ARENDT ART  LICHTDESIGN     PLASTIK     LYRIK     GRAFIK    MALEREI     ARCHITEKTURDESIGN     DIGITALES    SOZIALKRITISCHES     HOME

Nach oben ] muschelkinder ] wortspiele ] liebe-1 ] krieg + frieden ] weisser reise ] [ wortwerkstatt ] übersetzungen ] download ]

 


 

 

Wortwerkstatt                  


 


 
 

 

Hier finden sie die Gedichte die  noch (auch die anderen sind im Prozess) bearbeitet werden. die neusten Gedichte werden nach oben gesetzt... 
In den letzen Jahren habe ich nicht so viel geschrieben, deswegen verändert sich wenig.
Mein schreiben ist realer geworden. siehe das: 
Nahostportal und andere Seiten.

 

 

halt die welt an
wo ist die pausentaste
wie kann ich das lebensband  herausnehmen
zurückspielen
kann ich ein anderes leben einlegen

irgendetwas saugt den menschen
den vorhanden verstand,
die reste ihres herzens aus dem leib

alles was nicht hass und krieg ist scheint verloren
netanderthaler regieren die welt
ihr keulen werden immer tödlicher

 

 

melancholie
ich lief fort von dir
immer wieder in das glück
wieder in dich hinein

nie suchte ich dich
ohne mich zu verfolgen
warst du schneller als ich
vor mir da

im tal der träume standest du hinter mir
im tal der tränen hülltest du mich ein
zogst dich diskret und erfahren
zurück in glücklichen zeiten
ohne mich auch nur einmal
aus den augen zu verlieren

du wusstest
wir werden uns wiedersehen
man trifft sich
 
du wußtest scheinbar immer alles früher
warntest oft zu spät, nicht, nein, du solltetst es nicht tun

es kann sein ich überhörte es
oder du dachtest: "was solls", was nützt es
ich ziieh mich zurück
man trifft sich wieder

ich wünsche mir manchmal alzheimer zu haben
endlich mich vergessen können
vergessen das du und dich

vergessen
das ich mich nicht mehr erinnern will
man kann nicht alles durchs leben tragen

melancholie meine ständige begleiterin
du schweigst so oft in der letzten zeit
die traurigkeit hat nun dich eingehüllt
du gehst schwerer, schmerzvoller
zuviel hast du zu tragen

wo ist die leichtigkeit
die dich, uns doch auch immer weiter bewegte
ich möchte wie ein kind hüpfen auf der strasse
kann es nicht mehr

das alter 
es lebt
von den die kippen des glücks
die du in deinen taschen vergessen
die andere verloren, kurz bevor sie ausgehen
lebt vom lächeln kurzfristiger begegungen
ein lächeln das vielleicht nicht einmal dir galt

ich spiele die erinnerungen nicht ab
wie einblendungen taucht sie aber auf
wie ein stück holz
das die wellen bewegen
treiben sie an mir vorbei
in das meer, das sie aufnimmt

 wie in einem film sehe ich meine vergangenheit an
das Drehbuch schrieb keiner
schrieb ich
schriebst du
schrieb sich

so viele träume sind erlebt worden, durchlebt, ausgeträumt
die traumkammern sind fast leer und doch immer voll

mein glück war immer gut geschützt
von  der melancholie
ein schutzmantel, ein polster
die gefahr einer enttäuschung war geringer
der notfallkoffer war immer dabei

ein polster das die ersten schläge
die irgendwann kommen erträgt da vorbereitet
durch den wechsel der zeiten, der gefühle
 

sehnsucht haben ist ein lebensgefühl
es sagt du lebst
es sagt nicht du liebst
aber, du könntest lieben
möchtest leben
du erinnerst dich an viele stunden

in mehr oder weniger großen portionen
trag ich erfüllte sehnsucht in mir
fast alle töpfe im vorratsschrank der erinnerungen
sind wohlschmeckend gefüllt
manches auch bitterer schmeckend
da ist ein deckel drauf
ich liebte, wurde geliebt

alles ist zeitlich, begrenzt
eingehüllt in melancholie
unser glück
das unglück
die einsamkeit
erträglich umschlingend

 


 

 

 

ja, wer eigene wege geht wird einsam sein
sein schritt vor ihm ist sein führer
er ist der erste
der folgt

den hinter ihm ahnt noch nicht den weg
 fühlt ihn nur
oder auch nicht
er ist der begleiter

eigene wege entstehen beim gehen
abseits von den spuren der anderen
man folgt ihnen nicht
sieht die, deren wege
sich relativ nahe sind
kreuzen

eventuell wegbegleiter
für eine kurze oder lange zeit

alles hat seinen preis, seine folgen
eins hinter dem anderen

 1987/2016/2017

 

 

 

 

was man glück und liebe nennt

worte sind wie der wind
sie ziehen vorbei
verlieren sich in der zeit
wie das glück
mit unterschiedlichen spuren

es gibt etwas an das man
zu oft zu schnell vorübergeht
das sich, wenn man nicht darauf achtet
im alltag verliert

lange dann stück für stück sammelt es sich
anders als man es erdachte
aus vielen augenblicken heraus
traumlose erfüllung

immer dann wenn etwas geschah
ist es das was übrigbleibt

was man glück und liebe nennt

schweigend zwischen den Zeilen,
Welt halte an mit wortloser süße,

dass wir wollen, wünschen
soll zeitlos werden
bleiben

2014/2017

 

 


 

positive und negative formen
innen und außenraum

das innere + das äußere  gehören zusammen

(positive form + negative form ergänzen sich, sagt man in der kunst.
der positive raum kann nur sein, weil es den negativen (das umfeld) gibt.


lieben und lieben lassen
nicht an zuviel liebe stirbt die welt
sondern an dem hass
die angst vor neuem

an der gleichgültigkeit


ja, niemand kann dich unglücklich machen
ohne deine zustimmung

niemand und nichts kann dir deine kraft, energie nehmen
wenn du dich verweigerst

nutze deine dir gegebene, genommene zeit
dein kurzes ich sein

dein glück
und auch dein unglück sagt dir du lebst
in einer einmaligkeit

 

 

 

worte waren, sind markierungen

hier wollten wir sein, glaubten wir zu sein, hier sind wir
noch, erst, bald wieder am richtigen platz

wir wollten etwa sagen füllen
ablenken, zu uns führen
hier waren wir

worte können orientierung sein
auf falsche wege führen


hier ist das tal unserer träume,
hinein, hinaus
wir finden den weg an den worten entlang
erinnern uns
vergessen sie
da war doch etwas
 

worte können verführen
oft hinterher sieht man wo wir voller schmutz
uns andere auf falsche wegen sie führten

weitertragen uns von ihm befreien
oder vergessen

worte können sagen: "hier steht ich und will nicht anders,
kann nicht"
 

sie markieren in der dokumentation des geschehens
wer wir wo sind
in der gegenwart mehr noch neandertaler
als wissender mensch

worte können vortäuschen: "hier steht ihr"

über worte kann man wie steine stolpern
sind sie sehr groß versperren sie den weg
umgehen
übersteigen
durchdringen
sprengen

 worte bringen den tod auch leben
können grausamme richter
helfer sein


sie sind lebendig in der gegenwart der zeitspirale
es sind urteile, verurteilungen, beurteilungen
es kann heißen
diesen oder keinen anderen weg
die konsequenzen
dein schicksal

in der vergangenheit sind sie in stein gemeißelt
in holz gebrannt
oder vergessen.
in der zukunft nur nebelhaft
sich uns erschließend
von uns gesetzt

 
worte führen, verführen uns
locken uns in glückliche oder unglückliche zeiten
gaukeln etwas vor was sie nicht sein wollen, könnene
leere worthülsen, eine verpackung ohne inhalt
deren inhalt
wir zu spät erkennen

immer wieder neue worte suchend
erfahren wir unsere existenz
das was ist
was übrigbleibt
oder was wir sein sollen
die zeit zieht uns in sich hinein

wortlos beschließen wir unser ende.
die worte der anderen
hören wir nicht mehr.

2012 - 2014- 2017

 

 

 

 

zu leben ist immer ein risiko,
die hoffnung kann es auspolstern
die illusion betäubt

die hoffnung kann schon ein teil des glücks der erfüllung sein
die verpackung eines wunders

auch wenn der inhalt verdorben ist

willst du kein risiko eingehen,
 dann lebe, sterbe in ihr
begnüge dich mit ihrem äußeren

ein leben ist gefährdet, wenn es nur eine hoffnung ist
umgib dich mit vielen hoffnungen
eine endlose kette lang

ein leben ohne risiko gibt es nicht

ein rezeptbuch für das eigene leben
gibt es nirgenwoh zu kaufen
kann man nicht schreiben
nicht schreiben lassen
vorher nicht

ein guter spruch gilt nicht verbindlich für dein eigene leben
was für dich realistisch ist, scheint, es wird
ist für den anderen eine unglaubwürdige illusion

sag dir selbst,
wann wird  aus der hoffnung eine illusion?
wann spürst du, hat es sich in den tag geträumt
gelebt, erlebst du es
es gibt ein möglichkeit
es könnte sie geben

„rien ne va plus.“ „nichts geht mehr.“
willst du im spiel des lebens gewinnen
dann setze dich selber ein
verlieren wirst du es auf jeden fall

2013/2017

 

 

 

 

das licht der straßenlaternen
ihr abstand wechselt
sie werden immer dunkler
die schatten die vorbeigehen
verschmelzen mit dem dunkel
immer mehr bin ich auf
einem weg, meinem weg

 in das dunkel der nacht, in die schatten
läßt sich alles hineinprojizieren

geduldig trägt die nacht
die bilder  die ich sehe will

mein leben
drama, komödie, triller, alltäglichkeit
voller sehnsucht und erfüllung
noch nicht beendet
aber voll

ich fühle meine narben
sehe die herbstblätter die fallen
sie zeigen mir den meinen

ich  hüte mich, wenn ich kann,
den schwarzen gedanken zuzuhören
ihre bilder zu sehen in der nacht
da verliert man die orientierung

ich vergesse die hindernisse
erfreue mich an dem weg vor mir, lenke mich
 bedachtsam aber mutig in immer neue wege
in das ende meines lebens hinnein
ich weiß
dort werde ich ankommen

2013/2017

 

 


warten wir
bis die zeit
nur noch in minuten gezählt wird
entscheiden wir dann
vergehet sie zu langsam
zu schnell

 

 

auf der strasse
ich stehle die  lächeln
die meistens nicht mir gelten
meine augen durchdringen ihr kleid
umspielen den körper
ihr inneres
sekundenlanges speicher
ich ihr ich
ihr leben
in mir

 

 

 

keiner von denen
ist nahe
kein parkplatz, keine haltestelle
kein regenschirm wenn der himmel meinen tränen folgt

die so weit von mir
sind mir doch wieder so nah
das ich sie nicht vergesse kann

im dunkel der nacht
die stunden der berühung
innerlich, äußerlich
sie kleben an mir
erwünscht und doch schmerzhaft

erinnerung an das was war
ein gesicht das sich auflöst
im licht des tages

verloren, vergessen nie so gewollt,
 verspielt, die falschen karten genommen
das leben fließt in andere richtungen

wie heißt es doch:
"Menschen machen Pläne, Gott lacht."
was man nicht alles von ihm erwartet
hineindenkt in unfassbares


die landkarte zeichnete sich falsch
verzeichete, löste sich auf
wurde nicht eindeutig genug gelesen
 

4.8.5

 

 

tankstelle der seele für das kind in uns

bunte lichter
am baum der hoffnung
lametta der erinnerung
verdecken für kurze zeit die wirklichkeit


die schwere des lebens
ist erfüllt von hoffnung
wird von ihr bewegt
erfüllungen sind die pause
 

alles vermischt sich
 immer die gleichen
gesänge jahr für jahr


das  rascheln der einkaufstüten
 klimpern der geldbomben
getragen vorbei an denen
die kraftllos nicht einmal die hand mehr heben
 

der geruch von gebranneten mandeln
ist verwachsen mit der erinnerung
eines kindes
das immer noch hoffend
auf die bescherung wartetend
die nie kommt


das handy unterm weihnachstbaum
stillt kurzfristig den wunsch nach nähe
die klänge deren stimmen uns betäuben
berühren nicht wirklich sind
eine der illusionen

die süße  die das  bittere
des alltags nicht überdeckt
erfüllt weite flächen

das rot der kugeln, ihr leuchten
spiegelt die explodierenden bomben
auf dem bildschirm

der geruch von verbrannter wurst
weckt schmerzhaft
die erinnerung an verbrannten fleisch
 

mich halten kann nur noch ein kind
klein, glaubend
währe ich doch noch du


spüle hinweg das übersüße
das  "kauf mich und du bist glücklich"
die  illusionen der  marktschreier

an den bunten fassaden hängen
aufgehängt
bunt bemalt
aufgeblasen
abgestorbene hoffnungen und träume
glitzernd  nicht erfüllbare versprechungen
kassenfüllende hoffnungen
verlockungen

morgen wird es geschehn
glauben wir
täuschen uns immer wieder
es geschah schon
und wird  alle jahre wieder
aus den verstaubten kisten geholt.

je  näher es  kommt
gespeist aus der erinnerung
um so mehr löst es sich auf
wie ein fata morgana
in der kälte der nacht

 

 

hoffnung
angelhacken
aus dem ende der zeit

es verschwimmt
vor meinen augen
ich sehe immer klarer

 



das geschenkpapier wird  transparenter
fällt ab, löst sich auf
wird durchschaubar

der inhalt
ist  schmerzhaft anders
als wie  es die bilder auf der verpackung zeigen

 

          



sie werden dich nicht täuschen
denkst du
sie versprechen ja nichts

 

 

geh leichten fußes
unbeschwert
durchs leben
dein leben wird nicht enden
ohne dich


 

 

meine hoffnung
dringt durch die zeit
erreicht mich immer wieder
dringt in mich hinnein
mischt sich mit den erinnerungen
dem was war
was hätte sein können
was vor mir ist
sein wird?

 



immer wieder neue markierungen
die möglichkeiten
 der existent

 vermischen sich mit
den hoffnung
es könnte doch sein?

mein leben verrostet immer mehr
dünner werdend die fäden die mich halten, bewegen, manipulieren
wie zerbrechlich kann das leben  sein
doch ist

 

 


weihnachten 22.12. 2001 - 22.12 Uhr - 16.5.05

hoffnungen
wünsche die sich in die zukunft hinein erinnern
angelhacken werden ausgeworfen
ich ziehe mich an ihnen heran
am anderen ende der zeit

erinnerung an das mögliche
es verschwimmt
vor meinen augen
ich sehe immrt klarer

das geschenkpapier
wird immer transparenter
durchsichtiger
ich kann den inhalt sehen

es fällt ab,
löst sich auf
wird durchschaubar
der inhalt der verpackung
entspricht immer weniger
dem einkauf
ist anders
als es auf der verpackung stand

 

 

 

immer wieder
ertrinkt die hoffnung des frieden
im blut der kriege
erst von bedeutung
verloren
wenn es das eigene ist

 

 

 

2001-2005
 


tragen wir doch ein wenig mehr
unsere hoffnung auf die strasse
rufen schreien wir sie heraus
in die  einsamkeit unseres herzens
verzagt, mutlos, hoffnungsvoll

trefen wir uns dort wo die glocken läuten
und werden die
die wir sein wollten
sein wollen
sind
unter dem panzer
der versteckten erinnerung an unsere wünsche
und illusionen
in gedanken


lösen wir uns auf
im duft der weihnachstzeit


berühren wir uns
so stark, so stark.......
sei da wo ich dich fühle
ich bin dort, wo du mich siehst

in der nacht lösen sich die schatten auf
sie sind die andere seite des lichts

versprechungen
kassenfüllende hoffnungen
verlockungen
 je näher man ihnen kommt
umso schneller lösen sie sich auf
eine fata morgana

2001-2005


 

frohes fest
kleister für die seele
golderner lack über
dem müllhaufen der weltgeschichte
auf dem unsere ideale sich langsam auflösen
verlorene erinnerung
ertränkt im weihnachtswein
leuchten in der erinnerung
verlöschend im licht des tages
den alpträumen in der nacht
warum nicht
warum nicht auch das andere
warum nicht zulassen
das es anders ist

bunte lichter
am baum der hoffnung
geschmückt mit dem lametta unserer illusionen
für kurze zeit

auf der wolke hoffnunglos
ruhen wir nicht gerne
mit rührung beladen
erleben die erfüllung nicht
auf der strasse der wirklichkeit


das handy unterm weihnachstbaum
erfüllt nicht den wunsch nach berührung

die cd deren stimmen nur kurzfristig die sehnsucht  betäubt
nur kurzfristig berührt
nicht wirklich
eine illusionen
süße  die im nachhinein oft bitter schmeckt

das rot der kugeln, ihr leuchten
veverfärbt sich mit den explodierenden bomben
die wir im fernsehen sehen
dem blut an den wänden
nach dem familienfest
und dem geruch von verbrannter wurst
es weckt schmerzhaft
die erinnerung an verbranntes fleisch

dezember  2001-2005

 

Zurück ] Home ] Nach oben ] Weiter ]

Vita       Kontakt        Mail       Impressum        Links          Haftungsausschluss