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International Womens' Peace Service berichtet: IWPS Berichte in deutscher Übersetzung

 

Belagertes Flüchtlingslager Balata, am 19.2. 06 ( Bericht von IWPS)

Presseerklärung, 20.2.06

 

 Seit dem Einfall der IDF ins Balata-Flüchtlingslager um 1 Uhr am 19.Februar 2006 wurde medizinische Notversorgung unmöglich gemacht. Im Augenblick sind alle Zugänge zum Lager blockiert. Nur ein Ambulanzwagen ist innerhalb des Lagers geblieben. Er bringt die Verwundeten an den Rand des Lagers, aus Furcht, dass sie nicht mehr reingelassen werden.

Verwundete werden auf Tragbaren an den  Eingang des Lagers gebracht und dann ins Nablus-Krankenhaus gebracht. Normaler Verkehr mit dem Ambulanzwagen ist zu vollkommenem Halt gekommen.

 

Freiwillige von IWPS arbeiten zusammen mit den Sanitätern, um die Verwundeten zu einem Notfeldlazarett innerhalb des Lagers zu bringen und zu Krankenhäusern in Nablus und anderen Städten. Sie waren Zeugen der folgenden Geschehnisse oder hörten sie von den Mitarbeitern des UMPRC (United  Medical Palestinian Medical Relief)  und dem PRCS ( Pal. Red Crescent Society)

Ein Mann, der in den Nacken geschossen wurde  - mit lebensbedrohendem Riss in seiner Vene – wurde aus einer Ambulanz heraus verhaftet und zur Huwarra-Haftanstalt zum Verhör genommen. Danach erst wurde eine pal. Ambulanz gerufen, um ihn ins Krankenhaus nach Nablus zu bringen, wo er sich zweier Operationen unterziehen musste. Er ist noch immer in einem  nicht stabilen Zustand.

Am Morgen wurde ein Ambulanzwagen mit zwei verletzten Personen und einer Frau in Wehen von zwei Jeeps angegriffen. Sie fuhren von zwei Seiten in den Ambulanzwagen hinein und schossen auf ihn. Die Soldaten zwangen den Wagen eine halbe Stunde  anzuhalten und nutzen ihn als Schutzschild gegen Steine werfende Jugendliche.

 

Um 1 Uhr wurden zwei Ambulanzwagen  von mehreren Jeeps festgehalten. Nach Aussage der  Sanitäter wurden sie eine halbe Stunde festgehalten und einer mit einer Schusswunde in der Schulter  wurde in einem der Wagen geschlagen. Die Soldaten zwangen die  Sanitäter die Wunde  aufzudecken, die gerade zu bluten aufgehört hatte. Der Ambulanzwagen wude solange festgehalten, bis die Familie mit Hilfe der Sanitäter und der IWPS-Freiwilligen seine Identitätskarte gebracht hatten. Nachdem sie diese kontrolliert hatten , konnte der Ambulanzwagen weiterfahren, um gleich vom nächsten Jeep festgehalten zu werden.

Etwa um 1Uhr 30 kamen die Freiwilligen von IWPS zu Fuß ins Balata-Flüchtlingslager, wo sie Zeugen wurden, wie zwei Jungen angeschossen wurden, der eine in die Seite, der andere ins Bein. Der eine hatte eine Fleischwunde, dem anderen wurde ein Knochen  von der Kugel zermalmt. Ein Sanitäterteam und die IWPS-Freiwilligen rannten zwei Kilometer mit den zwei verletzten Jungen, weil der Ambulanzwagen, in dem sie lagen, sich nicht abfahren durfte.

Etwas um 2 Uhr 15 wurden die Freiwilligen dorthin gerufen, wo Mohammed Ahmad Natur und Ibrahim Ahmad Sheik Khalil wenige Minuten vorher erschossen wurden. Der eine war in den Nacken, der andere in die Brust geschossen worden. Sie wurden später für tod erklärt worden. Nach Auskunft der IDF hätten sie Bomben gelegt. Doch die Freiwilligen haben keine Explosionen gehört oder Bombenleger in diesem Gebiet gesehen. Die Armee benutzte weiter die in Frage kommende Straße den ganzen Tag.

Um 4 Uhr 20 versuchten vier Soldaten im Fahrzeug #611388 junge Palästinenser zu provozieren, indem sie ihre Eltern auf arabisch verfluchten und ihnen sagten, sie würden am Ende des Tages alle Märtyrer sein. Doch hatten die Freiwilligen keinen bewaffneten Widerstand wahrgenommen, ein paar Jugendliche hatten Steine geworfen und Barrikaden gebaut.

19 Uhr zehn wurde der 22jährige Mohammad Subkhi Abu Hanade mit scharfer Munition von einem Scharfschützen von einem gegenüberliegenden haus in die Brust geschossen , während er zu Hause war. Ein medizinisches Team und Freiwillige, die in der Nachbarschaft waren, sagten es sei ruhig gewesen, als sie auf einmal 2 Schüsse hörten und dann das Schreien aus dem Haus. Sie gingen sofort dorthin und fanden Abu Hanade schwer bluten. Davon war eine schwangere Frau in einen Schockzustand geraten. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht.

Sie hatten keine Waffen gesehen noch irgend einen Grund für das schießen. Danach befahlen Soldaten  der ganzen Familie von Mohammad, 12 Personen, auch zwei kleinen Babys, das Haus um 20 Uhr 45 zu verlassen. Sie wurden für 1,5 Stunden festgehalten.

Das Militär versuchte auch, die UN –Klinik mit Warnschüssen  und Granaten  zu schließen. Sie verhinderten, dass Patienten die Klinik betreten.

Israel. Soldaten  verweigerten auch einem medizinischen Team Nahrungsmittel und Medizin ins Lager zu bringen. Die Soldaten drohten ihnen, sie zu erschießen.

Es wurden 12  +5 junge Männer im Balata-Dorf verletzt, einer in den Kopf während sie Steine auf ein Jeep warfen und fünf andere im Flüchtlingslager mit Gummi ummantelten Stahlgeschossen ....

 

(dt. Ellen Rohlfs)

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