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Wortwerkstatt                  


 


 
 

 

Hier finden sie die Gedichte die  noch (auch die anderen sind im Prozess) bearbeitet werden. die neusten Gedichte werden nach oben gesetzt... 
In den letzen Jahren habe ich nicht so viel geschrieben, deswegen verändert sich wenig.
Mein schreiben ist realer geworden. siehe das: 
Nahostportal und andere Seiten.

 

 

stopp die welt
wo ist die pausentaste
wo kann ich das band das läuft herausnehmen
zurückspielen
und ein anderes leben einlegen

irgendetwas saugt den menschen
den verstand,
ihr herz aus dem leib
alles was gut war scheint verloren
und netanderthaler regieren die welt
ihr keulen werden immer tödlicher

 

 

melancholie
ich lief fort von dir
immer wieder in das glück
in dich hinnein
meist eine fata morgana

nie suchte ich dich
ohne mich zu verfolgen
warst du schneller als ich

im tal der träume standest du hinter mir
warst sehr nah, neben mir im tal der tränen
zogst dich diskret und erfahren
zurück in glücklichen zeiten
ohne mich aus den augen zu verlieren

du wusstest
wir werden uns wiedersehen
du schautest diskret beiseite
in glücklichen stunden
landete mein flug auf der glücklichen seite

du wußtest scheinbar immer alles früher
warntest oft zu spät, nicht
es kann sein ich überhörte es
oder du dachtest: "was solls", was nützt es
man trifft sich wieder

ich wünsche mir manchmal alzheimer zu haben
endlich mich vergessen
vergessen auch das das du
das ich mich nicht mehr erinnern will
man kann nicht alles durchs leben tragen

melancholie meine ständige begleiterin
du schweigst so oft in der letzten zeit
die traurigkeit hat dich eingehüllt
du gehst schwerer, schmerzvoller
zuviel hast du zu tragen

wo ist die leichtigkeit
die dich, uns immer weiter bewegte
ich möchte wie ein kind hüpfen auf der strasse
kann es nicht mehr

das alter erwartet nichts mehr
entweder hat es gefunden
hält es
oder verloren
es lebt
von den die kippen des glücks
die andere verloren, kurz bevor sie ausgehen
lebt vom lächeln kurzfristiger begegungen
ein lächeln das vielleicht nicht einmal dir galt

ich spiele die erinnerungen nicht ab
wie einblendungen taucht sie aber auf
wie ein stück holz
das die wellen bewegen
das meer aufnimmt
im wieder die freiheit gibt

man sich,  wie in einem film die vergangenheit an
das Drehbuch schrieb keiner
schrieb ich
schriebst du

so viele träume sind erlebt worden, durchlebt, ausgeträumt
die traumkammern sind fast leer
doch in den ecken versteckt sich noch einiges

mein glück war immer gut geschützt
von  der melancholie
ein schutzmantel, ein polster
die gefahr einer enttäuschung war geringer
der notfallkoffer war dabei

ein polster das die ersten schläge
die irgendwann kommen erträgt da vorbereitet
durch den wechsel der zeiten, der gefühle
 

sehnsucht haben ist ein lebensgefühl
es sagt du lebst
es sagt nicht du liebst
aber, du könntest lieben
du erinnerst dich an viele stunden

in mehr oder weniger großen portionen
trag ich erfüllte sehnsucht in mir
fast alle töpfe im vorratsschrank der erinnerungen
wohlschmeckend
manches auch bitterer schmeckend
ich liebte, wurde geliebt

alles ist zeitlich, begrenzt
eingehüllt in melancholie
unser glück
das unglück
die einsamkeit
erträglich umschlingend

 


 

 

 

ja, wer eigene wege geht wird einsam sein
sein schritt vor ihm ist sein begleiter
er ist der erste
wer folgt
den hinter ihm ahnt, fühlt er nur
oder auch nicht

eigene wege entstehen beim gehen
abseits von den spuren der anderen
man folgt ihnen nicht
sieht die, deren wege einem kreuzen,
sich relativ nahe sind
die wegbegleiter
für eine kurze
oder lange zeit

alles hat seinen preis, seine folgen
eins steht aus dem anderen

 1987/2016

 

 

 

worte sind wie der wind
sie ziehen vorbei
verlieren sich in der zeit
wie das glück
mit unterschiedlichen spuren

es gibt etwas an das man
zu oft zu schnell vorübergeht
das sich, wenn man nicht darauf achtet
im alltag verliert

lange dann stück für stück sammelt es sich
anders als man sich erdachte
aus vielen augenblicken heraus
traumlose erfüllung

immer dann wenn etwas geschah
ist es das was übrigbleibt

was man glück und liebe nennt

schweigend zwischen den Zeilen,
Welt halte an mit wortloser süße,

dass wir wollen, wünschen
soll zeitlos werden
ewig dort verweilen..

2014

 

 


 

das innere + das äußere herz gehören zusammen
(positive form + negative form ergänzen sich, sagt man in der kunst.
der positive raum kann nur sein, weil es den negativen (das umfeld) gibt.


das leben wird reicher
schuldlos genießbar
für dich für sie


lieben und lieben lassen
nicht an zuviel liebe stirbt die welt
sondern an dem hass
die angst vor neuem

an die gleichgültigkeit


glücklich sein und glücklich sein lassen
geteiltes glück ist doppeltes glück

geteiltes leid ist doppeltes leid


ja, niemand kann dich unglücklich machen
glücklich machen
ohne deine zustimmung


niemand und nichts kann dir deine kraft, energie nehmen
lass dein glück dabei
nicht das unglück der anderen sein


nutze deine zeit
dein leben


dein glück
und auch dein unglück sagt dir du lebst
in einer einmaligkeit

 

 

 

worte waren, sind markierungen

hier wollten wir sein, glaubten wir zu sein, hier sind wir
noch, erst, bald wieder
wir wollten etwa sagen füllen
ablenken, zu uns führen
hier waren wir


worte können orientierung sein


hier ist das tal unserer träume, hinein, hinaus
wir finden den weg an den worten entlang
erinnern uns
vergessen sie
da war doch etwas
 

worte können verführen
 

oft hinterher sieht man wo wir voller schmutz die wege
auf falsche wegen sie führten
welchen schmutz sie erzeugen oder ertragen,
weitertragen uns von ihm befreien
oder vergesseb


worte können sagen: "hier steht ihr"
 

sie markieren in der dokumentation des geschehens  wer wir wo sind
in der gegenwart mehr neandertaler als wissender mensch
dort wo wir sie lesen sind wir, oft weit entfernt von dem, wo könnten wir sein
sie benennen wo wir stehen
wo wir vortäuschen zu sein

worte können vortäuschen: "hier steht ihr"



worte können steine sein

wir stolpern darüber, sind sie sehr groß versperren sie den weg
es gilt sie zu umgehen, zu übersteigen zu durchdringen
sie verdecken
zeigen übergroß unabänderlichkeit
sie können ersticken
 

 worte bringen den tod oder leben


sie werden lebendig in der gegenwart der zeitspirale
es sind urteile, verurteilungen, beurteilungen
es kann heißen
diesen oder keinen anderen weg
die konsequenzen
dein schicksal

 

worte führen, verführen uns
 

locken uns in glückliche oder unglückliche zeiten
gaukeln etwas vor was sie nicht sein, leere worthülsen
eine verpackung
deren inhalt
wir zu spät erkennen



immer wieder neue worte suchend



erfahren wir unsere existenz
das was ist
was übrigbleibt
die zeit zieht uns in sich hinein

wortlos, weil wir es am anfang oft nicht verstehen
verstehen wollen
können
sollen

zieht uns in die eigene
oder die zukunft anderer

2012 - 2014

 

 

 

 

zu leben ist immer ein risiko,
die hoffnung kann es auspolstern
die illusion betäubt

die hoffnung ist ein schon ein teil des glücks der erfüllung
die verpackung
auch wenn der inhalt verdorben ist

willst du kein risiko eingehen, dann lebe, sterbe in ihr
begnüge dich mit ihr

ein leben ist gefährdet, wenn es nur eine hoffnung ist
umgib dich mit hoffnungen
oft dauert es sehr lange, biss man sich bewußt ist,
diese hoffnung war von anfang an nur eine illusion.

ein leben ohne risiko gibt es nicht

ein rezeptbuch für das eigene leben
kann man nicht schreiben
nicht schreiben lassen
vorher nicht

ein guter spruch gilt nicht verbindlich für dein eigene leben

was für dich realistisch ist, scheint, wird
ist für den anderen eine unglaubwürdige illusion

eine illusion an der man hoffnungsvoll arbeitet
kann sich in deine, eine realität verwandeln.


sag dir selbst,
wann wird  aus der hoffnung eine illusion?
wann spürst du, hat es sich in den tag geträumt
gelebt, erlebst du es
es gibt ein möglichkeit
es könnte sie geben

„rien ne va plus.“ „nichts geht mehr.“
willst du im spiel des lebens gewinnen
dann setze dich selber ein

2013

 

 

 

 

das licht der straßenlaternen
wird immer dunkler
die schatten die vorbeigehen
verschmelzen mit dem dunkel
immer mehr bin ich auf
einem weg, meinem weg

 in das dunkel der nacht, in die schatten
läßt sich alles projizieren

geduldig trägt die nacht
die bilder  die ich sehe will
es sind nicht die ihren,
überlagert von bilder anderer

mein leben
drama, komödie, triller, alltäglichkeit
noch nicht beendet
aber voll

es kommen die ungeheuer, die bilder
dessen was geschah in mir hoch
ich fühle meine narben
die herbstblätter die fallen
die bilder zeigen mir
viele gesichter derer die ich liebte
liebe
schön doch
meine erlebte endlichkeit

ich  hüte mich, wenn ich kann,
den schwarzen gedanken zuzuhören
ihre bilder zu sehen in der nacht

mein leben war keine blumenwiese
aber auch kein steiniger weg
viele steine legte ich selber darauf
übersprang sie nicht
lies sie sein

ich vergesse die hindernisse
erfreue mich an dem weg vor mir, lenke mich
 bedachtsam aber mutig in andere wege
in das ende meines lebens hinnein

2013/2016

 

 


warten wir
bis die zeit
nur noch in minuten gezählt wird
entscheiden wir dann
vergehet sie zu langsam
zu schnell

 

 

auf der strasse
ich stehle die  lächeln
die meistens nicht mir gelten
meine augen durchdringen ihr kleid
umspielen den körper
ihr inneres
sekundenlanges speicher
ich ihr ich
ihr leben

 

 

 

keiner von denen
ist nahe
kein parkplatz, keine haltestelle
kein regenschirm wenn der himmel meinen tränen folgt
die wüste in mir ist eingefroren

die so weit von mir
sind mir doch wieder so nah entfernt
das ich sie nicht vergesse kann

im dunkel der nacht
die stunden der berühung
innerlich, äußerlich
erinnerung an das was war
ein gesicht das sich auflöst
im licht des tages


verloren, vergessen nie so gewollt,
 verspielt, die falschen karten genommen
das leben fließt in andere richtungen

die landkarte zeichnete sich falsch
wurde
nicht deutlich genug gelesen
es war ein böses spiel
mit meinem, ihrem leben

4.8.5

 

 

bunte lichter
am baum der hoffnung
lametta der erinnerung
verdecken für kurze zeit die wirklichkeit


die schwere des lebens
ist erfüllt von hoffnung
von ihr bewegt
 

alles vermischt sich
 immer die gleichen
gesänge jahr für jahr


das  rascheln der einkaufstüten
 klimpern der geldbomben
getragen vorbei an denen
die nicht einmal die hand mehr heben
 

der geruch von gebranneten mandeln
ist verwachsen mit der erinnerung
eines kindes
das immer noch hoffend
auf die bescherung wartetend
die nie kommt


das handy unterm weihnachstbaum
stillt kurzfristig den wunsch nach nähe
die klänge deren stimmen uns betäuben
berühren nicht wirklich sind
eine der illusionen

die süße  die das  bittere
des alltags nicht überdeckt
erfüllt weite flächen

das rot der kugeln, ihr leuchten
vermischt sich mit den explodierenden bomben
auf dem bildschirm
der geruch von verbrannter wurst
weckt schmerzhaft
die erinnerung an verbrannten fleisch
 

mich halten kann nur noch ein kind
klein, glaubend
währe ich doch noch du


spüle hinweg das übersüße
das  "kauf mich und du bist glücklich"
die  illusionen der  marktschreier

an den bunten fassaden hängen
aufgehängt
bunt bemalt
abgestorbene hoffnungen und träume
glitzernd  nicht erfüllbare
versprechungen
kassenfüllende hoffnungen
verlockungen

morgen wird es geschehn
glauben wir
täuschen uns immer wieder
es geschah heute oder gestern

und je  näher es  kommt
gespeist aus der erinnerung
löst es sich auf
wie ein fata morgana
in der kälte der nacht
 

 

hoffnung
wünscht sich in den tag
wünscht sich  in die zukunft hinein

angelhacken
am ende der zeit

es verschwimmt
vor meinen augen
ich sehe immer klarer

 



das geschenkpapier wird  transparenter
fällt ab, löst sich auf
wird durchschaubar

der inhalt
ist  schmerzhaft anders
als wie  es die bilder auf der verpackung zeigen

 

 


momentaufnahmen

wanderern zwischen den zeiten
und welten
besteigen den berg
immer wieder auf neu
 



sie werden dich nicht täuschen
denkst du
sie versprechen ja nichts mehr

 

 

geh leichten fußes
unbeschwert
dein leben wird nicht enden
ohne dich

nur ohne dich
wird es erinnerung

 


wir sind immer dort
wo wir sein wollen
wo wir uns sehen
für andere, uns
oft nicht so sichbar
oft im traum, der illusion

 

 

meine hoffnung
dringt durch die zeit
erreicht mich immer wieder
mischt sich mit den erinnerungen
dem was war
was hätte sein können
sein wird?



setzt immer wieder
neue markierungen

die möglichkeiten
 der existierenden wirklichkeiten
 vermischen sich mit
den hoffnung
es könnte doch sein?

zwei träger die einen faden halten

mein leben verrostet immer mehr
dünner werdend zerreist irgendwann das stählerne seil

wie zerbrechlich kann das leben  sein

 

 


weihnachten 22.12. 2001 - 22.12 Uhr - 16.5.05

hoffnungen
wünsche die sich in die zukunft hinein erinnern
angelhacken
am anderen ende der zeit

aus der erinnerung an mögliches heraus
verschwimmt es
vor meinen augen
ich sehe klarer

das geschenkpapier wird immer transparenter
fällt ab,
löst sich auf
wird durchschaubar
der inhalt der verpackung
entspricht immer weniger
anders als es auf der verpackung stand

 

 

die liebe die ihr schenkt
(meistens euch selber)
lebt sich vorbei
an der illusion einer wirklichkeit
 

immer wieder
ertrinkt die hoffnung des frieden
im blut des krieges
das erst von bedeutung
wenn es das eigene ist

tagtäglichkeit des seins
mit unserer gierigen lust
der überbetonten individualität
in der das wir ersticken
verdursten lassen
mit unserer unendschiedenheit
 

 

 

2001-2005
 


tragen wir doch ein wenig mehr
unsere hoffnung auf die strasse
rufen schreien wir sie heraus
in die  einsamkeit unseres herzens
verzagt, mutlos, hoffnungsvoll

trefen wir uns dort wo die glocken läuten
und werden die
die wir sein wollten
sein wollen
sind
unter dem panzer
der versteckten erinnerung an unsere wünsche
und illusionen
in gedanken


lösen wir uns auf
im duft der weihnachstzeit


berühren wir uns
so stark, so stark.......
sei da wo ich dich fühle
ich bin dort, wo du mich siehst

in der nacht lösen sich die schatten auf
sie sind die andere seite des lichts

versprechungen
kassenfüllende hoffnungen
verlockungen
 je näher man ihnen kommt
umso schneller lösen sie sich auf
eine fata morgana

2001-2005


 

frohes fest
kleister für die seele
golderner lack über
dem müllhaufen der weltgeschichte
auf dem unsere ideale sich langsam auflösen
verlorene erinnerung
ertränkt im weihnachtswein
leuchten in der erinnerung
verlöschend im licht des tages
den alpträumen in der nacht
warum nicht
warum nicht auch das andere
warum nicht zulassen
das es anders ist

bunte lichter
am baum der hoffnung
geschmückt mit dem lametta unserer illusionen
für kurze zeit

auf der wolke hoffnunglos
ruhen wir nicht gerne
mit rührung beladen
erleben die erfüllung nicht
auf der strasse der wirklichkeit


das handy unterm weihnachstbaum
erfüllt nicht den wunsch nach berührung

die cd deren stimmen nur kurzfristig die sehnsucht  betäubt
nur kurzfristig berührt
nicht wirklich
eine illusionen
süße  die im nachhinein oft bitter schmeckt

das rot der kugeln, ihr leuchten
veverfärbt sich mit den explodierenden bomben
die wir im fernsehen sehen
dem blut an den wänden
nach dem familienfest
und dem geruch von verbrannter wurst
es weckt schmerzhaft
die erinnerung an verbranntes fleisch

dezember  2001-2005

 

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