GAZA

 
KILLER SIND UNTERWEGS

"Säule der Verteidigung" - Operation "Pillar of Defense"-

19.11.2012 - sechster Tag
Killer aus Israel - mit einem internationalen Freibrief zum töten -  sind unterwegs.



14.11.2012 bis ...

Seit Beginn des Militäreinsatzes am Mittwoch wurden 48 Palästinenser getötet,  mehr als 500 Menschen verletzt.

Hintergrund:
Israel/Palästina | Bevor die Raketen flogen >>>
Stop a New Israeli Massacre in Gaza -  BDS>>>
Sterben Palästinenser und Israelis jetzt für Netanyahus Wahlkampf? - Otmar Steinbicker >>>
AUDIO - Nahost-Experte: "Die Hamas verhält sich sehr kooperativ im Rahmen ihrer Möglichkeiten" - Lüders >>>
Gaza-Konflikt: Wer hat angefangen? - dybth -
Ein Land im Krieg verschwendet keine Gedanken für die Kinder des Feindes - Adam Keller

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2012-11-21
2012-11-20
2012-11-19
2012-11-18
2012-11-17
2012-11-16
2012-11-15
2012-11-14
2012-11-18 - Demo Berlin
Pillar of Devense - Familie Dalou

Noam Chomsky zu den israelischen Angriff auf Gaza - "Der Angriff auf Gaza und die Bombardierungen dienen nicht dazu die Hamas zu vernichten. Es geht nicht darum, die Raketenabwürfe der Hamas auf Israel zu stoppen, und auch nicht darum Frieden zu erreichen. Die Entscheidung Israels, Tod und Zerstörung auf Gaza regnen zu lassen und moderne tödliche Kriegswaffen gegen eine wehrlose Zivilbevölkerung einzusetzen, ist die Schlußphase einer jahrzehntelangen Kampage der ethnischen Säuberung Palästinas.

Israel setzt hochentwickelte Kampfjets und Kriegsschiffe ein, um dicht bevölkerte Flüchtlingslager, Schulen, Wohnhäuser, Moscheen, arme Stadtviertel anzugreifen, die keine Luftwaffe, keine Luftabwehr, keine Marine, keine schweren Waffen, keine Artillerieeinheiten, keine Panzer, kein Kommandokontrollcenter, keine Armee ... haben. Es ist kein Krieg, es ist Mord.

Wenn die Israelis jetzt behaupten, dass sie sich in den besetzten Gebieten verteidigen müssen, dannn verteidigen sie sich in dem Sinn, in dem sich jede militärische Besatzung gegen die Bevölkerung verteidigen muss, die sie platt walzt. Niemand kann sich verteidigen, wenn er ein fremdes Land militärisch besetzt. Es ist keine Verteidigung. Mögen sie es nennen, wie sie es wollen, aber Verteidigung ist es nicht." - Auszug aus dem Artikel "Otra vez Gaza bajo ataque israeli" von Maria M. Delgado , aus dem Spansichen übersetzt von K. Nebauer Quelle: http://www.mariaenpalestina.wordpress.com/2012/11/18/otra-vez-gaza-bajo-ataque-israeli/

Der angemessene Name für diesen Krieg ist "Operation schlechtes Gedächtnis" - Uri Avnery - Der Name für den neuen Krieg in Gaza ist „Operation Wolkensäule". Ein weitaus passenderer Name wäre „Operation schlechtes Gedächtnis", sagte Gush Shalom Friedensaktivist Uri Avnery, früher Mitglied des Knesset. „Premierminister Netanjahu zählt auf das schlechte Gedächtnis der Öffentlichkeit. Netanjahu baut darauf, dass die Menschen vergessen, dass Dutzende und sogar hunderte von „Liquidierungen" ausgeführt wurden und kein Problem lösten – immer gab es jemanden, der den Platz der Getöteten einnahm, und mehr als einmal war dieser noch kompetenter und noch radikaler. Netanjahu zählt darauf, dass die Menschen vergessen, dass Israel vor vier Jahren in den Krieg mit Gaza zog und dabei 1300 Zivilisten in drei Wochen tötete – was allerdings keine wesentliche Veränderung der Situation hervorbrachte. Netanjahu zählt darauf, dass die Menschen vergessen, dass gerade gestern Morgen die Medien über die Gemeinden im Süden berichteten, dass diese aufatmeten über den Stopp der Raketen aus Gaza. >>>

Verteilungskrieg - Israel will Widerstand in Gaza brechen: Angriffe auf Hamas-Mann Dschabari torpedierten Verhandlungslösung für langanhaltenden Waffenstillstand - Karin Leukefeld  - Der Angriff auf Gaza zeigt, daß die Regierung Netanjahu kein Interesse an Verhandlungen über einen palästinensischen Staat hat. Sie will den Widerstand im Gazastreifen brechen, ein und für alle Mal«, ist Marie Debs von der Kommunistischen Partei Libanons überzeugt. Im Gespräch mit jW in Beirut erinnert Debs daran, daß der palästinensische Widerstand mehr Gruppen umfasse, als die Islamisten von Hamas und Islamischem Dschihad. Auch linke Gruppen wie die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) leisteten militärischen Widerstand gegen die Besatzungsmacht. »Israel macht aus dem Konflikt mit den Palästinensern einen religiösen Konflikt zwischen Muslimen und Juden«, sagt Marie Debs. >>>

VIDEO - 'What did my son do to die like this?' - A BBC Arabic journalist whose baby was killed by shrapnel in Gaza has been speaking about his son's death. Jihad Misharawi said his 11-month-old son Omar died after shrapnel hit the family home in Gaza. Violence has been escalating across Gaza and southern Israel following the Israeli killing of Hamas' military chief on Wednesday, as Jon Donnison explains. >>>

Canadian Peace Congress Condemns Israel's Attack On Gaza - Canadian Government Must Support Peace and Self-Determination, Not War and Occupation! - The Executive Council of the Canadian Peace Congress (CPCon) condemns the recent and escalating aggression by Israel against the Palestinian territory of Gaza. The Congress declares its solidarity with the people of Palestine, and reiterates its support for an independent Palestinian state within the 1967 borders with East Jerusalem as its capital.

We condemn the hypocritical and war-mongering position of the Harper Conservative government, who immediately stated its support for Israel's aggression. Despite efforts to cloak Israel's attacks with the language of “self-defense” and “anti-terrorism”, the reality is that the current aggression is part of a long history of provocation, aggression, truce violations, political assassinations, collective punishment and other criminal actions by Israel against the Palestinian people. We call upon the Canadian government to reverse its support for the aggressive actions of Israel, and to press the Netanyhu government for an immediate ceasefire and to open genuine peace negotiations.

The Canadian Peace Congress supports the thousands of people in Israel who have mobilized against the attacks and called for an immediate ceasefire. >>>

Angesichts der erschreckenden Situation in Folge des Krieges in Nahost und angesichts des unvorstellbaren Leidens der Zivilbevölkerung kann ich die Presseerklärung, die Wolfgang Gehrcke im Namen der Fraktion DIE LINKE verfasst hat, nur voll und ganz unterstützen. Annette Groth

Militärangriffe in Nahost auf beiden Seiten sofort einstellen - Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
-  Wolfgang Gehrcke  - Militärangriffe in Nahost auf beiden Seiten sofort einstellen - "DIE LINKE begrüßt die Verhandlungsinitiative des ägyptischen Präsidenten Mursi und des UNO-Generalsekretärs Ban Ki Moon für einen sofortigen Waffenstillstand. Alle Militärangriffe Israels auf Gaza müssen unverzüglich beendet werden. Auf keinen Fall darf es zum Einmarsch von israelischen Bodentruppen nach Gaza kommen. Eingestellt werden müssen ebenso die Raketenangriffe auf israelisches Gebiet. Der Abschuss von Raketen auf Israel ist nicht durch das im Völkerrecht verankerte Widerstandsrecht gedeckt", so Wolfgang Gehrcke, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der aktuellen Entwicklung im Nahost-Konflikt. Gehrcke weiter: "Es ist eine Selbsttäuschung, wenn Israel behauptet, einen Krieg gegen die Hamas zu führen. Es ist ein Krieg gegen die Bewohnerinnen und Bewohner Gazas. Jeden Tag sterben unschuldige Menschen. >>>

Keinen Krieg gegen Gaza - Die Eskalation der Gewalt stoppen - Presseerklärung des Bundesausschusses Friedensratschlag

  • Hamas und Israel zu Waffenstillstand drängen

  • Einseitige Schuldzuweisungen sind fehl am Platz

  • Ursachen der Gewalt liegen in israelischer Besatzungspolitik

Kassel, Berlin, Hamburg, Nürnberg,  18. November 2012 - Zur neuerlichen Explosion der Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt erklärten die Sprecher des Bundesausschusses in einer Stellungnahme: Die neuerliche Eskalation  der Gewalt im israelisch-arabischen Konflikt, insbesondere zwischen dem Hamas-regierten Gazastreifen und der rechtsradikalen Regierung in Tel Aviv, kann leicht in einen größeren Krieg münden, in dessen Verlauf die Menschen im Gazastreifen Opfer der übermächtigen israelischen Militärmaschine würden. Erinnerungen an die Militäroffensive im Dez. 2008/Januar 2009, werden wach. Damals starben über 1.400 Bewohner des Gazastreifens, 65 Prozent von ihnen Zivilpersonen, Tausende wurden verletzt und verloren ihre Häuser und Wohnungen. Auf israelischer Seite wurden 13 Todesopfer gezählt. >>>

"Militärisch ist der Nahost-Konflikt nicht zu lösen" - Erst Waffenruhe, dann Zwei-Staaten-Lösung: Der palästinensische Botschafter in Deutschland, Salah Abdel Shafi, fordert eine politische Lösung für den Nahen Osten. Die Lage im Gazastreifen sei katastrophal, sagt er im heute.de-Interview. Der Bundesregierung wirft er einseitige Parteinahme für Israel vor. heute.de: Sie fordern eine Zwei-Staaten-Lösung. Wie realistisch ist diese nach den jüngsten Auseinandersetzungen noch? alah Abdel Shafi: Sie ist realistischer denn je. Es wird immer klarer, dass die Lösung des Konflikts nur durch politische Mittel und nicht durch militärische Gewalt zu erreichen ist. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Israel Gaza angreift. Deswegen ist die Zwei-Staaten-Lösung umso dringlicher und um so realistischer. >>>

Palestinian Civilians Bear the Brunt of Unrelenting Bombings in U.S.-Backed Attack on Gaza - President Obama has announced his full support for Israel’s ongoing assault on the Gaza Strip even as dozens of Palestinians, including many civilians, continue to be killed by U.S.-supplied weaponry. At least 95 Palestinians have been killed in air strikes by warplanes and drones. More than 700 have been wounded, including 200 children. On Sunday, a massive air strike leveled a home in Gaza City killing 12 people, including 10 members of the same family. >>>
 

Noam Chomsky zu den israelischen Angriff auf Gaza - "Der Angriff auf Gaza und die Bombardierungen dienen nicht dazu die Hamas zu vernichten. Es geht nicht darum, die Raketenabwürfe der Hamas auf Israel zu stoppen, und auch nicht darum Frieden zu erreichen. Die Entscheidung Israels, Tod und Zerstörung auf Gaza regnen zu lassen und moderne tödliche Kriegswaffen gegen eine wehrlose Zivilbevölkerung einzusetzen, ist die Schlußphase einer jahrzehntelangen Kampage der ethnischen Säuberung Palästinas.

Israel setzt hochentwickelte Kampfjets und Kriegsschiffe ein, um dicht bevölkerte Flüchtlingslager, Schulen, Wohnhäuser, Moscheen, arme Stadtviertel anzugreifen, die keine Luftwaffe, keine Luftabwehr, keine Marine, keine schweren Waffen, keine Artillerieeinheiten, keine Panzer, kein Kommandokontrollcenter, keine Armee ... haben. Es ist kein Krieg, es ist Mord.

Wenn die Israelis jetzt behaupten, dass sie sich in den besetzten Gebieten verteidigen müssen, dannn verteidigen sie sich in dem Sinn, in dem sich jede militärische Besatzung gegen die Bevölkerung verteidigen muss, die sie platt walzt. Niemand kann sich verteidigen, wenn er ein fremdes Land militärisch besetzt. Es ist keine Verteidigung. Mögen sie es nennen, wie sie es wollen, aber Verteidigung ist es nicht." - Auszug aus dem Artikel "Otra vez Gaza bajo ataque israeli" von Maria M. Delgado , aus dem Spansichen übersetzt von K. Nebauer Quelle: http://www.mariaenpalestina.wordpress.com/2012/11/18/otra-vez-gaza-bajo-ataque-israeli/

Der angemessene Name für diesen Krieg ist "Operation schlechtes Gedächtnis" - Uri Avnery - Der Name für den neuen Krieg in Gaza ist „Operation Wolkensäule". Ein weitaus passenderer Name wäre „Operation schlechtes Gedächtnis", sagte Gush Shalom Friedensaktivist Uri Avnery, früher Mitglied des Knesset. „Premierminister Netanjahu zählt auf das schlechte Gedächtnis der Öffentlichkeit. Netanjahu baut darauf, dass die Menschen vergessen, dass Dutzende und sogar hunderte von „Liquidierungen" ausgeführt wurden und kein Problem lösten – immer gab es jemanden, der den Platz der Getöteten einnahm, und mehr als einmal war dieser noch kompetenter und noch radikaler. Netanjahu zählt darauf, dass die Menschen vergessen, dass Israel vor vier Jahren in den Krieg mit Gaza zog und dabei 1300 Zivilisten in drei Wochen tötete – was allerdings keine wesentliche Veränderung der Situation hervorbrachte. Netanjahu zählt darauf, dass die Menschen vergessen, dass gerade gestern Morgen die Medien über die Gemeinden im Süden berichteten, dass diese aufatmeten über den Stopp der Raketen aus Gaza. >>>

VIDEO - 'What did my son do to die like this?' - A BBC Arabic journalist whose baby was killed by shrapnel in Gaza has been speaking about his son's death. Jihad Misharawi said his 11-month-old son Omar died after shrapnel hit the family home in Gaza. Violence has been escalating across Gaza and southern Israel following the Israeli killing of Hamas' military chief on Wednesday, as Jon Donnison explains. >>>

Canadian Peace Congress Condemns Israel's Attack On Gaza - Canadian Government Must Support Peace and Self-Determination, Not War and Occupation! - The Executive Council of the Canadian Peace Congress (CPCon) condemns the recent and escalating aggression by Israel against the Palestinian territory of Gaza. The Congress declares its solidarity with the people of Palestine, and reiterates its support for an independent Palestinian state within the 1967 borders with East Jerusalem as its capital.

We condemn the hypocritical and war-mongering position of the Harper Conservative government, who immediately stated its support for Israel's aggression. Despite efforts to cloak Israel's attacks with the language of “self-defense” and “anti-terrorism”, the reality is that the current aggression is part of a long history of provocation, aggression, truce violations, political assassinations, collective punishment and other criminal actions by Israel against the Palestinian people. We call upon the Canadian government to reverse its support for the aggressive actions of Israel, and to press the Netanyhu government for an immediate ceasefire and to open genuine peace negotiations.

The Canadian Peace Congress supports the thousands of people in Israel who have mobilized against the attacks and called for an immediate ceasefire. >>>

Angesichts der erschreckenden Situation in Folge des Krieges in Nahost und angesichts des unvorstellbaren Leidens der Zivilbevölkerung kann ich die Presseerklärung, die Wolfgang Gehrcke im Namen der Fraktion DIE LINKE verfasst hat, nur voll und ganz unterstützen. Annette Groth

Militärangriffe in Nahost auf beiden Seiten sofort einstellen - Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
-  Wolfgang Gehrcke  - Militärangriffe in Nahost auf beiden Seiten sofort einstellen - "DIE LINKE begrüßt die Verhandlungsinitiative des ägyptischen Präsidenten Mursi und des UNO-Generalsekretärs Ban Ki Moon für einen sofortigen Waffenstillstand. Alle Militärangriffe Israels auf Gaza müssen unverzüglich beendet werden. Auf keinen Fall darf es zum Einmarsch von israelischen Bodentruppen nach Gaza kommen. Eingestellt werden müssen ebenso die Raketenangriffe auf israelisches Gebiet. Der Abschuss von Raketen auf Israel ist nicht durch das im Völkerrecht verankerte Widerstandsrecht gedeckt", so Wolfgang Gehrcke, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der aktuellen Entwicklung im Nahost-Konflikt. Gehrcke weiter: "Es ist eine Selbsttäuschung, wenn Israel behauptet, einen Krieg gegen die Hamas zu führen. Es ist ein Krieg gegen die Bewohnerinnen und Bewohner Gazas. Jeden Tag sterben unschuldige Menschen. >>>

Keinen Krieg gegen Gaza - Die Eskalation der Gewalt stoppen - Presseerklärung des Bundesausschusses Friedensratschlag

  • Hamas und Israel zu Waffenstillstand drängen

  • Einseitige Schuldzuweisungen sind fehl am Platz

  • Ursachen der Gewalt liegen in israelischer Besatzungspolitik

Kassel, Berlin, Hamburg, Nürnberg,  18. November 2012 - Zur neuerlichen Explosion der Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt erklärten die Sprecher des Bundesausschusses in einer Stellungnahme: Die neuerliche Eskalation  der Gewalt im israelisch-arabischen Konflikt, insbesondere zwischen dem Hamas-regierten Gazastreifen und der rechtsradikalen Regierung in Tel Aviv, kann leicht in einen größeren Krieg münden, in dessen Verlauf die Menschen im Gazastreifen Opfer der übermächtigen israelischen Militärmaschine würden. Erinnerungen an die Militäroffensive im Dez. 2008/Januar 2009, werden wach. Damals starben über 1.400 Bewohner des Gazastreifens, 65 Prozent von ihnen Zivilpersonen, Tausende wurden verletzt und verloren ihre Häuser und Wohnungen. Auf israelischer Seite wurden 13 Todesopfer gezählt. >>>

"Militärisch ist der Nahost-Konflikt nicht zu lösen" - Erst Waffenruhe, dann Zwei-Staaten-Lösung: Der palästinensische Botschafter in Deutschland, Salah Abdel Shafi, fordert eine politische Lösung für den Nahen Osten. Die Lage im Gazastreifen sei katastrophal, sagt er im heute.de-Interview. Der Bundesregierung wirft er einseitige Parteinahme für Israel vor. heute.de: Sie fordern eine Zwei-Staaten-Lösung. Wie realistisch ist diese nach den jüngsten Auseinandersetzungen noch? alah Abdel Shafi: Sie ist realistischer denn je. Es wird immer klarer, dass die Lösung des Konflikts nur durch politische Mittel und nicht durch militärische Gewalt zu erreichen ist. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Israel Gaza angreift. Deswegen ist die Zwei-Staaten-Lösung umso dringlicher und um so realistischer. >>>

Gegen den Krieg

Demonstration gegen den Überfall auf Gaza  in Berlin am 18.11.2012 -  Rede von Dr. Muhaisen Ahmad >>>
 


vor der israelischen Botschaft in Griechenland!

Nachfolgend Bilder der Palästinensische Gemeinde Deutschland Falastin


Dublin , Ireland 17-11-2012


In solidarity with Gaza COMING FROM ITALY !


Athens, Greece 16/11/2012 - Israeli Embassy


Milan , Italy 16-11-2012


In solidarity with Gaza COMING FROM South Africa !


Napoli , Italy 16-11-2012


Vienna , Austria 16/11/2012 now


Victoria Canda 17-11-2012


Lyon demonstration today!


Palästinensische Gemeinde In solidarity with Gaza COMING FROM ARGENTINA !


In solidarity with Gaza COMING FROM Cyprus !


In solidarity with Gaza COMING FROM SLOVENIA!
 



 

 

Live Blog: Gaza Under Attack - 21:11: Ghazi Hamad, Hamas spokesman, has told Al Jazeera that 90 per cent of the terms of a ceasefire currently being discussed in Cairo have been agreed upon. >>>

Zeugen unerwünscht: Israel bombardiert Pressezentrum in Gaza - Auf Befehl der Regierung in Tel Aviv hat die israelische Luftwaffe am Sonntag den Bombenkrieg gegen die Palästinenser fortgesetzt. Wie der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur berichtet, schlugen vier Raketen in von der internationalen Presse im Gazastreifen genutzte Gebäude ein. Mindestens sechs Journalisten wurden Angaben palästinensischer Rettungskräfte zufolge verletzt, einer von ihnen schwer. In den betroffenen Gebäuden arbeiteten der örtliche Fernsehsender Al-Quds sowie Korrespondenten von Russia Today, die italienische RAI, die britische Sky News, die deutsche ARD, Kuwait-TV sowie der arabische Al-Aqsa TV. TeleSur-Sonderkorrespondent Oska Epelde berichtete zudem, dass drei Kriegsschiffe der israelischen Marine vor der Küste des Gazastreifens kreuzen. Sprecher der israelische Armee räumten ein, sie hätten von der Präsenz der internationalen Korrespondenten in mindestens einem der attackierten Gebäude gewusst. >>>

Gaza attacks as ad for sale of military equipment - Sergio Yahni - Israel’s latest round of military attacks on the Palestinian residents of the Gaza Strip fulfill several Israeli goals, one of them perhaps being increased international sales of the “Iron Dome” air defence system which Israel is deploying to intercept and destroy short-range rockets shot from Gaza. >>>

Israel wehrt sich gegen 44 Millionen Hacker-Angriffe - Seit der Gaza-Offensive sind israelische Regierungswebsites Ziel von Hackern: 44 Millionen Angriffe habe es gegeben. Israel spricht von einem "Krieg an zweiter Front". - Die israelische Regierung hat eingeräumt, dass seit Beginn der Luftoffensive im Gazastreifen staatliche Websites vermehrt angegriffen werden. Die Regierung führe angesichts der Cyber-Attacken einen Krieg an "zweiter Front", sagte Israels Finanzminister Juwal Steinitz. In den vergangenen vier Tagen habe es 44 Millionen Cyber-Angriffe auf Webseiten der Regierung gegeben. >>>


Anonymous Hackergruppe Israel Operation / Cyberwar beginnt -  Daniel D - Die Internetgemeinde kämpft nun an der Seite der von Israel seit Jahren attackierten Palästinenser. Tausende sind in den vergangenen 20 Jahren umgekommen. >>>


Mit einem über drei Minuten dauernden Video hat nun die weltaktive Verbindung "Anonymous" zum Cyberwar gegen Israel aufgerufen.
Erste Webseiten sind bereits offline gebracht worden. Die Netz-Aktivisten sind über das "barbarische nicht aussprechbare Verhalten der Israelis gegenüber den Arabern und Palästinensern" aufgebracht.
 

Israel faces 44 million attacks on websites in response to Gaza offensive - The Israeli government has become a victim of cyber-warfare attacks since Operation Pillar of Defense began four days ago. On Saturday, hacktivist group Anonymous launched a massive attack on over 700 Israeli websites. >>>


 Anonymous «Operation Israel »

Anonymous statement on todays attacks on gaza strip nov #op-israel reloaded

OpIsrael - Gates of Hell

anonymous statement on sv estelle

400 verletzte, fast alles Zivilisten - Israels Luftoffensive - Die Geiseln von Gaza - Von der Grenze zum Gaza-Streifen berichtet Raniah Salloum - Israel verstärkt die Angriffe auf den Gaza-Streifen. Allerdings ist die Lage im bettelarmen Landstrich ohnehin dramatisch. Nun fehlt es am Nötigsten, selbst Krankenhäusern geht das Verbandsmaterial aus. Die Zivilisten sind Geiseln im Krieg zwischen der israelischen Armee und der Hamas. (...) Bei einem Luftangriff am Sonntagnachmittag auf ein Haus in Gaza etwa starben elf Menschen. Das Hamas-Gesundheitsministerium teilte mit, unter den Toten seien auch fünf Kinder und zwei Frauen. Etwa 30 weitere Menschen seien bei dem Angriff auf das von einer Familie bewohnte Haus verletzt worden. Das mehrstöckige Gebäude stürzte nach Augenzeugenberichten nach dem Angriff ein. Israelische Medien berichteten, der Angriff habe einem wichtigen Raketen-Kommandeur der Hamas gegolten. >>>

Sieger Hamas - Kommentar von Tomas Avenarius - Mit seiner Luftoffensive im Gaza-Streifen hat Israel die Hamas militärisch geschwächt, politisch aber salonfähig gemacht. Der Emir von Katar steht mit dem Scheckbuch bereit, die Türken geben sich als Freunde der Hamas. Die USA oder die Europäer suchen Wege, mit der neuen arabischen Welt ins Gespräch zu kommen. Bedingungslose Solidarität mit Israel ist nicht mehr garantiert. >>>

Israel-Gaza-Krise: Kein Erfolg für niemand - Weder Israel noch die Hamas wird den aktuellen Konflikt als Gewinn verbuchen – während die Regierung Netanjahu vor einer Bodenoffensive mit unabsehbaren Folgen steht, sind die arabischen Nachbarn mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. - Christoph Sydow, Christoph Dinkelaker und Bodo Straub - Die grünen Flaggen der Hamas sind zurück im Westjordanland. Bei Demonstrationen zwischen Jenin und Hebron wehen sie einträchtig neben den gelben Flaggen der Fatah. Die Bevölkerung im Westjordanland nimmt großen Anteil an den Ereignissen im Gaza-Streifen. Mahmoud Abbas, Chef der Autonomiebehörde, verurteilt die israelischen Angriffe als „Angriffe auf alle Palästinenser“ - und kündigt kämpferisch an, sich noch stärker für die nationale Aussöhnung "im Angesicht des äußeren Feindes" einzusetzen. Abbas Bestreben, Palästina als Mitglied mit „Beobachterstatus“ von der UN-Vollversammlung anerkennen zu lassen, rückt derweil in den Hintergrund. Die israelische Regierung hatte zuletzt mit einer gewaltsamen Auflösung der palästinensischen Autonomiebehörde gedroht, sollte Abbas den "Alleingang" vor die Vereinten Nationen wagen. Nun blicken alle Augen nach Gaza, Abbas' diplomatische Manöver werden sowohl von Israel als auch von der Hamas untergraben >>>

 

Aktueller Bericht aus Gaza-Stadt am 18.11.2012  - Gaza am 18.11.2012 um 13:40 Uhr (Lokale Zeit) -  Abed.Schokry

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Liebe Freundinnen, Liebe Freunde, Gerade eben wo ich mit dem Schreiben diesen Bericht anfangen wollte, wurde ein israelischer Angriff auf Gaza-Stadt abgefeuert und das war sehr laut und meine Kinder schrien, da dieser Angriff weniger als 250 m von meiner Wohnung entfernt liegt. Deshalb war das so sehr laut und das Beben des Hauses war ebenso auch sehr beachtlich. Das Haus kann ich aus dem Fenster sehen. Das hat mich wieder mal tief erschüttert. Das ist unglaublich, wozu die Menschen fähig sind.

Ich schreibe Ihnen, was mir durch den Kopf geht – ungefiltert und unkommentiert-. Und ich bin weder Soziologe noch Politologe…Ich versuche auch sachlich zu bleiben, auch dann, wenn die Angriffe um uns herum immer lauter werden.

Die letzte Nacht war auch nicht ruhiger und so haben wir für die vierte Nacht in Folge nicht schlafen können. Die Situation spitzt sich zu, das ist meine Einschätzung und ich hoffe so sehr, dass ich falsch liege. Gestern Nacht wurden zwei Häusern (Eins in Bet Hanoun (ganz im Norden des Gazastreifens) und eins im Süden des Gazastreifens durch israelische Luftangriffe gezielt bombardiert. An sich nichts Neues Aber, nach dem die Rettungskräfte und Feuerwehrleute sowie Helfer aus der Umgebung sich am Ort des Geschehens befanden, so wurden beide Häuser noch einmal angegriffen. Das führte zu weiteren Verletzten. So rannten alle weg… Und etwas später kehrten die Helfer und da wurden wieder Raketen auf die Menschen von israelischen Flugzeugen wieder abgefeuert und dieses "Spielchen" wurde acht bis Neun mal wiederholt. Wer nicht glaubt, dem oder der kann ich gerne die Namen der Besitzer dieser Häuser zumailen.

Es ist mir auch bewusst, dass dieses Mal auch Raketen von Gaza aus in Richtung IL abgefeuert wurden. Ich weiß, dass die Bevölkerung dort Angst hat und ich weiß, dass es auch auf deren Seite Tote und Verletzte gibt. Ich will NICHT aufrechnen… ABER ich wiederhole nur mein Gedanke, Wer ist der
Besatzer und wer sind die Besetzten? Eine Mail bekam ich heute und die füge ich in meiner Mail hinein, die Sie gerne als Hintergrundinformation betrachten können, hier beginnt diese Mail nun Israels letzter Überfall auf Gaza: die Lüge, wer angefangen hat

http://www.antikrieg.com/aktuell/2012_11_14_israels.htm

Israels letzter berfall auf Gaza: die Lüge, wer angefangen hat - John Glaser - Wieder hat Israel Gaza angegriffen. Im Zuge des Überfalls, der am Samstag 10. November begann, wurden mindestens sieben Palästinenser getötet, fünf davon Zivilisten, drei davon Kinder. Bis zu 52 wurden verwundet, darunter sechs Frauen und zwölf Kinder.

Wie bei jeder bösartigen militärischen Offensive, die Israel in Gaza durchführt, lautet die vorherrschende Geschichte, dass es sich um eine Vergeltung für Raketen aus Gaza handelt, die in das südliche Israel abgeschossen wurden.

Und das ist eine Lüge.

Es stimmt, dass am Samstag vor dem ausgedehnten israelischen Bombardement der militärische Arm der Volksfront für die Befreiung Pal stinas eine Panzerabwehrrakete auf ein israelisches Militärfahrzeug in der Nähe der Grenze zu Gaza feuerte, wodurch vier israelische Soldaten verletzt wurden. Aber was führte zum Abschuss der Panzerabwehrrakete?

Als erstes erschossen israelische Militärkräfte am Montag, 5. November den 23 Jahre alten Ahmad Nabhani, als er „sich dem Grenzzaun zu Israel n herte.“ Laut zumindest einer Zeugenaussage war Nabhani geistig behindert.

Dann, am Dienstag, 8. November, überschritten die israelischen Okkupationskräfte – acht Panzer und vier Bulldozer – die Grenze in den Süden von Gaza, schossen dort herum und töteten einen 13 Jahre alten Buben, wie das Palestinian Centre for Human Rights (PCHR – Palästinensisches Zentrum für Menschenrechte) berichtet.

Nach vom PCHR durchgeführten Untersuchungen wurde am Donnerstag ungefähr um 16.30 Uhr der 13 Jahre alte Ahmed Younis Khader Abu Daqqa durch ein Geschoß in den Unterleib schwer verletzt, nachdem israelische Militärfahrzeuge, die in das Dorf Abassan eingedrungen waren, willkürlich herumschossen. Zu der Zeit, in der er getroffen wurde, spielte Ahmed mit seinen Freunden Fussball vor dem Haus seiner Familie, das etwa 1.200 m entfernt ist von dem Gebiet, in dem sich die israelischen Okkupationskräfte befanden.

Sogar wenn ehrliche Beobachter die grausame und inhumane Blockade Gazas durch Israel außer Acht lassen und diese nicht in die Waagschale werfen bei der Bewertung, welche Seite für dieses Auflodern der Gewalt verantwortlich ist, so ist es klar, dass Israel diesen letzten Zusammenstoß begonnen hat. Und als Reaktion auf die Reaktion hat Israel einen harten, unverhältnismäßigen militärischen Angriff unternommen.

Das wäre leicht zu verstehen, wenn zum Beispiel die Medien des Westens sich die Mühe
machten, die andere Seite zu fragen, was geschehen ist. Die palästinensischen Nachrichtenmedien berichteten sofort, dass die Komitees für den Volkswiderstand die Verantwortung für die Panzerabwehrrakete übernommen haben, die sie als „Vergeltung“ für vorhergehende israelische Gewalt gegen Gaza bezeichneten. Aber dieses Grundanliegen eines ehrlichen Journalismus wird anscheinend nicht in Frage gestellt.

Jeder einzelne israelische Vorstoß oder Angriff auf Gaza wird begleitet von der selben Geschichte: Israel reagierte angemessen auf nicht provozierten palästinensischen Beschuss mit Raketen. Der letzte größere Krieg gegen Gaza, die Operation Gegossenes Blei von Dezember 2008 bis Januar 2009 wurde auch von dieser Geschichte begleitet. Israel beging Kriegsverbrechen in diesem einseitigen Konflikt, beschoss und tötete hunderte Zivilisten, setzte rücksichtslos Waffen ein und zerstörte absichtlich zivile Infrastruktur. Es ist zur akzeptierten Tatsache geworden – sogar unter den Kritikern Israels – dass diese Offensive eine Reaktion auf den Raketenbeschuss durch die Hamas war. Es gab in der Tat Raketenbeschuss unmittelbar vor dem Überfall, aber dieser war eine Vergeltung für den Bruch des sechs Monate dauernden Waffenstillstands durch Israel, von dem sogar israelische Regierungsvertreter in von WikiLeaks veröffentlichten Dokumenten zugaben, dass die Hamas ihn eingehalten hat.


Ich kehre zurück zum Alltag, heute morgen bin ich kurz aus dem Haus herausgegangen und habe mir Brot von einem B cker gekauft. Das war schon recht ganz früh und dann kaufte ich für die Kinder einige Kleinigkeiten von einem Tante Emma Laden. Aber seit heute Mittag wird auf versammelten Menschen geschossen )Raketen abgefeuert) und so bin ich froh, dass ich ganz früh meine Einkäufe erledigt habe.

Meine fünfjährige Tochter fragt(e) mich, warum denn die Israelis uns angreifen und um ehrlich zu sein, bin ich der Frage entkommen, da ich nicht weiß, was ich ihr sagen soll, und so habe ich ihr eine andere Geschichte erzählt. Eben während ich Ihnen/Euch diese Zeilen schreibe kam sie eben zu mir und fragte mich, wann denn dieses Elend enden wird. Denn sie will zu ihren Grußeltern fahren, die ja ca, 10 Min. Fußweg von uns entfernt wohnen. Aber wir können nicht hinkommen, denn Niemand ist sicher… Sicherlich könnten wir rausgehen und hinlaufen, was aber wenn eine Rakete über uns bzw. unsere Umgebung hin abfällt. So bleiben wir lieber zuhause. Ich dachte daran, zu meinen Eltern oder aber Schwiegereltern zu gehen, für mehr Schutz oder Sicherheit Aber da fanden bereits in beiden Gegenden israelische Luftangriffe statt.

Gestern Nacht wurden Raketen auf Fernsehstudios und Büros von Radiosendern und Nachrichtenagenturen durch israelische Luftangriffe attackiert. Motorräder, Fahrzeuge usw. wurden ebenso angegriffen. Landwirtschaftliche Gebiete wurden und werden angegriffen und in deren Umgebung leben Zivilisten und viele von ihnen wurden verletzt. Sogar in der Nähe eines Krankenhauses wurden Raketen abgefeuert. (Das Europäische Krankenhaus in Khan-Younes).

Gestern haben wir im zweiten israelischen Fernsehen politische Diskussionen mit verfolgt und einige Stimmen waren laut und deutlich genug, dass es ein Fehler war, den Herrn Ahmad Eljaabarry (Es gibt verschiedene Schreibweisen) getötet zu haben. Ein Artikel aus dem New York Times geht auf das Thema ein und hier ist der Link für diesen Artikel:
OP-ED CONTRIBUTOR: Israel’s Shortsighted Assassination - http://www.nytimes.com/2012/ 11/ 17/opinion/israels-shortsighted-assassination.html?pagewanted=1&_r=1&ref=opinion

Ein anderer Gedanke, der mir durch den Kopf geht ist der folgende, dieser Krieg gegen den Gazastreifen findet zum zweiten Mal statt und beide Male unter den Augen der ganzen Welt. Das macht mich sehr traurig, sehr wütend, enttäuscht, hoffnungslos und….und…..Und dass der nun noch einmal  stattfindet ist schon sehr beschämend für diese demokratische und freie Welt.

Es gibt zwar den arabischen Frühling und es gab die Besuche aus Ägypten und Tunesien Aber der Krieg und die willkürliche Zerstörung geht noch weiter. Mit welcher Begründung? Ich weiß immer noch nicht.

Bis jetzt stieg die Anzahl der Toten auf 53 Personen und über 570 Verletzte. (Gaza Zeit 15 Uhr). Leider handelt es sich bei den Verletzten um viele Kinder, Frauen, alten Menschen und Zivilisten. Und eben so bei den Toten. Heute fielen viele Rakten in unserer unmittelbaren Nähe. Das ist kein gutes Zeichen aber wohin sollen wir gehen bzw. wo können wir eventuell mehr Schutz bekommen? Leider Nirgendswo….Wie ich bereits darauf hingewiesen habe, besitzen die meisten Häuser in dem Gazastreifen keine Schutzpunker bzw. Schutzräume.

Ein Massaker wurde heute am Nachmittag gegen die Familie "El-Dalou" in Gaza, El-Naser. 11 (die Zahl bis jetzt da eventuell noch weitere Leichen unter den Trümmern des Hauses liegen können) Personen wurden durch einen israelischen Luftangriff getötet. Vier Frauen, vier Kinder und drei Männer. Das ist ein Verbrechen. Die Israelische Armee, die moralischste der Welt, sie besitzt die modernsten Waffen der Welt, Beobachtungsflugzeuge usw. wiederholt ihr Verbrechen gegen die zivile Bevölkerung des Gazastreifens unter den Augen von den Herren der Welt.

Vielen Dank Fr. Bundeskanzlerin, vielen Dank Herr U.S. Pr sident Obama, vielen Dank Herr ElArabi, vielen Dank an allen arabischen und Islamischen Pr sidenten und vielen Dank an allen Führern dieser Welt. Ich hoffe, dass Sie nun zufrieden sind, wo Sie diese Bilder am Ende meiner Mail sehen können.

Das Haus liegt nicht weit von unserer Wohnung. Das heißt, es hätte uns genauso gut treffen können.

Als ich eben die Bilder im Fernsehen sah, haben auch meine Kinder das Leider gesehen. Meine fünf jährige Tochter fing an zu weinen, als sie die Bilder sah…. Uns sind dann auch die Tränen übers Gesicht gelaufen. Jetzt höre ich auch, dass ein Vater mit seinem Sohn im Norden des Gazastreifens durch einen israelischen Raketenangriff getötet wurden. Hierbei handelt es sich um einen Wassermannverkäufer und seinen Sohn, die gerade eine Familie mit Wasser versorgt haben. Gestern kam auch ein anderer Wassermannverkäufer und hat mein Wassertank aufgefüllt. Heute hat dieser Mann sein Leben dafür bezahlt. Es ist schon heftig…

In mir wächst der Zorn und der Wut. Ich bin an der Grenze meiner Belastbarkeit angekommen. Ich weiß nicht, ob ich wieder in der Lage sein werde, Ihnen zu schreiben. Im Augenblick wird auf alles geschossen. Ich will nicht analysieren, was das bedeutet. ABER Sie können es selbst tun.

Ich fühle mich nicht gut und es geht mir und uns unter diesen Umständen auch nicht gut.

Bitte verzeihen Sie mir, dass ich sogar meine eignen Prinzipen verletze und Bilder mit Blut in meiner Mails einfüge. Immer noch dauern die Angriffe an, während ich Ihnen diese Mail noch schreibe. Alles deutet darauf hin, dass wir diese Nacht viel über uns ergehen lassen werden müssen. Es sei denn, ein Wunder geschieht, was ich leider nicht erwarten kann, da die Zeit der Wunder schon abgelaufen ist. Diese Welt hat keine Moral mehr. Denn Sie sehen zu, wie wir geschlachtet, ermordet und getötet werden und Sie tun nichts dagegen.

Ich weiß, dass ich meinen Ton verschärft habe, aber die Umstände ließen mir nichts anders übrig. Ich weiß wirklich nicht, ob wir diese Nacht überstehen werden. Derzeit wird in Ägypten über Waffenruhe verhandelt und während dessen geht das Bombardieren gegen uns weiter.

Ich habe nicht gedacht, dass es soweit kommen wird Aber es ist schon geschehen. (Jetzt ist es 17:50 Uhr, Gaza Zeit). Hier stand noch ein Bild Aber ich habe es herausgenommen. Ich wehre mich dagegen… Aber was ist ihre Schuld, dass sie sterben mußten?

Mit sehr traurigen Grüßen aus des zerbombten Stadt Gaza. Abed

 

 

 

Demonstration gegen den Überfall auf Gaza  in Berlin am 18.11.2012 -  Rede von Dr. Muhaisen Ahmad

Zu jedem geplanten Massaker der israelischen Armee gehört die entsprechende Propagandalüge, sie wird zeitgleich mit den militärischen Vorbereitungen geplant. So war es bei dem Massaker gegen die Bevölkerung von Gaza vom 27. Dezember 2008 bis zum 18. Januar 2009, es trug den Namen „Cast Lead“, gegossenes Blei, nach den Bleigießen-Spielen zum Jahresende. Die Lügen über Schuld und Bedrohung und die israelischen Kriegsverbrechen wurden noch nie vorher so genau und herzzerreißend dokumentiert  wie in dem UNO-Menschenrechts-Dokument, benannt nach dem Juristen Richard Goldstone. Man kann in diesem Bericht genauestens nachlesen, was den Menschen In Gaza zur Stunde noch einmal, in schrecklicher Wiederholung, geschieht:

Eine durch Belagerung seit über fünf Jahren eingeschlossene und traumatisierte Bevölkerung ist einem pausenlosen Bombardement ausgeliefert. Es gibt weder Sirenen noch ein Alarmsystem, es gibt keine Schutzräume, die Häuser haben nicht einmal einen Keller.

Kinder kauern sich angstvoll unter Treppen in den Häusern. Im Januar 2009 ließen israelische Soldaten sogar verletzte Kinder tagelang allein, Sanitäter durften nicht zu ihnen, halb verdurstet, total verängstigt wurden sie schließlich gerettet, nachdem die Soldaten der „humansten Armee der Welt“, wie sie sich selber nennt, abgezogen waren. Diese Kinder schreien heute die ganze Nacht und ihre Eltern können sie nicht trösten, weil die Erinnerung sie wieder einholt, sie sind besonders traumatisiert.

Die tragische Geschichte unseres Volkes muss also nur um ein Kapitel weitergeschrieben werden. Wie damals waren solidarische Menschen in vielen Ländern der Welt auf den Straßen, wie damals wurden die Rufe laut, Israel solle die Aggression gegen eine schutzlose Zivilbevölkerung sofort beenden. Wie damals gab es von Politikern halbherzige Äußerungen zum angeblichen „Notwehrrecht“ Israels – nicht zu dem Notwehrrecht der Palästinenser. Warum müssen wir diese Ungerechtigkeit zum wiederholten Male erleben?

Einmalig ist die jahrzehntelange Besatzung unserer Heimat und einmalig sind die Lügen, die über uns Palästinenser verbreitet werden. Einmalig ist aber auch die Solidarität so vieler Menschen auf der Welt mit uns und unserem Schicksal. Saeed Amierah aus Ni“lin hat hier in Berlin vor zwei Tagen darüber berichtet. Die internationalen Friedensmenschen aus aller Welt, die in die Westbank reisen oder in Gaza blieben während des Massakers vor vier Jahren. Die Menschen, die auf Schiffen die Blockade von Gaza durchbrechen und Hilfsgüter bringen wollten. Ende Mai 2010 überfiel die israelische Marine mit 1000 Soldaten die sechs Schiffe in internationalen Gewässern und tötete auf der Mavi Marmara zehn Menschen und verletzte über 50 von ihnen. Einige Schwerverletzte kettete man später in den israelischen Krankenhäusern an das Bett so wie man sonst Palästinenser behandelt.  

Zur Zeit findet in der Türkei eine juristische Aufarbeitung dieses Verbrechens statt, angeklagt sind die verantwortlichen israelischen Militärs, in Abwesenheit wird man sie schuldig sprechen. Ob sie jemals zur Rechenschaft gezogen werden können vor einem internationalen Gericht Ist noch nicht sicher. Ebenso wie die Verantwortlichen des Massakers in Gaza vor vier Jahren und der Verbrechen, die zur Stunde geschehen. Keinem Land der Erde wurden so viele Verbrechen gegen internationales Recht zugebilligt wie Israel.

So heißt wie schon so oft unsere erste Forderung: Schluss mit der Straflosigkeit, Menschen-rechte sind unteilbar. Gerechtigkeit für die Palästinenser und Bestrafung der Täter.

Immer wieder fragen wir uns verzweifelt: Wie kann die Welt zum wiederholten Male zulassen, dass uns eine so große Ungerechtigkeit, ein so großes Leid zugefügt wird? Wie ist es möglich, dass Israel völlig egal ist, was die Welt meint: Nach dem Motto: „Sollen sie doch denken, wir seien verrückt geworden, dann haben sie wenigstens Angst vor uns!“ So sprachen schon mehrere israelische Politiker: Scharon, Barak und sogar Zipi Livni.

Kann es denn möglich sein, dass es wirklich eine Bodenoffensive gegen Gaza gibt wie vor vier Jahren? Mobilmachung findet schon statt, das Bedrohungsszenario ist perfekt. Aber kann es wirklich sein, dass die jungen Menschen, Frauen und Männer wie in Israel üblich, diesen Krieg, der kein Krieg ist, weil die Palästinenser keine Armee, keine Panzer, keine Flugzeuge, keine Schiffe, keinen Hafen, keinen Flughafen, keine Drohnen und keine Überwachungskameras haben, mitmachen, dass sie sich derartig belügen lassen? Oder ist die israelische Überlegung eher so: Wir rufen alle Soldaten zu den Waffen und erklären uns anschließend bereit zu einem sogenannten „Waffenstillstand“, dann danken uns unsere Soldaten, dass sie keinen Krieg führen müssen, denn wir haben für Frieden gesorgt??

Die letzten Nachrichten besagen: Zwei Medienhäuser sind getroffen worden. Das eine in der letzten Nacht mit den Al Quds-Büroräumen, dabei wurden mehrere Journalisten verletzt. Das zweite ist ein Bürohochhaus, in einem der oberen Stockwerke hat der Al Aqsa-Sender Büroräume aber auch die ARD, Al Arabia, Dubai-TV und es gibt ein Medienbüro von Sky-News für Fernsehen und Radio.

Ein Armee-Sprecher der Israelis sagte: Die Antennenanlagen des Hochhauses, das in der Nacht bombardiert wurde, habe der bewaffnete Arm der Hamas für die Kommunikation mit ihren Einheiten benutzt. Das ist die Kriegssprache. Überschrift im Tagesspiegel von heute: "Israel zerbombt Zentrale der Hamas". Es handelt sich um das Regierungsgebäude. Die Unterzeile beschreibt zwar das Grauen: "Luftwaffe fliegt 180 Angriffe auf Gazastreifen / Mehr als 40 Tote seit Beginn der Kämpfe / Obama telefoniert mit Netanjahu." Es fehlen die Hunderte verletzte Menschen in Gaza.

In dem Artikel heißt es, "Terrorziele" seien getroffen worden. Darunter Werkstätten zum Raketenbau. Ganz Gaza ist angeblich eine einzige Raketenwerkstatt und in Gaza lebt die islamistische Hamas, mit der man nicht spricht. Die Internet-Ausgabe von Haaretz zitiert den israelischen Innenminister Jishai: "Das Ziel der Operation ist es, Gaza ins Mittelalter zurückzuschicken." Sie borgen sich die Sätze der amerikanischen Kriegsführer. Dieser Satz gehört zum Vietnam-Krieg.

Außenminister Westerwelle konzentriert sich in einer Erklärung ausschließlich auf die Raketen, die aus Gaza in den Süden Israels fliegen. Vergessen hat er die Belagerung Gazas, die Zerstörung vor vier Jahren. Den Nicht-Wiederaufbau der Häuser, weil es kaum Baumaterial gibt. Vergessen hat er die palästinensische Bevölkerung von Gaza. Vergessen hat er ein kritisches Wort zu Israel - genau so wie Frau Bundeskanzlerin Merkel, die sogar an das Existenzrecht Israels in der jetzigen Situation erinnert. Wer spricht von unserem Existenzrecht!
Vergessen haben beide den Hinderungsgrund für Friedensgespräche: Israels ständigen Siedlungsbau, Israels neun Meter hohe Apartheid-Mauer, Israels Besatzungsmacht in der Westbank, Tausende palästinensische Gefangene in israelischen Gefängnissen, darunter Kinder und Jugendliche.  Deshalb fehlt heute hier unser Appell an diese Politiker.

Und doch ist diesmal etwas anders als vor vier Jahren: Die arabische Welt hat sich verändert, , so sehr er auch bedroht ist von außen und von undurchsichtigen Kräften in verschiedenen Ländern oder von rivalisierenden Gruppen, hat dazu geführt, dass die Menschen lauter und offener ihre Meinung äußern über das Schicksal der Palästinenser.

Wenn sich auch der UNO-Sicherheitsrat wie so oft zurückhaltend oder abwartend verhält, so hat doch Ägypten mit Präsident Mursi und dem Parlamentspräsidenten bei seinem Besuch in Gaza eindeutige Worte gefunden, der tunesische Außenminister war gestern in Gaza, Ban Ki-Moon wird kommen und in den nächsten Tagen wird es eine Abordnung der Arabischen Liga in Gaza geben. Israel ist zum wiederholten Mal öffentlich isoliert. Unsere bange Frage ist: Wann wird Israel das endlich begreifen und den aggressiven Weg des Krieges verlassen?

 Es nützt Israel nichts, die Journalisten in Gaza anzugreifen und ihre Büroräume zu zerstören. Genau so tat es die amerikanische Armee im Irak zu Beginn des Lügen-Krieges 2003. Die Wahrheit kommt an den Tag. Aber sie berichtet von schrecklichen menschlichen Opfern. Sinnlosen Opfern wie in allen Kriegen.

Wir Palästinenser danken allen Menschen für ihre Solidarität. Wir danken den Politikern. In Deutschland, die an unserer Seite stehen, wir möchten besonders die drei Menschenrechtler der Partei die LINKE erwähnen, die auch auf der Mavi Marmara waren: Annette Groth, Inge Höger und Norman Paech. Aber auch viele andere. Wir danken Euch.

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