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Jüdische Stimme
Texte von Abraham Melzer

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Anti-Antisemitismus heute
Ist Lanzmann paranoid?
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Skandal um CODEPINK
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3000 Israel-Freunde unter sich - Israel-Kongress
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Lüge und Dummheit?
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Editorial zum Semit  Sonderheft 1 - 2011
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Broder Spaß „Mörder“ zu sein?
Gut für die Juden?
Ein „preußischer Dounanier“?
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Arthur Cohn – Unter Dauerbeschuss
Langer nannte israelisches Gefangenenlager „KZ“
Zentralrat Juden in Deutschland + Gilad Shalit
Stefan Kramer vergießt Krokodilstränen
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Abraham Melzer an Alan Posener
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Babylonische Sprachverwirrung
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„Ich habe nie verstanden, warum die Vertreter des Zentralrates landauf, landab an jeder Gedenkfeier teilnehmen, sei es die Einweihung des überflüssigsten Mega-Mahnmals aller Zeiten in Berlin, sei es eine Gedenkstunde im Bundestag oder irgendeine Feier in der Provinz zur Erinnerung an das gute Verhältnis zwischen christlichen und jüdischen Viehhändlern. Wäre der Zentralrat nicht eine Interessenvertretung der Juden, sondern eine Firma, bei der man Juden für alle möglichen Anlässe buchen kann ("Rent A Jew"), wäre so ein Verhalten normal. Anormal aber ist, wenn sich Juden als Therapeuten anbieten, um den Nichtjuden bei der Bewältigung ihrer Holocaust-Traumata zu helfen.“  Quelle

Gratuliere Henryk, das ist endlich ein guter Beitrag. Da du ja der meist gebuchte Jude in Deutschland bist, kann man davon ausgehen, dass du weißt wovon du sprichst.

Abraham Melzer

"Die Juden" haben ihren Beitrag zum Holocaust bereits geleistet. Sie könnten sich ganz entspannt zurücklehnen und sagen: "Jetzt seid ihr dran. Nun macht mal schön."

Das schreibst du einige Zeilen weiter. Dabei sind doch eigentlich die Juden jetzt dran, und sie machen es ganz gut, wie man an den Ergebnissen des Zusammenschusses von Gaza sehen kann. Das Militärrabbinat hat anlässlich des Eindringens in Gaza den Soldaten einen Verhaltens-Kodex auf den Weg mitgegeben, auf den man ja als Jude stolz sein kann: „Wenn man mit einem grausamen Gegner Mitleid hat, ist man ehrlichen und naiven Soldaten gegenüber grausam. Das ist ein schrecklicher Mangel an Moral, da es hier nicht um Spiele im Luna-Park handelt, wo der sportliche Geist dich lehr nachzugeben. Hier geht es um Krieg und um Mörder. Und im Krieg müsst ihr euch verhalten wie im Krieg“. Und die höchst moralischen und barmherzigen Rabbiner mahnen die israelischen Soldaten „mit dem Feind nicht barmherzig zu sein. Denn Grausamkeit ist eine schlechte Eigenschaft, aber wenn sie gebraucht wird, dann ist sie eine gute Eigenschaft“.

Du musst doch zugeben, lieber Henryk, besser hätten es die Nazis auch nicht ausdrücken können. Und was die Bevölkerung betrifft, so meinen die Soldaten-Rabbiner, „diese ist nicht unschuldig, sie deckt die Schuldigen! Die Ethik der Tora sagt dazu: Weh dem Bösen und weh seinem Nachbarn!. Und diese seltsamen, barmherzigen Rabbiner beenden ihren Aufruf mit: Wir fordern euch auf alle seltsamen Lehren und falschen Befehlen zu ignorieren, die den logischen Gang des Krieges verhindern – die totale Vernichtung des Gegners!

Das nennt man lupenreine nationale Ideologie, die aus dem Friedhof der Geschichte herstammt. Du bist ja einer, der solche Ideologien unterstützt und verbreitet. Deshalb bin ich froh, das im gedruckten Spiegel Tom Segev schreibt und deine Kollegen Susanne Koelml, Juliane von Mittelstaedt, Mathieu von Rohr, Volkhard Windfuhr und Bernhard Zand, die den Mut haben redlich zu berichten, wo du total versagt hast.

Du behauptest ich würde mich schämen Jude zu sein! Ja, wenn ich das lese, was verbrecherische Rabbiner im Namen des Judentums verbreiten, dann schäme ich mich Jude zu sein. Du wohl nicht. Aber du findest auch die Cafeteria in Auschwitz so toll.

 

Bezug: Gedenkfeier-Boykott: "Wir wollen wenigstens in der VIP-Lounge sitzen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur - Henryk M. Broder an Stefan Kramer >>>

 

 


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