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nennt es liebe

 

 

angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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die angst vor dem leben
friert  liebe ein
dein leben
du kennst es noch nicht
kannst es nicht halten
es zerfließt hinter dir

warum willst du
nicht bei dir sein

der spiegel vor dem du stehst
zeigt nicht länger dein gesicht
immer noch verbirgt er meine

alles
gleitet wie sand
durch deine hände
ich
mit dir
 

4.00-8.03

 

 

 

   
angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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wenn ich leide
hat der teufel Ihr gesicht
du
eitel - egozentrisch 
 egoistisch und krank

 

eingesperrt in deiner schiefen welt
ist alles hinter dem spiegel
vor deinem gesicht
nur ein spiel

 

zeit und raum
wechseln

unbedacht
tödlich

 

die
 schwarze
 witwe
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wenn ich glücklich bin
ist gott ein weib
du

in die ich
von oben unten
versenke meine lust
die dir so wichtig wie die meine
und es ist noch mehr

und wenn die körper sich berühren
wir liegen,  fühlen, riechen, schmecken uns
öffnet sich die grenze

ich und du
etwas neues entsteht
und  bleibt

 

 

 

   
angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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nein
 

es ist nicht gut allein zu sein
allein auf diesen schwarzen häuten
straßen genannt

an deren rändern
sich das Leben versteckt

abends
   werden die  straßen  leerer
die meisten gehen vorüber
es bleibt ein lächeln
vielleicht
 das nicht einmal dir gilt

eingespannt 
zwischen den hoffnungen
erfüllungen
des alltags leben wir
in einer welt mit märchen und träumen
 von gestern und morgen
die das heute vergessen lassen

bevor man die anderen erkennt
sind sie schon erstickt
UND man schreibt ihren grabgesang
 

1972

 

 

 

   
angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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danach

irgendwann eine neuer alltag
träume,  hoffnungen leben sich zurück
muschelschalen schließen sich

warum es so kam
was es  war
vielleicht werden wir es einmal wissen
und uns erinnern an das was war
ich weiß nur
es geschah
 ich bedauere es nicht


wie wenig können wir bewegen
so vieles wird mit uns gemacht
 geschieht ganz einfach
lebt sich in den tag
und stößt uns auf neue wege

es genügt nicht zu träumen
 zu vieles zerreißt  den traum
alte träume stehen dagegen
unbedachtsam ist  er zerfetzt
 bevor er im alltag
wo ist er geblieben

wir haben nicht genug geträumt
auf umwegen
falsch

man hat uns gelehrt, das alphabet aufzusagen
die kleinen rechenaufgaben des alltags zu lösen
doch wie man träumt und liebt sagt keiner

wer zeichnet die landkarten für träumer und liebende
für die narrren und wanderer in der zeit?
wo gibt es eine schule für träumer und liebende?

wir haben uns nun verlassen
sagen wir
irgendwo ist en rechenfehler in der geschichte
die lösung ist falsch

wie schmetterlinge, die ihre flügel verloren
taumeln wir am boden umher
belastet von wegen
die eigentlich nicht die unseren
außerstande sich auf etwas wesentliches zu konzentrieren

ohne die fähigkeit
die landkarten selber zeichnen zu können
 

kann man versuchen zu lernen?

der traum in dem wir immer gerade leben heißt alltag
und es gibt träume, wenn man daraus erwacht
dann ist er für den alltag verloren.

 

 

 

   
angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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wir

die wir uns

in den straßenschluchten

zwischen den schlagzeilen

des alltags verirrten

stehen wortlos voreinander

versuchen die gitter

die  trennen zu zerbrechen

touch me

berühre mich

der gedanke an DICH berührt mein herz

und ich bin erschüttert

 

 

 

   
angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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das was man glück und liebe nennt

es gibt etwas
an das man
oft zu schnell vorübergeht

lange
dann
stück für stück
sammelt es sich

anders
als man sich erdachte

aus  den vielen augenblicken heraus
traumlos
ohne die erwartung es zu finden

greifbar
immer dann
wenn etwas geschah
ist  es das was übrig bleibt

1985

 

 

 

   
angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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ein ring fiel zu boden

zersprang

die eine hälfte heißt du

die andere ich

nun suche ich dich

 

 

 

   
 

 

 

 


auch wenn wir uns sehr sehr nahe sind
du kannst nie ich sein
ich nie du
das ist gut so

 

 

 

   
 

 

 

 

ich suchte dich
vor mir
ein leerer bilderrahmen
voller erinnerungen

die letzten
wolken haben sich aufgelöst
sehnsucht
überlagert den schmerz

ich verblute
 

 

 

 

   
angst friert  liebe ein
die schwarze witwe
es ist nicht gut allein zu sein
irgendwann eine neuer alltag
das was man glück und liebe nennt

wir
ein ring fiel zu boden
du kannst nie ich sein
ich suche dich
nie ohne ich sein
den sternen  gab ich deinen name
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ich sein

ohne  ich sein

nie ohne ich sein

kannst nie ohne ich sein

du kannst nie ohne ich sein

wir können nie ohne ich sein

wir können nie sein ohne ich

wir - zwei ich's können sein

wir - zwei ich's können

zwei ich's sein

wir zwei

sein

 

 

 

   
 

 

 

 

den sternen gab ich deinen namen
die wolken zeigten mir  dein gesicht


 der warme wind
gab mir  deinen atem
er sprach mit deiner stimme
in meinen träumen
warst du bei mir

als ich dich dann sah
erkannte  ich dich nicht

 

 

 

   

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