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nennt es Liebe 3

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ICH

gedanken  träumen sich in die welt
dann stehst du vor mir
ein traum weniger
eine erfahrung mehr

DU

millionen jahre schon
trägt sich unsere einsamkeit

zwei schalen einer muschel
pressen sich aneinander
es bewegt uns die zeit

WIR

auf dem raumschiff erde
sind wir endliche gäste
kurze zeit
auf dem weg
in  unsere endlichkeit

 

 

 

 

parallelen


 kurven in unbekannten dimensionen
sich kurzfristig schneidend

in sich zuhause sein

dann in sich versinken
versteinert
im schneckenhaus
versunken

 

 

 

du kannst  mir nicht nahe genug sein

es gibt eine todesstarre der lebenden
die mag ich nicht
bewegung bitte ...


steige aus der asche
fliege
oder stürze zu boden und stirb

egal
lieber phönix
 als asche sein

 

 

 

 

 dein atmen
ich hör ihn
du bewegst dich
doch ich fühle dich nicht

schweigend
lebst du an mir und allem, allen vorbei
in deine puppenwelt hinein

der gang der menschen
berührt dicht nicht mehr
als ein kinderspiel

du bist mir so nah
aber
die entfernungen
werden immer größer

2000 - 2014

 

 

 

 

im sprung verkehrt
zwischen dem ja und nein
versunken
in einem paradoxon der zeit verloren
in der wirklichkeit verirrt
in nanosekunden
hast du dich vergessen
bist nicht mehr bei dir

gestern ist nicht heute
bestrafe mich nicht dafür

jeder schritt ins leere
ist unbekannt
unbenannt
morgen

die zeit
sie bewegt sich an uns vorbei
wenn wir nicht mit ihr gehen

wir gehen
nicht immer
den gleichen weg

gewesen....
und doch heute
es steht zwischen uns
deine vergangenheit
sie sollte nicht das morgen zerstören

manchmal denke ich an uns
es scheint ein fata morgane gewesen zu sein
niemals wirklichkeit

geh leicht
du wirst nicht gezogen
und was dich anzieht
weißt nur du

berühre die grenze der wirklichkeit
einen traum
die wandlung einer illusion

eine hand
berührt dich
mich

 



 

fragen

bist du ein stein
 nur  die sonne kann dich erwärmen
nachts bist du unbeweglich starr


bist du ein stück papier das brennt
wenn es vom feuer berührt
nur asche  bleibt
und was geschrieben
ist nicht mehr zu lesen?

fließt in deinem blut nitroglyzerin
explodierst du in einer nanuosekunde
vernichtest alles um dich herum
zerstörst es
mich

oder implodierst du
saugst mich in dich hinein
und ich löse mich auf

bist du wie ein geburtstagslicht
das immer wieder neu anbrennt
erlischt im wind der zeit
um  wieder neu zu entflammen


bist du ein buschbrand
der alles, mich verbrennt
aus dessen asche neues leben wächst
nur nicht das meine


bist du ein kamin am abend
der scheinbar wärmt
mit seinem elektrischen licht
eine durchschaubare illusion
 

bist du eine fata morgana
aus der wundersame städte steigen
nie existierend
sich auflösend
  wenn man ihnen näher kommt


bist du eine wunderkerze
die sprüht und funkelt
für kurze zeit
wenn man ihr nahe kommt entflammt man auch

bist du eine kerze
die  ich leuchtend  im spiegel sehe
wenn ich mich umdrehe
ist sie verbrannt?

bist du das alles und nichts
es wechselnd sich die bilder
wie  im kaleidoskop


tausend fragen hab ich
wenn ich dich vor mir sehe
vergesse ich sie

ich bin ein baum
da wo man sich sieht
bin ich auch


 

 

 

 

hineinwachsen
zwei kastanien in einer schale
aneinandergeschmiegt
und doch nicht verbunden


gedankenknoten
sehnsucht träume und wünsche
verweben sich
überdecken die hoffnungslosigkeit
 


kratz kratz
ich setze spuren in die zeit
du hast sie  gesehen

 

 

gedanken  träumen sich in die welt
parallen 
im sprung verkehrt
bist du ein stein ?
zwei kastanien in einer schale
irgendwie
hab ich dich heute mitgenommen

der zustand der schwerelosigkeit vergeht
start - lyrik text

 

herbst

irgendwie
hab ich dich heute in mir mitgenommen
in einen sonnigen warmen herbst
wie gern würde ich dich  jetzt fühlen
in dir sein
doch du
bist tausend kilometer
entfernt von mir

die sonne brennt die blätter bunt
sie brennt immer noch auf meiner haut
sie
hüllt mein gesicht in ihre wärme ein
wärmt die krusten der wunden
die noch frisch
und nun verheilen
wenn wir zusammen sind
es wird  herbst


alles ist ein riesiges farbiges gemälde
ton in ton
in der sonne sonnengelb
 eine ganze welt
obwohl nur ein teil

ich bin mit dir  in ihr
ein teil von allem ist in mir
und doch bin ich so allein

trockenes rascheln der blätter
unter meinen füßen, am baum
der wind lässt blätter tanzen
sie geben dem herbst eine neue melodie
ich sehe dich tanzend vor mir

DAS WUNDER IST NOCH DA

die welt hat sich verschoben
du mit ihr

an einem alten vertrauten
und doch so fremden ort
in meiner kindheit zu gast

nahe dem baum
der die schöpfung mir zeigte
wo mein leben begann
dort fühlte ich mich mit allem vereint
vielleicht sollte mein leben dort enden
gut so
jetzt, wo ich ohne hoffnung geh

SIE IST HEIL DIE WELT
manchmal noch
und dann wieder so kalt
voller eis
ich erfriere in ihr

doch jetzt
wie eine eidechse
mein gesicht saugt die sonne auf
sammelt sie für die dunkle tage
nimmt sie mit
in das dunkel hinein
um auch dort sich an der erinnerung wärmend

ES IST SCHÖN SICH GANZ ZU FÜHLEN

vor mir
schwebt ein  segelflugzeuge
mit meiner sehnsucht
IN UNSER SCHWEIGEN HINEIN

22.10.00   18:00

 

 

 

 

der zustand der schwerelosigkeit vergeht

wenn deine gegenwart vergangenheit ist

die personen übernehmen keine  haftung

ich weiß es
 

warum warst du nicht dort

wo du sagtest du wärest es

ich bin immer dort

wo man mich sieht

dort bin ich auch

1977 - 2014

 

 

 


arglos sorglos
wie ein kind
von einem spiel zum andern
sammeltest du mich auf
verlorst mich mit deinen nächsten gedanken

es zerbrach etwas dabei
mein leben taugt nicht
für ein puppenspiel
im kühlschrank erfriere ich

 mein ich zerbricht
an der hoffnungslosigkeit
der heimatlosigkeit
 deiner gefühle
  deiner willenlosigkeit
dem übertragen deiner schwäche
auf anderen
auf mich

ein kind
sorglos wie mit einer puppe
spieltest du mit meinem leben
es zerbricht wie porzellan
mit meinem
in deiner hand

 

 

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