen. Die internationale Gemeinschaft duldet die seit 2007 andauernde Isolation des Gazastreifens, die zu einer beispiellosen Blockade von 1,8 Millionen Einwohnern führte. Die im Gazastreifen herrschende Hamas macht sich den erzwungenen Einschluss zunutze, um mit religiös verbrämten Argumenten Bürgerrechte zu beschneiden und die eigene Herrschaft zu sichern. Etwa wenn Frauen das Motorradfahren untersagt wird oder Hochzeitssänger nicht mehr singen dürfen. Mit Klagen und Öffentlichkeitsarbeit kämpft Al Mezan gegen die schleichende Beschneidung der Bürger- und Menschenrechte durch die israelische Blockadepolitik sowie die Hamas. Sie bieten Beratungen an, verfassen Berichte und sensibilisieren Gesundheitspersonal oder Jugendliche.

Feuerpause verlängert - Palästinensische Delegation will verhandeln. Netanjahu gegen UN-Kommission - Karin Leukefeld - Die von Ägypten vermittelte Feuerpause zwischen Israel und dem Gazastreifen ist in der Nacht zum Donnerstag um weitere fünf Tage verlängert worden. Delegationen beider Seiten werden am kommenden Sonntag die Gespräche für eine anhaltende Waffenruhe fortsetzen. Allerdings sprechen die beiden Seiten nur indirekt miteinander, als Vermittler dient Ägypten. Israel hatte die Vereinbarung zunächst nicht bestätigt, statt dessen hatte es entlang der Grenze zum Gazastreifen Panzer und starke Truppenverbände zu einer Drohkulisse aufgebaut. Kampfjets beschossen den Küstenstreifen bis in die frühen Morgenstunden und griffen nach Armeeangaben »Raketenabschußvorrichtungen, Waffenlager und Zentren terroristischer Aktivitäten« an. Zuvor waren zwei Raketen auf den Süden Israels abgefeuert worden.

Bei den Gesprächen habe man sich »in vielen Punkten« geeinigt, sagte Assam Al-Ahmad, der Leiter der palästinensischen Verhandlungsdelegation in Kairo. Man brauche aber »noch mehr Zeit«. Der Delegation gehören Vertreter der Hamas, des Islamischen Dschihad und der Palästinensischen Autonomiebehörde an. >>>

Krieg in Gaza, der Ukraine und im Irak: Waffen! Waffen! Waffen! - Eine Kolumne von Jakob Augstein  - Ukraine, Gaza, Irak: Jeder weiß, Gewalt wird die Probleme dort nicht lösen. Dennoch findet die Gewalt kein Ende - und auf die eine oder andere Weise mischt Deutschland überall mit. Eine neue Kultur des Krieges breitet sich aus. Wir müssen uns ihr entgegenstellen. >>>

AUDIO + TEXT - Überleben in Trümmern  - Bettina Marx - Riesige Trümmerberge, Schutt und Ruinen: Nach fünf Wochen Krieg hat die Zerstörung im Gazastreifen nahezu apokalyptische Ausmaße angenommen. Die Krankenhäuser können die tausenden Verletzten nicht mehr versorgen. Strom und Wasser sind Mangelware und die Menschen kämpfen ums Überleben. Shajaiyah in Gaza. Das Viertel liegt im Osten des Gazastreifens, nicht weit weg von der israelischen Grenze. Eigentlich liegt in Gaza alles nahe an der Grenze zu Israel. Denn der sandige Küstenstreifen, in dem 1,8 Millionen Menschen leben, ist an seiner breitesten Stelle an der ägyptischen Grenze nur 12 Kilometer breit. Hier oben im Norden aber ist er viel schmaler, vielleicht 6 Kilometer breit. Der Verkehrsplaner von Google Earth berechnet für die Strecke vom Mittelmeer bis zur israelischen Grenze 18 Minuten mit dem Auto. Aber das ist natürlich nur eine Fiktion. Man kann diese Strecke nicht mit dem Auto zurücklegen, denn überall türmen sich riesige Trümmerberge auf und versperren den Weg. >>>

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Pressemitteilung des Büros der Abgeordneten der Knesset, Haneen Zoabi, vom 11. August 2014 - Kampagne staatlich unterstützter politischer Verfolgung gegen das Knesset-Mitglied (MK) Haneen Zoabi• MK Zoabi zu polizeilicher Untersuchung einbestellt•

Die Aufstachelung zu polizeilichen Ermittlungen und die beispiellose Suspendierung der Abgeordneten Zoabi von der Knesset sind Versuche, die Kritik an den israelischen Militäroperationen verstummen zu lassen und die arabische Minderheit zu diffamieren.• Antiarabische Stellungnahmen und Aufrufe zur
Gewaltanwendung jüdischer Politiker wurden vom Generalstaatsanwalt ignoriert.

MK Haneen Zoabi wurde heute in Lod zu einer polizeilichen Ermittlung einbestellt. Die Polizei wirft ihr vor, sie habe vor dem Bezirksgericht in Nazareth gegen einen öffentlichen Amtsträger - einen Polizeibeamten - gehetzt und ihn beleidigt. Die Untersuchung wurde vom israelischen Generalstaatsanwalt autorisiert. Diese Ermittlung wegen Aufhetzung gehört zu einer Serie entsprechender Maßnahmen, die nach der Suspendierung der Abgeordneten >>>

Hanin Soabi – Wikipedia >>>

Rauskommen, wann man will - Susanne Knaul - Die Palästinenser im Gazastreife fühlen sich eingesperrt. Sie wollen vor allem eines: dauerhaft offene Grenzen. Wer dafür sorgt, ist ihnen egal. - Die einzige Möglichkeit, Israel wie auch Ägypten zur einer Lockerung der Blockade zu bewegen, wie es die Hamas zur zentralen Bedingung machte, ist die Rückkehr der Fatah-nahen Sicherheitstruppen aus dem Westjordanland in den Gazastreifen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der als der Schwächere gegenüber der Hamas vor sieben Jahren aus dem Gazastreifen floh, würde auf den Trümmern, die Israels Armee hinterlässt, wieder Stellung beziehen. Abbas ist im Gazastreifen nicht beliebt. Viel zu spät habe er auf den Krieg reagiert, heißt es. Trotzdem ist es den meisten Menschen egal, wer dafür sorgt, dass die Grenzen geöffnet werden. Sobald die Fatah-nahen Truppen an den Übergängen stationiert sind, könnten Personen und Waren wieder leichter passieren. >>>

#########Israel verzögert die Ausreise, verletzter Menschen aus dem Gazastreifen. - In der jüngsten Gaza Operation der israelische Armee “Protective Edge“ (Schutzlinie) wurde ein 7 jähriges palästinensisches Mädchen durch ein israelisches Artillerie Geschoss vom Hals ab gelähmt ,die Geschosse töteten ihre Mutter und verletzten zwei ihrer Schwestern. Maha Sheikh Khalil braucht dringend ärztliche Hilfe. Um die Funktionsfähigkeit ihrer Nerven im Oberkörper wiederherzustellen bedarf es einer Operation im Ausland. Krankenhäuser in der Türkei, den USA und Deutschland haben ihre Hilfe angeboten, Laut der Sky News Website gab Israel eine Erklärung ab, demnach hatte das Mädchen ursprünglich einen Antrag auf ihre Evakuierung vor 16 Tage bekommen. Übersetzung K.Ibrahim

 

Injured Maha who was paralysed by Israeli artillery can travel for treatment >>>
 

VIDEO - Israel does not allow injured Gazans leave the enclave >>>

Die medizinische Versorgung in Gazastreifen ist desolat : Kinder werden ohne Narkose operiert, Verstümmelte können nicht adäquat versorgt werden, einfache intensivmedizinische Maßnahmen fehlen, viele medizinische Geräte sind rare Ware, ein Kraniotomie-Set besteht aus 5 Instrumenten, die mit Wasser und Seife "desinfiziert" werden, eine Thorakoskopie- bzw. Thorakotomie-Einheit gibt es nicht, Naht- und Verbandsmaterial fast aufgebraucht, und die Liste geht weiter...

Im Hinblick auf diese dramatische Lage sind aktuell mehrere Länder, Hilfsorganisationen und NGOs aktiv, Kinder aus der Kriegsregion zu holen, um ihnen eine adäquate medizinische Versorgung anzubieten.

Hier können Sie erfahren, dass diese Art von Hilfeleistung schon in einigen Krankenhäusern im Gange ist:
http://www.nwzonline.de/wirtschaft/westerstede-hilft-gaza-kindern_a_17,0,526304998.html

Die Türkei startet eine Luftbrücke für Kriegsverletzte:
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0GB0D820140811


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HSF, auch "Help sans Frontières", ein gemeinnütziger Verein, der Menschen in Not zur Seite steht und vor allem medizinische Hilfe für Betroffene anbietet, bittet um Ihre großzügige Unterstützung: Behandlung von Kindern in Ihrem Unternehmen bzw. Krankenhaus.

Wir in "Help sans Frontières", mit unserem medizinisch fundierten und engagierten Fachpersonal, das enge Kontakte zu verschiedenen Hilfsorganisationen weltweit pflegt, würden die logistische Organisation übernehmen.

Wir freuen uns auf jede medizinische Hilfe für diese Kinder, sei es im Rahmen dieses Projektes oder auch im Sinne medizinischer Sach- sowie Geldspenden (Betreff: Kinder Gaza).

Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre Hilfe und stehen für weitere Fragen jeder Zeit zur Verfügung.

Bitte diese Nachricht weiterleiten, Danke sehr... Mit kinderfriedlichen Grüßen, Dr. Saher Khatib - "Help sans Frontières, HSF”
Homepage: www.hsf-world.org - E-Mail: s.khatib@hsf-world.org

Spenden gegen Spendenbescheinigung: IBAN: DE97100500000190157399 - BIC: BELADEBEXXX - Landesbank Berlin-Berliner Sparkasse - Betreff: Kinder Gaza

Dutzende Palästinenser verhaftet - In Ost-Jerusalem und Israel seit Anfang Juli 600 Palästinenser festgenommen - Gaza - Die israelische Polizei hat am Donnerstag in Ost-Jerusalem weitere 52 Palästinenser unter dem Vorwurf des Landfriedensbruchs festgenommen. Dadurch stieg die Gesamtzahl der Festnahmen seit Anfang Juli auf etwa 600 >>>

AUDIO - Interview mit Prof. Rolf Verleger Psychologe - 28:42 min | Heute | 10.00 Uhr | SWR1 Baden-Württemberg - Lebt als gläubiger Jude in Deutschland und kritisiert die Gaza-Politik der israelischen Regierung. >>>

Vertrieben, getötet und Ghetto von Israel: Die Geschichte von meinem Cousin in Gaza - Ghada Ageel - Mein entfernter Cousin, Sobhi Abu Shammala, wurde im Juli von israelischen Streitkräften getötet, während die Bewässerung seiner kleinen Palmen in der Mawasi Bereich Khan Younis. Ein Flüchtling, seine Geschichte deckt den Schwung der palästinensischen Geschichte von der Nakba, Katastrophe oder der Enteignung im Jahr 1948, dem jüngsten israelischen Vorwand für die Ausübung überwältigende militärische Gewalt gegen die Palästinenser. Er ist nicht allein. Mehr als 1800 Palästinenser, die meisten von ihnen Zivilisten, wurden von den neuesten israelischen Kriegsverbrechen getötet worden, eine Behauptung, ich glaube, Untersuchungen werden bald tragen. >>>

Palästinensisches Museum - Ein Signal für die Vielfältigkeit - Viele palästinensische Künstler leben in der Diaspora. Ein neues Museum im Westjordanland soll Künstler, Religionen, Tradition und Moderne vereinen. - Katharina Pfannkuch - Ganze Straßen liegen unter Trümmern begraben, von vielen Häusern sind nur Ruinen geblieben. Die Zerstörung ist allgegenwärtig in Gaza. Der Wiederaufbau wird lange dauern. Rund 80 Kilometer entfernt wird ebenfalls gebaut: Auf einer Anhöhe nahe Ramallah im Westjordanland erstreckt sich eine gigantische Baustelle. Schaufellader heben kaskadenartige Terrassen aus, ein Fundament aus hellem Kalkstein bildet den Mittelpunkt. Auf 3.000 Quadratmetern entsteht hier das größte Museum für palästinensische Kunst, Geschichte und Kultur in der Region. >>>

VIDEO - Joan Rivers: Die Palästinenser haben es verdient zu sterben

 

12,000 want Joan Rivers show banned in Gaza row - Joan Rivers - MORE than 12,000 people have signed a petition to stop Joan Rivers performing in Nottingham after her remarks about the Israeli-Gaza crisis. The performer courted controversy last week when a reporter asked for her thoughts on the Palestinian death toll. Ms Rivers said: “Oh my God! Tell that to the people in Hiroshima. Good. Good. When you declare war, you declare war. They started it. “They started it. We now don’t count who’s dead. You’re dead, you deserve to be dead. Don’t you dare make me feel bad about that. R >>>

POEMS: After a night full of missiles in Gaza - Haokets - Gaza-based poet Manal Miqdad wrote the following poem after a particularly violent and sleepless night in Gaza during Israel’s Operation Protective Edge. Israeli poet Almog Behar penned a response, dedicated to Miqdad. After a night full of missiles, crying and fear, the sheet of the sky opens its heart to the light >>>

Palästinas Medienkrieg - Ein Frontbericht Dieser Bericht aus dem Netz befasst sich mit Standpunkten und Argumenten eines Teils der Solidaritätsbewegung Palästina, also mit einem Frontabschnitt im Medienkrieg. - Nutzerbeitrag von Abrazo - Wenn Palästina (so, wie es in diesem Frontabschnitt erscheint) von Israel spricht, dann spricht es nicht von Juden, sondern von Zionisten. Dass da tatsächlich ein großer Unterschied gemacht wird, dürfte aufgrund des eben gesagten einleuchten: wer Hand in Hand mit jüdischen Gruppen kooperiert, der kann kein Judenfeind sein. Selbst, wenn er es vorher gewesen wäre, das praktische Leben hat ihn längst eines anderen belehrt. Es besteht also ein großer Unterschied zwischen deutschen Migranten und Palästinensern in Palästina. Judenfeindliche Äußerungen, wie sie hier vor allem in Migrantenkreisen durchaus schon mal fallen, sind im modernen Palästina so kaum möglich. Auch wenn die Palästinenser sich mehr oder minder deutlich über jeden gefallenen israelischen Soldaten freuen, er ist immer der Israeli, der Zionist, der Besatzer und niemals der Jude. Denn das von ihnen propagierte Palästina ist das eines traditionell multireligiösen Staates, eine friedliche Koexistenz von Muslimen, Christen, Juden und Drusen oder auch denen, die für Religion gar nichts übrig haben. >>>

Raketenwerfer soll man nicht sehen - Der Hamas in Gaza wird vorgeworfen, unliebsame Berichterstattung zu unterbinden. Immer wieder würden Journalisten an der Ausführung ihrer Arbeit gehindert - wenn nötig mit Gewalt. - Hans-Christian Rössler - In Gaza schweigen seit Montag die Waffen, doch der Krieg ist noch nicht vorüber. Selbst in den Trümmern lauern Gefahren. Am Mittwoch filmte der italienische Videojournalist Simone Camilli ein palästinensisches Räumkommando, das eine israelische Rakete barg, die nicht explodiert war. Die Aktion missglückte, der Reporter der Nachrichtenagentur AP kam zusammen mit fünf Palästinensern, darunter seinem Übersetzer, ums Leben. Er war der erste ausländische Journalist, der in diesem Krieg, dem bereits mehr als 1900 Menschen zum Opfer fielen, starb. Nicht alle Toten lässt die Hamas in Gaza filmen und fotografieren. Gegen Bilder getöteter Zivilisten und zerstörter Wohnhäuser haben die Islamisten aus Gaza dagegen nichts einzuwenden. Ganz anders verhält sich die Hamas aber, wenn auf den Bildern ihre Kämpfer oder die Standorte ihrer Raketenwerfer zu sehen sind. >>>

Zur Ergänzung noch einige andere Artikel:
Gideon Levy: "Bedroht und alleingelassen - In Israel werden die Kritiker des Gaza-Kriegs beschimpft und bedroht. >>>"
auch: VIDEO  - Der Nahost-Konflikt – wie Medien die Meinung machen >>>
auch:
Medienbetreuung in Israel - All-inclusive-Paket für Kriegsberichterstatter -  Matthias Gebauer - Propaganda gehört zu einem Krieg wie Bomben und Soldaten. >>>
auch: Israel baut eine Blogger-Armee auf - Ralf Müller - >>>
auch:
Willkommen im Wahrheitsministerium Jerusalem Wie Israels "Spin-Doktoren" unter Ausblendung historischer Zusammenhänge Realität konstruieren - Von John Bunzl >>>

Mehr dazu: Meinungsfreiheit - Lücken + Zensur - Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen Israels >>>

Norman Finkelstein - There was NO WAR in GAZA, it was a MASSACRE

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Anti-Israel Celebrities Justify Hamas’ Actions - During the current conflict in Gaza, a number of celebrities have voiced their opinions in support of either the Israeli or Palestinian positions. But others—be it during Operation Protective Edge or at other times—have gone further than simply supporting the Palestinians by actively supporting the Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) movement against Israel, making false accusations about the Jewish state, ignoring Israel's position on the conflict, or justifying the actions of the terrorist group Hamas. Many of these celebrities also endorse popular brands and products. The following is a list of such celebrities and some of the brands they have endorsed: >>>

Neue Folge Jung & Naiv mit Elizabeth Tsurkov: Menschenrechte & die politische Lage in Israel
Is the war in the Middle East human rights-friendly? Why are Palestinian & Israeli civilians harmed & in danger? What kind of parties are in Israeli politics? Who is in government, who is in opposition? What are these settlements? What part do women play in Israeli politics? What happened with that kidnapping before the war? What and where is apartheid? Should Palestinians & Israelis have the same rights? What should Germany do? What should the EU do? What should the US do?

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14. 8. 2014

Israel, Ägypten, Syrien und die USA vor den Internationalen Strafgerichtshof? - Dr. Ludwig Watzal - Don't they qualify as candidates for the ICC? - Das israelische Besatzungsregime, die Militärdiktatur in Ägypten und das mörderische Assad-Regime in Syrien zusammen mit den Repräsentanten des US-Imperiums gehören vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.

Esam Al-Amin hat eine ernüchternde Bilanz der Verbrechen dieser Regierungen erstellt, über zwei von ihnen hält das US-Imperium seine schützende Hand: Israel und Ägypten. Was Al-Amin versäumt hat, ist eine Bilanz der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die das US-Imperium im Irak seit 1990 und insbesondere seit dem Überfall 2003 begangen hat. Afghanistan, Libyen und Jemen sollten dabei ebenso in diese Schreckensbilanz mit einfließen.

Besonders erwähnenswert ist die fast 100-prozentige Unterstützung des US-Kongresses für die Verbrechen, die das israelische Besatzungsregime gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen verübt hat. Keiner der einhundert US-Senatoren stimmte gegen eine weitere militärische Aufrüstung Israels, nur acht mutige US-Abgeordnete wagten es, dagegen zu stimmen. Auf solch eine imposante Unterstützung kann sich noch nicht einmal Benyamin Netanyahu in der Knesset, dem israelischen Parlament, stützen. >>>

Krieg ist der falsche Begriff" - Yehuda Shaul von Breaking the Silence über die Angriffe auf Gaza (...) Aus den Berichten von Soldaten, die wir bislang erhalten haben, können wir jedoch schon jetzt feststellen, dass unsere Armee rote Linien überschritten hat und dies auf eine Weise, die noch vor kurzem undenkbar gewesen wären. Unsere Angst ist, dass wir es nächstes Mal mit einem weiteren Abbau der Hemmungen zu tun haben werden, was den Schutz palästinensischer Zivilisten angeht. Ein Beispiel: Ein Späher erzählt uns, dass er am dritten oder vierten Tag der Bodenoffensive im Norden des Gazastreifens ein Haus beobachten sollte. Er berichtet der Zentrale, das zwei Männer das Haus verlassen und später wieder betreten. Er hört, wie die Zentrale eine Drohne anfordert, um das Haus zu zerbomben. Der Späher protestiert, es fänden doch momentan gar keine Kampfhandlungen statt, die Männer wären auch unbewaffnet. Nein, sagt die Zentrale, es sei ein Haus von Hamas-Aktivisten. Eine leichte Bombe wird als Warnung auf das Dach geworfen, damit die Bewohner das Haus verlassen können. Zwanzig Minuten später zerstört eine Eintonnenbombe das Haus. Kurz darauf sieht er dann, wie eine Frau mit Kind aus dem Haus flüchtet. Diese Vorgehensweise wurde offensichtlich Dutzende Male wiederholt. Mitten in Gaza. >>>

Bedroht und alleingelassen - In Israel werden die Kritiker des Gaza-Kriegs beschimpft und bedroht. Der Publizist Gideon Levy musste gar unter Personenschutz gestellt werden. Auf die Unterstützung seiner deutschen Kollegen kann er aber nicht zählen - sie suchen in dieser komplexen Gemengelage lieber nach einfachen Wahrheiten. - Hilmar Klute - In die Einlassungen mancher deutscher Intellektueller zum jüngsten Gaza-Krieg scheint irgendjemand vorsorglich einen Algorithmus eingebaut zu haben, der die Argumente immer um denselben Bogen zum selben Ziel lenkt: Israel ist das Land, das sich gegen seinen unablässig Raketen sendenden Feind verteidigen muss; die Hamas trägt die Bevölkerung des Gazastreifens auf einem Präsentierteller durchs Land, sodass die israelische Armee nicht anders kann, als auf die Menschen zu feuern, denn jede Schule, jede Moschee, jedes Krankenhaus ist ein Waffenlager. Die Hamas hat Israel so lange provoziert, bis Israel nicht mehr anders konnte, als zurückzuschießen. Diese Glaubenssätze haben als Wahrheit zu gelten, und es ist nicht geboten, sie zu überprüfen. Wer dies trotzdem tut, hat die Absicht - und jetzt befindet sich der Argumentationsbogen in der Zielgeraden -, sich von der Schuld an der millionenfachen Ermordung der Juden im Dritten Reich zu beurlauben oder seinen bis dahin latenten Antisemitismus in Gestalt massiver Israelkritik an den Mann zu bringen. >>>

Genozidplanspiele - Faschismus in Ukraine oder Israel ignoriert - Rainer Rupp - Der gewöhnliche Faschismus ist in Deutschland wieder gesellschaftsfähig. Wie sonst läßt sich erklären, daß hiesige Medien und Politiker ihn nicht erkennen, selbst wenn er ihnen ins Gesicht starrt? Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk spricht davon, russische »Untermenschen« zu bestrafen. In Israel fordert der stellvertretende Knesset-Sprecher Mosche Feiglin in einem Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine »Lösung« für die Palästinenser in Gaza, wonach all jene, die sich einer Deportation widersetzen, »konzentriert« und »exterminiert« werden sollen. Einen größeren Aufschrei gibt es deswegen weder in Israel noch in Deutschland. Genozidplanspiele gehören offensichtlich zum Zeitgeist. Das erklärt auch, warum der israelische »Journalist« Jochanan Gordon am 1. August in The Times of Israel lang und breit über die Vorteile eines Genozids an den Palästinensern schwadronieren konnte >>>

Gaza Attack 2014 - Kritische Presse - Hinweise auf kritische Berichterstattung seit Beginn von Israels Angriff auf Palästina 2014 >>>

Leitmedien - 13.8.14 - Matthias Jochheim, IPPNW - Eine mit modernsten Zerstörungsmitteln ausgerüstete Armee überfällt zu Wasser, zu Lande und zur Luft eine dicht besiedelte, abgeriegelte und durch jahrelange Handels- und Reiseblockaden ausgepowerte Enklave, tötet rund 1900 Menschen - zu mindestens zwei Dritteln unbewaffnete Zivilisten, darunter rund 400 Kinder – und erklärt dies zu einer Operation gegen den Terror.

Begründet wird dies mit dem Abschuss vorsintflutlicher, ungesteuerter Raketen, ausgelöst durch eine von israelischen Militärs im Gazastreifen durchgeführte extralegale Hinrichtung von Hamas-Militanten und Zivilisten. Diese palästinensischen Geschosse töten drei israelische Zivilisten und richten geringfügigen Sachschaden in Israel an, stören über einige Tage außerdem den zivilen Luftverkehr nach Israel beträchtlich. (In Gaza gibt es nach der kompletten Zerstörung des dort mit EU-Mitteln gebauten Flughafens durch Israel keinerlei Flugverkehr, abgesehen von den häufigen Angriffen durch israelische Bombenflugzeuge und Drohnen).

Wie spiegelt sich dies in deutschen „Qualitätsmedien“ wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und der Süddeutschen Zeitung (SZ)?
Mit erstaunlicher Uniformität kommentieren „pes.“ (FAZ) und Peter Münch (SZ) in den Zeitungen vom 9.8. (Samstag) diese Vorgänge: verantwortlich ist in erster Linie Hamas, die „endlich einsehen muß, „dass sie ihr Volk nicht weiter der krass überlegenen Kriegsmaschine ausliefern darf.“(!) Das angebliche „Kalkül: Es müssen noch mehr Menschen sterben und noch mehr Lebensgrundlagen zerstört werden, bis am Ende das weltweite Entsetzen so groß ist, dass es den Israelis Einhalt gebietet.“ „Es ist also völlig logisch, dass in Gaza zwei blinde Offensiven aufeinandertreffen. Es ist logisch, dass dies von außen keine verhindern kann – und jeder vernünftige Mensch muß daran verzweifeln.“ (SZ Kolumne auf S.4)

Na – wenn ohnehin nichts daran zu ändern ist, kann die deutsche und erst recht die US-Regierung ja ruhig weiter Waffen und Finanzsubventionen an ihre israelischen Regierungsfreunde senden, da muß sich der SZ-Leser nicht mehr darüber Sorgen machen!

Die Struktur des FAZ-Kommentars ist ganz ähnlich, da scheint es funktionierende Kommunikationstunnel zwischen Frankfurt und München zu geben: „Hat es im Gazakrieg noch nicht genug Tote gegeben? Wenn man sieht, mit welcher Strategie die Hamas bei den Verhandlungen vorgegangen ist, könnte man auf den Gedanken kommen. Die Palästinenserorganisation hat offenbar munter auf ihren Maximalforderungen beharrt“ (die vorsichtshalber im Text nicht benannt werden). „Aber man darf von einer Regierung nicht erwarten, dass sie die Hände in den Schoß legt, wenn Leib und Leben ihrer Bürger gefährdet sind“ – sondern hat als abgeklärter FAZ-Journalist Verständnis dafür, dass dann eben tausende unbewaffneter palästinensischer Zivilisten getötet und verletzt werden müssen. Abschließend: „Und es stimmt einfach nicht, dass immer Israel an allem schuld ist.“ (!) FAZ = Frankfurter Allgemeiner Zynismus.

Die Situation in Gaza wird mit einiger Berechtigung immer wieder mit einem Ghetto verglichen: 1,8 Millionen sind von der Außenwelt abgeriegelt, für ein normales Leben notwendige Versorgungsgüter werden ihnen durch eine Blockade ganz unzureichend geliefert, der Seeweg ebenso wie jeder Flugverkehr ist abgeschnitten.
Der Aufstand in diesem Ghetto, gegen die uneingeschränkt überlegene Besatzungs- und Belagerungsmacht, erhebt folgende einfache Forderungen, vom israelischen Journalisten Gideon Levy (Ha’aretz) als faire Grundlage für eine Verständigung eingeschätzt:

• Die israelische Armee soll aus dem Gaza-Streifen abziehen und
• Den palästinensischen Bauern erlauben, ihr Land bis an den Grenzzaun zu Israel zu nutzen.
• Die Palästinenser sollen wieder freigelassen werden, die erst im Austausch für den israelischen Soldaten Gilat Schalit freikamen und dann bald danach wieder inhaftiert wurden.
• Die Belagerung muss beendet und die Grenze wieder geöffnet werden; ebenso der Hafen und der internationale Flughafen unter UN-Kontrolle.
• Die Fischereizone muss erweitert, der Grenzübergang in Rafah international überwacht werden.
• Israel soll eine zehnjährige Waffenruhe zusagen und eine Schließung des Luftraums über dem Gaza-Streifen für israelische Flugzeuge akzeptieren.
• Einwohner des Gaza-Streifens erhalten die Erlaubnis, nach Jerusalem zu reisen, um dort an der Al-Aksa-Moschee zu beten.
• Israel möge sich nicht in die palästinensische Innenpolitik einmischen, zumal mit Blick auf die Einheitsregierung von Hamas und Fatah.
• Und zu guter Letzt soll Gazas Industriezone eröffnet werden.

Levy resümiert: „Die Hamas und der Islamische Dschihad fordern Freiheit für den
Gaza-Streifen. Es gibt wohl keine Forderung, die verständlicher und berechtigter ist. Wenn wir das nicht akzeptieren, werden wir nicht den gegenwärtigen Zyklus der Gewalt durchbrechen, und in einigen Monaten wird alles so weitergehen wie bisher.“

Es ist schade, dass wir in unseren sogenannten Qualitätsmedien einen so abgewogenen Beitrag zur Meinungsbildung nur mühsam auffinden können.  Matthias Jochheim, IPPNW

VIDEO  - Der Nahost-Konflikt – wie Medien die Meinung machen - Stimme Russlands: Die Zeit drängt bei einer Lösung im Gaza-Konflikt, doch ein endgültiges Ende der Gewalt zwischen Israel und Palästinensern ist nicht in Sicht. In den Medien sehen wir weiterhin Bilder von zertrümmerten Häusern im Gazastreifen, oder von israelischen Truppenbewegungen. Über die Unterschiede der Berichterstattung in Ost und West, sowie über das Islambild international, sprach Marcel Joppa für die Stimme Russlands mit der Medien- und Nahost-Expertin Dr. Carola Richter. >>>

Israelische Kritiker werden in Deutschland nicht zitiert - Hilmar Klute - Die Solidarität deutscher Intellektueller mit seinen Positionen wird Gideon Levy vergebens suchen, seine Situation wird entweder verschwiegen oder gelangt gar nicht erst zur Kenntnis derer, die in einer so komplexen Gemengelage ihre bequeme Wahrheit suchen und natürlich sehr rasch finden. Und dass der auch in Deutschland gern gelesene Satiriker Edgar Keret von zwei Kriegen spricht, nämlich dem in Gaza und dem der Rechten gegen Andersdenkende wie ihn, passt nicht ins Schnittmuster, das die redliche deutsche Israeleinlassung aufweisen muss. Kritiker wie Keret werden hierzulande nicht zitiert, seine Beobachtungen einer inzwischen bis zum Rassismus verhärteten israelischen Gesellschaft werden verschämt weggeklickt.

Deutsche Intellektuelle verweigern den israelischen Kollegen die Solidarität

Wann hat es das eigentlich zuletzt gegeben, dass deutsche Intellektuelle, die sonst doch so viel auf das Pulsmessen im eigenen Land geben, dermaßen kaltherzig ihre Solidarität ihren Kollegen verweigern, die Kritik an ihrem eigenen Land wagen? Ja, bei den israelischen Kritikern ist der Protest gegen das Regierungshandeln ein Wagnis, bei uns ist es das nicht. Die israelische Schauspielerin Gila Almagor wird mit dem Tod bedroht, weil sie nach der grausamen Ermordung des Palästinenserjungen Muhammad Abu Khedir gesagt hat, sie schäme sich nach diesem Verbrechen, eine Israelin zu sein. In diesem Sommer, schreibt die Autorin Lily Galili, habe sich "eine neue Art des Terrorismus im eigenen Land etabliert: die organisierte Hetze gegen alles und jeden, das als linksgerichtet gilt oder sich außerhalb der engen Grenzen des verordneten Konsenses bewegt." >>>

Wolfgang Behr - pdf - Leserbrief zu: 13.8.14  „Wenn Ihr stecht..., „Wir stehen alle unter Schock“, „Die Globalisierung des Antisemitismus“. - Je weniger einige SZ-Kommentatoren von Karl-Heinz Ott über Bernd Dörries bis Ulrich Beck in den letzten Wochen von den Ursachen und Zusammenhängen des Jahrzehnte
alten Palästina/Israel-Konflikts zu verstehen scheinen, um so mehr versuchen sie, von den Verbrechen der israelischen Armee in Gaza durch eine realitätsferne Dämonisierung der Hamas und aufgeregtes Heraufbeschwören eines neuen, sogar globalen Antisemitismus abzulenken. Sie werden so Sprachrohre der israelischen Propaganda.

Der jüdisch-französische Politikwissenschaftler Alfred Grosser kritisiert die totale Identifizierung der jüdischen Gemeinden mit Israel. Und der israelische Journalist Uri Avnery spricht von der fast vollkommenden Identifikation der Diaspora-Juden mit Israel, die unvermeidlich dazu führen wird, allen Juden die Schuld an Israels Untaten zu geben. Die verurteilenswerten europaweiten Angriffe auf Synagogen und einzelne jüdische Mitbürger müssen sich also nicht aus einem grundsätzlichen Antisemitismus speisen. Gerade durch diese Identifikation mit Israel sehen Araber bzw. Moslems in den Synagogen nicht in erster Linie jüdische Kultstätten, sondern Zentren der Israellobby und des Zionismus, einer nach dem israelischen Historiker Ilan Pappe bösartigen, rassistischen und kolonialistischen Ideologie >>>

Deutschlands Mitverantwortung für die Beendigung des Gaza-Kriegs - Dejà vu in Gaza - Seit Monaten diskutiert Deutschland über mehr außenpolitische Verantwortung. Aber beim jüngsten Krieg in Gaza hat sich die deutsche Politik doch wieder weitestgehend auf die Rolle der entsetzten Zuschauerin verlegt. - Muriel Asseburg und René Wildangel

Deutsche Politikerinnen und Politiker aller Parteien sind nicht müde geworden zu betonen, dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung habe. Zwar haben sie die zivilen Opfer beklagt. Aber sie haben auch Israels Forderung nach einer Demilitarisierung Gazas unterstützt, noch während Israel den Küstenstreifen bombardierte. Damit haben sie dem militärischen Vorgehen Israels zumindest indirekt ihre Zustimmung erteilt. Denn wer sonst außer Israel sollte die Hamas entwaffnen?

Zudem gingen von Deutschland und seinen europäischen Partnern lange keine ernstzunehmenden Initiativen für eine Waffenruhe, einen längerfristigen Waffenstillstand oder gar eine Konfliktregelung aus. Vielmehr wirkten sie nur als Statisten mit, während der amerikanische Außenminister John Kerry zunehmend hilflos aber unermüdlich versuchte, eine tragfähige Übereinkunft zu erzielen. Ein EU-Außenministertreffen in Paris am 26. Juli kam über die bloße Forderung nach einem humanitären Waffenstillstand nicht hinaus.

Seit Anfang dieses Jahres haben die Europäer auch keinen Sonderbeauftragten für Nahost mehr, der vor Ort mit den Parteien sprechen könnte. Mit der Hamas, die auf der EU-Terrorliste steht, pflegen die EU-Mitgliedsstaaten ohnehin keine Kontakte und berauben sich damit der Möglichkeit einer eigenständigen Mittlerposition und Einflussnahme. Das Nahostquartett (USA, EU, Russland und UN) spielt schon lange keine Rolle mehr. Sein noch immer amtierender Vertreter Tony Blair blamierte sich mit einer Initiative für eine Waffenruhe, die er allein mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Ägyptens Präsident Abdelfattah al-Sisi aushandeln wollte. >>>

»Der Verkauf beginnt noch während des Feldzugs« - Vom Gazakrieg profitiert die Rüstungsindustrie – der zivile Sektor in Israel leidet. Ein Gespräch mit Shir Hever - Shir Hever erforscht als israelischer Ökonom die wirtschaftlichen Aspekten der Besatzungspolitik in Palästina - Israel ist einer der bedeutendsten Waffenexporteure der Welt. Nach der Militäroperation in Gaza 2012 erreichten die Verkäufe ein Volumen von sieben Milliarden Dollar. Wird das dieses Mal genauso sein?

Die israelische Rüstungsindustrie ist einer der bedeutendsten Sektoren. Ihr Export steuert 3,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Hinzu kommen weitere zwei Prozent für Verkäufe im Inland. Israel ist nicht der größte Waffenexporteur auf der Welt, aber die Nummer 1, was die Anzahl der verkauften Waffen pro Kopf, das heißt je Einwohner, anbelangt. Die Rüstungsbranche hat einen enormen Einfluß auf die Entscheidungen der Regierung.

Nach jedem Angriff auf Gaza veranstalten sie Messen, während der die öffentlichen und die privaten Firmen die eingesetzten und an der Bevölkerung von Gaza getesteten Produkte präsentiert. Die Käufer >>>

Tieren im Zoo geht es besser als Menschen in Gaza - Nicht die Palästinenser sind schuld am Krieg. Israels harte Blockade des Gazastreifens treibt sie zur Gewalt. Auf lange Sicht droht Israel so zu verlieren. - Gastbeitrag von Usama Antar -

Wie lange soll der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis noch andauern? Haben etwa zu viele Beteiligte ein Interesse daran, dass die Zerstörung und das Blutvergießen weitergehen? Die Antwort ist leider: Ja. Und glücklicherweise auch: Nein.

Dieser Konflikt ist kein unendlicher religiöser Krieg. Sehr wohl spielt Religion eine wichtige Rolle, sie wird jedoch vor allem politisch instrumentalisiert und als Argument für den Anspruch auf das Land benutzt.

In Deutschland werden vor allem die Hamas und der islamischen Dschihad als religiöse radikale Kräfte angesehen. Dabei vergisst man meist, dass auch viele israelische Parteien von religiösen und religiös-nationalen Ideologien geleitet sind. In Deutschland würden manche wegen ihrer rassistischen Prinzipien als verfassungsfeindlich gelten, in Israel sind sie jedoch Teil der Regierungskoalition von Benjamin Netanjahu. >>>

 

 

Die Armee hat sich 2005 zurückgezogen - und kontrolliert doch weiter das Land  - Usama Antar - Traurig ist dabei, dass man in Deutschland stets der palästinensischen Seite die Schuld zuweist, wenn wieder einmal die Gewalt eskaliert - insbesondere der Hamas. Dabei vergisst man, dass der Gazastreifen bereits seit 47 Jahren besetzt ist und die Menschen hier unter unmenschlichen Umständen leben.

Zwar haben sich die israelischen Streitkräfte im Jahr 2005 an den Rand des Gazastreifens zurückgezogen. Sie haben aber nicht die Kontrolle über das Leben der Menschen abgegeben. Israel kontrolliert immer noch die See- und Landgrenzen des Gazastreifens sowie den kompletten Luftraum. Damit kontrolliert Israel weiterhin Importe und Exporte, Zugang und Ausgang.

Was sollen die Palästinenser im Gazastreifen tun? Stellen Sie sich vor, Sie wären nicht in Deutschland, sondern in Gaza auf die Welt gekommen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten in den vergangenen sechs Jahren drei mörderische Kriege erlebt ohne Aussicht auf eine Verbesserung der katastrophalen humanitären Lage. Was würden Sie tun? Was sollen die Palästinenser machen? Die Antwort ist eigentlich einfach, für Israel aber politisch scheinbar nicht opportun: Die meisten Palästinenser wollen seit vielen Jahren Frieden und Koexistenz mit Israel. Sie haben sich mit 22 Prozent des historischen Mandatsgebiets Palästinas begnügt, und den Israelis 78 Prozent eingeräumt. >>>

12. 8. 2014

Hattingerin engagiert sich für Frieden im Nahen Osten - Die Hattingerin Rosemarie zur Nieden engagiert sich seit Jahren für Frieden. Der Druck auf Israel müsse verstärkt werden, sagt sie. Im Moment, aufgrund des Gaza-Kriegs, beschäftigt sie das Thema besonders. „Die Palästinenser baden aus, was die Europäer, und vor allem die Deutschen, vor Jahrzehnten mit dem Holocaust verursacht haben“, sagt Rosemarie zur Nieden. Die ehemalige Welperaner Pfarrerin, geboren 1939, engagiert sich seit Jahren für den Frieden im Nahen Osten. Mit großer Sorge beobachtet sie die Besatzung Palästinas durch Israel. >>>

Der Israel-Palästina-Konflikt mit archäologischen Mitteln - Gazas Kunstschätze - In Gaza-Stadt entstand 2008 das einzige Museum des Gazastreifens. 2009 wurde es durch israelische Bomben beschädigt, anschließend wiederaufgebaut. Wie wichtig sind antike Kunstwerke für ein neues Selbstbewusstsein im Gazastreifen? >>>

Erklärung aus dem Wissenschaftlichen Beirat von Attac - Israels militärische Aktionen im Gaza-Streifen sind unverhältnismäßig und richten sich – nach den vorliegenden Nachrichten der UNO – nicht nur gegen militärische Ziele, sondern vor allem gegen die Menschen im Gaza-Streifen. Das hat in aller Welt Empörung hervorgerufen und zu Solidarität mit den Palästinensern veranlasst. Die jahrelange Blockade des Gazastreifens hat im Krieg von Juli/ August 2014 eine brutale Steigerung erfahren. Sie ist zur geplanten Zerstörung der palästinensischen Gesellschaft ausgeweitet worden. Eine Armee, die zielgenau anfliegende Hamas-Raketen abschießen kann („Iron Dome“), trifft mit ihren Granaten auch zielgenau, also absichtsvoll Schulen, Flüchtlingsunterkünfte, Krankenhäuser, Verwaltungseinrichtungen, das einzige Kraftwerk, das die Menschen mit Energie versorgt, die Anlagen zur Wasseraufbereitung und Abwasserentsorgung. Die Infrastruktur einer Gesellschaft, ohne die deren Existenz nicht möglich ist, wird in Schutt und Asche gebombt. Das sind schwere Verbrechen gegen das humanitäre
Völkerrecht.

Momentan (am 4. August, dem 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs) trauern wir um die fast 2000 Toten und über 6000 Verletzten, die Opfer der Militäroffensive zu Lande, aus der Luft und vom Urlaubs-Mittelmeer her geworden sind. Das sind vor allem palästinensische Opfer. Aber auch die Traumata der Überlebenden und die zerstörten gesellschaftlichen Einrichtungen tragen Konsequenzen – wie es in der Bibel heißt – „bis ins vierte Glied“, und zwar nicht nur auf
Palästinensischer Seite, sondern auch für die Israelis.

Die Regierenden in Israel sind dabei, nicht nur den Gaza-Streifen, sondern auch die Zukunft ihres eignen Landes zu zerstören. Wie soll das Zusammenleben von Palästinensern und Israelis möglich sein? Welche Angebote für eine Friedensordnung ist Israel bereit zu machen? Wie wird das Zusammenleben mit den anderen Nationen des Nahen und Mittleren Ostens geregelt sein? Die israelische Regierung trägt eine große Verantwortung, auch weil sie mehr und bessere Optionen als die Palästinenser hat.

Wir dürfen als dem Frieden verpflichtete soziale Bewegung die zerstörerischen und selbstzerstörerischen Kräfte nicht überhand nehmen lassen. Darin sind wir uns mit den Friedensbewegungen in Israel und in Palästina einig. Nur gemeinsam können wir uns, auch wenn die Bedingungen unserer politischen Arbeit höchst unterschiedlich sind, der Zerstörung in den Weg stellen, zumal die USA und die Staaten der EU kläglich versagen. Die US-Regierung lässt sich von Israels rechten, militaristischen Politikern vorführen, so dass schon spöttisch bemerkt wird, die USA würden sich in die Hand beißen lassen, die da Israel füttert: mit hohen Geldleistungen, militärischem Nachschub und Technologietransfer, ohne den Iron Dome gar nicht eingesetzt werden könnte.

Die UNO wird seit Jahrzehnten blockiert, wenn es darum geht, beschlossene Sanktionen gegen Israel durchzusetzen. Genau dies muss aber geschehen, um eine weitere Eskalation des asymmetrischen Krieges zu verhindern. Israel muss die Blockade des Gaza-Streifens vollständig aufgeben und alle Grenzübergänge für Menschen, Güter und Waren öffnen. Dann wird die Sinnlosigkeit, Tunnel zu bauen, Raketen „home made“ zu produzieren und sie völkerrechtswidrig auch gegen Zivilisten zu schießen, offenbar. Die Mauer gegen die Palästinenser, um die völkerrechtlich illegalen Siedlungen zu schützen, muss fallen, und Israel muss die Grenzen von 1967 als seine Staatsgrenzen akzeptieren. Umgekehrt muss die Hamas als palästinensische Vertretung im Gaza-Streifen das Existenzrecht Israels in diesen Grenzen anerkennen und bereit sein, auf Gewalt als Mittel der Politik gegenüber Israel zu verzichten.

Israel muss endlich ernsthafte Verhandlungen mit den Palästinensern, mit der kürzlich gebildeten Einheitsregierung von Fatah und Hamas, aufnehmen und zwar unter internationaler Vermittlung. Die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates muss ermöglicht werden, das von der UNO geforderte Rückkehrrecht der Flüchtlinge muss eingelöst, die Freilassung der an die 5000 zählenden politischen Gefangenen muss geregelt werden. Nach den Schrecken der vergangenen Jahrzehnte ist es an der Zeit, konkrete Abmachungen zu treffen, die Sicherheit und gutes Leben für alle Menschen, in Israel und in Palästina, garantieren.  - Dörthe Krohn - Presse Attac Deutschland

Wenn es umgekehrt wäre ...  - Gideon Levy, 18.7.04  - (Der Artikel ist zehn Jahre alt!!!)  Was würde geschehen, wenn ein palästinensischer Terrorist am Eingang einer Wohnung in Israel eine Bombe explodieren ließe und so den Tod eines alten Mannes im Rollstuhl verursachen würde, der später unter den Trümmern des Hauses gefunden wird. Das Land wäre zu tiefst geschockt. Jeder würde über die scheußliche Grausamkeit des Aktes reden und über den, der ihn ausgeführt hat. Der Schock würde sogar noch größer sein, wenn bekannt wird, dass die Frau des Toten noch versucht hat, den Terroristen davon abzubringen, das Haus in die Luft zu sprengen, da sie ihm sagte, es seien noch Menschen drin. Aber es war umsonst. Die Boulevardpresse würde mit der üblichen, sofort ins Auge fallenden Schlagzeile kommen: „Mit Rollstuhl lebendig begraben“ - die Terroristen würde man als „wilde Tiere“ brandmarken.

Am letzten Montag haben Israels Militärbulldozer in Khan Yunis im Gazastreifen das Haus von Ibrahim Halfalla, einem 75 jährigen behinderten Mann und Vater von sieben Kindern, niedergewalzt und ihn dabei lebendig begraben. Umm Basel, seine Frau, sagt, sie versuchte den Fahrer der schweren Maschine noch durch Schreien anzuhalten, aber er beachtete sie gar nicht. Das Militär bezeichnete den Akt als „ein Versehen, das nicht passieren sollte“. Über den Vorfall wurde in der israelischen Presse nur beiläufig berichtet. In der größten Zeitung Israels, in Yedioth Ahranot, kam davon überhaupt nichts. Die Schauergeschichte aus Frankreich - wo eine Frau einer antisemitischen Attacke zum Opfer gefallen war, was sich später als Fiktion herausstellte - versprach, größere Aufregung unter den Leuten zu verursachen . Dort - so schien es - war es ein Angriff auf unser Volk. Aber wenn Bulldozer der IDF einen behinderten Palästinenser zu Tode bringen? Das ist doch keine Geschichte. Genau wie das Umbringen unter den Trümmern ihres Hauses von Noha Makadama, einer Frau, die im neunten Monat schwanger war . Es geschah vor den Augen ihres Mannes und der Kinder im El-Boureij-Flüchtlingslager nur ein paar Monate früher.


Und was würde geschehen, wenn ein Palästinenser einen israelischen Universitätsdozenten und seinen Sohn vor den Augen der Frau und dem jüngsten Sohn erschießen würde? Das geschah vor 10 Tagen im Fall von Dr. Salem Khaled in Nablus. Er, ein Mann des Friedens, rief den Soldaten noch vom Fenster aus zu, dass er die Haustür nicht öffnen könnte, weil sie blockiert sei, und er nicht herauskommen könne. Die Soldaten schossen ihn tot und danach auch den 16jährigen Sohn vor den Augen seiner Mutter und dem 11jährigen Bruder. Man kann sich gut vorstellen, wie wir auf diese Geschichte reagiert hätten, wenn das Opfer zu uns gehört hätte. >>>

Glenn Greenwald: U.S. Intel Agencies Provide "Key Ingredient" in Enabling Israeli Aggression in Gaza - Earlier this month, The Intercept published documents provided by Edward Snowden that revealed the deep ties between Israeli and U.S. intelligence agencies. In a recent article, journalist Glenn Greenwald cites one 2013 document that described a "far-reaching technical and analytic relationship" between the National Security Agency and its Israeli counterpart against "mutually agreed upon geographic targets." The partnership includes a "dedicated communications line" supporting "the exchange of raw material, as well as daily analytic and technical correspondence." >>>


When 'not in my name' is all you have in the face of a massacre - A name is more human, more familiar and more expansive than any label can ever be. It is something that everyone in the world has in common. It is therefore in that name that I refuse to step in line behind a massacre masquerading as an existential and moral crusade. - Natasha Roth - This directive was sent to me yesterday afternoon through Facebook, from a complete stranger. A little while later another message arrived, with an attached picture of the body of a murdered child, still lying on the floor of his bedroom – the crime scene – with blood all around. A mezuzah is fixed to the doorframe in the foreground of the photo. The picture was accompanied by the sender’s suggestion that I am in favor of the killing of Jews. I assume the two messages were sent by the same person, as although they had different names, their profile pictures (of two men standing side by side, grinning) were exactly the same. I cannot say with absolute certainty what provoked these messages, as I immediately reported and blocked the sender(s). I am confident it is not connected to the articles I write, as I go by a different name on Facebook (for precisely the reason of trying to limit where and how much hate mail can come >>>

UN Specialist for Palestinian Rights Suspects Israel Committed War Crimes - Interview with Richard Falk on the Crisis in Gaza - Ken Klippenstein - Richard Falk is an American professor Emeritus of International Law at Princeton University. He just completed a six-year term as United Nations Special Rapporteur on Palestinian human rights. He was appointed to this role by the UN Human Rights Council, in 2008.

Ken Klippenstein: Could you describe Sisi’s [Egypt’s new leader] relationship with Hamas?
Richard Falk: The [Sisi] government is determined to destroy the Muslim Brotherhood and they view Hamas as an extension of the Brotherhood. So they’re in a certain way on the same side as Israel on this particular confrontation.

KK: Has the aerial bombardment campaign adopted by Israel done anything to decrease the rocket fire coming from Gaza?
RF: There’s no evidence that it has. It certainly has caused some damage and some deaths to those involved in either making and deploying and firing the rockets. But there’s no discernable effect in stopping Hamas’ and other militias’—its not only Hamas, there are other militias, some of which Hamas doesn’t control—that have engaged in this kind of rocket fire. The only alternative to using these rockets for defenseless people like those living in Gaza is to absolutely do nothing—to be completely passive. They have no military capability to resist Israel on the ground or in the air or from the sea. So it’s a very one-sided war; and one-sided wars are, in my view, by their very nature, unlawful and constitute crimes against humanity. >>>

Why Palestinian citizens of Israel are no longer safe - Despite institutionalized discrimination, in recent years Palestinian citizens of Israel have increasingly integrated into the economy, political life, academia and general society. The nature of the current assault on Israeli-Arabs launched from both the Knesset and the street is, in fact, a reaction to this integration. - Ron Gerlitz - About a month ago I wrote here that the fabric of relations between Palestinian and Jewish citizens of Israel was worsening, and that this was not just an escalation but a frightening new era of Jewish-Arab relations in Israel. In retrospect, we were just at the start of the deterioration and had no idea what was in store for us.

Since the onset of the war in Gaza, the scale of the assaults on Palestinian citizens of Israel has increased dramatically, as have their intensity. Today we find ourselves in a new and appalling chapter of relations between Arab and Jewish citizens of Israel. The lengthy article in last Friday’s Haaretz weekend magazine (Hebrew) was a comprehensive and systematic account of the campaign of physical and verbal violence directed at Palestinian citizens, the campaign by the right wing to have Arab workers fired and the profound fear that prevails among them. >>>

Water disaster hits every single person in Gaza - Ali Abunimah - Right now, none of the 1.8 million Palestinians living in the occupied and besieged Gaza Strip has access to a safe and secure supply of water. The water situation was already severe before Israel’s bombardment began on 7 July. But now water experts are calling it a disaster. Ninety percent of wells, wastewater treatment plants and desalination plants cannot operate due to power cuts and lack of fuel. >>>




The Israeli-Palestinian conflict is one of the world’s major sources of instability. Americans are directly connected to this conflict, and increasingly imperiled by its devastation. It is the goal of If Americans Knew to provide full and accurate information on this critical issue, and on our power – and duty – to bring a resolution.

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13. 8. 2014

Eure Tote
Die Palästinenser an die Zionisten
von Erich Fried


Eure Toten
eure toten Eltern und Großeltern
eure toten Brüder und Schwestern
auf die ihr euch immer beruft
eure Toten die euer Trumpf sind
eure Toten für die ihr euch Geld bezahlen lasst
als Wiedergutmachung
sie sind nicht mehr eure Toten
Ihr habt eure Toten verloren
denn eure Toten
das waren die Opfer der Mörder
die Gerechten die Unterdrückten:
Die Machtlosen die Verfolgten
die ermordeten Widerstandskämpfer
und ihre Kinder
das waren eure Toten
Jetzt aber seid ihr Machtanbeter und Mörder geworden
und werft Bomben auf eure Opfer wenn sie sich wehren
Ihr vertreibt die Machtlosen aus ihren niederen Hütten
Ihr kommt rasselnd in rasenden Panzern
Ihr lasst das Sprühgift
aus euren Flugzeugen regnen
nieder auf unsere Felder
und euer Napalm auf unsere Frauen und Kinder
Glaubt ihr denn eure Toten würden euch wiedererkennen
versteckt in eure Panzer und Kampfflugzeuge?
Eure Toten sind übergegangen zu uns
Opfer zu Opfern
Verfolgte zu Verfolgten
denn die Ermordeten sind der Ermordeten Brüder und Schwestern
und nicht die der Mörder
Eure Toten wollen euch nicht mehr kennen
Darum beruft euch lieber nicht mehr auf eure Toten
um die Welt schweigen zu machen jedes Mal wenn ihr tötet
Darum tut lieber nicht mehr
als wären sie das gewesen was ihr seid
als wäret ihr wirklich noch ihre echten Kinder und Enkel
denn ihr habt Verrat begangen an ihrem Leben und Sterben
als ihr eingetreten seid in die Dienste derselben Ordnung
die eure Toten gequält und getötet hat
Eure Toten sind nun zu Gast bei unseren Toten
die versuchen sie zu beruhigen dass ihr vielleicht nur
aus Unwissenheit und aus Dummheit tut was ihr tut
Doch eure Toten sagen ihr seid immer so klug gewesen
die klügsten Kinder der Welt
und sie können euch nicht mehr verstehen
Und unsere Toten wollen sie trösten und sagen
dass nur die Macht der Mächtigen euch so verlockt und verwirrt hat
und dass ihr vielleicht es noch sehen und doch noch umkehren werdet
statt so zu sterben dass eure Toten euch nicht mehr kennen
 

UN-Kommission: Internationale Untersuchung - Die Vereinten Nationen haben am Montag ein Expertengremium zur Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen im Gaza-Konflikt ernannt. Leiten soll die Kommission der kanadische Völkerrechtsprofessor William Schabas. Ebenfalls in das Gremium berufen wurde der senegalesische UN-Menschenrechtsexperte Doudou Diene. Die britisch-libanesische Anwältin Amal Alamuddin lehnte ihre Nominierung »wegen beruflicher Auslastung« ab. Das Gremium sei damit beauftragt, mutmaßliche Menschenrechtsverstöße auf seiten der israelischen Streitkräfte sowie militanter Palästinenser seit Beginn des Konflikts am 13. Juni zu untersuchen, erklärte die UNO. Es soll seinen Bericht dem UN-Menschenrechtsrat bis März kommenden Jahres vorlegen. Israel lehnte das Vorhaben ab und sprach von einem »Scheingericht«. Die palästinensische Hamas begrüßte den Schritt und erklärte, der Untersuchungsausschuß solle seine Arbeit so früh wie möglich beginnen.

Die israelische Regierung machte am Dienstag mächtig Stimmung gegen die UN-Kommission. Mit der Berufung des Völkerrechtlers Schabas zum Vorsitzenden werde das Ergebnis der Untersuchung bereits vorweggenommen >>>

Bild William Schabas

Das harte Brot der Diplomaten - Botschafterin Dr. Khouloud Daibes antwortet ... (SB)Interview mit der Botschafterin Palästinas in der Bundesrepublik DeutschlandSeit Juli 2013 hat Dr. Khouloud Daibes das Amt der Botschafterin Palästinas
in der Bundesrepublik Deutschland inne. Zum Jahresbeginn 2012 wurde der Status
der Generaldelegation Palästinas zu dem einer Diplomatischen Mission mit Sitz in
Berlin aufgewertet. Dr. Daibes, die ihre akademische Ausbildung in der
Bundesrepublik absolvierte, von 2007 bis 2012 palästinensische Ministerin für
Tourismus und Altertümer sowie von 2007 bis 2009 palästinensische
Frauenministerin war, beantwortete dem Schattenblick einige Fragen zu den
Grundlagen und Lösungsperspektiven des aktuellen Konflikts zwischen Israel und
Palästina. Sie wurden ihr schriftlich zugestellt und spiegeln den Stand der sich
schnell verändernden Ereignisse vom 4. August 2014.Schattenblick: Frau Botschafterin, die Bundesregierung hat das Recht Israels auf Selbstverteidigung auch im
jüngsten Konflikt vorbehaltlos anerkannt. Wie verhält es sich mit der Anerkennung des
dementsprechenden Rechtes der Palästinenser durch die deutsche Regierung? Botschafterin: Grundsätzlich haben alle Völker das Recht, sich zu verteidigen. Israels Krieg im Gaza-Streifen ist weder ein Fall von Selbstverteidigung noch ist es ein Krieg zwischen benachbarten Ländern. Israel ist eine Besatzungsmacht. Der Gaza-Streifen ist Dr. Khouloud Daibes
Foto: © Palästinensische MissionBestandteil des Staates Palästina und wird seit 46 Jahren von Israel unter Verstoß gegen das Völkerrecht okkupiert. Das internationale Recht verbietet einer Besatzungsmacht, die Anwendung von Waffengewalt gegenüber einer Bevölkerung in einem von ihr besetzten Gebiet.

Das harte Brot der Diplomaten - Botschafterin Dr. Khouloud Daibes antwortet ... (SB)Interview mit der Botschafterin Palästinas in der Bundesrepublik DeutschlandSeit Juli 2013 hat Dr. Khouloud Daibes das Amt der Botschafterin Palästinas
in der Bundesrepublik Deutschland inne. Zum Jahresbeginn 2012 wurde der Status
der Generaldelegation Palästinas zu dem einer Diplomatischen Mission mit Sitz in
Berlin aufgewertet. Dr. Daibes, die ihre akademische Ausbildung in der
Bundesrepublik absolvierte, von 2007 bis 2012 palästinensische Ministerin für
Tourismus und Altertümer sowie von 2007 bis 2009 palästinensische
Frauenministerin war, beantwortete dem Schattenblick einige Fragen zu den
Grundlagen und Lösungsperspektiven des aktuellen Konflikts zwischen Israel und
Palästina. Sie wurden ihr schriftlich zugestellt und spiegeln den Stand der sich
schnell verändernden Ereignisse vom 4. August 2014.Schattenblick: Frau Botschafterin, die Bundesregierung hat das Recht Israels auf Selbstverteidigung auch im
jüngsten Konflikt vorbehaltlos anerkannt. Wie verhält es sich mit der Anerkennung des
dementsprechenden Rechtes der Palästinenser durch die deutsche Regierung? Botschafterin: Grundsätzlich haben alle Völker das Recht, sich zu verteidigen. Israels Krieg im Gaza-Streifen ist weder ein Fall von Selbstverteidigung noch ist es ein Krieg zwischen benachbarten Ländern. Israel ist eine Besatzungsmacht. Der Gaza-Streifen ist Dr. Khouloud Daibes
Foto: © Palästinensische MissionBestandteil des Staates Palästina und wird seit 46 Jahren von Israel unter Verstoß gegen das Völkerrecht okkupiert. Das internationale Recht verbietet einer Besatzungsmacht, die Anwendung von Waffengewalt gegenüber einer Bevölkerung in einem von ihr besetzten Gebiet.

Das harte Brot der Diplomaten - Botschafterin Dr. Khouloud Daibes antwortet ... - (SB) Interview mit der Botschafterin Palästinas in der Bundesrepublik Deutschland - Seit Juli 2013 hat Dr. Khouloud Daibes das Amt der Botschafterin Palästinas in der Bundesrepublik Deutschland inne. Zum Jahresbeginn 2012 wurde der Status der Generaldelegation Palästinas zu dem einer Diplomatischen Mission mit Sitz in Berlin aufgewertet.
Dr. Daibes, die ihre akademische Ausbildung in der Bundesrepublik absolvierte, von 2007 bis 2012 palästinensische Ministerin für Tourismus und Altertümer sowie von 2007 bis 2009 palästinensische Frauenministerin war, beantwortete dem Schattenblick einige Fragen zu den Grundlagen und Lösungsperspektiven des aktuellen Konflikts zwischen Israel und Palästina. Sie wurden ihr schriftlich zugestellt und spiegeln den Stand der sich schnell verändernden Ereignisse vom 4. August 2014.Schattenblick: Frau Botschafterin, die Bundesregierung hat das Recht Israels auf Selbstverteidigung auch im jüngsten Konflikt vorbehaltlos anerkannt. Wie verhält es sich mit der Anerkennung des dementsprechenden Rechtes der Palästinenser durch die deutsche Regierung? Botschafterin: Grundsätzlich haben alle Völker das Recht, sich zu verteidigen. Israels Krieg im Gaza-Streifen ist weder ein Fall von Selbstverteidigung noch ist es ein Krieg zwischen benachbarten Ländern. Israel ist eine Besatzungsmacht.

Palästinensische Mission - Bestandteil des Staates Palästina und wird seit 46 Jahren von Israel unter Verstoß gegen das Völkerrecht okkupiert. Das internationale Recht verbietet einer Besatzungsmacht, die Anwendung von Waffengewalt gegenüber einer Bevölkerung in einem von ihr besetzten Gebiet >>>

„Massaker an der Wirtschaft“ - Die palästinensische Autonomiebehörde und die Vereinten Nationen erwarten, dass es Milliarden Dollar kosten wird, um Gaza wieder aufzubauen. 12.000 Wohnungen und das einzige Kraftwerk haben schweren Schaden genommen. -  Hans-Christian Rößler - Mohammed al Telbani kann immer noch nicht verstehen, warum die israelischen Panzer sein Unternehmen angegriffen haben. Die Schokoladenkekse und Waffeln von „Al Awda“ kennt in Gaza jedes Kind. Nun steht ihre Produktion vor dem Aus. Die israelische Armee teilt lediglich mit, dass sie keine Fabriken angreife, sondern nur Gebäude, in denen Raketen hergestellt oder aus denen Raketen abgefeuert wurden. „Meine 450 Angestellten produzierten nur Süßigkeiten, in unseren Lagern befanden sich nur Zucker, Mehl und Margarine“, sagt Telbani. Und Medikamente: Telbani sagt, er habe einer Hilfsorganisation erlaubt, seine Kühlräume zu nutzen, die ebenfalls zerstört wurden. >>>

Aufhebung der Besatzung - Wider die Legenden des Gaza-Konfliktes – die israelische Okkupationspolitik ist Ausgangspunkt aller Probleme und Gewalt, nicht der Widerstand der Palästinenser - Norman Paech - Zwei Legenden prägen die Berichterstattung und Kommentierung des neuesten Krieges gegen Gaza: Israel handele in Ausübung seines Selbstverteidigungsrechts, und die Situation sei zwischen Israelis und Palästinensern so verfahren und aussichtslos, daß niemand eine Lösung dieser mörderischen Verklammerung wisse. Beide Legenden sind alt und beherrschen schon seit Jahrzehnten die Druckspalten und Sendungen der Rundfunkanstalten. Beide sind grundfalsch, haben sich aber durch ihre permanente Wiederholung tief in das allgemeine Bewußtsein der Öffentlichkeit eingraviert. Die These vom Selbstverteidigungsrecht ist Israels Basisrechtfertigung für alle Gewalt  >>>

Was will die Hamas? - Widerstreitende Flügel innerhalb der Palästinenserorganisation - Gerrit Hoekman - »Die Palästinenser haben nichts zu verlieren«, sagte Musa Abu Marzuq vor ein paar Tagen gegenüber dem arabischen Internetportal Al-Monitor, »sie werden entweder unter der Blockade sterben oder unter Israels Bombardement«. Abu Marzuq nimmt für die Hamas in Kairo an den indirekten Gesprächen mit Israel teil. Ziel der Verhandlungen ist das Ende der Gewalt in Gaza. Das Problem: Die Positionen der Kriegsparteien liegen meilenweit auseinander.

Israel will den Gazastreifen demilitarisieren, keine Gewehre mehr für die Radikalen, keine Raketen auf Tel Aviv und Jerusalem. Die Hamas fordert die Aufhebung der Blockade, die Israel und Ägypten seit vielen Jahren über Gaza verhängt haben. Der Seehafen soll wiedereröffnet werden, der Flughafen ebenfalls, den Israel 2001 zerstört hat, und die freie Ein- und Ausreise der Palästinenser soll sichergestellt sein.

Fast 2000 Palästinenser und 67 Israelis sind im Gaza-Krieg bis jetzt gestorben – für beide Seiten eine schwere moralische Hypothek. Die Hamas braucht einen Erfolg, der Krieg mit seinen schlimmen Folgen muß am Ende die Lebensbedingungen in Gaza deutlich verbessern. Nur dann waren die Opfer aus palästinensischer Sicht nicht sinnlos. >>>

Erklärungsnot nach Redeverbot - Matthias Drobinski - Sie haben einiges zu erklären, die Gewerkschafter vom DGB rund um Leer. Dorothee Jürgensen, die Geschäftsführerin der Region Oldenburg-Ostfriesland, telefoniert sich das Ohr wund und sagt seufzend: "Jetzt bricht der Himmel über uns zusammen." Sie spricht von Missverständnissen. Der Gaza-Krieg ist angekommen in Ostfriesland. Und er bringt mit sich, dass man einander nicht versteht. >>>

Ohnmacht menschlicher Vernunft - Wie deutsche Medien den Israel-Krieg legitimieren - Verrückt und abartig, abartig und verrückt – diese Worte beschreiben treffend die derzeit durch die vorherrschenden Medienanstalten in Deutschland geführte Debatte bezüglich des Israel-Kriegs. Insbesondere die wachsende Zunahme von Beiträgen zum Thema Israel-Krieg, in denen Parallelen zu einem vermeintlich „muslimischen Antisemitismus“ gezogen werden, verdeutlicht die gegenwärtige gewaltige Unfähigkeit einer rationalen Beschäftigung mit den derzeitigen Ereignissen in Gaza, die sich vor allem durch das bisherige Ausbleiben einer detaillierten Hintergrundanalyse des als „Selbstverteidigungskrieg“ legitimierten Israel-Kriegs, einer umfassenden Darstellung der faktischen Verhältnisse sowie einer ernsthaften politischen Thematisierung bzw. juristischen Prüfung der israelischen Militäroperationen im Hinblick auf ein vorsätzliches Kriegsverbrechen ausdrückt. >>>

Das Besondere an Gaza - Seit der Antike wollen Händler und Eroberer das Gebiet kontrollieren - Alain Gresh - Als Samson der Hebräer seine Kraft verlor, weil die hinterlistige Delila ihm die Haare geschoren hatte, fiel er in die Hände der Philister, von denen der Name "Palästina" stammt. Die stachen ihm die Augen aus und machten ihn zum Sklaven. Eines Tages ließen die Philister Samson in ihre große Halle kommen, um sich einen Jux mit ihm zu machen: "Samson umfasste die zwei Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte, die eine mit seiner rechten und die andere mit seiner linken Hand, und stemmte sich gegen sie und sprach: Ich will sterben mit den Philistern! Und er neigte sich mit aller Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war, sodass es mehr Tote waren, die er durch seinen Tod tötete, als die er zu seinen Lebzeiten getötet hatte." Samson konnte die Halle einreißen, weil er vorher zu seinem Gott gebetet hatte, er möge ihm ein letztes Mal seine Kraft zurückgeben. Diese berühmte Geschichte aus der Bibel hat sich in Gaza zugetragen. In der Hauptstadt der Philister, die Erzfeinde der Hebräer waren.

Gaza lag von jeher an den Handelsrouten zwischen Europa und Asien, zwischen dem Nahen Osten und Afrika. Die Stadt und ihr Umland war also schon seit der Antike Objekt der Rivalitäten zwischen den Mächten der jeweiligen Epoche, vom pharaonischen Ägypten über das Römische Reich bis zum Byzantinischen Imperium. In Gaza wurden 634 n. Chr. die Byzantiner erstmals von den Anhängern einer damals noch unbekannten Religion besiegt, deren Prophet Mohammed erst zwei Jahre zuvor gestorben war. Von da an blieb das Gebiet bis zum Ersten Weltkrieg unter muslimischer Herrschaft, unterbrochen nur durch die kürzeren oder längeren Episoden der Kreuzfahrerreiche, der mongolischen Invasion oder der Expedition Napoleons.

"Leicht zu erobern und leicht zu verlieren", notierte der Historiker und Arabist Jean-Pierre Filiu in der ersten umfassenden Untersuchung zur Geschichte des Gebiets von Gaza.(1) Das Tor zu Palästina wurde am 9. November 1917 von dem britischen General Edmund Allenby erobert. Für das Osmanische Reich nahte damit das Ende, und für den Sieger war der Weg nach Jerusalem frei, wo er im Dezember einrückte. >>>

Potatoes for Gaza - emergency food aid - Gershon Baskin - The Israeli vegetable growers` association is going to destroy 5000 tons "surplus" potatoes on Sunday, and pay the farmers 0.50 NIS per kilo ($0.144) as compensation. If the sum can be collected in time - $730,000 for 5000 tons - it would be possible to send the potatoes to Gaza via a reputable international charitable organization and let them be distributed to the most needy. So far, some 36,000 Dollars were collected, and five days remain to raise the rest.  >>>

Hannibal Directive is the beginning of fascism in Israel - Uri Arad - These things do not happen in a vacuum: [Netanyahu`s] flattery of fascist rabbis, his path of de-legitimization against the left who`s "forgotten what it means to be a Jew", his vanity and arrogance toward Mahmoud Abbas, his continuing support of settlement construction and racist legislation, his tireless use of techniques of fear and his failure to unequivocally condemn manifestations of racism, violence and fascist ideas, allow them to bloom and blossom. >>>

Watch: Young Israeli Jew at Western Wall calls for ‘another war and another war and another war and another war’ - Dan Cohen - In the summer of 1998, I became a Bar Mitzvah at the Western Wall in occupied east Jerusalem. Sixteen years later, during Israel’s latest assault on the Gaza Strip, I attended an event billed as a prayer vigil for the well-being of Israeli soldiers in Gaza.

The Western Wall is a favorite for tourists and setting for countless photo-ops for politicians seeking the political blessing of Israel’s right-wing leadership. Part of a highly secured plaza, the Wall sits where the old city’s Moroccan Quarter once existed before Israeli forces demolished it shortly after its capture in 1967.

At the prayer vigil, I expected a somber mood. However, I found a tense atmosphere in which every Israeli I spoke to spouted some amount of racist and hyper-violent rhetoric.

The content I gathered portrays something of the besieged mentality and anti-Arab racism that is foundational in Israeli society. Though there is no shortage of horrifying moments, perhaps most mind-boggling is the claim to desire peace while being openly racist and inciting violence against Arabs on camera. >>>

Surgeon Mads Gilbert Gives a Powerful Speech about Gaza after Returning Home to Norway  - In a powerful 25 minute speech on his return home to Tromsø, Norway from 15 days treating the wounded in Gaza, the Norwegian emergency surgeon Dr Mads Gilbert said: “The heart of the Earth beats in Gaza now. It bleeds, but it beats.” He went on to say: “The Palestinian people’s resistance in Gaza today is admirable, it is fair and it is a struggle for all of us. We do not want a world where raw power can be abused, to kill those who struggle for justice.” >>>

PRESS RELEASE: 2014-08-12 11:02 - Responding to the Israeli aggression and the complicity of world governments - The Freedom Flotilla Coalition (FFC) met in Istanbul in the shadow of the latest Israeli aggression on Gaza. We have watched atrocities being committed against an already besieged population. In the two day meeting (August 10th and 11th), the FFC concluded that it is the responsibility of civil society worldwide to sail to Gaza and challenge the Israeli blockade, the source of most problems facing the Palestinian population of Gaza.

We plan to sail to Gaza during 2014, the UN International Year of Solidarity with the Palestinian People: http://unispal.un.org/unispal.nsf/solidarity.htm?OpenForm

This initiative, following in the footsteps of the 2010 and 2011 flotillas as well as other attempts to challenge the blockade of Gaza (between 2008 and 2014), is expected to include a wider and more diverse international participation. This new flotilla is a reflection of the growing worldwide solidarity with the Palestinian people; from the US to Malaysia, from Scandinavia to South Africa.

"Calls to end the blockade of Gaza need to move from words to actions," said Ann Ighe, chairperson of Ship to Gaza and member of the FFC. We invite all interested citizens worldwide to participate in this initiative in any way you can."
These boats are also expected to carry Palestinian commercial products purchased by buyers worldwide to complete the work of Gaza's Ark, the cargo boat built by the Palestinians and the FFC in Gaza and was bombed by Israel on July 11th.

"We urge all governments to defend Human Rights and the right of the Palestinian people to freedom of movement, to facilitate the sailing of our ships to Gaza. It is their responsibility," added Ehab Lotayef of the coalition.
In addition to sailing to Gaza, the FFC will organize demonstrations at sea and in ports worldwide over the next months. Along with other projects, the initiative will support the right of Palestinians to operate international marine lines in and out of the port of Gaza.

We support the Palestinian demand to open the port of Gaza to international marine traffic. The FFC also will work on twinning ports in the Mediterranean and beyond, with Gaza City, as a sign of solidarity and support.

Finally, we assert that all that we do is peaceful, civil society driven non-governmental actions.

Freedom Flotilla Coalition members:
European Campaign to End the Siege on Gaza
Freedom Flotilla Italia
Gaza's Ark
IHH
International Committee for Breaking the Siege on Gaza (ICBSG)
Rumbo a Gaza
Ship to Gaza Greece
Ship to Gaza Norway
Ship to Gaza Sweden

War weeks in Haifa - Free Haifa - We got a chance to study the right wing slogans. “Gaza is a parking” – probably in praise of the flattening of neighborhoods… "Bring me Hummus, Chips and Salad” – their view of relations with local Arabs. “You Don’t Have a State!” – something we already noticed. “A Jew is a soul – An Arab is a son of a whore!” – variation of a common football chant. When they all started to sing, to the rhythm of a Hassidic hymm: “The entire world hates Israel!” we almost joined them. >>>

Codepink protest causes cancellation of Israeli Embassy event - Codepink - Activists went to the Israeli Embassy in Washinton D.C., waving signs reading "End the siege of Gaza!" and "Killing kids in Gaza violates my Jewish values". At the time, the Embassy was supposed to hold a "Public Diplomacy event" - but it was cancelled in order to prevent activists from gaining entry to the embassy compound. They remained on vigil outside. >>>

Israeli forces kill Fatah activist in Nablus raid - Ma`an - Israeli forces killed Zakariyya Mousa Dawood al-Aqra, 24, after laying siege to a building in the village. Al-Aqra`s brother is reported to live in one of the apartments in the three story building, which Israeli forces attacked with grenades and heavy gunfire. >>>

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Meldung aus Gaza- nach der Hölle - Dr. Abed Schokry - pdf - Sehr geehrte Damen und Herren, Gaza am 10/08/2014 - Vorab, Hier werden Sie einige Gedanken von mir hören bzw. lesen, unsortiert und durcheinander, denn das ist mein und unser Zustand zurzeit in Gaza. Heute ist der Tag 35 seit dem Ausbruch dieses Krieges. (...)

Die Stromversorgung ist sehr miserabel, so dass ich bis jetzt keine Möglichkeit hatte, Ihnen diese Mail früher zu senden. Sie wissen ja, dass wir die ganze Zeit Probleme mit der Stromversorgung hatten, und das bevor das einzige Elektrizitätswerk in dem Gazastreifen von den israelischen Waffen zerstört wurde. Was das Fehlen der Elektrizität bedeutet, brauche ich Ihnen nicht erklären. Strom bedeutet LEBEN….

Wir haben das Recht auf ein normales Leben, Ist das zu viel verlangt!!! Materielle Schäden belaufen sich nun auf mehr als SECHS Milliarden $. Und was ist mit unserem Leiden und mit unseren Seelen. Wer befreit uns von diesem Trauma? Wer kann uns für unser Leid entschädigen? Kann menschliches Leiden kompensiert werden?
Meine elf-Jahre alte Tochter hat nachts Angst allein auf die Toilette zu gehen… So gehe ich mit ihr und warte vor der Türe… >>>
        
    


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Wieder sind Palästinenser der Westbank durch Israel getötet worden - Nadir Idriss, 42 Jahre alt, wurde von der israelischen Besatzungsarmee in Hebron getötet. Er ist seit dem 8. Juli das 19. Opfer des Gaza-Krieges in der Westbank; sie wurden erschossen, weil sie gegen die Massaker in Gaza demonstrierten. - aus dem französischen, zusammengefasst von G. N. - http://www.europalestine.com/spip.php?article9726

Sieben Mythen über die Hamas - Es gibt viele Gründe, die Hamas scheiße zu finden. Diese gehören nicht dazu. - Fabian Köhler - Dieser Tage florieren sie wieder, die Geschichten über die Hamas, die ihre Waffen in Krankenhäusern und ihre Kämpfer zwischen Zivilisten versteckt. Eine Bewegung religiöser Fanatiker, die lieber hunderte Kinder sterben lässt, als mit Israel Frieden zu schließen. Terroristen, die ihre Millionen lieber in die Vernichtung von Israelis als in das Wohl der eigenen Bevölkerung investieren. Nicht nur die israelische Armee, sondern auch viele Journalisten verbreiten dieser Tage wieder diese vermeintlichen Gewissheiten. Ja, es gibt viele Gründe, die Hamas scheiße zu finden. Doch die folgenden sieben gehören nicht dazu. >>>

Berlin-Kreuzberg - Feuer in Moschee - Polizei vermutet Brandstiftung - Der Morgen nach dem Brand: Der Bereich vor der Mevlana  Moschee in der Skalitzer Straße ist abgesperrt. - Im Anbau der Mevlana-Moschee an der Skalitzer Straße in Kreuzberg hat es Montagnacht gebrannt. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise auf einen technischen Defekt, jetzt ermittelt der Staatsschutz. >>>

Brandstiftung in Moscheegebetsraum in Bielefeld - Unbekannter zündet Koran-Bücher an / Staatsschutz ermittelt >>>

Kurzkommentar E. Arendt. - Die geschürte Antisemitismushysterie mit der man den berechtigten Protest gegen die Verbrechen in Gaza überschüttet hat, zeigt anscheinend seine Wirkung.

#########Familien im Gazastreifen kehren in ihre Häuser zurück - Bisher halten sich sowohl Israel als auch die Hamas an die Feuerpause. Langsam kehrt Leben in den Gazastreifen zurück, und auch die Friedensverhandlungen wurden wieder aufgenommen. - Die aktuelle Waffenruhe ist in der Nacht auf Montag um Mitternacht Ortszeit in Kraft getreten. Israel hatte eine Einhaltung der Waffenruhe als Bedingung für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen festgesetzt. Am Freitagmorgen war die israelische Delegation vom Verhandlungsort abgereist, nachdem die Palästinenser die Verlängerung einer befristeten Feuerpause abgelehnt und erneut Raketen Richtung Israel abgefeuert hatten. Die nun geltende Waffenruhe soll drei Tage halten.

In Gaza öffneten am Montag die Geschäfte, die Strassen waren belebt, und Familien kehrten in ihre Wohnungen zurück. Vor einer UNO-Schule, die derzeit als Notunterkunft dient, standen Wagen und Eselskarren, mit denen Vertriebene in ihre Heimatorte fahren wollten.

Sollten die Verhandlungen fehlschlagen, droht eine weitere Eskalation der Gewalt. Rechtsorientierte israelische Minister fordern die erneute Entsendung von Bodentruppen in den Gazastreifen und einen Sturz der Hamas, falls die Raketenangriffe auf Israel nicht dauerhaft gestoppt werden. >>>

Gaza: Ärzte ohne Hoffnung

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"Es gibt keinen Druck auf Israel" - Richard C. Schneider - Nach dem Videoblog mit dem Israeli Carlo Strenger in der Vorwoche kommt nun ein palästinensischer Politiker zu Wort: Mohamed Shtayyeh, Vertrauter von Palästinenserpräsident Abbas und einer der Verhandlungsführer bei den Friedensgesprächen mit den Israelis, spricht mit ARD-Korrespondent Richard C. Schneider über Israel, die PLO und mögliche Wege zur Lösung des Konflikts. Mit einem Hamas-Politiker kann derzeit kein Interview geführt werden, da sie sich versteckt halten - aus Angst vor israelischen Anschlägen. >>>

"In Israel ist die Auseinandersetzung mit Rassismus fast tabu" - "Dancing Arabs" erzählt von der Diskriminierung palästinensischer Israelis. Im Interview spricht der Regisseur Riklis über den Gaza-Krieg, Rassismus und seine Hoffnung. von Andreas Scheiner >>>

«Mit jeder Militäraktion geht Israel aggressiver vor» - In Israel haben es die Gegner des Gaza-Kriegs schwer. Einer, der nicht schweigt, ist Yehuda Shaul, Ex-Soldat und Mitbegründer von «Breaking the Silence».Israel habe selbstverständlich das Recht, sich gegen die Angriffe der Hamas zu verteidigen, und es habe die Pflicht, seine Bevölkerung zu schützen, sagt Yehuda Shaul. Das Problem sei aber die Strategie der israelischen Armee in der seit drei Wochen andauernden Militäroffensive im Gazastreifen, der dritten seit 2009 und 2012. «Mit jeder Operation geht Israel aggressiver vor, und sie nimmt immer weniger Rücksicht auf die Zivilisten», kritisiert Shaul, israelischer Ex-Soldat und Mitbegründer von «Breaking the Silence». Diese israelische Organisation von regierungskritischen Soldaten >>>

VIDEO  - Gaza: Ärzte ohne Hoffnung - Die Ärzte im Shifa-Krankenhaus in Gaza sind am Limit: Mehr als hundert oft Schwerstverletzte kommen in nur 24 Stunden hier an. Dabei fehlt es für die Behandlung an allem. >>>

"USA und Israel halfen der Terrorgruppe IS dabei, im Irak an Macht zu gewinnen": Analyst - Ein Politik-Analyst sagte unlängst, dass die USA, Israel und ihre westlichen Verbündeten den rasanten Vormarsch der militanten IS-Gruppe (früher auch ISIS oder ISIL gennant), im Irak durch "direkte Hilfe" gefördert hätten. Ohne dies wäre es den Takfiri-Terroristen nicht möglich gewesen solch großen Machteinfluss zu erreichen, berichtet Press TV. >>>

Rede von Iris Hefet - Demo in Berlin - Wir, hier lebenden Juden, erklären uns mit den Opfer des jüngsten Massenmord in Gaza, den von der israelischen Armee verübt wurde, solidarisch. Wir schämen uns, dass so ein Verbrechen im Namen des Judentums begangen ist und weigern uns Feinde von Palästinenser bzw. Araber zu sein.

Ein Teil von uns, die hier stehen, sind selbst jüdische Araber. Muslimische und jüdische Araber teilen eine lange Geschichte friedliches Leben: Juden waren ein lebendiges Teil der arabischen Welt in Libanon, in Irak, in Jemen und im Maghreb bis Marokko. Wir sehen vor unseren Augen, wie diese Geschichte durch Israel zerstört und ausgenutzt wird.

Israel spricht aber, auch wenn er sich ein „jüdischer Staat“ nennt, nicht für alle Juden. Wir sehen diesen Massenmord und sind schockiert angesichts der Kindermord, Zivilistenmord und massive Zerstörung. Diese Zerstörung - und das muss klar gesagt werden – passiert unter einem Besatzungszustand, wo Israel der Besatzer ist, der mit der 5. Größten Armee der Welt, durch Vorteile einer vernichtenden Technologie wehrlose Menschen angreifet und ganzen Familien vernichtet. Israel versucht die Zukunft der Palästinensischen zu berauben: die israelischen Institutionen – nicht nur die Armee! Das israelischen Parlament, das juristische System, die israelische Akademie und leider die meisten jüdisch israelischen Staatsbürger nehmen an dieser Zerstörung teil. Sie greifen die Zukunft des palästinensischen Volk an, in dem sie die Kinder, die Krankenhäuser und die Schulen und die menschlichen Beziehungen angreifen.

Wir weigern uns ein Teil dieser Zerstörung zu sein und rufen die deutsche Regierung, die EU und der internationalen Gemeinschaft auf und sagen:

1. Keine deutsche Waffen für Massenmörder! Es kann nicht sein, dass ein Staat, der zu so eine vernichtende Akt fähig ist, Waffen für sein Amoklauf bekommt.

2. Ende der Belagerung von Gaza – sofort! Alle Grenzübergänge müssen geöffnet sein und Israel darf nicht entscheiden, wie viel Kilokalorien eine Palästinenserin pro Tag essen darf. Die Belagerung von Gaza ist eine Erdrosselung der Lebenskräfte der palästinensischen Gesellschaft.

3. Israels gehört vor internationale Gerichte! Wir fordern ein Ende der Kultur der Straflosigkeit, die mit Israel verbunden ist. Die Tatsache, das Israel eine carte blanche von den USA und der EU bekommt, führt dazu, dass Israel sich grenzenlos verhält und führt zu solche Massenmorde.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das internationalen Recht, auch von vielen Juden, gegründet, um solche Verbrechen zu vermeiden, jetzt sehen wir, wie Israel die humanitäre Errungenschaften der Juden mit brutalen Stiefel zertritt. Das ist eine Schande und das ist für uns alle sehr bedrohlich. Deshalb rufen wir die deutschen Regierung auf, Israel dazu zu bringen, den Stiefel aus dem Nacken der Palästinenser zu heben.

How (not) to fight the wave of European anti-Semitism - The tendency of Israel’s right to unfairly accuse the European mainstream of delegitimizing Israel is morally despicable and has calamitous consequences for Israel’s political standing. - Carlo Strenger - The Gaza War has led to a wave of anti-Semitic incidents, demonstrations and utterances in Europe that is genuinely worrying. They range from Muslims who chant anti-Semitic slogans to right-wingers who scream that Jews should be gassed. The phenomenon was by no means limited to the streets – the intelligentsia has participated as well. Just some examples: Italian philosopher and former politician Gianni Vattimo said on a radio show that he would love to shoot some Zionists and that Europe should raise money to help Hamas get more rockets, and Spanish playwright Antonio Gala wrote that it wasn’t surprising that Jews have been expelled so many times in their history. >>>

Who wants to sink to rock bottom with Israel? . - Hossam Shaker - Israel's morals are sinking to rock bottom, and Europe's politicians will have to choose between either condemning this by taking a serious stance against it or between linking its political and moral position with this decline.

The values and slogans promoted by the European Union and its member states disappear when a new-born child in Gaza is crushed by military machinery paid for by Europe with its money, political position, and scientific and technical support. What about the hundreds of children and infants that were massacred? In short, Europe is losing its moral credibility day-by-day by continuing to support Israel and justifying it as "Israel's right to defend itself". >>>

The world is letting Israel get away with it again - The assault on Gaza has hurt this country’s image, and it doesn’t care. - There’s no doubt that this past month of heavily televised overkill in Gaza – well, heavily televised everywhere but here – has hurt Israel’s standing in the world. The IDF has killed too many civilians, wiped out too many families, bombed too many UN shelters. Even Washington has used words like “indefensible” and “disgraceful” to describe some of Israel’s acts. And while the world’s powers-that-be don’t like Hamas, they do like the Palestinian Authority and its leader, Mahmoud Abbas, and they know very well that the Netanyahu government has continuously trashed any chance of making peace with him.

So in terms of high politics, of Israel’s international relations, and considering Israel’s image in international public opinion, Operation Protective Edge has been a great failure. If before the war Israel’s liberal friends had warned that its policies were driving people away and leaving the country increasingly “isolated,” Israel’s behavior over the last month has aggravated that condition badly. >>>

VIDEO - Uri Avnery on Gaza Crisis, His Time in a Zionist "Terrorist" Group & Becoming a Peace Activist


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The battle over numbers: Gaza conflict is about quality not quantity - Mairav Zonszein - While it may be tempting for those of us who are against Operation Protective Edge to stress the lopsided casualty statistics as a way to promote our criticism, this war should not focus on the numbers.

One of the most painfully obvious aspects of the current warfare between Israel and Gaza (and the Israeli-Palestinian conflict on a whole) is the stark disparity in the number of casualties: 1,928 Palestinians killed compared with 67 Israelis, based on the latest figures recorded by each side. Both the Hamas-run Ministry of Health in Gaza and the UN claim the majority are civilians, whereas Israel claims that around half are militants and thus legitimate targets. Regardless of what numbers one subscribes to, no one can deny Palestinians are the winners (read: losers) when it comes to numbers. Yet they nonetheless remain the subject of intense debate.

Recent articles in both the BBC and the New York Times call attention to the accuracy the death toll. Both articles question the credibility of the numbers provided by Hamas and human rights groups on the ground, which many (myself included) often quote, as they are the only official numbers publicized. No official Israeli government body has provided final numbers on the outcome of its strikes in real time, and there is no other body doing so. The BBC report specifically cites over-representation of adult male civilian casualties as evidence that challenges the notion that Israeli strikes in Gaza have been indiscriminate. >>>

Were Gaza tunnels built to harm Israeli civilians? - For weeks we’ve been hearing about the threat the Gaza tunnels pose to Israeli civilians. In reality, every tunnel so far has been used against military targets only. - Emanual Yelin - The existence of the tunnels in Gaza was well-known to Israel’s Defense Ministry, although their scope was only revealed to the general public in the latest round of fighting. The tunnels were described as a strategic threat against Israeli civilians. Tunnel openings, so we were told, were found near dining halls and kindergartens, and the fighting we were ostensibly dragged into prevented a terrible disaster in the form of mass terrorist attacks against Gaza-perimeter communities. The prime minister and the media declared unilaterally that Israeli civilians are the targets. The fact that, time after time, victims of tunnel attacks were soldiers was painted as coincidental. Was it? We must ask ourselves some questions on the matter. >>>

Israeli “Left” Cancels Peace Rally at Police Behest, Meretz Aide Accuses Peace Protesters of “Promoting Violence” - Richard Silverstein - Yesterday, a united Israeli left was supposed to hold a major anti-war rally under the banner of “Changing the Direction Toward Peace: No to the Way of War, a Political Solution is Necessary.” Among the participants were Peace Now, Meretz, Hadash and other liberal-left groups and parties. But a funny thing happened. Tel Aviv police told the event organizers that the Home Front Command had forbidden gatherings in the city of greater than a thousand people. This was supposedly to protect Tel Avivans from being struck by Hamas rockets. On the strength of this refusal, the political parties decided to postpone the rally. >>>

Why Hamas, Islamic Jihad are not firing rockets? - The two groups have not claimed responsibility for any rockets fired since Friday - Three days into the expiry of an Egyptian-brokered 72-hour truce between Israelis and Palestinians, the two most prominent Palestinian resistance factions have not claimed responsibility for any rockets fired from the Gaza Strip on Israeli cities.

This has led observers to suggest that the Palestinian resistance powerhouse is following calculated tactics amid Israel's deadliest offensive in years. "Israel and the resistance are currently in a state of no peace and no war," Nagui al-Batta, Israeli affairs expert at the Gaza-based Palestine Security Academy, told Anadolu Agency Sunday. Palestinian factions launched several rockets at Israel Friday as soon as the ceasefire expired, blaming Israel for failure to renew the truce.

Israel said nearly 50 rockets have been fired since Friday morning. A number of Palestinian groups claimed credit for the attacks. But the military wings of Hamas and Islamic Jihad, Gaza's most prominent resistance factions who are currently in Cairo for indirect talks with Israel, have not claimed any of the rocket firing. >>>

The Psychological Trauma of Catastrophe: Gaza’s Children - Louisa A. Lamb - Despite the on-again, off-again ceasefires between the Palestinian Resistance and Israel, attacks in Gaza have continued. According to 8/10/14 announcement from Tel Aviv, they will continue, doubtlessly as ruthless as ever. After Israel launched the first attack on July 7th, tension continues as an omnipresent essence whirling about the winds of the greatly sought-after Holy land. Bombarded by airstrikes, shelling and bombs, civilians of the Gaza strip are incarcerated in what seems to be a never-ending battle with no escape. Recent reports from numerous sources and journalists describe the weight of the devastation Palestinians have endured in Gaza.

Within the last ten years, Israel has provoked three offensive movements against the Palestinian territory in Gaza: Operation Cast Lead, which began at the end of 2008 and 2009, Operation Pillar of Defense, which last eight days in November 2012, and most recently, Operation Protective Edge, which started on July 7th, 2014. During this period of devastation, homes have been obliterated, nearly two thousands civilians have been killed, and humanitarian resources are extremely limited due to the Israeli blockade. Catastrophic damage has already been done, some irreparable and some of the most important consequences are often overlooked.

According to Dr. Jesse Ghannam, a clinical psychologist working for the United Nations Relief and Works Agency, reported that the rate of Post-Traumatic Stress Disorder among children has doubled since the 2012 Operation Pillar of Defense attack. These children will most likely suffer from mood disorders, anxiety, depression, problems with attachment and develop antisocial personality traits. Children of Gaza who are nine years old have spent whole lives experiencing the terror of ruthless violence. >>>

African Solidarity with Palestine - African scholars and scholars of Africa--We, the undersigned African scholars and scholars of Africa, hold that silence about the latest humanitarian catastrophe caused by Israel’s new military assault on the Gaza Strip—the third and most devastating in six years—constitutes complicity. Member state of NATO which mounted an air war on Libya ostensibly to protect civilians in Benghazi have been by and large quiet about the fate of civilians in Gaza. World governments and mainstream media do not hold Israel accountable for its violations of international law. We, however, as a community of scholars have a moral responsibility to do so. >>>

11. 8. 2014

Rede von Felicia Langer auf der Demonstration des Vereins Arabischer Studenten und Akademiker, Tübingen 9.8.2014


Ein Foto der Demo, freundlichst zur Verfügung gestellt von Boris Palmer.

Ich begrüße Sie herzlich, Menschen mit Gewissen, denen Menschenliebe nicht fremd ist, die den Frieden mit Gerechtigkeit in Nahost wollen, für Alle! Ich begrüße alle, die für die Universalität der Menschenrechte kämpfen! Ich betrachte mit Zorn die Trümmer in Gaza, verwüstet, einer Mondlandschaft ähnlich… Ich sehe die Menschen, die zu den zerstörten Häusern zurückkehren. Viele Tausend sind obdachlos geworden.

Die „moralischste Armee der Welt“, auch die vierte Militärmacht der Welt, Israel, hat ihre Waffen in Gaza ausprobiert; eine Armee, die mit Absicht Kinder tötet, was ich mit eigenen Augen im Video gesehen habe, wie man vier spielende Kinder am Strand von Gaza tötet…Fast 2.000 Palästinenser wurden ermordet, ganze Familien wurden ausgelöscht. 80% der Opfer sind Zivilisten, 31% Kinder; 9.500 sind verletzt. Jetzt haben wir 64 tote israelische Soldaten und 3 Zivilisten. Es gibt schon jetzt in Gaza tausende traumatisierte Kinder, Menschen haben Augen und Gliedmaßen verloren. Das war ein Völkermord im Ghetto und eine Zerstörung von Infrastruktur, die unfassbar ist: Krankenhäuser, Schulen, auch UNO-Schulen, Kraftwerke, tausende Wohnhäuser. Das alles ist Kriegsverbrechen, und die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden, in den  Haag. Zu lange genießen sie Straffreiheit! Es war kein Verteidigungskrieg, sondern ein Massaker im Käfig, in Gaza unter Abriegelung, dem größten Freiluft-Gefängnis der Welt. Eine Schande für Israel. Das Völkerrecht fordert von der Besatzungsmacht, die Bevölkerung in besetzten Gebieten zu schützen, und nicht kollektiv zu bestrafen, wie Israel es straffrei tut! Ich bin gegen die Raketen aus Gaza gegen israelische Zivilisten. Aber die Schuld trägt die 47 Jahre dauernde kolonialistische israelische Besatzung, die ein Inbegriff der Gewalt ist! Das sagen auch die israelischen Friedenskämpfer, die unsere Unterstützung brauchen. Eine von ihnen, die kritische Journalistin Amira Hass schrieb: „Israels moralische Niederlage wird uns noch viele Jahre verfolgen…“

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Bild - Felicia Langer mit , ihrem Mann Mieciu Langer. In der Mitte Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, einer der Sprecher auf der Demonstration in Tübingen. Er veröffentlichte die Fotos bei facebook und schrieb dazu: "Felicia Langer und ihren Mann zähle ich zu meinen Freunden."

Es gibt keine Symmetrie in diesem Konflikt – Israel, die mächtige Besatzungsmacht, mit atomaren Waffen, die die Rolle des ewigen Opfers spielt und unsere Toten, die Toten des Holocaust dazu instrumentalisiert, die jede Kritik an ihrem Verhalten als Antisemitismus bezeichnet. Wir, Überlebende des Holocaust, wehren uns gegen diesen Missbrauch! Nicht immer ist diese Fälschung der Geschichte erfolgreich: Der Außenminister von Luxemburg hat die Bombardierung einer UN-Schule in Gaza als moralische Schandtat und einen kriminellen Akt bezeichnet, und der französische Außenminister sagte, dass das Recht auf Sicherheit rechtfertige nicht das Töten von Kindern und ein Massaker an Zivilisten. So etwas haben wir von Frau A. Merkel nicht gehört, auch nicht vom Bundespräsidenten Herrn J. Gauck…

Liebe Zuhörer, ich bin eine Zeit- und Augenzeugin, von Entmenschlichung der Palästinenser, in den  besetzten Gebieten seit 1967, der Folterungen, der Enteignung, der Kolonisierung und Zerstörung von Häusern. Wie lange noch?! Alle palästinensisch-arabische Friedensinitiativen hat Israel abgelehnt und die Gebiete weiter besiedelt, was völkerrechtswidrig ist. Friedensprozess – so lange wie möglich, aber als ein Prozess ohne Frieden… Auch die Maxime „divide et impera“, „teile und herrsche“, benutzt Israel. Deshalb auch die Ablehnung des Aussöhnungsprozesses zwischen Hamas und Fatah, der zum Frieden mit Gerechtigkeit beitragen könnte.

Die palästinensische Forderung in Selbstbestimmung, zu leben ohne Blockade von Gaza und Besatzung, ist tief im Völkerrecht verankert. Man muss auf Israel Druck ausüben, das Völkerrecht zu achten, was auch ein Segen für das israelische Volk sein würde. Genug ist genug!

Schweigen Sie nicht! Schweigen tötet! Solidarität ist die schönste Blume der Menschheit! Soll sie für uns ein Wegweiser sein! – Danke.

Bücher von Felicia Langer >>>>
Texte von Felicia Langer >>>

 

Die Rede von Filicia Langer - für Gaza 9/8/2014

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Die anderen Reden (insgesamt 10 Videos) >>>

#########Datenblatt: Argumente für ein Militärembargo gegen Israel - Israels illegaler Gebrauch von militärischer Gewalt – Israel setzt seine Streitkräfte ein, um ein unrechtmäßiges Besatzungsregime, Kolonialismus und Apartheid aufrechtzuerhalten. Dieses System wurde eingesetzt, um so viel Land wie möglich mit so wenigen indigenen Palästinensern darauf wie möglich zu kontrollieren und um das palästinensische Volk von seinem unveräußerlichen Recht auf Selbstbestimmung abzuhalten. – Allein zwischen 2000 und 2010 verletzten israelische Streitkräfte Zehntausende und töteten mehr als 7000 Palästinenser. >>>

 


#########Pressemitteilung ISM: Die Welt folgt dem Aufruf der Palästinenser in Gaza: Setzt Israel unter Druck - 9. August: Hundertausende von Menschen gingen weltweit auf die Strasse, um einem Aufruf der palӓstinensischen Zivilgesellschaft im besetzten und blockierten Gazastreifen und des Nationalen BDS Komitees für einen Tag des Zorns zu folgen. Im Zug dieser Moblisierung wӓchst der Druck auf westliche Regierungen, ein Waffenembargo gegen Israel zu erklӓren.

Am 31. Juli erklӓrte Spanien eine "vorlӓufige" Suspendierung von Waffenexporten nach Israel.
Am 7. August erklӓrte der bolivianische Prӓsident Evo Morales als erstes Staatsoberhaupt seine Unterstützung für die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS).

Dr. Haidar Eid, ein Mitglied des Leitungsausschusses der palӓstinensischen Kampagne für den akademischen und kulturellen Boykott Israels (PACBI) erklӓrte in Gaza: "Die Massendemonstrationen in Unterstützung der Rechte der Palӓstinenser erinnern uns heute an die Demonstrationen der 80er Jahre gegen das Apartheidsystem. Das ist unser Südafrikamoment. So wie die südafrikanische Bewegung gegen die Apartheid und die internationale Unterstützung das Apartheidregime beendeten, werden die Palӓstinenser mit der weltweiten Unterstützung durch Menschen mit einem Gewissen Israels vielschichtiges Unterdrückungssystem beenden. Die Regierungen in dieser Welt müssen in Übereinstimmung mit dem Willen der Bevӧlkerung handeln und Israel zur Verantwortung ziehen. Dazu gehӧrt das Auferlegen von Sanktionen und ein Waffenembargo, um Israels Straffreiheit ein Ende zu machen."

Die palӓstinensische Zivilgesellschaft in Gaza sagte in ihrem Aufruf zum Tag des Zorns:

"Wӓhrend wir dem vollen Ausmass von Israels militӓrischem Arsenal ausgesetzt sind, rufen wir die Zivilgesellschaft weltweit und alle Menschen, die ihrem Gewissen folgen, dazu auf, dass sie Druck auf ihre Regierungen ausüben, damit Israel sanktioniert und ein umfassendes Waffenembargo gegen Israel unverzüglich erklӓrt wird."


Für weitere Informationen: info@bdsmovement.org

Artikel:
Aufruf aus Gaza zum Tag des Zorns am 9. August:
http://www.bdsmovement.net/2014/gaza-calling-all-out-on-saturday-9-august-day-of-rage-1242


Über Spaniens vorlӓufiges Waffenembargo gegen Israel:
http://thediplomatinspain.com/en/amnesty-international-praises-the-spanish-government-for-suspending-arms-sales-to-israel/


Evo Morales Stellungnahme in Unterstützung von BDS:
http://www.bdsmovement.net/2014/evo-morales-redh-bds-12435


Bilder von Aktionen am Tag des Zorns:
http://www.odsg.org/co/index.php?option=com_content&view=article&id=3125:photos-worldwide-gazadayofrage&catid=31:general&Itemid=4

FOTOS  - Photos: Protests for Gaza Day of Rage around the world >>>

Mehr Vertriebene in Gaza wie 2009 - Karin Leukefeld - Nach Angaben des »Zentrums zur Überwachung der internen Vertreibung« (IDMC) im Gazastreifen mußten mindestens 339600 Menschen durch die Angriffe der israelischen Streitkräfte ihre Wohnungen und Häuser verlassen. 2008/09, bei der Operation »Gegossenes Blei«, betrug die Zahl 120000 Palästinenser, also weniger als halb so viele wie bei dem aktuellen Angriff. 17000 der damals Vertriebenen haben bis heute keinen Ersatz für ihre zerstörten Häuser gefunden. >>>

 

Einsatz im Kriegsgebiet - Lüner Arzt operiert Tag und Nacht in Gaza - Der Lüner Neurochirurg Dr. Samir Kazkaz steht im Gaza-Streifen Tag und Nacht am Operationstisch, während in der Umgebung Bomben fallen. Das berichtet die Hilfsorganisation Hammer Forum, für die Kazkaz ehrenamtlich im Einsatz ist. Sabrina Johanniemann vom Hammer Forum erfuhr am Sonntag von Kazkaz` Tochter, dass der Arzt Donnerstag "problemlos in den Gaza-Streifen einreisen konnte", wo Krieg herrscht zwischen Israelis und Palästinensern. Eigentlich wollte Kazkaz diesmal in Gaza-Stadt arbeiten, am Al-Shifa-Hospital. Dorthin habe er aber nicht gelangen können, so Sabrina Johanniemann. Stattdessen sei er wie in den Jahren zuvor nach Khan Yunis gefahren, um im European Hospital zu helfen. "Dort hat er eine neurologische Station aufgebaut und dort haben auch schon Patienten auf ihn gewartet", so die Vertreterin des Hammer Forums
Lüner Arzt operiert Tag und Nacht in Gaza >>>

 

Wirtschaft in Gaza: Aufbau Nahost - die fast unmögliche Mission -  Christoph Sydow - Zerstörte Fabriken, kaum Strom, eine Wirtschaft in Trümmern: Bereits vor dem Krieg litten die Menschen in Gaza, jetzt hat sich die Lage noch einmal dramatisch verschärft. Ein Ende der Blockade könnte Besserung bringen, doch Israel sträubt sich. >>>

Statistiken zum vergrößern anklicken

Stand 10. 8. 2014  (Quelle UN)

Occupied Palestinian Territory: Gaza Emergency
Situation Report (as of 10 August 2014, 0800 hrs)

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#########Israel: "An extreme rightwing regime behaving in the most criminal fashion ..."  - Dr. Ludwig Watzal  - VIDEO - If a member of the German Bundestag would ever deliver such a speech, he would be finished politically and humanly. The Zionist lobby and their accomplices would barbecue such a representatives publicly. David Norris is an Irish senator who had a home in Israel.

He has nice things to say about this exclusivist democracy: "It changed from a leftwing socially directed country to an extreme rightwing regime that is behaving in the most criminal fashion and defying the world and unscrupulously using the Holocaust to justify what they’re doing and it’s time that rag was torn away from them." Whether Senator Harris could be an example for German MPs, however, may be doubted. >>>

Vorbereitung auf Auslandseinsätze - Bundeswehr lernt Tunnelkampf in Israel - Bis zu 250 Bundeswehrsoldaten sollen in Israel im Häuser- und Tunnelkampf ausgebildet werden. Das geht aus einem Brief des Heeresinspekteurs Bruno Kastorf an den Bundestags-Verteidigungsausschuss hervor, über den die "Welt am Sonntag" berichtet. Ein Heeressprecher bestätigte das Schreiben der Nachrichtenagentur AFP gegenüber. Demnach strebt die Bundeswehr an, zeitnah israelische Ausbildungseinrichtungen zum "Kampf im urbanen Gelände" - einschließlich dem Tunnelkampf - zu nutzen. >>>

Uri Avnery: Untergrundbahn Gaza - Uri Avnery - TEL AVIV hat keine Untergrundbahn. Jahrzehntelang ist davon gesprochen worden. Aufeinanderfolgende Bürgermeister haben eine versprochen. Leider gibt es immer noch keine Untergrundbahn. Als die israelische Armee in den Gazastreifen einzog und dort ein erstaunliches System unterirdischer Tunnel vorfand, griff eine Idee um sich: Warum sollte man nicht die Hamas einladen, in Tel Aviv eine Untergrundbahn zu bauen? Sie hat das Fachwissen, die Technik, die Planer und die Arbeitskräfte.

Aber dieser Krieg ist kein Scherz. Er ist eine schreckliche Tragödie.

WER HAT NUN nach 29 Kampftagen gewonnen? Natürlich ist es viel zu früh, eine endgültige Schlussfolgerung zu ziehen. Der Waffenstillstand kann brechen. Es wird Monate und Jahre dauern, ehe das Fazit aus allen Folgen gezogen werden kann. Aber die israelische Volksweisheit hat schon ihren eigenen Schluss gezogen: Es ist ein Unentschieden. Dieser Schluss an sich ist schon so etwas wie ein Wunder. Einen ganzen Monat lang sind die israelischen Bürger von einem Propaganda-Trommelfeuer bombardiert worden. Täglich, ja stündlich ergoss sich eine endlose Flut zur Gehirnwäsche über sie.

Die politischen und militärischen Führer diktieren ein Bild des Sieges. Es war befohlen worden, dass auf Panzern und Truppentransportern, die aus dem Gazastreifen kamen, große Fahnen gehisst würden. Alle Fotos der Soldaten, die den Gazastreifen verließen, zeigten glücklich lächelnde Soldaten. (In meiner Fantasie sehe ich, wie die Soldaten für den Abzug trainiert werden. Dabei schreit der Stabsfeldwebel: "Sie da, Schütze Kohen, Ihr Lächeln ist nicht breit genug!")

Der offiziellen Linie entsprechend, hat unsere ruhmreiche Armee alle ihre Ziele erreicht. Auftrag ausgeführt. Die Hamas ist geschlagen worden. Einer der folgsamen "Militärkorrespondenten" hat es so ausgedrückt: "Die Hamas ist auf allen Vieren zum Waffenstillstand gekrochen!" Deshalb ist es eine große Überraschung, dass in der ersten Umfrage nach dem Kampf 51% der jüdischen Öffentlichkeit in Israel geantwortet haben: Der Krieg hat mit einem Unentschieden geendet. Nur 36% haben geantwortet, wir hätten gewonnen, während 6%  >>>

Israel half bei der Gründung der Hamas - Fakten zum Israel Palästina-Konflikt: Was die Medien uns verschweigen - Es gibt verschiedene Betrachtungsweisen über den Israel-Gaza Konflikt. In vielen Medien wird die Situation jedoch meist sehr einseitig dargestellt. Man hört oft davon, dass die islamistische Gruppe Hamas die Bevölkerung als "menschliche Schutzschilde" benutzt und wie gefährdet die israelische Bevölkerung durch die Bombenangriffe seitens der Hamas ist. Wenn man jedoch hinter die Kulissen blickt merkt man sehr schnell, dass diese Art der Berichterstattung sehr unausgewogen ist. Um einen besseren Überblick der Situation in Gaza zu bekommen müssen einige Tatsachen berücksichtigt werden. >>>

Was kostet der israelische Konflikt? - Ist es möglich, Israel zu beschönigen? - Jeden Tag bekommen wir unangenehme Nachrichten aus dem Nahen Osten. Auf dem heiligen Boden, der die Heimat für alle awraamischen Religionen ist, werden jeden Tag Menschen, darunter auch Kinder, getötet. Es handelt sich um ein Blutbad, in dem das zivilisierte Israel auf Kriegsfuß mit palästinischen Kindern steht. Man kann oft viele Fotos aus Gaza in den sozialen Netzwerken sehen, die wörtlich Fotos von zerstückelten Kindern zeigen. Kann das normale Menschen kalt lassen?

Seit Studentenjahren erinnere ich mich daran, wie einige Professoren über Israel wie ein zivilisiertes Land sprachen. Jetzt verstehe ich, dass das nichts mit der Wahrheit zu tun hatte, sondern eine israelische Propaganda in Russland war. Diese Gehirnwäsche wird nicht nur in Russland durchgeführt, sondern in vielen anderen Staaten, sogar in den demokratischen Staaten Europas. Heutzutage ist Europa Opfer der Informationskampagnen der pro-israelischen Lobby, die ihre Position mit dem Spekulieren über die tragische jüdische Geschichte zu schützen versucht. Es scheint, dass in Frankreich das Gleiche passiert. >>>

Netanyahu bittet USA um Hilfe, damit Israel nicht wegen Kriegsverbrechen bei seiner Offensive gegen den Gazastreifen verurteilt wird. - Netanyahu hat am letzten Montag angekündigt, dass Israel für eine längere Militäroperation im Gazastreifen bereit sein muss, es werde "aggressiv und verantwortlich handeln", um seine Mission zu erfüllen.
Wie New York Times berichtet, traf sich Netanyahu mit mehreren Parlamentariern, um um Hilfe zu bitten, um nicht vor das Internationale Strafgerichtshof zu kommen, nachdem sich mehrere palästinensische Führer mit Funktionären des Internationalen Strafgerichtshofs getroffen hatten, um die Frage der Mitgliedschaft zu erörtern.
Ein amerikanischer Kongressabgeordneter sagte in einem telefonischen Interview, "der Premierminister bat uns um Zusammenarbeit, um zu verhindern, dass die [palästinensische] Strategie Erfolg hat. Er möchte, dass die USA alle Mittel benützt, die ihr zur Verfügung stehen, in erster Linie, um die Welt zu überzeugen, dass nicht Israel die Kriegsverbrechen begangen hat, sondern die Hamas."
Nach Netanyahu ergreife das israelische Militär "außergewöhnliche Maßnahmen", um den Tod von Zivilisten zu vermeiden, berichtet New York Times.
Die israelischen Behörden und der westliche Geheimdienst behaupten, die Hamas feuere ihre Raketen von Ortsteilen aus ab, die von Zivilisten bewohnt sind, und lagere ihre Waffen in Schulen und medizinischen Einrichtungen, um die Bevölkerung an die erste Kampflinie zu stellen und so die Sympathie der Welt zu gewinnen.
http://actualidad.rt.com/actualidad/view/136345-israel-ayuda-eeuu-evitar-juicio-crimenes-guerra
Übersetzung gekürzt: K. Nebauer

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Vollständiger Text des Aufrufs von Nobelpreisträgern und anderen - “Mit der Errichtung einer Beziehung der Unterdrückung hat die Gewalt bereits begonnen. Nie in der Geschichte ist die Gewalt von Seiten der Unterdrückten ausgegangen. … Es gäbe keine Unterdrückten, hätte es nicht zuvor Gewaltausübung gegeben bei der Etablierung ihrer Unterwerfung.“ – Paulo Freire

Wieder einmal hat Israel seine massive Waffengewalt gegen die eingekerkerte Bevölkerung Palästinas losgelassen, besonders im belagerten Gaza-Streifen. Das ist ein unmenschlicher und illegaler Akt militärischer Aggression.

Israels anhaltende Angriffe auf Gaza haben bis jetzt viele palästinensische Zivilisten getötet (Anmerkung: inzwischen mehr als 1100), Hunderte (Anmerkung: inzwischen mehr als 6500) verletzt und die zivile Infrastruktur verwüstet bzw. zerstört einschließlich dem Gesundheitswesen, das ernsthafte Mängel aufweist.

Israel kann derartig zerstörerische Angriffe ungestraft nur deshalb führen, weil es weltweit mit komplizenhaften Regierungen eine umfangreiche internationale militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit unterhält. In den Jahren 2008 bis 2019 sollen die USA Israel Militärhilfe im Umfang von 30 Milliarden US-Dollar gewähren. Gleichzeitig erreichen Israels Militärexporte in alle Welt Milliardenhöhe.

In den letzten Jahren haben europäische Länder Waffen im Wert von Milliarden Euro nach Israel exportiert. Die EU ihrerseits hat israelischen Waffenproduzenten und Universitäten Forschungsdarlehen im Wert von Hunderten von Millionen gewährt.

Aufstrebende Volkswirtschaften wie Indien, Brasilien und Chile treiben ihre militärisch-wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Israel rapide voran, während sie öffentlich ihre Unterstützung für die Rechte Palästinas erklären. Mit dem Import und Export von Waffen von und nach Israel und der Förderung israelischer Militärtechnologie senden diese Regierungen ein klares Signal: sie stimmen Israels bewaffneten Angriffen einschließlich damit verbundener Kriegsverbrechen und möglicher Menschenrechtsverbrechen zu.

Israel ist einer der führenden Produzenten und Exporteure von militarisierten Drohnen (Kampfdrohnen) in der Welt.

Israels militärische Technologie, die entwickelt wurde, um Jahrzehnte der Unterdrückung zu erhalten, wird als „praxiserprobt“ vermarktet und in die ganze Welt exportiert. Waffenhandel und gemeinsame militärische Forschungsvorhaben bestärken Israel darin, bedenkenlos gegen das Völkerrecht zu verstoßen. Das bestärkt und verfestigt Israels System der Besatzung, Kolonialisierung und systematischen Entrechtung der Palästinenser.

Regierungen, die ihre Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung in Gaza zum Ausdruck bringen und dabei dem Anstoß von Israels Militarismus, Gräueltaten und Straffreiheit gegenüber stehen, müssen damit beginnen, alle militärischen Beziehungen mit Israel abzubrechen. Heute brauchen die Palästinenser effektive Solidarität und keine Wohltätigkeit.

Wir rufen die Vereinten Nationen und Regierungen weltweit auf, unverzüglich ein umfassendes und rechtsverbindliches Waffen-Embargo gegen Israel in Kraft zu setzen, ähnlich wie es gegen Südafrika während der Apartheid verhängt wurde.

Aus dem Englischen von Ulrike Vestring und Fatima Radjaie
Quelle: http://www.planpalestine.org/nobel-peace-laureates-and-celebrities-call-for-military-embargo-on-israel/

Damage Assessment in Khuza'a and Al Qararra, Gaza Strip, Occupied Palestinian Territory - This map illustrates satellite-detected damage and destruction in the Khuza'a and Al Qararra areas of the Gaza Strip, resulting from ongoing violence in the area. Using a satellite image collected >>>

150,000 march in biggest London rally yet for Gaza August 9, 2014 - David Cameron’s failure to condemn Israel’s massacre in Gaza was attacked by MPs and other speakers today at a mass rally in London’s Hyde Park in support of the Palestinians. Speakers also called for sanctions and an arms embargo on Israel. More than 150,000 people marched from the BBC studios in Portland Place, past the US embassy in Grosvenor Square to Hyde Park, in a protest called by Palestine Solidairty Campaign and other organisations. It was the third mass march through London in support of Gaza in three weeks. It was also the biggest, and formed part of a global Day of Rage, with people marching in cities across the globe to show solidarity with Gaza under attack. >>>

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Weitere Demos >>>

Israel Lobby Galvanises Support for Gaza War -Mitchell Plitnick - Pro-Israel activists assembled a huge crowd and a long list of congressional leaders and diplomats to declare their unconditional support for Israel’s military operations in the Gaza Strip on Monday, largely downplaying tensions between Jerusalem and Washington. Key congressional figures from both the Republican and Democratic Parties echoed similar views: that Israel was exercising its inherent right of self-defence, that the entire blame for the hostilities lies with Hamas, and reminding the audience, in a thinly veiled message to U.S. President Barack Obama, that Hamas is backed by Iran. Obama was represented at the event here, dubbed the National Leadership Assembly for Israel, by his national security adviser, Susan Rice. Her address was interrupted by a protester, Tighe Berry, who shouted “End the siege on Gaza,” and held up a sign with the same words. Berry was joined by a handful of protesters outside the building from the pro-peace activist group, Code Pink. After the protester was removed by force, Rice delivered the White House view that a ceasefire was of the utmost urgency in Gaza and Israel. >>>

What would you do if your country was occupied by a foreign army?. - Ibrahim Hewitt - It is all too easy for Western commentators, and those in the pay of the West across the Middle East, to criticise the Palestinian resistance movements. Worse, such movements have been declared to be "terrorists" by governments whose "interests" trump human rights and international law in the region. This is not only plain wrong and unreasonable but also reveals selective recollection of historical precedents for heroic resistance groups fighting against tyranny and injustice. Within living memory, in the Second World War resistance against the Nazis across Europe included the famous French Resistance, between 15 and 20 per cent of whose members were Jews. In fact, as the main victims of Nazi persecution and industrialised murder Europe's Jews were engaged in resistance activities across the Third Reich. >>>

11 Images Showing The Extent Of Israel's Palestinian Apartheid >>>

Why US and Israel wants to ban this video...
 -This nice Jewish American speaks truth about her experience in occupied Palestine... It will make you cry...

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Listen to speech of 19 year old Barnaby Raine from the Jewish Bloc in the London demonstration "End Siege On Gaza"

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Israeli media is not listing the names of children killed in Gaza. These are their names >>>

Names of Palestinians Killed in the War on Gaza since 8 July >>>

10. 8. 2014

09.08.2014: Tag des Zorns
 

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Foto Berlin

Tag des Zorns: Hunderttausende demonstrieren für Gaza >>>

Anti-Kriegs Kundgebungen: Gaza-Demos ziehen durch Berlin >>>

VIDEOS + FOTOS - REDEN auf der Demo in Berlin >>>

Fotos: Tausende demonstrieren in Berlin für Gaza >>>

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Foto Düsseldorf

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UK - 150 000 Teilnehmer

9 August 2014: The biggest ever UK demonstration for Gaza >>>

Pro-Palestinian activists march to UN headquarters >>>>

Thousands of New Yorkers Protest Gaza Killings >>>

9 August 2014: The biggest ever UK demonstration for Gaza >>>

In Photos: Worldwide protest against Israeli attack on Gaza (Updated) >>>

Photos: Protests for Gaza Day of Rage around the world >>>

‘Day of Rage’ Protests Against Israeli Aggression in Gaza Held All Over the World >>>

World 'day of rage' over Israel's war on Gaza >>>


 

DEMO BERLIN - FOTOS:
 

 
 
BERICHTE (teilweise mit Fotos)
 
 
(Außerdem gibt es kurze Veröffentlichungen von Agenturmeldungen (meist dpa-infocom):
 
Der am Potsdamer Platz vorgelesene "Offene Brief Kulturschaffender in Deutschland zum Krieg in Gaza" ist auf http://www.gazaopenletter.de/  zu lesen.
Quelle - Elsa Rassbach - Tobias Balke

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Unglaubliches! - Dieter Neuhaus -  Moshe Feiglin, stellvertretender Sprecher der israelischen Knesset und Mitglied der Regierungspartei Likud, hat am 15 Juli, als Israels militärische Brutalität gegen die verzweifelten palästinensischen Menschen im hermetisch abgeriegelten Gazastreifen einen neuen Höhepunkt erreicht hatte, Folgendes erklärt:

„Gaza ist Teil Israels und wird es immer bleiben. Die (kriegerische) Befreiung unseres Landes ist der einzige Grund, das Leben unserer (israelischen) Soldaten zu riskieren, um das Land zu erobern. Nach der Beseitigung des Terrors, der von Gaza kommt, wird dieses Gebiet Israel zugeschlagen und es wird mit Juden besiedelt werden.“ Weiter meint Feiglin, dass die meisten Araber Gaza ohnehin verlassen möchten. Die ägyptische Sinaiwüste müsse das Ziel ihrer Vertreibung sein.


Dieser Mann ist schon mit weiteren merkwürdigen Sprüchen aufgefallen, etwa:
-   „Ein Haar auf dem Haupt eines israelischen Soldaten ist kostbarer als die gesamte Bevölkerung von Gaza“
-    „Nur Juden verdienen es, Bürger Israels zu sein (‚full citizens’)
-          „2000 Jahre haben die Juden von einem jüdischen Staat geträumt, nicht aber von einem demokratischen Staat“.
-          Bezogen auf Araber: „Man kann einem Affen nicht das Sprechen beibringen und keinen Araber die Demokratie lehren. Wir haben es mit einer Gesellschaft von Dieben und Räubern zu tun. Die Araber zerstören alles, was sie anfassen“.
-          Die Tat des extremistischen  israelisch-jüdischen Massenmörders Baruch Goldstein, der 29 Muslime in einer Moschee erschossen hat, bezeichnete Feiglin als „Akt des Widerstands“.
-     „US-Vizepräsident Biden ist ein kranker Aussätziger“
-          „Hitler war ein unvergleichliches militärisches Genie. Der Nazismus hat Deutschland aus der Niederung in eine phantastische physische und ideologische Höhe erhoben“.
           -„Es gibt kein palästinensisches Volk“.

Der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass Feiglins Karriere auch nicht dadurch gestoppt werden konnte, dass er gelegentlich Widerspruch aus der eigenen Partei oder der Knesset erfuhr. Großbritannien hat ihm die Einreise verboten, was ihn aber nicht anfocht: “Da Großbritannien Terroristen wie Ibrahim Mousavi mit offenen Armen empfängt, verstehe ich, dass Ihre Politik darauf abzielt, Terror zu ermutigen und zu unterstützen“.


Aber Feiglins Äußerungen sind nicht einmal die Spitze des rassistischen und völkermörderischen Eisbergs in Israel. Mehrere bekannte Politiker und Rabbiner haben sich ebenfalls in einer Weise geäußert, die an ihrer Zurechnungsfähigkeit zweifeln lässt und die >>>

 

Zionism Has Nothing to do With Judaism’ – Holocaust Survivor Dr. Hajo Meyer - Zionism and Judaism are contrary to each other. Because Judaism is universal and humane, and Zionism is exactly the opposite. It is very narrow, very nationalistic, racist, colonialist, and all this. There is no “National Judaism.” There is Zionism and there is Judaism, and they are completely different. >>>

Legenden des Gazakonfliktes - Prof. Norman Paech - Zwei Legenden prägen die Berichterstattung und Kommentierung dieses neuesten Krieges gegen Gaza: Israel handele in Ausübung seines Selbstverteidigungsrechts und die Situation sei zwischen Israelis und Palästinensern so verfahren und aussichtslos, dass niemand eine Lösung dieser mörderischen Verklammerung wisse. Beide Legenden sind alt und beherrschen schon seit Jahrzehnten die Druckspalten und Sender der Medien. Beide sind grundfalsch, haben sich aber durch ihre permanente Wiederholung tief in das allgemeine Bewusstsein der Öffentlichkeit eingraviert.

Die These vom Selbstverteidigungsrecht ist Israels Basisrechtfertigung für alle Gewalt, die sie als Besatzungsmachgt an den Checkpoints, mittels täglicher Razzien, Inhaftierungen und Zerstörungen bis hin zu den periodischen massiven Kriegsüberfällen ausübt. Der Widerstand der Palästinenser, ob in einzelnen Selbstmordattentaten und Gewaltattacken oder durch die primitiven Raketen aus Gaza, wird generell als Terror stigmatisiert, dem jede Rechtfertigung fehlt. Diesem Muster folgt nicht nur die amerikanische Administration unter Obama und Kerry, sondern auch weitgehend alle europäischen Regierungen einschließlich der deutschen. Den deutschen Medien ist es eine unhinterfragbare Selbstverständlichkeit, sodass es auf der gleichen Stufe der Unantastbarkeit angelangt ist wie die Beschwörung des Existenzrechts Israels. Doch die rechtliche Bewertung von Gewalt und Krieg ist eine ganz andere, wenn man die UNO-Charta und das geltende Völkerrecht zugrunde legt.

Nicht Palästina hält Israel besetzt, sondern umgekehrt Israel hält seit 1967 palästinensisches Territorium besetzt. Dies gilt auch für den Gazastreifen, obwohl Israel 2005 seine Truppen und Siedler abgezogen hat. Die anschließende Blockade von Land, See und Luft aus ist in den folgenden Jahren von Israel so ausgebaut und verschärft worden, dass der Streifen in den Status der Besatzung zurückversetzt worden ist. Dies wird auch vom deutschen Außenamt so gesehen. Im kolonialen Völkerrecht des 19. Jahrhunderts konnte sich die Kolonialmacht bei der Niederschlagung des Widerstands der Kolonisierten noch auf sein Verteidigungsrecht berufen. Das ist mit dem Ende der Kolonialreiche jedoch vorbei und lebte im Besatzungsrecht des 20. Jahrhunderts nicht wieder auf.

Die Besatzung ist jedoch Ausgangspunkt aller Probleme und der Gewalt dieser Region. Sie ist eine vom humanitären Völkerrecht der Haager Konventionen von 1907 und Genfer Konventionen von 1949 mit zahlreichen Rechten aber auch Pflichten ausgestattete Form der Kriegsführung. So erlaubt Art. 55 der Haager Landkriegsordnung von 1907 dem besetzenden Staat nur, die natürlichen Ressourcen des besetzten Landes, ob es Erdöl oder Erdgas, Wasser oder Wälder, Steinbrüche, Ackerland oder Plantagen als Verwalter zu benutzen. Er darf es nicht für sich allein ausbeuten, sondern nur insoweit, als Ertrag und Gewinn der einheimischen Bevölkerung zugute kommt. Die militärischen Interessen der Besatzung müssen auf die zivilen Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht nehmen. Dafür hat die Zweite Genfer Konvention eine Reihe von Besatzungspflichten kodifiziert: so die Regelung des Arbeitseinsatzes und die Versorgung mit Lebensmitteln und ärztliche Fürsorge (Art. 51 ff. II. Genfer Konvention). Privateigentum darf nur dann und auch nur mit Entschädigung requiriert werden, wenn es für die Zwecke der Besatzung notwendig ist. Die Ansiedlung der eigenen Bevölkerung auf besetztem Gebiet ist ohne Ausnahme verboten (Art. 46 ff. II. Genfer Konvention). Eine auch nur oberflächliche Betrachtung der Besatzungspraxis der Israelis zeigt, dass sie keine dieser Pflichten erfüllt, ja sie durch ihre Siedlungs- und Blockadepolitik vorsätzlich und mit den radikalsten Mitteln verletzt.

Besatzung ist darüber hinaus nur zeitlich begrenzt berechtigt, solange sie militärisch für die Sicherheit der Besatzungsmacht notwendig ist. Das ist ein dehnbarer Begriff. Für Israel hat sie sich im Laufe der Jahrzehnte allerdings von einer Bedingung für seine Sicherheit in eine Bedrohung verwandelt. Der UNO-Sicherheitsrat, die Generalversammlung und der Internationale Gerichtshof in Den Haag haben sie wiederholt als völkerrechtwidrig bezeichnet und den Rückzug Israels gefordert. Schon lange gibt es keine rechtliche Grundlage mehr für die Besatzung. Der von der israelischen Regierung eingeführte und auch von der deutschen Regierung übernommene Begriff „Autonomiegebiete“ verschleiert gezielt den tatsächlichen und juristischen Status der besetzten Gebiete. Daran ändert sich nichts, dass Israel die Geltung der Genfer Konventionen für die palästinensischen Gebiete nicht anerkennt. Der Trick seiner Juristen lautet, die Konventionen gelten nur zwischen Staaten, zu denen die besetzten Gebiete jedoch nicht gehören. So simpel dieser Trick, so falsch ist er. Er verdreht das Schutzziel der Konventionen, welches nicht die Staaten, sondern die Menschen sind, egal wo und in welcher gesellschaftlichen Organisation sie leben.

Wer eine völkerrechtswidrige Besatzung aufrechterhält und seine Pflichten daraus nicht nur vernachlässigt sondern grob verletzt, dem steht nicht das Recht auf Selbstverteidigung zu. Er ist der Angreifer, gegen den Widerstand erlaubt ist. Die UNO-generalversammlung hat bereits 1974 mit den Resolutionen 3236 und  3327 die PLO als legitime Vertreterin des palästinensischen Volkes anerkannt. Das bedeutete die Anerkennung des vollen Selbstbestimmungsrechts für das palästinensische Volk sowie das Recht, es mit allen Mitteln durchzusetzen. Schon damals erhielt die PLO einen Beobachterstatus bei der UNO, und der bewaffnete Kampf wurde als legitimes Mittel akzeptiert. Diese Rechte waren bereits den südafrikanischen Befreiungsbewegungen ANC, PAC und SWAPO, der angolanische MPLA und der FRELIMO in Mosambik zuerkannt worden. Im Gegensatz zu den afrikanischen Völkern ist der Kolonialstatus der Palästinenser immer noch nicht beendet – ihr Recht, ihre Befreiung auch mit militärischen Mitteln zu erkämpfen aber ebenfalls nicht. Dieser Widerstand der Palästinenser ist ebenfalls an das humanitäre Völkerrecht gebunden und verbietet den Angriff auf zivile Ziele. Die Raketen aus dem Gazastreifen sind daher ohne Zweifel völkerrechtswidrig. Sei es, dass sie auf Grund technischer Mängel oder durch programmierte Zielvorgaben keine Unterschied zwischen militärischen und zivilen machen. Dagegen sich zu schützen, ist das selbstverständliche Recht der Israelis. Sie tun das offensichtlich äußerst effektiv mit ihrem Luftabwehrsystem „iron dome“. Ihr Krieg gegen den Gazastreifen ist jedoch absolut unverhältnismäßig und daher völkerrechtswidrig.

Das mag alles angesichts des so ungleichen Kräfteverhältnisses der Gegner und des absolut desolaten Zustandes der militärischen Mittel der Palästinenser sehr theoretisch klingen. Ganz abgesehen davon, ob militärische Mittel in diesem Konflikt in dieser Zeit überhaupt noch ein Problem zu lösen vermögen. Ein Blick auf das in letzter Zeit so vielfach beschworene Völkerrecht vermag allerdings den einzig möglichen Weg zu einer dauerhaften Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern, die auch den nächsten Waffenstillstand überdauert, offen zu legen: die Aufhebung der Besatzung. Ein Waffenstillstand ohne die Zusicherung, die Blockade zu beenden, verlängert den unerträglichen Zustand nur um weitere Jahre bis zum nächsten Ausbruch der Gewalt.

Auch hier erschienen:
http://www.kopi-online.de/wordpress/?p=312

VIDEO - Gazan mother's dilemma: Choosing between children
She faces the tough decision of letting her children sleep in different corners of the house due to Israeli strikes


Jeder gräbt sich tiefer ein - Drohungen und Verleumdungen sollen die Linke in Israel mundtot machen. Wo bleibt die Unterstützung?, fragt der Schriftsteller Assaf Gavron. -  Assaf Gavron - Letzte Woche hatten mich die Bewohner von Tekoa, einer Siedlung im Westjordanland, eingeladen, bei ihnen über meinen Roman Auf fremdem Land zu sprechen. Darin geht es um eine fiktive jüdische Siedlung, nicht unähnlich ihrer eigenen, mit ihrer Palette von Charakteren und ihren Beziehungen zu den Palästinensern, dem Militär, den Medien, den Politikern.

Es war ein erfreulicher Abend. Einige äußerten Kritik an dem, wie sie als stereotype Porträts "rechter Siedler" durch einen "linken Tel Aviver Autor" sahen, aber die meisten fanden den Roman ehrlich, treffend und nicht von einer politischen Agenda bestimmt. Wir versuchten, Politik zu vermeiden. Doch dann fragte der Gastgeber mich, der sich zweifelsfrei bemüht hatte, Siedler und ihre Motive kennenzulernen, nach meiner Meinung. Ich sagte: "Ich finde, dass die Siedlungen ein Problem sind." Glucksen im Saal. "Warten Sie ein paar Tage", sagte einer, "noch ein paar Raketen auf Tel Aviv, und alle sind überzeugt."

"Aber darum geht es", antwortete ich: "Was immer geschieht, es führt nur dazu, dass jeder noch mehr von seiner Meinung überzeugt ist. Sie sagen: ›Wir können den Palästinensern nicht trauen, sie wollen uns umbringen, man kann ihnen keine Selbstverwaltung erlauben, weil sie dann Waffen anhäufen und Angriffe vorbereiten.‹ Und wir sagen: ›Wir sind verantwortlich, weil wir die Stärkeren sind. Wir nehmen den Palästinensern unablässig die Hoffnung, lassen ihnen keine andere Wahl, als sich der Gewalt zuzuwenden. >>>

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Go to Gaza, see for yourself - Gideon Levy -  Can we possibly conduct a discussion, however brief, that is not saturated with venomous hatred? Can we let go for a moment of the dehumanization and demonization of the Palestinians and speak dispassionately of justice, leaving racism aside? It’s crucial that we give it a try.

In the absence of hatred, one can understand the Palestinians. Without it, even some of Hamas’ demands might sound reasonable and justified. Such a rational discourse would lead any decent person to clear-cut conclusions. Such a revolutionary dialogue might even advance the cause of peace, if one may still dare say such things. What are we facing? A people without rights that in 1948 was dispossessed of its land and its territory, in part by its own fault. In 1967 it was again stripped of its rights and lands. Ever since it has lived under conditions experienced by few nations. The West Bank is occupied and the Gaza Strip is besieged. This nation tries to resist, with its meager powers and with methods that are sometimes >>>

Rabbi Lior: Jewish law permits destruction of Gaza to bring safety to Israel - Jeremy Sharon - Rabbi Dov Lior, a national- religious leader and the chief rabbi of Kiryat Arba and Hebron, published a letter on Monday saying that Jewish law permits destroying the entire Gaza Strip to bring peace to the south of the country.

Lior said that he had received questions about whether Jewish law permits harming a civilian population not directly involved with the combatants. >>>

Lessons of the conflict in Gaza - Avi Shlaim - The cycle of violence that has engulfed the Gaza Strip since Israel's unilateral disengagement in 2005 is repetitive, predictable, and profoundly depressing. In the last six years Israel has launched three major military offensives on this tiny, isolated, desperately poor, and densely-populated Palestinian enclave.

Invariably, Israel presents itself as the victim, claiming to be exercising its right to self-defence, while denying the equivalent right to the Palestinians. Yet all these wars were instigated by Israel, all were directed against civilians, and all involved war crimes. They are a direct product of Israeli colonialism, of the most prolonged and brutal military occupation of modern times.

Israeli brutality against civilians scaled new heights in the current war which Israel fraudulently calls "Operation Protective Edge." In this war the Israeli army, which in their Orwellian language Israel's propagandists like to call "the most moral army in the world", has been raining death and destruction on the captive population of the Gaza Strip with little attempt to distinguish between civilian and military targets. >>>

Col. Ofer Winter: Poster Boy for IDF’s New Dirty 200, Ceasefire Dies (Again) - Richard Silverstein - After Operation Cast Lead, peace activists prepared a list of 200 IDF officers who played major roles in the sowing the killing fields of Gaza with blood. I’m hoping someone is right now preparing a similar list for Operation Protective Edge. The level of mass mayhem in it far exceeds that of the prior campaign. More dead, more injured, more orphans, more devastation.

Remember this name in particular: Ofer Winter. He’s the poster boy of IDF war criminals. He was also high on the list of those accused of similar acts during Cast Lead. It was he who wrote the genocidal battle plan announced to his troops in the accompanying image >>>

Progressive politics after Gaza - Andrew Levine - Every member of the House and Senate, every single one, is now on record in support of Israeli war crimes and crimes against humanity. Cowardice, ignorance, and malice account for their moral and political turpitude; there are no mitigating factors >>>

Zionism Has Nothing to do With Judaism’ – Holocaust Survivor Dr. Hajo Meyer - Zionism and Judaism are contrary to each other. Because Judaism is universal and humane, and Zionism is exactly the opposite. It is very narrow, very nationalistic, racist, colonialist, and all this. There is no “National Judaism.” There is Zionism and there is Judaism, and they are completely different.

“My name is Hajo Meyer, I was born in August 1924 in Beilefeld, western Germany. And so I am 86 years old. And I had to leave Germany in January 1939 because from November 1938 on I was not allowed to go to school anymore. When in the Netherlands I made my entrance examination to the university still under the German occupation. They allowed that for Jews to be done. Even the German occupation allowed it, under a special setting of Jewish state examination. It occurred in April ’43. Then I went underground and about a year later I was caught and brought to Auschwitz and survived 10 months in Auschwitz.

I was educated in the tradition of enlightened Reform Judaism, without any relation to the prescripts of Halacha [Jewish religious law] but just to the socio-cultural heritage and the enlightened parts of Judaism…

[In my view] this ethical tradition is absolutely contrary to everything which is at the basis of Zionism. Because Zionism was created… at the end of the 19th Century, and in that era it was commonplace to be colonialist, to be racist, to be super-nationalist, to adore the nation-state–so the idea of France for the French, Germany for the Germanics, and then some state for the Jews. This all formed the basis for Zionism. >>>

Judaism Being Murdered by Israel - Rabbi Michael Lerner - August 05, 2014 "ICH" - "Tikkun," - My heart is broken as I witness the suffering of the Palestinian people and the seeming indifference of Israelis. Tonight (August 4) and tomorrow (August 5), which mark Tisha B’av,the Jewish commemoration of disasters that happened to us through Jewish history, I’m going to be fasting and mourning also for a Judaism being murdered by Israel. No matter who gets blamed for the breakdowns in the cease-fire or for “starting” this latest iteration of a struggle that is at least 140 years old, one of the primary victims of the war between Israel and Hamas is the compassionate and love-oriented Judaism that has held together for several thousand years. Even as Israel withdraws its troops from Gaza, leaving behind immense devastation, over 1,800 dead Gazans, and over four thousand wounded, without adequate medical supplies because of Israel’s continuing blockade, Israeli Prime Minister Netanyahu refuses to negotiate a cease-fire. He is fearful that he would be seen as “weak” if Israel gave way to Gazans’ demand for an end to the blockade and the freedom of thousands of Palestinian prisoners kidnapped and held in Israeli jails in violation of their human rights.
Let me explain why Israeli behavior toward Palestinians – not just during this latest assault but also throughout the past decades during which Israel militarily enforced its Occupation of the West Bank and the blockade of food and building materials to Gaza – and the cheerleading for such behavior by Jews around the world is destroying Judaism and creating a new kind of hatred of Jews by people who never before had any issue with Jews (not to mention strengthening the hands of the already existing anti-Semites whose hatred of Jews would continue no matter what Israel or Jews do or do not do). >>>

VIDEO - An Israeli Soldier’s Story – Eran Efrati - Haitham Sabbah - Ex-IOF soldier shares his story of being on the wrong side of history. A good red pill on what’s going on in the Occupied Palestine. The talk by Eran Efrati was filmed in Denver, Colorado on March 3, 2014 as part of ‘The Soldier and the Refusenik‘ U.S. tour with Maya Wind. Eran talk about his experiences in the IOF and then more broadly discusses Israel, its relationship to the U.S. and the global expansion of militarism. >>>

Noam Chomsky on Democracy Now - Democracy Now-- Hideous. Sadistic. Vicious. Murderous. That is how Noam Chomsky describes Israel’s 29-day offensive in Gaza that killed nearly 1,900 people and left almost 10,000 people injured. >>>

10. 8. 2014

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Keine Aussichten auf Zukunft - Susanne Knaul - Die Bewohner leben auf der Straße. Es gibt kaum Wasser, keinen Strom und keine medizinische Versorgung. Essen kriegt nur, wer auf Listen steht. - Gestank von Müll, Rauch und Verwesung hängt über Beit Lahia. Die Kleinstadt ganz im Norden des Gazastreifens gehörte zu den ersten, die die Armee zu Beginn des Krieges räumen ließ. Von den Häusern einer Straße stehen nur noch Gerüste, grau und leer, eingehüllt in dichten Staub. Es sind Mehrfamilienhäuser, von dem jedes einst Dutzende Menschen beherbergte. Die Zerstörung ist breitflächig. Mal ist eine Straße betroffen, mal sind es zwei Parallelstraßen, mal komplette Blocks. Bei den Namen Beit Lahia, Dschabalia und Beit Chanun im Norden, Rafach und Khan Yunis im Süden, die Viertel Schedschaija in der Stadt Gaza, Al-Tufach und vielen mehr verdüstern sich die Gesichter der Menschen aus Angst oder Mitleid. „Ich stehe nicht auf der Liste, sagt ein Mann. „Vielleicht morgen.“ Eine Hilfsorganisation verteilt Pakete mit dem Nötigsten, an die, die es besonders brauchen. Wer auf der Liste steht, kann kommen und sich einen Karton nehmen mit Milchpulver, Reis, Bohnen, Öl und Mehl. Immer >>>
 

 

Schießen statt reden - Tel Aviv bricht Verhandlungen mit Palästinensern ab und greift wieder Gazastreifen an. Zehnjähriger Junge getötet. Raketen auf Israel - Karin Leukefeld - Ein zehnjähriger Junge war das erste Opfer, das die wiederaufgenommenen israelischen Angriffe auf den Gazastreifen gefordert haben. Ibrahim Al-Dawawisa wurde am Freitag morgen in einer Moschee in dem Viertel Scheich Al-Radwan in Gaza-Stadt getötet. Weitere Luftangriffe flog die israelische Armee auf Rafah und Dschabalija. Die israelische Marine beschoß den Norden des Gazastreifens. >>>




ZDF und Deutschland Radio und der Hofschranzen-Journalismus - Dr. Ludwig Watzal - Keine journalistischen Fragen bei dieser "erfolgreichen" Bilanz?  - Im ZDF sieht man weder mit dem ersten noch mit dem zweiten Auge etwas Vernünftiges. Dieser Sende gehörte einfach nur abgeschaltet, damit die Klebers mit ihren horrenden Gehältern und die anderen Hofberichterstatter wie zum Beispiel Udo van Kampen Alleinunterhalter spielen oder auf Regierungssprecherposten wechseln können, von denen sie aus ihre Presseerklärungen verkünden können. In eine mit Zwangsgebühren finanzierte Öffentlich-Rechtliche Fernsehanstalt gehören diese Verlautbarungsjournalisten jedenfalls nicht. Den jüngsten Vogel des Hofschranzen-Journalismus hat Uli Gack - natürlich vom ZDF - abgeschossen, der sich als Stichwortgeber für Benyamin Netanyahu hergegeben hat. Auf >>>

Ein gescheiterter Staat? - Israels Rechte hat ihr Korrektiv verloren. Jetzt nähert sich das Land dem Bild an, das seine ärgsten Kritiker seit jeher von ihm zeichnen. - Ein Kommentar von zenith-Mitherausgeber Christian Meier - Wer regelmäßig Einsicht in die Vielfalt der israelischen Gesellschaft hat, musste die Kritiker, Schwarzmaler und Polemiker stets korrigieren. Nein, Israel ist eine pluralistische Gesellschaft, es ist nicht alles so eindeutig, und gewiss will die Mehrheit Frieden und eine Zweistaatenlösung.

An diesen Gewissheiten kommen immer mehr Zweifel auf, und nicht erst seit dem jüngsten Krieg im Gazastreifen.

Während sich die deutschen Medien hoffend an die üblichen israelischen Mahner wie David Grossmann oder Amoz Oz halten oder über israelisch-palästinensische Friedensdemos in Berlin berichten, so spielen diese in Israel selbst doch längst keine Rolle mehr. 86 Prozent der Israelis unterstützen den jüngsten Krieg gegen die Hamas, berichtet der israelische Fernsehsender Arutz 10.

Während noch vor zehn Jahren die Mehrheit der Bevölkerung den Abzug aus dem Gazastreifen dazu nutzte, sich von den Nationalisten und Gegnern einer Zweistaatenlösung demonstrativ zu distanzieren, sind diese inzwischen komplett mehrheitsfähig geworden. Ein Avigdor Lieberman wäre damals als nationalistischer Tölpel belächelt, ein Naftali Bennett als nationalreligiöser Spinner abgetan worden. Nun gestalten diese beiden die große Politik in Israel. Sie können Premier Netanjahu vor sich hertreiben, auch wenn das nur selten nötig ist >>>

"Wir haben aufgehört zu weinen" - Mitgefühl und Skepsis prägen eigentlich die jüdische Kultur. Der israelische Autor Etgar Keret über Gaza und die verloren gegangene Kunst des Debattierens. Interview: Philipp Lichterbeck -

Frage: Herr Keret, Sie sprechen von zwei Kriegen, die stattfinden. Welches ist der erste?
Etgar Keret: Wenn die Sirenen heulen und eine Hamas-Rakete über mir und meinem Sohn in Tel Aviv abgeschossen wird und die Metallteile wenige Meter neben uns auf die Straße stürzen. Oder wenn wir im Bunker sitzen. Aber auch wenn wir sehen, wie in Gaza Menschen sterben. Kinder, die keine Schutzschirme, ja nicht mal einen Schutzraum haben. Da kann ich nicht stillhalten. Es ist menschlich, wenn man das beenden möchte. Wenn ich mich nicht dagegen ausspräche, könnte ich meinem Sohn nicht mehr in die Augen schauen.

Frage: Und der zweite Krieg?
Keret: Ist derjenige, den Israels Rechte gegen Leute wie mich führt. Der Begriff "Linker" ist zum Schimpfwort geworden. Er ist gleichbedeutend mit: Du bist kein Israeli, du bist ein Verräter und solltest nach Gaza ziehen. Die sozialen Netzwerke werden benutzt, um Gift und Galle zu verbreiten. Meine Frau Shira ist Schauspielerin und Autorin. Sie hatte an dem Tag, als die vier palästinensischen Jungs am Strand von Gaza von israelischen Soldaten getötet wurden, eine Filmvorführung. Sie bat im Kino um eine Schweigeminute. Schon am selben Abend existierten ein Dutzend Facebook-Seiten. Eine hieß: "Ich hasse Shira Geffen". Dort machten sich Leute Gedanken darüber, wie sie meiner Frau schaden könnten. Die Rechte missbraucht ihre Meinungsfreiheit, um diejenige anderer einzuschränken. Aber Intoleranz ist immer ein Zeichen für Schwäche.>>>

Hilfe für Kinder von Gaza - Venezuela solidarisiert sich mit Palästina. Politischer Streit um Unterstützung - André Scheer - Noch im Laufe dieses Wochenendes oder wenige Tage später sollen die ersten palästinensischen Kinder in Venezuela eintreffen, um dort betreut zu werden. Das kündigte Außenminister Elías Jaua, der in Kairo die Hilfe des südamerikanischen Landes für die Palästinenser koordiniert, am Donnerstag (Ortszeit) gegenüber dem venezolanischen Rundfunksender Unión Radio an. Das genaue Datum der Ankunft der Kinder hänge aber von den dafür notwendigen Protokollen ab, die über das UN-Kinderhilfswerk UNICEF vereinbart werden müssen, betonte Jaua. Die internationalen Bestimmungen für den Umgang mit Kindern, die in Kriegen ihre Eltern verloren haben, seien sehr streng. >>>

Historische Schuld und einseitige Solidarität - Dr. Sabine Schiffer - Was sind die richtigen Lehren aus dem Holocaust? Nie wieder Judenvernichtung? Ja klar. Aber gilt „Nie wieder Menschenvernichtung!“ nicht? Darf man als Deutscher kein Mitgefühl mit den Palästinensern haben, auf deren Rücken unsere historische Verantwortung abgeladen wurde?Das Dilemma deutscher Befindlichkeit im sog. Nahostkonflikt brachte nicht zuletzt Deniz Yücel in einem taz-Kommentar auf den Punkt: Man solle sich gefälligst selbst zensieren und jede Kritik an israelischer Politik verkneifen. Alles andere gebiete sich nicht. Die Lehren aus der deutschen Geschichte, dem Holocaust, sei nicht Menschlichkeit für alle, sondern die unabdingbare Solidarität mit Israel – also bestimmten Menschen (sic!). Alles andere sei offener bis verkappter Antisemitismus und den könne man getrost den Einwanderern überlassen. Sind das die richtigen Lehren aus dem Holocaust? >>>

Israelische Lebenslüge - Arnd Festerling - Die israelische Regierung und viele Bürger glauben, es gehe um die Existenz ihres Staates. So versuchen sie das erbarmungslose Vorgehen der Armee zu rechtfertigen. Aber es geht nicht um die Existenz. Der Leitartikel zum Nahost-Konflikt. Es geht um die Existenz. In jedem Krieg mit Palästinensern wieder. Das sagen Israels Regierung und Generalität. Viele Menschen außerhalb Israels können nicht glauben, dass Premier Netanjahu und seine Militärs das wirklich denken. Aber sie tun es. Dafür legen inzwischen beinahe 2000 tote Palästinenser Zeugnis ab. Wer könnte all diese Menschen, wer könnte fast 400 Kinder und Babys töten, wenn es nicht um die eigene Existenz ginge? >>>

Debunking Gaza war lies - The lies generated by the IDF spokesperson and the media on the Gaza war are still being endlessly quoted for the purposes of propaganda. - John Brown -

1. “Hamas is forcing residents to stand on rooftops, leading to their deaths.” The claim originated with the killing of six members of the Kware’a family and two others at 2:30 p.m. on July 8. According to the investigation, the family evacuated the house after receiving a phone call from the army, but returned after the “knock on the roof” missile was erroneously assumed to have been the missile intended to demolish the house.

The Israeli Air Force maintains that it knew that the family had begun to return but could not divert the missile off course. In any case, this argument no longer holds any water since the IDF has attacked other families in a similar manner without any warning. There are abundant examples such as the killing of 26 members of the Abu Jame’ family and 18 members of the Al Batsh family, as well as the widespread bombardment of civilian populations in Rafah. >>>

 

Liebe Nahost-Interessierte, auch wenn sicher für die meisten von Euch verständlicherweise zur Zeit die Unterstützung der Menschen in Gaza im Vordergrund steht, möchte ich Euch dennoch unseren aktuellen Sommerrundbrief mit Informationen über die Arbeit unserer Partner, die sich immens für die palästinensischen Flüchtlinge aus Syrien engagieren, ans Herz legen. - Ingrid Rumpf
Ab September mit Schuljahresbeginn 2014/2015 beginnt auch wieder unser Projekt "Dreijährige Kindergartenpatenschaft":

Wieder beginnt im September ein neues Kindergartenjahr

Wie in jeden Sommerrundbrief bitten wir auch dieses Mal darum, dass sich für unsere dreijährigen Kindergartenpatenschaften, die im September erneut beginnen, möglichst viele PatInnen finden. Für nur 15€ im Monat ermöglichen Sie einem Flüchtlingskind den Besuch der Kindergärten von NISCVT. Damit fördern Sie seine Persönlichkeitsentwicklung und legen den Grundstein zu einem erfolgreichen Bildungsweg
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Rundschreiben - 01/14 - pdf  - Unter anderem: Familie Schihabi aus Yarmouk hat im Flüchtlingslager Bourj Al-Barajneh in Beirut Hilfe bei unseren Partnern von NISCVT gefunden Familie Schihabi kommt aus dem Flüchtlingslager Yarmouk bei Damaskus. Zunächst hielten die Familie trotz Belagerung und Beschuss des Flüchtlingslagers dort aus. Erst als der Mangel an Lebensmitteln immer größer wurde, es kaum noch Elektrizität, Wasser und Gas gab und der Vater seine wegen schwerer Erkrankung notwendige Chemothe-rapie nicht mehr erhalten konnte, entschieden sie sich, in den Libanon zu fliehen. In Bourj Al-Barajneh fanden sie eine Unterkunft für 200$ im Monat. Sie ließen sich bei der UNRWA als Flüchtlinge registrieren und erhielten neben einem Mietkostenzuschuss eine kleine Grundausstattung. Als der Vater operiert werden musste, stellte die Familie mit Schrecken fest, dass im Libanon der Großteil der Kosten selbst getragen muss. Unter Lebensgefahr ging der Vater allein zurück nach Damaskus, wo er die Operation machen ließ. In großen Ängsten ließ er seine Familie zurück. Einer der Söhne verletzte sich in dieser Zeit zudem bei einem Unfall am Auge und musste ebenfalls operiert werden. Da NISCVT mit UNRWA und den Lagerkomitees bei der Registrierung der Flüchtlinge zusammenarbeitet, erfuhr sie von der verzweifelten Lage der Mutter und ihrer Kinder. Eine der Sozialarbeiterinnen suchte die Familie auf und NISCVT nahm sich ihrer an. Für die drei Kinder wurden Paten in Deutschland über unseren Verein gefunden. Die Fami-lie wird seitdem von NISVT begleitet und beraten. Die Mutter kommt zu den Müttertref-fen und -kursen ins Zentrum und die Kinder nehmen neben dem Besuch der UNRWA-Schule an den Freizeitaktivitäten teil. Auch der Vater ist inzwischen zurückgekommen. Die psychische und soziale Situation der Familie hat sich dank der Unterstützung durch unsere Partner deutlich verbessert, auch wenn es weiter an elementaren Dingen mangelt. Die Familie wünscht sich nichts sehnlicher, als sobald wie möglich nach Syrien zurückkehren zu können. Wir hoffen, dass unsere Partner ihnen bis dahin auch mit unserer Hilfe beistehen können >>>

Rabbi Lior: Jewish law permits destruction of Gaza to bring safety to Israel - Jeremy Sharon - Rabbi Dov Lior, a national- religious leader and the chief rabbi of Kiryat Arba and Hebron, published a letter on Monday saying that Jewish law permits destroying the entire Gaza Strip to bring peace to the south of the country. Lior said that he had received questions about whether Jewish law permits harming a civilian population not directly involved with the combatants. >>>

Gaza dispatch: 'Death will come and life will go on' -  Samer Badawi - In the tragedy that is the Middle East, we Palestinians have played two roles – the victim or the vilified. But Gaza is changing all that. Gaza is fighting back.

“You want to go where?”

My colleague and I have just boarded a taxi and named our destination– Rafah. Two days after the Israeli military had sealed Gaza’s southernmost town, claiming Hamas fighters had kidnapped one of its own, few images had emerged of the ensuing destruction. We wanted to see for ourselves.

We were not alone, of course. Thousands of families displaced from points north, east and south along Gaza’s border with Israel have seized any lull in the bombing to try and return to their homes, to survey the damage and salvage what they can from the rubble. That day, the Israelis announced that they would grant a limited respite – everywhere but Rafah. >>>

VIDEO + TEXT - Uri Avnery on Gaza Crisis, His Time in a Zionist "Terrorist" Group & Becoming a Peace Activist >>>

Gaza’s new resistance paradigm - Ramzy Baroud - Al Ahram Weekly "Of course, Palestinians know best — much better than Obama and other preachers elsewhere. They know that collective resistance is not always a tactic determined through social media discussions; that when one’s children are pulverised by US-supplied killing technology, there is no time to lay flat and sing “We shall overcome,” but to prevent the rest of the tanks from entering into the neighbourhood — be it Shejaiya, Jabalya or Maghazi." >>>

Nur Israel selbst kann alles beenden  - H.Frank - Es füllt seit Wochen wieder die Medien, der Nahostkonflikt mit dem Brennpunkt Gaza. Dort greifen die alten, seit über 60 Jahren zerstörerischen, Kriegsmechanismen und hierzulande wundert man sich in regelmäßiger Scheinheiligkeit über den angeblich immanenten Antisemitismus. Es mühen sich seit Jahrzehnten auf der einen Seite unzählige sogenannte intellektuelle Experten und Nahostkoryphäen, auf der anderen Seite phrasiert der ungebildete und intellektuell degenerierte braune Mob seine Stammtischparolen. Dazwischen liegt ein argumentatives Minenfeld auf das man sich besser nicht begibt, will man nicht unfreiwillig einer der Seiten zugeordnet werden. Wie soll dieses mörderische Geschehen jemals Enden und wer kann diesen Prozess in Bewegung bringen und bis ins Ziel begleiten? Und was könnte dieses Ziel sein? >>>

IDF soldier: Artillery fire in Gaza is like Russian roulette - During Operation Protective Edge the IDF has shot thousands of artillery shells into Gaza, the impact location of which are uncontrollable. As an ex-combat soldier in the artillery corps, I feel obligated to explain how artillery fire on a civilian population can be both dangerous and lethal. - Idan Barir - Amid the stream of terrible reports from Operation Protective Edge, two especially painful events captured my attention: The bombardment of an UNRWA school in Jabaliya that served as a shelter for families that had fled their homes due to the fighting, which resulted in the deaths of at least 20 people and injured dozens more; and the bombardment of a crowded market in Shejaiya that killed 17 people and injured roughly 160.

In response to fierce criticism directed at Israel following the school’s bombardment, Israeli spokespeople claimed, as usual, that the strike was directed at an area from which shooting was directed at IDF forces. Against reports that hundreds of the casualties in Gaza are innocent civilians, Israel repeatedly argues that it is doing all it can to avoid harming innocent civilians. >>>

Parents Circle - Families Forum is a Palestinian-Israeli organisation of more than 600 families who have lost loved ones during the conflict. - When Robi Damelin heard that her son David, while serving as a reservist, had been killed by a sniper at an Israeli Defence Force (IDF) checkpoint, the first thing she said was: “You may not kill anybody in the name of my child.” Damelin – who was born in South Africa, where she fought against apartheid, before moving to Israel in 1967 – is a spokesperson for the Parents Circle – Families Forum (PCFF). It is a joint Palestinian-Israeli organisation comprising more than 600 families who have lost close family members during the Israeli-Palestinian conflict. >>>

Gaza war stifles democracy in Israel - Akiva Eldar - Al-Monitor "One extreme example of the malady that has overwhelmed Israeli democracy is the unprecedented decision by the Knesset’s ethics committee to suspend an Arab elected official, Knesset member Haneen Zoabi, from the legislature for half a year. Zoabi is being punished for saying that the murderers of the three teens abducted near Hebron were not terrorists and for speaking out on behalf of a popular resistance against the Israeli occupation." >>>

Israel to declare Gaza 'enemy territory' to avoid payouts to inhabitants - Decision would mean Israel would not be liable for damage incurred to residents of the Strip as a result of Israeli actions during Operation Protective Edge. - Barak Ravid - Palestinian leaders poised to join ICC in order to pursue Israel for war crimes - The cabinet is expected to declare the Gaza Strip as enemy territory. A senior Israeli official said the decision would mean that Israel would not be liable for damage incurred to residents of the Strip as a result of Israeli actions during Operation Protective Edge. The resolution on the decision was posted to the website of the Prime Minister’s Office Thursday afternoon, but a few hours later it was decided that it would not be brought for a vote at the weekly cabinet meeting on Sunday.  >>>

Palestinian leaders poised to join ICC in order to pursue Israel for war crimes - Diplomats expect plan to join international criminal court and call for investigation to be used as bargaining chip in Cairo talks - Julian Borger and Ian Black  - Palestinian political leaders are poised to join the International Criminal Court (ICC) with the aim of putting Israel in the dock on war crimes charges, officials said today.

"Israel has left us with no other option," Riad Malki, the Palestinian foreign minister, told reporters after meeting ICC officials in The Hague to discuss the implications of signing the Rome Statute. It would make the Palestinian state a member of the court with the authority to call for an investigation into possible war crimes and crimes against humanity. >>>

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8. 8. 2014

 
Weltspiegel Extra: Gaza - Wer hat Mut zum Frieden?
- 15 Minuten

 

Die schlimmste Nacht in Gaza -  Mona El-Farra -  5. August 2014 - Drei Tage sind seit dem tӧdlichen israelischen Angriff auf das Haus meines Kusins vergangen und ich konnte immer noch nicht nach Khan Younis gehen, um mit den überlebenden Familienmitgliedern zu trauern. Die israelischen Bombenangriffe werden fortgesetzt und die 27 Kilometer lange Fahrt aus der Stadt Gaza, wo ich lebe und arbeite, ist schwierig und gefӓhrlich. Heute kündigte Israel einen Waffenstillstand an und ich wollte nach Khan Younis gehen. Aber wir haben gelernt, dass wir diesen Waffenstillstӓnden nicht trauen kӧnnen und einer meiner Kusins rief and und bat mich: "Bitte, komm nicht, es ist nirgendwo sicher und du sollst das Risiko nicht auf dich nehmen."

#########Es gibt keinen sicheren Ort in Gaza. Ich habe es bereits viele Male gesagt, in Interviews, in Berichten, weil dies eine beӓngstigende Realitӓt für uns ist. Viele Familien wurden ausgelӧscht und in Gaza fragen sich alle, wann sie an der Reihe sind. Zwischen 60 und 65 Familien wurden vollstӓndig ausgelӧscht. Es gibt keinen Unterschied zwischen meiner Familie und all den anderen in Gaza. Ein Teil meiner Familie wurde ausgelӧscht. Wir fragen uns immer: "Wer kommt als nӓchstes dran?"

Hier ist die Geschichte meiner Familie, es ist nur eine von vielen Geschichten in Gaza:
Am Freitag, den 1. August, um halb drei Uhr nachts erhielt meine schlafende Familie eine erste "Warnungsbombe" auf das Dach ihres Hauses. Sie sprangen aus den Betten, weckten die Kinder auf und sagten allen, dass sie nach draussen rennen sollten. Die Familie lebte in einem vierstӧckigen Wohnhaus. Drei bis vier Minuten nach der ersten Bombe traf eine zweite grӧssere Bombe das Gebӓude. Ein Teil der Familie rannte bereits hinaus in die Strasse, aber die anderen waren noch im Haus, als die zweite israelische Bombe einschlug.

Der Sohn von meinem Kusin, Emad, wollte die Kinder einsammeln, um sie zu einem sichereren Ort zu bringen, als eine dritte Bombe sie auf der Strasse traf und alle tӧtete, wo sie standen. Kӧrperteile waren überall verstreut, die meisten gehӧrten den Kindern. Diese Serie von Angriffen tӧtete neun Mitglieder meiner Familie:
• Abed Almalek Abed Al Salam El-Farra, 64
• Osamah Abed Almalek El-Farra, 34
• Awatef A'ez Eldeen El-Farra, 29
• Emad El-Farra, 28
• Mohamad Mahmoud El-Farra, 12
• Nadeen Mahmoud El-Farra, 9
• Yara Abed Al Salam El-Farra, 8
• Abed Al Rahaman El-Farra, 8
• Lujain Basem El-Farra, 4

Zusӓtzlich wurden zehn Menschen bei diesem Bombenangriff verletzt, darunter ein Familienmitglied, Afaf, die schwanger war und ihr Baby dadurch verlor.
Die Nacht, in der meine Verwandten getӧtet wurden, war eine der schlimmsten Nӓchte in ganz Gaza. Niemand konnte schlafen, weil die Bomben überall waren. Um vier Uhr morgens ӧffnete ich Facebook und las eine Nachricht, dass Abed Almalek und einige seiner Kinder und Enkel getӧtet wurden. Ich rief sofort meinen Kusin Mahmoud in Khan Younis an und als er ans Telefon kam, weinte er. Mahmoud ist ein Rektor an der dortigen UN Schule, die Flüchtlinge versorgt, und er bestӓtigte die Nachricht. Es war ein schockierender, schmerzlicher Augenblick, aber das ist Gaza. Man trӧstet jemanden, weil sie ihre Lieben verloren haben und von einem Augenblick zum anderen trӧstet dich der gleiche Mensch in deinem eigenen Verlust. Und spӓter stehen wir anderen in ihrem Verlust bei. Es ist wie ein Kreislauf.

Es ist tragisch und traurig für unsere Familie und für alle in Gaza. Abed Almalek war einer der Vaterfiguren in unserer Familie. Wir sind eine Familie von Flüchtlingen, die nach Gaza getrieben wurden, als unser Land im Jahr 1948 von Israelis weggenommen wurde. Abed war ein Geschӓftsmann, der ein Farben- und Hausdekorgeschӓft hatte.

Israel tӧtet und zerstӧrt Hӓuser, Schulen die Infrastruktur - alles. Als Deutschland London im Zweiten Weltkrieg bombardierte, bauten die Englӓnder zum Schutz der Zivilisten Luftschutzbunker in den Stationen der Londoner U-Bahn. Obwohl Luftschutzkeller zur Verfügung standen, evakuierten die Englӓnder hunderttausende von Kindern aus den unter Angriff stehenden Gegenden, und schickten tausende von Kindern zu ihrer Sicherheit nach Übersee. Aber wohin kӧnnen unsere Kinder hier in Gaza gehen? Wohin kӧnnen unsere Menschen gehen. Wir sind nicht sicher zuhause und nicht sicher in den UN- Einrichtungen. Wir sind nur deshalb im Visier der israelischen Armee, weil wir Palӓstinenser sind. Unsere israelischen Angreifer sind Feiglinge, weil sie Zivilisten im Ziel haben und vor allem Kinder. Sie versuchen die Zukunft unseres Volkes zu zerstӧren, indem sie die nӓchste Generation anvisieren.

Aber ich bin stolz auf die Menschen in Gaza. Trotz aller Leiden und Gewalt kommen die Menschen zusammen, unterstützen einander, teilen, was sie haben. Es geht ums Überleben. Israels Angriffe sollen uns als Individuen tӧten, unser Land und unsere Sache. Deshalb stehe ich jeden Morgen auf, weil es meine Pflicht gegenüber meiner Gemeinschaft ist und weil ich weiss, dass andere ihre Pflicht erfüllen, um mich und mein Land und meine Sache am Leben zu erhalten.

Ich mӧchte keine persӧnlichen Beleidsbezeugungen. Es ist eine Tragӧdie für alle im Gazastreifen und für jeden Palӓstinenser. Ich will, dass die Leute Stellung beziehen und handeln, damit diese Kriegsverbrechen gestoppt werden.
Mona El-Farra
Die Ӓrztin Mona El-Farra wurde in Khan Younis, Gaza, geboren und ist die Direktorin von Projekten der Middle East Children's Alliance in Gaza.
Mona El-Farra, A View from Gaza: We Have Lost So Many That We Love, 5. August 2014;
http://www.commondreams.org/views/2014/08/05/view-gaza-we-have-lost-so-many-we-love

Brigitte Augspurger über facebook - Zum Bruch der Waffenruhe ein Kommentar aus mir persönlich bekannter Quelle: "Die mittlerweile bekannte, als nicht besonders der Wahrheit verpflichtete Pressestelle der israelischen Armee: "Terroristen haben die Feuerpause missachtet." Die Hamas bestreitet die Vorwürfe.

Richtig ist: Die Hamas hat die Feuerpause nicht verlängert, da Israel Gaza weiterhin wie ein riesiges Konzentrationslager abriegeln will.

Eine 72-stündige Waffenruhe zwischen Israel und militanten Palästinense...rn ist am Freitagmorgen ausgelaufen. Bisher konnte offenbar keine Einigung für eine Verlängerung erzielt werden. Die Feuerpause im Gaza-Krieg hatte am Dienstag begonnen und endete nach der Vereinbarung am Freitag um 07.00 Uhr (MESZ). Die („radikal-islamische“ … das zu Unrecht immer vorgeschaltete Adjektiv europäischer Medien) Hamas will weiter indirekt mit Israel verhandeln. Es sei noch keine Einigung auf eine weitere Feuerpause erzielt worden, sagte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri am Freitagmorgen. "Aber die Verhandlungen gehen weiter."
Nach Angaben der israelischen Armee hatten militante Palästinenser bereits Stunden vor Ablauf der Waffenruhe wieder Raketen auf den Süden Israels gefeuert. Zwei aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen seien im Süden Israels niedergegangen, teilte ein Sprecher der Streitkräfte am frühen Morgen beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Am Morgen heulten im Süden Israels erneut die Sirenen - es gab Raketenalarm.
Die „radikal-islamische“ Hamas bestritt die Vorwürfe der Armee, noch während der vereinbarten Feuerpause Raketen auf Israel abgefeuert zu haben. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri schrieb am Morgen in einer Mitteilung an Journalisten, die israelischen Berichte sollten nur "Verwirrung stiften".

Einige Reaktionen aus Israel:
„Die sind jetzt völlig abgedreht, die wollen ja regelrecht, dass wir sie platt machen.“
„Vielleicht müssen wir nicht zweitausend sondern zwanzigtausend von ihnen neutralisieren, bis diese Terroristen lernen, mit wem sie es zu tun haben.“
„Zahal (die israelische Armee) hat wie immer gute Arbeit geleistet, aber schon wieder einmal die Arbeit aus Mitleid nicht wirklich zu Ende gebracht.“

AUDIO - "Die Lage ist wirklich dramatisch" - Bettina Marx im Gespräch mit Sandra Schulz - Ganze Straßenzüge sind zerstört, Häuserblöcke abgerissen, Strom- und Wasserversorgung sind zusammengebrochen: Die Lage im Gazastreifen sei "wirklich dramatisch", sagte die Korrespondentin Bettina Marx im Deutschlandfunk.

Es müsse sich im Gazastreifen langfristig etwas ändern, andernfalls stünde der nächste Krieg bevor. Die Palästinenser fordern weiterhin die Aufhebung der Blockade, die Grenzen müssten geöffnet werden, um der Bevölkerung den Kontakt zur Außenwelt zu eröffnen. >>>

AUDIO - "Endgültige Friedenslösung nötig" - Jürgen Trittin im Gespräch mit Peter Kapern - Beide Seiten im Nahost-Konflikt müssten das einhalten, was sie nach dem Gaza-Krieg 2012 vereinbart hätten, sagte der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin im DLF. Neben dem Ende der Blockade des Gazastreifens und der Raketen auf Israel seien Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung wichtig. Der zweijährige Zyklus der militärischen Eskalation zwischen Israelis und radikalen Palästinensern könne nur durch eine dauerhafte Friedenslösung durchbrochen werden, sagte Trittin im Deutschlandfunk. Beide Seiten hätten jedoch nicht einmal wesentliche Bestandteile der Vereinbarungen eingehalten, auf die sie sich vor zwei Jahren verständigt hatten. Die Sicherheitslage Israels sei von Krieg zu Krieg schlechter geworden, der Traum der Palästinenser, ihr eigenes Gebiet selbstständig und souverän zu verwalten, nicht verwirklicht. Die Versprechen der Hardliner beider Seiten an die Bevölkerung würden nicht eintreten, sagte Trittin. Zu dem Vorschlag des israelischen Außenministers Avigdor Lieberman, den Gazastreifen unter UNO-Kontrolle zu stellen, sagte Trittin, es wäre ihm neu, dass Israel bereit wäre, die Besetzung Gazas aufzugeben. Israel wolle viel mehr, dass die UNO "die Rolle des Gefängniswärters in diesem Freiluftgefängnis übernehmen" und die Besatzung fortgesetzt werde. " >>>

AUDIO + TEXT - "Nächste Runde der Gewalt nur Frage der Zeit" - Nahost-Experte und Autor Michael Lüders. - Nahost-Experte Michael Lüders hält eine Grenzschutz-Mission der EU für ein Experiment, das nicht gelingen kann. Die Feuerpause im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern hält. In Kairo wird über eine dauerhafte Friedenslösung verhandelt. Israel will dabei die Wiederbewaffnung der Hamas verhindern. Die EU hat sich bereit erklärt, die Kontrolle des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten zu übernehmen. Der israelische Außenminister Avigdor Liebermann begrüßte den Vorstoß und forderte in der "Bild"-Zeitung Deutschland dazu auf, die Führung der möglichen Mission zu übernehmen. Der Nahost-Experte Michael Lüders riet auf NDR Info zur Vorsicht: "Das Experiment kann nicht funktionieren", sagte er. EU-Mission genau prüfen - Lüders begründete dies damit, dass Israel nicht angeboten habe, die Blockade des Gazastreifens zu beenden. >>>

Das Recht auf Selbstverteidigung - Dr. Sabine Schiffer - 18.1.2009 - Ja, der Raketenbeschuss muss endgültig aufhören – aber nicht nur der palästinensische. Ein Waffenstillstand ist zudem nicht genug sowie auch nicht die Anwendung des humanitären Völkerrechts, das erst im Kriegsfalle gilt. Wenn man das Völkerrecht ernst nimmt, ist nach dem allgemeinen Völkerrecht nämlich der mit zeitweisen Unterbrechungen stattfindende Krieg bereits illegal und nicht „nur“ seine zivilen Opfer. Und nicht nur die Kriegshandlungen müssen aufhören, es muss auch Recht installiert werden in Israel und Palästina – und dieses beginnt mit der Aufgabe der Blockadepolitik.

Wieder einmal sind viele unserer Medien – und vor allem die öffentlich rechtlichen – ihren eigenen Mechanismen aufgesessen. Sie reagieren schnell auf offizielle Verlautbarungen und prüfen nicht, ob das genannte Erstereignis überhaupt die relevante Initiale ist. Ob nicht vorher schon Dinge passiert sind, die zu dem gerne genannten Ereignis erst geführt haben und deren Einbeziehung die wahrgenommene Kausalität erheblich verändern würde. Man prüft auch nicht, ob die angebotene Reihenfolge der Ereignisse stimmt und ob nicht wichtige Elemente im Erzählstrang fehlen, die wiederum die logische Folge der behaupteten Ursachen und Wirkungen in Frage stellen würde. Erst nach einer solchen Prüfung, wenn schon keine dauerhafte Beobachtung der Region und ihrer Diskurse außerhalb von spektakulären Ereignissen stattfindet, könnte einigermaßen ein Bild von den Verläufen und Eskalationsstrategien einzelner Akteure wiedergegeben werden. Nicht einmal auf Fachmedien, wie etwa INAMO, wird zurückgegriffen, die auf ihrer Website seit Jahren eine Chronologie der Ereignisse in Israel/Palästina führen. Freilich jede Chronologie weist Lücken auf und diese können entscheidend für die Beurteilung der Ereignisverläufe sein – wovon die sehr ausgewählten Schlaglichter auf der Website der ARD künden. Hier von einer „Chronologie“ zu sprechen, ist schon sehr kühn bis naiv – dies können zum Beispiel langjährige Abonnenten des täglichen Gush-Shalom-Newsletters bezeugen. Nicht einmal die PR-mäßig professionell aufbereitete Schiffsaktion Free Gaza im letzten Sommer hat eine breite mediale Aufmerksamkeit außerhalb von Insiderkreisen erreicht. Erst als es Probleme mit der Weiterreise Hedy Epsteins gab, sprangen einige Medien auf den Nachrichtenzug auf - zum Anlass genommen, um über die prekäre Situation im abgesperrten Gazastreifen zu berichten, wurde die Gelegenheit nicht.

Hinzu kommt fehlendes Wissen etwa um das Völkerrecht, was sogar bis hin zur Wiederholung der Rechtfertigungsversuche für Mord und Totschlag führt. Hinzu kommt weiter fehlende Phantasie, nämlich ein auffälliges Starren auf die schrecklichen Ereignisse, ohne Fragen nach den globalen Folgen oder gar tiefer liegenden Ursachen oder Zielen nachzugehen. Und dies alles, ohne die menschliche Tragödie für alle vor Ort wirklich an sich ran zu lassen – dazu hilft es, die Bilder, die gesendet und >>>

Bundesregierung: Im Krieg gegen Gaza alles richtig gemacht... - Inge Höger - Ich habe die Bundesregierung gefragt, wie sie ihr Schweigen zur Ermordung der deutsch-palästinensischen Familie Kilani in Gaza rechtfertigt. Sie hätte nach dem Mord sofort reagiert, lügt die Bundesregierung. Der in Deutschland lebende Sohn der Kilanis hat jedenfalls keine Stellungnahme der Bundesregierung bekommen:"Sieben deutsche Staatsbürger sind getötet worden und meine Familie hat bis heute keine Stellungnahme,... geschweige denn eine Beileidsbekundung, der Bundesregierung oder des Auswärtigen Amtes erhalten." sagt der Sohn der Familie noch am 31.07. im ND. Die Antwort zeigt außerdem, dass die Bundesregierung keine eigenen Anstrengungen zur Evakuierung deutscher Staatsbürger unternommen hat, sondern sich voll auf die UN verlassen hat. Wer in Gaza lebt, ist vogelfrei - egal welcher Pass. Die Antwort der Bundesregierung dokumentiere ich hier:

Hamas erklärt sich zum Sieger - Israel droht mit »größerer Wucht« der Angriffe. Rafael Correa sagt Besuch ab - Die Verhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Hamas über eine Verlängerung der in der Nacht zum Freitag auslaufenden dreitägigen Waffenruhe blieben am Donnerstag bis jW-Redaktionsschluß ohne Ergebnis. Die Hamas lehnte eine Verlängerung der Feuerpause ab, solange Israel nicht zumindest einige der Forderungen der Palästinenser erfülle. Hamas-Führer Muschir Al-Masri erklärte seine Organisation zum Sieger des Krieges: »Wir können heute sagen, daß wir gewonnen und den Feind besiegt haben.« Der bewaffnete Widerstand halte »immer noch Überraschungen bereit, die größer sind als die Raketen, die Israel tief im Inneren getroffen haben«. >>>

Palästinensische Gemeinde Deutschland schreibt an NDR - Programmdirektion - Erstes Deutsches Fernsehen - Herrn Volker Herres - Arnulfstr. 42 - 80335 München - Hannover, den 07. Juli 2014


Sehr geehrter Herr Herres, die Ereignisse in Palästina/Israel sorgten in den vergangenen Tagen erneut für Schlagzeilen, was unsere Gemeindemitglieder und mich als Deutsch/Palästinenser zu einer aufmerksamen Verfolgung der Ereignisse in Ihren Medien veranlasste. Leider haben wir dabei festgestellt, dass Ihrerseits eine unausgewogene Berichterstattung (sehr oft einseitig zu Gunsten der israelischen Darstellung) erfolgte

Als eine Anstalt des öffentlichen Rechts, sind Sie verpflichtet, eine objektiv ausgewogene Berichterstattung widerzuspiegeln, so dass sich Ihre Beitragszahler selbst eine Meinung bilden können

So sind bislang in Ihren Berichterstattungen aber weder palästinensische Stimmen widergegeben, noch in Deutschland lebende Deutsch/Palästinenser in Ihren Nachrichten und Talkshows zu hören oder zu sehen gewesen

Es stellt sich auch die Frage, warum Ihre Korrespondenten ausschließlich aus Tel Aviv bestenfalls noch aus Jerusalem berichten. Warum erfolgen Berichte nicht auch aus den palästinensischen Autonomiegebieten wie zum Beispiel Ramallah oder Bethlehem. Der Sicherheitsaspekt kann dafür sicherlich keine Ausrede sein, da zahlreiche deutsche Staatsbürger, wie die diplomatische Vertretung, zahlreiche Kirchenvertreter sowie Vertreter verschiedener deutscher Stiftungen und Institutionen, in offiziellem Auftrag in den palästinensischen Gebieten leben und arbeiten

Wir fordern Sie dringend auf, Ihre Korrespondenten zu veranlassen, die verantwortungsvolle Aufgabe der Berichterstattung auf eine neutral ausgewogene Basis zu bringen, Darüber hinaus müssen wir Sie auch bitten, politisch korrekte Bezeichnungen in Ihren Karten und Meldungen zu verwenden. Die Bezeichnung „Westjordanland“ ist politisch inkorrekt.

Wir erwarten, dass zukünftig in Ihren Berichten die korrekte Bezeichnung Palästina oder zu mindestens, entsprechend der offiziellen Bezeichnung der Bundesregierung, die Bezeichnung „palästinensische Autonomiegebiete“ aufgeführt werden

Im Interesse der journalistischen Sorgfaltspflicht und der Statuten Ihrer Institution und nicht zuletzt im Interesse der Beitragszahler auf objektiv ausgewogene Berichterstattungen, hoffen wir sehr, dass unsere Hinweise ernstgenommen und zeitnah umgesetzt werden

Sollten Sie eine Kontaktaufnahme zu Palästinensern in Deutschland wünschen, so stehe ich Ihnen persönlich als auch meine Gemeinde gerne jederzeit zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen Dr. Yazid Shammout Vorstandsvorsitzender
Quelle

Solidaritätsreise zur Olivenernte in Palästina

Dringender Aufruf!

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ivb-olive-harvest-iwpsIWPS (International Women`s Peace Service) organisiert in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Versöhnungsbund von 6. bis 19. Oktober 2014 eine Informations- und Solidaritätsreise zur Olivenernte für Menschen über 21 Jahren.

Wie jedes Jahr findet im Herbst die Olivenernte statt, die eine der wichtigsten Einkommensquellen der palästinensischen Landbevölkerung in der Westbank ist. Dabei begleiten internationale Aktivist_innen palästinensische Bäuer_innen, die vom israelischen Militär und Siedler_innen am Zugang zu ihren Olivenhainen gehindert, bedroht oder bei der Ernte tätlich angegriffen werden. Eine internationale Präsenz kann deeskalierend wirken und zeigt den Palästinenser_innen unsere Solidarität und praktische Unterstützung.

Für euch ist es eine Gelegenheit, ein Stück weit die Lebensrealität der Palästinenser_innen unter Besatzung zu erfahren. Neben dem Olivenernten wird es Treffen mit verschieden Organisationen sowie ein kulturelles und politisches Besuchsprogramm in der nördlichen Westbank geben. Die Teilnehmer_innen der Olivenkampagne werden in einem Training von 28.-31. August in Linz vorbereitet.

IWPS – International Women’s Peace Service ist eine kleine Graswurzelorganisation internationaler Frauen, die in einer ländlichen Gegend im Norden der besetzten Westbank Menschenrechtsverletzungen dokumentiert und den gewaltfreien Widerstand gegen die Besatzung unterstützt.

Auch außerhalb der Olivenernte suchen wir Frauen, die für mindestens 4 Wochen Teil unseres Teams vor Ort sein wollen.
Mehr Informationen unter:
www.iwps.info
Kontakt: iwpseurope@gmx.net
oder auf Anfrage im Büro des Österreichischen Versöhnungsbunds
http://www.versoehnungsbund.at/kontakt/

WIKI-GAZA - Jürgen Todenhöfer
Liebe Freunde, der Gazakrieg lebt von Lügen und vom Hass. Hier die verblüffendsten Fakten zum Thema:
-Wer fing den Krieg an?
-Wer benutzt Zivilisten a...
ls Schutzschilde?
-Wer bricht am häufigsten Waffenstillstände?
-Will Hamas Israel oder Israel Palästina zerstören?

Lasst uns das Netz der Lügen und des Hasses zerstören! Helft mit, teilt den Beitrag! Euer JT

1.) WER FING DEN AKTUELLEN KRIEG AN?

15. Mai 2014
Zwei unbewaffnete palästinensische Jugendliche, Nadeem Nawara, 17, und Mohammad Salameh, 16, werden von der israelischen Armee am Jahrestag der Nakba getötet (Gedenktag der Vertreibung der Palästinenser). Videoaufnahmen belegen, dass sie keine Gefahr darstellten. (1)

12. Juni 2014
Drei israelische Jugendliche - Eyal Yifrach, Naftali Frenkel und Gilad Shaer - werden entführt und getötet. (2)

12./13. Juni 2014:
Israel beginnt im Westjordanland die Militäroperation „Brother's Keeper“. Mindestens fünf Palästinenser werden getötet. Über 350 Palästinenser werden festgenommen. Darunter mehr als 50 Hamas-Vertreter, von denen viele erst kurz zuvor im Rahmen des Austausches mit dem israelischen Soldaten Gilad Shalit freigekommen waren. (3)

16. Juni 2014
Hamas reagiert auf diese schweren Razzien und feuert vier Geschosse auf israelisches Territorium ab. Israel antwortet mit sechs Luftangriffen auf den Gazastreifen. (4)

20. Juni 2014
Auf der West Bank töten israelische Sicherheitskräfte den 15-jährigen Mohammad Dudin, als sie das Haus seiner Familie durchsuchen. (5)

30. Juni 2014
Die israelische Armee findet die Leichen der drei israelischen Jugendlichen. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Seiten bereits mit gegenseitigem Beschuss begonnen. Unzählige Palästinenser wurden im Zusammenhang mit der Entführung im Westjordanland festgenommen, sechs weitere dort getötet.

Nach israelischen Regierungsangaben wurden im Juni vom Gazastreifen mindestens 62 Geschosse abgefeuert. Nach offiziellen palästinensischen Angaben gab es im selben Zeitraum mehr als 80 israelische Luftangriffe. Sie töteten in Gaza drei Militante und verletzten mehr als ein Dutzend Menschen. (6)

Jetzt greift die israelische Luftwaffe 34 "Terrorziele" im Gazastreifen an. Im Gegenzug lässt die Hamas verlauten, dass Israel die Pforten zur Hölle geöffnet habe. (7)

2. Juli 2014
Der entführte16 Jahre alte palästinensische Junge Mohammed Abu Khdeir wird einen Tag nach der Beerdigung der drei israelischen Jugendlichen in einem Jerusalemer Waldstück tot aufgefunden. Er war lebendig verbrannt worden. Beide Seiten verstärken ihre Angriffe. (8)

2. - 6. Juli 2014,
Der Beschuss von Gaza auf Israel nimmt zu. Die israelische Armee erhöht ihre Luftangriffe auf den Gazastreifen. Mindestens sieben Hamas-Mitglieder werden in der Nacht des 6. Juli getötet. Hamas-Kämpfer verstärken ihre Angriffe auf Israel. (9)

8. Juli 2014, "Kriegsbeginn".
Israel deklariert den Beginn der Groß-Offensive „Protective Edge“. 50 Ziele werden in Gaza am 1.Tag dieser Militäroperation angegriffen. In den folgenden Tagen wird Gaza hunderte Male angegriffen. (10)
Zu diesem Zeitpunkt waren 2 Israelis, ein Thailänder und mindestens 24 Palästinenser (West-Bank und Gazastreifen) getötet worden.

2.) WERDEN WAFFENSTILLSTÄNDE NUR VON DER HAMAS GEBROCHEN?

Nach dem Gazakrieg 2012 hatte der ägyptische Präsident Mursi den letzten längeren Waffenstillstand vermittelt. Er dauerte vom 22. November 2012 bis 7. Juli 2014. Laut einer Infografik, die von visualizingpalestine.org erstellt wurde, haben die Palästinenser diesen Waffenstillstand 75 Mal verletzt. Die Israelis 191 Mal.

Die Organisation visualizingpalestine.org ist international anerkannt und wurde von der Deutschen Welle preisgekrönt.(11)

3.) BENUTZT HAMAS ODER ISRAEL ZIVILISTEN ALS MENSCHLICHE SCHUTZSCHILDE?

Nach dem Gaza-Krieg von 2009 hat Amnesty International (AI) eine umfassende Untersuchung über Menschenrechtsverletzungen der Hamas und Israels durchgeführt.

AI stellte fest, „man habe keine Beweise gefunden, dass Hamas oder andere palästinensische Gruppen das Kriegsrecht in dem Ausmaß verletzt hätten, wie von Israel wiederholt unterstellt. Entgegen wiederholter Behauptungen israelischer Regierungsvertreter hat Amnesty International keine Beweise dafür gefunden, dass Hamas oder andere palästinensische Kämpfer Zivilisten dazu benutzt hätten, militärische Objekte vor Angriffen zu schützen. AI fand keine Hinweise dafür, dass die Hamas oder andere bewaffnete Gruppen Bewohner dazu gezwungen hätten, sich in oder in der Nähe von Gebäuden aufzuhalten, die von Kämpfern genutzt wurden. Oder dass Kämpfer Bewohner daran gehindert hätten, Gebäude oder Bereiche zu verlassen, die von militanten Kräften befehligt wurden“. (12)

Laut AI haben im Gegenteil ISRAELISCHE SOLDATEN Palästinenser zu Schutzschilden degradiert: „Danach verwendeten israelische Soldaten in mehreren Fällen auch Zivilisten, darunter Kinder, als "menschliche Schutzschilde". Sie gefährdeten ihr Leben, indem sie sie zwangen in oder in der Nähe von Häusern zu bleiben, die sie übernahmen und als militärische Stützpunkte verwendeten. Einige wurden gezwungen, gefährliche Aufgaben durchzuführen, wie z.B. die Untersuchung von Objekten, in denen Sprengfallen vermutet wurden. Soldaten unternahmen militärische Operationen und starteten Angriffe aus und in der Nähe bewohnter Häuser, so dass deren Bewohner der Gefahr von Kreuzfeuer ausgesetzt waren“.

Auch der 'U.N. Human Rights Council' kam zu dem Ergebnis: „...dass Israel absichtlich Zivilisten angriff und Palästinenser als menschliche Schutzschilde verwendete...“ (13)

Die israelische Menschenrechtsgruppierung 'Breaking the Silence' veröffentlichte einen 112-seitigen Bericht, in dem sie festhielt, dass israelische Offiziere ihre Soldaten anwiesen, Zivilisten zu ignorieren: „Schießt zuerst und sorgt euch erst später darum, ob ihr Zivilisten getroffen habt“. (14)

Im bekannten „Goldstone Report“ zum Gazakrieg 2008/2009 ist zu lesen:
„Die israelischen Streitkräfte haben immer wieder das Feuer auf Zivilisten eröffnet, die nicht an Feindseligkeiten beteiligt waren, und von denen keine Bedrohung für sie ausging....Die israelischen Streitkräfte haben direkte, geplante Angriffe gegen die Zivilbevölkerung durchgeführt... Und diese bewusst und mit unverhältnismäßiger Gewalt ausgeführt, um die Zivilbevölkerung zu bestrafen, zu erniedrigen und zu terrorisieren“. (15)

Der so genannte Goldstone-Bericht ist nach dem jüdischen, ehemals südafrikanischen Richter Richard Goldstone benannt. Die Ko-Autoren des Berichtes waren: Der irische Ex-Offizier Desmond Travers, Lehrbeauftragter für Militärfragen am Institute for International Criminal Investigations, die pakistanische Juristin Hina Jilani, Anwältin am Obersten Gerichtshof von Pakistan und Christine Chinkin, Professorin für Völkerrecht an der „London School of Economics and Political Science“.

Am 01. April 2011 rückte Richter Goldstone von diesem Bericht ab, nachdem die israelische Regierung eine massive Kampagne gegen ihn und den Bericht gestartet hatte, um den Bericht "auf dem Müllplatz der Geschichte zu entsorgen". Mit welchen Mitteln Goldstone gezwungen wurde, sich von seinem Bericht zu distanzieren, ist u.a. in der Huffington Post nachzulesen. (16)

Die drei Mitautoren des Berichtes hielten jedoch in einer Stellungnahme am 14. April 2011 dazu fest: „Wir sind der Auffassung, dass es keine Rechtfertigung für einen Anspruch auf Überprüfung des Berichtes gibt, da sich nichts Substantielles ergeben hat, das in irgendeiner Weise den Kontext, die Befunde und die Schlussfolgerungen dieses Berichts im Bezug auf die Parteien im Gaza-Konflikt verändern könnte.....Der Bericht der Untersuchungskommission enthält Schlussfolgerungen, die nach sorgfältiger, unabhängiger und objektiver Betrachtung der Informationen, die mit unseren Mandat einher gehen, getroffen wurden...Wir stehen fest zu diesen Schlussfolgerungen“.

Am 02. Februar 2010 hatte der Mitautor des Berichts, Desmond Travers, festgestellt: „Gaza ist der einzige Gulag in der westlichen Hemisphäre, der von Demokratien aufrechterhalten wird, und dem der Zugang zu Nahrung, Wasser, Luft verweigert wird“. (17)

4.) BEFINDEN SICH NUR PALÄSTINENSISCHE MILITÄREINRICHTUNGEN IN ZIVILEN GEBIETEN?

Hier die Lage von 3 möglichen Zielen etwaiger Feinde Israels in zivilen israelischen Wohngebieten:

Das Verteidigungsministerium „HaKirya “ liegt im Herzen von Tel Aviv. Hier findet die Kriegsplanung statt.

Das militärische Trainingszentrum von Glilot befindet sich in der Nähe eines großen zivilen Einkaufszentrums.

Das Hauptquartier des inländischen Geheimdienstes Shin Bet liegt mitten in Jerusalem, am Rand eines zivilen Wohngebietes. (18)

Im Krieg Israels gegen den Libanon im Jahr 2006 hielten sich israelische Soldaten in Kibbuzim im Norden Israels auf. Das Kibbuz-Mitglied Uri Eshkoli war stolz darauf, den IDF -Soldaten im Kibbutz Zuflucht gegeben zu haben:“Wir verdienen eine Ehrenmedaille für unsere in diesem Krieg geleistete Unterstützung. Wir öffneten unsere Hotels für unsere Soldaten, kostenlos! Darüber hinaus hielten sich Soldaten während des ganzen Krieges im Kibbuz auf“. (19)

Der britische Journalist, Auslandskorrespondent und Autor Jonathan Cook schreibt im Juli 2006 unter dem Titel „Die menschlichen Schutzschilde von Nazareth“: „Mehrere israelische Rüstungsfabriken und Lagerhallen wurden in der Nähe von arabischen Gemeinden im Norden von Israel errichtet. Möglicherweise in der Hoffnung, dass arabische Regime dadurch von einem Angriff auf Israels außergewöhnliche Waffenkammern abgehalten werden. Mit anderen Worten: Die Bewohner mehrerer arabischer Städte und Dörfer in Israel wurden in kollektive menschliche Schutzschilde verwandelt – zum Schutz für Israels Kriegsmaschinerie“. (20)

5.) WILL HAMAS ISRAEL "ZERSTÖREN"?

Diese Behauptung wird gebetsmühlenartig von israelischen Regierungen vorgetragen und von der Mehrheit der Medien ungeprüft nachgeplappert. In der Charta der Hamas vom 18. August 1988 findet sich dazu kein Wort. Zwar heißt es in diesem politisch überholten Dokument, dass die Hamas dafür arbeite, „dass das Banner Allahs über jedem Zoll Palästinas gehisst werde“.

Aber man liest dort auch folgendes: „Unter dem Schutz des Islam ist es möglich, dass die Anhänger der Religionen Islam, Christentum und Judentum in Frieden und Ruhe miteinander koexistieren“. Koexistenz ist das Gegenteil von Vernichtung. Auch wenn der Staat Israel in dieser Satzung aus dem Jahr 1988 ausdrücklich nicht anerkannt wird.

Bedeutsamer als die in einer vergangenen historischen Situation entstandene Satzung ist die politische Entwicklung der letzten Jahre. Bereits 2006 hat sich die Hamas in ihrer Wahlkampagne zu den Parlamentswahlen in Palästina zur Schaffung eines palästinensischen Staates entlang der Grenzen vor dem Krieg 1967 bekannt.

In einem am 28. Juli 2014 erschienenen Artikel der Jerusalem Post wird Khaled Mashaal, Vorsitzender des Hamas Politbüros, mit den Worten zitiert (Anm.: Das Originalinterview war mit CBS): „Wir sind keine Fanatiker. Wir sind keine Fundamentalisten. Wir bekämpfen nicht die Juden, weil sie Juden an sind. Wir bekämpfen nicht andere Rassen. Wir bekämpfen die Besatzer. Wir bitten um Toleranz und um Koexistenz...Ich bin nicht bereit mit den Besatzern zusammenleben, mit den Siedlern“.

„Befragt, ob er mit dem Staat Israel koexistieren oder Israel als jüdischen Staat anerkennen wolle, antwortete Mashaal laut Jerusalem Post: Nein. Ich sage, ich will nicht mit einem Besatzungsstaat zusammen leben. Wenn wir einen palästinensischen Staat haben, dann wird dieser palästinensische Staat über seine Politik entscheiden. Aber Sie können mich nicht wirklich über das befragen, was in der Zukunft passieren könnte“. (21)

Auch die aktuellen Äußerungen der HAMAS sind differenzierter als in den westlichen Medien dargestellt. Meine Gespräche mit Hamas-Führern in Gaza vor zwei Wochen haben diesen Eindruck verstärkt. Obwohl um sie herum gerade israelische Bomben einschlugen. Allerdings wird die Hamas die Trumpfkarte der Anerkennung Israels erst aus der Hand geben, wenn Israel einen gleichberechtigten und lebensfähigen Palästinenserstaat zulässt und anerkennt.(21)

Verhandlungen verlaufen nie anders. Aber Netanjahu will ja nicht direkt mit Hamas verhandeln.

6.) WER 'LÖSCHT' WEN AUS?

In den letzten 20 Jahren verdoppelte sich die Anzahl der Siedler auf palästinensischem Land auf über 500.000. Gleichzeitig wurden auf palästinensischem Grund und Boden mehr als 53.000 Wohneinheiten für jüdische Israelis gebaut. Über 15.000 palästinensische Häuser wurden zerstört.

Im Westjordanland wurde eine Trennmauer von zur Zeit 440 km Länge gebaut, die der Internationale Gerichtshof bereits im Juli 2004 mit einer 14:1 Entscheidung für völkerrechtswidrig befunden hatte. Diese Trennmauer befindet sich auf palästinensischem Grund und Boden, zerschneidet palästinensische Dörfer und kreist ganze palästinensische Städte fast vollständig ein. Am Ende soll sie über 700 km lang werden. Auf der Mauer sind Wachtürme mit Kameras und teilweise sogar automatische Maschinengewehre installiert. Wie in Gefängnissen.

Mehr als 522 sogenannte Check-Points machen den Palästinensern das Leben unerträglich. Das palästinensische Hoheitsgebiet wurde in 167 Enklaven zerstückelt. Seit 2007 ist ferner die militärische Blockade/Belagerung (22) des Gazastreifens zu Land, zu Luft und zur See in Kraft.

Darüber hinaus hat Israel seit 1967 im Westjordanland über 800.000 Olivenbäume entwurzelt. 80.000 palästinensische Familien wurden dadurch ihrer Lebensgrundlage beraubt. (23)

Weitere wichtige Fakten:

Im Jahr 1922, kurz nach dem ersten Weltkrieg lebten im britischen Mandatsgebiet Palästina 720.000 Menschen. Darunter 84.000 Menschen jüdischen Glaubens.

Von 1918 bis 1948 siedelten 480.000 Menschen jüdischen Glaubens in diesem Gebiet an.

Im Jahr 1948 wurde die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung, also 750.000 Menschen durch die vom neu gegründeten Staat Israel lange im Voraus geplante Operation „Plan Dalet“ vertrieben.

Im Krieg von 1967 wurden weitere 440.000 Palästinenser aus ihre Heimat vertreiben. Die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge wuchs auf über 1.19 Millionen Menschen an.

In israelischen Schulbüchern und israelischen Wetterkarten reichen die Grenzen des Staates vom Jordan-Fluss im Osten bis zum Mittelmeer im Westen. (24 und 25)

Die israelische Pädagogin, Autorin des Buches „Palestine in Israeli School Books: Ideology and Propaganda in Education“ und Trägerin des Sakharow Preises für Geistige Freiheit des Europäischen Parlamentes Frau Prof. Nurit Elhanan-Peled schreibt:
„Schulkinder lernen, dass der Staat Israel nur ein kleiner Teil von Israel ist. Die Mehrheit der besetzten israelischen Gebiete werden als Teil des Staates Israels dargestellt. Palästinenser, deren Städte und Institutionen sind nie auf einer Karte dargestellt und werden kaum in den Texten erwähnt. Die meisten der besetzten palästinensischen Gebiete werden als Teil des Staates Israel dargestellt...Wenn Palästinenser dargestellt werden, dann als ein [bedrohliches] Kollektiv oder als primitive Bauern, Nomaden, Flüchtlinge und Terroristen“. (26)

Miko Peled, Sohn des israelischen General Mattiyahu Peled und Autor des Buches "The General's Son - The Journey of an Israeli in Palestine" stellt in einem öffentlichen Vortrag im Jahr 2012 fest, „dass es Israel und seiner Armee seit der Staatsgründung um drei zentrale Dinge gegangen ist: Die Menschen vertreiben, das Land erobern, de-arabisieren und Palästina auszuradieren“.(27)

Der israelische Historiker und Autor des Buches „The Ethnic Cleansing of Palestine“ Ilan Pappe bekennt offen: „Es ist nicht so, dass die zionistische Bewegung bei der Gründung ihres Nationalstaates einen Krieg führte, der "in tragischer, aber unvermeidlicher Weise" zur Vertreibung von "Teilen der indigenen Bevölkerung" führte. Vielmehr ist es genau umgekehrt: Das Ziel war die ethnische Säuberung des Landes und der Krieg das Mittel, um diese durchzuführen“. (28)

7.) HASST NUR DIE HAMAS?

Frau Ayelet Shaked ist Mitglied der Knesset, des israelischen Parlaments. Ihre Partei ist Koalitionspartner Netanjahus. Auf Facebook schrieb sie: "Sie (die Palästinenser) müssen sterben und ihre Häuser zerstört werden, so dass sie keine Terroristen mehr produzieren...Sie alle sind unsere Feinde und ihr Blut sollte an unseren Händen kleben. Dies gilt auch für die Mütter der toten Terroristen.... Hinter jedem Terroristen stehen Dutzende von Männern und Frauen, ohne die er sich nicht terroristisch betätigen kann. Sie sind alle feindliche Kämpfer, und ihr Blut soll auf allen ihren Köpfen fließen. Das schließt auch die Mütter der Märtyrer ein, die sie mit Blumen und Küssen in die Hölle schicken. Sie sollten ihren Söhnen folgen, das wäre mehr als gerecht. Sie sollten verschwinden, auch ihre Häuser müssen verschwinden, in denen sie ihre Schlangen aufziehen. Andernfalls werden mehr kleine Schlangen dort aufgezogen."(29)

Ein aktuelles Beispiel für diesen weit verbreiteten rassistischen Hass ist ein auf Youtube abrufbares Schmählied auf Gaza:

"Morgen fällt in Gaza die Schule aus,
sie haben ja keine Kinder mehr....
Olé, olé, olé-olé-olé!
In Gaza gibt's keinen Unterricht,
es gibt ja keine Kinder mehr.
Olé, olé, olé-olé-olé!" (30)

Der stellvertretende Sprecher des israelischen Parlaments Moshe Feiglin fordert laut der britischen Zeitung „Daily Mail“ in einem offenen Brief an Benjamin Netanjahu, den er auf seinem Facebook-Account veröffentlicht hat, die „Eroberung des gesamten Gazastreifens, die Vernichtung aller kämpfenden Kräfte und ihrer Unterstützer, die Unterbrechung der Wasser- und Elektrizitätsversorgung für den Gazastreifen, bevor dieser mit maximaler Feuerkraft unter Beschuss genommen wird und die Ausrottung jeglichen verbleibenden Widerstandes“.

Schlussendlich die „Schaffung von „KONZENTRATIONSLAGERN“ an der Sinai-Grenze für die Menschen von Gaza, bis ihre sachdienliche Deportation an andere Orte der Welt verfügt werden kann. Gaza-Stadt soll danach zu einem wahren israelischen Geschäfts- und Tourismuszentrum aufgebaut werden“. (31)

8.) IST DIE ISRAELISCHE ARMEE "DIE MORALISCHSTE ARMEE DER WELT", WIE SIE VON SICH BEHAUPTET?

Mindestens eine israelische Offizierin schämt sich für ihre Armee. Yuli Novak, frühere israelische Offizierin der Luftwaffe erklärt im britischen Guardian, vom Montag, den 28. Juli 2014: „Als ich diente, war das israelische Militär die moralistische [Armee] der Welt. Früher gab es eine weit verbreitete Empörung in Israel über die Bombardierung von Häusern in Gaza. Jetzt gibt es nur noch Gleichgültigkeit... Noch schlimmer ist, dass fast niemand protestiert.

Ganze Familien werden in einer Sekunde ausgelöscht, doch die Öffentlichkeit in Israel verhält sich gleichgültig. Von Jahr zu Jahr, von einer Militäroperation zur anderen überschreiten wir unsere moralischen, roten Linien. Wo werden sie in der nächsten Operation liegen? Wo werden sie in 10 Jahren sein?

Eine klare, laute Stimme, die sagt, dass die Bombardierung eines Haus mit Zivilisten unmoralisch ist, muss angehört werden. Diese Morde dürfen nicht fraglos akzeptiert werden. Das öffentliche Schweigen angesichts solcher Handlungen - innerhalb und außerhalb von Israel - ist eine stillschweigende Zustimmung und Akzeptanz eines inakzeptablen Preises“. (32)

9.) OPFERZAHLEN UND MILITÄRISCHE KRÄFTEVERHÄLTNISSE

Menschenleben darf man nicht gegeneinander aufrechnen. Aber oft steckt hinter dieser Aussage auch der Versuch, zu verheimlichen, wie hoch die Blutopfer einer Seite sind.

Seit 13 Jahren stirbt alle drei Tage ein palästinensisches Kind! Offizielle Statistiken des palästinensischen Informationsministerium belegen, dass vom September 2000 bis zum April 2013 1.518 palästinensische Kinder durch israelische Besatzungskräfte getötet wurden. Das bedeutet, dass im Durchschnitt bis 2013 alle drei Tage ein palästinensisches Kind getötet worden ist. (33)

Seit dem Jahr 2000 bis heute starben im israelisch-palästinensischen Konflikt mehr als 10.000 Menschen – ungefähr 9.000 Palästinenser und maximal 1.200 Israelis*.

Im aktuellen Krieg gegen Gaza starben bis jetzt mehr als 2.000 Palästinenser in Gaza, überwiegend Zivilisten. Über 10.000 Palästinenser wurden verletzt. 64 israelische Soldaten sowie zwei israelische Zivilisten und ein Thailänder starben. Immer zahlten die Palästinenser den höchsten Preis. (34) (*Anm.: Die israelische Menschenrechtsorganisation B'Tselem schreibt uns in Fußnote 34 ganz unten: "As I said, the total number of Israelis is much lower than 1,200." )

DIE MILITÄRISCHEN KRÄFTEVERHÄLTNISSE SIND NOCH KRASSER.

Im gegenwärtigen Gazakrieg kämpft wieder einmal Amateurliga gegen Champions-League:

Das israelische Militär (IDF) ist die sechs-mächtigste Armee der Welt mit einer der schlagkräftigsten Luftwaffen weltweit und der stärksten Armee im Nahen Osten. Knapp 180.000 aktive Soldaten und rund eine halbe Million Reservesoldaten, fast 4.000 Kampfpanzer, ca. 700 Militärflugzeuge, 50 Angriffshelikopter, 110 Seeschiffe, darunter Atomwaffen-bestückte U-Boote aus deutscher Produktion. Militärbudget $ 15 Mrd. (35)

Die Al-Kassam-Brigaden (der unabhängige militärische Arm der Hamas) bestehen aus mindestens 10.000 Mitgliedern. (Schätzung Israels 2011). Die genaue Truppenstärke wird geheim gehalten. (36)

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Quellennachweise:

1. Quelle: http://www.theguardian.com/world/2014/may/20/video-indicates-killed-palestinian-youths-no-threat-israeli-forces
2. Quelle: http://edition.cnn.com/2014/06/15/world/meast/west-bank-jewish-teens-missing/,
3. Quellen: http://www.theguardian.com/world/2014/jun/26/hunt-missing-israeli-boys-recriminations
4. http://www.timesofisrael.com/israel-rounds-up-senior-hamas-men-in-the-west-bank/
http://www.timesofisrael.com/is-israels-operation-to-find-kidnapped-teens-a-war-crime/
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4536558,00.html
4. Quelle: International Business Times, http://www.ibtimes.com/timeline-events-gaza-israel-shows-sudden-rapid-escalation-1636264
5. Quelle:http://www.ibtimes.com/timeline-events-gaza-israel-shows-sudden-rapid-escalation-1636264 und http://mondoweiss.net/2014/06/soldiers-palestinians-missing.html
6. Quellen:
7. http://thinkprogress.org/world/2014/07/14/3459100/timeline-how-war-returned-to-gaza/ und
8. http://time.com/2944876/israel-hammers-gaza-strip-over-kidnapped-teens-deaths
7. Quellen: International Busines Times, http://www.ibtimes.com/timeline-events-gaza-israel-shows-sudden-rapid-escalation-1636264 und Associated Press: http://bigstory.ap.org/article/bodies-missing-israeli-teens-found-west-bank
8. Quelle: http://www.ibtimes.com/hamas-vows-retaliation-israeli-airstrikes-kill-9-militants-gaza-1620438
9. Quellen: International Business Times http://www.ibtimes.com/hamas-vows-retaliation-israeli-airstrikes-kill-9-militants-gaza-1620438, http://www.ibtimes.com/timeline-events-gaza-israel-shows-sudden-rapid-escalation-1636264, Canada Broad Casting http://www.cbc.ca/news/world/israeli-airstrike-kills-7-gaza-gunmen-hamas-militants-say-1.2698255
10. http://www.ibtimes.com/timeline-events-gaza-israel-shows-sudden-rapid-escalation-1636264 und
http://www.theguardian.com/world/2014/jul/08/operation-protective-edge-israel-bombs- gaza-in-retaliation-for-rockets
11. Quellen: The Jerusalem Fund, Ma'an News Agency, Haaretz, Times of Israel, Ynet, Jerusalem Post, Reuters, NBC und IDF Sprecher , https://pbs.twimg.com/media/BtVqkA-CMAEfddE.png:large
12. Quelle: http://www.amnesty.org/ar/library/asset/MDE15/015/2009/en/8f299083-9a74-4853-860f-0563725e633a/mde150152009en.pdf
13. Quellen: http://www.nytimes.com/2009/09/16/world/middleeast/16gaza.html und http://www.cbc.ca/news/world/israel-rules-out-gaza-probe-1.863150
14. Quelle: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3746712,00.html,
15. Quellen: http://www.haaretz.com/news/un-human-rights-chief-endorses-goldstone-gaza-report-1.6116, http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/docs/12session/A-HRC-12-48.pdf
16. http://www.huffingtonpost.com/mj-rosenberg/goldstone-flinched-for-re_b_846083.html
17. Quellen: http://www.jpost.com/Diplomacy-and-Politics/PM-Throw-Goldstone-Report-into-dustbin-of-history und http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/apr/14/goldstone-report-statement-un-gaza, https://www.middleeastmonitor.com/articles/62-europe/625-qgaza-is-the-only-gulag-in-the-western-hemisphere-maintained-by-democracies-closed-off-from-food-water-airq-says-colonel-desmond-travers-co-author-of-the-goldstone-report-in-an-exclusive-memo-interview
18. Quelle: Amira Hass „Israel Showed Restraint in Gaza Before Attacking? You Must Be Kidding“ http://www.informationclearinghouse.info/article39110.htm http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/.premium-1.604844
19. http://gisha.org/press/3052
20. Quelle: http://www.haaretz.com/print-edition/news/idf-takes-responsibility-for-kfar-giladi-deaths-1.235541
21. Quelle: http://www.antiwar.com/orig/cook.php?articleid=9333
22. Quellen: http://www.theguardian.com/world/2006/jan/12/israel
23. http://www.jpost.com/Operation-Protective-Edge/Mashaal-Hamas-is-ready-to-coexist-with-Jews-but-not-the-occupation-369140
24. Charta der Hamas, http://www.palestine-studies.org/files/pdf/jps/1734.pdf
25. Quelle: http://www.btselem.org/gaza_strip/20100531_the_siege_on_gaza
26. Quelle: http://visualizingpalestine.org/infographic/Olive-Harvest; siehe auch hier: http://derstandard.at/1289607847412/Verlust-der-Oliven-soll-die-Palaestinenser-zermuerben
27. Quellen: https://www.youtube.com/watch?v=pWKPRC-_oSg, The Representation of Palestinians in Israeli Schoolbooks, Nurit Elhanan-Peled, Tel Aviv University and David Yellin Teachers College, Israel, Map no. 1: (TMC:11) : Yama-Kedma-Tzafona-Negba
28. Quelle: Israel Meteorological Service http://www.ims.gov.il/IMSENG/All_Tahazit/homepage.htm
29. Quelle: http://theibtaurisblog.com/2011/11/30/palestine-in-israeli-schoolbooks/
30. Quellen: https://www.youtube.com/watch?v=WF_AsxQLijY&feature=youtu.b
31. THE 1948 ETHNIC CLEANSING OF PALESTINE, ILAN PAPPE
32. Professor Jonathan Turley in einem Artikel „They Have To Die”: Israeli Politician Calls For Killing of Palestinian Mothers“ , http://www.informationclearinghouse.info/article39127.htm
33. Quelle: http://www.globalresearch.ca/gaza-is-a-graveyard-theres-no-school-tomorrow-all-the-children-are-dead-sing-joyful-israeli-youths/5393961?print=1
34. Quelle: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2715466/Israeli-official-calls-concentration-camps-Gaza-conquest-entire-Gaza-Strip-annihilation-fighting-forces-supporters.html#ixzz39YHfVsfb
35. Quelle:http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jul/28/israeli-military-most-moral-no-more-outrage-indifference
36. Quelle: https://www.middleeastmonitor.com/news/middle-east/6185-one-palestinian-child-has-been-killed-by-israel-every-3-days-for-the-past-13-years
37. Persönliche Anfrage bei B'tselem vom 05. August 2014, beantwortet von B'tselem am 06.08.2014:
"In the current operation, we only have initial numbers, but obviously those numbers are about to rise dramatically, and the estimations by other organizations are of about 2,000 Palestinian casualties. So, about 2,000 and 8,830 combined are indeed more than 10,000. Even according to our initial figures, there are more than 10,000 casualties in this conflict. As I said, the total number of Israelis is much lower than 1,200. The total Number of Palestinians is dependent on the current operation casualties estimation, but again, even with our initial numbers, it is about 9,000 (8,877).The number of Israeli soldiers who died (at the moment) is exactly 64. Additionally, indeed 3 civilians died in the Israeli side - but only 2 of them were Israeli citizens, the other is a Thai citizen.“
35. Quellen: http://jewishvoiceny.com/index.php?option=com_content&view=article&id=7330:israels-military-might-ranked-6-in-the-world&catid=99:defense&Itemid=282
36. und
37. http://www.idfblog.com/about-the-idf/history-of-the-idf/1948-war-of-inependence/
38. und
39. http://www.globalfirepower.com/countries-listing-middle-east.asp.
Quelle:http://www.mfa.gov.il/mfa/foreignpolicy/terrorism/palestinian/pages/the%20hamas%20terror%20organization%20-%202007%20update.aspx und http://www.middleeasteye.net/news/hamas-gains-credibility-fighting-force-analysts-say-371780262 und https://www.middleeastmonitor.com/news/middle-east/12930-al-qassam-brigades-from-one-pistol-to-an-organised-army)

Quelle - Jürgen Todenhöfer

VIDEO - Gaza-Krieg: Zensur für Journalisten in Israel  - ZAPP - 06.08.2014 23:20 Uhr Autor/in: Bastian Berbner - Nachrichtensperren und Zensur. In Israel entscheiden nicht Journalisten, was sie über Krieg und Krise veröffentlichen, sondern der Zensor des Militärs. >>>



Wenn der Zensor mit im Newsroom sitzt - Bastian Berbner und Steffen Grimberg - In Israel sitzen in manchen Newsrooms ein Zensor des Militärs. - Rund 60 Mitarbeiter inklusive freiwilliger Helfer hat die Behörde von Sima Vaknin-Gil. Ihre Aufgabe ist nicht ganz alltäglich: Vaknin-Gil ist seit 2006 Chefin der israelischen Militärzensur. In Krisenzeiten herrscht dort Hochkonjunktur - noch vor vier Jahren kam die Abteilung laut "Spiegel" mit der Hälfte der Beschäftigten aus. Israelische Medien legen hier alle relevanten Berichte vor, die sogenannte operative Informationen über das israelische Militär, seine Einsätze und seine Ausrüstung enthalten. Auch Berichte über das israelische Nuklearprogramm werden hier geprüft. >>>
 


Dokumentation - Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen Israels >>>
 


CNN-Reporterin Diana Magnay wegen Kritik an Israel abgezogen 2014

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On heroes and preachers: A new Gaza resistance paradigm  - Ramzy Baroud - "Where is the Palestinian Gandhi? In Israeli prison, of course!" was the title of an article by Jo Ehrlich published in Mondoweiss.net on Dec. 21, 2009. That was almost exactly one year after Israel's concluded a major war against Gaza. The so-called Operation Cast Lead (Dec. 27, 2008 -- Jan. 18, 2009) was, till then, the deadliest Israeli attack against the impoverished strip for many years.

Ehrlich was not in the least being belittling by raising the question about the ‘Palestinian Gandhi’ but responding to the patronization of others. Right from the onset, he remarked: "Not that I'm in any way playing into the Palestinian Gandhi dialogue, I think it's actually pretty diversionary/racist. But sometimes you have to laugh in order not to cry."

Indeed, the question was and remains condescending, ignorant, patronizing and utterly racist. But the question was also pervasive, including among people who classify themselves as "pro-Palestinian activists."

Now that Israel's latest war -- so-called Operation Protective Edge -- has surpassed Cast Lead, in terms of duration, causalities, level of destruction, but also the sheer horrors of its targeting of civilians, as dozens of families were entirely wiped out -- the Gandhi question seems more muted than usual. >>>

7. 8. 2014

Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland PAÄV - Wir haben mehr als 3 Tonen Medikamente und auch medizinische Hilfsgüter vorbereitet. Inzwischen auch haben wir mehr als 40 T € Geldspenden. Vielen Dank allen, die gespendet haben. Wir appellieren an allen noch mehr zu spenden, damit wir den Krankenhäusern in Gaza unterstützen können. Selbstverständlich werden demnächst Ärzteteams von der PÄAV Deutschland in den Gazastreifen einreisen um dort die medizinische Versorgung zu unterstützen .. Quelle facebook

Hilfe für Gaza

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Kein Licht in Gaza - Kraftwerk und Fabriken zerstört. Tausende traumatisierte Kinder - Karin Leukefeld - Während die Waffen in Gaza schweigen, wird in diesen Tagen das furchtbare Ausmaß der Zerstörung deutlich. Menschen haben Augen und Gliedmaßen verloren, andere sind verbrannt. Kinder sind traumatisiert, haben ihre Familien verloren. Magere Esel und Maultiere ziehen Holzkarren, mit denen Überlebende zu ihren Häusern gehen, um in den Trümmern nach Überbleibseln zu suchen. Ein Mann hält sechs Hühner in die Kamera von Pressefotografen und ruft: »Das ist alles, was mir geblieben ist.« Das Elektrizitätswerk wurde von Israel zerstört, daher gibt es keinen Strom. Ohne den läuft kein Kühlschrank, um Lebensmittel in der Sommerhitze aufzubewahren. Keine Pumpe funktioniert, um Wasser in die Tanks zu pumpen.
Mindestens 134 Betriebe und kleine Fabriken wurden zerstört. Durch die Aussetzung der Produktion wegen des 30tägigen Krieges verlor die Wirtschaft des Gazastreifens 70 Millionen US-Dollar, 30000 Beschäftigte waren ohne Arbeit. Es seien Fabriken angegriffen worden, die »für die Besatzungsmacht keine Sicherheitsgefahr darstellten«, heißt es in einer Erklärung der Industrieunion von Gaza. »Die israelische  >>>



VIDEO -  Tageschau - "Verwüstet wie eine Mondlandschaft" >>>


VIDEO - Menschen im Gaza vor den Trümmern ihrer Existenz >>>

Israeli Racist Nationalism at its best! - Dr. Ludwig Watzal - The Israeli colonialist army commits a massacre on the civilian population in the Gaza Strip and Germany's Zionist lobby talks about "anti-Semitism". In Germany, the sideshow of "anti-Semitism" still seems to be working. Instead of focusing on the lunatic Israeli nationalism and racism, Muslim and German protesters are blamed of "anti-Semitism" who demonstrate against Israeli genocide against the Palestinian people. The rampage of this murderous Israeli army must be stopped, and the Zionist lie about "anti-Semitism" must be exposed and rejected. How crazy the Israeli nationalists are, can be admired >>>

Israel und Palästina verhandeln weiter - Öffnung von Grenzen zu Gaza gefordert. Israel will Demilitarisierung. Waffenruhe hält - Karin Leukefeld - Die dreitägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Gazastreifen ist auch am zweiten Tag, dem gestrigen Mittwoch, eingehalten worden. Bei einer ersten, indirekten Verhandlungsrunde zwischen den in separaten Räumen sitzenden palästinensischen und israelischen Delegationen in Kairo wurden Papiere mit den jeweiligen Forderungen ausgetauscht.

Ägypten, das einen Vermittler zwischen den beiden Seiten stellt, schlug als erstes eine Verlängerung der Waffenruhe um weitere drei Tage vor. Die Hamas und der Islamische Dschihad, die der Muslimbruderschaft angehören, sehen die Vermittlerrolle Ägyptens seit der Entmachtung von Präsident Mohammed Mursi skeptisch. Daher dürften auch die Türkei und Katar – zwei Staaten, die die Hamas und die Muslimbruderschaft unterstützen – bei den Gesprächen eine Rolle spielen. >>>

Offener Brief von Botschafterin Dr. Khouloud Daibes - Palästinensische Mission - Die Diplomatische Vertretung Palästinas in Deutschland

Seit mehr als vier Wochen greift Israel den Gaza-Streifen zu Luft, Wasser und Land auf besonders brutale, menschenverachtende Weise an.

Männer, Frauen und Kinder – ganze Familien – wurden ihrer Leben beraubt. Wir trauen um mehr als 1.880 Tote und beklagen 9.563 Verletzte. Mit rund 500.000 Palästinensern sind mehr als ein Drittel der gesamten Bevölkerung des Gaza-Streifens aus ihren Häusern vertrieben worden, obdachlos und vor den Angriffen der Besatzungstruppen auf der Flucht.

Die gewalttätige Unterdrückungskampagne Israels hat mit dem dritten Angriffskrieg in sechs Jahren einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Bilder der mehr als 10.000 Häuserzerstörungen, aber auch der Bombardierung von UNRWA-Schulen, trotz Vorliegen von UN-Informationen zur Lage, humanitären Einrichtungen, Krankenhäusern, Kirchen, Moscheen und Gazas größtem Kraftwerk gingen um die ganze Welt. Die israelischen Bombardements haben ein unvorstellbares Ausmaß an Elend und Leid über die palästinensische Bevölkerung gebracht und den schmalen Küstenstreifen um Jahrzehnte zurückgeworfen. Massaker und ethnische Säuberungen zeigen, was schon längst sichtbar ist: Israel verstößt ungestraft gegen Völkerrecht.

Angesichts der Tatsache, dass derart viele Menschen in Deutschland ihre Stimmen gegen die israelischen Militäraktionen erheben, ist der Wiederspruch zwischen der öffentlichen Meinung und der Haltung der Bundesregierung noch vertretbar? Das Schweigen vieler deutscher Politiker, Parteispitzen und Fraktionen ist inakzeptabel und auf das Schärfste zu verurteilen. Gewählte Vertreter des Volkes sind dem Rechtsstaat und seinen Grundsätzen verpflichtet. Seine Stimme angesichts der eklatanten Völkerrechtsverletzungen Israels zu erheben ist keine Frage der Möglichkeiten, sondern des Selbstverständnisses. Verantwortliche Politiker finden keine Worte zu dem Unrecht, dass dem palästinensischen Volk angetan worden ist.

Wiederholte, bekräftigende Äußerungen zum Selbstverteidigungsrecht Israels gaben der israelischen Regierung grünes Licht für ihre Angriffe auf den Gaza-Streifen. Und während sich die Menschen für Humanität und Achtung der Menschenwürde einsetzten, griffen deutsche Medien dies auf und warnten vor dem aufkommenden Antisemitismus. Diese Debatte hat nichts, aber auch rein gar nichts mit der Besatzungspolitik Israels als Ursache seiner Angriffskriege zu tun. Denn der Grund für die vielen Demonstrationen und Proteste sind die erschütternden Bilder aus dem Gaza-Streifen und die Berichte der UN- und Menschenrechtsorganisationen.

Mehrere UN-Organisationen, aber auch Staaten haben längst reagiert: Lateinamerikanische Länder, darunter Brasilien, Chile, Ecuador, Peru und El Salvador riefen ihre Botschafter in Israel aus Protest zurück. Argentinien entzog Bürgern, die in der israelischen Armee dienen, die Doppelstaatsbürgerschaft und Bolivien hob das Abkommen für Visumfreiheit israelischer Bürger auf.

Im demokratischen Deutschland kommen die Stimmen vermehrt aus der Zivilbevölkerung. Mein Dank gilt diesen Personen, Solidaritätsbewegungen, Gemeinden und Verbänden, Studenten, Ärzten und Apothekern für ihr Zeichen der Solidarität und Verbundenheit mit dem palästinensischen Volk.

Die israelische Regierung handelt fundamental gegen das deutsche Verständnis von Grundprinzipien des Rechts. Keine andere Regierung erfährt so viel Unterstützung zur Aufrechterhaltung ihrer Besatzung. Israel erkennt keine UN-Resolutionen an, errichtet völkerrechtswidrig Siedlungen auf palästinensischem Boden, enteignet und vertreibt seine Bevölkerung. Besatzungspolitik und Völkerrechtsverletzungen Israels müssen abgestraft werden. Darüber sollten die verantwortlichen Politiker nachdenken und eine klare Position beziehen.  Berlin, im August 2014

Appell an Merkel: Nutzen Sie Ihre Autorität und Freundschaft zu Israel - Mossa Shamali, Vorsitzender des Verbands Palästinensischer Gemeinden Deutschlands, schrieb vor wenigen Tagen in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem: „Wenn Ihnen die Sicherheit Israels am Herzen liegt, dann nutzen Sie Ihre Autorität und Freundschaft zu Israel, damit die israelische Regierung die Angriffe sofort stoppt und endlich einen gerechten Frieden mit den Palästinensern schließt. Ohne Abriegelung des Gaza-Streifens, ohne Besatzung und ohne Siedlungspolitik. >>>

Manipulation der Wahrnehmung eines Ereigniss -  A.Kuhlmann  - https://www.facebook.com/photo.php?v=10153426751567316 - Dieses Video ist ein Beispiel, welches gut verdeutlicht, wie man ein Ereignis, in diesem Fall eine Pro-Palästina Demonstration in New York, in einer Art und Weise darstellen kann, dass das eigentlich Passierende, also das, was man sehen kann, verzerrt und verfälscht interpretiert wird. Es ist nicht einmal besonders editiert, nein, es werden einfach banal konträre Meinungen/Interpretationen als Fakt dargestellt. >>>

Times of Israel: "Gewisse Umstände erlauben Völkermord" - Israel-Gaza Konflikt: Israel ruft zum Völkermord in Palästina auf - In den letzten 45 Jahre hat der Staat Israel in den besetzten Gebieten, Millionen Palästinenser enteignet, ihre Ländereien beschlagnahmt, Häuser eingestürzt, ihre Obstgärten und Einrichten mit Bulldozern zerstört und koloniale Siedlungen "nur für Juden" eingerichtet, die jetzt bequem per Autobahnen zu erreichen sind. Die Benutzung elektrischer Anlagen und dem Wasserwerk ist ausschließlich den jüdischen Siedlern und Soldaten in den besetzten Gebieten gestattet. Der Besatzungsprozess der Israelis in der Westbank und Ost-Jerusalem hat sich in den letzten Jahren drastisch beschleunigt. >>>

Gaza-Krieg: "Die EU finanziert die Fortsetzung des Status Quo aus Wiederaufbau und Zerstörung" - medico-Partner sammeln Fakten damit Menschenrechtsverletzungen verfolgt werden können - Miri Weingarten, Ärzte für Menschenrechte Israel. - Der aktuelle Gaza-Krieg dauert bereits länger an als die „Operation Gegossenes Blei“ 2008/2009. Wie hat sich das militärische Vorgehen auf israelischer und palästinensischer Seite verändert?

Miri Weingarten: Die medizinischen Einrichtungen und die Erste-Hilfe-Fahrzeuge sind nicht sicher. Das war 2008/09 genauso. Es gibt israelische Angriffe auf Krankenhäuser. Sehr häufig müssen verletzte Zivilisten sehr lange auf ihre Evakuierung warten. Die Israelis verweigern die Koordinierung mit dem Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond und deren Ambulanzen. Immer wieder gibt es Beschießungen und bereits mehrere Ärzte sind bei Einsätzen ums Leben gekommen. Das führt dazu, dass selbst leicht verletzte Menschen zu lange auf Ambulanzen warten müssen und sich ihre Verletzung verschlechtern. Gerade erst wurde uns der Fall eines Mannes gemeldet, der eine Verletzung an der Hand hatte und daran verblutete, weil es aufgrund des andauernden Feuers nicht möglich war, erste Hilfe zu organisieren. Solche Fälle hatten wir auch vor 5 Jahren.


Und was hat sich verändert?
Es gibt Dinge, die sind schlechter geworden. Vor 5 Jahren gab es einen einzigen erschütternden Fall einer Familie bei der alle 29 Familienmitglieder ums Leben kamen. Bei den Attacken in diesem Jahr sind sehr viele Großfamilien betroffen. Mal kamen 8 Familienmitglieder ums Leben, mal 25, darunter drei schwangere Frauen und 19 Kinder. Und dieses Mal gibt es auch mehr Angriffe auf Notunterkünfte der Vereinten Nationen. Es wird weniger abgewogen, ob solche Opferzahlen für die verkündeten Kriegsziele gerechtfertigt sind >>>

Kaum Hoffnung auf Frieden - Dr. Gerald Schneider - pdf -  Im Nahen Osten ist am Donnerstag kurz vor Mitternacht etwas Seltenes geschehen: Hoffnung keimte auf, auf ein Ende der Gewalt, des Sterbens, des Schreckens und der Panik. Für 72 Stunden sollten die Waffen auf beiden Seiten schweigen, um Zeit zu schaffen für humanitäre Hilfe und weitere Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand.

Und wie es leider in der Region geübte Praxis ist, erfüllten sich die Erwartungen nicht. Nach rund 1500 toten Palästinensern und fast 70 toten Israelis geht das Sterben und Leiden weiter. Zu tief sitzt der Hass, zu verfahren ist die Situation, zu unklar die Interessen, und:

Praktisch noch nie in der Geschichte durften die Völker an der Ostküste des Mittelmeers – der Nahtstelle zwischen Europa, Afrika und Asien – ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Die Aussichten sehen also mit oder ohne Friedensverhandlungen nicht rosig aus. Es soll hier nicht darum gehen, wer in den vergangenen Wochen was getan, nicht getan, welche Waffenruhe vorgeschlagen oder akzeptiert hat, wer wann, womit, worauf geschossen hat. Die Situation der vergangenen Wochen war unerträglich.

In Zentraleuropa mag sich kaum jemand vorstellen können, wie es ist, hilflos zusehen zu müssen, wie das eigene Haus zu Trümmern geschossen wird, oder wie es sich anfühlt, vor unberechenbaren Raketen in Deckung gehen zu müssen. Hier soll es darum gehen, sich den Interessen der beiden Seiten anzunähern und einen Weg zu weisen, wie dieser Konflikt in Bahnen gelenkt werden könnte, um die derzeit herrschende Logik >>>

Schluss mit der Aggression gegen Gaza! - Aufhebung der Blockade! - MINA - Muslimisches Frauenbildungszentrum e.V. - Inge Höger, MdB DIE LINKE - Seit einigen Wochen sind wir Zeugen einer beispiellosen Aggression der israelischen Armee gegen den palästinensischen Gazastreifen. Das Kräfteungleichgewicht könnte deutlicher nicht sein: Mehr als 1800 Tote auf Seiten der Palästinenser/innen, davon die meisten Zivilisten und viele Kinder, wenige Dutzende Tote, überwiegend Soldaten, auf Seiten Israels. Nicht zu reden von Tausenden Verletzen und Obdachlosen und von den massiven Zerstörungen, welche die Palästinser/innen zu beklagen haben.

Nichtsdestotrotz schaffen es die westlichen Medien, Israel als Opfer darzustellen. Damit werden die Tatsachen schlichtweg in ihr Gegenteil verkehrt: Abgesehen davon, dass die aktuelle Aggression von der israelischen Armee ausging und nicht von der palästinensischen Seite, werden die tieferliegenden Ursachen des Konfliktes systematisch verschwiegen: Der Gazastreifen wird seit vielen Jahren durch die israelische Armee von der Außenwelt abgeriegelt. Seit 2006 ist die früher temporäre Blockade permanent. Die rund 1,8 Millionen Gazaner/innen leben seitdem in einer andauernden Notlage, Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten, Strom und sauberem Wasser sind Alltag, die Aus- und Einreise praktisch unmöglich.

Grund für die Blockade ist die Tatsache, dass die Palästinenser/innen 2006 eine Partei gewählt haben, die weder Israel noch dem Westen genehm ist, die Hamas. Aus demokratiepolitischer Sicht ist die Bestrafung der Zivilbevölkerung für den Ausdruck ihres freien Wählerwillens mittels Hungerembargo und militärischer Aggression ungeheuerlich. Aus historischer Sicht erklärt sich der Sieg der Hamas, die sich selbst als Kraft des politischen Islam sieht, damit, dass die palästinensische Bevölkerung einer Partei ihr Vertrauen schenkte, die versprach den Kampf gegen die israelische Besatzung und für ein freies Palästina nicht aufzugeben. Angesichts der Blockade des Gazastreifens sowie der andauernden Besatzung, der Menschenrechtsverletzungen, der zunehmenden Landnahme und des Wasserraubs durch den Siedlungsbau im Westjordanland (alles Dinge, die in den westlichen Medien meist verschwiegen werden) ist dieses Wahlverhalten nur logisch verständlich. Auf rechtlicher Ebene bleibt schließlich zu bekräftigen, dass im Falle einer militärischen Besatzung die Selbstverteidigung der besetzten Bevölkerung, auch mit militärischen Mitteln, völkerrechtlich legitim ist.

Die Bevölkerung des Gazastreifens und die Hamas fordert seit vielen Jahren die Aufhebung der Blockade. Dies ist auch – und auch das wird hierzulande geflissentlich verschwiegen – die Hauptforderung im aktuellen Konflikt, neben der Überwachung der Grenzen durch UNO-Truppen, Erleichterungen für die Wirtschaft etc. Die israelische Seite hingegen denkt nicht daran, die Wurzel des Konfliktes – das Hungerembargo und die Besatzung – zu beseitigen und wird vom Westen, u.a. durch militärische Aufrüstung, darin bestärkt.

Es bleibt zu fragen: Wer ist der Aggressor, wer ist der Besatzer?

Wir fordern: Sofortige Einstellung der Aggression gegen den Gazastreifen!
Aufhebung der Blockade über den Gazastreifen!

Israel im Waffenstillstand: Die Panzer weichen, die Angst bleibt - Christoph Sydow - Israels Armee feiert die Gaza-Offensive als Erfolg. Doch im Volk ist die Stimmung wenig euphorisch. Die wenigsten Bürger halten alle Kriegsziele für erfüllt: Sie fürchten sich weiter vor den Raketen des Nachbarn. - Wenn es so einfach wäre: Auf Knopfdruck werden gewaltige Sprengladungen an der Grenze zum Gaza-Streifen gezündet. Daraufhin löst sich das Gebiet von Israel und wird wie von Geisterhand aufs offene Meer hinausgetrieben. Dort zieht es am Felsen von Gibraltar vorbei und kommt schließlich vor Manhattan zum Stehen. Dieses Szenario zeigt ein Video, das in den vergangenen Tagen in den sozialen Netzwerken von vielen Israelis geteilt worden ist. - In der Realität lässt sich der Gaza-Konflikt nicht so einfach lösen. Israel wird auch in Zukunft Seite an Seite mit seinen 1,8 Millionen Nachbarn im Gaza-Streifen und der dort herrschenden Hamas leben müssen. Und viele Israelis bezweifeln, dass die Militäroperation "Fels in der Brandung" die militanten Islamisten wirklich geschwächt hat. >>>

Gaza-Konflikt: Rotes Kreuz entsendet Expertin - Die Psychologin Pia Andreatta reist heute nach Tel Aviv - Das Österreichische Rote Kreuz entsendet die Innsbrucker Notfall-Psychologin Pia Andreatta nach Tel Aviv. Andreatta wird in den kommenden vier Wochen für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Tel Aviv, im Gaza-Streifen und in Jerusalem arbeiten. Zu ihrem Arbeitsgebiet zählt die psychologische Vor- und Nachbetreuung von Rotkreuz- und Rothalbmondmitarbeitern, die direkt im Konfliktgebiet helfen. „Bewaffnete Konflikte und Kriege verursachen nicht nur massives Leid für die Bevölkerung, sie haben zudem äußerst belastende Auswirkungen auf Helferinnen und Helfer. Die Konfrontation mit Krieg und Trauma ruft Betroffenheit hervor und kann, bei Verlust der professionellen Distanz, zu Traumatisierung führen“, sagt Pia Andreatta. „Strukturen zu schaffen, die diesen enormen Belastungen gegensteuern und ein Arbeiten der Einsatzkräfte für die von Krieg und Zerstörung betroffenen Menschen weiterhin ermöglichen, zählt zu den besonderen Aufgaben des Roten Kreuzes.“ >>>

Der Zentralrat der Juden vermisst Solidarität - Abraham Melzer - August 2014 - Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden hat sich wieder gemeldet, als „bewusster und selbstbewusster“ Jude. Ich finde „selbstbewusste" Juden genauso widerlich wie selbstbewusste Deutsche oder selbstbewusste Israelis. Es wäre uns allen lieber er hätten sich als kritischer und selbstkritischer Jude geäußert. Wenn er das aber nicht kann, dann hätte ich mir gewünscht, dass er schweigt.

Er behauptet auf deutschen Straßen sei „gegrölt“ worden, dass Juden „vergast, verbrannt und geschlachtet“ werden sollen. Wo hat er das gehört? Ich frage mich was er damit bezweckt. Ich will nicht abstreiten, dass es den einen oder anderen Antisemiten noch in Deutschland und anderswo gibt, aber sind diese Ewiggestrigen tatsächlich eine Gefahr für uns Juden? Ich lebe seit mehr als 50 Jahren in diesem Land und es sind mir schon alle möglichen und unmöglichen Vorurteile gegenüber Juden begegnet. Echten Antisemitismus, damit meine ich Hass nur weil Jude bin und vielleicht auch noch die Absicht mich deshalb zu „vergasen, verbrennen oder gar schlachten“, ist mir niemals begegnet.

Muss Graumann, als Präsident des Zentralrats der Juden, nicht vorsichtiger sein mit seiner Wortwahl und nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen? Will er die Mitglieder seiner jüdischen Gemeinden so verunsichern, dass sie tatsächlich die Koffer packen und nach Israel auswandern, wo sie als „bewusste und selbstbewusste“ Juden leben können, immerhin den arabischen Bürgern überlegen. Wenn er tatsächlich glaubt, dass hier Juden „vergast, verbrannt und geschlachtet“ werden sollen, dann soll er schnellstens ein solches Land verlassen. Ich jedenfalls würde es tun. Wenn Frau Knobloch tatsächlich ihre Seele in Israel hat, dann soll sie doch nach Israel auswandern, denn man kann ihr doch nicht zumuten ohne Seele zu leben. Andererseits stelle ich immer wieder fest, dass sie ganz gut auch ohne Seele auskommt. Dort wo andere Menschen eine Seele haben, hat sie und ihr Nachfolger Graumann, offensichtlich einen Davidstern.

Er tut so, als ginge gerade das Novemberpogrom von 1938 in die Verlängerung, die Öfen in Auschwitz schon wieder brennen würden und wir kurz vor einem neuen Holocaust stünden. Dabei werden Palästinenser in Gaza ermordet und nicht Juden in Berlin. >>>

 

„Schauderhafte Schockwellen von Antisemitismus“ - Der Zentralrat der Juden wirft muslimischen Verbänden vor, sie täten zu wenig gegen Antisemitismus. Präsident Dieter Graumann spricht im Interview über Nazi-Parolen auf deutschen Straßen und verspieltes Vertrauen. >>>

VIDEO  - Gaza: Ärzte ohne Hoffnung - Die Ärzte im Shifa-Krankenhaus in Gaza sind am Limit: Mehr als hundert oft Schwerstverletzte kommen in nur 24 Stunden hier an. Dabei fehlt es für die Behandlung an allem. >>>

VIDEO - Der Wassermann von Gaza - Israel und Hamas haben in eine dreitägige Waffenruhe für den Gazastreifen eingewilligt. Die Atempause ist dringend nötig, den Menschen fehlt es an allem. Visam Abu Sell ist mit seinem Laster in Gaza unterwegs und versorgt die Menschen mit Wasser. >>>

see what israel do befor getting inside any area in Gaza
 

Was können Muslime gegen Antisemitismus und andere gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit tun? - Muhammad Sameer Murtaza  - Und warum es jetzt gerade wichtig ist, dass Muslime bei der Bewertung des Nahostkonfliktes den leider weit verbreiteten und erlebten Doppelstandart entschieden ablehnen - "Es gibt kein gerechtes Unterstützen im Ungerechten" - Antisemitische Parolen von Muslimen ausgesprochen, wie Grotesk ist das denn? Würde man diese Muslime darauf ansprechen, würden sie kontern, sie seien gar keine Antisemiten, schließlich seien ja auch die Araber und damit der Prophet Muhammad Semiten gewesen. Wortspielerei! Dann nennen wir es Judenfeindlichkeit oder Judenhass. Aber wie können wir Muslime eine ganze Menschengruppe, ein ganzes Volk hassen, wenn wir zugleich an die Propheten Jakob (Ya’qub), genannt Israel, Josef (Yusuf), Moses (Musa), Aaron (Harun), David (Dawud), Salomo (Sulaiman), Zachharias (Zakariyya), Johannes der Täufer (Yahya) und Jesus (Isa) glauben? Judenhass bedeutet folglich auch ein Hass gegen die hier aufgeführten Propheten, die gleichermaßen Hebräer, Israeliten, Juden waren. In der Regel versuchen antisemitisch eingestellte Muslime dann die Flucht nach Vorne anzutreten, indem sie das Jüdisch sein dieser Propheten verleugnen, werden diese doch im Qur’an als Muslime bezeichnet. Gerade hieran erkennen wir, dass solche Muslime eigentlich gar nicht wissen, was ein Jude ist. Und hier muss eine innermuslimische Aufklärung ansetzen. >>>

Any ceasefire agreement must be based on international law, respect for human rights - Press Release
Ministry of Health Gaza - The Ministry of Health Gaza insists that any ceasefire agreement must guarantee the human rights of our people, most importantly, the right to health.

We therefore stress that any agreement arising out of the talks in Cairo must be based on international law, not self-interest.

We emphasise that international law is something that is applied without fear or favour, not negotiated.

The right of our people to health is a right that is interdependent with, and indivisible from, every other universal human right, as enshrined in the Universal Declaration of Human Rights (UDHR) and reasserted in the Vienna Declaration.

The devastation wreaked by the Israeli war criminals in Gaza, the widespread destruction of the most basic human needs such as water and shelter, the attacks on our hospitals, clinics and ambulances, the death and injury of scores of our health workers, the senseless annihilation of our electricity and sanitation infrastructure, our places of worship and our schools leave us confronting the challenge of preventing ill-health, promoting well-being and providing health services in circumstances in which even the barest essentials are absent.

The right to health is indivisible from the right to housing, the right to employment, the right to freedom of movement, the right to freedom of political and religious belief, the right to self-determination – and most importantly, the right to freedom from occupation.

These are rights guaranteed under international law – they require only that the law be applied.

They are NOT NEGOTIABLE.

The Ministry of Health Gaza views with incredulity the statement from Ban Ki-moon and US Secretary of State John Kerry counting on “…a continued collaborative international effort to assist Egypt and the parties reach a durable ceasefire as soon as possible.”

The international community has had 47 years to “assist the parties to reach a durable ceasefire,” through implementation of United Nations Security Council Resolution 242.

The international community has had four years since the siege of Gaza was declared illegal by the United Nations High Commissioner for Human Rights Navi Pillay to “assist the parties to reach a durable ceasefire.”

There is no absence of support in international law either for the conditions, or the legal basis, that would ensure a durable ceasefire.

There is merely an absence of real commitment by both the United Nations and the United States to enforce one that is based on, and accords with, international law.

The Ministry of Health Gaza considers that the process currently underway in Cairo is best served by considering the issues within the framework of legitimacy, rather than hypocritical platitudes about peace processes with no basis in either law or justice – peace processes that have, and will continue to, perpetuate abuses of, not promote, Palestinians’ enjoyment of human rights.

Either the rule of law is applied without fear or favour, or the United Nations, its instruments and its organisations, risk becoming not only an irrelevance, but complicit in the abuses of the very rights they purport to uphold.

We ask – no, we demand – that the international community shoulder its responsibilities to the Palestinian people, in Gaza and elsewhere, and insist on the implementation of international law.

We demand that 47 years of stalling, hedging, filibustering and prevaricating end, and end now.

We demand the international community support our just demands for an end of the illegal Israeli occupation that breaches our right to our own territory and our right to self-determination, and an end to the illegal siege of Gaza that breaches our right to freedom of movement and to development.

We demand that any agreement coming out of Cairo guarantees Palestinians in Gaza – and everywhere – the enjoyment of our right to life and to health, rights which are indivisible from and interdependent with all human rights.

Anything less is not only a threat to a durable and just ceasefire in Gaza, but also a threat to the rights of all people, everywhere. Quelle


Sehr geehrte InteressentenInnen, MitstreiterInnen und FreundInnen. Der unten angeführte Brief wurde von "Frauen in Schwarz" (Wien) an Israels Botschafter gesandt. Damit schließt sich "Frauen in Schwarz" den Forderungen von 725 Israelischen Bürgern an. Wir möchten Sie bitten, diese Forderungen ebenfalls zu unterstützen.

Um sich anzuschließen, beantworten Sie bitte diese E-Mail mit Ihrem Namen und Wohnort.​ Wir werden die erhaltenen Namen dem Brief beifügen und an die Adressaten weiterleiten.

S.E.
Herrn Zvi Heifetz
Botschafter des Staates Israel
Anton Frank Gasse 20
1180 Wien

Wien am 5. August 2014



Sehr geehrter Herr Botschafter,

Wir sind bestürzt und entsetzt über die hohe Zahl der menschlichen Opfer, die die jüngste israelische Militäroperation im Gaza-Streifen schon jetzt gefordert hat.

Bei der israelischen Operation „Protective Edge“ wurden auf palästinensischer Seite seit dem 8. Juli mehr als 1.800 Menschen getötet, in der großen Mehrheit unbewaffnete Zivilisten, zu etwa einem Viertel Kinder. Über 8.900 Palästinenser wurden verwundet. Auch Kameramänner, Mediziner und Journalisten befinden sich unter den Opfern der israelischen Angriffe. Über 30.920 Häuser und 5.510 Gebäude , 137 Schulen, 13 Krankenhäuser, 10 Kliniken wurden beschädigt, 38 Gesundheitspersonal verwundet. Das einzige Kraftwerk Gazas wurde schwer beschädigt, die Stromversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, ebenso die Versorgung mit sauberem Wasser.

Auf israelischer Seite wurden bisher 3 Zivilisten und ca. 60 Soldaten durch palästinensische Gewalt getötet.


Das legitime Recht auf Selbstverteidigung kann nicht für eine Aktion in Anspruch genommen werden, die in erster Linie ungeschützte und unbewaffnete Menschen tödlicher Gewalt aussetzt.


Wir verurteilen jede Form von Gewalt, auch die Raketen auf Israel. Allerdings hat der israelische Staat als weitaus stärkste Militärmacht der Region wirksame Mittel, sich zur Wehr zu setzen. Die gegen die Menschen in Gaza eingesetzte Gewalt hat mit legitimer Selbstverteidigung nichts mehr zu tun.


Diese Kriegsmaschinerie mit ihren rücksichtslosen Zerstörungen kann ebenso wenig zu einem dauerhaften Frieden führen, wie die fortdauernde Enteignung der palästinensischen Bevölkerung, in Gaza ebenso wie in der Westbank.


Was oft als „Antisemitismus“ und „Israelhass“ bezeichnet wird ist nichts anderes als die Reaktion großer Teile der Weltöffentlichkeit auf das aggressive, brutale Vorgehen der israelischen Besatzungsmacht gegen ihre palästinensischen Nachbarn.


Sicherheit gewinnt man nicht durch immer tödlichere High-Tech-Waffen, sondern durch eine Politik der guten Nachbarschaft, der Respektierung internationalen Rechts und des Prinzips der Gleichheit der Menschenrechte für alle ethnischen und nationalen Gruppen.


Die Gewaltspirale muss beendet werden, denn jedes ihrer Opfer ist ein verlorenes Menschenleben zu viel – gleichgültig ob jüdisch oder palästinensisch!


Wir schließen uns deshalb den Forderungen von 725 israelischen Bürgern an, die diese in einem Schreiben an die EU formuliert haben:

Rückzug der israelischen Truppen aus Gaza
Freilassung aller Gefangenen, die nach dem Mord an den drei israelischen Jugendlichen ohne konkreten Tatvorwurf verhaftet wurden
Aufhebung der Blockade und Öffnung der Grenzübergänge nach Gaza für Waren und Menschen
Internationalisierung des Rafah-Übergang nach Ägypten
Errichtung eines Hafens und Flughafens für Gaza unter UN-Aufsicht
Ausweitung der Fischereizone vor Gaza auf 10 km
Grenzsicherung für Gaza durch eine internationale Schutztruppe
Wiederherstellung einer Industriezone und Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung in Gaza
Schluss mit der Einmischung in die Bildung einer palästinensischen Einheitsregierung
Ein erleichtertes Genehmigungsverfahren für die Gläubigen, um in der Al Akswa-Moschee in Jerusalem zu beten

Es wäre ein großer Beitrag, den Israel für den Weltfrieden leisten kann, wenn die stärkste Militärmacht im Nahen Osten nicht mehr auf die Gewalt ihrer Waffen, sondern auf die Weisheit und Menschenliebe ihrer Friedenskämpfer setzen würde.

Hochachtungsvoll,
Paula Abrams-Hourani für Frauen in Schwarz (Wien)    
fraueninschwarzwien@gmail.com

Military Expert: Israel is using three internationally banned weapons in Gaza . - Safwat Al-Zayat, a retired Brigadier General in the Egyptian Army and an expert in military affairs, told the Anadolu news agency that "Israel's use of such internationally banned weapons is a continuation of the approach it adopted in Operation Cast Lead in 2008/2009."

Al-Zayat added that Israel used Dense Inert Metal Explosive (DIME), which had already been used in Operation Cast Lead. DIME weapons spread inert metal atoms that penetrate the human body and are difficult to get out of human tissue. He added that DIME munitions are used in the form of bombs that are propelled by droned.(...)

The second internationally banned weapon used by Israel in its current war is armour piercing bombs. According to Al-Zayat, they cause big explosions and result in a large number of civilian deaths.(...)

3. White phosphorous: This mixes with oxygen to form a transparent wax and causes fires and thick, white smoke, it can burn the flesh until only the bones remain He explained that in regular wars these bombs are used against underground fortifications of central commands and ammunition depots. They penetrate long distances with high explosive capabilities. mehr und vollständig >>>

How will Gaza's children carry their scars into adulthood? - The children who survive Operation Protective Edge will emerge to find their previous lives almost unrecognizable, as the families, schools, hospitals and mosques that framed their world are systematically destroyed. - Olivia Watson - Israel’s ground invasion of the Gaza Strip has seen the child death toll climb so rapidly – at the rate of one child killed every hour – that the exact circumstances of each killing are now barely mentioned in reports. But lists of fatalities, 329 and rising, obscure the reality that awaits Palestinian children in Gaza. Those who survive will emerge to find their previous lives almost unrecognizable, as the families, schools, hospitals and mosques that framed their world are systematically destroyed. >>>

FOTOS - In den Trümmern Gazas >>>

VIDEO - Schaltung Gaza und Tel Aviv: Diskussion über Nahost-Konflit 14:55 Min.  - Der ZIB2-Redaktion ist es gelungen, den Funktionär einer Deutsch-Israelischen Wirtschaftsagentur in Tel Aviv, Grisha Alroi, mit dem ebenfalls Deutsch sprechenden palästinensischen Arzt Jamal Naim via TV-Leitung zusammenzubringen. >>>

Genocide is NOT permissible  - An article titled “When Genocide is Permissible,” written by Yochanan Gordon, published Sunday, Aug. 3, in the Times of Israel and posted on the paper’s website, as well as at 5TJT.com (The Five Towns Jewish Times) became a very hot issue immediately and moments later was withdrawn from both websites. The article reflected what most of us feared: A Jewish ultra-nationalist obsession to eradicate all Palestinians discriminately with a genocidal approach, very much like the Holocaust Jews were subjected to by Nazi Germany. It is wrong, of course, to try to draw parallels between the 1940s and today, nor is appropriate to try to make a comparison between the Holocaust and the mass massacre of Palestinians by the murder machine that is the Israeli state. Yet, if a state killed almost 2,000 people, mostly civilians >>>

Israeli General: No Civilians in Gaza - Jack Guez - Retired Israeli Major General Giora Eiland wrote in an op-ed that there is no such thing as an innocent civilian in Gaza. Late Monday, the former head of the National Security Council published an article on Ynet News arguing that the citizens of Gaza were as responsible for the recent violence as Hamas. He even made a comparison between the Gaza under Hamas and Nazi Germany. "[T]hey are to blame for this situation just like Germany's residents were to blame for electing Hitler as their leader and paid a heavy price for that, and rightfully so," Eiland wrote. Eiland's controversial remarks come amid others made by Israeli far-right bloggers and politicians. On Friday, the Times of Israel removed a blog post titled "When Genocide is Permissible," after an outcry from readers. Before that, a right-wing member of Israel's Knesset compared Palestinian children to "little snakes." >>>

There Are No “Both Sides”. The Israelis and Palestinians Are Not Equal. - At the time of writing this, almost 1900 Palestinians have been killed by the Israeli army’s assault on Gaza. Around 80% of those killed are civilians, with almost 400 children and over 200 women. Over 80 families have been completely wiped out; killed in single strikes. The operation, entitled “Protective Edge”, has been more destructive, in its claim of human life and urban infrastructure, than Israel’s 2008/09 assault, Castlead. There is very little to suggest that Israel, in all its misunderstood morality and goodwill, plans to stop its cleansing of Gaza any time soon. Lifeless, bloodied Palestinian bodies, severed Palestinian limbs and wailing Palestinian mothers have become near staple daily viewings. I don’t volunteer to see these images but their ubiquity makes them unavoidable. And as common as these images have become in all the online spaces I occupy and frequent, the characterization of “both sides” has become far more widespread. Wherever I click, I see calls for “both sides” to stop fighting and agree (and stick to) a ceasefire; condemnations of “both sides” in causing so much suffering; distribution of blame to “both sides” and the lamenting of suffering on “both sides.” But there are no “both sides.” >>>

Mutmaßlicher Entführer dreier israelischer Jugendlicher in Haft - Israel meldet einen Ermittlungserfolg: Der mutmaßliche Drahtzieher der Ermordung dreier jüdischer Jugendlicher soll gestanden haben, die Entführung geplant zu haben. (...)  Knapp zwei Monate nach der Entführung und Tötung von drei jüdischen Schülern im Westjordanland hat Israel die Festnahme eines Verdächtigen bekanntgegeben. Der 40-jährige Palästinenser aus Hebron wurde bereits am 11. Juli gefasst. Dies geht aus jetzt veröffentlichten Gerichtsakten hervor. >>>


Gaza-Krieg: Israel meldet Festnahme wegen Schülermord - Die Ermordung dreier israelischer Teenager markierte den Beginn der aktuellen Kämpfe im Nahen Osten. Nun gibt Israel bekannt: Der mutmaßliche Drahtzieher ist seit Wochen gefasst, zwei Komplizen sind noch auf der Flucht. >>>
 


Zur Erinnerung: Israeli police official refutes claim that Hamas kidnapped Israeli teens - Dell Cameron - The recent explosion of violence in Gaza may have been initially sparked by false or inaccurate claims, according to Israeli police. The ongoing conflict began last month when three Israeli teenagers were kidnapped from a Jewish settlement in the occupied West Bank. Their bodies were later discovered in a field outside the city of Hebron. Before police were able to determine who was responsible, Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu placed blame for the tragic deaths squarely on Hamas, Gaza’s elected political leadership—an accusation that may prove to be false. On Friday, Chief Inspector Micky Rosenfeld, foreign press spokesman for the Israel Police, reportedly told BBC journalist Jon Donnisonhe that the men responsible for murders were not acting on orders of Hamas leadership. Instead, he said, they are part of a “lone cell.” >>>



Hamas not complicit in teens’ kidnap: Israeli police - The Israeli Police Foreign Press Spokesman, Micky Rosenfeld, appears to have falsified the Israeli government’s claim that Hamas was responsible for the killing of three Israeli settler teens in June, by saying responsibility lies with a lone cell that operated without the complicity of Hamas’ leadership. >>>

Israelischer Polizeisprecher bestätigt: Hamas nicht verantwortlich für die Ermordung der drei Teenager >>>

Manipulierte Berichterstattung in Israel - Hamas nicht Schuld am Tod der 3 Teenager (+Video) >>>


Kurzkommentar - E. Arendt -
Der Mörder ist wieder der  Gärtner ... die Hamas - Ist hier Israels Propaganda- und Verschleierungsarmee am Werk? Zur rechten Zeit das "richtige" Wort? - Den Angriff auf Gaza rechtfertig Israel immer mit neuen Behauptungen. Ist diese Meldung (wie stark zu vermuten) nicht ein neuer Versuch die Hamas zum Schuldigen zu machen?

Merkwürdig auch jetzt die wieder veränderte Sprachreglung. Während des Überfalls auf Gaza, wussten doch einige Journalisten zu berichten, dass ein Großteil der getöteten Kinder Jugendliche, in dem Sinne eigentlich voll verantwortliche Kämpfer der Hamas seinen. Sind (das rechtfertig keinen Mord) diese drei jugendlichen Sieder nicht auch voll verantwortliche Eindringlinge in ein fremdes Land? Nein, jetzt sind sie (so Berichterstattung) wieder jüdische Schüler.

Die israelischen Hasbaraabteilungen sind in ihrem Bestreben "historische Wahrheiten" zu schaffen auch gute Schüler, einer ihrer Lehrmeister:

"Warum sind Mythen so wichtig? Der zionistische Staat Israel lebt von solchen künstlich erzeugten Mythen. - So ging der Zionistenführer und erste Ministerpräsident Israels David Ben Gurion so weit zu behaupten, dass starker Glaube an den Mythos ihn in Wahrheit verwandle oder zumindest so gut wie eine Wahrheit.
 Sein enger Berater Jitzhar verstieg sich sogar zu der Behauptung: „Ein Mythos ist nicht weniger wahr als Geschichte, er ist jedoch eine zusätzliche Wahrheit, eine andere Wahrheit, eine Wahrheit, die neben der Wahrheit besteht; eine nicht objektive menschliche Wahrheit, und doch eine Wahrheit, die zur historischen Wahrheit wird.“

Ein verbrecherischer Propagandaminister  sagte: „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, und sie wird zur Wahrheit“.

Dokumentation - Meinungsfreiheit - Lücken - Zensur | Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen Israels >>>

6. 8. 2014

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Collage zum vergrößern anklicken


Am Ende ist es ganz einfach -  Maximilian H. Tonsern - Bald ist der 8. August. Dann ist es genau ein Monat, seit dem in Gaza die Hölle herrscht. Bislang habe ich mich darauf beschränkt, auf Facebook zu informieren, so gut es eben ging. Ich weigerte mich in den letzten Wochen, Bilder von toten Kindern zu teilen, von überquellenden Leichensälen und von unsäglich zugerichteten Körpern. Trotzdem, heute, an dem Tag an meine ehemalige Kollegin und Freundin Zeugin des Attentats eines Baggerfahrers in Jerusalem wurde, ist es vielleicht an der Zeit, ein paar Worte zu schreiben.

Jerusalem (...) Meine Freundin, die Augenzeugin war, schreibt: „ Heute war ich Zeugin der Bagger-Attacke in Jerusalem. Ich habe meine Tochter vom Kindergarten abgeholt, als ich einen religiösen Juden Steine auf den Bagger werfen sah und der Bagger machte komische Bewegungen. Dann warfen mehr Leute Steine auf ihn
und ein Bus kam und versuchte ihn wegzuschieben. Darauf drehte der Bagger durch, attackierte den Bus mit der Baggerschaufel, bis er ihn umwarf. Leute von hinter meinem Auto und überall her kamen mit ihren Waffen und fingen an, auf den Bagger zu schießen. In dem Moment bewegte sich das Auto vor mir, und ich fuhr mit meiner Tochter um mein Leben. Ich kann nicht glauben, wie einfach es für die Leute um mich herum war, ihre Waffen zu ziehen als wären sie glücklich über die Gelegenheit, auf jemanden zu schießen!!!“ Zur Erinnerung, wir sprechen hier von Jerusalem, der Vorfall ereignete sich in direkter Nähe zur Altstadt und neben drei riesigen >>>


 

Reden statt schießen - 72stündige Waffenruhe im Gazastreifen zunächst eingehalten. Indirekte Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern. Wachsender Druck auf Tel Aviv - Karin Leukefeld - Unter großem internationalem Druck haben die israelische Regierung, die Hamas und der Islamische Dschihad in der Nacht zum Dienstag eine dreitägige Waffenruhe vereinbart, die am Dienstag morgen um 5.00 Uhr Ortszeit begann. Im Gegensatz zum vergangenen Freitag, als die Vereinbarung schon kurz nach ihrem Beginn gescheitert war, hielten sich diesmal beide Seiten an die Feuerpause. Die israelischen Truppen zogen sich aus dem Gazastreifen zurück. Ein Armeesprecher erklärte, die Streitkräfte hätten ihr Ziel erreicht und alle Tunnelanlagen der Hamas im Gazastreifen zerstört. Die Truppen würden »in Verteidigungspositionen außerhalb des Gazastreifens neu aufgestellt«. Delegationen beider Seiten sollen nun in Kairo darüber verhandeln, wie aus der befristeten Feuerpause ein langfristiger Waffenstillstand werden kann. >>>



392 tote Kinder - Pierre Simonitsch - Mindestens 142 Schulen, darunter 89 Schulen des UN-Hilfswerks für die Palästina-Flüchtlinge (UNRWA), wurden durch Angriffe beschädigt. Israel rechtfertigt die Bombardierung damit, dass die Hamas-Aktivisten von UNRWA-Schulen aus Raketen abfeuerten.

Die Menschen atmen kurz auf. Nach einem Waffenstillstand von 72 Stunden sollen Verhandlungen zwischen der israelischen Regierung und der im Gazastreifen herrschenden Hamas-Bewegung beginnen. Genau dies verlangte eine einstimmige Erklärung des UN-Sicherheitsrats am 28. Juli. Das Signal dieser Erklärung, die formaljuristisch unter dem Status einer Resolution liegt, war klar: Genug ist genug! >>>

Mutmaßlicher Entführer dreier israelischer Jugendlicher in Haft - Israel meldet einen Ermittlungserfolg: Der mutmaßliche Drahtzieher der Ermordung dreier jüdischer Jugendlicher soll gestanden haben, die Entführung geplant zu haben. (...)  Knapp zwei Monate nach der Entführung und Tötung von drei jüdischen Schülern im Westjordanland hat Israel die Festnahme eines Verdächtigen bekanntgegeben. Der 40-jährige Palästinenser aus Hebron wurde bereits am 11. Juli gefasst. Dies geht aus jetzt veröffentlichten Gerichtsakten hervor. >>>


Gaza-Krieg: Israel meldet Festnahme wegen Schülermord - Die Ermordung dreier israelischer Teenager markierte den Beginn der aktuellen Kämpfe im Nahen Osten. Nun gibt Israel bekannt: Der mutmaßliche Drahtzieher ist seit Wochen gefasst, zwei Komplizen sind noch auf der Flucht. >>>
 

Zur Erinnerung: Israelischer Polizeisprecher bestätigt: Hamas nicht verantwortlich für die Ermordung der drei Teenager >>>

Manipulierte Berichterstattung in Israel - Hamas nicht Schuld am Tod der 3 Teenager (+Video) >>>


Kurzkommentar - E. Arendt -
Der Mörder ist wieder der  Gärtner ... die Hamas - Ist hier Israels Propaganda- und Verschleierungsarmee am Werk? Zur rechten Zeit das "richtige" Wort? - Den Angriff auf Gaza rechtfertig Israel immer mit neuen Behauptungen. Ist diese Meldung (wie stark zu vermuten) nicht ein neuer Versuch die Hamas zum Schuldigen zu machen?

Merkwürdig auch jetzt die wieder veränderte Sprachreglung. Während des Überfalls auf Gaza, wussten doch einige Journalisten zu berichten, dass ein Großteil der getöteten Kinder Jugendliche, in dem Sinne eigentlich voll verantwortliche Kämpfer der Hamas seinen. Sind (das rechtfertig keinen Mord) diese drei jugendlichen Sieder nicht auch voll verantwortliche Eindringlinge in ein fremdes Land? Nein, jetzt sind sie (so Berichterstattung) wieder jüdische Schüler.

Die israelischen Hasbaraabteilungen sind in ihrem Bestreben "historische Wahrheiten" zu schaffen auch gute Schüler, einer ihrer Lehrmeister:

"Warum sind Mythen so wichtig? Der zionistische Staat Israel lebt von solchen künstlich erzeugten Mythen. - So ging der Zionistenführer und erste Ministerpräsident Israels David Ben Gurion so weit zu behaupten, dass starker Glaube an den Mythos ihn in Wahrheit verwandle oder zumindest so gut wie eine Wahrheit.
 Sein enger Berater Jitzhar verstieg sich sogar zu der Behauptung: „Ein Mythos ist nicht weniger wahr als Geschichte, er ist jedoch eine zusätzliche Wahrheit, eine andere Wahrheit, eine Wahrheit, die neben der Wahrheit besteht; eine nicht objektive menschliche Wahrheit, und doch eine Wahrheit, die zur historischen Wahrheit wird.“

Ein verbrecherischer Propagandaminister  sagte: „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, und sie wird zur Wahrheit“.

Dokumentation - Meinungsfreiheit - Lücken - Zensur | Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen Israels >>>

Der Krieg in Gaza und wir - Wiltrud Rösch-Metzler -  Die militärische Gewalt überdeckt den gewaltfreien Widerstand – und gemeinsame Perspektiven von Israelis und Palästinensern. Was die Europäische Union jetzt tun kann, damit das Töten im Gaza-Krieg ein Ende findet. Ein Kommentar von Wiltrud Rösch-Metzler "Stoppt das Massaker in Gaza": Teilnehmer einer Kundgebung in Stuttgart protestieren gegen die israelischen Angriffe. Personen des öffentlichen Lebens von Angela Merkel bis Nikolaus Schneider warnen vor Antisemitismus, vermeiden es aber gleichzeitig, einen Stopp der israelischen Bombardierungen zu fordern. Wer sich in diesem Szenario für die Rechte der Palästinenser einsetzt, ist wieder dort, wo er vor dem Krieg hingerückt wurde, nämlich auf der antiisraelischen oder gar der antisemitischen Seite, beklagt Wltrud Rösch-Metzler. (Foto: pa/ Maurer) Der neue Gaza-Krieg hat die alten Koordinaten einer Bewertung verschoben. Er traumatisiert die Bevölkerung von Gaza und von Teilen Israels langfristig. Er schädigt den Staat Israel, weil er zeigt, wie moralisch fragwürdig Drohnen-, Schiffs-, Panzer und Bombenattacken sind, besonders wenn Schulen, Marktplätze, Krankenhäuser und das einzige Kraftwerk Gazas zerstört werden – und Kinder, Frauen und Alte tot oder als Invaliden zurückbleiben. Er schädigt Palästinas Regierung, die ein weiteres Mal ohne Zugeständnisse für ihren Staat dastehen wird. Er stärkt in Israels Regierung jene, die nicht mit Palästina verhandeln wollen. Und er überdeckt den lebendigen, gewaltlosen Widerstand der palästinensischen Zivilgesellschaft. In Deutschland jedoch wurden flugs wieder die alten Koordinaten angelegt. Personen des öffentlichen Lebens von Angela Merkel bis Nikolaus Schneider warnten zu Recht vor Antisemitismus und den Raketen der Hamas, vermieden es aber, lautstark einen Stopp der israelischen Bombardierungen zu fordern. Wer sich in diesem Szenario für die Rechte der Palästinenser einsetzt, ist wieder dort, wo er vor dem Krieg hingerückt wurde: auf der antiisraelischen oder gar der antisemitischen Seite. >>>

Nothilfe für den Gazastreifen

Spendenaufruf für Medikamente, Notversorgung - und Menschenrechtsarbeit

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Hilfe für Gaza >>>


 

Die Blockade des Gazastreifens endlich aufheben – Verletzten angemessene medizinische Versorgung zukommen lassen! - Annette Groth - „Das (vorläufige) Fazit der Eskalation im Nahen Osten ist schrecklich: nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sind 1 860 Menschen im Gazastreifen getötet worden, fast 10 000 wurden demnach verletzt. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren acht von zehn der getöteten Palästinenser_innen Zivilisten“, erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Annette Groth. Groth weiter:


„Ich bin erleichtert, dass zumindest eine zeitlich begrenzte Waffenruhe vereinbart werden konnte und offensichtlich auch eingehalten wird. Die Lage der Menschen im Gazastreifen bleibt allerdings verzweifelt und die internationale Gemeinschaft muss nun alles daransetzen, die akute Not der Menschen zu lindern. Nach UN-Angaben haben 65 000 Menschen keine Bleibe mehr. Immer wieder hören wir von Betroffenen, dass sie nicht wissen, wofür sie überhaupt noch ihre Häuser wieder errichten sollen, wenn sie doch ohnehin früher oder später wieder zerstört würden. Darüber hinaus sind die für einen Wiederaufbau benötigten Materialien wegen der seit Jahren bestehenden Blockade gegen den Gazastreifen nicht vorhanden.

Bevor überhaupt daran gedacht werden kann, in den Trümmern aufzuräumen, müssen die Leichen geborgen und die Verletzten versorgt werden. Ich habe die Bundesregierung in einem Brief dazu aufgefordert, Verletzte, insbesondere Kinder, nach Deutschland auszufliegen und hier medizinisch zu behandeln. Dies wäre ein Zeichen der Menschlichkeit und ist absolut notwendig angesichts der Tatsache, dass tagtäglich Menschen im Gazastreifen sterben müssen, weil Operationen schlichtweg nicht durchgeführt werden können. Den Krankenhäusern und Krankenstationen im Gazastreifen mangelt es an Personal, Medikamenten, medizinischem Gerät und in Folge der Bombardierung des einzigen Kraftwerks im Gazastreifen vor allem an Strom. Es sind schon viel zu viele Menschen gestorben und die Bundesregierung ist in der Pflicht, ihren Teil dazu beizutragen, die Verletzten zu versorgen und so wenigstens einige Menschenleben zu retten.“

Annette Groth: „Ich fordere die Bundesregierung dazu auf, einen bereits im Juli 2010 vom Bundestag einstimmig gefassten Beschluss (Drucksache 17/2328) endlich umzusetzen: in diesem wurde die Bundesregierung unter anderem dazu aufgefordert, auf eine sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens und auf eine Verbesserung der humanitären Lage in Gaza hinzuwirken. Es ist höchste Zeit, diesen Beschluss endlich umzusetzen, anstatt jahrelang lediglich leere Worte zu verlieren!“

Solidarität mit ...?
VIDEO -  Aktuelle Stimmen (Prof. Verleger, Dieter Graumann u. a.)  zu Israel und Gaza - Während vier Wochen nach Ausbruch des Gazakriegs eine dreitägige Waffenruhe begonnen hat, haben prominente Kulturschaffende mit scharfer Kritik, aber auch mit deutlicher Unterstützung auf den Konflikt reagiert. Ein Überblick ...
Angesichts der Raketenangriffe durch die radikalislamische Hamas gebe es keine Alternative zur israelischen Militäroperation im Gazastreifen, sagte etwa der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist Amos Oz im Gespräch mit der Deutschen Welle. Er fürchte, es gebe keinen Weg, zivile Opfer unter den Palästinensern zu vermeiden, das sei die Strategie der Hamas. Israel sei deshalb in einer schwierigen Situation. "Je mehr israelische Opfer es gibt, desto besser für die Hamas. Je mehr palästinensische Zivilisten sterben, desto besser für die Hamas."

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Gemeinsame Erklärung von Juristen, die auf das Internationale Recht spezialisiert sind, zu Israels Gaza-Offensive - 28Jul -
(Prefatory Note: Hier wird eine gemeinsame Erklärung von internationalen Juristen aus aller Welt, die unten als Unterzeichner aufgeführt sind, gepostet. Ich bin unter den Unterzeichnern und der Text wurde anfangs von internationalen Rechtswissenschaftlern entworfen. Wir begrüßen zusätzliche Unterschriften, die mir in der Kommentarrubrik übermittelt werden können, mit Zugehörigkeitsvermerk zwecks Identifizierung, und die Namen werden periodisch in dem Text ergänzt. Ich sehe dies als einen wichtigen Ausdruck professioneller Beurteilung und des individuellen Gewissens im Hinblick auf das Verhalten der Israelis in Gaza, das am 8. Juli begann und das bereits so viele unschuldige Leben gekostet - und solch weitreichende Verwüstung verursacht hat. Bitte schließen Sie sich uns an und verbreiten sie dies in der ganzen Welt.

Die internationale Gemeinschaft muss Israels kollektive Bestrafung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen beenden.

Als Rechtswissenschafter auf dem Gebiet des Internationalen Rechts und des Strafrechts, Verteidiger des Menschenrechts, als Gesetzesexperten und Individualisten, die fest an die Rolle des Rechts glauben und an die Notwendigkeit, dieses Recht in Zeiten des Friedens zu achten, aber vor allem in Zeiten des Krieges, halten wir es für unsere intellektuelle und moralische Pflicht, die schweren Verstöße, die Täuschungsmanöver und die Missachtung der wichtigsten Prinzipien des Rechts in Zeiten bewaffneter Konflikte anzuprangern und auch die Missachtung der fundamentalen Menschenrechte der gesamten palästinensischen Bevölkerung, gegen die bei der anhaltenden israelischen Offensive gegen den Gazastreifen verstoßen wurde. Wir verurteilen ebenso die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen, so wie jeden rücksichtslosen Angriff auf Zivilpersonen, der ungeachtet der Identität der Angreifer, nicht nur illegal ist gemäß internationalem Recht, sondern auch moralisch untragbar. Jedoch kann man, wie auch implizit vom UN-Menschenrechtsrat in seiner Resolution vom 23. Juli 2014 festgehalten wurde, die beiden Parteien bei dem Konflikt nicht als gleich(stark) erachten, und es ist ersichtlich, dass ihre Aktionen – wieder einmal - von unvergleichbarem Ausmaß (unverhältnismäßig) sind.

Wieder einmal ist es die unbewaffnete Zivilbevölkerung, die gemäß dem Internationalen Humanitären Recht (IHL) „geschützten Personen“, die im Auge des Sturms sind. Gazas Zivilisten wurden im Namen eines falsch konstruierten Rechts der Selbstverteidigung geopfert, inmitten einer >>>

Demo in Berlin

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AUDIO - Katar und die Hamas - Carsten Kühntopp, BR  >>>

"Es geht um Israel, nicht um die Juden" - Der Frankfurter Verleger Abraham Melzer spricht im FR-Interview über Angriffe auf Frankfurter Juden, Antisemiten und Israelfreunde. -

Herr Melzer, Ende vergangener Woche wurde bei einer bekannten Frankfurter Jüdin die Scheibe eingeschlagen. Der oder die Täter riefen „Judenschwein“. Flammt der Antisemitismus gerade wieder neu auf? -
Dieser Vorfall ist schlimm. Ich bin darüber bestürzt. Ich glaube aber nicht, dass der Antisemitismus neu aufflammt.

Was sagen uns solche Anschläge?
Sie sagen uns, dass die Emotionen hochkochen. Unvernünftige gibt es überall. Es gibt natürlich auch Antisemiten in Deutschland. Ich bin aber der Ansicht, dass die Haltung – ich unterstelle jetzt einmal, dass die Täter aus einem muslimischen Kontext kommen – der Moslems in Frankreich und Deutschland nichts mit Antisemitismus im wissenschaftlichen und fachlichen Sinne des Begriffs zu tun hat. Diese Antihaltung gegenüber Israelis und Juden ist eine Folge des Nahost-Konflikts. Und in diesem geht es nicht um Religion, sondern um das Land. Selbst die Palästinenser im Gazastreifen hassen doch nicht die Juden der Welt. Ich bin empört und verärgert über das Unrecht, das man diesen Leuten antut, wenn man sagt, sie seien Antisemiten. Die Palästinenser waren keine Antisemiten und sie sind heute keine. Sie hassen nicht die Juden, sie hassen die Israelis und dazu haben sie reale Gründe. In meinen Augen ist das ein gewaltiger Unterschied. >>>

Spanien legt Waffenexport an Israel auf Eis. - Spanien hat 2013 "Verteidigungsmaterial" im Wert von 4,9 Mio Euro nach Israel exportiert, das sind 87% mehr als 2012. Laut El Pais und Cadena Ser ist die Suspension eine Vorsichtsmaßnahme und könnte im September revidiert werden. Die Entscheidung wurde auf der letzten Versammlung der Junta interministerial im Beisein von Außen-, Verteidigungs- und Handelsminister getroffen.
Die Entscheidung hat politischen Charakter. Sie sieht eine Nicht-Genehmigung neuer Lizenzen und die Suspension der bereits geplanten, bei denen es sich lt. El Pais um 37 Operationen im Wert von 5,9 Mio Euro handelt.
Konkret genehmigte die Regierung vor allem Bomben, Raketen, Torpedos, Raketen (Fernlenkraketen), Granaten und Sprengstoff für Zerstörungen. Nach den Statistiken des Handelsministeriums über den Export von Verteidigungsmaterial, anderem Material und Produkten und Technologien von doppeltem Gebrauch war die Israelische Armee 2013 Empfänger von 98,70% des besagten Verteidigungsmaterials, während 1,3% im privaten Sektor blieb.
So hat Spanien nach den genannten Informationen im vergangenen Jahr als "Bomben, Torpedos, Raketen und Fernlenkraketen" im Wert von 3,9 Mio Euro nach Israel exportiert, außerdem speziell für den militärischen Gebrauch entwickelte "Landfahrzeuge" (Terrainfahrzeuge?) für insgesamt 986.937 Euros. Spanien exportierte auch Waffen mit glattem Lauf und einem Kaliber unter 20 mm wie Gewehre, Revolver, Pistolen und Maschinengewehre im Wert von 134.744 Euro, außerdem Systeme der Schußlenkung, wie es Waffenzielgeräte oder Systeme zur Überwachung oder zum Aufspüren sein können, für 132.830 Euro.
Die Maßnahme wurde fast einen Monat nach dem Beginn des Militärangriffs auf den Gazastreifen ergriffen, der mehr als 1.800 Palästinensern das Leben gekostet hat, und nachdem Amnesty International von der gesamten Internationalen Gemeinschaft die sofortige Suspension von Exporten militärischer Art an beide Parteien verlangte.
Spanien hat lt. ElPais außerdem Waffenexporte an Ägypten und die Ukraine auf Eis gelegt, sowie Exporte von Polizeiwaffen an Venezuela.
 
Quelle -
Übersetzung leicht gekürzt: K. Nebauer

Aufruf zum Ausschluss des BAK Shalom aus der Linkspartei-Jugend solid - Über die sogenannten Antideutschen gibt es in der Linkspartei heftige Kontroversen, die sich angesichts des jüngsten israelischen Angriffs auf Gaza erneut zugespitzt haben. Jetzt kursiert ein Aufruf zum Ausschluss des “antideutschen” BAK Shalom, in dem dessen Auschluss aus der Linkspartei-Jugend gefordert wird: Aufruf (deutsch)

Forderung: Sofortiger Ausschluss des BAK Shalom aus dem Jugendverband Solid der Linkspartei

Seit beginn der Angriffe des israelischen Militärs auf den Gazastreifen sind bereits über 1500 Palästinenser ermordet worden. Ein Drittel der Toten sind Frauen und Kinder. Während das israelische Militär in Gaza mordet ziehen in Tel Aviv Neonazis mit Israel Fahnen durch die Straßen und schreien: “Tod den Arabern! Tod den Linken!”¹. Jüdische und arabische Antifaschisten, die sich in den Straßen Tel Aviv gegen die Neonazis stellen, werden verprügelt². Die israelischen Neonazis tragen dabei stolz die Shirts ihrer Europäischen Kameraden³. Diese Entwicklung hin zu einer Faschisierung der israelischen Gesellschaft betrachten wir mit Sorge.

Doch auch in Deutschland gibt es ultra-zionistische Gruppen, die Morde an Zivilisten in Gaza rechtfertigen, dem israelischen Militarismus huldigen und gegen jüdische und deutsche Linke körperlich mit Gewalt vorgehen⁴. Diese organisieren sich als “BAK Shalom” innerhalb des Jugendverbands Solid der Linkspartei. >>>

"Das Leiden der Palästinenser heisst Besetzung" - Marcela Águila Rubín - Der Wiederaufbau Gazas und die Hilfe an seine Bevölkerung, an dem sich die Schweiz beteiligt, gleicht einer Sisyphusarbeit, auch wenn zur Zeit zwischen Israel und der Hamas eine Feuerpause herrscht. Doch mit jedem neuen Angriff Israels in den letzten Wochen wurden die Fortschritte unter Trümmern und zwischen Toten begraben. swissinfo.ch hat Augenzeugenberichte zusammengestellt. -

"In den vergangenen sechs Jahren habe ich verschiedene Angriffe erlebt, doch dieser ist der allerschlimmste: massiv, langdauernd und niederträchtig mit Frauen und Kindern als Zielscheibe", beklagt sich die in Gaza lebende Journalistin Maha Banna. Zusätzlich zu Stromausfällen, Wassermangel und der Verknappung von Lebensmitteln und Medikamenten leben die Palästinenser in ständiger Panik, von Artillerie- oder Luftangriffen getroffen zu werden. Diese haben ganze Quartiere zerstört und bereits mehr als 1000 Tote, mehrheitlich Zivilisten, gefordert.

Israel wirft der Hamas vor, die Zivilbevölkerung als Schutzschild zu benützen, da sie die Raketenabschussrampen inmitten von Wohnvierteln aufstelle. In einem Interview mit der BBC erklärte der politische Berater von Amnesty International in London Abner Gidron, es gäbe dafür nicht genügend Beweise, meinte aber, dass es seines Erachtens genügend Informationen gebe, um sich ernsthaft Sorgen zu machen. Gidron betonte jedoch, dass Israel nicht übersehen könne, dass in den bombardierten Gebieten Zivilbevölkerung lebe >>>

Wasser für Gaza - Seit vier Wochen herrscht Krieg im Gazastreifen. Palästinenser im Westjordanland sind entsetzt über die vielen Toten und die Zerstörungen. Sie sammeln Spenden, um zu helfen - vor allem Trinkwasser fehlt. - Ramallah in diesen Tagen. Auf einem kleinen Sportplatz in der Westbank-Metropole herrscht emsige Betriebsamkeit. Hier wird Wasser gesammelt, Trinkwasser für die Menschen in Gaza. Überall stapeln sich die blauen Plastikflaschen in Sechserpacks. Etwa ein Dutzend Paletten sind schon voll, verschnürt und bereit zum Abtransport. Decken sollen das kostbare Gut vor der sommerlichen Hitze schützen. Ständig werden weitere Wasserpakete gebracht, sie werden zu Fuß herbeigeschleppt oder mit Autos herangefahren. Es ist ein Kommen und Gehen. Männer, Frauen, Familien und halbe Belegschaften von Büros bringen Mineralwasser hierher. Kinder springen aufgeregt zwischen den Paletten umher, Jugendliche helfen beim Verpacken. >>>

#########An Eyewitness to Shujaia Massacre - By Marah Alwadia, SpeakOut - It is the 13th day of the Israeli aggression on the Gaza strip, the 20th of July to be exact. The time meter might have stopped, but the death meter is still claiming more and more martyrs.

A single room not wider than 4 meters hosts 17 individuals, 4 of whom are children. It is somewhat the safest at home and does not overlook the street. No power; no water; no security.

The scene repeats itself in reality, the way it does in my dreams. We were counting the seconds left for us to live, waiting for a bombshell to scatter our shreds, when we would become part of the past. We would be removed from civil records of the strip.

We shook as though it were Alexa thunderstorm all over again, although this time because of the fear and horror that swept us. Children were shocked, clinging to their mothers; no cries, no tears, only shrieks that were directly proportional to the strength and distance of falling shells.

In that corner of the room, which I considered somewhat safe, I held my little brother in order to absorb some of his fear. Even though the shells were falling all around us, we still made an effort. My mother did the same. She embraced my other siblings. My uncle's wife took refuge in our home, for it was safer than hers which was on the top floor. My father, my uncle and his children and grandson; we were all cramped in one room. >>>

5. 8- 2014

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Was macht der Krieg mit Kinderseelen? - Der Alltag der Kinder im Gaza-Streifen und in Israel besteht seit vier Wochen aus Krieg. Welche Folgen hat das Leben in dauernder Angst?  - Vanessa Schlesier traf eine Mutter in Gaza-Stadt. - Wenn die Einschläge näher kommen, ruft Arwa Najef ihre beiden Söhne zu sich ins Schlafzimmer. Die Kleinen dürfen dann auf dem Bett toben, eine Kissenschlacht machen oder auf dem Rücken ihrer Mutter reiten. Ist Arwas Mann Allam zu Hause, kommt auch er dazu. Die ganze Familie ist dann zusammen in einem Raum. "Damit keiner zurückbleibt, wenn das Haus getroffen wird", sagt die 31 Jahre alte Palästinenserin leise. >>>
 



Nahost-Konflikt - Fast 300 Minderjährige im Gazastreifen getötet - Im Verlauf der mehr als dreiwöchigen israelischen Militäroffensive im Gazastreifen sind laut UN-Kinderhilfswerk UNICEF 296 getötete Kinder und Jugendliche gemeldet worden. Mehr als 200 Todesopfer seien jünger als zwölf Jahre alt gewesen. „Die Kinder machen 30 Prozent der zivilen Opfer aus“, erklärte UNICEF am Samstag in Jerusalem. Es handle sich dabei um vorläufige Zahlen. >>>


 

UNICEF: Israel deliberately targeting Palestinian children - Monica Awad, the spokeswoman of the UNICEF, condemned Israel's targeting of women and children in its ongoing assault on the Gaza Strip. In an interview with Al-Jazeera yesterday, Awad said Israeli forces had deliberately killed 264 children in Gaza, which is equal to 11 children per day, and injured more than 2,000. "Where's the international community's reactions to the slaughtering of children in Gaza? Where are the international human rights covenants?" she asked. >>>
 

 

Palästinas Botschafterin in Deutschland, Khouloud Daibes, über den Konflikt mit Israel und Antisemitismus. Von Jan Drebes - Frau Daibes, am Freitag wurde eine für drei Tage angedachte Feuerpause schon nach wenigen Stunden gebrochen. Wie wichtig ist eine solche Waffenruhe auf Zeit?

Daibes Ich war bitter enttäuscht, als von Verletzungen der Waffenruhe berichtet wurde. Eine Feuerpause ist nicht nur ein symbolischer Akt sondern für die Bevölkerung in Gaza existenziell. Sie müssen ihre Toten begraben und die Infrastruktur an den wichtigsten Stellen flicken können, damit es nicht auch noch zu einer humanitären Katastrophe etwa durch Seuchen kommt.

Wie würden Sie die Situation im Gaza-Streifen beschreiben?

Daibes Gaza ist heute mehr ein Friedhof als ein Gefängnis, das es ohnehin immer war. Dort fließt im Moment mehr Blut als Wasser. Das meine ich ohne Pathos. Die israelische Armee ist eigentlich als Besatzungsmacht dazu verpflichtet, die palästinensische Zivilbevölkerung zu schützen. Das tut sie aber nicht und begeht stattdessen nach internationaler Rechtsauffassung Kriegsverbrechen.

Gleichzeitig hat Israel als souveräner Staat ein Recht darauf, sich gegen den Raketenbeschuss der Hamas zu wehren.

Daibes Aber unter solchen Abwehrmaßnahmen dürfen nicht unschuldige Kinder, Frauen und Männer leiden oder gar durch sie getötet werden. In den vergangenen Wochen sind in Gaza mehr als 1500 Menschen durch israelischen Beschuss ums Leben gekommen >>>




Dispatch: Gazas Schulen im Kampfgebiet - Human Rights Watch - Am 30. Juli kam eine Schule im Jabalia Flüchtlingslager in Gaza, die vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) betrieben wurde, unter Beschuss. Mindestens 15 Menschen starben und viele andere wurden verletzt, darunter Frauen und Kinder, die dort Schutz suchten. Es war schon die zweite UN-Schule, die innerhalb einer Woche angegriffen wurde. Doch dies waren keinesfalls die ersten Schulen in Gaza, die beschossen wurden, und auch nicht die ersten, in denen Kindern zu den Opfern gehörten.

Angriffe auf Schulen bedrohen nicht nur unmittelbar das Leben von Kindern und Erwachsenen, die dort Schutz suchen. Sie haben zudem eine verheerende Wirkung auf Kinder auch noch viele Jahre nach dem Krieg.

Das israelische Militär sagte, dass Bewaffnete Granaten auf IDF-Soldaten aus der Nachbarschaft der UNRWA-Schule in Jabalia abgeschossen und dass israelische Soldaten dann das Feuer erwidert hätten. UNRWA berichtete, dass das Schulgebäude dreimal getroffen wurde. 3.300 Binnenflüchtlinge hätten dort Schutz gesucht, nachdem das israelische Militär sie aufgefordert hatte, ihre Häuser zu verlassen.

Am 27. Juli berichtete das israelische Militär, dass seine Einheiten am 24. Juli palästinensische Kämpfer in der Nähe einer UN-Grundschule in Beit Hanoun, im nordöstliche Gazastreifen, mit Granaten beschossen hätten. Eine der Granaten sei in den Schulhof gefallen, in dem sich niemand aufhielt. Nach Medienberichten starben bei dem Angriff jedoch 15 Personen und viele andere wurde verletzt.

Während der Kämpfe im Gazastreifen 2008 und 2009 haben die israelischen Truppen immer wieder UN-Schulen völkerrechtswidrig angegriffen. Dazu gehörten Angriffe mit der Brandmunition weißer Phosphor und mit gelenkten Raketen. Israel zahlte 10.5 Millionen US$ an die Vereinten Nationen für die Schäden, die dadurch an den Gebäuden in Gaza, auch an den Schulen, entstanden sind. >>>


 

UNICEF on Gaza, Israel: “Outrage has become commonplace” - Statement by UNICEF Executive Director Anthony Lake  - “Another school in Gaza has come under fire, killing more children in a conflict where such an outrage has become commonplace.

“For 23 days, too many children in Gaza have lived with fear and desperation. Water taps have run dry and raw sewage is running in the streets, while health workers try to save lives with little electricity and insufficient medicines. At least 245 children have been killed since the conflict began.

“For 23 days, children in Israel have lived with the threat of indiscriminate attacks targeting their homes and neighborhoods.

“What hope is there for these children – and their societies – if adults no longer live up to their responsibility to protect them? What are these children learning about how to behave when they are adults?

“For the sake of children, all sides to this conflict must come to their senses, permit humanitarian workers to aid those in need, and agree to end these attacks. Now, before more innocent lives are lost – including the most innocent of all, the very young.” >>>

 


IDF Says It May’ve Fired on UN School in Retaliation for Hamas Rocket Fire There - Richard Silverstein - Israel’s Channel 10 news interviewed IDF spokesperson Moti Almoz and asked him to respond to charges by UNWRA’s Chris Gunness and Israel’s attack on yet another UN school, which killed 10 Gazans was a “criminal act.”

In the past, the IDF has claimed that such attacks were caused by errant Hamas rockets. In another instance it apologized and said the firing by the IDF was an accident. But now they’re trying a new, more aggressive tack, which strikes me as more dangerous than prior ones. Almoz in this interview says that Hamas is making attempts to fire rockets “only” from UN facilities ( a statement which is a lie on its face). He claims that this is a deliberate attempt by Hamas to exploit the status of such institutions as neutral so that the IDF will not strike them. He adds that the IDF has continually reiterated its demand that Hamas stop engaging in such activity. >>>

Lüner Arzt kurz vor Abreise zu Hilfseinsatz in Gaza - Er setzt sein Leben für andere aufs Spiel: Der Lüner Neurochirurg Dr. Samir Kazkaz reist am Mittwoch nach Jerusalem und möchte die Grenze zum Gaza-Streifen passieren, um den Menschen dort zu helfen. Dafür erhielt er jetzt eine Spende in Höhe von 4332 Euro. - Seit 1998 verbringt der Lüner Neurochirurg Dr. Samir Kazkaz seine arbeitsfreie Zeit in Krisengebieten, um dort Schwerverletzte und Kranke zu behandeln und in Krankenhäusern zu operieren.

Am Mittwoch will er als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Hammer Forum" über Israel in den Gaza-Streifen einreisen, um den Menschen dort zu helfen.

Unerwartete Spende erhalten

Am Samstag, 2. August, erhielt Kazkaz nun eine Spende, mit der er nicht gerechnet hatte: Die Lünerinnen Selma und Semiye überreichten dem Mediziner im St.-Marien-Hospital eine Spende in Höhe von 4332 Euro. Zudem übergaben sie ihm zahlreiche Medikamente. >>>

Bruch im Rat der Religionen - Hanning Voigts - Die Jüdische Gemeinde verlässt den Frankfurter Rat der Religionen wegen Äußerungen zum Nahostkonflikt. Der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen hatte das militärischen Vorgehen Israels im Gazastreifen auf seiner Facebook-Seite scharf angegriffen. >>>
 

„Schauderhafte Schockwellen von Antisemitismus“ - Der Zentralrat der Juden wirft muslimischen Verbänden vor, sie täten zu wenig gegen Antisemitismus. Präsident Dieter Graumann spricht im Interview über Nazi-Parolen auf deutschen Straßen und verspieltes Vertrauen. >>>
 

Kurzkommentar - E. Arendt - Schande über Graumann, was hat er über das wohl noch dramatischere Morden in Gaza gesagt? Sie decken all die Verbrechen und wundern sich dann, dass man sie dann auch dafür haftbar macht. Es gibt den Paragraphen der Verschweigung einer Straftat....

 


Antisemitismus und Islamophobie - "Auch die seriösen Medien haben Grund zur Selbstkritik" - Kai Hafez im Gespräch mit Brigitte Baetz - In Deutschland wird über Antisemitismus diskutiert, aber auch über Islamophobie. Der Gaza-Krieg hat in Öffentlichkeit und Medien verstörende Töne lauter werden lassen. Kai Hafez, Kommunikationswissenschaftler in Erfurt, sagte im DLF, dass auch seriöse Medien in dieser Debatte Nachholbedarf haben.

Brigitte Baetz: Nicolaus Fest, der stellvertretende Chefredakteur der "Bild am Sonntag" verstörte am letzten Wochenende mit einem Kommentar, in dem er den Islam als Integrationshindernis bezeichnete. Am Tag zuvor hatte die Bild-Zeitung eine große Kampagne gegen Antisemitismus in Deutschland initiiert. Herr Professor Hafez, ist das symptomatisch für die Berichterstattung in Deutschland, dass es bezüglich Islam und Israel immer nur pro oder contra gibt?

Kai Hafez: Also wir sind im Moment so in Zeiten verbreiteter Kriege im Nahen Osten, im Irak und Palästina, und das ist schon auffällig, dass über die Jahre gerade in solchen Zeiten immer wieder so kulturbedingte Debatten bei uns geführt werden. Der Islam gilt dann plötzlich als böse, die Zeitschrift "Cicero" titelt entsprechend und stellt diese Frage, "ist der Islam böse", obwohl wir eigentlich wissen müssten, dass im Arabischen Frühling Muslime auch für mehr als Terror, sondern auch für Demokratie und positive Werte unterwegs waren. >>>

Feindbild Parteilinke - »Antisemitismusstreit« in der Linkspartei vor Neuauflage. »Reformer« nutzen Sommerloch für Angriffe auf linken Flügel - Dirk Bredow - Stein des Anstoßes: Demonstration gegen die Bombardierung - Das Gros der gegen die Linkspartei gerichteten Kampagnen und Diffamierungen stammt aus ihr selbst. Exponenten des sogenannten Reformerflügels arbeiten dabei sogar mit ausgesprochenen Linken-Gegnern aus der bürgerlichen Medienlandschaft zusammen und geben Parteiinterna weiter, die sodann öffentlich ausgeschlachtet werden. Fernziel der »Reformkräfte« ist eine Bundesregierung mit SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Folge der nächsten Bundestagswahl 2017. Hemmnisse für ein solches Regierungsbündnis wollen sie soweit als möglich aus dem Weg räumen. Vor allem Landesverbände, die sich politisch mehrheitlich auf dem linken Flügel der Partei verorten – wie etwa der nordrhein-westfälische – gelten den Strategen in der Parteizentrale, dem Berliner Karl-Liebknecht-Haus als Störfaktor.

In den letzten zwei Wochen inszenierten Spitzenpolitiker der Linkspartei, wie etwa Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn, der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold oder auch der Fraktionschef im Landtag von Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, mit Hilfe der Presse und sogenannter sozialer Netzwerke im Internet eine Neuauflage des »Antisemitismusstreits«. >>>

Israels Unrecht auf geraubtem Land - Rolf Verleger - Seit 2005 ist Gaza ein großes Gefängnis; Israel hat es verriegelt, Ägypten bewacht den Hinterausgang. Israel erlaubt Ein- und Ausfuhren nur insoweit, dass niemand verhungert. Boote dürfen nur bis drei Meilen vor die Küste fahren, den EU-finanzierten Flughafen hat Israel zerbombt. Das hat die bescheidene Industrie und Landwirtschaft ruiniert. Womit sollen sich also die Einwohner beschäftigen? Ist es so erstaunlich, dass sie Tunnel bauen, um die Gefängnismauern zu durchlöchern? Ist es so erstaunlich, dass sie versuchen, ihren Gefängniswärtern zu schaden?

Das geschieht auf dem Hintergrund, dass die meisten Bewohner des Gazastreifens Nachkommen von Vertriebenen sind: Leute, die von ihren Häusern in Jaffa seit 1948 nur noch den Schlüssel haben, Menschen aus Aschkalon, die noch in den 50er Jahren eingesammelt und per Lastwagen nach Gaza deportiert wurden.

Als Weltbürger im schicken Tel Aviv würde man gerne in Frieden leben, aber die Universität ist auf den Trümmern eines vertriebenen Dorfs errichtet und die schönen arabischen Häuser in Jaffa wurden mit Gewalt ihren Vorbesitzern weggenommen. Hat Israel je ernsthaft versucht, die Palästinenser um Verzeihung zu bitten? >>>

Israeli official calls for concentration camps in Gaza and 'the conquest of the entire Gaza Strip, and annihilation of all fighting forces and their supporters' - Moshe Feiglin is Deputy Speaker of the Israeli Knesset He posted the message on his Facebook page at the weekendPlan includes shipping the people living in Gaza across the world IDF would 'exterminate nests of resistance' as part of his plan The Gaza war has left more than 1,800 Palestinians dead - Jill Reilly - An Israeli official has called for concentration camps in Gaza and ‘the conquest of the entire Gaza Strip, and annihilation of all fighting forces and their supporters’.

Moshe Feiglin, Deputy Speaker of the Israeli Knesset and member of Prime Minister Benjamin Netanyahu’s ruling Likud Party, posted the inflammatory message on his Facebook page at the weekend. He lays out a detailed plan for the destruction of Gaza - which includes shipping its residents across the world - in a letter he addressed to the Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu. >>>

Dispatch from Gaza: In Al Shifa, doctors can't keep up with the wounded -  Samer Badawi - In Cast Lead, some 5,300 Palestinians were injured. This time around, the number is almost twice that – with no end in sight.

Hebron-born oncologist Haitham Al Amleh had never seen Gaza. Like most Palestinians from the West Bank, he had been barred from traveling here by an Israeli-imposed permit system that has made movement the West Bank and this teeming strip all-but-impossible for Palestinians.

On Friday, 30-year-old Al Amleh entered Gaza for the first time with a delegation of 30 West Bank and Jerusalem-based doctors. Denied entry via the Israeli-controlled Erez crossing, they travelled to Egypt and entered through Rafah, where they had to wait out several hours of Israeli airstrikes which also stranded dozens of Palestinian families attempting to exit the strip.

“When we arrived to Al Shifa, there was only one oncologist tending to all the cancer cases,” says Al Amleh, whose delegation is hunkered down at the facility along with other staff, long-term patients, and hundreds of displaced residents from Gaza’s eastern border with Israel. >>>

NSA mit israelischen Geheimdiensten - Thomas Pany - Die USA seien "Schlüsselakteur bei jedem israelischen Angriff", behauptet Glenn Greenwald aufgrund von Dokumenten, die Snowden übermittelt hat

Die NSA arbeitet mit der israelischen Geheimdiensteinheit ISNU (Israeli SIGINT National Unit) eng auf technischer und analytischer Basis zusammen, man teilt Informationen über Zugänge, abgefangenes Material, Ziele, Analysen, Rohdaten, Metadaten und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Kommunikationsinhalte. Die ist einem von Snowden übermitteltem Dokument zu entnehmen, das Glenn Greenwald veröffentlicht. In seinem dazu gehörigen Artikel bei Intercept wirft er den USA vor, dass sie - anders als vielfach dargestellt oder behauptet - keine "Zuschauerrolle" im Krieg der Regierung Netanjahu einnimmt, sondern ein "Schlüsselakteur bei jedem Angriff" ist. >>>

Interview mit Gilbert Achcar  - "Eine Offensive gegen die palästinensische Versöhung" - Denis Sieffert und Magaux Wartelle/Politis - Anstatt die Hamas zu schwächen, stärkt die israelische Offensive ihre Verbindung mit der palästinensischen Bevölkerung und kann in der Diaspora zu einem Aufstieg des Dschihadismus führen.

In welcher politischen Lage befand sich die Hamas vor der israelischen Offensive?
Gilbert Achcar: Hamas befand sich in einer günstigen Position. Das drückte sich in der Versöhnung mit der palästinensischen Autorität aus und in der Anerkennung der Einheitsregierung, auch wenn es in Letzterer absolut keine Gleichstellung gibt. Hamas ist dort nicht wirklich vertreten, und die angenommenen Positionen sind nach denen von Mahud Abbas ausgerichtet. Der Grund war die prekäre Situation der Bewegung, insbesondere nach den Ereignissen in Ägypten. Seit dem Sturz von Mohamed Mursi ist die bestehende neue Militärmacht feindselig gegenüber Hamas wegen ihrer Verbindung zu den Muslimbrüdern, die noch schlimmer unterdrückt werden als unter Mubarak.

Hat dazu nicht auch die Haltung der Hamas beigetragen, die mit der Rebellion in Syrien in einem Maß sympathisierte, dass sie sich in einer Oppostion zu Iran befunden hat, der für sie ein wichtiger finanzieller Unterstützer ist?
Das syrische Regime bedeutet für Hamas nicht so viel, Iran ist für Hamas wichtiger. Es hat eine klare Abkühlung gegeben, aber Hamas bemüht sich um eine Versöhnung. Andererseits ist die Finanzfrage der Grund, weswegen sie den Vertrag mit Ramallah gemacht haben. Dabei muss es um die Zahlung der Gehälter an die Funktionäre in Gaza gegangen sein. Israel hat das alles blockiert und hat von Anfang an gezeigt, dass vehement dagegen gezeigt. Die israelische Offensive hat daher absolut nichts mit einer Radikalisierung der Palästinenser oder der Hamas zu tun. Im Gegenteil, sie ist eine Offensive gegen die von der Hamas gemachten Konzessionen und gegen Versöhnung der Palästinenser.

Man hatte tatsächlich den Eindruck, dass Netanyahu den Mord an den drei jüdischen Jugendlichen am 2. Juli (für seine Zwecke, Ü.) benützt hat...
Die Regierung von Netanyahu hat diese Gelegenheit benutzt, um Hamas für schuldig zu erklären, ohne auch nur den geringsten Beweis dafür zu haben. Er wollte einen großen Teil der Militanten, die er im Austausch gegen Gilad Shalit freigelassen hatte, wieder festnehmen.

Festigt die israelische Offensive nicht, wie es schon oft der Fall war, Verbindungen zwischen Hamas und der Bevölkerung von Gaza?
Es hatte sich viel Groll gegen die Hamas angestaut, was man sehr gut verstehen kann.  Die Leute haben ihr Unglück und ihr Elend der Präsenz der Hamas zugeschrieben,  vor allem nach dem Regierungswechsel in Ägypten. Für die Menschen in Gaza ist Ägypten sehr wichtig. Und zu wissen, dass die, die sie regieren, für die Regierung von Kairo die Bösen sind, ist alles andere als einfach. Dagegen sehen die Gazauis auch sehr klar, dass die israelische Offensive genau in dem Moment stattgefunden hat, in dem die Hamas die Wendung genommen hat, die alle gewünscht haben. Das heißt, die Versöhnung und der Richtungswechsel auf eine moderatere Linie, um aus der Strangulierung heraus zu kommen, unter der sie seit so langer Zeit leiden.

Bestimmte Medien neigen dazu, Hamas und den nebulösen Islamismus zu vermischen. Wäre es nicht wichtig daran zu erinnern, dass diese Bewegung, trotz ihres konservativen und reaktionären Charakters auch reelle Wurzeln in der jüngsten palästinensischen Geschichte hat?
Ja, das sind zwei verschiedene Dinge wie zum Beispiel die Muslimbrüder in Ägypten und Al-Qaida oder der Islamische Staat. Es gibt eine klare Unterscheidung zwischen Massenbewegungen mit einer wesentlich politischen Strategie und Organisationen, die auf Gewalt basieren und nicht zögern zu Terrorismus zu greifen.

Hamas wird von vielen Medien als ein Fremdkörper in der palästinensischen Zivilgesellschaft dargestellt. Sie ist aber ganz aus ihr heraus entstanden..
Wie alle Massenorganisationen rekrutiert Hamas einerseits dank seiner Ideologie und andererseits und zum großen Teil dank der sozialen Dienste, die sie zur Verfügung stellt. Dann rekrutiert sie wie jede politische Opposition auf Grund der Unzufriedenheit, gegen den Feind und gegen Rivalen, die noch nicht derselben Überzeugung sind, wie im Fall der PLO. Hamas entstand mit der ersten Intifada, 1987, auf dem Hintergrund des Mißkredits, in den die PLO geraten war, aus dem Libanon vertrieben und mit Jordanien wieder versöhnt... Das Scheitern von Oslo, klar zu erkennen ab Mitte der 90er Jahre, und die daraus erwachsene Frustration haben dann gleichermaßen zu seiner Einwurzelung beigetragen. In gleicher Weise hat der Vertrauensverlust von Mahmud Abbas, der in der Kapitulation sehr weit gegangen ist, und die Tatasache, dass er trotz allem von Israel demütigend behandelt wird, die Hamas begünstigt.

Besteht nicht das Risiko des Auftauchens oder sogar der Ausbreitung von nebulösen Dschihadisten, die weniger um das Schicksal der Palästinenser besorgt sind, und die sich mit einer Bewegung wie dem Islamischen Staat zusammen tun könnten?
Ja, das existiert, aber nicht speziell in den palästinensischen Gebieten. Ein Terrornetz kann sich dort nicht installieren, nicht in Gaza und nicht in der Westbank. Zwischen den lokalen Autoritäten und der israelischen Besatzung sind wirklich keine unendlichen Räume. Allerdings hat dieser Typ von Bewegung bei den Palästinensern in der Diaspora, die in den Flüchtlingslagern leben, Anziehungskraft. Palästinenser von Syrien und von Jordanien konnten sich mit dem Islamischen Staat zusammen tun. Israel ist ein radikalisierender Faktor. Seine Regierung scheint als Devise zu haben: "Hinter uns die Sintflut."

Sie sorgen sich nicht darum auf lange Sicht hin zu arbeiten, nicht einmal für die Zukunft der eigenen Kinder. Sie häufen Spannungen an, und mit der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen ist die Möglichkeit einer Katastrophe, wie man sie noch nicht gesehen hat, sehr erhöht. Sie säen einen Sturm, der für die ganze Welt schrecklich werden kann.  Übersetzung aus dem Spanischen: K. Nebauer

Jürgen Todenhöfer - So  - MEINE 6 WICHTIGSTEN PUNKTE ZU GAZA

1. Das Existenzrecht Israels beinhaltet nicht das Recht, die Existenz der Palästinenser zu vernichten....

2. Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung, aber nicht auf Bombardierungs-Orgien. Unverhältnismäßige und maßlose Angriffe sind keine Verteidigung, sondern Kriegsverbrechen.

3. Es ist kein Antisemitismus, wenn man israelische Kriegsverbrechen auch Kriegsverbrechen nennt.

4. Auch die Palästinenser haben ein Recht auf Selbstverteidigung. Gegen ihre Einsperrung ins größte Freiluft-Gefängnis der Welt. Und gegen den Landraub durch israelische Siedler im Westjordanland. Wenn auch nicht mit 'Raketen', die Unschuldige gefährden.

5. Ich bin für Sanktionen gegen Israel. Bis es seine gnadenlose Besatzung aufgibt und einen gleichberechtigten Palästinenserstaat zulässt. Gegen jedes andere Land der Welt, das die Menschenrechte derart verletzt, wären längst Sanktionen verhängt worden.

6. Mein Traum: Ein Friedensmarsch der 1.8 Mio Gefangenen von Gaza zum israelischen Grenzübergang Erez. Und der übrigen 2.65 Mio Palästinenser zum Felsendom in Jerusalem. Im Stile eines Martin Luther King oder Mahatma Gandhi. Mit tausenden Transparenten und einem millionenfachen Schrei: FREIHEIT FÜR PALÄSTINA! Liebe Freunde, in diesen Tagen fühle ich mich als Palästinenser. Euer JT

Stein empfiehlt Ende der Blockade - Shimon Stein im Gespräch mit Jasper Barenberg - Nach der Zerstörung der Tunnel sei Netanjahus Mission erfolgreich beendet, sagte Shimon Stein, Ex-Botschafter Israels in Deutschland, im DLF. Stein sprach sich dafür aus, die wirtschaftliche Blockade des Gazastreifens aufzugeben. Um einen Wendepunkt im Konflikt herbeizuführen, müsse sich jedoch die Staatengemeinschaft einmischen. Die Konfliktparteien könnten es alleine nicht schaffen, zu einer Lösung zu kommen, betonte Stein im Interview mit dem Deutschlandfunk. Der Krieg sei erst zu Ende, wenn das Ziel des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu erreicht sei, für "lange Zeit Ruhe und Sicherheit" zu erlangen. Ein Ende der Verhandlungen der Konfliktparteien sei jedoch noch nicht abzusehen. Zwei wichtige Säulen jeder zukünftigen Abmachung zwischen Israel und den Palästinensern seien die Entmilitarisierung des Gazastreifens und der Wiederaufbau, sagte Stein. Trotz anfänglicher Bedenken Netanjahus solle Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas weiter ein Partner für Israel bleiben. >>>

A brief respite in Gaza - Allison Deger - Over the past three and a half weeks Israel’s Operation Protective Edge has sunk Gaza into a besieged land corridor of misery. The civilian casualties have exceeded 1,800, and over 500,000–a quarter of Gaza’s population–are displaced. Although overpowering, the devastation does have brief breaks. During ceasefire hours a semblance of normal life returns.

When I had a chance to visit Gaza, an internationally-lauded lull in fire was underway on July 25 and 26, and I visited a park honoring unknown fallen soldiers in Gaza City that brimmed with the newly homeless and the dislocated enjoying a brief respite. They fled from Shuja’iyeh–the first town blanketed in leaflets from the Israeli army ordering Palestinians to vacate for a ground incursion–and Beit Hanoun, an equally dilapidated community near the Erez Crossing. >>>

Genocide is NOT permissible - Yusuf Kanli - An article titled “When Genocide is Permissible,” written by Yochanan Gordon, published Sunday, Aug. 3, in the Times of Israel and posted on the paper’s website, as well as at 5TJT.com (The Five Towns Jewish Times) became a very hot issue immediately and moments later was withdrawn from both websites. The article reflected what most of us feared: A Jewish ultra-nationalist obsession to eradicate all Palestinians discriminately with a genocidal approach, very much like the Holocaust Jews were subjected to by Nazi Germany.

It is wrong, of course, to try to draw parallels between the 1940s and today, nor is appropriate to try to make a comparison between the Holocaust and the mass massacre of Palestinians by the murder machine that is the Israeli state. Yet, if a state killed almost 2,000 people, mostly civilians – small children, women and the elderly – be it in the 1940s or in 2014 and be it Turkey, Israel or Germany, it is an act of state terrorism. >>>

Offener Brief Kulturschaffender in Deutschland zum Krieg in Gaza

1. August 2014

An die Mitglieder des Deutschen Bundestages
An die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments
An die deutsche Bundesregierung

Seit dem Beginn des jüngsten  Angriffs der israelischen Armee auf den Gazastreifen am 8. Juli 2014 wurden bis heute -  1. August 2014 – 1437 PalästinenserInnen getötet und 8265 zum Teil schwer verletzt. Die große Mehrheit der Opfer der israelischen Offensive sind Zivilisten, viele darunter Frauen und Kinder.

Christopher Gunness, Sprecher der UNRWA verurteilt die Angriffe der israelischen Armee auf die palästinensische Zivilbevölkerung als Verstoß gegen internationales Recht.

In der gezielten Bombardierung von Krankenhäusern, Krankenwagen, Spielplätzen und von durch die UN als Schutzräume für Zivilisten ausgewiesenen Gebäuden durch eine  Armee, die nach eigenem Bekunden über modernste Präzisionswaffen verfügt, vermögen wir nichts anderes als schwerste Kriegsverbrechen zu sehen.

In Gaza leben die 1,8 Millionen BewohnerInnen seit dem über das Gebiet verhängten Embargo, also seit 2006, dicht gedrängt im größten Freiluftgefängnis der Welt und in Abhängigkeit von der Versorgung durch die UN und Hilfsorganisationen sowie den Entscheidungen Israels, lebensnotwendige Güter passieren zu lassen – ein untragbarer, ein menschenunwürdiger Zustand.

Die Abriegelung durch Mauern und Grenzbefestigungen bringt es mit sich, dass die eingeschlossene Zivilbevölkerung und ihre lebensnotwendige Infrastruktur den Angriffen der israelischen Armee schutzlos ausgeliefert sind. Das betrifft gerade jetzt besonders die medizinische Versorgung, die weitgehend zusammengebrochen ist, während Tausende mit schwersten Verletzungen versorgt werden müssen. Wir können nicht erkennen, dass die elementaren Rechte und der Schutz der PalästinenserInnen vor massiven bewaffneten Angriffen weniger wichtig sind als der Schutz der israelischen Zivilbevölkerung.

Wenn die israelische Armee zum wiederholten Male in einer Großoffensive die Bevölkerung Gazas angreift und dabei für den Tod und unendliches Elend tausender Menschen die Hauptverantwortung trägt, so geschieht dies auch mithilfe deutscher Waffen und im Rahmen einer engen deutsch-israelischen militärischen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit.

Als Kulturschaffende in Deutschland können wir dazu nicht schweigen. Wir fordern Sie, deutsche  AmtsträgerInnen und ParlamentarierInnen, dringend dazu auf, sich für die elementaren Rechte und den Schutz auch der palästinensischen Bevölkerung einzusetzen

Wir fordern, dass Sie Ihren - dank der engen Kooperation mit Israel - bedeutenden Einfluss geltend machen und Ihrer Verantwortung nachkommen. Wirken Sie auf die israelischen EntscheidungsträgerInnen ein im Sinne:

eines sofortigen Rückzugs der israelischen Armee aus Gaza
der Aufhebung der Blockade des Gazastreifens
der Öffnung der Grenzübergänge Gazas für Waren, Hilfsgüter und Menschen

Der Brief ist unterzeichnet von Kulturschaffenden in Deutschland: SchriftstellerInnen, FilmemacherInnen, MusikerInnen, TheatermacherInnen, TänzerInnen, SchauspielerInnen, JournalistInnen und AkademikerInnen.
Zum unterschreiben und zur Liste der Unterzeichnenden:
http://www.gazaopenletter.de/

Prof. Rolf Verleger: Nächstenliebe ist nicht Judenhass

Israels maßloser Versuch, die Hamas als Vertretung Palästinas ein für allemal zu liquidieren, treibt in Deutschland einen schon lange schwärenden Widerspruch auf die Spitze: Sympathie für Menschenrechte oder für Israel? Unsere Politiker reagieren schablonenhaft und die jüdische Gemeinschaft wirkt ratlos; gemeinsam rufen sie „Hilfe, Antisemitismus!“.

Der Begriff „Antisemitismus“ sollte im 19. Jahrhundert dem Hass gegen Juden einen wissenschaftlichen Anstrich geben und betonte die Unvereinbarkeit von edler „germanischer“ und niederer „semitischer“ Rasse. Dieser Rassenwahn, dem viele aus meiner Familie und fast das ganze europäische Judentum zum Opfer fielen, ist mit Hitler gestorben. Wenn heute der Begriff „Antisemitismus“ verwendet wird, ist er daher ungenau, und er vernebelt mehr als er erklärt.

Es gibt weiter Hass gegen Juden wie es überhaupt Hass gegen Andere gibt und wohl immer geben wird. Die einflussreichste Ideologie für Judenhass lancierte vor über hundert Jahren das Zarenreich: die jüdische „Weltverschwörung“. Dies ist eine Halbwahrheit (und daher wohl unausrottbar) denn selbstverständlich gibt es neben armen und einflusslosen Juden auch reiche und mächtige.

In der Psychotherapie unterscheidet man zwischen eingebildeten und realen Ängsten. Natürlich ist die Abgrenzung immer subjektiv. Aber wenn in unserem wohlhabenden und lange von Krieg verschonten Land sich Menschen von jüdischer Weltverschwörung bedroht fühlen, erscheint das unangemessen. Jedoch bei Menschen, deren Familien vor 67 Jahren enteignet und vertrieben wurden und die bis heute in Lagern, als Bürger zweiter Klasse in Israel, als ungern Geduldete in Jerusalem, als Ghettoisierte in der Westbank und als hilflos Gefangene in Gasa leben, erscheint Hass gegen Israel äußerst verständlich. Europa, dessen Judenhass zur Gründung Israels in Arabien führte, bekommt nun durch Israels Starrsinn diesen Hass zurückimportiert.

Diesen verständlichen Hass wird man nicht durch „Antisemitismus“-Rufe zum Verschwinden bringen, sondern indem man seine Ursachen angeht. Da Israel nicht freiwillig Kompromisse sucht, muss es durch Sanktionen dazu bewegt werden. Deutsche Politiker sollten das an führender Stelle in der EU tun, denn sonst setzen sie eine deutsche Tradition fort: Mitläufer, die gegen besseres Wissen nichts gegen Unrecht tun. Diejenigen Deutschen, die heute die palästinensische Position unterstützen (und laut Umfragen weniger Vorurteile gegen Juden haben als die Unterstützer Israels), setzen dagegen die Tradition der Menschlichkeit fort, die sich vor 75 Jahren im Widerstand gegen Unrecht zeigte. Entsprechend dieser Tradition sollten wir Juden Israel drängen, die Palästinenser für jahrzehntelang ihnen angetanes Unrecht um Verzeihung zu bitten.

Braunschweiger Zeitung, 4. August 2014

Israel's actions not reasonable - Mathex Crocott - OPINION: Israel's invasion of Gaza has entered its fourth week, with little sign of hostilities coming to an end. The number of Palestinian dead has reached an estimated 1700, of which about 80 per cent are civilians, innocent people, including many women and children, caught in a war from which they have no means of escape or shelter. Thanks to social media outlets such as Twitter, Gaza residents have been able to tell the world about what is happening to the Palestinians. One such Twitter user is Farah Gazan, a 16-year-old witnessing the third invasion of Gaza in her lifetime. On Friday she described "huge, random shelling from warships or tanks" and said her family were staying in one room and were unsure if they would be hit. Another tweeter, a doctor, is describing daily the scenes from the hospital where he works. On Friday he too reported shelling, saying Israel was ramping up its attacks ahead of a planned ceasefire that day. Thanks to first-hand reports from people such as Belal and Farah, people on the other side of the world can fathom what is happening in Gaza. >>>

4. 8. 2014

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Israels Massaker im Gaza-Streifen und eine "Antisemitismus"-Debatte - Dr. Ludwig Watzal -  Auf Livestream kann mit verfolgt werden, wie eine Besatzungsarmee Amok läuft und Tod, Zerstörung und Verderben über ein wehrloses Volk bringt. Das israelische Besatzungsregime veranstaltet im besetzten palästinensischen Gaza-Streifen ein Massaker an der Zivilbevölkerung, welches das Massaker von 2008/09 in den Schatten stellt. Die Opferzahlen liegen heute schon bei über 1 840 Toten Palästinensern, 80 Prozent Zivilisten. über 9 000 Schwerverletzte sind zu versorgen, und ganze Stadtteile werden dem Erdboden gleich gemacht. 500 000 Menschen hat man ihre Bleibe zerbombt, und sie sind auf der Flucht in dem Getto-ähnlichen "Freiluftgefängnis". Bisher verloren 63 israelische Besatzungssoldaten ihr Leben. Für jeden rechtsstaatlich-denkenden Menschen ist klar, dass die Mitglieder des so genannten israelischen Sicherheitskabinetts, die diese Entscheidungen getroffen haben, vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gehören.

Die westlichen politischen Eliten und deren mediale Verlautbarungsorgane sind bei israelischen Kriegsverbrechen immer gerne bereit, einen Nebenkriegsschauplatz namens "Antisemitismus" zu eröffnen, um von Israels kolossalen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen abzulenken. In Deutschland läuft seit dem Amoklauf der "moralischsten Armee der Welt"! (Ehud Barak) eine "Antisemitismus"-Debatte, die nur als unterirdisch bezeichnet werden kann. Darüber hinaus finden Demonstrationen und Kundgebungen der zionistischen Lobby gegen "Antisemitismus und Antizionismus" statt, die vom tatsächlichen Täter ablenken und die Schuld den gettoisierten Opfern zuschieben sollen.

Diese Lobbyisten fordern von den Deutschen Solidarität mit einem Staat, der seit 47 Jahren ein anderes Volk kolonisiert, dessen Land raubt, UN-Schulen, Krankenhäuser, Gesundheitszentren, Krankentransporter, Wasserentsalzungs- und Kläranlagen, Kraftwerke und die Infrastruktur in seine Einzelteile zerlegt sowie zum wiederholten Male ein Massaker an der Zivilbevölkerung anrichtet. Angeblich sollen die Deutschen jenes Land unterstützen, "das stellvertretend für die freie Welt deren Werte gegen den barbarischen Terror verteidigt". Diese Armee verteidigt keine "westlichen Werte"; sie zerbombt sie. >>>

Stiller Palästina-Aufschrei von Ärzten, Pharmazeutiker und Medizinstudenten in Dortmund - 2. 8. 2014


Am 02.08.2014 bin ich als Hagener Bürger lediglich mit dem primären Ziel einkaufen zu wollen nach Dortmund gefahren. Als ich dann aber gegenüber vom Bahnhof die vielen weißen Kittelträger sah, dachte ich mir, dass es bei dieser friedlichen Demonstration um was wichtiges geht. (...) 

Als ich mich näherte stellte ich fest, dass wie Sie es in den weiteren verlinkungen nachlesen können, es um die Lage in Palästina geht. Dass es u.a. kein Strom für die Krankenhäuser gibt und die Geräte aus einem Krankenhausmuseum stammen könnten, wie auch, dass neben medizinischen Personal ebenso Kinder umgebracht werden und wie es für Kriegsverbrechen üblich ist auch solche humanitären Einrichtungen bombadiert werden. (...)  Es ging bzw. geht jedenfalls genau genommem darum was im Alltag der Ärzte jeden Tag für unermessliches Leid es zu sehen gibt, wofür man trotz der deutlichen Deutschen Sprache gewiss dennoch kaum die Worte für findet. um alles genau so wie man es fühlt, zu beschreiben. Es war für mich schwierig Nahaufnahmen von den hochgehaltenen grausamen Bildern zu machen, weil es mir emotional so sehr nah ging. Aber wenn das mir schon als normaler Bürger zu nah ging, wie wird es dann erst für die Ärzte sein, die nicht nur die Bilder als Abbild der Realität sehen, sondern eben wirklich wissen was das heißt,
was alles von einem norwegischen Arzt  geschrieben steht?

Nahost-Konflikt - Flüchtlinge in Gaza: „Wir leben wie Tiere“ -  Flüchtlinge in Gaza kennen keinen Ausweg: Die Grenzen sind versperrt, ihre Häuser zerstört, selbst UN-Schulen bieten keinen sicheren Schutz. Die Erwachsenen verzweifeln, die Kinder träumen vom Tod.

Mohammed kann an nichts anderes denken als an den Tod. Wenn er träumt, sieht er sich selbst im Sterben liegen. Am Tag wartet er, dass es bald soweit ist. Mohammed al-Hilu ist neun Jahre alt. Er lebt in Gaza, jenem Landstrich, der seit rund vier Wochen von israelischen Streitkräften bombardiert wird. Der Tod hat Verwandte von Mohammed genommen, Freunde, Nachbarn. Warum sollte er nicht auch zu ihm kommen? Also wartet Mohammed.

Mit seiner Familie lebt der Bub in einer Schule des UN-Hilfswerkes für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) im Westen der Stadt Gaza. Tagsüber spielen Kinder im Hof, Männer rauchen im Schatten der Bäume. Kinderlachen mischt sich mit den besorgten Gesprächen der Erwachsenen. In der Nacht dagegen ist es still. Dann liegen sie auf ihren Matratzen in den Klassenzimmern und hoffen, dass der Raketenhagel vorüberzieht.

Rund 250 000 Menschen suchen derzeit Schutz in UNRWA-Einrichtungen. Die Gesamtzahl der Binnenflüchtlinge ist weit höher. Etwa ein Viertel der rund 1,8 Millionen im Gazastreifen lebenden Palästinenser wurde nach UN-Schätzungen in die Flucht getrieben >>>

"Das Gebiet wird zum Friedhof" - Jean Asselborn im Gespräch mit Friedbert Meurer - Jean Asselborn ist seit 2004 luxemburgischer Außenminister. - Scharfe Kritik am Vorgehen Israels im Gazastreifen äußerte der luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn im Interview mit dem Deutschlandfunk. Die wiederholten Bombardierungen von Schulen der Vereinten Nationen nannte Asselborn ein Verbrechen: "Ich finde kein anderes Wort dafür." >>>

VIDEO - UN voices outrage over Gaza school strike - Israel confirms firing on a target near UNRWA school, which left at least 10 people dead.
The UN expressed outrage after another deadly Israeli strike on one of its schools in the southern city of Rafah killed at least 10 people, in the third such incident within 10 days. UN Secretary General Ban Ki-moon strongly condemned Sunday's shelling, calling it "a moral outrage and a criminal act." "This madness must stop," he said. Israel's military confirmed it fired on a target near the UN school drawing a chorus of condemnation. "The IDF (army) targeted three PIJ (Islamic Jihad) terrorists on board a motorcycle in the vicinity of an UNRWA school in Rafah," an army statement said on Sunday, referring to the UN agency for Palestinian refugees. >>>

ZAPP- Zensierte Bilder - Die Propagandaschlacht im Gaza-Krieg

Prof. Dr. ROLF VERLEGER, Schloss Bellevue, Berlin, am 30.07.2014


Rede von Prof. Dr. ROLF VERLEGER am 30. Juli 2014 in Berlin für die Kundgebung "Keine Deutsche Waffen ins heilige Land" veranstaltet durch die Deutsche Arabische Gesellschaft vor dem Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten, Schloss Bellevue. Prof. Dr. Rolf Verleger ist Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost und ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland.

»Die Welt vereint für Palästina« - Demonstration gegen Israels Krieg in Gaza. Venezuela nimmt betroffene Kinder auf - In zahlreichen Ländern der Erde sind auch an diesem Wochenende Zehntausende Menschen gegen den Krieg Israels im Gazastreifen auf die Straße gegangen. In Ostjerusalem kam es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen arabischen Demonstranten und der israelischen Polizei. Dabei wurden am Freitag abend zwei Menschen erschossen. In Ramallah, dem palästinensischen Regierungsitz im Westjordanland, demonstrierten Menschen mit den Nationalflaggen der Länder, die sich mit den Menschen in Gaza solidarisiert haben. Vor allem die Banner südamerikanischer Länder waren zu sehen. Redner hoben hervor, daß etwa Bolivien in der vergangenen Woche Israel offiziell zu einem »terroristischen Staat« erklärte.

Venezuela will praktische Solidarität mit den Opfern der israelischen Angriffe üben. Präsident Nicolás Maduro kündigte in der vergangenen Woche an, Kinder aus dem Gazastreifen aufnehmen zu wollen, die durch die Bombenattacken ihre Eltern verloren haben oder selbst >>>

Erneut Angriff auf Schule - Zehn Tote bei erneutem Beschuß von UN-Schule im Gazastreifen durch Israel. Zahl der getöteten Palästinenser steigt auf mehr als 1750 - Karin Leukefeld - Die israelische Armee hat den 23jährigen Leutnant Hadar Goldin für tot erklärt. Er gehörte zu einem Trupp, der am Freitag morgen eine Tunnelanlage in Rafah an der palästinensisch-ägyptischen Grenze zerstören sollte. Dabei waren die Soldaten von einem palästinensischen Kampfverband überrascht worden. Zwei Soldaten wurden offenbar direkt getötet, Goldin galt zunächst als vermißt. Der Vorfall hatte der israelischen Regierung dazu gedient, die vereinbarte Waffenruhe mit der Hamas für beendet zu erklären.

Justizministerin Tzipi Livni beschuldigte die Hamas, Goldin entführt zu haben. Vertreter der Organisation wiesen das zurück. Man habe den Kontakt zu einem Kampfverband verloren, der in dem Gebiet operierte, wo der Soldat vermißt werde, hieß es in einer Stellungnahme der Al-Qassam-Brigaden der Hamas. »Möglich, daß unsere Kämpfer und der Soldat getötet wurden.« Dennoch nahmen die israelischen Streitkräfte den Vorfall zum Anlaß, ihre Angriffe auf den Küstenstreifen wiederaufzunehmen. Allein bis Samstag morgen zerstörte die israelische Armee mehr als 200 Ziele. Besonders hart traf es Rafah. Hilfskräfte sagten, daß innerhalb von 24 Stunden 110 Menschen getötet wurden >>>

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann - Amt des Oberbürgermeisters  Römerberg 323  60311 Frankfurt/M. -  Palästina-Forum-Nahost Frankfurt/M.Aktionskreis Palästina Frankfurt/M. - Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost/Frankfurt/M.

Nicht in unserem Namen - Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Feldmann,

 angesichts der gegenwärtigen Situation im Gazastreifen und im Westjordanland betonen unsere Politiker Unisono das Recht Israels auf „Selbstverteidigung“. Sie, Herr Feldmann, erklären am 9.7.2014 im Namen der Frankfurter Bevölkerung „Solidarität mit Frankfurts Partnerstadt Tel Aviv“. Auch positionieren Sie sich einseitig, indem Sie als unser aller Oberbürgermeister an einer Pro-Israel- Kundgebung und Westjordanland betonen unsere Politiker unisono das teilnehmen, auf der der Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) das Existenz-recht Israels für die Hessen zu einer Herzenssache macht und Frankfurts Dezernent Uwe Becker (CDU) unter Auslassung jeder Redlichkeit als Vertreter der Stadt Frankfurt eine vollkommen verzerrte Darstellung des Konflikts verbreitet, wenn er sagt : „Seit der Gründung am 14. Mai 1948 wird Israel bedroht. Es muss sich wehren. Israel hat den Sinai und Gaza verlassen und jetzt eine zusätzliche Bedrohung geerntet.“ Wer war der Angreifer vom Suezkrieg 1956 bis zum 3. Gazaüberfall?

Auch erklären Sie, Herr Feldmann, im Namen der Frankfurter Bevölkerung: „In Anbetracht der augenblicklichen Zuspitzung der Situation im Nahen Osten und den Raketenangriffen auf Tel Aviv haben Oberbürgermeister Feldmann,  Bürgermeister Olaf Cunitz und Stadtkämmerer Uwe Becker am heutigen Mittwoch, 9. Juli, den Menschen in Frankfurts israelischer Partnerstadt die aufrichtige Solidarität der Frankfurter Bevölkerung zum Ausdruck gebracht.“ Dabei sind Ihnen die Hunderte Opfer israelischer Aggression keine einzige Zeile wert!

Auch wenn in Deutschland die Wahrheit auf den Kopf gestellt wird und „auch wenn die israelische Regierung es anders sieht: aus Sicht der UNO und des (internationalen) Völkerrechts hält Israel den Gazastreifen unter Besatzung. Damit ist das Land verpflichtet, so gut wie möglich für die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung dort zu sorgen.“ (so der Spiegel)

Diesen Pflichten ist der Staat Israel weder in den letzten beiden Wochen noch in den letzten Jahren in irgendeiner Weise nachgekommen. Im Gegenteil belagert Israel Gaza mit seiner Bevölkerung seit 2006 vom Wasser, aus der Luft und zu Land und hat es zum größten Freiluftgefängnis der Welt gemacht, zu einer Bevölkerung ohne Hoffnung und Perspektive.

Mit der jetzigen exzessiven Bombardierung des Gazastreifens und der Bodenoffensive verletzt Israel  nicht nur den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, sondern auch seine besonderen Schutzpflichten als Besatzungsmacht in eklatanter Weise. Als Politiker müssen Sie wissen, dass das Recht auf Selbstverteidigung mit der Überschreitung der Verhältnismäßigkeit der Mittel schon desavouiert ist.

 

Die Menschen in Gaza und Westjordanland wollen einen unabhängigen Staat in sicheren Grenzen, doch Israel als Besatzungsmacht weitet seine völkerrechtswidrige Besiedlung und Enteignung palästinensischen Landes mit staatlich-militärischer Gewalt immer noch weiter aus und verweigert der palästinensischen Bevölkerung ihre Rechte, Freiheit und Menschenwürde.

 

Für uns als BürgerInnen der Stadt Frankfurt gebietet es das Grundgesetz, für Recht und Gerechtig-keit einzutreten. Es entsetzt und empört uns, wie sich in der gegenwärtigen Situation Politiker unter interessegeleiteten Druck setzen lassen und einseitig Partei für den hier Völkerrecht und Menschenrechte missachtenden Staat Israel ergreifen.

 

Deshalb fordern wir angesichts der Tatsache, dass der Staat Israel seine Besatzung nicht beendet, die sofortige Suspendierung des „Israel-Tages“ - der ohne die Beteiligung der Frankfurter BürgerInnen zustande gekommen ist, die für Freiheit und Menschenwürde einstehen.

 

Wir, die Unterzeichnenden, wollen und können es nicht zulassen, dass in unserem Namen die Opfer zu Tätern und die Täter zu Opfern stilisiert werden und Israel als Besatzungsmacht weiter unterstützt wird.

 

Nicht in unserem Namen!

                         (Unterschrift)

 Bitte unterzeichnen und an das Amt des Oberbürgermeisters, Römerberg 23,  60311 Frankfurt/M. senden

Quelle

Zustimmungserklärung

 Mit dem Offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt/M., Peter Feldmann

 

„Nicht in unserem Namen“

stimme ich voll inhaltlich überein und bestätige das durch meine elektronische Unterschrift:

 ………………………………………………………….

            (Name)

 

……………………………………………………………

            (E-Mail-Adresse)

 

Frankfurt/M. , den  ………………………

Quelle

«Die Isis-Extremisten profitieren von der Eskalation in Gaza» - Interview Israel geht mit einer Grossoffensive gegen die Raketenangriffe der Hamas vor. Droht ein neuer Gaza-Krieg? Einschätzungen von Nahost-Experte Michael Lüders.Hat die Hamas nicht auch aus Rache Israel mit Raketen beschossen?

Aus der Sicht von Hamas musste sie reagieren auf das Vorgehen der israelischen Armee gegen eigene Anhänger und Sympathisanten im Westjordanland. Die Hamas beschiesst Israel nicht in der Annahme, dass sie militärisch etwas erreichen könnte. So schaukelt sich die Gewalt gegenseitig hoch, militärisch gibt es keine Lösungen. Aber mit ihren Raketenangriffen möchte die Hamas der eigenen Bevölkerung zeigen, dass sie da ist und dass sie sich nicht alles gefallen lässt.

Die Raketenangriffe der Hamas sind also auch eine Demonstration ihrer Macht in Gaza.

Ja. Wenn die Hamas nicht handeln würde, könnten andere, radikalere Gruppierungen auf den Plan treten und die Hamas an Entschlossenheit und Radikalität überbieten. Das könnte zum Beispiel der Islamische Jihad sein, der im Gazastreifen aktiv ist. Oder der Islamische Staat (IS), vormals Isis. Diese Terrororganisation ist derzeit in Syrien und im Irak sehr erfolgreich, und sie streckt nun ihre Fühler nach Palästina aus.

Gibt es Hinweise, dass Isis in Gaza bereits Fuss gefasst hat?

Im Moment nicht, das kann sich aber mittelfristig ändern. Die Nutzniesser von militärischen Schlagabtauschen, wie sie jetzt zwischen Israel und Hamas stattfinden, sind immer die Extremisten. Es profitieren sowohl die jüdischen wie auch die islamischen Fundamentalisten. Wenn Menschen in Gaza, die nichts mehr zu verlieren haben, zum Schluss kommen, dass die Hamas ihre Probleme nicht löst, könnten sie auf Isis setzen. Die Isis-Extremisten profitieren von der aktuellen Eskalation in Gaza.

Israel hat also ein Interesse, dass die Hamas die Ordnungsmacht in Gaza bleibt.

Das ist die Paradoxie in diesem Konflikt, in der Tat. Hamas wird zwar in Israel nach Kräften dämonisiert. Aber die israelische Regierung weiss, was sie an der Hamas hat. Sie braucht Hamas als Feindbild. Umso mehr als das Feindbild Iran zu bröckeln beginnt, falls die Atomverhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen. Dann könnte Premier Benjamin Netanyahu nicht mehr das Schreckgespenst eines atomaren Iran beschwören. Würde es das Feindbild Hamas nicht mehr geben, müsste sich die israelische Regierung überlegen, wie eine politische Lösung mit den Palästinensern aussehen könnte. Dazu ist sie allerdings nicht bereit. Für das Scheitern der Friedensverhandlungen vor zwei Monaten machen die USA die israelische Regierung verantwortlich, namentlich ihre Siedlungspolitik in den palästinensischen Gebieten. >>>

Analysis: Gaza and the West Bank are one political entity - Daoud Kuttab - The admission was buried deep in a long drawn out analysis by Israel's leading columnist. Nahum Barnea revealed that one of the yet to be declared results of the war on Gaza is the realization that the attempts to separate Gaza from the West Bank has failed. While the focus of discussion in various regional and world capitals has been on lifting the siege on Gaza and specifically the opening up of the Rafah crossing with Egypt, another crossing point is coming to focus now. If in fact this idea is truly internalized by the various Israeli political and military elements, we might be seeing the beginnings of the accomplishment of one of the basic tenants of an independent Palestinian state. >>>

Norwegian Doctor Mads Gilbert speaks to MEMO about treating the wounded in Gaza

Stars willing to risk opinions on Gaza clash - When director Jonathan Demme was approached to show support for all victims of the conflict in Gaza, he didn't hesitate to sign on. Actor Wallace Shawn is willing to put up with jeers on the street for his opinions about the violence. And Mark Ruffalo is determined to air his views about the fighting on Twitter, no matter the cost to his social media numbers. >>>

To the family of the one thousandth victim of Israel’s genocidal slaughter in Gaza - Ilan Pappe - I do not know yet who your loved one was. She might have been a baby a few months old, or a young boy, a grandfather or one of your children or parents. I heard about your loved one’s death from Chico Menashe, a political commentator on Reshet Bet, Israel’s main radio station.

He explained that the killing of your loved one, as well as turning Gaza neighborhoods to rubble and driving 150,000 people from their homes, is part of a well-calculated Israeli strategy: this carnage will destroy the impulse of Palestinians in Gaza to resist Israeli policies.

I heard this while reading in the 25 July edition of the supposedly respectable Haaretz the words of the not so respectable historian Benny Morris that even this is not enough.

He calls the genocidal policies so far “refisut” — feebleness of mind and spirit. He demands far more massive destruction in the future with the knowledge that this is how you behave if you want to defend your “villa in the jungle,” as former Israeli Prime Minister Ehud Barak described Israel. >>>

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3. 8. 2014

 

Kurzkommentar - E. Arendt - Israel tötet bewusst und willentlich Zivilisten -  Wenn man Meldungen liest und ein wenig weiterdenkt, kommt man oft zu Erkenntnissen die erschreckend sind. Der Vizeaußenminister IsraelsTsachi Hanegbi sagte, die Zahlen der Armee zeigten, dass rund die Hälfte der auf palästinensischer Seite Getöteten "Terroristen" seien. Diese Daten muss man ja erheben, erheben können.

Er bestritt damit die Angaben der pal. Seite, die von 80% getöteten Zivilisten spricht. Nun denke ich, da die Palästinenser ihre Toten auch bergen müssen, ihre Angehörigen melden, sie werden vermisst, diese auch wissen was macht mein Kind, meine Frau, meine Mutter, mein Bruder. Sie werden die Anzahl der getöteten schon einschätzen können.

Israel kann, scheinbar mit Fernaufklärung vorher, aber auch nachher feststellen, wen es ermordet.

Wenn aber die israelische Armee im nachhinein, so aus der ferne feststellen kann,  das ist ein "Terrorist" oder ist dieses getötete Kind, die Frau, der Mann ein Zivilist. Wie kann es dann sein, dass die Hälfte der getöteten Zivilisten sind? Wenn es das nachher weiß, weiß Israel das auch vorher.

Israel hat Raketen, die treffen eine Briefmarke zielgenau, Israel hat Aufklärungssysteme die feststellen können, war die Briefmarke schon abgestempelt. Israel kann so nicht sagen, es nimmt in Kauf, das 50% Unschuldige getötet werden. Mit dieser Aussage des Herrn Hanegbi ist das wohl auch von Regierungsseite aus bestätigt. Israel tötet, ist sich dessen bewusst, zwischen 50 - 80% der "Zivilisten" in Gaza. Hunderte davon sind Kinder, Frauen,  alte, kranke...  «Die Kinder machen 30 Prozent der zivilen Opfer aus», erklärte das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF in Jerusalem.

Wirklich, die unmoralischste high tech Armee der Welt.

1. August 2014 - Offener Brief Kulturschaffender in Deutschland zum Krieg in Gaza

An die Mitglieder des Deutschen Bundestages
An die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments
An die deutsche Bundesregierung


Seit dem Beginn des jüngsten Angriffs der israelischen Armee auf den Gazastreifen am 8. Juli 2014 bis heute - 1. August 2014 – wurden 1.437 PalästinenserInnen getötet und 8.265 zum Teil schwer verletzt. Die große Mehrheit der Opfer der israelischen Offensive sind Zivilisten, viele darunter Frauen und Kinder.

Christopher Gunness, Sprecher der UNRWA, verurteilt die Angriffe der israelischen Armee auf die palästinensische Zivilbevölkerung als Verstoß gegen internationales Recht.

In der gezielten Bombardierung von Krankenhäusern, Krankenwagen, Spielplätzen und von durch die UN als Schutzräume für Zivilisten ausgewiesenen Gebäuden durch eine Armee, die nach eigenem Bekunden über modernste Präzisionswaffen verfügt, vermögen wir nichts anderes als schwerste Kriegsverbrechen zu sehen.

In Gaza leben die 1,8 Millionen BewohnerInnen seit dem über das Gebiet verhängten Embargo, also seit 2006, dicht gedrängt im größten Freiluftgefängnis der Welt und in Abhängigkeit von der Versorgung durch die UN und Hilfsorganisationen sowie den
Entscheidungen Israels, lebensnotwendige Güter passieren zu lassen – ein untragbarer, ein menschenunwürdiger Zustand.

Die Abriegelung durch Mauern und Grenzbefestigungen bringt es mit sich, dass die eingeschlossene Zivilbevölkerung und ihre lebensnotwendige Infrastruktur den Angriffen der israelischen Armee schutzlos ausgeliefert sind. Das betrifft gerade jetzt besonders die
medizinische Versorgung, die weitgehend zusammengebrochen ist, während Tausende mit schwersten Verletzungen versorgt werden müssen. Wir können nicht erkennen, dass die elementaren Rechte und der Schutz der PalästinenserInnen vor massiven bewaffneten
Angriffen weniger wichtig sind als der Schutz der israelischen Zivilbevölkerung.

Wenn die israelische Armee zum wiederholten Male in einer Großoffensive die Bevölkerung Gazas angreift und dabei für den Tod und unendliches Elend tausender Menschen verantwortlich ist, so geschieht dies auch mithilfe deutscher Waffen und im Rahmen einer engen deutsch-israelischen militärischen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit.

Als Kulturschaffende in Deutschland können wir dazu nicht schweigen. Wir fordern Sie, deutsche AmtsträgerInnen und ParlamentarierInnen, dringend dazu auf, sich für die elementaren Rechte und den Schutz auch der palästinensischen Bevölkerung
einzusetzen!Wir fordern:

- sofortiger Rückzug der israelischen Armee aus Gaza
- Aufhebung der Blockade des Gazastreifens
- Öffnung der Grenzübergänge Gazas für Waren, Hilfsgüter und Menschen


Der Brief ist unterzeichnet von Kulturschaffenden in Deutschland:
SchriststellerInnen, FilmemacherInnen, MusikerInnen, TheatermacherInnen, TänzerInnen,
SchauspielerInnen, JournalistInnen und AkademikerInnen.

Unterzeichnerliste (wird fortgeführt):

Perceval, Luk - Theaterregisseur
Ruzicka, Werner - Festivalleiter Duisburger Filmwoche
Fischer, Erica - Autorin
Neudeck, Rupert, Journalist
Elias, Hanin - Musikerin
Veihelmann, Julia - Autorin
Steuer-v. Westphalen, Naomi - Filmemacherin
du Plessis, Nancy - Autorin
Finzi, Sylvia - Künstlerin
El-Qalqili, Pary - Regisseurin
Goldbach, Jelena - Filmproduzentin
El-Dabbas, Faten - Musikerin
Kötter, Iris Anna - Journalistin
Matthes, Sabine - Fotographin
Yassin, Lina - Neurowissenschaftlerin
Roldan Mendivil, Eleonora - Politikwissenschaftlerin
Özyurt, Çığır - Theaterpädagogin
Bender, Dominik - Schauspieler
Ludwig, Henning - attacChor

2030 - Ein literarischer Blick in die Zukunft Palästinas - Anis Hamadeh - Die folgenden elf Stimmen aus verschiedenen Ländern sprechen über Palästina nach dem Zusammenbruch des Zionismus, geschrieben 2030, drei Jahre, nachdem der Staat Israel zerfallen war.

1. Shlomo Berge: "Vor drei Jahren ging der letzte Krieg in der Region zu Ende. Wir Israelis haben nie erfahren, wie sich ein richtiger Frieden anfühlt, denn uns wurde gesagt, dass es immer Antisemiten geben würde, die uns auslöschen wollen. Eigentlich war unvermeidlich, was passierte, wir haben einfach keine andere Lösung gesehen und wurden von so vielen Ländern in unserem gewalttätigen Wahn bestärkt. Ich weiß noch aus dem Kindergarten und der Schule, wie unsere Armee verherrlicht wurde, ebenso wie die Verteidigung gegen die Feinde. Gaza 3 änderte vieles von dem. Während in Gaza 1 und 2 einige Tausend Palästinenser getötet wurden, verringerte Gaza 3 die Bevölkerung um etwa 20 Prozent. Natürlich hatte es viele Aufschreie gegeben, aber Israel war an Opposition gewöhnt und daran, das zu bewahren, was 'Selbstverteidigung' genannt wurde. Danach überschlugen sich die Ereignisse: Aufstände und terroristische Anschläge von Palästinensern innerhalb Israels führten zu deren Vertreibung durch die Armee. Als die Siedlungen in der >>>

Henry Siegman, Leading Voice of U.S. Jewry, on Gaza: "A Slaughter of Innocents" - AMY GOODMAN: Over the years, Henry Siegman has become a vocal critic of Israel’s policies in the Occupied Territories and has urged Isral to engage with Hamas. He has called the Palestinian struggle for a state, quote, "the mirror image of the Zionist movement" that led to the founding of Israel in 1948. He recently wrote a piece for Politico headlined "Israel Provoked This War." Nermeen Shaikh and I sat down with him on Tuesday. I started by asking Henry Siegman if he could characterize the situation in Gaza at the moment. HENRY SIEGMAN: Yes, it’s disastrous. It’s disastrous, both in political terms, which is to say the situation cannot conceivably, certainly in the short run, lead to any positive results, to an improvement in the lives of either Israelis or Palestinians, and of course it’s disastrous in humanitarian terms, the kind of slaughter that’s taking place there. When one thinks that this is what is necessary for Israel to survive, that the Zionist dream is based on the slaughter of—repeated slaughter of innocents on a scale that we’re watching these days on television, that is really a profound, profound crisis—and should be a profound crisis—in the thinking of all of us who were committed to the establishment of the state and to its success. It leads one virtually to a whole rethinking of this historical phenomenon. >>>

Dispatch from Gaza: The bloody devolution of a 'ceasefire' - Samer Badawi - A 72-hour ceasefire between Hamas and Israel was called off Friday morning after a mere two hours. Samer Badawi visited the Gazan towns of Shejaiya and Khuza’a, where people rushed to retrieve their belongings before the fighting resumed.

GAZA CITY – After a night of relentless shelling from tanks and naval warships, a ceasefire meant to take hold in Gaza at 8 a.m. this morning quickly devolved into fierce fighting on two fronts along the Strip’s eastern and southern borders. As of this writing, Israeli shelling in Rafah had killed 40 Palestinians, and heavy bombardment was visible east of Gaza City, near the already battered towns of Shejaiya and Khuza’a.

Just after the ceasefire took effect, residents of both eastern towns scrambled to retrieve what they could of their belongings as news of the renewed fighting filtered through the chaotic scene.

Residents of Shejaiya rush to retrieve their belongings during a temporary ceasefire, August 1, 2014. The ceasefire fell apart soon after and fighting in the area resumed (photo: Samer Badawi)

Residents of Shejaiya rush to retrieve their belongings during a temporary ceasefire, August 1, 2014. The humanitarian truce was called off soon after and fighting in the area resumed (photo: Samer Badawi)

Children hurried on foot through lines of cars, trucks, and donkey carts, carrying backpacks filled with their schoolbooks. Adults carried mattresses, gas canisters and infants too young to walk. Teenagers hauled away remnants of the earlier Israeli assault – metal ammunition cases, bullet casings, spent tank shells and mortars. >>>

The Experts’ Verdict: Every Israeli Missile Strike is a War Crime  -  Jonathan Cook – Today’s Guardian includes an article that appears to be excusing Israel of responsibility for the massive death tolll it has inflicted on Palestinian civilians. But, more significantly, it includes a lot of useful – and damning – information about just how “indiscriminate” Israel’s weapons really are.

This interests me a great deal because I have been warning about problems with the interpretation of international law used by leading human rights groups on this very point since the 2006 Lebanon War.

At that time I got into a dispute with Human Rights Watch’s Middle East policy director, Sarah Leah Whitson. Her organisation argued that Hizbullah was committing war crimes by definition whenever it fired rockets at Israel, even if it hit military targets, because those rockets were primitive and inherently inaccurate.

By contrast, HRW claimed, Israel’s missiles were precise and therefore their use was not inherently inadmissible. >>>

Chris Hedges speech about Gaza

 

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