oo

Das Palästina Portal

Kostenlos  IST nicht Kostenfrei

Unterstützen Sie
unsere Arbeit

Nach oben
Chronologie 4 -  Free Gaza - 2010
Chronologie 3 - Free Gaza - 2010
Chronologie 2 -  Free Gaza - 2010
Chronologie 1 -  Free Gaza - 2010
2010 - 2016 Interview mit Laura Arau
Demo München 11.6.2010
Demo Berlin -  2.6.2010
Demo Frankfurt 1.6.2010
Demo Frankkfurt 5.6.2010
Demo Berlin 4.6.2010
Demo Berlin -  1.6.2010
Demo Stuttgart 4.6.2010
Demo München 5.6.2010
Strohmeyer - Rede in Bremen 5.6.2010
Greta Berlin: Drei Lügen über die Marvi Marmara
Doetzer St. - Flotte ohne Wellenschlag
Free Gaza Team - Gebt Besitz zurück.
07.07.2011 - Demo Griechische Botschaft

 

TRANSLATE

 

 

Greta Berlin: Drei Lügen über die Marvi Marmara
 

„Vor drei Jahren schloss die Koalition Free Gaza Movement die letzten Vorbereitungen für eine Flotille von acht Schiffen nach Gaza ab, um Israels illegale Belagerung von 1,5 Millionen in einem Freiluftgefängnis eingesperrten Palästinensern zu durchbrechen. Die meisten von uns waren bereits in Zypern oder der Türkei oder in Griechenland, weil wir die primären Organisatoren waren und bereis acht Fahrten auf den Weg gebracht hatten, von denen fünf im Jahr 2008 ihr Ziel erreichten.“...Greta Berlin schreibt:

In den Tagen vor den mörderischen Angriffen auf unsere Passagiere am 31. Mai 2010 konnten wir uns nicht vorstellen dass die israelische Regierung... tatsächlich bewaffnete Kommandos auf alle sechs Boote schicken würde, die viele Passagiere verprügelten, mehr als 50 verwundeten und neun ermordeten, während die Boote sich in internationalen Gewässern befanden.

Im Versuch, den Angreifern den Anschein von Opfern zu geben, ist die israelische PR-Maschine seitdem auf Hochtouren gelaufen, um die Geschichte zu verdrehen. Hier sind nur drei der zahlreichen Lügen, die von den PR-Handlangern, Mark Regev und ranghohen israelischen Militärs verbreitet werden.

1.Die Flotille war eine türkische Aktion, von der IHH geleitet, unter Teilnahme vieler türkischer Dschihadisten.

Die Flotille wurde von der Koalition Free Gaza Movement organisiert und geleitet, unter Mithilfe der beteiligten Gruppen, von der IHH, den Schweden und Iren bis zu den Malaysiern. Wir waren alle Mitglieder der Zivilgesellschaft im Protest gegen Israels brutales Verhalten gegenüber den Palästinensern, und wir akzeptierten keine finanzielle Unterstützung von Regierungen. Die gesamte Geldmenge kam durch Spenden von Durchschnittsmenschen zusammen, die über Israels Verhalten empört sind.

Wir hatten in der Tat eine international Passagierliste von über 600 (Teilnehmern). Die Hälfte der Passagiere kam  aus der Türkei. Australien: 3; Aserbaidschan 2; Italien 6; Indonesien 12; Irland 9; Algerien 28; USA 12; Bulgarien 2; Bosnien 1; Bahrain 4; Belgien 5; Deutschland 11; Südafrika 1; Holland 2; Grossbritannien 31; Griechenland 38; Jordanien 30; Kuweit 15; Libanon 3; Mauritanien 3; Malaysia 11; Ägypten 3; Israel 6; Mazedonien 3; Marokko 7; Norwegen 3; Neuseeland 1; Syrien 3; Serbien 1; Oman 1; Pakistan 3; Tschechische Republik 4; Frankreich 9; Kosovo 1; Kanada 1; Schweden 11; Türkei 380; Jemen 4.

Jeder Passagier musste eine umfangreiche Anmeldung ausfüllen. Obwohl Free Gaza nicht für die türkischen Passagiere verantwortlich war, benutzten sie unseren Bewerbungsprozess. Jeder an Bord aller Schiffe wurde durchsucht. Ein Mitglied der Mannschaft auf der Marvi Marmara musste sogar sein Schweizer Taschenmesser abgeben.

2.Die Passagiere griffen die schwerbewaffneten israelischen Kommandos an und zwangen sie, zur Selbstverteidigung zu schiessen.

Die Passagiere auf allen sechs Schiffen sagten aus, dass sie geschlagen wurden, Knochenbrüche erlitten und dass die Mehrheit [der Passagiere] auf den Schiffen, die sich im Mittelmeer befanden, gefesselt wurden, eine direkte Verletzung des Seerechtes und der Behandlung von Zivilisten.

Wie der Bericht des UN Menschenrechtsrates [UNHRC] klar feststellte, wurden von den neun an Bord der Marvi Marmara ermordeten Passagieren sechs hingerichtet; niemand hatte Waffen bei sich. Im Gegenteil, die einzige Waffe in ihrer Hand war eine Kamera.

Selbst der beschönigende Palmer- Bericht, einer Kommission, die als Gegenmassnahme zum Bericht des UNHRC  eingesetzt wurde, unter dem Mitvorsitzenden Uribe, einem bekannten Menschenrechtsverletzer aus Kolumbien, kam widerwillig zur Schlussfolgerung, dass Israels Reaktion überzogen war. Ihre Feststellung, dass die Blockade legal sei, hat nach Ansicht vieler Seerechtsexperten keine Grundlage (An der Kommission nahm kein [Seerechtsexperte] teil), weil sie lediglich mit dem Reparieren der Beziehungen zur Türkei beauftragt waren, eine Aufgabe, an der sie erbärmlich scheiterten.

3. Israel machte ein “grosszügiges Angebot”, die Lieferungen von den Schiffen nach Gaza zu transferieren

Zu allerest ging es bei unseren Missionen nie um Hilfslieferungen. Es ging immer um das Durchbrechen der illegalen israelischen Belagerung von Gaza. Wir nahmen Material mit, weil wir konnten und weil wir oft medizinische Ausrüstung und Baumaterial in den Booten mitnahmen, deren Import in die belagerte Enklave von Israel verboten wurde.

Zweitens gibt es keine Methode des Gütertransports von Ashdod nach Gaza. [Ashdod] ist ein Seehafen ohne Frachtanlagen für den Transport der 10 000 Tonnen Material an Bord der Schiffe. Die Rechtsanwält und Vertreter von Free Gaza in Israel brauchten Monate, um die Hilfsgüter von der Rachel Corrie nach Gaza zu transferieren. Als sie endlich geliefert wurden, fehlten an den  batteriebetriebenen Rollstühlen die Batterien, weil Israel befand, dass sie für die Herstellung von Raketen benutzt werden könnten, das gleiche Argument, das bei unserer ersten Reise im Bezug auf die Batterien der Hörgeräte angeführt wurde.

Drittens wurde jedes Stück Ladung, jedes Stück Ausrüstung und alles, was nach Gaza geliefert werden sollt, bereits am Ort der Abreise inspiziert. So soll die Abfertigung ablaufen, nicht über ein paranoides Land, das glaubt, dass es alle Seerechtskonventionen brechen und fordern kann, dass die bereits inspizierte Fracht in seinen Hafen abgeschleppt wird. Man stelle sich das Durcheinander vor, wenn jedes Land in der Welt das Recht für sich in Anspruch nähme, die Ladung von jedem anderen Land zu inspizieren. Dafür gibt es Ladungsverzeichnisse und Inspektoren.

Diese drei Lügen wurden konstant bei jeder Gelegenheit vorgebracht, um die Aktivisten zum Schweigen zu bringen und zusätzliche Fahrten zu verhindern. Es hat uns nicht gestoppt, wie die jüngste Initiative für die Fahrt eines Schiffes aus Gaza zeigt (www.gazaark.org), noch wird es uns davon abhalten, Israel für das Wohlbefinden der

Am dritten Jahrestag der Ermordung von acht Türken und einem Amerikaner ist die beste Nachricht, dass der ICC eine Klage der Cormoros Inseln erwägen wird, unter deren Flagge die Marvi Marmara reiste.

Im Versuch die Menschen von Gaza einzusperren, die Fahrten zu beenden und die Menschen zum Schweigen zu bringen, die sich für das Recht auf Bewegungsfreiheit für die gefangenen 1,5 Millionen Menschen dort einsetzen, sind die Israelis gescheitert...Absolut.

Auszug aus Greta Berlins Artikel: Shut In, Shut Down, Shut Up: Three Years after Mavi Marmara, 20. Mai 2013; http://palestinechronicle.com/shut-in-shut-down-shut-up-three-years-after-mavi-marmara/#.UaeKFXJzaM8

Siehe auch: Greta Berlin/Bill Dienst , Freedom-Sailors (Aktivisten berichten von der ersten Free Gaza Fahrt)

 

 

Start | oben

Mail            Impressum             Haftungsausschluss                 arendt art