ARENDT ART      LICHTDESIGN     PLASTIK     LYRIK     GRAFIK    MALEREI     ARCHITEKTURDESIGN     DIGITALES    SOZIALKRITISCHES     HOME
 

muschelkinder ] wortspiele ] liebe-1 ] krieg + frieden ] weisser reise ] wortwerkstatt ] übersetzungen ] download ]
 

Nach oben ] 2-muschelkinder-2 ] [ 3-muschelkinder-3 ] 4-muschelkinder-4 ]

 

 

 

 

 


 

 

weihnachten

wir fliegen immer wieder
wie die motten
in das licht der weihnachtszeit 



 vorbei am inhalt der
 schönen alten guten worte
brennen wir fest

an den schaufensterscheiben
an den kerzen
aus edelstahl
die heller leuchten den je
viel versprechen
uns die seele rauben
immer weniger halten

wir gehen vorbei
an denen die gefallen sind
auf  der erde sitzend
siw versuchen zu überleben

ihre flügel sind verbrannt
ausgelöscht

 ich setze zeichen in die luft
weit oben
nahe dem licht
2000-2003

 

 

 

 kaufen
honig für die seele



vorbei gehen
an den  gefallen

deren
flügel verbrannt

 ich geb zeichen in die luft
warnungen
weit oben
nahe dem licht

die motten
sehen es nicht
sie fliegen ins licht
stürzen

12.2000

 

 

honig für die seele

vorbei gehen
an den  gefallen
deren flügel verbrannt

frei wie ein kind
zeichne ich unbefangen
hoffnungsvolle bilder

ich setze zeichen in die luft
weit oben
nahe dem licht
am herzen der welt angeschlossen
unabänderlich

wie viel leben kannst du leben
wie viele tode sterben?
kopie
warum verschenkst du deine einzigkeit?

durch die verwirrungen des geistes
der gefühle hindurch

sprachrohr
von etwas
von dem wir nicht wissen
 was es ist

wir hinterlassen spuren
auf unserem weg
sichtbar
für eine kurze
 oder lange zeit

2000/2013

 

 

 

 

wie ein Kind

taumelst du

von einem spiel zum anderen

wechselst

von der puppenstuben

zum ehebett

 

dein leben

hat sich aufgelöst im spiel

das feuer das in dir brennt

hat auch mich nun verbrannt

 

gleichgültig

so scheint es mir

gehst du an deinem leben vorbei

 

16.03.00

 

 

 

 

ein schleier des vergessens

gelegt über das
was nicht mehr sein soll
was ungeschehen war
nicht gesehen
 verdrängt
verloren


gelegt über das eigene ich
die erinnerung daran

man kann sich so
selber glaubhaft belügen
glaubhaft sein
wirklichkeiten werden eingekapselt
in den träumen
verstecken wir unsere sehnsucht
sehen auf dem bildschirm
die leben die wir nicht lebten

schade
unser Leben
ist kein Tonband
das man zurückspielen kann
löschen
neu starten  kann man es auch nicht

eine kaum sichtbare pause in der zeit
dann löst du dich auf
dein ich wird gelöscht
zurückbleibt
staub
erde

 

 

 

 

greife ich in den sand

spiele mit ihm
sehe ich
wie er durch meine hände rinnt
sehe
mein leben vergehen
sehe
was übrig bleibt...

 

 

 

ein zimmer
ein käfig
im käfig neben anderem ein laufrad
ein goldhamster

greif ich in den käfig
und will ihn fangen
in das laufrad springend
läuft er mir davon

 

 

 

die realisationen der träume
sind  ausverkauft
ich lebe phasenverkehrt
die zeiten des wachseins werden immer länger
meine augen sehen immer mehr
ich sehe klar
es verschwimmt  immer mehr
vor meinen Augen

11.1999-2000

 

 

 

 

seit einigen tagen
flattern mir briefe von lebensversicherungen ins haus
wollen sie helfen
oder wissen sie
wie gefährdet meine leben ist?

1973

 

 

 

im cafe

einige computer unterhalten sich
programmieren sich gegenseitig
stellen nach jeder antwort
eine neue frage

 

 

 

wir sind an das herz der welt angeschlossen
unabänderlich
für kurze zeit

wie viele leben kannst du leben?
wie viele tode sterben?

durch die verwirrungen des geistes
der gefühle hindurch
sind wir vielleicht
sprachrohr
von etwas
von dem wir nicht wissen
 was es ist
wie es endet
 

 

 

3

1  |  2  |  3  |  4  |  start lyrik | lyrik texte

Vita       Kontakt        Mail       Impressum        Links          Haftungsausschluss