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Prof. Ekkehard  Stegemann
Weber G. Briefe aus Gaza

 

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Die christlichen Brüder ohne Löwenherz -  Prof. Wolfgang Stegemann und Prof. Ekkehard Stegemann

Die "christlichen" Gedanken des Prof. Ekkehard Stegemann

 

Weiter Seiten: Prof. Ekkehard  Stegemann • Weber G. Briefe aus Gaza  - e-mail von Prof. Dr. Wolfgang Stegemann

 

"Was für eine erbärmliche Existenz. Sie klagen über die scheußlichen Zustände in Gaza ("natürlich" sind die Israelis für alle Kakerlaken und den Dreck auf den Straßen dort verantwortlich, denn die dort wohnenden Palästinenser haben alle Hände damit zu tun, nichts zu tun oder Israelis zu töten; Kakerlaken gehören nicht zum Programm)."
Prof. Wolfgang Stegemann

(Wolfgang Stegemann (* 8. November 1945 in Barkhausen an der Porta) ist seit 1984 Professor für Neues Testament an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Zuvor war er Assistent für Neues Testament in Mainz (1973–1977) und Assistent für Systematische Theologie und Neues Testament in Heidelberg (1979–1984). (...) Stegemann ist Mitglied der Context Group und Mitherausgeber der Zeitschrift „Kirche und Israel“. Quelle    -
Website von Prof. W. Stegemann an der Augustana-Hochschule)

 „Ich hatte (…) die Realität darin gesehen, dass tausende von Raketen, die auf die israelische Zivilbevölkerung von Gaza aus abgefeuert wurden, der Grund für die militärische Operation „Cast Lead“ waren.“ Prof. Ekkehard Stegemann
B'nai B'rith ehrt Professor Stegemann für seine Verdienste   |   Theologische Fakultät: Prof. Dr. Ekkehard W. Stegemann)

 

 

Hans-D. Ziran beschäftigte sich auf seinen Seiten – mit dem Schreiben des Prof. Wolfgang Stegemann an Frau Dr. Gabriele Weber. Prof. Ekkehard Stegemann reagierte darauf.

War das Schreiben  von Prof. W. Stegemann schon eine eindeutige Demonstration „christlicher Menschenverachtung" setzt sein Bruder Prof. Ekkehard Stegemann von der Uni. Basel dem ganzen die noch die „christliche“ Dornenkrone auf. Er kommentiert den Text von Herrn Ziran. Nachfolgend einige Kommentare zum Schreiben:
 

Proffesor Ekkehard Stegemann sagt: 6. September 2010 um 12:07

„Der Schreiber moltaweto (muss er sich verstecken?) spricht von einem „Paradebeispiel für die scheinheilige Doppelmoral“ und bescheinigt Prof. Wolfgang Stegemann (meinem Bruder) „einseitige Darstellungsweise der pro-zionistischen Rechtfertigungspropaganda“. Wie sieht das eigentlich umgekehrt – ich meine bei Frau Dr. Weber – aus? Zitat:
„Ein gefangener israelischer Soldat rechtfertigte im vergangenen Jahr Hunderte von Toten (1400), welche Dimension könnte dann die Racheaktion für vier getötete israelische Siedler annehmen?“

Ich hatte – aber das verdanke ich wohl auch dem, was moltaweto mit so hoher moralischer Empörung verdammt – die Realität darin gesehen, dass tausende von Raketen, die auf die israelische Zivilbevölkerung von Gaza aus abgefeuert wurden, der Grund für die militärische Operation „Cast Lead“ waren.


 

Er blendet, wie die zionistischen Rassisten der israelischen Regierung die Realität seit  60 Jahren aus: Besatzung, Vertreibung, Folter, Häuserzerstörungen, Terror, Landraub, Apartheid in Israel und den besetzen Gebieten. 60 Jahre lang die Menschen einsperren, drangsalieren, demoralisieren ihnen das Land rauben;  Gaza einem täglichen Terror auszusetzen und es in ein Getto verwandeln.


Prof. Stegemann belegt mit seinen Aussagen einzig das unreflektierte Hereinfallen auf eine erfolgreiche Propaganda und „Gehirnwäsche“ der Israellobby; sie ist einem Wissenschaftler nicht würdig; aber die Stegmann brother ticken wohl christlich-zionistisch. Ein Wissenschaftler sollte erkennen lassen, dass er Hintergründe, die Wirklichkeit wahrnimmt und nicht verdrängt.

Wenn dieser Wissenschaftler auch noch im kirchlichen Bereich tätig ist, dann demonstrieren er und sein Bruder, dass in der Gegenwart die Kirche auch wieder versagt. Sie schweigt und verdrängt nicht nur, sondern stilisiert auch noch die Opfer zu Tätern. So schreibt er:
 

Aber indem man (in diesem Fall auch: frau) verleugnet (emotional, kognitiv und moralisch), dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung hat (während die Palästinenser natürlich ein Widerstandsrecht, auch bewaffnet, haben:

 

Israel ist der Besatzer, Aggressor und Kolonisator. Gleich von welcher Seite, jede Rakete ist eine zu viel.

 Israel darf aber  angreifen, hat ein RECHT auf angebliche Selbstverteidigung? Palästinenser dürfen es nicht? Sie dürfen sich nicht einmal verteidigen?

Hier zeigt sich eine Doppelmoral. Einem Aggressor, Landräuber und rassistischen Unterdrücker muss man widerstandslos begegnen! Davon abgesehen, wo bleibt bei all dem die Verhältnismäßigkeit? Hat Arafat die Knesset bombardiert und versucht, den Präsidenten zu ermorden? Haben die Palästinenser Israels Flughäfen, Straßen, Fabriken zerstört? Hat Palästina oder Israel keine Grenzen und erweitert sie tagtäglich? Dürfen die Palästinenser über „Herrenstraßen“ fahren, besiedeln und rauben sie israelisches Gebiet und stehlen ihnen tagtäglich das Wasser, zerstören die Pflanzungen palästinensischer Bauern?
 

„Da fällt einer in Deutschland sozialisierten Person nur noch ein: Die Juden sind bekanntermaßen rachsüchtige, blutdürstige – na ja, sagen wir es doch offen – Mörder. Auf Gazas Seite gibt es hingegen nur Opfer. Doppelmoral?“



Alle israelische Regierungen duldeten, dulden wie  das israelische Volk diese Verbrechen.

Zu Recht wurden wir Deutschen als Volk schuldig gesprochen. Wir haben die Vernichtung der Juden geschehen lassen.
Ist aber die Lehre aus unserer unsäglichen Geschichte, dass wir nun zu neuem Unrecht schweigen?

Oder sollten wir etwas gelernt haben? Wer hat hier eine Doppelmoral und damit keine?

In welchem Deutschland ist dieser Prof. E. Stegemann sozialisiert worden. Hat er vielleicht zuviel von dem zionistischen Rassismus in sich aufgesogen, er ist doch nicht im 3. Reich sozialisiert worden?

 

Dann schreibt Prof. Ekkehard Stegemann:

„Das wissen wir ja – mit der deutschen Nazi-Geschichte vertraut – seit 1933.“

 

Aha…..

 

„Da war man ja auch schon moralisch weit über Juden erhaben, die aber natürlich auch weit untermoralisch, nämlich kriminell waren. Das wusste man ja – nicht nur aus dem „Stürmer“. Hat moltaweto „dieses Denken nicht schon immer als sein ureigenstes empfunden“?

Mit welchem Recht Herr Prof. Ekkehard Stegemann  rechtfertigen Sie das Denken ihres Bruders Wolfgang? Palästinenser darf man "moralisch einwandfrei" als kriminelle, Untermenschen, unsaubere Menschen bezeichnen? Da kann man man ihn nur zitieren. Das sagt genug:

„Das wissen wir ja – mit der deutschen Nazi-Geschichte vertraut – seit 1933.“

 

Scheinbar sind diese Herren zu sehr vertraut. Eine merkwürdige "christliche" Vorstellung diese Brüder da vertreten. Ist das eine offizielle Kirchenmeinung? Prof. Wolfgang Stegemann schreibt:

„sind die Israelis für alle Kakerlaken und den Dreck auf den Straßen dort verantwortlich, denn die dort wohnenden Palästinenser haben alle Hände damit zu tun, nichts zu tun oder Israelis zu töten; Kakerlaken gehören nicht zum Programm“

 

Welches Weltbild wird hier vertreten.

Palästinenser, Araber sind in der Sprache ihres „christlichen“ Bruder in der Sprache der Nazis „Untermenschen“, sprich „Kakerlaken“? Vergessen Sie die die „Deutschen Christen“ nicht! Die waren von ähnlichen Holz geschnitzt wie ihr Bruder. Kein Wort der Kritik an seinem Bruder Wolfgang liest man bei diesem Ekkehard St. Nehmen sie die geistige Verwandtschaft, in die sie sich begeben nicht wahr?

 

Ekkehard Stegemann wiederum schreibt am 6. September 2010 um 20:58:

Haben Sie, sehr geehrter Herr Ziran, auch vergleichbare Webseiten betreffend innerpalästinensischer Kritik an den (wenn vorhanden) Tötungsdebatten bezüglich von Juden? Unser Thema ist ja: die Doppelmoral. Wenn Sie innerjüdische Kritik zitieren, ist das sehr willkommen. Wenn Sie aber keine innerpalästinensische Kritik zitieren (können), ist das auch eine Aussage.

 

Genau das kann man auch umgekehrt feststellen. Wo nehmen die Professoren innerisraelische Kritik wahr?

Haben sie nichts von der Veröffentlichung der beiden „Rabbiner“ gelesen, die das Töten von Goyim (Nicht-Juden), selbst von palästinensischen Kindern mit der Halacha, dem Äqivalent der Scharia, gerechtferigt haben? Wo bleibt da der Aufschrei dieser Superchristen? Wo ist der Protest dieser christlich-jüdischen Greisenklubs?
 

 

Wen muss man denn vor allem kritisieren? Den Täter oder das Opfer?

Das die Menschen in meinem Umfeld  (da gehört sicher Frau Dr. Weber und – mir bisher unbekannt – Herr Ziran dazu) selbstverständlich Gewalt als „Lösungsweg“  ablehnen, sie nicht unterstützen, sie auf allen Seiten verurteilen,ist selbstverständlich. Das ist eine Grundlage die man nicht erwähnen muss. Unser Engagement gilt einem gerechten Frieden für beide Seiten – FÜR BEIDE SEITEN UND GERECHT:::

 

Dann schreibt Bruder Ekkehard:

„Wenn Sie aber keine innerpalästinensische Kritik zitieren (können), ist das auch eine Aussage.“

Man kann durchaus die Meinung vertreten, dass man hilflose und sinnlose Versuche sich zu wehren, versteht. Verstehen heißt nicht gutheißen, nicht fördern und nicht rechtfertigen, wie sie es scheinheilig, bezogen auf Israel tun. Was ist verwerflich wenn man kritisiert?

Die beiden Stegemanns demonstrieren doch eindeitig durch ihre Israelverblendung die Notwenigkeit, auf die innerisraelische Kritik, auf internationale Kritik hinzuweisen.
Wie fleißig verdrängen sie doch, verdrängt unsere Öffentlichkeit die Wirklichkeit des Nahostkonfliktes. Wer, wenn nicht wir nennt Täter Täter und Opfer Opfer?



 

Um Prof. Ekkehard Stegemann zu wiederholen. Er schreibt:

„Ich hatte – aber das verdanke ich wohl auch dem, was moltaweto mit so hoher moralischer Empörung verdammt – die Realität darin gesehen, dass tausende von Raketen, die auf die israelische Zivilbevölkerung von Gaza aus abgefeuert wurden, der Grund für die militärische Operation „Cast Lead“ waren. „

Ihre Realität ist es, das sie den Tod von 1400 Menschen, den täglichen Terror, Vertreibung, Zerstörung, Landraub damit rechtfertigen. Sie sollten wissen, dass diese selbst gebastelten „Raketen“ so gut wie nie Schaden oder Tote verursacht haben, wohingegen Israel bei jeder sich bietenden Gelegenheit hunderte von palästinensischen Zivilisten tötet. Wie sagte ihr „Bruder im Geist“ der berühmt-berüchtigte Henryk Broder: Es macht Spaß, Täter zu sein! Deutschland muss damit leben, dass es die industrielle Massenvernichtung erfunden und praktiziert hat. Israel wird als High-Tech Killer in die Geschichte eingehen.

 

Scheinheilig ist es, den täglichen israelischen Terror der Waffen, der Vertreibung und Unterdrückung zu ignorieren. Den müssen Palästinenser als „G“ott gegeben“ hinnehmen, müssen wir verschweigen? Nur weil unsere Medien diese Unterdrückung  als selbstverständlich hinnehmen müssen, müssen wir es auch so hinnehmen?

 

Lesen sie einmal auf folgenden Seiten, was alles täglich in Palästina geschieht:

:: Negotiations Affairs Department ::
http://www.nad-plo.org/main.php?view=pmg_daily-reports

 

Prof. E. Stegemann, hat mit seinem Schreiben, seinem Schweigen zu den Aussagen seines Bruders Wolfgang  jedes Recht verspielt, uns etwas von Moral zu erzählen. Die beiden sind nicht heilig sondern „scheinheilig“, das erscheint mir nicht christlich sondern unchristlich.  Solche Christen sollte es eigentlich in Deutschland nicht mehr geben.

Aus dem kirchlichen Bereich heraus distanziert man sich inzwischen von den Äußerungen des Prof. Wolfgang Stegemann. Pfarrer und Funtionsträger protestierten. Der Landesbischhof von Bayern, Joh. Friedrich schrieb:
 

 Von:     Reinhard Rassow [mailto:Reinhard.Rassow@elkb.de]
 Gesendet:            Donnerstag, 16. September 2010 12:45
 An:       G.R.
 Betreff: WG: Landesbischof Joh. Friedrich: "... sich nicht von den  Untaten verblendeter Christen beirren zu lassen"

"  In der Sache kann ich Ihnen versichern, dass die Evangelisch-Lutherische  Kirche in Bayern Äußerungen wie die von Ihnen zitierte keinesfalls  billigt."

 Mit freundlichen Grüßen,
 Dr. Reinhard Rassow

 Oberkirchenanwalt
 Landeskirchenamt, Referat F 4.1
 Aus-, Fort- und Weiterbildung, Personal
 Katharina-von-Bora-Straße 11 - 13
 80333 München
 Tel.: 089-5595-578
 Fax: 089-5595-8-578


 

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