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Israel darf alles...
   Die Errichtung und die Räumung einer palästinensischen Siedlung auf palästinensischem Boden

 

Palästinensische Zeltdörfer - Friedlicher Widerstand, 15. Februar 2013 
Chronologische Zusammenfassung

Palästinensische Zeltdörfer bestätigen rechtmässigen Landbesitz durch direkte Aktionen - Palästinensische Aktivisten setzen ihre Proteste gegen Israels Landraub fort. Neben den wöchentlichen Demonstrationen entwickeln Aktivisten in der Westbank eine neue Form des gewaltlosen Widerstandes: Sie errichteten seit Januar 2013 fünf Zeltdörfer. Die palästinensischen “Aussenposten” werden – anders als die jüdischen Siedleraussenposten - von der israelischen Armee nicht geduldet und innerhalb von Tagen oder sogar Stunden geräumt –oft mit drakonischer Gewalt.

Linah Alsaafin berichtet:
Das Jahr 2013 brachte wenig Veränderungen für die Palästinenser, was die von der israelischen Besatzungarmee durchgeführten Zerstörungen und Räumungen von palästinensischen Häusern angeht. Das israelische Komitee gegen Hausabbruch [Israeli Committee Against House Demolitions] dokumentierte die Zerstörung von 600 Gebäuden für das Jahr 2012 und 180 Häusern. Insgesamt verloren 800 Palästinenser ihr Zuhause, 19% mehr als im Vorjahr 2011.       
2011 sahen Palästinenser einen Rekordzuwachs in der Zahl der Hauszerstörungen: 1094 Palästinenser wurden aus ihren Häusern vertrieben. 89% der Hausabbrüche wurden im Gebiet C der Westbank durchgeführt.
     
Nach den 1993 unterschriebenen Osloverträgen wurde die Westbank in drei Zonen aufgeteilt. Zone C ist unter voller israelischer Kontrolle und Palästinenser in dieser Zone benötigen eine Baugenehmigung von der israelischen Besatzungsbehörde. Bauanträge von Palästinensern werden fast nie genehmigt, während die Konstruktion von Israels Siedlungen nur für jüdische Bewohner ungehindert fortgesetzt wird
.       
Im Januar 2013 führten die Widerstandskomitees in der Westbank eine andere, vor einigen Jahren im Westbankdorf Bil’in erprobte Strategie des friedlichen Widerstandes ein und errichteten mehrere „Zeltdörfer“ in von israelischen Siedlungserweiterungen besonders gefährdeten Teilen der Westbank. Sobald ein neues Zeltdorf errichtet wurde, erschien die israelische Armee, sperrte das Gelände als „geschlossene Militärzone“ ab und zerstörte Zelte und im Aufbau befindliche Steingebäude.
      
Die Serie der Protestdörfer begann mit Bab al Shams, Tor zur Sonne, als 150 Aktivisten am Freitag, den 11. Januar 2013, 25 Zelte auf palästinensischem Privatland im E-1 Korridor errichteten, einem Landstreifen zwischen Jerusalem und der illegalen Siedlungskolonie Ma’ale Adumim, auf dem die israelische Regierung im Dezember 2012 den Bau von 3000 Wohneinheiten ankündigte, was einen territorial zusammenhängenden palästinensischen Staat unmöglich machen würde.
   
Die Aktivisten hatten einen unmittelbaren Räumungsbefehl vorhergesehen und sofort einen Antrag auf Verschiebung der Räumung beim Obersten Israelischen Gericht gestellt. Das Gericht erteilte eine Bedenkfrist von sechs Tagen >>>

 

 

3.2.2013

Friedlicher Widerstand, 2. Februar 2013

Palästinenser gründen ein drittes Protestdorf - Almantir - Palästinenser errichten  einen weiteren “Aussenposten” beim Westbankdorf Burin; es kam zu Zusammenstössen zwischen Aktivisten,  Siedlern und der israelischen  Armee, so berichtete die Jerusalem Post am 2. Februar 2013.
Palästinensische Aktivisten bauten am Samstag mittag Zelte und Hütten bei Burin südlich von Nablus auf, um ein neues Protestdorf zu gründen.
Die Sprecherin des Popular Struggle Coordination Committee,  Abir Kopty sandte per Twitter die Nachricht aus, dass für die neue palästinensische Siedlung der Name „Almantir“ gewählt wurde, weil Almantir im Arabischen eine Stein- und Erdhütte für die Wächter der Häuser bezeichnet.

Israelische Siedler und Soldaten kamen nach Almantir, und Aktivisten berichten, dass die Siedler Steine warfen und einen siebzehnjährigen Palästinenser mit scharfer Munition am Bein verletzten. Die israelische Armee griff die unbewaffneten Aktivisten mit Tränengas und Schallgranaten an. Die Sprecherin der israelischen Armee sprach von gewaltsamen und illegalen Störungen, die in Anwesenheit der 150 palästinensischen Aktivisten ausbrachen. Auf das Steinewerfen der Palästinenser reagierte die Besatzungsarmee mit „Mengenkontrollmitteln“. Sie berichtete, dass die israelische Armee die Gegend absperrte, um weitere Solidaritätsaktivisten von Almantir fernzuhalten.

Mit Almantir wurde der dritte Ausssenposten dieser Art errichtet. Im Januar 2013 wurde zuerst das Tor zur Sonne, Bab Al-Shams, von Palästinensern als direkte gewaltlose Aktion gegen die fortgesetzte israelische Kolonisierung der besetzten Westbank errichtet. Am folgenden Freitag bauten Dorfbewohner aus Beit Iksa das zweite Protestdorf mit einer Steinmoschee, Bab Al-Karameh, Tor zur Würde. Am vergangenen Freitag kehrten die Dorfbewohner nach Bab Al-Karameh zurück, beteten das Mittagsgebet und pflanzten Olivenbäume an. Die beiden Protestdörfer wurden von der israelischen Armee nach wenigen Tagen mit brutalen Methoden evakuiert und anschliessend demoliert.

„Diese Aktion illustriert die absolute Notwendigkeit, die Kultur der Verteidigung unseres Landes durch eine Bewegung von unten aufzubauen und zu stärken,“  sagte ein Organisator. „Darüberhinaus zielt die Aktion auf die Entfernung von Siedlern und Siedlungen von palästinensischem Land.“

Ende 2012 kündigte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu ein neues Siedlunsgprojekt zwischen Jerusalem und der israelischen Westbankkolonie Ma’ale Adumim an, das Ost-Jerusalem, die zukünftige, derzeit besetzte Hauptstadt eines palästinensischen Staates, bis auf einen schmalen Zugang von der Westbank abtrennen wird. Die Ankündigung von Projekt E-1 war die israelische Reaktion auf den Antrag der Palästinenser vor der Generalversammlung der Uno auf de-facto Anerkennung des Staates Palästina. Mit nur neun Gegenstimmen wurde der Antrag im November 2012 angenommen. Übersetzung Martina Lauer

 

Israelische Soldaten vertreiben Demonstranten im Westjordanland - Israel löste die Proteste gewaltsam auf. - Ramallah/Jerusalem - Palästinensische Aktivisten haben aus Protest gegen israelische Siedlungspläne erneut ein Zeltlager im Westjordanland errichtet. Etwa 200 Menschen hätten sich an der Aktion in der Nähe des palästinensischen Dorfes Burin südlich von Nablus beteiligt, berichteten Teilnehmer am Samstag. Israelische Zivilisten aus der nahe gelegenen Siedlung Har Braka hätten mit Steinen geworfen und israelische Soldaten die Gegend abgeriegelt. Die Soldaten seien auch mit Tränengas gegen die Aktivisten vorgegangen >>>

 

Newly erected village of Al Manatir attacked by settlers and army  - Following in the footsteps of the creation of the Bab Al-Shams village, a group of activists have cooperated in order to build Al Manatir, a Palestinian village in the land of Burin. Palestinians and solidarity activists built up tents and huts in order to maintain Palestinian presence on their land which is under the threat of confiscation for the continued illegal Israeli settlement expansion. Shortly after the tents were established, several illegal Israeli settlers from a nearby settlement began to attack the area. The Israeli army were present and did not prevent the acts of violence by the settlers. Excessive sound grenades and toxic tear gas canisters are being shot directly at Palestinian activists. >>>



Israelis evict Palestinian protest camp - Activists and residents of area protesting illegal Israeli settlement activity forcefully removed by authorities. - Israeli authorities have fired tear gas and violently evicted Palestinians and activists who were setting up a protest camp near an Occupied West Bank village. An correspondent said the army used tear gas and violence to remove hundreds of people who had set up four temporary huts and three tents near Burin, south of Nablus, in the northern Occupied West Bank on Saturday. The correspondent said journalists were also forcefully removed from the site. He said security forces made arrests, but he was unaware of any injuries. >>>

 

Israel evacuates Nablus protest village, dozens injured -  Israeli forces evacuated a protest tent set up earlier on Saturday by Palestinian activists in Nablus, leading to clashes which injured at least 20 people. Earlier, around 200 people from across the West Bank set up the "Al-Manatir neighborhood" encampment in an area of Burin village that activists say is slated for confiscation by a neighboring settlement. >>>
 

Heute in Burin

 

 

Friedlicher Widerstand, 31. Januar 2013


Beit Iksa – Einfuhr von Material für Protestdorf verboten
- Die israelische Besatzungsarmee blockierte den Transport von Baumaterial und Setzlingen in das Dorf Beit Iksa, im Norden von Ost-Jerusalem unter israelischer Besatzung, berichtete IMEMC am 28. Januar 2013.
Nach Informationen von Kamal Hababa, dem Vorsitzenden des Dorfrates von Beit Iksa, gab die israelische Armee als Begründung für die Sperre an, dass Jugendliche im Dorf das Baumaterial während der Proteste gegen die Annexionsmauer, die Siedlungen und die Besetzung benutzten. Hababa berichtete weiter, dass die Armee vor zwei Wochen eine strikte Belagerung des Dorfes begann und die Bewohner am Verlassen oder Betreten des Dorfes hinderte. Seit einer Woche verbieten israelische Soldaten sogar den Lastwagen der Müllabfuhr die Einfahrt ins Dorf, um den Müll einzusammeln. Hababa rief die internationale Gemeinschaft und Menschenrechtsgruppen dringend zu Protesten gegen diese Blockade des Dorfes durch Israel auf.
Vor zwei Wochen, am 18. Januar 2013, gründeten palästinensische Aktivisten aus Beit Iksa ein Protestdorf gegen die Konfiszierung von Dorfland für den Bau der Annexionsmauer, Bab Al Karamah. Das neugegründete Dorf wurde von der israelischen Armee nach wenigen Tagen evakuiert und zerstört. Am vergangenen Freitag kehrten Dutzende von Palästinensern nach Bab Al Karamah zurück und pflanzten Olivenbäume ein.
Beit Iksa ist von israelischen Siedlungen eingekreist und wird nach der bisherigen Planung vollkommen von Israels Trennmauer umringt werden. Beit Iksa wird damit von Jerusalem abgeschnitten.
Nach Fertigstellung der Mauer wird 96% des Dorflandes von Beit Iksa annektiert, berichtet das Applied Research Institute in Jerusalem.
Das Dorf Bab al-Karameh war das zweite von palästinensischen Aktivisten errichtete und von der israelischen Armee demolierte Protestdorf.
Eine Woche zuvor gründeten Aktivisten Bab Al-Shams bei Ost-Jerusalem, aus Protest gegen Israels Plan, die Siedlung E-1 zu bauen, die Jerusalem von der Westbank abtrennen würde.
Diese neue Taktik des friedlichen Widerstandes in der besetzten Westbank fan weltweite Aufmerksamkeit. Pro-palästinensische Aktivisten in den USA bieten einen Informationsdienst speziell über die Errichtung von neuen Protestdörfern in der Westbank an. Siehe: http://www.justforeignpolicy.org/act/palestine-pledge
Saed Bannoura, Army Prevents Entry Of Samplings, Construction Material, Into Beit Iksa, 29. Januar 2013, IMEMC; http://www.imemc.org/article/6497
http://salsa.democracyinaction.org/o/1439/p/dia/action/public/?action_KEY=12326

 

 

Friedlicher Widerstand, 27. Januar 2013

Olive tree planting in Bab Al KamaraGrosse Strafen für kleine Hoffnungen - Die Internationale Solidaritätsbewegung und palästinensische Aktivisten berichten von verschiedenen Projekten des friedlichen Widerstandes am Wochenende, vom 25. bis 27 Januar.

Foto - Olive tree planting in Bab Al Kamara

Der Morgen des 26. Januar sah eine kleine, energische Gruppe von Dorfbewohnern und internationalen Aktivisten bei der Feldarbeit in Burin, einem palästinensischen Dorf südlich von Nablus, zwischen den israelischen Kolonialsiedlungen Yizhar und Bracha. Das Einpflanzen der neuen Olivenbäumen war in einer Stunde erledigt und anschliessend zeigten die Dorfbewohner den Mitgliedern der Internationalen Solidaritätsbewegung [ISM-International Solidarity Movement]die Stelle, wo  kürzlich Olivenbäume abgeschnitten wurden. Wie auf Kommando tauchten in diesem Moment in der Distanz die ersten israelischen Soldaten auf, und drei Soldaten wurden offensichtlich in Richtung Feld geschickt, um herauszufinden, was die kleine Gruppe unternahm, die inzwischen ihren Tee neben den frisch gepflanzten Bäumen zubereitete.

Einige Stunden später ist die Zugangsstrasse nach Burin gesperrt und israelische Soldaten verschiessen Tränengas und durchsuchen zehn Häuser. Als Vorwand wird angegeben, dass nach Zeichen der Molotovproduktion gesucht wird, weil Siedler mit Molotovcocktails beworfen wurden. Die Dorfbewohner kennen den Jargon der Besatzungsarmee: Er beschreibt die kollektive Bestrafung für das Streben nach einem Leben auf dem Land, das systematisch von ihnen gestohlen wird.

In den vergangenen Tagen war Burin der Schauplatz von nächtlichen Trainingsmanövern der israelischen Armee und zwischen 25 und 30 Olivenbäumen wurden zerstört. Ein Dorfbewohner erzählt, dass die Moschee des Dorfes 1990 von israelischen Siedlern niedergebrannt wurde. Die Siedler haben kein Interesse daran, gute Nachbarn zu sein, weil sich ein Armeelager in Sichtweite beider Kolonien befindet. Sie können machen, was sie wollen. (Big punishments for small hopes, International Solidarity Movement, 26. Januar 2013; http://palsolidarity.org/2013/01/big-punishments-for-small-hopes/)

 

 

 

 

20.1.2013

Aktivisten errichten neues Protestcamp Al-Karamah - Mehr als 400 palästinensische Aktivisten richteten am heutigen Freitag ein neues Protestcamp nordwestlich von Jerusalem ein. Das ist die Zweite Initiative solcher art gegen Israel Siedlungsbauten in den letzten Wochen. 3 Zelte und ein kleines Fertighaus wurde in dem Gebiet bei Beit Iksa aufgebaut und das neue Camp wurde Dorf Al-Karamah "der Würde" getauft. Ein Aktivist aus dem Nachbardorf Beit IKza erklärte: "Das Camp ist eine Botschaft an Israel und alle demokratischen Gesellschaften, dass wir Menschen sind, die Frieden wollen!" >>>



Army Invades Bab Al-Karama -  Israeli soldiers invaded the Bab Al-Karama village (Gate Of Dignity), that was installed by Palestinian activists on privately-owned Palestinian lands in Beit Iksa village, northwest of Jerusalem. In a press release, coordinator of the Popular Committee Against the Wall and Settlements, Nabil Hababa, stated that Israeli soldiers invaded the area, and photographed the activists in the village. Hababa added that the soldiers also photographed the mosque that was built from brick in the new village, and told the Palestinians that they are not allowed to build without “a construction permit from Israel.” The activists said that this is village is on Palestinian lands, and that Israel, as a state that illegally occupies Palestine, has no legal or moral authority.  >>>

Besatzungssoldaten in Protestdorf Al Karama - Quelle Freunde Palästinas

Activists hold on to New Tent Village near Jerusalem -  Some 50 Palestinian activists, including one 70-year-old woman, and around 10 international supporters spent their first night in Bab al-Karameh village they had built on Friday on Beit Iksa village land, west of Jerusalem, in spite of an evening raid by Israeli army units, the head of the village council, Kamal Hababeh, said Saturday. The activists built the new village, Bab al-Karameh, or Gate of Dignity, on land Israel has decided to seize to build a wall aimed to separate the village from illegal Jewish settlements built over the years on village land. The activists built five tents and a mosque from brick to show that the land belongs to the village and that they will not accept any further Israeli seizure of their land. According to Hababeh, the village was once a flourishing 14,000 dunums large but has shrunk over the years to only few hundred dunums  >>>

 

Activists vow to expand Jerusalem protest village -  Palestinian activists said Saturday they will erect more tents in the al-Karamah (Dignity) protest village being established on the lands of Beit Iksa. Local groups set up the new tented protest village northwest of Jerusalem, the second such initiative against Israeli settlement building in as many weeks. >>>

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Übertragung aus der Siedlung - Stand 8.45 -
Die Filme sind von keiner guten Qualität, zeigen aber die Stimmung. Sie werden wohl regelmäßig aktuaalisiert.

Weitere Filme >>>


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19.1.2013

Palästinenser errichten erneut Protest-Zeltlager bei Jerusalem - Palästinensische Aktivisten haben aus Protest gegen israelische Siedlungspläne erneut ein Zeltlager in der Nähe von Jerusalem errichtet. Das Lager sei am Freitag zwischen den Dörfern Beit Iksa und Lifta nordwestlich von Jerusalem aufgebaut worden, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan.  >>>


Aktivisten errichten neues Protestcamp Al-Karamah
- Mehr als 400 palästinensische Aktivisten richteten am heutigen Freitag ein neues Protestcamp nordwestlich von Jerusalem ein. Das ist die Zweite Initiative solcher art gegen Israel Siedlungsbauten in den letzten Wochen. 3 Zelte und ein kleines Fertighaus wurde in dem Gebiet bei Beit Iksa aufgebaut und das neue Camp wurde Dorf Al-Karamah "der Würde" getauft. >>>


Revolution in resistance - Saleh Al-Naami - Al Ahram Weekly "Caught off guard, Israeli decision-makers were quickly irate. Israeli Prime Minister Binyamin Netanyahu issued orders to security agencies to immediately evacuate the village. This is what hundreds of security forces, including elite police units, did by raiding the village Friday night. >>>
Fotobericht und Bildquelle >>>

 

Landraub per Gesetz - Israelische Sicherheitskräfte räumen palästinensisches Protestlager gegen illegalen Siedlungsbau - Karin Leukefeld - Nach einem Beschluß des Obersten Gerichtshofes in Israel haben israelische Streitkräfte am Mittwoch ein Protestlager palästinensischer Aktivisten östlich von Jerusalem geräumt. Hunderte Palästinenser hatten in der vorherigen Woche mit dem Aufbau der Zelte ihren Widerstand gegen die anhaltende Siedlungspolitik im besetzten Westjordanland bekundet. Sie gaben ihrem Camp den Namen »Bab Al-Shams«, Tor zur Sonne. >>>

 

15.1.2013

Israel razes Bab al-Shams protest village - Israeli forces tore down tents in the Bab al-Shams protest village overnight Wednesday following an Israeli high court ruling, activists and police said. Activist Ali Abedat told Ma'an that Israeli forces deployed heavily in the area on Wednesday, sealing entrances to the village with cement blocks. Overnight, four Israeli bulldozers, several military vehicles and dozens of settlers raided the village and tore down the tents, Abedat said. Israeli police spokesman Micky Rosenfeld said all tents had been cleared from the area. >>>


 

Army Demolishes Bab Al-Shams - Saed Bannoura - Late on Wednesday at night, Israeli soldiers, accompanied by military bulldozers, attacked and demolished the Bab Al-Shams Palestinian village established by nonviolent activists on Palestinian lands Israel considers as “E1” area, and wants to build Jewish settlements on it.The soldiers removed the tents after sealing the area and declaring it a closed military zone. Palestinian nonviolent activist, Ali Obeidat, told the Maan News Agency, that a large number of soldiers were deployed in the area, Wednesday, and sealed it and declaring it a closed military zone. Obeidat said that the soldiers placed cement blocks on main roads, and by evening hours Wednesday, several military bulldozers were on the scene. Activist Mahmoud Zawahra stated that the Palestinians will rebuild Bab Al-Shams, and added that “Israel will soon be surprised to see each removed tent reinstalled”, and stated that the Palestinians are practicing their legitimate right in their own land. >>>

 


Friedlicher Widerstand in der Westbank  - Bab Al Shams, 11. -13. Januar 2013


Die Räumung von Bab Al Shams zeigt Israel als Land der Gesetzeslosigkeit
- Der Journalist Max Blumenthal kam Samstagnacht  im neu errichteten palästinensischen Protestdorf Bab Al Shams an, zwei Stunden bevor der israelische Premierminister Netanyahu die Ausweisung der etwa 150 Bewohner befahl. Das Oberste Israelische Gericht hatte am Samstag eine zweitweilige Verfügung herausgegeben, nach der Bab Al Shams eine Schonzeit von sechs Tage gegeben wurde, um über die Legalität einer Demolierung und Ausweisung der Aktivisten zu entscheiden. Im Gegensatz dazu argumentierte das israelische Justizministerium, u.a. wohl angesichts der bevorstehenden Wahlen, dass eine Evakuierung des Gebietes aufgrund dringender Sicherheitsbedürfnisse notwendig sei. Blumenthal weist darauf hin, dass keinerlei Beweise vorgelegt wurden, dass einige hundert unbewaffneter Aktivisten die öffentliche Sicherheit ernstlich bedrohten. Er berichtet:
“Um nach Bab Al Shams zu kommen, mussten meine drei Kollegen und ich die engen, mit Löchern vernarbten Strassen von al-Zaim benutzen, einem verarmten palästinensischen Ort der vom restlichen Stadtgebiet von Jerusalem durch die Trennmauer und eine Strassensperre getrennt ist. Obwohl al-Zaim bereits ein übervölkertes, mangelhaft versorgtes Ghetto ist, dessen Expansion trotz der Bedürfnisse der wachsenden Bevölkerung verhindert wird, würde es durch den Bau des E-1 Korridors auf allen Seiten eingeschlossen werden, was seine Isolierung und erzwungene Verarmung zementieren würde.
Auf einem nassen, mit Abfällen bestreuten Feld ausserhalb von al-Zaim stiegen wir aus dem kleinen Auto und wanderten in Richtung Bab Al Shams, auf einem drei Kilometer langen, sich windenden Pfad, in der auf Haut und Knochen gehenden Kälte. Auf unserem Weg waren keine Spuren einer militärischen Präsenz zu sehen, nur vom Dorf kommende Fahrzeugkaravane, die weitere Provisionen für den nächsten Tag holten.
Als wir am Zeltlager ankamen, gab der Vorsitzende der Palestinian National Initiative Mustafa Barghouti gerade einem der internationalen Medienorganisationen, die im Dorf vertreten waren, ein Interview. Barghouti hatte geholfen, Bab Al Sham mit medizinischem Material zu versorgen, ein Beitrag zur wachsenden Infrastruktur, die einen Internet hotspot und eine Küche mit einschloss.
Am Eingang des Dorfes fand ich ungefähr ein dutzend Bewohner aus Bil’in um ein Lagerfeuer versammelt, Kaffee trinkend und Zigaretten rauchend. Der Vorsitzende des Bürgerkomittes Bil’in, Abdallah Abu Rahma, sagte lachend: 'Vergiss das Essen. Wenn wir keine Zigaretten und keinen Kaffee haben, werden wir keine Nacht hier überleben.'”
Blumenthal berichtet weiter über die friedliche Widerstandskampagne gegen Israels Besetzung und Kolonisierung der palästinensischen Westbank: Seitdem Israel mit dem Bau der Mauer in der besetzten Westbank begann, konzentrierte sich der zivile Widerstand der palästinensischen Bevölkerung in den vergangenen acht Jahren auf die Dörfer nahe der Grünen Linie, der Waffenstillstandslinie von 1949, die bisher als Grenze zwischen Israel und der besetzten Westbank angesehen wird. Die Bewohner dieser kleinen Dörfer haben einen unnachgiebigen und gewaltlosen Kampf gegen die Trennmauer auf ihrem Land durchgeführt. Im vergangenen Jahr setzten die Aktivisten des friedlichen Widerstandes ihre Taktiken auch ausserhalb des Rituals der wöchentlichen Dorfproteste ein: Sie blockierten Zugangsstrassen für israelische Siedler auf dem Weg zu den illegalen Siedlungskolonien in der Westbank [im Oktober 2012] und im November 2012 führten sie eine lebhafte Boykottaktion in einem Supermarkt einer Siedlung durch. [Bassem Tamimi, ein bekannter Menschenrechtsaktivist aus Nabi Saleh, wurde von Polizisten brutal geschlagen und später zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.] Bab Al Shams ist ein Zeugnis für eine neue Ära der Proteste in Palästina, unter Beteiligung von Palästinensern aus Israel und den Städten im Norden der Westbank, Nablus und Jenin, die sich bisher weniger am zivilen Widerstand beteiligt haben. Blumenthal schreibt:
“Ich sprach mit Hamde Abu Rahme, einem Fotografen aus Bilin, über die Entwicklung der Protesttaktiken von den Anfangsphasen des friedlichen Widerstandes der Döerfer zur Geburt von Bab Al Shams.
'Die Menschen hier haben soviel langjährige Praxis im Widerstand, das erklärt unseren Erfolg,' sagte Abu Rahme. 'Wir haben ein robustes System für das Organisieren und Entscheiden unserer Ziele, wie am besten mit der Armee umgegangen wird, wie sichergestellt werden kann, dass die Bedürfnisse von allen zufrieden gestellt werden können. Weil alle Strassen gesperrt sind, war es nicht einfach, dieses Dorf ins Leben zu rufen; trotzdem kamen die Leute über die Berge hierher und waren willens, ohne ausreichendes Essen drei Tage lang auszuharren, ohne Duschen, in der eisigen Kälte. Man kann sehen, dass die Leute wirklich hier sein wollen, dass sie nicht schauspielern, weil sie hier sein müssen.'
Abir Kopty, eine palästinensische Feministin, Menschenrechstaktivistin und Sprecherin des Popular Struggle Coordination Committee, kritisierte die weithin berichtete Vorstellung, dass Bab Al Shams einfach eine palästinensische Version einer israelischen “Siedlung” oder eines “Aussenposten” sei.
'Es gibt hier einen grossen Unterschied', sagte sie mir. 'Wir bauen auf unserem eigenen Land, nicht wie die Siedler, die Land besetzen und wegschnappen, das ihnen nicht gehört.'
Gleichzeitig gibt Kopty zu, dass die Protestorganisatoren direkt auf Israels koloniales Vorgehen reagieren.
'Ich gebe zu, dass wir die Spielregeln ändern wollen,' sagte sie. 'Israel hat die Fakten vor Ort erzwungen und wir machen genau das Gleiche. Wir wollen Fakten auf unserem Land schaffen. Ja, es sieht so aus, als würden wir ihrem Beispiel folgen, aber der Unterschied besteht darin, dass wir auf unserem Land bauen und nicht das Land von anderen nehmen, um darauf zu bauen.'"
Gegen halb ein Uhr morgens verliess Max Blumberg zusammen mit vielen Journalisten und Aktivisten das Dorf unter der Annahme, dass die israelische Regierung erst eine formale Erlaubnis einholen würde, um das Protestdorf zu demolieren. Am Rand das Dorfes al-Zaim sah er dann den Aufbau von israelischen Sicherheitskräften und wusste gleich, dass der israelische Premierminister Netanyahu das Ende von Bab Al Shams befohlen hatte. Zwei Stunden später marschierten etwa 500 Grenzpolizisten in voller Montur im Zeltlager ein und trugen die Bewohner hinaus. Die anwesenden Journalisten wurden von der Polizei an den Rand des Lagers gezwungen, damit sie das brutale Vorgehen der Sicherheitskröfte nicht dokumentieren konnten. Fotos von den Verletzten zeigen, dass die Polizei einige Aktivisten brutal angriff; sechs Palästinenser mussten in einem Krankenhaus in Ramallah behandelt werden.
Max Blumenthal, Eviction of Bab Al Shams exposes Israel as a lawless state, The Electronic Intifada, 14. Januar 2013; http://electronicintifada.net/content/eviction-bab-al-shams-exposes-israel-lawless-state/12090
Gekürzte Übersetzung von M. Lauer


Bab Al Shams - eine direkte Aktion des zivilen Widerstandes
- Das International Middle East Media Centre, IMEMC, und das Koordinierungskomitee des gewwaltlosen Widerstandes, PSCC, berichten über eine dreitägige direkte Aktion von palästinensischen Aktivisten gegen Israels Kolonisierung der besetzten Westbank, die Errichtung eines Zeltdorfes auf palästinensischem Land, das von der Annexion für eine neue israelische Siedlungs, das E-1 Projekt bedroht ist.
Hunderte von Palästinensern installierten Zelte für ein neu-erklärtes palästinensisches Dorf, Bab Al-Shams, in der Nähe des Dorfes Az-Zayim im Osten des besetzten Ost-Jerusalem auf einem Landstreifen, den die Isrelis als E1 bezeichnen.
Das israelische Projekt E-1 würde die Kontinuität der palästinensische Territorien in der Westbank blockieren und wäre eine direkte Verletzung von internationalem Recht. Die palästinensischen Aktivisten sagten, dass das neue Projekt das Recht der Palästinenser bekräftigt, auf ihrem eigenen Land in der besetzten Westbank bauen zu können.
E-1 ist ein 13 Kilometer langes Landstück in der besetzten Westbank, auf dem der Bau von etwa 4000 Wohneinheiten angekündigt wurde, als Vergeltungsmassnahme für den erfolgreichen Gang der Palästinenser vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen, die mit nur neun Gegenstimmen eine Statusaufwertung der PLO bei der UN beschloss.
Abdallah Abu Rahma, ein Menschenrechstaktivist aus Bil’in in der zentralen Westbank, sagte, dass die Errichtung der Zeltstadt Bab Al –Shams (Tor der Sonne) Teil der gewaltlosen Widerstandes gegen die Besetzung und die illegalen Siedlungen sei. In einer Stellungnahme erklärten die Organisatoren: “Das Dorf Bab Al-Shams wurde durch eine freie palästinensische Entscheidung gebaut, ohne jegliche Baugenehmigung von der Besatzung; dies ist unser Land und wir haben das Recht auf die Entwicklung des Landes.“ Männer und Frauen aus verschiedenen Teilen der Westbank nehmen an diesem Projekt teil. Die Aktivisten begannen vor einigen Monaten mit der Entwicklung einer Strategie, um ein Lager auf palästinensischem Land zu errichten, das Israel illegal für den illegalen Siedlungsbau konfiszieren will.
Abu Rahma berichtete, dass das Dorf nach dem gleichnamigen Roman des libanesischen Autoren Elias Khoury benannt wurde. Der Roman beschreibt die Nakba im Jahr 1948, die Vertreibung von mehr als 700 000 Palästinensern, etwa 80% der palästinensischen Bevölkerung aus dem zukünftigen Staat Israel, am Beispiel der Liebesgeschichte zwischen Younis, einem palästinensischen Widerstandskämpfer und seiner Frau Nabeeha, die in ihrem Dorf in Galiläa zurückbleibt.


“Dies ist kein symbolischer Akt, sondern eine Reaktion auf  den israelischen Siedlungsbau und wir senden der internationalen Gemeinschaft eine Botschaft, dass ein dringendes Vorgehen gegen Israels Siedlungsbau notwendig ist,“ kommentierte Mohammad Khatib, ein Mitorganisator des Zeltdorfes.
Saed Bannoura, Police Hands Eviction Notices Targeting Bab Al-Shams, 12. Januar 2013, IMEMC; http://www.imemc.org/article/64871 Palestinians Install “Outpost” On Palestinian Lands in East Jerusalem, IMEMC, 11. Januar 2013; http://www.imemc.org/article/64865


“Ihr habt den Worten Bedeutung gegeben,“ schrieb der im Libanon lebende Autor des Romanes Bab Al-Sham, Elias Khoury, in einem offenen Brief an die Organisatoren der Aktion Bab Al-Shams. „Wenn Ihr Euer Dorf baut, gebt Ihr Palästina den Palästinensern zurück,” schrieb Khoury nach einem Bericht des Journalisten Mohammad Younis in der libanesischen Zeitung Al-Hayat. “Ich sehe in Euren Augen eine wiedergeborene Heimat, aus dem Geröll der Nakba, die vor 64 Jahren begann und fortgesetzt wird, ich sehe die Worte, ich sehe Euch in meinem Bewusstsein wachsen, ich sehe Euch im hohen Flug, nach dem Himmel reichend.“
Saeed Bannoura,“You Gave Life Back To Bab Al-Shams”, Bab Al-Shams Novelist Says, 12. Januar 2013, IMEMC; http://www.imemc.org/article/64872
Die israelische Armee hinderte palästinensische Politiker am Besuch des Protestdorfes. Hannan Ashrawi, Saed Arekat und Ahmed Majdala wurde der Zugang verboten und Majdalas VIP Auswei konfisziert. Am Samstag telefonierte der libanesische Autor Elias Khoury, Verfasser des Romanes Bab Alshams, mit den Protestorganisatoren und drückte seine Unterstützung aus. “Ihr habt Bab Alshams wiederbelebt,” sagte er. “Ich wünschte ich wäre bei Euch.”
http://popularstruggle.org/content/palestinian-village-bab-alshams-remains-steadfast
Dutzende von israelischen Soldaten und Polizisten umringten das palästinensische Dorf Bab Al-Shams auf palästinensischem Land im Osten des besetzten Ost-Jerusalem, in Vorbereitung für den Abriss des neu errichteten Aussenposten. Die Armee erklärte das Gebiet am Samstag, den 12. Januar 2013, zur “geschlossenen Militärzone” und verbot zahlreichen Aktivisten und Bewohnern den Zugang zu diesem Zeltlager, das am Vortag von palästinensischen Aktivisten aufgebaut wurde.
Abdallah Abu Rahma vom Bürgerkomitee Bil’in berrichtete, dass die Soldaten mit Gewaltanwendung drohten, sollten die Aktivisten sich weigern, das Dorf zu räumen. „Wir haben nichts als unseren Willen und unsere Entschlusskraft zur Verfügung, es wird nicht leicht sein uns zu entfernen, wir werden unsere Erfahrung und Training in der Standfestigkeit einsetzen,“ sagte Abu Rahma. „Wenigstens 800 Soldaten sind notwendig, um die 200 zur Zeit anwesenden Aktivisten zu entfernen.“ Abdallah Abu Rahma verbrachte eine kalte Nacht im neuen Dorf, ohne Decken gegen die Winterkälte. Ein Aktivist berichtete der Nachrichtenorganisation Maan News: „Wir geniessen den wunderbaren Blick auf die Hügel und Berge um Jerusalem. Es ist kalt, die Zelte können die Kälte nicht abhalten, aber wir sind hier, um zu bleiben.“
Saed Bannoura, Israel Prepares To Evict “Bab Al-Shams” Palestinian Village, 12. Januar 2013, IMEMC;http://www.imemc.org/article/64874)


Am Sonntag, de, 13. Januar 2013 berichtete das Koordinierungskomitee des zivilen Widerstandes in der Westbank, PSCC:
"Obwohl auf palästinensischem Land in Privatbesitz errichtet, vertrieb Israel heute morgen die Bewohner des Dorfes in einer Razzia vor Sonnenaufgang. Sechs erforderten medizinische Behandlung. Kurz vor drei Uhr morgens führten hunderte von israelischen Polizisten und Soldaten eine Razzia auf das neu gegründete palästinensische Dorf Bab Al Shams (Tor der Sonne) durch und entfrenten seine 150 Bewohner auf gewaltsame Weise. Der Einsatz brutaler Polizeitaktiken ist vor allem anstössig angesichts des passiven Widerstandes der Bewohner. Es gab keine Verhaftungen und alle Festgenommenen wurden wenig später freigelassen.”
"Nach seiner Freilassung sagte Mohammed Khatib vom Popular Struggle Coordination Committee: Wir werden nicht länger schweigen, während Israel Kolonien nur für jüdische Bewohner auf unserem Land errichtet. Bab Al Shams gibt es nicht mehr, aber während seiner kruzen Tage gab es allen, die es erlebten, neues Leben und Energie. Israel handelt immer noch in Verletzung jeglichen Rechtes und menschlichen Anstandes. Mit der Errichtung von Bab Al Shams erklären wir, dass wir unsere Rechte nicht länger vom Besatzer einfordern – von jetzt an werden wir sie selbst umsetzen.
Palestinian village of Bab Alshams violently evicted, 13. Januar 2013, PSCC; http://palsolidarity.org/2013/01/palestinian-village-of-bab-alshams-violently-evicted/
Siehe auch: http://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/violating-court-order-israeli-occupiers-forcibly-remove-bab-al-shams-village
Abdallah Abu Rahma aus Bilin, der unter den Festgenommenen war, berichtete: “Wir banden unsere Hände zusammen und ketteten uns aneinander, damit die Soldaten uns nicht entfernen konnten. Die Soldaten griffen uns brutal an, schlugen uns und verletzten mindestens zehn.” Er fügte hinzu, dass weitere gewaltlose Aktionen folgen werden und der Kampf um Bab Al Shams, der gewaltlose Kampf für die Befreiung Palästinas fortgesetzt wird, wenn Palästinenser ihr international garantiertes Recht einsetzen. Palestine TV berichtete live aus Bab Al Shams und die israelische Armee versuchte wiederholt, den Livestream zu unterbrechen; Soldaten griffen die Reporter an und richteten grelle Lampen auf die Kamera.
Saed Bannoura, Israeli Soldiers Attack, Evict, Bab Al-Shams, Arrest Dozens, 13. Januar 2013, IMEMC; http://www.imemc.org/article/64878
 

 Video & Photos of Israel's ethnic cleansing of Bab Al Shams >>>

 

14.1.2013


Israel forces Palestinians from 'tent city'

Palestinian politician Mustafa Barghouthi speaks to Al Jazeera


Netanyahu on evacuating Palestinian protest tents: Nobody will block E-1 corridor - Barak Ravid, Israeli security forces on Sunday cleared about one hundred Palestinian activists from the encampment they had set up between Jerusalem and Ma’aleh Adumin two days earlier - Prime Minister Benjamin Netanyahu said Sunday that he had ordered the immediate evacuation of a Palestinian protest encampment in the the E-1 corridor east of Jerusalem, vowing that Israel would not let anyone stop it from connecting the capital to Ma’aleh Adumim. >>>
 


We, the sons and daughters of Palestine - Wir, die palästinensischen Söhne und Töchter von überall aus unserem Land  kündigen hiermit die Errichtung eines Dorfes mit dem Namen  "Sonnentor - Bab al Shams" an. Wir, das Volk, das keine Genehmigung von den Besatzungs-Kräften hat, keine Erlaubnis von irgend jemandem, sind nun hier, weil das unser Land ist und unser Recht, als Einwohner hier zu sein.
 
Vor kurzem hat die israelische Regierung ihr Vorhaben mitgeteilt, etwa 4000 Siedlungs- Häuser in dem Gebiet zu errichten, dass Israel als  E 1 bezeichnet. Das Gebiet von E 1 ist ein Bereich von etwa 13  Quadrat-km auf konfisziertem palästinensichem Gebiet östlich von Jerusalem zwischen der Siedlung Ma'ale Adumim, die auf besetztem palästinensichem Land liegt, und Jerusalem.
 
Wir werden nicht still bleiben  angesichts der anhaltenden Erweiterung der Siedlungen und der Beschlagnahmung unseres Landes.  Wir errichten darum nun das Dorf "Bab Al Shams" und bezeugen damit unseren Glauben an den Nutzen von direkter Aktion und Volks-Widerstand. Wir erklären, dass dieses Dorf bestehen bleibt, bis die Eigentümer dieses Landes das Recht erhalten, auf eigenem Boden bauen zu können.
 
Der Name des Dorfes wurde  der Erzählung "Bal Al Shams" des libanessischen Schriftstellers  Elias Khoury entnommen. Dieses Buch beschreibt die palästinensische Geschichte  mittels eines Liebes-Romans mit einem palästinensischen jungen Mann, Younis, und seiner Frau Nahila.  Younis verlässt seine Frau, um am palästinensischen Widerstand im Libanon teilzunehmen.  Nahila bleibt dagegen standhaft in den Resten  ihres galiläischen Dorfes.
 
Während der 5oger und 60ger Jahre schmuggelt sich Younis vom Libanon oft nach Galiläa, trifft seine Frau in der " Bab Al Shams"- Höhle, sie wird Mutter von drei Kindern. Younis kehrt wieder in den Libanon zurück, seine Frau bleibt in "Bab al Shams".
 
Bab als Ahams - das ist das Tor für unsere Freiheit, für unsere Standhaftigkeit.  Bab al Shams ist unser Tor nach Jerusalem. Bab al Shams ist das Tor für unsere Rückkehr.
 
Über Jahrzehnte hat Israel "Tatsachen" geschaffen, die internationale Gemeinschaft hat sich fortdauernd gegenüber solchen Verletzungen in Schweigen gehüllt. Nun ist es an der Zeit, die Regeln des Spieles zu ändern. Jetzt werden wir die "Tatsachen" schaffen, auf unserem eigenen Boden. Frauen und Männer, von Nord und Süd, sind in dieser Form des Widerstandes vereint.
 
In den kommenden Tagen werden hier Diskussionsgruppen stattfinden, künstlerische und pädagogische Aktionen, auch Film-Darbietungen. Die Einwohner  von Bab al Shams,dem "Sonnentor", laden alle Söhne und Töchter unseres Volkes ein, an dieser Art des zivilen Widerstandes teilzunehmen. (Übersetzung:J.G.Gauter, Kempten

 

 


13.1.2013
Palästinenser-Camp auf strittigem Siedlungsgelände gewaltsam geräumt - Israelische Sicherheitskräfte beenden Protestaktion gegen Siedlungspläne - Israelische Sicherheitskräfte haben am frühen Sonntag mit der gewaltsamen Räumung eines palästinensischen Zeltlagers im Westjordanland begonnen. >>>

Neuer Konflikt im Westjordanland


 

Israel bereitet die Räumung des Zeltdorfes "Sonnentor" vor - www.freunde-palaestinas.de - Dutzende israelischer Soldaten und Polizisten haben zur Stunde das neue palästinensische Zeltdorf "Sonnentor" (Bab al-Shams) umstellt und sind zur Räumung und Abriss des gerade errichteten Dorfes auf palästinensischem Land, östlich des besetzten Ostjerusalems, bereit.

Die Armeeführung der israelischen Besatzung hat das Gebiet zur "militärischen Sperrzone" erklärt und somit alle Palästinenser und Bewohner am Betreten der Zone gehindert würden. Dann übergab die Besatzungsarmee den Palästinensern in Bab Al Shams einen Militärbefehl, demzufolge sie die Zelte umgehend zu entfernen sollen und dann das Gelände zu verlassen haben. Es würde durch die Soldaten Gewalt angewendet, sollten sie den Befehl anders nicht durchsetzen können!

"Wir haben nichts als unseren festen Willen. Es wird nicht einfach werden, uns hier zu verjagen, wir werden alle unsere Möglichkeiten nutzen und standhaft bleiben." So einer der Aktivisten. "Es werden mind. 800 Soldaten benötigt, um 200 Aktivisten zu verjagen, die gerade hier zelten!"

Die Demonstranten verbrachten die erste Nacht in grimmiger ungewohnter Kälte; aber sie ignorierten den Mangel an Wolldecken und warmer Kleidung, während andere Aktivisten Lagerfeuer entfachten, um für etwas Wärme zu sorgen.

Ein Aktivist berichtete gegenüber Ma'an, "dass sie ungeachtet der Kälte, den wunderschönen Anblick der verschneiten Hügel so nahe bei Jerusalem genießen. Es ist bitter kalt und die Zelte bieten wenig Schutz; aber wir werden aushalten!" Quelle www.freunde-palaestinas.de

 

Israel orders Palestinians out of 'tent city' >>>

Palästinensische Aktivisten errichten 'Bab Al Shams' in E1 - Institut für Palästinakunde -  Palästinensische Aktivisten haben gestern eine neue 'Siedlung' auf dem Gelände des zwischen Ost-Jerusalem und der illegalen Siedlung Ma'ale Adumim gelegenen E1 errichtet.
Dies ist zweifellos als eine Reaktion auf den Anfang Dezember von der israelischen Regierung angekündigten Bau von 3000 Wohneinheiten in E1 zu verstehen, wodurch Ost-Jerusalem komplett von Siedlungen umzingelt und der Süden der Westbank vom Norden abgetrennt würde. Erklärung der Aktivisten: We, the sons and daughters of Palestine

Ergänzende Links:
The E1 plan and its implications for human rights in the West Bank (btselem)

 

Bab Al Shams takes Palestine by storm  - On January 11, hundreds of Palestinian activists set up protest tents in the so-called E1 corridor between the settlement of Maaleh Adumim and Jerusalem in one of the most creative nonviolent resistance movements against Israel’s continued settlement expansion. Residents of the Palestinian areas of Al Tour, Essawiyeh, Al Zaim and Anata have been handed eviction orders from their land in order for Israel to implement its declared expansion of 3,000 new settlement homes in the area. >>>
 

Palestinians rally support online for West Bank protest camp >>>
 

Israel seeks to remove E1 protest tents >>>

 

 

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