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Dokumente - Internationale Stimmen für Jamal Karsli

Merkwürdig, da kritisiert einer die israelische Regierung, daraus macht man er kritisiert Israel und sagt dann, das ist Antisemitismus. Plötzlich ist er in den Medien ein "Unmensch" Andere, koksen, arbeiten mit Kriminellen zusammen, unterstützen die Sklaverei, die Unterdrückung von Frauen, beuten sie sexuell aus, lassen die Verbrechen der israelischen Regierung nicht als solche nennen und .........?  Frau Christiansen lässt grüssen..... Merkwürdig, da wird in Deutschland jemand als Antisemit abgestempelt und respektable Juden, Israelis aus der ganzen Welt versichern Jamal Karsli ihre Unterstützung un keiner will es wahrnehmen. Dies ist kein "Fall Karsli oder Möllemann", dies ist ein Fall "Manipulierte Medienwelt", "Politischer Machtmissbrauch", ein Fall "Honestly Concerned".

 

Chronologie des "Fall Karsli"
Quelle MDR Streit um Karsli / Möllemann - Dokumentation (Mai 2002)
Petition für J. Karsli bei PetitionOnline.com
Unterstützungsbrief von Prof. Ilan Pappe
Unterstützungsbrief von Gideon Spiro
Raymund Schwager: Martin Walser, Jürgen Möllemann und der Antijudaismus
NETZEITUNG DEUTSCHLAND: Chronologie der Möllemann-Affäre
Antworten auf einen Artikel von H. M. Broeder
Briefwechsel von Günter Schenk  und Shraga Elam
Antwort auf einen Artikel von H. M. Broder
von Claudia Karas
Jürgen Möllemann
Linksammlung zu Jamal Karsli

Gefunden bei: SEMIT TIMES unabhängige Wochenzeitung für Politik, Kultur und jüdisches Leben  -Publiziert von der Admin am 26.04./24 Nisan 5763 um 19:24
 

Antworten auf einen Artikel von Henryk M. Broeder

Shraga und Jamal oder: Plisch und Plumm machen was zusammen

Die Antworten:

Posted-Date: Thu, 27 Jun 2002 10:37:42 +0200 (DST)
From: Guenter Schenk
To: Shraga Elam
Subject: Re: [Fwd: Homepage Broder]



Lieber Shraga Elam,


ich habe heute, nachdem ich die Unflaetigkeiten von Herrn Broder gegen Sie gelesen habe, an Herrn Broder geschrieben. Ich bitte Sie, diesen Brief an alle anderen Empfaenger Ihrer Originalmail zu Broder weiterzureichen. Ich wiederhole hier: Herr Broder hat nicht nur Sie, er hat auch uns alle, auch mich, die sich gegen schlimme Fehlentwicklungen auflehnen, beleidigt und verhoehnt.

Shalom - Salaam Guenter Schenk

 



es folgt meine mail an Herrn Broder:

Sehr geehrter Herr Broder,

als langjaehriger Leser Ihrer Beitraege im SPIEGEL erlaube ich mir heute, auf Ihre Auslassungen (in beleidigendem Ton) zu Herrn Karsli und Herrn Shraga Elam Stellung zu nehmen. Zu K. ist, so denke ich, auch und gerade von zionistischer Seite, genug, zu viel, gesagt. Ich moechte mich keinesfalls zum Stil der Auseinandersetzung mit den Gedanken von K. aeussern. Lediglich: das Drama, dem der Nahe Osten, Israel und Palaestina nun seit langen Jahren ausgesetzt ist, verdient eine ernsthaftere Diskussion als die deutsch/deutsche Wahlkampf-Glosse, an der auch Sie sich leider beteiligen.

Allerdings: bitte erkennen Sie: so wie Herr Friedman,Herr Spiegel Deutsche sind, so ist auch Herr Karsli Deutscher. Es gibt in D. keine Zweiklassen-Staatsangehoerigkeit. (insofern unterscheidet sich, gluecklicherweise, das Nachkriegsdeutschland von Nazi-Deutschland - J im Pass, oder von Staat Israel, wo aus jedem Pass unmissverstaendlich fuer alle staatl. Stellen hervorgeht, wenn ein Staatsbuerger „A“ (Araber) ist. Komisch, wohl, aber das, Herr Broder, wissen Sie sicher. (ach ja, wer haette dies gedacht: Herr Karsli ist gebuertiger Syrier...)


Nun zu Herrn Elam, besser zu dem, was Sie, Herr Broder, zu ihm (?), ueber ihn sagen. Hier lassen Sie alle Regeln des Anstands, alle Regeln der intellektuellen, auch journalistischen Redlichkeit vermissen. Von einem „Mann namens Shraga Elam“ zu sprechen finde ich nicht gerade anstaendig, oder sind Sie „ein Mann namens Broder“? Herr Shraga gibt, auch im Internet, ausfuehrlich Auskunft ueber seine Person, ueber seine Kriegserlebnisse im 6-Tage-Krieg, ueber seine journalistische Forschungsarbeit (nichts entehrendes, ganz im Gegenteil) Herr Elam, wie viele Juden in D. und USA, sind schockiert ueber den Missbrauch ihres Namens durch führende zionistische Gruppen (sehr stark unterstuetzt von den jeweiligen Botschaften). Auch Erich Fried muss es wohl schon so gegangen sein. Warum verunglimpfen Sie all diese anstaendigen Menschen ? Nein, ich habe, so wie ich Ihre Beitraege im Spiegel lese, auch das gelesen, was Herr Elam veroeffentlicht. Dieser Mann hat grosse Achtung verdient, nicht aber Beschimpfungen, fast im Goe...\'schen Stil. Ich bin entsetzt und entschuldige mich noch heute bei Herrn Elam fuer Ihre Beleidigung. Herr Elam, israelischer Staatsbuerger, hat ganz sicher viel mehr fuer die Verteidigung seines Staates Israel getan als Sie, Herr Broder, er war aktiver Soldat in Tsahal...hat dort attocitaeten seiner Vorgesetzten (Kriegsverbrechen !) erlebt und verdient unser, Ihre Achtung, nicht aber Beschimpfung.

Da ich nicht glaube, dass Sie, Herr Broder, nach Ihrem Elaborat, die moralische Kraft zu einer formellen Entschuldigung bei Herrn Shraga Elam, Friedensaktivist und Recherche-Jounalist in Zuerich haben, werde ich dies heute, von Ihnen unauthorisiert, mit dem folgenden Text tun:
 


Sehr geehrer Herr Elam,

es tut mir leid, und ich entschuldige mich stellvertretend, und ohne Authorisierung seitens Ihres Journalisten-Kollegens H. Broder, bei Ihnen fuer die unflaetigen, unanstaendigen und durch nichts begruendeten Anwuerfe gegen Sie durch Herrn Henryk M. Broder. Sie sind bei uns in Europa, bei mir in Frankreich und bei dt. Freunden des Friedens, gerade als Kind von Ueberlebenden und als israelischer Jude herzlich willkommen, wir sind stolz darauf, Sie hier zu Gast zu haben. Fuer Ihre kuenftige journalistische Arbeit, aus grosser Verantwortung, wuensche ich Ihnen alles Gute

Viele meiner Freunde in D. u. F. stehen zu Ihnen !

Shalom - Salaam  Guenter Schenk,

(Ende der Entschuldigung bei Herrn Elam)


Erlauben Sie mir bitte, Herr Henryk M. Broder, noch eine Bemerkung: Die dt.-dt. Diskussion ueber die Personen Moellemann, Spiegel, Friedman, Karsli und Ihren (HMB) Beitraegen, finde ich, angesichts des bekannten Dramas in und um Israel und Palaestina (die 1. Opfer sind tatsaechlich, Sie werden es nicht glauben, die Palaestinenser, auch wenn sie, entehrt, aller Hoffnung beraubt, hungernd, beraubt, arbeitslos....den letzten Ausweg in unmenschlichster Art zu erkennen glauben.) ....OBSZOEN !

Obszoen auch, die Verunglimpfung aller Menschen guten Willens in und ausserhalb Israels, Gush Shalom, frz. juedische Friedensgruppen, Peace Now etc...und individuell handelnde Menschen wie....Shraga Elam u.v.a.m. (i.d. Fall durch eine dt. Journaille)


Shalom - Salaam  - Guenter Schenk

 

 

 De : Broder Henryk - Date : 27/06/102 10:37:14



 - wenn sie sich schon ungebeten und ungefragt für mich  entschuldigen, möchten sie vielleicht auch meine  straf-mandate für falsches parken bezahlen und meine nachbarn um vergebung bitten, daß ich gestern um  mitternacht noch wäsche gewaschen habe? - schön zu  sehen, wie ein psycho andere psychos aktiviert.






From: Guenter Schenk
To: Broder Henryk

Subject: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie
Date: Thu, 27 Jun 2002 10:55:56 GMT+1



Schade ! Eine Obszoenitaet durch eine zweite zu erweitern. Eine grosse Leistung ! Sie vergleichen (Ihr)  Falschparken mit der nah-oestlichen Tragoedie.

Pardon, Monsieur, une triste histoire, ça! Vous me faites rougir !

Nein, Ihre ganz persoenlichen Unzivilitaeten habe ich wirklich nicht gemeint ! Trotzdem: shalom

GS


 


Posted-Date: Thu, 27 Jun 2002 10:58:07 +0200 (DST)

From: Guenter Schenk 



Subject: TR: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie




Lieber Shaga,

so sind die, die Menschen. Aber, sie zeigen wenigstens Flagge

Gruss, Shalom

Guenter Schenk



 

 



> >Posted-Date: Thu, 27 Jun 2002 11:56:32 +0200 (DST)
> >Received-Date: Thu, 27 Jun 2002 11:56:32 +0200 (DST)
> >From: Broder Henryk
> >Subject: Re: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie
> >To: Guenter Schenk
> >In-Reply-To: > >MIME-Version: 1.0




- sie entschuldigen sich also in meinem namen für den
;krieg im nahen osten, sie wichtel-wichtigtuer. hab ich
sie gebeten, überhaupt etwas in meinem namen zu tun?

und wie wäre es, wenn sie sich dafür entschuldigen
würden, daß es in diesem lande nationalbefreite zonen
gibt, in die sich kein afrikaner traut? aber das ist
nicht so wichtig, palästina ist näher.

 


From: Guenter Schenk
To: Shraga Elam
> At 12:05 27.06.02 +0000, you wrote:
> >ER, Sh.E.

;soll ich antworten, oder ist alles sinnlos ?

GS

 

---Message d\'origine-------
De : Shraga Elam ;
 Date : 27/06/102 12:39:12


 Ich glaube, dass es wichtig ist, diesen Briefwechsel bekannt zu machen.

 Herrn Broder kann man offensichtlich nicht mit Argumenten überzeugen.

&SE


From: Guenter Schenk 
To: Shraga Elam
Subject: Re[1] TR: Re: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie
Date: Thu, 27 Jun 2002 13:32:52 GMT+1


Nein, lieber Shraga,

belassen wir es dabei. Ich bin nicht an einer Eskalation eines unfruchtbaren Gespraechs interessiert. Umso trauriger, dies von einem Mann zu sagen, der ein so beachtliches, und beachtetes Buch wie „Die Irren von Zion“ (lesenswert!) geschrieben hat.

Er kann nicht wissen (will vielleicht auch nicht) wie gerade der neuentflammte dummdreiste Rechtsradikalismus in Deutschland zu einer meiner groessten Sorge gehoert. Gerade, weil ich die Gefahr in allen Formen von Chauvinismus, Nationalismus sehe, bin ich wohl auch nicht ganz unberuehrt, diese zu sehen in einem Land (Israel) mit dem uns vielfältige Bindungen und Verpflichtungen, persoenliche Freundschaften verbinden, einem Land, dessen Wohlergehen ganz besonders uns Deutschen eine Herzens- und Verstandangelegenheit sein muss.

Quo vadis, Israel ? Herr Broder geht auf diese Fragen nicht ein, verwechselt die Entschuldigungen und beleidigt...Da faellt mir nur die letzte Tagebucheintragung Kurt Tucholskys ein, in Steigerung: „reden - schreiben - schweigen“

Gruss GS

 

Date: Thu, 27 Jun 2002 23:34:04 +0200
To: Broder Henryk
From: Shraga Elam
Subject: RE: Shraga und Jamal oder: Plisch und Plumm machen was zusammen

Sehr geehrter Herr Broder

Danke, dass Sie mich mit Erich Fried vergleichen, ich bin sehr geschmeichelt. Ihre Ferndiagnose (Psycho) und Ihre Beschimpfungen zeugen allerdings nicht von Seriosität und von Sachlichkeit.

Recherchieren gehört offensichtlich auch nicht zu Ihrer Spezialität. Ansonsten hätten sie bestimmt gemerkt, dass mein „obskures Zeug“ nicht nur auf „obskuren Websites“ zu finden ist. Auch renommierte historische Forscher wie Prof. Randolph Braham oder Ilan Pappe (s. seinen Unterstützungsbrief an Herrn Karsli in der Anlage) bzw. angesehene Zeitungen wie die FAZ, die Frankfurter Rundschau, die Weltwoche, der Tages-Anzeiger, der Observer, die Ha’aretz oder Globes finden meine Berichte lesenwert.

Es hätte Ihrer Glaubwürdigkeit besser getan, wenn Sie z.B. versucht hätten, auf die Inhalte der Presseerklärung Karslis sowie meines Unterstüzungsbriefs einzugehen.

Vielleicht sind Sie doch imstande, mir die folgenden Zitate aus der israelischen Presse zu erklären. Bitte berücksichtigen Sie, dass ich nicht über die gleiche Intelligenz und psychische Verfassung wie Sie verfüge. Vielleicht versuchen Sie es also für einmal - anstatt mit einer kleinkarierten, billigen boulevardmässigen Polemik - mit sachlichen Argumenten.

Herr Karsli protestierte gegen die Numerierung von palästinensischen Gefangenen und sagte deshalb, Israel verwende Nazi-Methoden. Vielleicht können Sie, als selbsternannter Vertreter des jüdischen Genius, erklären, wo genau die inhaltlichen Unterschiede in der Aussage des Knessetabgeordneten und Shoa-Überlebenden Yosef (Tomy) Lapid liegen, der sich im israelischen Parlament ebenfalls über diese Praxis empörte: “ . . . [the] connotation of the act is ‘unbearable’, noting that it was carried out at Auschwitz“. He added that Chief-of-Staff Shaul Mofaz had “ . . . confirmed [that] the marking of Palestinians was carried out at Tulkarem-area refugee camps“ (Jerusalem Post, March 13, 2002).


Die Grande Dame der israelischen Musik, die ‘Sängerin der Kriege’, Yaffa Yarkoni, sagte in einem Interview im israelischen Militärradio: “We are a people that lived through the Holocaust. How can we be capable of such things?“ (Galatz, April 14, 2002). Befragt von Ha’aretz, was sie mit \"things\" meinte, antwortete Yarkoni: \"I meant the writing of numbers on their arms. It really shocked me. Isn\'t that what the Germans did?\"“ (Ha’aretz, May 3, 2002).


Wollen Sie auch Frau Yarkoni oder Herrn Lapid beleidigen? Sind diese zwei angesehenen Menschen auch so dumm und antisemitisch wie Jamal und Shraga?


Was sagen Sie zum Beispiel zur folgenden Meldung des renommierten israelischen Militärexperten Amir Oren über ein Gespräch mit einem israelischen General, der eine verbreitete Einstellung beim Oberkommando wiedergab:

“If the mission will be to seize a densely populated refugee camp (...) then [a commander] must first analyze and internalize the lessons of earlier battles - even, however shocking it may sound, even how the German army fought in the Warsaw ghetto.“ (Ha’aretz, January 25, 2002).


Für eine ausführlichere Auseinandersetzung mit dieser Aussage können sie den Kommentar eines bekannten israelischen Friedensaktivisten, Haim Hanegbi, in Ma’ariv auf der “obskuren“ Website eines anderen Freundes lesen (Die israelische Armee im Warschauer Ghetto, Ma’ariv 1.2.2002 http://www.geocities.com/abumidian/haimhanegbi.htm ).


Auf der gleichen Website finden Sie auch den schrecklichen Bericht eines israelischen Bulldozer-Operateurs, der im Jeniner Flüchtlingslager gewütet hatte und darauf hinwies, dass unter den Ruinen eventuell noch unzählige Menschen begraben sind. Seine Aussage gibt auch Anhaltspunkte zu dem, was die israelischen Kommandeure möglicherweise von General Stroop gelernt haben.


Falls Sie des Hebräischen mächtig sind, kann ich Ihnen einige ernst zunehmende israelische Websites empfehlen. Sie können dann selber beurteilen, ob ein Vergleich der Einstellungen dieser Leute mit jenen im Nazi-Deutschland der 30-er Jahre gerechtfertigt ist oder nicht.

Meine Dummheit bewegt mich, an einen als Moralapostel verkleideten Zyniker wie Sie zu schreiben, der im Namen der jüdischen Nazi-Opfer sprechen will und damit ungeheuerliche Kriegsverbrechen verschweigt und verharmlost.

Sie sagten selber einmal, Auschwitz sei keine Besserungsanstalt gewesen. Da haben Sie völlig recht. Sie selber liefern einen guten Beweis dafür, dass nicht alle Juden Gutmenschen sind, und Sie scheinen auch noch stolz darauf zu sein.

Nur weiter so, Herr Broder. Ihre Aufsätze sind super witzig und geistreich. Auch Sie sorgen dafür, dass eine Versöhnung und eine Normalisierung unmöglich bleibt. Bravo! Grossartig! Toll!


Ein Mensch namens Shraga Elam
 

(Kommentar: Herr Broder und sein Produkt. Irgendwie habe ich Erinnerungen an vergangene Zeiten......)


Shraga und Jamal oder: Plisch und Plumm machen was zusammen

Der Antisemitismus ist eine viel zu ernste Sache,
als dass man sie den Antisemiten überlassen könnte. Deswegen ist es so wichtig, dass Demokraten wie Möllemann, Literaten wie Walser und Rentner wie Blüm sich der Sache annehmen. Raus aus den Schmuddelecken und rein in die Mitte! Besonders gut macht sich, wenn ein Jude dabei Hilfestellung leistet. Dann wird\'s richtig authentisch. Früher war es Erich Fried, der jeden Antisemiten für koscher erklärte und ihm einen Vierzeiler hinterher warf, später hat sich Abi Melzer (\"Semit\") kurz in der Rolle versucht, musste aber pleitehalber aufgeben, dann war die Nische eine Weile verwaist.

Jetzt ist sie wieder besetzt, von einem Mann namens Shraga Elam, der in Zürich lebt und sich \"israelischer Friedens-Aktivist, Journalist und Buchautor\" nennt. Er veröffentlicht obskures Zeug auf obskuren Websites. Vor allem aber ist er der Strippenzieher hinter dem NRW-Abgeordneten Jamal Karsli. Elams E-Mail an Karsli, in der von \"israelischen Nazi-Methoden\" die Rede war und die Karsli mit dem Vermerk \"sehr lesenswert\" weiter verbreitete, war der Anlass (oder der Vorwand) für Westerwelle, Karslis Ausschluss aus der FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag zu fordern und schließlich, gegen Möllemann, durchzusetzen.


Wer aber gemeint hatte, damit wäre Karsli still gelegt, lag daneben. Der Mann ist zwar dumm wie eine hohle Nuss, aber er hat Ausdauer, die Primärtugend aller Crashtüten und Knallchargen. Am 21. Juni gab Karsli in
Düsseldorf eine Pressekonferenz, auf der er seine \"Anklage gegen [...] die Herren Paul Spiegel und Michel Friedman\" vorstellte. Er will die beiden wegen \"Rufmords\" verklagen und das \"Entschädigungsgeld\", mit dem er jetzt schon fest rechnet, \"Friedensprojekten im Nahen Osten zukommen lassen\".

Das ist zwar edel gedacht, aber ein wenig voreilig. Was ist, wenn Karsli den Prozess verliert? Was wird dann aus den Friedensprojekten im Nahen Osten? Und wer bezahlt Karslis Anwaltskosten?


Shraga Elam wird es nicht tun, denn der hat seine Solidarität mit Jamal Karsli darauf beschränkt, den armen Syrer ins Unglück zu jagen. Die beiden sind ein Paar wie Plüsch und Plum, Karsli beruft sich auf Elam und Elam hängt sich an Karsli dran.


Zuletzt hat er zu der Pressekonferenz von Karsli einen
\"Unterstützungsbrief\" ins Netz gestellt, in dem er vor allem seine eigene Wichtigkeit als \"israelischer Friedensaktivist\" hervorhebt, der von Zürich aus für einen gerechten Frieden im Nahen Osten kämpft - wie Karsli von Düsseldorf aus. Auf den ersten Blick zwei \"Semiten\" auf dem Weg in eine bessere, friedliche Zukunft, auf den zweiten zwei Psychos, die die Welt
retten wollen und dabei komische Texte produzieren.


Hier kommt zuerst die \"Anklage\" von Karsli gegen Spiegel und Friedman, dann der \"Unterstützungsbrief\" von Elam für Karsli. Viel Spaß bei der Lektüre und nicht vergessen: Auch Juden und Semiten dürfen dumm sein.


Presseerklärung zur Anklage gegen die folgenden Mitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Herren Paul Spiegel und Michel Friedman


Meine kritischen Äusserungen gegenüber Israel lösten heftige Reaktionen aus, und mir wurde Antisemitismus der schlimmsten Sorte vorgeworfen. Es entstand eine regelrechte Hetzkampagne gegen mich, gegen Herrn Jürgen W. Möllemann - und eigentlich auch gegen all jene, die einen echten und gerechten friedlichen Ausweg für den schrecklichen und blutigen Nahost-Konflikt suchen.

Ich möchte deshalb die folgenden Mitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland wegen Verleumdung und Ehrverletzung anklagen: die Herren Paul Spiegel und Michel Friedman. Ich will diese Funktionäre verklagen aufgrund ihrer zentralen Rolle in dieser Kampagne und weil gerade sie - wegen der schrecklichen Leidensgeschichte ihrer Vorfahren - mehr Mitgefühl gegenüber dem Schmerz anderer, z.B. gegenüber den Palästinensern, demonstrieren sollten. Stattdessen lenken sie von den israelischen Gräueltaten und Kriegsverbrechen ab.


Was eigentlich soll antijüdisch an meinen Aussagen sein?

1. Die israelische Armee wendet Nazimethoden an, schrieb ich. Diese Feststellung nahm ich zurück, nachdem mir klar geworden war, dass ich damit Teile der deutschen Öffentlichkeit überfordert hatte, die nicht vollständig informiert sind über die tatsächliche Situation im Nahen Osten.
Durch Medienberichte und Informationen des israelischen Friedensaktivisten und Journalisten aus Zürich, Shraga Elam, bin ich aufmerksam geworden, dass es israelische Quellen gibt, die meine Feststellung untermauern:


• In einem Interview des Militärradios z.B. warf auch die israelische Nationalsängerin Yaffa Yarkoni der israelischen Armee die Verwendung von Nazimethoden vor. Yarkonis Aussage wurde durch ca. 60.000 Demonstranten in Tel-Aviv unterstützt. Sind diese zahlreichen jüdischen Friedensbefürworter auch Antisemiten?
Das Thema beschäftigte die dortigen Medien übrigens intensiv, währenddem hierzulande kein Wort darüber zu lesen war.

• Der renommierte israelische Militärexperte Amir Oren empörte sich am 25. Januar 2002 darüber, dass das israelische Oberkommando bei den Vorbereitungen für die Eroberung dicht bevölkerter palästinensischer Flüchtlingslager den lokalen Feldbefehlshabern befohlen habe, sich u.a. auch die Erfahrungen der Nazis im Warschauer Ghetto einzuverleiben.
Schaute man das Flüchtlingslager von Jenin nach der Schlacht an, so entstand der Eindruck, dass diese Order dort ihre Umsetzung fand.

• Laut mehreren Berichten gibt es konkrete israelische Pläne zur Massenvertreibung der palästinensischen Bevölkerung - zu einer ethnischen Säuberung also.
Die NS-Politik gegenüber den Juden in den 30er Jahren zielte zuerst auch \"lediglich\" auf die Vertreibung der Juden. Die systematische physische Judenvernichtung begann bekanntlicherweise erst 1941, also praktisch acht Jahre nach der NS-Machtergreifung.
Nach der ehemaligen israelischen Erziehungsministerin Schulamit Aloni müssen wir unsere Stimme erheben und vor weiteren Eskalationen im Nahen Osten warnen!
Aloni sagte: »Die israelische Regierung und Armee haben die Palästinenser schon in eine KZ-ähnliche Situation gedrängt. Es fehlt nur noch, dass sie vergast werden. Im Namen der Shoa soll auch dagegen protestiert werden!«
Wir dürfen zu der grossen Gefahr im Nahen Osten nicht schweigen. Gerade dies ist eine wichtige Lehre aus der NS-Zeit. Mein Schrei richtet sich nicht gegen die Juden, ganz im Gegenteil: Der Frieden ist im Interesse sämtlicher Bewohner des Nahen Ostens. Eine bevorstehende Eskalation wird auch die Juden - und zwar weltweit - in Gefahr bringen. Dies ist keine Drohung, sondern meine grosse Sorge. Eine solche Warnung kann also nie und nimmer als rassistisch gelten, im Gegenteil. Diejenigen, die einen Unterschied und eine Rangordnung des Leidens nach nationaler oder ethnischer Zugehörigkeit machen, setzen sich dem schweren Verdacht aus, selber rassistische Vorstellungen zu pflegen. Leiden ist Leiden, ob nun jüdisches, muslimisches, christliches oder buddhistisches usw.
Ich betone, dass es absolut nicht meine Absicht ist, die jüdische Katastrophe während der NS-Zeit zu verharmlosen. Wenn mich irgend jemand – und zwar ohne Hintergedanke – missverstanden hat, dann muss ich mich entschuldigen, mich zuwenig klar ausgedrückt zu haben. Diejenigen, die sich über eine vermeintliche Verharmlosung der Judenvernichtung freuen, muss ich ausdrücklich und vehement zurückweisen.

2. Was den anderen gegen mich erhobenen Vorwurf anbelangt, es sei antisemitisch, den grossen Einfluss der zionistischen Lobby auf die Medien zu erwähnen, so ist die Kampagne gegen meine Person der beste Beweis dafür, dass meine Feststellung richtig ist. Ich betone, dass ich Lobbyarbeit als legitime demokratische Tätigkeit betrachte und versuche, sie ebenfalls zu betreiben, z.B. in Interesse der Migranten in Deutschland. Sie ist aber dann problematisch, wenn es um Machtmissbrauch und um die Unterdrückung der Wahrheit geht.

Viele Menschen realisieren, dass ich das Opfer einer ungeheuerlichen Verleumdungskampagne bin, sind aber verunsichert, ja eingeschüchtert. Sie wissen nicht, ob sie überhaupt noch denken dürfen, was ihnen ihr gesunder Menschenverstand sagt.

Sogar Rechtsanwälte fürchten sich vor den Schwierigkeiten, mein gerechtes Anliegen zu vertreten.

Das mir wegen dieses Rufmords zustehende Entschädigungsgeld werde ich Friedensprojekten im Nahen Osten zukommen lassen.

Jamal Karsli MdL,

Düsseldorf, den 21.06.2002
 

Shraga Elam  - Zürich, den 21. Juni 2002

Offener Brief:



Unterstützung der Anklage von Jamal Karsal gegen Michel

Friedman und Paul Spiegel


Die Mitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland sollen verklagt werden, und zwar nicht nur wegen Ehrverletzung, sondern auch wegen Komplizenschaft mit den israelischen Kriegsverbrechern, grober Verletzung der jüdischen Interessen und wegen ihrer rassistischen Haltung. Die zahlreichen israelischen Kriegsverbrechen, die auch von renommierten und anerkannten israelischen Menschenrechtsorganisationen wie B\'tselem oder Physicians for Human Rights dokumentiert werden, können - so die überwiegende der Mehrheit der israelischen Friedensbewegungen - nicht durch die
palästinensischen Gräueltaten gerechtfertigt werden.

Kollektivstrafmassnahmen, wie die massive Abriegelung der palästinensischen Gebiete seit über 20 Monaten, stellen einen klaren Verstoss gegen die Genfer Konvention dar und können die palästinensischen Gewaltakte - laut den meisten israelischen Militärexperten - auch gar nicht verhindern. Ganz im Gegenteil, meinen alle israelischen FriedensaktivistInnen. Denn die Aushungerung und Erniedrigung der palästinesischen
Bevölkerung produziert nur noch mehr Hass und Verzweiflungsakte.

Was wir im Moment erleben, kann nur als eine eskalierende Massenvertreibung der PalästinenserInnen bezeichnet werden und entspricht schon jetzt der UNO-Definition für einen Völkermord. Es sind in der israelischen Armee - und nicht zuletzt beim Oberkommando -, bei der politischen Machtelite und in der allgemeinen Gesellschaft ganz gefährliche Tendenzen zu beobachten, die sehr stark an die verhängnisvollen
Entwicklungen im Deutschland der 20er- und 30er Jahre erinnern.

Dieser Vergleich darf nicht tabuisiert werden, wenn wir aus dem schrecklichen NS-Geschichtsabschnitt lernen und nachdrücklich und ehrlich \"Nie wieder Shoa\" und \"Nie wieder Genozid\" sagen wollen.

Die starke Tabuisierung um den NS-Judeozid ist das schlechteste Mittel, um eine Wiederholung solcher Vorkommnisse zu verhindern. Diese Tabuisierung ist per se
rassistisch, da sie die Deutschen - quasi genetisch - als die ewigen Täter diffamiert und die Juden als die ewigen Opfer idealisiert.

Dass unsere Grosseltern und andere Verwandte von den Nazis umgebracht wurden, hielt leider eine erschreckend grosse Anzahl israelischer Soldaten verschiedener Generationen nicht davon ab, an zahlreichen Kriegsverbrechen teilzunehmen (s.
Bericht über meine eigenen Kriegserlebnisse in der Neuen Luzerner Zeitung
http://www.neue-lz.ch/news/artikel.jsp?ref=30046160).


Durch ihre nicht gerechtfertigte und verantwortungslose Machtdemonstration leisten die jüdischen Prominenten in Deutschland einen unübersehbaren Vorschub für sehr gefährliche politische Tendenzen. Infolge der massiven Zensur in den deutschen Medien sind die Rechtsradikalen leider ein Auffangbecken für das berechtigte Unbehagen geworden und bringen damit nicht nur die jüdischen Menschen, sondern die
gesamte Gesellschaft in Gefahr.

Anstatt einer offenen Diskussion, welche die konkreten und belegten Vorwürfe Karslis sachlich prüfen soll, gibt es eine antidemokratische Hexenjagd, welche an die ganz schlimmen Zeiten erinnert und viele anständige Menschen in eine Ecke drängt, in welche sie ganz bestimmt nicht gehören wollen.

Die Klage Jamal Karslis ist ein wichtiger Teil der Bemühungen, einen friedlichen Ausweg aus der sehr gefährlichen nahöstlichen Situation zu finden.

Autor: Shraga Elam,
Israelischer Friedensaktivist,
Journalist und Buchautor in Zürich

Prof. Ilan Pappe an Jamal Karsli: - 21.6.2002

Lieber Jamal Karsli

unser gemeinsamer Freund Shraga Elam machte mich auf Ihre missliche Lage und die letzten Entwicklungen derselben aufmerksam.

Ich möchte feststellen, dass ich allgemein in Europa und besonders in Deutschland jeden voll unterstütze, der energisch und bedingungslos die brutale und kriminelle israelische Politik in den besetzten Gebieten kritisiert. Jeder Versuch, solche Kritik im Namen des Holocaustgedächtnisses zum Schweigen zu bringen oder sie als Antisemitismus zu brandmarken, ist eine zynische Manipulation der schrecklichen Katastrophe und des Völkermords an den europäischen Juden während des Zweiten Weltkrieges.

Deutschland ist heute ein wichtiger aktiver Teil der EU und daher auch ihrer Positionen in der Palästinafrage, genau und gerade wegen der Geschehnisse im Holocaust. Es sollte deshalb kategorisch gegen jede massive Verletzung von Menschenrechten sein, also auch das Töten von Zivilisten und die Besetzung eines andern Volkes alles Verbrechen, die Israel seit 1967 begeht.


Ich unterstütze voll Ihr Recht, als deutscher Bürger diese Kritik ausdrücken zu dürfen, ohne durch Beschuldigung des Antisemitismus oder des Pro-Nazismus zum Schweigen gebracht zu werden.


Ich selbst war schockiert, als ich hörte, wie israelische Soldaten die Arme palästinensischer Bürger mit Nummern versahen, ich war nicht weniger geschockt vom wahllosen Schießen auf Zivilisten, von der demütigenden Behandlung der Gefangenen, der Verhinderung von medizinischer Hilfe, dem Räumen von Krankenhäusern und dem Aushungern ganzer Städte. Sind dies nicht Nazi-Methoden? Die Nazis hatten sie eindeutig angewandt und kolonialistische Bewegungen und Diktaturen jeder Art griffen auch auf diese und ähnliche Mittel zurück.


Das Nummerieren der Palästinenser erinnerte mich, Sohn deutscher Juden, die gerade noch rechtzeitig in den Dreißiger Jahren Deutschland verließen, an Bilder des Holocaust. Anderen bekannten Israelis, nicht nur Linken, ging es genau so. In diesem Kontext hatte ich denen in meiner Umgebung gesagt, dass die Verwendung solcher Nazi-Methoden die schlechteste und gemeinste Form israelischer Brutalität darstellt, die im Laufe der langen Besatzungszeit vorgenommen wurde.


Jeder von uns hat seine Art und Weise, wie er sein Erschrecken und seine Entrüstung über Ungerechtigkeit ausdrückt. Diejenigen, die unsere Art angreifen und nicht auf das Wesentliche unserer Argumente achten, weichen bestenfalls den Problemen aus und schlimmstenfalls so wie es in Ihrem Fall scheint nutzen sie die Streitfrage aus, um zynisch alte Rechnungen zu begleichen oder sind durch andere persönliche Berechnungen motiviert.


Ich möchte Ihnen hiermit meine Unterstützung zum Ausdruck bringen und Ihnen meine Hilfe anbieten.


Mit freundlichen Grüßen!
Ilan Pappe

(Aus dem Englischen übersetzt: Ellen Rohlfs)

14.01.2004
Karsli: „Habe meine Ziele erreicht“

Vor dem 15. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf wurde heute erneut über die Antisemitismus-Klage des Landtagsabgeordneten Jamal Karsli gegen die Vorsitzenden des Zentralrats der Juden Paul Spiegel und Michel Friedman verhandelt.
Der Senat bestätigte das in erster Instanz gefällte Urteil des Landgerichts Düsseldorf.
[mehr...]

Offener Brief an Attac zum Antisemitismus-Vorwurf, TAZ vom 5. September 2003:

Sehr geehrte Attac-Mitglieder

In der Tageszeitung (TAZ) vom 5. September habe ich mit Erstaunen gelesen, dass Attac sich derzeit einer Debatte gegenüber sieht, der ich mich vor mehr als einem Jahr, als Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen, ebenfalls ausgesetzt sah. Die TAZ zitiert in ihrem Titel „Antisemitismusstreit bei Attac. Gibt es antisemitische Attac-Aktivisten?“ das Attac-Mitglied Sebastian Wertmüller, der behauptet, es zeigten sich antisemitische Tendenzen in der Attac-Bewegung, weil die Kritik gegenüber der israelischen Politik gegen die Palästinenser innerhalb von Attac immer lauter würde.

Wie sie sich vielleicht erinnern, musste auch ich mich aufgrund meiner Kritik an der Politik Israels nach den Massakern von Jenin im Frühling 2002 jenem Vorwurf aussetzen, der mir bis heute noch anhängt. Der Vorwurf des Antisemitismus wurde damals wie heute, wie eine Keule geschwungen, um jegliche Kritik gegen die israelische Palästinenser-Politik zu unterdrücken und Kritiker mundtot zu machen.

Diese Methode ist infam und klassisch zugleich. Arthur Schopenhauer beschrieb sie schon ausführlich in seiner Schrift „Zur Logik und Dialektik“ auf folgende Weise: „Die Behauptung des Gegners wird über ihre natürliche Grenze hinausgeführt, also in einem weiteren Sinne genommen als er beabsichtigt, oder sogar ausgedrückt hat, um sie sodann in solchem Sinne bequem zu wiederlegen“.

Attac ist eine europäische Bewegung, die sich zu Recht gegen unsoziale und ungerechte, neoliberale Globalisierungstendenzen wendet und sich für eine friedliche und gerechte Weltordnung einsetzt. Viele nichtstaatliche Organisationen, Kirchen, Gewerkschaften, Umwelt- und Friedensinitiativen unterstützen Attac in ihren Zielsetzungen. Sie alle mit einem Antisemitismus-Vorwurf zu versehen heißt, die Kritik eines Großteils der Bevölkerung zu ignorieren und bewusst falsch darzustellen.

Ihre Reaktion darauf, die Unterschriftenliste „Keine Warenimporte aus den israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet in die EU“ aus ihrem Internet-Angebot zu entfernen zeigt mir, dass die Antisemitismus-Keule einmal mehr gewirkt hat.

Zuletzt wurde diese „Wunderwaffe“ gegen den kanadisch-britischen Philosophen Ted Honderich geschwungen, dessen Buch „Nach dem Terror“ vom Suhrkamp-Verlag sofort aus dem Programm genommen wurde, nachdem man ihn der antisemitischen Tendenzen bezichtigte. Honderich hatte in seinem Buch lediglich die israelische Politik mitverantwortlich für die Terroranschläge der Palästinenser gemacht. Das wurde ihm zum Verhängnis

Wo sind die Kritiker der israelischen Regierung denn nun geblieben? Warum finden die Stimmen der israelischen Friedensbewegung, der israelischen Linken oder der Friedensaktivisten Prof. Ilan Pappe, Shraga Elam, Dr. Hajo Meyer oder Dr. Uri Davis in Deutschland kein Gehör? Stattdessen unterstützt eine rot-grüne Regierung in Deutschland die andauernde rassistische Politik Ariel Sharons in Israel.

Während Attac und die Friedensbewegung mit ihrem Engagement für den Frieden im Nahen Osten nun als Antisemiten beschimpft werden, bleibt die Kriegshetze des Zentralratsvorsitzenden Paul Spiegel, der den Krieg im Irak im Vorfeld als „gerechten Krieg“ bezeichnete, öffentlich völlig unbehelligt. So wirksam ist diese „Wunderwaffe“.

Ich möchte Sie deshalb dazu aufmuntern: Lassen Sie es nicht soweit kommen, dass berechtigte Kritik an völkerrechtswidriger Politik mit falschen Anschuldigungen mundtot gemacht wird! Machen Sie die Menschen, wie bisher, auf Ungerechtigkeiten aufmerksam und lassen Sie sich nicht durch falsche Anschuldigungen von Menschen entmutigen, die zwischen Kritik an der Politik des Staates Israel und Antisemitismus nicht unterscheiden können oder wollen.

Auch ich werde mich nicht dadurch entmutigen lassen. Ich bin mit der Antisemitismus-Keule in die Ecke meine Gegner gedrängt worden, die ich jahrelang bekämpft habe. Nachdem ich den Grünen den Rücken gekehrt habe (auch hier hat die Antisemitismus-Keule Fuß gefasst), habe ich nun mit zahlreichen Mitstreitern eine neue Partei aus der Taufe gehoben, die den Namen „Frieden, Arbeit, Kultur und Transparenz (FAKT)“ trägt. FAKT hat sich, neben seinem Engagement für Frieden, Arbeit, Kultur und Transparenz zum Ziel gesetzt, die politischen Themen und Probleme beim Namen zu nennen, sie zu diskutieren und Missstände aufzuzeigen, und sie gerade nicht zu verschweigen.

Das sollten auch Sie mit Attac weiterhin tun. Denn das ist es, was eine europäische Bewegung mündiger Bürger ausmacht. Das ist es, was viele Menschen und auch ich an Attac schätzen. Das aufzugeben heißt, ein Stück an Identität zu verlieren. Lassen Sie es deshalb nicht so weit kommen. FAKT wird Sie auch zukünftig tatkräftig darin unterstützen.

In diesem Sinne wünsche ich Attac für seine weitere Arbeit viel Erfolg und viel Stehvermögen im Gegenwind der Mächtigen.

Mit freundlichem Gruß

Jamal Karsli


Quelle
 

Betreff:   Shraga Elam / Jamal Karsli auf der website von Henryk Broder

Von:  ClaudiaKaras

mein mail an henryk broder zur website

http://www.henryk-broder.com/html/tagebuch.html?a=1

Datum:  27.06.02 16:26:50

 

 

 

Herr Broder,

 

ich kann Ihnen voll zustimmen: auch Juden und Semiten dürfen dumm sein!

 

doch nicht Shraga Elam und Jamal Karsli, sondern Sie, Herr Broder, sind es.

Denn anstatt zu argumentieren, diffamieren Sie die beiden in gehässiger weise!

 auch ich sehe, wie der Holocaust für machpolitische Zwecke nicht nur in Israel missbraucht wird!

 

Das sind doch Nazimethoden:

 - die Nummerierung palästinensischer Gefangener

 - dass sich das Oberkommando der israelischen Armee von den nazi-erfahrungen im Warschauer Ghetto inspirieren lässt !

 

Während sich - gerade auch in Israel - Juden mit den Palästinensern solidarisieren gegen die Großmachtinteressen des Kriegsverbrechers Scharon, hört man vom Zentralrat der Juden in Deutschland in gestalt von Friedmann und Spiegel kein Wort der Kritik!

 

Im Gegenteil: Kritik wird einfältig verleumdet als Antisemitismus.

 

Seit über 50 Jahren büßen die Palästinenser für den Terror der Nazis!

 

doch Sie haben nur Verachtung für das leiden des palästinensischen Volkes,

und erfreuen sich an der Mutation so mancher Antisemiten zum Araberhasser!

Das genau ist der Stoff, aus dem der Rassismus gestrickt ist!

 

Auch Sie und Ihresgleichen machen sich mitschuldig, an der Kriminalisierung eines ganzen Volkes!

 

Eindringlich nehme ich wahr, dass die israelische Regierung keine UN-Resolutionen befolgt, ja nicht einmal befolgen muss! Sind nicht Bush und Powell wie Marionetten in der Hand von Sharon, dem Drahtzieher von Sabra und Shatila? und auch deutsche Politiker machen sich zum Sprachrohr der israelischen Regierung!

 

z

Zur Erinnerung:

die internationalen Konventionen verbieten eine Besiedelung von im krieg BESETZTEM Land,

Ostjerusalem wurde entgegen internationales recht ANNEKTIERT.

die israelische Politik der

 - planmäßigen Besiedelung der besetzten gebiete,

 - Enteignung palästinensischen Grundbesitzes,

 - Liquidierung unliebsamer Personen wie bei der Mafia,

 - bombardierungen von Zivilisten,

 - systematischen Zerstörung jeder Lebensgrundlage,

 - Zerstörung der auch von Deutschen Mitaufgebauten Infrastruktur

 - Deportation der einheimischen palästinensischen Bevölkerung

 sollen vollendete Tatsachen und ein "Groß-Israel" schaffen (ein blick auf die Landkarte von Palästina MIT den illegalen Siedlungen zeigt dies ganz deutlich!)

 

warum erfährt man hier nichts über den Rassismus der Israelis?

ich selbst habe in einem Fernsehbericht des arabischen Fernsehsenders al-gazira solche rassistischen ausfälle gesehen und gehört, wie z.B. "die Araber müssen verschwinden, sie sind Ungeziefer" (kommt uns das nicht bekannt vor? oder darf man das nur nicht zu Juden sagen??), und "das land gehört uns vom Sinai bis nach Damascus" (!)

 

Genau wegen solch einer einseitigen "Berichterstattung" (der Sieger schreibt immer die Geschichte) können die Israelis in den besetzten Gebieten schalten und walten und unter den Augen der sog. "Weltgemeinschaft" den Ausbau groß-israels weiter betreiben.

 

General Peled: "die theorie der tödlichen Lage sei primär eine Beleidigung der israelischen Armee".

Mordechai Bentov: "Die ganze Geschichte der Gefahr einer Zerstörung wurde in jedem Detail im nachhinein erfunden und übertrieben, um die Annexion arabischen Landes zu rechtfertigen"

 

gibt es irgendwann eine Wiedergutmachung für die palästinensischen opfer der israelischen "Volk ohne Raum"-Politik?

kein Rückkehrrecht für Palästinenser? aber Einwanderung der Russen, Polen, Georgier... ?

 

Auch ich werde weiterhin nicht wegsehen, wenn Menschenrechte irgendwo auf der Welt verletzt werden.

 

Mag unsere Regierung sich zu einer "nicht hinterfragbaren Solidarität" mit der Besatzungsmacht Israel verpflichten - diesem Kotau jedenfalls werde ich mich nicht anschließen!

 

Claudia Karas

 

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trotzdem Sie auch ihn verunglimpfen, ein Gedicht von Erich Fried,

aus dem mit dem Prix International des Editeurs 1977/78

ausgezeichneten Band "100 Gedichte ohne Vaterland":

 

 Höre, Israel
 

 Als wir verfolgt wurden war ich einer von euch

 Wie kann ich das bleiben wenn ihr Verfolger

 werdet?
 Eure Sehnsucht war wie die anderen Völker zu

 werden die euch mordeten
Nun seid ihr geworden wie sie

 Ihr habt überlebt die zu euch grausam waren

 Lebt ihre Grausamkeit in euch jetzt weiter?

 Den Geschlagenen habt ihr befohlen: "Zieht eure Schuhe aus"

 Wie den Sündenbock habt ihr sie in die Wüste getrieben

 in die große Moschee des Todes

 deren Sandalen Sand sind

 doch sie nahmen die Sünde nicht an

 die ihr ihnen auflegen wolltet

 Der Eindruck der nackten Füße im

 Wüstensand überdauert

 die Spur eurer Bomben und Panzer

Lieber Jamal Karsli

unser gemeinsamer Freund Shraga Elam machte mich auf Ihre missliche Lage und die letzten Entwicklungen derselben aufmerksam.

Ich möchte feststellen, dass ich allgemein in Europa und besonders in Deutschland jeden voll unterstütze, der energisch und bedingungslos die brutale und kriminelle israelische Politik in den besetzten Gebieten kritisiert. Jeder Versuch, solche Kritik im Namen des Holocaustgedächtnisses zum Schweigen zu bringen oder sie als Antisemitismus zu brandmarken, ist eine zynische Manipulation der schrecklichen Katastrophe und des Völkermords an den uropäischen Juden während des Zweiten Weltkrieges.

Deutschland ist heute ein wichtiger aktiver Teil der EU und daher auch ihrer Positionen in der Palästinafrage, genau und gerade wegen der Geschehnisse im Holocaust. Es sollte deshalb kategorisch gegen jede massive Verletzung von Menschenrechten sein, also auch das Töten von Zivilisten und die Besetzung eines andern Volkes  alles Verbrechen, die Israel seit 1967 begeht.

 Ich unterstütze voll Ihr Recht, als deutscher Bürger diese Kritik ausdrücken zu dürfen, ohne durch Beschuldigung des Antisemitismus oder des Pro-Nazismus zum Schweigen gebracht zu werden. Ich selbst war schockiert, als ich hörte, wie israelische Soldaten die Arme palästinensischer Bürger mit  Nummern versahen, ich war nicht weniger geschockt vom wahllosen Schießen auf Zivilisten, von der demütigenden Behandlung der Gefangenen, der Verhinderung von medizinischer Hilfe, dem Räumen von Krankenhäusern und dem Aushungern ganzer Städte. Sind dies nicht Nazi-Methoden? Die Nazis hatten sie eindeutig angewandt und kolonialistische Bewegungen und Diktaturen jeder Art griffen auch auf diese und ähnliche Mittel zurück.

Das Nummerieren der Palästinenser erinnerte mich, Sohn deutscher Juden, die gerade noch rechtzeitig in den Dreißiger Jahren Deutschland verließen, an Bilder des Holocaust. Anderen bekannten Israelis, nicht nur Linken, ging es genau so. In diesem Kontext hatte ich denen in meiner Umgebung gesagt, dass die Verwendung solcher Nazi-Methoden die schlechteste und gemeinste Form israelischer Brutalität darstellt, die im Laufe der langen Besatzungszeit vorgenommen wurde.

Jeder von uns hat seine Art und Weise,  wie er sein Erschrecken und seine Entrüstung über Ungerechtigkeit ausdrückt. Diejenigen, die unsere Art angreifen und nicht auf das Wesentliche unserer Argumente achten, weichen bestenfalls den Problemen aus und schlimmstenfalls  so wie es in Ihrem Fall scheint  nutzen sie die Streitfrage aus, um zynisch alte Rechnungen zu begleichen oder sind durch andere persönliche Berechnungen motiviert.

Ich möchte Ihnen hiermit meine Unterstützung zum Ausdruck bringen und Ihnen meine Hilfe anbieten.

Mit freundlichen Grüßen!
Ilan Pappe

(Aus dem Englischen übersetzt: Ellen Rohlfs)

Gideon Spiro (25.5.2002)

Silencing Through Manipulating Anti-Semitism

Israel is currently in the midst of a crisis regarding its democratic infrastructure.  A McCarthy-like atmosphere is developing and spreading. Left-leaning liberal journalists are being fired (In the last few days, I too have fallen victim to this policy.  My column in a newspaper that belongs to the second-largest publishing house was recently terminated).  Singers who come out against the occupation and support the refusniks are boycotted and their appearances canceled.  European and American tourists who have come to Israel to act and speak out against the States apartheid policies and its violation of the human rights of Palestinians in the Occupied Territories are being arrested and deported.

A week ago, two laws that limit the freedom of speech and allow for the disqualification of any Arab Isreali who is suspected of identifying with an armed struggle in Israel from running in elections were passed by the Knesset.

The world is not aware that the norms of democracy are receding in Israel, but it had been exposed to images of the repressive and brutal actions being carried out by the Israel army in the Occupied Territories.  Naturally, these images have triggered harsh criticism of the Israeli government in general, and Sharon and army generals in particular.

One of the ways Israel has warded off criticism is through the manipulative and cynical invocation of anti-Semitism.  Israeli and international human rights advocates must be very careful not to fall into this trap, for it is nothing but political extortion which attempts to neutralize anyone who does not embrace the policies of the Sharon government.

It is in this context that we need to discuss the problem of criticizing Israel, a problem that has been dividing a number of parties in Germany. 
Was Michel Freedman, the deputy chair of the Jewish community councils central committee, correct when he accused the deputy chairperson of the FDP, Yurgan Meullemann, of anti-Semitism following Meullemanns declaration that Sharon and Freedmon are contributing to the growth of anti-Semitism?  Was Meullemann correct in his evaluation?  Was Claudia Roth, the deputy chairperson of the Greens Party, right when she filed an official complaint against Meullemann, claiming that he was inciting anti-Semitism?  Was the district parliament member, Jamal Karsli, correct when he declared that the Israeli army is using Nazi tactics against the Palestinians? 

These questions are not only a matter of internal German politics, but rather are relevant to everyone involved in the Israel-Arab conflict  active players, interested observers, and human rights advocates on whose shoulders the suffering of the word is placed.

The answers to the questions which I have raised derive from four major presuppositions:
1.      Israel is not immune from criticism
2.      Criticism of Israel is not the same thing as anti-Semitism.
3.      Fascism, racism, and the violation of human rights which exist within Israel cannot be excused just because they are being carried out by Jews.
4.      We cannot allow the Holocaust to be exploited as a way of silencing criticism of Israel.

Given these four basic suppositions, I think that Meullemann was correct when he declared that Sharons policies encourage anti-Semitism.  If Freedman supports Sharon, then he too must be included in the above category.  Meullemanns declaration was accurate on the level of political analysis and has nothing do to with justifying anti-Semitism.  We must fight against all forms of anti-Semitism, just as we must fight against all forms of racism.

If Freedman supports Israels policies, then he is making the same mistake that many Jewish leaders in the world are making; unconditional support for Israel creates a false and dangerous equivalent between Judaism and the Israeli government.

It is necessary to ask Freedom directly: Do you support the policy of settlements in occupied territories, which is a war crime according to international conventions and United Nations resolutions?? Would you like to see extreme rightists such as Haider and Le Pen in power in Germany?  If not, why do you support the Israeli government, whose Knesset members include people similar to Le Pen and Haider (Compared to a few of the Israeli cabinet members, Haider would be considered on the moderate right).
Ms. Roth was mistaken when she decided to have the police intervene in a political dispute.  As far as I am aware, Meullemanns declarations were not at all connected to anti-Semitism.  Lately, police and the state prosecutors intervention in political disputes has been used by the fascist right in Israel as a way of silencing the left.

The repression of the population in the Occupied Territories by the Israeli army is an act of state terror against the Palestinians.  This terror includes a military siege on three million people, which at times brings thousands to the brink of starvation; this terror prevents pregnant women from arriving to hospitals on time, which, in turn, leads to the death of newborns; it also prevents those who need dialysis from receiving treatment and thus causes their death.  All of this is a result of the measures taken by Sharons government.  All of this also creates Palestinian terror, which has sown death on our streets.  The religious national Jewish fundamentalism nourishes its Palestinian equivalent.

It is no surprise that occasionally someone compares the Israeli occupying army to the German army during World War II.  It must be remembered that Germans occupation of Poland was not the same as its occupation of Norway.  And while the 35-year-old Israeli occupation of the West Bank and Gaza has not erected extermination camps, it is more brutal than the German occupation of Norway or Denmark.

One of the most effective ways of silencing criticism of Israel is to terminate its occupation of Palestine.  To this end, Germany can play an important role; rather than shipping arms to Israel, it needs to send some human rights.  Precisely because of the past. Freedmon, take note.

Petition

We, the undersigned, support the German MP Jamal Karsli in his lawsuit against the Jewish officials Paul Spiegel and Michel Friedman.

We protest against the attempts to silence critics of Israels policies, to muzzle activists who search for a just peace in the Middle East and who try to prevent the present catastrophe from escalating further.

Jamal Karsli, like some Israelis, accused the Israeli army of using Nazi methods. Although not all of us will use the comparison between the Israeli and Nazi atrocities, still we consider it to be a legitimate mode of protest in the present context. There is a growing danger of a huge bloodbath and a mass deportation of the Palestinians. This is an intended consequence of Israeli policies, which should be denounced in the strongest language possible.

Currently there are in Israel very loud and menacing voices demanding the "voluntarily transfer" of the Palestinians, propagating ethnic cleansing and using arguments which bear a strong resemblence to the ideology and practices of the Nazis. One must bear in mind that from 1933 until 1938 the Nazis tried to make the Jews emigrate the country "voluntarily". After 1938 they switched to forced expulsion, and in 1941 the systematic extermination of Jews started.

We consider it a form of racism if the comparison between the Nazi crimes and any other form of barbarism is a priori forbidden. Such a taboo implies that Jewish suffering counts more than the agony of any other group of people.

We hope that, through the impending lawsuit, the facts underlying Karsli's charge will be impartially and publicly analysed and that the abuse of Jewish suffering in order to legitimize Israeli aggression will be stopped.

We are convinced that, through his statements, Jamal Karsli wishes to draw attention to the plight of the Palestinians and strengthen the efforts for peace for all the inhabitants of the Middle East.

Therefore, we call on the German people to support Jamal Karsli and we hope that, through this campaign, the German government will acknowledge its duty to stop supporting Israeli crimes, to help to stop the ongoing catastrophe in the Middle East and to support the forces searching for a just peace.
 

Sie finden die obenstehende  Petition bei: PetitionOnline.com

Bisher 1.42.04 unterschrieben 176 diese Petition

First Signatures:

Felicia Langer Tübingen/Deutschland Human Rights Lawyer and alternative Nobel Laureate
Prof. Ilan Pappe, Political scientist  Haifa/IsraelGideon Spiro, peace activist of the Israeli Campaign for Mordechai Vanunu Jerusalem/Israel

 

Name

Country

33

Dr. Uri Davis Senior

 

Israel

32

Tamar Yaron

 

Israel

31

Ronnie Kasrils

South Africa

30

Dino Feldman

Israel

29

Uri Shani

Israel

28

Elana Wesley

Israel

27

Freda Guttman

Canada

26

Juliano Mer-Khamis

Israel/Palestine

25

Lenni Brenner

USA

24

Yvonne Deutsch

Israel

23

Yossi Schwartz

Israel

22

Michael Warschawski

Israel

21

Lea Tsemel

Israel

20

Irit Katriel

Israel/ Germany

19

Shimon Tzabar

United Kingdom

18

Dr. H.J.G. Meyer

the Netherlands (German born)

17

Moshé Machover

UK

16

Shir Hever

Israel

15

Andrew Gerson Silver

USA

14

Ron Ganzfried

Switzerland

13

 Hillel Barak

Israel

12

John Sigler

United States

11

Elana Wesley

Israel

10

Avigail Abarbanel

Australia

9

Irene Bruegel

UK

8

David Raban

Israel

7

Dr.Tikva Honig-Parnass

Israel

6

Ayana Elam

Switzerland

5

Asaf Shtull-Trauring

Israel

4

Dorothy Naor

Israel

3

Nicole Keppler

Germany/ France

2

Shraga Elam

Switzerland

1

Bilha Golan

Israel

Links zu Jamal Karsli
Anis Online -  die Reportage: "Besuch bei Jamal"
Das Palästina Portal
 

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