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Einleitung - Vita
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Opfer nicht Täter
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Der "Fall" Karsli
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Jamal Karsli in Israel
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Das Buch "Maulkorb für Deutschland"
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Start
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Merkwürdig, da kritisiert einer
die israelische Regierung, daraus macht man er kritisiert Israel und sagt
dann, das ist Antisemitismus. Plötzlich ist er in den Medien ein
"Unmensch"
Andere, koksen, arbeiten mit Kriminellen zusammen, unterstützen die
Sklaverei, die Unterdrückung von Frauen,
beuten sie sexuell aus, lassen
die Verbrechen der israelischen Regierung nicht als solche nennen und
.........? Frau Christiansen lässt grüssen..... Merkwürdig, da
wird in Deutschland jemand als Antisemit abgestempelt und respektable
Juden, Israelis aus der ganzen Welt versichern Jamal Karsli ihre
Unterstützung un keiner will es wahrnehmen. Dies ist kein "Fall Karsli
oder Möllemann", dies ist ein Fall "Manipulierte Medienwelt", "Politischer
Machtmissbrauch", ein Fall
"Honestly Concerned".
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Chronologie des "Fall Karsli" |
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Unterstützungsbrief
des Journalisten Shraga Elam |
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Petition für J.
Karsli bei PetitionOnline.com |
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Unterstützungsbrief
von Prof. Ilan Pappe |
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Unterstützungsbrief
von Gideon Spiro
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Raymund Schwager: Martin Walser, Jürgen Möllemann
und der Antijudaismus |
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NETZEITUNG DEUTSCHLAND: Chronologie der Möllemann-Affäre |
Antworten auf einen Artikel von H. M.
Broeder
Briefwechsel von Günter Schenk und Shraga Elam |
Antwort auf einen Artikel von H. M. Broder
von Claudia Karas |
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Jamal Karsli im Wortlaut - Brief an Jürgen
Möllemann |
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Jürgen Möllemann |
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Linksammlung zu Jamal Karsli |
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Gefunden
bei:
SEMIT TIMES unabhängige Wochenzeitung für Politik,
Kultur und jüdisches Leben
-Publiziert
von
der Admin
am
26.04./24 Nisan 5763 um 19:24
Antworten auf einen
Artikel von Henryk M. Broeder
Shraga und Jamal oder:
Plisch und Plumm machen was zusammen
Die Antworten:
Posted-Date: Thu, 27 Jun 2002 10:37:42 +0200 (DST)
From: Guenter Schenk
To: Shraga Elam
Subject: Re: [Fwd: Homepage Broder]
Lieber Shraga Elam,
ich habe heute, nachdem ich die Unflaetigkeiten von Herrn Broder gegen
Sie gelesen habe, an Herrn Broder geschrieben. Ich bitte Sie, diesen
Brief an alle anderen Empfaenger Ihrer Originalmail zu Broder weiterzureichen.
Ich wiederhole hier: Herr Broder hat nicht nur Sie, er hat auch uns
alle, auch mich, die sich gegen schlimme Fehlentwicklungen auflehnen,
beleidigt und verhoehnt.
Shalom - Salaam Guenter Schenk
es folgt meine mail an Herrn Broder:
Sehr geehrter Herr Broder,
als langjaehriger Leser Ihrer Beitraege im SPIEGEL erlaube ich mir heute,
auf Ihre Auslassungen (in beleidigendem Ton) zu Herrn Karsli und Herrn
Shraga Elam Stellung zu nehmen. Zu k. ist, so denke ich, auch und gerade
von zionistischer Seite, genug, zu viel, gesagt. Ich moechte mich keinesfalls
zum Stil der Auseinandersetzung mit den Gedanken von k. aeussern. Lediglich:
das Drama, dem der Nahe Osten, Israel und Palaestina nun seit langen
Jahren ausgesetzt ist, verdient eine ernsthaftere Diskussion als die
deutsch/deutsche Wahlkampf-Glosse, an der auch Sie sich leider beteiligen.
Allerdings: bitte erkennen Sie: so wie Herr Friedman,Herr Spiegel Deutsche
sind, so ist auch Herr Karsli Deutscher. Es gibt in D. keine Zweiklassen-Staatsangehoerigkeit.
(insofern unterscheidet sich, gluecklicherweise, das Nachkriegsdeutschland
von Nazi-Deutschland - J im Pass, oder von Staat Israel, wo aus jedem
Pass unmissverstaendlich fuer alle staatl. Stellen hervorgeht, wenn
ein Staatsbuerger „A“ (Araber) ist. Komisch, wohl, aber das, Herr Broder,
wissen Sie sicher. (ach ja, wer haette dies gedacht: Herr Karsli ist
gebuertiger Syrier...)
Nun zu Herrn Elam, besser zu dem, was Sie, Herr Broder, zu ihm (?),
ueber ihn sagen. Hier lassen Sie alle Regeln des Anstands, alle Regeln
der intellektuellen, auch journalistischen Redlichkeit vermissen. Von
einem „Mann namens Shraga Elam“ zu sprechen finde ich nicht gerade anstaendig,
oder sind Sie „ein Mann namens Broder“? Herr Shraga gibt, auch im Internet,
ausfuehrlich Auskunft ueber seine Person, ueber seine Kriegserlebnisse
im 6-Tage-Krieg, ueber seine journalistische Forschungsarbeit (nichts
entehrendes, ganz im Gegenteil) Herr Elam, wie viele Juden in D. und
USA, sind schockiert ueber den Missbrauch ihres Namens durch führende
zionistische Gruppen (sehr stark unterstuetzt von den jeweiligen Botschaften).
Auch Erich Fried muss es wohl schon so gegangen sein. Warum verunglimpfen
Sie all diese anstaendigen Menschen ? Nein, ich habe, so wie ich Ihre
Beitraege im Spiegel lese, auch das gelesen, was Herr Elam veroeffentlicht.
Dieser Mann hat grosse Achtung verdient, nicht aber Beschimpfungen,
fast im Goe...\'schen Stil. Ich bin entsetzt und entschuldige mich noch
heute bei Herrn Elam fuer Ihre Beleidigung. Herr Elam, israelischer
Staatsbuerger, hat ganz sicher viel mehr fuer die Verteidigung seines
Staates Israel getan als Sie, Herr Broder, er war aktiver Soldat in
Tsahal...hat dort attocitaeten seiner Vorgesetzten (Kriegsverbrechen
!) erlebt und verdient unser, Ihre Achtung, nicht aber Beschimpfung.
Da ich nicht glaube, dass Sie, Herr Broder, nach Ihrem Elaborat, die
moralische Kraft zu einer formellen Entschuldigung bei Herrn Shraga
Elam, Friedensaktivist und Recherche-Jounalist in Zuerich haben, werde
ich dies heute, von Ihnen unauthorisiert, mit dem folgenden Text tun:
Sehr geehrer Herr Elam,
es tut mir leid, und ich entschuldige mich stellvertretend, und ohne
Authorisierung seitens Ihres Journalisten-Kollegens H. Broder, bei Ihnen
fuer die unflaetigen, unanstaendigen und durch nichts begruendeten Anwuerfe
gegen Sie durch Herrn Henryk M. Broder. Sie sind bei uns in Europa,
bei mir in Frankreich und bei dt. Freunden des Friedens, gerade als
Kind von Ueberlebenden und als israelischer Jude herzlich willkommen,
wir sind stolz darauf, Sie hier zu Gast zu haben. Fuer Ihre kuenftige
journalistische Arbeit, aus grosser Verantwortung, wuensche ich Ihnen
alles Gute
Viele meiner Freunde in D. u. F. stehen zu Ihnen !
Shalom - Salaam Guenter Schenk,
(Ende der Entschuldigung bei Herrn Elam)
Erlauben Sie mir bitte, Herr Henryk M. Broder, noch eine Bemerkung:
Die dt.-dt. Diskussion ueber die Personen Moellemann, Spiegel, Friedman,
Karsli und Ihren (HMB) Beitraegen, finde ich, angesichts des bekannten
Dramas in und um Israel und Palaestina (die 1. Opfer sind tatsaechlich,
Sie werden es nicht glauben, die Palaestinenser, auch wenn sie, entehrt,
aller Hoffnung beraubt, hungernd, beraubt, arbeitslos....den letzten
Ausweg in unmenschlichster Art zu erkennen glauben.) ....OBSZOEN !
Obszoen auch, die Verunglimpfung aller Menschen guten Willens in und
ausserhalb Israels, Gush Shalom, frz. juedische Friedensgruppen, Peace
Now etc...und individuell handelnde Menschen wie....Shraga Elam u.v.a.m.
(i.d. Fall durch eine dt. Journaille)
Shalom - Salaam - Guenter Schenk
De : Broder Henryk - Date : 27/06/102
10:37:14
- wenn sie sich schon ungebeten und ungefragt für mich entschuldigen,
möchten sie vielleicht auch meine straf-mandate für falsches parken
bezahlen und meine nachbarn um vergebung bitten, daß ich gestern um
mitternacht noch wäsche gewaschen habe? - schön zu sehen, wie
ein psycho andere psychos aktiviert.
From: Guenter Schenk
To: Broder Henryk
Subject: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie
Date: Thu, 27 Jun 2002 10:55:56 GMT+1
Schade ! Eine Obszoenitaet durch eine zweite zu erweitern. Eine grosse
Leistung ! Sie vergleichen (Ihr) Falschparken mit der nah-oestlichen
Tragoedie.
Pardon, Monsieur, une triste histoire, ça! Vous me faites rougir !
Nein, Ihre ganz persoenlichen Unzivilitaeten habe ich wirklich nicht
gemeint ! Trotzdem: shalom
GS
Posted-Date: Thu, 27 Jun 2002 10:58:07 +0200 (DST)
From: Guenter Schenk
Subject: TR: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie
Lieber Shaga,
so sind die, die Menschen. Aber, sie zeigen wenigstens Flagge
Gruss, Shalom
Guenter Schenk
> >Posted-Date: Thu, 27 Jun 2002 11:56:32 +0200 (DST)
> >Received-Date: Thu, 27 Jun 2002 11:56:32 +0200 (DST)
> >From: Broder Henryk
> >Subject: Re: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie
> >To: Guenter Schenk
> >In-Reply-To: > >MIME-Version: 1.0
- sie entschuldigen sich also in meinem namen für den
;krieg im nahen osten, sie wichtel-wichtigtuer. hab ich
sie gebeten, überhaupt etwas in meinem namen zu tun?
und wie wäre es, wenn sie sich dafür entschuldigen
würden, daß es in diesem lande nationalbefreite zonen
gibt, in die sich kein afrikaner traut? aber das ist
nicht so wichtig, palästina ist näher.
From: Guenter Schenk
To: Shraga Elam
> At 12:05 27.06.02 +0000, you wrote:
> >ER, Sh.E.
;soll ich antworten, oder ist alles sinnlos
?
GS
---Message d\'origine-------
De : Shraga Elam ;
Date : 27/06/102 12:39:12
Ich glaube, dass es wichtig ist, diesen Briefwechsel bekannt zu machen.
Herrn Broder kann man offensichtlich nicht mit Argumenten überzeugen.
&SE
From: Guenter Schenk
To: Shraga Elam
Subject: Re[1] TR: Re: Re[1] Karsli u. Shraga Elam u. Sie
Date: Thu, 27 Jun 2002 13:32:52 GMT+1
Nein, lieber Shraga,
belassen wir es dabei. Ich bin nicht an einer Eskalation eines unfruchtbaren
Gespraechs interessiert. Umso trauriger, dies von einem Mann zu sagen,
der ein so beachtliches, und beachtetes Buch wie „Die Irren von Zion“
(lesenswert!) geschrieben hat.
Er kann nicht wissen (will vielleicht auch nicht) wie gerade der neuentflammte
dummdreiste Rechtsradikalismus in Deutschland zu einer meiner groessten
Sorge gehoert. Gerade, weil ich die Gefahr in allen Formen von Chauvinismus,
Nationalismus sehe, bin ich wohl auch nicht ganz unberuehrt, diese zu
sehen in einem Land (Israel) mit dem uns vielfältige Bindungen und Verpflichtungen,
persoenliche Freundschaften verbinden, einem Land, dessen Wohlergehen
ganz besonders uns Deutschen eine Herzens- und Verstandangelegenheit
sein muss.
Quo vadis, Israel ? Herr Broder geht auf diese Fragen nicht ein, verwechselt
die Entschuldigungen und beleidigt...Da faellt mir nur die letzte Tagebucheintragung
Kurt Tucholskys ein, in Steigerung: „reden - schreiben - schweigen“
Gruss GS
Date: Thu, 27 Jun 2002 23:34:04 +0200
To: Broder Henryk
From: Shraga Elam
Subject: RE: Shraga und Jamal oder: Plisch und Plumm machen was zusammen
Sehr geehrter Herr Broder
Danke, dass Sie mich mit Erich Fried vergleichen, ich bin sehr geschmeichelt.
Ihre Ferndiagnose (Psycho) und Ihre Beschimpfungen zeugen allerdings
nicht von Seriosität und von Sachlichkeit.
Recherchieren gehört offensichtlich auch nicht zu Ihrer Spezialität.
Ansonsten hätten sie bestimmt gemerkt, dass mein „obskures Zeug“ nicht
nur auf „obskuren Websites“ zu finden ist. Auch renommierte historische
Forscher wie Prof. Randolph Braham oder Ilan Pappe (s. seinen Unterstützungsbrief
an Herrn Karsli in der Anlage) bzw. angesehene Zeitungen wie die FAZ,
die Frankfurter Rundschau, die Weltwoche, der Tages-Anzeiger, der Observer,
die Ha’aretz oder Globes finden meine Berichte lesenwert.
Es hätte Ihrer Glaubwürdigkeit besser getan, wenn Sie z.B. versucht
hätten, auf die Inhalte der Presseerklärung Karslis sowie meines Unterstüzungsbriefs
einzugehen.
Vielleicht sind Sie doch imstande, mir die folgenden Zitate aus der
israelischen Presse zu erklären. Bitte berücksichtigen Sie, dass ich
nicht über die gleiche Intelligenz und psychische Verfassung wie Sie
verfüge. Vielleicht versuchen Sie es also für einmal - anstatt mit einer
kleinkarierten, billigen boulevardmässigen Polemik - mit sachlichen
Argumenten.
Herr Karsli protestierte gegen die Numerierung von palästinensischen
Gefangenen und sagte deshalb, Israel verwende Nazi-Methoden. Vielleicht
können Sie, als selbsternannter Vertreter des jüdischen Genius, erklären,
wo genau die inhaltlichen Unterschiede in der Aussage des Knessetabgeordneten
und Shoa-Überlebenden Yosef (Tomy) Lapid liegen, der sich im israelischen
Parlament ebenfalls über diese Praxis empörte: “ . . . [the] connotation
of the act is ‘unbearable’, noting that it was carried out at Auschwitz“.
He added that Chief-of-Staff Shaul Mofaz had “ . . . confirmed [that]
the marking of Palestinians was carried out at Tulkarem-area refugee
camps“ (Jerusalem Post, March 13, 2002).
Die Grande Dame der israelischen Musik, die ‘Sängerin der Kriege’, Yaffa
Yarkoni, sagte in einem Interview im israelischen Militärradio: “We
are a people that lived through the Holocaust. How can we be capable
of such things?“ (Galatz, April 14, 2002). Befragt von Ha’aretz, was
sie mit \"things\" meinte, antwortete Yarkoni: \"I meant the writing
of numbers on their arms. It really shocked me. Isn\'t that what the
Germans did?\"“ (Ha’aretz, May 3, 2002).
Wollen Sie auch Frau Yarkoni oder Herrn Lapid beleidigen? Sind diese
zwei angesehenen Menschen auch so dumm und antisemitisch wie Jamal und
Shraga?
Was sagen Sie zum Beispiel zur folgenden Meldung des renommierten israelischen
Militärexperten Amir Oren über ein Gespräch mit einem israelischen General,
der eine verbreitete Einstellung beim Oberkommando wiedergab:
“If the mission will be to seize a densely populated refugee camp (...)
then [a commander] must first analyze and internalize the lessons of
earlier battles - even, however shocking it may sound, even how the
German army fought in the Warsaw ghetto.“ (Ha’aretz, January 25, 2002).
Für eine ausführlichere Auseinandersetzung mit dieser Aussage können
sie den Kommentar eines bekannten israelischen Friedensaktivisten, Haim
Hanegbi, in Ma’ariv auf der “obskuren“ Website eines anderen Freundes
lesen (Die israelische Armee im Warschauer Ghetto, Ma’ariv 1.2.2002
http://www.geocities.com/abumidian/haimhanegbi.htm
).
Auf der gleichen Website finden Sie auch den schrecklichen Bericht eines
israelischen Bulldozer-Operateurs, der im Jeniner Flüchtlingslager gewütet
hatte und darauf hinwies, dass unter den Ruinen eventuell noch unzählige
Menschen begraben sind. Seine Aussage gibt auch Anhaltspunkte zu dem,
was die israelischen Kommandeure möglicherweise von General Stroop gelernt
haben.
Falls Sie des Hebräischen mächtig sind, kann ich Ihnen einige ernst
zunehmende israelische Websites empfehlen. Sie können dann selber beurteilen,
ob ein Vergleich der Einstellungen dieser Leute mit jenen im Nazi-Deutschland
der 30-er Jahre gerechtfertigt ist oder nicht.
Meine Dummheit bewegt mich, an einen als Moralapostel verkleideten Zyniker
wie Sie zu schreiben, der im Namen der jüdischen Nazi-Opfer sprechen
will und damit ungeheuerliche Kriegsverbrechen verschweigt und verharmlost.
Sie sagten selber einmal, Auschwitz sei keine Besserungsanstalt gewesen.
Da haben Sie völlig recht. Sie selber liefern einen guten Beweis dafür,
dass nicht alle Juden Gutmenschen sind, und Sie scheinen auch noch stolz
darauf zu sein.
Nur weiter so, Herr Broder. Ihre Aufsätze sind super witzig und geistreich.
Auch Sie sorgen dafür, dass eine Versöhnung und eine Normalisierung
unmöglich bleibt. Bravo! Grossartig! Toll!
Ein Mensch namens Shraga Elam
(Kommentar: Herr Broder und sein
Produkt. Irgendwie habe ich Erinnerungen an vergangene Zeiten......)
Shraga und Jamal oder: Plisch und Plumm machen was zusammen
Der Antisemitismus ist eine viel zu ernste Sache,
als dass man sie den Antisemiten überlassen könnte. Deswegen ist es
so
wichtig, dass Demokraten wie Möllemann, Literaten wie Walser und
Rentner wie Blüm sich der Sache annehmen. Raus aus den
Schmuddelecken und rein in die Mitte! Besonders gut macht sich, wenn
ein Jude dabei Hilfestellung leistet. Dann wird\'s richtig authentisch.
Früher
war es Erich Fried, der jeden Antisemiten für koscher erklärte und ihm
einen Vierzeiler hinterher warf, später hat sich Abi Melzer (\"Semit\")
kurz in
der Rolle versucht, musste aber pleitehalber aufgeben, dann war die
Nische eine Weile verwaist.
Jetzt ist sie wieder besetzt, von einem Mann namens Shraga Elam, der
in
Zürich lebt und sich \"israelischer Friedens-Aktivist, Journalist und
Buchautor\" nennt. Er veröffentlicht obskures Zeug auf obskuren
Websites. Vor allem aber ist er der Strippenzieher hinter dem
NRW-Abgeordneten Jamal Karsli. Elams E-Mail an Karsli, in der von
\"israelischen Nazi-Methoden\" die Rede war und die Karsli mit dem
Vermerk \"sehr lesenswert\" weiter verbreitete, war der Anlass (oder
der
Vorwand) für Westerwelle, Karslis Ausschluss aus der FDP-Fraktion im
Düsseldorfer Landtag zu fordern und schließlich, gegen Möllemann,
durchzusetzen.
Wer aber gemeint hatte, damit wäre Karsli still gelegt, lag daneben.
Der
Mann ist zwar dumm wie eine hohle Nuss, aber er hat Ausdauer, die
Primärtugend aller Crashtüten und Knallchargen. Am 21. Juni gab Karsli
in
Düsseldorf eine Pressekonferenz, auf der er seine \"Anklage gegen [...]
die
Herren Paul Spiegel und Michel Friedman\" vorstellte. Er will die beiden
wegen \"Rufmords\" verklagen und das \"Entschädigungsgeld\", mit dem
er
jetzt schon fest rechnet, \"Friedensprojekten im Nahen Osten zukommen
lassen\".
Das ist zwar edel gedacht, aber ein wenig voreilig. Was ist, wenn Karsli
den Prozess verliert? Was wird dann aus den Friedensprojekten im Nahen
Osten? Und wer bezahlt Karslis Anwaltskosten?
Shraga Elam wird es nicht tun, denn der hat seine Solidarität mit Jamal
Karsli darauf beschränkt, den armen Syrer ins Unglück zu jagen. Die
beiden sind ein Paar wie Plüsch und Plum, Karsli beruft sich auf Elam
und
Elam hängt sich an Karsli dran.
Zuletzt hat er zu der Pressekonferenz von Karsli einen
\"Unterstützungsbrief\" ins Netz gestellt, in dem er vor allem seine
eigene
Wichtigkeit als \"israelischer Friedensaktivist\" hervorhebt, der von
Zürich
aus für einen gerechten Frieden im Nahen Osten kämpft - wie Karsli von
Düsseldorf aus. Auf den ersten Blick zwei \"Semiten\" auf dem Weg in
eine
bessere, friedliche Zukunft, auf den zweiten zwei Psychos, die die Welt
retten wollen und dabei komische Texte produzieren.
Hier kommt zuerst die \"Anklage\" von Karsli gegen Spiegel und Friedman,
dann der \"Unterstützungsbrief\" von Elam für Karsli. Viel Spaß bei
der
Lektüre und nicht vergessen: Auch Juden und Semiten dürfen dumm sein.
Presseerklärung zur Anklage gegen die folgenden Mitglieder des Zentralrats
der Juden in Deutschland, die Herren Paul Spiegel und Michel Friedman
Meine kritischen Äusserungen gegenüber Israel lösten heftige Reaktionen
aus, und mir wurde Antisemitismus der schlimmsten Sorte vorgeworfen.
Es entstand eine regelrechte Hetzkampagne gegen mich, gegen Herrn Jürgen
W. Möllemann - und eigentlich auch gegen all jene, die einen echten
und gerechten friedlichen Ausweg für den schrecklichen und blutigen
Nahost-Konflikt suchen.
Ich möchte deshalb die folgenden Mitglieder des Zentralrats der Juden
in Deutschland wegen Verleumdung und Ehrverletzung anklagen: die Herren
Paul Spiegel und Michel Friedman. Ich will diese Funktionäre verklagen
aufgrund ihrer zentralen Rolle in dieser Kampagne und weil gerade sie
- wegen der schrecklichen Leidensgeschichte ihrer Vorfahren - mehr Mitgefühl
gegenüber dem Schmerz anderer, z.B. gegenüber den Palästinensern, demonstrieren
sollten. Stattdessen lenken sie von den israelischen Gräueltaten und
Kriegsverbrechen ab.
Was eigentlich soll antijüdisch an meinen Aussagen sein?
1. Die israelische Armee wendet Nazimethoden an, schrieb ich.
Diese Feststellung nahm ich zurück, nachdem mir klar geworden war, dass
ich damit Teile der deutschen Öffentlichkeit überfordert hatte, die
nicht vollständig informiert sind über die tatsächliche Situation im
Nahen Osten.
Durch Medienberichte und Informationen des israelischen Friedensaktivisten
und Journalisten aus Zürich, Shraga Elam, bin ich aufmerksam geworden,
dass es israelische Quellen gibt, die meine Feststellung untermauern:
• In einem Interview des Militärradios z.B. warf auch die israelische
Nationalsängerin Yaffa Yarkoni der israelischen Armee die Verwendung
von Nazimethoden vor. Yarkonis Aussage wurde durch ca. 60.000 Demonstranten
in Tel-Aviv unterstützt. Sind diese zahlreichen jüdischen Friedensbefürworter
auch Antisemiten?
Das Thema beschäftigte die dortigen Medien übrigens intensiv, währenddem
hierzulande kein Wort darüber zu lesen war.
• Der renommierte israelische Militärexperte Amir Oren empörte sich
am 25. Januar 2002 darüber, dass das israelische Oberkommando bei den
Vorbereitungen für die Eroberung dicht bevölkerter palästinensischer
Flüchtlingslager den lokalen Feldbefehlshabern befohlen habe, sich u.a.
auch die Erfahrungen der Nazis im Warschauer Ghetto einzuverleiben.
Schaute man das Flüchtlingslager von Jenin nach der Schlacht an, so
entstand der Eindruck, dass diese Order dort ihre Umsetzung fand.
• Laut mehreren Berichten gibt es konkrete israelische Pläne zur Massenvertreibung
der palästinensischen Bevölkerung - zu einer ethnischen Säuberung also.
Die NS-Politik gegenüber den Juden in den 30er Jahren zielte zuerst
auch \"lediglich\" auf die Vertreibung der Juden. Die systematische
physische Judenvernichtung begann bekanntlicherweise erst 1941, also
praktisch acht Jahre nach der NS-Machtergreifung.
Nach der ehemaligen israelischen Erziehungsministerin Schulamit Aloni
müssen wir unsere Stimme erheben und vor weiteren Eskalationen im Nahen
Osten warnen!
Aloni sagte: »Die israelische Regierung und Armee haben die Palästinenser
schon in eine KZ-ähnliche Situation gedrängt. Es fehlt nur noch, dass
sie vergast werden. Im Namen der Shoa soll auch dagegen protestiert
werden!«
Wir dürfen zu der grossen Gefahr im Nahen Osten nicht schweigen. Gerade
dies ist eine wichtige Lehre aus der NS-Zeit. Mein Schrei richtet sich
nicht gegen die Juden, ganz im Gegenteil: Der Frieden ist im Interesse
sämtlicher Bewohner des Nahen Ostens. Eine bevorstehende Eskalation
wird auch die Juden - und zwar weltweit - in Gefahr bringen. Dies ist
keine Drohung, sondern meine grosse Sorge. Eine solche Warnung kann
also nie und nimmer als rassistisch gelten, im Gegenteil. Diejenigen,
die einen Unterschied und eine Rangordnung des Leidens nach nationaler
oder ethnischer Zugehörigkeit machen, setzen sich dem schweren Verdacht
aus, selber rassistische Vorstellungen zu pflegen. Leiden ist Leiden,
ob nun jüdisches, muslimisches, christliches oder buddhistisches usw.
Ich betone, dass es absolut nicht meine Absicht ist, die jüdische Katastrophe
während der NS-Zeit zu verharmlosen. Wenn mich irgend jemand – und zwar
ohne Hintergedanke – missverstanden hat, dann muss ich mich entschuldigen,
mich zuwenig klar ausgedrückt zu haben. Diejenigen, die sich über eine
vermeintliche Verharmlosung der Judenvernichtung freuen, muss ich ausdrücklich
und vehement zurückweisen.
2. Was den anderen gegen mich erhobenen Vorwurf anbelangt, es sei antisemitisch,
den grossen Einfluss der zionistischen Lobby auf die Medien zu erwähnen,
so ist die Kampagne gegen meine Person der beste Beweis dafür, dass
meine Feststellung richtig ist. Ich betone, dass ich Lobbyarbeit als
legitime demokratische Tätigkeit betrachte und versuche, sie ebenfalls
zu betreiben, z.B. in Interesse der Migranten in Deutschland. Sie ist
aber dann problematisch, wenn es um Machtmissbrauch und um die Unterdrückung
der Wahrheit geht.
Viele Menschen realisieren, dass ich das Opfer einer ungeheuerlichen
Verleumdungskampagne bin, sind aber verunsichert, ja eingeschüchtert.
Sie wissen nicht, ob sie überhaupt noch denken dürfen, was ihnen ihr
gesunder Menschenverstand sagt.
Sogar Rechtsanwälte fürchten sich vor den Schwierigkeiten, mein gerechtes
Anliegen zu vertreten.
Das mir wegen dieses Rufmords zustehende Entschädigungsgeld werde ich
Friedensprojekten im Nahen Osten zukommen lassen.
Jamal Karsli MdL,
Düsseldorf, den 21.06.2002
Shraga Elam -
Zürich, den 21. Juni 2002
Offener Brief:
Unterstützung der Anklage von Jamal Karsal gegen Michel
Friedman und Paul Spiegel
Die Mitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland sollen verklagt
werden, und zwar nicht nur wegen Ehrverletzung, sondern auch wegen Komplizenschaft
mit den israelischen Kriegsverbrechern, grober Verletzung der jüdischen
Interessen und wegen ihrer rassistischen Haltung. Die zahlreichen israelischen
Kriegsverbrechen, die auch von renommierten und anerkannten israelischen
Menschenrechtsorganisationen wie B\'tselem oder Physicians for Human
Rights dokumentiert werden, können - so die überwiegende der Mehrheit
der israelischen Friedensbewegungen - nicht durch die
palästinensischen Gräueltaten gerechtfertigt werden.
Kollektivstrafmassnahmen, wie die massive Abriegelung der palästinensischen
Gebiete seit über 20 Monaten, stellen einen klaren Verstoss gegen die
Genfer Konvention dar und können die palästinensischen Gewaltakte -
laut den meisten israelischen Militärexperten - auch gar nicht verhindern.
Ganz im Gegenteil, meinen alle israelischen FriedensaktivistInnen. Denn
die Aushungerung und Erniedrigung der palästinesischen
Bevölkerung produziert nur noch mehr Hass und Verzweiflungsakte.
Was wir im Moment erleben, kann nur als eine eskalierende Massenvertreibung
der PalästinenserInnen bezeichnet werden und entspricht schon jetzt
der UNO-Definition für einen Völkermord. Es sind in der israelischen
Armee - und nicht zuletzt beim Oberkommando -, bei der politischen Machtelite
und in der allgemeinen Gesellschaft ganz gefährliche Tendenzen zu beobachten,
die sehr stark an die verhängnisvollen
Entwicklungen im Deutschland der 20er- und 30er Jahre erinnern.
Dieser Vergleich darf nicht tabuisiert werden, wenn wir aus dem schrecklichen
NS-Geschichtsabschnitt lernen und nachdrücklich und ehrlich \"Nie wieder
Shoa\" und \"Nie wieder Genozid\" sagen wollen.
Die starke Tabuisierung um den NS-Judeozid ist das schlechteste Mittel,
um eine Wiederholung solcher Vorkommnisse zu verhindern. Diese Tabuisierung
ist per se
rassistisch, da sie die Deutschen - quasi genetisch - als die ewigen
Täter diffamiert und die Juden als die ewigen Opfer idealisiert.
Dass unsere Grosseltern und andere Verwandte von den Nazis umgebracht
wurden, hielt leider eine erschreckend grosse Anzahl israelischer Soldaten
verschiedener Generationen nicht davon ab, an zahlreichen Kriegsverbrechen
teilzunehmen (s.
Bericht über meine eigenen Kriegserlebnisse in der Neuen Luzerner Zeitung
http://www.neue-lz.ch/news/artikel.jsp?ref=30046160).
Durch ihre nicht gerechtfertigte und verantwortungslose Machtdemonstration
leisten die jüdischen Prominenten in Deutschland einen unübersehbaren
Vorschub für sehr gefährliche politische Tendenzen. Infolge der massiven
Zensur in den deutschen Medien sind die Rechtsradikalen leider ein Auffangbecken
für das berechtigte Unbehagen geworden und bringen damit nicht nur die
jüdischen Menschen, sondern die
gesamte Gesellschaft in Gefahr.
Anstatt einer offenen Diskussion, welche die konkreten und belegten
Vorwürfe Karslis sachlich prüfen soll, gibt es eine antidemokratische
Hexenjagd, welche an die ganz schlimmen Zeiten erinnert und viele anständige
Menschen in eine Ecke drängt, in welche sie ganz bestimmt nicht gehören
wollen.
Die Klage Jamal Karslis ist ein wichtiger Teil der Bemühungen, einen
friedlichen Ausweg aus der sehr gefährlichen nahöstlichen Situation
zu finden.
Autor:
Shraga Elam,
Israelischer Friedensaktivist,
Journalist und Buchautor in Zürich
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Shraga Elam
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Offener
Brief:
Unterstützung der Anklage
von Jamal Karsal gegen Michel Friedman und Paul Spiegel
Zürich den 21. Juni 2002
Die Mitglieder des Zentralrats
der Juden in Deutschland sollen verklagt werden, und zwar nicht nur
wegen Ehrverletzung, sondern auch wegen Komplizenschaft mit den israelischen
Kriegsverbrechern, grober Verletzung der jüdischen Interessen und wegen
ihrer rassistischen Haltung.
Die zahlreichen israelischen
Kriegsverbrechen, die auch von renommierten und anerkannten israelischen
Menschenrechtsorganisationen wie B'tselem oder Physicians for Human
Rights dokumentiert werden, können - so die überwiegende der Mehrheit
der israelischen Friedensbewegungen - nicht durch die palästinensischen
Gräueltaten gerechtfertigt werden.
Kollektivstrafmassnahmen,
wie die massive Abriegelung der palästinensischen Gebiete seit über
20 Monaten, stellen einen klaren Verstoss gegen die Genfer Konvention
dar und können die palästinensischen Gewaltakte - laut den meisten israelischen
Militärexperten - auch gar nicht verhindern. Ganz im Gegenteil, meinen
alle israelischen FriedensaktivistInnen. Denn die Aushungerung und Erniedrigung
der palästinesischen Bevölkerung produziert nur noch mehr Hass und Verzweiflungsakte.
Was wir im Moment erleben,
kann nur als eine eskalierende Massenvertreibung der PalästinenserInnen
bezeichnet werden und entspricht schon jetzt der UNO-Definition für
einen Völkermord.
Es sind in der israelischen
Armee - und nicht zuletzt beim Oberkommando -, bei der politischen Machtelite
und in der allgemeinen Gesellschaft ganz gefährliche Tendenzen zu beobachten,
die sehr stark an die verhängnisvollen Entwicklungen im Deutschland
der 20er- und 30er Jahre erinnern.
Dieser Vergleich darf nicht
tabuisiert werden, wenn wir aus dem schrecklichen NS-Geschichtsabschnitt
lernen und nachdrücklich und ehrlich »Nie wieder Shoa« und »Nie wieder
Genozid« sagen wollen.
Die starke Tabuisierung
um den NS-Judeozid ist das schlechteste Mittel, um eine Wiederholung
solcher Vorkommnisse zu verhindern. Diese Tabuisierung ist per se rassistisch,
da sie die Deutschen - quasi genetisch - als die ewigen Täter diffamiert
und die Juden als die ewigen Opfer idealisiert.
Dass unsere Grosseltern
und andere Verwandte von den Nazis umgebracht wurden, hielt leider eine
erschreckend grosse Anzahl israelischer Soldaten verschiedener Generationen
nicht davon ab, an zahlreichen Kriegsverbrechen teilzunehmen (s. Bericht
über meine eigenen Kriegserlebnisse in der Neuen Luzerner Zeitung).
Durch ihre nicht gerechtfertigte
und verantwortungslose Machtdemonstration leisten die jüdischen Prominenten
in Deutschland einen unübersehbaren Vorschub für sehr gefährliche politische
Tendenzen. Infolge der massiven Zensur in den deutschen Medien sind
die Rechtsradikalen leider ein Auffangbecken für das berechtigte Unbehagen
geworden und bringen damit nicht nur die jüdischen Menschen, sondern
die gesamte Gesellschaft in Gefahr.
Anstatt einer offenen Diskussion,
welche die konkreten und belegten Vorwürfe Karslis sachlich prüfen soll,
gibt es eine antidemokratische Hexenjagd, welche an die ganz schlimmen
Zeiten erinnert und viele anständige Menschen in eine Ecke drängt, in
welche sie ganz bestimmt nicht gehören wollen.
Die Klage Jamal Karslis
ist einen wichtigen Teil der Bemühungen, einen friedlichen Ausweg aus
der sehr gefährlichen nahöstlichen Situation zu finden.
Shraga Elam
Shraga Elam,
israelischer Friedensaktivist, Journalist und Buchautor in Zürich
|
|
Prof.
Ilan Pappe an Jamal Karsli: - 21.6.2002
Lieber Jamal Karsli
unser gemeinsamer Freund Shraga Elam machte mich auf Ihre missliche
Lage und die letzten Entwicklungen derselben aufmerksam.
Ich möchte feststellen, dass ich allgemein in Europa und besonders in
Deutschland jeden voll unterstütze, der energisch und bedingungslos
die brutale und kriminelle israelische Politik in den besetzten Gebieten
kritisiert. Jeder Versuch, solche Kritik im Namen des Holocaustgedächtnisses
zum Schweigen zu bringen oder sie als Antisemitismus zu brandmarken,
ist eine zynische Manipulation der schrecklichen Katastrophe und des
Völkermords an den europäischen Juden während des Zweiten Weltkrieges.
Deutschland ist heute ein wichtiger aktiver Teil der EU und daher auch
ihrer Positionen in der Palästinafrage, genau und gerade wegen der Geschehnisse
im Holocaust. Es sollte deshalb kategorisch gegen jede massive Verletzung
von Menschenrechten sein, also auch das Töten von Zivilisten und die
Besetzung eines andern Volkes alles Verbrechen, die Israel seit 1967
begeht.
Ich unterstütze voll Ihr Recht, als deutscher Bürger diese Kritik ausdrücken
zu dürfen, ohne durch Beschuldigung des Antisemitismus oder des Pro-Nazismus
zum Schweigen gebracht zu werden.
Ich selbst war schockiert, als ich hörte, wie israelische Soldaten die
Arme palästinensischer Bürger mit Nummern versahen, ich war nicht weniger
geschockt vom wahllosen Schießen auf Zivilisten, von der demütigenden
Behandlung der Gefangenen, der Verhinderung von medizinischer Hilfe,
dem Räumen von Krankenhäusern und dem Aushungern ganzer Städte. Sind
dies nicht Nazi-Methoden? Die Nazis hatten sie eindeutig angewandt und
kolonialistische Bewegungen und Diktaturen jeder Art griffen auch auf
diese und ähnliche Mittel zurück.
Das Nummerieren der Palästinenser erinnerte mich, Sohn deutscher Juden,
die gerade noch rechtzeitig in den Dreißiger Jahren Deutschland verließen,
an Bilder des Holocaust. Anderen bekannten Israelis, nicht nur Linken,
ging es genau so. In diesem Kontext hatte ich denen in meiner Umgebung
gesagt, dass die Verwendung solcher Nazi-Methoden die schlechteste und
gemeinste Form israelischer Brutalität darstellt, die im Laufe der langen
Besatzungszeit vorgenommen wurde.
Jeder von uns hat seine Art und Weise, wie er sein Erschrecken und seine
Entrüstung über Ungerechtigkeit ausdrückt. Diejenigen, die unsere Art
angreifen und nicht auf das Wesentliche unserer Argumente achten, weichen
bestenfalls den Problemen aus und schlimmstenfalls so wie es in Ihrem
Fall scheint nutzen sie die Streitfrage aus, um zynisch alte Rechnungen
zu begleichen oder sind durch andere persönliche Berechnungen motiviert.
Ich möchte Ihnen hiermit meine Unterstützung zum Ausdruck bringen und
Ihnen meine Hilfe anbieten.
Mit freundlichen Grüßen!
Ilan Pappe
(Aus dem Englischen übersetzt:
Ellen Rohlfs)
|
14.01.2004
Karsli: „Habe meine
Ziele erreicht“
Vor dem 15.
Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf wurde heute erneut über
die Antisemitismus-Klage des Landtagsabgeordneten Jamal Karsli gegen
die Vorsitzenden des Zentralrats der Juden Paul Spiegel und Michel
Friedman verhandelt.
Der Senat bestätigte das in erster Instanz gefällte Urteil des
Landgerichts Düsseldorf.[mehr...] |
Offener Brief an
Attac zum Antisemitismus-Vorwurf, TAZ vom 5. September 2003:
Sehr geehrte Attac-Mitglieder
In der Tageszeitung (TAZ) vom 5. September habe ich mit Erstaunen
gelesen, dass Attac sich derzeit einer Debatte gegenüber sieht, der
ich mich vor mehr als einem Jahr, als Mitglied des Landtags von
Nordrhein-Westfalen, ebenfalls ausgesetzt sah. Die TAZ zitiert in
ihrem Titel „Antisemitismusstreit bei Attac. Gibt es antisemitische
Attac-Aktivisten?“ das Attac-Mitglied Sebastian Wertmüller, der
behauptet, es zeigten sich antisemitische Tendenzen in der
Attac-Bewegung, weil die Kritik gegenüber der israelischen Politik
gegen die Palästinenser innerhalb von Attac immer lauter würde.
Wie sie sich vielleicht erinnern, musste auch ich mich aufgrund
meiner Kritik an der Politik Israels nach den Massakern von Jenin im
Frühling 2002 jenem Vorwurf aussetzen, der mir bis heute noch
anhängt. Der Vorwurf des Antisemitismus wurde damals wie heute, wie
eine Keule geschwungen, um jegliche Kritik gegen die israelische
Palästinenser-Politik zu unterdrücken und Kritiker mundtot zu
machen.
Diese Methode ist infam und klassisch zugleich. Arthur Schopenhauer
beschrieb sie schon ausführlich in seiner Schrift „Zur Logik und
Dialektik“ auf folgende Weise: „Die Behauptung des Gegners wird über
ihre natürliche Grenze hinausgeführt, also in einem weiteren Sinne
genommen als er beabsichtigt, oder sogar ausgedrückt hat, um sie
sodann in solchem Sinne bequem zu wiederlegen“.
Attac ist eine europäische Bewegung, die sich zu Recht gegen
unsoziale und ungerechte, neoliberale Globalisierungstendenzen
wendet und sich für eine friedliche und gerechte Weltordnung
einsetzt. Viele nichtstaatliche Organisationen, Kirchen,
Gewerkschaften, Umwelt- und Friedensinitiativen unterstützen Attac
in ihren Zielsetzungen. Sie alle mit einem Antisemitismus-Vorwurf zu
versehen heißt, die Kritik eines Großteils der Bevölkerung zu
ignorieren und bewusst falsch darzustellen.
Ihre Reaktion darauf, die Unterschriftenliste „Keine Warenimporte
aus den israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet in die EU“ aus
ihrem Internet-Angebot zu entfernen zeigt mir, dass die
Antisemitismus-Keule einmal mehr gewirkt hat.
Zuletzt wurde diese „Wunderwaffe“ gegen den kanadisch-britischen
Philosophen Ted Honderich geschwungen, dessen Buch „Nach dem Terror“
vom Suhrkamp-Verlag sofort aus dem Programm genommen wurde, nachdem
man ihn der antisemitischen Tendenzen bezichtigte. Honderich hatte
in seinem Buch lediglich die israelische Politik mitverantwortlich
für die Terroranschläge der Palästinenser gemacht. Das wurde ihm zum
Verhängnis
Wo sind die Kritiker der israelischen Regierung denn nun geblieben?
Warum finden die Stimmen der israelischen Friedensbewegung, der
israelischen Linken oder der Friedensaktivisten Prof. Ilan Pappe,
Shraga Elam, Dr. Hajo Meyer oder Dr. Uri Davis in Deutschland kein
Gehör? Stattdessen unterstützt eine rot-grüne Regierung in
Deutschland die andauernde rassistische Politik Ariel Sharons in
Israel.
Während Attac und die Friedensbewegung mit ihrem Engagement für den
Frieden im Nahen Osten nun als Antisemiten beschimpft werden, bleibt
die Kriegshetze des Zentralratsvorsitzenden Paul Spiegel, der den
Krieg im Irak im Vorfeld als „gerechten Krieg“ bezeichnete,
öffentlich völlig unbehelligt. So wirksam ist diese „Wunderwaffe“.
Ich möchte Sie deshalb dazu aufmuntern: Lassen Sie es nicht soweit
kommen, dass berechtigte Kritik an völkerrechtswidriger Politik mit
falschen Anschuldigungen mundtot gemacht wird! Machen Sie die
Menschen, wie bisher, auf Ungerechtigkeiten aufmerksam und lassen
Sie sich nicht durch falsche Anschuldigungen von Menschen
entmutigen, die zwischen Kritik an der Politik des Staates Israel
und Antisemitismus nicht unterscheiden können oder wollen.
Auch ich werde mich nicht dadurch entmutigen lassen. Ich bin mit der
Antisemitismus-Keule in die Ecke meine Gegner gedrängt worden, die
ich jahrelang bekämpft habe. Nachdem ich den Grünen den Rücken
gekehrt habe (auch hier hat die Antisemitismus-Keule Fuß gefasst),
habe ich nun mit zahlreichen Mitstreitern eine neue Partei aus der
Taufe gehoben, die den Namen „Frieden, Arbeit, Kultur und
Transparenz (FAKT)“ trägt. FAKT hat sich, neben seinem Engagement
für Frieden, Arbeit, Kultur und Transparenz zum Ziel gesetzt, die
politischen Themen und Probleme beim Namen zu nennen, sie zu
diskutieren und Missstände aufzuzeigen, und sie gerade nicht zu
verschweigen.
Das sollten auch Sie mit Attac weiterhin tun. Denn das ist es, was
eine europäische Bewegung mündiger Bürger ausmacht. Das ist es, was
viele Menschen und auch ich an Attac schätzen. Das aufzugeben heißt,
ein Stück an Identität zu verlieren. Lassen Sie es deshalb nicht so
weit kommen. FAKT wird Sie auch zukünftig tatkräftig darin
unterstützen.
In diesem Sinne wünsche ich Attac für seine weitere Arbeit viel
Erfolg und viel Stehvermögen im Gegenwind der Mächtigen.
Mit freundlichem Gruß
Jamal Karsli
Quelle
|
|
Betreff: Shraga Elam / Jamal Karsli
auf der website von Henryk Broder
Von:
ClaudiaKaras
mein mail an henryk broder zur website
http://www.henryk-broder.com/html/tagebuch.html?a=1
Datum:
27.06.02 16:26:50
Herr Broder,
ich kann
Ihnen voll zustimmen: auch Juden und Semiten dürfen dumm sein!
doch nicht
Shraga Elam und Jamal Karsli, sondern Sie, Herr Broder, sind es.
Denn anstatt
zu argumentieren, diffamieren Sie die beiden in gehässiger weise!
auch ich
sehe, wie der Holocaust für machpolitische Zwecke nicht nur in
Israel missbraucht wird!
Das sind doch
Nazimethoden:
- die
Nummerierung palästinensischer Gefangener
- dass sich
das Oberkommando der israelischen Armee von den nazi-erfahrungen im
Warschauer Ghetto inspirieren lässt !
Während sich
- gerade auch in Israel - Juden mit den Palästinensern
solidarisieren gegen die Großmachtinteressen des Kriegsverbrechers
Scharon, hört man vom Zentralrat der Juden in Deutschland in gestalt
von Friedmann und Spiegel kein Wort der Kritik!
Im Gegenteil:
Kritik wird einfältig verleumdet als Antisemitismus.
Seit über 50
Jahren büßen die Palästinenser für den Terror der Nazis!
doch Sie
haben nur Verachtung für das leiden des palästinensischen Volkes,
und erfreuen
sich an der Mutation so mancher Antisemiten zum Araberhasser!
Das genau ist
der Stoff, aus dem der Rassismus gestrickt ist!
Auch Sie und
Ihresgleichen machen sich mitschuldig, an der Kriminalisierung eines
ganzen Volkes!
Eindringlich
nehme ich wahr, dass die israelische Regierung keine UN-Resolutionen
befolgt, ja nicht einmal befolgen muss! Sind nicht Bush und Powell
wie Marionetten in der Hand von Sharon, dem Drahtzieher von Sabra
und Shatila? und auch deutsche Politiker machen sich zum Sprachrohr
der israelischen Regierung!
z
Zur
Erinnerung:
die
internationalen Konventionen verbieten eine Besiedelung von im krieg
BESETZTEM Land,
Ostjerusalem
wurde entgegen internationales recht ANNEKTIERT.
die
israelische Politik der
-
planmäßigen Besiedelung der besetzten gebiete,
- Enteignung
palästinensischen Grundbesitzes,
-
Liquidierung unliebsamer Personen wie bei der Mafia,
-
bombardierungen von Zivilisten,
-
systematischen Zerstörung jeder Lebensgrundlage,
- Zerstörung
der auch von Deutschen Mitaufgebauten Infrastruktur
-
Deportation der einheimischen palästinensischen Bevölkerung
sollen
vollendete Tatsachen und ein "Groß-Israel" schaffen (ein blick auf
die Landkarte von Palästina MIT den illegalen Siedlungen zeigt dies
ganz deutlich!)
warum erfährt
man hier nichts über den Rassismus der Israelis?
ich selbst
habe in einem Fernsehbericht des arabischen Fernsehsenders al-gazira
solche rassistischen ausfälle gesehen und gehört, wie z.B. "die
Araber müssen verschwinden, sie sind Ungeziefer" (kommt uns das
nicht bekannt vor? oder darf man das nur nicht zu Juden sagen??),
und "das land gehört uns vom Sinai bis nach Damascus" (!)
Genau wegen
solch einer einseitigen "Berichterstattung" (der Sieger schreibt
immer die Geschichte) können die Israelis in den besetzten Gebieten
schalten und walten und unter den Augen der sog. "Weltgemeinschaft"
den Ausbau groß-israels weiter betreiben.
General Peled:
"die theorie der tödlichen Lage sei primär eine Beleidigung der
israelischen Armee".
Mordechai
Bentov: "Die ganze Geschichte der Gefahr einer Zerstörung wurde
in jedem Detail im nachhinein erfunden und übertrieben, um die
Annexion arabischen Landes zu rechtfertigen"
gibt es
irgendwann eine Wiedergutmachung für die palästinensischen opfer der
israelischen "Volk ohne Raum"-Politik?
kein
Rückkehrrecht für Palästinenser? aber Einwanderung der Russen,
Polen, Georgier... ?
Auch ich
werde weiterhin nicht wegsehen, wenn Menschenrechte irgendwo auf der
Welt verletzt werden.
Mag unsere
Regierung sich zu einer "nicht hinterfragbaren Solidarität" mit der
Besatzungsmacht Israel verpflichten - diesem Kotau jedenfalls werde
ich mich nicht anschließen!
Claudia Karas
====================================
trotzdem Sie
auch ihn verunglimpfen, ein Gedicht von Erich Fried,
aus dem mit
dem Prix International des Editeurs 1977/78
ausgezeichneten Band "100 Gedichte ohne Vaterland":
Höre,
Israel
Als wir
verfolgt wurden war ich einer von euch
Wie kann ich
das bleiben wenn ihr Verfolger
werdet?
Eure Sehnsucht war wie die anderen Völker zu
werden die
euch mordeten
Nun seid ihr geworden wie sie
Ihr habt
überlebt die zu euch grausam waren
Lebt ihre
Grausamkeit in euch jetzt weiter?
Den
Geschlagenen habt ihr befohlen: "Zieht eure Schuhe aus"
Wie den
Sündenbock habt ihr sie in die Wüste getrieben
in die große
Moschee des Todes
deren
Sandalen Sand sind
doch sie
nahmen die Sünde nicht an
die ihr ihnen
auflegen wolltet
Der Eindruck
der nackten Füße im
Wüstensand
überdauert
die Spur
eurer Bomben und Panzer
|
|
|
Lieber Jamal
Karsli
unser gemeinsamer
Freund Shraga Elam machte mich auf Ihre missliche Lage und die letzten
Entwicklungen derselben aufmerksam.
Ich möchte
feststellen, dass ich allgemein in Europa und besonders in Deutschland
jeden voll unterstütze, der energisch und bedingungslos die brutale
und kriminelle israelische Politik in den besetzten Gebieten kritisiert.
Jeder Versuch, solche Kritik im Namen des Holocaustgedächtnisses zum
Schweigen zu bringen oder sie als Antisemitismus zu brandmarken, ist
eine zynische Manipulation der schrecklichen Katastrophe und des Völkermords
an den uropäischen Juden während des Zweiten Weltkrieges.
Deutschland
ist heute ein wichtiger aktiver Teil der EU und daher auch ihrer Positionen
in der Palästinafrage, genau und gerade wegen der Geschehnisse im Holocaust.
Es sollte deshalb kategorisch gegen jede massive Verletzung von Menschenrechten
sein, also auch das Töten von Zivilisten und die Besetzung eines andern
Volkes alles Verbrechen, die Israel seit 1967 begeht.
Ich
unterstütze voll Ihr Recht, als deutscher Bürger diese Kritik ausdrücken
zu dürfen, ohne durch Beschuldigung des Antisemitismus oder des Pro-Nazismus
zum Schweigen gebracht zu werden. Ich selbst war schockiert, als ich
hörte, wie israelische Soldaten die Arme palästinensischer Bürger mit
Nummern versahen, ich war nicht weniger geschockt vom wahllosen Schießen
auf Zivilisten, von der demütigenden Behandlung der Gefangenen, der
Verhinderung von medizinischer Hilfe, dem Räumen von Krankenhäusern
und dem Aushungern ganzer Städte. Sind dies nicht Nazi-Methoden? Die
Nazis hatten sie eindeutig angewandt und kolonialistische Bewegungen
und Diktaturen jeder Art griffen auch auf diese und ähnliche Mittel
zurück.
Das Nummerieren
der Palästinenser erinnerte mich, Sohn deutscher Juden, die gerade noch
rechtzeitig in den Dreißiger Jahren Deutschland verließen, an Bilder
des Holocaust. Anderen bekannten Israelis, nicht nur Linken, ging es
genau so. In diesem Kontext hatte ich denen in meiner Umgebung gesagt,
dass die Verwendung solcher Nazi-Methoden die schlechteste und gemeinste
Form israelischer Brutalität darstellt, die im Laufe der langen Besatzungszeit
vorgenommen wurde.
Jeder von
uns hat seine Art und Weise, wie er sein Erschrecken und seine
Entrüstung über Ungerechtigkeit ausdrückt. Diejenigen, die unsere Art
angreifen und nicht auf das Wesentliche unserer Argumente achten, weichen
bestenfalls den Problemen aus und schlimmstenfalls so wie es in
Ihrem Fall scheint nutzen sie die Streitfrage aus, um zynisch
alte Rechnungen zu begleichen oder sind durch andere persönliche Berechnungen
motiviert.
Ich möchte
Ihnen hiermit meine Unterstützung zum Ausdruck bringen und Ihnen meine
Hilfe anbieten.
Mit freundlichen
Grüßen!
Ilan Pappe
(Aus dem Englischen übersetzt:
Ellen Rohlfs)
|
|
Gideon Spiro
(25.5.2002)
Silencing Through
Manipulating Anti-Semitism
Israel is currently in the
midst of a crisis regarding its democratic infrastructure. A
McCarthy-like atmosphere is developing and spreading. Left-leaning
liberal journalists are being fired (In the last few days, I too
have fallen victim to this policy. My column in a newspaper that
belongs to the second-largest publishing house was recently
terminated). Singers who come out against the occupation and
support the refusniks are boycotted and their appearances canceled.
European and American tourists who have come to Israel to act and
speak out against the States apartheid policies and its violation
of the human rights of Palestinians in the Occupied Territories are
being arrested and deported.
A week ago, two laws that limit the freedom of speech and allow for
the disqualification of any Arab Isreali who is suspected of
identifying with an armed struggle in Israel from running in
elections were passed by the Knesset.
The world is not aware that the norms of democracy are receding in
Israel, but it had been exposed to images of the repressive and
brutal actions being carried out by the Israel army in the Occupied
Territories. Naturally, these images have triggered harsh criticism
of the Israeli government in general, and Sharon and army generals
in particular.
One of the ways Israel has warded off criticism is through the
manipulative and cynical invocation of anti-Semitism. Israeli and
international human rights advocates must be very careful not to
fall into this trap, for it is nothing but political extortion which
attempts to neutralize anyone who does not embrace the policies of
the Sharon government.
It is in this context that we need to discuss the problem of
criticizing Israel, a problem that has been dividing a number of
parties in Germany. Was Michel
Freedman, the deputy chair of the Jewish community councils central
committee, correct when he accused the deputy chairperson of the
FDP, Yurgan Meullemann, of anti-Semitism following Meullemanns
declaration that Sharon and Freedmon are contributing to the growth
of anti-Semitism? Was Meullemann correct in his evaluation? Was
Claudia Roth, the deputy chairperson of the Greens Party, right when
she filed an official complaint against Meullemann, claiming that he
was inciting anti-Semitism? Was the district parliament member,
Jamal Karsli, correct when he declared that the Israeli army is
using Nazi tactics against the Palestinians?
These questions are not only a matter of internal German politics,
but rather are relevant to everyone involved in the Israel-Arab
conflict active players, interested observers, and human rights
advocates on whose shoulders the suffering of the word is placed.
The answers to the questions which I have raised derive from four
major presuppositions:
1. Israel is not immune from criticism
2. Criticism of Israel is not the same thing as anti-Semitism.
3. Fascism, racism, and the violation of human rights which
exist within Israel cannot be excused just because they are being
carried out by Jews.
4. We cannot allow the Holocaust to be exploited as a way of
silencing criticism of Israel.
Given these four basic suppositions, I think that Meullemann was
correct when he declared that Sharons policies encourage
anti-Semitism. If Freedman supports Sharon, then he too must be
included in the above category. Meullemanns declaration was
accurate on the level of political analysis and has nothing do to
with justifying anti-Semitism. We must fight against all forms of
anti-Semitism, just as we must fight against all forms of racism.
If Freedman supports Israels policies, then he is making the same
mistake that many Jewish leaders in the world are making;
unconditional support for Israel creates a false and dangerous
equivalent between Judaism and the Israeli government.
It is necessary to ask Freedom directly: Do you support the policy
of settlements in occupied territories, which is a war crime
according to international conventions and United Nations
resolutions?? Would you like to see extreme rightists such as Haider
and Le Pen in power in Germany? If not, why do you support the
Israeli government, whose Knesset members include people similar to
Le Pen and Haider (Compared to a few of the Israeli cabinet members,
Haider would be considered on the moderate right).
Ms. Roth was mistaken when she decided to have the police intervene
in a political dispute. As far as I am aware, Meullemanns
declarations were not at all connected to anti-Semitism. Lately,
police and the state prosecutors intervention in political disputes
has been used by the fascist right in Israel as a way of silencing
the left.
The repression of the population in the Occupied Territories by the
Israeli army is an act of state terror against the Palestinians.
This terror includes a military siege on three million people, which
at times brings thousands to the brink of starvation; this terror
prevents pregnant women from arriving to hospitals on time, which,
in turn, leads to the death of newborns; it also prevents those who
need dialysis from receiving treatment and thus causes their death.
All of this is a result of the measures taken by Sharons government.
All of this also creates Palestinian terror, which has sown death on
our streets. The religious national Jewish fundamentalism nourishes
its Palestinian equivalent.
It is no surprise that occasionally someone compares the Israeli
occupying army to the German army during World War II. It must be
remembered that Germans occupation of Poland was not the same as
its occupation of Norway. And while the 35-year-old Israeli
occupation of the West Bank and Gaza has not erected extermination
camps, it is more brutal than the German occupation of Norway or
Denmark.
One of the most effective ways of silencing criticism of Israel is
to terminate its occupation of Palestine. To this end, Germany can
play an important role; rather than shipping arms to Israel, it
needs to send some human rights. Precisely because of the past.
Freedmon, take note. |
Petition
We, the undersigned, support the German MP Jamal Karsli in his
lawsuit against the Jewish officials Paul Spiegel and Michel
Friedman.
We protest against the attempts to silence critics of Israels
policies, to muzzle activists who search for a just peace in the
Middle East and who try to prevent the present catastrophe from
escalating further.
Jamal Karsli, like some Israelis, accused the Israeli army of using
Nazi methods. Although not all of us will use the comparison between
the Israeli and Nazi atrocities, still we consider it to be a
legitimate mode of protest in the present context. There is a
growing danger of a huge bloodbath and a mass deportation of the
Palestinians. This is an intended consequence of Israeli policies,
which should be denounced in the strongest language possible.
Currently there are in Israel very loud and menacing voices
demanding the "voluntarily transfer" of the Palestinians,
propagating ethnic cleansing and using arguments which bear a strong
resemblence to the ideology and practices of the Nazis. One must
bear in mind that from 1933 until 1938 the Nazis tried to make the
Jews emigrate the country "voluntarily". After 1938 they switched to
forced expulsion, and in 1941 the systematic extermination of Jews
started.
We consider it a form of racism if the comparison between the Nazi
crimes and any other form of barbarism is a priori forbidden. Such a
taboo implies that Jewish suffering counts more than the agony of
any other group of people.
We hope that, through the impending lawsuit, the facts underlying
Karsli's charge will be impartially and publicly analysed and that
the abuse of Jewish suffering in order to legitimize Israeli
aggression will be stopped.
We are convinced that, through his statements, Jamal Karsli wishes
to draw attention to the plight of the Palestinians and strengthen
the efforts for peace for all the inhabitants of the Middle East.
Therefore, we call on the German people to support Jamal Karsli and
we hope that, through this campaign, the German government will
acknowledge its duty to stop supporting Israeli crimes, to help to
stop the ongoing catastrophe in the Middle East and to support the
forces searching for a just peace.
Sie
finden die obenstehende Petition bei:
PetitionOnline.com |
|
Bisher 1.42.04
unterschrieben 176 diese Petition
First Signatures:
Felicia Langer Tübingen/Deutschland Human Rights Lawyer and
alternative Nobel Laureate
Prof. Ilan Pappe, Political scientist Haifa/IsraelGideon Spiro,
peace activist of the Israeli Campaign for Mordechai Vanunu
Jerusalem/Israel
|
|
Name
|
Country
|
|
33
|
Dr. Uri Davis Senior
|
Israel
|
|
32
|
Tamar Yaron
|
Israel
|
|
31
|
Ronnie Kasrils
|
South Africa
|
|
30
|
Dino Feldman
|
Israel
|
|
29
|
Uri Shani
|
Israel
|
|
28
|
Elana Wesley
|
Israel
|
|
27
|
Freda Guttman
|
Canada
|
|
26 |
Juliano Mer-Khamis |
Israel/Palestine |
|
25 |
Lenni Brenner |
USA |
|
24
|
Yvonne Deutsch
|
Israel
|
|
23
|
Yossi Schwartz
|
Israel
|
|
22
|
Michael Warschawski
|
Israel
|
|
21
|
Lea Tsemel
|
Israel
|
|
20
|
Irit Katriel
|
Israel/ Germany
|
|
19
|
Shimon Tzabar
|
United Kingdom
|
|
18
|
Dr. H.J.G. Meyer
|
the Netherlands
(German born) |
|
17
|
Moshé Machover
|
UK
|
|
16
|
Shir Hever
|
Israel
|
|
15
|
Andrew Gerson Silver
|
USA
|
|
14
|
Ron Ganzfried
|
Switzerland
|
|
13
|
Hillel Barak
|
Israel
|
|
12
|
John Sigler
|
United States
|
|
11
|
Elana Wesley
|
Israel
|
|
10
|
Avigail Abarbanel
|
Australia
|
|
9
|
Irene Bruegel
|
UK
|
|
8
|
David Raban
|
Israel
|
|
7
|
Dr.Tikva
Honig-Parnass |
Israel
|
|
6
|
Ayana Elam
|
Switzerland
|
|
5
|
Asaf Shtull-Trauring
|
Israel
|
|
4
|
Dorothy Naor
|
Israel
|
|
3
|
Nicole Keppler
|
Germany/ France
|
|
2
|
Shraga Elam
|
Switzerland
|
|
1
|
Bilha Golan
|
Israel
|
|
|
|
|
Anis Online - die Reportage: "Besuch bei
Jamal" |
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