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Dimona –Reaktor --- ein Geheimnis, das den Nahen Osten bedroht  ( 18.Sept. 2003 !!)
www.scoop.nz/stories/WO0309/228htm

 

Vorwort: „ der israelische Atomreaktor von Dimona ist empfindlich für Kernschmelze wie der russische Reaktor von Tschernobil vor zwei Jahrzehnten, der eine humanitäre und wirtschaftliche Katastrophe darstellte. Wenn in Dimona eine Kernschmelze stattfinden würde, dann würde  das ein Gebiet von 500 Quadratkilometer im Umkreis betreffen und Cypern erreichen und die ganze benachbarte Region,“ warnte Dr. Youssef Abu Safiya, Chef der palästinensischen Umweltbehörde.

 

Eine kürzliche (2003) Studie, die auf eine Bitte der palästinensischen Umweltbehörde von jordanischen Behörden durchgeführt wurde, enthüllte, dass die Israelis sich der Möglichkeit einer Kernschmelze im Dimona-Reaktor bewusst sind. Die ganze Region würde in Mitleidenschaft gezogen werden, besonders die jordanische Stadt Tafila.

Die Studie zeigt auch, dass radioaktive Substanzen aus dem Reaktor  in einer Weise ausströmen, dass die Krebsrate in der  Bevölkerung, die in der Nähe – Tafila-Stadt – wohnt, ansteigt.

 

Was diese Vermutungen weitestgehend begründen, sind die letzten Satellitenbilder des Dimona-Reaktor, die zeigen, dass seine Mauern Risse aufweisen, die sein  voraussichtliches Alter auf die Hälfte verkürzen wird

Nach gründlichen Nachforschungen über  Israels Atomanlage Dimona können folgende Fakten bemerkt werden.

 

Der Standort

Der Standort von Dimonas Reaktor in der Negevwüste ist ein delikater Ort: zwischen Ägypten, Jordanien und den palästinensischen Gebieten. Der Reaktor wurde 1963 als Deal mit Frankreich gebaut, das sich anbot, den Reaktor im Tausch gegen Hilfe bei einem Angriff  gegen Ägypten …zu bauen .  Was die  Finanzierung des  Antriebsmaterial des Reaktors betraf, hatten die USA dies übernommen, zusätzlich halfen sie Israel mit erstaunlichen Mengen angereicherten Urans.

Der Bereich, auf dem der Dimona-Reaktor gebaut ist, umfasst neun Gebäude, einschließlich des Reaktorbaus selbst. Jedes Gebäude hat die Aufgabe, eine bestimmte Art Material zu produzieren, das zur Produktion von Massenvernichtungswaffen verwendet wird wie z.B. Plutonium, Lithium und Beryllium, um Atombomben zu bauen und zusätzlich zur Herstellung von radioaktivem Uran und Triennium.

Der Dimona-Reaktor wird als eines der größten Geheimnisse der „nuklearenWelt“ betrachtet, da Israel seit seiner Errichtung 1948, und nach dem Bau des Reaktors kategorisch  eine Routineinspektion verweigert, denen andere Reaktoren rund um die Welt unterworfen sind, die „gezwungenermaßen“  aus Angst vor dem amerikanischen „Knüppel“ internationaler Resolutionen die Türen ihrer Reaktoren öffnen.

 

Keine Inspektion jenseits dieser Linie!

Israel kann als der einzige Staat der Welt angesehen werden, der Inspektionsbesuche durch die Internationale Atom-Energiebehörde (IAEA) ablehnt. Außerdem lehnt es den von allen arabischen Ländern unterzeichneten Vertrag zur Nichtverbreitung von Atomwaffen zu unterzeichnen bis zum heutigen Tag ab.

Trotz der vollen amerikanischen Unterstützung der israelischen Politik drücken die Amerikaner ihre Sorge über den Reaktor aus, wie Nachrichten  bei einem amerikanischen Versuch aufdeckten:  sie sandten einige ihrer Nuklearprogrammfachleute nach Dimona, um den Reaktor zu überprüfen – abgesehen von denen, die mit IAEA arbeiten. Aber Israel verweigerte ihnen den Zutritt. … Nur Israelis  sei der Zutritt erlaubt.

 

Die fünfte Atommacht.

Israel wird als die 5. Atommacht der Welt betrachtet. Abgesehen von Atombomben, die aus der Luft abgeworfen werden können, schließt sein nukleares Arsenal auch nukleare Sprengköpfe ein, die eine Entfernung von 1500km erreichen können, wenn sie von in Israel fabrizierten „Jericho“ –Raketen  benutzt werden. Nach Schätzungen ist Israel im Besitz von 200 Atombomben; aber nach arabischen Quellen besitzt Israel eine große Menge von Uran und Plutonium, mit denen es 100 weitere Bomben herstellen könnte. Mittlerweile versucht Israel  die Produktionseffizienz seines Reaktors um das Dreifache zu vergrößern – von 28 auf 100 Megawatt.

Nach letzten Berichten konsumierte der israelische Reaktor im vergangenen Jahr 1400 Tonnen Uran, was auf eine Effizienz von 150 Megawatt hinweist.

 

Dimonas Sicherheitsrisikos

In einer vom palästinensischen Umweltministerium von Jordanien angeforderten Studie wurde aufgedeckt, dass die durchschnittliche Rate Krebskranker im Regierungsbezirk Al-Tafla, im Süden Jordaniens, höher sei, als in den umliegenden arabischen Ländern.

Nach Dr. Safiya wurde in allen südlichen jordanischen Regierungsbezirken  von einer hohen Krebsrate berichtet, was die mögliche Richtung von nuklearem Staub aus einem undichten Reaktor in Dimona   bestätigt. Vor kurzem wurde berichtet, dass fünf israelische Familien ihre Söhne, die im Reaktor arbeiteten, verloren haben. Sie haben Anklagen im Zentralen Gerichtshof in Tel Aviv gegen die israelische Regierung und die Verwaltung des Reaktors erhoben und  Kompensationen für die Krebskrankheit gefordert, die diese  der Strahlung ausgesetzten Arbeiter tötete.

 

( Zusammengefasst von der Übers.:  hier folgen die Namen der fünf israelischen Arbeiter, ihr Alter, wie lange sie als was im Reaktorbereich gearbeitet haben. Die Anwälte der Familien beanstanden auch, dass die Verwaltung des Reaktors nicht genügend Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hatte und niemals die Beschäftigten vor Strahlungsunfällen gewarnt hätte.)

 

Ein verbrauchter Reaktor

( nach Berichten sind die Mauern des Reaktors verbraucht/ undicht. Es ist die Ursache für das Austreten von Strahlung, die in der Umgebung Gesundheitsschäden und ökologische Schäden zur Folge hat…

Es sind nach einer Sendung im 2. israelischen Fernsehkanal schon Dutzende von Angestellten an Krebs gestorben. Die Verwaltung weigert sich, die wahre Zahl der Krankheits- und Todesfälle bekannt zu geben. Es gab auch viele Arbeitsunfälle innerhalb des Reaktors, einschließlich Bränden  von gefährlichen und giftigem Material, ohne dass das Personal mit der nötigen Schutzbekleidung ausstaffiert worden war, und viele starben deshalb. Außerdem sind Mengen von radioaktivem schwerem Wasser und Nuklearabfällen in die natürlichen Hügel um den Reaktor geflossen. )

 

Seine Zeit ist abgelaufen.

Israel begeht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn es den Dimona-Reaktor weiter laufen lässt. Das müsste den Brutalitäten hinzugefügt werden, die Israel außerdem während seiner Geschichte begangen hat. Seit 1971 wurde der Reaktor nicht mehr mit neuen Kühlungstürmen ausgestattet, obwohl seine Effizienz seitdem vergrößert wurde. Dr. Abu Safiya weist daraufhin, dass die größte Gefahr des Dimona-Reaktors in der Produktion von Plutonium liegt, mit dem Atombomben hergestellt werden. …

 

Israel am wenigsten betroffen

Dr. Al Sufiya verlangte, dass die IAEA, wenn sie wirklich Integrität sucht, Kontrollen in der Region rund um den Dimona-Reaktor ausführen sollte, um die Höhe der Strahlung festzustellen.

„Wenn wir z.B. eine Untersuchung nach allen Richtungen durchführen, um festzustellen welche Gegend und wer am meisten betroffen ist, dann würden wir herausfinden, dass Israel, das seine Bevölkerung weit weg vom Reaktor im Norden  hat, am sichersten ist. 95% der Winde in Palästina kommen aus dem Nordwesten ( und weht in den Südosten) . Das ist also entgegen der israelischen Bevölkerungskonzentration“, sagte Dr. Abu Safiya. Der Austritt von depleted Uranium aus dem Reaktor hat katastrophale Auswirkungen, da es als eines der schwersten Elemente angesehen wird, das die Nieren, die Leber und das Atmungssystem angreift und  zum Tode führt. Nur ein Atom radioaktives Uran genügt , um tödlichen Krebs zu erregen.

 

Und was geschieht mit den Abfällen des Reaktors?

Was die Abfallprodukte aus den nuklearen Anreicherungsoperationen im Dimona-Reaktor betreffen , sagte Dr. Abu Safiya, dass sie in Gegenden nahe den von der palästinensischen Behörde kontrollierten Gebieten als auch nahe an Jordanien und Ägypten vergraben werden, besonders in den Gegenden, wo der Wasserverlauf und der Wind nicht in Richtung Israel geht. Ein Bericht aus dem 2. israelischen TV-Kanal enthüllte, dass Abfallprodukte aus dem Dimona-Reaktor östlich des Gebietes des Al-Bureij-Flüchtlingslagers und der Stadt Deir El Balah vergraben wurden. Zu Zeit  ( 2003!) versucht die palästinensische Umweltbehörde die Genehmigung zu bekommen, um die Instrumente für Wasseranalysen in den Gazastreifen einzuführen, um diese Gebiete zu kontrollieren – aber Israel verweigerte es.

„Während der 2. Intifada haben Israelis fast 50 000 Tonnen industriellen chemischen Abfall nur 30 Meter tief im Gazastreifen auf einem Areal von 5000qm vergraben, wobei sie den landwirtschaftlich nutzbaren Boden nach Israel brachten und dafür den industriellen Abfall dort abluden. Das heißt, dass dort 150 000 Kubikmeter vergifteter Abfall im Gazastreifen vergraben liegt, was eine Katastrophe ist. Außerdem ist Israel von diesem Abfall nicht betroffen, weil das Wasser hier nicht in Richtung Israel fließt“, sagte  DR.Abu Safiya.

In der Westbank wurden die östlichen Hügel zum Vergraben benützt, weil sie nicht zum von Israel kontrollierten Gebiet gehören wie die westlichen Hügel. Nun sind also die östlichen Hügel mit chemischen Abfall und Pestiziden verseucht.

 

Ihre Verbrechen vertuschen

In Ramallah und Hebron hatte die Palästinensische Behörde eine Grundausstattung an Geräten, um Strahlung und Umweltverschmutzung zu messen. Diese Ausrüstung kontrolliert nicht nur die Strahlung, sondern Verschmutzung allgemein, wie den Boden, das Wasser, die Luft und chemische Verschmutzung.

Zu diesem Thema sagte Dr. Abu Safiya, dass kleine Apparate in Helikoptern entdeckt wurden, die zum einen dazu benützt werden, die Rotation der Blätter zu regulieren als auch den Piloten mit einigen technischen Daten zu versehen. Wenn jemand diesen Geräten ausgesetzt ist oder wenn Kinder damit spielen, kann dies zum Tod oder zu Blut- und Genmutationen führen, da diese Geräte radioaktives Material enthalten. Der Minister fügte hinzu, wenn diese Geräte verbraucht sind, werden sie von den Israelis im palästinensisch kontrollierten Gebiet entsorgt. Wir haben davon drei in Ramallah gefunden, eine davon im Büro von Präsident Arafats Büro Al Moqata’a. Solche Apparate wurden auch während der israelischen Invasion von Ramallah am 29.März 2002 gefunden, nachdem die Behörde Warnungen  über verdächtiges radioaktives Material erhalten hatte. Als Spezialisten der Umweltbehörde das Areal erreichten und diese Teile kontrollierten, fanden sie heraus, dass sie glühendes radioaktives Material enthielten. Die von jenen Spezialisten verwendeten Instrumente zeigten eine Verstrahlung an, die das Maximum des Erlaubten überschritt. Als man sich mit der Firma in Verbindung setzte, die diese Geräte herstellt, antwortete sie, dass diese Teile der israelischen Luftwaffe verkauft würden und dass sie von Hubschraubern vom Typ CH53 benützt würden.

Bald nachdem die israelische Besatzungsarmee Ramallah überfallen hatte, wurde die Ausrüstung zur Kontrolle von Strahlung zerstört, einschließlich der speziellen Teile, die die Radioaktivität kontrolliert.  Außerdem sprengten die IDF die Umweltuntersuchungslabors in Hebron und Ramallah und zerstörten alle Instrumente, indem sie sie aus der 5. Etage zum Fenster hinauswarfen.

 

In letzter Zeit (2003!) wurde eine Ladung von israelischem Abfall in Hebron entdeckt, der aus 80 Fässern bestand, und 120 andere in El Azarije, im Distrikt Jerusalem. Außerdem brachte die IDF eine Ladung mit 2500 Tonnen radioaktiv verseuchtem  basic coarse  (??). Die Ladung kam von Italien und als das israelische Umweltministerium entdeckte, dass die Verstrahlung das vierfache dessen hatte, was international erlaubt war, wurde die Ladung  illegal nach Gazastadt geleitet …..

 

Israel schützt sich selbst

Israel schützt sich selbst mit allen Mitteln. Z. B. hat jeder israelische Bürger eine Pille mit Jodid und kann sie jederzeit einnehmen. Sie schützt vor Strahlung.

Es wurde bekannt, dass Israel jeden seiner Bürger mit solch einer Pille versorgt – unter dem Vorwand, einen irakischen Atomschlag zu befürchten. In Wahrheit wurde sie verteilt, weil man eine Kernschmelze des eigenen Reaktors, nicht nur in Dimona befürchtet, sondern all der anderen Forschungseinrichtungen überall in Israel ….

 

(dt. und stark gekürzt bzw. zusammengefasst: Ellen Rohlfs)

 

 

 

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